Leserstimmen zu
Sind dann mal weg

Simone Veenstra

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“Sind dann mal weg” ist eine bewegende Geschichte über das Altwerden – und das Jungbleiben. Die Autorin spricht durchaus ernste Themen an: So will ihre Heldin Tina sich ganz am Anfang des Buches umbringen, weil sie sich im Altersheim zutiefst einsam und fehl am Platz fühlt, und der Sohn des alten Kapitäns Ole interessiert sich nicht im geringsten für die Wünsche seines Vaters. Aber das Buch verbindet diese ernsten Themen mit einem wunderbaren, warmherzigen Humor. Tina findet wider Erwarten gute Freunde im Altersheim und damit auch wieder echte Lebensfreude. Als der allseits beliebte Kapitän Ole plötzlich stirbt, ist das zwar Anlass zu tiefer Trauer – aber es ist auch der Beginn einer verrückten, aufregenden Reise: Tina, Paul, Hedi und Männi stehlen Oles Asche, um sie ins norwegische Meer zu streuen. Und das führt zu jeder Menge unvorhergesehener Probleme, aber die entschlossenen Senioren lassen sich durch nichts und niemanden aufhalten. Ob sie jetzt mit wildfremden Dänen eine wilde Geburtstagsfeier feiern oder Drogenspürhunde mit Leckerli bestechen, ich fand die Geschichte von vorn bis hinten unterhaltsam und spannend. Sogar ein bisschen Romantik darf dabei nicht fehlen, denn Tina und ihre Freunde sind definitiv nicht zu alt für die Liebe. Die Charaktere sind mir richtig ans Herz gewachsen, und so habe ich auch das ein oder andere Tränchen vergossen. Das Wunderbare an diesem Buch ist, dass hier beides zugelassen wird: das Traurige und das Lustige. So nach und nach zeigen die verschiedenen Charaktere, dass sie mehr Tiefgang zu bieten haben, als es auf den ersten Blick den Anschein hat, und das machte sie in meinen Augen sehr lebensecht. Auch wenn die Geschichte manchmal quietschbunt am Rande der Glaubwürdigkeit entlang schrappt, will man sie glauben, und man will, dass sie ein Happy End findet. Der Schreibstil führt locker-leicht und beschwingt durch dieses Abenteuer, und bei allem Humor geht die Wahrhaftigkeit der Gefühle nie verloren. | FAZIT | Mit Einfallsreichtum und ganz viel Humor erzählt Simone Veenstra die Reise einer Gruppe von Senioren, die aus dem Altersheim ausbrechen und die Asche eines guten Freundes stehlen, um ihn ins norwegische Meer zu streuen – koste es, was es wolle. Auch wenn ich schon nach wenigen Kapiteln die ersten Tränen vergossen habe: “Sind dann mal weg” ist ein ganz großartiges Buch, das nicht nur ans Herz geht, sondern auch verdammt viel Spaß macht.

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Meine Meinung: Und mal wieder habe ich mich von einem Cover dazu verführen lassen, mich für ein Buch zu interessieren. Ich finde es ausgesprochen witzig, denn betrachtet mal die Einzelheiten. Das alles findet man im Buch wieder. Außerdem macht die Kurzbeschreibung neugierig und ich sollte nicht enttäuscht werden. Zunächst fiel mir beim Lesen ein, je oller, je doller, aber das sagt nur die Hälfte aus. Auch im Alter kann man mutig sein und einiges unternehmen. Nicht unterbuttern lassen und irgendwie versauern. Das Buch vermittelt einem so viel. Tina fühlt sich nicht wohl in der Seniorenresidenz, findet aber zu meiner und ihrer Freude eine Gruppe Menschen, die sich nicht so an Regeln halten und viel Spaß haben. Als allerdings einer ihrer neuen Freunde bei einem Rätselabend tot umfällt, beginnt für einige Senioren eine abenteuerliche Zeit. Die Autorin hat allen Beteiligten besonderen Charaktere zugeordnet, sehr liebevoll wurden sie beschrieben und gerne schaute ich über die kleinen oder etwas größeren Macken hinweg. Humorvoll wurde die abenteuerliche Fahrt nach Norwegen geschildert. Denn leider war es nicht so, dass alle mit dieser Reise einverstanden waren und die Grenzen konnten auch nicht so einfach überschritten werden. Weshalb das nun so war, werde ich hier ganz bestimmt nicht verraten. Auf jeden Fall hat mir Simone Veenstra reichlich Lesevergnügen beschert. Gleichzeitig hat sie damit zum Nachdenken angeregt, wie es im Alter auch sein könnte. Und ich denke, man muss nicht unbedingt eine weite Reise antreten, um dies zu merken. Fazit: Sind dann mal weg - zeigt, wie es sein kann, wenn man nicht alles hinnimmt und sich nicht aufgibt. Auch im Alter können neue Freundschaften geschlossen werden. Gerne gebe ich zu diesem Buch eine Leseempfehlung.

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Es ist lange her, dass ich einen 400-Seiten-Roman in 5 Stunden verschlungen habe. Aber Simone Veenstras Geschichte über eine Handvoll Senioren, die die Urne ihres Freundes stehlen, um ihn im fernen Norwegen im Meer zu zerstreuen, hat alles was es braucht, um einen nicht mehr loszulassen: Spannung, Humor, Gefühl, liebenswert schrullige Hauptpersonen und ein tiefes Verständnis für die Probleme des Alterns. Die Kunst der Autorin besteht darin, die Härte des Alterns und die Hilflosigkeit, die mit dem Verlust von Fähigkeiten einhergeht, nicht zu verschweigen, sondern zuzugeben. Sie einzubetten in leichte Momente, tiefe Reflexionen und lustige Episoden. Ihre Figuren schauen auf eine normale Existenz zurück, verkorkst und voll vertaner Chancen. Durch die Reise nach Finnland entdecken sie die verloren geglaubte Leichtigkeit des Lebens und der Gefühle wieder. Ich war verblüfft, wie ich durch das Buch ein neues Verständnis auf die Probleme meiner Eltern bekam und frage mich immer noch, wie Simone Veenstra das geschafft hat – ist sie doch selbst gerade mal Mitte Vierzig. Ich habe selten einen Unterhaltungsroman gelesen, der so viel Spaß macht, in die Tiefe geht und nachklingt. Hut ab. Ein Buch für Senioren, ihre erwachsenen Kinder und alle anderen. Zur besten Unterhaltung und zum besseren Verständnis.

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Die Geschichte beginnt damit, dass Tina von ihrer Tochter in ein Seniorenheim "gezwungen" wird und dort ist sie nicht sehr glücklich. Sie versucht sogar ihrem Leben ein Ende zu setzen, was ihr allerdings nicht gelingt. Sie lernt Käptn Ole kennen und begleitet ihn zu einem Quiz-Abend. So nimmt die Geschichte ihren Lauf und aus der einsamen Tina wird ein Teil einer Seniorenclique die Spaß am Leben hat. Hedi, Paul und Männi sind mit von der Partie und so beschließen sie nach dem plötzlichen Tod von Käptn Ole dessen letzten Wunsch zu erfüllen und seine Asche in einem Fjord in Norwegen beizusetzen. Das Abenteuer beginnt und Karel, der Seniorchef des Bestattungsinstitutes, stößt zu ihnen. Auf dem Weg nach Norwegen erleben die Senioren die Hilfsbereitschaft von Menschen die sie gerade kennengelernt haben und lernen sich auch untereinander besser kennen. Jeder von ihnen hat persönliche Probleme und Ängste denen er oder sie sich auf die eine oder andere Weise stellen (müssen). Eine vielfältige Geschichte, die den Leser zum Lachen und zum Nachdenken bringt. Die einzelnen Charaktere sind wunderbar einfühlsam beschrieben und das Leben als Senior wird in keiner Weise beschönigt aber auch nicht negativ dargestellt. Sogar eine zarte Liebe hat Platz in der Geschichte , neben dem Tod und der Freundschaft die das Leben wieder lebenswert macht. Das ist nicht nur ein Buch für den reiferen Leser sondern für Jeden der Lust auf eine herzerwärmende Geschichte hat. Das Leben ist nicht zu Ende wenn man ins Seniorenheim geht - nein, es kann dort einen neue Wendung nehmen. Mich hat das Buch zum Nachdenken und zum Lachen gebracht.

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Tina hat sich das irgendwie anders vorgestellt. Doch seit sie im Seniorenheim lebt, ist ihr Alltag eintönig, leer und viel zu vorbestimmt. Kein wudner also, das man keine Lust mehr aufs Leben hat. Das muss sich ändern! Doch das ändert sich nach dem Tod von Ole. Denn dessen letzter Wunsch war es, das seine Asche im norwegischen Meer verstreut wird. Und so müssen sie nicht nur plötzlich Oles Asche entführen, sondern auch eine Reise antreten, die mehr ebreit hält als nur ein Ziel. Dieses Buch ist großartig. Ich weiß nicht wie oft ich vor mich hin gekichert habe. Aber zwischen all dem Witz liegt mehr. Eine leise Kritik an den Charakteren selbst aber auch mit viel Feingefühl diesem eben auch nicht leichten Thema gegenüber. Es geht eben auch ums älter werden und am Ende ums gehen. Um die Würde, die sich jeder behalten sollte in seinen letzten Tagen. Aber auch um Freundschaft und so viel mehr. Dabei mit einem lockeren Stil der einen durch die Seiten führt. Besonders die Gedanken der Senioren sind dabei spannend. Jeder hatte sein eigenes Leben und so zielen alle in doch unterschiedliche Richtungen. Kleine und große Geheimnisse warten auf ihre Enthüllung. Wir haben hier also ein Buch das am Rande zwischen Humor und Ernst wandelt und diesen Drahtseilakt mit bravo meistert.

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Ein wunderbarer Roman. Genau so stelle ich mir eine Seniorengang vor. Jeder Charakter ist vertreten. Jeder hat seine liebenswürdigen und nicht so liebenswürdigen Seiten und doch mag man sich einfach so, wie man ist. Denn jeder weiß, wie es ist, anders sein zu wollen oder sich verstellen zu müssen. Ich war von Anfang an Teil dieser tollen Geschichte. Tina lebt seit Kurzem in Schafweide und möchte nichts mehr, als ganz schnell aus dem Leben zu scheiden. Es hat eine tragische Komik, denn sie wird jedes Mal irgendwie davon abgehalten. Ist man auf ihrer Seite, ärgert man sich einerseits, dass sie sie nicht einfach in Ruhe lassen, und andererseits freut man sich, denn sie wirkt einfach sehr sympathisch. Als Ole ihr begegnet, nimmt er sie kurzerhand mit, um beim Quizabend zu spionieren. Es kommt, wie es kommen musste. Beide werden Teil einer Quizrunde und sind nicht mehr allein. Sie lernen sich kennen und mögen und gewinnen sogar einen Quizabend. Doch direkt danach segnet Ole das Zeitliche. Seine neuen Freunde wollen ihm die letzte Ehre erweisen und freuen sich auf die Meerbestattung, die er sich so gewünscht hat. Oles Sohn Finn hat andere Pläne. Kurz und knackig soll es ablaufen. Einäschern, einmauern und fertig. Doch Finn hat nicht mit den Freunden seines Vaters gerechnet. Ich möchte hier gar nicht so viel über die Charaktere sagen, denn sie sind wirklich alle toll. Jeder hat seine Aufgabe und alle sind Ole für irgendetwas dankbar. Ich denke, ihr solltet die Persönlichkeiten selber kennenlernen. Ich war fasziniert und habe viel über das Thema nachgedacht. Ich bin der Meinung, jeder sollte so bestattet werden, wie er es möchte. Wieso muss alles immer so korrekt ablaufen? Dass man seiner Asche nicht in einem Restaurant verstreuen darf, verstehe ich natürlich. Aber wieso ist sonst nicht fast alles erlaubt? Wie kann es sein, dass Menschen darüber entscheiden können, wie ein anderer beerdigt wird, obwohl dieser es sich anders gewünscht hat? Man sollte sich rechtzeitig Gedanken darüber machen, was man selber nach seinem Tod möchte. Ich möchte, dass von mir alles Brauchbare gespendet wird. Haut, Augen, Organe etc. Ich kann nach meinem Tod nichts mehr damit anfangen. Ich möchte verbrannt werden, denn ich finde die Vorstellung schaurig, dass meine Hülle verbuddelt irgendwo rumliegt. Ich selber bin auch nicht der Typ für Friedhöfe. Ich würde gerne irgendwo verstreut werden. Aber manche brauchen einen Ort zum Trauern, weshalb ich meinen Hinterbliebenen dies natürlich nicht verwehren möchte. Das würde ich für sie tun, denn ich bin nicht da in einem Grab auf dem Friedhof. Ich bin überall, wenn jemand an mich denkt. Aus diesem Grund stehe ich bei diesem Buch hinter der Seniorengang. Und man merkt, dass sie alle wieder jünger werden. Es kommt Spannung auf und jeder dieser außergewöhnlichen Menschen hat ein Geheimnis, das er mit sich herumträgt.

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Tina wurde von ihrer Tochter gegen ihren Willen ins Seniorenheim gesteckt. Sie ist schon kurz davor, sich aus dem Fenster zu stürzen, als sie den schmucken Kapitän a.D. Ole kennenlernt und durch ihn auch seine Freunde: die fesche Hedi mit dem pinkfarbenen Rollator, den schüchternen Manni und den Lebemann Paul. Gemeinsam sind die fünf ein unschlagbares Team beim Freitagsquiz, sie unternehmen viel zusammen und werden ein untrennbares Quintett. Doch dann fällt Ole mitten im Quiz tot um. Sein letzter Wunsch war, dass seine Asche in einem ganz bestimmten norwegischen Fjord verstreut wird, doch leider hat Oles Sohn Finn andere Pläne: Er will Ole in der Urnenwand des örtlichen Friedhofs beisetzen lassen. Doch da hat er die Rechnung ohne Tina und ihre Freunde gemacht, denn die entführen kurzerhand Oles Asche und machen sich damit auf den Weg nach Norwegen. Unverhoffte Begleitung erhalten sie durch Karel, den Seniorchef des Bestattungsunternehmens, den seine Tochter Marion ebenfalls ins Heim stecken will. Gemeinsam begeben sich die fünf Senioren plus ein betagter Hund auf die abenteuerliche Reise, die sie mit Bus, Bahn und Schiff über Hamburg, Kopenhagen, Oslo und Bergen bis nach Finnfjordvær führt. Dabei kommt es nicht nur zu so manchem amüsanten Erlebnis und sogar zur einen oder anderen Liebelei, sondern auch zu Konflikten, denn bei allen fünfen bröckelt langsam die bisher mühsam aufrecht erhaltene Fassade. Jeder der Senioren hat in seinem Leben schon einiges mitgemacht, das ihn geprägt hat. So kommt es zu Zweifeln und Missverständnissen untereinander und schließlich zum großen Streit. Und plötzlich ist Paul verschwunden, dafür sind Finn und Marion den alten Herrschaften dicht auf den Fersen. Werden die es trotzdem schaffen, Oles Asche wie geplant im Meer zu verstreuen? Und können sie ihre Freundschaft retten? Mich hat diese Geschichte von Anfang an gepackt und ich habe sie in zwei Tagen durchgelesen. Sie bietet viele lustige und skurrile Momente, aber gleichzeitig auch viel Stoff zum Nachdenken, etwa wenn Tina über das Älterwerden, über diverse Gebrechen, verpasste Gelegenheiten und über ihren verstorbenen Mann, den sie lange gepflegt hat, sinniert. Die Geschichte ist vorwiegend aus Tinas Sicht erzählt, manche Kapitel sind aber auch aus Karels Perspektive geschrieben, was zusätzlich für Spannung sorgt. Ein wenig hat mich am Anfang gestört, dass die Kinder von Tina, Ole und Karel recht einseitig als hartherzig und egoistisch beschrieben werden, doch zum Glück ändert sich das im Laufe der Geschichte. Und so ganz nebenbei erfährt man einiges über Sitten und Gebräuche in den skandinavischen Ländern. Die Moral von der Geschichte: Es ist nie zu spät, um sein Leben zu ändern, etwas Neues anzufangen und seinem Leben neuen Schwung zu geben – so lange man gute Freunde hat, die einen dabei unterstützen und ermutigen.

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