Leserstimmen zu
Es muss ja nicht perfekt sein

Krystal Sutherland

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Klappentext „Esthers Familie ist ungewöhnlich. Das ist das Mindeste, was man sagen kann. Ihr Vater wagt sich nicht mehr aus dem Keller, der Bruder kann nur bei Licht schlafen und die Mutter hat panische Angst vor allem, was Unglück bringen könnte. Was Esthers größte Angst ist, weiß sie nicht. Aber vorsichtshalber notiert sie alles, was infrage kommen könnte, in einer Liste. Und die gerät ausgerechnet in die Hände von Jonah Smallwood – ihrem Schwarm aus der Grundschule. Doch statt sie auszulachen, hilft Jonah ihr, sich ihren Ängsten zu stellen. Gemeinsam arbeiten sie die Liste ab und kommen sich immer näher. Bis Esther erfährt, was Jonah getan hat.“ Gestaltung Das Cover finde ich sehr sommerlich und süß. Das Stück Wassermelone am oberen Bildrand aus dem sowohl Regentropfen als auch kleine Herzchen regnen gefällt mir aufgrund des Zeichenstils und weil es einen Farbtupfer auf dem ansonsten ruhigen Cover darstellt richtig gut. Ich mag auch die Schriftart und Farbe des Titelschriftzuges, denn der rötliche Ton hebt sich von dem Hintergrund schön ab. Das helle Gelb des Hintergrundes sorgt zudem für den sommerlichen Effekt und ist gleichzeitig nicht zu knallig, sodass ich das Cover insgesamt sehr stimmig finde. Meine Meinung Nachdem ich von Autorin Krystal Sutherland schon „Unsere verlorenen Herzen“ gelesen hatte und dieses Buch mir richtig gut gefallen hatte, war ich gespannt auf ihr neustes Werk. In „Es muss ja nicht perfekt sein“ geht es um Esther, die in einer Familie aufwächst, in der einige Ängste vorherrschen. Esther weiß nicht, was ihre größte Angst ist, aber sie schreibt sicherheitshalber alles in Frage kommende auf. Als Esters Grundschulschwarm Jonah an diese Liste kommt, hilft er ihr, sich ihren Ängsten zu stellen und so kommen sich die beiden näher. Doch Jonah verbirgt ein Geheimnis… Wenn ich „Es muss ja nicht perfekt sein“ mit „Unsere verlorenen Herzen“ vergleiche, muss ich doch sagen, dass mich das neue Buch der Autorin etwas irritiert hat, denn „Es muss ja nicht perfekt sein“ ist ziemlich skurril. Direkt mit den ersten Seiten geht es eigentlich schon los, denn Esther trägt beispielsweise ein Rotkäppchenkostüm (und im Verlauf der Geschichte viele weitere seltsame Verkleidungen). So ist sie genau wie ihre ganze Familie ziemlich komisch. Für meinen Geschmack manchmal etwas zu komisch und abgedreht, denn ich vermisste doch etwas die realistischen Züge bei dieser Familie. Das fand ich etwas schade, denn die Idee hinter der Geschichte fand ich eigentlich richtig gut. Es geht darum zu zeigen, dass man sich seinen Ängsten stellen kann und sollte und es in Ordnung ist, sich dafür Hilfe zu holen. Diese Botschaft fand ich schön und vor allem die Geschehnisse mit Esther und Jonah fand ich sehr bewegend und berührend. Hier hat die Autorin das geschaffen, was mich schon bei „Unsere verlorenen Herzen“ so überzeugt hat: sie konnte mich mit der Geschichte ergreifen und berühren. Der Aspekt mit Esther und Jonah war auch wirklich schön ausgearbeitet, denn es gab hier auch ein paar lustigere Momente, sodass mir die Abwechslung in diesen Szenen gut gefallen hat – von ernst bis zu humorvoll war alles dabei. Aber dennoch konnte mich die Skurrilität all der Charaktere und Gegebenheiten, die Esther und Jonah umgeben, nicht überzeugen. Es war mir einfach zu abgedreht und unglaubwürdig, denn nicht nur Esthers Familie hat einige psychische Probleme zu bewältigen, auch andere Charaktere wie z.B. ihre beste Freundin kämpfen damit. So war mir dies einfach zu gehäuft bei zu vielen Figuren, die einander kennen und miteinander in Verbindung stehen. Zwar finde ich es toll, dass die Autorin sich dem Thema der Ängste und der psychischen Erkrankungen annimmt und diese auch ernsthaft darstellt und thematisiert, aber es war dann teilweise doch zu überspitzt (wenn beispielsweise noch ein Familienfluch hinzukommt). Den Schreibstil von Krystal Sutherland fand ich wieder sehr gelungen, denn ich habe das Gefühl, dass ich mich in diesen fallen lassen kann. Die Autorin schreibt leicht und locker, sodass ich die Geschichte sehr schnell gelesen habe. Auch die ernste Thematik, die die Autorin mit Jonahs Charakter in die Geschichte einbringt, fand ich von ihr sehr gefühlvoll dargestellt und passend aufgegriffen. Hiermit konnte sie mich wirklich überzeugen und Jonahs Bürde auch sehr emotional beschreiben, sodass mein Herz schwer wurde, als ich von seinen Schwierigkeiten las. Fazit Wie schon bei „Unsere verlorenen Herzen“ zeichnet sich auch „Es muss ja nicht perfekt sein“ durch den locker-leichten Schreibstil der Autorin aus. Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten gefiel mir sehr und ich mochte die Bewältigung von Esthers Ängsten mit Hilfe von Jonah am liebsten an diesem Buch. Die Nebencharaktere fand ich etwas zu skurril und sonderbar, was mir leider nicht gefallen hat. Dafür fand ich die Botschaft des Buches ansprechend und vor allem wichtig: stell dich deinen Ängsten und dabei Hilfe in Anspruch zu nehmen ist nicht schlimm. Knappe 4 von 5 Sternen! Reihen-Infos Einzelband

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Perfekt für zwischendurch

Von: Jassi177

12.06.2019

Dies war der erste Roman, den ich von Krystal Sutherland gelesen habe. Ich fand die Geschichte rund um Esthers Familie sehr unterhaltsam . Mir hat der schreibstil ganz gut gefallen und es ist ein schönes Jugendbuch, dass auch etwas zum nachdenken anregt.

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Ist das Cover nicht der Wahnsinn? Es verspricht (ungeachtet des Klappentextes) ein wundervolles Sommerbuch. Allein die Aufmachung war für mich Anlass genug, dieses Buch lesen zu wollen. Bekommen habe ich dann allerdings etwas völlig anderes als erwartet - und ich war durchaus positiv überrascht. Die Autorin behandelt die Themen Depressionen, Anderssein, Phobien und ganz allgemein die Selbstfindungsphasen von Teenagern. Dabei gelingt es ihr wirklich meisterhaft, all diese Schwierigkeiten anzusprechen und kompakt in einen Roman zu verpacken. Der Schreibstil ist ein wenig besonders allerdings durchaus angenehm. Die Charaktere sind vielschichtig, facettenreich und in der Lage, eine Wandlung durchzumachen. In diesem Buch ist kaum etwas vorhersehbar. Allerdings gibt es auch einige Längen, etliche Passagen sind sehr, sehr ausschweifend dargestellt und wirken so etwas gewollt. Ich denke, die Leser sind durchaus in der Lage, dem Geschehen zu folgen, ohne das seitenlange Erklärungen zum jeweiligen Gemütszustand des betreffenden Charakters von Nöten sind. :) Insgesamt allerdings ein wirklich lesenswertes Buch, das auch im Nachhinein noch nachdenklich stimmt. Definitiv mit Fingerzeig: du bist einzigartig! Du bist richtig so, wie du bist und es ist absolut okay, anders zu sein. Du musst nicht mit der Masse schwimmen und kannst definitiv zu dir selbst stehen!

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Die Geschichte um Esther und Jonah hat mich unglaublich gefesselt. Ich war immer gespannt welche Angst sie als nächstes überwinden und wie sie das anstellen. Die Liebesgeschichte drumherum ist wunderschön. Auch das Ende ist unglaublich gut gelungen (um nicht zu viel zu verraten). Also alles in allem habe ich es sehr genossen das Buch zu lesen und kann es nur weiterempfehlen.

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Meine Meinung: Esther ist eine authentische Protagonistin, die in einer etwas anderen Familie lebt. Sie ist eine authentische Protagonistin, die ich mit jeder Seite gerne mehr begleitet habe. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wird am meisten aus der Perspektive von Esther erzählt. Der Leser kann sie so noch näher kennen lernen und ihre Gedanken und Gefühle erfahren während der Handlung. Die Nebenfiguren sind ebenso authentisch und gestalten die Geschichte mit. Die Handlung hat mich langsam mitgezogen und ich habe mit jeder Seite, die Charaktere begleitet und konnte so in die Geschichte finden. Esther notiert sich ihre Ängste anhand einer Liste und als diese in die Hände ihres Schwarms kommt wird alles anders.... Das Cover sieht einfach toll aus und macht neugierig auf die Geschichte. Fazit: Eine etwas andere Jugendbuch-Geschichte, die einen zum Nachdenken anregt.

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Ganz nette Liebesgeschichte

Von: Trinity_41

03.06.2019

Das Cover lässt in keiner Weise auf den teils ernsten, teils schwazhumorigen Inhalt schließen. Die kleinen Herzchen deuten zwar eine Liebesgeschichte an, aber die leichten Frühlingsfarben führen auf den ersten Blick in die Irre. Doch bereits der Klappentext verrät, dass es sich um eine außergewöhnliche Liebesgeschichte handelt. Esther Solar ist familiär vorbelastet, was alltägliche und ausgefallene Phobien angeht. Jeder in ihrer Familie hat mehr oder minder ausgeprägte Ängste. Aus "Angst vor der Angst" und weil sie nicht weiß, wovor sie am meisten Angst hat, schreibt Esther alle möglichen Phobiequellen in einer Liste nieder. Diese findet ausgerechnet ihr ehemaliger Schwarm au Grundschultagen, Jonah. Doch anstatt sie - wie alle anderen - zu belächeln oder zu mobben, hilft er ihr, die Ängste zu überwinden. Eine sehr ungewöhnliche Geschichte mit ernstem Hintergrund. Ich finde, der Autorin gelingt es, nicht in den Ratgeber-Kanon einzustimmen und durchgehend leicht und flüssig zu schreiben. An manchen Stellen war es mir dennoch zu langatmig - obwohl ich versucht habe, mich in die Zielgruppe hineinzuversetzen. Daher mein Punktabzug.

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"Ihre Mutter Rosamary Solar erklärte ihr am Telefon, dass sie sich unter keinen Umständen mehr in der Lage sehe, ihre Tochter abzuholen. Eine Katze, schwarz wie die Nacht und mit Dämonengelben Schlitzaugen, hatte sich auf der Motorhaube der Familienkutsche niedergelassen." Nach diesem ersten Satz hatte ich mir zusammen mit dem Klappentext eine eher lustige Geschichte vorgestellt. Doch so oft der Sarkasmus in diesem Buch einem auch zum schmunzeln bringt, so verbirgt sich hinter der Geschichte dennoch ein ernstes Thema. Es geht um Angst. Und in Esthers Familie hat fast jedes Familienmitglied damit zu kämpfen. Das traurige daran ist, das alle so sehr mit sich selbst zu kämpfen haben, das Esther und ihr Bruder dabei völlig hinten runterfallen. Die Angst bestimmt ihr aller Leben und lässt sich trotz verschiedenster versuche wie einem Hufeisen über der Tür oder Salbei unter dem Bett nicht verscheuchen. Esthers Vater ist so sehr seiner Angst verfallen, das er sich seit Jahren nicht mehr aus dem Keller traut, ihre Mutter glaubt vom Pech verfolgt zu werden und ihr Bruder hat panische Angst vor der Dunkelheit. Ein Familienleben ist unter diesen Umständen nicht denkbar. Auch Esther glaubt diesem Familienfluch zu unterstehen und hat deshalb gleich eine ganze Liste angefertigt, auf der sie ihre Ängste aufzählt. Zum Glück trifft sie auf Jonah, der ihr beim Kampf gegen die Angst unter die Arme greift. ------------- Dieses Buch geht einem sehr nahe. Zu Anfang dachte ich, wie bereits erwähnt, es handelt sich eher um eine humorvolle Geschichte, doch Esthers Leben ist alles andere als das. Es scheint wirklich ein Fluch auf der Familie zu liegen, alles spricht dafür, und genau deshalb klammert sich Esther daran, ihre persönlich größte Angst zu finden. Dabei lernt sie Jonah besser kennen und muss feststellen, das nicht nur in ihrer Familie Chaos herrscht. Die Autorin hat sehr deutlich gemacht, das nicht überall heile Welt ist und das man mit seinen Problemen nicht alleine dasteht. Das besondere an diesem Buch ist, das die Geschichte so gewaltig ist. Es wird nicht nur ein Thema angesprochen, sondern gleich ein ganzer Batzen. Selbstmordgedanken, Ängste, psychische Probleme und auch Selbstwahrnehmungsstörungen sowie Häusliche Gewalt. Wenn man bedenkt, das dieses Buch nur 400 Seiten hat, könnte man denken, es wirkt durch die ganzen Probleme sehr überladen und unglaubwürdig, doch das sehe ich überhaupt nicht so. Ich bin der Meinung, das die Autorin alles wichtige auf den Punkt gebracht hat und sogar noch etwas Platz für eine zarte Liebesgeschichte gelassen hat. Dieses Buch soll Mutmachen und ich denke genau das kann es auch. Man spürt bis zuletzt, das die Autorin sich mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Was ich auch wichtig finde sind die Stellen, an die man sich im Hilfefall wenden kann! Mit diesem ernsten Thema und den glaubwürdigen Protagonisten bekommt dieses Buch eine klare Leseempfehlung.

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Auch was für Ü14

Von: Kathi

28.05.2019

Es muss ja nicht perfekt sein Ein sehr einfacher und fast nichtssagender Titel und trotzdem hat es mich irgendwie angesprochen. Dazu kam dann allerdings auch noch der Hinweis, dass das Buch für 14 Jährige empfohlen wird, was mich dennoch - 5 Jahre älter nicht davon abgehalten hat es zu lesen und ich muss sagen... Ich bin begeistert. Es zeigt einfach unglaublich gut wie es Menschen mit Angstzuständen geht, wie es ihnen aber auch gehen kann. In meinen Augen ist es wichtig, dass so ein Thema nichz dtill geschwiegen wird, damit Menschen dich nicht als 'schwach' oder 'weniger Wert' empfinden und das schafft dieser Roman sehr gut. Auch die Freundschaft zwischen Esther und Jonah ist sehr süß und mitziehend. Keiner der Nebencharaktere wirkt irgendwie fehl am Platz, es ist alles sehr gut durchdacht. Trotzdem muss ich leider einen Stern abziehen. Jonah und Esther versuchen eine Liste mit 50 potentiellen Ängsten abzuatbeiten, was sich leider zwischendurch etwas zieht. Trotzdem sehr zu empfehlen :)

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