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Leserstimmen (3)

Michael Koryta: Die Gewalt der Dunkelheit (Novak-Serie) (1)

Die Gewalt der Dunkelheit Blick ins Buch

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-43872-9

Erschienen: 09.05.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ein sehr durchwachsener Thriller mit einer interessanten Grundidee

Von: Magische Momente Datum : 22.10.2017

www.magischemomentefuermich.blogspot.com

Wenn man in Thriller Laune ist, muss man nach eben diesem greifen und so stürzte ich mich beherzt auf “Die Gewalt der Dunkelheit “
Ein Buch, dessen Klappentext mich wahnsinnig neugierig machte, dessen Inhalt mich dann jedoch völlig überraschte.
Der Einstieg gefiel mir recht gut. Mark war sofort greifbar. Was auch mit daran liegt, dass man einen kurzen Einblick in seine Vergangenheit erhält. Was mich wirklich mit Ihm mitfühlen ließ. Man wollte unbedingt wissen, was genau geschehen ist. Da es der Begeinn einer Reihe um ihn ist, bleibt natürlich noch arg viel im Dunkeln.
Dann wird in die Gegenwart gewechselt und man erlebt einen Mark der von Schmerz und Dunkelheit umgeben ist. Was anhand der Geschehnisse nicht verwunderlich ist. Aber man erkennt auch den Ermittler in ihm wieder. Den Biss, die Gnadenlosigkeit.
Sarahs Geschichte und die damit verbundenen Ermittlungselemente fand ich sehr interessant und sie hat mich einfach nicht losgelassen.
Was ist damals geschehen, das sie ums Leben kam?
Und was hat dieses Höhlensystem mit allem zutun?
Besonders dieses Höhlensystem wirkt auf den Leser ziemlich beängstigend und Beklemmung macht sich breit. Man hat das Gefühl, kein Schritt da hineinwagen zu können.
Sind da wirklich irgendwelche Mächte im Spiel, oder liegt der Ursprung ganz woanders?
Besonders diese Höhle spielt eine verdammt große Rolle, was den Leser doch schon vor die ein oder andere Belastungsprobe stellt. Denn nicht jeder, ist offen dafür oder legt besonderes Interresse in diesen Bereich. Der Autor schafft es jedoch, ein Bild entstehen zu lassen, das man so noch nicht kannte.
Man versinkt automatisch in Grübeleien.
Einer der Protagonisten,Ridley war für mich eine sehr komplexe Persönlichkeit, die ich selten durchschauen konnte. Es hat an mir genagt, dass ich zwar Ahnungen hatte, aber nichts konkretes wusste.
Der Autor hat hier sehr verschiedene Charaktere entwickelt, die sehr interessant gestaltet sind und die sich auf ihre Art hervorheben. Sie waren nicht alle für mich greifbar, was mich aber nicht weiter störte.

Man erlebt hier verschiedene Perspektiven, was mir sehr gut gefallen hat. Das Buch selbst ist in mehrere Teile gegliedert.
Die Story und die Grundidee hat mich mit jeder Zeile mehr in den Bann gezogen. Der Autor verliert sich jedoch sehr in Details, was mir das vorankommen erschwerte und es langatmig wurde. Die Spannung hat dabei auch etwas gelitten. Leider.
Ein zentraler Punkt in dieser Story ist die Höhle. Kein schlechter Gedanke. Man erwartet so etwas nicht, daher sticht es besonders heraus.
Die Story entwickelt gewaltige Ausmaße, die man so nie erwarten würde. Teilweise hatte es für mich schon etwas unwirkliches an sich. Der Autor hat es jedoch toll verstanden, mich mit seinem einnehmenden Schreibstil, völlig in das Buch hineinzuziehen.
Es wurden Wendungen eingewoben, die ich nicht erwartet habe und die daher besonders gelungen waren.
Es entwickelt eine Richtung, die die Blickwinkel merklich verschiebt und Platz für neues macht.
Mark selbst muss seinen eigenen Dämonen gegenüberstehen und so einige Hürden meistern.
Man erfährt mehr über das Dahinter, was es tiefgründiger und facettenreicher machte.
Auch wenn ich nicht komplett hin und weg bin, so konnte es mich doch in Atem halten.
Leider war es ziemlich langatmig, was meinen Lesefluss doch etwas trübte. Auch die Emotionen kamen für mich leider nicht völlig zum Ausdruck.
Schlussendlich eine sehr komplexe und interessante Geschichte, die mit Wendungen brilliert, aber auch leider seine Längen hat. Man hat einfach das Gefühl, es zieht sich teilweise etwas zu sehr.
Ein Thriller der mit unterschwelliger Spannung punktet, sich mehr auf der psychologischen als auf der blutigen Ebene bewegt.
Leider konnte mich das Ende nicht so zufriedenstellen wie ich es mir gewünscht hätte.

Fazit:
“Die Gewalt der Dunkelheit “ ist ein sehr komplexer Thriller, der eher auf der psychologischen Ebene punktet.
Leider gab es für mich zu viele Längen, was meinen Lesefluss trübte.
Der Autor punktet mit einer düsteren und unheimlichen Atmosphäre, sowie einer faszinierendes Grundidee, was zusammen mit der wendungsreichen Handlung ein gutes Gesamtpaket ergibt.
Ein Thriller, bei dem Durchhaltevermögen gefragt ist.

© magischemomentefuermich.blogspot.de

Solide Idee mit Luft nach oben

Von: ANA Datum : 21.07.2017

tjskleinebuecherwelt.blogspot.de

Inhalt:
Der direkte Vorgesetzte will auf keinen Fall, dass Novak vor Ort ist bei der anstehenden Vorstandssitzung und soll daher in einem Fall ermitteln, der eigentlich überhaupt nicht zu der Organisation passt. Also reist Mark Novak in die Kleinstadt Garrison und will nur eine Nacht bleiben, denn er weiß genauso wie alle anderen in seiner Firma, dass man ihn aus dem Weg haben will. 

Aber was ist, wenn merkwürdige Umstände aufeinander treffen und plötzlich mehr hinter dem unaufgeklärten Mord des Mädchens steckt als vorher gedacht?
Wie verrückt ist der Hauptverdächtige Ridley, dem der Mord nie nachgewiesen werden konnte?

Als Leser begleiten wir Mark Novak und einige andere Protagonisten durch den Winter in Indiana und erleben, wie sich eine Geschichte entwickelt rund um die Höhle Trapdoor.
Einst eine Touristenattraktion wurde sie vor 10 Jahren, nach dem Tod des Mädchens, für die Öffentlichkeit geschlossen.

Anscheinend findet die Kleinstadt aber keine Ruhe und sucht verzweifelt nach Erklärungen und möchte Antworten auf die Frage, ob der damalige Hauptverdächtige Ridley Barnes wirklich der Täter ist.

Nicht wirklich freiwillig macht Novak einen Ausflug in die Höhle und wird dort mit der absoluten Dunkelheit und seinen eigenen Dämonen konfrontiert.
Totale Finsternis und bis auf deine Atemzüge und das Echo deiner Stimme ist da absolut nichts...
Beklemmende Vorstellung, oder?

Ab diesem Punkt entwickelt Novak ein persönliches Interesse und bleibt vor Ort um das Rätsel zu lösen. Wobei immer wieder betont wird, dass er keinerlei Interesse an dem toten Mädchen hat, sondern "seinen eigenen Hintern" retten möchte, der auf dem Spiel steht.

Fazit:
Das Buch ist stilistisch gut geschrieben und hat durchaus spannende Abschnitte. Leider verzettelt sich der Autor meiner Meinung nach während der Handlung und weiß nicht wirklich, wie und welche Geschichte er erzählen möchte.

Geht es um Novak und seine inneren Dämonen?
Geht es um Ridley Barnes und dessen Dämonen?
Geht es um das tote Mädchen Sarah?
Geht es um kirminelle Machenschaften in der Stadt?
Oder geht es doch um die mächtige und evtl. magische Höhle Trapdoor?

Koryta versucht die Stränge miteinander zu verknüpfen, was ihm meiner Meinung nach nur streckenweise gelingt.
Mich hat er auf dem Weg verloren, denn die Beweggründe der einzelnen Protagonisten und die Handlungen erschienen mir zum Teil dann doch sehr merkwürdig oder sogar abstrus, bzw. nicht immer nachvollziehbar.

Das Ende war für mich sehr unzufriedenstellend und machte den Eindruck einer Notlösung auf mich.
Im Hinblick auf das ganze Drama rund um die Höhle im Vorfeld, war es mir dann doch etwas lapidar.

Positiv erwähnen möchte ich, dass in diesem Buch auf drastische Gewaltdarstellungen verzichtet wird.

Solide Idee mit mäßiger Umsetzung der Geschichte, daher gibt es von mir nur 3 von 5 möglichen Punkten.  Kann man lesen, muss man aber nicht

Die Höhle gibt, die Höhle nimmt

Von: Denise Datum : 10.06.2017

www.tapsisbuchblog.blogspot.de

Mark Novak arbeitet als Ermittler für Innocence Incorparted. Die Organisation vertritt unschuldig zum Tode Verurteilte. Doch seit dem gewaltsamen Tod seiner Frau kennt Mark nur noch ein Ziel: den Mörder zu finden. Sein Chef findet diesen Rachefeldzug alles andere als okay und schickt seinen Ermittler ins kalte Garrison, Indiana. Dort ist vor 10 Jahren ein junges Mädchen in einer Höhle getötet worden. Der Täter läuft frei herum....noch!

"Die Gewalt der Dunkelheit" ist der Auftakt einer neuen Reihe von Michael Koryta und hat mich nur teilweise überzeugen können. Während ich das Debüt "Die mir den Tod wünschen" großartig fand, kommt der Autor bei seinem neusten Werk zu sehr ins Schwafeln.

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man zum Großteil dem Ermittler Mark Novak, der sich mit seiner neuen Aufgabe so wohlfühlt wie eine Priester im Puff. Denn in Garrison gibt es streng genommen keinen Fall für ihn: der Mörder des Mädchens Sarah Martin ist weder gefasst noch verurteilt. Der einzige Tatverdächtige Ridley Barnes hat die Organisation Innocence Incorparted um Hilfe gerufen, denn er will endlich wissen, wer Schuld am Tod von Sarah hat, auch wenn ihn das unter Umständen selbst in den Knast bringt. Novak muss schnell feststellen, dass man in Garrison den Tod von Sarah auch nach 10 Jahren noch nicht verarbeitet hat, man jedoch auf Fragensteller höchst allergisch reagiert. Das weckt den Ehrgeiz des Ermittlers und so war ich mittendrin in einer Stadt voller Lügen, Schweigen und einer riesigen Höhle, die mehr Geheimnisse birgt als offenbart.

Der Beginn hat mich auch direkt mitgerissen. Michael Koryta wirft seine Leser einfach ins kalte Wasser und offenbart Seite für Seite die Zusammenhänge. Das hat mir sehr gut gefallen. Mark Novak ist ein herzensguter Mann, der für seinen Job alles tun würde. Allerdings verbirgt er sein gutes Herz unter einer harten Schale aus Arroganz und Arschlochtum. Mich persönlich hat diese Kombination, obwohl sie schon oft verwendet wurde, überzeugt, denn Novak wirkt authentisch und ehrlich.

Ab der Hälfte des Buches gerät die Spannung leider ins Hintertreffen. Der Ermittler ist mit vielen kleinen Problemen beschäftigt, tritt auf der Stelle, geht 2 Schritte vor und einen zurück. Es passiert nicht viel und auch die Beschreibungen der Höhle, so beängstigend sie auch waren, trugen nicht viel zur Spannung bei. So habe ich mir beim Lesen Kürzungen gewünscht und habe auch Seiten übersprungen, weil einfach nichts geschah.

Erst das Ende konnte mich wieder begeistern, denn die Zusammenhänge wurden perfekt und anschaulich dargelegt, ohne, dass es zu einem hollywoodartigen Knall kam. Toll! Zudem lässt Michael Koryta genug Raum für eine spannende Forsetzung und einen neuen Fall.

Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist stellenweise detailverliebt, aber immer auf den Punkt und anschaulich.

Fazit: ein Buch, bei dem man teilweise einen langen Atem braucht. Ich kann es eingeschränkt empfehlen, freue mich aber auf den nächsten Fall.