Leserstimmen zu
Herzenssache und Gottesmut

Michael Kuch

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Gerade war Martin Luther noch dabei, Kirschen für seine Frau Käthe zu pflücken, als der Blitz einschlägt – in den Baum, nicht in ihn. Als er wieder zu sich kommt, findet er sich ausgerechnet im Jahr 2017 wieder, dem großen Reformationsjubiläumsjahr. Dabei hat der Reformator die letzten 500 Jahre glatt übersprungen. Luther begegnet dem gerade erst pensionierten und Atheist gewordenen Pfarrer Andreas Sonnhüter, der ihn durch die Wirren des 21. Jahrhunderts führt. Er erklärt dem Zeitreisenden, wie Kutschen ohne Pferde funktionieren, was Zigaretten sind und wie man sich möglichst unauffällig verhält. Auf den Verdacht hin, dass ihm niemand glauben wird, dass der echte Luther durch die Zeit gereist ist, gibt er diesen kurzerhand als genialen Schauspieler aus. Schließlich kommt Sonnhüter der glorreiche Einfall, Luther könne doch als Gastredner der Jubiläumsveranstaltung in Wittenberg sprechen. Im Buch wechseln sich kursiv gesetzte Tagebucheinträge des Pfarrers mit dem normal gedruckten Fortlauf der Geschichte ab. Insgesamt gibt es zahlreiche amüsante Elemente, z.B. dass Luther auch im Jahr 2017 sein Lutherdeutsch spricht, wie er seine eigene Kirche erlebt oder wie sein Verhalten unabsichtlich mit den Verhaltensnormen der Gegenwart kollidiert. Doch dadurch wirkt die Geschichte auch sehr künstlich konstruiert, so dass es schwerfällt, in die Handlung hinein zu finden. Luther besteht quasi nur aus den bekannten Klischees, so dass man ihm erst am Ende, bei seiner großen Rede, etwas näher kommt. Insgesamt kann man das Lutherjubiläum auch gut ohne dieses Buch erleben.

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Meine Meinung zum Buch: Herzenssache und Gottesmut Martin Luther und das Lebensgefühl des Glaubens Aufmerksamkeit: Diesen Punkt findet ihr bei mir auf dem Blog, wo der Original Blogbeitrag zum Buch zu finden ist. Inhalt in meinen Worten: Welche Fragen hätte Martin Luther heute, wenn er in unserer Zeit leben würde? Was würde er mit Jesus und unserer heutigen Welt anfangen? Wie fand Martin Luther in sein Vertrauen in Gott, wie hat er erkannt, das Jesus nur unser Herz und nicht unsere Werke will, und das ohne Werke dennoch der Glaube tot ist? Diese Frage wird aufgegriffen und dem Leser an das Herz getragen. Lässt du dich auf das Buch und die Lebensfragen ein? Wie ich das Buch empfand: Ich muss gestehen, ich fand nicht so sehr gut in das Buch. Mir sind sehr viele Fremdworte entgegen gesprungen und die Sätze waren eher für Hochbegabte als für einfache gestrickte Menschen. Dennoch lohnte es sich durch die Seiten durchzugehen, und selbst wenn man durchblätterte, wie ich es letztlich getan habe und dort hängen bleibt, wo gerade mich etwas ansprang. Dennoch kam ich nicht völlig an das Ende des Buches, dazu tat ich mir letztlich leider zu schwer. Warum ich denke, dass das Buch dennoch hilfreich ist: Ich empfehle das Buch definitiv Religionspädagogen, oder Menschen die in der ev. Kirche gerade irgendwas mit Religion studieren, es kann nämlich hilfreich sein, noch andere Gedanken zu Martin Luther zuzulassen, als das man vielleicht nur in der Universität lernt. Es kann auch ein Schlüssel für Menschen sein, die sich an der schweren Sprache des Buches nicht stoßen und vielleicht trotzdem und gerade viele Lebensfragen haben aber dazu gerne ein Buch zur Hand nehmen, das hilft und unterstützt den Glauben nicht aus den Augen zu verlieren, sondern gerade den Glauben neu hilft zu formulieren. Bewertung: Auch wenn ich mir mit diesem Buch leider verdammt schwer getan habe, finde ich das dieses Buch dennoch ganz viele Antworten und Gedanken an den Leser bringt, die wichtig sind, das man darüber nachdenkt, auch wenn es schwer ist. Deswegen möchte ich diesem Buch drei Sterne geben.

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Das Sachbuch über Luther und seinen Weg mit dem Glauben umzugehen und ihn zu benutzen oder ihn auch zu enddecken hat mir sehr gut gefallen. Der Einstieg war nicht so leicht aber das lag auch an persönlichen Problemen. Nach dem ich mich aber auf das Buch konzentrieren konnte, bin ich nur noch durch die Seiten geflogen. Nach dem lesen dieses Buch verspürte ich den Drang es wieder, nicht sofort aber in den nächsten Monaten und Jahren in die Hand zu nehemen. Dadurch das dass Buch in schönen übersichtlichen Kapiteln aufgeteilt ist lässt es sich gut lesen und auch von einem zum anderen zu springen ohne sich an die Reihenfolge zu halten. Ich habe es nicht bereut dieses Buch im Bücherregal stehen zu haben und freue mich wenn es mir auch mal nicht so gut geht eine Hilfe zu haben wieder Glücklicher durch ein Buch zu werden.

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Rezension: Dr. Michael Kuch, evangelischer Theologe, setzt sich in diesem Buch mit den zentralen Fragen im Leben der Menschen auseinander und betrachtet sie im Zusammenhang mit Martin Luther. Besonders ist, dass Luther hier nicht nur als Theologe aufgegriffen wird. Kuch geht auch auf Luthers Privatleben ein, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Auch nach 500 Jahren sind die gestellten Fragen, nicht nur für gläubige Christen, gleichermaßen bedeutsam und spannend. Die Argumentationen werden anhand der Bibel und ausgewählter Schriftstücke begründet und sind durch anschauliche Beispiele besonders gut verständlich, sodass auch Laien die Inhalte problemlos verstehen können. Das Buch ist in acht Kapitel gegliedert, die wiederum einige Unterkapitel enthalten. Somit ist eine klare thematische Strukturierung gegeben, die dem Inhalt einen roten Faden gibt. Die Einleitung führt gut in das Thema ein und erlaubt Zugang zu den angesprochenen Themen. Inhaltlich hatte ich das Gefühl, dass alles sehr gut zusammen passt und die Inhalte gut aufeinander abgestimmt sind, sodass ein schlüssiges Gesamtbild geschaffen wird. Der Autor schreibt wissenschaftlich und nüchtern, was auf mich sehr seriös und vertrauenswürdig wirkt. Andererseits hätte ich mir an besonders emotionalen Themen eine etwas emotionalere Schreibweise gewünscht. Die acht Kapitel, die im Buch angesprochen werden, sind: – thematische Einführung – Lebensgefühl und Glaube – Glaube als Vertrauen – Die Freude am Guten – Die Erfahrung der Rechtfertigung – Dem Evangelium begegnen – Die Freiheit eines Christenmenschen – Gottesmut (Anhang) Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, da der Autor sowohl auf Luthers Theologie, als auch auf sein Privatleben eingeht. Diese Mischung macht die Lektüre in meinen Augen sehr interessant. Außerdem merkt man, dass der Autor selbst als Theologe arbeitet, was seine Wortwahl, das fundamentierte Wissen und die professionelle Schreibweise angeht. Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus – nicht nur für gläubige Christen.

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„Herzenssache und Gottesmut“ Martin Luther und das Lebensgefühl des Glaubens, Michael Kuch. Neuerscheinung Gütersloher Verlagshaus. „Woran du nun, sage ich, dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, das ist eigentlich dein Gott.“ So formulierte es der Wittenberger Pfarrer, Professor, Schriftsteller und Reformator Martin Luther im Großen Katechismus, der evangelischen Lehrschrift vom April 1529. Zwölf Jahre sind zu diesem Zeitpunkt seit der Veröffentlichung seiner 95 Thesen 1517 für eine Erneuerung von Glaube und Kirche vergangen. Es soll die befreiende Kraft göttlicher Gnade und nicht die Angst vor Hölle und Fegefeuer in die Mitte des Christenlebens rücken. Himmel und Erde sollen fest in Zuversicht, Stärkung und Hoffnung verbunden sein. Freiheit und Verantwortung sind die Schlüssel dazu, welche die Kirchentüren und Welttore neu öffnen sollen. Mut und Herz im Gottvertrauen tragen den von Kaiser und Papst gebannten Reformator in diesen Tagen. Und nicht weniger seine Frau und seine Familie. Darin findet er Halt und Kraft für seine „Herzenssache“ – Die Freiheit eines Christenmenschen. Der Theologe Michael Kuch legt nun zum Reformationsjubiläum ein Kompendium der tiefen Lebensfragen im theologischen Prozess kirchlicher Erneuerung Luthers vor. Kuch sucht im dialogischen Doppel-Prinzip eine Brücke vom Theologen zum Menschen Martin Luther und davon eine zum Menschen und seiner Herzensmitte in der Gegenwart zu schlagen. Die Schätze des Glaubens im Finden und Setzen tragfähiger Lebensbausteine, die der Reformator neu zu entdecken suchte und zeitlebens so dezidiert betonte, sind auch heute aktueller denn je. Orientierung und Sinn in Mut und Richtung bestimmen die Herausforderung jeder Generation. In acht Überblickskapitel öffnet Kuch Themen wie Rechtfertigung, Vertrauen, Liebe, Freiheit oder Selbstgefühl und Gottesbeziehung. Der Theologe versteht es, evangelische Grundaussagen mit moderner Lebenswelt in Beziehung zu setzen und so den Theologen Martin Luther in seiner großen Weite von Glaubens- und Lebensfragen anschaulich und kompakt vorzustellen. Herzenssache und Gottesmut, Michael Kuch. Neuerscheinung Gütersloher Verlagshaus Walter Pobaschnig, Wien 2_2017 https://literaturoutdoors.wordpress.com https://literaturoutdoors.wordpress.com/Rezensionen

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