Leserstimmen zu
Die beste meiner Welten

Elan Mastai

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„Ich komme aus der Welt, die wir haben sollten“. Enthält Spoiler. Tom Barren ist ein Loser. Geschlagen mit einem Genie als Vater, wird ihm Tag für Tag vor Augen geführt, wie gewöhnlich er in Wirklichkeit ist. Und natürlich weiß er, dass ihn dieser nur aus Mitleid in das Team der Chrononauten aufgenommen hat. Aus Mitleid und mit der Sicherheit, dass Penelope Weschler, dessen Zweitbesetzung Tom ist, niemals – niemals – ausfallen wird. Denn nach ihrer gescheiterten Karriere als Astronautin, wird sie nie und nimmer darin versagen, als Teil des Teams der ersten Zeitreisenden in unsere Geschichte einzugehen. Doch entgegen Toms Gewissheit und ganz zum Entsetzen seines Vaters, kommt es durch traurige Umstände dazu, dass Tom als erster Zeitreisender in die Geschichte eingeht – und dabei prompt, Dummkopf der er ist, unsere Welt zerstört und zu der macht, zu der wir sie jetzt kennen: unvollkommen und fehlerhaft. Denn mit seiner Zeitreise verhindert er das wichtigste Experiment der Geschichte: 1965 sollte Lionel Gottreider die Gottreider-Maschine starten und damit ein Zeitalter einleiten, das von Kriegen und Klimakatastrophen keine Ahnung mehr haben wird. Doch Tom verändert die Vergangenheit und mach dadurch die Gegenwart – na, vielen Dank, Tom! – zu der, die wir haben. Und eigentlich alles nur deswegen, weil er sich, ganz der einfältige Trottel, in Penelope Weschler verliebt. Das Buch stand lange auf meiner Wunschliste. Es klang erfrischend und ein wenig verrückt – etwas, das mich bei Büchern und Menschen gleichermaßen begeistert. Und zu Beginn hatte mich Elan Mastai direkt gepackt. Tom Barren erzählt offen und liebenswert von der Welt, die wir haben sollten und davon, wie es dazu kam, dass wir die Welt haben, die wir haben und zwischendrin berichtet er uns von seiner Familie und Penelope „Penny“ Weschler, in die er sich in seiner Welt – und natürlich dann auch in unserer – verliebt. Der Leser folgt Tom anhand der Zeitmaschine seines Vaters in die Vergangenheit und in einen geänderten Zeitstrang und der darin veränderten Menschen. Wir erfahren, was sich alles aufgrund seines Eingreifens im Jahr 1965 verändert hat – welche Menschen nicht und welche Menschen stattdessen existieren, welche Parallelen es zwischen Toms und unserer Welt gibt und welche Unterschiede. Das fand ich von Anfang bis Ende spannend und Tom, der sich selbst oft als Loser bezeichnet und aufgrund seiner Handlungen auch dem Leser oft als solcher auftritt, war mir sehr sympathisch. Zeitgleich ignoriert jedoch Mastai die Problematik der Zeitreisen nicht komplett und unterlässt es auch nicht, den ungebildeten Leser (Physik ungleich ich) mit den auftretenden Paradoxen zu fordern. Sagen wir es so: Ich war davon überzeugt, dass das Buch ein Highlight werden würde. Doch dann passierte etwas, das mich – auch wenn ich es dramaturgisch irgendwie nachvollziehen kann, vor allem in Bezug auf das Ende – unfassbar störte (es handelt sich um eine Vergewaltigungsszene) und, wie ich finde, einen starken Bruch in die bis dahin doch noch immer sehr locker und irgendwie auch fröhlich erzählte Geschichte brachte. Das störte mich so sehr, dass ich es bis zum Ende hin nicht schaffte, darüber hinweg zu kommen. Natürlich hat der Autor eine Intention damit, jedoch bin ich der Meinung, hätte es diese Szene nicht gegeben, hätte das Buch ausschließlich gewonnen. So muss ich sagen, dass mir das Buch bis auf ein paar Dinge hervorragend gefallen hat – allein die Geschichte zwischen Ursula und Lionel und die ganze alternative Vergangenheit um Gottreiders Maschine und die „Zeugen“ - die Zeugen! -, ist wundervoll – doch aufgrund dieser einen genannten Szene kein Highlight geworden ist und ich denke, aufgrund dessen auch einige das Buch nicht mögen werden.

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"Die beste meiner Welten" ist sehr wissenschaftlich belegt, was mitunter den Lesefluss etwas gestört hat, ansonsten ist es eine solide Story, die amüsante Momente aufweist und durch die direkte Ansprache an den Leser so wirkt, als wäre der Roman nur für mich geschrieben worden. Ich habe es als sehr persönlich wahrgenommen und mir oftmals die Frage gestellt, wie es wäre, wenn ich die Zeit ändern könnte, um Dinge zu verändern? Tom / John, der Protagonist dieses Romans ist nicht immer sympathisch, da er egoistisch wirkt und oftmals wenig liebenswert. Es dauert lange, bis man mit ihm warm wird und dann folgen wieder Begebenheiten oder Aussagen, die mich dazu verleiten würden, ihm ganz gewaltig in den Hintern zu treten, um ihn zur Vernunft zu bringen. Ein Antiheld sozusagen, dem echtes Potential fehlt, wobei dieses natürlich für den Roman enorm wichtig ist, damit das Ende auf den Leser einwirken kann. Das Ende reißt meine geteilte Meinung noch einmal so richtig rum, da die Botschaft wirklich wertschätzend ist, wobei dieses dem Roman bis dahin gefehlt hat. Tom / John plätschert vor sich hin und weiß mit seinem neuen Leben nichts anzufangen. Sich auf Zeitreisen zu begeben kann halt auch gefährlich sein. Man befindet sich in einer anderen Zeit, trägt einen anderen Namen und wird komplett als verrückt gehalten. So wirkt Tom / John tatsächlich, denn die intensiven Selbstzweifel und Selbstgespräche werden auf Mitmenschen und Leser übertragen. Ich brauchte einige Seiten, um mich auf den Roman einzulassen. Die direkte Anrede ist manchmal überfordernd und irritierend, ist aber ausschlaggebend für die Story. Es benötigte meinerseits eine leichte Anlaufzeit. Im Gesamteindruck hat der Autor mich dennoch überzeugt, denn diese Zeitreise ist definitiv anders, da der Protagonist seine innere Haltung ändert, was dann letztendlich doch begeistert. Da, wo ich mich zuvor leicht langweilte kommt dann doch noch etwas wie Spannung oder auch Emotionalität auf. Eine Leseempfehlung an ein Buch, welches anders war als erwartet, dadurch aber nicht schlechter, sondern geistreich und letztendlich auch wortgewandt.

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Worum es geht: Fliegende Autos, Matrazen die sich genau an die Schlafbewegungen anpassen, klare Luft überall. Tom Barren lebt in der Sci-Fi Version des Jahres 2016, wie man sich das immer vorgestellt hat. Dank einer wundervollen Maschine die 1965 eingeschaltet wurde, hat die Menschheit unendliche "cleane" Energie. Alle Menschen sind glücklich, es gibt keine Kriege, keinerlei ecologischen Probleme. Tom's grösstes Problem ist wahrscheinlich, dass sein Vater als das Genie seiner Zeit gilt und er eine konstante Enttäuschung in dessen Leben darstellt. Tom ist nämlich ein Nichtsnutz wie er im Buche steht. Um an dem Wundervollen Moment der Menschheitsgeschichte, der Moment in der die Goettreider-Maschine angeschaltet wird, dabei zu sein entwickelt sein Vater eine Zeitmaschine. Tom wird Zweitbesetzung der Crew, irgendetwas muss er ja tun, und lernt die Liebe seines Lebens kennen, was nur eines bedeuten kann: Tom wird alles ruinieren. In seiner Verzweiflung benutzt er die Zeitmaschine, und ruiniert noch ein bisschen mehr. Zurück im Jahr 2016 muss Tom mit schrecken feststellen, dass er in unserer Variante gelandet ist. Kann er je zurück? Meine Meinung: "Zurück in die Zukunft" trifft "Black Matter" hiess es irgendwo. Wunderschönes Cover fiel mir mal auf. Lange hab ich um diesen Titel herumscharwenzelt. Ich mag einen Hauch Sci-Fi ( siehe "Happiness for Humans", "Hold back the stars"), habe ein Faible für Zeitreisetheorien und wurde vom Bloggerportal.de befügt, das Buch zu lesen. Match made in Heaven! Was soll ich sagen? Es gibt viel zu kritisieren, und ich hab ja auch Spass dran, aber ich bin wirklich wirklich begeistert. Trotz aller Kritik. Wollt ihr sie hören? Tom/John ist unser typischer Antiheld-Held und trieft so vor Selbstmitleid, manchmal hat es genervt, aber meistens konnte ich herzhaft drüber lachen. Mastai treibt alles auf Spitze, ein Umstand den manche Leser stören könnte, ich habs angenommen wie es kam. Penelope soll zwar die Beste in allem sein, letztendlich aber scheitern. Mastai scheint einen masoschisten Spass daran gehabt haben, Penelope gegen die Wand laufen zu lassen. Herrlich. In kurzen Kapiteln erzählt Tom sein Abenteuer und hat dabei einer solche spritzige Art, dass ich die 490 Seiten beinahe inhaliert habe. Dennoch gibt es hier das für mich wahrscheinlich grösste Problem mit dem Buch: Tom entschuldigt sich in beinahe jedem Kapitel zu Beginn à la: "Ich bin kein guter Schriftsteller, deswegen.... Ich kann Spannung nicht so gut schreiben, also hoffe ich dass Sie ..." was die Aufmerksamkeit erst recht auf den holprigen Stil richtet. Begeistert hat mich dass Mastai's Zeitreise sich mit dem Problem der Erdbewegung beschäftigte, einen Umstand der viel zu oft und in fast allen Mainstream Stories vergessen wird. Davon aber mal abgesehen, geht es in erster Linie um Familie und persönliches Glück. Dies definitiert jeder von uns anders und Tom sieht sich in der Situation mehrere Versionen seines Lebens kennen zu lernen. Kann er, nur für sein persönliches Glück, eine ganze Welt vernichten? Oder die Person, die John war, bevor Tom sich eingemischt hat? Wieviel ist einem das persönliche Glück wert?

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Inhalt: Tom Barren lebt in der idealen Welt: keine Armut, keine Kriege, jeder ein nützliches Mitglied der Gesellschaft. Nur Tom ist der ewige Außenseiter und hat zudem die Frau seiner Träume verloren. In seiner Not reist er mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit. Doch dort geht alles schief, und bei seiner Rückkehr ins Jetzt umgibt ihn nicht mehr seine ideale, sondern unsere gar so mangelhafte Welt. Ein Fehler, den er korrigieren will – bis er auf eine wunderbare alternative Version seiner großen Liebe trifft. Bleiben oder Gehen? Gefühl oder Pflicht? Es beginnt eine spannende Reise, bei der Tom sich entscheiden muss, wo nicht nur seine, sondern unser aller Zukunft liegt … Meine Meinung: Ein ungewöhnliches Buch, für dessen kreative Handlung ich den Autor bewundere. Die Story ist eine klassische Zeitreise-Liebesgeschichte. Das Thema kennt man von diversen anderen Werken ABER dabei hier wird so „out-of-the box“ gedacht, dass es eine wahre (Lese-) Freude ist! Schreibstil und Inhalt kann man nur als aussergewöhnlich beschreiben und das im positivsten Sinne. Das Buch hat mir große Freude bereitet und ich empfehle es jedem, der sich mal völlig unvorbereitet von einer Lektüre überraschen lassen möchte.

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Inhalt: Tom Barren lebt in einer idealen Welt. Es gibt keine Armut, keine Kriege und keine Umweltprobleme. Alles ist aufeinander abgestimmt. Sodas sich der Mensch in keinerlei Hinsicht Sorgen machen müsste. Durch einen Fehler den er begeht reist er in die Vergangenheit ohne zu ahnen was er damit anrichtet. Rezension: Tom verliert die Liebe seines Lebens in einer nahezu perfekten Welt. Er reist mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit und verändert durch einen klitzekleinen Fehler alles. Nichts ist ab jetzt mehr wie es war. Es ist eine Zeitreise die ihn durch Wut, Trauer, Angst und Liebe begleitet. Der Autor schafft es mit diesem außergewöhnlichem Schreibstil das dieses Buch dich so was von packt. Rezension: Tom verliert die Liebe seines Lebens in einer nahezu perfekten Welt. Er reist mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit und verändert durch einen klitzekleinen Fehler alles. Nichts ist ab jetzt mehr wie es war. Es ist eine Zeitreise die ihn durch Wut, Trauer, Angst und Liebe begleitet. Der Autor schafft es mit diesem außergewöhnlichem Schreibstil das dieses Buch dich so was von packt. "Der Tod ist schlüpfrig, unser Verstand kann ihn nicht fassen... Mit der Zeit lernt man die Lücke zu akzeptieren, die der Verlust ins Leben reißt.... Wie ein schwarzes Loch - Man weiß es ist da, denn es ist ein Punkt aus dem kein Licht entweicht..." Es ist die pure Begeisterung von Anfang an und erregt die Sinne, ich konnte es kaum aus den Händen legen und hatte es innerhalb von 3 Tagen durch. Wer auf Zeitreisen steht wird es verschlingen.

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Crouchs „Dark Matter“ trifft auf Suarez „Control“

Von: Marc Späth aus München

27.04.2018

No Spoilers. In einer Kritik wurde Mastais „All Our Wrong Todays/ Die Beste meiner Welten“ mit Crouchs „Dark Matter“ und Niffeneggers „The Time Traveler’s Wife/ Die Frau des Zeitreisenden“ verglichen. Grimwoods „Replay“ und Norths „The First Fifteen Lives of Harry August“ passen sicher auch in diese Sammlung, auch wenn sie nicht um die Liebe des Protagonisten gehen. Alle fünf Bücher sind Meisterwerke und handeln von Zeitreisen. Chronologisch sind sie übrigens in folgender Reihenfolge erschienen 1987 Grimwoods Replay (bitte nicht mit Groundhog Day verwechseln!) 2003 Niffeneggers The Time Traveler‘s Wife 2014 Norths The First Fifteen Lives of Harry August 2016 Crouchs Dark Matter 2018 Mastais All Our Wrong Todays Nicht unerwähnt möchte ich Parallelen zu Suarez „Influx/ Control“ (2012) und den Disneyfilm „A World Beyond/ Tomorrowland“ (2015) lassen... Wenn man mich nach meinem Favoriten fragt, muss ich passen. Jede Geschichte ist für sich ein Meisterwerk. P.S.: Ich hab das dt. Hörbuch gehört. Super Sprecher.

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