Leserstimmen zu
„Briefe ohne Unterschrift“

Susanne Schädlich

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Hardcover
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Aufgewachsen im sogenannten Tal der Ahnungslosen (da wo man in der DDR kein Westfernsehen oder – radio empfing) kannte ich diese Sendung nicht. Umso mehr hat mich das Buch interessiert. Der Großteil besteht aus den Hörerbriefen und unzähligen Zitaten aus Stasi-Akten. Und der Schreibstil ist auch eher Stakkatomäßig, was das Lesen für mich recht holprig machte. Das lässt das Buch auch etwas unpersönlich, regelrecht distanziert wirken. Aber in meinen Augen sind der Inhalt und das Thema wichtiger als ein schöner Ausdruck. Susanne Schädlich hat sich mit Zeitzeugen unterhalten und Akten gewälzt. Herausgekommen ist ein sehr beeindruckendes Bild der Zeit während des Kalten Krieges und hinter dem Eisernen Vorhang. Immer wieder schmunzelte ich über die Formulierungen in den Stasi-Akten, weil sie so hanebüchen sind, so geprägt von Fanatismus, blindem Eifer und Angst vor Anders-Denkenden. Aber mit blieb auch immer wieder das Lachen im Halse stecken, weil das alles bitterer Ernst war und Menschenleben gefordert hat. So war es eine sehr aufwühlende Lektüre für mich. Ich kann das Buch nur empfehlen.

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Wem klagt man sein Leid, wenn man im eigenen Land nicht mehr offen sagen darf, was man denkt? Als DDR-Bürger hatte man zwischen 1949 und 1974 mit der BBC-Sendung "Briefe ohne Unterschrift" einen Ansprechpartner im Ausland, der vielen Bürgern Mut machte, genau deshalb aber auch den Staatsapparat der DDR herausforderte. Die Autorin Susanne Schädlich hat die Geschichte der Sendung unter Zuhilfenahme einer intensiven Recherche nachvollzogen und Geschichten von Schreibern wie Machern dokumentiert. Herausgekommen ist ein Buch, das einen in Teilen an die Spionageromane von John le Carré erinnert - nämlich immer dann, wenn der Aufwand der Stasi geschildert wird, die Briefeschreiber zu überführen. Doch leider handelt es sich nicht um fiktionale Spannungsliteratur, sondern um eine minutiöse Dokumentation wahrer Begebenheiten. Dabei ist das Thema allerdings so klug gewählt, dass das Buch sich von den zahlreichen persönlichen Erfahrungsberichten aus der DDR-Zeit abhebt, die man über die Jahre lesen durfte. Leider ist das Werk in Teilen schwer zu lesen, was nicht nur daran liegt, dass man zwischen verschiedenen Zeiten und Figuren springt, kursive Einschübe die Zitate aus Briefen kennzeichnen und Schreibmaschinenschrift für die Auszüge aus Stasi-Akten steht. Es hat auch etwas damit zu tun, dass die Autorin es nicht immer schafft, ihre Rechercheergebnisse in die Gesamtgeschichte einzubetten und noch dazu sich selbst und ihre Gedanken hin und wieder zu sehr in den Vordergrund stellt. Richtig nervig sind ihre dauernden Vergleiche mit Miss Marple. Das ist vielleicht amüsant, wenn man ein Buch über die Suche nach einer verlorenen Perlenkette schreibt. Vor dem Hintergrund des Ernstes des Themas wirkt der Versuch, lustig zu sein, allerdings ziemlich deplatziert. Ist das Buch trotz der Schwächen lesenswert? Ein klares Ja. Die Dokumentation der Briefe von DDR-Bürgern einerseits und der Stasi-Akten andererseits ermöglicht die Betrachtung der Umstände aus verschiedenen Perspektiven. Vor allem rund um den Fall Borchardt, den die Autorin näher beleuchtet, fiebert man regelrecht mit - immer ahnend, dass er nicht gut enden wird. Auch in der DDR wollten viele Menschen nichts gesehen und nichts gehört haben. Die Briefe allerdings zeigen, dass man schon sehen konnte, wenn man denn gewollt hätte. Die Stasi-Akten wiederum zeigen, wie unglaublich zynisch und menschenverachtend das Regime war, das riesige Anstrengungen anstellte, um etwa einen ansonsten völlig unauffälligen 16-jährigen Briefeschreiber zu überführen und für zwei Jahre ins Gefängnis zu werfen. In einer Zeit, in der manche Menschen in DDR-Nostalgie schwelgen und der autoritäre Geist sich ohne Scham zeigt, setzt Susanne Schädlich diesen Entwicklungen die Macht der Recherche entgegen. Manchmal sind es auch die kleinen Anekdoten, die dabei in Erinnerung bleiben. Etwa, wenn die Stasi als Geheimdienst der ach so antifaschistischen DDR zwei schwarze Männer unter den Decknamen "Bimbo" und "Jumbo" führt oder ein Stasi-Offizier einem Schüler gegenüber sagt: "Bei den Nazis hätten wir dich schon längst durch den Schornstein gejagt." Auch die Briefe aufgebrachter DDR-Bürger an die BBC hören sich stark nach dem an, was man als Journalist oder Autor heute von rechten Primitivbürgern bekommt. Was damals das "Lügenstudio" war, ist heute die "Lügenpresse". Das autoritäre Denken, das wird während der Lektüre immer wieder deutlich, ähnelt sich doch sehr, egal welchen Anstrich es trägt. Diejenigen, die den DDR-Unterdrückungsapparat über Jahrzehnte am Leben hielten, wären heute bei AfD und Pegida unterwegs. Oder sie sind es sogar. "Briefe ohne Unterschrift" ist eine Mahnung, dass wir es nie wieder soweit kommen lassen dürfen, dass man in diesem Land Angst haben muss, seine Meinung zu sagen.

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“Vorsicht Spoiler!” In den ersten Jahren nach Gründung der DDR wagt der BBC in seinem deutschen Radioprogramm ab 1949 bis 1974 ein gewagtes Projekt. Interessiert an den Zuhörern in der DDR, rufen die Akteure auf „Schreiben Sie uns, wo immer Sie sind, was immer Sie auf dem Herzen haben!“ Durch die hohe Resonanz entsteht so die Sendung „Briefe ohne Unterschrift“, die einmal pro Woche Zuschriften vorstellt und vorträgt. Die britischen Journalisten erhalten einen Spiegel vom Leben der Menschen in der DDR, ihre Sorgen und Ängste. Erst recht nach dem Mauerbau 1961, Briefe, die die Staatssicherheit auf den Plan rufen. Die Autorin Susanne Schädlich versucht anhand von Zeitdokumenten das große Puzzle zusammenzusetzen. Ein schwieriges Unterfangen – Manuskripte der Sendungen mit den Briefen im Archiv der BBC, Unterlagen der Stasi und Zeitzeugen. Mit der Geschichte von Karl-Heinz Borchardt, Verfasser einiger Briefe, zusammengestellt aus Berichten der Stasi und aus Gesprächen mit ihm im Rückblick, erhält das Buch eine besondere Note. Das Buch ist eine Zeitreise in das Alltagsleben der ersten Jahre in der DDR. Zum anderen zeigt es in erschreckender Weise auf, wie selbst Schreiber von Briefen wegen „versuchter staatsfeindlicher Hetze“ zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt wurden. Verurteilt, den Wunsch nach einem Leben in Freiheit, nicht auszusprechen, geschweige denn mit Stift und Papier in Worte zu fassen. Nach der Haft schikaniert, ausgegrenzt, vielleicht sogar als politischer Häftling freigekauft gegen Devisen vom Westen. Ein Buch, dass zeigt, dass die friedliche Revolution in der DDR schon lange vor 1989 im Keim nicht erstickt werden konnte. Mit jedem Jahr konnte sich das kleine Pflänzchen weiter entwickeln, bis die Zeit reif war für Veränderungen.

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Als junges Mädchen besuchten wir öfters meinen Patenonkel in Coburg und machten mit ihm Ausflüge. Manche dieser Ausflüge gingen an die nahe Grenze zur DDR. Einmal spazierten wir dort herum, sahen auf der anderen Seite der Mauer jemanden in einem Haus hinter dem Fenster die Gardinen zur Seite schieben. Die Person winkte uns. Ich winkte eifrig zurück, dabei fiel mir mein Lieblingskuschelhase, den ich gerne bei mir trug, auf den Boden. Als ich ihn aufheben wollte, blickte ich wieder in Richtung Grenze. Die Person hinter dem Fenster war verschwunden, jemanden patrouillierte an der Mauer. Ich erinnere mich lebhaft an die Panik, die in mir aufbrauste, weil ich für kurze Zeit die irrationale Angst hatte, dieser Jemand würde mir nun meinen Hasen wegnehmen. Banal – und trotzdem eine meiner wenigen konkreten, direkten Erfahrungen mit der DDR. Ich habe sie nie von „innen“ gesehen, als es sie noch gab, erst nach dem Mauerfall verschlug es mich einmal für eine Woche zu einer Gastfamilie nach Apolda – und es war schrecklich! Mein „Austauschmädchen“ und ich hatten uns so wenig zu sagen, dass es absurder hätte nicht sein können. Als wir uns in der peinlichen Stille der unendlich langen Woche wieder mal ein paar Sätze abrangen, berichtete sie mir von diesem Kinofilm, der so ätz-langweilig gewesen sei, dass sie mittendrin hatte rausgehen müssen. Sie sprach von meinem Lieblingsfilm: „Der Club der toten Dichter“. Spätestens da war Schicht im Schacht bei uns. Danach hatte ich für viele Jahre kaum noch Berührungspunkte mit Ostdeutschland. Und irgendwann war dann alles plötzlich gut durchgemischt. Beim Studium hatte man Kommilitonen aus den neuen Bundesländern, Freunde studierten oder arbeiteten im Osten, Ossis und Wessis verliebten sich. Um mich herum gab es nur noch Deutsche – irgendwann schlummerte auch der Wettkampf zwischen Ost- und Westprodukten ein, man sprach nicht mehr von Ossis und Wessis. Für mich ist es tatsächlich auf eine sehr unspektakuläre Art normal, dass es mittlerweile nur noch ein Deutschland gibt. Und doch weiß ich auch noch genau, wie mein Opa früher oft sinniert hat, dass er das wohl nicht mehr miterleben würde, dass die Mauer fällt. (Hat er doch – 1989. Und er hat vor Freude geweint.) Umso mehr hat mich der Titel „Briefe ohne Unterschrift – Wie eine BBC-Sendung die DDR herausforderte“ aufhorchen lassen und angesprochen. Es gab eine BBC-Sendung, die man – illegalerweise – im Osten anhören konnte und die Leserbriefe vorlas, kommentierte und einander gegenüberstellte, so dass es zu einer Art indirekten brieflichen Diskussion kam? – Ich hatte keine Ahnung! Susanne Schädlich hat Recherchearbeit, wahre Sisyphusarbeit, betrieben und dieses – offensichtlich nicht nur von mir – vergessene (vielleicht sogar nie bekannte) Stück Zeitgeschichte wieder ausgegraben. Bei den Nachforschungen im Rahmen der literarischen Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte stößt sie auf eine kurze Passage zu der BBC-Sendung und wird neugierig. Schädlich ist selbst Betroffene des DDR-Regimes: Ihr Onkel, Karlheinz Schädlich, bespitzelte als Informeller Mitarbeiter (IM) der Stasi über viele Jahre lang die eigene Familie. Darüber hat sie in „Immer wieder Dezember“ geschrieben. Doch das Radiothema lässt sie nicht los. In Reading, einer kleineren Stadt nicht weit von London, ackert sie sich durch 233 Ordner, sucht besonders interessante Dokumente heraus und stellt sie in den historischen Kontext. Die Original-Briefe werden kursiv gesetzt, die Aktenauszüge der Stasimitarbeiter in der typischen Schreibmaschinenschrift. So wird schon gestalterisch klar, welche Quelle gerade „spricht“. Austin Harrison, der Moderator der Sendung, ist viel mehr als nur der Sprecher. Er recherchiert, reist nach Ostdeutschland, macht sich sein eigenes Bild von der Lage. Und vor allem: Austin Harrison spricht Deutsch. Um die sprachlichen Nuancen zu verstehen, versucht er immer am Puls der Zeit der Umgangssprache zu bleiben. Auch Deutsche sind Mitarbeiter beim BBC, sie helfen dem Team „Briefe ohne Unterschrift“ bei der sprachlichen Erfassung. Günter Burkhart ist einer von ihnen und Susanne Schädlich macht ihn ausfindig, spricht mit ihm. Treharne Jones und Peter B. Johnson sind weitere BBC-Schlüsselgestalten, durch die Schädlichs Informationen abgerundet werden. Mit Jones führt sie ebenfalls Gespräche, Johnson hat einige Bücher geschrieben. Wichtigster Insider ist jedoch Karl-Heinz Borchardt. Als Schüler schrieb er anonyme Briefe an Austin Harrison und dessen Sendung und die Stasispitzel leisteten ganze Arbeit: Sie deckten seine Identität auf, spürten den gerade 18 Jahre alt gewordenen Kerl auf und steckten ihn ins Gefängnis. All seine Lebenserfahrungen fließen in Schädlichs Dokumentation ein. Von 1949 bis 1974 stellte „Briefe ohne Unterschrift“ für viele ostdeutsche Bürger ein Ventil dar, unter großer Angst ihrem Kummer, Frust und ihren Sorgen Luft zu machen. Fragen wurden gestellt, die von Harrison manchmal beantwortet, immer aber kommentiert wurden, so dass manch einer der Zuhörer durch die Sendung ein umfassenderes Bild davon bekommen konnte, wie die Welt auf die DDR blickte, was sie in ihr sah. Im Juli 1974 nimmt der BBC ohne Nennung von Gründen die Sendung aus dem Programm. Im Januar 1975 meldet sich Austin Harrison noch einmal zur gewohnten Sendezeit und richtet das Wort an seine ehemaligen Hörer. Er versucht, zu erklären, weshalb die Sendung nach 25 Jahren eingestellt wurde. Doch seine Erläuterungen wirken merkwürdig blass. Fragen bleiben ungelöst. Es wird nie endgültig geklärt werden, was die wirklichen Auslöser waren: War die Sendung mit ihrem Format altmodisch geworden? Wie viel Anteil am Ende hatte die Tatsache, dass Harrison krank wurde? Hatte doch die SED die Fortsetzung der Sendung unterbunden? Mit ihrem Buch ist Susanne Schädlich ein Zeitdokument gelungen, das Eingang in den Schulunterricht finden sollte. Zu wenige wissen heute noch, dass DDR nicht nur bedeutete, nicht reisen zu können, nicht Zugang zu allen Medien und Lebensmitteln zu haben, sondern dass es vor allem bedeutete, dass Menschen unterdrückt wurden, die Meinungsfreiheit nicht mehr existierte, vielerorts eine Atmosphäre der Angst herrschte. Bei aller Verklärung der Vergangenheit sollte dies nie in Vergessenheit geraten. Mit ihrem Buch hat Schädlich ihren Beitrag dazu geleistet.

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Ich bin früh genug geboren um die DDR noch miterlebt zu haben und gehöre wohl zu der Generation, die Probleme hat auch nach vielen Jahren die Mauer aus dem Kopf zu bekommen, da ein vereintes Deutschland in meiner Kindheit und Jugend absolut utopisch war. Man lernte die Präambel im Grundgesetz und es gab "wir" und "die". Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum die BBC in den 70er Jahren die Sendung "Briefe ohne Unterschrift" einstellte, denn auch in den Köpfen der DDR bildete sich das "wir" und "die". Die Sendung "Briefe ohne Unterschrift" der BBC war in Deutsch und es wurden anonyme Briefe, die es in den Westen geschafft hatten, von Bürgern der DDR vorgelesen und besprochen. Am Anfang war die Hoffnung groß, dass der Westen etwas gegen die Teilung unternehmen würde. 1974 wurde die Sendung eingestellt, da es immer weniger Briefe gab. Ob dies nun daran lag, dass mehr abgefangen wurde, oder ob sich die Bürger der DDR in ihrem Staat eingefunden hatten, kann keiner beantworten. 1974 kam ich in die Schule, 2 deutsche Staaten waren normal. Mein Besuch in Klasse 12 in Ostberlin versetzte mir einen Kulturschock und ich hatte Angst, nicht zu Unrecht, wie man heute weiß. Die Autorin hat sich auf die Suche nach den Briefen ohne Unterschrift gemacht und gefunden, sie hat auch einen Briefschreiber gefunden, dessen Brief abgefangen wurde und der durch Schriftproben ein Jahr vor seinem Abitur verhaftet wurde und im Gefängnis saß, nur weil er einen Brief geschrieben hat. Seine Geschichte wird ebenfalls erzählt. Das Buch ist spannend, sorgt für Kopfschütteln was die Geheimdienste der DDR für Aktionen fuhren mit Spitzeln und Spitzeln die die Spitzel beobachteten, ein Staat voller Verfolgungswahn und man lernt die Macher der Sendung ein wenig kennen, so gut das nach so vielen Jahren möglich ist, in denen diese Sendung total vergessen wurde.

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Ich muss sagen ich habe mich noch nie wirklich mit Sachbücher beschäftigt aber in letzter Zeit habe ich dieses Genre für mich entdeckt (ihr werdet in den nächsten Wochen auch noch mehr Bücher aus diesem Genre sehen). Besonders die Geschichte des 3. Reiches und der DDR interessiert mich. In den letzten Tagen habe ich nun auch „Die Welle“ beendet (haben dies leider nie als Schullektüre gelesen), welches auch eine ähnliche Thematik hat. Nun suchte ich auf alle Fälle nach Büchern dieser Zeit und fand unter anderem auch dieses. Hier folgt nun meine Rezension: Inhalt: Briefe ohne Unterschriften handelt, wie auf dem Cover schon angekündigt wird von einem vergessenen Stück der Zeitgeschichte. Und auch ich kannte diese Ereignisse nicht. Es geht nämlich um eine BBC-Sendung, mit dem Titel „Briefe ohne Unterschrift“, welche Wöchentlich Briefe vorliest. Diese Brief stammen aus der DDR und beschäftigen sich mit der Situation in diesem Land allerdings auch mit den Problemen außerhalb der Region (z.B.: Polen) und gehen dabei auf die Politische Situation ein. In dem Buch folgen wir den verschiedensten Personen und erleben die Verschiedensten Schicksale. Besonders wird aber auf zwei Personen eingegangen, nämlich den Moderator der Sendung und einen Schüler, welcher einen Brief schrieb, der von der Stasi abgefangen wurde. Was diese Personen aber genau erlebt haben und welche Erfahrungen sie machten verrate ich nicht. Meinung: Das Buch ist wirklich gut recherchieret, auf jeder Seite werden Zitate aus Berichten der Stasi (Schreibmaschinenschrift) und Ausschnitte aus den gesendeten Briefen (kursiv gedruckt) eingefügt. Man ist oft wirklich in der Geschichte dabei und die Autorin ergänzt teilweise auch sinnvoll. In anderen Kapitel bekommt man eher ihre forschende Perspektive mit und wie sie durch verschiedenste Quellen versucht neue Hinweise zu finden. Im gesamten Buch wurden auch viele Briefe fast komplett zitiert, dies fand ich ein bisschen schade da auf diese dan nicht wirklich eingegangen wurde. Man erlebte zwar durch diese Briefe die Geschichte allerdings wurde im ersten Teil nie wirklich auf die Person hinter dem Brief eingegangen (dies ist aber auch nicht umsetzbar gewesen da die Briefe ja anonym waren und man wirklich nur schwer etwas herausfinden kann). Die Geschichte über den Schüler hat mich aber voll und ganz begeistert. Alles im allen erlebt man nicht nur eine Story und erlebt Geschichte aus den verschiedensten Perspektiven. Die Story hat mich so begeistert das ich sie wirklich voll und ganz empfehlen kann, da dieser Teil der Geschichte eher unbekannt ist aber wirklich einen sehr interessanten Abschnitt der Zeitgeschichte umfasst.

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Bewertung

Von: Julia

16.04.2017

Ein bisher so gut wie unbeschriebenes Blatt der DDR-Geschichte hat Susanne Schädlich in ihrem neuen Buch mit viel Gespür für persönliche Schicksale aufgearbeitet. Ich fand die Story spannend und packend ich kenne die DDR Zeit nicht, als ich das Buch gelesen habe ich etwas von der DDR erfahren. Fazit Die Geschichte die geschrieben wurde fand ich echt spannend und ich habe das Buch in einen stück durchgelesen. Der schreib stiel ist sehr schön und gut les bar. das buch bekommt von mir ..... 🌟🌠🌟🌠🌟

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