Leserstimmen zu
Otto und der kleine Herr Knorff - Donner, Blitz, Knobelius

Andrea Schomburg

Die Otto und der kleine Herr Knorff-Reihe (3)

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Nachdem die Rückreise aus Knorffien etwas schief gelaufen ist, nimmt Otto seinen Freund mit in die Schule. Doch was ist das? Auf einmal blitzt und donnert es und das mitten im Schulgebäude! Doch Herr Knorff hat so eine Ahnung: Die Knorffe stammen von der Gewitterhexe Knobelia Knatterschmitz ab. Alle tausend Jahre gibt es einen Nachfahren, der das Gewittererbe hat und so gehen sie auf die Suche nach dem anderen Knorff, bevor ihn jemand anderes findet. Diese Reihe ist für Leseanfänger super geeignet. Otto und Herr Knorff dürfen wir nun schon das dritte Mal begleiten und auch dieses Mal war es wieder toll. Herr Knorff ist ein süßes Kerlchen, welches es wahnsinnig gerne sauber hat und Otto ist da nicht ganz so pedantisch. Trotzdem sind sie inzwischen echt gute Freunde geworden und der Hund, den sie aus Knorffien mitgebracht haben, stört Herrn Knorff doch ein kleines bisschen. Aber zum Glück wird die Eifersucht auf Wuschel schnell durch die große Hilfe durch ihn weniger und auch Herr Knorff freut sich, dass er sie aus der misslichen Lage befreien konnte. Das Buch ist mit seinen knapp 80 Seiten perfekt, um junge Leser zum Lesen zu animieren. Eine kompakte Geschichte, die trotzdem nicht langweilig wird und mit der angenehmen Schriftgröße gut zu schaffen ist. Noch dazu ist das Buch mit vielen bunten Illustrationen bestückt, die die Geschichte gut untermalen, treffend gewählt sind und zum Betrachten einladen. Alles in allem ist es ein tolles Buch für Leseanfänger, die sich an das erste Buch wagen möchten. Gute Schriftgröße, nicht langweilig und zuckersüße Charaktere! Leseempfehlung für Kinder ab 6/7 Jahren!

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Gerade eben noch haben Otto und der aus der Art geschlagene Knorff Knorbelius dessen Heimat Knorffien von einem „Monster“ befreit, geht doch bei ihrer Rückkehr in Ottos Zimmer etwas schief. Statt in Ottos Zimmer landen Otto, Knobelius und der kleine Hund, der sich nach Knorffien verirrt hatte, ausgerechnet in Rosi Blumigs Kleiderschrank. Ausgerechnet zu dem Moment, als deren Mutter frische Kleidung einsortieren will! Natürlich will Frau Blumig sich umgehend bei Ottos Mutter beschweren gehen. Da ist guter Rat teuer, wie sollen sie nun aus dem zugesperrten Zimmer entkommen? Zum Glück sind sie clever und schaffen es gerade noch rechtzeitig. Allerdings ist Knorbelius auch etwas eifersüchtig auf den neuen Hund, den Otto natürlich behalten will! Um den Knorff zu besänftigen, nimmt er ihn am nächsten Tag heimlich mit in die Schule und da geht das Abenteuer erst richtig los, denn plötzlich gewittert es in der Schule! Wie ist das nur möglich? Was mir ausgesprochen gut gefällt, ist die Liebe zum Detail. Scheinbar unwichtige kleine Informationsschnipsel werden immer wieder aufgegriffen und zusammengeführt. Alles hat seinen Sinn und greift irgendwie zusammen. Selbst auf dem ersten Blick nebensächliches aus dem 2. Band kommt wieder zum Tragen. Alles ist logisch und in sich schlüssig und wenn man gerade mal etwas misstrauisch die Stirn runzeln will, kommt auch schon im nächsten Satz die Erklärung. Die jungen Leser werden wirklich ernst genommen und ihre Intelligenz respektiert! Andrea Schomburg ist offensichtlich völlig bewußt, daß Kinder stets mit- und weiterdenken, gerade sie muß man als Leser ernst nehmen. Das zeigt sich auch daran, daß sie auf für Kinder Vertrautes zurückgreift, wie Eifersucht. Ein Gefühl, daß alle Kinder kennen und dessen Bedeutung sie oft noch lernen müssen, das aber auch Eltern durchaus ernst nehmen sollten. Otto löst das Problem sehr geschickt, indem er auf Knorbelius Ängste eingeht, ohne sich selbst untreu zu werden, denn Freundschaft gehört zum Glück zu den wenigen Dingen, die mehr werden, wenn man sie teilt. So kann auch Knorbelius merken, daß er sich auf Otto immer verlassen kann und Vorurteile oft völlig unbegründet sind. Diese wichtigen Kinderthemen sind dabei sehr spannend und humorvoll verpackt, gespickt in einer großen Portion Fantasie. Denn wer bitteschön kennt schon einen Knorff, diese seltsamen dreckigen, stinkenden Wesen, die gerne Raufen und Rülpsen? Von denen Knorbelius allerdings der Einzige ist, der aus der Art geschlagen ist, der aufräumt, putzt und stets höflich ist? Eben, niemand, deswegen hat Stefanie Reich ihnen sehr freundliche Gesichter verliehen, die auf unserem Ebook-Reader in wunderbar bunten Farben leuchten. So machen auch die spannendsten Stellen Kindern keine Angst. Da Knobelius gerne reimt und dichtet (genau wie die Autorin, welch ein Zufall!), hat Stefanie Reich seine Reime stets in Sprechblasen mit Illustration dargestellt, so daß man sie schnell wiederfindet, um sie eventuell auswendig zu lernen. Meine Jüngste mag sie sehr gerne und liest sich die Sprechblasen daher gerne auch mehrfach durch. Es ist ein Buch für junge Leser ab 6 Jahren, allerdings nicht in Fibelschrift und durchaus mit Text auf den Seiten, die von farbigen Illustrationen immer wieder aufgelockert werden. Sie war sehr froh, es diesmal als eBook zu lesen, da sie nun die Schrift noch größer einstellen kann (liegt in der Familie). Die Kapitel sind schön angenehm kurz, so daß ein Kind locker ein Kapitel pro Tag schaffen kann. Aber natürlich eignen sich diese knorffigen Abenteuer auch sehr gut zum Vorlesen. Eine wirklich schöne und lustige Reihe, die wir sehr gerne lesen und die hoffentlich noch weiter fortgesetzt wird!

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