VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Leserstimmen (131)

JP Delaney: The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.

The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot. Blick ins Buch

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 13,00 [D] inkl. MwSt.
€ 13,40 [A] | CHF 17,90*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-328-10099-7

Erschienen: 25.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

Kundenrezensionen

5 Sterne
(75)
4 Sterne
(43)
3 Sterne
(13)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)

Ihre Bewertung

Leserstimme abgeben

Voransicht

Sehr spannedes Buch mit Suchtfaktor.

Von: bigfriendlybooklover Datum : 09.10.2017

https://www.instagram.com/bigfriendlybooklover/

*Vorsicht Spoiler!*

Jane zieht nach einem schweren Schicksalsschlag in ein ungewöhnliches Haus. Sie erkennt immer mehr Ähnlichkeiten, nicht nur äußere, zur früheren Hausbewohnerin Emma. Doch was ist mit Emma geschehen und was hat der Besitzer des Hauses damit zu tun. Das Haus hat eine Vergangenheit, doch wird Jane ihre Zukunft dort verbringen?

Erst mal muss ich sagen, dass ich den Schreibstil des Autors als sehr angenehm empfand. Das Buch liest sich im allgemeinem sehr flüssig, bis auf ein paar Stellen, zum Beispiel die von Edward Monkford, dies hängt aber glaube ich eher mit dem Charakter zusammen als mit dem Schreibstil des Autors. Das Buch ist im Allgemeinen sehr spannend aufgebaut und man kann sich sehr gut in die einzelnen Charaktere, Jane und Emma, hineinversetzten. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich Emma anfangs sympathischer fand als Jane, weshalb kann ich nicht so genau erklären, jedoch empfand ich sie als klüger und offener. Das änderte sich jedoch Schlagartig. Als ihre ganzen Lügen aufgedeckt wurden, wusste man erst wie verrückt Emma war und ich begann sie zu hassen. Sie führte ein Doppelleben und erzählte Lügen die man nicht erzählen sollte. Sie wurde unmoralisch, und mich wunderte dass man überhaupt man auf solche Ideen kommt, das bringt mich immer noch zum Nachdenken. Ab dem Moment wurde mir auch immer mehr bewusst, dass man, alles was man bisher über ihren Mörder herausgefunden hatte, auch nicht mehr ernst nehmen konnte. Ich war wirklich enttäuscht.
Jane fand ich von Anfang an etwas schwierig. Ich weiß nicht genau was es war, aber sie war mir einfach nicht sympathisch. Ihre Männergeschichten und ihre Entscheidungen, mit alledem konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Außerdem empfand ich sie als viel zu naiv, bis ich den Schluss gelesen habe, von da an hat sie mich extrem fasziniert und ich wurde ein Jane Fan. Ein wirklich sehr gut durchdachter Charakter.
Edward hat mich auch sehr beschäftigt und tut es immer noch. Was bringt einen Menschen dazu so zu werden? So leben zu wollen? Ohne Bilder an den Wänden oder etwas Gemütlichkeit. Jedoch habe ich auch viel von ihm gelernt. Dazu kommen wir weiter unten.
Dann war da noch Simon, zu Simon kann ich nicht viel sagen, außer stille Wasser sind tief. Solche Menschen sind mir ihm wahren Leben auch sehr suspekt. Er war immer so schwer einzuschätzen, einerseits der zu laute schnell erzählende der alles über sich preis gibt dann aber wieder der extrem verschlossene den man alles aus der Nase ziehen muss und zu denen man keine richtige Beziehung aufbauen kann.
Noch mehr zum Nachdenken brachte mich aber das gesamte Buch. Dieses Leben das Jane, Edward und Emma führen macht mich immer noch nachdenklich. Diese Ordnung im Leben. Ich muss sagen, ich bin ein sehr chaotischer Mensch, jedoch begann ich mich, durch dieses Buch damit auseinander zu setzen. Das Buch brachte mich auf viele Ideen mein Leben zu ordnen und auch einfacher zu gestallten. Natürlich möchte ich nie so Leben, mit all den Regeln und diesem extremen Sauberkeitsfimmel, jedoch habe ich erkannt, dass man durch eine gewisse Ordnung, auch seinen Geist ordnen kann und sein Leben einfacher gestaltet. Das Buch hat mich in dieser Hinsicht sehr inspiriert.

Alles in allem ein wirklich sehr gelungenes Buch das fünf Sterne verdient hätte wenn mir nicht das Tüpfelchen auf dem I gefehlt hätte. Ein bisschen mehr Spannung, ein wenig mehr Nervenkitzel. Ansonsten aber ein wirklich gutes Buch auf dessen Verfilmung ich mich schon freue.

The Girl Before

Von: mamenu Datum : 04.10.2017

mamenusbuecher.blogspot.de/

Ich muss anmerken, das ich am Anfang etwas Schwierigkeiten mit dem Buch hatte. Die ersten Seiten fand ich doch ziemlich langatmig und von Spannung war nicht viel zu spüren.
Doch, ich bin ja jemand der nicht gleich auf gibt und somit konnte ich doch noch gut in die Geschichte rein finden.
Was mir sehr gut gefallen hat, das diese Geschichte aus zwei Sichtweisen erzählt wird. Zum einem von Jane, die aus der gegenwärtigen Sicht erzählt und dann noch Emma die aus der Vergangenheit erzählt.
Ich fand dies gut, da die Kapitel dadurch sehr kurz gehalten worden sind und man gut durch das Buch lesen konnte.
Beide Frauen erleben eigentlich so fast das gleiche, als sie im Haus gewohnt haben. Somit kam es dann auch beim lesen zu Wiederholungen, was mich aber nicht gestört hat. Da beide Charakteren nicht gleich sind,was die Empfindungen angeht, kommt das beim lesen sehr gut rüber.
Die Spannung baute sich sehr langsam auf, wo ich echt doch manchmal das Buch an die Seite legen wollte. Doch irgendwie hat es mich gereizt zu wissen, was noch alles in diesem gruseligem Haus passiert.
Die Autorin hat mich dann doch mit dieser Geschichte gepackt, denn ich habe mich immer wieder gefragt, was wäre, wenn ich in so einem Haus wohnen würde, indem man meint, das man beobachtet wird und das man gar nicht allein ist.Ich konnte mich gut in diese Geschichte rein versetzten, sodass ich mir beim lesen immer wieder Gedanken gemacht habe.
Also für mich kam das schon sehr glaubwürdig rüber und ich möchte wirklich nicht in so einem Haus wohnen.
Von der Spannung her muss ich wirklich sagen das ich mir davon mehr gewünscht hätte, weil, so glaube ich, hätte mich diese Geschichte schon vorher intensiver gepackt. Doch auch wenn es gedauert hat, bin ich jetzt froh das Buch zu ende gelesen zu haben.
Ich kann auch hier zwar Lese-Empfehlung geben, nur ihr müsst dabei etwas Geduldig beim lesen sein.

Ein Thriller mit einem tieferen Hintergrund!

Von: Bookpoint Datum : 01.10.2017

www.book-point.eu/

Emma und Jane, zwei Frauen, zwei Schicksale und doch sehr eng miteinander verbunden.

Vergangenheit

Nach einem traumatischen Erlebnis möchte Emma am liebsten alles hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen. Nachdem sie und ihr Freund Simon schon seit Wochen vergeblich im teuren London nach einer passenden Wohnung suchen, überrascht der Makler sie auf einmal mit einem hochmodernen Haus in der Folgate Street. Sehr minimalistisch eingerichtet, aber mit einer ganzen Menge an strengen Regeln.

Gegenwart

Auch Jane hat einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften, denn ihr Leben ist ziemlich aus den Fugen geraten. Umso erfreuter ist sie, als sie den Zuschlag für ein preisgünstiges, hochmodernes Haus in der Folgate Street erhält. Sehr minimalistisch eingerichtet, aber mit einer ganzen Menge an strengen Regeln.

Erzählt wird der Roman in zwei Zeitsträngen: Emma in der Vergangenheit und Jane in der Gegenwart. Beide Geschichten werden aus der Ich-Perspektive erzählt. Und dann gibt es da noch Edward, der charismatische Architekt, der die Schnittstelle zu den beiden Damen bildet. Bereits zu Beginn des Buches erfährt der Leser, dass Emma tot ist. Umso erschreckender für den Leser ist dann die Tatsache, dass sich die Geschichte zu wiederholen scheint und es entscheidende Parallelen zur Gegenwart gibt.

Der Schreibstil ist sehr ansprechend und durch die kurzen Kapitel sehr flüssig und schnell zu lesen. Der Spannungsbogen wird hochgehalten, in dem der Leser nicht weiß, was genau mit Emma geschehen ist. Ein Leben unter völliger Kontrolle. Schon George Orwell beschrieb eine solche Situation in seinem Roman "1984". Was damals noch als Science Fiction galt, ist heute Realität geworden. JP Delaney hat hier einen Roman über Macht und den völligen Verlust der Privatsphäre und Selbstbestimmung geschrieben. Der Mord an sich, wird dabei zur Nebensache. Ein "Thriller" mit einem tieferen Hintergrund!

Rezension zu The Girl before von J P Delaney

Von: lebenslesezeit Datum : 29.09.2017

https://lebenslesezeit.jimdo.com/

Beim Bloggerportal angefragt habe ich das Buch eigentlich aus versehen. Ich wollte etwas von einem anderen Autor. Jedoch habe ich dieses "Missgeschick" erst zu spät bemerkt und das Buch war schon versandt. Da ich es ja aber wegen des Klappentextes interessant fand und wollte, war das natürlich trotzdem ok.
Geplant war eigentlich, es im Oktober zu lesen, jedoch hatte ich total Lust auf ein Thriller und griff daher zu "the girl before". Am Anfang fand ich es gar nicht so schlecht. Es ist gut geschrieben und die Charaktere erscheinen nicht mega flach und ohne Persönlichkeit. Ein solides Buch. Als jedoch nach 150 Seiten immer noch nichts von "Thriller" zu spüren war und mir die Charaktere auch nach und nach unsympathischer und leider auch flacher erschienen, sank mein anfänglicher Optimismus, dass es sich doch trotz eher schlechterer Bewertungen im Bekanntenkreis um einen guten Thriller handelte. Auch die nächsten 150 Seiten zogen sich leider ohne auch nur ein Anzeichen von Spannung. Für mich war sehr vieles vorhersehbar und offensichtlich. Es gab, glaube ich, auf den ersten 3oo Seiten eine einzige Überraschung. Und keine Spannung. Auf ca. S. 347 bekam ich die Spannung dann aber und dachte "Ja. Endlich. Es geht los!" ... Tja. 30 Seiten später war es damit dann auch vorbei. Immerhin gab es noch eine Wendung, die ich so dann nicht vermutet hatte. Vom Ende fange ich lieber erst gar genauer an. Es ist in meinen Augen einfach nur schlecht und sinnfrei.

Der männliche Hauptcharakter hat mich recht schnell an Christian Grey erinnert. Der totale Kontrollfreak. Allerdings auch so reich, um sich seine Macken erlauben zu können und so einflussreich, dass er die Frauen reihenweise abkriegt und die Männer ihn respektieren bzw. gar nicht versuchen gegen ihn anzukommen, da es ihm eh egal ist und er es sich erlauben kann, dass ihm alles egal ist. Der andere männliche Part ist ein ... ja ... klischeehafter "Waschlappen". Ich finde es zwar nicht so gut, Menschen ein Etikett aufzudrücken aber nunja ... das ist das, was der Autor leider macht. Es sind alles solche Stereotypen:
Mann A: reich, dominant, neurotisch
Mann B: mittelstand, eifersüchtig, zu Kreuze kriechend, bedüfrtig

Frau A : "Weibchen", brauch Bestätigung, manipulativ, schwach, devot, abhängig
Frau B: kalt, geht auch mal über Leichen um zu bekommen, was sie will,

Ich bin wirklich keine starke Feministin und natürlich dürfen Frauen auch mal devot sein, da manche es sind. Alles kein Thema. Aber ich habe einfach das Gefühl, der Autor hat sich keine wirkliche Mühe gegeben, einen Charakter zu entwickeln sondern hat einfach Klischees zu einer Figur geformt. Was ich sehr schade finde, da das Buch und die Idee an sich echt Potenzial haben. Leider hat der Autor, meiner Meinung nach, nichts daraus gemacht bzw. es sich zu einfach gemacht. Ja, fast könnte man den Eindruck haben, er hat gemacht, was von Ihm erwartet wurde. Allerdings eher weniger erfolgreich. Allerdings muss ich noch sagen, dass ich sowohl die Therapeutin als auch den Polizisten als Nebencharaktere nicht schlecht fand. Zwar auch eher stereotype aber doch auch mit einem Hauch Eigenleben und Persönlichkeit.

Natürlich handelt es sich bei "the girl before" nicht um ein schlechtes Buch. Ich fand es nur einfach weniger gut, da mir von der Spannung viel zu viel gefehlt hat dafür aber vom "Standard" und von Klischees viel zu viel da war.
Was ich noch interessant finde ist, schaut man sich die Bewertungen auf lovelybooks an, so sind die fast durchgehend gut bis sehr gut. Liest man jedoch die Kritiken der Zeitung, bekommt man genau den Eindruck, welchen das Buch auch bei mir hinterlassen hat. Auch ist der allgemeine Tenor bei den "realen" Personen in meinem Umfeld auch eher negativ. Es scheint fast so, als gäbe es bei diesem Buch nur eine ganz kleine Mitte und ansonsten sieht es eher wie "entweder man liebt oder hasst es" aus.

Ich würde das Buch all jenen empfehlen, die gerne auch mal einen weniger "aufregenden" Thriller (ich tue mir hier echt schwer, das Buch so zu betiteln) lesen und nicht all zu viel Lesezeit haben. Denn das muss man dem Buch lassen - man ist ganz schnell durch. Zum Glück ...

Minimalistischer Echtzeit-Thriller. Perfekt gewürzt mit feinsten Plot Twists und Gänsehautgekribbel.

Von: Fuxbooks Datum : 27.09.2017

https://fuxbooks.wordpress.com

Ok, Butter bei die Fische: Ich bin keine Krimithrillernervenkitzel-Expertin. Aber ich weiß, dass man diesem Genre Attribute zuschreibt wie „atemberaubend“, „fesselnd“ oder schlichtweg „Spannung pur“.

Zu JP Delaneys Werk „The Girl Before“ fallen mir folgende ein: Beklemmend. Nah. Intensiv. Ein Buch, das man zwar physisch mal beiseite legt, aber mental ständig bei sich trägt.

//
„Seit dem Gespräch mit Simon Wakefield und James Clarke verbinde ich ein völlig neues Gefühl mit Folgate Street 1. Ich bekomme es allmählich mit der Angst zu tun.“
//

Folgate Street 1? So nennt sich das Haus, das einst der anerkannte Architekt Edward Monkford erbauen ließ. Ein kühler Klotz aus grauem Beton, ausgestattet mit hochmodernster Technik. Sensoren für individuelle Duscherlebnisse. Ultraschallwellen, die die Stimmung messen und Lampen, die die Stimmung steuern. Ein Gebäude, das sich nicht jedem hingibt. Denn das Auswahlverfahren für einen Mieter ist mehr als kompliziert. Wer in diesem Luxusbunker hausen will, muss psychologisch feinste Persönlichkeitsfragen beantworten und erlaubt damit Edward M. eine ganz spezielle Mieterauswahl.

//
„Wir müssen, was das Wegräumen von Kosmetika angeht, gewissenhafter werden. Heute Morgen ist mir zum Beispiel aufgefallen, dass du dein Shampoo stehen gelassen hast.“
„Ich weiß. Hab ich vergessen.“
„Nun, mach dir keine Vorwürfe. Es braucht Disziplin, so zu leben. Aber ich denke, du hast bereits gemerkt, dass der Lohn es wert ist.“
//

Mit „Lohn“ meint unser minimalistischer Monkford wohl sich selbst. Denn der scheut nicht davor, seinen weiblichen Untermieterinnen die Vorzüge seines ausgeprägten Sexualtriebs anzupreisen. Apro-Popos. Wir begleiten die Schicksale zweier Frauen – Emma und Jane. Emma damals, Jane heute. Beide suchen den Neuanfang und finden Folgate Street 1. In knappen, perfekt getimten Kapiteln springen wir zwischen den Ich-Perspektiven der beiden hin und her. Klingt anstrengend, ist aber einfach – sorry – „Spannung pur“.

//
„Wussten Sie, dass es eine Sorte von Haien gibt, die so grausam ist, dass ihre Embryonen einander im Mutterleib auffressen? Sobald ihnen die ersten Zähne wachsen, stürzen sie sich aufeinander, bis nur noch der Größte übrig ist, und der wird dann geboren. Genauso ist Edward.“
//

Bereits der Titel gibt dem Leser den deutlichen Hinweis: Eine stirbt. Also wartet der Leser Seite für Seite darauf, dass es passiert. Wie und wo und warum und vor allem – durch wen. Und noch schlimmer: Es wiederholt sich. Also bleibt einem nichts anderes übrig, als zuzusehen und zu hoffen, dass die Zweite noch die Kurve kriegt. Bisschen wie bei einem schlechten Horrorfilm – da reg ich mich auch immer auf, wieso denn keiner einfach mal das Licht anmacht. Nur, dass diese Geschichte ganz sicher keinem inhaltslosen Horrorklamauk ähnelt. Im Gegenteil.

//
„Es tut mir so Leid, alter Junge.“
Zum ersten Mal sieht Monkford ihn direkt an.
„Entschuldigen Sie sich nie für jemanden, den sie lieben“, sagt er ruhig. „So stehen Sie nämlich da wie ein Idiot.“
//

Fux-Fazit:
4 von 5 Füxen.

„The Girl Before“ ist eine einfache Geschichte, die sofort in den Bann zieht. Einfach deshalb, weil sie unmittelbar betroffen macht und die Frage aufkommen lässt: Was würde ich tun? Das wird besonders geschickt durch die einzeln eingestreuten Psychotest-Fragen verstärkt, die der Leser automatisch mitbeantwortet. In gewisser Weise wird auch der Leser zum Bewohner von Folgate Street 1. Und das macht es umso heftiger.

Fazit: Für mich die perfekte Würze aus Cliffhanger, Intensität und feinsten Plot Twists. Das Ende hätte ich mir gern noch detaillierter gewünscht. Das war beinah fast so kühl und glatt, wie Folgate Street 1 und Edward „Monk“ Monkford selbst.

Aber: Absolute Empfehlung.

Spannender Thriller, der langsam immer mehr an Fahrt gewinnt

Von: Myrcella Datum : 26.09.2017

kaiserinvivien.blogspot.de/

Persönliche Meinung

Das Cover:

Das Buchcover wirkt geheimnisvoll und ist auch zur eigentlichen Geschichte recht passend gestaltet. Man erkennt somit auf Anhieb, dass es sich hierbei um einen Thriller handelt.

Die Handlung:

Jane hat ihr Baby verloren. Die Trauer über diesen Verlust ist überwältigend und wirft sie aus der Bahn. Zurück in ihren alten Job – eine gut bezahlte Stelle im Marketing – kann sie nicht, und so nimmt sie eine kleine Stelle in einem Verein für Mütter, die ihre Kinder verloren haben, an. Als das Geld knapp wird, muss sie umziehen. Doch auf dem Wohnungsmarkt in London sieht es mit ihrem Budget nicht gut aus. Da präsentiert ihre Maklerin ihr das Haus in der Folgate Street 1. Entworfen von einem Architekten beeindruckt es Jane vor allem durch seine minimalistische und strenge Ausgestaltung. Die Miete ist gering, doch der Regelkatalog, den der neue Mieter einhalten muss, ist alles andere als gewöhnlich. Jane bewirbt sich um das Haus und wird angenommen. Bald schon erfährt sie, dass eine junge Frau namens Emma zuvor in der Folgate gewohnt hat. Doch Emma ist auch in diesem Haus gestorben. Als sich mit dem Architekten Edward Monkford eine Affäre entwickelt, und sie dahinter kommt, dass Edward auch bereits mit Emma kurze Zeit liiert war, wird die Frage, warum Emma sterben musste, in ihr immer drängender. Zumal sie immer mehr das Gefühl hat, dass sie Emma nicht nur auf erschreckende Weise ähnlich sieht, sondern es auch sonst parallelen in ihrer beider Leben gibt. Schwebt Jane bereits in tödlicher Gefahr?

Die Geschichte kommt zu Beginn nur sehr langsam in Fahrt und ich musste mich an die Rückblenden und vielen Wechsel der Perspektiven von Jane und Emma erst mal gewöhnen. Ich konnte mich nicht so recht mit den beiden Protagonistinnen anfreunden. Jane hat etwas sehr schlimmes durchgemacht und somit tat sie mir oft sehr leid.

Die Erzählweise fand ich recht gut, wenn auch nur langsam das Buch an Spannung gewinnen konnte. Jedoch gegen Ende kam die Geschichte dann richtig in Fahrt und konnte mich doch noch überzeugen. Das Buch selbst würde ich in eine Zwischensparte von Krimi und Thriller einkategorisieren. Wer Bücher wie „Gone Girl“ oder „The Girl in the Train“ mag, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

Fazit:
Trotz einiger Startschwierigkeiten vermochte mich das Buch dann doch letztendlich zu unterhalten, was zuletzt wohl auch an dem gelungenen Schreibstil lag. Ich würde das Buch jedem Thriller-Fan empfehlen und vergebe hier 4 von 5 möglichen Büchersternchen.

Das Haus weiß ganz genau, was du machst...

Von: Bücherparadies/Simone Datum : 25.09.2017

buecherparadies.eu

Ein Haus, das einen kennt, jeden der Schritte, die man geht. Das sogar die Temperatur der Dusche für einen einstellen kann, da es genau weiß, wie man duscht. Hätte man sowas wirklich gerne? Ein intelligentes Haus? Im Thriller von JP Delaney scheinen sich viele Leute um genau so eines zu reissen, die Miete ist günstig, die Liste der Regeln lange...

Jane hat etwas Schreckliches hinter sich - sie hat ihre Tochter tot geboren. Nun muss sie einen Neuanfang für sich haben und überlegt daher nicht lange, als sie die Möglichkeit hat, in ein hochmodernes Haus in einer guten Londoner Gegend zu ziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie auch noch dessen Architekt kennenlernt und findet ihn auch gleich sympathisch. Er scheint sich ebenso zu ihr hingezogen zu fühlen. Bald erfährt Jane aber mehr als ihr lieb ist, wie auch, dass ihre Vormieterin Emma hier im Haus verstorben ist. Sie hat ihr erschreckend ähnlich gesehen, was aber noch nicht alles ist - sie lebt und liebt wie sie, sie vertraut den gleichen Menschen und ist auf dem gleichen Weg zur gleichen Gefahr....

Das Buch wird in zwei Erzählsträngen gegliedert - einmal erzählt Jane in der Gegenwart und einmal Emma in der Vergangenheit. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir beide nicht ganz sympathisch waren, dennoch hab ich aber mehr für Jane Mitgefühl gehegt. Edward ist natürlich interessant - hat aber ganz entschieden auch einen an der Birne, er ist perfektionistisch, minimalistisch und auch so hat er seine Zwangshandlungen. Trotzdem kann er durch die Zeilen hindurch ein Funklen herbeizaubern. Der komische Architekt begeht immer wieder die gleichen Muster in seinen Beziehungen und Jane kommt darauf. Sie fängt an, in dem Wespennest zu stochern, was vor ihr passiert ist. Gleichzeitig erfährt man von Emmas Geschichte, sie erzählt in der Vergangenheit, denn Emma ist bereits tot. Als Leser erkennt man aber die Parallelen und staunt, wie ähnlich die hier sind und worauf das Ganze wohl hinaus läuft.

Der Schreibstil und auch die kurzen Kapitel erlauben es einem, in einem Rutsch hinfort zu lesen und das habe ich in der Tat getan, die ganze Handlung zieht einen mit. Es ist zwar zwischendurch etwas "langweilig", weil nichts passiert, aber man möchte unbedingt wissen, was dahintersteckt und ob man recht hat mit seiner Vermutung. Was dann aber schlussendlich herauskommt, ist doch schon ein Aha-Effekt. So ganz hat man doch nicht damit gerechnet.

Trotz der vielen schlechten Kritik muss ich sagen, dass ich gar nicht zustimme. Es gibt so viele Rezensionen, die so viel auseinander gehen, habe ich selten bei einem Buch gesehen. Viele sagen, dass hier abgekleistert wurde, dass es diese Handlung so und so schon mal gab. Ja Leute - was denkt ihr denn, dass alles frisch erfunden ist? Alles ist schon mal in irgendeinem Buch, Theater, Film vorgekommen. Es kommt drauf an, ob man es gesehen hat oder nicht, dann würde man anders von einer Sache reden. Und selbst wenn - es kommt immernoch drauf an, wie der Autor etwas verpackt und wenn es auch ähnlich einer anderen Sache ist, es muss nichts abgekleistert sein. Wie viel Bücher gibt es denn, die derartig an Shades of Grey erinnern?

Der Autor hat die Story hier gut verpackt, den Lesern mit kleinen Brocken gelockt und auch alles sehr gut beschrieben. Es ist zwar stellenweise nicht viel los, aber man weiß, dass noch etwas kommen muss. Mich hat diese Lektüre in Beschlag genommen und gefesselt, Daumen hoch!

Zwei Frauen, zwei Geschichten, absolute Spannung

Von: Birgit Böllinger aus Augsburg Datum : 22.09.2017

https://saetzeundschaetze.com/2017/09/22/jp-delaney-the-girl-before/

JP Delaney hat mit „The Girl Before“ seinen ersten Psychothriller vorgelegt. Alles in allem perfekte Thrillerkost auf hohem Niveau, meint Florian Pittroff.

JP Delaney präsentiert mit „The Girl Before“ einen Thriller, der den Leser nicht mehr loslässt. Es gibt zwei Handlungsstränge. Zuerst erfolgt die Rückblende: „Damals. Emma“. Und dann „Heute: Jane“. Die Idee mit zwei unterschiedlichen Handlungen, die sich dann doch zu einer Geschichte verquicken, gefällt mir sehr gut. Ebenso, dass die einzelnen Kapitel jeweils kurz und knapp gehalten sind. Zum einem wird der Leser dadurch immer wieder zum Weiterlesen animiert und es verleiht dem Buch eine gewisse Dynamik.
Der Plot: Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Die Miete ist gering, doch der Regelkatalog, den der neue Mieter einhalten muss, ist alles andere als gewöhnlich. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah.

Kurzweilig und interessant

Von: CrossingJordan Datum : 21.09.2017

www.upsidedownkingdom.net/

"The Girl Before" machte mich durch sein mysteriöses Cover und den interessanten auf sich aufmerksam. Aufgrund der doch eher durchmischten Kritiken wurde ich schnell positiv überrascht. Der Einstieg fiel mir sehr leicht, das Konzept von zwei sich kapitelweise abwechselnden Sichtweisen und zwei Zeitsträngen sorgte noch für zusätzliche Spannung und so flogen die Seiten nur so dahin. Leider kam dann aber doch irgendwann der leichte Durchhänger und die Seiten flogen nicht mehr ganz so schnell. Auch gab es ein paar Einwürfe, die mir dann doch etwas zu absurd und an den Haaren herbeigezogen erschienen, taten der Handlung im Großen und Ganzen allerdings keinen sonderlich großen Abbruch und ich störte mich auch nicht allzu sehr daran. Im letzten Drittel nahm die Geschichte dann wieder mehr Fahrt auf und gipfelte in einem Ende, das ich so tatsächlich nicht erwartet hatte.

Fazit:
Ein flott zu lesender Thriller mit spannender Grundidee, guter Umsetzung, stellenweise aber doch ein wenig zu absurden und aufgesetzten Einstreuungen. Hat mich gut unterhalten.

Mäßig spannender aber gut durchdachter Thriller

Von: Bunter Lesesessel Datum : 18.09.2017

www.bunterlesesessel.blogspot.com

JP Delaney erzählt die Geschichten zweier Menschen, die durch das Haus in der Folgate Street Nummer 1 in London miteinander verbunden sind. Emma- Damals und Jane- Heute.
Nur, dass Emma bereits tot ist, als Jane das Haus mietet. Findet Jane trotz des Schattens der dank Emma auf dem Haus liegt, hier ihr Glück und gelingt es ihr, über ihren Verlust hinwegzukommen?

Im Damals beschreibt Delaney das Leben von Emma und ihrem Freund Simon. Emma hat nach einem Einbruch in ihrer gemeinsamen Wohnung, bei dem sie vom Einbrecher mit einem Messer bedroht wurde, panische Angst und sehnt sich nach Sicherheit. Simon ist ein Technikfreak. Da kommt das durch Alarmanlagen gesicherte Traumhaus in der Folgate Street Nummer 1, das auf die Stimmung seiner Besucher mit Lichtveränderung reagieren kann und durch eine App gesteuert ist, gerade richtig. Zum Duschen benötigt man ein bestimmtes Armband, das auch den Türcode öffnen kann.
Im Heute handelt das Buch von der jungen Jane, die einen schweren Verlust erlitten hat. Als plötzlich immer häufiger Blumen für Emma bei ihr abgegeben werden, beginnt sie, Nachforschungen anzustellen.

Das außergewöhnliche Haus hat auch außergewöhnliche Bedingungen: mögliche Mieter müssen sich einem besonderen Auswahlverfahren stellen. Zunächst gilt es, einen Fragebogen auszufüllen, der nicht etwa nach Beruf, Hobbies und Lebenszielen der Personen fragt. Vielmehr ist es eine Ansammlung ethischer Fragen. Ein Beispiel: "Würdest du dich selbst opfern, um zehn unschuldige Fremde zu retten? Was, wenn es zehntausend Fremde wären?".
Anschließend wird der ausgefüllte Fragebogen an den Architekten des Hauses geschickt, gemeinsam mit 3 Fotos der Bewerber. Mit ganz viel Glück folgt ein Vorstellungsgespräch. Emma und Simon haben Glück und bekommen die Möglichkeit, in das Haus einzuziehen. Der Vertrag gilt allerdings nur, solange alle 200 Klauseln eingehalten werden, die der Vertrag beinhaltet. Keine Kinder. Keine Veränderungen. Keine Bücher, Teppiche, Bilder, keine Gegenstände auf dem Boden oder auf jeglichen Einrichtungsgegenständen. Die Anziehsachen müssen auf bestimmte Weise gefaltet werden. Alle 6 Monate muss das Haus Besuchern zugänglich gemacht werden.
Doch die Bedingungen halten Emma und Simon, sowie auch später Jane nicht davon ab, in das Haus einzuziehen- ein Fehler?

Das Cover finde ich super ansprechend. Es verrät nicht zu viel und der Titel ist etwas hervorgehoben, was sich toll anfühlt, wenn man darüber streicht O:-). Die Gestaltung des Umschlages ist ebenfalls ein Eyecatcher, denn wenn man das Buch aufklappt findet man dort einige der Fragen aus dem Fragebogen, die übrigens auch am Anfang eines neuen Kapitels auftauchen und mich sehr zum Nachdenken angeregt haben. Allgemein finde ich es spannend, wieviele ethische Fragen der Autor in das Buch eingebaut hat, die man sich selbst mal stellen sollte.
Achtung, Spoiler!
So wird auch das Thema Abtreibung im Zusammenhang mit Downsyndromkindern am Ende des Buches behandelt.

Das Buch erhält von mir 3 von 5 möglichen Sternen. Was ich ziemlich nervig fand war, dass eine wörtliche Rede manchmal durch Anführungszeichen gekennzeichnet wurde, manchmal nicht. So musste man immer genau hinschauen bzw. hinlesen ;-) um zu verstehen ob jemand spricht oder nicht.
Bevor ich das Buch angefangen habe, hatte ich Angst, dass ich vieles nicht verstehen würde, da ich leider gar nicht technikaffin bin und mich nicht für Technik interessiere. Ich bin froh, dass solche Details nur selten auftauchten und es doch mehr um die Geschichte der Protagonisten geht. Auf den letzten Seiten wusste ich nicht mehr, was wahr ist und was gelogen, Delaney hat es geschafft, mich völlig zu verwirren.
Ich kann aber sagen, dass ich am Ende überrascht wurde.

Spannend, außergewöhnlich & toll

Von: Elisa Datum : 07.09.2017

https://instagram.com/elisastorie/

In dem Thriller geht es um einen sehr außergewöhnlichen Traumhaus, dass elektrogesteuert ist und einen eigenen WLAN-Betriebssystem hat. Das Haus �� wird vom Architekt nur an ausgewählte Frauen von Ihm vermietet, die aber davon nichts ahnen. Einer dieser Mieterin ist Emma, die aus Ihrer Perspektive immer wieder rückblendend erzählt, wie Sie sich in den Architekten �� verliebt hat und, wie es Ihr im Haus ergangen ist. Die tastsächliche Hauptperson ist jedoch die jetzige Mieterin Jane, die herausfindet, dass Ihre Vorgängerin Emma ���� im Haus gestorben ist und Ihr sehr ähnlich aussieht. Außerdem hatte Sie auch eine Beziehung ��mit dem Architekten
Als Sie das erfährt versucht Sie herauszufinden, wie Emma gestorben ist und so stürzte Sie sich in eine nicht voraussehbare Gefahr.

Am Anfang war ich nicht sehr gefesselt von dem Buch, da ich dachte, dass das Ende voraussehbar wäre. Im Nachhinein steigte die Spannung in mir mehr und ich wollte das Buch nicht mehr los lassen. Es lohnt sich sehr das Buch zu lesen. Ich kann es jedem wärmstens empfehlen.♥

The Girl Before

Von: My.bookworld Datum : 04.09.2017

https://meine-buchwelt.blogspot.de/

Im allgemeinen finde ich dieses Buch echt toll, da es mal was neues ist. Außerdem war ich da ziemlich beschränkt rangegangen, weil das der aller erste Thriller ist den ich gelesen habe.

Aber ich bin restlos begeistert!

Super Thriller!

Von: Atelier Maikind Datum : 03.09.2017

https://ateliermaikind.wordpress.com/?ref=spelling

Rezension:
Schwierig, Schwierig. Dieser Roman lässt mich ein wenig sprachlos zurück und mit gemischten Gefühlen.

Die Story um das kalte Architektenhaus hat mich tatsächlich gefesselt. Die Atmosphäre war drückend und dunkel, manchmal sogar ein wenig unheimlich- und genau diese Spannung, die durch diese Dunkelheit geschaffen wurde, zog sich bis zum Ende des Buches.

Der Schreibstil und die Charaktere möchte ich in dieser Rezension nicht trennen. Hier gehören diese beiden Punkte einfach zusammen. Das liegt zum einen daran, dass es verschiedene Sichtweisen gibt. Es gibt die Sicht der vergangenen Emma, welcher komplett ohne Anführungszeichen auskommt und den von Jane. Ich kam wirklich sehr schnell ins Buch und war begeistert von dem guten Einstieg. Leider war der Mittelteil dagegen eher schwach. Die Figuren begannen dort zwar mehr tiefe, aber leider waren die Nebenhandlungen hier zu aufgebauscht. Gegen Ende nahm die Story wieder an Fahrt zu und das blieb, zum Glück, bis zum Ende so.

Das Cover ist perfekt für diese Geschichte. Düster, dunkel und mit einem modern aussehenden Haus als Hintergrundmotiv- was braucht man da noch mehr? Die rote Schrift vor weißem/grauem Hintergrund passt super- auch zum Hintergrund, wirkt allerdings nicht übertrieben. Einfach grandios!

Fazit:
Ein Thriller so ganz anders als alles, was ich bisher kenne. Es gibt menschliche Abgründe, gute Charaktere, ein kaltes, unheimliches Haus- Was braucht es mehr!? Super Lektüre für die ich gerne 4 von 5 Sternen vergebe!

...mega-spannend...

Von: Lese Datum : 22.08.2017

www.thalia.at/shop/home/rezensent/?rezensent=29879

Ein Haus, das klare Regeln hat die niemals gebrochen werden dürfen. Jane ist überglücklich, in dieses moderne sichere Haus einziehen zu dürfen, trotz dieser „Regeln“. Dass ihre Vormieterin in diesem Haus gestorben ist und ihr sehr ähnlich sieht ist Zufall oder???
Ein Thriller so ganz anders! Voller Obsession, Macht, Begierde und Verwirrungen. Hat mir gut gefallen.

Endlich mal wieder ein guter Thriller

Von: Iwan_bloggt Datum : 20.08.2017

www.iwan-bloggt.de

Neben unseren "üblichen Crime- und Thriller-Autoren" wie Robinson, Connelly, Chris Carter, Castillo probiere ich gern mal neue, mir unbekannte Autoren. Die letzten Male war ich ja etwas enttäuscht, aber dieses Buch - ohne allzuviel vorwegzunehmen - verdient endlich mal wieder die Bezeichnung "spannender Thriller".

Der Klappentext ist minimalistisch. "Ein hochmodernes Haus. Zwei Frauen. Ein Verbrechen." Und um Minimalismus geht es auch in dem Buch selbst. Nämlich um ein Haus, mit nur einer Wohnung, in extrem minimalistischem Baustil. Und wer dort als Mieter einziehen will, muss 200 Regeln befolgen - u.a. keine Haustiere, keine Bilder, keine Sofakissen, keine Bücher - und muss sich erst einmal bewerben. Der Architekt, Edward, wählt dann aus. Das Buch wird aus der Sicht von zwei Frauen erzählt. Emma unter "damals", Jane unter "heute". Schnell wird klar, dass sie beide als Mieterinnen akzeptiert wurden. Die sich sehr ähnlich sehen. Und sich beide in Edward verliebten. Wobei der als sehr egozentrischer, bizarrer Charakter dargestellt wird.
Sehr creepy, ein gelungener Autorentrick sozusagen, wie sich bei beiden Frauen die Szenen fast wortwörtlich wiederholen, mit denen er sie herumkriegt.
Schnell wird auch klar - Emma ist tot. Die Treppe im Haus heruntergestürzt. Und sie hatte einige Probleme, mit einem Einbruch vor Einzug, mit einer Vergewaltigung, mit ihrem Freund, von dem sie sich nach Einzug trennt. Oder ist doch alles ganz anders gewesen? Jane wird immer mißtrauischer, ob nicht vielleicht ihr neuer Lover etwas damit zu tun haben könnte. Der dritte Protagonist ist das Haus. Alles wird gesteuert, man selbst kann weder Licht an- noch ausknipsen, die Dusche geht automatisch mit der präferierten Wassertemperatur an, übers WLAN erhält man nur gefilterte Seiten, alle paar Wochen muss man einen Test machen, ob man noch "würdig" ist, dort zu wohnen.
Alles schon hundert Mal gelesen, denkt man ... und dann kommt doch wieder eine überraschende Wendung. Deswegen wollen wir hier auch nicht mehr verraten. Es bleibt spannend bis zum großen Finale, natürlich mit Todesfolge. Und dann gibt es noch einen Hammer obendrauf.

Fazit: 5 Punkte - gut zu lesen, spannend bis zum Schluss, und dabei immer glaubwürdig. Nicht konstruiert, um Überraschungseffekte einzubauen.

Der Feind in meinem Haus

Von: Martina Meyen Datum : 20.08.2017

www.eseloehrchen.de

Die eigentliche Hauptperson in diesem Thriller ist ein Haus und auf den ersten Blick fand ich es einfach genial. Ich bin zwar kein absoluter Technikfreak, aber finde Innovationen auf diesem Gebiet faszinierend. Wenn da nicht all die Regeln wären … Aber die haben weder Emma noch Jane gestört. Beide sind zunächst begeistert von dem Haus und das ist nicht das einzige, was die Beiden beiden verbindet. Es ist schon fast makaber wie ähnlich sich die beiden sind. Beide mussten etwas Schreckliches erleben und brauchen dringend eine Veränderung. Da kommt ihnen das ungewöhnliche Mietangebot über das Haus Folgate Street Nr. 1 sehr gelegen. Angeschaut hätte ich mir dieses Haus gerne einmal, aber nie und nimmer hätte ich darin wohnen wollen geschweige denn, mich diesem Haus ausgeliefert. Denn genau das war es, was beide getan haben. Durch die Ich-Form war ich dann auch sehr nah dran.

Zwei Erzählstränge auf zwei Zeitebenen sind ja an sich nichts Neues, aber hier wird das, was Emma und Jane erleben, fortlaufend erzählt und so wird es fast zu einer Geschichte. Durch den ständigen Wechsel der Perspektiven in Form von sehr kurzen Kapiteln ging es flott voran. Faszinierend war, dass auch die Erlebnisse von Emma und Jane sehr ähnlich waren, so dass JP Delaney kontinuierlich weiter erzählen konnte, indem sie die Zeiten wechselte. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen verwirrend, war es aber nicht. Der einzige (Stil-) Unterschied war, dass in Janes Part Anführungszeichen benutzt wurden und in Emmas Part nicht. Außerdem waren die einzelnen kurzen Kapitel auch immer mit dem jeweiligen Namen übertitelt. Das hatte schon etwas Unheimliches und ich ahnte Böses beim Lesen.

Schon durch den Klappentext erfahre ich, dass Emma in diesem Haus gestorben ist und das steigert die Spannung noch mehr. Denn das Wie versuche ich dann zusammen mit Jane herauszufinden. Das gab mir viel Raum für Spekulationen und dennoch hat das Ende mich total überrascht!

Der Schreibstil ist gut zu lesen, der Spannungsbogen hält sich kontinuierlich und zwischendurch prickelt es auch ganz schön. Denn beide Frauen sind dem mysteriösen Architekten mit Haut und Haaren verfallen.

Fazit: Ungewöhnlicher Thriller mit einigen Überraschungen und einem besonderen Prickeln zwischen den Zeilen.

Safety first

Von: Das Echo vom Alpenrand Datum : 14.08.2017

https://derachentaler.de

Als Jane die Mietzusage bekommt, kann sie ihr Glück kaum fassen. Etwas Besseres hätte ihr kaum passieren können. Der greifbare Neuanfang, nach dem schweren Schicksalsschlag, der ihr so sehr die Luft zum Atmen abgeschnürt hat, erscheint ihr wie ein Zeichen. Das Haus ist ultramodern. Sein ganzes Interieur und die hochtechnisierte Ausstattung werden für sie immer mehr zum Symbol ihres neuen Lebens. Doch schon bald wendet sich das Blatt. Sie empfindet eine unbestimmte Bedrohung, die dazu veranlasst sich mit dem Haus und seiner Geschichte zu beschäftigen. Die Ergebnisse ihrer Recherchen sind alles andere als ermutigend und sie beginnt langsam zu begreifen, dass sie zum Spielball unkontrollierbarer Kräfte geworden ist.

Fazit
Ein surreal wirkendes Szenario, das einen bis zu seinem unvorhersehbaren Ende voll in seinen Bann zieht.

Total gelungenes Buch

Von: Lauraihrebücherwelt Datum : 09.08.2017

lauraihrebuecherwelt.blogspot.de/

Zuerst als ich das Buch angefangen habe zu lesen, wollte ich es wieder zur Seite legen, da mir die Spannung fehlte. Doch nach den ersten 60 Seiten nahm das Buch volle Power und es wurde so spannend, dass ich es garnicht mehr weglegen wollte. Das Buch stellt sehr gut da wie nah Täuschung und Realität beieinander liegen und wie schwer es sein kann, dies zu unterscheiden. Die Geschichte ist total gut geschrieben und dies zieht sich durch das gesamte Buch.Es wird aus zwei Sichtweisen erzählt, was jedoch gut verständlich war. Damals und heute. Alles im allen ein total spannendes, faszinierendes und empfehlenswertes Buch !!

Spannender Thriller, der mit den eigenen Lebens- und Moralvorstellungen spielt

Von: nessisbookchoice Datum : 09.08.2017

nessisbookchoice.wordpress.com

Cover und Klappentext

Das Cover an sich empfinde ich als schlicht, aber dennoch auf irgendeine unbestimmte Weise ansprechend. Eventuell eben weil es schlicht ist.
Die rote Schrift mit dem Haupttitel sticht hervor und der Subtitel lässt den Leser neugierig werden.
Auf dem Cover sehen wir eine Frau, die ein Haus betritt, das auch hier schon ziemlich steril aussieht.

Der eigentliche Klappentext auf der Rückseite des Buches ist kurz und bündig gehalten, indem er lediglich aus dem ersten Abschnitt des oben aufgeführten Inhalts besteht.
Er lässt schon Interpretationen zu und stellt sich erste Fragen.
Der längere Teil ist vorne im eingeklappten Cover zu finden.


Figuren

In den ersten Kapitel lernen wir Emma und Simon kennen. Ein junges Paar, das eine neue Wohnung sucht, wobei sie bestimmte Ansprüche hat.
Sie wirkt sehr übervorsichtig und nicht kompromissbereit, sowie etwas zickig.
Simon dagegen scheint einfach alles tun zu wollen, um Emma glücklich zu machen und steckt eventuell auch seine eigenen Wünsche zurück.
Später lernen wir Jane kennen. Auch sie ist auf der Suche nach einer neuen Wohnung und hat eine schwierige Vergangenheit, die sie belastet.

Beide Frauen lernt man als Leser sehr gut kennen.
Zunächst wirken beide sehr ähnlich, wobei sie auch äußerlich so beschrieben werden, dennoch entwickeln sich im Laufe des Buches immer mehr individuelle charakteristische Eigenschaften, die die beiden Frauen für mich als sehr wohl unterschiedlich darstellten.
Dabei erschien mir Jane schlussendlich sympathischer als Emma, wobei das Bild von ihr, welches ich mir durch das Buch hinweg von ihr aufgebaut habe, aufgrund von einer Sache am Ende, leicht ins Wanken gerät.

Wir lernen ebenso Edward Monkford, den Vermieter und Architekten des Hauses näher kennen. Sympathisch erschien er mir allerdings, aufgrund offensichtlicher Dinge, die einem beim Lesen unter die Augen treten, nicht wirklich.



Schreibstil und Inhalt

Wie bereits erwähnt, lernen wir Emma und Jane kennen, die jeweils aus der Ich-Perspektive erzählen.
Zu Beginn lesen wir ein paar Kapitel etwas über Emma, bevor es sich mit Jane's abwechselt. 
Jedes Kapitel beginnt mit "Damals: Emma" oder "Heute: Jane" und dient sehr gut der Orientierung.

Bei den Kapiteln über Emma fiel mir sofort auf, dass hier gänzlich auf Anführungszeichen zur Verdeutlichung der wörtlichen Rede verzichtet wird.
Ich könnte mir vorstellen, dass dies dadurch einer Nacherzählung gleichen und damit Parallelen zu Jane darstellen soll, dennoch empfand ich dies, gerade zu Beginn, als wirklich anstrengend.
Es störte den Lesefluss und teilweise musste ich Sätze öfter lesen, um den Sinn und die sprechende Person herauszufiltern.
Allgemein empfand ich den Schreibstil von Delaney jedoch als sehr angenehm und flüssig, sodass ich viele Seiten am Stück lesen konnte.
Delaney verwendet eine durchschnittliche Sprache und wirft nicht mit Fachbegriffen um sich, weshalb der Inhalt und die Handlung gut zu verstehen sind.
Für mich persönlich strahlte das Buch von vornherein eine bedrohliche und beklemmende Atmosphäre aus. 
Allein der Gedanke, in einem dermaßen sterilen, kühlen und einfach 'unwohnlichen' Ort zu wohnen, war mir nicht geheuer.
Um sich als Mieter dieses Hauses bezeichnen zu dürfen, müssen Bewerber vorher einige Hürden durchlaufen, die ich hier jedoch aufgrund von Spoilern nicht weiter erläutern möchte.
Allerdings erschienen mir diese ebenso seltsam und eigenartig, wie der Vermieter selbst.
Es gibt viele Fragen, die möglichen Mietern gestellt werden, die relativ schnell auch an den Leser herangetragen werden.
Bald finden wir zu Beginn vieler Kapitel eine Frage mit möglichen Entscheidungen und Kästchen für die Kreuze.
Dies fand ich besonders spannend, denn hier denkt man als Leser über sich selbst und die eigene Einstellung zu bestimmten Dingen nach.
Man steht teilweise vor schwierigen moralischen Dilemmata und findet vermutlich noch so einiges über das eigene Ich heraus, sofern man die Fragen ehrlich für sich selbst beantwortet.
Ebenso setzt man sich im Laufe des Buches damit auseinander, inwieweit eine gewisse Überwachung und moderne Technologie noch angenehm ist und ab wann es unangenehm, unnötig oder auch beängstigend erscheint.

Die grundsätzliche Spannung baut sich langsam auf und nimmt ab der Hälfte der Handlung Fahrt auf.
Man beginnt zu grübeln und zu rätseln und versucht ein mögliches Ende des Buches zu konstruieren, was mir allerdings nicht gelungen ist, da ich vieles einfach nicht einschätzen konnte.
Es entsteht ein psychologischer Handlungsbogen, mit kleinen sexuellen Elementen, die jedoch in direkter Verbindung zum ersten Aspekt stehen und für mich daher völlig in Ordnung waren. 
Für mich persönlich entstand irgendwann der Eindruck, es handele sich um eine, auf dem zu analysierenden Charatker basierend, seichte Mischung aus "Fifty Shades of Grey" und "Saving Grace" von B.A. Paris.
Mich hat das Buch auf eine seltsame Art und Weise in seinen Bann gezogen und ich war interessiert daran herauszufinden, welche Handlungsstränge das Buch nimmt, wie sich die Charaktere und deren Beziehung zueinander entwickeln.

Das Ende an sich war gut, jedoch hätte es etwas länger und detailreicher erzählt werden können.
Außerdem hatte ich einen gewissen Teil der Auflösung so im Gefühl, wie es geschehen ist. Dies tut dem Ganzen aber keinen Abbruch.
Für mich war es ein gutes, spannendes Buch, welches mit 4,5/5 Sternchen belohnt wird. :) 

Großartiger Thriler

Von: Christian Datum : 08.08.2017

bieberbruda.blogspot.de/

Ein außergewöhnliches Haus mit außergewöhnlichen Vorschriften und einem außergewöhnlichen Vermieter. Doch das Haus birgt ein dunkles Geheimnis - wird Jane wie ihre Vormieterin enden und im vermeintlichen Traumhaus sterben?

Inhalt:
Nach einem Einbruch in ihre Wohnung ist Emma traumatisiert. Sie braucht einen dringenden Tapetenwechsel und verzweifelt gemeinsam mit ihrem Freund Simon am Wohnungsmarkt Londons - bis sie ein Makler zur Folgate Street Nr. 1 führt: Das Haus ist luxuriös, hochmodern, bis ins letzte Detail mit intelligenter Technik versehen...und voll im Budget der beiden. Klingt traumhaft, aber um als Mieter in Frage zu kommen, muss man sich auf einen langwierigen Bewerbungsprozess beim berühmten Architekten einstellen und sich mit den sehr detaillierten Regeln abfinden, die das Haus mit sich bringt. Überraschenderweise werden beide als Mieter akzeptiert, aber Emma verstirbt im Haus auf mysteriöse Weise. Als Jane nach einer Totgeburt zur Nachmieterin erklärt wird, stellt sie schnell fest, dass es beängstigende Parallelen zwischen ihrem Leben und dem Leben von Emma gibt. Was steckt hinter Emmas Ableben? Und ist sie auch in Gefahr?

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir von einer Kollegin empfohlen und ich auch ich tauchte schnell in die Geschichte um das Haus der Folgate Street Nr. 1 ein. Der Aufbau ist ziemlich clever, denn man verfolgt dem Geschehen von Emma und Jane praktisch parallel und Abwechselnd aus den jeweiligen Perspektiven der Frauen: Emmas Sicht spielt in der Gegenwart und Jane in der Gegenwart. Durch den Tod von Emma weiß man, dass das Ganze kein gutes Ende nehmen wird. Aber war ihr Tod wirklich nur ein Unfall? Oder steckt auch Jane in Gefahr?
Ebenso wir auf die Mieter hatte das Haus auch auf mich eine rätselhafte Anziehungskraft und dank dem bildhaften Beschreibungen konnte man es sich sehr gut vorstellen. Der Bewerbungsprozess, die rund 200 Regeln des Hauses und dessen rätselhafter Architekt Edward Monkford verstärken die Anziehungskraft des Hauses.
Statt einem rasanten Thriller bekommt der Leser einen subtilen Thriller, dessen Spannung sich langsam aufbaut: Die Anspannung der Frauen, der Verlust der Kontrolle und die Machtspiele waren sehr spannend und machen das Buch zu einem meiner bisherigen Lesehighlights des Jahres. Auch das Ende weiß zu überraschen, aber hier will ich natürlich nicht allzu viel verraten ;)

Fazit:
Ein wirklich außergewöhnlicher und ruhiger Thriller, der den Leser schnell in den Bann zieht und so schnell nicht mehr los lässt. Ich vergebe gerne 5 Sterne!

Klasse konstruiert

Von: Mia Bruckmann Datum : 08.08.2017

www.mia-bruckmann.de

Covergestaltung:
Schemenhaft ist ein weißes Gebäude mit großen Fenstern zu erkennen. Eine Frau betritt das Haus. Die Darstellung ist in Schwarz und Weiß gehalten. Der Buchtitel leuchtet dem Leser in Rot entgegen.
Da sich die Geschichte maßgeblich um dieses besondere Haus dreht, finde ich die schlichte Gestaltung sehr zutreffend.

Aufbau und Schreibstil:
Die Handlung ist in »Damals« und »Heute« gegliedert. Obwohl die Ereignisse in der Vergangenheit und Gegenwart spielen, ergibt sich daraus eine Geschichte, die in chronologischer Reihenfolge erzählt wird. Insgesamt sind 390 Seiten zu lesen.
Die Sprache ist einfach und gut verständlich. Die Dialoge sind logisch und ansprechend. Die Handlung ist fesselnd, prickelnd und spannungsreich. Die Autorin baut von Anfang an einen Spannungsbogen auf. Dieser wird bis zur letzten Seite gehalten.

Meine Meinung:
Stellen Sie sich eine Kreuzung vor. An den vier Enden stehen Emma, Simon, Edward und Jane. Sobald Sie die ersten Zeilen dieses Thrillers lesen, beginnen die Protagonisten ihren Weg. Seite für Seite nähern sie sich dem gemeinsamen Schnittpunkt im Kreuzungsmittelpunkt. Je näher die Handlungsträger diesem sind, desto mehr steigt die Spannung an, bis sich die Geschichte letztendlich zum Höhepunkt zusammenfügt.
Mir gefiel das Buch sehr gut. Es bedarf nicht unbedingt eines »Blutbades«, damit mich eine Geschichte fesselt. Äußerst geschickt verbindet JP Delaney die Ereignisse aus der Vergangenheit mit der Gegenwart, so dass der Leser lückenlos der Handlung folgen kann.

Fazit:
Der Thriller besteht aus einzelnen »Mosaiksteinchen«. Aus einem anfangs unüberschaubaren Handlungskonstrukt formt sich mehr und mehr ein klares Bild. Ich fühlte mich nach kurzer Zeit mit Emma und Jane sehr »verbunden« und fieberte dem anscheinend Unvermeidbaren entgegen. Dabei liebte ich es, wie Jane, zu zweifeln, zu hinterfragen und zu rätseln. Das Ende der Story fand ich äußerst befriedigend. Vielleicht fühlen sich Frauen aufgrund des Buchinhaltes mehr angesprochen, als Männer. Dennoch spreche ich eine generelle Leseempfehlung aus, sofern der Rezipient nachgrübeln, tüfteln und eigene Überlegungen anstellen als äußerst spannend empfinden kann.

Fehlende Spannung, trotz interessanter Thematik!

Von: Some Lost Stories Datum : 04.08.2017

someloststories.blogspot.de

Ich muss gestehen, dass ich sehr gespannt auf dieses Buch war und es doch mit Vorsicht genoßen habe, denn ich bin nicht gerade mit vielen Thrillern vertraut. Das Cover hat mich sofort angesprochen, genauso wie der Klappentext, der auf eine spannende und düstere Geschichte hindeutet. Vielleicht schraubt genau dieser auch deswegen die Erwartungen ein wenig zu hoch.

Der Thriller wird aus zwei Perspektiven erzählt. Emma lebt in der Vergangenheit und Jane erzählt ihre Geschichte in der Gegenwart.
Beide Frauen erleiden einen Schicksalsschlag und möchten einen Neustart in dem hochmodernen Haus in der Folgate Street Nummer 1 beginnen. Liegt es an der kahlen Einrichtung, der intelligenten Technologie oder doch an dem mysteriösen Vermieter? Etwas scheint zumindest nicht zustimmen. Eine Geschichte scheint sich zu wiederholen, als Jane erfährt, wie ihre Vormieterin gestorben ist und anfängt die Wahrheit aufzudecken.

Während des ganzen Buches habe ich auf die unheimliche Spannung gewartet, die sich kaum aufbaute. Die Geschichte entwickelte sich nur langsam und alles was Jane aufdeckte, kam nur träge bei dem Leser an. Es gab nichts das mich richtig schockierte und mich irgendwie an das Buch fesselte, wie man es bei einem Thriller erwartet. Das Ende war zwar etwas überraschend, aber ging trotzdem nicht wirklich unter die Haut.

Auch zu den Charakteren fand man schwer eine Verbindung. Während ich zu Jane, trotz ihrer Naivität, ein sehr neutrales Gefühl hegte, wurde mir Emma von Seite zur Seite unsympathischer.
Trotzdem hat mir der Wechsel zwischen den beiden sehr gut gefallen und er wurde auch sehr gut umgesetzt. Die Geschichten schienen sich zu ergänzen und somit entstand ein wunderbarer Übergang von Kapitel zu Kapitel. Auch die starken Parallelen haben mir gut gefallen.

Der Schreibstil des Autors ist sehr einfach und gut verständlich. Das Buch ist folglich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Trotzdem hat es für mich nicht gereicht.

Mein Fazit lautet für dieses Buch:
In The Girl Before steckt eine sehr interessante Geschichte mit einem großen Potenzial, dass meiner Meinung nach, nicht ganz ausgeschöpft wurde. Durch naive Charaktere, fehlende Spannung und kaum vorhandenen Thrilleratmosphäre konnte es mich leider nicht überzeugen. Für mich leider nur ein mittelmäßiges Buch.

Von mir gibt es nur 3 Sterne.

The Girl before

Von: Mel aus Hiddenhausen Datum : 01.08.2017

lesezauber.net

Zu diesem Buch hatte ich im Vorfeld natürlich auch wieder viele verschiedene Meinungen gelesen, allerdings sprach die Mehrheit durchaus positiv über "The Girl before". Nach beenden des Buches kann ich mich den gut gemeinten Stimmen durchaus anschließen.

Anfangs hatte ich aufgrund des Schreibstils (Anführungsstriche sind im Buch eher Mangelware) meine Schwierigkeiten und wollte das Buch erst zur Seite legen. Da dort aber schon viele Bücher lagen, beschloss ich, der Geschichte eine Chance zu geben. Und siehe da: Ich gewöhnte mich an die Schreibart.

Jane und Emma sind beileibe keine sympathischen Personen, besonders Emma war mir bis zuletzt furchtbar unsympathisch. Durch den gemeinsamen Nenner der Frauen, nämlich das Appartement in dem sie wohnen, kam ich oft beim Lesen durcheinander und wusste manchmal nicht, um wen es jetzt wieder ging. Doch je mehr ich in die Geschichte hinein kam, umso spannender wurde das Ganze.

Ab der Hälfte etwa fand ich den Schreibstil nur allzu passend. So und nur so konnte die Geschichte für mich funktionieren. So spannend The Girl before auch war, beinhaltete die Geschichte doch einen kleinen Wermutstropfen für mich: Der Schluss kam für mich nicht überraschend, sondern war vorhersehbar, da hat mir noch die eine kleine Überraschung gefehlt.

Mein Fazit

Gibt man dem Schreibstil eine Chance, erwartet den Leser ein wirklich spannender und origineller Thriller.

Rezension | JP Delaney | The Girl Before

Von: The Book Journal Datum : 31.07.2017

www.thebookjournal.wordpress.com

Würdest du in einem Haus leben wollen, welches zwar hochmodern ist, du aber ungefähr 200 Regeln beachten müsstest? Es handelt sich um ein sogenanntes Smart Home. Es passt sich genau deinen Bedürfnissen an, was sich gar nicht mal so schlecht anhört. Jedoch geht es auch um Kontrolle und Überwachung. Diese Thematik greift die Geschichte in beängstigender Weise auf.

Schon die ersten Sätze konnte mich fesseln, was mir in letzter Zeit nicht mehr oft bei einem Buch geschieht. Von Seite zu Seite wird die Geschichte spannender, denn die zahlreichen Wendungen lassen einen immer wieder verändernden Blick auf die Protagonistin zu. Denn es geht in der Geschichte hauptsächlich um Emma, die in dem Haus in der Folgate Street 1 verstarb. Keiner weiß wie und warum. Es gibt unzählige Verdächtige und dann auch wieder nicht. Man weiß nicht mehr, wem man noch trauen kann. Man erfährt so viel und ist sich eigentlich sicher, diese Person ist der Mörder und dann liest man weiter. Und es enthüllt sich ein neuer Blickwinkel. Und alles in anders.

Die Geschichte wird abwechseln aus der Sicht von Emma (damals) und Jane (heute) erzählt. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Zukunft sorgt dafür, dass man immer wieder Parallelen zwischen den beiden vorfindet. Diese Parallelen sorgen nochmal für einen Schub Spannung, da man hofft, dass Jane nicht das gleiche Schicksal wiederfährt.

Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen. Er ist distanziert, kühl, aber sorgt gleichzeitig auch für die nötige Spannung. Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir sehr gut und auch die Umsetzung ist großartig.

Das Ende konnte mich ebenfalls überzeugen und passt zu der Geschichte. Es rundet sie perfekt ab.

Fazit:

Der Thriller „The Girl Before“ von JP Delaney ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Die kühle und distanzierte Schreibweise sorgt für die nötige Spannung und es ist keinesfalls vorhersehbar.

V E R S T Ö R E N D U N D Ü B E R W Ä L T I G E N D

Von: Blogging Renate Datum : 26.07.2017

bloggingrenate.blogspot.de

The Girl Before behandelt auf eine sehr subtile Art die Thematik der vollkommenen Kontrolle und Macht über Andere in einer modernen Umwelt. Bereits der Einband verströmt eine tolle Mischung aus Kälte und Spannung, was wir im Buch auch so wiederfinden. Anfangs hatte ich meine kleinen Probleme mit dem Buch, vor allem mit der Kälte die aus jeder Zeile und jedem Wort dem Leser entgegen geschleudert wird. Allerdings gewöhnte ich mich schnell daran und lies mich in den Fängen der Geschichte festhalten. Die Spannung steigt mit jeder gelesene Seiten, der Leser steht immer wieder vor überraschenden Wendungen, denn mit allem, was er immer wieder neu über die Hauptpersonen erfährt, wird der eigene Blick auf sie zahlreiche Male wieder verändert. Mit jedem neuen Detail, das über das Leben der Protagonisten bekannt wird, ändert sich die Sympathie für sie. Steht man anfangs noch auf der Seite der einen, kann sich das bis zum Ende des Buchs ins Gegenteil umkehren. Man schwankt, zu wem man halten soll und somit wird die Relativität menschlicher Beziehungen zur Erkenntnis gebracht.
Die Erzählperspektive wechselt kontinuierlich von damals nach heute. Das besondere an diesem Wechsel liegt darin, dass das, was die Erlebnisse unseren beiden Protagonisten sehr viele Parallelen vorweisen.
Auch der Schreibstil ist eine Sache für sich. Ich hab noch in keinem Buch einen so kalten, leichten und gleichzeitig so packenden Schreibstil wiederfinden können. Dieser einzigartige Schreibstil rundet die Geschichte ab.
Die Geschichte bietet gute Einblicke in die Welt der Technik und des sogenannten „Smart Home“. Vor- wie auch Nachteile werden in dem Buch deutlich gemacht, allein durch die Erlebnisse unserer Protagonistin.
Das Ende erfühlte leider nicht so meine Erwartungen. Dies war zwar spannend verbunden mit dem bis dahin angewöhnten Nervenkitzel, aber für meinen Geschmack etwas zu schwach im Gegenteil zu dem restlichen Buch und viel zu schnell erzählt. Dennoch zu der ungewöhnlichen Handlung recht passend.

BUCHREZENSION* „THE GIRL BEFORE“

Von: beauty_and_dm_suchti Datum : 25.07.2017

https://beautyanddmsuchti.wordpress.com

Idee: 4/5

Umsetzung: 3/5

Schreibstill: 3/5

Cover: 4/5

Fazit: 3/5

An sich war dass Buch sehr gut, aber irgendwie weiß ich immer noch nicht von wem Emma gestoßen wurde. Ich hab mir irgendwie mehr vom Buch erhofft.. Was ich aber ganz cool fand, waren die Fragen die einem immer gestellt wurden. Den Sinn habe ich immer noch nicht heraus gefunden..

Spannend bis zum Schluss

Von: Sturmhoehe88 Datum : 19.07.2017

https://sturmhoehesbuecherparadies.jimdo.com/

Es heißt ja immer, das man über Krimis und Thriller nicht so viel verraten soll, um den Spannungsbogen nicht zu nehmen; Daher nur soviel:
In diesem Buch geht es subtil darum die Macht und Kontrolle über andere zu haben. Dem Leser werden Überraschungen präsentiert,die den Blick auf die Protagonisten immer wieder verändert, so das man gar nicht weiß zu wem man halten soll.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und macht einen den Einstieg ins Buch sehr leicht.
Von mir eine Kauf und Leseempfehlung!

Verwirrend bis zum Schluss

Von: Ann-Kristin Witt Datum : 17.07.2017

wunderweltbuch.blogspot.de/?m=1

Dieses Buch war mal wieder ein Genreausflug, um meinen Lesehorizont zu erweitern.
Zu allererst muss ich sagen, dass ich mir sehr viel von diesem Buch versprochen habe, da es sehr hoch gelobt wurde. Es fing auch sehr vielversprechend an, baute aber für mich leider keinen richtigen Spannungsbogen auf. Die Idee und Umsetzung vom Autor, die Geschichte in der Gegenwart und der Vergangenheit zu schreiben und dann die Geschichte der beiden Frauen zusammen zu weben, finde ich für einen Thriller echt genial. Nur leider waren die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu oft und dadurch fiel es mir teilweise echt schwer der Geschichte zu folgen und mich darauf zu konzentrieren.
Super gefallen hat mir jedoch, dass in diesem Buch nichts so ist, wie es zu sein scheint und vieles wirklich erst am Ende aufgelöst wird.

Fazit:

Eine super Story, die mich von der Grundidee völlig überzeugen konnte, aber leider in der Umsetzung ein paar Schwächen Zeigt .





Wer führt hier Regie?

Von: tinaliestvor Datum : 17.07.2017

tinaliestvor.de

"Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot."
Ein guter Einstieg für einen Thriller. Emma ist nach einem Einbruch in der gemeinsamen Wohnung auf der Suche nach einem neuen Zuhause für sich und ihren Freund Simon. Nach unendlich vielen Wohnungspleiten schlägt die Maklerin ein ganz besonders eigentümliches Mietverhältnis vor.
Es entpuppt sich als ein vollkommen durchgestyltes und hochmodernes Haus, welches allerdings an über 200 Bedingungen und Regeln geknüpft ist.
Emma lässt das Haus auf sich wirken und beschließt, das ebenfalls spezielle Bewerbungsverfahren aufsich zunehmen. Sie schindet Eindruck mit ihrem dezenten Widerwillen bei dem markanten Vermieter und Bauherren Monkford, der dem Pärchen schließlich das Haus vermietet.
Jahre später begibt sich Jane, nach der Totgeburt ihrer Tochter, auf Wohnungssuche und gerät ebenfalls an Edward Monkford. Die Falle schnappt zu und Jane findet erstmals zu sich selbst. Doch dann beginnt sie eine Affäre mit Edward, was sie in tödliche Gefahr bringt. Sie gräbt in der Vergangenheit und bringt den Killer auf einen neuen Plan.
Ein wirklich ausgezeichneter Thriller, bei dem man dank seiner vielen Wendungen und den parallelen Sichtweisen von Emma und Jane, die bis zur letzten Seite die Spannung halten erst nach der letzten Seite ausatmen kann.

Semi Spannender Thriller mit narzisstischen Charakteren

Von: SophieNdm Datum : 17.07.2017

sophies-leseecke.blogspot.de/

Dieser Thriller spielt komplett auf zwei "Zeitebenen" einmal erfährt man die heutige Sicht aus der Perspektive von Jane und die Vergangenheit aus Emmas.

Der Perspektivenwechsel bringt Spannung in diesen doch etwas langatmigen Thriller.
Das hat mir gut gefallen und das Lesen abwechslungsreich gestaltet.

Jane hat meist ziemlich vernünftig und durchdacht gehandelt, Emma hingegen war sehr impulsiv und neigte zum Dramatisieren.
Beide Charaktere waren sehr gegensätzlich und sind dennoch beide naiv genug Ihrem zwanghaften und etwas unheimlichen Vermieter/Architekten zu verfallen.

Ich fand es schon etwas nervig wie schnell sich die beiden von Edward einwickeln ließen, das hat den allgemeinen Lesefluss aber nicht besonders gestört.

Wie bereits erwähnt fand ich die Geschichte an sich für einen Thriller eher weniger spannend.
Einzelne Passagen waren gut gemacht aber im Großen und Ganzen war es doch etwas zäh.
Daher hat es leider ziemlich lange gedauert bis ich das Buch beenden konnte.

Fazit:

Die Idee an sich war interessant, die Umsetzung leider eher lasch. Schreibstil und Perspektivenwechsel konnten den Thriller doch noch etwas retten, prinzipiell habe ich aber schon besseres in der Richtung gelesen.

Leider zu unrealistisch

Von: Booksessed Datum : 16.07.2017

https://www.instagram.com/_booksessed_/

Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch, da der Klappentext einen spannenden Thriller verspricht und ich nur gutes über die Geschichte gehört habe. Diese Erwartungen konnte leider nicht erfüllt werden.

Ich habe oft überlegt, ob die Story realitätsnah ist. Wer würde in ein Haus ziehen, in dem man komplett Videoüberwacht ist und sich an tausende Regeln halten muss? Big Brother lässt grüßen. Für mich würde das nicht in Frage kommen. Die Wohnung ist ein Ort der Privatsphäre und kein Schauplatz für einen Verrückten. Dass diese Vorgaben in einem Drama enden, weiß man eigentlich schon mit dem Unterschreiben des Mietvertrages.

Die Naivität der Protagonisten haben mich deshalb extrem gestört. Ich bezweifel, dass gleich zwei Personen einen so dummen Fehler machen. Zudem hatten die Personen keinen Tiefgang. Man hätte noch viel mehr über sie schreiben können.

Auch der Schreibstil ist eine Sache für sich. Zwischen den beiden Frauen wird in jedem Kapitel gewechselt. Da die beiden nahezu die selben Entscheidungen treffen und die gleichen Erlebnisse haben, wusste ich oft nicht um wen es gerade geht. Auch diese Gleichheit hat mich zwischendurch etwas gelangweilt.

Trotz der ganzen Unschönheiten hatte das Buch auch teilweise spannende Momente. Das Ende kam unerwartet und auch die Fragen zwischen den Kapiteln war für mich ein schöner Aspekt und gut platziert.

Erstaunlich guter Thriller!

Von: Buchbooks (Alena) Datum : 09.07.2017

buchbooks.blogspot.de/

Mich hat der Thriller sofort mitgenommen, es war nicht schwierig in das Buch reinzukommen. Die Kapiteln waren mit 'Damals Emma' und 'Heute Jane' ausgestatet und ich fand das so genial, man kam da nicht irgendwie durcheinenader, hat mich echt überzeugt!

Die Charakter waren alle so unterschiedlich, hätte gedacht Emma und Jane wären gleich, weil nicht jeder in dieses Haus angenommen wird aber selbst die beiden waren so unterschiedlich von ihren Handlungen und Situationen. Es hat mir richtig viel spaß gemacht das Buch zu lesen.
Edward ist für mich in diesem Buch grandios! Wobei ich sagen muss das sein Kontrollwahn mich etwas aufgeregt hat, genauso wie Emma, dass sie so getan hat als hätte sie niemanden in diesem Haus.

Das Ende fand ich etwas blöd. Es war zu kurz, ich musste oft die Sätze doppelt oder dreifach lesen, um zu verstehen, was am Ende passiert. Jane war mir am Ende so unsymathisch geworden. Man hätte es besser machen können.

Fazit. Ich empfehle das Buch jedem, ich persönlich fand es richtig gut bis auf paar kleine Kritikpunkte, aber das ist ja schließlich nur meine Meinung.

Danke für das Rezenionsexemplar!

Moderne vs. Sicherheit

Von: StMoonlight Datum : 09.07.2017

https://gedankenteiler.blog/category/bucher-rezensionen/

Bereits der Einband verströmt eine tolle Mischung aus kalter Moderner und wirkt spannungsgeladen. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Wohnhaus, gerade, strukturiert und voller Regeln verströmt es den Charme eines überdimensionalen Kühlschranks – und ist dennoch so beliebt, dass viele darin wohnen möchten. Doch, um in diesem Haus wohnen zu dürfen, muss erst einmal der Vermieter, welcher gleichzeitig der Architekt ist, überzeugt werden. Dazu müssen Bewerber unter anderem einen über 200 Frage langen Fragebogen ausfüllen. Enthalten sind so Fragen wie z.B.: „Eine nahestehende Person berichtet dir im Vertrauen, sie habe im betrunkenen Zustand jemanden überfahren, deshalb habe sie endgültig mit dem Trinken aufgehört. Fühlst du dich verpflichtet, das bei der Polizei anzuzeigen? O Ja O Nein“. – Einige dieser Frage sind am Anfang der Kapitel abgedruckt, was dazu führt, dass man sich als Leser zwangsläufig selbst dazu verleitet fühlt, sich mit dieser auseinanderzusetzen und für sich selbst zu beantworten. Das war ein nettes Goodie. (Es wäre toll gewesen, wenn der Fragebogen am Ende mit abgedruckt gewesen wäre. Aber wer weiß, vielleicht gibt es den ja irgendwann einmal als separates Buch. ;-))
Nach einem Überfall in ihrer Wohnung wünscht sich Jane einen Neuanfang. Zusammen mit ihrem Freund begibt sich auf die Suche nach etwas Passendem, was bei ihrem geringen Budget und den dafür hohen Ansprüchen alles andere als einfach erscheint. Doch dann bekommt sie ein Haus in einem Londoner Stadtteil angeboten, dass ganz anders ist als alles bisher Gesehene. Nicht nur von der Optik, sondern auch und besonders vom Sicherheitsempfinden her. Es gibt keinen Zweifel, Jane will dieses Haus. Mit größter Sorgfalt und vor allen Dingen Ehrlichkeit beantwortet sie jede noch so kuriose Frage des Vermieters – und bekommt den Mietvertrag. Dass zuvor bereits eine Frau in diesen Räumlichkeiten gestorben ist, welche auch noch große Ähnlichkeit mit ihr hatte, stört sie nicht. Nach und nach bemerkt Jane wie sie sich verändert – und auch das ihr neues Haus alles andere zu sein scheint, als eben nur eine Wohnunterkunft. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr fürchtet sich die Frau in dem Betonklotz. War der Tod der Vormieterin etwa doch kein Unfall? Jane beginnt Nachforschungen anzustellen und gerät dabei in große Gefahr …

Die Geschichte in sehr modern und bietet gute Einblicke in die Welt der Technik und des „Smart Home“. Vor- und Nachteile werden deutlich, alleine an Hand der Nutzung durch die Protagonisten. Nach der Lektüre bekommt man als Leser einen ganz anderen Blick auf die Nutzung seiner (personenbezogenen) Daten.

Ein packender Schreibstil rundet die ohnehin spannende Geschichte ab.

~°~ Fazit ~°~
Mir hat „The girl before“ wirklich sehr gut gefallen. Nicht nur das die Handlung an sich für ein Buch (fast) etwas Neues ist, auch der Schreibstil hat mich gepackt. Nicht zuletzt äußerst positiv hat mich überrascht, die Auflösung, denn der Täter war … - jemand den ich nicht vermutet hatte. Volle Sternchen am Rezensionshimmel für diesen modernen Thriller und eine eindeutige Leseempfehlung für alle Spannungsliebhaber.

The girl before

Von: Marias Bücherliebe Datum : 06.07.2017

mariasbooklove.blogspot.de

Parallel wird die Geschichte von den zwei Frauen Emma und Jane erzählt. Emmas Geschichte ist vergangen. Janes Geschichte passiert gerade. Beide wohnen in einem modernen Haus, entworfen von Edward Monkford. Beide Frauen fühlen sich zu ihm hingezogen und beide haben eine schreckliche Vergangenheit. Eine der Frauen ist tot. Gestorben in diesem Haus...

Das Design des Covers ist sehr schön. Es wirkt mysteriös und geheimnisvoll und passt dadurch super zum Buch.
Ich finde es super, wie die beiden Geschichten parallel zueinander erzählt werden. Geschrieben ist das Buch auch super. Es ist nicht zu einfach aber auch nicht zu kompliziert geschrieben.
Die Story ist auch einwandfrei. Die Spannung lässt an keiner Stelle nach und es ist, meiner Meinung nach, nichts vorhersehbar.
Die Charaktere sind sehr einzigartig und entwickeln sich im Verlauf stark weiter.
Insgesamt finde ich das Buch einfach genial und kann es nur weiterempfehlen. Das Ende habe ich überhaupt nicht erwartet und auch sonst gab es viele tolle Wendungen.

Unbedingt lesen!!!

Von: Cocolinchen Datum : 06.07.2017

cocolinchenundkatti.blogspot.de/

Unbedingt lesen!!!
The Girl before hat mich wirklich mitgenommen und überrascht. Es war mal etwas ganz anderes. Kein Wunder, dass dieser Thriller in England und den USA bereits ein Bestseller ist.

Aber was genau macht dieses Buch aus?
Zum einen hat mir der Aufbau sehr gut gefallen. Im Wechsel wird aus Janes (Heute) und Emmas (Damals) Sicht erzählt. Man merkt schnell, dass es einige Parallelen gibt, aber auch Unterschiede. Ziemlich zu Beginn scheint alles klar zu sein. Ich befürchtete schon, dass es langweilig werden könnte, aber dann nimmt die Handlung noch eine Wendung.
Teilweise hätte es vielleicht etwas zügiger vorangehen können, dennoch kann ich The Girl before nicht als langatmig bezeichnen. Dieser Thriller hat ein eigenes Tempo und irgendwie ging für mich die ganze Zeit über eine gewisse Faszination von der Geschichte aus. Manches ist so unwirklich und dann doch wieder so brutal real. Das allein empfand ich schon als sehr spannend und mitreißen.
Außerdem werden zwischendurch Fragen gestellt, die wohl auch die Bewohner von Folgate Street 1 beantworten sollen. Es sind oft Gewissensfragen und wenn man sie ganz ehrlich beantwortet, fängt man auch ein wenig an, über sich selbst nachzudenken. So war das bei mir jedenfalls.
Durch diese Fragen ist man irgendwie noch aktiver dabei als Leser. Das macht die Atmosphäre perfekt.
Und genau über die Atmosphäre, die JP Delaney erzeugt, hat mich dieser Thriller auch für sich gewinnen können.
Man hat das reduzierte und perfekt erschaffene Folgate Street 1 -Appartment direkt vor Augen, lebt mit den Protagonisten darin. Die Funktionen des Hauses sind mir unheimlich und ich hoffe nicht, dass sich Edwards Prognose bewahrheitet und wir irgendwann alle so leben werden. Andererseits...wenn ich mir unsere Welt heute ansehe, mit Smartphones, Activity Trackern und dem "intelligenten Wohnen" sind wir alle gar nicht weit davon entfernt. Im Gegenteil. Jeder, der dieses Buch lesen wird, denkt sicher, dass er selbst so nie wohnen könnte, aber tun wir das nicht zum größten Teil längst schon?!?!?!

Die Charaktere der beiden Frauen scheinen anfangs sehr ähnlich zu sein, später lernt man sie aber besser kennen.

Jane ist mir eindeutig sympathischer als Emma.
Jane hat vor ihrem Einzug ein Kind verloren und ist davon noch schwer gezeichnet. Für sie soll Folgate Street 1 ein Neuanfang sein, doch nach den ersten Tagen in ihrer neuen Behausung merkt sie, dass es eine gewisse Vorgeschichte zu der Wohnung geben muss. Ein Fremder legt Blumen nieder, die offenbar für jemanden anders gedacht sind. Dann erfährt sie von dem mysteriösen Tod der Vormieterin und beginnt nachzuforschen. Ihr Verhältnis zu dem Architekten Edward hat etwas Unterkühltes. Man fragt sich, was sie an diesem Kerl bloß findet, doch er scheint ihr eine gewisse Form von Sicherheit zu geben.
Ähnlich muss das auch bei Emma gewesen sein. Auch für sie bedeutet die Wohnung einen Neuanfang und dieser bringt einige Veränderungen mit sich. Ich habe sie lange als Opfer wahrgenommen, doch das ist sie nicht.
Beide Frauen sehen sich sehr ähnlich und beide haben etwas mit Edward. Sie scheinen seinem Typ zu entsprechen und haben die Wohnung wohl auch deswegen bekommen. Er will die totale Kontrolle über alles und jeden. Dabei spielt er mit den Menschen um sich herum.
Er ist ein irrer Perfektionist und sehr zwanghaft. Ich habe ihn als unangenehme und bedrohliche Person empfunden, die mir teilweise schon unheimlich geworden ist. Er strahlt eine Arroganz aus, die manchmal nicht auszuhalten ist und behandelt andere Menschen herablassend. Er hat sich eine eigene Welt geschaffen, was vielleicht durch seine Vergangenheit zu erklären ist.

Ich muss wirklich aufpassen, dass ich Euch nicht zu viel verrate! ;-)

Aber Ihr merkt sicher, dass mir dieser Thriller einfach zu gut gefallen hat.
Dabei hat mich das Ende zum größten Teil nicht einmal überrascht. Und dennoch kann man dem Buch wirklich nicht vorwerfen, dass es vorhersehbar oder langweilig ist. Genau das macht The Girl before wohl auch aus.
Und bevor ich diese Rezension schreiben konnte, musste ich ein paar Tage Abstand gewinnen, denn ich war direkt nach dem Lesen so begeistert, dass ich mir dachte, etwas Distanz könnte vielleicht nicht schaden. Doch meine Meinung hat sich nicht geändert! :-)

Es ist wirklich mal etwas Anderes und man hat das Gefühl bei einem Experiment dabei zu sein. Daher kann ich nur sagen: Unbedingt lesen!!!


Unbedingt lesen!!!

Von: Cocolinchen Datum : 06.07.2017

cocolinchenundkatti.blogspot.de/

Unbedingt lesen!!!
The Girl before hat mich wirklich mitgenommen und überrascht. Es war mal etwas ganz anderes. Kein Wunder, dass dieser Thriller in England und den USA bereits ein Bestseller ist.

Aber was genau macht dieses Buch aus?
Zum einen hat mir der Aufbau sehr gut gefallen. Im Wechsel wird aus Janes (Heute) und Emmas (Damals) Sicht erzählt. Man merkt schnell, dass es einige Parallelen gibt, aber auch Unterschiede. Ziemlich zu Beginn scheint alles klar zu sein. Ich befürchtete schon, dass es langweilig werden könnte, aber dann nimmt die Handlung noch eine Wendung.
Teilweise hätte es vielleicht etwas zügiger vorangehen können, dennoch kann ich The Girl before nicht als langatmig bezeichnen. Dieser Thriller hat ein eigenes Tempo und irgendwie ging für mich die ganze Zeit über eine gewisse Faszination von der Geschichte aus. Manches ist so unwirklich und dann doch wieder so brutal real. Das allein empfand ich schon als sehr spannend und mitreißen.
Außerdem werden zwischendurch Fragen gestellt, die wohl auch die Bewohner von Folgate Street 1 beantworten sollen. Es sind oft Gewissensfragen und wenn man sie ganz ehrlich beantwortet, fängt man auch ein wenig an, über sich selbst nachzudenken. So war das bei mir jedenfalls.
Durch diese Fragen ist man irgendwie noch aktiver dabei als Leser. Das macht die Atmosphäre perfekt.
Und genau über die Atmosphäre, die JP Delaney erzeugt, hat mich dieser Thriller auch für sich gewinnen können.
Man hat das reduzierte und perfekt erschaffene Folgate Street 1 -Appartment direkt vor Augen, lebt mit den Protagonisten darin. Die Funktionen des Hauses sind mir unheimlich und ich hoffe nicht, dass sich Edwards Prognose bewahrheitet und wir irgendwann alle so leben werden. Andererseits...wenn ich mir unsere Welt heute ansehe, mit Smartphones, Activity Trackern und dem "intelligenten Wohnen" sind wir alle gar nicht weit davon entfernt. Im Gegenteil. Jeder, der dieses Buch lesen wird, denkt sicher, dass er selbst so nie wohnen könnte, aber tun wir das nicht zum größten Teil längst schon?!?!?!

Die Charaktere der beiden Frauen scheinen anfangs sehr ähnlich zu sein, später lernt man sie aber besser kennen.

Jane ist mir eindeutig sympathischer als Emma.
Jane hat vor ihrem Einzug ein Kind verloren und ist davon noch schwer gezeichnet. Für sie soll Folgate Street 1 ein Neuanfang sein, doch nach den ersten Tagen in ihrer neuen Behausung merkt sie, dass es eine gewisse Vorgeschichte zu der Wohnung geben muss. Ein Fremder legt Blumen nieder, die offenbar für jemanden anders gedacht sind. Dann erfährt sie von dem mysteriösen Tod der Vormieterin und beginnt nachzuforschen. Ihr Verhältnis zu dem Architekten Edward hat etwas Unterkühltes. Man fragt sich, was sie an diesem Kerl bloß findet, doch er scheint ihr eine gewisse Form von Sicherheit zu geben.
Ähnlich muss das auch bei Emma gewesen sein. Auch für sie bedeutet die Wohnung einen Neuanfang und dieser bringt einige Veränderungen mit sich. Ich habe sie lange als Opfer wahrgenommen, doch das ist sie nicht.
Beide Frauen sehen sich sehr ähnlich und beide haben etwas mit Edward. Sie scheinen seinem Typ zu entsprechen und haben die Wohnung wohl auch deswegen bekommen. Er will die totale Kontrolle über alles und jeden. Dabei spielt er mit den Menschen um sich herum.
Er ist ein irrer Perfektionist und sehr zwanghaft. Ich habe ihn als unangenehme und bedrohliche Person empfunden, die mir teilweise schon unheimlich geworden ist. Er strahlt eine Arroganz aus, die manchmal nicht auszuhalten ist und behandelt andere Menschen herablassend. Er hat sich eine eigene Welt geschaffen, was vielleicht durch seine Vergangenheit zu erklären ist.

Ich muss wirklich aufpassen, dass ich Euch nicht zu viel verrate! ;-)

Aber Ihr merkt sicher, dass mir dieser Thriller einfach zu gut gefallen hat.
Dabei hat mich das Ende zum größten Teil nicht einmal überrascht. Und dennoch kann man dem Buch wirklich nicht vorwerfen, dass es vorhersehbar oder langweilig ist. Genau das macht The Girl before wohl auch aus.
Und bevor ich diese Rezension schreiben konnte, musste ich ein paar Tage Abstand gewinnen, denn ich war direkt nach dem Lesen so begeistert, dass ich mir dachte, etwas Distanz könnte vielleicht nicht schaden. Doch meine Meinung hat sich nicht geändert! :-)

Es ist wirklich mal etwas Anderes und man hat das Gefühl bei einem Experiment dabei zu sein. Daher kann ich nur sagen: Unbedingt lesen!!!