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Leserstimmen (113)

JP Delaney: The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.

The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot. Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-328-10099-7

Erschienen: 25.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 20
Spiegel Paperback Belletristik

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Kundenrezensionen

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Total gelungenes Buch

Von: Lauraihrebücherwelt Datum : 09.08.2017

lauraihrebuecherwelt.blogspot.de/

Zuerst als ich das Buch angefangen habe zu lesen, wollte ich es wieder zur Seite legen, da mir die Spannung fehlte. Doch nach den ersten 60 Seiten nahm das Buch volle Power und es wurde so spannend, dass ich es garnicht mehr weglegen wollte. Das Buch stellt sehr gut da wie nah Täuschung und Realität beieinander liegen und wie schwer es sein kann, dies zu unterscheiden. Die Geschichte ist total gut geschrieben und dies zieht sich durch das gesamte Buch.Es wird aus zwei Sichtweisen erzählt, was jedoch gut verständlich war. Damals und heute. Alles im allen ein total spannendes, faszinierendes und empfehlenswertes Buch !!

Spannender Thriller, der mit den eigenen Lebens- und Moralvorstellungen spielt

Von: nessisbookchoice Datum : 09.08.2017

nessisbookchoice.wordpress.com

Cover und Klappentext

Das Cover an sich empfinde ich als schlicht, aber dennoch auf irgendeine unbestimmte Weise ansprechend. Eventuell eben weil es schlicht ist.
Die rote Schrift mit dem Haupttitel sticht hervor und der Subtitel lässt den Leser neugierig werden.
Auf dem Cover sehen wir eine Frau, die ein Haus betritt, das auch hier schon ziemlich steril aussieht.

Der eigentliche Klappentext auf der Rückseite des Buches ist kurz und bündig gehalten, indem er lediglich aus dem ersten Abschnitt des oben aufgeführten Inhalts besteht.
Er lässt schon Interpretationen zu und stellt sich erste Fragen.
Der längere Teil ist vorne im eingeklappten Cover zu finden.


Figuren

In den ersten Kapitel lernen wir Emma und Simon kennen. Ein junges Paar, das eine neue Wohnung sucht, wobei sie bestimmte Ansprüche hat.
Sie wirkt sehr übervorsichtig und nicht kompromissbereit, sowie etwas zickig.
Simon dagegen scheint einfach alles tun zu wollen, um Emma glücklich zu machen und steckt eventuell auch seine eigenen Wünsche zurück.
Später lernen wir Jane kennen. Auch sie ist auf der Suche nach einer neuen Wohnung und hat eine schwierige Vergangenheit, die sie belastet.

Beide Frauen lernt man als Leser sehr gut kennen.
Zunächst wirken beide sehr ähnlich, wobei sie auch äußerlich so beschrieben werden, dennoch entwickeln sich im Laufe des Buches immer mehr individuelle charakteristische Eigenschaften, die die beiden Frauen für mich als sehr wohl unterschiedlich darstellten.
Dabei erschien mir Jane schlussendlich sympathischer als Emma, wobei das Bild von ihr, welches ich mir durch das Buch hinweg von ihr aufgebaut habe, aufgrund von einer Sache am Ende, leicht ins Wanken gerät.

Wir lernen ebenso Edward Monkford, den Vermieter und Architekten des Hauses näher kennen. Sympathisch erschien er mir allerdings, aufgrund offensichtlicher Dinge, die einem beim Lesen unter die Augen treten, nicht wirklich.



Schreibstil und Inhalt

Wie bereits erwähnt, lernen wir Emma und Jane kennen, die jeweils aus der Ich-Perspektive erzählen.
Zu Beginn lesen wir ein paar Kapitel etwas über Emma, bevor es sich mit Jane's abwechselt. 
Jedes Kapitel beginnt mit "Damals: Emma" oder "Heute: Jane" und dient sehr gut der Orientierung.

Bei den Kapiteln über Emma fiel mir sofort auf, dass hier gänzlich auf Anführungszeichen zur Verdeutlichung der wörtlichen Rede verzichtet wird.
Ich könnte mir vorstellen, dass dies dadurch einer Nacherzählung gleichen und damit Parallelen zu Jane darstellen soll, dennoch empfand ich dies, gerade zu Beginn, als wirklich anstrengend.
Es störte den Lesefluss und teilweise musste ich Sätze öfter lesen, um den Sinn und die sprechende Person herauszufiltern.
Allgemein empfand ich den Schreibstil von Delaney jedoch als sehr angenehm und flüssig, sodass ich viele Seiten am Stück lesen konnte.
Delaney verwendet eine durchschnittliche Sprache und wirft nicht mit Fachbegriffen um sich, weshalb der Inhalt und die Handlung gut zu verstehen sind.
Für mich persönlich strahlte das Buch von vornherein eine bedrohliche und beklemmende Atmosphäre aus. 
Allein der Gedanke, in einem dermaßen sterilen, kühlen und einfach 'unwohnlichen' Ort zu wohnen, war mir nicht geheuer.
Um sich als Mieter dieses Hauses bezeichnen zu dürfen, müssen Bewerber vorher einige Hürden durchlaufen, die ich hier jedoch aufgrund von Spoilern nicht weiter erläutern möchte.
Allerdings erschienen mir diese ebenso seltsam und eigenartig, wie der Vermieter selbst.
Es gibt viele Fragen, die möglichen Mietern gestellt werden, die relativ schnell auch an den Leser herangetragen werden.
Bald finden wir zu Beginn vieler Kapitel eine Frage mit möglichen Entscheidungen und Kästchen für die Kreuze.
Dies fand ich besonders spannend, denn hier denkt man als Leser über sich selbst und die eigene Einstellung zu bestimmten Dingen nach.
Man steht teilweise vor schwierigen moralischen Dilemmata und findet vermutlich noch so einiges über das eigene Ich heraus, sofern man die Fragen ehrlich für sich selbst beantwortet.
Ebenso setzt man sich im Laufe des Buches damit auseinander, inwieweit eine gewisse Überwachung und moderne Technologie noch angenehm ist und ab wann es unangenehm, unnötig oder auch beängstigend erscheint.

Die grundsätzliche Spannung baut sich langsam auf und nimmt ab der Hälfte der Handlung Fahrt auf.
Man beginnt zu grübeln und zu rätseln und versucht ein mögliches Ende des Buches zu konstruieren, was mir allerdings nicht gelungen ist, da ich vieles einfach nicht einschätzen konnte.
Es entsteht ein psychologischer Handlungsbogen, mit kleinen sexuellen Elementen, die jedoch in direkter Verbindung zum ersten Aspekt stehen und für mich daher völlig in Ordnung waren. 
Für mich persönlich entstand irgendwann der Eindruck, es handele sich um eine, auf dem zu analysierenden Charatker basierend, seichte Mischung aus "Fifty Shades of Grey" und "Saving Grace" von B.A. Paris.
Mich hat das Buch auf eine seltsame Art und Weise in seinen Bann gezogen und ich war interessiert daran herauszufinden, welche Handlungsstränge das Buch nimmt, wie sich die Charaktere und deren Beziehung zueinander entwickeln.

Das Ende an sich war gut, jedoch hätte es etwas länger und detailreicher erzählt werden können.
Außerdem hatte ich einen gewissen Teil der Auflösung so im Gefühl, wie es geschehen ist. Dies tut dem Ganzen aber keinen Abbruch.
Für mich war es ein gutes, spannendes Buch, welches mit 4,5/5 Sternchen belohnt wird. :) 

Großartiger Thriler

Von: Christian Datum : 08.08.2017

bieberbruda.blogspot.de/

Ein außergewöhnliches Haus mit außergewöhnlichen Vorschriften und einem außergewöhnlichen Vermieter. Doch das Haus birgt ein dunkles Geheimnis - wird Jane wie ihre Vormieterin enden und im vermeintlichen Traumhaus sterben?

Inhalt:
Nach einem Einbruch in ihre Wohnung ist Emma traumatisiert. Sie braucht einen dringenden Tapetenwechsel und verzweifelt gemeinsam mit ihrem Freund Simon am Wohnungsmarkt Londons - bis sie ein Makler zur Folgate Street Nr. 1 führt: Das Haus ist luxuriös, hochmodern, bis ins letzte Detail mit intelligenter Technik versehen...und voll im Budget der beiden. Klingt traumhaft, aber um als Mieter in Frage zu kommen, muss man sich auf einen langwierigen Bewerbungsprozess beim berühmten Architekten einstellen und sich mit den sehr detaillierten Regeln abfinden, die das Haus mit sich bringt. Überraschenderweise werden beide als Mieter akzeptiert, aber Emma verstirbt im Haus auf mysteriöse Weise. Als Jane nach einer Totgeburt zur Nachmieterin erklärt wird, stellt sie schnell fest, dass es beängstigende Parallelen zwischen ihrem Leben und dem Leben von Emma gibt. Was steckt hinter Emmas Ableben? Und ist sie auch in Gefahr?

Meine Meinung:
Das Buch wurde mir von einer Kollegin empfohlen und ich auch ich tauchte schnell in die Geschichte um das Haus der Folgate Street Nr. 1 ein. Der Aufbau ist ziemlich clever, denn man verfolgt dem Geschehen von Emma und Jane praktisch parallel und Abwechselnd aus den jeweiligen Perspektiven der Frauen: Emmas Sicht spielt in der Gegenwart und Jane in der Gegenwart. Durch den Tod von Emma weiß man, dass das Ganze kein gutes Ende nehmen wird. Aber war ihr Tod wirklich nur ein Unfall? Oder steckt auch Jane in Gefahr?
Ebenso wir auf die Mieter hatte das Haus auch auf mich eine rätselhafte Anziehungskraft und dank dem bildhaften Beschreibungen konnte man es sich sehr gut vorstellen. Der Bewerbungsprozess, die rund 200 Regeln des Hauses und dessen rätselhafter Architekt Edward Monkford verstärken die Anziehungskraft des Hauses.
Statt einem rasanten Thriller bekommt der Leser einen subtilen Thriller, dessen Spannung sich langsam aufbaut: Die Anspannung der Frauen, der Verlust der Kontrolle und die Machtspiele waren sehr spannend und machen das Buch zu einem meiner bisherigen Lesehighlights des Jahres. Auch das Ende weiß zu überraschen, aber hier will ich natürlich nicht allzu viel verraten ;)

Fazit:
Ein wirklich außergewöhnlicher und ruhiger Thriller, der den Leser schnell in den Bann zieht und so schnell nicht mehr los lässt. Ich vergebe gerne 5 Sterne!

Klasse konstruiert

Von: Mia Bruckmann Datum : 08.08.2017

www.mia-bruckmann.de

Covergestaltung:
Schemenhaft ist ein weißes Gebäude mit großen Fenstern zu erkennen. Eine Frau betritt das Haus. Die Darstellung ist in Schwarz und Weiß gehalten. Der Buchtitel leuchtet dem Leser in Rot entgegen.
Da sich die Geschichte maßgeblich um dieses besondere Haus dreht, finde ich die schlichte Gestaltung sehr zutreffend.

Aufbau und Schreibstil:
Die Handlung ist in »Damals« und »Heute« gegliedert. Obwohl die Ereignisse in der Vergangenheit und Gegenwart spielen, ergibt sich daraus eine Geschichte, die in chronologischer Reihenfolge erzählt wird. Insgesamt sind 390 Seiten zu lesen.
Die Sprache ist einfach und gut verständlich. Die Dialoge sind logisch und ansprechend. Die Handlung ist fesselnd, prickelnd und spannungsreich. Die Autorin baut von Anfang an einen Spannungsbogen auf. Dieser wird bis zur letzten Seite gehalten.

Meine Meinung:
Stellen Sie sich eine Kreuzung vor. An den vier Enden stehen Emma, Simon, Edward und Jane. Sobald Sie die ersten Zeilen dieses Thrillers lesen, beginnen die Protagonisten ihren Weg. Seite für Seite nähern sie sich dem gemeinsamen Schnittpunkt im Kreuzungsmittelpunkt. Je näher die Handlungsträger diesem sind, desto mehr steigt die Spannung an, bis sich die Geschichte letztendlich zum Höhepunkt zusammenfügt.
Mir gefiel das Buch sehr gut. Es bedarf nicht unbedingt eines »Blutbades«, damit mich eine Geschichte fesselt. Äußerst geschickt verbindet JP Delaney die Ereignisse aus der Vergangenheit mit der Gegenwart, so dass der Leser lückenlos der Handlung folgen kann.

Fazit:
Der Thriller besteht aus einzelnen »Mosaiksteinchen«. Aus einem anfangs unüberschaubaren Handlungskonstrukt formt sich mehr und mehr ein klares Bild. Ich fühlte mich nach kurzer Zeit mit Emma und Jane sehr »verbunden« und fieberte dem anscheinend Unvermeidbaren entgegen. Dabei liebte ich es, wie Jane, zu zweifeln, zu hinterfragen und zu rätseln. Das Ende der Story fand ich äußerst befriedigend. Vielleicht fühlen sich Frauen aufgrund des Buchinhaltes mehr angesprochen, als Männer. Dennoch spreche ich eine generelle Leseempfehlung aus, sofern der Rezipient nachgrübeln, tüfteln und eigene Überlegungen anstellen als äußerst spannend empfinden kann.

Fehlende Spannung, trotz interessanter Thematik!

Von: Some Lost Stories Datum : 04.08.2017

someloststories.blogspot.de

Ich muss gestehen, dass ich sehr gespannt auf dieses Buch war und es doch mit Vorsicht genoßen habe, denn ich bin nicht gerade mit vielen Thrillern vertraut. Das Cover hat mich sofort angesprochen, genauso wie der Klappentext, der auf eine spannende und düstere Geschichte hindeutet. Vielleicht schraubt genau dieser auch deswegen die Erwartungen ein wenig zu hoch.

Der Thriller wird aus zwei Perspektiven erzählt. Emma lebt in der Vergangenheit und Jane erzählt ihre Geschichte in der Gegenwart.
Beide Frauen erleiden einen Schicksalsschlag und möchten einen Neustart in dem hochmodernen Haus in der Folgate Street Nummer 1 beginnen. Liegt es an der kahlen Einrichtung, der intelligenten Technologie oder doch an dem mysteriösen Vermieter? Etwas scheint zumindest nicht zustimmen. Eine Geschichte scheint sich zu wiederholen, als Jane erfährt, wie ihre Vormieterin gestorben ist und anfängt die Wahrheit aufzudecken.

Während des ganzen Buches habe ich auf die unheimliche Spannung gewartet, die sich kaum aufbaute. Die Geschichte entwickelte sich nur langsam und alles was Jane aufdeckte, kam nur träge bei dem Leser an. Es gab nichts das mich richtig schockierte und mich irgendwie an das Buch fesselte, wie man es bei einem Thriller erwartet. Das Ende war zwar etwas überraschend, aber ging trotzdem nicht wirklich unter die Haut.

Auch zu den Charakteren fand man schwer eine Verbindung. Während ich zu Jane, trotz ihrer Naivität, ein sehr neutrales Gefühl hegte, wurde mir Emma von Seite zur Seite unsympathischer.
Trotzdem hat mir der Wechsel zwischen den beiden sehr gut gefallen und er wurde auch sehr gut umgesetzt. Die Geschichten schienen sich zu ergänzen und somit entstand ein wunderbarer Übergang von Kapitel zu Kapitel. Auch die starken Parallelen haben mir gut gefallen.

Der Schreibstil des Autors ist sehr einfach und gut verständlich. Das Buch ist folglich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Trotzdem hat es für mich nicht gereicht.

Mein Fazit lautet für dieses Buch:
In The Girl Before steckt eine sehr interessante Geschichte mit einem großen Potenzial, dass meiner Meinung nach, nicht ganz ausgeschöpft wurde. Durch naive Charaktere, fehlende Spannung und kaum vorhandenen Thrilleratmosphäre konnte es mich leider nicht überzeugen. Für mich leider nur ein mittelmäßiges Buch.

Von mir gibt es nur 3 Sterne.

The Girl before

Von: Mel aus Hiddenhausen Datum : 01.08.2017

lesezauber.net

Zu diesem Buch hatte ich im Vorfeld natürlich auch wieder viele verschiedene Meinungen gelesen, allerdings sprach die Mehrheit durchaus positiv über "The Girl before". Nach beenden des Buches kann ich mich den gut gemeinten Stimmen durchaus anschließen.

Anfangs hatte ich aufgrund des Schreibstils (Anführungsstriche sind im Buch eher Mangelware) meine Schwierigkeiten und wollte das Buch erst zur Seite legen. Da dort aber schon viele Bücher lagen, beschloss ich, der Geschichte eine Chance zu geben. Und siehe da: Ich gewöhnte mich an die Schreibart.

Jane und Emma sind beileibe keine sympathischen Personen, besonders Emma war mir bis zuletzt furchtbar unsympathisch. Durch den gemeinsamen Nenner der Frauen, nämlich das Appartement in dem sie wohnen, kam ich oft beim Lesen durcheinander und wusste manchmal nicht, um wen es jetzt wieder ging. Doch je mehr ich in die Geschichte hinein kam, umso spannender wurde das Ganze.

Ab der Hälfte etwa fand ich den Schreibstil nur allzu passend. So und nur so konnte die Geschichte für mich funktionieren. So spannend The Girl before auch war, beinhaltete die Geschichte doch einen kleinen Wermutstropfen für mich: Der Schluss kam für mich nicht überraschend, sondern war vorhersehbar, da hat mir noch die eine kleine Überraschung gefehlt.

Mein Fazit

Gibt man dem Schreibstil eine Chance, erwartet den Leser ein wirklich spannender und origineller Thriller.

Rezension | JP Delaney | The Girl Before

Von: The Book Journal Datum : 31.07.2017

www.thebookjournal.wordpress.com

Würdest du in einem Haus leben wollen, welches zwar hochmodern ist, du aber ungefähr 200 Regeln beachten müsstest? Es handelt sich um ein sogenanntes Smart Home. Es passt sich genau deinen Bedürfnissen an, was sich gar nicht mal so schlecht anhört. Jedoch geht es auch um Kontrolle und Überwachung. Diese Thematik greift die Geschichte in beängstigender Weise auf.

Schon die ersten Sätze konnte mich fesseln, was mir in letzter Zeit nicht mehr oft bei einem Buch geschieht. Von Seite zu Seite wird die Geschichte spannender, denn die zahlreichen Wendungen lassen einen immer wieder verändernden Blick auf die Protagonistin zu. Denn es geht in der Geschichte hauptsächlich um Emma, die in dem Haus in der Folgate Street 1 verstarb. Keiner weiß wie und warum. Es gibt unzählige Verdächtige und dann auch wieder nicht. Man weiß nicht mehr, wem man noch trauen kann. Man erfährt so viel und ist sich eigentlich sicher, diese Person ist der Mörder und dann liest man weiter. Und es enthüllt sich ein neuer Blickwinkel. Und alles in anders.

Die Geschichte wird abwechseln aus der Sicht von Emma (damals) und Jane (heute) erzählt. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Zukunft sorgt dafür, dass man immer wieder Parallelen zwischen den beiden vorfindet. Diese Parallelen sorgen nochmal für einen Schub Spannung, da man hofft, dass Jane nicht das gleiche Schicksal wiederfährt.

Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen. Er ist distanziert, kühl, aber sorgt gleichzeitig auch für die nötige Spannung. Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir sehr gut und auch die Umsetzung ist großartig.

Das Ende konnte mich ebenfalls überzeugen und passt zu der Geschichte. Es rundet sie perfekt ab.

Fazit:

Der Thriller „The Girl Before“ von JP Delaney ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Die kühle und distanzierte Schreibweise sorgt für die nötige Spannung und es ist keinesfalls vorhersehbar.

V E R S T Ö R E N D U N D Ü B E R W Ä L T I G E N D

Von: Blogging Renate Datum : 26.07.2017

bloggingrenate.blogspot.de

The Girl Before behandelt auf eine sehr subtile Art die Thematik der vollkommenen Kontrolle und Macht über Andere in einer modernen Umwelt. Bereits der Einband verströmt eine tolle Mischung aus Kälte und Spannung, was wir im Buch auch so wiederfinden. Anfangs hatte ich meine kleinen Probleme mit dem Buch, vor allem mit der Kälte die aus jeder Zeile und jedem Wort dem Leser entgegen geschleudert wird. Allerdings gewöhnte ich mich schnell daran und lies mich in den Fängen der Geschichte festhalten. Die Spannung steigt mit jeder gelesene Seiten, der Leser steht immer wieder vor überraschenden Wendungen, denn mit allem, was er immer wieder neu über die Hauptpersonen erfährt, wird der eigene Blick auf sie zahlreiche Male wieder verändert. Mit jedem neuen Detail, das über das Leben der Protagonisten bekannt wird, ändert sich die Sympathie für sie. Steht man anfangs noch auf der Seite der einen, kann sich das bis zum Ende des Buchs ins Gegenteil umkehren. Man schwankt, zu wem man halten soll und somit wird die Relativität menschlicher Beziehungen zur Erkenntnis gebracht.
Die Erzählperspektive wechselt kontinuierlich von damals nach heute. Das besondere an diesem Wechsel liegt darin, dass das, was die Erlebnisse unseren beiden Protagonisten sehr viele Parallelen vorweisen.
Auch der Schreibstil ist eine Sache für sich. Ich hab noch in keinem Buch einen so kalten, leichten und gleichzeitig so packenden Schreibstil wiederfinden können. Dieser einzigartige Schreibstil rundet die Geschichte ab.
Die Geschichte bietet gute Einblicke in die Welt der Technik und des sogenannten „Smart Home“. Vor- wie auch Nachteile werden in dem Buch deutlich gemacht, allein durch die Erlebnisse unserer Protagonistin.
Das Ende erfühlte leider nicht so meine Erwartungen. Dies war zwar spannend verbunden mit dem bis dahin angewöhnten Nervenkitzel, aber für meinen Geschmack etwas zu schwach im Gegenteil zu dem restlichen Buch und viel zu schnell erzählt. Dennoch zu der ungewöhnlichen Handlung recht passend.

BUCHREZENSION* „THE GIRL BEFORE“

Von: beauty_and_dm_suchti Datum : 25.07.2017

https://beautyanddmsuchti.wordpress.com

Idee: 4/5

Umsetzung: 3/5

Schreibstill: 3/5

Cover: 4/5

Fazit: 3/5

An sich war dass Buch sehr gut, aber irgendwie weiß ich immer noch nicht von wem Emma gestoßen wurde. Ich hab mir irgendwie mehr vom Buch erhofft.. Was ich aber ganz cool fand, waren die Fragen die einem immer gestellt wurden. Den Sinn habe ich immer noch nicht heraus gefunden..

Spannend bis zum Schluss

Von: Sturmhoehe88 Datum : 19.07.2017

https://sturmhoehesbuecherparadies.jimdo.com/

Es heißt ja immer, das man über Krimis und Thriller nicht so viel verraten soll, um den Spannungsbogen nicht zu nehmen; Daher nur soviel:
In diesem Buch geht es subtil darum die Macht und Kontrolle über andere zu haben. Dem Leser werden Überraschungen präsentiert,die den Blick auf die Protagonisten immer wieder verändert, so das man gar nicht weiß zu wem man halten soll.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und macht einen den Einstieg ins Buch sehr leicht.
Von mir eine Kauf und Leseempfehlung!

Verwirrend bis zum Schluss

Von: Ann-Kristin Witt Datum : 17.07.2017

wunderweltbuch.blogspot.de/?m=1

Dieses Buch war mal wieder ein Genreausflug, um meinen Lesehorizont zu erweitern.
Zu allererst muss ich sagen, dass ich mir sehr viel von diesem Buch versprochen habe, da es sehr hoch gelobt wurde. Es fing auch sehr vielversprechend an, baute aber für mich leider keinen richtigen Spannungsbogen auf. Die Idee und Umsetzung vom Autor, die Geschichte in der Gegenwart und der Vergangenheit zu schreiben und dann die Geschichte der beiden Frauen zusammen zu weben, finde ich für einen Thriller echt genial. Nur leider waren die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu oft und dadurch fiel es mir teilweise echt schwer der Geschichte zu folgen und mich darauf zu konzentrieren.
Super gefallen hat mir jedoch, dass in diesem Buch nichts so ist, wie es zu sein scheint und vieles wirklich erst am Ende aufgelöst wird.

Fazit:

Eine super Story, die mich von der Grundidee völlig überzeugen konnte, aber leider in der Umsetzung ein paar Schwächen Zeigt .





Wer führt hier Regie?

Von: tinaliestvor Datum : 17.07.2017

tinaliestvor.de

"Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot."
Ein guter Einstieg für einen Thriller. Emma ist nach einem Einbruch in der gemeinsamen Wohnung auf der Suche nach einem neuen Zuhause für sich und ihren Freund Simon. Nach unendlich vielen Wohnungspleiten schlägt die Maklerin ein ganz besonders eigentümliches Mietverhältnis vor.
Es entpuppt sich als ein vollkommen durchgestyltes und hochmodernes Haus, welches allerdings an über 200 Bedingungen und Regeln geknüpft ist.
Emma lässt das Haus auf sich wirken und beschließt, das ebenfalls spezielle Bewerbungsverfahren aufsich zunehmen. Sie schindet Eindruck mit ihrem dezenten Widerwillen bei dem markanten Vermieter und Bauherren Monkford, der dem Pärchen schließlich das Haus vermietet.
Jahre später begibt sich Jane, nach der Totgeburt ihrer Tochter, auf Wohnungssuche und gerät ebenfalls an Edward Monkford. Die Falle schnappt zu und Jane findet erstmals zu sich selbst. Doch dann beginnt sie eine Affäre mit Edward, was sie in tödliche Gefahr bringt. Sie gräbt in der Vergangenheit und bringt den Killer auf einen neuen Plan.
Ein wirklich ausgezeichneter Thriller, bei dem man dank seiner vielen Wendungen und den parallelen Sichtweisen von Emma und Jane, die bis zur letzten Seite die Spannung halten erst nach der letzten Seite ausatmen kann.

Semi Spannender Thriller mit narzisstischen Charakteren

Von: SophieNdm Datum : 17.07.2017

sophies-leseecke.blogspot.de/

Dieser Thriller spielt komplett auf zwei "Zeitebenen" einmal erfährt man die heutige Sicht aus der Perspektive von Jane und die Vergangenheit aus Emmas.

Der Perspektivenwechsel bringt Spannung in diesen doch etwas langatmigen Thriller.
Das hat mir gut gefallen und das Lesen abwechslungsreich gestaltet.

Jane hat meist ziemlich vernünftig und durchdacht gehandelt, Emma hingegen war sehr impulsiv und neigte zum Dramatisieren.
Beide Charaktere waren sehr gegensätzlich und sind dennoch beide naiv genug Ihrem zwanghaften und etwas unheimlichen Vermieter/Architekten zu verfallen.

Ich fand es schon etwas nervig wie schnell sich die beiden von Edward einwickeln ließen, das hat den allgemeinen Lesefluss aber nicht besonders gestört.

Wie bereits erwähnt fand ich die Geschichte an sich für einen Thriller eher weniger spannend.
Einzelne Passagen waren gut gemacht aber im Großen und Ganzen war es doch etwas zäh.
Daher hat es leider ziemlich lange gedauert bis ich das Buch beenden konnte.

Fazit:

Die Idee an sich war interessant, die Umsetzung leider eher lasch. Schreibstil und Perspektivenwechsel konnten den Thriller doch noch etwas retten, prinzipiell habe ich aber schon besseres in der Richtung gelesen.

Leider zu unrealistisch

Von: Booksessed Datum : 16.07.2017

https://www.instagram.com/_booksessed_/

Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch, da der Klappentext einen spannenden Thriller verspricht und ich nur gutes über die Geschichte gehört habe. Diese Erwartungen konnte leider nicht erfüllt werden.

Ich habe oft überlegt, ob die Story realitätsnah ist. Wer würde in ein Haus ziehen, in dem man komplett Videoüberwacht ist und sich an tausende Regeln halten muss? Big Brother lässt grüßen. Für mich würde das nicht in Frage kommen. Die Wohnung ist ein Ort der Privatsphäre und kein Schauplatz für einen Verrückten. Dass diese Vorgaben in einem Drama enden, weiß man eigentlich schon mit dem Unterschreiben des Mietvertrages.

Die Naivität der Protagonisten haben mich deshalb extrem gestört. Ich bezweifel, dass gleich zwei Personen einen so dummen Fehler machen. Zudem hatten die Personen keinen Tiefgang. Man hätte noch viel mehr über sie schreiben können.

Auch der Schreibstil ist eine Sache für sich. Zwischen den beiden Frauen wird in jedem Kapitel gewechselt. Da die beiden nahezu die selben Entscheidungen treffen und die gleichen Erlebnisse haben, wusste ich oft nicht um wen es gerade geht. Auch diese Gleichheit hat mich zwischendurch etwas gelangweilt.

Trotz der ganzen Unschönheiten hatte das Buch auch teilweise spannende Momente. Das Ende kam unerwartet und auch die Fragen zwischen den Kapiteln war für mich ein schöner Aspekt und gut platziert.

Erstaunlich guter Thriller!

Von: Buchbooks (Alena) Datum : 09.07.2017

buchbooks.blogspot.de/

Mich hat der Thriller sofort mitgenommen, es war nicht schwierig in das Buch reinzukommen. Die Kapiteln waren mit 'Damals Emma' und 'Heute Jane' ausgestatet und ich fand das so genial, man kam da nicht irgendwie durcheinenader, hat mich echt überzeugt!

Die Charakter waren alle so unterschiedlich, hätte gedacht Emma und Jane wären gleich, weil nicht jeder in dieses Haus angenommen wird aber selbst die beiden waren so unterschiedlich von ihren Handlungen und Situationen. Es hat mir richtig viel spaß gemacht das Buch zu lesen.
Edward ist für mich in diesem Buch grandios! Wobei ich sagen muss das sein Kontrollwahn mich etwas aufgeregt hat, genauso wie Emma, dass sie so getan hat als hätte sie niemanden in diesem Haus.

Das Ende fand ich etwas blöd. Es war zu kurz, ich musste oft die Sätze doppelt oder dreifach lesen, um zu verstehen, was am Ende passiert. Jane war mir am Ende so unsymathisch geworden. Man hätte es besser machen können.

Fazit. Ich empfehle das Buch jedem, ich persönlich fand es richtig gut bis auf paar kleine Kritikpunkte, aber das ist ja schließlich nur meine Meinung.

Danke für das Rezenionsexemplar!

Moderne vs. Sicherheit

Von: StMoonlight Datum : 09.07.2017

https://gedankenteiler.blog/category/bucher-rezensionen/

Bereits der Einband verströmt eine tolle Mischung aus kalter Moderner und wirkt spannungsgeladen. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Wohnhaus, gerade, strukturiert und voller Regeln verströmt es den Charme eines überdimensionalen Kühlschranks – und ist dennoch so beliebt, dass viele darin wohnen möchten. Doch, um in diesem Haus wohnen zu dürfen, muss erst einmal der Vermieter, welcher gleichzeitig der Architekt ist, überzeugt werden. Dazu müssen Bewerber unter anderem einen über 200 Frage langen Fragebogen ausfüllen. Enthalten sind so Fragen wie z.B.: „Eine nahestehende Person berichtet dir im Vertrauen, sie habe im betrunkenen Zustand jemanden überfahren, deshalb habe sie endgültig mit dem Trinken aufgehört. Fühlst du dich verpflichtet, das bei der Polizei anzuzeigen? O Ja O Nein“. – Einige dieser Frage sind am Anfang der Kapitel abgedruckt, was dazu führt, dass man sich als Leser zwangsläufig selbst dazu verleitet fühlt, sich mit dieser auseinanderzusetzen und für sich selbst zu beantworten. Das war ein nettes Goodie. (Es wäre toll gewesen, wenn der Fragebogen am Ende mit abgedruckt gewesen wäre. Aber wer weiß, vielleicht gibt es den ja irgendwann einmal als separates Buch. ;-))
Nach einem Überfall in ihrer Wohnung wünscht sich Jane einen Neuanfang. Zusammen mit ihrem Freund begibt sich auf die Suche nach etwas Passendem, was bei ihrem geringen Budget und den dafür hohen Ansprüchen alles andere als einfach erscheint. Doch dann bekommt sie ein Haus in einem Londoner Stadtteil angeboten, dass ganz anders ist als alles bisher Gesehene. Nicht nur von der Optik, sondern auch und besonders vom Sicherheitsempfinden her. Es gibt keinen Zweifel, Jane will dieses Haus. Mit größter Sorgfalt und vor allen Dingen Ehrlichkeit beantwortet sie jede noch so kuriose Frage des Vermieters – und bekommt den Mietvertrag. Dass zuvor bereits eine Frau in diesen Räumlichkeiten gestorben ist, welche auch noch große Ähnlichkeit mit ihr hatte, stört sie nicht. Nach und nach bemerkt Jane wie sie sich verändert – und auch das ihr neues Haus alles andere zu sein scheint, als eben nur eine Wohnunterkunft. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr fürchtet sich die Frau in dem Betonklotz. War der Tod der Vormieterin etwa doch kein Unfall? Jane beginnt Nachforschungen anzustellen und gerät dabei in große Gefahr …

Die Geschichte in sehr modern und bietet gute Einblicke in die Welt der Technik und des „Smart Home“. Vor- und Nachteile werden deutlich, alleine an Hand der Nutzung durch die Protagonisten. Nach der Lektüre bekommt man als Leser einen ganz anderen Blick auf die Nutzung seiner (personenbezogenen) Daten.

Ein packender Schreibstil rundet die ohnehin spannende Geschichte ab.

~°~ Fazit ~°~
Mir hat „The girl before“ wirklich sehr gut gefallen. Nicht nur das die Handlung an sich für ein Buch (fast) etwas Neues ist, auch der Schreibstil hat mich gepackt. Nicht zuletzt äußerst positiv hat mich überrascht, die Auflösung, denn der Täter war … - jemand den ich nicht vermutet hatte. Volle Sternchen am Rezensionshimmel für diesen modernen Thriller und eine eindeutige Leseempfehlung für alle Spannungsliebhaber.

The girl before

Von: Marias Bücherliebe Datum : 06.07.2017

mariasbooklove.blogspot.de

Parallel wird die Geschichte von den zwei Frauen Emma und Jane erzählt. Emmas Geschichte ist vergangen. Janes Geschichte passiert gerade. Beide wohnen in einem modernen Haus, entworfen von Edward Monkford. Beide Frauen fühlen sich zu ihm hingezogen und beide haben eine schreckliche Vergangenheit. Eine der Frauen ist tot. Gestorben in diesem Haus...

Das Design des Covers ist sehr schön. Es wirkt mysteriös und geheimnisvoll und passt dadurch super zum Buch.
Ich finde es super, wie die beiden Geschichten parallel zueinander erzählt werden. Geschrieben ist das Buch auch super. Es ist nicht zu einfach aber auch nicht zu kompliziert geschrieben.
Die Story ist auch einwandfrei. Die Spannung lässt an keiner Stelle nach und es ist, meiner Meinung nach, nichts vorhersehbar.
Die Charaktere sind sehr einzigartig und entwickeln sich im Verlauf stark weiter.
Insgesamt finde ich das Buch einfach genial und kann es nur weiterempfehlen. Das Ende habe ich überhaupt nicht erwartet und auch sonst gab es viele tolle Wendungen.

Unbedingt lesen!!!

Von: Cocolinchen Datum : 06.07.2017

cocolinchenundkatti.blogspot.de/

Unbedingt lesen!!!
The Girl before hat mich wirklich mitgenommen und überrascht. Es war mal etwas ganz anderes. Kein Wunder, dass dieser Thriller in England und den USA bereits ein Bestseller ist.

Aber was genau macht dieses Buch aus?
Zum einen hat mir der Aufbau sehr gut gefallen. Im Wechsel wird aus Janes (Heute) und Emmas (Damals) Sicht erzählt. Man merkt schnell, dass es einige Parallelen gibt, aber auch Unterschiede. Ziemlich zu Beginn scheint alles klar zu sein. Ich befürchtete schon, dass es langweilig werden könnte, aber dann nimmt die Handlung noch eine Wendung.
Teilweise hätte es vielleicht etwas zügiger vorangehen können, dennoch kann ich The Girl before nicht als langatmig bezeichnen. Dieser Thriller hat ein eigenes Tempo und irgendwie ging für mich die ganze Zeit über eine gewisse Faszination von der Geschichte aus. Manches ist so unwirklich und dann doch wieder so brutal real. Das allein empfand ich schon als sehr spannend und mitreißen.
Außerdem werden zwischendurch Fragen gestellt, die wohl auch die Bewohner von Folgate Street 1 beantworten sollen. Es sind oft Gewissensfragen und wenn man sie ganz ehrlich beantwortet, fängt man auch ein wenig an, über sich selbst nachzudenken. So war das bei mir jedenfalls.
Durch diese Fragen ist man irgendwie noch aktiver dabei als Leser. Das macht die Atmosphäre perfekt.
Und genau über die Atmosphäre, die JP Delaney erzeugt, hat mich dieser Thriller auch für sich gewinnen können.
Man hat das reduzierte und perfekt erschaffene Folgate Street 1 -Appartment direkt vor Augen, lebt mit den Protagonisten darin. Die Funktionen des Hauses sind mir unheimlich und ich hoffe nicht, dass sich Edwards Prognose bewahrheitet und wir irgendwann alle so leben werden. Andererseits...wenn ich mir unsere Welt heute ansehe, mit Smartphones, Activity Trackern und dem "intelligenten Wohnen" sind wir alle gar nicht weit davon entfernt. Im Gegenteil. Jeder, der dieses Buch lesen wird, denkt sicher, dass er selbst so nie wohnen könnte, aber tun wir das nicht zum größten Teil längst schon?!?!?!

Die Charaktere der beiden Frauen scheinen anfangs sehr ähnlich zu sein, später lernt man sie aber besser kennen.

Jane ist mir eindeutig sympathischer als Emma.
Jane hat vor ihrem Einzug ein Kind verloren und ist davon noch schwer gezeichnet. Für sie soll Folgate Street 1 ein Neuanfang sein, doch nach den ersten Tagen in ihrer neuen Behausung merkt sie, dass es eine gewisse Vorgeschichte zu der Wohnung geben muss. Ein Fremder legt Blumen nieder, die offenbar für jemanden anders gedacht sind. Dann erfährt sie von dem mysteriösen Tod der Vormieterin und beginnt nachzuforschen. Ihr Verhältnis zu dem Architekten Edward hat etwas Unterkühltes. Man fragt sich, was sie an diesem Kerl bloß findet, doch er scheint ihr eine gewisse Form von Sicherheit zu geben.
Ähnlich muss das auch bei Emma gewesen sein. Auch für sie bedeutet die Wohnung einen Neuanfang und dieser bringt einige Veränderungen mit sich. Ich habe sie lange als Opfer wahrgenommen, doch das ist sie nicht.
Beide Frauen sehen sich sehr ähnlich und beide haben etwas mit Edward. Sie scheinen seinem Typ zu entsprechen und haben die Wohnung wohl auch deswegen bekommen. Er will die totale Kontrolle über alles und jeden. Dabei spielt er mit den Menschen um sich herum.
Er ist ein irrer Perfektionist und sehr zwanghaft. Ich habe ihn als unangenehme und bedrohliche Person empfunden, die mir teilweise schon unheimlich geworden ist. Er strahlt eine Arroganz aus, die manchmal nicht auszuhalten ist und behandelt andere Menschen herablassend. Er hat sich eine eigene Welt geschaffen, was vielleicht durch seine Vergangenheit zu erklären ist.

Ich muss wirklich aufpassen, dass ich Euch nicht zu viel verrate! ;-)

Aber Ihr merkt sicher, dass mir dieser Thriller einfach zu gut gefallen hat.
Dabei hat mich das Ende zum größten Teil nicht einmal überrascht. Und dennoch kann man dem Buch wirklich nicht vorwerfen, dass es vorhersehbar oder langweilig ist. Genau das macht The Girl before wohl auch aus.
Und bevor ich diese Rezension schreiben konnte, musste ich ein paar Tage Abstand gewinnen, denn ich war direkt nach dem Lesen so begeistert, dass ich mir dachte, etwas Distanz könnte vielleicht nicht schaden. Doch meine Meinung hat sich nicht geändert! :-)

Es ist wirklich mal etwas Anderes und man hat das Gefühl bei einem Experiment dabei zu sein. Daher kann ich nur sagen: Unbedingt lesen!!!


Unbedingt lesen!!!

Von: Cocolinchen Datum : 06.07.2017

cocolinchenundkatti.blogspot.de/

Unbedingt lesen!!!
The Girl before hat mich wirklich mitgenommen und überrascht. Es war mal etwas ganz anderes. Kein Wunder, dass dieser Thriller in England und den USA bereits ein Bestseller ist.

Aber was genau macht dieses Buch aus?
Zum einen hat mir der Aufbau sehr gut gefallen. Im Wechsel wird aus Janes (Heute) und Emmas (Damals) Sicht erzählt. Man merkt schnell, dass es einige Parallelen gibt, aber auch Unterschiede. Ziemlich zu Beginn scheint alles klar zu sein. Ich befürchtete schon, dass es langweilig werden könnte, aber dann nimmt die Handlung noch eine Wendung.
Teilweise hätte es vielleicht etwas zügiger vorangehen können, dennoch kann ich The Girl before nicht als langatmig bezeichnen. Dieser Thriller hat ein eigenes Tempo und irgendwie ging für mich die ganze Zeit über eine gewisse Faszination von der Geschichte aus. Manches ist so unwirklich und dann doch wieder so brutal real. Das allein empfand ich schon als sehr spannend und mitreißen.
Außerdem werden zwischendurch Fragen gestellt, die wohl auch die Bewohner von Folgate Street 1 beantworten sollen. Es sind oft Gewissensfragen und wenn man sie ganz ehrlich beantwortet, fängt man auch ein wenig an, über sich selbst nachzudenken. So war das bei mir jedenfalls.
Durch diese Fragen ist man irgendwie noch aktiver dabei als Leser. Das macht die Atmosphäre perfekt.
Und genau über die Atmosphäre, die JP Delaney erzeugt, hat mich dieser Thriller auch für sich gewinnen können.
Man hat das reduzierte und perfekt erschaffene Folgate Street 1 -Appartment direkt vor Augen, lebt mit den Protagonisten darin. Die Funktionen des Hauses sind mir unheimlich und ich hoffe nicht, dass sich Edwards Prognose bewahrheitet und wir irgendwann alle so leben werden. Andererseits...wenn ich mir unsere Welt heute ansehe, mit Smartphones, Activity Trackern und dem "intelligenten Wohnen" sind wir alle gar nicht weit davon entfernt. Im Gegenteil. Jeder, der dieses Buch lesen wird, denkt sicher, dass er selbst so nie wohnen könnte, aber tun wir das nicht zum größten Teil längst schon?!?!?!

Die Charaktere der beiden Frauen scheinen anfangs sehr ähnlich zu sein, später lernt man sie aber besser kennen.

Jane ist mir eindeutig sympathischer als Emma.
Jane hat vor ihrem Einzug ein Kind verloren und ist davon noch schwer gezeichnet. Für sie soll Folgate Street 1 ein Neuanfang sein, doch nach den ersten Tagen in ihrer neuen Behausung merkt sie, dass es eine gewisse Vorgeschichte zu der Wohnung geben muss. Ein Fremder legt Blumen nieder, die offenbar für jemanden anders gedacht sind. Dann erfährt sie von dem mysteriösen Tod der Vormieterin und beginnt nachzuforschen. Ihr Verhältnis zu dem Architekten Edward hat etwas Unterkühltes. Man fragt sich, was sie an diesem Kerl bloß findet, doch er scheint ihr eine gewisse Form von Sicherheit zu geben.
Ähnlich muss das auch bei Emma gewesen sein. Auch für sie bedeutet die Wohnung einen Neuanfang und dieser bringt einige Veränderungen mit sich. Ich habe sie lange als Opfer wahrgenommen, doch das ist sie nicht.
Beide Frauen sehen sich sehr ähnlich und beide haben etwas mit Edward. Sie scheinen seinem Typ zu entsprechen und haben die Wohnung wohl auch deswegen bekommen. Er will die totale Kontrolle über alles und jeden. Dabei spielt er mit den Menschen um sich herum.
Er ist ein irrer Perfektionist und sehr zwanghaft. Ich habe ihn als unangenehme und bedrohliche Person empfunden, die mir teilweise schon unheimlich geworden ist. Er strahlt eine Arroganz aus, die manchmal nicht auszuhalten ist und behandelt andere Menschen herablassend. Er hat sich eine eigene Welt geschaffen, was vielleicht durch seine Vergangenheit zu erklären ist.

Ich muss wirklich aufpassen, dass ich Euch nicht zu viel verrate! ;-)

Aber Ihr merkt sicher, dass mir dieser Thriller einfach zu gut gefallen hat.
Dabei hat mich das Ende zum größten Teil nicht einmal überrascht. Und dennoch kann man dem Buch wirklich nicht vorwerfen, dass es vorhersehbar oder langweilig ist. Genau das macht The Girl before wohl auch aus.
Und bevor ich diese Rezension schreiben konnte, musste ich ein paar Tage Abstand gewinnen, denn ich war direkt nach dem Lesen so begeistert, dass ich mir dachte, etwas Distanz könnte vielleicht nicht schaden. Doch meine Meinung hat sich nicht geändert! :-)

Es ist wirklich mal etwas Anderes und man hat das Gefühl bei einem Experiment dabei zu sein. Daher kann ich nur sagen: Unbedingt lesen!!!


Geheimnisvoll, gruselig und undurchsichtig

Von: Krimine Datum : 03.07.2017

krimines-buecherblog.blogspot.de/

Nachdem die sechsundzwanzigjährige Emma zum Opfer eines nächtlichen Wohnungseinbruches geworden ist, zieht sie mit ihrem Freund Simon in ein technisch ausgefeiltes Haus, in dem sie sich endlich sicher fühlt. Nicht einmal die merkwürdigen Regeln, die der Hauseigentümer für seine Mieter erlassen hat, halten sie von ihrem Wohnungswechsel ab. Doch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen meint es das Schicksal es nicht gut mit ihr. Nach der Trennung von ihrem Freund und einer unglücklichen Liaison mit dem Hauseigentümer stürzt Emma von einer ungesicherten Treppe in den Tod. Ein Unfall, der genauso seltsam ist, wie das von ihr gemietete Haus. Ein guter Grund für ihre Nachmieterin Jane einige Nachforschungen anzustellen. Und tatsächlich stößt sie bei ihren Befragungen auf einige Ungereimtheiten und auf die erschreckende Tatsache, dass sie Emma zum Verwechseln ähnlich sieht.

„The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot“ ist ein fesselnder Psychothriller, der lange Zeit offen lässt, wohin seine Reise geht. So braucht der Leser einige Zeit, um sich in dem wechselhaften Geschehen zurechtzufinden und zu erkennen, wie subtil und spannungsgeladen die Handlung wirklich ist. Bis dahin aber wird er mit immer wieder neu auftauchenden und nicht zu erklärenden Ereignissen belohnt, die es verstehen, eine unheimliche Atmosphäre zu entfachen. Hinzu kommen einige Figuren, deren Handlungsweisen seltsam und undurchsichtig sind und nicht erkennen lassen, worin der Zweck ihrer Bemühungen besteht. Und während der Leser regelmäßig neue Vermutungen anstellt und Begebenheiten ins rechte Licht zu rücken versucht, wird er unweigerlich in den Sog des Geschehens gezogen und muss erkennen, dass letztendlich alles ganz anders ist, als zunächst gedacht.

Der Londoner Werbeprofi, der unter dem Pseudonym JP Delaney schreibt, hat mit seiner Geschichte über zwei völlig unterschiedliche Frauen und ihrem Wunsch nach einem erfüllten Leben einen spannenden Thriller geschrieben. Basierend auf einer cleveren Idee sorgt er für ein perfides Leseerlebnis, das gleichermaßen geheimnisvoll, gruselig und undurchsichtig ist. In ihm werden die verhängnisvollen Begebenheiten abwechselnd von Emma und Jane erzählt, die den Leser tief in ihr Leben und ihre Gefühlswelt blicken lassen und in ihre Fehler, die sie begehen. Wie ein Voyeur schaut er dabei zu, wie ihre Bekommenheit wächst und ganz allmählich in Angst umschlägt. Zwar führt die Doppelung mancher Ereignisse die erst Emma und dann Jane erlebt dazu, dass eine gewisse Vorhersehbarkeit entsteht, was aber der Spannung keinen Abbruch tut.

Fazit:
„The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot“ ist eine gute Empfehlung für Fans von subtilen Spannungsromanen und für Thrillerleser, die auf blutige Szenen verzichten können.

Sehr gut, aber enttäuschendes Ende

Von: Daniel Allertseder | WeLoveBooks Datum : 02.07.2017

welobo.com/

Meine Meinung

Achtung: Kleine Spoiler enthalten!

„Ein Wirbelsturm von einem Thriller“, so steht es auf dem Cover. Ein Zitat vom national erfolgreichsten Thrillerautor: Sebastian Fitzek. Nun gut, wenn Sebastian Fitzek das sagt, muss es wohl wahr sein. Ich wollte mir selbst ein Bild von diesem „Wirbelsturm“ machen; wollte selbst herausfinden, ob der Roman so die Lobpreisungen verdient. Somit habe ich ihn gelesen…
Ein ganz markantes Grundelement, welches wir im Thriller „The Girl Before“ von JP Delaney finden, ist dieses des Futurismus und der Moderne. Der Autor, dessen Geschlecht uns vorbehalten bleibt, benutzt einen Stoff, bei dem ihm alle Türen offenstehen: Ein hochmodernes Haus mit der neuesten Technologie – Gesichtserkennung; Deckenlichter, die sich der Stimmung des Bewohners anpassen; eine Dusche, die immer dieselbe Temperatur hat sowie versteckte Schränke und Fächer, die hinter weißen Wänden verborgen liegen. Der Autor hat mit diesem Haus ein beeindruckendes und faszinierendes Setting geschaffen, welches mich sehr an das „Glass House“ erinnert – steril, rein, sauber, aber dennoch erdrückend, gefühllos und ohne Emotionen.
Mit Jane und Emma hat der Autor zwei ähnliche, aber trotzdem ganz unterschiedliche Personen geschaffen, die im Roman agieren. Zum einem haben wir Emma, die in der Vergangenheit bereits Mieterin des Hauses war. Sie war wie die bereits verstorbene Ehefrau des Vermieters, Edward, und führte eine Beziehung mit ebendiesem Perfektionisten. Zum anderen haben wir Jane. Sie ist die derzeitige Mieterin, ohne Freund, hat bereits eine Todgeburt hinter sich und kann sich ihre derzeitige Wohnung nicht mehr leisten. Sie sieht aus wie Emma, hat ebenfalls in der Gegenwart eine Beziehung mit Edward und versucht stetig, das Haus sauber zu halten, was auch so in den Regeln steht. Auch wenn es den Anschein haben mag, dass diese beiden Damen gleich sind, so unterscheidet sie doch ein gewaltiger Aspekt: Der Mut! Emma ist eigentlich eine feige Frau, lügt, betrügt, erzählt Geschichten, was aber erst im Laufe des Romans klar wird. Sie lässt sich leicht manipulieren und ist geistig in meinen Augen geschunden. Jane hingegen ist grundsätzlich stark, mutig und sehr nachdenklich. Sie kommt mit klugen Tricks hinter das Geheimnis von Emmas Tod, die ja vor vielen Jahren auf der Steintreppe um’s Leben kam. Jane ist die Heldin der Geschichte, ermittelt passiv, lebt mehr oder weniger zurückgezogen in dem großen Haus in der Folgate Street Nummer 1. Ein zudem wichtiger Charakter ist Edward, den man ja so gar nicht einschätzen kann. Steckt er wirklich hinter dem Tod von Emma? Was hat er vor? Was bezweckt er mit diesen vielen Regeln? Bei diesem Charakter fand ich es bewundernswert, weil er trotz seiner offensichtlichen Exzentrizität dennoch nicht der war, den der Autor vorgibt zu sein. Wir schätzen ihn falsch ein, und das wollte der Autor damit bezwecken. Hat mir sehr gefallen!
Die Spannung im Buch kam mir ein wenig vor wie eine Achterbahnfahrt. Mal war es richtig spannend, mal passierte lange nichts. Die Story musste sich erst entwickeln, heißt, wir erfahren nur Stück für Stück, was in der Vergangenheit passiert ist. Generell die abwechslungsreichen Kapitel (einmal Emma, einmal Jane) waren sehr interessant und für das Verständnis des Buches immens hilfreich. Ich mochte jede Perspektive und verfolgte das Geschehen mit großem Interesse. Der Roman entwickelte sich wahrlich zu einem Wirbelsturm, nahm immer mehr Tempo an, führte uns hinter’s Licht, blendete uns, offenbarte uns die Wahrheit. Doch beim Ende leider erlosch das Licht, denn die Aufregung, die sich in den vorherigen Kapiteln angestaut hat, konnte nicht durch einen fulminanten Schlag ausgestoßen werden, sondern ebbte mit den letzten Kapiteln kläglich und enttäuscht ab.

Fazit

Ein sehr kluger und genial konstruierter Thriller mit einem beeindruckenden Setting und zwei ganz unterschiedlichen Charakteren, die einer Person verfallen sind, die ganz anders ist, als der Autor ihn uns vermittelt. Sehr guter Schreibstil, spannende Story, aber leider ein unspektakuläres Ende Seitens Jane im Kapitel mit dem Antagonisten. Der Ausklang aber war wieder gut, und das letzte Kapitel verspricht Raum für eine Fortsetzung. Sehr empfehlenswert! Wahrlich ein „Wirbelsturm“!

Spannend!!!!

Von: Yvonne Datum : 01.07.2017

https://yvonneschwarz.wixsite.com/wonnisbucherparadies

Cover:
Eigentlich ist es ganz unscheinbar und nichts sagend, dennoch sehr schön und schlicht gestaltet. Ganz besonders gefällt mir der Glans und die gestaltung der innen Seiten. Dafür wurde der Fragebogen verwendet.

Schreibstil:
Es liest sich sehr flüssig und leicht, so dass man nicht einmal merkt dass man mehr als 2 Kapitel liest. Die Kapitel sind nicht nummeriert, sondern wechseln zwischen Emma und Jane, die beiden Hauptcharaktere. Die Darstellung ist in der Ich perspektive und alles was beschrieben wird ob Räume, andere Charaktere oder Szenarien sind sehr gut beschrieben.

Meinung:
Zu Beginn dachte ich, dass es gar nicht voran geht…aber das Blatt wendete sich als Mr. Monkford mit ins Spiel kam. Ein Mann der erneut eine Frau in das Haus ziehen lässt, die nicht nur seiner verstorbenen Frau ähnlichsieht, sondern auch seiner Ex-Freundin…die in diesem Haus gestorben ist. Ich dachte erst, dass es eine Art Perversion ist, Entschuldigung aber es gibt ja solche Menschen auf so etwas stehen… Na ja sei es denn…es ist ganz anders.
Dann ist da dieser komischere Fragebogen, würden sie ihr Leben für andere Opfern und solche Scherze…puh, allein auf den Gedanken muss man erst mal kommen um eine Art Casting zu veranstalten nur um eine Wohnung zu vergeben. Ich hätte so ein Pamphlet nicht ausgefüllt. Im Verlauf der Geschichte lernt man beide Frauen kennen und mit einer von ihnen habe ich echt mitgelitten und die andere hätte ich auf den Mond geschickt. Darauf gehe ich jetzt nicht weiter ein. Das Ende ist, ja doch, grandios ich persönlich hätte nicht damit gerechnet…
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, es ist ein gelungener Mix aus Spannung, Gefühl und Fassungslosigkeit.

The Girl Before von J. P. Delaney

Von: bookworld_online Datum : 24.06.2017

https://bookpageweb.wordpress.com

Inhalt:
Nach dem Jane ihre Tochter noch im Mutterleib verloren hat, braucht sie dringend einen Tapetenwechsel. Die Möglichkeit in ein hochmodernes Haus einzuziehen kommt ihr da sehr gelegen. Sie überlegt nicht lange, obwohl in dem Haus auch eine lange Liste an regeln gilt, die das Leben sehr einschränken. Auch der charismatische Vermieter und Architekt des Hauses hat, so wie Jane einen schweren Schicksalsschlag durchlebt. Auf de Baustelle zu seinem Haus sind seine Frau und sein Kind verstorben. Der Besitzer scheint sich nun zu Jane hingezogen fühlen. Sehr bald erfährt Jane jedoch, dass ihre Vormieterin im Haus gestorben ist. Auf der Suche nach der Wahrheit über das Haus lebt und liebt sie genau so wie ihre Vormieterin. Ohne etwas davon zu ahnen. Das bringt sie in die selbe Situation in der auch ihre Vormieterin steckte. Große Gefahr…

Meine Meinung:
Auch in „The Girl Before“ werden, wie in Susanne Kliems Scherbenhaus, die Gefahren eines modernen Smart-Home-Komplexes mit einer anschaulichen Sprache und vielschichtigen Charakteren zu einem meisterhaften Thriller vermischt. Dennoch ist, im Wesentlichen, keinerlei störende Ähnlichkeit zwischen den beiden Büchern festzustellen, auch wenn man sie eng hintereinander ließt .
Die Gefahr in die sich Jane begibt geht von ihr selbst aus, wenn auch ungewollt. Sie kann nichts dafür, aber Sie passt perfekt in das Raster. Eben der eine spezielle Typ Frau.
All das führt zu einer grandiosen Spannung und einem tief sitzenden, emotionalen Geschehen.  Außerdem spricht das Buch ein wichtiges Thema sehr kritisch an: Privatsphäre – sowohl im realen Leben als auch in der digitalen Welt. Wie sehr achten wir darauf nicht zu viel Preis zu geben und wie wichtig ist es für uns einen privaten Raum zu haben. Beides geben die Bewohner von Folgate Street 1 auf. Schon vor dem Einzug müssen sie einen umfänglichen Fragebogen ausfüllen und private Details preisgeben. Dazu kommt dann noch, dass der Architekt, zusätzlich zur normalen Miete, auch noch Daten erhebt um seine Zukünftigen Projekte zu verbessern. Darf so etwas sein? Nein!
„Ein Wirbelsturm von einem Thriller“
— Sebastian Fitzek
Dieser Aussage kann ich absolut zustimmen! Ein wirklich grandioser Lesestoff. Absolute Leseempfehlung!
5 von 5 Sternen

Anfangs billig, wird aber nach und nach tiefgründiger

Von: Krimisofa aus Wien Datum : 21.06.2017

krimisofa.com

„The Girl Before“ wirkt anfangs billig, wird aber nach und nach immer tiefgründiger. Die Spannung ist wohldosiert, und man wird nicht mit Cliffhangern erschlagen – ein guter Psychothriller für zwischendurch. Da die ganze Rezension hier keinen Platz findet (Zeichenbegrenzung von 4.000 überschritten), verweise ich auf meinen Blog.

Packend, beklemmend, unheilverkündend

Von: Federzauber Datum : 20.06.2017

federzauber.blogspot.de

Nach einem Schicksalsschlag zieht Jane in ein hochmodernes minimalistisches Haus, um einen Neuanfang zu wagen. Nicht jeder darf zur Miete dort wohnen. Es gibt viele Regeln und Bedingungen, die eingehalten werden müssen. Keine Türen, kein Geländer an der Treppe, keine Deko, keine Bücher, jederzeit Zutritt gewähren für Architektstudenten Führungen...
Mit den Bedingungen kann Jane gut leben, bis sie herausfindet, dass die Vormieterin in diesem Haus zu Tode gekommen ist und ihr vom Aussehen her extrem gleicht.

Ein Buch, dass mich vom Ende bis zum Schluss komplett auf die falsche Fährte gelockt hat.

Es gibt einen extrem guten Einblick in der hochmodernen Architektur, wie solche Häuser konzipiert sind. Selbstdenkende Häuser, in denen alles automatisch funktioniert, den Bewohnern angepasst.

Das Buch hat mir die ganze Zeit ein recht beklemmendes, unheilverkündetes Gefühl vermittelt. Die Charaktere waren gut herausgearbeitet und übermittelten mir ein Bild von recht wahnhafte, psychisch angeknackste Personen, die allesamt gut eine Therapie gebraucht hätten.

Die psychologische Seite fand ich extrem interessant und sehr gelungen umgesetzt. Die Atmosphäre war für mich sehr greifbar und einnehmend.

Mich konnte das Buch sehr gut fesseln und überraschen. Ich habe es sehr gerne gelesen.
Ich konnte im Endeffekt für mich feststellen, dass so ein Haus nichts für mich wäre.

Note:4/5

Nervenaufreibend!

Von: Myri liest Datum : 19.06.2017

myri-liest.blogspot.de/

MEINE MEINUNG

"The Girl Before" begegnet einem zurzeit bei vielen Bloggern und Buchbegeisterten. Als ich den Klappentext durchgelesen habe, war ich beinahe sofort davon überzeugt, es so schnell wie möglich zu lesen. Da ich schon länger keinen Thriller mehr gelesen habe, habe ich mich umso mehr auf diesen Roman gefreut ...

Das Cover passt toll zum Inhalt und auch zur Atmosphäre des Buches! Schlicht und einfach gehalten, ist ein modernes Haus mit der Silhouette einer Frau abgebildet.

Zum Inhalt: Nachdem Jane eine Totgeburt erlitten hat, möchte sie am liebsten alles hinter sich lassen. Da kommt ihr das hochmoderne Haus in der Folgate Street 1 gerade recht: Entworfen von einem preisgekrönten Architekt, steht es zu verhältnismäßig günstigen Konditionen frei zur Miete. Allerdings beinhaltet der Vertrag einige ungewöhnlich Regeln. Desweiteren muss Jane schnell feststellen, dass in Folgate Street 1 eine Frau unter mysteriösen Umständen den Tod fand. Eine Frau, mit der Jane mehr als nur ihr Äußeres gemein hat ...

Im Mittelpunkt der Geschichte steht zum einen Jane, die nach einer Totgeburt alles hinter sich lassen möchte. Dazu gehört auch eine neue Bleibe, die sie in der Folgate Street 1 findet. Als alleinstehende Frau hat sie schwer mit ihrem Schicksal zu kämpfen. Zum anderen spielt Emma, die Frau, die in Janes' neuem Zuhause den Tod gefunden hat, ein große Rolle in JP Delaneys Roman. Sie ist zwar nicht alleinstehend, hat aber sonst sehr viel mit Jane gemeinsam: Blaue Augen, dunkle Haare und ebenfalls mit einem schwierigen Erleben is in der Vergangenheit sind die zwei jungen Frauen sich sehr ähnlich.
Die anderen Charakter, wie beispielsweise der Architekt des Hauses Edward Monkford und Emmas Langzeitfreund Simon, kommen eine ziemlich große Rolle zu. Zumal man sich relativ schnell sicher ist, wer seine Hände bei Emmas Tod im Spiel hat. Allerdings schafft JP Delaney es, den Leser ständig an der Nase herumzuführen, sodass man oft einen anderen Kandidaten als Emmas Mörder favorisiert.

Durch einen tollen Schreibstil, schafft es JP Delaney, in dem Buch eine ganz eigene, besondere Atmospähe zu schaffen. Man möchte unbedingt erfahren, was zum Tod von Janes' Vorgängerin geführt hat. Ebenso sind das Haus in der Folgate Street, sowie die Ereignisse, die darin geschehen sind, grandios und sehr bildlich beschrieben.
Das Buch beinhaltet zwei Erzählstränge, die parallel zueinander laufen. Abwechselnd werden aus Emmas Perspektive von damals und aus Janes' Sicht von heute die Geschehnisse geschildert. Dies führt zu einem unfassbaren Spannungsbogen, der als Leser kaum auszuhalten ist. Die Spannung spitzt sich zu, als Jane selbst Nachforschungen über Emma anstellt, um der Vergangenheit auf die Spur zu kommen. Das Ende des Buches wird ebenso nervenaufreibend dargestellt wie der Gesamtverlauf, aber alles in allem leider unspektakulär, da ich etwas vollkommen anderes und ausgefallenderes erwartet hätte.

"The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot" von JP Delaney ist ein spannender Roman, der alles hat, was ein guter Thriller braucht. Insgesamt hätte man aber aus dem Ende mehr herausholen und einen echten Wow-Effekt erzielen können.

Ein Spiel mit der Psyche

Von: Befi Datum : 16.06.2017

www.befisbuecherwelt.blogspot.com

Rezension
Die Geschichte ist aus zwei Sichten erzählt, zum einen die heutige von Jane und zum anderen die damalige von Emma.
Beide erleben Schicksalsschläge die ihr Leben völlig aus der Bahn werfen und beide bekommen durch ihr neues Heim in der Folgate Street 1 wieder das Gefühl von Sicherheit in ihrem Leben.
Am Anfang der Geschichte war mir noch nicht so klar worauf das ganze hinaus laufen wird und was diese beiden Frauen gemeinsam haben, abgesehen von ihrem neuen Zuhause und wieso sie dort eingezogen sind.
Mit der Zeit stellt Jane fest wie sehr sich Emma und sie doch ähneln und was mit Emma in diesem Haus passiert ist. Doch was hat es mit dem Vermieter auf sich? Und wieso gibt es so unfassbar viele Regeln für den Mieter?
Mir war es während dem Lesen und auch jetzt noch ein absolutes Rätsel, wieso jemand in Haus zieht mit solchen Regeln. Es ist unheimlich gewesen was dieser Vertrag alles mit sich bringt, was es für Voraussetzungen gibt um dort einziehen zu dürfen.

Dieser Thriller weist nicht massenweise Tote auf, die brutal entstellt wurden und wo bis ins kleinste Detail ein Tatort beschrieben wird. Hier wird eine Geschichte erzählt, die noch lange im Gedächtnis bleibt. Zum einen Aufgrund des Hauses und zum anderen, weil es durch die Art des Erzählens für mich psychisch sehr genial gemacht war.

Das Konstrukt des Thrillers ist absolut genial und ich habe bisher auch noch nichts Vergleichbares gelesen. Der Thriller ist vor allem am Anfang sehr stark und spielt sehr mit der Psyche des Lesers. Es gab Momente, da hatte ich Angst weiterzulesen. Gegen Ende wird in meinen Augen etwas schwächer. Das Ende war für mich unvorhersehbar, spannend, aber die Auflösung hätte noch ein bisschen spektakulärer sein können. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau. Ich kann hier eine klare Leseempfehlung aussprechen.

Super spannend

Von: Weltenbummlerin Datum : 12.06.2017

https://weltenbummlerinx.wordpress.com/

Ich fand das Buch von JP Delaney wirklich großartig. Es war mal etwas anderes, erfrischend, spannend. Ein Thriller der ganz anderen Sorte. Ich kann dieses Buch wirklich jedem, vor allem aber Thrillerfans, nur ans Herz legen. Das Buch ist aus der Sicht von zwei Personen geschrieben: Emma (damals) und Jane (heute) - Letztere fand ich sympathisch,
erste wurde mir immer unsympathischer.
Ich mochte den "Damals"-Teil sowieso etwas weniger, da dort keine wörtliche Rede verwendet wurde und ich sowas immer sehr nervig und verstörend finde.
Positiv fand ich die ganzen Listen im Buch und zwischen den Kapiteln, das hat die Gestaltung von dem Buch aufgelockert und ich liebe Listen.
Auch wenn ich mir das Ende schon so gedacht habe, war es dennoch überraschend und nachvollziehbar.

Zum Schluss habe ich noch ein paar Zitate, welche mir
gefallen haben:

- "Entschuldigen Sie sich nie für jemanden den Sie lieben, sagt er ruhig, so stehen sie nämlich da wie ein Idiot." (S. 60)

- "Man kann seine Umgebung so blitzblank und kahl gestalten, wie man will, wenn in einem selbst Chaos herrscht, bringt das gar nichts. (...) sind wir doch alle auf der Suche, oder? Nach jemandem, der sich um das Chaos in unserem Kopf kümmert."
(S. 388)

das Ende enttäuscht ein wenig

Von: caröchen Datum : 12.06.2017

foodmeetsbooks.blogspot.com

Eigene Meinung
Die Geschichte ist aus zwei Sichten erzählt, Janes heutige und Emmas damalige. Da sich die Ereignisse in ihrem Leben anfangs noch sehr ähneln, hatte ich etwas Schwierigkeiten die Kapitel auseinander zu halten, nach einem Drittel hatte sich das aber erledigt.

Mir hat die Beschreibung des Hauses unglaublich gut gefallen und ich habe mich selber dabei ertappt, mir mich selbst darin mit der minimalistischen Lebensweise vorzustellen. Oft habe ich jedoch nur Beklemmung gespürt, was aber auch an den vielen absurden Regeln lag.

Es war durchweg eine Grundspannung vorhanden, was ebenfalls mit den Lebensumständen in dem Haus zu tun hatte. Als Jane anfängt Nachforschungen anzustellen, spitzt es sich immer weiter zu. Das Ende schließlich war auch sehr spannend, mir jedoch etwas zu unspektakulär. Nach der ganzen Vorarbeit habe ich etwas anderes erwartet.

Fazit
Spannender Thriller, der einen oft verwirrt und überrascht, dessen Ende aber etwas passender hätte sein können.

Rezension The Girl Before

Von: Thrillerkiste Datum : 12.06.2017

thrillerkiste.blogspot.de/

The Girl Before habe ich als Reziexemplar bekommen und lag länger auf meinem SuB. Ich hatte Angst das Buch zu lesen, weil ich schon einige negative Rezensionen gelesen habe und ich mich eigentlich auf das Buch gefreut habe. Das Cover hat mir auf anhieb gut gefallen, da es farblich und auch haptisch sehr ansprechend ist. Die Figuren sind gut beschrieben und mir hat es gut gefallen, dass die Kapitel jeweils in der Sicht wechseln. Leider bekommt The Girl Before Abzüge dafür, dass in den Kapiteln aus Emmas Sicht keine Anführungszeichen sind, denn das hat mich an der ein oder anderen Stelle stocken lassen. Außerdem muss ich auch noch bemängel, dass für mich in den ersten 250 Seiten die Spannung gefehlt hat. Später wird es zunehmend spannender und die Wendung ist gelungen, nur leider nicht außergewöhnlich gut. Im Enteffekt habe ich The Girl Before nicht verschlungen, leider keiner meiner Highlights aber ganz nett zu lesen. 3 von 5 Punkten.

Irreführend und spannend

Von: Sue´s Büchertraum Datum : 12.06.2017

https://sue-buechertraum.blogspot.de/2017/06/jp-delaney-girl-before-sie-war-wie-du.html

★★★★★ (5 von 5 Sterne)

Inhalt:
Die junge Jane erleidet einen Schicksalsschlag, sie muss ihr Baby tot gebären. Daraufhin fällt sie in einem Loch und versucht einen Neuanfang.
Sie entdeckt das schicke Haus Folgate Street 1. Das technisch ausgestattete Objekt fasziniert Jane sofort und sie beschließt sich zu bewerben.
Die einzige Bedingung, Jane muss sich an gewisse Regeln halten - strenge Regeln. Als sie das Glück hat, die Auserwählte zu sein, ahnt sie noch nicht was das Haus und der Architekt mit ihr macht.
Vor Jahren wohnte Emma in dem Haus, die große Ähnlichkeit mit Jane hat. Jane geht Emmas Vergangenheit nicht mehr aus den Kopf, und so beginnt sie zu recherchieren.
Es kommen Sachen ans Licht mit denen Jane nicht gerechnet hat, auch die liebe zu dem Architekten durchlebt Jane, wie Emma zuvor.
Für Jane beginnt ein gefährlicher Neuanfang.

Meinung:
Ich habe dieses Buch in 2 Tagen verschlungen.
Man ist von der ersten Seite an total gefesselt und kann es kaum aus der Hand legen.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig, was mir sehr gefiel.
Erzählt wird abwechselnd in der Emma und Jane Perspektive.
Man wird komplett in die Irre geführt, was mir sehr gut gefallen hat. Erst zum Ende hin kommt alles so richtig ans Tageslicht.
Besonders fand ich auch, das zwischen den Kapiteln, Fragen gestellt werden, die man für sich selbst beantworten kann - zum teil wirklich merkwürdige Fragen, wo man überlegt, wie man in so einer Situation reagieren würde.
Von mir gibt es 5 verdiente Sterne

Fazit:
Wer Spannung und Irreführungen liebt, den kann ich das Buch sehr ans Herz legen. Eine tolle Geschichte, die man nicht so schnell vergisst.

Herzergreifende Geschichte

Von: Biancas-Zeilenliebe Datum : 04.06.2017

https://biancaszeilenliebe.blogspot.co.at/?m=1

Ich war sehr lange auf der Suche nach einem richtig guten Thriller und ich hab ihn gefunden.
Die Geschichte ist sehr traurig, da die Protagonistin ihr Baby verloren hat und einen Neuanfang beginnt.
Auch die Liebe kommt in diesem Buch nicht kurz.

Sehr empfehlenswert!

Verstörend spannend!

Von: Anjas Buchstunden Datum : 29.05.2017

anjas-buchstunden.blogspot.de

Über dieses Buch habe ich schon so viele Rezensionen mit den unterschiedlichsten Meinungen gelesen. Irgendwann habe ich dann einfach nur Lust gehabt mir selbst ein Urteil zu bilden und das Buch zu lesen.

Hier verspricht die Kurzbeschreibung nicht Zuviel, ab dem zweiten Kapitel ist man tatsächlich in einem reißenden Sog gefangen.

Folgate Street 1, ich fand, allein das klang schon einfach nach mehr und als das Haus hier vorgestellt und beschrieben wurde, vor allem auch die ganzen Regeln die es einzuhalten gilt beschrieben wurden, war ich einfach nur gespannt und entsetzt was in diesem hochmodernen Gebäude für Gefahren und Überraschungen lauern.

Über 200 Regeln die man einhalten muss und eine tragische Vorgeschichte belasten dieses Haus, trotzdem wurden weder Emma noch Jane davon abgeschreckt und wollten unbedingt in dieses Haus ziehen, was allerdings gar nicht so einfach ist, denn den meisten Interessenten wird der Mietantrag grundlos abgelehnt.

Genau um Emma und Jane geht es auch sofort, man liest immer abwechselnd von den beiden Frauen. Einmal von Emma, die einige Jahre zuvor in dem Haus gelebt hat und einen Schicksalsschlag in dem neuen Zuhause verarbeiten will und dann eben von Jane, welche eine Totgeburt hatte und in ihrer neuen Umgebung wieder zu sich selbst finden und ihre Trauer überwinden möchte.

Doch welche Rolle spielt Edward, der schöne, eiskalte und perfektionistische Vermieter? Was will er wirklich mit den vielen Regeln erreichen und warum ist er so extrem perfektionistisch? Sind seine Frau und sein Sohn wirklich durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen? Wie ist das Unglück mit Emma passiert? Vielleicht doch Mord? Und vor allem: wird Jane etwas passieren? Wenn ja, was?

Ich hab mir hier so viele Fragen gestellt und war gefangen in der Geschichte um die beiden Frauen, welche beide eng mit Edward verbunden waren. Immer wieder tauchen neue Erkenntnisse auf, vor allem um die Sache mit Emma und ich war teilweise regelrecht verstört, so krasse Wendungen gab es in den Erzählungen. Spannung, Dramatik und Wendungen kommen in diesem Thriller, der im übrigen völlig unblutig auskommt, definitiv nicht zu kurz.

Der Autor hat hier unglaublich starke Charaktere erschaffen. Jeder ist auf seine Weise irgendwie krank und/oder verstört aber halt auch verdammt undurchschaubar und hochinteressant. Psychologisch ist dieser Thriller unglaublich ausgereift und überzeugt durch Spannung und Überraschung bis zur letzten Seite!

Der absolute Wahnsinn!

Von: thatweirdbookgirl Datum : 27.05.2017

Eine kleine Warnung gleich zum Anfang: Diese Rezension wird wahrscheinlich eine einzige Lobrede werden. Wer also Bejahung, Freude und Beifall nicht leiden kann oder einfach nicht verträgt, sollte hier ganz schnell wegschalten.

Aber kommen wir jetzt mal zum Punkt und schauen uns gleich mal dieses absolut gelungene Cover an. Während natürlich das Hauptthema aufgegriffen wird - das Haus, in dem alles vonstatten geht -, baut schon allein das Einsetzen der dunklen, düstern Farben ein total kribbeliges und gespanntes Gefühl auf. Dann noch der Schatten der einzelnen Frau ... Genial und absolut treffend! Auch die Schrift zerstört das Gesamtbild nicht und passt sich diesem unglaublich gut an.

Aber nicht nur die äußere Aufmachung des Buches ist toll, innen geht es damit weiter. Die Kapitel sind jeweils immer sehr kurz gehalten und umfassen höchstens um die sechs Seiten, was natürlich ein unglaublich flottes und flüssiges Lesen fördert. Aber das eigentliche Besondere an den Kapiteln ist, dass sich diese immer zwischen Emma, der damaligen Bewohnerin, die im Haus starb, und Jane, der heutigen Mieterin abwechselt. Dabei werden immer so krasse und dreiste Situation miteinander verglichen, dass ich manchmal wirklich vollkommen sprachlos vor dem Buch saß.

Ein weiterer richtig gelungener Faktor ist, dass sich zwischen den Kapiteln oft Fragen, beziehungsweise Tests, befinden, die in dem Bewerbungsformular, welches man für das Haus ausfüllen muss, abgefragt werden. Dabei ist noch kein Kreuzchen gesetzt, man muss also selbst immer mitdenken, wie die Charaktere wohl geantwortet haben könnten. Dabei denkt man natürlich auch immer daran, wie man sie selbst setzen würde, un das hat mich oft so derartig zum Grübeln gebracht.

Wenn wir nun die Texte genauer unter die Lupe nehmen, erkennen wir, dass das Buch im Ich-Erzähler und in der Präsensform geschrieben ist. Eigentlich gehe ich weniger auf so etwas ein, aber hier ist mir echt aufgefallen, wie wichtig dieser Faktor ist. Dadurch ist man wirklich hautnah dabei und fühlt sich total in die Story integriert.
Was mich leider etwas gestört hat, ist, dass in Emmas Kapiteln die wörtliche Rede einfach nicht wirklich erkennbar ist, weil diese nicht durch Anführungszeichen abgegrenzt wird. Das kann oft etwas verwirren und dazu führen, dass man die Sätze echt dreimal lesen muss, um sie letztendlich zu verstehen. Aber gut, das ist gerade echt Meckern auf hohem Niveau, und ändert für mich gar nichts daran, dass dieses Buch der Hammer ist!

Auch der Schreibstil ist absolut passend. Er ist recht kühl und oft etwas komplex, unterstützt aber gleichzeitig die ganze ungemütliche Atmosphäre der Situation total.

Und jetzt kommen wir mal zu unseren Hauptcharakteren.
Jane habe ich über all die Kapitel echt richtig lieb gewonnen. Sie ist so ein aufrichtiger, bemühter und ehrgeiziger Mensch. Ich habe so so sehr mit ihr mitgefiebert, als alles begann, den Bach runterzugehen. Nach dem Ende weiß ich jetzt zwar nicht so ganz, wie ich über sie denken soll, aber trotzdem bleibt sie mir als toller Charakter in Erinnerung.
Edward ist da ganz anders. Er hat zwar das gewisse Etwas, aber ich konnte ihn echt gar nicht leiden. Aber naja, ist ja auch jedem Seins. Mir gefällt es aber nicht, wenn ein Mensch so kontrolliert und oberflächlich, fast schon kontrollsüchtig und narzistisch, wie er ist. Da bekomme ich echt Bauchschmerzen, aber gerade so etwas sollte ja bei einem Thriller der Fall sein, nicht wahr? Wenn ich ihn in einem alltäglichen Satz beschreiben müsste, wäre das wahrscheinlich mit "Das hat er jetzt nicht gesagt/gemacht!". Nein, Spaß beiseite. ☺
Zu guter Letzt Emma ... Ob man den Werdegang ihrer Person wirklich als Charakterentwicklung beschreiben kann, weiß ich nicht ganz. Jedenfalls ist es wirklich atemberaubend, was in der Story, und vor allem im Verlauf der Story, mit ihr passiert. Mehr möchte ich da gar nicht vorwegnehmen.
Vielleicht wissen schon einige von euch aus anderen Rezensionen von mir, dass ich unglaublich Wert auf Tiefgründigkeit bei der Charakterschaffung lege, und dieser Punkt wurde wirklich absolut von JP Delaney erfüllt. Da kann man schon mal den Hut ziehen. Nur leider habe ich keinen Hut. Naja, auch egal.

Und zum Schluss das Wichtigste: die Story und deren Verlauf.
Ich persönlich war wirklich hin und weg. Ich fand die einzelnen Situation so interessant und dadurch auch unglaublich spannend. Auch die Art, wie JP Delaney den Leser an der Angel hat, ihm immer wieder kleine Informationen zuwirft, die ihn total zum Grübeln bringen. Ich habe mir sogar selbst meine kleine Mindmap erstellt, was Ursachen für Emmas Tod gewesen sein könnten und wie dieser aussah. Es ist wirklich der Hammer und ich kann es absolut empfehlen, wirklich!
Beziehungen und Gegebenheiten im Buch wurden unglaublich gut konstruiert und verstrickt, und führen den Leser zum Ende hin auch zu einem klaren, aber trotzdem schockierenden Ende.

Fazit: Dieses Buch wird euch um ruhige Nächte bringen. Es ist spannend, vielfältig und tiefgründig. Ich kann wirklich nur schwärmen!

Tolles Buch

Von: Ella's Bookdream Datum : 27.05.2017

ellasbookdream.blogspot.de

Das Buch war einfach nur spannend. Ich kam sofort in die Geschichte rein und habe mitgefiebert. Ich hatte aber das Gefühl schon am Anfang zu wissen, wer der Mörder war, auch wenn immer neue Verdächtige dazukamen, war ich mir ziemlich sicher. Trotzdem wurde ich immer wieder überrascht und das Buch war spannend.
Die Atmosphäre in dem Buch war meiner Meinung nach die ganze Zeit etwas Düster. Auch wenn das Haus offen und hell beschrieben wurde, war da immer etwas Düsteres, das sich durch das ganze Buch gezogen hat.
Jane ist eine nette, junge Frau, die nach einer tragischen Geschichte einfach nur einen Neuanfang möchte. Neuer Job, neues Haus, neues Leben. Bei ihr war es Liebe auf den ersten Blick, als sie in die Folgate Street 1 kam. Als sie dann von ihrer Vorgängerin erfahren hat, die auch in dem Haus gelebt hat und ihr sehr ähnlich sah, stellt sie Nachforschungen an. War Emmas Tod ein Selbstmord oder wurde sie ermordet? Jane lässt nicht locker und fragt auch Leute, die Emma kannten. In meinen Augen macht das Jane auch sehr hartnäckig, aber auch neugierig, weil sie unbedingt wissen will, was passiert ist.
Emma ist eine Person, die ich anfangs mochte. Auch von ihrem Charakter her, ähnelt sie sehr Jane. Beide hatten in der Vergangenheit viel durch gemacht. Emma wollte mit ihrem Freund unbedingt umziehen, da sie wegen einer Einbruchs, bei dem sie mit einem Messer bedroht wurde, traumatisiert war. Sie hat sich dafür entschieden in die Folgate Street 1 zu ziehen, da das Sicherheitssystem sehr gut war und sie sich sicher gefühlt hat.
Edward Monkford, der Architekt dieses Hauses, und der Geliebte von Emma und Jane war für mich der faszinierenste Charakter des ganzen Buches. Alleine schon dass er mit drei Frauen, die nahezu identisch aussehen zusammen war, fand ich irgendwie etwas krank. Noch dazu sind die beiden Vorgängerinnen von Jane beide tot. Edward ist sehr kontrollsüchtig und mag es nicht gerne, wenn jemand anderes die Kontrolle übernimmt. Für ihn basiert eine Beziehung auf Ehrlichkeit und Vertrauen und wenn diese Dinge nicht mehr vorhanden sind, hat in seinen Augen auch die Beziehung keine Zukunft mehr.
Der Schreibstil von JP Delaney war schlicht, aber spannend. Durch die Perspetivenwechsel zwischen damals in Emmas Sicht und heute in Janes Sicht konnte man die Geschichte immer so mitverfolgen, wie Jane die Dinge aus Emmas Vergangenheit erfahren hat.
Ich persönlich fand das Buch wirklich gut und kann es jedem nur empfehlen. Das Buch war spannend und gut geschrieben, sodass man immer Lust hatte weiterzulesen.

Immer wieder Szenenwechsel

Von: Melanie E. Datum : 27.05.2017

melbuecherwurm.blogspot.de/

"The Girl Before - Sie war wie du .... " ist ein Thriller, der seine faszinierenden und interessanten Seiten hat, zwischendurch aber sehr oberflächlich bleibt und das Lesen zäh macht. Im Gesamtergebnis betrachtet, mochte ich die Grundideen der Machtübernahme einer Person, welches einem schleichenden Vorgang gleicht .

Erzählt wird die Story aus zwei unterschiedlichen Perspektiven und dieses macht einen gewissen Reiz aus, da eine der Frauen sich in derselben Situation befindet wie Jane im Jetzt. Sie liebt denselben Mann, der sie regelrecht abhängig von ihm macht durch Sex und diverse Spielchen. Sie lebt in derselben Wohnung wie Emma vor ihr. Eine Wohnung die mit moderner Technik ausgestattet wurde und den Bewohnerinnen kaum Freiheiten lässt, denn durch falsches Verhalten bleibt z.B. die Dusche kalt. Eine gruselige Vorstellung für mich komplett überwacht zu werden oder eben auch Sex auf Bestellung oder in diversen gewalttätigen Praktiken auszuführen. Eine gewisse Abhängigkeit durch Edward den Architekten des Hauses kristallisiert sich schnell. Sex sells, auch in diesem Thriller in dem diverse Praktiken bis ins kleinste Detail aufgeführt werden. Ob Jane ihre Totgeburt und einen Neuanfang wirklich durch eine erneute Abhängigkeit durch einen Mann, der mir komplett suspekt erschien beginnen kann und ihre Trauer dadurch weniger werden kann? Auch Emma trug ihr Päckchen und der Vergleich der beiden Frauen in Vergangenheit und Gegenwart könnte spannender nicht sein, zumal der Roman lange Zeit vor sich hin plätschert und wenig Bezug zum Tod von Emma genommen wird. Dieses für mich wichtige Detail bleibt lange unaufgeklärt und die Befürchtung, dass auch Jane in großer Gefahr schwebt bleibt bis zum großen Showdown am Ende ein großes Fragezeichen. Der Leser tappt lange im Dunkeln und auch wenn der eine oder andere Verdachtsmoment aufkam, war meine Überraschung groß, was Tat und Täter betrifft. Manche Menschen sind offensichtlich krank und psychisch gestört, während andere völlig normal erscheinen und ihre Gesinnung erst spät offenbaren.

Gerne möchte ich eine Leseempfehlung aussprechen, auch wenn manche Längen die im Thriller zu finden waren, mich in meine Lesefluss ein klein wenig störten. Die ausgiebigen Sexszenen hätten mir auch nicht gefehlt, lieber hier und da mehr Spannungsaufbau hätten "The Girl Before - Sie war wie du .... " zu einem ausgewogenen Thriller verholfen, dessen Grundidee absolut gelungen war. Der Vergleich von Emma und Jane war irritierend und dennoch interessant, wobei dadurch die Protagonisten leicht erblassten, da sie nicht ausführlich genug zu Wort kamen. Immer wieder kam es zu einem Abbruch der Story und eine Änderung der Perspektive. Manches war unnötig und manches nötig, um den weiteren Verlauf zu erklären, dennoch war es dadurch erschwert sich auf Emma oder auch Jane einzulassen. Eine Hilfe war lediglich die Überschrift der jeweiligen Kapitel, um zu verstehen in welche Gedanken ich nun eintrete. Im Gesamtergebnis gelungen, aber nicht komplett überzeugend.