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Leserstimmen (73)

JP Delaney: The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.

The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot. Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-328-10099-7

NEU
Erschienen: 25.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 16
Spiegel Paperback Belletristik

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Anfangs billig, wird aber nach und nach tiefgründiger

Von: Krimisofa aus Wien Datum : 21.06.2017

krimisofa.com

„The Girl Before“ wirkt anfangs billig, wird aber nach und nach immer tiefgründiger. Die Spannung ist wohldosiert, und man wird nicht mit Cliffhangern erschlagen – ein guter Psychothriller für zwischendurch. Da die ganze Rezension hier keinen Platz findet (Zeichenbegrenzung von 4.000 überschritten), verweise ich auf meinen Blog.

Irreführend und spannend

Von: Sue´s Büchertraum Datum : 12.06.2017

https://sue-buechertraum.blogspot.de/2017/06/jp-delaney-girl-before-sie-war-wie-du.html

★★★★★ (5 von 5 Sterne)

Inhalt:
Die junge Jane erleidet einen Schicksalsschlag, sie muss ihr Baby tot gebären. Daraufhin fällt sie in einem Loch und versucht einen Neuanfang.
Sie entdeckt das schicke Haus Folgate Street 1. Das technisch ausgestattete Objekt fasziniert Jane sofort und sie beschließt sich zu bewerben.
Die einzige Bedingung, Jane muss sich an gewisse Regeln halten - strenge Regeln. Als sie das Glück hat, die Auserwählte zu sein, ahnt sie noch nicht was das Haus und der Architekt mit ihr macht.
Vor Jahren wohnte Emma in dem Haus, die große Ähnlichkeit mit Jane hat. Jane geht Emmas Vergangenheit nicht mehr aus den Kopf, und so beginnt sie zu recherchieren.
Es kommen Sachen ans Licht mit denen Jane nicht gerechnet hat, auch die liebe zu dem Architekten durchlebt Jane, wie Emma zuvor.
Für Jane beginnt ein gefährlicher Neuanfang.

Meinung:
Ich habe dieses Buch in 2 Tagen verschlungen.
Man ist von der ersten Seite an total gefesselt und kann es kaum aus der Hand legen.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig, was mir sehr gefiel.
Erzählt wird abwechselnd in der Emma und Jane Perspektive.
Man wird komplett in die Irre geführt, was mir sehr gut gefallen hat. Erst zum Ende hin kommt alles so richtig ans Tageslicht.
Besonders fand ich auch, das zwischen den Kapiteln, Fragen gestellt werden, die man für sich selbst beantworten kann - zum teil wirklich merkwürdige Fragen, wo man überlegt, wie man in so einer Situation reagieren würde.
Von mir gibt es 5 verdiente Sterne

Fazit:
Wer Spannung und Irreführungen liebt, den kann ich das Buch sehr ans Herz legen. Eine tolle Geschichte, die man nicht so schnell vergisst.

The Girl Before

Von: angeltearz Datum : 18.05.2017

www.angeltearz-liest.de

Es ist schon krass, wenn man ein Buch liest und dieses Buch einen nicht mehr loslässt. Wenn man es zur Seite legen muss und man trotzdem noch dran denkt. Auch wenn man es schon längst beendet hat und trotzdem noch daran denken muss. Wie krass es überhaupt war.
Genau so geht es mir bei diesem Buch. Noch einmal lesen wäre sinnlos, weil ich das Ende ja schon kenne, aber es lässt mich trotzdem einfach nicht los.
Die ganze Situation der beiden Frauen und wie man sich in Menschen täuschen kann. Naja, vielleicht ist täuschen falsch ausgedrückt. Aber manchmal ist das alles, was man sich denkt eben doch nicht richtig. Nichts ist so wie es scheint.

Das Buch läuft auf zwei Zeitschienen. Einmal von Emma (damals) und von Jane (heute) beide Frauen haben so viel gemeinsam, aber es trennt sie doch so viel. Ich kann da gar nicht so viel zu schreiben, ohne zu spoilern. Die einzelnen Kapitel sind dadurch recht kurz, da beide Zeitschienen im Wechsel stattfinden. Dadurch kommt man allerdings überhaupt nicht durcheinander.

Ich würde das Buch schon in die Richtung Psychothriller einordnen, denn es ist schon ordentlich. Es geht nicht nur um den Mord, sondern auch warum und weshalb. Kleiner Hinweis am Rande, der leider spoilern wird. Sollte man Probleme mit der Misshandlung von Tieren haben, dann dieses Buch nicht lesen. Ich musste hier auch oft schlucken.

Die Geschichte hat eine gewisse Grundspannung, die mich auf den ersten Seiten gepackt hat. Eigentlich passiert nicht viel, aber man will unbedingt wissen, wie es weiter geht. Vielleicht auch einfach, weil mir gerade Jane sehr sympathisch rüber kommt. Es ist ebenfalls heftig, in welche Richtung sich die Charakter verändern. Mit diesem Veränderungen habe ich nicht gerechnet.

Der Autor macht das wirklich geschickt. Man wird mit seinen Gedanken und seinem Kopfkino in eine Richtung gelenkt, die eigentlich keinen Spielraum mehr lässt. Aber das ist das alles auch so, wie es scheint? Das verrate ich nicht!

Dieses Buch ist definitiv eines meiner Highlights in diesem Jahr. Es soll wohl auch verfilmt werden. Finde ich richtig genial! Ich werde ihn mir auf jeden Fall anschauen.

Wer gute Nerven hat, dem möchte ich dieses Buch ans Herz legen! Dicke Empfehlung!

Das Cover: Passt super zum Buch. Ich finde es super!

Fazit: WOW! Ein richtig genialer Psychothriller, der einen nicht mehr loslässt.

Spannend und mitreißend

Von: Bücherpanda Datum : 17.05.2017

https://buecherpandablog.wordpress.com/

Die ersten 200 Seiten konnte mich „The Girl Before“ einfach nicht für sich gewinnen. Ich hatte Schwierigkeiten damit, nachzuvollziehen, warum zum Teufel jemand in solch einem Haus wohnen wollen sollte. Das Haus spielt eine zentrale Rolle und mir fiel es einfach nicht leicht zu akzeptieren, dass sich das jemand freiwillig antun würde. Die Regeln sind absurd und dienen in meinen Augen lediglich dazu Monkfords Persönlichkeit zu unterstreichen. Monkford ist äußert minimalistisch und verlangt von seinen Vermietern ebenso zu wohnen. Es darf keine Deko geben, keine Sachen dürfen rumliegen NICHT MAL BÜCHER SIND ERLAUBT! Ich kann es einfach nicht nachvollziehen. Ich liebe meine Deko, brauche Kissen und Kuscheldecken auf meinem Sofa und mein BÜCHERREGAL! Was würde ich ohne mein Bücherregal tun? Niemals dort einziehen!

Nachdem ich dann einfach versucht habe auszublenden, dass ich mir das niemals freiwillig antun würde, habe ich versucht mich mehr auf die restliche Handlung zu konzentrieren. Und was soll ich sagen? Am Anfang langweilte es mich. Mir war relativ schnell klar, in welche Richtung sich die Story entwickeln würde und leider auch wer der Mörder ist. Es war so offensichtlich, wie der Autor versucht, den Leser auf eine falsche Fährte zu locken, dass es schon fast klischeehaft gewirkt hat. Wer sich ein wenig in dem Genre auskennt, kennt die Tricks die dem Leser vorgegauckelt werden sollen. Und genau davon war auch ich überzeugt. Das ich nicht hinters Licht geführt werden könnte. Und was soll ich sagen? FALSCH GEDACHT! Die letzten 100 Seiten war ich mir plötzlich gar nicht mehr so sicher, was denn jetzt eigentlich tatsächlich passiert war. Es fanden immer weitere Handlungsstränge zusammen, von denen ich nichts geahnt hatte, aber auf eine äußerst authentische Art und Weise. Nie wirkte es weit hergeholt, es hat immer absolut Sinn ergeben und hat sich logisch in das Geschehen eingefügt. Und am Ende musste ich mir eingestehen. Ja, ich habe mich täuschen lassen. Und damit hatte ich nicht gerechnet. Einige Aspekte haben plötzlich eine ganz andere Rolle gespielt als gedacht und somit konnte mich „The Girl before“ am Ende doch nochmal packen und mitreißen.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist das man die Handlung aus zwei Sichtweisen erlebt. Einmal aus der Sicht von Emma, die in diesem Haus gestorben ist und aus der Sicht von Jane, die einige Zeit später einzieht. Abwechselnd erlebt man, wie die beiden Frauen zu diesem Haus kommen und wie sie sich mit der Zeit eingewöhnen. Anfangs sind die Parallelen zwischen Emma und Jane sehr groß und man hat fast das Gefühl, es wird etwas überdramatisiert, wie ähnlich sich die beiden sind. Doch im weiteren Verlauf wird klar, dass beide nicht unterschiedlicher sein könnten. Während Jane sich auf macht, herauszufinden, was mit Emma passiert ist, kann der Leser zeitgleich miterleben, was tatsächlich geschehen ist.

Etwas verwirrend war der Stilwechsel zwischen den einzelnen Kapiteln. In denen aus Emmas Sicht, also aus der Vergangenheit, werden für die Sätze keine Anführungszeichen verwendet. Besonders am Anfang bin ich immer wieder über die Wörter gestolpert und musste den Satz nochmal von vorne lesen. Man gewöhnt sich jedoch ziemlich schnell dran und der gewohnte Lesefluss hat sich bei mir schon nach kurzer Zeit wieder eingestellt. Aus meiner Sicht hätte man diesen Stilwechsel aber auch weglassen können.

Fazit

Ein Thriller mit einem solch außergewöhnlichem Thema im Mittelpunkt habe ich so noch nie gelesen. Auch wenn die Handlung am Anfang einige Schwächen und Klischees bedient, holt „The Girl Before“ zum Ende nochmal rasant auf und hat es geschafft mich tatsächlich zu überraschen. JP Delaney hat mich in die Irre geführt, ohne dass ich es gemerkt habe.

Subtiler Thrill

Von: Laura Datum : 16.05.2017

www.lauravoneden.de

'The Girl Before' ist der erste Thriller von JP Delaney, der aber bereits unter anderem Namen erfolgreiche Romane verfasst hat. Das Cover und der Titel haben sofort meine Aufmerksamkeit erregt, obwohl ich langsam etwas durcheinander komme mit all den Bücher, die irgendwas mit 'Girl' im Titel tragen. Andererseits ist der Buchtitel durchaus passend für die Geschichte.

In der Geschichte begleiten wir Jane, die uns durch die gegenwärtige Zeit führt und Emma, die wir in Rückblicken kennen lernen. Jane hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und hat nun die Chance auf einen Neuanfang in einem technisch hochmodernen Haus. Das Haus ist sehr speziell und stellt gewissermaßen Ansprüche an seine Bewohner - es verfügt kaum über Möbel, strahlt allgemein keine Gemütlichkeit aus und alles funktioniert digital. Als Jane erfährt, dass ihre Vormieterin, Emma, im Haus gestorben ist, fängt sie an zu recherchieren und deckt so ungeahnte Dinge auf.

Durch den Wechsel der Perspektiven lernen wir beide Figuren sehr gut kennen. Allerdings sind sich die beiden nicht unähnlich, es dreht sich oft um ähnliche Begebenheiten, so dass ich manchmal mitten im Kapitel zurückblättern musste, weil unklar war, aus welcher Perspektive ich gerade lese. Beide Frauen haben recht naiv und gutgläubig gehandelt, was mich manchmal schon etwas aufgeregt hat. Wie oft kann man bitte das Schrillen sämtlicher Alarmglocken überhören? Und warum kamen den Damen teilweise erst Monde später Gedanken, die quasi auf der Hand lagen? Nichtsdestotrotz haben mir beide Perspektiven insofern gefallen, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Der sogenannte 'charismatische' Besitzer und Architekt des Hauses war mir jedoch die unerträglichste Person des Buches. Edward wies so viele Parallelen zu typischen männlichen Hauptfiguren in New Adult Romanen auf, dass ich nicht umhin kam, ihn als eine Art 'Psycho-Mr.Grey' zu sehen.

Trotz der gewöhnungsbedürftigen Figuren, habe ich die Geschichte in kurzer Zeit durchgelesen. Anfangs war mein Lesefluss etwas gestört von der Tatsache, dass in den Rückblenden die wörtliche Rede nicht gekennzeichnet war, daran habe ich mich aber schnell gewöhnt.

Im Verlauf gab es einige Überraschungen und auch das Ende gehörte für mich nicht unbedingt zu den vorhersehbarsten. Alles in allem fand ich das Buch durchaus überzeugend. Übrigens ist auch schon eine Verfilmung geplant, die ich mir dann gerne anschauen würde.

Hinters Licht geführt ...

Von: Diane Jordan Datum : 15.05.2017

https://booksofloveblog.wordpress.com/

The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.

Rezension Diane Jordan

Die Informationsverarbeitung geschieht bei uns Menschen höchst unterschiedlich. Unbewusst oder bewusst, je nach Erfahrung oder Typbedingt, kicher, ich bin mir da nicht ganz sicher. So kann unter anderem auch eine verzerrte Wahrnehmung einem einen Streich spielen, auf alle Fälle höchst spannend, sich mit dieser Thematik zu befassen. Der broschierte Taschenbuch- Thriller „The Girl Before – Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot“ ist von JP Delaney und ich konnte ihn kaum aus der Hand legen. Fesselnd bis zur letzten Seite, spannend und mit einer großen Überraschung am Ende. Ich habe selten so ein großartiges Buch gelesen und bin total beeindruckt vom Schreibstil und von der gekonnten Umsetzung des Plots. Die Protagonisten Emma und Jane bleiben, wie in anderen Büchern oft, keine Silhouetten, nein sie bekommen Konturen, mit Ecken und Kanten und vielen menschlichen Problemen. Als Leser liebt und leidet man mit, mir ging es jedenfalls so und dieser neue Thrill zwischen „Was ist echt?“ und oder „Werde ich gerade gewaltig hinters Licht geführt und getäuscht?!“ hat mir supergut gefallen. Schritt für Schritt wird der Spannungsbogen auf- und ausgebaut und Doppelbilder erzeugt. Die Frauen haben mehr gemeinsam, als man als Leser auf den ersten Blick erkennen kann. Wahrheit oder Wirklichkeit wurden immer wieder raffiniert hinterfragt und „damals“ und „heute“ gekonnt miteinander verwoben. So kommt ein intensives Gänsehautfeeling ohne Blut- oder Mordszenenbeschreibung auf, mir ging es jedenfalls so. Und ich habe mich beim Lesen und Hinterfragen ein wenig wie „the father of psychoanalysis“ Sigmund Freud gefühlt. Gerne mehr, aber lest bitte selber.....

Inhalt:
Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches.


Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennenlernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.


Mehr über den Autoren:
THE GIRL BEFORE ist der erste Psychothriller JP Delaneys. Zuvor veröffentlichte Delaney unter anderen Namen bereits einige Romane, die die Bestsellerliste eroberten. THE GIRL BEFORE erscheint im Januar 2017 in insgesamt 40 Ländern. Die Verfilmung durch den bekannten Hollywood-Regisseur Ron Howard ist bereits in Planung.

Fazit: 5 Sterne**** für diesen wirklich großartigen Thriller, den ich in Rekordzeit verschlungen habe und wärmstens weiterempfehlen kann.
„The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 400 Seiten und kostet 13,00 Euro.


Gut konstruierter Psychothriller

Von: Anetts Bücherwelt aus Chemnitz Datum : 15.05.2017

www.anettsbuecherwelt.blogspot.de

Jane muss umziehen! Aber eine bezahlbare Wohnung in London zu finden ist fast unmöglich. Nach einem Schicksalsschlag arbeitet sie nun in einer Hilfsorganisation und braucht eine preiswertere Wohnung. Da tut sich eine Möglichkeit auf, wo Jane nicht nein sagen kann.
Und trotz vieler Regeln - die für den Leser wohl erst einmal total unsinnig und außer Frage stehen - stellt sie sich der Herausforderung und bezieht die Wohnung.

Jane lernt den Architekten Edward kennen und die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre.
Irgendwann erfährt Jane, dass in diesem Haus eine Frau auf mysteriöse Art und Weise umgekommen ist und dies nie richtig geklärt wurde.

Die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Jane und aus Sicht von Emma geschrieben, was es dem Leser einfacher macht, in deren Welt einzutauchen. Und die beiden haben echt viele Gemeinsamkeiten, da ist nicht nur die äußerliche Ähnlichkeit der beiden, welche auch der verstorbenen Frau von Edward gleicht, wie man noch erfährt.
Beide Frauen haben auch einen herben Schicksalsschlag hinter sich und versuchen ihr Leben neu zu ordnen.

Jedoch so wie Jane versucht, dem Tod von Emma auf die Spur zu kommen, so enden auch langsam die Ähnlichkeiten der beiden. Nun wird im Buch eine Spannung aufgebaut, die mich das Buch kaum aus der Hand legen lies. Dabei webte der Autor hier einige Handlungen ein, die echt verstrickt waren und man als Leser immer wieder aufs Glatteis geführt wurde. Nach und nach wurden die Protagonisten mehr heraus gearbeitet und ich als Leser wurde immer wieder überrascht. Ganz besonders vom Ende - aber ich will nicht zuviel verraten.

Das Buch war sehr konstruiert und überaus klug durchdacht. Dabei baute es nach und nach so eine Spannung auf, da braucht es nicht massenhaft Leichen und Blut um ein guter Thriller zu sein!

Fazit:
Das Buch blieb noch lange nach dem lesen bei mir im Kopf und ich fand es echt spannend und richtig gut geschrieben. Ein Psychothriller, der mich wirklich überzeugen konnte. Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber ich war/ bin begeistert!

Selbstständiges Denken - Unerwünscht

Von: Miss Norge aus Rabenau Datum : 14.05.2017

www.missnorge.de

Ein spannender und raffiniert gestrickter Psycho-Thriller, der ohne viel Blut vergießen auskommt und wo ich als Leserin selbst wieder ausgiebig hinter´s Licht geführt wurde.
Die beiden Bewohnerinnen des Hauses, Emma und Jane sind eigentlich die Hauptpersonen in diesem Buch, die Kapitel wechseln sich dadurch immer ab und es kommt keine Langeweile auf.
Die Geschichte im "Heute" von Jane setzt oft genau dort an, wo sie auch im "Damals" von Emma endete bzw. begann. Hier ergänzt sich alles, oder es wiederholt sich kurz, so das man weiß, das beiden Frauen genau das gleiche passiert. Das garantiert einen ungewöhnlichen Aufbau dieser Story. Beide Frauen vereinen verschiedene Schicksalsschläge, doch jede hat ihre eigene Art damit umzugehen und fertig zu werden.
Dieses Haus kann alles, weiß alles und lässt einem die Gänsehaut über den Rücken laufen, also es könnte noch so toll sein, mich würde da keiner rein bekommen. Alleine schon die fast 200 Klauseln die zu beachten sind, wenn man als Mieter einzieht und das ist ja noch nicht einmal alles, aber mehr möchte ich nicht verraten.
Der Autor (oder die Autorin) gab mir, nach fast der Hälfte des Buches, das Gefühl das ich wüsste wer was warum getan hat, nur um es dann ganz am Ende wieder über den Haufen zu werfen.
Ich möchte auch nicht zu viel schreiben, da ich finde, das Buch muss man einfach gelesen haben, wenn man Fan von Psycho-Thrillern ist.
Mir hat es spannende und tolle Lesestunden beschert, der lockere und flüssig zu lesende Schreibstil hat sein übriges dazu getan.
Unbedingt lesen und sich im Haus "gefangen und überwacht" fühlen.


The Girl Before

Von: Niklas' Leseblog Datum : 12.05.2017

niklas-leseblog.jimdo.com

Eine spannende Idee, gut umgesetzt: Denn die Kapitel sind immer aus zwei Sichten im Wechsel geschrieben. Zum einen aus der Perspektive von Jane, zum anderen aus der von der Vormieterin. Dabei ist sehr gelungen, dass wenn beispielsweise die Erzählung von Jane im Kapitel zum Ende ist, direkt daran angeknüpft wird im Kapitel der Vormieterin - weil genau die Situation sie auch erlebt hat. Dadurch erhöht sich die Spannung und die ganze Geschichte wird unheimlicher und packender.
Dazu ein guter, flüssiger und schnell zu lesender Schreibstil, der den Leser abholt und mitnimmt - und nur wenig Luft zum Atmen lässt.
Die Charaktere sind ganz gut ausgearbeitet, allerdings immer wieder mal auch recht 0815-mäßig, sprich sie verhalten sich etwas naiv oder "typisch", was ein bisschen schade ist.

Gestört hat mich das Ende des Thrillers, das man zwar so nicht unbedingt vermutet hat, aber doch meiner Meinung nach unpassend ist. Mehr möchte ich nicht sagen, sonst würde ich ja die ganze Geschichte spoilern ;-)

Fazit: Unterhaltsame Geschichte, gut und spannend geschrieben - allerdings mit einem doofen Ende.

Lange nicht mehr so einen guten Thriller gelesen!

Von: Veronika Datum : 11.05.2017

veros-buchparadies.blogspot.de/

Ich habe mich tierisch gefreut diesen Thriller zu lesen, weil der letzte Thriller in dem es nicht um Mord und Totschlag ging schon eine weile zurück liegt. Ich glaube das letzte Buch in dieser Art war "Girl on the Train" und das hat mich richtig von den Socken gehauen. Jedenfalls habe ich mich sehr gefreut dieses Buch zu lesen und wurde immer weiter in meiner Vorfreude gedämpft, als ich die vielen negativen Rezensionen dazu gelesen habe und viele Leute das Buch auch einfach abgebrochen haben, weil die Protagonistin und der Schreibstil wohl so doof wären. Noch mehr gedämpft wurde meine Freude dann, als mein Freund nach der ersten Seite das Buch zugeklappt hat und gesagt hat: "das werde ich nie im Leben lesen. Das ist ja grauenhaft! Hier gibt es keine Anführungszeichen und die Protagonistin ist ja mal echt unsympathisch."
Ein paar Tage später habe ich mich dann dazu entschieden das ich mir eine eigene Meinung bilden möchte und habe das Buch in die Hand genommen. Weniger als 24 Stunden später hatte ich es durch und was soll ich sagen? Ich kann mich der überwiegenden Meinung zu dem Buch in keinem Fall anschließen. Ich fand das Buch wirklich top.

Ich muss sagen, das der Schreibstil anfangs irritierend war. Das Buch wird aus zwei Sichten erzählt. Einmal im 'damals' aus Emmas Sicht und 'heute' in der Sicht von Jane. Das komische an dem Schreibstil ist, das Emmas Sicht ohne Anführungsstriche erzählt wird und dadurch Gedanken, Handlungen und Wörtlicherede unangenehm miteinander verschwimmt und man teilweise auch gar nicht mehr weiß ob das jetzt ein gesprochener oder ein Gedanke von Emma war. Ich habe noch nicht wirklich durchblickt ob das ein Sinn hatte oder ob das einfach nur die Vergangenheit zum Ausdruck bringen soll. Jedenfalls war das wirklich anstrengend manchmal, jedoch gewöhnt man sich schnell daran, wenn man das Buch so schnell durchliest wie ich es getan habe.
Das die Protagonistin unsympathisch ist, kann ich nichts bestätigen. Ich finde weder Emma noch Jane unsympathisch. Sie sagen mir zwar als Person nicht so zu, jedoch würde ich deshalb das Buch nicht abbrechen, weil ich der Meinung bin das Beide auf ihre Art und Weisen ganz nett und noch erträglich sind. Da hatte ich wirklich schon schlimmere Charaktere in Büchern. Jedoch werden die beiden sicherlich nicht meine Lieblingscharaktere, die mir ewig im Kopf bleiben werden. Obwohl die Figuren einer Geschichte wirklich wichtig sind, hat das der Geschichte an sich aber auch gar nicht geschadet, was auch wirklich selten vorkommt.
Wirklich gut fand ich auch die Erzählweise des Buches. Man erlebt gleichzeitig die Geschichte von Emma und Jane, weil der Autor die Geschichten abwechselnd liest. Dabei fallen einem natürlich die Parallelen auf und ab und zu liest man Dinge doppelt, weil es bei Emma und Jane gleich passiert, jedoch macht das die Geschichte noch spannender.

Die Protagonisten müssen, um (eventuell) in das Haus ziehen zu können, einen Fragebogen ausfüllen, an dem der Autor die Leser teilhaben lässt. Manchmal saß ich vor den Fragen und dachte mir "was zur Hölle würdest du darauf antworten?" Zum Beispiel gab es da die Frage: "Eine dir nahestehende Person beichtet dir im Vertrauen, sie habe im betrunkenen Zustand jemanden überfahren, deshalb habe sie endgültig mit dem Trinken aufgehört. Fühlst du dich verpflichtet, das bei der Polizei anzuzeigen?" Das war nur eine von vielen Fragen, über die man einen Moment nachdenken muss und sich vielleicht sogar über seine Entscheidung erschreckt. Ich finde es sehr schade und gleichzeitig echt spannend, das man nicht erfährt was die beiden Protagonistinnen dort angekreuzt haben, jedoch lernt man die beiden im Laufe des Buches so gut kennen, das man es sich schon fast denken kann.

Das Buch ist auf jeden Fall etwas für jeden, der sich von komischen Schreibweisen nicht direkt abschrecken lässt und der auf eine echt gute Story steht, die sehr viele Geheimnisse und Überraschungsmomente bereit hält. Es ist wirklich lange her, seit ich so ein gutes Buch gelesen habe, das mich direkt fesselt und ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann!

Ein interessanter Thriller, der am Ende etwas schwächelt.

Von: Bettys Welt Datum : 11.05.2017

https://bettysweltblog.wordpress.com/

Das Buch beginnt mit jeweils einem Kapitel aus Emmas Sicht mit der Ergänzung „Damals“ und einem Kapitel aus Janes Sicht mit der Ergänzung „Heute“. Man lernt die jungen Frauen, die beide gerade einen Schicksalsschlag erlitten haben, bei der recht hoffnungslosen und verzweifelten Suche nach einer Immobilie in London kennen. Beide erhalten dann das außergewöhnliche Angebot in das sehr ausgefallene Haus eines Stararchitekten zu ziehen, das sehr spartanisch eingerichtet und mit modernster Technik ausgestattet ist. Allerdings verlangt der Vermieter zunächst das Ausfüllen eines sehr umfassenden Fragebogens und sie müssen sich in einem persönlichen Gespräch bewerben. Weiterhin müssen sie sich dann auch schriftlich verpflichten, sich an eine Unmenge von teils abstrusen Regeln zu halten, Besichtigungen zu gestatten und sich auf neuestem technischen Stand umfassend überwachen und analysieren zu lassen.

Zunächst kommt die Geschichte etwas konstruiert daher. Welcher Mieter würde sich solchen Regeln unterwerfen?! Nur der absolute Wunsch nach einem totalen kompromisslosen Neuanfang kann das einigermaßen plausibel machen. Trotzdem wird von der Autorin JP Delaney sofort eine besondere Atmosphäre erzeugt. Allein bei der Vorstellung unter solchen Bedingungen leben zu müssen bekommt man Beklemmungen, man fühlt sich der totalen Beobachtung und Überwachung ausgesetzt.

Nachdem Jane vor der Haustüre immer wieder Blumensträuße vorfindet, stellt sich heraus, dass eine ihrer Vormieterinnen im Haus verstorben ist. Es wurde nie geklärt, ob es sich um einen Unfall, eine Straftat oder Selbstmord handelte. Jane kann sich diesem Rätsel nicht entziehen und beginnt Fragen zu stellen.

Obwohl die Erzählung ständig in kurzen Kapiteln zwischen „Emma Damals“ und „Jane Heute“ springt ist der Verlauf linear. Die beiden Geschichten erzählen sich irgendwie gegenseitig weiter, da sie sich durch ihre Duplizität ergänzen und gegenseitig den Handlungsstrang fortführen. Die beiden Verläufe haben viele Parallelen und Ähnlichkeiten, einmal in der Vergangenheit und dann in Janes Gegenwart. Man dringt immer tiefer in die Vorgeschichte und das Leben der Personen vor, aber die Klärung rückt immer weiter in die Ferne. Es wird immer undurchsichtiger, aber ohne Sprünge oder plötzliche Überraschungen, das Buch ist strukturiert und klar erzählt. Man rätselt kräftig mit, was wohl wirklich mit Emma geschehen ist. Ständig hat man ein leicht ungutes Gefühl und düstere Vorahnungen, es handelt sich um ein sehr intensives aber recht nüchtern erzähltes Buch.

Der Auftakt zum Ende kommt dann recht schnell und unvorhergesehen, alle Rätsel werden aufgeklärt, aber es bleibt ein offener Ausblick auf zukünftige Geschehnisse, der einen nachdenklich zurück lässt. Der Abschluss konnte mich nicht ganz so überzeugen, wie der Rest des Buches, daher gibt es einen Punkt Abzug.

Das Nachwort zeigt, dass es sich wohl für die Autorin JP Delaney bei dem Buch „The Girl Before“ auch um ein sehr persönliches Buch handelt.

Ein interessanter Thriller, der am Ende etwas schwächelt.

Anders als erwartet

Von: Lavender Datum : 09.05.2017

https://lavendercoriander.wordpress.com/

Ich war mir nicht sicher, ob ich dieses Buch mögen würde. Der Klappentext klang vielversprechend. Aber die englischen Besprechungen des Buches waren zwiegespalten. Zu seltsam war die Ausganglage. Man mietet eine Wohnung mit hunderdrölwzig Regeln, die fast alle die persönliche Grenze überschreiten. Wer tut so etwas? Aber in der Tat gelingt es dem Autor, die Personen, die das tatsächlich tun, zu verstehen. Warum sie aus ihrer persönlichen Lebenssituation bereit sind, sich diesem Diktat zu unterwerfen.

Die Story wird aus 2 Blickwinkeln erzählt. Emma, damals. Jane, jetzt. Emma ist bereits tot, als Jane die Wohnung mietet. Wir erfahren über beide Frauen, wie und warum sie bereit waren, sich diesen Regeln für das Bewohnen dieses Hauses zu unterwerfen und dann tatsächlich in diese exklusive Residenz einziehen. Aus beiden Sichten wird abwechselnd erzählt. Zunächst sieht das ganze recht absehbar aus. Beide Frauen machen ähnliche Erfahrungen mit dem Architekten des Hauses. Sie erleben ähnliche Situationen. Aber nach und nach entfernen sich ihre Erfahrungen. Das Buch entwickelt sich stetig in eine andere Richtung als man vielleicht erwartet. Die Erzählerinnen sind doch sehr unterschiedlicher als man zuerst dachte. Ich war zunehmend fasziniert, obwohl über weite Teile nicht wirklich viel passiert. Es ist mehr das unterschwellige. Zuerst fesselt die Darstellung der beiden Frauen, wie sie bestimmte Sachen mit dem faszinierenden Architekten Edward erleben. Dann gehen die Beschreibungen langsam auseinander und nehmen eigene, ungeahnte Wege

Dieser Krimi/Thriller ist wirklich sehr speziell. Es ist einerseits sehr glattpoliert und schnörkellos. Zugleich aber handelt er sehr spezifische Themen ab und man sollte nicht alles glauben, was die beiden Frauenfiguren erzählen. Ich habe, glaube ich, noch nie ein derart konstruiertes Buch gelesen. Alleine deshalb hebt sich dieses Buch vom Mainstream ab. Hier darf man nichts glauben. Zugleich muss man die unglaubliche Ausganglage akzeptieren. Wenn man das so annimmt wird man mit einem ungewöhnlich gestrickten Thriller belohnt. Mich hat dieses Buch sehr beschäftigt. Wenn ich die Zeit gehabt hätte, hätte ich es in einem Rutsch durchgelesen. Es flutscht nur so dahin. Die Themen, die es behandelt, sind durchaus tiefsinnig. Ich bewundere auch die Kunstfertigkeit des Autors. Ihm gelingt es auf einer Seite in wenigen, präzisen Worten, die Gefühle einer Mutter über eine Totgeburt zu beschreiben, die mir die Tränen in die Augen trieben. Im Weiteren schreibt er dann einen ungewöhnlichen, komplexen und doch aalglatten Krimi. Dieses Buch ist ein faszinierender Zwitter. Eiskalt, schnörkellos, auf den Punkt gebracht und doch irgendwie trivial. Mir hat es extrem gut gefallen. Das mag nicht für jeden funktionieren. Ich fand es hervorragend.

Eher ein Spannungsroman als ein Thriller, aber trotzdem überzeugend

Von: Anna Datum : 08.05.2017

https://liveyourlifewithbooks.wordpress.com/

Inhalt

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane einen Tapetenwechsel und ergreift die Chance in ein hochmodernes Haus in einer schicken Gegend in London zu ziehen. Als der attraktive Architekt des Hauses ihr auch noch seine Aufmerksamkeit schenkt, kann sie ihr Glück kaum fassen. Doch dann entdeckt sie, dass eine der Vormieterinnen in diesem Haus gestorben ist und ohne es zu ahnen, durchlebt Jane genau dasselbe wie sie..

Dieses Buch ist weniger ein Thriller, als ein Spannungsroman und doch konnte es mich von sich überzeugen.

„The Girl Before – Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.“ habe ich mir beim Bloggerportal auf die Merkliste gepackt, als ich den Klappentext gelesen habe. Es hat mich einfach direkt angesprochen. Als ich die Leseprobe dann noch durchgelesen hatte, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen möchte. Das Bloggerportal hat mir ein Rezensionsexemplar zugesendet, worüber ich mich unglaublich gefreut habe. Herzlichen Dank dafür!

Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Immer abwechselnd kann man aus der Sicht von Jane, die in der Gegenwart lebt und Emma, die damals das Haus besichtigt und anschließend bewohnt hat, lesen. Beide Frauen scheinen auf den ersten Blick viele Gemeinsamkeiten zu haben. Jane hat sich von ihrem Schicksalsschlag noch nicht richtig erholt und möchte einen Neuanfang wagen. Emma fühlt sich in ihrer alten Wohnung nicht mehr sicher, denn bei ihr und ihrem Freund wurde eingebrochen. Für beide Frauen ist es schwierig eine geeignete und vor allem bezahlbare Wohnung zu finden und Folgate Street 1 scheint ein Glücksgriff zu sein. Hochmodern, erschwinglich und in einem guten Viertel. Doch es gibt einen sehr großen Haken: der Bewerbungsfragebogen und die strikten Regeln des Vermieters.

„1. Liste alle Dinge auf, die in deinem Leben unverzichtbar sind.“ (S. 7)

Nicht nur der Fragebogen, sondern auch die Regeln haben mir bereits ganz am Anfang eine Gänsehaut beschert. Keine Bücher? Keine Fotos? Nichts darf herumliegen? Alles muss immer aufgeräumt sein? Für mich wäre dieses Haus nie und nimmer in Frage gekommen. Vor allem, weil auch Führungen durch das Haus und regelmäßige Kontrollen im Vertrag stehen. Privatsphäre gibt es in diesem Haus nicht und sowohl Jane als auch Emma scheinen sich darüber nur wenig Gedanken zu machen. Sie wollen in dieses Haus einziehen, koste es was es wolle.
Simon, Emmas Freund, hat vorbehalte. Doch er macht sich Sorgen um seine Lebensgefährtin, denn seit dem Überfall fühlt sie sich nicht mehr sicher. Folgate Street 1 verfügt über sehr gute Sicherheitsbestimmungen und deshalb stimmt er den Regeln zu.
Die letzte Hürde, die sowohl Jane, als auch Emma, nehmen müssen, ist das Treffen mit dem Architekten Edward Monkford. Er hat das letzte Wort. Bei beiden verläuft das Gespräch eher unterkühlt und bei beiden verspürt man als Leser die Anziehung, welche die Frauen für den attraktiven Architekten empfinden.

Edward Monkford ist charismatisch, wirkt zwar distanziert aber aufmerksam. Er sagt deutlich, was er erwartet und was er will. Es gibt keine Kompromisse, Ausreden oder Zugeständnisse. Solange die Regeln befolgt werden, hat der Vertrag bestand. Wer gegen sie verstößt, wird selbst verstoßen. Perfektionismus und Minimalismus sind die Dinge, die bei ihm an erster Stelle stehen – in jedem Lebensbereich.

„Zwischenmenschliche Beziehungen, so wie das menschliche Leben insgesamt, neigen dazu, Überflüssiges anzuhäufen. […] Und wenn wir das alles abwerfen? Eine Beziehung, unbelastet von Konventionen und erfüllt von Schlichtheit und Freiheit hat etwas Reines an sich.“ (S. 91)

Nachdem Emma ihren langzeit Freund Simon verstoßen hat, macht Monkford nicht nur ihr dieses Angebot, sondern einige Jahre später auch Jane. Beide Frauen, alleinstehend und um einen Neuanfang bemüht, gehen diese unkonventionelle Beziehung ein.
Doch vor allem Jane stört sich zunehmends an der Verschwiegenheit des Mannes. Er spricht nicht über seine Frau, die verstorben ist. Er möchte nicht über Emma reden, die in Folgate Street 1 ums Leben gekommen ist und er macht auch sonst um alles ein großes Geheimnis. Nach und nach beginnt Jane Fragen zu stellen und je intensiver sie nach Antworten forscht, desto unwohler fühlt sie sich. Das Haus scheint nicht zu wollen, dass sie sich mit all diesen Fragen beschäftigt.
Die Ergebnisse ihrer Nachforschungen versetzen sie nur noch mehr in Angst, doch es ist längst zu spät, sich dem zu entziehen.
Jane wirkt auf mich sehr intelligent und durchdacht. Sie handelt impulsiv, versucht sich aber nicht immer von ihren Gefühlen leiten zu lassen. Die Neugierde treibt sie an, gleichzeitig aber auch die Angst vor dem, was sie möglicherweise aufdecken könnte. Sie versucht sich nicht zu sehr von dem Haus und den Regeln, die daran geknüpft sind, einschüchtern zu lassen und kommt mit dem minimalistischen Lebensstil recht gut zurecht, auch wenn die Kontrollen durch Edward Monkford ihr zusehends unangenehmer werden.

Während Jane sich immer mehr von dem Haus distanziert, lässt Emma sich darin fallen. Sie geht nicht unbedingt mit dem minimalistischen Gedanken konform, hält sich nur sporadisch an die Regeln, möchte aber Monkford um jeden Preis gefallen. Auf den ersten Blick ist sie eine liebenswürdige, hübsche junge Frau, die ihren Platz in der Welt noch finden muss. Durch den Überfall hat sie sich in Therapie begeben und dort decken sich nach und nach Geheimnisse auf, die mir als Leser eine Gänsehaut beschert haben.
Doch trotz ihrer Beziehung zu Monkford, scheint Emma, je länger sie in Folgate Street 1 lebt, ebenfalls diese Angst zu verspüren, die Jahre später auch Jane heimsucht. Auch sie fühlt sich nicht mehr sicher.

„Und mein Rat an Sie ist, sich schleunigst eine neue Wohnung zu suchen. Eine mit Sicherheitsschlössern und Alarmanlage. Nur für alle Fälle.“ (S. 342)

Die Atmosphäre im Buch stimmt von Anfang bis Ende. Es ist zwar nicht wirklich ein richtiger Thriller, doch die unterschwellige Spannung ist deutlich zu spüren. Man weiß vom ersten Moment an, dass etwas nicht stimmt, doch man kann einfach nicht erkennen, woran es liegt. Alles dreht sich um das Haus, den Architekten, die Regeln und die Gefahr, die beiden Frauen so große Angst eingejagt hat. Doch auch als Leser hat man beinahe bist zum Schluss hin keine Ahnung, was eigentlich gespielt wird. Durch die ständig wechselnden Sichtweisen kann man zwar etwas schneller kombinieren, als die beiden Frauen, doch die Auflösung habe ich in dieser Weise nicht kommen sehen.
Fazit

Die Stimmung und die Art der Aufteilung im Buch haben mir sehr gut gefallen. Der Schreibsitl ist sehr leicht und einfach zu lesen und die unterschwellige Spannung auf jeder Seite zu spüren. Die beiden Frauen sind sehr unterschiedlich und sich irgendwie doch ähnlich und Edward Monkford ist wohl der interessanteste Charakter im Buch. Die abstrusen Regeln und Fragebögen haben mir eine Gänsehaut beschert und Monkfords Art mit Menschen umzugehen ebenfalls. Auch wenn das Buch weniger Thriller als Spannungsroman, oder fast schon Drama, war, hat es mir sehr gut gefallen. Es konnte mich fesseln und das Ende war noch einmal ein richtiger Knall zum Schluss. Eine klare Empfehlung.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar!

Spannend und verstörend ...

Von: wortgeflumselkritzelkram Datum : 08.05.2017

https://wortgeflumselkritzelkram.wordpress.com/

Als Jane nach einem Schicksalsschlag die Chance erhält, in ein hochmodernes Haus einzuziehen, zögert sie nicht lange. Selbst die merkwürdigen Fragen und Regeln des attraktiven Besitzers und Architekten des Hauses lassen sie nicht zweifeln. Als sie jedoch erfährt, dass die Vormieterin des Hauses, die unter fragwürdigen Umständen in diesem Haus zu Tode gekommen ist, ihr sehr ähnlich sah, beginnt sie nachzuforschen. Und dabei stösst Jane auf Rätsel und Geheimnisse und wähnt sich bald schon in ähnlicher Gefahr, wie die Frau vor ihr ….

Dies ist der erste Psychothriller des Autors und mit diesem legt er die Messlatte für kommende Bücher schon sehr hoch. Von der ersten bis zur letzten Seite baut Delaney eine ungeheuerliche Spannung auf und dies, trotz einiger recht heftiger Szenen, ohne großartiges Blutvergießen.

Erzählt wird in kurzen Kapiteln jeweils aus der Sicht von heute: „Jane“ und damals: „Emma“. Dabei unterscheidet sich sowohl Sprachstil als auch die Schreibweise sehr voneinander. Z. B. wird bei Jane die wörtliche Rede mit „“ gekennzeichnet, bei Emma nicht. Auch fällt mir auf, dass Emmas Sprache eindeutig härter und teilweise sogar vulgär ist.

Die beiden Frauen sowie ihr männlicher Gegenpart bleiben undurchsichtig und rätselhaft. Und dies, obwohl man von den beiden Frauen einiges von ihrer Gefühls- und Gedankenwelt erfährt. Und dies ist oft verstörend und immer spannend, so dass ich Seite um Seite umblättere und mich unausweichlich dem großen Show Down nähere.

Und das Ende kommt gewaltig und überraschend und überhaupt nicht so, wie es mir vorgestellt hatte. Und genau so soll es ja sein, oder?

Hier habe ich einen wirklich guten Thriller gelesen, der mich bis zuletzt über die Hintergründe der einzelnen Protagonisten im Unklaren lässt und psychologisch wirklich gut durchdacht ist.

Ein Fall für Sich :)

Von: Colorul_Leaf Datum : 06.05.2017

leafhunt.blogspot.de/

Ein Haus das seinem , Bewohner Opfer abverlangt, sie allerdings tausendfach für diese Opfer einschädigt
- Edward Monkfort

Die ersten 100-150 Seiten waren ein Kampf, die Beschreibung der Hauses war wirklich interessant,die Kapitel waren nicht sehr lang& der Schreibstil flüssig, doch ich sehnte mich einfach nach Spannung.Die Handlung spielt in zwei Zeitsträngen : Damals/Emma & Heute/Jane, die Frau die in der Gegenwart genauso liebte & lebte wie Emma.Vielleicht war es schlicht & einfach die Tatsache das beide Frauen in verschiedenen Perfektiven das selbe durchlebten das mich anödete.Dann endlich der Wendepunkt, meine neugierte war geweckt & ich musste wissen wie die Geschichte endet. Darauf folgte eine kurze Ernüchterung , ich der festen Überzeugung ich hätte die Story durchsaut da Überrumpelte mich ein Ende mit dem ich nicht gerechnet hatte.


Fazit: Eigentlich ein recht interessantes Buch , die Geschichte als solches war wirklich nicht schlecht. Aber mich Thrillerjunkie hat sie einfach nicht aus den Socken gehauen.

Außergewöhnlich und packend

Von: eulenmatz liest Datum : 05.05.2017

https://eulenmatz-liest.com/

MEINUNG:
Sebastian Fitzek sagt über diesen Thriller: „Ein Wirbelsturm von einem Roman“ und auch im englischsprachigen Raum ist The Girl Before bereits ein Bestseller. Ich habe es durch Zufall auf dem Bloggerportal von Randomhouse entdeckt und es wurde mir dann freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Schon mal so viel vorweg: Ich wurde hier nicht enttäuscht.
Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt. Die heutige Sicht wird von Jane erzählt und die damalige Sicht von Janes Vormieterin, Emma. Die Kapitel wechseln sich immer ab und werden nur ab und zu von Multiple Choice-Fragen unterbrochen, auf die ich gar nicht näher eingehen möchte. Die Autorin hat Janes und Emmas Geschichte absichtlich sehr ähnlich aufgebaut und man muss beim Lesen höllisch aufpassen, dass man beide nicht miteinander verwechselt. Ich mag Bücher, die den Leser herausfordern, aber selten habe ich mich so oft dabei ertappt, dass ich beide Frauen verwechselt habe.

Janes und Emmas Geschichten beginnen gleich und zwar mit dem Einzug in die Folgate Street 1. Beide haben auf Grund bestimmter Vorkommnisse in ihren Leben den Wunsch sich räumlich zu verändern. In der Folgate Street 1 glaube sie genau das zu finden. Jane und Emma sind sich optisch sehr ähnlich und verlieben sich beide in den Besitzer und Architekten des Hauses, Edward. Edward ist auch der Grund, warum sich ihrer beide Leben eine Zeit lang komplett gleichen. Edward ist sehr speziell, genauso wie sein Haus, wofür er mehr als 200 Regeln für den Mieter aufgestellt hat. Edward und sein Verhalten waren es auch, die mir des Öfteren Gänsehautmomente beschert haben, weil ich mir immer das schlimmste ausgemalt habe. Schließlich ist auch gleich zu Anfang klar, dass Emma in dem Haus umgekommen ist. Der Thriller ist vor allem am Anfang sehr stark und spielt sehr mit der Psyche der Lesers.

Es gibt einen Punkt, da beginnen Janes und Emmas Lebensläufe auseinander zu laufen. Nämlich an dem Punkt, als Jane beginnt Nachforschungen zu Emmas Tod anzustellen. Es kommen immer mehr Wahrheiten ans Licht und es wird deutlich, dass Emma häufig gelogen hat. Die Autorin präsentiert am Ende so viele mögliche Theorien, dass ich selbst nicht so recht wusste, was nun passiert ist und wer Emma möglicherweise auf dem Gewissen hat. Das Ende hat mich überrascht, aber ich fand es jetzt nicht ganz so spektakulär.

Mir gefiel, dass das Buch u.a. auch einige wichtige Themen rund um das Thema Schwangerschaft/ Mutterschaft aufgreift. Natürlich bezieht man sich hier vor allem auf England, aber ich finde, dass es trotzdem wichtig ist, diese Themen auch mal in der Literatur aufzugreifen.

FAZIT:
Das Konstrukt des Thrillers ist absolut genial und ich habe bisher auch noch nichts Vergleichbares gelesen. Der Thriller ist vor allem am Anfang sehr stark und spielt sehr mit der Psyche des Lesers. Es gab Momente, da hatte ich Angst weiterzulesen. Gegen Ende wird in meinen Augen etwas schwächer. Das Ende war für mich unvorhersehbar, spannend, aber die Auflösung hätte noch ein bisschen spektakulärer sein können. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau. Ich kann hier eine klare Leseempfehlung aussprechen.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Toll konstruierter Thriller um Macht und Manipulation

Von: Tintenhain Datum : 05.05.2017

www.tintenhain.wordpress.com

Jane hat einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Ihre Tochter kam tot zur Welt. Um einen Neubeginn zu wagen, sucht sie eine Wohnung und als sie ein hochmodernes Haus zu sehr günstiger Miete angeboten hat, zögert sie nicht lange. Doch die Sache hat einen Haken, als Mieterin unterliegt sie strengen Regeln, die der charismatische Architekt und Hausbesitzer Edward Monkford aufgestellt hat. Von Edward geht eine magische Anziehungskraft aus und Jane ist entzückt als sie entdeckt, dass diese auch auf Gegenseitigkeit zu beruhen scheint. Doch dann erfährt Jane, dass eine junge Frau, Emma, die früher in diesem Haus gelebt hat, ungeklärt zu Tode kam. Merkwürdigerweise scheint Janes Leben immer mehr dem Emmas zu gleichen und sie fürchtet bald um ihr Leben.

Mal abgesehen von der sehr abstrusen Ausgangssituation, in der sich Mieter einem seitenlangen Fragebogen mit sehr persönlichen Fragen aussetzen müssen, um anschließend einen Mietvertrag zu unterschreiben, der von übergriffigen Regeln nur so strotzt und selbst vorschreibt, wie aufgeräumt das Appartement sein muss, klingt schon der Klappentext nach einem vielversprechenden Thriller. Darüber, dass wahrscheinlich keine geistig gesunde Frau sich unter diesen Bedingungen in das Haus einmieten würde, muss man also erst einmal großzügig hinwegsehen. Ansonsten würde die Geschichte auch nicht funktionieren.

Die Idee, dass ein Haus seine Bewohner formt und sie erzieht, ist in gewisser Weise interessant. Edward Monkford hat genaue Vorstellungen von Architektur allerdings auch von seinen Beziehungen zu Frauen. Der Witwer hatte eine Liaison mit Emma und drei Jahre später ist Jane, die Emma ähnlich sieht, seine Geliebte. Die Parallelen in Emmas und Janes Leben sind unübersehbar und erschreckend greifbar. Es geht um Macht und Manipulation sowie um die Wahrhaftigkeit von Liebe.

JP Delaney konstruiert seinen Thriller auf interessante Weise. Beide Frauen – Damals: Emma und Heute: Jane – kommen strikt abwechselnd in der Ich-Person zu Wort. Dabei unterscheiden sich beide weniger vom Sprachstil her als von der Interpunktion, denn bei Emma wird die wörtliche Rede nicht durch Gänsefüßchen kenntlich gemacht. Zwischendurch werden immer mal wieder Fragen aus dem Bewerbungsbogen eingestreut und man kommt glatt ins Grübeln, was man wohl selbst angekreuzt hätte. Durch die Parallelität der beiden Erzählstränge von Emma und Jane wird sehr deutlich, wie sehr sich die beiden Leben von Emma und Jane angleichen. Immer wieder hat man beim Lesen einen sofortigen Dejá-Vu-Effekt.

Spannend ist vor allem Emmas Entwicklung, denn hier lauert sehr viel mehr unter der Oberfläche als man anfangs erahnen kann. Irgendwann weiß man nicht mehr, wem man trauen kann und wer überhaupt noch die Wahrheit sagt. Die Figuren sind gut angelegt, allerdings für mich kaum zugänglich, was vermutlich aber auch schon durch das absurde Verhalten, in dieses Haus einzuziehen, zusammenhängt. Da fällt es mir doch eher schwer, Intelligenz zuzugestehen. Monkford bleibt vor allem mysteriös und unnahbar. Klar ist nur, dass alle Figuren – vielleicht abgesehen von Emmas Therapeutin – mehr oder weniger psychisch gestört sind. Das macht es natürlich unberechenbar.

Die zu erwartende Spannung besteht von Anfang an und zieht sich konstant durch den Roman, allerdings bleibt der Spannungsbogen eher flach. Zum Schluss zieht Delaney noch mal richtig an bis zu einem nervenzerreißenden Showdown. Allerdings konnte „The Girl Before“ bei mir nicht so sehr punkten wie zuvor „The Couple Next Door“ oder „Saving Grace", die ich regelrecht verschlungen hatte. Trotzdem hat mich „The Girl Before“ gut unterhalten und das Ende ließ mich zufrieden zurück. Ein spannender und vor allem unblutiger Thriller, der mit einer interessanten Idee aufwartet und tief in die menschliche Psyche blicken lässt.

© Tintenhain

Fesselnd und spannend

Von: Anita Datum : 04.05.2017

https://aniscrazybookworld.wordpress.com/

Meine Meinung

„The Girl Before“ ist mal wieder ein Thriller, der mich richtig gefesselt hat. Schon nach den ersten Kapiteln konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Eigentlich hatte ich mir irgendwie etwas anderes bei dem Buch vorgestellt, aber es hat mich sehr positiv überrascht.

Die Story wird abwechseln aus der Sicht von Emma und Jane erzählt. Jeweils ein Kapitel Emma, welche die verstorbene Vormieterin ist und dann wieder ein Kapitel Jane, welche jetzt neu in das Haus ziehen möchte. Durch diesen schnellen Wechsel und zum teil sehr kurze Kapitel hat sich der Thriller sehr flüssig gelesen und war immer unheimlich spannend. Man erlebt mit, wie beide Frauen sich um das Haus bewerben und dann auch dort einziehen. Ich fand es sehr interessant das man das Leben der beiden sozusagen parallel liest und dadurch mit der Zeit immer mehr Sachen aufgedeckt werden.

Auch das Haus ist etwas besonderes. Aber das sollte jeder selbst erleben. Ich würde allerdings nicht darin wohnen wollen oder könnte es wahrscheinlich auch gar nicht. Die Regeln wären absolut nichts für mich, aus vielen Gründen. Allgemein werden in dem Thriller auch der Minimalismus und Technik thematisiert.

Natürlich spielt auch der Besitzer und Architekt des Hauses eine große Rolle in dem Thriller. Unheimlich lange konnte ich mich nicht entscheiden, was ich von ihm halten sollte. Er hat unter anderem ein seltsames Auswahlsystem für sein Haus und unheimlich viele Regeln für die Mieter. In dem Buch sind auch immer wieder Fragen aus beispielsweise seinem Fragebogen zu finden. Was ich sehr cool fand und diese Fragen sind auch wirklich eher außergewöhnlich.

Würdest du dich selbst opfern, um zehn unschuldige Fremde zu retten? Was, wenn es zehntausend wären? („The Girl Before“ JP Delaney)

Auch die anderen Personen sind alles andere als einfach zu durchschauen. Emma ging mir irgendwie von Anfang an besonders auf die Nerven. Jane hingegen war mir deutlich sympatischer. Trotzdem habe ich beide Sichten sehr gerne gelesen. Beide waren sehr spannend. Allgemein haben alle Charaktere in dem Thriller ziemliche Probleme, was das ganze wirklich interessant macht.

Ich konnte bei dem Thriller wieder Mal so richtig miträtseln. Immer wenn ich dachte, die Lösung des Rätsels zu haben, wurde ich doch wieder überrascht. Es gab einige Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte. Auch das Ende war nochmal eine Überraschung und hat mir gut gefallen.

„The Girl Before“ ist in einer hübschen Broschur erschienen mit einem coolen Cover, welches wirklich gut zum Inhalt passt.

Fazit

Ein Thriller, der definitiv zu meinen Jahreshighlights dieses Jahr zu zählen ist. Er hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Daher kann ich Fans des Genres dieses Buch meiner Meinung nach absolut empfehlen. Für mich war dieser Thriller mal etwas anderes und neues. Ich hoffe daher auf weitere Thriller der Autorin. Außerdem soll bereits eine Verfilmung durch den Regisseur Ron Howard in Planung sein.

raffinierter Thriller

Von: sunshineandbooks1410 Datum : 04.05.2017

https://www.instagram.com/sunshineandbooks1410/

Jane, getroffen von einem harten Schicksalsschlag, braucht eine neue Wohnung um mit ihrer Vergangheit abzuschließen. Da bekommt sie ein Wohnungsangebot in einem schicken Viertel von London, in einem hochmodernen Haus. Jane kann ihr Glück kaum fassen. Der einzige Nachteil? Der Vermieter, Edward Monkford, stellt Regeln auf, die Jane eingehen muss. Jane stört das nicht weiter und sie lernt dann Edward Monkford kennen. Die beiden kommen sich näher, doch als Jane erfährt, dass vor ihr eine junge Frau in dem Haus gelebt hat, die ihr ähnlich sah und nun tot ist, fängt sie an nachzuforschen, was zum Tod der jungen Frau geführt hat...

Meinung:
Ein schöner aber verständlicher Schreibstil. Der Thriller ist in 18 Kapitel gegliedert. Die Kapitel sind außergewöhnlich, denn sie beinhalten gute psychologische Fragen. Man wird in einen verwirrenden und kaum zu glaubenden Strudel gerissen. Man liest aus der Vergangenheit und der Gegenwart, was angenehm ist, da die Unterkapitel somit schön kurz sind.
Jane war bis kurz vor dem Schluss eine sympathische Protagonistin, doch danach änderte sich das. Edward Monkford, ich muss zugeben ich fand ihn anfangs heiß, bis sich einige Macken an ihm zeigten.
Das Ende hat mir nicht so dolle gefallen.

Guter Thriller mit einigen Schwachstellen

Von: Linda.liest Datum : 02.05.2017

lindaliest.blogspot.com/

Endlich mal wieder einen Thriller! Wie ich mich gefreut habe, mal endlich wieder miträtseln zu können und mich etwas zu gruseln. Trotz der ganzen Freude, muss ich leider sagen, dass das Buch einige Schwachstellen aufgewiesen hat.

Beginnen wir erstmal mit den Charakteren.

Emma und Jane sind die beiden Protagonisten, die mir auch anfangs beide sympathisch waren. Gut fand ich es erstmal, dass wir die Sicht von beiden Charakteren bekommen haben. Die Geschichte wird nämlich aus der Sicht von Emma und Jane erzählt, die natürlich diese Geschichte zu unterschiedlichen Zeiten erlebt haben. Doch nach der Zeit gingen sie mir etwas auf die Nerven und haben mich den Kopf schütteln lassen, vor allem Emma. Die beiden haben manchmal dumm gehandelt und waren teilweise blind vor Liebe. Dieses Merkmal regt mich auch in anderen Büchern auf und so war es auch hier.

Viele andere Charaktere gab es nicht. Lieblinge aus der Geschichte? Definitiv nicht. Es gab nicht wirklich einen Charakter, der freundlich und ehrlich war. Nach der Zeit entpuppten sie sich alle als Lügner und wurden deshalb auch nicht sympathischer.

Die Handlung hat mir an sich ganz gut gefallen. Langweilig fand ich aber, dass die beiden Protagonisten fast die gleiche Story hatten und es sich deshalb etwas gezogen hat. Man hat manchmal 20 Seiten das gleiche gelesen, was ich ziehend und langweilig fand. Doch einige Dopplungen mussten drin sein, damit man erlebt wie gleich die Geschichten der beiden sind.

Der Schreibstil war angenehm und ließ sich gut lesen. Der Autor hat bei den Kapitelendungen eine gewisse Spannung reingelegt, sodass man doch immer weiter gelesen hat.

Die Kapitellängen waren wirklich angenehm, sodass man schnell ein weiteres hinterher geschoben hat.

Interessant fand ich die Fragen, die alle Bewerber des Hauses ausfüllen mussten. Es waren keine gewöhnlichen Fragen, wie z.B.: Wie alt bist du?

Sondern dieser Art:

»Eine dir nahestehende Person beichtet dir, dass sie im betrunkenen Zustand eine Person überfahren hat. Deshalb habe sie endlich mit dem Trinken aufgehört. Fühlst du dich verpflichtet, diese Person anzuzeigen?«

»Anzeigen?
»Nicht Anzeigen?«

Das hat das Buch wirklich interessanter gemacht und bei einige Fragen, fühlte ich mich unfähig, eine Antwort zu geben.

Wie in der Inhaltsangabe angegeben, geht es in diesem Buch um ein besonderes Haus, das ich mir anfangs schon wie ein Traumhaus vorgestellt habe, welches ich gerne mal sehen würde. Doch mit der Zeit wurde es mir auch unheimlich.

Kommen wir nun zum letzten Punkt: den Täter. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich das ganze Buch über total doof gewesen bin oder der Autor die Sache ziemlich gut geschrieben hat, denn der Täter war ziemlich offensichtlich. Deshalb bin ich schon sehr gespannt auf den Austausch mit anderen Lesern.

Die Verfilmung zu dem Buch ist übrigens schon in Arbeit. Ich bin gespannt!

Nun zu der Frage, ob ich das Buch empfehlen kann. Teilweise ja, teilweise nein. Zum einen haben mir die Fragen und das Haus sehr gut gefallen, aber das Buch hat auch einige Schwachstellen aufgewiesen, wie z.B die Charaktere und die Spannung.

Wenn euch der Inhalt sehr anspricht, würde ich dem Buch eine Chance geben. Macht´s gut!

Danke für das Rezensionsexemplar!

Spannende Verwirrungen und Kalkulation,Und dann kommt es doch anders, als man dachte

Von: *》gяєу《* Datum : 30.04.2017

www.mohini-and-grey.blogspot.de

Cover:
Man bekommt sofort einen Eindruck von dem kühlen, schmucklosen Haus. Eine Frau steht einsam am Fenster. Das alles spiegelt den Inhalt perfekt wider, da es minimalistisch gehalten und die Optik des Covers auf das Nötigste reduziert ist.

Zum Buch:
Vergangenheit und Gegenwart werden immer wieder gegenübergestellt beim Lesen. Man lernt so die Entscheidungen der Frauen besser verstehen. Der Aufbau der Geschichte ist interessant und spannend geschrieben, mit angenehmen Kapitellängen. Über jedem Kapitel steht der Name der Person, aus deren Sicht man liest und ob es die Gegenwart oder die Vergangenheit zeigt.

Protagonisten:
Wer kontrolliert wen? Und sind die offensichtlichen Dinge auch jene, die der Wahrheit entsprechen? Emma, Simon, Jane und Edward sind alle keine Heiligen. Jeder verbirgt etwas und man weiß nie genau, wer nun ehrlich ist und wer Hintergedanken hat. Die Verhaltensmuster wiederholen sich immer wieder und doch sind sie auch etwas anders. Es ist, als ob man nicht ganz hinter die Fassade der Charaktere blicken kann, sondern immer nur Momentaufnahmen erhascht.

Meine Meinung:
Überraschende Erkenntnisse und Vorfälle ergeben sich während dem Lesen. Wenn man dachte, man hätte einen guten Eindruck der Beweggründe erhalten, stellt es sich schon kurze Zeit als falsch heraus. Ich habe nicht gesehen, in welche Richtung das alles geht. Freiwillig in so einem Haus leben, könnte ich nicht, aber es ist auch faszinierend wie detailreich alles beschrieben wurde. Daran merkt man, wie gut JP Delaney recherchiert hat für die Geschichte. Ein tolles Buch voller Verwirrungen, Täuschungen und kalkuliertem Verhalten, das man zu Beginn so nicht erwartet hätte.

Ein Traumhaus wird zum Albtraum

Von: Denise Datum : 20.04.2017

www.tapsisbuchblog.blogspot.de


Jane sucht ein neues Zuhause. In ihrem alten kann sie nicht bleiben, zu vieles erinnert sie an ihre tote Tochter Isabel. In der Folgate Street 1 scheint sie das Traumhaus gefunden zu haben: hochmodern und sicher. Jedoch stellt der Eigentümer scharfe und exzentrische Regeln auf. Jane will es versuchen. So wie es vor ihr Emma getan hat. Doch Emma ist tot...

"The girl before" ist das Thrillerdebüt von J.P. Delaney und hat mir insgesamt gut gefallen. Der Autor spielt geschickt mit der Vergangenheit und Gegenwart seiner Figuren und zieht seine Leser in eine Strudel aus Perfektion und Narzissmus.

Die Geschichte wird sowohl von Jane als auch von Emma aus der Ich-Perspektive erzählt. Während man mit Jane gegenwärtig in das Haus einzieht und lebt, erlebt man mit Emma die Vergangenheit und ihr Leben in der Folgate Street 1. Beide Frauen haben eines gemeinsam: ihre Faszination für den Eigentümer Edward. Und der ist beileibe kein sympathischer Mann: egozentrisch, perfektionistisch und narzisstisch beherrscht er nicht nur seine Firma, sondern auch jede Person, die mit ihm Umgang pflegen muss. Diese Mischung hat es mir von Beginn an angetan und ich war sehr neugierig, wie Vergangenheit und Gegenwart zusammenhängen.

J.P. Delaney erschafft mit Edward eigentlich das Sinnbild des reichen Egomanen, der im Romance-Bereich so vergöttert wird. Ich hatte zugegebenermaßen Angst, dass auch der Autor sich auf diese Welle schwingt und die Gefahren achtlos beiseite streicht. Doch meine Befürchtung war unbegründet. Delaney stellt Edward schonungslos ehrlich da, macht die Faszination der Frauen und ihre Beweggründe greifbar, lässt aber ebenso kritische Stimmen mehr als deutlich zu Wort kommen. Insgesamt zeigt der Autor ganz genau, welche Gefahren hinter Edwards Kontrollwahn lauern. Das fand ich erfrischend anders.

Die Story ist spannend geschrieben und hat mich großteilig mitgerissen. Es gab zwar Kapitel, bei denen ich dachte, dass selbst der Autor nicht mehr weiter weiß, dennoch hat es mir Spaß gemacht, mit Jane und Emma in Folgate Street 1 zu leben. Ich habe mit ihnen gefiebert, geliebt und um mein Leben gebangt. Auch der Schluss konnte mich, trotz meiner Skepsis, was da noch kommen möge, überraschen und überzeugen. Toll!

Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist direkt, offen und versteckt sich nicht hinter abschwächenden Beschreibungen. Das fand ich großartig.

Fazit: willkommen im gruseligsten Haus Londons. Ich kann das Buch empfehlen.

Von: aus Öhringen Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: Hohenlohe'sche Buchhandlung

Selten habe ich einen spannendern, klüger aufgebauten Thriller gelesen, der so sehr zum Weiterlesen verleitet wie "The Girl Before"! Die beiden Geschichten zweier Frauen - so unterschiedlich und doch so ähnlich! - werden dabei genial miteinander verwoben. Leben und Tod, Gut und Böse liegen so nah beieinander...

Von: aus München Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: Buchhandlung Margit Singer

Super spannend und ich kann überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen! So muss ein spannendes Buch sein!

Von: aus Berlin-Lichtenberg Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: Unternehmensgruppe Dr. Eckert GmbH

Ein sehr atmosphärischer Thriller mit endlich mal anderem Setting. Die Spannung wird nicht durch gewalttätige Szenen und Beschreibungen erzeugt, sondern durch subtile Hinweise und zwei geschickt verknüpfte Ebenen.

Von: aus Staufen Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: Goethe-Buchhandlung

Endlich mal wieder eine duchgemachte Kriminacht! An Schlaf war nicht zu denken, bevor nicht endlich auf den letzten Seiten das Rätsel um Emmas Tod gelöst war. Ich bin begeistert!

Von: aus Heidelberg Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: Lehmanns Media GmbH

Ich habe den Roman "The Girl Before" von J P Delaney mit Spannung gelesen und war erfreut über den Plot. Die den Kapiteln vorangestellten Fragen können den Leser schon Mal in ein Dilemma bringen, das fand ich für mich selbst sehr interessant.

Von: aus Hamburg Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: Bücherstube Fuhlsbüttel

The Girl before war ein wirklich spannender Titel mit hohem Suchtfaktor!

Von: aus Berlin Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: Lust am Lesen

Ein Buch voller unerwarteter Wendungen, in das man sich hineinlesen muss, das den Leser dann aber nicht mehr loslässt: unbedingt lesen!

Von: aus Witten Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: Boesner Direktverkauf GmbH

Wer hat sich das nicht schon einmal vorgestellt: in einem umwerfend schönem Haus zu wohnen, ein Leben zu führen wie aus einem Lifestylemagazin. Zwei Frauen wird das Glück zuteil, in das Haus eines gefeierten Stararchitekten zu ziehen. Doch schon bald zeigen sich erste Risse in der preisgekrönten Fassade. Eine unheimliche Vergangenheit wirft ihre Schatten auf das Leben der Frauen. Das Haus selbst scheint der Schlüssel zu seinem rätselhaften Geheimnis zu sein. Wer "Girl on the train" mochte, wird "The Girl before" verschlingen! Spannend bis zur letzten Seite!

Von: aus Paderborn Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: Thalia Universitätsbuchhandlung GmbH

Das Buch hat mich sehr gefesselt. Es war unglaublich spannend mit einem unvorhersehbaren Plot! Die Verfilmung wird mit Sicherheit ein Erfolg, und das Buch im Vorfeld mit unserer Begeisterung erst recht!

Von: aus Nürnberg Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: Bücherwurm Inh. Manuela Mankus

Ein absolut spannender und dynamischer Thriller. Sehr empfehlenswert!

Von: aus Erfurt Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: Hugendubel GmbH & Co. KG

Ich fand diesen Thriller wirklich klasse! Er war extrem spannend mit einem ungewöhnlichen Plot, ich habe ihn in wenigen Tagen verschlungen.

Von: aus Königswinter Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: Buchhandlung - Software

Spannend durch Perspektivenwechsel, überraschendes Ende. Gerne gelesen, gut zu empfehlen.

Von: aus Ravensburg Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: Buchhandlung RavensBuch GmbH

Ein geschickt gemachter Psychothriller, von dem man unbedingt wissen will, wie er ausgeht. Und gegen Ende eine unerwartete Wendung, die mich versöhnlich stimmt. Insgesamt ein absoluter Page Turner.

Von: aus Köln Datum : 24.03.2017

Buchhandlung: einzigundartig

Als viel-Krimi-Leser ist es schwer, noch ein Buch zu finden, bei dem einen das Ende überrascht, und die Lösung nicht schon nach zwei Kapiteln klar wird.
“The Girl Before” schafft genau das - die Spannung bis zum Ende aufrecht zur erhalten, ja immer noch weitere Spannungselemente einzubringen, die nicht erzwungen wirken, sondern die Geschichte weiter voranbringen.
Delaney bietet fesselnde Einblicke in die Psyche der Charaktere - um dann zu offenbaren, dass doch nichts und niemand so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.