Leserstimmen zu
Die Stadt des Affengottes

Douglas Preston

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Douglas Preston ist nicht nur Journalist, sondern auch bekannter Schriftsteller. Er schrieb zum Beispiel die Thriller Reihe „Special Agent Pendergast“, von der ich beim Buchcast berichtet habe. Lustigerweise habe ich das erst bemerkt, nachdem ich das Buch gelesen hatte und vorher war nur durch meinen Kopf gespukt, dass mir der Name doch irgendwie bekannt vorkommt. Die Spannung die der Autor in seinen fiktionalen Büchern wahrscheinlich nutzt, musste er in diesem auf wahren Tatsachen beruhenden Buch nicht einsetzen, denn die Realität ist häufig auch spannend. Da ich generell in Archäologie interessiert bin, jedoch noch nie ein Buch in dieser Richtung gelesen habe, war ich sehr gespannt. Und bin am Ende sehr zufrieden. Wie Douglas Preston im Nachwort betont, ist das Buch eine reine Nacherzählung und den Inhalt hat er entweder am selben Tag aufgeschrieben, oder er wurde auf Ton festgehalten, sodass jeder Zweifel beseitigt ist, er habe sich etwas ausgedacht – was ich zwischendurch durchaus für wahrscheinlich gehalten habe. Preston erzählt gut: spannend mit einer Prise Humor, nur bei manch einer Verletzung ist er mir ein bisschen zu sehr ins Detail gegangen. Douglas Preston erzählt das Ganze nicht aus wissenschaftlicher Sicht, da er selbst auch kein Experte ist, sondern er schreibt einen ganz normalen journalistischen Text. Im Text nahtlos eingebunden sind immer wieder Zitate aus Interviews, die er mit den Expeditionsteilnehmern und vielen anderen Wissenschaftlern geführt hat. Dass hinten draufsteht „Besser als Indiana Jones“, finde ich eher irreführend, denn es handelt sich bei Indiana Jones erstens um den Albtraum eines jeden Wissenschaftlers und zweitens kommt in „Die Stadt des Affengottes“ keine Hundegroße Ameise vor. Ich halte das Buch insgesamt für ein lehrreiches Buch, das auch das Thema Klimawandel und die Abholzung nicht auslässt und noch dazu ein scheinbar „trockenes“ wissenschaftliches Thema, in ein Abenteuer verwandelt, das sich so runterlesen lässt. Das hat Douglas Preston gut gemacht!

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Schon seit dem 16. Jahrhundert gab es Gerüchte über eine Provinz im Regenwald von Honduras, deren Städte reich und prachtvoll seien, ganz besonders die Weiße Stadt, auch Stadt des Affengottes genannt. Immer wieder machten sich Abenteurer und Archäologen auf die Suche nach den Zeugnissen dieser Zivilisation, die offenbar nicht zu den Mayas gehörte. Manchmal stießen sie tatsächlich auf Ruinen, aber eine wirkliche Erforschung war in dem von giftigen Schlangen und tödlichen Krankheitserregern verseuchten und vom Dschungel überwucherten Gelände unmöglich. Erst die moderne Lasertechnik, mit deren Hilfe das Gelände aus der Luft gescannt wird, ermöglichte genauere Hinweise, wo sich größere Ansiedlungen befinden. Um sie vor Ort zu untersuchen muss man sich allerdings auch heute noch auf den beschwerlichen Weg durch den Dschungel machen. Der Schriftsteller und Journalist Douglas Preston schloss sich kürzlich einer archäologischen Expedition an. Sie fand tatsächlich die eindrucksvollen Ruinen einer untergegangenen Stadt, aber sie zahlte am Ende auch einen hohen Preis. Vita : Der 1956 in Cambridge, Massachusetts, geborene Autor Douglas Preston studierte in Kalifornien u. a. Biologie, Chemie, Physik, Geologie und Englische Literatur. Nach dem Examen arbeitete er am „American Museum of Natural History“ in New York – mit seinem riesigen Dinosaurierskelett in der Eingangshalle die ideale Kulisse für einen Thriller, wie Preston fand. So entstand der Roman „Relic – Museum der Angst“, den er zusammen mit seinem Koautor Lincoln Child schrieb und der 1996 in Hollywood verfilmt wurde. Gemeinsam mit seinem Landsmann schrieb der Amerikaner weitere Bestseller wie „Riptide – Mörderische Flut“, „Thunderhead – Schlucht des Verderbens“ oder „Fever – Schatten der Vergangenheit“. Douglas Preston lebt mit seiner Frau und den drei gemeinsamen Kindern im US-Bundesstaat Maine. Douglas Preston ist ja normalerweise eher bekannt als ein Teil des Autorenduos Preston-Child. Die Thriller um Special Agent Pendergast sind sehr spannend und ich fiebere jedem neuen Band entgegen. Hier verläßt Preston sein gewohntes Territorium und begibt sich auf eine Expedition in den Dschungel von Honduras, um nach der Stadt des Affengottes, Ciudad Blanca, der weißen Stadt zu suchen. Ich fand das Buch super interessant und viele Fotos runden das Lesevergnügen noch zusätzlich ab. Douglas Preston schildert in diesem Tatsachenbericht detailgetreu, wie man der weissen Stadt mittels modernster Lasertechnik auf die Spur kam, aber auch die Schwierigkeiten blieben nicht unerwähnt. Wir erfahren, wie schwierig es war, Genehmigungen und ähnliches zu erhalten und sich mit den Gefahren des Dschungels auseinanderzusetzen. Dies verursachte mir zeitweise eine regelrechte Gänsehaut. Ich möchte hier vom Inhalt nicht zuviel verraten, wer aber ein Mix zwischen rasantem Abenteuertrip und wissenschaftlicher Arbeit liebt, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Von mir aus hätte Douglas Preston noch viel detaillierter auf die Entdeckung und Erforschung der Stadt des Affengottes eingehen können. Gut gefallen hat mir, dass Douglas Preston uns auch viel über Honduras erklärt hat und auch auf die aktuelle politische Situation eingegangen ist Ich vergebe natürlich 5 Sterne für dieses tolle und informative Buch. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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*+* Douglas Preston: „Die Stadt des Affengottes“ *+* „Die Stadt des Affengottes“ klingt fast wie der reißerische Titel eines Fantasy-Films, und ist doch etwas ganz anderes. Denn „Die Stadt des Affengottes“ gibt es wirklich, sie ist in Honduras auch bekannt als die weiße oder die versunkene Stadt. Die Gegend, in der diese Stadt – es soll eine riesige Affenstatue in ihr vergraben sein – liegt, ist einer der letzten weißen Flecken auf der Erde. Und wie wir Menschen so sind, können wir es dabei nicht belassen, und müssen dieser einzigartigen Welt auch noch ihre letzten Geheimnisse entlocken. So machte sich Douglas Preston im Jahre 2015 als Teil eines Teams auf, diesen weißen Flecken zu ergründen. Das Ziel ist schlecht zu erreichen, es liegt in einer unzugänglichen Bergregion, deren Erforschung eine geografische, biologische und klimatische Herausforderung darstellt. Erzählt wird von der Vorbereitung und Durchführung der Expedition, aber auch von Legenden, Mythen und Ursprüngen, den früheren Kulturen des Gebietes, der Geschichte des Landes und seiner Traditionen. Berichtet wird detailliert, mitreißend, und die Begeisterung des Autors ist leicht spürbar. Ich verspürte ebenso Freude über die Expedition, als auch gewisse Ängste – vor allem, wenn die gefährliche Fauna beschrieben wird. Da kann man froh sein, dass das unerschrockene Forscherteam seine Erfahrungen und Erlebnisse mit den Lesern teilt, die diese bequem von der Lesecouch aus verfolgen können, ohne sich selbst der Vielzahl an Gefahren aussetzen zu müssen. Durch den flüssigen, mitreißenden Stil lässt sich „Die Stadt des Affengottes“ angenehm lesen. Durch die umfassenden Informationen über den Hintergrund der Expedition, Kulturepochen und Geschichte des Landes kann das interessant und stellenweise durchaus spannend erzählte Buch für manchen Leser möglicherweise gewisse Längen enthalten. Ansonsten hat es einige interessante Hintergrundinformationen zu bieten, mich als medizinisch interessierte Leserin haben vor allen die Passagen über Flora und Fauna sowie den Fluch, der auf der Stätte liegt, interessiert. Inhalt Schon seit dem 16. Jahrhundert gab es Gerüchte über eine Provinz im Regenwald von Honduras, deren Städte reich und prachtvoll seien, ganz besonders die Weiße Stadt, auch Stadt des Affengottes genannt. Immer wieder machten sich Abenteurer und Archäologen auf die Suche nach den Zeugnissen dieser Zivilisation, die offenbar nicht zu den Mayas gehörte. Manchmal stießen sie tatsächlich auf Ruinen, aber eine wirkliche Erforschung war in dem von giftigen Schlangen und tödlichen Krankheitserregern verseuchten und vom Dschungel überwucherten Gelände unmöglich. Die Rezension wurde meinem Bücherblog Irve liest entnommen. Erst die moderne Lasertechnik, mit deren Hilfe das Gelände aus der Luft gescannt wird, ermöglichte genauere Hinweise, wo sich größere Ansiedlungen befinden. Um sie vor Ort zu untersuchen muss man sich allerdings auch heute noch auf den beschwerlichen Weg durch den Dschungel machen. Der Schriftsteller und Journalist Douglas Preston schloss sich kürzlich einer archäologischen Expedition an. Sie fand tatsächlich die eindrucksvollen Ruinen einer untergegangenen Stadt, aber sie zahlte am Ende auch einen hohen Preis. Autor Der internationale Bestseller-Autor Douglas Preston wurde 1956 in Cambridge, Massachusetts, geboren. Er studierte in Kalifornien zunächst Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Geologie, Anthropologie und Astronomie und später Englische Literatur. Er arbeitete eine Weile beim American Museum of Natural History in New York und an der Princeton University, bevor er sich dem Schreiben widmete. Neben zahlreichen Thrillern hat er auch Sachbücher zur amerikanischen Geschichte verfasst. Er veröffentlicht zudem regelmäßig Artikel in Magazinen wie Harper’s, The Atlantic und National Geographic. Quelle: Randomhouse

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"Tief in den Bergen liege eine Ruinenstadt, die von den Einheimischen ‚die versunkene Stadt des Affengottes‘ genannt wurde und in der eine riesige Affenstatue vergraben sein sollte." (Seite 33) In Osten Honduras liegt La Mosquitia, eine Region, die zu den letzten weißen Flecken unseres Planeten gehört. Selbst zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind große Teile von La Mosquitia nicht erforscht. La Mosquitia ist eines der unzugänglichsten Gebiete der Erde, eine Bergregion mit Regenwäldern und Sümpfen, von den spanischen Eroberern ‚Tor zur Hölle‘ genannt und auch heute noch eine Art wahr gewordener Albtraum mit Überflutungen, Erdrutschen, Giftschlangen, Mücken und Großkatzen. Aufgrund der Abgeschiedenheit und der schieren Unerreichbarkeit von La Mosquitia ranken sich seit Jahrhunderten Mythen und Legenden um die Region. Dort soll es eine geheimnisvolle Stadt aus weißem Stein geben, die Ciudad Blanca oder auch ‚Stadt des Affengottes‘ genannt wird. Auf der Suche nach der legendären Stadt reiste Douglas Preston im Februar 2015 als Teil eines Forschungsteams nach La Mosquitia und berichtet in ‚Die Stadt des Affengottes‘ nicht nur von der Expedition selbst, sondern erzählt zudem von den Ursprüngen der Legende, von prähispanischen (Hoch-) Kulturen, von Hernán Cortés und Christoph Kolumbus, von der Geschichte Honduras, von früheren Expeditionen und der historischen/kulturellen Einordnung der Funde, von der Eroberung (Zentral-) Amerikas und den Folgen für die Ureinwohner. Schon als Kind war ich begeistert von Abenteuergeschichten und von den Entdeckungsreisen im 15. und 16. Jahrhundert. Von La Mosquitia hatte ich bis zur Lektüre des Buches noch nichts gehört und fand es demnach ungeheuer spannend, Preston nach Zentralamerika zu folgen, mehr über die Legenden von La Mosquitia zu lesen und durch die detailreichen und lebendigen Schilderungen des Autors mit ihm vor Ort zu sein. Dabei handelt es sich bei ‚Die Stadt des Affengottes‘ um eines jener Bücher, die faszinierend sind, bei denen man sich aber auf jeder Seite freut, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, die Reise anzutreten und darüber zu schreiben, denn beim Lesen war ich mehr als ein Mal froh, dass ich mich dem Thema vom heimischen Sofa aus widmen darf. Spätestens mit dem Eintreffen des Expeditionsteams im honduranischen Regenwald, dem Konfrontiertsein mit meterlangen Lanzenottern und unbezwingbaren Sandmückenschwaden sowie den seitenlangen (extrem spannenden!) Ausführungen zum Thema Parasitologie war mir klar, dass ich hier gerne Leserin bleibe und keine Reisende werde. Ich fand den Einstieg ins Buch sehr packend, Preston beschreibt von Anfang an ein echtes Abenteuer, das einen mitreißt. Dabei stellt er La Mosquitia so detailliert und stimmungsvoll vor, dass ich bei der Lektüre des Öfteren Gänsehaut bekommen habe. Es gibt allerdings auch Kapitel mit einigen Längen, doch andere Abschnitte, z.B. die Beschreibungen der Expedition sowie die Ausführungen zur Parasitologie und zu den Folgen der Kolonisierung fand ich absolut großartig. Sie machen das Buch zu einem ebenso spannenden wie unheimlichen Reisebericht, den ich sehr empfehlen kann. Douglas Preston: Die Stadt des Affengottes. Übersetzung von Jürgen Neubauer. Deutsche Verlags-Anstalt, 2017, 368 Seiten; 20 Euro.

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Kein B-Movie

Von: losgelesen

19.07.2018

Wer denkt bei dem Titel „Die Stadt des Affengottes“ nicht an einen klassischen B-Movie in schwarz-weiß, in dem regelmäßig Mikros oder Beleuchter im Bild zu sehen sind? Wem aber dann auffällt, dass es sich hierbei tatsächlich um ein Sachbuch handelt, ist bereits auf der richtigen Fährte. Zusammen mit Douglas Preston, sowie Geologen, Archäologen, Biologen und Soldaten, begibt sich der neugierige Leser auf eine wissenschaftliche Expedition in den unbekannten Dschungel von Honduras. Das Ziel, die sagenumwobene weiße Stadt (La Ciudad Blanca) - die Stadt des Affengottes. Das Zielgebiet wurde zunächst mittels LIDAR (light detection and ranging) kartographiert, eine mit dem Radar vergleichbare Methode zur optischen Abstandsmessung, durch die die Wissenschaftler Hinweise auf Ruinen im nahezu undurchdringlichen Regenwald Honduras entdeckt haben. Nun begeben sie sich vor Ort, um diese Überreste zu finden. Der Expeditionsbericht Prestons liest sich dabei wie ein spannender Thriller, so wie man es von dem Bestseller-Autor gewohnt ist. Aber er beinhaltet noch viel mehr, denn er berichtet auch von den vielen Hindernissen und Gefahren einer solchen Expedition, beispielsweise durch die extrem giftigen Lanzenottern oder durch Parasiten hervorgerufene Leishmaniose. Auch die erhaltene Anerkennung, ebenso wie die unerwartete Missgunst werden thematisiert, so dass das Buch alle Facetten einer wissenschaftlichen Forschungsreise thematisiert. Verpackt in einer spannend erzählten Geschichte, bei der der Leser sich direkt in den Regenwald versetzt fühlt, als wäre man stiller Begleiter der Expedition. Abgerundet wird das Buch, das kürzlich im DVA Verlag erschienen ist, durch eine Vielzahl an Farbfotos. Nur eine Karte zur besseren Orientierung wäre auf der Leseexpedition manchmal hilfreich gewesen. Trotzdem, das Buch ist Güteklasse A.

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Das Buch "Die Stadt des Affengottes" von Douglas Preston hat 366 Seiten. Die deutsche Erstausgabe erschien 2017 bei DVA, welches zu Random House gehört. "Ciadad Blanca" (die weiße Stadt). Eine Legende einer Stadt mitten in einer der unzugänglichsten Dschungelgebiete der Erde, der Mosquitia. Im 16. Jahrhundert soll hier eine hochentwickelte, sehr reiche Kultur gelebt haben, die bis heute aber kaum erforscht wurde. Das Buch ist nicht, wie es sich erst anhört, irgendein 0815 Fantasy Buch, sondern die wahre Geschichte einer Entdeckung einer Stadt in Südamerika, genauer gesagt in Honduras. Douglas Preston war mit vielen Archologen und sonstigen Mitarbeitern bei insgesamt drei Expeditinen im Regenwald von Honduras, um die "Ciudad Blanca" zu finden und anschließend die gefundende Stadt auszugraben und zu erforschen. Bei der ersten Expedition haben sie mithilfe der "Lidar-Technick", eine neue Technick, bei der man ganze Städt mithilfe von Lasern aus der Luft kartografieren kann, teile der Mosquitia kartografiert. EIn paar Jahre später, als alle Genehmigungen seitens der Honduranischen Regierung ausgestellt wurden, schlugen die Archoologen, ein paar Filmleute, die ein Dokumentarfilm drehen wollten, noch ein paar andere Leute und Douglas Preston ein Lager in der Mosquita auf. Im letzten Teil des Buches, geht es um Krankheiten und wie Krankheiten ganze Kulturen auslöschen konnten. Zum Abschluss des Buches war dieser Teil noch einmal ziemlich spannend, denn er zeigt nicht nur die Kultur der Mosquitia, sondern handelt auch noch von den Maya und vielen anderen Kultuten des Doppel-Amerikanischen Kontinents. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl ich anfangs recht skeptisch war. Das Cover, welches mir sehr gut gefallen hat, hat mir die Entscheidung, ob ich das Buch lesen soll oder nicht, auf jeden Fall vereinfacht. Und es war eine gute Entscheidung. Douglas Preston hat es gaschafft, dass jede einzelne Seite spannend war und man nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen.

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Schon seit dem 16. Jahrhundert kursieren Gerüchte über eine Provinz im Regenwald von Honduras, deren Städte reich und prachtvoll seien sollen. Ganz besonders die „Ciudad Blanca“ ( die weiße Stadt), welche auch als Stadt des Affengottes bezeichnet wird. Forscher und Abenteuer machten sich immer wieder auf die Suchen nach dieser Stadt und eine längst in Vergessenheit geratene Zivilisation zu erforschen, die wie man zunächst vermutete, nicht Maya sind. Es wurden Zeugnisse der Vergangenheit und Ruinen gefunden, doch bis zu der sagenumwobenen Stadt ist bisher kein Mensch vorgedrungen. Tödliche Krankheitserreger, giftige Schlangen und das vom Dschungel überwucherte Gelände machen es nahezu unmöglich sich tiefer in den Urwald von Honduras zu bewegen. Moderne Lasertechnik macht es möglich, das Gelände aus der Luft zu scannen. Bei einer Expedition, die sich der Schriftsteller und Journalist Douglas Preston anschloss, wurden mit Hilfe dieser Technik aufnahmen gemacht, die Hinweise darauf gibt, dass es eine größere Ansiedlung mitten im Dschungel gab. Doch auch heutzutage muss der beschwerliche Gang durch den Urwald gegangen werden um archäologische Funde zu entdecken und zu erforschen. Handelt es sich bei dem Fund tatsächlich um unentdecktes Gebiet und um die Stadt des Affengottes? Wir begleiten die Expeditionsteilnehmer auf ihrer Reise durch Honduras. HIER könnt ich euch den Trailer zu dem Buch anschauen. Bereits als Kind habe ich mich für Archäologie interessiert und so war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen möchte. Der Autor ist kein unbekannter, bekannt wurde er durch seine Thriller Reihen, die er gemeinsam mit Lincoln Child schreibt. Bevor er sich ganz der Literatur widmete studierte er unteranderem Biologie, Geologie, Anthropologie und Chemie. Er ist ein durchaus interessierter Mensch und es macht Spaß ihn auf seiner Reise durch den Dschungel zu begleiten. Zu Beginn schildert der Autor aus der Ich – Perspektive die Mythen um die Stadt „Ciudad Blanca“ und taucht in die Vergangenheit ab und erzählt uns welche Mythen es um die Stadt gibt und welche Forscher versucht haben zu ihr vorzudringen. Der Einstieg ist sehr gelungen und macht den Leser neugierig auf die Stadt und ob die Expeditionsteilnehmer von 2012 diese Stadt wirklich entdeckt haben oder ob es sich wie bei einigen anderen Forschern nur um eine Verwechslung handelt oder ob die Expedition auf Grund der unzugänglichen Lage der Stadt abgebrochen werden musste. Dies schildert der Autor im zweiten Teil. Wir begleiten ihn und die Forscher tief in den Urwald und erfahren wie die Expedition vorbereitet wurde und was sie alles währenddessen erlebten. Aber auch die politische Lage von Honduras ist von Bedeutung und es gibt einige Hürden, die die Männer und Frauen überwinden mussten. Douglas Preston schildert seine Eindrücke sehr ausführlich und die Erlebnisse, die unteranderem durch Angst geprägt worden sind, werden für den Leser authentisch und wirken real. So schildert er uns beispielsweise eine Begegnung mit einer der giftigsten Schlangen auf der Welt, der Lanzenotter. Aber mit dem Verlassen des Urwalds ist es noch lange nicht mit der Gefahr vorbei. Wochen- oder Monate später wird festgestellt, dass ungefähr die Hälfte aller Expeditionsteilnehmer an einer schweren Tropenkrankheit leiden – welche in manchen Fällen sogar tödlich sein kann. Der Leser bekommt genau geschildert wie diese Krankheit aussieht und welche Strapazen es bei der Diagnose und der Behandlung gab. Hier musste ich leider etwas schlucken – die Thematik fand ich super interessant, aber es ging mir leider doch zu sehr ins Detail. Ich habe Probleme über Krankheiten oder Parasiten zu lesen oder etwas zu sehen und es hat es mir nicht einfach gemacht der Geschichte bis zum Ende zu folgen. Hätte ich vorher gewusst, dass es so ins Detail geht, hätte ich vermutlich nicht zu dem Buch gegriffen, bin aber froh es getan zu haben. Wer Probleme damit hat kann die Kapitel einfach überspringen (warum hab ich das nicht getan?) Sehr spannend fand ich auch – nicht nur in Bezug auf diese Expedition – dass die Verbindung zwischen dem Untergang einiger Kulturen und die Verbreitung von Krankheiten und Epidemien. Ein interessantes und wichtiges Thema die einiges in der Vergangenheit erklären könnte. Ansonsten hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Die Reise und die Informationen, die der Leser geboten bekommt ist sehr aufschlussreich und interessant. Es sind Bilder enthalten, die für den ein oder anderen Leser das Ganze vielleicht noch anschaulicher gestalten. Über Honduras habe ich mich bisher noch sehr wenig informiert – das Buch hat mich aber gezeigt, dass es noch so viel auf der Welt zu entdecken gibt, was andere Länder oder vergessene Kulturen angeht. „Die Stadt des Affengottes“ wird bestimmt nicht das letzte Buch dieser Art sein. Wer das Buch bereits gelesen hat oder keine Angst hat sich spoilern zu lassen (da es sich um ein Sachbuch und um Tatsachen handelt ist der Ausgang eventuell bekannt) kann sich HIER einen Artikel auf englisch über die Expedition durchlesen.

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Was kommt dabei raus, wenn ein Thrillerautor ein Sachbuch schreibt? Wahre Spannung! Zumindest dann, wenn es sich bei diesem Autor um Douglas Preston handelt. Eine Provinz im Regenwald von Honduras. Lange gesucht (seit dem 16. Jahrhundert) und doch nie gefunden. Bis vor wenigen Jahren, dank moderner Technik. Endlich waren die überwucherten Überreste als Stadt zu erkennen. Doch auch wenn viele Abenteuer – angeblich – nie zurückkehrten, so begab auch Preston sich in den Dschungel, trotzte giftigen Schlangen, sintflutartigen Regen und allerlei anderen kleinen und größeren Hindernissen. Die Vegetation ist so dicht, dass Forscher in zehn Stunden nur 5 km vorankommen – wenn sie Glück haben. „Die Weiße Stadt“, die Legende besagt, dass von einer Reihe Katastrophen heimgesucht wurde. Die Bewohner waren sich sicher, dass die Götter sie bestraften und so verließen die Menschen die Stadt. Ab diesem Zeitpunkt an galt die Stadt als verflucht und niemand wagte es mehr einen Fuß in sie zu setzen. Wagte es doch jemand, so war er todgeweiht. (Ob es daran liegt, dass viele „Sucher“ nicht zurückkehrten oder ob sie doch einfach „nur“ den Gefahren des Dschungels erlegen sind, dieser Glaube sein jedem selbst überlassen.) Obwohl es sich hier um ein Sachbuch handelt, liest sich „Die Stadt des Affengottes“ wie ein packender Roman. Preston hat einen wunderbar packenden Schreibstil, bei dem Leser einfach Weiterlesen muss. Es gibt einige Farbfotos, die z.B. Originaltagebucheinträge und Schauplätze zeigen. Für meinen Geschmack hätte es gerne mehr sein dürfen. Ein schönes (Sach-)Buch (nicht nur) für Abenteuerer.

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