Leserstimmen zu
Die Stadt des Affengottes

Douglas Preston

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Schon seit dem 16. Jahrhundert kursieren Gerüchte über eine Provinz im Regenwald von Honduras, deren Städte reich und prachtvoll seien sollen. Ganz besonders die „Ciudad Blanca“ ( die weiße Stadt), welche auch als Stadt des Affengottes bezeichnet wird. Forscher und Abenteuer machten sich immer wieder auf die Suchen nach dieser Stadt und eine längst in Vergessenheit geratene Zivilisation zu erforschen, die wie man zunächst vermutete, nicht Maya sind. Es wurden Zeugnisse der Vergangenheit und Ruinen gefunden, doch bis zu der sagenumwobenen Stadt ist bisher kein Mensch vorgedrungen. Tödliche Krankheitserreger, giftige Schlangen und das vom Dschungel überwucherte Gelände machen es nahezu unmöglich sich tiefer in den Urwald von Honduras zu bewegen. Moderne Lasertechnik macht es möglich, das Gelände aus der Luft zu scannen. Bei einer Expedition, die sich der Schriftsteller und Journalist Douglas Preston anschloss, wurden mit Hilfe dieser Technik aufnahmen gemacht, die Hinweise darauf gibt, dass es eine größere Ansiedlung mitten im Dschungel gab. Doch auch heutzutage muss der beschwerliche Gang durch den Urwald gegangen werden um archäologische Funde zu entdecken und zu erforschen. Handelt es sich bei dem Fund tatsächlich um unentdecktes Gebiet und um die Stadt des Affengottes? Wir begleiten die Expeditionsteilnehmer auf ihrer Reise durch Honduras. HIER könnt ich euch den Trailer zu dem Buch anschauen. Bereits als Kind habe ich mich für Archäologie interessiert und so war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen möchte. Der Autor ist kein unbekannter, bekannt wurde er durch seine Thriller Reihen, die er gemeinsam mit Lincoln Child schreibt. Bevor er sich ganz der Literatur widmete studierte er unteranderem Biologie, Geologie, Anthropologie und Chemie. Er ist ein durchaus interessierter Mensch und es macht Spaß ihn auf seiner Reise durch den Dschungel zu begleiten. Zu Beginn schildert der Autor aus der Ich – Perspektive die Mythen um die Stadt „Ciudad Blanca“ und taucht in die Vergangenheit ab und erzählt uns welche Mythen es um die Stadt gibt und welche Forscher versucht haben zu ihr vorzudringen. Der Einstieg ist sehr gelungen und macht den Leser neugierig auf die Stadt und ob die Expeditionsteilnehmer von 2012 diese Stadt wirklich entdeckt haben oder ob es sich wie bei einigen anderen Forschern nur um eine Verwechslung handelt oder ob die Expedition auf Grund der unzugänglichen Lage der Stadt abgebrochen werden musste. Dies schildert der Autor im zweiten Teil. Wir begleiten ihn und die Forscher tief in den Urwald und erfahren wie die Expedition vorbereitet wurde und was sie alles währenddessen erlebten. Aber auch die politische Lage von Honduras ist von Bedeutung und es gibt einige Hürden, die die Männer und Frauen überwinden mussten. Douglas Preston schildert seine Eindrücke sehr ausführlich und die Erlebnisse, die unteranderem durch Angst geprägt worden sind, werden für den Leser authentisch und wirken real. So schildert er uns beispielsweise eine Begegnung mit einer der giftigsten Schlangen auf der Welt, der Lanzenotter. Aber mit dem Verlassen des Urwalds ist es noch lange nicht mit der Gefahr vorbei. Wochen- oder Monate später wird festgestellt, dass ungefähr die Hälfte aller Expeditionsteilnehmer an einer schweren Tropenkrankheit leiden – welche in manchen Fällen sogar tödlich sein kann. Der Leser bekommt genau geschildert wie diese Krankheit aussieht und welche Strapazen es bei der Diagnose und der Behandlung gab. Hier musste ich leider etwas schlucken – die Thematik fand ich super interessant, aber es ging mir leider doch zu sehr ins Detail. Ich habe Probleme über Krankheiten oder Parasiten zu lesen oder etwas zu sehen und es hat es mir nicht einfach gemacht der Geschichte bis zum Ende zu folgen. Hätte ich vorher gewusst, dass es so ins Detail geht, hätte ich vermutlich nicht zu dem Buch gegriffen, bin aber froh es getan zu haben. Wer Probleme damit hat kann die Kapitel einfach überspringen (warum hab ich das nicht getan?) Sehr spannend fand ich auch – nicht nur in Bezug auf diese Expedition – dass die Verbindung zwischen dem Untergang einiger Kulturen und die Verbreitung von Krankheiten und Epidemien. Ein interessantes und wichtiges Thema die einiges in der Vergangenheit erklären könnte. Ansonsten hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Die Reise und die Informationen, die der Leser geboten bekommt ist sehr aufschlussreich und interessant. Es sind Bilder enthalten, die für den ein oder anderen Leser das Ganze vielleicht noch anschaulicher gestalten. Über Honduras habe ich mich bisher noch sehr wenig informiert – das Buch hat mich aber gezeigt, dass es noch so viel auf der Welt zu entdecken gibt, was andere Länder oder vergessene Kulturen angeht. „Die Stadt des Affengottes“ wird bestimmt nicht das letzte Buch dieser Art sein. Wer das Buch bereits gelesen hat oder keine Angst hat sich spoilern zu lassen (da es sich um ein Sachbuch und um Tatsachen handelt ist der Ausgang eventuell bekannt) kann sich HIER einen Artikel auf englisch über die Expedition durchlesen.

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Was kommt dabei raus, wenn ein Thrillerautor ein Sachbuch schreibt? Wahre Spannung! Zumindest dann, wenn es sich bei diesem Autor um Douglas Preston handelt. Eine Provinz im Regenwald von Honduras. Lange gesucht (seit dem 16. Jahrhundert) und doch nie gefunden. Bis vor wenigen Jahren, dank moderner Technik. Endlich waren die überwucherten Überreste als Stadt zu erkennen. Doch auch wenn viele Abenteuer – angeblich – nie zurückkehrten, so begab auch Preston sich in den Dschungel, trotzte giftigen Schlangen, sintflutartigen Regen und allerlei anderen kleinen und größeren Hindernissen. Die Vegetation ist so dicht, dass Forscher in zehn Stunden nur 5 km vorankommen – wenn sie Glück haben. „Die Weiße Stadt“, die Legende besagt, dass von einer Reihe Katastrophen heimgesucht wurde. Die Bewohner waren sich sicher, dass die Götter sie bestraften und so verließen die Menschen die Stadt. Ab diesem Zeitpunkt an galt die Stadt als verflucht und niemand wagte es mehr einen Fuß in sie zu setzen. Wagte es doch jemand, so war er todgeweiht. (Ob es daran liegt, dass viele „Sucher“ nicht zurückkehrten oder ob sie doch einfach „nur“ den Gefahren des Dschungels erlegen sind, dieser Glaube sein jedem selbst überlassen.) Obwohl es sich hier um ein Sachbuch handelt, liest sich „Die Stadt des Affengottes“ wie ein packender Roman. Preston hat einen wunderbar packenden Schreibstil, bei dem Leser einfach Weiterlesen muss. Es gibt einige Farbfotos, die z.B. Originaltagebucheinträge und Schauplätze zeigen. Für meinen Geschmack hätte es gerne mehr sein dürfen. Ein schönes (Sach-)Buch (nicht nur) für Abenteuerer.

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Schon seit dem 16. Jahrhundert gab es Gerüchte über eine Provinz im Regenwald von Honduras, deren Städte reich und prachtvoll seien, ganz besonders die Weiße Stadt, auch Stadt des Affengottes genannt. Immer wieder machten sich Abenteurer und Archäologen auf die Suche nach den Zeugnissen dieser Zivilisation, die offenbar nicht zu den Mayas gehörte. Manchmal stießen sie tatsächlich auf Ruinen, aber eine wirkliche Erforschung war in dem von giftigen Schlangen und tödlichen Krankheitserregern verseuchten und vom Dschungel überwucherten Gelände unmöglich. Erst die moderne Lasertechnik, mit deren Hilfe das Gelände aus der Luft gescannt wird, ermöglichte genauere Hinweise, wo sich größere Ansiedlungen befinden. Um sie vor Ort zu untersuchen muss man sich allerdings auch heute noch auf den beschwerlichen Weg durch den Dschungel machen ... Ich kenne Douglas Preston wirklich nur als Autor in Kombinaton mit Lincoln Child, deswegen war ich natürlich sehr gespannt auf dieses Rezensionexemplar vom bloggerportal, das ihn mir als Sachbuchautor nahebringen sollte. Und was soll ich sagen, ich bin wirklich schwer beeindruckt vom Buch, auch wenn ich mir hier und da ein bisschen mehr Tiefe gewünscht hätte. Preston war 2015 für die National Geographic Teil des Expeditionsteams, das die T1 genannte Siedlung in Honduras untersuchen sollte. Im Buch beschreibt er aus der Ich-Perspektive sehr detailliert die Vorgeschichte der Entdeckung und geht allgemein auf die Hintergrundgeschichte von der Sage der Affengottstadt ein. Die Schilderung, wie Anfang des 20.Jahrhunderts immer noch Glücksritter versuchen, in Honduras versunkene Schätze zu finden, war extrem anschaulich und spannend, fast schon wie ein eigener Abenteuerroman. Wobei ich finde, dass er grade bei dieser doch ziemlich extremen Offenbarung über die letzte Expedition ein bisschen mehr Quellen hätte bringen müssen, das war schon eher auf Unterhaltung des Lesers aus als auf wissenschftliche Darstellung. Insgesamt war die Schreibweise trotz aller Spannung schon serh unwissenschaftlich, was sich dann vor allem auch bei der wissenschaftlichen Kontroverse nach der Entdeckung der Stast zeigt. Da hätte ich mir gewünscht, dass er ein wenig mehr auf den Diskurs eingeht, warum Ausdrücke wie "prähistorisch" und dergleichen in der Archäologie sehr umstritten sind, und den Leser nicht nur in die Richtung "die doofen Kritiker, die waren ja gar nicht dabei" lenkt. Wenn Preston die Expedition an sich beschreibt und die nachfolgenden gesundheitlichen Probleme - alle Teilnehmer haben sich mit einer zum Teil sehr schwerwiegenden Krankheit infiziert - fühlt man sich als Leser wirklich deutlich in die Szenerie versetzt. Ich hätte es allerdings schöner gefunden, wenn die wirklich tollen Bilder nicht gesammeltn am Ende meines ebooks wären, sondern im Text integriert wären, denn ehrlich, man kann sich diesen Urwald selbst mit ncoh so guter Beschreibung nicht vorstellen. Die meisten von uns stellen sich unter "Expedition in den Urwald" vermutlich große Steinpyramiden vor, die hier und da von malerischen Lianen umrankt werden - in Wirklichkeit sieht man einfach gar nichts von den Geäuden, nada, niente! Das ist so unvorstellbar, so dicht und grün und auch extrem gefährlich, dass man diese Bebilderung wirklich benötigt, ohne ständig blättern zu müssen. Und ich hätte mir vielleicht noch ein paar mehr Bilder von den Entdeckungen gewünscht, wenn es möglich gwesen wäre, und nicht nur vom Urwald, auch wenn das natürlich faszinierend zu sehen war. Mich hat das Buch wirklich gefesselt, ich habe es regelrecht verschlungen, was eindeutig dem Schreibstil zu verdanken ist. Das Buch ist ein bisschen wie Terra X, also nicht zu wissenschaftlich, es gibt wichtige Hintergrundinformationen, die man als Leser vielleicht benötigt, und unterhält. Wer aber mehr Hintergrund oder Diskurs möchte, ist hier ein wenig fehl am Platz.

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Meine Meinung Zivilisationen, die wir noch gar nicht wirklich erforscht haben und so gar nicht richtig entdeckt finde ich sehr faszinierend. Weshalb ich mich auch sehr auf dieses Buch gefreut habe. Schon allein die Aufmachung des Covers ist toll gestaltet, der Urwald den man hier sieht dient übrigens auch immer als Bild für Kapitelanfänge, was mir sehr gut gefallen hat. Man bekommt einen Einblick wie düster es dort eigentlich ist und wie magisch gleichzeitig alles aussieht, als wäre man gar nicht mehr auf diesem Planeten. Das Sachbuch selbst liest sich wie ein Roman. Der Autor erzählt wie es dazu kam, das er mit dem Team in den Urwald von Honduras reisen durfte und welche Schwierigkeiten es bereits vorab schon gab. Sein Erzählstil war gut verständlich und einfach gehalten, jedoch hatte ich oft das Gefühl er war etwas zu ausschweifend und es wurden Dinge erzählt, die für mich uninteressant waren, da sie garnicht wirklich zur aktuellen Geschichte gehörten. Es gibt 2 Bildteile im Buch, die ich sehr ansprechend fand. Ich hätte mir am liebsten noch viel mehr Bilder des ganzen gewünscht, wie z.b. die Höhle der leuchtenden Schädel, oder andere Zentrale Orte, die im Buch beschrieben werden. Trotzdem ist es eine gute Auswahl an Bildern und man kann sich selbst mehr Einblick in das ganze verschaffen. Die Zeit im Dschungel wird toll beschrieben, jedoch hätte ich mir hier etwas mehr Details gewünscht. Die Geschichten, die der Autor hier aber erzählt sind meist furchtbar spannend und auch angsteinflößend. Ich selbst konnte mir gar nicht vorstellen, das es überhaupt noch flecken auf der Erde gibt, an denen seit vielen hundert Jahren kein Mensch mehr war. Es war schön, das ganze zusammen mit ihm zu besichtigen. Was ich auch gut fand war, das der Autor über seine Zeit nach dem Dschungel erzählt. Hier ist nämlich noch etwas passiert, was so allgemein sehr wichtig ist und was uns irgendwann vielleicht auch alle angeht. Was ich mir noch gewünscht hätte wäre ein Link oder eine Erklärung was aus dem Film geworden ist, der während des Buches gedreht wurde. Ich muss mich da selbst noch einmal schlau machen, ob dieser je herauskam oder nicht. Autor Der internationale Bestseller-Autor Douglas Preston wurde 1956 in Cambridge, Massachusetts, geboren. Er studierte in Kalifornien zunächst Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Geologie, Anthropologie und Astronomie und später Englische Literatur. Er arbeitete eine Weile beim American Museum of Natural History in New York und an der Princeton University, bevor er sich dem Schreiben widmete. Neben zahlreichen Thrillern hat er auch Sachbücher zur amerikanischen Geschichte verfasst. Er veröffentlicht zudem regelmäßig Artikel in Magazinen wie Harper’s, The Atlantic und National Geographic. Fatut Das Buch war eine fantastische Reise ins ungewisse und mir hat es großen Spaß gemacht etwas dazu zu lernen und eine alte-neue Welt zu entdecken

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Thrillerfreunde kommen um den Namen Douglas Preston nicht herum, dass er nun aber auch ein Sachbuch über eine Expedition in den Urwald geschrieben hat ist schon eine tolle Sache. jedoch bei seinem Lebenslauf und dem Studium nicht ganz verwunderlich. Viele Sachbücher sind etwas langatmig und lassen sich schwer lesen - auch hier gibt es auf jeden Fall Längen, aber der Schreibstil von Douglas Preston reißt einiges wieder raus. Denn er versteht es denn Leser neugierig zu machen auf das, was er unterwegs in der Region Mosquita erlebt. Der erste teil des Buches befasst sich hauptsächlich mit der Vorbereitung auf die Expedition und Erläuterungen über die schon voran gegangenen Expeditionen von anderen Forschern - nicht immer alles seriös, dennoch sind einige Berichte für die "neue" Expedition bestimmt hilfreich. Im zweiten Part wird dann mehr von vor Ort berichtet, aus dem Dschungel mit all seinen unsichtbaren und sichtbaren Gefahren, von der Entdeckung der Stadt des Affengottes und einem wahrscheinlichen Grund für die verlassene Stadt bzw. den Fluch vor dem sich viele Einwohner fürchten. Denn nach einiger Zeit zu hause werden einige Teilnehmer der Expedition krank - Leishmaniose. Mir kam der Name der Krankheit bekannt vor und als ich sie dann gegoogelt habe, fiel mir ein, dass ich mal einen Bericht darüber gesehen habe. Der einzige kleine Minuspunkt ist das Bildmaterial - ich hätte mir einfach mehr gewünscht, einfach weil es ein so spannendes Thema ist. "Die Stadt des Affengottes" ist ein modernes und reales Abenteuer - Forscher auf der Suche nach einer verschollenen Stadt im tiefsten Dschungel. Auch wenn es ein paar Längen hat, sehr lesenswert!

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Douglas Preston darf mit einem Team aus Archäologen, Wissenschaftlern und Forschern zu einer Expedition zu einem der letzten weißen Flecken unserer Weltkarte aufbrechen. La Mosquitia in Honduras. Hier versprechen sich die Archäologen einen sensationellen Fund, die weiße Stadt, die Stadt des Affengottes. Dank hochmoderner Techniken ist es endlich gelungen, den Regenwald aus der Luft zu kartieren. Was sie sehen, ist eine noch unberührte Ruinenstadt mitten im wilden Dschungel. Rezension Alte Kulturen, Mythen und Legenden faszinieren mich schon mein Leben lang. Dieses Buch versprach alles zu vereinen: Abenteuer, Forschergeist und Spannung. Und ich wurde nicht enttäuscht. Doch es ist nicht das schnelle Abenteuer, auf dass wir hier stoßen. Die ersten 100 Seiten beschäftigt sich Preston mit der Geschichte der Mosquitia, mit zahlreichen gescheiterten Expeditionen auf der Suche nach der verlorenen Stadt. Detailliert beschreibt er, wie Forschungsreisen betrieben und wieder abgebrochen wurden. Erst in den letzten Jahren war die Technik so weit entwickelt, dass es möglich wurde, mit Hilfe eines LIDAR die dicht bewachsene Oberfläche des Regenwaldes zu durchbrechen. Hierzu werden abertausende Laserstrahlen auf den Boden gesandt und aus diesen Daten dann Karten erstellt. "Wir flogen über einen ursprünglichen Garten Eden und schossen Milliarden von Laserstrahlen in einen Urwald, den womöglich seit fünfhundert Jahren kein menschlicher Fuß mehr betreten hatte. Es war ein Anschlag des 21. Jahrhunderts auf ein uraltes Geheimnis." (S.119) Doch auch nachdem das Team sichere Spuren einer alten Stätte fand, dauerte es wieder lange, bevor sie alle Genehmigungen der Regierung eingeholt und den ersten Fuß in dieses unberührte Land setzen konnten. Mit Preston an seiner Seite erlebt man den Klang des Urwaldes, sieht Klammeraffen in den Baumwipfeln, bangt bei jedem Schritt, auf eine Lanzenotter zu treffen. Ohne die vorher sorgfältig erstellten Karten wäre das Team vermutlich an der Stätte vorbeigegangen, ohne etwas zu ahnen. Alles ist vom Urwald zurückerobert worden. Im weiteren Verlauf schildert Preston eingängig den Fluch, der auf der alten Stadt liegen sol, legt schlüssige Argumente vor, weshalb die ehemaligen Bewohner Hals über Kopf verschwanden. Auch werden schlimme Epidemien beschrieben, die Europäer unter Kolumbus‘ Flagge in die Neue Welt einschleppten und die Tod und Verderben über die Ureinwohner brachten. Doch dem nicht genug, der Fluch scheint auch heute noch zu wirken. Monate nach der Expedition erkrankt die Hälfte der Exkursionsteilnehmer schwer. Meiner Ansicht nach etwas zu detailliert, fast langatmig beschreibt der Autor die Krankheit, die sie befallen hat, deren Auswirkungen und Heilmethoden. Was mich sehr beeindruckte, war, dass fast keiner der Teilnehmer der ersten Expedition in späteren Jahren Abstand von diesem Projekt nahm. Viele von ihnen flogen wieder hin, führten erste Ausgrabungen durch und erforschen derzeit die untergegangene Kultur mitten im Regenwald. Fazit Ein sehr spannend geschriebenes Sachbuch; für jeden geeignet, der sich für diesen Teil unserer Welt interessiert. Hin und wieder etwas langatmig, doch lernt man recht viel über das Entdecken in heutiger Zeit, die nötige Technik und einen der letzten blinden Flecken auf unserer Erde. Bewertung im Detail Idee ★★★★★ ( 5 / 5 ) Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 ) Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 ) Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 ) Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 ) = 4 ★★★★

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