Leserstimmen zu
Die Insel der Zitronenblüten

Cristina Campos

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Taschenbuch
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Marina ist gerade in Äthiopien – denn sie arbeitet dort bei Ärzte ohne Grenzen – als sie erfährt, dass sie und ihre Schwester Anna eine Bäckerei auf Mallorca geerbt haben. Vor vierzehn Jahren kehrte Marina ihrer Heimat Mallorca den Rücken, nachdem es zum Streit mit Annas Mann gekommen ist und eigentlich wollte sie nicht mehr auf die Insel zurückkommen. Nun muss sie aber zurückreisen, um alles rund um die Erbschaft zu klären und so trifft sie nach langer Zeit wieder auf ihre Schwester und deren Familie. Weder sie selbst noch Anna haben eine Ahnung, warum sie das Hab und Gut einer fremden Frau erben. Anna und ihr Ehemann stehen nach einer Fehlinvestition vor einem riesigen Berg Schulden und sind auf den Verkauf des alten Anwesens angewiesen. Marina jedoch hält irgendetwas davon ab, dem Verkauf zuzustimmen, sie möchte das Geheimnis um die Erbschaft lüften… Zunächst muss ich zugeben, dass mich das Buchcover total angefixt hat, und ich es andernfalls in der Buchhandlung wohl gar nicht erst zur Hand genommen hätte. Dem Cover und auch dem Klappentext zufolge habe ich mir eine leichte Sommerlektüre versprochen, mit einem schönen Handlungsort. Noch dazu stand, als ich das Buch gekauft habe, bei mir selbst der Urlaub auf Mallorca vor der Tür und so hat alles natürlich perfekt gepasst. Allerdings hat mich das Buch beim Lesen dann doch nicht ganz so begeistert. Ich persönlich habe eine Vorliebe für kürzere Kapitel, da ich so besser mal zwischendurch lesen kann, auch wenn ich nur wenige Minuten habe. Bei „Die Insel der Zitronenblüten“ hat ein Kapitel jedoch durchschnittlich 60 Seiten, was ich schon sehr lang finde. Aber gut, das ist per se kein Minuspunkt. Aber der Roman weist meiner Meinung nach Längen auf, die das Buch stellenweise langweilig machen und das flüssige Lesen schwierig gestalten. Was den Lesefluss obendrein stört, da es Verwirrung stiftet, sind plötzliche Wechsel von Ort, Zeit und Handlung, ohne das ein solcher Sprung in Ort, Zeit und Handlung optisch – sprich vom Layout her – erkennbar wäre. Oft musste sich mein Kopf also neu orientieren. Des Weiteren gab es keinen Charakter, mit dem ich mich wirklich identifizieren konnte, was aber vermutlich am Alter der Charaktere liegt. Sie stehen alle an einem völlig anderen Punkt im Leben als ich. Für positiv empfunden habe ich, dass die Autorin Cristina Campos die Charaktere durch die ganze Geschichte hindurch entwickelt und sie detailreich und liebevoll gestaltet. Obwohl natürlich Marina die Hauptperson ist, hat jeder Charakter seine ganz eigene Geschichte, die in der Gesamterzählung verpackt wird. Bei „Die Insel der Zitronenblüten“ handelt es sich also um einen vielschichtigen Sommerroman, in dem ernsthafte Themen verarbeitet wurden – wahrscheinlich aber sogar zu viele Themen für einen einzigen Roman. Insgesamt war es für mich ein mittelmäßiges Buch und kriegt von mir 3 Sterne.

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Die Insel der Zitronenblüten

Von: Ikopiko aus Hesel

29.01.2019

Hach, war das schööööön! Sicher, etwas kitschig, aber wenn man auch so gerne backt wie ich, dann ist das Buch ein kleines Geschenk. Marina hat ihrer Schwester und ihrer Heimat Mallorca vor vielen Jahren den Rücken gekehrt. Nun erben die beiden Schwestern auf der Insel eine alte Bäckerei. Die eine will verkaufen, die andere behalten. Trotzdem keimt die früher so stark gewesene Geschwisterliebe wieder auf. Neben den Familienproblemen gibt es auch Liebe (sowas gehört zu einem Roman einfach dazu) und Spannung. Denn es gilt das Geheimnis zu lüften, warum ausgerechnet die beiden Schwestern die Bäckerei geerbt haben. Wo sie doch die Verstorbene gar nicht kannten …

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Ein Roman zweiter Schwestern, die im Streit auseinander gehen und sich im Anschluß Jahrelang aus den Augen verlieren. Bis Marina einen Brief bekommt, das sie auf Mallorca ihr Erbe einer ihr unbekannten antreten soll. Die Insel der Zitronenschwestern, ist die Geschichte von Anna und Marina, beide sind Schwestern und verlieren sich, nachdem Marina mit Annas Mann gestritten hat, aus den Augen. Beide sind auf der Insel Mallorca aufgewachsen. Viele Jahre nach dem Streit, erhält Marina den Brief der sie zurück nach Mallorca bringt. Nun besitzt Sie eine kleine Bäckerei. Sie beschließt diese zu verkaufen, und entscheidet sich im letzten Moment um, um sie mit einer ehemaligen Angestellten doch weiterzuführen. So kommt sie auch wieder in den Kontakt mit Ihrer Schwester und macht sich auf den Weg das Geheimnis um die ihr unbekannte Bäckerei und die unbekannte Frau zu lüften..... Meine Meinung zum Buch: Ein leichte und sommerliche Familiengeschichte. Perfekt für den Urlaub oder um die Wärme des Sommers in den Winter zu holen. Mir hat diese Warmherzige Geschichte sehr gut gefallen. Besonders schön fand ich die unterschiedlichen Gefühlslagen die man beim lesen dieser Geschichte gespürt hat. Zum Autor: Christina Campos würde 1975 in Barcelona geboren und machte Ihren Abschluss in Geisteswissenschaften an der Universität von Barcelona. Anschließend studierte Sie an der Universität in Heidelberg, wo Sie auch das dortige Filmfestival mitorganisiert. Nach Ihrer Rückkehr in Ihre Heimat widmet sie sich ganz der Filmindustrie und arbeitet inzwischen seit 10 Jahren als Castingagentin für Film und Fernsehen. Nebenbei lebt sie Ihre Leidenschaft für's Schreiben aus. Die Insel der Zitronenblüten ist ihr erster Roman.

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Marina arbeitet als Ärztin ohne Grenzen und ist gerade in Äthiopien, als sie erfährt, dass sie zusammen mit ihrer Schwester Anna ein Anwesen auf Mallorca - eine Mühle mit Bäckerei - geerbt hat. Sie selbst hat Mallorca vor vierzehn Jahren endgültig den Rücken gekehrt, nachdem es mit ihrem Schwager zu einem Eklat gekommen war. Nun reist sie zurück in ihre Heimat, um das Erbe abzuwickeln und trifft nach der langen Zeit zum ersten Mal wieder auf den verbliebenen Teil ihrer Familie. Weder Anna noch sie wissen, warum die fremde Frau ihr gesamtes Hab und Gut an sie vererbt hat. Im Grundbuchauszug ist nur ersichtlich, dass ihrer Großmutter bis zu ihrem Tod 10 % des Anwesens in Valldemossa gehört hatten. Anna und ihr Ehemann Armando stehen nach einer Fehlinvestition in Panama vor dem Ruin und sind auf den Verkauf der Immobilie angewiesen. Vor Ort verschiebt Marina die Entscheidung und verweigert ihre Zustimmung, da sie zunächst herausfinden möchte, wer María Dolores Molí Carmona, die rassige Lola, war und in welchem Verhältnis sie zu ihnen gestanden haben könnte. Zusammen mit Lolas Freundin Catalina nimmt sie die Bäckerei wieder in Betrieb und backt die traditionellen mallorquinischen Rezepte, die sie noch von ihrer Großmutter kennt. Marina versucht dem Geheimnis des Erbes auf die Spur zu kommen, auch wenn - oder gerade weil - Catalina sie bittet, die Vergangenheit und Lola in Frieden ruhen zu lassen und reflektiert dabei ihr eigenes Leben, ihre Tätigkeit als Ärztin ohne Grenzen und ihre Beziehung zu Mathias, der gerade als Entwicklungshelfer auf Haiti ist. Anders als Cover und Titel suggerieren, ist "Die Insel der Zitronenblüten" kein unbeschwerter Sommerroman, sondern ein vielschichtiger Roman über zwei Schwestern, die sich neu kennenlernen und mit 46 bzw. 49 Jahren ihrem Leben eine andere Richtung geben. Marina und Anna sind völlig unterschiedliche Frauen. Die jüngere Marina ist tougher, intelligenter und hat ihr Leben bisher ganz ihrer Tätigkeit als Ärztin ohne Grenzen gewidmet. Sie ist nie sesshaft geworden, hat sich enger an einen Ort oder einen Mann binden können, auch wenn es schon Überlegungen gegeben hatte, zusammen mit Mathias eine Penthouse Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg zu kaufen. Anna ist dagegen eine oberflächlichere Person, für die Luxus und das Wahren des äußeren Scheins wichtig sind. Ihre erste, wahre Liebe Antonio hat sie ziehen lassen und stattdessen später den raffgierigen Spekulanten Armando geheiratet, mit dem sie eine 14-jährige Tochter hat, die nicht ihren Vorstellungen eines weiblichen Mädchens entspricht. Der Roman behandelt neben der Beziehung der Schwester und dem Erbe noch weitere Themen wie die Armut in Entwicklungsländern, die Situation von Waisenkindern, das Leben von Hausangestellten fernab ihrer Heimat, Schwierigkeiten einer Auslandsadoption, Krankheit und Tod, aber auch das überschaubare Leben auf einer Insel, bei dem jede Abweichung von der Norm sofort auffällt sowie Rezepte und das traditionelle Bäckerhandwerk - so viele Themen, dass es schwierig wird, einen roten Faden zu erkennen, denn das Geheimnis um das Erbe tritt damit in den Hintergrund. Der Roman ist überraschend tiefgängig und hat mich auch aufgrund der anschaulichen Beschreibung der balearischen Insel, so dass man sich selbst wünscht, auf Mallorca zu sein, gut unterhalten. Die Zweifel der Charaktere an ihren Lebenswegen und die Schwierigkeit jedes einzelnen, seinen Platz im Leben zu finden, sind nachvollziehbar beschrieben. Es ist nicht vorhersehbar, wie sich Anna und Marina entscheiden werden, sei es in Bezug auf die Beziehungen zu ihren Partnern oder in Bezug auf das Erbe. Spannung wird durch die Neugier darauf aufrechterhalten, wer die Bäckerin Lola eigentlich war und weshalb sie ausgerechnet den ungleichen Schwestern ihr Millionenvermögen vermacht hat. Durch die persönlichen Schicksale von Anna und Marina sorgt die Autorin zusätzlich für Dramatik.

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Der Eindruck von Leichtigkeit, Urlaub und Sommerfreude, der entsteht, wenn man das Cover betrachtet, täuscht, denn der Roman ist recht problembeladen. Es geht um die ungleichen Schwestern Marina und Anna. Während Marina ihre Heimat Mallorca schon früh verließ und in verschiedenen Ländern für "Ärzte ohne Grenzen" tätig war, hat Anna einen Mann geheiratet, für den das Geld an erster Stelle steht. Dafür scheut Armando auch nicht vor krummen Touren zurück. Anna scheint er nicht wirklich für voll zu nehmen, und seiner Schwägerin gegenüber benimmt er sich unfreundlich und manchmal schon beleidigend, denn Marina lässt sich nichts von ihm vormachen. Marina mochte ich von Anfang an, während ich mit Anna oft meine Schwierigkeiten hatte, denn vor allem zu Beginn benimmt sie sich sehr angepasst und oberflächlich, möchte ihrem Mann um jeden Preis gefallen und mimt das Luxusweibchen. Dabei erfüllt sie so ziemlich alle Klischees, die einem beim Gedanken an eine gelangweilte Hausfrau der besseren Gesellschaft einfallen. Als die beiden Schwestern ein altes Haus mit Bäckerei von einer Unbekannten erben, erwacht Marinas Neugier. Während Armando alles daran setzt, die Schwestern zu einem raschen Verkauf des Anwesens zu überreden, möchte Marina unbedingt herausfinden, was es mit der Erbschaft auf sich hat. Sie lässt sich im Dorf nieder und öffnet die kleine Bäckerei. Die Anwohner begegnen ihr freundlich aber schweigsam. So sehr sie sich auch bemüht, keiner lüftet das Geheimnis um die verstorbene Lola und ihren Nachlass. Marina entdeckt einige rätselhafte Dinge, die sie nicht versteht und die in irgend einem Zusammenhang mit der Erbschaft stehen müssen, aber sie kann sich keinen Reim darauf machen. Während sie die Spuren der Vergangenheit verfolgt und das Rästel um die geheimnisvolle Erbschaft lösen möchte, gibt es weitere Probleme. Da geht es um eine kleine Waise in Äthiopien, die mit Hilfe Marinas und ihres Geliebten Mathias das Licht der Welt erblickt hatte, da geht es um eine schwere Krankheit und um das Wiederfinden einer alten Liebe. Der Roman ist flüssig geschrieben und kann mit interessanten Themen aufwarten. Die Charaktere, ganz gleich ob die sympathischen oder auch die weniger sympathischen, hat die Autorin ausdrucksstark und plastisch gezeichnet. Anfangs hatte ich mit den vielen Gedankensprüngen ein paar kleine Probleme. Die Rückblicke zu ganz verschiedenen Zeiten in der Vergangenheit waren manchmal nicht problemlos einzuordnen, und ich habe eine Weile gebraucht, mich an die ständigen Wechsel zu gewöhnen. Aber letztendlich hat sich alles gefügt und war auch schlüssig dargelegt. Das Flair der Insel Valldemossa, welches das Coverbild eigentlich recht gut widerspiegelt, kommt in der Geschichte meiner Meinung nach nur ansatzweise zur Geltung. Alles in allem ist Cristina Campos' Debüt jedoch durchaus gut gelungen und sehr lesenswert.

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Anna und Marina Vega de Vilallonga erben von einer unbekannten Frau eine Bäckerei samt Mühle im Dorf Valldemossa auf Mallorca. Die beiden bis dahin zerstrittenen Schwestern werden sich nach mehreren Jahrzehnten das erste Mal wieder sehen. Doch zuerst gibt die Autorin Cristina Campos Einblick in die jeweiligen Leben der beiden Frauen. Anna, mittlerweile 50 Jahre und Mutter einer pubertierenden Tochter, lebt mit ihrem Mann Armando in der elterlichen Villa ohne großartigen persönlichen Perspektiven und erdrückenden Schuldenlasten, nach dem die kleine Familie Jahrzehnte lang in Reichtum lebten. Aber Anna lebte schon immer ganz nach dem Motto "Sehen, Hören und Schweigen" und erduldete jede Bestimmung über ihr Leben. "Das Leben ist nun einmal nicht so, wie wir es gerne hätten, sondern so, wie es eben ist." Marina, die kleinere Schwester, bekam die Möglichkeit zu studieren und lebte seit 3 Jahren mit ihrem Lebensabschnittsgefährten Matthias in Äthiopien. Gemeinsam arbeiten sie als Entwicklungshelfer bei Ärzte ohne Grenzen bis die Geburt eines äthiopischen Mädchen Marinas Herz berührte, nachdem ihr Mutterinstinkt eigentlich bereits verstarb. Ein spontanes Erbe einer unbekannten Frau lässt Marina nun nach Mallorca zurückfliegen. Auch wenn keiner, besonders Armando, nicht damit gerechnet hat, möchte Marina die Bäckerei vorerst nicht verkaufen. Sie fühlt sich mit den Räumlichkeiten verbunden und möchte herausfinden, wer die spendable Frau María Delores Moli war. Im weiteren Verlauf finden wir eine Mischung aus "Rückkehr in die Heimat", dem"Ankommen und Verarbeiten" und den Aufbau der Bäckerei sowie Freunde und Nachbarn, die zu Familie werden. Auch Anna und ihre Tochter werden immer mehr ein Teil davon, blühen auf und Anna fängt an, auch einmal an sich zu denken. "»Zuhause ist dort, wo man erwartet wird.«" Der Anfang des Romans war für mich ein wenig schwierig. Der Epilog verwirrte mich so sehr, dass ich die ersten Kapitel zur Erholung und Findung brauchte. Leider muss ich auch erwähnen, dass für mich das Buch an einigen Stellen viel zu langatmig war - die über 400 Seiten zogen sich. Den Epilog hatte ich bereits wieder vergessen, sodass das Ende wieder spannend aber leider viel zu überraschend und schnell zu Ende erzählt war. "Zum Brotbacken brauch man Zeit, Liebe und Stille." Besonders hat mir die innere Verbundenheit der Schwestern gefallen, welche trotz des Streites immer für den anderen da waren. Zusätzlich konnte der Leser mehr über Insel, das damalige Leben und über das Backen mit Händen erfahren. Wir erfuhren auch einiges Äthiopien und über Ärzte ohne Grenzen. Die Geschichte der zwei Schwestern und der unbekannten Frau ist gut überlegt, sodass Lesespaß garantiert ist. Die Rezepte aus Die Insel der Zitronenblüten findet ihr unter www.rorezepte.com & http://rorezepte.com/die-insel-der-zitronenblueten-cristina-campos

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Titel: Die Insel der Zitronenblüten Autorin: Cristina Campos Verlag: Blanvalet Seiten: 445 Seiten Preis: 9.99 Euro Klappentext: Als Marina von ihrem Erbe erfährt, ahnt sie nicht, dass es ihr ganzes Leben verändert wird. Vor langer Zeit verließ sie ihre Heimat Mallorca und brach den Kontakt zu ihrer Schwester Anna ab. Niemals mehr wollte sie zurückkehren. Doch jetzt wurde ihnen die kleine Bäckerrei in Valldemossa vermacht. Auf der Insel angekommen, kann Marina dem duft von Zitronenbrot nicht wiederstehen. Sie weiß, sie sollte das alte Anwesen einfach verkaufen, aber irgendetwas hält sie dabon ab - ein Geheimnis, das nur darauf wartet, gelüftet zu werden.... Meinung: Das Buchcover hat mir verraten das es eine tolle Sommergeschichte sein muss... und es hat mich kein Stück enttäuscht.... von den ersten Seiten an war ich verzaubert von der Geschichte und habe schon lange nicht mehr so schnell ein Buch in der Abendsonne gelesen.... Die Autorin hat den Roman flüssig und fesselnd geschrieben und genau sowas liebe ich an ein schönen Buch wenn man mich schafft zu packen und genau das ist hier passiert... also für die die noch ein tolles Urlaubsbuch suchen holt es euch..... es ist eine Familiengeschichte mit einem großen Geheimnis......

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"Die Insel der Zitronenblüten" hat mich leider sehr zwiegespalten zurückgelassen. Ich hatte aufgrund des lebensfrohen Covers sowie des Klappentextes eher eine locker leichte Sommerlektüre erwartet und war mehrfach am überlegen das Buch abzubrechen, aber dann wiederum wollte ich endlich wissen, was das Geheimnis dieser Erbschaft war und wie es mit den beiden Schwestern weitergehen würde. Als Marina von der Erbschaft einer Bäckerei auf Mallorca erfährt, möchte sie eigentlich nur für wenige Tage dorthin reisen um den Verkauf abzuwickeln. Nur ungern lässt sie ihre Arbeit für Ärzte ohne Grenzen in Äthiopien ruhen, wo wenige Tage zuvor eine Junge Frau bei der Geburt ihrer Tochter verstarb. Dieses Baby, was sie die ersten Tage gemeinsam mit ihrem Lebenspartner versorgte, bringt sie notgedrungen in ein Waisenhaus, doch gleichzeitig fragt sie sich, welches Leben dieses Kind erwarten wird. Die Schilderungen über Marinas Arbeit bei Ärzte ohne Grenzen fand ich wahnsinnig aufschlussreich und besonders am Anfang der Geschichte auch sehr bedrückend. Ohne zu beschönigen wurde hier auch vieles hinterfragt oder kritisiert, was mich wirklich nachdenklich machte. Durch die sympatische Hauptprotagonistin Marina konnte man sehr gut nachempfinden, welch schwierige und aufreibende Arbeit diese Hilfsorganisation leistet. Mit Marinas Schwester Anna hatte ich große Schwierigkeiten, da sie mir einerseits leid tat, aber andererseits konnte ich auch nicht nachvollziehen, warum sie mit solch einem Mann über so einen langen Zeitraum verheiratet war. Mich machte das unheimlich wütend wie er mit ihr umging und durch die vielen Rücklicke erfuhr man soviel Abscheuliches, sodass ich nicht verstand, warum Anna nicht längst die Scheidung eingereicht hatte. Der Schreibstil von Cristina Campos ist einfach und verständlich, sodass man der Geschichte problemlos folgen konnte, aber die vielen Rückblicke, die nach und nach die Kindheit sowie Jugend der Schwestern erzählten, waren mir oftmals zu weit ausschweifend und ich denke, man hätte das alles auch ein wenig abkürzen können. So richtig packen konnte mich dieses Buch leider erst zum Ende hin, als es um Marinas Zukunft ging und sich gleichzeitig die Ereignisse beinahe überschlugen. Mein Fazit: Eine gelungene und auch gut durchdachte Grundidee, jedoch schaffte das Buch es leider erst am Schluss mich mitzureißen. Viele Charaktere blieben mir zu blass und die bedrückende Stimmung, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zog, war nicht das, was ich mir von diesem Buch erwartete.

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