Leserstimmen zu
Jetzt ist alles, was wir haben

Amy Giles

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Hardcover
€ 17,00 [D] inkl. MwSt. | € 17,50 [A] | CHF 24,50* (* empf. VK-Preis)

Wahnsinns Debütroman

Von: Alena

14.04.2019

Hadley ist eine gute Schülerin, hat einen Freundeskreis und allem Anschein nach ein perfektes Zuhause. Gute Voraussetzung für einen kitschigen Liebesroman, wenn das düstere Coverbild (das im übrigen eines der besten ist, was ich in letzter Zeit gesehen habe) nicht schon verraten würde, das dem nicht so ist. Ich habe das Buch an einem Nachmittag durchgelesen. Es fesselt von Anfang an und bleibt bis zur letzten Seite spannend. Die Handlung ist sehr gut ausgearbeitet und bleibt über das gesamte Buch hinweg glaubwürdig. Ich würde das Buch uneingeschränkt jedem ab 14 Jahren empfehlen. Und ich hoffe, dass dies nicht der erste und letzte Roman von Amy Giles war.

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MEINUNG Erst einmal: Die Geschichte hat mich sowas von mitgerissen und in seinen Bann gezogen. Triggern könnte es in Richtung Gewalt. Zuerst erwartete ich eine Romeo & Julia-mäßige Liebesgeschichte, doch ich verspreche euch, es ist ganz anders. Tatsächlich war mir die Liebesgeschichte teilweise einen kleinen Tick zu sehr im Hintergrund, aber nur geringfügig. Denn im Vordergrund steht die Familie von Hadley, besser gesagt, die Beziehung zwischen ihr und ihrer Schwester Lila. Der Schreibstil lässt sich sehr angenehm lesen. Tatsächlich kam ich in eine Art Sog, sodass ich es an einem Nachmittag/Abend verschlang und nicht aufhören konnte, bis es vorbei war. Dabei ist der Aufbau strukturiert in vorher und nachher, was mir sehr gefiel, da man so noch intensiver die Auswirkungen der Geschichte im Jetzt miterlebt. Die Spannung ist konstant da, selbst als das Geheimnis, das man sich schon dachte, gelüftet wurde. Dennoch reißt die Spannung durch die Ereignisse nicht ab. Man fiebert richtig mit, hofft und bangt und drückt die Daumen für Hadley. Hadley fand ich dabei wirklich toll als Protagonistin. Nach außen scheinbar kühl, trotzdem versucht sie nur alles Mögliche zu tun, um alles "richtig" zu machen. Sie ist erfrischend pragmatisch und mit recht trockenem Humor versehen, was sie mir noch sympathischer machte. Auch die anderen Figuren - Hadleys Familie, Freunde und Charlie - ergänzen perfekt und sind definitiv interessant und authentisch. FAZIT Eine düstere und wahnsinnig mitreißende Geschichte, die einen nicht kalt lässt. Man fiebert, hofft und bangt mit; die Seiten verfliegen. Ein großes Highlight. - Volle Punktzahl: 5 von 5 Feenfaltern - Vielen Dank an den cbj Verlag für das Rezensionsexemplar! © Anna Salvatore's Bücherreich

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[Klappentext] „Sei die Klügste. Sei die Beste. Und wenn nötig, sei unsichtbar.“ Hadley McCauley hat mit diesem Mantra in ihrer Familie gelernt zu überleben. Perfekte, Schülerin, perfekte Sportlerin, perfekte Tochter: Nur so kann sie ihren Vater bei Laune halten. Denn hinter der makellosen Fassade der McCauleys verbirgt sich ein hässliches Geheimnis. Doch dann tritt Charlie Simmons in Hadleys Leben, und zum ersten Mal spürt sie etwas wie Hoffnung. Hoffnung, dass alles am Ende vielleicht doch noch gut werden könnte … [Eckdaten] Titel: Jetzt ist alles, was wir haben Autor/in: Amy Giles Erschienen am: 15.10.2018 Seitenzahl: 400 Seiten Preis Print: 17,00 € Preis EBook: 13,99 € [Cover] Das Cover finde ich persönlich sehr schön gestaltet. Man sieht dunkle Wolken und ein Mädchen das auf der Straße einer Wohnsiedlung steht. All dies passt wirklich gut zum Inhalt des Buches. Die weiße Schrift und der Stil finde ich als Kontrast perfekt gewählt. [Schreibstil] Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte keine Probleme mich in die Geschichte einzufinden. Es ist flüssig geschrieben und wechselt bei den Kapiteln zwischen „damals“ und „heute“ dies hat mich aber in keinster Weise verwirrt und war sehr gut umgesetzt. [Meine Meinung] Da mir dieses Buch schon öfter ins Auge gesprungen ist, war ich sehr gespannt auf die Geschichte und was mich erwarten würde. Ein wenig verrät der Klappentext schon, aber das was letztendlich auf einen zukommt, damit rechnet man nicht. Die Geschichte startet gleich mit ziemlich spannend und lässt einen nicht los. Man lernt in der Geschichte viele Charaktere kennen, grundsätzlich dreht die Geschichte sich aber um Hadley und ihre Familie. Dazu kommen ihre Freunde Noah, Meaghan und ihr Freund Charlie. Hadley als Hauptprotagonistin hat mir sehr gefallen. Sie war mir gleich sympathisch und ich bewundere sie für ihre Stärke, selbst in den schwächsten Momenten ihres Lebens. Sie beißt immer wieder die Zähne zusammen und schlägt sich durch. Man kann Hadleys Handlungen sehr gut nachvollziehen und auch wenn es vielleicht nicht für alle Menschen verständlich ist, bei solchen Situationen erscheint für viele der Weg aussichtslos. Auch Hadleys Schwester Lila hat man ins Herz geschlossen, jedoch war sie für meinen Geschmack einfach viel zu erwachsen dargestellt. Es wird zwar erwähnt das sie mit ihren 10 Jahren ziemlich weit ist, aber sie gibt sich wie ein Teenager von 15 Jahren aufwärts, nur selten kommen Szenen in denen man wirklich das Gefühl hatte das dieses Mädchen noch recht klein ist. Das war eine Sache die ich wirklich nicht gut dargestellt finde und die unrealistisch wirkt. Auf den Vater möchte ich nicht viel eingehen, das würde zu sehr spoilern, nur ist er mir in jeglicher Hinsicht unsympathisch, ebenso die Mutter. Ich kann nicht verstehen wie man seinen Kindern so etwas antun kann, auch das man als Mutter nicht versucht seine Kinder zu schützen. Hadleys Mutter leidet selbst und steht dennoch immer wieder zu ihrem Mann, denn so lange sie bei ihm bleibt hat sie alles was sie sich nur erträumen kann. Geld, ein hohes Ansehen, puren Luxus, während sie als Kind nichts besessen hat. Dennoch rechtfertigt so etwas nichts. Amy Giles hat mit ihrem Buch eine Geschichte erschaffen die zum nachdenken anregt. Man leidet sehr mit Hadley mit die unter den ständigen Attacken ihres Vaters leidet. Trotz das sie viel seelischen als auch körperlichen Schmerzen aushalten muss, versucht sie ihre kleine Schwester vor ihrem Vater zu schützen. Charlie hab ich sofort ins Herz geschlossen, er ist ein wundervoller Charakter und steht immer zu Hadley. Versucht ihr sogar so gut es geht zur Seite zu stehen und zu helfen. Hadley ist glücklich in seiner Nähe und dieses Glück hat sie zuvor noch nie gespürt. Charlie ist für Hadley auch eine Art Zufluchtsort, bei dem sie sich immer sicher fühlen kann. Auch Noah finde ich toll dargestellt, ihn kann man auch nur mögen. Einzig und allein Meaghan hat mich genervt und man war froh wenn sie nicht geredet hat. Sie muss immer im Mittelpunkt stehen und ist absolut undankbar. Mit Sympathie konnte sie bei mir definitiv nicht punkten. Die Autorin hat das Buch sehr gut ausgearbeitet. Ich fand es sehr realistisch und so manches Mal musste man beim Lesen der Zeilen wirklich schlucken. Die Geschichte ist sehr tiefgründig und hält einen vor Augen wie schwer es wirklich sein kann. Wie die Verzweiflung immer mehr anwächst und Menschen die Hadley ebenso zu Mitteln greifen, nur um sich von allem zu befreien. Mich hat diese Geschichte sehr berührt und man möchte Hadley so gern helfen. Dies alles geht nicht spurlos an einem vorbei. Die Autorin schafft es die Gefühle so zu transportieren das sie den Leser erreichen. Diese Geschichte geht unter die Haut und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. [Fazit] Eine sehr spannende und tiefgründige Geschichte. Die Autorin spricht hier ein Thema an, worüber viel zu oft geschwiegen wird. Von mir eine ganz klare Weiterempfehlung und eindeutige 5/5 Sternen

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Schon der Klappentext lässt darauf schließen, um was es sich hier für eine Geschichte handelt. Es geht um ein Thema was viele von sich wegdrücken, was aber doch immer häufiger vorkommt - häusliche Gewalt. Sei es Gewalt gegenüber des Partners oder des eigenen Kindes. Die Autorin zeigt mit diesem Buch die schonungslose Wahrheit über eine junge Frau, die tagtäglich psychische und physische Gewalt durchstehen muss. Auf eine sehr emotionale Art wurde ich an die Seiten gefesselt. Der stetig steigende Spannungsbogen hat mich gepackt und einfach nicht mehr losglassen. Knallart erlebt man mit, was für eine harte Last unsere Protagonistin Hadley durchmacht. Autorin Amy Giles beschreibt dies erschreckend echt und realistisch. Man fiebert stets mit Hadley mit. Spürt ihre extreme Angst, ihr Leid und fühlt ihren Schmerz, als wäre es der eigene. Hadley selbst ist eine so starke und mutige Person, die ihre Bedürfnisse stets nach hinten stellt, um ihre Schwester zu beschützen. Ihr Wohlergehen ist für sie das wichtigste - auch wenn sie selbst dafür bestraft wird. Ich habe selten eine so gütige Protagonistin erlebt, die mich mit ihrer Fürsorge so gerührt hat. Die Erzählungen der Vergangenheit und Gegenwart finde ich besonders interessant, da sie so einen wirklich guten Einblick in das Geschehen hinterlassen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr düster - was aber so wunderbar zur Geschichte passt - da er der Handlung so das gewisse Etwas verpasst. Eine fröhliche Erzählweise wäre hier einfach komplett fehl am Platz. Amy Giles trifft mit ihrem offenen Stil einfach genau ins Schwarze und sorgt für eine Gänsehaut und ein mulmiges Gefühl beim Lesen. Die Dynamik der Story spürt man von der ersten bis zur letzten Seite. Fazit: Amy Giles hat mit dieser Geschichte einen absolut authentischen und schonungslosen Roman geschaffen, der wirklich ans Eingemachte geht. Wer Lust auf einen lohnenswerten Lesegenuss hat, sich aber auch mit der dunklen Thematik im Buch auseinandersetzen kann, ist mit 'Jetzt ist alles, was wir haben' bestens bedient.

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Das Buch “Jetzt ist alles, was wir haben” von Amy Giles wurde im Oktober 2018 vom Cbj- Verlag veröffentlicht. Das Buch ist als Hardcover für 17€ erhältlich und umfasst 400 Seiten. Inhalt/Klappentext: Sei die Beste. Und wenn nötig, sei unsichtbar. Mit diesem Credo hat Hadley McCauley in ihrer Familie gelernt zu überleben. Perfekte Schülerin, perfekte Sportlerin, perfekte Tochter: Nur so kann sie ihren Vater bei Laune halten. Denn hinter der makellosen Fassade der McCauleys verbirgt sich ein hässliches Geheimnis. Um ihre kleine Schwester Lila vor dem unberechenbaren Vater zu schützen, tut Hadley alles. Doch dann tritt Charlie Simmons in ihr Leben und zwischen den beiden entwickelt sich eine verzweifelt-intensive Beziehung. Unterdessen eskaliert daheim die Gewalt, und Hadleys Strategie, nichts preiszugeben, greift nicht mehr. Doch auch als es zur Katastrophe kommt, schweigt sie … Cover: Das Cover ist recht schlicht gehalten und umfasst die Farbe blau. Man erkennt außerdem eine schwarze Silhouette eines Mädchens. Der Buchtitel stich durch die weiße Farbe heraus. Schreibstil: Ich fand es leicht zu lesen durch den flüssigen Schreibstil. Man kann somit schnell in die Handlung eintauchen kann. Meinung/Fazit: Solch ein Buch habe ich noch nie gelesen. Ich würde behaupten, das dass Buch nicht für leichte Nerven geschrieben ist. Denn hier wird das Thema des Missbrauchs aufgegriffen. Auf der einen Seite finde ich es gut, dass über das Thema gesprochen wird. Auf der anderen Seite fällt mir es schwer über so ein ernstes Thema ein Buch zu lesen. Ich bin sehr schnell in das Geschehen eingetaucht und die Protagonistin Hadley sofort in mein Herz geschlossen. Die Story hat mich, auch wegen des Themas, richtig gefesselt. Man wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ich kann euch dieses Buch nur ans Herz legen. Es war wirklich eine erschütternde und herzzerreißende Story. 4 von 5 ⭐

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Amy Giles hat in ihrem Buch ein sehr wichtiges Thema angesprochen, welches sehr zum Nachdenken anregt und in der Öffentlichkeit leider noch viel zu sehr als Tabu Thema behandelt wird. Ihre Geschichte ist spannend, bewegend und tiefgründig zu gleich. An manchen Stellen musste ich kräftig schlucken und an der ein oder anderen Stelle auch mal ein paar Tränen vergiesen. Mit den Zeitsprüngen ist es am Anfang ein bisschen verwirrend aber da hat man sich schnell dran gewöhnt. Die Zeitsprünge verleihen dem Buch noch mehr Spannung, denn man erfährt wie es "damals" war und wie es "jetzt" ist. SPOILER! Das heißt man bekommt einen Einblick in das Leben der Hauptfigur Hadley, vor und nach dem Flugzeugabsturz. Stück für Stück erfährt man wie es ist, Teil der McCauley´s zu sein und welcher Gewalt Hadley nahezu täglich ausgesetzt ist. Amy hat bis zur letzten Seite die Spannung in ihrem Buch gehalten und man wusste bis zuletzt nicht wie genau es zu diesem Absturz kam. Die Liebe zu Charlie und zu ihrer Schwester Lila gibt Hadley Kraft in einer schweren Zeit durchzuhalten und nicht aufzugeben. Alles in allem kann ich das Buch nur empfehlen! Es ist eine wirklich unglaublich spannende Geschichte!

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Hallo! Ich habe heute wieder eine Rezension für euch! Und zwar zu einem Buch, dass ich vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen habe und somit ein REZENSIONSEXEMPLAR ist! Eckdaten: "Jetzt ist alles, was wir haben" ist ein Einzelband von Amy Giles und am 15.Oktober 2018 im cbj-Verlag (randomhouse) erschienen. Das Hardcover beinhaltet 400 Seiten und ist ins Genre Jungendbücher einzuteilen. Es wurde von Isabel Abedi aus dem Englischen übersetzt. ISBN: 978-3-570-16487-7 Preis: 17,00 (D) / 17,50 (A) Inhalt: Hadley McCauley scheint der perfekte Teenager: perfekte Schülerin, perfekte Sportlerin, perfekte Tochter. Doch das alles ist eine Fassade, hinter die niemand Blicken darf, denn Hadley tut all dies nur um ihren Vater bei Laune zu halten und ihre kleine Schwester Lila zu schützen. Als Charlie jedoch in ihr Leben tritt, scheint diese zu bröckeln, bis alles eskaliert... Cover: Ich finde das Cover ist hübsch gestaltet! Man erkennt die Silhouette eines Mädchens, dass in einer Wohnsiedlung steht. Ansonsten ist das Cover in einem dunklen Blau gehalten. Da Hadley in einer dieser Siedlungen wohnt, passt das Cover auch gut zur Geschichte! Meine Meinung: Ich war sehr gespannt auf die Geschichte und habe mich gefreut das Buch zu lesen. Als ich das Buch begonnen habe zu lesen, war ich sofort in der Geschichte, die durch einen leichten und flüssig geschriebenen Schreibstil begleitet und unterstrichen wurde. Dadurch konnte ich mich noch besser in die Charaktere und in ihre teilweise sehr extremen Situationen hineinversetzen! Auch Hadley war eine tolle Protagonistin, sie war mir von der ersten Seite sympathisch und ich konnte mich wirklich gut in sie hineinversetzen. Ich konnte auch verstehen, weshalb für sie die Situation so aussichtslos scheint und sie bis jetzt noch nichts getan hat. Auch wenn es oftmals für außenstehende sehr unverständlich sein kann. Auch Hadleys kleine Schwester konnte ich lieb gewinnen und fand sie wirklich sehr süß. Ich glaube vom Vater der Geschwister muss ich nicht reden. Ich finde es immer wieder schrecklich was Menschen ihren Kindern antun, nur weile diese ihre eigenen Gedanken fortführen. Für mich sollte eine Elternteil jemand sein, der einen unterstützt, einem Denkanstöße gibt und einen dabei hilft seinen eigenen Weg zu gehen. Und nicht jemand der seine eigenen Probleme auf seine Kinder kompensiert und sie dabei körperlich und seelisch schwerwiegende und langanhaltende Probleme bereitet. Auch Charlie war ein sehr toller Charakter! Er hat immer zu Hadley gestanden und ihr geholfen, wo er nur konnte. Er war ein echt süßer und sympathischer Freund. Und genau so eine Person hat Hadley für diese wichtigen Schritte gebraucht. Ich fand das Buch war auch wirklich ausgezeichnet ausgearbeitet. Denn es spielt auf zwei Zeitebenen. Die wir als "Damals" und "Jetzt" kennen. Weshalb genau das so ist, will ich an der Stelle nicht verraten, aber es hat meiner Meinung einen sehr wichtigen und guten Grund, weshalb das so ist. Vor allem konnte ich mich so noch weniger von dem Buch losreißen. Auch wenn Hadley manchmal zu sehr drastischen Mitteln greift, ist das Buch meiner Meinung ein Muss für jeden der über so ein wichtiges und schwieriges Thema lesen will. Denn zusätzlich dazu ist es wirklich spannend und gut geschrieben und weckt beim Leser fast von selbst einen Gedankenstrom aus. Meiner Meinung wirklich sehr gut gelungen und eine klare Empfehlung! Fazit: Insgesamt eine wirklich spannende Geschichte, die ein sehr wichtiges Thema beinhaltet! Von mir gibt es eindeutig 5/5 Sterne!

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Tragische Jugendbücher gibt es zu fast jedem Thema. Auch psychischer oder körperlicher Missbrauch wird immer wieder aufgegriffen. Oftmals bedrücken mich diese Bücher sehr, was sie auch sollen, und beschäftigen mich tagelang. In "Jetzt ist alles, was wir haben" schaut die Autorin in eine Missbrauchsfamilie, die nach außen hin glänzt. Und auch hier war ich fast ein bisschen überrascht, wie stark das Buch unter die Haut geht, sich gleichzeitig aber wunderbar und mitreißend lesen lässt. Ein Pageturner durch und durch. Hadley wird von ihrem Vater zu Höchstleistungen angetrieben. Auf sportlicher und schulischer Ebene muss sie immer die Beste sein, und auch bei ihren Hobbys bestimmt der Vater. Niemals ist sie ihm gut genug, nie scheint er zufrieden. Neben diesem psychischen Druck verliert Hadleys Dad nicht selten die Kontrolle über seinen Jähzorn. Darauf möchte ich hier nicht näher eingehen, mich hat das Gesamtbild der Situation sehr belastet. Hadley erträgt diese Zustände und die permanenten Drohungen nur, um ihre jüngere Schwester vor dem Vater zu schützen. Von der Mutter kann sie keine Hilfe erwarten, und vor ihren Freunden und Lehrern versucht sie das Bild einer Musterfamilie aufrecht zu erhalten. Als sich Hadley in Charlie verliebt, und damit nicht nur eine der kompromisslosen Regeln ihres Vaters bricht, droht die Situation zu Hause zu eskalieren. Als Leserin begleitete ich Hadley in der Geschichte durch ihren Alltag, der sehr durchgeplant ist, nach außen hin aber dem einer normalen Jugendlichen aus reichem Elternhaus gleicht. Schule, Freunde, Partys, Zuhause und die Lovestory mit Charlie; das klingt alles recht banal, ist es aber nicht. Denn das Gefühl beim Lesen ist sehr bedrückend und belastend, weil man ziemlich schnell mitbekommt, wie gewalttätig, auf allen Ebenen, Hadleys Leben ist. Der Druck, der auf Hadley lastet, ist spürbar und manchmal kaum auszuhalten. Vor allem, als sich ihre Beziehung zu Charlie intensiviert konnte ich erahnen, dass etwas sehr Schlimmes folgen würde. Gerade deshalb laß ich das Buch wie im Sog, aber dennoch mit großer Anspannung. Es ist eines dieser Bücher, von denen man nicht weg kommt, die "Spaß" machen, auch wenn das Grundthema für Bauchschmerzen sorgt. Seitens Lovestory gab es Kleinigkeiten und Erwartungen, Hin und Hers, die mich störten, obwohl das den Eindruck den das Buch hinterlassen hat, kaum schmälert. Am Ende hat mich "Jetzt ist alles, was wir haben" überrascht. Ich nahm an zu wissen, was zu den Schlussereignissen führte, und doch war es anders. So etwas mag ich sehr. Fazit Über "Jetzt ist alles, was wir haben" traue ich mich kaum zu sagen, dass dieses Buch großen Lesespaß bringt, man förmlich durch die Seiten rauscht, auch wenn das Thema erschüttert. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, mit einer mitreißenden Geschichte auf psychischen und physischen Missbrauch innerhalb einer Familie aufmerksam zu machen, vielleicht sogar zu sensibilisieren. Abzüglich kleinen Störfaktoren seitens Lovestory haben mich Charaktere und Geschichte überzeugt und nachdenklich gemacht. So komisch das bei aller Dramatik klingt, über das Ende habe ich mich (fast) gefreut. 4,5 von 5 Sterne gibt es von mir.

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