Leserstimmen zu
Die Seelenwelt der Pflanzen

Eva Rosenfelder

(2)
(0)
(0)
(0)
(0)

Von: Vreni von Allmen-Leutwyler aus Interlaken

31.07.2017

Ein zärtliches Buch, das berührt und bezaubert! Mit grosser Sorgfalt und viel Einfühlungsvermögen porträtiert die Autorin acht Seelengärtner/innen und verwebt deren Lebens-, Erfahrungs- uns Wirklichkeitsräume mit dem Zyklus des Jahreskreises. Ihre Sprache ist blumig, lebendig, beseelt und wertschätzend. Das Buch hat mich mit hineingenommen in das geheime (Ur)wissen und die tiefe Ehrfurcht vor der Natur und den Pflanzen als hilfreiche Begleiterinnen, die heilend und verwandelnd wirken. Ein Entdeckungsbuch, das neue Zugänge eröffnet und uns dazu ermuntert, auf dem Weg der Ganzheit weiterzuschreiten! Danke dir liebe Eva!!!

Lesen Sie weiter

Das Buch von Eva Rosenfelder hat mich sofort in Bann gezogen! Es ist eine wundervolle Einführung in die Seelenwelt der Pflanzen, also den Bereich, der für den Intellekt nicht sichtbar ist. Es ist der Bereich, in dem wir "Pflanzen durch unsere Liebe düngen" (nach Wolf-Dieter Storl). Wir sprechen von Volks- und Zivilisationskrankheiten. In meinem Augen gibt es nur eine einzige: die zivilisatorische Entfremdung von der Natur und die damit einhergehende Seelenlosigkeit des Menschen. Das Buch von Eva Rosenfelder ist eine wirkliche Entdeckungsreise zurück in die Seele der Natur, woher auch wir Menschen kommen, also in unsere eigene Menschenseele. Wer sich für die Seelenwelt der Pflanzen öffnet, der öffnet sich auch für die eigene Seele. Diese "Sehnsucht nach der Rückverbindung mit der Natur" (S. 10) ist in jedem Menschen angelegt. Es ist der Samen unserer Heilung. Das Buch geht dieser Sehnsucht nach und stellt 9 "Seelengärtnerinnen und Seelemgärtner" vor - wie die Autorin sie nennt - mit ihrem jeweils speziellen Zugang zur Seelenwelt der Pflanzen. Heilung von Zivilisationskrankheiten heißt letztlich, sich für DIE SEELE zu öffnen - und dazu gehört auch und vornehmlich die Öffnung für die Seelenwelt der Pflanzen. Das eine geht nicht ohne das andere. Folgende Worte der Autorin aus dem "Ausklang" sind für mich der Schlüssel zum Verständnis des Buches (S. 248 f.) "Doch die Seelenwelt der Pflanzen eröffnet sich nicht über den Intellekt - damit erfahren wir allenfalls Rezepturen, etwas über die Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen, nichts aber über das tiefere Sein der Pflanze. Dementsprechend schwierig lässt sich diese seelische Ebene auch belegen. Erfahrbar ist sie nur über die persönliche Begegnung.Schenken wir den Pflanzen unsere Zeit und Aufmerksamkeit, so leiten sie selbst uns bereitwillig an und führen uns sanft in ihre Welt. Sie holen uns ab, wo immer wir sind, in unserer ganz individuellen Lebenswelt. Pflanzen vermögen unzählige Sprachen zu sprechen: Die, welche das Wissen suchen, sprechen sie vielleicht zuerst über ihre chemischen Wirkstoffe an, lassen sich bereitwillig analysieren und sogar pharmazeutisch verwenden. Heiltätige oder Heilsuchende berühren sie über ihre feinstofflichen Schwingungen und Heilwirkungen, Kunstschaffende über ihre Ästhetik, Geometrie und Schönheit, Gourmets oder Sensorikerinnen über ihre Aromen und Düfte, während sie die Träumenden, Schwärmenden und spirituell Suchenden in geistige Sphären einladen ... In diesen und unzählig vielen anderen Aspekten stellen diese beseelten Wesen sich voller Hingabe als unseren Spiegel und weisen Lehrerinnen zur Verfügung." Neun Seelengärtnerinnen und Seelengärtner Sollten wir nicht alle Gärtner unseres Seelenraums sein? Und spiegelt nicht unser Umgang mit Pflanzen unseren Umgang mit uns selbst wider? Letztlich geht es im Umgang mit den Pflanzen um die Erfahrung von MUTTER NATUR. Die Pflanzenwelt ist weiblich, voller Hingabe, Demut und Liebe, voller Heilung. Unsere Rück-Verbindung zu Mutter Natur erfahren wir vor allem über die Rück-Verbindung zur Seelenwelt der Pflanzen, unseren "Urgroßeltern": Wir stammen von der Pflanzenwelt ab. Die neun Seelengärtnerinnen und Seelengärtner, die in dem Buch zu Wort kommen, sind: > Tilmann Schlosser, der 2016 verstorbene Gründer der Gärtnerei Artemisia Allgäuer Kräutergarten (einer "Apotheke" mit über 300 Heilkräutern); > Frank Brunke, der Pflanzenfotograf, der mit seinen Fotos einen wesentlichen Beitrag zur Schönheit des Buches beigetragen hat > Regula Mathies, die über Pflanzten ihren Heilungsweg gefunden hat ("Die Natur wirkt als Schutzengel. Und jede Pflanze hat eine heilende Aufgabe für uns Menschen. Wenn die Pflanzen zu uns sprechen, spricht die Schöpfung zu uns." - S. 80); > Jürg Reinhard, ein anthroposophischer Künstler, der das Wesen der Pflanzen künstlerisch erfasst ("Das Bewusstsein der Pflanzen ist in den Sternen zu Hause." - S. 103) > Agnes Barmettler, die das alte Symbol des Gartenlabyrinths als Paradiesgarten in Zürich und anderswo wiederbelebt; > Orna Ralston, deren Welt als Schamanin Gesang, Klang und Musik ist ("Pflanzen haben ein anderes Aufnehmen der Welt, sie reflektieren nicht, leben nicht wie wir im Bewusstsein des 'Ich sterbe', sondern sie 'sind' - sie sind Seinswesen." - S. 159); > Ursula Bühler, eine "Kräuterhexe" im besten Sinne des Wortes ("Für mich sind Pflanzen und Tiere das Größte, was uns das Leben schenkt. Sie sind meine Seelenretter und bedeuten mir manchmal fast mehr als der Mensch." - S. 182); > Wolf-Dieter Storl, der inzwischen für die Pflanzen- und Naturmystik schon zu einer "Ikone" geworden ist ("Planzen haben Heilkräfte, weil sie selber heil sind." - S. 199); > Gisula Tscharner, eine ehemalige Pfarrerin, die in der Natur ihre "neue Religion" gefunden hat ("Daher habe ich wohl auch das Urvertrauen, dass dort, wo ich bin, stets die für mich richtigen Pflanzen wachsen. Die Pflanzen wissen sehr viel besser, was wir Menschen brauchen." - S. 220) Eine weitere "Seelengärtnerin" ist die Autorin selbst. Natürlich hat sie einen eigenen Garten, von dessen "gärtnerischen Urgrund" sie berichtet. Sie hat die Interviews geführt, das Buch in 8 Stadien des Jahreskreises eingeteilt (Erd- und Ahnenreich / Auferstehung / Erwachen / Knospen / Blühen / Liebe / Ernte / Loslassen), diese mit einfühlsamen Worten eingeleitet, die Fotos von Frank Brunke mit Gedichten begleitet und ein paar Tipps ("Rezepte und Inspirationen") für die eigene Praxis zusammengestellt. Die Sprache der Autorin ist außerordentlich feinfühlig und lebendig, ist selbst ein "Seelengenuß". Ist für die Menschen wieder das Paradies auf Erden möglich? Es wird ein Heilungsweg sein, und auf diesem Weg wird uns die Pflanzenwelt begleiten. Das Buch von Eva Rosen-felder (was für ein verheißungsvoller Name für ihre Berufung!) ist ein Buch, das uns die Vision einer "neuen Erde" als "dem größten Seelengarten der Menschheit" schenkt. Doch es geht vor allem darum, durch das Tor des eigenen Paradiesgartens zu treten, nämlich "dem Garten der eigenen Seele, der sich dann auch in einem sichtbaren Seelengarten manifestieren kann." (S. 18) Das Buch hat in seiner leisen Art etwas sehr Aufrüttelndes. Es bewegt die Seele durch die Schönheit, Güte und Wahrhaftigkeit in Sprache und Bild. Fast kann man den Duft der Worte riechen.

Lesen Sie weiter