Leserstimmen zu
Tödlich

Thomas Enger

Henning-Juul-Romane (5)

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Taschenbuch
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Ich weiß noch ganz genau, wie begeistert ich 2011 gewesen bin, als ich das erste Buch „Sterblich“ aus der Henning-Juul-Reihe gelesen hatte. Ich konnte die Veröffentlichungen der weiteren Bücher kaum erwarten und es waren für mich alles unbedingt lesenswerte spannende Thriller. Nun ist mit „Tödlich“ der fünfte und offenbar auch finale Teil der Reihe erschienen! Vom ersten Buch an beschäftigt den Journalisten Henning Juul die Frage: Weshalb es in seiner Wohnung zu einem Brand kam, der dann seinem Sohn Jonas der Leben kostete. Auch Juul selbst ist nur knapp dem Flammentod damals entronnen und viele Brandnarben am Körper erinnern ihn täglich daran... Nach seiner langsamen Genesung kehrt Juul dann an seinen alten Arbeitsplatz bei der Onlinezeitung „123nyheter“ zurück. Der Gedanke, dass es sich bei dem Brand in seiner Wohnung um Brandstiftung handeln könnte, lässt ihn nicht los und er fängt an Nachforschungen zu betreiben. Einen wichtigen Hinweis darauf, dass er mit seiner Vermutung richtig liegt, bekommt Juul von einem in Haft sitzenden verurteilten Mörder und ehemaligen Geldeintreiber. Als Henning alle Informationen erhalten soll, ist seine Quelle für immer versiegt…. Besonders schockierend wird die Suche nach dem Warum und Wieso, als sich Henning Juul fragen muss, was eigentlich seine Schwester mit der Sache zu tun hat? Henning bleibt über viele Hindernisse hinweg immer am Ball und oftmals steht er vor dem ersehnten Durchbruch, aber dann sterben seine Hinweisgeber oder er selbst gerät immer mal wieder in akute Lebensgefahr, wie man es gleich im "Prolog" zum aktuellen Buch lesen kann. Bevor aber sich alle Puzzle-Teile am richtigen Fleck befinden, vergeht noch einige Zeit. Ein alter Todesfall aus dem Jahre 1996 bringt dann endlich Licht ins Geschehen… Tatsächlich lüftet Thomas Enger in diesem Thriller endlich das Geheimnis um den Brand in Henning Juuls Wohnung und auch was dahinter steckt. Wer aber keines der vier vorherigen Bücher der Reihe kennt, wird es schwer haben sich in der Gesamthandlung zurechtzufinden, denn die besonderen Feinheiten bzw. die weitreichenden Zusammenhänge werden nur ansatzweise reflektiert und selbst mir ist es beim Lesen anfänglich etwas schwer gefallen, die Personen und Fakten wieder zuzuorden. Besonders einige Teile der Handlung gehen unter die Haut, da viele Menschen aus Juuls Umgebung bzw. mit denen er Kontakt hatte, sterben und meistens nicht eines natürlichen Todes..... Ganz viel kriminelle Energie durchzieht das aktuelle Buch, es geht um Erpressung, Geldwäsche und Mord und bald weiß Henning Juul nicht mehr wem er überhaupt noch trauen kann… Fazit: Keine einfache Rätsellösung, da viele Verwicklungen erst einmal entwirrt und die vielen Puzzleteile in die richtige Position gebracht werden müssen. Nichtsdestotrotz spannender Abschluss der Reihe, den man nicht verpassen sollte!

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Henning Juul ist noch immer auf der Suche nach den Verantwortlichen für den Wohnungsbrand, bei dem sein kleiner Sohn Jonas starb. Bisher aber hat er nicht viel Erfolg in seinen Nachforschungen verbuchen können, und wendet sich erneut einer neuen Spur zu. Denn ausgerechnet seine Schwester Trine taucht auf einem Foto auf, das konkrete Hinweise zu den Tätern enthält. Aber nicht nur er glaubt endlich, den Drahtziehern näherzukommen. Auch sein Kollege Iver ist an der Sache dran und sticht in ein wahres Wespennest. Nur kurz darauf ist Iver tot und Henning wird von einem Profikiller niedergeschossen. Wird es ihm trotzdem gelingen, die Schuldigen ausfindig zu machen? "Tödlich" ist der fünfte und letzte Fall mit dem Journalisten Henning Juul, der unter Einsatz seines Lebens eine ganz persönliche Mission verfolgt. Und obwohl er viel zu oft am Rande der Legalität seine Recherchen anstellt, ist er dabei nicht allein. Denn neben seiner Ex-Frau Nora und ihrem neuen Freund Iver wird er auch von einer unbekannten Polizistin und dem mit ihm befreundeten Osloer Hauptkommissar Bjarne Brogeland unterstützt. Figuren, die wunderbar lebensecht geschildert sind und auf ihre ganz eigene Art und Weise den Kampf gegen Unrecht und Verbrechen führen. Vor allem durch sie erhält die manchmal etwas schwerfällige Handlung neuen Schwung und driftet nicht in eine von Depressionen und Selbstzerstörung gezeichnete Stimmung ab. Juuls letzter Fall ist ein nachdenklicher Thriller, bei dem der Leser merkt, dass die Reihe um den mit einer schweren Schuld kämpfende Journalisten dem Ende zugeht. So wird es einfach Zeit, dass Henning Juul zu Ruhe kommt. Sei es durch einen lang ersehnten Ermittlungserfolg oder durch den zu Beginn des Buches angedeuteten unfreiwilligen Tod. Denn während die ersten vier Bände der Reihe von wendungsreichen und teilweise sehr dramatischen Mordermittlungen durchzogen sind und sich der erfolgreiche Journalist nach einem schweren Schicksalsschlag mit aller Kraft zurück ins Leben kämpft, ist er nun völlig ausgebrannt und nur noch auf seinen eigenen Fall fokussiert. Fazit: Der letzte Fall des schwedischen Enthüllungsjournalisten Henning Juul weiß nicht vollständig zu überzeugen. Zwar wird auch hier wieder mit voller Kraft ermittelt, doch wirkt die Story, genau wie seine Hauptfigur, ausgelaugt und erschöpft und pendelt zwischen dramatischen Ereignissen und tristen Wiederholungen hin und her.

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Ein letztes Mal lässt Thomas Enger seine Hauptfigur, den Journalisten Henning Juul, sich auf die Suche nach dem Mörder seines Sohnes Jonas begeben. Nach fünf Bänden bildet „Tödlich“ den fulminanten Abschluss der Reihe. Tod und Erlösung Henning Juul kann erst mit der Vergangenheit abschließen, wenn er die Mörder seines Sohnes Jonas im Gefängnis weiß. Und eben diese Recherchen im Verbrechermilieu bringen ihn immer wieder in Gefahr. Doch nicht nur ihn, auch seine Ex-Frau, ihren neuen Partner Iver Gundersen und Kommissar Bjarne Brogeland. Je tiefer Henning in das Dickicht um den ehemaligen, mittlerweile auch ermordeten Geldeintreiber und „Immobilienhändler“ Tore Pulli eindringt, um so mehr spitzt sich die Situation zu. Und fordert ihre Opfer. Immer mysteriöser werden die Verstrickungen, die weit über die Grenzen Norwegens bis hin nach Brasilien reichen. Die Suche nach den Schuldigen wirft für Henning immer neue Fragen auf. Welche Verbindungen bestehen zu dem Mord an einer alten Frau? Wie hängt seine Schwester Trine mit all dem zusammen? Und die wichtigsten Fragen: Wer hat seinen Sohn auf dem Gewissen? Wem kann er überhaupt noch trauen? Würdiges Ende einer spannenden Reihe Nun war es endlich so weit: Fast genau zwei Jahre nach Erscheinen von „Gejagt“, dem vierten Band der Henning-Juul-Reihe, veröffentlicht der blanvalet Verlag den Abschluss-Band „Tödlich“. Eben dieser Abstand macht den Einstieg so kompliziert. Die Handlungen und Zusammenhänge der bisherigen Thriller müssen aus dem Gedächtnis gekramt werden, sinnvoll wäre es gewesen, wenigstens die letzte „Folge“ noch einmal zu lesen. Denn über die Jahre sind doch einige Personen und Handlungsebenen zusammengekommen. Das betrifft zwar nicht die Hauptfiguren, aber doch alle Rahmenfiguren und sämtliche auftretenden Verbrecher und Nebenstränge. Thomas Enger macht es zu Beginn gleich spektakulär und stellt die vermeintliche Schlussszene an den Anfang. Die Geschichte nimmt dadurch unheimlich Fahrt auf und doch bricht dieser Spannungsbogen mit dem Ende des Prologs ein. Es benötigt danach einige Zeit bis dieser anfängliche Schwung wieder aufkommt. Dabei ist der Thriller alles andere als langatmig oder langweilig. Zu viele Fragen sind und waren unbeantwortet. Dennoch hält sich Enger an manchen Punkten ein klein wenig zu lang auf. Das mag jedoch auch dem Umstand geschuldet sein, dass man nun endlich wissen will, wer Hennings Sohn (und so manch andere Person) auf dem Gewissen hat. Mit pointierter Sprache, knackigen Dialogen und doch sehr expliziten, brutalen Szenen treibt Thomas Enger auf den Höhepunkt und die Auflösung sämtlicher offener Fragen hin. So ist es am Ende fast schon schade, dass alles aufgelöst wird und kein weiterer Fall um den so sympathischen Journalisten erscheinen wird.

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Das Ende

Von: Harakiri

31.08.2017

Nun ist die Reihe um Henning Juul also zu Ende. Und der Gute weiß endlich, wer hinter dem Tod seines Sohnes steckt. Doch der Weg dahin war lang und steinig und vor allem im vorliegenden Band 5 mit Gewalt und Toden gepflastert. Ganz schön heftig zur Sache ging es stellenweise und das Buch beginnt schon mit einem Knaller, der das Ende ein Stückweit vorweg nimmt und den Leser mit hinausnimmt auf einen See. Mit Beton an den Füßen wird Juul in eben diesem versenkt – er kam den Killern halt doch zu nahe. Darauf, ob Henning es doch noch irgendwie schafft, auf die Auflösung, muss der Leser lange warten. Und am Ende wartet der Autor noch mit einer kleinen Bosheit auf. Ohne Vorkenntnisse der anderen 4 Bände macht es keinen Sinn, „Tödlich“ zu lesen. Denn zu viel wird vorausgesetzt, zu viel haben Juul und die anderen Charaktere schon erlebt, zu viel baut auf den Vorgängerbänden auf. Auch wenn ich die anderen Bücher alle kannte, fiel mir der Einstieg sehr schwer. Es ist einfach schon eine Weile her, dass ich den letzten Band gelesen habe. Die vielen Namen konnte ich nicht mehr richtig zuordnen. Bald hatte ich mich aber eingelesen. Wobei ich sagen muss, dass die Handlung am Anfang sehr dahinplätschert. Nach dem furiosen Einstieg dauert es erst einmal eine Weile bis die Story wieder richtig in Fahrt kommt. Engers Schreibweise finde ich nach wie vor angenehm und flüssig zu lesen. Seine Worte zeichnen Bilder in den Kopf und vor allem zu Beginn konnte ich mein Kopfkino so richtig ausleben. Sehr viele Charaktere verlassen uns in diesem Buch, was ich in einigen Fällen auch sehr traurig fand. Man baut über die Jahre doch ein wenig eine Beziehung zu ihnen auf und leidet mit. Besonders ein Ereignis hat mich sehr mitgenommen, vor allem weil es so weite Kreise und eine herzergreifende Szene nach sich zieht. Fazit: Irgendwie ist es traurig, dass eine Serie endet, andererseits geht sicher wieder eine Tür auf und wir dürfen uns auf etwas Neues aus Thomas Engers‘ Feder freuen.

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