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Leserstimmen (127)

Angie Thomas: The Hate U Give

The Hate U Give Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-16482-2

Erschienen: 24.07.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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Lesenswerter Roman mit wichtiger Botschaft

Von: Sarah Datum : 20.11.2017

www.maedchenkram3583.blogspot.com

The Hate U Give von Angie Thomas ist keine leichte Kost und es ist nicht einfach, meine Gedanken dazu in Worte zu fassen.

Starr ist 16 und lebt in zwei unterschiedlichen Welten: in dem schwarzen Viertel, in dem sie aufgewachsen ist, und tagsüber in ihrer überwiegend weißen Privatschule, auf die ihre Eltern sie schicken, um ihr eine bessere Zukunftsperspektive zu geben. Sie trennt beide Welten und lebt ein sehr angepasstes Schulleben, in dem sie die echte Starr unterdrückt. Eines Tages wird ihr bester Freund Khalil ohne ersichtlichen Grund vor ihren Augen von einem Polizisten bei einer Verkehrskontrolle erschossen. Khalil war unbewaffnet und Starr die einzige Zeugin. Ihre private Welt bricht zusammen, in der Schule hält sie jedoch die Fassade aufrecht, weil dort niemand weiß, dass sie mit dem erschossenen schwarzen Jungen, der von weitem als kriminelles Gangmitglied abgestempelt wird, befreundet war. Starr sitzt nun zwischen den Stühlen. Soll sie schweigen oder ihre Stimme für Khalil erheben, und damit ihr Viertel und somit auch ihr eigenes Leben in Gefahr bringen?

The Hate U Give erzählt nicht nur die Geschichte von Starr und Khalil, viel mehr geht es allgemein um Rassismus, den nach wie vor großen Unterschied zwischen Schwarz und Weiß, um Bandenkriminalität, Drogen und das Leben im sozial schwachen Ghetto gegenüber der Reichenviertel. Die Geschichte berührt und bewegt, die Sprache verleiht dem Ganzen Authentizität und bringt die gewünschte Botschaft Black Lives Matter sehr anschaulich rüber. Ein lesenswertes Jugendbuch mit wichtiger Botschaft.

The Hate U Give

Von: Little Book Obsession Datum : 18.11.2017

littlebookobsession.blogspot.de

Mal wieder ein sehr sehr sehr sehr (es könnten noch einige "sehr's" folgen, aber ich belasse es jetzt mal dabei) gehyptes Buch. Teilweise wird es ja sogar als DAS Jugendbuch schlechthin bezeichnet, deswegen waren meine Ansprüche sehr hoch, obwohl ich in diesem Genre nicht so viel lese.

Der Schreibstil war ganz gut, Angie Thomas kann Szenarien schön beschreiben und hat einen ausgeprägten Wortschatz. Leider muss ich sagen, dass die Übersetzung ins Deutsche miserabel ist. Teilweise werden mitten im Satz englische Wörter aus der Originalfassung benutzt, die einfach mega fehl am Platz wirken. Mir ist schon klar, dass man nicht alles 1:1 übersetzen kann und dass es vielleicht auch das ein oder andere englische Wort im Deutschen nicht gibt, aber das war wirklich misslungen. Von der Übersetzerin (oder dem Übersetzer, ich weiß es ehrlich gesagt grade nicht xD) wurde hier krampfhaft versucht, den amerikanischen beziehungsweise Brooklyn'schen Sprachstil beizubehalten und ist kläglich gescheitert. Das hat mich beim lesen irgendwann auch richtig gestört, sodass ich das Buch öfter zur Seite legen musste, als normal.

Starr an sich fand ich als Charakter recht blass. Ich verstehe ihre Geschichte und was sie alles erlebt hat oder auch mit was sie immer noch lebt, aber da war einfach nur heiße Luft drin. Sie ist jemand, der sich verstellt, um von anderen akzeptiert zu werden und sich krampfhaft unterordnet, um irgendwo hineinzupassen.

Was für mich allerdings das größte Paradoxon an diesem Buch ist, ist das Thema. Das Buch handelt von Polizeigewalt und auch von Rassismus. Heikle Themen, mit denen sich Angie Thomas allerdings auseinander gesetzt hat oder besser gesagt, von denen sie durchaus Ahnung hat.
Komisch nur, dass Starr selber sehr rassistische Züge hat. Das mag vielleicht erstmal seltsam klingen, ist aber so. Sie selbst bezeichnet sich als "das schwarze Mädchen", sie denkt sie ist wegen ihrer Hautfarbe anders, als ihre "weißen" Freunde. Sie stößt ihren Freund von sich, weil er weiß ist und die beiden deshalb zu unterschiedlich sind.
Ich weiß, dass eine Geschichte immer zwei Seiten hat. Und ich weiß dass jede Partei unterschiedliche Ansichten einer Geschichte vertritt. Aber für ein Buch, dass Augen öffnen soll und aufzeigen soll, wie falsch unsere Gesellschaft sich verhält, ist die Protagonistin kein Paradebeispiel.
Um nur kurz eines klar zu stellen, ich vertrete natürlich nicht die Seite des Polizisten oder befürworte Polizeigewalt! Die Geschichte regt durchaus zum Nachdenken an und deckt das ein oder andere auf, worüber man als Außenstehender vielleicht gar nicht erst nachdenkt. Für DAS Jugendbuch hat mir aber noch einiges gefehlt.

REZENSION || THE HATE U GIVE ~ ANGIE THOMAS

Von: Bows and Books Datum : 16.11.2017

www.bows-and-books.blogspot.de/

MEINE MEINUNG

Hallo zusammen! Da ich momentan Ferien habe, habe ich sehr viel Zeit zum Lesen, und kann mich jetzt voll und ganz meinen Büchern widmen:D Heute würde ich euch gerne ,,The Hate U give" von Angie Thomas vorstellen. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal bekommen, wofür ich mich noch einmal herzlich bedanken möchte.


TITEL

♦ Der Titel klingt sehr anklagend, spricht aber uns alle an, was ich gut finde denn so hatte man als Leser direkt eine ,,Bindung" zum Buch. Es geht um ein aktuelles Thema, was meiner Meinung nach sehr wichtig ist.


COVER
♦ Das Cover zeigt direkt, worauf es hinausläuft, nämlich Rassismus, mit Rassenunruhen uvm. Ich finde das Titelbild ist perfekt getroffen worden, und hätte besser nicht sein können, denn es passt perfekt! Das dunkelhäutige Mädchen hält ein Plakat vor sich und verdeckt damit ihren Mund. Im Klappentext wird schon erwähnt, dass es in Frage steht, ob Starr ihren Mund aufmachen soll um zu protestieren nachdem ihr Freund von einem Polizisten auf offener Straße erschossen wird.

Das Cover ist schlicht in Weiß, sagt aber schon mit so wenig Bemalung viel aus.


IDEE
♦ Das Thema ist so wichtig, und hatte es dringend nötig, mal in einem Jugendbuch angesprochen zu werden. Ob es richtig ist, so etwas brutales und blutiges in ein Buch für Jugendliche zu packen, lässt zum Diskutieren über, aber ich fand es sehr wichtig und interessant, weshalb das Buch auf meine Wunschliste wanderte, denn auch von John Green wurde es sehr gut bewertet, weshalb ich mir sicher war, dass mir ,,The Hate U give" auch gefallen würde.

Die Geschichte befasst sich mit Themen wie Fremdenhass, Rassismus und Kriminalität unter Banden sowie Polizisten, welche immer wieder in den Fokus rücken, weshalb ich sehr gespannt war, wie Angie Thomas dies in einem Buch für Jugendliche verpacken würde.


UMSETZUNG
♦ Der Einstig des Buches gefiel mir wirklich gut, denn es ging direkt los, und als Leser war man ohne große Vorgeschichte mittendrin auf einer Party, und hat Starr Carter begleitet. Gleich am Anfang zeigte die Autorin bildlich, wie das Leben in einem ,,Ghetto"-wie Starr immer sagte abläuft.

Das Buch ist sehr emotional und nahm mich mit, denn durch den Schicksalsschlag, welchen Starr gleich am Anfang erleiden musste, wird das Buch durch eine holprige, emotionale Atmosphäre geprägt. Oftmals war ich von der Handlung ziemlich geschockt, weil viele Dinge unerwartet passierten, und ich mit wenig gerechnet hatte. Das Buch reflektiert außerdem noch etwas Düsteres, was einen dazu anregt, weiterzulesen.

Ich möchte gar nicht mal so viel über den Inhalt schreiben, denn das steht gar nicht im Fokus. Viel mehr die Nachricht, welche das Buch uns überbringen soll. Die Handlung läuft mehr so nebenbei, vielmehr steht die Diskriminierung und der Fremdenhass im Mittelpunkt.


CHARAKTERE
♦ Starr mochte ich von Anfang an. Man hat schnell gemerkt, dass sie die Aufmerksamkeit nicht auf sich reißt, sondern lieber im Hintergrund alles beobachtet. Sie ist sehr authentisch rübergekommen, und an vielen Stellen hatte ich wirklich Mitleid mit ihr, da sie so vieles durchleben muss. Sie ist keinesfalls perfekt, was sie auch offen zeigt.


SCHREIBSTIL

♦ Der Schreibstil war total locker, aber anspruchsvoller als bei anderen Jugendbüchern. Durch den angenehmen Stil war ich schnell in der Geschichte, und hatte einen flüssigen Lesefluss. Die Autorin schreibt sehr direkt und ehrlich, was mir sehr gut gefallen hat. Voller Dramatik und Energie!


AUTORIN

♦ Angie Thomas wurde in Jackson, Mississippi, geboren, wuchs dort auf und wohnt nach wie vor in ihrer Heimatstadt. Als Teenager betätigte sie sich einige Zeit als Rapperin, worüber sogar im Right on! Magazine berichtet wurde. Sie schloss die Belhaven University mit einem Bachelor in Kreatives Schreiben ab. Mit ihrem Debütroman "The Hate U Give", das Ende Juli 2017 herauskam, eroberte sie auf Anhieb die Spitze der New York Times Bestsellerliste und die Herzen aller Leser und Kritiker. Die Filmrechte wurden an Fox 2000 und Temple Hill Productions verkauft, in dem Film soll Amandla Sternberg (bekannt aus Tribute von Panem) die Hauptrolle der 16jährigen Starr Carter übernehmen.


GESAMTEINDRUCK

♦ ,,The Hate U give" ist so viel mehr als ein normales Jugendbuch, denn es stecken so viele Nachrichten drin. Die Protagonistin ist glaubwürdig und realistisch gestaltet, und öffnet einem die Augen und gibt einen Einblick in das wirkliche Leben. Ein Buch, welches eine tiefe Bedeutung hat, und meiner Meinung nach jeder einmal gelesen haben sollte!


Verdiente 5 von 5 Sterne!

Absolut wichtig zu lesen!

Von: Vanessa´s Bibliothek Datum : 14.11.2017

vanessasbibliothek.blogspot.de/

Ich muss wirklich sagen, dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt. Es war nicht düster, wie ich erst dachte, weil es wirklich eine ernste Thematik hatte, aber Trauer, Kampf um Gerechtigkeit, einen Freund zu verlieren, all das wird in diesem Buch gut verarbeitet. Die Atmosphäre an sich ist wirklich gut.
Wenn ich Starr wäre und schon in so jungen Jahren 2 meiner Freunde verlieren würde, ich wüsste nicht, wie ich damit umgehen sollte. Und die Charaktere gefallen mir sehr gut, denn sie wirken richtig authentisch. Und die Großmutter war so witzig, die hat das Ganze noch mal aufgelockert.
Was ich mir auch echt vorstellen kann ist, dass Starr sich verbiegen muss zwischen ihrem Zuhause und der weißen guten Schule, die sie besucht. Sie möchte es halt jedem Recht machen.
Und was das Buch echt verdeutlicht, dass es weiterhin die Probleme dieser Gesellschaft aufzeigt. Es wird immer noch zu sehr in Schubladen gedacht. Das Starr nachher aussagt, damit der Polizist, der Khalil erschossen hat, verurteilt wird um Gerechtigkeit für ihn zu bekommen, obwohl sie sich eigentlich bedeckt halten wollte, ist eine gute Wendung und so fühlt der Leser auch mit und will auch Gerechtigkeit.
Deswegen war ich auch von dem Ende so überrascht, dass es tatsächlich so realitätsnah ist. Ein absoluter Pluspunkt für das Buch! Was es nochmal mehr authentischer macht.
Ich finde diese Buch genauso wichtig wie "Tote Mädchen lügen nicht" und viele sollten wirklich zu diesem Buch greifen!

Tolles Thema, tolle Figuren, tolle Story - ein bisschen viel erklärt

Von: CoolCatsCologne Datum : 05.11.2017

www.coolcatscologne.de

„The Hate U Give“ ist eines dieser Bücher, die da sind, wenn’s brennt. Mit der Black-Lives-Matter-Bewegung wird in den USA zurzeit die Polizeigewalt gegen die schwarze Bevölkerung thematisiert. Das Buch nimmt sich genau das zum Thema: Ein junger afroamerikanischer Mann wird während einer Polizeikontrolle erschossen, obwohl er weder auffällig noch bewaffnet ist. Daraufhin brechen Unruhen aus, es gibt Proteste und die Bevölkerung – schwarz und weiß – muss sich mit der Situation auseinandersetzen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Starr erzählt, einer Freundin des Opfers, die bei der Tat dabei war. Sie lebt im schwarzen Ghetto, geht aber in einem weißen Viertel zur Schule – kennt sich also mit den Perspektiven beider Seiten aus. Das Buch wirft uns mit ihr in dieses Gefühlschaos. Die Geschichte und das Thema sind fantastisch gewählt, die Figuren sympathisch und auch die Nebenfiguren und -Handlungen spannend. Ich habe es gerne gelesen und denke auch jetzt noch häufig an manche Stellen.
ABER: Mir ist nicht ganz klar, für wen das Buch sein soll. Es ist offensichtlich ein Jugendbuch, trotzdem geht es davon aus, dass die Leserin keine Ahnung von afroamerikanischer Kultur hat. Es ist beim Lesen immer mal wieder seltsam, wie offensichtlich Dinge erklärt werden. Ich frage mich, ob jemand, dem das tatsächlich alles fremd ist, das Buch überhaupt lesen würde?

The Hate U Give

Von: Büchermeer Datum : 05.11.2017

buecherwellen.blogspot.de

Schon bei den ersten Seiten habe ich gemerkt, dass es ein ganz anderes Buch ist, als die ich zuvor gelesen habe. Nicht nur die Geschichte war herausstechend auch der Schreibstil der Autorin. Sie schrieb in einer Jugendsprache sehr treffend für die Viertel der USA typisch ist. Ich habe meine Zeit gebraucht bis ich mich daran gewöhnt hatte, doch nach ein paar Seiten, hat mir dieser Schreibstil sehr gefallen und die Geschichte nur noch authentischer gestaltet. Die Geschichte war nicht sehr berührend, wie ich fand, was zu einem an dem Schreibstil lag welcher eher neutral und distanziert mir gegenüber gewirkt hat. Man könnte es eher als Geschockt bezeichnen, was passiert ist. Immer wieder hört man in den Nachrichten über solche Vorfälle in den USA, doch als ich das Buch gelesen habe, fühlte ich mich irgendwie näher am Geschehen dran und konnte auch nachvollziehen, was eigentlich passiert ist. Starr war eigentlich ein ganz normales Mädchen die mit Probleme ihres Alltags zu tun hatte. Streit mit den Eltern, ihre Beziehung mit Chris, doch dazu kommt jetzt noch was sie mit eigenen Augen mit ansehen musste. Ihr schwarzer Freund Khali wurde auf offener Straße erschossen von einem weißen Polizisten und sie ist die einzige Zeugin. Nun steht sie vor der schweren Entscheidung ob sie ihre Stimme erheben soll oder lieber Stillschweigen bewahrt.
Fazit:
Das Buch bekommt von mir 4 von 5. Da man einmal mitbekommt was Rassismus wirklich bedeutet.

Ein großartiges Buch

Von: Janine Gimbel Datum : 03.11.2017

schreiblust-leselust.de/

Die 16-jährige Starr trifft seit langem mal wieder ihren ehemals besten Freund Khalil auf einer Party. Sie hatte den gleichaltrigen Jungen aus den Augen verloren, doch die beiden verstehen sich wieder auf Anhieb. Auf einer Autofahrt am selben Abend werden sie von einem Polizisten angehalten, Khalil muss aus dem Wagen aussteigen und wird kurz darauf von dem Polizisten erschossen. Dabei war er unbewaffnet! Geschah alles nur, weil Khalil schwarz war? Starr ist hin- und hergerissen und weiß nicht, wie sie sich verhalten soll. Soll sie schweigen oder reden? Ihre Eltern möchten sie aus der Sache raushalten, erzählen keinem, dass Starr involviert war. Doch Starr spürt, dass dies nicht ihr Weg sein kann.

Angie Thomas‘ Roman ist großartig und extrem authentisch. Wüsste man es nicht besser, würde man glauben, sie hätte genau die gleiche Situation erlebt. Manches hat sie vielleicht sogar erlebt, denn sie ist in Jackson, Mississippi, aufgewachsen und ebenfalls schwarz. Starr lebt in einer Art schwarzem Ghetto ihrer Stadt. Als vor sechs Jahren bereits ihre beste Freundin Natasha auf offener Straße erschossen wurde – damals ein 10-jähriges Mädchen! – beschließen Starrs Eltern, dass die Kinder eine bessere Zukunft haben sollen und kratzen jeden Cent zusammen, damit die Geschwister auf eine Schule in einem weißen Viertel gehen können. Seitdem lebt Starr in zwei Welten und trennt diese strikt voneinander. Immer wieder kommt es bei dem Spagat zu Konflikten und dieses Thema ist eines der prägenden des Romans.

„The Hate U Give“, übrigens angelehnt an Tupac Shakur und die Rapperszene, ist aber noch mehr. Sehr sozialkritisch, aber dennoch für Jugendliche geeignet, nähert sich Angie Thomas der Frage, was eigentlich Mut bedeutet. Ist Starr mutig, obwohl sie Angst hat? Und was ist in ihrer speziellen Situation mutig?

Im Roman wird Starr etwa über 10 Wochen nach dem Tod ihres Freundes begleitet und es gibt Höhen und Tiefen. Die Szenen bleiben aber immer authentisch und wirken aus dem Leben gegriffen. Man spürt, dass die Autorin sich lange mit ihren Themen auseinandergesetzt hat und es versteht, den Ton junger Leute zu treffen, ohne in Klischees abzurutschen. Viele ihrer Figuren bedienen klassische Klischees und doch hat man keinesfalls das Gefühl, ein Buch über Klischees zu lesen. Auch wenn man selbst weit entfernt von derartigen Situationen lebt, geht dieser Roman nahe und regt zum Nachdenken an. Und das alles verständlich formuliert für Jugendliche ab etwa 15 Jahren!

Ein großartiges Buch, das gelesen werden sollte!

Nach einigen Anfangsschwierigkeiten war es doch noch mitreißend.

Von: Pauline Datum : 31.10.2017

https://paulines-buecherliebe.blogspot.de/

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal zugesendet bekommen. Vielen Dank an randomhouse und den cbt-Verlag.


Allgemeines
Titel: The Hate U Give
Autor: Angie Thomas
Preis: 17,99 Euro
Verlag: cbt
Format: Hardcover
Seitenzahl: 512
ISBN: 9783570164822


Klappentext:
Starr ist in zwei Welten zu Hause: in dem schwarzen Viertel, in dem sie aufgewachsen ist, und in ihrer überwiegend weißen Privatschule. Als ihr bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, muss Starr sich entscheiden: Wird sie schweigen oder ihre Stimme erheben?


Inhalt
Starr ist ein dunkelhäutiges Mädchen, welches in zwei verschiedenen Welten lebt. Einmal in ihrem Ghetto, welches nur von Schwarzen bewohnt wird und wo sie ihren eigenen Slang spricht und in der Welt der Weißen, auf ihrer Privatschule ist sie eine der Einzigen Dunkelhäutigen. Als sie eines Abends mit ihrem besten Freund Khalil von einer Party flüchtet, auf der geschossen wurde, werden sie von der Polizei angehalten und Khalil wird erschossen. Nun muss Starr dieses Erlebnis verarbeiten, sie wird konfrontiert mit der Frage ob sie für Khalil kämpfen soll oder nicht und nebenbei muss sie in ihrer Schule das Mädchen mimen, welches diesen Jungen, den THUG, den Drogendealer nicht kennt. Der Kampf Schwarz gegen Weiß, Gerechtigkeit, Gangs und Medien spielen eine große Rolle in diesem Buch.


Meine Meinung
Das Buch ist wirklich gut. Man bekommt einen sehr guten Einblick in das Leben der farbigen Gesellschaft in Amerika, man sieht das Leben dort von einer ganz anderen Seite, einer realistischen Seite. Wenn gesprochen wird, wird ein amerikanischer Slang gesprochen, was mir sehr gut gefallen hat, denn dadurch wurde alles etwas lockerer und entspannter. Wenn man häufiger Serien oder Filme auf Englisch schaut erkennt man auch einiges wieder.
Die Autorin hat zudem einen sehr mitreißenden Schreibstil, beispielsweise hat die Ermordung Khalils wehgetan, obwohl ich das nur gelesen habe. Sie schafft es echte Gefühle hervorzurufen.
Genau dort liegt aber ein großer Kritikpunkt, die Protagonistin Starr. Erst nach ungefähr zwei Dritteln hatte sie überhaupt Gefühle. Wenn ich mich ausgetauscht habe, habe ich Starrs Gefühle mit denen eines Steins verglichen, sie hatte keine. Sie war taub, ich hatte das Gefühl auf Distanz gehalten zu werden und konnte daher nicht mit ihr warm werden. Manche ihrer Entscheidungen haben mich gestört, aber ich konnte sie nicht nachvollziehen, da sie keinerlei Gefühle oder dergleichen zugelassen hat.
Dafür hat sie gegen Ende eine sehr große Entwicklung gemacht, die ich persönlich sehr gut finde und bewundere. Das hat bei dem Buch noch einiges herausgerissen, sonst wäre meine Bewertung deutlich schlechter geworden.
Den großen aktuellen Bezug finde ich besonders schön, denn das was in diesem Buch geschieht ist fast normal in Amerika. Dort kommt es nicht selten vor, dass ein Mensch wegen seiner Hautfarbe, wegen Vorurteilen oder seiner Religion getötet wird. Und was passiert? Nichts.
Dieses Buch regt dazu an, darüber nachzudenken wie man anderen Menschen begegnet, was Vorurteile und Medien mit einem machen. Denn die Medien sind auch in diesem Buch sehr wichtig. Sie sind zum Teil verantwortlich für das, was passiert.
Abschließend das Cover. Es ist hinten vollkommen schwarz und nur leicht ist die dunkelbraune Haut eines Jungen zu erkennen. Der Kontrast von Schwarzen in der weißen Welt/Umgebung, die Schwarzen in der schwarzen Welt/Umgebung. getrennt von dem roten Buchrücken. Blut? Eine Grenze? Unüberwindbar?


Kurze Übersicht
+ Starrs Entwicklung
+ mitreißender und emotionaler Schreibstil
+ Leben in Ghettos sehr realistisch dargestellt, vor allem durch den Slang

- zwei Drittel der Handlung waren recht langweilig
- Gefühllosigkeit Starrs


Fazit
Das Buch ist eine tolle Kritik an der Gesellschaft, denn auch wenn hier das Beispiel der schwarzen und weißen Bevölkerung in Amerika genommen wird, gilt es für jedes Land, denn überall gibt es Diskriminierung aufgrund irgendwelcher Vorurteile. Man kann es gut lesen, es ist allerdings kein Muss. Es bekommt von mir 3,5/5 Sternen.

The Hype U Give

Von: Alexandra (The Read Pack) Datum : 11.10.2017

www.readpack.de

Das furchtbar gemeine an Hypes ist ja, dass die gehypten Bücher nach dem Sturm der Begeisterung und allgemeinen Euphorie die Erwartungen des einzelnen Lesers kaum noch erfüllen können. Es muss schließlich ein wahnsinnig gutes Buch sein. Ein richtig wahnsinnig gutes Buch. Wären sonst alle anderen so begeistert gewesen?

Ja und nein.

Einerseits können die Leser, die das Buch entdecken und den Hype “auslösen” (ja, ich weiß dass auch ein gewisses Maß an Verlagsarbeit dazugehört) das Buch noch deutlich unvoreingenommener erleben und genießen. Andererseits heißt natürlich die Begeisterung des Einen nicht, dass auch der nächste Leser ebenso begeistert sein wird. Dieses Risiko gehen wir mit unseren Rezensionen immer ein. Ich empfehle nach bestem Wissen und Gewissen eine Geschichte, ob meine Leser meine Einschätzung immer teilen, kann ich nur vermuten.
Warum die lange Vorrede?

Ich habe “The Hate U Give” gern gelesen, aber die allgemeine Euphorie blieb bei mir aus.

Es ist ein Buch mit einer wichtigen und aktuellen Thematik, interessanten Charakteren und einem halbwegs brauchbaren Spannungsbogen. Als aufrüttelnd und erschütternd habe ich es nicht empfunden, obwohl die Handlung einige Erschütterungen bereithält.

Es geht um Polizeigewalt, Vorverurteilung und Rassismus. Die 16-jährige Starr erlebt, wie ihr Freund Khalil bei einer eigentlich ganz alltäglichen Verkehrskontrolle von einem Polizisten erschossen wird. Starr und Khalil sind schwarze Jugendliche aus einem verarmten Viertel, in dem Gewalt und Drogen an der Tagesordnung sind. Khalils Tod die Folge einer so einfachen wie falschen Rechnung: weil er ein Schwarzer ist und aus dieser Gegend kommt, muss er ein Thug sein. Ein kleiner Gangster.

Die Handlung ist angelehnt an die Vielzahl von realen Begebenheiten, die uns in den amerikanischen Medien immer wieder begegnen. Gerade deshalb habe ich mir viel von diesem Buch versprochen. Ich wollte verstehen. Wieso kommt es immer wieder zur Gewalt von Polizisten gegen Schwarze? Warum hält sich dieser institutionalisierte Rassismus?

Aber obwohl im Buch toll die Sicht von Starr beschrieben wird, fehlten dafür ein wenig die Hintergründe. Versteht mich nicht falsch: ich war begeistert wie normal und nachvollziehbar Starrs Reaktionen dargestellt werden, wie bewegend auch Khalils Hintergründe und Beweggründe für seine Entwicklung erklärt wurden. Mir fehlte auch keine “weiße Perspektive” (völliger Quatsch, wer so etwas bei diesem Buch sucht, hat das Thema wohl nicht verstanden). Aber für meinen Geschmack blieben einige Fragen offen.

Ein wenig zweifle ich auch an der Darstellung der Hauptfiguren rund um Starr. Ihre Familie wurde mir manchmal zu sehr wie die Huxtables aus der “Bill Cosby Show” dargestellt. Trotz des harten Lebens und einiger extremer familiärer Verwicklungen waren mir zeitweise alle zu pädagogisch wertvoll, verständnisvoll und konsequent. Natürlich sind es gerade entgegen des allgemeinen Ghetto-Klischees normale Leute, aber mir war das alles manchmal fast ein bisschen zu perfekt.

Es gibt viele gute Gründe dieses Buch zu mögen und noch mehr gute Gründe es zu lesen. Es macht Sinn sich mit diesen Themen inhaltlich zu beschäftigen und auch erzählerisch ist dieser Roman wirklich in Ordnung. Für die ganz große literarische Offenbarung fehlte mir leider noch ein wenig Tiefe, mehr Ecken und Kanten.

Mach den Mund auf und nutze Deine Stimme

Von: Ankas Geblubber Datum : 08.10.2017

www.ankas-geblubber.de

Es fiel mir nicht leicht, einen passenden Einstieg in diese Rezension zu finden. Selten hat eine Buchbesprechung so viele Anfänge von mir verpasst bekommen, wie diese. Und trotz ihrer Vielfalt habe ich sie alle wieder verworfen. Wie beginnt man eine Rezension zu einem Buch, das das Thema rassistische Polizeigewalt behandelt? Ein weißer Cop erschießt einen jungen schwarzen Mann - ein Szenario, das uns allen nicht unbekannt ist. Immer wieder hört man hier im (scheinbar) weit entfernten Europa von solch furchtbaren Nachrichten aus den USA. Um mich noch intensiver mit diesem Thema auseinanderzusetzen, habe ich Google befragt und bin schnell auf jede Menge Berichte, Zeitungsartikel und Videoclips gestoßen. Zuerst ins Auge gestochen ist mir der Fall Michael Brown. Der 18-jährige unbewaffnete, afroamerikanische Schüler wurde 2014 nach einer Auseinandersetzung von einem weißen Polizisten erschossen. Nachdem dieser von der Grand Jury vor einer Anklage bewahrt wurde, brachen große Aufstände und Tumulte los.

Diejenigen, die "The Hate U Give" bereits gelesen haben, werden sich denken "Mensch, das kommt mir jetzt aber bekannt vor." So ging es auch mir bei meiner kleinen Recherche. Ich las mich in weitere Fälle ein, erfuhr dabei vom Schicksal des 17-jährigen Trayvon Martin, dessen Todesschütze, ein 28-jähriger Wachmann, nach seiner Verurteilung von einer Jury freigesprochen wurde. Ebenso erschreckend und deshalb erwähnenswert die Fälle von Philando Castile und Alton Sterling, die 2016 durch Polizeikugeln starben. Anlässlich dieser beiden Morde wurden bei Demonstrationen 5 Beamte getötet und sieben weitere teils lebensgefährlich verletzt.

All dies scheint so weit weg zu passieren, doch die Autorin Angie Thomas holt dieses brisante Thema in unsere Wohn- und Schlafzimmer und lässt uns auf schmerzhaft authentische Art und Weise Teil der Geschichte werden. Sie zwingt uns hinzusehen, die Augen nicht zu verschließen und macht uns aufmerksam. Plötzlich scheint Starrs Geschichte, die Angie Thomas hier erzählt, gar nicht mehr so fiktiv zu sein.

Mit Starr hat Angie Thomas eine unheimlich starke und mutige junge Frau erschaffen, die Unfassbares miterleben muss, die schon als Kind gelernt hat, dass die Polizei in ihrer Welt nicht unbedingt "dein Freund und Helfer" ist, für die Schüsse in der Nachbarschaft beinahe so vertraut klingen wie für uns das laute Hupen von gestressten Autofahrern im Stadtverkehr. Eine Frau, die schon früh lernen musste, mit dem Verlust eines geliebten Menschen umzugehen. Eine Frau, die in zwei Welten zu Hause ist und beide strikt voneinander trennt. Aber nicht nur das, ich bin mir sicher, dass Angie Thomas mit Starr vielen Menschen Gehör verschafft, Mut geschenkt, Verständnis entgegengebracht und eine Stimme gegeben hat.

"Immer habe ich gesagt, wenn ich dabei wäre, wenn so was passiert, dann hätte ich die lauteste Stimme und würde dafür sorgen, dass die Welt erfährt, was passiert ist. Jetzt bin ich genau diese Person und habe zu viel Angst, den Mund aufzumachen." (S. 44)

Ich könnte jetzt noch auf den Schreibstil, die Sprache, die wunderschönen Aussagen, die starken Charaktere, die Emotionen und die teils unerwarteten Plot-Twists zu sprechen kommen, doch davon sollt ihr euch einfach selbst überzeugen. Meiner Meinung nach ist "The Hate U Give" ein politisch und gesellschaftlich wichtiges (Jugend-)Buch, das den Weg in alle Schlaf-, Wohn- und Klassenzimmer finden sollte, ein Buch, über das man sprechen muss und dessen Thema niemals totgeschwiegen werden darf. Der Kampf für Gerechtigkeit darf und wird niemals aufhören. Angie Thomas sagt es schon ganz richtig: "Wozu hat man eine Stimme, wenn man in den entscheidenden Momenten schweigt?" (S. 288) Wir sollten viel häufiger unsere Stimmbänder gebrauchen und uns für das einsetzen, was wir wollen. Dazu gehört auch, dass wir lernen Fragen zu stellen und Probleme anzusprechen, selbst oder gerade dann, wenn sie unangenehm sind.

"Manchmal machst du alles richtig, und es geht trotzdem alles schief. Entscheidend ist, dass du dennoch nie aufhörst, das Richtige zu tun." - noch so ein Gedanke, den die Autorin ihren Lesern auf Seite 179/180 mit auf den Weg gibt. Zu schweigen, wenn jemandem Ungerechtigkeit widerfährt, nichts zu sagen, wenn jemand ungerecht behandelt und (aus welchem Grund auch immer) diskriminiert wird, ist schlicht und ergreifend FALSCH. Mach den Mund auf und nutze deine Stimme, denn deine Stimme ist wichtig. Selbst wenn du dabei im ersten Moment auf kein Gehör stößt oder dir gar eine verbale Backpfeife einfängst - du tust das Richtige.

"The Hate U Give" hat mich beeindruckt und gleichzeitig verletzt, es hat mich dermaßen wütend, traurig aber auch hoffnungsvoll gestimmt. Es hat mir eine mir vollkommen fremde Welt aufgezeigt, vor der ich mich gefürchtet, für die ich mich geschämt und für die ich gebrannt habe. Ich wünsche mir von Herzen, dass es all dies auch mit euch machen wird und in euch dasselbe bewirkt wie in mir.

Sehr wichtiges Thema - sehr gut umgesetzt!

Von: Tintentraumwelt Datum : 30.09.2017

meinebuchtraumwelt.blogspot.de

Starr geht mit ihrer "Halbschwester" Kenya auf eine Party und trifft dort ihren längsten Freund Khalil wieder. Als sie keine Lust mehr haben zu bleiben, verlassen sie die Party und fahren mit seinem Auto weg. Wenig später werden sie jedoch von einem Polizisten angehalten, und dann beginnt das Dilemma. Später weiß Starr nicht, wem sie von dem Vorfall erzählen kann, wer sie unterstützen würde und wer nicht, und ob Khalil nicht vielleicht etwas vor ihr verborgen hat, was ausschlaggebend für die Aktion des Polizisten gewesen war. Trotzdem ist für Starr Khalil einfach ein Mensch, der gelebt hat, wie jeder andere, und dem dieses Leben genommen wurde.

Beginnen wir mal mit dem Äußeren und arbeiten uns immer weiter ins Innere durch: Das Cover gefällt mir wirklich sehr gut. Es ist schlicht, aber nicht langweilig und passt durch den starken Kontrast vom weißen Hintergrund zum dunkelhäutigen Mädchen auf jeden Fall zum Buch (Es hat übrigens auch so einen Fülleffekt, was ich ja immer toll finde) Auch die Rückseite des Buches finde ich ganz schön aufgemacht.
Kurz möchte ich auch zum Titel etwas sagen: Der Titel passt auf jeden Fall zum Buch. Es handelt sich hierbei um die Wörter, die für die Abkürzung THUG stehen, ob das jetzt eine offizielle Erklärung ist oder eine der Autorin erfunden ist, weiß ich nicht. Jedenfalls wurde dies im Buch erwähnt, die Bezeichnungsfür einen THUG, so wie sie im Buch benutzt wurde, hat für mich aber nicht zu dieser Beschreibung gepasst, was ich etwas widersprüchlich finde.

Da können wir auch direkt zu einem Inhaltlichen Punkt, oder vielleichte eher einem Punkt, was den Schreibstil und/oder die Übersetzung angeht, kommen. Und zwar wurden total viele Wörter nicht aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Natürlich hat das der Unterstützung des Slangs gedient, in dem Die Personen teils geredet haben, aber teils fand ich es einfach unnötig und auch nicht dem Sinn einer Übersetzung entsprechend. General weiß ich nicht, ob der Slang, wie er dargestellt wurde übertrieben ist, aber auf Deutsch war es teils etwas merkwürdig.
Machen wir jetzt erstmal weiter mit den negativen Sachen, die mir aufgefallen sind und kommen mehr zum Inhalt: Obwohl Starr eine sympathische Protagonistin war, hat man sie leider kaum kennengelernt. Bis zum Ende weiß man sehr wenig über sie und obwohl das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist, kennt man nie wirklich ihre Gefühle. Was sich übrigens auf alle Charaktere bezieht. Damit meine ich, dass man zu keinem Charakter wirklich eine Beziehung aufbauen konnte. Nachdem Starr gesehen hat, wie einer ihrer engsten und längsten Freunde, ihrer Meinung nach ohne Grund, erschossen wurde, weiß sie selbst nicht genau,
was sie glauben kann und was nicht. Zunächst bekommt man das Gefühl, sie fühle sich auch in ihrer Familie nicht wirklich wohl, plötzlich vertraut sie sich aber ihnen allen an. Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich auch die gute Beziehung zu beiden Elternteilen heraus.
Auch das Verhältnis zu ihrem Freund kann man am Anfang sehr in Frage stellen - während sie auf mich so gewirkt haben, als wären sie zwar zusammen, hätten aber eigentlich außerhalb der Schule nichts miteinander zu tun, sah das tatsächlich etwas anders aus. Und was für einen Sinn diese "Verwirrung", kann ich nicht nachvollziehen.
Trotzdem kann ich Starrs Entscheidungen nicht immer nachvollziehen. Wobei ich hier natürlich wieder erwähnen muss: Denken wir im reellen Leben über alles nach und wägen ab, was Vor-und Nachteile wären? Nein! Deshalb muss man auch solche Handlungen von Buchcharakteren akzeptieren können.
Zudem ist es sehr verständlich, dass sie unter Druck steht: Während die Öffentlichkeit von dem Fall Wind bekommt, ist sie immer noch die Einzige, die theoretisch etwas dazu sagen kann, und sie ernsthaft gegen die Polizei stellen könnte - was als Dunkelhäutige unter lauter weißen Beamten sicher nicht einfach ist.
Dass das Thema des Buches generell wichtig ist, fand ich von Anfang an klar, weshalb meine Erwartungen auch ziemlich hoch waren. Außerdem lag das daran, dass das Buch, schon bevor ich es gelesen habe, ziemlich gefeiert wurde.
Ich finde auf jeden Fall, dass das Thema gut im Buch bearbeitet wurde und wahrscheinlich auch die erhoffte Message gesendet hat, aber einige Dinge, die ich schon als Kritik in anderen Rezensionen gelesen habe, kann ich nachvollziehen:
Diskriminiert Starrs Familie durch ihr Handeln nicht Dunkelhäutige generell? Und wie kann man mit solch rassistischen Aussagen in einem Roman, gegen Rassismus ankämpfen wollen?
Warum aber rassistische Handlungen nicht verwenden, um zu zeigen wie schlimm sie sind? Was ist denn ein besseres Mittel, auf etwas aufmerksam zu machen, als es direkt zu zeigen? Zudem sollten die Handlungen Starrs Eltern für alle moralisch richtig sein, denn was kann ihnen wichtiger sein, als ihre eigenen Kinder zu schützen?
Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass sich das Buch super schnell lesen hat und trotz englischer Einwürfe einen total angenehmen Schreibstil hat. Die Geschichte hat sich nie gezogen, ging mir aber auch nicht zu schnell und hatte immer genug Spannung. Man konnte irgendwie mit allen Charakteren, auch wenn man sich, wie gesagt, nicht direkt in sie hineinversetzen konnte, mitfiebern und sich mit ihnen ärgern und die Geschichte war doch irgendwie emotional.
Trotz vieler kleiner Kritikpunkte, möchte ich das Buch wirklich allen ans Herz legen, da es eindeutig kein : Die-Schwarzen-sind-dieunschuldigen-und-die-Weißen-sind-die-bösen-Buch ist und für uns alle verständlich sein kann.
Ich gebe 4, mit Tendenz zu den 4,5 von 5 Sternen.

Authentisch

Von: horrorbiene Datum : 27.09.2017

https://armariumnostrum.wordpress.com/

In den Sozialen Medien ist mir dieses Buch in letzter Zeit häufig begegnet, doch spätestens als eine von mir geschätze Bloggerin schrieb: „Lest es!“, musste ich dies tatsächlich tun und habe es nicht bereut.
Das Buch ist im cbj-Verlag erschienen, welcher bekanntermaßen ein Verlag für Jugendbücher ist. Für dieses Buch wird ein Alter ab 14 empfohlen. Davon darf sich der geneigte Leser jedoch nicht abschrecken lassen. Zwar ist das Buch aus der Sicht (Ich-Perspektive!) einer 16-jährigen, doch alles andere als pubertär oder kindisch geschrieben und kann daher auch ohne Probleme von Erwachsenen gelesen werden, die kein Problem mit einer halbwüchsigen Protagonistin haben. Schreibstil, Spannungsbogen und vor allem die Thematik könnten auch von einem Buch für Erwachsene stammen.
Starr schildert die Erlebnisse kurz vor, während und nach der Tat und lässt den Leser an ihrer Gefühlswelt teilhaben. Dabei thematisiert sie nicht nur den Mord an Khalil, sondern auch ihren alltäglichen Spagat als eine der wenigen schwarzen Schülerinnen einer Privatschule. Sie lebt in einem von zwei rivalisierenden Gangs regierten Viertel namens Garden Hights und auch wenn sie selbst nicht Mitglied in einer Gang ist, gehören diese zu ihrem täglichen Leben dazu, nicht zuletzt, da der Stiefvater ihres Halbbruders der Anführer einer der Gangs ist. Dass sie in solchen Verhältnissen lebt, möchte sie ihren Mitschülern nicht zeigen und so gibt es Starr praktisch zwei Mal: einmal die aus Garden Hights und einmal die an der Privatschule. So achtet sie z.B. an der Schule darauf, was und wie sie etwas sagt, um ja nicht als Ghetto-Girl zu gelten. Ihre Situation wird zusätzlich kompliziert, da ihr Onkel selbst ein Polizist ist und ihr Freund „ein Weißer“. Alles in allem gibt es für Starr also viel zu erzählen und das tut sie auf unterhaltsame Weise.
Nicht nur weil die Autorin auch dunkelhäutig ist, sondern auch aufgrund des Schreibstils, wirkt das Buch sehr authentisch. Sie verwendet passenden Slang und stellt das Leben in Garden Hights mit vielen Nach- aber auch Vorteilen sehr plastisch dar. Da ich nicht nur mit einigen Begriffen, sondern auch mit manchen Abkürzungen nichts anfangen konnte, fand ich es sehr hilfreich, dass es am Ende des Buches ein Glossar nebst Erklärungen gibt. Außerdem konnte ich noch einiges dazulernen. Z.B. kannte ich zwar den Begriff „Thug life“ da ich ihn schon auf einigen T-Shirts gesehen habe, doch die Bedeutung und die Herkunft kannte ich nicht. Nun bin ich schlauer.
Alles in allem war es also eine durchweg gelungene Lektüre, doch merkwürdigerweise haben sich gerade am Ende des Buches einige Fehler (in der Übersetzung) eingeschlichen, die mich dann doch genervt haben. So war einmal von einem Baseballkorb die Rede. Im Grunde schmälert es dieses Leseerlebnis jedoch nur marginal.
Auch einige Zeit nach der Lektüre musste ich hin und wieder an dieses Buch und Starr denken, so ganz nach dem Motto: „Was Starr jetzt wohl gerade macht?“ Thomas hat es zweifelsohne geschafft mir die Figur so nahe zu bringen, als sei ich auch eine Freundin von Starr gewesen. So muss ein Buch sein!

Fazit: The Hate U Give ist mitreißend, authentisch und tiefgründig, denn aufgrund der Erzählperspektive konnte ich als Leser praktisch direkt am Geschehen teilhaben. Der Schreibstil der Autorin ist an passenden Stellen gespickt mit Slangausdrücken, wobei sie das Maß genau trifft und Starrs Geschichte atmosphärisch wird. Die Thematik ist nicht gestellt, sondern so dargestellt, als würde dies auf einem echten Fall beruhen. Eine rundum gelungene Lektüre – nicht nur für Jugendliche.

The hate u give | Rezension

Von: Jeanne Dawns Lesewelt Datum : 26.09.2017

jeannedawnslesewelt.blogspot.de

*gesponsertes Rezensionsexemplar* Danke ans Bloggerportal Team und dem cbt Verlag für dieses Exemplar :)

Buch: The hate u give
Autorin: Angie Thomas
Verlag: cbt Verlag
Seitenanzahl: 512 Seiten
Form des Buches: Gebundene Ausgabe
Preis: 17,99 €
Erscheinungstermin: 24.Juli.2017

Klappentext
»Umwerfend und brillant, ein Klassiker!« Bestsellerautor John Green
Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Cover
Ich finde das Buch ziemlich passend. Die Protagonistin auf dem Cover mit dem Schild mit dem Titel vor sich ausgebreitet.

Meine Meinung
Ich weiß nicht, wie ich ein Buch beschreiben soll, was so gehypt wurde, weil es ein wichtiges Thema anspricht und ich eigentlich nur selber hypen würde, allein wegen diesem Thema. Ich kann mich zwar in die Protagonistin hineinversetzen, aber mir fällt es schwer das ganze Ausmaß zu verstehen. Ich weiß nicht, ob man das kann, wenn man solche Situationen nicht persönlich kennt. Aber darum geht es hier wohl nicht.
Starr muss schlimmes durchmachen. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie sie sich fühlt, wie schrecklich das für sie war. Das ganze Buch dreht sich darum, um für Khalil Gerechtigkeit einzufordern. Gleichzeitig wird Gangs und Rassismus thematisiert.
Anfänglich kam ich schwer in die Geschichte herein. Was aber auch an meiner privaten Situation liegen kann, weswegen ich dem jetzt nicht so viel Gewicht gebe. Ich finde, die Autorin hat es sehr belebt beschrieben. Man konnte sich gut in die einzelnen Situationen hineinversetzen. Man merkt, wie zerrissen die Protagonistin ist, da sie sich unterschiedlich verhalten "muss", wenn sie in ihrer Wohngegend und in der Schule ist. Sie findet daher schwer zu sich selbst. Die Situation, in der sie sich befindet, macht es zusätzlich komplizierter. Sie muss sich entscheiden, ob sie sich ihrer Angst stellt, oder ob sie lieber schweigen will. Charaktere tauchen in der Geschichte auf, die einen zum Nachdenken bringen. Sie lernt, wie stark die Familie ist, wenn man zusammenhält.
Mir gefällt die Geschichte aufgrund der Thematik, weil sie wichtig ist, sie anzusprechen. Wenn ein gehyptes Buch helfen kann, um diese Thematik einem näher zu bringen, dann ist das nicht verkehrt.
Angie Thomas hat der Geschichte im weiteren Verlauf eine gute Spannungskurve aufgebaut, was mich immer mehr gefesselt hat.
Schlussendlich gefällt mir die Geschichte sehr.

Fazit
Wer mehr über die Thematiken, Gangs, Rassismus und Gerechtigkeit lesen möchte, was in eine Geschichte gepackt ist, dann wird das Buch sicherlich etwas für denjenigen sein. Wer sich dafür interessiert, um mehr über diese Themen wissen möchte, der sollte sich die Geschichte auch mal anschauen.
Aber ich für meinen Teil gebe diesem Buch 5/5 Sternen.


Danke an das Bloggerportal Team und dem cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar :)

THUG

Von: Bearnerdette Datum : 26.09.2017

www.bearnerdette.de/

Black Lives Matter! Diesen Spruch hat man in den letzten Jahren oft gehört und gelesen. Ausdruck von Wut, Trauer, Protest. Eine Anklage gegenüber der Ungerechtigkeit aufgrund der eigenen Hautfarbe unter Generalverdacht zu geraten. Diesem Thema hat sich Angie Thomas in ihrem Buch THUG - The Hate U Give gewidmet, welches bei CBT erschienen ist.

Starr Carter lebt ein Doppelleben. Zuhause im Viertel Garden Heights als das normale schwarze Mädchen, Tochter eines Ladenbesitzers, mitten drin in einer Welt der Gangs, des Drogenhandels und der Schiessereien. Auf der anderen Seite Starr in der Schule, wo es fast nur Weiße aus besser gestellten Familien gibt, wo sie darauf achtet wie sie spricht und dass man sie nicht als 'angry black girl' abstempelt. Funktioniert auch soweit ganz gut, bis ein schrecklicher Zwischenfall alles ins Wanken bringt. Auf dem Heimweg von einer Party in Garden Heights wird das Auto, in dem sie mit ihrem alten Freund Khalil sitzt, von einem Polizisten angehalten. Wenig später liegt ihr Freund tot auf der Straße - eine Kurzschlussreaktion des Polizisten, der dachte ihr Freund sei ein Gangster und habe ein Wa ffe.

Dieser schreckliche Zwischenfall traumatisierte Starr nicht nur, er setzt eine Lawine von weiteren Ereignissen in Gang. Und Starr wird sich einige Fragen stellen müssen. Macht ihr altes Doppelleben Sinn oder verleugnet sie damit sich und ihre Wurzeln? Muss sie für Gerechtigkeit einstehen auch wenn es sie selbst in Gefahr bringt. Und gibt es überhaupt einen Weg, auf dem Khalil nach seinem Tod noch Gerechtigkeit Wiederfahren kann?

Der Titel THUG - The Hate U Give spielt auf etwas an, was Tupac über die Bedeutung des Ausdrucks Thug Life gesagt hat: The Hate U Give Little Infants F**** Everybody. Damit bringt er zum Ausdruck, was im Zentrum der Story um Starr Carter steckt: Inwiefern ruinieren Vorurteile und Angst das Leben unschuldiger. THUG stellt sich sehr schwierigen Fragen und ist deshalb ein sehr wichtiges Buch. Da kann man darüber hinwegsehen, dass es eigentlich keinerlei überraschende Wendungen gibt. Starr ist eine liebenswerte und realistisch wirkende Protagonistin, die als Erzählerin ein gutes Bild ihrer Umwelt wiedergibt. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. THUG ist sicher eines dieser Bücher, dass man dem eigenen Kind ab einem bestimmten Alter zu lesen geben sollte. Es regt zum Nachdenken an und hat eine starke Message, die es verdient hat gehört zu werden.

The Hate U Give

Von: Eli`s Bücherecke Datum : 26.09.2017

elisbuecherecke.blogspot.de/

Uff, ich glaube nachdem man das Buch durchgelesen hat, brauch man kurz Zeit um das Gelesene zu verarbeiten.
Ich habe schon sehr viel Gutes über das Buch gehört und wollte mir gern einen eigenen Eindruck verschaffen.
Und es hat mich wirklich getroffen!
Ich hatte anfangs ein wenig Schwierigkeiten mit dem Schreibstil klar zukommen, da das Ganze im amerikanischen Slang geschrieben wurde. Aber, und das finde ich echt eine gute Sache, hinten im Buch findet man ein Glossar, wo alles auch nochmal erklärt wird, sodass es dann auch wirklich jeder versteht.
Die Geschichte hat mir von Idee und Umsetzung total zugesagt. Gefallen, sage ich mit Absicht nicht, da diese Geschichte wirklich ehrlich und einfach mitreißend ist.
Rassismus ist ja kein unbekanntes Thema in unserer Gesellschaft und jetzt die Dinge aus der Perspektive einer Betroffenen zu "erleben", hat mir schlicht und ergreifend das Herz gebrochen.
Ich versteh nicht, wieso es so viel Hass auf dieser Welt gibt? Wir sind alles Menschen, egal ob weiß oder schwarz!
In der Geschichte begleitet man Starr durch ihr Leben, und das ist nicht einfach. Als dann auch noch ihr bester Freund von einem Polizisten erschossen wird, beginnt diese schwierige Zeit.
Und das ist einfach unglaublich, dass es sowas heutzutage überhaupt noch gibt.
Ich finde, das Buch öffnet einem die Augen, dass man auch mal sieht, was Rassismus mit den Menschen anrichtet.
Für mich war das etwas ganz Neues, so etwas zu lesen. Auch über die ganzen Gangs, Drogendealer und so. Und das ist ja nicht an den Haaren herbei gezogen, sondern real. Sowas gibt es wirklich und das schockiert mich irgendwie.
Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich finde es einfach krass, dass Menschen aus Angst eine Straftat verschweigen, weil sie Angst haben, selbst angegriffen zu werden. Da frag ich mich jetzt, was ist das für eine Welt und was für eine Gesellschaft?
Deswegen muss sich auch Starr überlegen, ob sie schweigen wird oder einfach mal mit der Faust auf den Tisch haut, was natürlich leichter gesagt als getan ist.
Ich hätte unheimliche Angst in so einer Situation denn wenn du was sagst musst du mit dem Hass der einen rechnen und wenn nicht, dann mit dem Hass der anderen.
Ihr wird eine unheimliche Bürde aufgetragen, mit der, finde ich, sie ziemlich gut umgeht.
Starr als Protagonistin fand ich okay, aber manchmal auch etwas too much, wenn ihr wisst was ich meine.
Einige ihrer Handlungen fand ich manchmal ziemlich überspitzt und egoistisch. Das war auch so das Einzige, was mich an dem Buch gestört hat.
Die Geschichte ist wirklich berührend und ich hoffe, dass ich euch durch meine Rezension Lust auf das Buch gemacht habe. Ich finde einfach, jeder sollte es gelesen haben, um vielleicht auch mal aufzuwachen und zu sehen, dass Rassismus keine Lösung ist. Es muss nicht immer um Hass gehen! Freude und Liebe sind doch viel besser.

Ein unfassbar starkes Buch, was dem ein oder anderen vielleicht auch den nötigen Mut gibt. Auf jeden Fall eine Empfehlung!
4 von 5 Sterne gibt es von mir.

Eines der großartigsten und wichtigsten Jugendbücher

Von: Elif Datum : 23.09.2017

lost-in-written-words.blogspot.de/

Meine Meinung:

Ich habe „The Hate U Give“ seit 2016 sehnlichst erwartet und im März diesen Jahres direkt zum Erscheinen auf Englisch gelesen. Ich war mehr als begeistert, konnte diese Begeisterung aber nicht recht in Worte fassen – ich tue mich jetzt, nach dem Lesen der deutschen Übersetzung, immer noch schwer damit.
Dabei ist „The Hate U Give“ kein Buch, das mein Leben verändert hat. Das nicht. Aber es ist auf so vielen Ebenen so wichtig, gut und berührend und beschäftigt sich mit Themen, die mir sehr wichtig sind - und die allen wichtig sein sollten, weil sie alle betreffen.

Grob gesehen handelt „THUG“ von Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA. Die Protagonistin Starr lebt zwar im ärmeren – und Schwärzeren – Teil der Stadt, geht aber auf eine mehrheitlich weiße, reiche Privatschule. Eine Stunde Fahrt liegt zwischen beiden Orten und trotzdem sind es zwei unterschiedliche Welten, die zur Folge haben, dass es zwei unterschiedliche Starrs gibt. In ihrem weißen Umfeld ist sie nicht 100% sie selbst – sie vermeidet Afroamerikanisches Englisch („AAVE“ genannt; kein Dialekt, sondern eine Varietät des Englischen), obwohl sie zu Hause davon Gebrauch macht, sie versucht, möglichst wenig nach „Ghetto“ zu klingen, versucht, immer möglichst ruhig und besonnen zu sein, um das Narrativ des „Angry Black Girl“ zu vermeiden, mit dem Schwarze Frauen und Mädchen so häufig besetzt werden – kurzum: sie verstellt sich und versucht, so wenig Schwarz wie möglich zu sein, weil Schwarzsein sowohl in den USA als auch hierzulande auch heute noch nicht positiv besetzt sind. Diesen Rassismus bemerkt man als Leser*in spätestens im zweiten Kapitel, als Starrs Kindheitsfreund Khalil abends beim Autofahren willkürlich angehalten – und vor ihren Augen erschossen wird. Allerdings, so willkürlich angehalten wird er eben doch nicht. Er wird es, weil er Schwarz ist – eine Praxis, die sich Racial Profiling nennt. Und während das passiert, fragt sich Starr, ob Khalil wohl auch schon als Kind von seiner Familie beigebracht bekommen hat, wie man sich in einer Polizeikontrolle verhalten sollte: „Halt deine Hände so, dass man sie sieht. Mach keine plötzlichen Bewegungen. Red nur, wenn du was gefragt wirst“ (S. 29). Der Subtext: Sonst kann es sehr gut sein, dass du ermordet wirst. Weil du Schwarz bist. Und das muss bereits kleinen Kindern beigebracht werden, weil die Eltern machtlos sind und ihre Kinder gegen die Polizei, die eigentlich zum Schutz da sein sollte, nicht schützen können.

Manchmal machst du alles richtig, und es geht trotzdem alles schief. Entscheidend ist, dass du dennoch nie aufhörst, das Richtige zu tun. S. 179

Als Khalil vor Starrs Augen ermordet wird, ändert sich ihr ganzes Leben und sie fällt in ein Loch der Trauer, Verwirrung und Schuldgefühle. Schuldgefühle deshalb, weil nur die Polizei weiß, dass sie die Zeugin war und sie sich nicht öffentlich kenntlich macht. Schuldgefühle deshalb, weil sie am Leben ist und er nicht. Und Schuldgefühle deshalb, weil sie einen weißen Freund hat und sich das manchmal wie Betrug anfühlt.
Ich kann mir vorstellen, dass einige die Passagen, in denen es um Weißsein und insbesondere Chris‘ Weißsein geht, als diskriminierend empfunden haben. Die, die das so sehen oder gesehen haben, müssen sich allerdings eingestehen, dass sie über Rassismus zu wenig wissen. Natürlich wissen wir alle, dass Rassismus etwas Schlechtes ist und weisen das von uns, aber was genau Rassismus ist, darüber herrscht noch vielerorts zu viel Unwissen. Es ist nicht die bloße Diskriminierung eines Menschen aufgrund seiner Hautfarbe. Rassismus gegen Weiße gibt es zu diesem Zeitpunkt nicht, denn Rassismus ist das Ergebnis einer langen, historischen Diskriminierungspraxis, die heute noch andauert. Rassismus ist die gesamtgesellschaftliche Benachteiligung von Menschengruppen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Zugehörigkeit. Es ist ein Produkt aus vielen Aspekten, die Weiße in solcher Weise einfach nicht erleben und erlebt haben.

Und Starr weiß das. Sie ist aufgewachsen mit dem Wissen um Rassismus, Black Panther, Martin Luther King, Malcolm X. Sie weiß, dass Chris als Person nichts für seine Position kann, aber auch, dass seine Position in der Gesellschaft besser ist als ihre – aufgrund seiner Hautfarbe. Er ist Teil eines großen Ganzen, das auch den Polizisten hervorgebracht hat, der ihren Freund ermordet hat. Vor diesem Hintergrund halte ich die Gedanken, die Starr hat, für mehr als gerechtfertigt und würde mir wünschen, dass jeder, der THUG lesen möchte, vorher einen Crashkurs in Rassismus durchzieht – man darf ja noch träumen.

Hier in der Gegend kommt man leichter an Crack als an eine gute Schule. S. 196

Der Polizist wird übrigens in Schutz genommen, wen wundert es. Als sie verhört wird, werden ihr nur Fragen über Khalil gestellt: War er ein Dealer? War er gefährlich? Niemand scheint in Betracht zu ziehen, dass der Polizist schuldig sein könnte. Und Starr steckt in dem Dilemma: Sagt sie etwas, um dem Bild des unschuldigen Beamten entgegenzuwirken und Khalil zu verteidigen? Will sie denn, dass alle Welt von ihrem Erlebnis erfährt? Was, wenn sie damit die Sicherheit ihrer Familie aufs Spiel setzt? Und was werden ihre Schulfreund*innen von ihr denken?
Ich habe es – auf eine schmerzliche Art und Weise – genossen, Starr dabei zu begleiten, wie sie ihre Stimme findet und sich gegen Ungerechtigkeiten wehrt. Davon gibt es wahrlich genug, auch abgesehen vom Mordfall – ihre ehemals beste Freundin Hailey entpuppt sich als unreflektiert rassistisch. Ein Musterbeispiel für eine White Feminist, die der Diskriminierung, denen Schwarze Menschen ausgesetzt sind, keine Beachtung schenkt.

"Ist das jetzt dein Ernst?", fragt Hailey. "Was ist denn daran falsch zu sagen, dass sein (die des Polizisten) Leben auch zählt?" - "Sein Leben zählt immer mehr!" Meine Stimme klingt schroff und mein Hals fühlt sich an wie zugeschnürt. "Das ist das Problem!" S. 284

Das Buch heißt „The Hate U Give“. THUG LIFE ist eine Hommage an 2 Pac, der zu Lebzeiten die Bedeutung erklärt hatte:

The
Hate
U
Give
Little
Infants
Fucks
Everybody

Die Gesellschaft bietet für Kinder, Schwarze Kinder, Hass, Erschwernisse, Gewalt, Mord, Armut, Perspektivlosigkeit – und das rächt sich, wenn sie älter sind. Es kommt das zurück, was man ‚gibt‘. Und genau dieses Gefühl vermittelt das Buch – mit einem leisen, aber vorhandenen Hoffnungsschimmer. Denn wenn die Starrs da draußen ihre Stimme finden, dann kann es vielleicht sein, dass wir irgendwann in einer gerechteren Welt leben. Eine Welt, in der Schwarze Menschen wie Philando Castile, Alton Sterlin, Tamir Rice, Sandra Bland oder Trayvon Martin nicht einfach willkürlich ermordet werden können. Oder wie Eric Garner, dessen Tod auf Videoaufnahmen aufgezeichnet ist und dessen letzte Worte waren „I can’t breathe“ – „Ich. Kann. Nicht. Atmen.“, wie Starr auf S. 35, als Khalil tot auf der Straße liegt. Angie Thomas‘ Roman ist nicht nur eine großartig erzählte Geschichte – es ist auch ein Buch, das den Opfern von Polizeigewalt gedenkt, wenn man die Bezüge erkennt. Ich für meinen Teil musste an dieser Stelle pausieren und meine Tränen trocknen.

Ich weiß, das klingt jetzt alles eher nach Sachbuch, verpackt als Jugendbuch, weil viel vermittelt wird. Aber das liegt einfach daran, dass mir diese Thematik so wichtig ist und dass ich darauf besonders geachtet habe. Auch wenn ihr das nicht so extrem macht, werdet ihr Freude an dem Buch haben, denn es ist auch abgesehen von der Thematik wirklich gut geschrieben. Die Dynamik in Starrs Familie, der Zusammenhalt und die liebevolle Strenge haben mich begeistert. Starrs Familie, insbesondere ihr Vater und ihr Onkel, gehören fortan definitiv zu meinen Lieblingscharakteren. Auch über ihre Beziehung zu Chris habe ich sehr gern gelesen. Der Schreibstil vermag es, sowohl im Englischen, als auch im Deutschen, in den Bann zu ziehen und einen nicht selten mit Gänsehaut oder Kopfschütteln zurückzulassen.
Das Einzige, was in meinen Augen fehlen dürfte, ist das Slutshaming gegen eine bestimmte Person. Wenn das nicht wäre, würde ich das Buch als makellos bezeichnen.

Großartig fand ich wiederum, dass "The Hate U Give" deutlich macht: Egal, wie jung du bist, deine Stimme zählt. Benutze sie. Wenn du alt genug für Ungerechtigkeit bist, dann bist auch alt genug, dagegen laut zu werden.

Wozu hat man eigentlich eine Stimme, wenn man in den entscheidenden Momenten schweigt? S. 288
Ms. Ofrah hat mir mal gesagt, dass ich mit meiner Stimme kämpfen muss. Also kämpfe ich. S. 325

Fazit

Ich habe schon so viel gesagt und ich könnte noch viel, viel mehr zu diesem Buch sagen, belasse es aber erstmal dabei. Kurzum: Es ist eine schreckliche Geschichte mit schönen Momenten, eine Geschichte, die schön sein könnte, gäbe es keinen Rassismus. Es funktioniert auf so vielen Ebenen und deckt so viele Aspekte und Perspektiven ab, dass ich auch beim zweiten Lesen begeistert war. Für mich eindeutig eines der besten Jugendbücher, die je geschrieben wurden und eines, das den Hype mehr als verdient. Auch die deutsche Übersetzung kann ich ruhigen Gewissens empfehlen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen und eine große Leseempfehlung.

Realistische Gesellschaftskritische Geschichte

Von: Befi Datum : 21.09.2017

www.befisbuecherwelt.blogspot.com

Inhalt
Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Rezension
Ein Gesellschaftskritisches Buch welches mitten ins Herz trifft. Aber fangen wir von vorne an.

Angie Thomas spricht ein Thema an welches sie absolut brilliant umgesetzt hat. Es spricht die junge Generation an als auch die ältere. Man ist von Anfang an voll mit dabei und kann sich sofort in die Geschichte hinein finden. Die ganze Geschichte beginnt auf einer Party im "Ghetto" und man merkt sofort, dass Starr im Gegensatz zu vielen ihrer Bekannten in zwei Welten lebt. Durch diesen Start kommt die Story unheimlich schnell ins Rollen.
Khalil wird erschossen und man spürt die Angst von Starr, den Schock und Unverständnis. Es ist nachvollziehbar wieso Starr nicht weiß ob sie die Wahrheit erzählen soll was wirklich passiert ist. Doch ist schweigen wirklich eine gute Idee?

Der Schreibstil ist wirklich großartig. Die Seiten verschwinden nur so dahin und man möchte einfach wissen, wie es weitergeht. Wie Starr weiterleben kann und wie sie sich entscheidet.
Auch die anderen Protagonisten in der Geschichte, wie zum Beispiel die Familie von Starr oder Khalils Großmutter sind sehr authentisch und facettenreich dargestellt.

Die Geschichte entwickelt die Thematik der zwei unterschiedlichen Welten wirklich gut und Angie Thomas ist es gelungen, die Handlungen so darzustellen dass man sie beim Lesen wirklich vor Augen hat. Rassismus und Klassentrennung sind nicht Vergangenheit, sie sind immer noch Gegenwart. Genau das ist leider die traurige Wahrheit.

Wer eine realistische Geschichte ohne Verschönerungen oder unnötige Romantisierung lesen möchte, sollte es mit The Hate U Give versuchen.

The Hate U Give Little Infants Fucks Everybody [Rezension]

Von: Rain Datum : 17.09.2017

bookosphaere.wordpress.com

Wie gesagt, kannte ich die ersten Kapitel bereits auf Englisch, habe jedoch auf Deutsch nochmal von vorne angefangen, wobei mir sofort die gute Übersetzung aufgefallen ist.
Von Anfang an hat dieses „Ghetto“, in dem Starr lebt und das für mich so fremd scheint, mich in seinen Bann gezogen und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen.
Man steigt direkt in der ersten Szene in die Party ein, die in Khalils Tod endet; die Handlung schreitet zügig voran. Die gesamte Geschichte wird nie unnötig in die Länge gezogen und der Inhalt sehr geballt erzählt, weshalb ich manchmal das Buch zuschlagen musste und über eine Szene nachgedacht habe.

Laut Khalil hat das berühmte THUG LIFE von Tupac noch eine weitere Bedeutung:
The
Hate
U
Give

Little
Infants
Fucks
Everybody

Das wird Starrs Motivation.

Starr ist ein gewöhnlicher Teenager, der ein normales Teenagerleben führt und sich mit normalen Teenagerproblemen herumschlägt. Jedenfalls bis ihr schwarzer bester Freund vor ihren Augen grundlos von einem weißen Polizisten erschossen wird. Als Leser wird einem sofort klar, wer hier im Recht und wer im Unrecht ist, schließlich weiß man alles, was Starr weiß und gesehen hat, aber die Medien stellen alles natürlich komplett verdreht dar, so wie alle aus Starrs Schule in dem Polizisten den „Guten“ sehen.
In ihrem Viertel jedoch schürt jeder Hass auf den Polizisten, Starr hält alllerdings unter Verschluss, dass sie die in den Medien anonym genannte Zeugin ist.

Im Folgenden wird unglaublich gefühlsstark ihre Situation und der darausfolgende Gewissenskonflikt beschrieben. Entweder erhebt Starr ihre Stimme gegen den Polizisten und für die Gerechtigkeit oder sie schweigt, aber bleibt anonym und in Sicherheit. Im Laufe des Buches spitzt sich die Lage in ganz Amerika, aber vor allem im Viertel zu und die Gewalt nimmt immer weiter zu.
Bis zum Ende hin weiß man nicht, wie das Urteil lauten wird, und was bzw. ob Starrs Entscheidung etwas verändert oder nicht. Wird dieses Mal die Wahrheit siegen und der Polizist verurteilt oder bestimmt letztendlich doch bloß wieder die Hautfarbe, wer im Recht war?

Das Buch war nicht nur exzellent geschrieben, sondern befasst sich auch mit einer sehr aktuellen und leider oft ignorierten Problematik. Immer wieder werden Menschen anderer Hautfarbe, Religion oder Abstammung grundlos getötet und die Täter werden als Opfer dargestellt. Ich möchte gar nicht behaupten, dass es immer aus Willkür passiert, doch in den letzten Jahren gab es einige solcher Fälle in den Medien, die meisten sind jedoch sehr schnell und ohne Ergebnis wieder in Vergessenheit geraten.
The Hate U Give bringt einem zum Nachdenken, jedenfalls hat es das bei mir bewirkt. Dadurch, dass die Geschichte aus Starrs Perspektive geschrieben war, hat man einen komplett anderen Blickwinkel auf das Geschehen erhalten als wenn man bloß durch den Fernseher von einer solchen Ermordung hört. Dieses Buch ist wichtig und wert, gehört und gelesen zu werden, um ein wenig mehr zu verstehen, was in unserer Welt eigentlich geschieht und was für unmenschliche und rassistische Delikte wir immer wieder zulassen.
FAZIT

Ein Buch, das mich zum Weinen und Lachen gebracht hat, mit einer wichtigen Thematik und einer fesselnden Geschichte.
Mein persönliches Jahreshighlight.

Ein aktueller Klassiker über das Rassismusproblem der USA

Von: Schatzkammer der Bücher Datum : 16.09.2017

buecherfeder.blogspot.com

Das Buch fängt gleich gut an: Starr ist auf einer Party und man merkt, dass die im Gegegensatz zu vielen ihrer Bekannten in zwei Welten lebt. Die Handlung kommt auch unglaublich schnell ins Rollen. Starr fährt mit einem alten Sandkastenfreund im Auto und er will sie eigentlich Nachhause bringen. Sie werden angehalten und der Polizist mit der Dienstnummer 115 erschießt ihren Freund, weil dieser sich bedroht fühlt. Zwischen Schock, Unverständnis, Wut und Angst ist dannach alles drin. Sie weiß nicht was sie tun soll, denn alle raten ihr, nicht zu sagen. Aber ist schweigen wirklich eine gute Idee? Das Buch ist einfach unglaublich! Ich habe selten ein so realistisches Buch gelesen, wie das von Angie Thomas. Ihr Schreibstil ist auf dem Punkt. Ihre Akzentuierung ist gut gewählt. Die Perspektive ist weitreichend. Diese Buch muss man einfach gelesen haben und es ist auch jetzt schon klar, dass das Buch ein Klassiker ist und im Schulunterricht gelesen werden wird.
Der Grund dafür, dass das Buch verfilmt wird ist auch mehr als verständlich!
Wer das Buch beendet hat, möchte jetzt schon mehr von Angie Thomas lesen!!!
Gibt es was Schlechtes an dem Buch? Wenn ja ist es mir beim Lesen entgangen. Ich finde einfach keine Kritikpunkte. Der Buchtitel ist wirklich gut gewählt und rundet das Buch sehr gut ab.
Wer eine realistische Geschichte ohne Verschönerungen oder unnötige Romantisierung lesen möchte, sollte es mit The hate U Give versuchen.

Fazit:
Ein Buch welches jetzt schon ein Klassiker schlechthin ist! Ein Must Read für alle, die sich zum einen für das Thema interessieren und zum anderen eine Geschichte über eine junge mutige Frau lesen möchten!

Lasst uns "THUG" verbreiten

Von: Venu Datum : 15.09.2017

zeilengold.blogspot.de/?m=1

Inhalt:
Was ist, wenn dir das Leben zeigt, wie unfair es sein kann? Was ist, wenn nur du die Wahrheit kennst?
Starr lebt in zwei Welten. In der einen Welt geht sie auf eine Privatschule und hat einen "weißen" Freund, in der anderen Welt kommt sie aus dem Ghetto und weiß, was die "Schwarzen" so treiben.
Ihre Rolle hatte Starr immer gut zu spielen gewusst. Sie war sich den Differenzen bewusst, doch als ihr bester Freund Khalil vor ihren Augen grundlos von einem Polizisten erschossen wird, weiß Starr, dass etwas nicht stimmt. Khalil war unschuldig und Starr ist die Einzige, die die Wahrheit kennt. Doch in Starrs Welt ist die Wahrheit keine leichte Bürde.

Meine Meinung:
Ich wusste, dass ich mich auf ein grandioses Roman einlasse, denn es gab schon viele begeisterte Rezensionen auch in Amerika wurde "The Hate U Give" stark gelobt.
Also ging ich mit hohen Erwartungen an die Geschichte. Von der ersten Seite an mochte ich Starr. Sie ist ein Mensch, der wirklich direkt ist und eine authentische Art hat. Ich würde sagen, sie ist ein Mensch mit dem Herz am rechten Fleck. Das ist es auch was Starr so zu schaffen macht, denn sie weiß nicht wie sie mit dem Tod von Khalil umgehen soll. Ihre Aussage könnte so viel verändern, aber auch so viel erschweren. Das Viertel in dem sie wohnt, ist bekannt für krumme Dinge und Drogenhandel.
Die Geschichte entwickelt die Thematik der zwei unterschiedlichen Welten wirklich gut und Angie Thomas ist es gelungen, die Handlungen so darzustellen dass man sie beim Lesen wirklich vor Augen hat. Rassismus und Klassentrennung sind nicht Vergangenheit, sie sind immer noch Gegenwart. Genau das ist leider die traurige Wahrheit.

Der Schreibstil ist wirklich großartig. Die Seiten verschwinden nur so dahin und man möchte einfach wissen, wie es weitergeht. Wie Starr weiterleben kann und wie sie sich entscheidet.
Auch die anderen Protagonisten in der Geschichte, wie zum Beispiel die Familie von Starr oder Khalils Großmutter sind sehr authentisch und facettenreich dargestellt.

Was mir außerdem gut gefallen hat ist die immer wieder aufkehrende Anlehnung an den Rapper TuPac. Ich bin zwar nicht so der Rap-Kenner, aber ich mochte die Texte von TuPac schon damals, als es wirklich "in" war und jeder sie gehört hat. In der Rapper Scene ist und bleibt TuPac eine Legende. Gerade weil seine Texte von dem Leben auf der Straße und der Wahrheit erzählen.
Die Geschichte und die Anlehnung an TuPac passen zu diesem Buch, wie die Faust aufs Auge.

Fazit:
Mich hat diese Geschichte wirklich berührt. Sie hat mich außerdem zum Nachdenken gebracht, wenn ich es aus den Händen gelegt habe und sie mich teilhaben lassen an einer Geschichte, die genau so hätte passieren können oder passieren kann. Lassen wir die Khalils da draußen nicht unschuldig sterben! Lasst uns "THUG" verbreiten

Ein Roman mit Schullektürenpotential

Von: FrauRedlich Datum : 10.09.2017

www.frauredlich.de

Als Starr zwölf Jahre alt ist, erklären ihre Eltern ihr nicht nur die Sache mit den Bierchen und den Blümchen, sondern auch wie man sich als Schwarze bei einer Polizeikontrolle verhalten muss.

Vier Jahre später, nach einer Party, gerät Starr mit ihrem Freund Khalil in eine ebensolche. Die Situation eskaliert und Khalil wird erschossen. Der Fall gerät an die Öffentlichkeit, denn der Tathergang ist unklar und Starr ist die Einzige, die die Wahrheit kennt. Denn Khalil war, entgegen der Behauptungen des Polizisten, unbewaffnet.

Das Buch schildert eindrucksvoll Starrs Leben in zwei Welten. Auf der einen Seite ihr „sorgenfreies“ Leben als Schülerin einer fast rein weißen Privatschule und ihr Alltag in einem sozialen Brennpunkt, wo Schießereien zwischen rivalisierenden Gangs zur Tagesordnung gehören.

„The Hate U give“ zieht einen leider beim Lesen permanent runter aus Fassungslosigkeit darüber, was tatsächlich Realität für so viele schwarze Jugendliche in den USA ist. In den USA landete der Debütroman von Angie Thomas direkt auf Platz 1 der NY Times-Bestsellerliste, was auch nochmal die Brisanz und Aktualität des Themas unterstreicht.

Ich zweifle ein wenig daran, ob das Buch in Deutschland auch so Wellen schlagen wird, aber spätestens nächstes Jahr wird man an dem Titel nicht vorbeikommen, denn dann kommt die Verfilmung in die Kinos.
Trotzdem kann ich den Roman nur jedem ans Herz legen und eben ganz besonders den Deutsch- und Englischlehrern der Sekundarstufe. Das Buch schreit förmlich danach Lektüre zu werden und ist im Englischen auch bereits als Paperback erschienen. Und es liefert soviel Diskussionspotential für all die kleinen Möchtegernhiphopper. ��

Ernste Themen verpackt in einer spannenden Story

Von: MiniMixi Datum : 07.09.2017

diebuchblogger.wordpress.com

Der Roman „The hat u give“ wurde von Angie Thomas geschrieben und erschien 2017 im Cbt-Verlag. Er ist das Debüt der Autorin, doch stand das Buch auf Grund seiner Thematik schnell auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste. Es hat 497 Seiten und spielt in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ein weißer Polizist erschießt einen schwarzen Jugendlichen und löst eine unglaubliche Welle los. Denn jeder will Gerechtigkeit.

In diesem Buch geht es viel um Vorurteile, Rassismus und Gleichberechtigung. Dieser Roman spricht also viele wichtige und interessante Themen an.

Starr ist ein 16-jähriges schwarzes Mädchen, das in einem schwarzen Viertel aufwächst, aber eine überwiegend weiße Schule besucht. Es ist für sie nicht einfach in diesen beiden Welten zu leben, denn sie versucht sie voneinander zu trennen so gut es geht. Doch dann besucht sie mit einer ihrer schwarzen Freundinnen eine Party, die anders endet als gedacht. Sie trifft auf einen alten Freund. Als im Club plötzlich das Chaos losbricht, bietet er ihr an sie nach Hause zu fahren. Nichtsahnend steigen sie in den Wagen und wissen nicht was ihnen bevorsteht. Mitten auf der Straße werden sie plötzlich von einem Streifenwagen angehalten. Starrs Freund steigt aus und der Polizist schießt ihn nieder. Für Starr bricht eine Welt zusammen und von diesem Augenblick an kämpft sie für ihren Freund um Gerechtigkeit.

Empfehlen würde ich dieses Buch Lesern ab 14 Jahren, da es sehr wichtige Themen beinhaltet aber nicht sehr brutal geschrieben ist.

Mir persönlich hat dieses Buch sehr gut gefallen. Nicht nur, weil das Thema sehr aktuell ist, sondern auch, weil es wenige Bücher gibt, die sich mit dieser Thematik befassen. Diese Geschichte ist wie aus dem Leben gegriffen. Zum einen durch die gut ausgearbeiteten Charaktere. Jeder Charakter der erwähnt wird, bekommt eine Geschichte. Manche sind mehr, manche weniger umfangreich, aber es reicht dennoch aus um eine Beziehung zu ihnen aufzubauen und ihre Handlungen zu verstehen. Als sehr positiv empfand ich die Ecken und Kanten der Personen, denn sie wirkten dadurch glaubwürdig und echt. Es gibt nun mal keinen perfekten Menschen und das hat die Autorin sehr gut umgesetzt.

Den Schreibstil fand ich okay. Er war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig aber er passt zu der Geschichte. Da wir uns ja größtenteils in einer Wohnsiedlung für Schwarze aufhalten, die in ihrem Slang sprechen, fand ich es gut, dass die Autorin die Dialoge im Buch ebenfalls mit dem dort gängigen Slang verknüpft hat. Zudem hat auch das die Geschichte glaubwürdiger wirken lassen.

Die Story an sich war zu keiner Zeit langweilig, denn ich habe an jeder Stelle des Buches etwas Neues erfahren. Entweder über die Familie der Protagonistin, ihre Freunde, ihre Lebensgeschichte oder Ähnliches. Niemals hatte ich das Gefühl auf der Stelle zu treten. Angie Thomas weiß sehr gut, wie man den Leser packt und festhält.

Das Ende empfand ich als ein wenig zu plötzlich und zu sehr zu einem Happy End gepresst. Das ganze Buch über stößt man mit der Protagonistin zusammen auf Hindernisse und man kämpft mit ihr, fühlt mit ihr und hofft mit ihr. Und am Ende lief die Geschichte einfach nur aus. Von einem Moment auf den Anderen war sie zu Ende und ich wurde mit offenen Fragen zurückgelassen. Dies könnte durchaus Absicht gewesen sein, da man ja genauso plötzlich in das Leben der Protagonistin geworfen wurde zu Beginn des Buches, aber mir persönlich hat das leider nicht zugesagt.

Ein sehr positiver Punkt war für mich jedoch noch, wie mit den aufgegriffenen Themen umgegangen wurde. Ein Thema wie Rassismus wurde mit sehr viel Feingefühl angegangen und war teilweise auch aufklärend in die Geschichte eingearbeitet.

Fazit: Ein sehr gelungenes Buch, welches sich mit Humor und Geschick durch sehr ernste Themen arbeitet. Es ist auf jeden Fall gute Unterhaltung mit belehrendem Hintergrund.

Von mir gab es 4 von 5 Sterne…

Zurecht ein Klassiker der heutigen Zeit!

Von: Lovely Books World Datum : 06.09.2017

www.lovelybooksworld.de/

Das Cover des Buches ist sehr einfach gehalten, es sagt jedoch so viel aus. In der Mitte ist ein dunkelhäutiges Mädchen abgebildet und sie hält das Schild mit dem Titel „The Hate U Give“ hoch. Oben ist noch der Name der Autorin abgebildet und sonst ist das komplette Cover in weiß gehalten. Für mich persönlich muss auf diesem Cover auch nicht noch mehr abgebildet sein, da sowohl der Titel auch schon die Message von dem Buch abgebildet wird.

Nun zum eigentlichen Buch. Ich habe von dem Buch zum ersten Mal bei einer englischen Booktuberin gehört und das Thema hat mich sehr angesprochen. Umso mehr hat es mich dann gefreut, dass ich es als Rezensionsexemplar bekommen durfte. Vor diesem Buch habe ich mich noch nicht mit solchen Themengebieten in Büchern beschäftigt. Der Klappentext klang sehr ansprechend und das alles in einem Jugendbuch hat mich neugierig gemacht.

Es geht um Starr, welche dunkelhäutig ist und aus einem ärmeren Viertel kommt, jedoch auf eine Privatschule geht, an der fast nur Weiße sind. Somit spaltet sich ihr Alltag in zwei verschiedene Hälften, denn auf der Privatschule kann sie nicht diejenige sein, die sie in ihrem Viertel ist. Da kommen wir auch schon zu dem ersten Punkt in diesem Buch, welcher mich einfach umgehauen hat und erschreckend ist. In dem Buch wird die Realität in der heutigen Gesellschaft deutlich, die man versucht zu verdrängen. Man muss zu jemand anderem werden, wenn man sich von anderen unterscheidet, da man sonst nicht akzeptiert wird. Diese Akzeptanz spielt in dem Buch eine große und wichtige Rolle, nicht nur in Bezug auf Starr, sondern auf die ganze Gesellschaft im Bezug auf die dunkelhäutigen.

Der Ausgangspunkt in dem Buch ist, dass Starr anwesend ist, als ihr bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird. Dies hört man heutzutage in den Nachrichten öfters und ist somit ein aktuelles Thema. Durch den Tod, der vom Polizisten verursacht wurde, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Die Gerichtsverhandlung selbst ist nicht so ein zentraler Aspekt in dem Buch, jedoch alles was damit zusammen hängt, da Starr als Zeugin aussagen muss.

In dem Buch wird so ein tragisches Ereignis in den Augen von einer Jugendlichen erzählt. In Amerika werden die dunkelhäutigen auch heute immer noch nicht richtig akzeptiert und das wird in dem Buch sehr deutlich. Es ist die pure Realität und es wird nichts klein geredet. Ich bin nicht so ein Mensch, der sich in Büchern etwas markiert, doch bei diesem Buch musste ich es einfach machen, da manche Buchstellen einfach nur erschreckend sind und man als Mensch erkennt, wie stark diese Diskriminierung der Schwarzen heutzutage noch stattfindet. Diese Leute sind auch nur Menschen, wie alle anderen auch und kein Mensch hat das Recht sie aufgrund ihrer Hautfarbe zu diskriminieren oder schlimmeres.

Das Buch geht einfach nur unter die Haut. Es ist eine packende Geschichte und nicht nur ein Jugendroman. Ich kann sehr gut nachvollziehen, warum dieses Buch als „Klassiker“ der heutigen Zeit bezeichnet wird. Auch wenn die Handlung manchmal etwas vernachlässigt wird, gebe ich diesem Buch 5/5 Sterne.

Sehr tolles Buch!

Von: Caro Bücherträume Datum : 05.09.2017

buechertraume.blogspot.de/

Erster Satz:
"Ich hätte nie auf diese Party gehen sollen."

Meine Rezension:
Das Buch ist in aller Munde, jeder liest es oder hat es gelesen und es als gut empfunden. Deshalb wollte ich es auch lesen.

Schon das Cover gibt eine Idee von der Geschichte: vorne ist das Cover weiß, ein junges schwarzes Mädchen hält ein Schild hoch, auf dem der Titel steht. Die Rückseite des Covers, auf dem der Klappentext gedruckt ist, ist schwarz. So erkennt man schon direkt, worum es in diesem Buch geht: die gesellschaftlichen Beziehungen zwischen den Schwarzen und den Weißen.

Die Protagonistin Starr lebt zwei Leben. Sie lebt mit ihrer Familie in einem verarmten Viertel, in dem nur Schwarze wohnen. Dort ist sie aufgewachsen und hat Freunde und kann sie selbst sein.
Zur Schule geht sie am anderen Ende in der Stadt auf eine Privatschule, auf der sie eine der wenigen Schwarzen ist. Die vergangenen Jahre hat ihr das nichts ausgemacht, jeweils nur das von sich Preis zu geben, was sie möchte. Doch nachdem sie mit ihrem besten Freund Khalil von einer Party abhaut und dieser unbewaffnet in derselben Nacht von einem Polizisten erschossen wird. Von diesem Zeitpunkt an gerät Starrs Leben aus den Fugen.

Das Thema des Buches ist sehr aktuell, Rassismus und Ungerechtigkeiten. Das Buch zeigt die Möglichkeiten, wie man mit diesen Umständen umgehen kann. Es ist, immer wenn ich mit diesem Thema in Berührung komme, erschreckend, dass solche rassistischen und traurigen Ereignisse noch immer geschehen können. Die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen!

Geschrieben ist das Buch aus der persönlichen Sicht von Starr, sodass man ihre Gedanken und Ängste hautnah miterleben kann. Die Autorin schreibt sehr einfühlsam und nutzt eine Sprache, die Jugendliche sprechen und verstehen. Das Buch lässt sich sehr schnell und locker lesen, sodass es ein sehr angenehmer Lesefluss entsteht.

Fazit:
"The Hate U Give" ist ein sehr tolles und interessantes Jugendbuch, was seinen Hype und Aufmerksamkeit auf jeden Fall wert ist!
Eine klare Leseempfehlung!

Dieses Jugendbuch ist stark, aufrichtig, wichtig und notwendig!

Von: Bröselchen Datum : 04.09.2017

www.broesels-buecherregal.de

Rassismus ist in unserer Gesellschaft zum aktuellen Zeitpunkt präsent wie eh und je. Im Jugendbuch „The Hate U Give“ von Angie Thomas ist das heikle Thema ebenfalls Mittelpunkt und erzählt die Geschichte der 16-Jährigen Starr Carter, die in zwei Welten lebt: die überwiegend weiße Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist und das schwarze verarmte Viertel, in dem sie mit ihrer Familie wohnt.

Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, macht der Vorfall landesweit die Runde. Khalil war unbewaffnet, der Polizist weiß. Angeblich soll Khalil einer Gang angehört haben, einige demonstrieren in seinem Namen.
Die Polizei sowie der lokale Drogenboss setzt Starr samt ihrer Familie unter Druck und nur sie weiß, was an dem Abend wirklich geschah. Wird ihre Stimme zur Gerechtigkeit verhelfen oder sie in Lebensgefahr bringen?

Ich gestehe, dass ich während des Schreibens dieser Buchbesprechung den Titelsong von Prince of Bel-Air sowie guten OldSchool HipHop aufgelegt habe, denn das ist genau die Stimmung, die ich auch während des Lesens von „The Hate U Give“ durchgängig spüren durfte.

Dieses Buch bietet sehr viel mehr als eine gute Geschichte, denn dafür ist der Einblick in das Leben der verarmten Viertel in den USA zu authentisch. Ich spüre den Beat aller „Mommas“, den Beschützerinstinkt aller „Daddys“, die Liebe unter den Geschwistern und wie leicht es dort ist, vom rechten Weg abzukommen, um seine Familie beschützen.

Der Zusammenhalt – vor allem bei Starrs Familie – ist zum Greifen nah und bestätigt den Eindruck, den ich allein beim Ansehen von Filmen aus den USA öfter habe: Schwarze Menschen haben ein anderes Temperament und die Musik fließt durch deren Adern.

Da ich neben der deutschen Ausgabe auch einen Teil der englischen gelesen habe, kann ich mit Freude sagen, dass auch die Übersetzung gelungen ist. Der charakteristische Slang der Sprache ist im Original natürlich noch authentischer, aber die Bedeutung und vor allem das ganz bestimmte Feeling gingen dabei kaum verloren.

„The Hate U Give“ lässt den Puls schneller schlagen, denn Verlust, Frustration, Unverständnis und Rassismus stehen auf der Tagesordnung von Starr. Aber auch Familie, Freundschaft, Liebe und dass es da noch etwas Größeres gibt unter uns „white and black people“.

Dieses Jugendbuch ist stark, aufrichtig, wichtig und notwendig! Dieses Buch soll in Schulen gelesen und besprochen werden, bereits zu recht auch auf den deutschen Bestsellerlisten landen, ganz lange bleiben und vor allem: etwas bewegen. Denn das kann es!

Ein sehr ehrliches Buch!

Von: Katha von Buecher_Bewertungen1 Datum : 04.09.2017

buecherbewertungen1.blogspot.de

Zusammenfassung
"Umwerfend und brillant, ein Klassiker!" Bestsellerautor John Green
Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Cover
Das Cover ist nicht wirklich aufwendig gestaltet. Aber ich finde, bei dem Thema muss es auch nicht wirklich aufwendig gestaltet werde.
Es zeigt die Protagonistin Starr mit einem Schild, worauf "THE HATE U GIVE" steht, und genau um diese Aussage geht es in dem Buch. Ich finde es auch sehr interessant, dass das Cover weiß gestaltet ist. Im Nachhinein betrachtet, ergibt es einen Sinn.

Kathas Meinung
Tja, wo soll ich anfangen? Es ist gar nicht so einfach die eigene Meinung über dies zu schreiben. Klar, man könnte einfach nur: "Hat mir super gefallen!" schreiben, jedoch wird diese kurze Aussage dem Buch nicht gerecht. Und so habe ich lange überlegt wie ich anfange, und irgendwann einfach losgelegt.
Dieses Buch mit dieser Thematik hat mich sehr berührt, denn für mich spiegelt es genau das wieder, wie die Situation immer noch teilweise in Amerika ist. Natürlich nicht überall, denn natürlich gibt es Staaten oder Gebiete wo es nicht so schlimm ist, dennoch ist es präsent. Schwarze Menschen WERDEN anders behandelt, auch von der Polizei. Und wer was anderes behauptet, der lügt. Und das ist einfach nur traurig. Es ist traurig, dass der junge Khalil wegen nichts sterben musste. Auf der anderen Seite muss man auch überlegen, warum ist diese Tragödie überhaupt passiert? Mir steht es nicht wirklich zu darüber zu diskutieren und das will ich einfach nicht. Aber ich finde es gut, dass ein Buch darüber geschrieben wurde. Denn dadurch konnte man die Gefühlswelt von Starr sehr gut nachempfinden. Sie stand genau neben ihren besten Freund als er erschossen wurde. Ich will mir gar nicht vorstellen, was sie in diesem Moment durchlebt hat und wie viel Angst sie hatte. Sie, die zwar im Ghetto lebt aber zusammen mit ihren Geschwistern auf eine teure Privatschule geht, damit sie sicher ist oder sich dort verstellt weil sie aufgrund ihrer Hautfarbe in der Minderheit ist und sich nicht so geben möchte wie in ihrem Ghetto. In dem Buch wird alles wirklich gut dargestellt. Starrs Vater war früher ein ganz großer Drogendealer und konnte, was viele nicht schaffen, aussteigen und ist heute Besitzer eines Ladens im Ghetto. Obwohl er weiß, wie schwer es in ihrem Bezirk ist, möchte er nicht wegziehen, weil er die Leute nicht im Stich lassen will. Aber er möchte, dass seine Kinder sicher sind und so zahlen er und seine Frau eine Menge Geld für die Privatschule, die in einem besseren Bezirk ist.
Das Leben von allen ändert sich aber mit dem schrecklichen Ereignis. Nicht nur für Starr, sondern für alle. Starr ist die einzige Augenzeugin, doch kann sie wirklich etwas bewirken indem sie den Mut aufbringt, die Wahrheit zu sagen? Denn so einfach wie es einem erscheint ist es nämlich gar nicht. Vieles steht auf dem Spiel und Starr riskiert mit der Wahrheit das Leben der ganzen Familie!

Interessant fand ich auch die Umgangssprache, die in meinen Augen soooo typisch für dunkle Menschen ist. Das soll jetzt nicht abwertend klingen, überhaupt nicht. Auch das wurde hier sehr gut rübergebracht und vermittelt einem das Gefühl, dass es real ist.

Mehr zur Geschichte, die mich wirklich sehr bewegt hat, möchte ich nicht sagen, außer dass ihr das Buch unbedingt lesen müsst!

Ein sehr gelungenes Buch und ich finde, dieses Buch sollte in der Schule in der Schule als Lektüre behandelt werden.
Da mir das Buch wirklich sehr gefallen hat vergebe ich 5/5 Sterne!

grandios großartig und wichtig!!!

Von: Ally von MagicAllyPrincess BookDreams Datum : 03.09.2017

magicallyprincess.blogspot.de/

Zitate:

"Ach, die Wahrheit kennen wir schon, die wollen wir gar nicht", sagt Daddy. "Wir wollen Gerechtigkeit" (Seite 65)

Abschiede schmerzen am meisten, wenn der andere nicht mehr da ist. (Seite 80)

"Manches muss man für sich behalten, etwa Natasha. Denn hat man einmal die kaputten Seiten von jemanden gesehen, dann ist das so, als hätte man denjenige nackt gesehen - man wird ihn danach nie mehr so wie früher betrachten. (Seite 90)

Wozu hat man eine Stimme, wenn man in den entscheidenden Momenten schweigt? (Seite 288)

Ich schaue wieder zu den Sternen. Daddy sagt, er habe mich Starr genannt, weil ich sein Licht in der Dunkelheit war. Jetzt gerade brauche ich selbst Licht in meiner eigenen Finsternis. (Seite 293)

"Mutig sein bedeutet nicht, dass du keine Angst hast, Starr" sagt sie. Es bedeutet, dass du was tust, obwohl du Angst hast. (Seite 375/376)

Inhalt:

Die 16-järige Starr lebt in zwei Welten. Sie wohnt in einem recht ärmlichen Stadtviertel, das von dunkelhäutigen Menschen dominiert wird. Gangbildung, Ausschreitungen, Gewalt und Drogenmissbrauch sind keine Seltenheit und so kennt Starr derlei Gefahren seit ihrer Kindheit. Dennoch wächst sie zum Teil auch sehr behütet auf. Ihre Eltern tun alles, um sie und ihre beiden Brüder zu schützen. Daher gehen die Kinder auch auf eine Privatschule, in der sie fast die einzigen Farbigen sind. Den Tag über verbringt Starr dort. Der Rest ihres Lebens spielt sich in Garden Heights ab. Als ihr bester Freund Khalil, mit dem sie aufgewachsen ist, vor ihren Augen von einem hellhäutigen Polizisten erschossen wird, muss Starr sich entscheiden, ob sie schweigt, oder ob sie ihre Angst überwindet und ihre Stimme erhebt um zu kämpfen.

Meinung:

„The Hate U Give“ von Angie Thomas war bereits vor der deutschen Übersetzung in aller Munde, daher musste ich mir unbedingt selbst ein Bild dieses Debütromans machen. Der Schreibstil der Autorin ist des Öfteren "Slang- geprägt", was meiner Meinung nach aber unglaublich gut passt. Im hinteren Teil des Buches gibt es ein Glossar, sodass man auch die Möglichkeit hat nachzuschlagen, wenn einem ein Wort oder eine Begrifflichkeit nicht geläufig ist. Schnell konnte ich mich in Protagonistin Starr hineinfühlen und erfuhr von ihren zwei Leben, die sie führt. Den Tag über hält sie sich in einer Privatschule auf, dort ist sie eine von wenigen Dunkelhäutigen. Starr hat zwei enge Freundinnen, spielt im Basketballteam der Schule, hat eine nette Clique und gilt schon alleine wegen ihrer Hautfarbe als cool. Chris ihr Freund liebt sie sehr, für ihn hat ihre unterschiedliche Pigmentierung keinerlei Bedeutung. Ihre Abende, die meisten Wochenenden und ihre Ferien verbringt Starr in Garden Heights, dem ärmlicheren Stadtviertel in dem sie lebt. Dort besitzt ihr Vater auch eine kleine Gemischtwarenhandlung. Meist hat sie das Gefühl aus zwei Personen zu bestehen, so verhält sich Starr in ihrer Schule und gegenüber den Freunden dort, anders als zu Hause und in Garden Heights.

Nach einer Party erlebt Starr hautnah mit, wie ihr bester Freund Khalil grundlos von einem hellhäutigen Polizisten erschossen wird. Als einzige Zeugin befindet sich Starr plötzlich an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie wird knallhart mit ihren beiden Welten konfrontiert und muss sich unwiderruflich entscheiden, welchen Weg sie gehen will.

Ziemlich früh im Buch wird nicht nur Starr, sondern auch der Leser mit der Erschießung Khalils gewaltsam in die harte Realität katapultiert. Besonders in Amerika ist das Thema Rassismus, die „Schwarz-Weiß-Thematik“ und die damit einhergehende Gewalt ein Dauerthema, vor welchem man die Augen nicht verschließen darf. Starr ist verzweifelt, verängstigt und geschockt. Zum einen würde sie natürlich am Liebsten in die Welt hinausschreien, auf welch grausame und ungerechte Weise Khalil getötet wurde. Zum anderen fürchtet sie aber nicht nur um ihr eigenes, sondern auch um das Leben ihrer Familie, wenn sie den Mund aufmacht. In ihrem Viertel sorgt die Tatsache wie Khalil gestorben ist für jede Menge Aufruhr und Unverständnis, aber auch für Machtspiele innerhalb der Gangs. Vor ihren „weißen“ Freunden möchte Starr aber am liebsten alles fernhalten, ihre Gefühle und Probleme verbergen. Dass dies nicht dauerhaft gelingt, wird Starr allerdings schnell klar. Und so liegt es nun an ihr, ihre Stimme zu erheben und zu kämpfen. Auch wenn dies bedeutet, dass sich ihre Welten vermischen und nichts mehr so sein wird, wie es war.

„The Hate U Give“ spricht viele unheimlich wichtige Themen an. Starr befindet sich mitten in einem Reifungsprozess, sie wird erwachsen und muss ihren Platz erst noch finden. Traumatische Erlebnisse in ihrer Kindheit, Gewalt und Rassismus erschweren dies natürlich. Durch die bedingungslose Liebe und uneingeschränkte Unterstützung ihrer Eltern, hat sie sich aber dennoch zu einer sehr mutigen jungen Frau entwickelt, die Ungerechtigkeit nicht akzeptieren kann. Freundschaft, Zusammenhalt und den Mut Dinge nicht nur hinzunehmen, sind weitere Kernpunkte des Romans. Jeder einzelne Mensch ist wichtig und hat eine Stimme, mit der er etwas bewegen und erreichen kann. Auch diese Message finde ich unglaublich schön und wichtig.

Ich habe in jeder Sekunde mit Starr mitgefühlt, gehofft und gelitten. Angie Thomas transportiert Starrs Gefühle sehr glaubhaft und authentisch. So ernst, rührend und bewegend die Geschichte meist ist, wird sie dennoch auch immer wieder von Szenen unterbrochen, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Besonders Starrs Familienkonstellation ist sehr interessant und bietet somit auch ein paar durchaus witzige, ebenso aber auch krasse Momente. Die Autorin hat einige weitere Charaktere erschaffen, die durch ihre Authentizität überzeugen und die Geschichte bereichern. Außerdem bietet sie den „Weißen“ tiefe Einblicke in die Denkweise und die Gesellschaft der „Schwarzen“. Angie Thomas spendet mit „The Hate U Give“ sicher auch vielen Menschen Mut und Kraft.

Ich bin ziemlich begeistert von diesem Roman, dennoch habe ich auch zwei kleinere Kritikpunkte. Die Autorin erhofft sich durch ihre Story mehr Gleichberechtigung für die dunkelhäutige Minderheit, die ich mir natürlich ebenso wünsche. Aber dennoch schert sie die „Weißen“ alle über einen Kamm. Im Buch kommen immer wieder kleine Sticheleien gegenüber uns Hellhäutigen zum Vorschein, die zwar charmant beschrieben werden, aber dennoch vorhanden sind. Gestört hat mich außerdem öfter Starrs Verhalten gegenüber ihrem wundervollen Freund Chris. Dieser ist so liebe – und rücksichtsvoll und wünscht sich nichts mehr, als von seiner Freundin einbezogen zu werden und über ihre Gefühle und Ängste Bescheid zu wissen. Doch Starr stößt ihn oft vor den Kopf und erzählt ihm nichts, weil sie denkt, Chris versteht sie oder die Situation ohnehin nicht. Dieses Verhalten schreibe ich aber auch ihrem jungen Alter und ihrem hin - und hergerissen sein zu.

Trotz meiner Bemängelungen sollte wirklich jeder „The Hate U Give“ gelesen haben. Denn dieser Roman trifft schon allein wegen seiner unheimlich wichtigen Botschaft und all der Themen die Angie Thomas behandelt, mitten ins Herz. Die Geschichte wirkt sehr lange nach, bewegt und berührt.

Fazit:

„Schaut nicht zu und erhebt eure Stimme gegen all die Ungerechtigkeiten in der Welt, jede einzelne zählt und ist wichtig“. Dies ist die Kernaussage und wesentliche Botschaft von Angie Thomas Debütroman „The Hate U Give“. Themen wie Rassismus, Tod, Mut, Gerechtigkeit, Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt und sich für andere stark machen, werden auf sehr intensive und berührende Weise behandelt. Ein großartiger und bildgewaltiger Roman, der mich in Gedanken sicher noch lange begleiten wird.

THE HATE U GIVE. ANGIE THOMAS.

Von: buecherkompass Datum : 02.09.2017

instagram.com/buecherkompass

INHALT

Nachdem die sechzehnjährige Starr miterleben musste, wie ihr bester Freund, seiner Hautfarbe wegen, von einem Polizisten ermordet wurde, ist es an ihr, ihre Stimme zu erheben und dem Rassismus in ihrer Heimat ein Ende zu bereiten. Während Starr noch versucht den Mut aufzubringen, den es benötigt, um für ihren Freund einzustehen, sieht sie sich jedoch immer wieder mit Rückschlägen konfrontiert. Denn schließlich lebt auch sie gefangen zwischen zwei Welten. Doch aufgeben kommt für die Sechzehnjährige nicht in Frage.


MEINUNG

Angie Thomas hat sich dazu entschieden in ihrem Erstlingswerk ein Thema von gesamtgesellschaftlicher Relevanz zu verarbeiten und es zugleich jugendgerecht aufzubereiten. Rassismus und Diskriminierung sind auch heute keine Gelegenheitserscheinung und allzu häufig wird (wie bei Ungerechtigkeiten so oft) weggeschaut oder Geschehenes gar aus dem Kontext gerissen und vor den falschen Hintergrund gerückt, um es zu rechtfertigen. Auch die sechzehnjährige Starr erfährt bereits früh, was es bedeutet Teil einer Minderheit in einer Mehrheitsgesellschaft zu sein. Mehr als einmal muss sie in ihrer Kindheit mit ansehen, wie ein Freund erschossen wird.

In ihrem Roman illustriert Angie Thomas bestehende Missstände und zeigt, wie nur eine unbedachte Handlung seitens der falschen Person, zu der nur schlimmsten vorstellbaren Konsequenz führen kann. In einfacher Sprache und mit viel Wortwitz führt die Autorin den Leser in die bunte Welt einer Sechzehnjährigen ein, die nach einigen tragischen Vorfällen schließlich droht, sich in schwarz-weiße Kontraste aufzulösen. Das Doppelleben des Mädchens (vorwiegend weiße Privatschule vs. schwarzes Viertel) trägt seinen Teil dazu bei. Doch der Rückhalt durch die Familie gibt Starr Kraft und so beschließt sie zu kämpfen, um den herrschenden Ungerechtigkeiten ein Ende zu setzen.

"Manchmal machst du alles richtig, und es geht trotzdem alles schief. Entscheidend ist, dass du dennoch nie aufhörst, das Richtige zu tun."

Beim Lesen war ich mal gespannt, mal fassungslos. Neben einigen Schockmomenten wurden von der Autorin auch zahlreiche schöne Momente des menschlichen Zusammenhalts eingewebt, die dem Stoff des Buches die nötige Struktur verleihen. Schwer zu sagen ist, ob der Plot realistisch ist – was dem Ganzen jedoch keinen Abbruch tut. Die Botschaft der Autorin ist eindeutig. Sie schwingt in jedem Wort mit, sie ist laut und sie ist wahr. Denn schließlich läuft alles darauf hinaus, dass wir nicht weg-, sondern hinschauen. Uns gegen jegliche Missstände in der Gesellschaft stark machen und nichts unversucht lassen die Mauern, die uns trennen niederzureißen.

"Es wäre leicht aufzugeben, wenn es hier nur um mich, Khalil, jenen Abend und diesen Cop damals ginge. Aber es geht um so viel mehr."

Ein Buch, dass die Aufmerksamkeit, die ihm entgegengebracht wird, definitiv verdient.

THE HATE U GIVE - Geht regelrecht unter die Haut

Von: Melanie E. aus Leopoldshöhe Datum : 02.09.2017

melbuecherwurm.blogspot.de/

"The Hate U Give" ist ein sehr gelungener Jugendroman, der regelrecht unter die Haut geht. Starr entwickelt sich im Verlauf der Story in eine echte Heldin, denn sie durchbricht ihr Schweigen, um Gerechtigkeit zu erhalten. Besonders eindrücklich empfand ich das Leben in einem Ghetto und den Gefahren die dieses beinhaltet. Für mich war dies mit vielen neuen Erkenntnissen behaftet und vieles davon sehr schmerzlich. Es wird schnell deutlich, dass Schwarze immer noch in Unterdrückung leben. Mir war dies nicht bewusst und es beängstigt auch, da ich wirklich geglaubt habe, ihr Leben hätte sich verbessert. Ich wurde rasch eines Besseren belehrt.
Gefallen hat mir der Familienzusammenhalt und die tiefe Liebe die Starr und ihren Geschwistern entgegen gebracht wird. Egal, welche Entscheidungen Starr trifft, ihre Eltern stehen hinter ihr. Leider ist es nur ein kleiner Funke der entfacht wird, obwohl am Ende dann echte Brände ausgelöst werden.
Der ausgewählte Titel des Jugendbuchs ist gelungen und sehr passend zur Story, denn frei übersetzt heißt es: "Den Hass den du gibst ..."und ist angelehnt an einen Song von 2Pac. Der Song findet immer wieder Platz im Roman und zieht sich regelrecht wie ein roter Faden hindurch. Der Hype um das Buch ist absolut gerechtfertigt und ich bin dankbar, dass ich das Buch gelesen habe. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die vielen Details und Schauplätze sind sehr deutlich und geben ein Leben wieder, welches eben tatsächlich Schwarz / Weiß ist. Starr muss sich entscheiden, was sie wirklich möchte und ihr Leben mehrfach reflektieren. An ihre Schule gehört sie als Schwarze zu einer Minderheit und das Leben in ihrem armen Viertel ein ganz anderes eigenes Thema, welches wunderbar wiedergegeben wurde.
Angie Thomas ist es gelungen mich nachdenklich zu stimmen. "The Hate U Give" muss unbedingt gelesen werden, da es eine Thematik beinhaltet, die auch heute noch große Wertigkeit besitzt. Trotz aller traumatischen Erlebnisse die Starr verarbeiten muss, wächst sie doch aus sich heraus und vollzieht einen Wandel, der zu Beginn nicht gleich offensichtlich war. Die Familie insgesamt kann letztendlich glänzen und ich wünschte mir, dass es mehr Eltern gäbe, die ihren Kindern Wurzeln, aber eben auch Flügel geben.
Sehr wertvoll ist auch ein Glossar am Ende des Buches für alle diejenigen, die sich in dem Slang nicht auskennen und manches vielleicht nachschlagen müssen. Ich fand dies sehr gelungen und auch sehr wichtig, um hier und da vielleicht Verständnisprobleme auszuräumen.
Absolute Leseempfehlung!

★★★★★

The Hate You Give

Von: Miss Seriious Datum : 01.09.2017

thedreamandthegirl.blogspot.co.at/

The Hate U Give
Autor: Angie Thomas
Verlag: cbt Verlag
Genre: Roman
Seitenanzahl: 496
Hardcover - [A] 17,99 €



Inhalt
The Hate U Give oder besser gesagt The Hate U Give Little Infants Fucks Everybody aka THUG LIFE - ist eins der bester Bücher das ich 2017 gelesen habe. In diesem Buch geht es um Starr. Ein dunkelhäutiges Mädchen was zwei Leben lebt. Das eine in ihrem Getto wo ihre Familie und Freunde wohnen und das andere an ihrer Privatschule wo nur weiße sind. Das Buch beginnt mit dem Tod ihres Besten Freundes Khalil. Er wurde von einem Polizisten erschossen und sie saß daneben und sah alles mit an. Dieser Vorfall war dann der ausschlaggebende Grund um ihre Stimme zu erheben.

Cover
Besser hätte man dieses Cover nicht gestalten können. Das zusammenspiel von schwarz, rot und weiß ist toll. Ich liebe dieses Cover und ist eines der schönsten was sich in meinem Bücherregal befindet.

Meine Meinung
Wie ich oben schon erwähnt habe ist dieses Buch DAS beste Buch was ich 2017 gelesen habe. Dieses Buch ist für jeden zu empfehlen. Jeder wird dieses Buch lieben und vielleicht wird auch der eine oder andere wie ich Pipi in den Augen haben. Es war mein 1. Buch in dem es um mehrfarbige Protagonisten ging und ich fand es so interessant einmal etwas aus der Sicht eines dunkelhäutigen Mädchen zu lesen. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe wollte ich unbedingt einen Sozialen Beruf einschlagen aber ich glaube ich bin dafür zu emotional. Tja


Viel Spaß! ♥

The hate U give BUCHTIPP

Von: Tabea Bücherwurm Datum : 01.09.2017

https://m.youtube.com/channel/UC2a9FQUKoqaa3QMM17Q6C4w

Der Jugendroman von Angie Thomas hat mir sehr gut gefallen. Es werden wichtige Themen wie Zivilcourage und Gerechtigkeit angesprochen
Der Einstieg fiel mir etwas schwer, weil ich mich erst an die direkte Sprache gewöhnen musste.
Aber im Endeffekt ist mir die Protagonistin Starr sehr ans Herz gewachsen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine ernsthafte Lektüre mit Botschaft sucht.

Ein berührendes und sehr wichtiges Buch!

Von: Meike Datum : 01.09.2017

meikeslittleworldofbooks.blogspot.de

Beschreibung:
Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...


Meinung:
"Das war mein bisheriges Jahreshighlight" - diesen Satz hörte ich in letzter Zeit immer mehr über "The Hate U Give." War klar, dass es da auch in meine Hände fallen musste, denn wie ihr wisst stehe ich übergroßem Hype immer skeptisch gegenüber, auch hier."The Hate U Give" widmet sich einer wichtigen und grausamen Thematik: Rassismus. Mit Gewissheit kann ich nun sagen: huiuui ist diese Story gut, warum ihr sie euch in keinem Fall entgehen lassen solltet, erfahrt ihr in meinem Post.

Starrs Leben spielt sich in zwei Welten ab: in ihre Armen Viertel und an der Privatschule auf die sie geht. Eines abends passiert etwas schlimmes: Ihr bester Freund Khalil wird ermordet. Von einem Polizisten. Ohne triftigen Grund. Doch sie ist die einzige Zeugin. Soll sie schweigen wie zu viele andere? Oder soll sie ihre Stimme erheben und sich wehren für die Gerechtigkeit? Bald steht Starr in einem Chaos, das gefährlich für sie enden kann..

Hachja wo fange ich überhaupt an? Am liebsten würde ich im Durcheinander erzählen wie toll alles ist, in meinem Kopf ist immer noch Wirrwarr, weil ich maßlos begeistert bin. Aber beginnen wir mit den Charakteren. Starr ist eine so mutige Protagonistin. Zwischendrin regt sie einen auch mal auf (aber das passiert doch auch im echten Leben.) Letztendlich bin ich Stolz auf sie. Sie hat ihre Stimmer erhoben obwohl sie immer als unscheinbar galt. Außerdem mag ich sehr viele der anderen Charaktere: Ihre Familie, jedes einzelne Mitglied könnte ich umarmen. Ihre Freunde sind mindestens genauso süß (außer eine, falls ihr das Buch schon gelesen habt, wisst ihr wen ich meine.) Ihr Freund Chris ist ein Lieber und die Liebesgeschichte der beiden gibt dem Buch einen guten Kontrast. So ist eine Mischung aus allem vorhanden. Sie ist nicht zu überzogen dargestellt, sondern einfach wahr und nicht zu kitschig.

Wir alle haben bestimmt schon von den Dingen gehört, die sich in Amerika abspielen und ich finde es sehr gut, dass in diesem Buch Kritik daran ausgeübt wird. Keiner sollte für seine Hautfarbe diskriminiert werden. Von keinem. Traurig, dass Polizisten, die eigentlich helfen sollten, solch eine Gewalt gegen jemanden anwenden wegen einer anderen Hautfarbe. Die ergreifende Story von Starr und dieser Ungerechtigkeit der Menschheit sorgt für Gänsehaut. Ich selbst kann diesen Hass einfach nie verstehen und habe mit jedem einzelnen Körperteil mitgefühlt, also BITTE lest dieses Buch und empfehlt es weiter. Vielleicht wird es in einigen Menschen etwas ändern. Wenn ihr jemanden hört, der Witze über etwas des anderen macht (im netten Sinne) ist das nicht lustig. Es ist nicht lustig, wenn es andere verletzen könnte.

Für mich war es ebenfalls ein extrem prägendes Erlebnis in der Story das Leben in Ghettos mitzuerleben, denn Starrs Leben besteht manchmal aus Schießereien in ihrer Gegend und das sollte nicht normal sein

"Genau da liegt das Problem. Wir lassen zu, dass Leute solche Dinge sagen, und dann sagen sie die so oft, dass es für sie total okay und für uns normal ist. Wozu hat man eigentlich eine Stimme, wenn man in den entscheidenden Momenten schweigt?"

Mein einziger Kritikpunkt ist die Auflösung der Story. Plötzlich nehmen alle die Dinge hin, die sich entwickelt haben und es endet rasch, aber darüber kann ich dank der unglaublich vielen positiven Aspekte hinwegsehen.

Mindestens genauso toll wie das Thema, die Dramatik, die Liebesgeschichte und Co. ist der Schreibstil. Am liebsten würde ich Angie Thomas umarmen. Jetzt wirklich. Sie schreibt wundervoll. Ihre Worte sind mit Bedacht gewählt und sehr tiefgründig. Ich liebe es schöne Stellen oder Zitate zu markieren - bei diesem Buch ist es auch etwas ausgeartet, ups.


Fazit:
Weg mit langweiligeren Schulbüchern, rein mit "The Hate U Give." Das Buch sollte in der Schule gelesen werden, denn diese Themen sollten behandelt werden und hoffentlich das Denken des ein oder anderen ändern. Ihr könnt an diesen Sätzen wohl schon wahrnehmen wie gut ich die Story fand. Sie wird euch bewegen und nicht mehr loslassen! Einfach erschreckend und grandios und das wird untermalt durch super Charaktere und einen poetischen Schreibstil. Es war also auch für mich ein Jahreshighlight! Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sterne!
Danke an den cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar (:

The hate u give

Von: Lisa Datum : 31.08.2017

lisasverruecktesbuecherleben.blogspot.it/

Ein Muss für jeden, der sich auch nur ein bisschen für Rassismus und seine Auswirkungen interessiert oder sich einfach nur erkundigen will. Denn in diesem Buch, bekommt man einen ganz besonderen Einblick.

Starr lebt in einem sogenannten Getto. Schon immer. Doch sie geht auf eine Privatschule der Weißen. Deshalb existieren zwei Starrs, die Schwarze und die Weiße. Dass sie sich in der Schule immer wie eine Schwindlerin vorkommt ist doch klar. Auch wenn sie nicht will, verleugnet sie oft ihre Bekanntschaft mit irgendwelchen schwarzen Freunden. Da wird sie Zeugin davon, wie ihr Freund Khalil von einem Polizisten erschossen wird. Rastlos durchlebt sie nun die Tage und weiß nicht mehr, was sie machen soll.

Ich muss zugeben, dieses Buch habe ich vor allem deshalb lesen wollen, weil ich durch die ganzen positiven Bewertungen darauf, unglaublich neugierig geworden bin. Schon allein das Cover hat mich total geflasht und ich bin immer noch total baff. Auch wenn ich jetzt nicht sagen kann, dass es das beste Buch des Jahrtausents ist, fand ich es doch einfach wunderbar und auf keinen Fall zu verachten. Die gesamte Situation zwischen den Schwarzen und Weißen, auch wenn ich es hasse, diesen Ausdruck überhaupt verwenden zu müssen, wird hervorragend auf den Punkt gebracht und das Schicksal von Starr und ihrer Familie einem so ans Herz gelegt, dass man sie gar nicht vergessen kann. Und ich kann mir sogar sehr gut vorstellen, dass genau das selbe gerade irgendwo passiert.

Soll Starr schweigen oder doch all ihren Mut zusammennehmen und sprechen. Sprechen in aller Namen, die ungerecht behandelt werden. Soll sie endlich etwas tun oder weiterhin darauf hoffen, dass die Gerechtigkeit siegt? Glaubt sie überhaupt noch daran? Daran, dass alles gut werden könnte oder ist es zu spät? Zu spät um weiterhin mitzuspielen...?

Der Schreibstil der Autorin ist auch wirklich angenehm. Es wurden immer wieder englischen Wörter eingebaut, die alles ein bisschen echter wirken ließen. Für jemanden der Englisch nicht kann (meine Mutter) ist es zwar anfangs etwas verwirrend, doch sie sagt selbst, dass es machbar ist. Die Spannung wurde auch immer so leicht aufrecht erhalten, war aber nur im Hintergrund vorhanden, was auch nichts schlechtes ist. Einfach ungewohnt, aber passend zum Buch. Auch die Aufteilung der Ereignisse, hat mir mehr als gut gefallen. Das recht offene Ende ist sowieso perfekt. Denn man weiß im echten Leben ja auch nie, was nun weiteres passieren wird.

Definitiv den ganzen Hype wert!

Von: szebrabooks Datum : 29.08.2017

szebrabooks.blogspot.de/

In dem Buch geht es um die 16-jährige Starr, die mit ansehen musste wie ihr bester Freund Khalil von einem Polizisten erschossen wurde. Das Schlimme an der ganzen Sache war, dass Khalil unbewaffnet war und eigentlich alles gemach hat was der Polizist gesagt hat. Khalils Tod wird ziemlich schnell zum Hauptthema der Nachrichten und alles dreht sich plötzlich darum, ob man den Polizisten nun bestraft und damit für Gerechtigkeit für Khalil sorgt oder eben nicht. Da Starr die einzige Zeugin des ganzen Vorfalls war steigt auch der Druck auf sie, denn immerhin kommt es nun darauf an was sie sagt. Jedoch ist das nicht alles, was Starr belastet: eine andere Sache, die ihr zu schaffen macht, ist die Tatsache, dass sie zwar in einem verarmten Viertel wohnt, aber dafür auf eine schicke Privatschule geht, auf der fast nur Weiße sind. An ihrer Schule ahnt nämlich keiner, dass sie die Zeugin ist...

Ich muss sagen, dass ich Anfangs etwas skeptisch war, da das Buch überall extrem gehyped wurde und eigentlich bin ich bei so extremen Hypes meistens eine Person, die dann sagt, dass ihr das Buch nicht wirklich gefallen hat. Aber dieses Mal kann ich bei dem Hype mitgehen! Ich kann total verstehen wieso alle dieses Buch so sehr loben.
Das Buch hat mich sehr berührt, da es einige Situationen gab, die ich aus meinem Alltag wieder erkannt habe. Denn Angie Thomas spricht in diesem Buch sehr wichtige Themen wie Rassismus an, und die Idee der Geschichte ist gar nicht so abwegig, wenn man mal überlegt was man in den Nachrichten alles so zu hören bekommt. Die ganze Idee ist auch sehr gut umgesetzt, denn ich konnte das Buch kaum weglegen und wollte die ganze Zeit weiter lesen. Auch wenn es nicht so spannend ist wie ein Thriller oder ein Fantasy-Roman und auch seine etwas langatmigeren Stellen hatte, konnte ich es nicht wegelegen. Die langatmigeren Stellen waren für mich eher ruhigere Stellen, in denen mal nicht so viel auf einmal passiert. Was ich auch toll fand, dass es neben den tiefgründigen und ernsten Stellen auch einige Momente gab, in denen ich einfach lachen musste. 
Starr, die Protagonistin, will stark rüber kommen, obwohl sie das gar nicht ist. Aber ich habe das an ihrem Charakter bewundert, denn obwohl sie gerade erst mit ansehen musste wie ihr bester Freund stirbt, macht sie weiter wie zuvor, obwohl man eigentlich von ihr erwartet, dass sie sich eine Auszeit gönnt. Aber daran merkt man auch, dass Starr so alles verarbeitet, auch wenn es nicht die beste Methode ist. Aber das zeigt wieder, dass sie nicht perfekt ist und dadurch wirkt es auch so, als würde man die Geschichte einer realen Person lesen und nicht nur Fiktion.
Eine andere Sache, die mir auch sehr gut gefallen hat war der Schreibstil. Denn die Beschreibungen waren echt gut, sodass ich mir alles vorstellen konnte. Es sind nicht zu viele Details, aber auch nicht zu wenige, sodass man einige Vorgaben hat, aber sich den Rest mit der eigenen Vorstellungskraft vor Augen bringen kann. Aber ich muss zugeben, dass ich so meine Probleme mit dem Slang hatte. Ich hab andauernd vergessen was die Abkürzungen bedeuten, aber ich schätze mal, dass man in so einer Umgebung aufwachsen muss, um diesen Slang völlig zu verstehen. Daher fand ich es auch gut, dass es hinten ein kleines Glossar gibt, in dem alle wichtigen Wörter erklärt wurden.
So, und zum Schluss noch einige Worte zum Cover. Ich LIEBE es! Das Cover war es, was mich erst auf das Buch aufmerksam gemacht hat und nachdem ich das Buch jetzt gelesen habe, denke ich, dass das Schwarz und das Weiß auf dem Cover vorne und hinten benutzt wurden, um Starrs Situation wieder zu spiegeln. Sozusagen ihre zwei Welten, was echt cool ist. Ich finde auch, dass der rote Buchrücken im Regal echt schön aussieht.
Und jetzt noch einige Worte an euch Leser dieser Rezension: ich kann es euch nur ans Herz legen, vor allem, weil es einfach so ein wichtiges Thema anspricht und man einfach so viel lernen kann. Vor allem was Vorurteile und rassistische Kommentare mit einem Menschen anstellen.

Ich gebe dem Buch insgesamt 5 von 5 Sternen, da mich das Buch echt begeistern konnte und ich muss es unbedingt auch auf Englisch lesen, da ich einfach wissen muss wie es sich in Originalsprache lesen lässt.

Rezension: "The Hate U Give" - Angie Thomas

Von: Hannah Adam Datum : 29.08.2017

https://hannahslesezeit.wordpress.com/

"The Hate U Give" ist stark, berührend und bewegend, einfach gut!

Es ist ein wichtiges Buch, über ein wichtiges Thema. Die Autorin erzählt die Geschichte ehrlich und unerschrocken, sie kann die Leser wirklich erreichen, diese "ins Herz treffen".

Inhalt:

Starr ist sechzehn, sie lebt in einem schwarzen Viertel, in welchem sie auch aufgewachsen ist. Jedoch geht sie auf eine Privatschule, zusammen mit überwiegend weißen Schüler/innen gehen. Die 16-Jährige lebt quasi in zwei Welten.

Sie ist dabei, als ihr bester Freund von einem Polizisten erschossen wird. Vor ihren Augen passiert es, obwohl Khalil unbewaffnet ist. Bald wird landesweit über das Geschehene berichtet, Starr rückt dadurch ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere wiederum gehen in seinem Namen auf die Straße. Sie ist die Zeugin, die in jener Nacht dabei war und muss sich entscheiden. Wird sie schweigen oder ihre Stimme erheben? Es könnte ihr Leben in Gefahr bringen, den Mund auf zu machen; es gibt genug Menschen, welche die Wahrheit nicht glauben oder hören wollen... Außerdem wäre da auch noch ein Drogenboss der Starrs Familie unter Druck setzt.

Meine Meinung:

Vorweg, das Buch hat mich beeindruckt. Ich hatte zwar erwartet, dass es durch dieses wichtige Thema, auch ein wichtiges werden Buch könnte, jedoch finde ich dazu toll wie das Ganze verpackt, bzw. umgewandelt wurde. Die Idee klang, zumindest für mich, von Anfang an schon viel versprechend und die positiven Autoren- oder Zeitschriftenkommentare taten ihr übliches... Ich ging also mit eher hohen Erwartungen an dieses Buch ran. Jetzt, nach dem Lesen kann ich sagen, dass ich den positiven Kommentaren, die auf den Buchumschlag gedruckt sind, nur zustimmen kann. Es ist wirklich ein wichtiges, sowie umwerfendes Buch und tatsächlich ein wichtiges Thema (über das ich in Zukunft auch mehr lesen will).

An das Thema geht die Autorin meiner Meinung nach wirklich toll heran. Der Leser kann sich nach und nach an die Sprache und auch die Umgebung gewöhnen, er lernt sie immer besser kennen. Für denjenigen der sich mit den Begriffen, die dann doch ab und zu vorkommen, schwer tut, gibt es ganz hinten im Buch ein paar Erklärungen ;) . Mann gewöhnt sich aber auch an die Ausdrucksweise und die meisten Begriffe waren mir schon bekannt. Außerdem so viele waren es dann auch nicht :) . Wer es nochmal ganz genau wissen will, kann ja wie schon gesagt hinten im Buch einfach schnell nachschauen...

Die sechzehnjährige Star ist ein starker Charakter, ich konnte ihre Handlungen und Gedanken sehr gut nachvollziehen, generell hat sie auf mich ziemlich echt und menschlich gewirkt. Die ganze Welt in diesem Buch ist auch wahnsinnig interessant, es gibt vieles neues zu entdecken. Zum Beispiel eine Vielfalt an unterschiedlichen Personen in Starrs leben, die einem über die ca. 500 Seiten des Jugendbuches ziemlich ans Herz wachsen können! Ein paar Menschen waren mir am Anfang eher unsympathisch, später habe ich sie richtig gemocht. Vor allem, weil sie so gut beschrieben werden; man lernt immer wieder neue Seiten an ihnen kennen, mal sind sie wütend, verletzt, liebevoll oder humorvoll, die ganze Palette eben...

Es gibt in Starrs Leben noch ein paar weitere Probleme, dass ihr bester Freund erschossen wurde ist, ist natürlich ein Hauptthema, aber das ist nicht alles wovon dieses Buch handelt. Generell geht es darum wie ihr Leben ist. Was das Schwarzsein bedeuten kann. Sie verstellt sich unter anderem in der Schule, benutzt nicht die gleichen Ausdrücke wie Zuhause. Ihrem Vater würde sie es auch lieber nicht erzählen, wenn sie einen weißen Boyfriend hat. Nicht, dass sie ihren Daddy nicht gern hätte...

Cover:

Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Jugendbuches und ist noch dazu schön gestaltet, wie ich finde. Das schwarze Mädchen mit dem Plakat in der Hand, es zeigt ziemlich genau das, worum es in dem Buch geht. Nicht schweigen, sondern die Wahrheit aussprechen; sich wehren, eben nicht schweigen, zum Beispiel, wenn Leute jemanden aus Hass und aufgrund dessen Hautfarbe töten.

Fazit:

Mit "The Hate U Give" ist Angie Thomas ein herzzerreißendes, berührendes, starkes, auch spannendes und wichtiges Buch gelungen. An das nicht einfache Thema ist sie meiner Meinung perfekt herangegangen. Die Grundidee ist toll, die Umsetzung noch besser ;) . Der Leser trifft auf teilweise sehr unterschiedliche Charaktere, an denen er immer mehr neue Seiten entdecken kann. Das Ganze kommt außerdem wirklich menschlich und echt rüber. Einige der Personen aus dem Buch sind mir fast schon ans Herz gewachsen, ein paar mochte ich anfangs nicht so. Doch dann hat die Autorin immer weiter erzählt und mich doch von ihnen überzeugen können... Leseempfehlung!

Für alle Interessierten:

Titel: The Hate U Give

Autor/in: Angie Thomas

Preis (gebundene Ausgabe): 17,99€

Verlag: cbt

Gebunden: 512 Seiten

Erschienen am 24.07.2017

ISBN: 978-3-570-16482-2

Viel Spaß beim Lesen ;) !

Hannah :)

The hate u give

Von: Reading is limitless Datum : 28.08.2017

https://readinglimitless.wordpress.com/

Titel: The hate you give
Autor: Angie Thomas
Verlag: cbt
Preis: 17,99€
Seiten: 512 Seiten
Inhalt:
Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Meine Meinung:
Bei diesem Buch werde ich etwas genauer vorangehen, als bei anderen und daher auch eventuell spoilern, da der Inhalt des Buches mit um einiges berührt hat, sowie wie zum Nachdenken angestoßen hat. :D
Erstmal gehe ich auf das schlichte und doch Aufmerksamkeitserregene Cover ein. Auf diesem ist ein dunkelhäutiges Mädchen mit einen Schild mit dem Titel drauf zu sehen. Anfangs habe ich mir dabei gedacht, wieso hält sie gerade das Schild. Doch im Laufe des Buches wird es einem schnell klar. Der Spruch bzw. die Songzeile ist der Leidfaden durch das Buch und begegnet einen sogar direkt am Anfang schon, als Starr und Khalil im Auto sitzen. Über dies hinaus habe ich mich auf einfach in das Schlichte und doch aufregende Cover verliebt.
Nun zur Story, welche mich von Anfang an gefesselt hat, was daran liegt, das Starr ein Basketballfan ist und dies einfach der beste Sport der Welt ist. ( Basketballfangirl <3). Dazu fand ich es aufregend, wie unterschiedlich sie sich in zwei Umgebungen benimmt. Dies spricht Starr sofort in den ersten Zeilen an:“ Es gibt nur einfach ein paar Ort, wo es nicht reicht, ich selbst zu sein. Wo keine Version von mir reicht.“ ( S. 9 Kapitel 1 Z. 5f.). Durch den Tod ihres Freundes erfährt Starr nicht nur ein traumatisches Erlebnis und zieht in den Kampf gegen den Staat, sondern sie gerät ebenfalls in den Kampf ihrer zwei Persönlichkeiten. Einmal die Starr im Ghetto mit der Sprache und den Gefahren und mit dem Leben der Schule, wo sie automatisch als Cool gilt, da sie dunkelhäutig ist.
Nach diesem Erlebnis ist Starr selbstverständlich nicht sie selbst, dazu hält ihr Ghetto Leben gegenüber ihren weißen Freunden in der Schule sozusagen geheim, weil sie sich unsicher ist, wie beide „Welten“ reagieren würden. Doch ihre Panikattacken, sowie ihr aggressives Verhalten bei rassistischen „Bemerkungen/Witzen“ von ihrer besten Freundin Hailey, bringen viele Aspekte und Fragen der Freundschaft auf. Neben Hailey verkörpert auch Chris die weißen Protagonisten des Buches. Dieser ist eigentlich Starrs Freund, doch diese sind getrennt wegen eines Streits. Die zweite beste Freundin ist Maya, welche ebenfalls eine kulturelle Minderheit mit ihrer asiatischen Abstammung darstellt.
Nun kommen wir zur Familienstamm, der nicht ganz einfach ist und besonders da ein Teil im Ghetto lebt, während der andere Teil im „normalen“ Bereich von Garden Heighs lebt. Onkel Carlos ist neben Starrs Mutter und Vater eine bedeutende Person, denn er ist Starrs Ziehvater. Er arbeitet bei der Polizei und steht somit zwischen zwei Parteien.
Hinzu kommt Starrs Halbbruder dessen Mutter die Freundin des großen Drogenbaron ist, welcher ebenfalls ein großer Faktor ist.
Durch den Mord werden die Bewohner des Ghettos aufgepusht, da sie es nicht fair finden auf Grund der fehlenden Bedrohung durch Khalil. Dies führt zu Unruhen und nicht immer friedlichen Protesten. In diese spielt auch eine Organisation, die für die Entwicklung Starrs eine große Rolle spielt, mit.
Insgesamt wird die coole Starr in eine Situation reingeworfen, die ihre Persönlichkeit zum positiven wendet, allerdings erfährt sie noch weitere Verluste, sowie schreckliche Erlebnisse.
Fazit:
Zusammenfassend kann ich nur wiedergeben, dass ich den Hype um dieses Buch absolut verfolge und ich keine schlechten Seiten an diesem Buch erkenne. Es hat einen wundervollen Schreibstil, welcher einen bewegt und zum Nachdenken anregt. Darum möchte ich auch euch nun Fragen stellen, die ich mir nach diesem Buch gestellt habe. Ist unsere Gesellschaft wirklich so Tolerant, wie man glaubt? Wie unbewusst führen wir eigentlich rassistische „Witze“ aus, die für uns normal scheinen? Wie sehr verändern wir uns von Umgebung zu Umgebung und zeigen wir überhaupt unsere echte Persönlichkeit?