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Leserstimmen (61)

Angie Thomas: The Hate U Give

The Hate U Give Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-16482-2

NEU
Erschienen: 24.07.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Bestseller Platz 39
Spiegel Hardcover Belletristik

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Ein Roman zum Nachdenken, zum Schreien, zum Weinen, zum Weitersagen.

Von: Steffi Datum : 20.08.2017

www.buchstabenregen.de

Der Inhalt:

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen …


Der erste Satz:

Ich hätte nicht auf diese Party gehen sollen.


Meine Meinung:

Starr und Khalil sind auf dem Heimweg von Big Ds Spring-Break-Party, als sie von einem Polizisten angehalten werden. Einem weißen Polizisten, der Khalil schikaniert, ihn erst aus dem Wagen zerrt und kurz darauf erschießt. Kurz darauf wird auf sämtlichen Nachrichtensendern darüber berichtet. Es heißt, der getötete schwarze Junge wäre ein Drogendealer gewesen und hätte im Seitenfach seines Autos nach seiner Waffe gegriffen, als der Polizist ihm den Rücken zugekehrt hatte. Da musste er doch schießen, oder? Dass das völliger Blödsinn ist, dass Khalil unschuldig ist, weiß Starr. Aber was bringt es ihr, mutig sein und das richtig stellen zu wollen? Würde ihr überhaupt jemand zuhören? Glauben? Würde sie vor Gericht Recht bekommen?

Ich war noch nie in den Vereinigten Staaten. Ich kenne das Leben nicht, von dem Angie Thomas in ›The Hate U Give‹ berichtet. Nicht wirklich zumindest. Aber durch die Worte der 16-jährigen Starr wurde ich als Leser gepackt und mit voller Wucht hineingeschleudert. Ich konnte mich nicht wehren, emotional war ich bereits nach wenigen Seiten wie gelähmt, und ich verfolgte Starrs Gedankengänge ebenso verzweifelt, wie sie versuchte, sich Gehör in dieser ekligen Masse voller Regeln, Rassismus und Ungerechtigkeit zu verschaffen.

Es gibt viele Bücher, die über die Historie der Schwarzen in den USA berichten, aber dieses hier ist topaktuell. Auf brutale Art und Weise und extrem authentisch wird dargestellt, was es bedeutet, heutzutage ein dunkelhäutiger Teenager in Amerika zu sein. Welch große Rolle noch immer Hass und Rassismus spielen, welche Vorurteile noch immer bestehen und wie schwer es ist, permanent gegen diese ankämpfen zu müssen, nicht nur gegenüber der Polizei, sondern auch gegenüber beispielsweise weißen Mitschülern. Deshalb fällt es Starr auch so schwer, sie selbst zu sein auf der Privatschule, auf die sie geht und auf der sich neben ein paar Ausnahmen fast nur weiße Jugendliche tummeln. Ganz genau denkt sie darüber nach, was sie im Klassenzimmer tut und im Schulflur sagt, nur, um ja kein Vorurteil gegenüber schwarzen Ghettokids zu bestätigen und ihnen ja keinen Grund zu geben, sich bestätigt zu fühlen. Und deshalb plagen Starr auch immer wieder Zweifel an der Beziehung, die sie mit ihrem weißen Mitschüler Chris führt. Dabei hat er ihr seine Liebe doch schon längst gestanden, indem er für sie die Titelmelodie von ›Der Prinz von Bel-Air‹, ihrer absoluten Herzensserie, rappte.

Den Slang, der von Starr, ihrer Familie und den Leuten aus Garden Heights gebraucht wurde, nahm ich auf Deutsch hingegen als weniger authentisch wahr. Ich kann nicht einmal sagen, dass die Übersetzung nicht gelungen ist, denn das ist sie, vermutlich ist es nur einfach ein Buch, das man im Original lesen sollte. Am Ende findet sich ein Glossar, das ich als wichtig und nützlich empfand. Ich empfehle, es unbedingt durchzusehen, denn es schafft noch einmal einen ganz anderen Zugang, vermittelt die Bedeutung von Slangbegriffen, über die man so vielleicht achselzuckend hinweggelesen hätte.

Der Roman ist aufgeteilt in fünf Teile, die einen zeitlichen Rahmen für das Geschehene erstellen: Als es passiert, fünf Wochen später, acht Wochen später, zehn Wochen später, die Entscheidung. Aufgrund der Ich-Perspektive ist man stets ganz nah bei Starr, doch auf den 512 Seiten passiert nicht nur etwas mit ihr selbst, sondern auch ihr Umfeld beginnt sich zu wandeln.

Erzählt wird die Geschichte eines 16-jährigen Mädchens, aber letzlich geht sie jeden von uns etwas an. Deshalb ist ›The Hate U Give‹ von Angie Thomas für mich auch kein reines Jugendbuch, es ist ein Roman, dem alle zuhören sollten.


Fazit:

›The Hate U Give‹ von Angie Thomas ist brutal ehrlich, ebenso erschreckend wie ergreifend und dabei irgendwie ziemlich grandios. Am Beispiel der 16-jährigen Starr, einem klugen und toughen Mädchen mit großem Herzen, wird dem Leser aufgezeigt, was es bedeutet, heutzutage ein dunkelhäutiger Teenager in Amerika zu sein. Welche Rolle noch immer Hass und Rassismus spielen, wie klein man sich manchmal fühlt und wie schwer es ist, sich von festgefahrenen Vorurteilen zu befreien. Ein Roman zum Nachdenken, zum Schreien, zum Weinen, zum Weitersagen. Ganz klare Leseempfehlung!


Bewertung:

6 von 6 Regentropfen, die knallhart auf dem Boden aufschlagen und uns alle wie ein Fausthieb mitten ins Gesicht treffen – mutig und ehrlich.

Rezension - The Hate U Give

Von: 34nessi Datum : 19.08.2017

https://vanessas-buecherwelt.blogspot.de/

Titel: The Hate U Give
Autorin: Angie Thomas
Verlag: Cbt Verlag
Genre: Jugendbuch / Jugendliteratur
Erscheinungsdatum: 24.07.2017
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 514 seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 17,99€
ISBN: 978-3570164822

Inhalt:
Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen..

Meine Meinung:
Charaktere:
Starr ist ein 16 jähriges Mädchen, das in einem Viertel für Schwarze lebt und gleichzeitig auf eine Schule mit 'Weißen' geht. Sie weiß, dass es verschiede Welten sind und versucht sich immer dementsprechent zu verhalten.
In dem Viertel ist sie immer 'Das Mädchen, dass in dem Laden, bei ihrem Vater arbeitet' und in der Schule ist sie die 'Coole'.
Und zu ihrem Charakter fällt mir nur das Wort 'Stark' ein. Denn Starr ist stark, und ihr könnt euch garnicht verstellen wie stark. Wie soll man sonst einen Menschen, oder besser gesagt, ein Kind nennen, das bisher zwei Morde ihrer besten Freunde mit ansehen musste? Jeder sagt ihr ständig wie Mutig sie doch sei, was Starr aber leider nicht so sieht.
Ich habe Starr von Anfang angeliebt, denn sie ist wirklich Mutig, Stark und Loyal und das einzige was sie will ist Gerechtigkeit.

Auch die Familie von Starr mochte ich sehr. Vorallem ihre Eltern. Sie tun wirklich alles dafür, damit ihre Kinder glücklich sind und sich wohl fühlen. Und auch wenn Starr ihre Mutter 'Diktator' nennt, tut sie das immer nur für Starr.

Cover:
Leute, ich liebe dieses Cover! Es passt einfach so Gut zum Buch und sieht mega Gut aus!

Schreibstil:
Am Anfang hatte ich ein paar Probleme mit dem Schreibstil von Angie Thomas, doch das was sie geschrieben hat, hat mich umgehauen. Man hat einfach gemerkt, dass sie keinen Quatsch erzählt, sondern die Realität!

Fazit:
'The Hate U Give' hat von mir 4/5�� Sterne bekommen. Die Geschichte und die Umsetzungen sind wirklich gelungen und das hat mir auch am allermeisten Gefallen! Denn, wie gesagt, das was in diesem Buch steht, ist die nackte Wahrheit und es ist ein ernster Thema, was viele nicht Interessiert, was ich echt Traurig finde. Auch wenn mir ein 'gewisses etwas' gefehlt hat und der Schreibstil am Anfang schwierig war, hat mir dieses Buch sehr Gut gefallen und ich kann es nur weiter Empfehlen!

Über Angie Thomas:

Angie Thomas ist in Jackson, Mississippi, aufgewachsen und lebt auch heute noch dort. Als Teenager tat sie sich als Rapperin hervor; ihr ganzer Stolz war ein Artikel im Right-On! Magazine. Thomas hat einen Bachelor-Abschluss im Fach Kreatives Schreiben an der Belhaven Universität. Ihr Debüt The Hate U Give erntete ein überschwängliches Presse- und Leserecho und schaffte es auf Anhieb auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste.


Für die Zustellung dieses Rezensionexemplares, Danke ich dem Bloggerportal und dem Cbt Verlag.

Traurige Wahrheit

Von: Ich liebe signierte Bücher Datum : 19.08.2017

https://m.facebook.com/ichliebesigniertebuecher/

Titel: The hate u give
Autorin: Angi Thomas
Verlag: cbt

The Hate U Give https://www.amazon.de/dp/B06XQ19PTX/ref=cm_sw_r_cp_api_O.fKzbZME0X6Q

Beschreibung
Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Meinung
Was für ein unglaubliches Buch. Eine wahrhaft berührende und dramatische Story.
Ich hatte im Vorfeld sehr viel über "The hate u give" gehört und wollte es unbedingt lesen. Doch es war nur in Englisch zu bekommen und für mich leider keine Option, da so ein Thema wirklich 100% verstanden werden sollte.
Als es endlich übersetzt wurde stand fest, ich musste es unbedingt haben. An dieser Stelle bedanke ich mich sehr beim Cbt Verlag für dieses Leseexemplars.
Ein angenehmer Schreibstil führt die Leser durch Starrs Leben und lässt einen Hautnah miterleben was die 16jährige und ihre Familie/Freunde durchleben müssen.
Die Geschichte ist in sich schlüssig und nachvollziehbar. Beschreibungen der Schauplätze und Erlebnisse sind wie ein Film vor meinen Augen abgelaufen.
Ein Thema was es schon lange gibt und wahrscheinlich immer geben wird. Sehr traurig und doch kann ich es nur jedem empfehlen.

Ein unfassbar gutes, unglaublich starkes Buch!

Von: Buntes Tintenfässchen Datum : 17.08.2017

svenjasbookchallenge.blogspot.de/

Angie Thomas' Romandebüt The Hate U Give begegnet einem derzeit überall und auch ich konnte natürlich nicht daran vorbeigehen. Schon der Klappentext versprach ein brisantes, vielleicht hier und da unbequemes und vor allem ehrliches Buch. Und genau das ist es auch. Von der ersten Seite an spielt Thomas mit Vorurteilen und Alltagsrassismus, mit dem die 16-jährige Starr, ihre Familie und Freunde tagtäglich konfrontiert werden. Denn Starr ist eine Farbige und lebt in Garden Heights, einem Ghetto für Schwarze. Hier gilt das Gesetz der Straße: Ihr Vater ist Big Mav, der ehemalige Anführer einer Gang, und noch immer haben die beiden großen Gangs in Garden Heights das Sagen.

Gleichzeitig sind Starr und ihre Geschwister aber auch privilegiert, denn sie besuchen eine renommierte Privatschule in einem anderen Viertel. Während sie dafür in Garden Heights belächelt, aufgezogen und teils sogar verachtet werden, haben sie an der Schule, an der überwiegend weiße Schüler sind, jeden Tag mit Vorurteilen zu kämpfen. Die Situation, die Thomas schafft, ist von Anfang an eine heikle und spiegelt zugleich den Alltag von so vielen Jugendlichen (vor allem in den USA) wieder. Die junge Protagonistin Starr ist ständig im Zwiespalt mit sich selbst. Als Teenager ist man sich über die eigene Identität sowieso noch nicht im Klaren, doch Starr ist zusätzlich gezwungen, ständig zwischen zwei Persönlichkeiten zu wechseln. Zuhause gehört sie zur Gemeinde von Garden Heights, in der Schule passt sie ihr Verhalten vollkommen ihren weißen Mitschülern an. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie anstrengend und belastend das sein muss.

Und dann ist da das Verbrechen, das Starrs ganzes Leben und auch das Viertel Garden Heights für immer verändert. Als Starrs Freund Khalil grundlos von einem Polizisten erschossen wird, kommt es zu Unruhen, Protesten und Diskussionen im ganzen Land. Und mittendrin ist Starr, die das Erlebte einfach nicht verarbeiten kann und nicht weiß, ob sie den Mut hat, auszusagen und ihre Stimme zu erheben. Denn abgesehen von den ungerechten und herablassenden Polizisten, die selbstredend geschlossen hinter ihrem weißen Kollegen stehen, sieht sich Starr auch mit dem Gangsterboss King konfrontiert. Das alles klingt vielleicht nach Thriller, aber es ist so echt, so pur und absolut realitätsnah. Denn Thomas beleuchtet das Geschehen von allen Seiten und stellt nicht einfach nur den Staat oder gar die "Weißen" an den Pranger.

Natürlich ist die Handlung voll von Rassismus und spitzen Bemerkungen, die Starr in der Schule über sich ergehen lassen muss. Auch die Reaktion der Polizei und der Presse richtet sich deutlich spürbar gegen die schwarze Minderheit. Und das macht fassungslos und wütend, gerade weil es nicht einfach nur vorstellbar, sondern weil es vielerorts einfach immer noch genauso ist. Nichts, rein gar nichts in diesem Buch wirkt in irgendeiner Weise überzogen. Thomas hält der Gesellschaft einen Spiegel vor. Aber nicht nur uns, sondern auch den Bewohnern von Garden Heights. Diese befinden sich in einem Teufelskreis, sind aufgrund mangelnder Arbeitsplätze und sozialer Ungerechtigkeit gezwungen, auf andere Weise zu überleben, haben aber auch aufgegeben, sich dagegen zu wehren. Die brutalen Ausschreitungen nach Khalils Tod zeigen den verständlichen Unmut der Menschen, aber auch ihre Gewaltbereitschaft. Gleichzeitig gibt es innerhalb von Garden Heights eine ausgeprägte rassistische Haltung gegenüber der Weißen - auch etwas, das Starr hautnah erfährt, denn sie hat einen weißen Freund und verschweigt es ihrem Vater, der dazu eine klare Meinung hat.

Ihr seht also: Die Handlung von The Hate U Give ist unglaublich komplex, vielschichtig und aufrüttelnd. Hinter jedem Wort steckt eine Botschaft, die gerade in der heutigen Zeit so wichtig ist. Mit Starr hat Thomas einen starken, zugleich aber auch zerbrechlichen Charakter geschaffen, der quasi zwei Leben führt und verzweifelt versucht, beide miteinander zu verbinden. Starr ist eine starke Identifikationsfigur, was die Geschichte umso emotionaler und bewegender macht. Alles, was rundum den Tod von Khalil passiert, aber auch dieser subtile Alltagsrassismus, den viele von uns gar nicht mehr wahrnehmen, für die Betroffenen aber jedes Mal ein weiterer Stich ins Herz ist, nimmt einen unglaublich mit. Dazu erzählt Thomas auf besonders eindringliche Weise und versteht es meisterhaft, die chaotischen Gedanken eines Teenagers zu all diesen entsetzlichen Geschehnissen, in Worte zu fassen. Diese Worte klingen übrigens unglaublich authentisch, denn wenn Starr mit den Schwarzen aus Garden Heights spricht, verwendet sie Ghetto Slang, um dazuzugehören, während sie sich in der Schule betont gewählt ausdrückt. Das ist ein weiterer Aspekt, der Starrs innere Zerrissenheit deutlich zum Ausdruck bringt.

Doch es gibt in Thomas' Buch natürlich auch Dinge, die einem Mut machen. Sei es der starke Zusammenhalt innerhalb Starrs Familie und innerhalb des ganzen Viertels selbst, sei es Starrs fester Freund Chris, der sich von all den Vorurteilen gegenüber seiner Freundin und ihrer Herkunft nicht beeindrucken lässt und für sie Partei ergreift, oder sei es der starke Rückhalt aus der Bevölkerung, den Starr als Zeugin des Mordes an Khalil erfährt. Wie schon gesagt - in The Hate U Give wird nicht nur eine Seite der Medaille gezeigt - es ist nicht alles einfach nur Schwarz oder Weiß. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und es ist einfach sensationell, wie es Angie Thomas gelingt, eine zugleich brandaktuelle und politische, aber auch spannende und zutiefst bewegende Geschichte zu erzählen. Dieses Buch zieht einen in einen Sog und lässt einen nicht mehr los. Man kann und will es nicht aus der Hand legen. Ich zumindest bin am Ende tieftraurig, schockiert, entsetzt, aber auch hoffnungsvoll und einfach froh darüber, dass ich diese Geschichte gelesen habe.

Mein Fazit:

Und wieder ist es ein Jugendbuch, das mich ohne Wenn und Aber begeistert hat. Die Geschichte, die Angie Thomas in The Hate U Give erzählt, ist nicht nur unglaublich wichtig und authentisch, sondern auch von Anfang bis Ende fesselnd, berührend und wahnsinnig echt. Diese Worte können einfach niemanden kalt lassen, genauso wenig wie das Schicksal von Starr, Khalil und all den anderen im Ghetto Vergessenen. Lest dieses Buch! Lest es!

The Hate U Give

Von: Wordworld Datum : 17.08.2017

https://w0rdw0rld.blogspot.de/

Starr wächst in einem verarmten Schwarzenviertel auf. Als sie eines Tages nach einer Party als einzige Zeugin mit ansehen muss, wie ihr bester Freund ohne ersichtlichen Grund erschossen wird, verändert sich ihr Leben schlagartig. Starr muss entscheiden, ob sie sich lieber versteckt oder den Mund aufmacht, damit Khalil Gerechtigkeit wiederfährt.


Die Protagonistin Starr hat in ihrem Leben schon so einiges durchmachen müssen. Nicht nur war ihr Vater während ihrer Kindheit für drei Jahre im Gefängnis - nein, sie musste auch schon mit ansehen, wie jemand von einem Gangmitglied erschossen wurde. Sie erfährt schon in jungen Jahren, was es bedeutet schwarz zu sein und diskriminiert zu werden. Trotzdem ist sie ein lebensfrohes Mädchen, das ihre Familie über alles liebt. Sie geht zudem auf eine Schule außerhalb wo sie das einzige dunkelhäutige Mädchen ihrer Stufe ist. Unter ihren ganzen weißen Freunden ist sie komplett anders, als zuhause in ihrem Viertel. Sie versucht bestimmte Wörter und Gesten zu vermeiden, damit niemand sie für ein Mädchen aus dem Ghetto hält. Sie ist ein totaler Fan der Serie "The Fresh Prince of Bel Air", sammelt Sportschuhe und hört gerne Rapper wie Tupac, von welchem auch einige Zitate im Buch zu finden sind. Ich finde, dass Starr ein sehr beeindruckender Charakter ist, da sie sich nie unterkriegen lässt und das obwohl sie große Angst hat.

Angie Thomas beschreibt in diesem Buch sehr eindrücklich, wie es ist, als Schwarzer in Amerika aufzuwachsen und wie viel Diskriminierung es immer noch gibt. Dank ihrem sehr guten Schreibstil, wirkt alles zu hundert Prozent authentisch und man kann sich als Leser richtig gut in die Hauptperson hineinversetzen. Auch wenn die Handlung nicht mega spannend ist, kann man sich einfach nicht von dem buch losreißen, da die Geschichte von Starr so berührend aber auch total frustrierend ist. Ich als jemand, der noch nie wirkliche Diskriminierung erfahren hat, fand es einfach nur total schockierend und traurig, was so hinter den Kulissen abgeht. Jeder hat schon mal gehört, dass ein Schwarzer ohne Grund erschossen wurde aber was sich hinter den Kulissen abspielt ist noch zehn mal krasser und trauriger. Es wird auch viel darüber gesprochen, dass es niemanden wirklich kümmert, wie es den Menschen in diesen Vierteln geht und dass sie kaum Möglichkeiten bekommen um ihr Leben zu verbessern. Viele fangen an Drogen zu dealen, weil zum Beispiel ihre Verwandten krank sind, sie aber keine Möglichkeit haben, irgendwie sonst Geld zu verdienen. Auch krass fand ich, dass Starrs Vater ihnen immer eingebläut hat, wie man sich verhalten muss, wenn man von der Polizei angehalten wird. Er erklärt ihr, dass sie die Hände immer in Sichtweite halten und keine ruckartigen Bewegungen machen soll. Außerdem soll sie alles tun, was der Polizist sagt und ganz ruhig seine Fragen beantworten. Auch das zeigt wie viel Misstrauen zwischen Polizei und den Menschen herrscht.

Das Buch schildert ausdrücklich die Situation der schwarzen Minderheit in Amerika und hilft zu verstehen, dass nach all den Jahren immer noch keine Gleichheit herrscht und dass wir einfach nur zu blind oder zu blöd sind das zu verstehen.


Fazit:

Eine sehr eindrückliche aber auch sehr frustrierende Geschichte, die jeder mal gelesen haben muss!

Eine unfassbare, bewegende Geschichte!

Von: Lea Datum : 17.08.2017

https://www.instagram.com/leasbookfever/

Preis: 17,99€
Erscheinungsdatum: 24.07.2017
Verlag: cbt
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783570164822

Inhalt: Als ihr bester Freund Khalil bei einer Polizei Kontrolle ohne ersichtlichen Grund vor ihren Augen erschossen wird, ändert sich Starr‘s Leben schlagartig. Von vielen, vor allem an Starrs Schule, wo sie eine von wenigen dunkelhäutigen ist, wird Khalil als gewaltbereites Gangmitglied und Drogendealer verurteilt. Die anderen gehen in dem schwarzen Viertel, in dem Starr lebt, auf die Straße und fordern Gerechtigkeit für Khalil. Die einzige die wirklich weiß, was in dieser Nacht geschehen ist, ist Starr. Doch wenn sie aussagt könnte das Gesagte ihr Leben in Gefahr bringen. Wird sie den Mut finden und ihre Stimme gegen die Polizei und für die Gerechtigkeit erheben?

Cover: Das Cover stellt ein dunkelhäutiges Mädchen dar, wahrscheinlich die Proragonistin Starr. In der Hand hält sie ein Schild mit der Aufschrift The hate you give. Diesen Satz findet man öfters in dem Buch und hat eine gewisse Bedeutung. Ansonsten ist das Cover sehr schlicht gehalten. Ich finde das Cover passt perfekt zum Inhalt.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist einfach unglaublich toll und mitreißend! Ich finde es total gut und auch sehr wichtig, dass in diesem Buch das Thema Polizeigewalt gegenüber Dunkelhäutigen in Amerika und Rassismus angesprochen wird. Denn über diese Themen wird meiner Meinung nach viel zu selten gesprochen und von den wirklich häufigen Fällen von Polizeigewalt bekommt man hier in Deutschland oft nicht viel mit. Deshalb war ich sehr gespannt wie diese ernsten und schwierigen Themen in dem Buch umgesetzt werden und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Protagonistin Starr ist eine sehr mutige und starke Persönlichkeit und in vielen Situationen handelt sie sehr erwachsen. Hier finde ich aber auch gut, dass sie trotzdem manchmal wie ein gewöhnlicher Teenager rüberkommt und mit typischen Problemen zu kämpfen hat. Man merkt richtig wie sie sich im Laufe des Buches entwickelt und immer stärker wird, sich nicht mehr alles gefallen lässt und sich wehrt. Sie gehört zu den stärksten Protagonisten, die je kennengelernt habe.

Der Schreibstil hat mir auch total gut gefallen, da er sehr leicht zu lesen war und man somit sehr schnell voran kam. Der Schreibstil hat mich total gefesselt und bewegende Momente sehr gut beschrieben, sodass man als Leser richtig mitgefühlt hat. Der Slang der in die wörtliche Rede eingebaut wurde machte die ganze Situation authentischer. Was ich auch sehr gut finde ist, dass es hinten in dem Buch ein Glossar gab, wo diese Slang-Wörter erklärt wurden, was mir sehr geholfen hat.

Was ich aber am tollsten finde ist, dass es trotz des ernsten Themas auch viele lustige und schöne Momente gab. Gerade diese Momente, wo Starr Zeit mit ihrer Familie verbracht hat, fand ich oft schön und amüsierend zugleich, da die Familie von Starr sympathisch und lustig zugleich war. So ging es in dem Buch um viel mehr als nur um den Vorfall und dem Prozess, sondern auch um den Zusammenhalt der Familie und Freunde.

Fazit: Eine unglaubliche und bewegende Geschichte, die jeder unbedingt lesen sollte!

Klare Buchempfehlung!

Von: eileen Datum : 15.08.2017

https://www.youtube.com/channel/UCOArxWyzlV-MBA-AlDi5-Tw

Videorezension:
https://www.youtube.com/watch?v=9KBsjusimJE&feature=youtu.be

schriftliche Rezension:

Inhalt:
Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen... (Quelle: Blggerportal)

Meine Meinung:
Ich habe das Buch angefangen auf Deutsch zu lesen, allerdings hat mir der Schreibstil gar nicht zugesagt. Ich hatte das Gefühl im Buch nicht voranzukommen und dadurch konnte ich nicht wirklich in die Geschichte eintauchen. Ich wollte das Buch auch nicht aufgeben, weil so viele Leute von diesem Buch schwärmen und es insgesamt ein sehr wichtiges Thema behandelt, welches mehr Aufmerksamkeit verdient. Daraufhin bin ich auf das englische Hörbuch umgestiegen und es hat mir sehr viel besser gefallen. Meiner Meinung nach kommt der Slang besser zur Geltung und ich konnte Starrs Empfinden und Gefühle besser nachvollziehen.

Das Buch ist sehr realitätsgetreu: Das Thema 'Rassismus' wird nicht verschönert dargestellt, sondern genau auf den Punkt gebracht. Allerdings gehandelt das Buch nicht nur das Thema 'Rassismus', sondern auch Polizeigewalt. Kahlil, ein Freund von Starr, wird direkt vor ihren Augen von einem 'weißen' Polizisten erschossen. Aber auch (Un)Gerechtigkeit spielen eine Rolle. Z.B. bekommt der Leser einen Eindruck vom Leben im 'Ghetto' und wie Gangs die Viertel regieren und nicht vor Gewalt zurückschrecken.
Das Buch behandelt also viele schwere Themen, die Starr in ihrem Leben verändern. Sie durchlebt eine starke (positive) Veränderung, die der Leser miterlebt. Diese Wandlung hat mir persönlich sehr gut gefallen. Viele Autoren schaffen es nicht einen Charakter vom grauen Mäuschen zur selbstbewussten und unabhängigen Person darzustellen. Dies ist Angie Thomas sehr gut gelungen und es hat ein bisschen Licht in die ganzen düsteren Themen gebracht.

Ich denke, dass dieses Buch seinen Hype verdient. Manchmal ist es wichtig Themen wieder und wieder durchzukauen, um eine Änderung zu sehen und ich glaube, dass dieses Buch zu so einer Veränderung bei helfen könnte. (Vielleicht wäre es auch eine gute Schullektüre?)
Es ist grauenvoll, dass manche Menschen sich ein Privileg durch die Hautfarbe geben und somit denken, sie hätten mehr Rechte oder wären etwas besseres. Denn das ist einfach nicht wahr. Wir sind alle gleich. Und wir leben (verdammt noch mal) im Jahre 2017, alles (und vieles unwichtige) ist so weit entwickelt... und die Menschheit schafft es trotzdem nicht die grundsätzlichen humanen Rechte zu verwirklichen.
Durch dieses Buch kann man wahrscheinlich nichts komplett ändern, allerdings kann und wird es hoffentlich einige Augen öffnen und mehr Aufmerksamkeit zu den Themen: Rassismus, Polizeigewalt, Ungerechtigkeiten gegenüber Minderheiten bringen.

Muss man gelesen haben!

Von: Vanessa Chase Datum : 15.08.2017

acityofbooksblog.blogspot.de

The Hate U Give von Angie Thomas

Preis: 17,99€
Erscheinungsdatum: 24.07.2017
Verlag: cbt
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783570164822

Klappentext
Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Meine Meinung
Cover: Starr Carter, ein dunkelhäutiges Mädchen mit lockigen Haaren und einem roten Haarband, welches ein Schild mit dem Titel des Buches hält, ist auf dem Cover abgebildet. Der Hintergrund ist weiß und auf der Rückseite ist der Hintergrund schwarz. Das Cover ist schlicht gehalten, aber es passt perfekt zum Buch und regt zudem auch zum Nachdenken.

Schreibstil: Geschrieben wurde es aus der Ich-Perspektive bzw. aus Starrs Sicht. Angie Thomas hat in kurzen Sätzen geschrieben, die einfach zu lesen waren und es gab viele Dialoge, dadurch wurde das Buch lebendiger.

Was mich allerdings gestört hat waren die ganzen Namen. Am Anfang wurde man regelrecht mit den Namen bombardiert, welche mich ziemlich verwirrten. Es war manchmal gar nicht klar, zu wem die Namen gehörten bzw. wie die Protagonistin zu der Person stand, ob es nun ihre Mom ist oder doch ihre Oma?, ich hoffe das war verständlich.. Erst im Nachhinein wurde es aufgeklärt bzw. ich bin dann selber draufgekommen.

Handlung: Die 16-jährige dunkelhäutige Starr muss mitansehen wie ein hellhäutiger Polizist ihren besten Freund Khalil erschießt. Diese Tat bringt ihr Viertel in Aufruhr, landesweit wird darüber berichtet und auch Starr muss vieles durchmachen, aber wie wird sie sich entscheiden? „Wird sie schweigen oder ihre Stimme erheben?“ Wird der Polizist ohne Strafe davonkommen?

In dem Buch geht es um Rassismus, welches heutzutage auch in unserer Gesellschaft leider noch oft vorkommt. Diese Geschichte ist schockierender Weise nicht nur erfunden, sowas passiert wirklich auf der Welt. Dafür, dass dies ein Jugendbuch ist, hat Angie Thomas es wirklich hervorragend rübergebracht. Die Handlung wurde verständlich, nachvollziehbar* und realitätsnah gehalten, also es gab keine Stellen wo man meinen könnte das sei doch erfunden, oder besser gesagt realitätsfremd.

Ich finde, dass die Leute über das Thema gar nicht so oft sprechen. Vielleicht hört man mal, dass es tragisch sei, aber das war es auch schon. Deshalb ist das Buch so gut, Angie Thomas hat das unausgesprochene Thema in ein Buch verwandelt.

"Mutig sein bedeutet nicht, dass du keine Angst hast... Es bedeutet, dass du was tust, obwohl du Angst hast..."

Meiner Meinung nach sollte das Buch zu einer Pflicht-Schullektüre werden, damit die Leute schon in jungen Jahren besser aufgeklärt sind und sowas hoffentlich später dann nicht mehr passiert, durch die frühe Aufklärung. *Was mich aber in dem Buch noch gestört hat, waren das einige Punkte vollkommen nachvollziehbar sind, aber andere wiederum nicht. Leider kann ich jetzt nicht näher drauf eingehen, da ich sonst spoilern würde. Also ihr Bücherwürmer da draußen, liest das Buch!

Die Haupthandlung geht um Rassismus, aber nebenbei werden auch übliche Themen, die man öfters in Büchern liest behandelt. Wie zum Beispiel Familie, Liebe, Freundschaft und weiteres.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und falls ihr denkt, solche Bücher lest ihr eigentlich nicht oder entsprecht nicht ganz eurer Genres, dann vergesst es. Les es trotzdem! Ich war anfangs auch sehr skeptisch, da es nicht ganz meinen Genres entsprach, aber ich bin froh das ich es nun gelesen habe.

Fazit
Auch wenn das Buch von mir keine 5 Sterne bekommt, ist The Hate U Give ein Buch, welches man gelesen haben muss! Die Einzigen 2 Punkte die mich gestört haben, waren die vielen Namen, da die mich verwirrten und 1-2 Stellen waren für mich nicht ganz nachvollziehbar.

JUGENDBUCH MIT EINDRUCKSVOLLEM PLÄDOYER: NEIN ZU RASSISMUS!

Von: Friedelchen Datum : 15.08.2017

friedelchen.blogspot.de/

"Hör zu! The Hate U - also mit dem Buchstaben U geschrieben - Give Little Infants Fucks Everybody. T-H-U-G L-I-F-E. Das bedeutet, was die Gesellschaft uns als Kindern antut, das kriegt sie später zurück, wenn wir raus ins Leben ziehen. Kapiert?" (S. 26)

Als Starr und ihr Freund Khalil nach einer Party nach Hause fahren, wird Khalil bei einer Polizeikontrolle ohne erkennbaren Grund von dem Polizisten erschossen. In Starrs Viertel, in dem nur Schwarze leben, brechen daraufhin Unruhen aus, denn der Polizist war weiß - und Khalil unbewaffnet. Starr ist die einzige Zeugin, die erzählen kann, was tatsächlich in jener Nacht passiert ist. Aber soll sie wirklich den Mund aufmachen und sich für Khalil gegen die Polizei und sich so selbst in den Fokus des Medienrummels stellen?

Dieses Buch hat in den USA einen riesigen Hype ausgelöst und schaffte es auf Anhieb auf Platz 1 der New York Times Bestseller-Liste. Und nachdem ich es gelesen habe, muss ich sagen, dass mich das wirklich nicht überrascht. Das Buch spricht nämlich ein absolutes Brennthema an, ist erschreckend real und ergreifend geschrieben und zeigt deutlich, welche Folgen Rassismus hat und was es heißt, einer Minderheit anzugehören.

Das Buch entführt mich an der Seite der jungen Starr aus meiner heilen Welt in die Ghettos von Amerika. Starr lebt in zwei Welten. Tagsüber geht sie auf eine noble Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Ihr Zuhause dagegen liegt in Garden Heights, wo fast nur Schwarze leben und Gewalt, Schüsse und Kriminalität zum Alltag gehören. Als Starrs bester Freund von einem Polizisten erschossen wird, gerät ihr Leben vollkommen aus den Fugen. Plötzlich heißt es, Khalil wäre ein Drogendealer gewesen, doch rechtfertigt das seinen Tod? Starr muss sich entscheiden, ob sie schweigen will oder für Gerechtigkeit für Khalil kämpft...

Dieses Jugendbuch konnte mich wirklich mitreißen und überzeugen, nicht nur mit der packenden Handlung, sondern vor allem auch durch den Einblick, den es mir in den Alltag vieler schwarzer US-Amerikaner gewährt, mit welchen Vorurteilen ihnen begegnet wird und mit welchen Problemen sie tagtäglich zu kämpfen haben. Das merkt man auch bei Starr: In der Schule verhält sie sich ganz anders, als sie es normalerweise täte, nur um nicht die Klischees über Schwarze zu bestätigen. Und dass sie einen weißen Freund hat, hält sie Zuhause auch geheim, um ihren Vater nicht aufzuregen, der nicht viel von Weißen hält. So zeigt das Buch auch, dass Vorurteile in beide Richtungen bestehen, aber auch, wie sie überwunden werden können.

Was für mich sonst eher nur mit diffusen Vorstellungen verbunden war, wurde mir hier deutlich vor Augen geführt: Gangrivalitäten, Drogenkriminalität und krasser Rassismus. Besonders eindringlich fand ich, wie Starrs Eltern ihr und ihren Geschwistern klare Verhaltensregeln mit auf den Weg geben, wenn sie in eine Polizeikontrolle geraten, weil sie wissen, dass ihnen besonders misstrauisch begegnet wird, nur weil sie Schwarz sind. So wird beispielsweise Starrs Vater bei einem harmlosen Streitgespräch auf der Straße plötzlich von Polizisten zu Boden gezwungen, obwohl er ihnen keinerlei Grund dafür gegeben hat. Diese ständigen Ungerechtigkeiten haben meinen Puls immer wieder zum Rasen gebracht und mich richtig wütend gemacht.

Auch wenn sich die hier beschriebene Situation nicht 1:1 auf Deutschland übertragen lässt, so ist die Botschaft des Buches doch eindeutig, absolut wichtig und universal gültig: NEIN zu Rassismus! Und allein dafür wird es für mich zu einem der wichtigsten und besten Jugendbücher des Jahres 2017! Lest es!

Schonungslos ehrlich, bewegend und so realitätsnah.

Von: sk Datum : 15.08.2017

https://booksarelifexoxo.blogspot.com/

Zum Cover: Das Cover gefällt mir so wirklich wirklich wirklich sehr.
Zusehen ist mittig ein dunkelhäutiges Mädchen. Sie trägt lockiges Haar, das durch ein rosafarbendes Band stabilisiert oder ja, sogar gebändigt werden. Außerdem graue Shorts und weiße Turnschuhe. Zudem hält sie mit beiden Händen ein Schild, ein Plakat mit der Aufschrift: "The Hate U Give".
Wenn man sich die erwähnten äußerlichen Schilderungen zu der Protagonisten gemerkt hatte, dann sieht man direkt, dass Mädchen auf dem Cover ist Starr.
Was mir an dem Cover so sehr gefällt ist, dass es schlicht gehalten wurde. Es zielt alles auf das in der Mitte stehende Mädchen mit dem Cover ab.
Es mag vielleicht schlicht wirken, aber in meinen Augen hat genau dieses schlichte Cover eine große Wirkung. Das Schild/Plakat soll den Betrachter zum Grübeln anreizen, ihn sogar direkt ansprechen. Das Buch handelt hauptsächlich auch darum, den "hate [we] give" offen darzulegen, ihn uns durch geschriebene Wörter vor Augen führen.


Zum Inhalt: "The Hate U Give" ist ein erschreckendes, realistisches, bewegendes und schockierendes Buch über Rassismus. Auch über Polizeigewalt, Vorurteile gegenüber Anderen. Themen, die sich in unserer Realität verankert haben und leider immer wieder aufs Neue Menschen treffen, die in der Minderheit sind.
Meiner Meinung nach bringt Angie Thomas diese doch so unangesprochenen Themen - Themen vor denen die Meisten Angst bekommen oder nervös werden - in Ihrem Buch sehr gut rüber. Vor allem wenn man beachtet, dass dies ein Jugendbuch ist. Es sind wichtige Themen, die endlich ausgesprochen worden sind, wenn auch nur auf Papier.
Weitere Themen werden natürlich auch nebenbei angerissen, wie zum Beispiel Freundschaft, Liebe, Familie, Zusammenhalt, Starksein, Mut, aber auch negative Themen, wie zum Beispiel Kriminalität.
Angie Thomas öffnet dem Leser eine Welt, die man selber nicht gekannt hatte und vielleicht auch nicht kennenlernen wollte.
Sie hat einem dargestellt, wie es sich in einem solchen Viertel lebt, indem Starr und ihre Familie aufgewachsen sind.


Zum Schreibstil: Angie Thomas hat sehr sachlich und in nicht Meter langen Sätzen geschrieben. Sie hat versucht den ganzen Sachverhalt durch eine einfache Sprache näher zu bringen. Das Buch ist in mehrere Kapitel, sogar Teile, geteilt worden, wodurch ich alles besser verfolgen konnte.
Es wurden hin und wieder einige Stellen auf Englisch gelassen, was ich nicht als negativ bewerte.
Ihr ist es gelungen, dass ich das Gefühl bekommen habe hautnah dabei zu sein.
Die Autorin hat außerdem alles beschreiben und erklären können, und wenn es dennoch einem Schwierigkeiten bereitete, dann gibt es ein zusätzliches Glossar gegen Ende des Buches.

Mein Fazit:
Ich hab das Buch wortwörtlich verschlungen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen.
Obwohl das Buch eine große Seitenanzahl hat, hat mich dies nicht davon abgehalten, immer mehr zu lesen. Es war viel zu spannend und ich war selber viel zu neugierig, um nicht mal zu pausieren.
Diese Geschichte geht dem Leser unter die Haut.
Ein Buch, das einfach gehört werden muss.
Eine Geschichte, die Mut macht den Mund aufzumachen.
"The Hate U Give" ist im Moment ein sehr gehyptes Buch - und das auch nur zu recht!!!

Dieser umwerfende und herzzereißende Roman gehört jetzt schon zu meinem absoluten Jahreshighlight und hat sich dementsprechend +5 von 5 Sternen verdient.

Einfach Unfassbar!!

Von: Bucheule1902 Datum : 14.08.2017

https://bucheule1902.wordpress.com/

Meine Rezension:

In dem Buch "The Hate you Give" von Angie Thomas geht es um die junge Starr, die mit ansehen muss, wie ihr bester Freund vor ihren Augen erschossen wird.

Das Cover ist sehr einfach gehalten in schlichtem weiß. Auf dem Cover steht ein Mädchen, dass vermutlich Starr darstellt, und hält ein Schild hoch auf welchem steht The Hate you Give.

Der Schreibstil ist durch den Slang zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig, lässt sich aber sehr leicht lesen und man ist durch die Schreibweise und die Erzählung sehr gefesselt.

Die Geschichte um Starr beginnt auf einer Party, wo sie mit ihrer Halbschwester ist. Sie trifft dort zufällig und nach langer Zeit wieder auf Khalil, einen ihrer besten Freunde aus der Kindheit.
Während einer Schießerei, fliehen die beiden zu Khalils Auto, dieser will sie nach Hause bringen.
Unterwegs werden sie von einem Polizisten angehalten und hier geschieht das riesen Unglück.
Khalil wird von einem Polizisten erschossen.

Während Starr sich nicht traut, etwas zu sagen, weil sie Angst hat, gehen mehrere Menschen des Ortes Garden Heights auf die Straße und wollen mit Protesten dafür sorgen, dass kein Polizist ungestraft einen Schwarzen Jungen ohne jeden Grund erschießen darf.
Die Demonstrationen raten schnell aus dem Ruder und so geschieht es, dass einige Läden niedergebrannt werden.

Starr will jedoch irgendwann nicht weiter zu sehen und beschließt, mit Hilfe einer Anwältin, ein Interview zu geben.
Sie versucht ebenfalls das Geschworenengericht von der wahren Geschichte zu überzeugen und die gerechte Strafe für den Polizisten zu erkämpfen.

Starr ist eine sehr Charakterstarke junge Frau, die versucht, sich nicht unterkriegen zu lassen, obwohl sie ihre zwei besten Freunde hat sterben sehen.
Sie hat außerdem eine sehr gute Freundin, welche sie unterstützt und auch einen wunderbaren Freund, welchen der Vater zu  Beginn jedoch nicht sehr mag.
Außerdem spielt sie super gut Basketball.

Neben Starr lernt man auch im Buch ihre Familie kennen lernen, welche eine super liebenswerte und herzliche Familie ist.

Mein Fazit:

Ich habe richtig viel erwartet, da ich sehr viel schon über das Buch gehört habe, und ich muss sagen, ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Während ich das Buch las, habe ich richtig mit der Hauptfigur mitgefühlt und ich muss sagen, ich finde es so toll von der Autorin, dass sie ein so wichtiges Thema auf diese weise angesprochen hat. Ich habe mich teilweise riesig aufgeregt wegen den Geschehnissen so wie die Figuren selbst. Das Buch hat mich echt getroffen und ich muss sagen, dass Buch würde ich definitiv nochmal lesen. Es ist eine klare Kaufempfehlung!!!

Tolle Message und eine klare Leseempfehlung!

Von: Nenis Welt Datum : 14.08.2017

https://neniswelt.wordpress.com/

Zum Cover: Das Cover finde ich wirklich sehr gelungen, genauso wie den gesamten Buchumschlag. Vorne weiß, hinten schwarz und in der Mitte Rot. Ich finde das passt definitiv auch zur Geschichte, denn ein „weißer“ Polizist erschießt Khalil, der schwarz ist und die Mitte ist halt Rot wie Blut. �� So interpretiere ich auf jeden Fall das Cover ����

Zum Inhalt: Das Buch ist in 5 Teile mit Überschriften unterteilt, welche mehrere Kapitel enthalten, die aber keine Überschriften tragen.

Fangen wir einfach mal mit der Protagonistin namens Starr an. Sie war leider so gar nicht mein Fall. Manchmal fand ich sie echt merkwürdig, besonders da ihr Schuhe unglaublich wichtig waren. Es ging um Jordans und sonstige Sneakers…leider kenne ich mich damit gar nicht aus und Schuhe sind mir – ehrlich gesagt – auch nicht so wichtig. Die Charaktere fand ich generell etwas schwierig, aber dennoch unterhaltsam ��

Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig durch die sehr oft verwendete Umgangssprache und den Slang. Das ist mir zu Anfang wirklich schwer gefallen. ��

"Thug Life steht für > The Hate U Give Little Infants Fucks Everybody<"

Dafür hat die Story einfach alles rausgehauen. �� Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen. Ich finde es wird eine ganz wichtige Botschaft übermittelt und leider, passieren die Geschehnisse aus der Geschichte auch im wahren Leben. Wie Angie Thomas beschrieben hat, wie Khalil erschossen wird war echt unglaublich. Ich war sowas von schockiert und ich hatte so viele verschiedene Gefühle beim Lesen. Es war einfach unglaublich

Zwischendurch gab es ziemlich viel Drama zwischen den Freunden und viel „Nebenstory“ was nicht hätte sein müssen. �� Trotzdem war ich ziemlich oft ergriffen von den Ereignissen. Es war ein hin und her der Gefühle!

"Es ist cool, schwarz zu sein, bis es schwer wird, schwarz zu sein."

Was mir übrigens wirklich wirklich gut gefallen hat, waren die ganzen Harry Potter Anspielungen in dem Buch. Wie sie darüber geredet haben und was, war wirklich sehr unterhaltsam. �� Alle die dieses Buch bereits gelesen haben, wissen was ich meine! �� Das hat die Charaktere wieder sympatisch gemacht… ihr merkt: Das mit den Charaktere ist etwas schwierig! ���� Ich weiß nicht wie ich sie wirklich finde.

Fazit: Ein Buch mit einer tollen Botschaft, aber leider etwas zu viel Drama für meinen Geschmack. Dennoch kann ich es euch nur empfehlen und daher gibt es von mir 4 Sternchen.

Realistischer Jugendroman

Von: Cornelia Pramendorfer Datum : 14.08.2017

https://www.facebook.com/The-Bookbeast-638464059689100/

*Persönliche Meinung:

In etwa die ersten drei Kapitel war ich ganz und gar nicht überzeugt von diesem Buch, war sogar versucht es beiseite zu legen, denn irgendwie kam ich nicht so wirklich in diese „fremde“ Welt hinein. Wörter, wie Black Jesus, irritierten mich, denn ich verstand nicht so recht, warum man denn all das ständig betonen musste, wenn es doch im Grunde völlig egal war, welche Hautfarbe das ist. Dennoch beschloss ich dem Buch eine Chance zu geben und weiterzulesen und ich bin unheimlich froh es getan zu haben.

Angie Thomas schreibt so realitätsnah, so als würde man die Gedanken in der selben Sekunde auf das Papier bringen, wie sie durch den Kopf rauschen. Hier geht es nicht darum die schönsten Sätze zu formulieren, sondern das Geschehene zu verarbeiten, die Gefühle nach außen zu transportieren. Je weiter die Geschichte fortschritt, umso tiefer wurde ich in das Leben von Starr und ihrer Familie hineingezogen und habe mit ihr gebangt und gelacht. Am Ende sogar sehr viel gelacht, denn die Figuren sind mir ans Herz gewachsen, wie eine Familie, die ich schon mein Leben lang kannte. Es ist eines der wenigen Bücher in denen Familie noch etwas bedeutet und vor allem die Beziehung zu den Eltern und Geschwistern liebevoll gestaltet ist. Natürlich enthält sie auch ihre Höhen und Tiefen, aber sie spiegelt in mir den Wunsch wieder meine eigenen Kinder auf diese Weise aufwachsen zu sehen.

Starr Carter, die Protagonistin, lebt in zwei Welten, die sich gar nicht so einfach trennen lassen, wie sie sich erhofft hat, und ist hin und her gerissen. Auf der einen Seite ist da ihr Leben in ihrem Viertel, wo sie eine der vielen Schwarzen Mädchen ist und somit in einer breiten Masse mitschwimmt, und dann gibt es da noch die Zeit, die sie an ihrer „weißen“ Schule verbringt. Dies ist einer der Punkte im Buch, die ich so stark nachvollziehen kann, weil ich sie selbst auf eine etwas andere Weise erlebt habe. Natürlich verstärkt sich das in Starrs Fall noch, da sie mit ihrer Hautfarbe an einer nahezu „weißen“ Schule heraussticht und somit schon im Mittelpunkt steht. Aber dennoch muss ich sagen, dass dieser Zwiespalt, der sie beherrscht, super aufgearbeitet und behandelt wurde.

Ich lese selten Bücher, die so lebensnah sind, so nah an der Realität wie dieses, meist um den ganzen Mist da draußen nicht an mich ranzulassen. Aber ich wollte „The Hate U Give“ unbedingt eine Chance geben, mehr über all die Hintergründe, die Problematik erfahren, ohne vielleicht voreilig falsche Schlüsse zu ziehen. Man lernt einiges darin über die #BlackLiveMatters Bewegung, Rassismus und vor allem über das korrupte Justizsystem. Zum einen war vieles davon natürlich nichts Neues, denn anhand der sozialen Medien kann man sich diesem Thema kaum entziehen und doch fühlt man sich weit genug davon entfernt – doch mit dieser Geschichte gewinnt das ganze noch mehr an Bedeutung und zeigt auf, wie alltäglich und real dieses Thema doch ist.



„Manchmal machst du alles richtig, und es geht trotzdem alles schief. Entscheidend ist, dass du dennoch nie aufhörst, das Richtige zu tun.“



*Fazit:

Ich gebe dem Buch 4**** Sterne und kann es wirklich nur jedem empfehlen, egal ob jung oder alt – liest dieses Buch

Den Hype kann ich zwar nicht ganz so nachvollziehen, aber da dieses Thema wird in Amerika bestimmt noch eine Spur stärker wahrgenommen. Auch wenn es vorrangig um Rassismus ging, so war für mich doch die Familie und Freundschaft darin ausschlaggebend. Wichtig finde ich noch, dass es sich ganz klar um ein Jugendbuch handelt und daher auch in einer einfachen Sprache geschrieben ist.

"The Hate U give" ist ein unfassbar tolles und schonungslos ehrliches Buch, was mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgenommen hat.

Von: Kreativebuecherwelt Datum : 13.08.2017

kreativebuecherwelt.blogspot.de/

Starr ist in zwei Welten zu Hause: in dem schwarzen Viertel in dem sie aufgewachsen ist, und in ihrer überwiegend weißen Privatschule. Als ihr Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird,muss Starr sich entscheiden: Wird sie schweigen oder ihre Stimme erheben?


Titel: The Hate U give
Autor: Angie Thomas
Reihe: /
Preis: 17,99€
Seitenanzahl: 497
Verlag: cbt
Einband: Hardcover

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IDEE
Die Idee klang für mich gar nicht so toll und als ich den Klappentext gelesen hab hatte ich auch nicht direkt das Bedürfnis, dass ich das Buch unbedingt lesen muss,aber ich bin so unendlich froh das ich es getan hab.

COVER
Das Cover finde ich relativ schlicht und von den Farben auch nicht so unfassbar besonders aber ich mag es sehr gerne. Ich mag einfach das es so schlicht es und mir gefällt auch die Schriftart und das Mädchen so gerne. Also wirklich sehr gelungen,

SCHREIBSTIL
Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ich hatte keinerlei Probleme mich in das Buch zu finden. Ich kann das garnicht so richtig beschreiben aber ich habe mich damit so wohl gefühlt und es gab auch so viele tolle Zitate. Ich glaube ich habe in keinem Buch bisher so viel markiert wie in diesem.

CHARAKTERE
Die Protagonistin habe ich geliebt. Sie war wie jeder andere von uns und ich habe mich sehr mit ihr identifizieren können. Sie hat Sorgen und Ängste und zweifelt ihre Entscheidungen an. Sie weiß nicht was richtig und was falsch ist und ist völlig verzweifelt. In Ihrer Situation wüsste ich das auch nicht aber ich bewundere ihre Entscheidungen und ihren Mut. Der einzigste Kritikpunkt ist, das ich anfangs ein paar Probleme mit den Namen hatte, da sie schon was anderes als die typischen Namen sind was natürlich auch an der Gegend liegt in der unsere Protagonistin lebt. Das ist aber wirklich Meckern auf hohem Niveau.

HANDLUNG
Die Handlung ist wie ich finde relativ simpel aber die Autorin hat daraus etwas so gutes gemacht. Ich kann nicht aufhören davon zu schwärmen und ich wünschte ich könnte mehr sagen aber ich will nicht spoilern. Dieses Buch ist so ergreifend und ehrlich. Ich war an die Seiten gefesselt weil ich nicht glauben konnte was da passiert. Ich war fasziniert wie toll die Autorin beschrieben hat wie es in Starr aussieht und was die ganze Sache mit ihr macht. Das Ende hat mich dann jedoch sehr überrascht und ich hätte mit etwas ganz anderem gerechnet und mir für Starr auch ein anderes Ende gewünscht und dennoch bin ich richtig begeistert.



Einfach weil dieses Buch so tolle Zitate hatte und ich ein paar davon festhalte möchte, seht ihr hier meine liebsten:

"The Hate U Give Little Infants Fucks Everybody. T-H-U-G L-I-F-E. Das bedeutet, was die Gesellschaft uns als Kinder antut, das kriegt sie später zurück, wenn wir raus ins Leben ziehen." - Seite 26 (abgeändert)

"Something to live for, something to die for." - Seite 47

"Manchmal machst du alles richtig, und es geht trotzdem alles schief. Entscheidend ist, dass du dennoch nie aufhörst, das Richtige zu tun." - Seite 179/180

"Ich habe es so dermaßen satt, so verdammt schwach zu sein." - Seite 191

"I know you´re fed up, baby, but keep your head up." - Seite 193

"Aber lass nicht die Angst vor denen dein Grund sein." - Seite 230

"Wozu hat man eigentlich eine Stimme, wenn man in den entscheidenden Momenten schweigt?" - Seite 288

"Mutig sein bedeutet nicht, dass du keine Angst hast. Es bedeutet das du etwas tust obwohl du Angst hast." - Seite 376 (abgeändert)

Es gibt natürlich noch viele, tolle Zitate mehr aber ich möchte jetzt nicht schon alle hier posten. Einige davon werdet ihr wahrscheinlich auch erst verstehen, wenn ihr das Buch gelesen habt.


"The Hate U give" ist ein unfassbar tolles und schonungslos ehrliches Buch, was mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgenommen hat. Ich kann euch nur empfehlen dieses Buch zu lesen und ich werde definitiv ins Kino gehen und mir den Film angucken wenn er raus kommt. Lest dieses Buch!

Falls ihr es euch noch nicht denken könnt: Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Sternen!

Hier nochmal ein großes Dankeschön an den cbt Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar!

4,5 Sterne

Von: Weinlachgummi Datum : 13.08.2017

weinlachgummis.blogspot.de/

The Hate U Give wurde im englischsprachigen Raum schon sehr gehypt, trotzdem hat es mich auf den ersten Blick nicht angesprochen. Umso mehr war ich überrascht, als ich anfing zu lesen und nicht mehr aufhören konnte / wollte. Die Geschichte an sich gehörte für mich nicht so in mein typisches Beuteschema, trotzdem bin ich sehr froh, sie gelesen zu haben.

Zuerst ganz wichtig, am Ende befindet sich ein Glossar. Normal schaue ich immer danach, aber da es sich hier weder um ein Historisches, noch um ein Fantasy Buch handelt, habe ich es dieses Mal nicht gemacht. Was zur Folge hatte, dass ich öfters Google zurate ziehen musste. Das Glossar ist echt Gold wert und auch so sehr informativ.

Ach, die Wahrheit kennen wir schon, die wollen wir nicht.
Wir wollen Gerechtigkeit.
Seite 65

Das Cover gefällt mir richtig gut. Es erscheint schlicht, viel weiß, so sticht das dunkelhäutige Mädchen heraus. Sie trägt ein Plakat, als wollte sie demontieren und der Titel des Buches, welcher auch in der Handlung immer wieder aufgegriffen wird, prangt darauf. Ein nettes Detail sind die Schuhe, die immer wieder im Buch erwähnt werden. Und die Rückseite ist ganz in schwarz.

So genug vom Cover geschwärmt, aber da hat sich jemand Gedanken gemacht und dies muss positiv erwähnt werden. Kommen wir zum Schreibstil. Dieser ist sehr angenehm zu lesen. Ich habe mit dem Buch begonnen und gut die Hälfte am Stück gelesen. Ich war ganz verblüfft, wie schnell ich durch die Seiten flog. Mit einigen Begriffen konnte ich nicht so viel Anfangen, aber diese werden im Glossar erläutert. Trotzdem stolperte ich immer mal wieder darüber. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Starr. Dies hat mir gefallen, da man so die Gedanken und Gefühle von ihr sehr gut mitbekommt.

Starr muss mit ansehen, wie ein Mensch vor ihren Augen erschossen wird. Nicht das erste Mal. Sie lebt in zwei Welten, Privatschule und White Boyfriend auf der einen Seite und auf der anderen Gangs, Drogen und Gewalt. Diese zwei Welten versucht sie mit aller Macht zu trennen, doch funktioniert dies überhaupt auf Dauer? Nachdem sie Zeugin eines Verbrechens ? wurde, muss sie sich entscheiden. Wird sie schweigen oder ihre Stimme nützen. Denn nicht alle sind sich darin einig, dass es ein Verbrechen war, einen unbewaffneten dunkelhäutigen Jungen zu erschießen.

Genau da liegt das Problem.
Wir lassen zu, dass Leute solche Dinge sagen, und dann sagen sie die so oft,
dass es für sie total okay und für uns normal ist.
Wozu hat man eigentlich eine Stimme, wenn man in den entscheidenden Momenten schweigt?
Seite 288

Ich bin mit diesem Buch in eine andere Welt abgetaucht. Ich habe diese Thematik zwar schon in Filmen mitbekommen, doch durch das Buch und Starr ging es doch noch mal eine Schicht tiefer, als ein Film gehen würde. Alleine schon die Vorstellung, sich bei Schüssen vor dem Haus automatisch auf den Wohnzimmerboden zu werfen, weil man es gewöhnt ist. Ist für mich nicht wirklich greifbar, irgendwie absurd und trotzdem real. Und dieses Buch bringt diese Realität zu einem nach Hause, wenn man sicher auf seinem Sofa liegt.

Es zeigt auch sehr schön, wie zwiegespalten Starr ist. Wie sie versucht jeder Version von sich gerecht zu werden. Wie Rassismus immer noch allgegenwärtig ist, Vorurteile aber nicht nur auf der einen Seite bestehen. Aber es erzählt auch von dem Zusammenhalt von Familien und Gemeinschaften. Es werden einige Dinge zum Nachdenken aufgeworfen. Einen kleinen Abzug gab es für das Ende, ich empfand das Buch durchweg als realistisch, sofern ich dies beurteilen kann. Doch gegen Ende verlor ich diese Empfindung, ich möchte aber nicht spoilern, deswegen gehe ich nicht ins Detail.

Fazit:
Eine klare Leseempfehlung.
Den Hype kann ich zwar nicht so nachempfinden, aber ich denke in den USA, wird das Buch auch noch mal anderes wahrgenommen.
Aber trotzdem finde ich es wichtig, weil es viele Dinge behandelt.
So ist das zentrale Thema zwar Rassismus, aber es geht auch um Freundschaft, Familie, Loyalität, die Macht einer Gemeinschaft.
Und wie wichtig eine Stimme ist.
4,5 Sterne

THUG

Von: Bookish Jay Datum : 12.08.2017

bookish-jay.blogspot.de

Inhalt
Starr ist 16 Jahre alt und lebt in zwei Welten - die eine ist das Viertel, in dem sie lebt und wo sie sein kann, wer sie wirklich ist. Die andere Welt ist ihre Privatschule, in der sie sich verstellt um dazuzugehören. Doch als Starr dabei ist, als ihr bester Freund Khalil von einem Polizisten erschossen wird, drohen beide Welten miteinander zu vermischen. Und Starr muss sich entscheiden, zum Wohl aller, ob sie zum Mord an ihrem Freund schweigt oder ob sie die komplette Wahrheit sagt.
Wird Starr dem Druck standhalten? Wird sie schweigen oder wird sie ihren Mund aufmachen?


Meinung
Dieses Jugendbuch war unglaublich! Unglaublich gut, bewegend, ergreifend, emotional. Die Thematik, die im Buch behandelt wird, ist eine sehr ernste und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Rassismus, Polizeigewalt in Amerika, die Trennung von „Schwarzen“ und „Weißen“.

Starr ist eine tolle, starke und mutige Protagonistin. Sie hat sich selbst und auch den Lesern Stärke und Mut bewiesen. Starr ist eine sehr authentische Erzählerin; mit ihren gerade mal 16 Jahren wirkt sie in manchen Situationen sehr erwachsen, wiederum hat sie auch mit ganz normalen Teenager-Problemen zu kämpfen. Anfangs hat sie sich noch viel gefallen lassen, hat zu vielen Dingen geschwiegen, aber im Verlauf der Geschichte wächst Starr mit ihren Aufgaben. Sie ist definitiv eine der stärksten Protagonisten, von denen ich bislang gelesen habe.

„Ich schaue wieder zu den Sternen. Daddy sagte, er habe mich Starr genannt, weil ich sein Licht in der Dunkelheit war. Jetzt gerade brauche ich selbst Licht in meiner eigenen Finsternis.“ (Zitat S. 293)

Der Schreibstil von Angie Thomas hat mir sehr gut gefallen! Durch den Slang, den sie hat einfließen lassen, wurde die Geschichte noch authentischer als sie ohnehin gewesen ist. Einige Begriffe waren mir leider unbekannt, zum Glück gab es am Ende des Buchs ein Glossar, in dem alle Begriffe erklärt wurden. Sehr gut mitgedacht!

In „The Hate U Give“ geht es viel weniger um den Prozess und die Gerichtsverhandlung. Es geht viel mehr darum, was mit dem Menschen drumherum passiert. Es geht um Gerechtigkeit, Rassismus, Polizeigewalt. Sehr wichtige Punkte sind auch Freundschaft, Familie und der Zusammenhalt von Menschen, die sich lieben.
Ich mochte besonders die Tatsache, dass es sich tatsächlich um eine wahre Geschichte handeln könnte: Waffenfreiheit in den USA, Krawalle in Armenvierteln, Drogen und Gangs.


Fazit
Ein sehr ergreifendes, bewegendes Jugendbuch! Es hat definitiv mehr zu bieten, als es der Klappentext verspricht: Stärke, Mut, Freundschaft, Familie. Ich vergebe an „The Hate U Give“ volle fünf Sterne und empfehle dieses Buch jedem!


Weitere Informationen
Verlag: cbt-buecher. de
Seiten: 512
Erscheinungsdatum: 24. Juli 2017
Preis: 17,99€
Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-570-16482-2

The Hate U Give - Wichtige Botschaft!

Von: catching.wordsss Datum : 12.08.2017

catching-wordsss.blogspot.de/

Allgemeines

Titel: The Hate U Give
Autorin: Angie Thomas
Verlag: cbt
Genre: Jugendroman
ISBN: 978-3-570-16482-2
Seiten: 510
Preis: 17,99€

Hardcover. Erschienen am 24.07.2017
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Klappentext

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Zitat

"Wozu hat man eigentlich eine Stimme,
wenn man in den entscheidenden Momenten schweigt?"

Cover

Das Cover ist ziemlich schlicht gehalten und doch ansprechend.
Es ist ein schwarzes Mädchen abgebildet, dass ein Schild mit dem Buchtitel hochhäldt. Alles herum ist weiß. Vielleicht soll das schon den starken Kontrast zwischen Weißen und Schwarzen darstellen oder einfach den Fokus auf das Wichtige legen.
Ohne Umschlag ist das Buch ganz weiß. Wirklich schön.

Schreibstil

Der Schreibstil ist wirklich gewöhnungsbedürftig.
Es ist wirklich sehr umgangssprachlich und ziemlich viel Jugendsprache.
Natürlich ist er auch an die Lebensumstände in den Gebieten angepasst, hat aber an vielen Stellen das Buch einfach etwas zerstört und wirklich anstrengend zum Lesen gemacht.
Gegen Ende wurde es etwas besser, aber dennoch hat mir der Schreibstil nicht zugesagt.

Charaktere

Die Charaktere waren teilweise wirklich anstrengend.
Besonders Starr. Sie wirkt am Anfang wie so ein kleines verzogenes Mädchen. Wie sie redet, wie sie denkt, immer mit ihrem 'Boyfriend'. Das strikte Trennen ihrer zwei Welten.
Am meisten hat mich gestört, dass sich sich selber in diese schwarze Opferrolle gedrängt hat. Leider ist es so, dass es viel Rassismus gegen Schwarze gibt, aber hier wirkte es oft so, als würden sie sich mutwillig in diese Rollen drängen.
Starr durfte ruhig etwas gegen Schwarze sagen und irgendwelche komischen Kommentare abgeben, aber sobald es einer ihrer weißen Freunde macht, ist sie nur beleidigt.
Unsympathisch und nicht überzeugend.

Meine Meinung

Ein wirklich interessantes Buch mit einer wichtigen Botschaft, dass sich aber leider oft in unsympathischen Charakteren und zu vielen Details verliert.

Das Buch wurde im englischsprachigen Raum schon so gehypte und diese Welle griff jetzt auch auf Deutschland über. Darum musste ich das Buch unbedingt lesen, denn ich wollte wissen, ob der Hype verdient ist.
Ich habe es zusammen mit meiner lieben Marina gelesen. Sie ist auch Bloggerin und ihren Blog findet ihr hier.

Ich muss sagen, der Hype ist teilweise verdient.
Die Thematik ist ohne Frage wirklich wichtig und es ist schrecklich, dass solche Vorfälle heute noch passieren.

Aber die ersten 200 Seiten waren wirklich schrecklich.
Am Anfang wird direkt Khalil erschossen, aber dann verliert sich die Geschichte etwas.
Es gibt zu viele Details, zu viele Dramen zwischen Freunden, die wirklich nicht hätten sein müssen. Dazu die unsympathische Starr, die immer nur schlecht gelaunt ist und alles als persönlichen Angriff wertet.

Nach 200 Seiten wird es dann richtig gut. Starr findet ihre Stimme und sie beginnt etwas zu tun, um Gerechtigkeit für ihren erschossenen Freund Khalil zu bekommen.
Man fiebert wirklich mit, ist schockiert und ergriffen.
Besonders schockierend sind die geschilderten Szenen am Ende, wo es zu Straßenkämpfen und Randalen kommt.
Das ergreifende hier ist, dass es keine fiktiven Szenarien sind, sondern, dass sie so auch heute noch auf den Straßen der Welt stattfinden.

T-H-U-G-L-I-F-E
The Hate U Give Little Infants F***s Everybody

Am Ende kommt die Botschaft des Buches richtig gut heraus und bringt einen auch zum Nachdenken.
Es sollten so viel weniger Vorurteile und so viel weniger Rassismus auf der Welt herrschen.
Die Stimme ist eine Waffe und wir Menschen sollten anfangen sie zu nutzen, anstatt von richtigen Waffen.

Fazit:

Ein gutes Buch, eine wichtige Botschaft, aber leider viel Drama, wo keins nötig wäre und eine unsympathische Hauptprotagonistin.

Vielen Dank an den cbt Verlag und das Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension "The hate you give"

Von: Josi Datum : 11.08.2017

buechertraumweltbyjj.blogspot.de/2017/02/rezension-zu-bester-letzter-sommer.html?m=1

Freitag, 11. August 2017
"The hate u give"
Titel: The hatte you give
Autorin: Angie Thomas
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 512
Kategorie: Belletristik
Hardcover 17,99 €

Inhalt:

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...


Cover:
Ich finde das Cover sehr angenehm gestaltet und ruhig. Esgeföllt mir gut und das Buch wirkt sehr hochwertig. Da es als Hardcover erschienen ist, ist es leider ein wenig schwer und unhandlich, was aber natürlich klar ist. Von innen ist das Buch auch sehr ruhig gehalten, was aber gerade gut zu dem Thema passt.

Meinung:
Die Charakter fand ich einfach alle klasse. Angefangen mit der Protagonistin Starr, die einen unglaublich starken Charakter hat und mit der ich mich gut identifizieren konnte. Auch ihre Familie rund um ihre Mutter Lisa, ihren Vater Maverick, die Brüder Seven und Sekani und ihren Onkel Carlos bestand aus tollen Chrakteren, die jeweils ihre eigene Aufgabe im Buch hatten und einen ganz besonderen Platz. Alle tragen sie dazu bei, dass dieses Buch so wunderbar ist.
Die Themathik ist unfassbar ergreifend und interessant. Ich war während des Lesens teilweise so wütend auf die Welt und traurig, wie es teilweise in dieser Welt zu geht.
Das Ganze Buch hat sich kein einziges Mal gezogen, war immer interessant und ergreifend. Man fühlt wirklich mit. Ich habe die Seiten aufgesogen, da der Schriebstil auch einfach so gut und flüssig war.

Fazit: Die Charaktere, die Thematik und der Schreibstil machen das Buch unfassbar gut und ergreifend.
Mein drittes Jahreshighlight 5/5 ✨


Danke an das Bloggerportal und den Cbt Veleag für das Rezi Exemplar ;)

Schonungslos ehrlich

Von: Lovin Books Datum : 11.08.2017

www.lovin-books.de

Dieses Buch beinhaltet so viel wahres. Es ist erschreckend, schonungslos und völlig ungeblümt. Und dabei ist es so realitätsnah, dass man eigentlich gar nicht darüber nachdenken mag. Aber man MUSS darüber einfach nachdenken!

Khalil wird von einem Cop erschossen. Ohne Grund und willkürlich. Doch es steht zur Debatte, ob der Cop tatsächlich strafrechtlich belangt wird. Denn er legt es völlig anders aus und die Menschen verurteilen wahrlos. Khalil war anscheinend Drogendealer und in einer Gang. Die Leute denken: „Irgendwann wäre er eh draufgegangen“ Dieser Gedanke hat mich zutiefst erschüttert. Denken Menschen wirklich so? Verurteilen wir so schnell? Glauben wir nur das, was wir glauben wollen?

Angie Thomas hat ein sehr sensibles Thema in ihrem Buch offenbart. Rassentrennung. Warum ist dies immer noch Thema? Aber hier wird nicht nur die „weiße“ Seite dargestellt, die die „schwarze“ Seite schlecht macht. Nein, wir erfahren, was „Schwarze“ über uns „Weiße“ denken. Gehen die Vorurteile etwa in beide Richtungen? Ist der Rassismus beiderseitig? Ich persönlich finde, dass Angie Thomas hier viele Fakten, aber auch viele Fragen aufgeworfen hat und man selber über sich und sein Denken ins Grübeln kommt. Die Protagonistin, Starr, hat sie unglaublich gut dargestellt. Sie ist intelligent, sportlich und dennoch wohnt sie im „Ghetto“. Ist jeden Tag Gefahren ausgesetzt, über die wir „Weißen“ uns keine Gedanken machen brauchen. Und doch spürt man selber die Ungerechtigkeit in diesem Buch. Ich selber wollte während dem Lesen aufspringen und auf die Straße gehen, um gegen solche Ungerechtigkeit zu protestieren. Was mich aber selber über Gerechtigkeit im amerikanischen Rechtssystem zum Denken angeregt hat. Bestand/Besteht die Jury, die Geschworenen eigentlich in solchen Fällen zur Hälfte aus schwarzen? Haben wir Menschen immer Vorurteile über andere „Rassen“? Warum gibt es das Wort „Rasse“ im Zusammenhang auf uns Menschen eigentlich noch?

Wie ihr merkt, hat mich dieses Buch sehr aufgewühlt und ich habe es immer noch nicht richtig geschafft meine Gedanken zu sortieren. Dennoch möchte ich gerade diese Flut und dieses Wirrwarr an Gedanken offenbaren. Denn DAS sind die Gefühle, die das Buch während dem Lesen in mir ausgelöst hat.

Für mich ist „The hate u give“ ein grandioses Buch und hat mich in meinen Grundfesten erschüttert. Blicken wir tatsächlich immer hinter den Vorhang? Oder sehen wir wirklich nur das, was wir sehen wollen…..





Ein unglaublich gutes Buch über die Ungerechtigkeiten der Welt…. Egal ob schwarz oder weiß…

Roman mit sehr aktuellen Themen

Von: Nightmarebookshelf Datum : 11.08.2017

https://nightmarebookshelf.wordpress.com/

Ankündigung einer Verfilmung, monatelang auf der NewYorkTimes-Bestsellerliste – „The hate U give“ sorgte für einen großen Aufschwung in Amerika. Der cbt Verlag sicherte sich die Rechte und im Juni erschien das langersehnte Buch. Es geht um die 16 jährige Starr die in „2 Welten lebt“. In ihrer Schule ist sie fast die einzige Schwarze und ihre Heimat, ein verarmtes Viertel, welches einen sehr niedrigen Status besitzt. Auf der Heimfahrt von einer Party erlebt Starr wie ihr ebenfalls farbiger Freund Khalil von einem Polizisten erschossen wird. Sie war die einzige Zeugin in dieser Nacht und Starr wird sehr unter Druck gesetzt, denn wenn sie die Wahrheit sagen würde, bringe das nicht nur ihr Leben in Gefahr.
Ein sehr aktuelles Thema, wie ich finde, und das nicht nur in Amerika. Überall auf der Welt erlebt man täglich – ob in den Nachrichten oder auch woanders – Rassismus, Drogenkonsum und andere Dinge die in „The hate U give“ angesprochen werden. Ich wollte das Buch vor allem deswegen lesen, weil ich ein Jugendbuch erwartet hatte, dass anders wird als andere, die meist nur auf einer 0815-Story basieren. Und ich kann sagen, dass ich von „The hate U give“ sehr begeistert bin nach dem Lesen. Eine kleine Schwäche zeigt das Buch jedoch am Ende.
Die Geschichte wird dem Leser aus der Ich-Perspektive von Starr geschildert, was mir sehr gut gefallen hat. Die Gedankenzüge von ihr, gerade auch bei Szenen, wo sie sich extrem unter Druck gesetzt gefühlt hat und ihre darauf folgenden Entscheidungen konnte ich sehr gut nachvollziehen. Dies macht Starr auch zu einer sehr guten Protagonistin, die einen eigenen Charakter besitzt, genau so wie ihre Familie und auch ihre Freunde. Gerade bei der Familie erlebt man hier eine ganz besondere Situation die wunderbar umgesetzt wurde. Auch Chris, Seven und DeVantes Charakter fand ich überzeugend. Der Schreibstil von Angie Thomas ist sehr gut, gespickt mit schönen Umschreibungen, wenn auch nur wenig Begriffe geklärt wurden, die aber wahrscheinlich für Amerikaner leichter zu verstehen sind. Dazu hat der cbt-Verlag sich aber etwas sehr gutes einfallen lassen, nämlich befindet sich hinten im Buch ein Glossar, wo ganz viele Begriffe erklärt werden. Mir hat es sehr gut gefallen, dass Angie Thomas in vielen Momenten nicht überzogen hat, sondern die Handlungen ganz normal dargestellt hat.
Am Anfang hatte ich große Probleme in das Buch und in die Geschichte reinzukommen, ich kann aber überhaupt nicht sagen wieso. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das an den vielen Charakteren und fremden Begriffen gelegen haben könnte. Am Ende hätte ich mir noch gewünscht, dass Angie Thomas das Ende etwas besonderer gestalten hätte können, da ich mir da noch etwas mehr vorgestellt hatte.
Mein Fazit:
Ein Jugendbuch, was eigentlich alle lesen müssten. Diese Buch ist eine riesengroße Bereicherung für unsere Gesellschaft und mit vielen tollen Charakteren und einen sehr schönen Schreibstil erzählt Angie Thomas eine ergreifende Geschichte über Rassismus.

Ein Klassiker!

Von: Miss Unicorn Datum : 10.08.2017

xmissxunicornx.blogspot.de/

Bisher habe ich nur Gutes über "Thug" gehört. Überall sehe ich Bilder von diesem Buch und zufriedene Rezensionen, die mit Sätzen wie "Dieses Buch muss man lesen!", "Mein Jahreshighlight" oder "Neues Lieblingsbuch" gefüllt sind. Also musste dieses Buch auch bei mir einziehen und ich habe mir nicht lange Zeit gelassen, dass Buch zu beginnen.

In den ersten Seiten ist mir der frische, junge Schreibstil der Autorin Angie Thomas aufgefallen. "The hate u give" ist ihr Debüt, worauf aber keine einzige Szene hindeutet. Stattdessen fliegen die Seiten nur so davon, weil der Schreibstil so flüssig und fesselnd ist. Die Geschichte von Starr hat mich sehr mitgerissen, so dass ich das Gefühl hatte, ich wäre ebenfalls ein Teil dieser Welt, was für mich ein ganz besonders, leider seltenes Gefühl ist.

Hier greift man definitiv nicht zu einem typischen Jugendroman. Stattdessen ist dieses Buch viel komplexer, emotionaler und ernster als die gewöhnlichen Jugendromane, die ich bisher gelesen habe. Starrs bester Freund Khalil wird von einem Polizisten angeschossen und stirbt, obwohl er in dieser Nacht unbewaffnet war. Damit wird ein Problem angesprochen, was immer wieder auftaucht und auch immer wieder eine Medienwelle verursacht. Ich persönlich stoße eher selten bis gar nicht auf Rassismus in meinem Alltag, weil in meinem Umkreis alle eine helle Hautfarbe haben und somit ich nur durch die Medien von solchen Fällen erfahre. Ich kann das Buch also nicht mit eigenen Erfahrungen vergleichen, doch hatte ich das Gefühl die Figuren zeigen jeden Blickwinkel in solchen Fällen. Ich sehe sowohl die Geschichte des Polizisten, aber auch die des Opfers, die letztendlich viel mehr zählen sollte. Das Buch konnte mich sehr zum Nachdenken anregen und wird mich auch noch eine Weile begleiten.

Alles in allem ist "Thug" eine absolute Empfehlung von mir, die jeden Leser auf eine gewisse Weise verändern wird und man vielleicht mehr hinterfragt, als man es je für Möglich gehalten hätte.

Ein erschreckend realitisches, bewegendes und schockierendes Buch über Rassismus. Große Leseempfehlung.

Von: Callie Wonderwood Datum : 10.08.2017

calliewonderwood.blogspot.de

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...
(Klappentext)


Dieses Buch war eine meiner meist erwartesten Neuerscheinungen für dieses Jahr, vor allem, weil es um so ein wichtiges und aktuelles Thema - die Black-Lives-Matter-Bewegung - geht.
Schon auf den ersten Seiten merkt man schnell, wie krass und erschreckend, es in der Welt von Starr zu geht. Eine Schießerei und später der Tod von Khalil durch einen Polizisten bei einer einfach Verkehrskontrolle.
Zitat : "Es war einmal ein Junge mit haselnussbraunen Augen und Grübchen. Für mich war er Khalil. Für die Welt ein Thug. Er lebte, aber längst nicht lange genug. Wie er starb, werde ich mein Leben lang nicht vergessen."
Die Protagonistin Starr wohnt mit ihrem Familie in Garden Heights, das auch als "Ghetto" bezeichnet wird, dort gehören Gangs mit ihren "King Lords" und Kriminalität zu der Realität. Immer wieder gibt es erschreckende Momente, aber auch die Kultur und das Leben der Menschen dort kennenzulernen, war interessant.
In dem Buch wird auch oft Slang geredet, wie "Baby", "Yeah" oder "Sir" im normalen alltäglichen Wortgebrauch. Daran musste ich mich am Anfang ein bisschen gewöhnen, aber es hat genau richtig zu dem Buch gepasst. Den Schreibstil der Autorin mochte ich insgesamt gerne, das Buch ließ sich flüssig und schnell lesen. Es gab bewegende, erschreckende, aber auch humorvolle und schöne Momente.
Starr war mir direkt sympathisch, ich fand es nachvollziehbar dargestellt, wie sie darunter leidet, dass es so viele Vorurteile gegenüber Schwarzen gibt und die Welt an ihrer Highschool, wo fast nur Weiße hingehen, ganz anders ist. Auch ihre Ängste und Gefühle nach dem Tod von Khalil und gleichzeitig die Frage, ob sie der Öffentlichkeit von dem Abend erzählen und etwas verändern will, waren überzeugend umgesetzt. Die Charakterentwicklung der Protagonistin hat mir unglaublich gut gefallen, wie Starr sich dafür einsetzt, etwas zu verändern und auf ihre eigene Art und Weise kämpft.
Zitat : "»Manchmal machst du alles richtig, und es geht trotzdem alles schief. Entscheidend ist, dass du dennoch nie aufhörst, das Richtige zu tun.«"
Ich fand es gut, dass die Familie von Starr wichtige Rolle gespielt hat. Wie Starrs Eltern sie bei allem immer in Bezug auf Entscheidungen unterstützt haben und für sie da waren. Ihre Freundinnen Hailey und Maya und ihr Freund Chris waren ein bedeutender Aspekt in dem Buch, so machten Probleme oder Konflikte Starrs Zerissenheit zwischen den beiden Welten nochmal deutlich.
Überzeugend war auch, dass jeder der Nebencharaktere, negativ oder positiv bedeutend für die Geschichte war.
Ein Buch über den Kampf gegen Rassismus und Ungerechtigkeit, der für Starr alles andere als einfach ist. Es geht viel darum, wie die Menschen auf den Tod von Khalil reagieren und wie unterschiedlich die verschiedenen Welten der Protagonistin sind.

Fazit :
Ein erschreckend realitisches, bewegendes und schockierendes Buch über Rassismus. Große Leseempfehlung.

WOW, WOW, WOW! Mein neues Lieblingsbuch!

Von: Michaela Datum : 10.08.2017

weltderzeilen.wordpress.com

Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und beim cbt Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar bedanken! ICH LIEBE DIESES BUCH! Angie Thomas schreibt über ein wichtiges, interessantes und von der Gesellschaft unterdrücktes Thema und bringt dies jedem Leser nahe. Ich habe THE HATE U GIVE innerhalb von drei Tagen gelesen, ich konnte es nicht aus den Händen legen. Starr, die Protagonistin, ist mir ebenfalls sehr ans Herz gewachsen. Sie und ihre Familie sind Charaktere, die wirklich interessant und individuell gestaltet sind. Jeder ist anders, aber nicht langweilig! Angie Thomas überzeugt mit ihrem Schreibstil und zwingt den Leser, dieses Buch innerhalb von wenigen Tagen zu lesen. Der Hype um das Buch ist aus meiner Sicht vollkommen gerechtfertigt und für mich gehört es zu den besten Büchern im Jahr 2017! Einen Pluspunkt kriegt das Buch für das Glossar, ein genialer Zusatz, der für jeden Leser hilfreich ist. Wenn man ein Wort oder eine Redewendung des amerikanischen Slangs nicht versteht, schaut man hinten nach und hat eine kurze und einfache Beschreibung. Ich habe überhaupt nichts (!) an diesem Buch auszusetzen, ich liebe es!

Ein wundervoller Debütroman, der erschütternd und sehr realistisch ist

Von: CorniHolmes Datum : 09.08.2017

buecherweltcorniholmes.blogspot.de/

Da dieses Buch ja so gehypt wird und es nach seinem Erfolg in den USA nun auch bei uns in aller Munde ist, wollte ich „The Hate U Give“ auch unbedingt lesen. Das Cover fand ich nicht so wirklich ansprechend und auch der Klappentext hatte mich nicht sofort angesprochen. Da ich aber wissen wollte, warum der Hype um diesen Jugendroman so groß ist, habe ich mir das Buch dennoch gekauft und sogleich mit dem Lesen begonnen.

Das Buch handelt von der 16-jährigen Starr, die mit ihrer Familie in einem verarmten Ghettoviertel wohnt. Ihre Schule dagegen ist eine teure Privatschule, an der sie eine von wenigen Schwarzen ist. Starr lebt also in zwei völlig verschiedenen Welten. Sie ist eher zurückhaltend und steht nicht gerne im Mittelpunkt. Als sie dann aber mitansehen muss, wie ihr Freund Khalil völlig grundlos von einem weißen Polizisten erschossen wird, rückt sie als einzige Zeugin ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Viele halten den Tod von Khalil für gerechtfertigt, da er mit Drogen gedealt hat und angeblich Mitglied in einer Gang war. Auch verbreitet der Polizist, der Khalil erschossen hat, die Lüge, Khalil wäre bewaffnet gewesen. Starr weiß, wie es wirklich gewesen ist und sie will ihren Freund verteidigen. Mit ihrer Aussage hofft sie, dass Khalils Mörder angeklagt und gerecht bestraft wird. Allerdings bringt Starr sich und ihre Familie damit auch in große Gefahr. Das Leben im Ghetto ist hart und brutal und Starr muss eine wichtige Entscheidung treffen, die nicht nur ihre Zukunft, sondern auch die ihrer Familie beeinflussen wird…

Mich konnte die Geschichte vom ersten Moment an packen. Wir erfahren alles aus der Sicht der 16-jährigen Starr, die in einem ständigen inneren Konflikt steht. Zu Hause lebt sie in verärmten Verhältnissen, muss Schießereien mitansehen und kriegt die Drogenszene hautnah mit. Dass ihr kleiner Bruder zum Spielen auf die Straße geht, ist völlig undenkbar.
Der totale Kontrast dagegen ist ihre Schule, eine Privatschule, die hauptsächliche Weiße besuchen. Hier ist die 16-jährige eine ganz andere Starr. Sie verstellt sich, damit sie akzeptiert wird. Starr ist nicht glücklich mit ihrem Leben und als Leser bekommt man einen sehr guten Zugang zu ihren Gefühlen und Gedanken und kann diese nur zu gut nachvollziehen.
Ich habe bisher nur sehr wenige Bücher gelesen, die das Thema Rassismus behandeln. Es ist zwar ein wichtiges und sehr aktuelles Thema, aber eben auch keine leichte Kost. The Hate U Give konnte mich vom ersten Moment an packen und hat mich sehr berührt. Angie Thomas schildert das Leben im Ghetto genau so wie es ist und verschönt nichts. Dass Starrs Freund Khalil einfach so, ohne jeglichen Grund, von einem weißen Polizisten erschossen wird, ist schockierend, aber ganz bestimmt nicht unrealistisch. Man liest und hört ja immer wieder, wie ungerecht schwarze Menschen gerade in den USA behandelt werden.
Dieses Buch hat mich in Entsetzen, Fassungslosigkeit und Trauer versetzt. Ich habe mir bisher nie näher vorgestellt, wie das Leben für Schwarze in einem Armenviertel ist, aber mit The Hate U Give habe ich einen sehr guten, und leider auch nur zu realistischen, Eindruck bekommen. Ich bin ganz ehrlich, ich halte mich von solchen schlimmen Themen immer lieber fern. Mich macht es immer sehr traurig zu sehen, wie ungerecht viele Menschen aufgrund ihrer Herkunft behandelt werden.

Es war aber auf jeden Fall eine gute und richtige Entscheidung gewesen, dieses Buch zu lesen. Und da es sich um einen Jugendroman handelt, hält sich der Ernst natürlich noch in Grenzen. Angie Thomas ist es wunderbar gelungen, diese Geschichte nicht zu brutal zu schreiben und genau die richtige Dosis Humor mit einfließen zu lassen. So hat mich das Buch nicht nur sehr berührt und schockiert, sondern stellenweise auch zum Lachen gebracht.
Der Schreibstil ist eindeutig der Altersgruppe angepasst. Er ist recht einfach und meiner Meinung nach nichts wirklich Besonderes. Für dieses Buch aber ist er genau richtig. Die Verwendung des amerikanischen Slangs empfand ich als sehr passend, auch wenn mir viele Begriffe nichts gesagt haben und ich immer wieder hinten im Glossar nachschlagen musste, welches sich hinten im Buch befindet und in dem alle wichtigen Wörter erklärt werden.
Mir hat dieser jugendliche Schreibstil wirklich gut gefallen. Er liest sich sehr angenehm und zusammen mit der fesselnden Handlung habe ich das Buch trotz seiner über 500 Seiten sehr schnell durchgelesen.

Obwohl mir das The Hate U Give sehr gut gefallen hat, kann ich den Hype darum dennoch nicht so ganz nachvollziehen. Es kommen zwar viele wichtige Themen zur Sprache wie Rassismus, Gerechtigkeit, Loyalität, Familie und Freundschaft – aber ich würde das Buch nicht als „umwerfend und brillant“ bezeichnen wie Bestsellerautor John Green es getan hat. Sehr schön finde ich, dass auf Familie und Freundschaft hier sehr großen Wert gelegt wirkt. Auch wird natürlich das Thema Rassismus nur zu realistisch und authentisch beschrieben. Ich aber fand es etwas schade, dass der Prozess am Ende und das Urteil sehr knapp ausfielen. Das hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht. Ansonsten kann ich es noch nicht mal genauer erklären, wieso ich nun nicht so hellauf begeistert von dem Buch bin wie ich aufgrund der Meinungen anderer erwartet hätte. Es hat mich zwar berührt und zum Nachdenken angeregt, aber mir hat einfach etwas gefehlt, was meiner Meinung nach diesen Trubel um das Buch rechtfertigt.
Empfehlen kann ich das Buch aber auf jeden Fall sehr! Ich denke schon, dass man The Hate U Give gelesen haben sollte. Angie Thomas ist ein wundervoller Debütroman gelungen, der einem nur zu deutlich vor Augen führt, in was für schrecklichen und ungerechten Verhältnissen viele Menschen nur aufgrund ihrer Hautfarbe leben müssen.

Fazit: Ein Jugendroman, welcher schonungslos und nur zu realistisch das wichtige Thema Rassismus behandelt und einen sehr zum Nachdenken anregt. The Hate U Give ist ein sehr bewegender Roman, der einen schockiert, der einen aber auch mit seinem Humor zum Lachen bringen kann. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und auch sehr berührt, allerdings kann ich den Hype darum nicht ganz nachvollziehen. Von mir bekommt der Debütroman von Angie Thomas natürlich dennoch volle 5 von 5 Sternen!

Muss jeder gelesen haben!

Von: Bookaholicgroup Datum : 09.08.2017

yourbookaholicgroup.blogspot.de/

Allgemeines

Titel: The hate u give
Autor: Angie Thomas
Seitenzahl: 512
Preis: 17.99€
Verlag: cbt

Klappentext

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Meine Meinung

Da dieses Buch zur Zeit in aller Munde ist, dachte ich mir, dass ich es auch gelesen haben sollte! Das Thema interessiert mich total, und da man immer noch zu viele von diesen schrecklichen Nachrichten hört, kann man meiner Meinung nach nicht die Augen davor verschließen.

Das Cover finde ich total ansprechend, es ist nicht kitschig, da das überhaupt sich zur der Geschichte passen würde. Man sieht direkt in die Augen von Starr, was dem ganzen Bild noch mehr Kraft und Ausdruck verleiht. Es sieht so aus, als würde sich allein durch ihren Blick eine Botschaft vermitteln will.
Da der Hintergrund weiß gehalten wird, wird der Kontrast zu Starr noch deutlicher und das nicht nur bildlich gesehen.

Der Schreibstil von Angie Thomas ist wirklich toll! Das Buch ließ sich flüssig und schnell lesen, man wird mit der Sprache der "Thugs" vertraut gemacht. Einige Teile wurden nicht ins Deutsche übersetzt, was mir sehr gut gefallen hat, da es einfach die Situation besser bzw. authentischer rüber bringt. Am Ende gibt es auch noch ein Verzeichnis mit Erklärungen von Wörtern, und da merkt man erst, wie anders die Welten sein können.

Die Personen in dem Buch wirken wirklich so, als würden sie genauso leben, wie die Autorin sie beschreibt.
Ich weiß nicht genau, ob die Autorin die Geschichte erfunden, oder eher eine wahre Geschichte nacherzählt hat.
Jeder Charakter handelt anders, aber es herrscht ein so starkes Zusammengehörigkeitsgefühl in der Familie, was wirklich herzerwärmend war.
Man spürt die Liebe zwischen jedem einzelnen.

Was hat mir also besonders gut gefallen?
Die Autorin hat es geschafft, ein Buch zu schreiben, das sich ganz klar gegen Rassismus wendet. Sie spricht Themen direkt an, und es gibt einige Stellen, die auch mir die Augen geöffnet haben.
Da sie aus der Sicht der Betroffenen schreibt, merkt man erst, wie viel immer noch falsch gemacht wird.
Jeder Mensch möchte einfach sicher und zufrieden leben, und es gibt so viele Dinge, die genau das erschweren.
Brutalität der Polizei ist ja vor allem in Amerika ein großes Problem, aber das Buch zeigt, dass das nicht so leicht zu lösen ist. Es gibt nicht nur Vorurteile gegenüber Farbigen, sondern genauso gegenüber Weißen. Aber es liegt natürlich auf der Hand, dass Farbige schwerer zu kämpfen haben, als Weiße.
Das Buch zeigt die bittere Wahrheit: Rassismus ist immer noch aktuell und viele Menschen sind täglich damit konfrontiert!


Fazit

Jeder sollte dieses Buch gelesen haben! Es ist eines meiner absoluten Lesehighlights dieses Jahr! Es ist keine leichte Kost, lohnt sich aber umso mehr!
⭐⭐⭐⭐⭐/⭐⭐⭐⭐⭐

Jugendbuch mit heiklem Thema- perfekt umgesetzt

Von: Lara Datum : 09.08.2017

ourfictionalrealities.blogspot.de/?m=1

Titel: The Hate U Give
Autor: Angie Thomas
Verlag: cbt
Hier gehts zum Buch

Inhalt

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Rezension

Zu Beginn muss ich sagen, dass ich nicht gedacht hätte, dass mir dieses Buch so sehr gefällt. Ich habe schon beim Klappentext gedacht, dass das ein heikles Thema ist und ich habe mich gefragt, wie die Autorin dies umzusetzen vermag. Was ich setzt sagen kann: sie hat es geschafft. Und wie. Ich bin begeistert von diesem Buch. Es hat alle Erwartungen übertroffen.
Wie oben schon erwähnt, geht es um ein sehr heikles Thema, was auch heutzutage in den vereinigten Staaten noch sehr aktuell ist, nämlich die Rassentrennung, vorallem bei Polizeigewalt, und die daraus folgenden Prosteste und Unruhen.
Die Proteste und Unruhen wurden dabei fast erschreckend deutlich beschrieben und dargestellt, man konnte sich extrem gut in die Lage hineinversetzen. Ich habe wirklich Seite um Seite mit Starr gebangt, und wirklich aus der Hand legen konnte ich dieses Buch auch nicht. Das Buch hat 510 Seiten und ich habe es in 2 Tagen durchgelesen. Die Handlung ist spannend und vorallem sehr packend, das ist unglaublich in diesem Roman.
Was ich auch sehr gut fand war, dass die Autorin an manchen Stellen mit Humor an die Sache rangegangen ist, was dazu führte, dass alles etwas aufgelockert wurde. An manchen Stellen habe ich laut gelacht.
An anderen Stellen allerdings habe ich mich geschämt. Ich habe mich geschämt für die heutige Welt und dass es teilweise wirklich noch so zugeht. Ich war erstaunt wie genau Thomas alles beschrieben hat, und noch schockierter als ich mir eingestehen musste, dass das die Wahrheit ist und wirklich so stattfinden könnte.
Aber nun zu meiner genaueren Rezension. ��

Charaktere

Starr: Das schwarze Mädchen, das auf eine weiße Schule geht. Das schwarze Mädchen, das bei ihrem Vater im Laden jobbt. Das schwarze Mädchen, das mit ansehen musste, wie ihr bester Freund ohne Grund von der Polizei erschossen wurde.
Starr war mir wirklich sehr sympathisch. Man konnte ihre Entwicklung das ganze Buch über beobachten, und sie hat sich wirklich entwickelt. Das sieht man daran, dass sie zuerst ein Gespräch mit der Polizei fürchtet, später aber sogar Fernsehinterviews gibt. Auch dass sie ihren Freunden später alles erzählt hat, zeigt ihren Mut (den sie lt. eigener Aussage gar nicht besitzt Anmerkung des Autors: Doch, Mut hat sie!!!). Ich mochte sie wirklich sehr, ich fand sie nie nervig oder sonst irgendetwas!

Chris: Ich habe Chris als Charakter hier bei meiner Aufzählung bewusst ausgewählt, da er meiner Meinung nach auch eine wichtige Rolle in dem ganzen gespielt hat. Ihm war klar, dass Starrs Familie die Beziehung der beiden nicht gutheißen wird, trotzdem ist er bei ihr geblieben, trotzdem hat sich ihre Beziehung aufrecht gehalten. Er reagierte sogar mit Verständnis darauf, dass sie ihm ihre "zweite Identität" verschwiegen hat.
Dieser Liebesbeweis wird ebenfalls nochmal deutlich, als Chris zusammen mit Starr, DeVante und Seven in die Unruhen geraten.
Ich fand Chris toll und wünsche mir oft jemanden an meine Seite, der ein klein wenig wie Chris wäre.

Cover-, Buchgestaltung

Das vordere Cover ist weiß, mit einem Bild drauf, welches ein schwarzes Mädchen zeigt - Starr. Dies erkennt man am Kleidungsstil. Dieses Mädchen hält ein Schild hoch mit dem Titel "The Hate u Give". Der Einband des Buches ist rot und die Rückseite schwarz. Ich finde die Einteilung sehr gelungen und schön.
Das Buch ist in 3 Teile eingeteilt, und in den Teilen jeweils in Kapitel. Jedes Kapitel ist neutral getrennt und es steht die Anzahl des jeweiligen Kapitels drüber.

Lieblingszitat

Ungelogen, jedes Mal wenn ein Sneaker nicht korrekt gereinigt wird, stirbt ein Katzenbaby.

(Ja wirklich, hierbei musste ich wirklich sehr schmunzeln)

Alles in einem ein sehr gelungenes und gutes Jugendbuch, Ideen gut umgesetzt und es wurde nicht zu kühl geschrieben. Das Buch bekommt 5/5 Sterne von mir und ist definitiv eines meiner Highlights dieses Jahr!

The Hate U Give

Von: Jasmin Datum : 08.08.2017

https://www.instagram.com/22jasmin.22/

Inhalt: Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...
Meine Meinung: Das Buch ist so beliebt geworden & es wurde mir auch von vielen gesagt, dass sie finden das es in der Schule unbedingt gelesen werden sollte. Ich fand es war auch ein sehr gutes Buch. Mich konnte die Geschichte von Anfang bis Ende packen & mich hat es keine Sekunde lang gelangweilt. Ihr Schreibstil ist leicht und flüssig & die Charaktere wurden alle richtig gut ausgearbeitet. Die Handlungsorte wurden auch alle sehr gut beschrieben & ich kann das Buch jedem nur weiterempfehlen!

Absolutes Highlight!

Von: Magnificent Meiky Datum : 08.08.2017

magnificent-meiky.de/

Starr lebt in zwei Welten, einerseits geht sie auf eine „weiße“ Schule, wo sie mit ihrer Hautfarbe mehr als auffällt. Um nicht als „Ghetto-Girl“ abgestempelt zu werden, verändert sie ihre Sprache und verleugnet ihre Freunde. Doch auf der anderen Seite wohnt sie weiterhin im Ghetto, wo Drogendealer und Gangs das Leben bestimmen. Schüsse auf der Straße sind für sie nichts ungewöhnliches. Doch als sie mit ihrem besten Freund von einem weißen Polizisten angehalten wird, gerät sie in Panik. „Mach keine plötzlichen Bewegungen“ und „Rede nur, wenn du gefragt wirst“ – das waren Ratschläge, die Starrs Eltern ihr immer eingeredet haben. Sie hält sich genau an diese Vorgaben, doch ihren besten Freund kann sie damit nicht beschützen. Sie wird Zeuge wie der Polizist auf ihren unbewaffneter Freund schießt und ein politisches Machtspiel beginnt.

Starr ist eigentlich ein typischer Teenager. Sie ist unsicher, liebt ihre Familie und ihre Freunde. Doch ihr Umfeld hat sie natürlich sehr geprägt. Die Angst vor Gangs, Schüssen und weißen Polizisten ergeben in diesem Umfeld genauso viel Sinn, wie die strengen Regeln ihrer Eltern. Ich habe Starr und ihre Familie sofort ins Herz geschlossen. Angie Thomas schafft es den Leser direkt in die Situation zu schmeißen und sich in Starrs Leben zurecht zu finden. Anfangs war ich von der Sprache der dunkelhäutigen Kids untereinander irritiert, denn für ein Jugendbuch ist sie schon sehr derb. Trotzdem macht es die Personen und das Umfeld erst so richtig authentisch.

Das Buch lebt von den typischen Klischees zwischen Schwarzen und Weißen. Mich persönlich hat das aber überhaupt nicht gestört. Ich fand es interessant diesen Sichtwechsel zu erleben und sich in eine andere Kultur zu denken. Das Buch hat mich stellenweise sehr nachdenklich gemacht und das nicht nur bei der Grundthematik. Meiner Meinung nach hat das Buch einfach eine tolle Massage, die gehört werden sollte.

Realitätsnah & bewegend!

Von: Myri liest Datum : 08.08.2017

myri-liest.blogspot.de/

KLAPPENTEXT

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...


MEINE MEINUNG

"The Hate U Give" von Angie Thomas hat schon mein Interesse geweckt, als ich es bei einigen englischsprachigen Bloggern gesehen habe. Die Thematik, mit der sich das Buch laut Klappentext beschäftigt, interessiert mich ungemein, genauso wie ich den Inhalt extrem wichtig finde. Dass der Roman so realistisch ist, hätte ich niemals gedacht. Zumal das Buch in Deutschland auch als Jugendbuch eingestuft ist.

Das Cover ist relativ schlicht gehalten. Aber dennoch thematisiert es den Inhalt des Buches: Eine junge Afroamerikanerin, die in einer von Weißen dominierenden Gesellschaft aufwächst, hält ein Schild in ihren Händen, das den Titel beschreibt.

Um was geht es eigentlich? Als die junge Starr nach einer Party gemeinsam mit Khalil, einem Kindheitsfreund, auf dem Nachhauseweg ist, werden sie von einem Polizisten angehalten. Eine scheinbar harmlose Kontrolle läuft aus dem Ruder, als Khalil plötzlich von dem Polizisten erschossen wird. Doch was soll Starr jetzt tun? Die Stimme für ihren Freund, der offensichtlich ermordert wurde, erheben oder schweigen?

Die 16-jährige Starr fühlt sich zwiegespalten: Zum einen lebt sie in einem Armenviertel, in dem hauptsächlich Afroamerikaner mit kriminellem Hintergrund zuhause sind, und zum anderen geht sie auf eine Privatschule, wo sie eine der wenigen Farbigen ist. Verunsichert, wie sie sich bei den verschiedenen sozialen Gruppen verhalten soll, fühlt sich Starr nirgendwo zugehörig. Beide Welten versucht sie strikt auseinanderzuhalten und gerät so immer wieder in einen Gewissenskonflikt. Als sie mitansehen muss, wie Khalil vollkommen sinnlos erschossen wird, gerät sie zwischen die Fronten.
Die junge Hauptprotagonistin wurde von der Autorin wundervoll gezeichnet, sodass man sich sehr gut und sehr schnell auf sie einlassen kann. Ihre Gefühle konnte ich zu jeder Zeit nachvollziehen und ihre Entscheidungen daher auch respektieren. Von Starrs Entwicklung, die sie während des Buches durchläuft, war ich sehr beeindruckt: Aus einem verunsicherten Mädchen wird eine starke Frau, die letztendlich weiß, was sie will.
Auch die Nebencharaktere waren grandios! Jeder Einzelne hat dabei geholfen, die Geschichte noch lebhafter und realer erscheinen zu lassen.

Der Schreibstil von Angie Thomas ist wunderbar leicht und flüssig. Dennoch geht sie die Thematik, die auch heute noch aktuell und gegenwärtig ist, sensibel und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl an. Auf der einen Seite habe ich es geliebt, in Starrs Welt einzutauchen und die Welt aus den Augen eines schwarzen Mädchens zu sehen, aber auf der anderen Seite war die Geschichte so real, dass man sich gewünscht hat, dass die Autorin die Story sich nur aus den Fingern gezogen hat. Dass Polizisten bei Afroamerikanern schnell zur Waffe greifen, ist traurige Realität. Genauso wie die Tatsache, dass Afroamerikaner von der Gesellschaft wahrhaftig immer noch unterdrückt werden. Zwar geschieht das in einer anderen Form, als noch vor zwei Jahrhunderten, aber das macht es dennoch nicht besser.
Erzählt wird das Buch ausschließlich aus Starrs Perspektive, was einem absolut hilft, ihre Welt und Gedanken zu verstehen.

"The Hate U Give" von Angie Thomas ist ein Buch, das sich mit einer dermaßen wichtigen und aktuellen Thematik auseinandersetzt. Selten hat mich eine so realitätsnahe Geschichte so sehr zum Nachdenken angeregt, wie diese.

Rezension: The Hate U Give von Angie Thomas

Von: kapitelpause Datum : 07.08.2017

https://kapitelpause.wordpress.com/

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen…

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The Hate U Give ist eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen habe. Mithilfe des flüssigen Schreibstils konnte ich das Buch innerhalb von zweieinhalb Tagen beenden und ich wünschte, es gäbe noch eine Fortsetzung. Die Autorin Angie Thomas hat es geschafft mir dieses extrem wichtige Thema mit der total sympathischen, mutigen (sie würde diesen Ausdruck hassen �� ) und ehrlichen Protagonistin Starr begreiflich zu machen und wirklich zu verstehen. Wahr und unverfälscht. Alle, die dieses Buch gelesen haben (oder noch lesen werden) werden danach das Handeln von Kindern und deren Familien aus ärmlichen Verhältnissen, Gangmitgliedern und sogar Drogendealern nachvollziehen können. Aber das Buch ist nicht nur aussagekräftig, sondern auch gefüllt mit R’n’B (eine große Leidenschaft der Autorin), Zusammenhalt und schönen Momenten, in denen nur die Freundschaft zählt. Es gab Momente in denen man mit Starr geweint und getrauert, aber auch mit ihren Freunden und Geschwistern gelacht hat. In manchen Kapiteln war die Wut über diese Ungerechtigkeit, die Schwarzen in den USA durch die Polizei widerfährt, förmlich greifbar und ich konnte sie so gut verstehen. Das hat mich an dem Buch so fasziniert, denn an Emotionen mangelt es diesem Roman auf keinen Fall. Allein das wunderschöne Cover spiegelt, vor allem nachdem man das Buch beendet hat, den Inhalt sehr schön wieder und macht das Buch unverwechselbar!

Dieser Jugendroman bringt dem Leser die unschöne und harte Wahrheit über den immer noch vorhandenen Rassismus näher, regt zum Nachdenken an und verstärkt in mir den Wunsch meine stärkste Waffe zu benutzen: meine Stimme.

Ein bewegendes Jugendbuch

Von: Linchens Bücherwelt Datum : 07.08.2017

https://linchensbuecherblog.wordpress.com/

Es geht um ein sehr brisantes Thema: Morde der Polizei an Schwarzen.
Es gibt zu diesem Buch auch einen Buchtrailer, den ihr euch hier anschauen könnt.

Meine Meinung:
Das Cover ist sehr schlicht gehalten und trotzdem schon sehr ausdrucksstark, besonders auch die Rückseite.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Rassismus. Es geht aber auch um Freundschaft oder Familie und teilweise auch Loyalität.
Starr ist ein thoughes Mädchen, das in zwei ganz verschiedenen Welten lebt und mit dem alltäglichen Leben im Ghetto zu kämpfen hat, aber andererseits mit als einzige Schwarze eine Privatschule besucht. Als ihr Freund Khalil von der Polizei erschossen wird, muss sie sich entscheiden, entweder sie lässt das auf sich beruhen oder kämpft für Gerechtigkeit, denn Khalil hatte nichts gemacht, was das Schießen des Poilzisten gerechtfertigt hätte. Er war noch nicht mal bewaffnet, sondern hatte nur die "falsche" Hautfarbe.
Die Charaktere sind sehr schön beschrieben und man hat ein genaues Bild vor sich, während man liest.
Das Thema ist sehr ernst und wird auch so in dem Buch behandelt. Das Thema lässt einen auch nachdem man das Buch beendet hat nicht los. Um genau zu wissen, wie das alles auf einen wirkt, muss man den Roman aber selber gelesen haben.
Obwohl der spezielle Fall auf dem die Handlung basiert erfunden ist, ist das Buch erschreckend realisisch. Jeder hat wohl schon einmal von ähnlichen, realen Fällen gehört.
Das Buch lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Teilweise kommen Slang-Ausdrücke vor, die am Ende aber erklärt sind, falls man sie nicht versteht.

Meine Bewertung:
Das Buch regt einen sehr zum Nachdenken anregt und einem sehr nahe geht. Obwohl der Fall aus dem Buch erfunden ist, kommt einem die Geschichte sehr real vor. Und von ähnlicen Fällen hat wohl jeder schon einmal gehört. Ich hoffe, das dieses Buch uns in diesem Thema alle ein Stück weit voranbringt und uns die Augen öffnet. Jeder sollte sich mit dem Thema auseinandersetzten. Der Roman bekommt von mir 5 von 5 Punkte.

The Hate U Give

Von: Fantasie und Träumerei Datum : 07.08.2017

fantasie-und-traeumerei.blogspot.de/

Seit ich Denken kann sind Gleichberechtigung und Rassismus ein Thema. In meinem privaten Umfeld und für mich. Ich engagiere mich hier und da, übe einen sozialen Beruf aus, um zu helfen, interessiere mich für Politik, lese fiktive und nicht fiktive Romane über die Historie der Sklaverei und verfolge, was in der Welt geschieht. Und trotzdem war mir nicht bewusst, dass es in den USA nach wie vor so eine krasse Unterscheidung zwischen Menschen unterschiedlicher Hautfarben gibt. Ich schäme mich dafür und bin froh, dass Angie Thomas ein Buch geschrieben hat, das mir und hoffentlich auch vielen anderen, die Augen öffnet.

Starr ist anwesend, als ihr Freund Khalil ohne ersichtlichen Grund von einem weißen Polizisten erschossen wird. Warum ist nicht klar und letztendlich zählt nur, dass er einen Jugendlichen umgebracht hat. Schreie nach Gerechtigkeit werden laut. Das ist Mord und der darf nicht ungestraft bleiben.

Dass es einen Unterschied macht, welche Hautfarbe das Opfer hat, welcher ethnischen Gruppierung es angehört, ist sowohl Starr, als auch mir nicht klar, bis wir Bekanntschaft machen mit der Ungerechtigkeit, mit der Khalil behandelt wird. Es tauchen so viele Fragen über Recht und Unrecht auf, dass ich nicht in der Lage bin, diese alle in Worte zu fassen. Der Klos in meinem Hals sitzt zu fest, wenn ich daran denke, was in Starrs Leben alles passiert.

Khalil ist schon der zweite Mensch, dem Starr beim Sterben zuschaut. Als sie 10 Jahre alt ist, wird ihre Freundin Natasha auf offener Straße erschossen. Ein Kind, das zwischen die Kugeln der sich bekämpfenden Banden gerät.

Diese Bandengeschichten sind eine grausame Tradition. War das vielleicht auch dein Gedanke? Hier solltest du unter die Deckschicht aus Coolness und Zusammenhalt schauen. Warum gibt es den Zusammenschluss einzelner Gruppen? Warum herrscht so viel Gewalt? Warum müssen Jugendliche Drogen verkaufen?

Es ist der Wunsch, den wir alle in uns tragen, der sie dazu treibt. Der Wunsch zu überleben. Denn dort wo Starr und ihre Familie leben, gibt es keine Gerechtigkeit, keine Gleichberechtigung. Menschen bekommen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer ethnischen Zugehörigkeit keine angemessene Schulbildung. Keinen Job. Keine angemessene Bezahlung. Sie werden in Schubladen gesteckt und abgestempelt. Nur wenige schaffen den Weg hinaus, denn er ist unberechenbar.

Angie Thomas hat all diese Ungerechtigkeiten mit denen Schwarze auch heute - über 50 Jahre nachdem gesetzlich festgelegt wurde, dass sie vollwertige Mitglieder der Gesellschaft sind (es schmerzt mich diesen Satz zu schreiben, denn es ist tragisch, dass dies überhaupt in Gesetzen verankert werden muss) - noch zu kämpfen haben, in einen spannenden Roman geschrieben, der hoffentlich ganz viel Gehör findet. Ganz ohne belehrend erhobenen Zeigefinger. Eine Geschichte, die für sich selbst spricht.

Etwas kritisch betrachte ich die Darstellung der Polizei. Ich hoffe, dass diese durch den Roman nicht in die Schublade gedrängt wird, aus der Thomas' Protagonisten heraus wollen. Dass die Jugendlichen auch durch die Figur des Onkel Carlos verstehen, dass man Menschen nie wegen ihres Berufs, ihrer Hautfarbe, ihres Glaubens - whatever - über einen Kamm scheren sollte.

"The Hate U Give" ist nicht nur ein extrem spannendes, bewegendes Buch, sondern vor allem ein wichtiges Buch, das von ganz, ganz vielen Menschen gelesen werden sollte, um deren Horizont ebenso zu erweitern wie meinen. Nur so können wir etwas verändern.

Brutal und doch hoffnungsvoll - ein Meisterwerk!

Von: Hauntedcupcake Datum : 06.08.2017

www.liebezwischendenzeilen.blogspot.ch

Inhalt
Die 16-jährige Starr lebt zwei Leben: Zum einen ist sie die Tochter eines Shop-Besitzers im Ghetto, lebt mit ihrer Familie in einem ärmeren Viertel, wo Drogen, Gangkriege und Waffengewalt an der Tagesordnung stehen. Zum anderen ist sie eine der einzigen Schwarzen in einer guten Privatschule in einem netten Vorort, wo sie ihre Eltern hinschicken, um ihr eine anständige Zukunft zu ermöglichen. Als sie eines Abends von einer Party in ihrem Viertel nach Hause gefahren wird, wird ihr Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen. Während einige Khalil als Drogendealer abstempeln, kämpfen andere in seinem Namen für Gerechtigkeit. Die Polizei und eine involvierte Gang aus ihrer Nachbarschaft setzen sie und ihre Familie unter Druck und um alles herum kreisen die Medien, die das Geschehen landesweit übertragen. Und Starr muss sich entscheiden, ob sie für Khalil ihre Stimme erheben will...

Meine Meinung
Puuuh, was für ein Buch. Laut Klappentext ist natürlich von vornherein klar, dass es sich um kein leichtes Thema handelt. Und obschon es nicht gerade meinem Genre entspricht war ich neugierig, denn The Hate U Give wird in den Social Media im Moment regelrecht in den Himmel gelobt. Zu Recht! Angie Thomas hat ein sehr bedeutendes, wichtiges Buch geschrieben über Freundschaft und Loyalität, darüber, dass man sich selbst und seiner Herkunft treu bleiben muss und sich jeden Tag entscheiden muss, was man für richtig und falsch erachtet. Mit einer lebhaften und emotionalen Art werden enorm wichtige Themen angesprochen und ja, ich würde sagen, die Autorin hat ein Meisterwerk geschaffen. Ein grosses Lob geht hier auch an die Übersetzerin. Das Original soll ja voller Fluchwörter und Slang sein und ich finde, sie hat das wirklich unglaublich toll umgesetzt!

Aus der Sicht von Starr wird eine sehr tragische aber auch hoffnungsvolle Geschichte erzählt. Starr selber ist praktisch im "Ghetto" aufgewachsen, ihr Vater ein früheres Gangmitglied, ihre Familie ein wenig zusammengewürfelt und nicht immer einfach. Damit sie und ihre beiden Brüder eine Zukunft haben, besuchen sie eine Privatschule, auf der sie ein völlig anderes Leben führen - inmitten reicher weisser Kids. Für Starr gar nicht so einfach, diese beiden Welten unter einen Hut zu bringen. Dann wird ihr schwarzer Freund Khalil von einem weissen Cop erschossen, während sie dabei ist. Von da an bricht die Hölle los - soll sie für Khalil einstehen, für Gerechtigkeit sorgen? Kann sie das überhaupt? Oder soll sie ihre Familie schützen vor der Gang, die sie unter Druck setzt? Mehr als einmal wird Starr dabei an ihre Grenzen gebracht.

Die Thematik des Buches ist im Moment leider sehr aktuell und ich fand sie wirklich authentisch umgesetzt. Rassendiskriminierung ist und bleibt ein Thema, obschon wir Menschen es eigentlich besser wissen müssten. In The Hate U Give wird Rassismus angesprochen und detailliert eingebaut, aber es zeigt auch andere Probleme auf, die unsere Gesellschaft hat: Working Poor, Drogen, Gangs, Rich Kids, Social Media. Alles Dinge, die ein Eigenleben entwickelt haben. Was ich sehr schön fand (wenn man das so sagen darf), ist, dass Starr neben den traumatischen Erlebnissen mit Khalil auch sonst die ganz normalen Probleme eines Teenies hat: Ihr Freund will mit ihr schlafen, obschon sie noch nicht bereit ist, ihre beste Freundin ist ihr auf Tumblr entfolgt und sowieso ist es komisch mit ihr, ihre Eltern streiten sich in letzter Zeit öfters, ihr kleiner Bruder nervt gewaltig. Diese Details machen das Buch so lebhaft und wunderbar.

Es fällt mir sehr schwer, das Buch zu rezensieren und zusammenzufassen, denn es hat so viele Aspekte, die es zu berücksichtigen gilt, so viele wertvolle und wichtige Botschaften in dem Buch. Deshalb halte ich mich eher kurz und rate euch: Lest das Buch! Es ist jede einzelne Seite Wert.

Setting
Einerseits spielt das Buch in der Nachbarschaft Garden Heights, die von Gangs umkämpft und von Drogendealern verseucht ist. Andererseits gibt es da aber auch noch das Zuhause von Starr's Onkel und die Privatschule, auf die sie geht. Die beiden Orte könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Garden Heights verarmt ist, Gewalt auf den Strassen täglich vorkommt und es trotzdem eine Art kleine Familie ist, weil jeder jeden kennt und alle irgendwie einander aushelfen, ist es bei Starr's Onkel etwas "gesitteter" und man merkt den Unterschied zwischen arm und reich enorm. Auch auf der Privatschule trifft man vornehmlich weisse reiche Kids an, unter denen Starr und ihre Brüder fast schon Exoten sind. Nichtsdestotrotz liebt Starr sowohl ihr Zuhause als auch ihren Status und ihre Freunde auf der Schule.

Das Setting war sehr authentisch und realistisch, ich konnte Starr praktisch auf Schritt und Tritt begleiten, habe mit ihr gelitten und mich mit ihr gefreut. Die Autorin hat es wunderbar geschafft, die Welt um Starr herum aufzubauen.

Charaktere
Starr ist praktisch eine typische 16-Jährige. Sie hat Schuhe im Kopf, Jungs, und sie liebt ihr Basketballteam. Von ihrem Viertel versucht sie sich etwas abzuschotten, aber ihr Zuhause ist ihr heilig. Im Verlauf der Geschichte kommt sie oft an ihre Grenzen, sie weiss nicht, was sie tun soll, ist verzweifelt, wütend, traurig. Sie ist eine rundum gelungene Protagonistin und ich habe sie sehr in mein Herz geschlossen.

Neben Starr ist auch ihre Familie ein wichtiger Punkt der Geschichte. Und ich habe mich etwas in diese Familie verliebt. Im Ernst: Ihre Momma und ihr Daddy sind einfach perfekt, sind füreinander geschaffen, super süss und ich habe so oft wegen ihnen gelacht oder war für sie dankbar. Sorry Leute, aber Mama Weasley kann einpacken - Lisa Starr ist die besten Buchmutter ever! Auch Daddy Mav und die beiden Brüder Seven und ja, auch den kleinen nervigen Sekani, habe ich in mein Herz geschlossen. Sie alle haben ihre eigenen Kämpfe, die sie austragen müssen - das hat sie zu so unfassbar greifbaren Charakteren gemacht.

Auch Starr's Freunde sind für die Geschichte relevant; allen voran natürlich Khalil. Der Junge, mit dem Starr aufgewachsen ist, und von dem nun alle behaupten, dass er ein Dealer und Gangbanger sei. Und mit ihm kommt eine wichtige Botschaft daher: Urteile nie, ohne die Geschichte dahinter zu kennen!

Neben Khalil belegen auch Starr's Freunde von der Privatschule eine wichtige Rolle: Maya, Hailey und Chris. Maya, die selber einer Minderheit (wie sie sagt) angehört und Hailey und Christ die beide aus reichem Hause stammen, was man aber einem der beiden mehr und dem anderen weniger anmerkt.

Fazit
Ein bild- und wortgewaltiges Meisterwerk, dem ich mit keiner Rezension gerecht werden könnte. Spannend, schmerzhaft, hoffnungsvoll und unglaublich wichtig. Von mir gibt es die oberste Auszeichnung und eine klare Leseempfehlung!

Schon jetzt mein Jahreshighlight!

Von: Ayla Datum : 06.08.2017

www.kunterbuntebuecherlounge.wordpress.com

The Hate U Give von Angie Thomas

Starr lebt in Garden Heights, einem verarmten Viertel. Ihre Schule allerdings ist in einem anderen Teil der Stadt, wo überwiegend weiße und reiche Schüler die Privatschule besuchen. Als ihr Kindergarten Freund Khalil vor ihren Augen von einem weißen Polizisten erschossen wird, ändert sich einiges in Starrs Leben.

Dieses Buch gehört schon jetzt zu meinem Jahreshighlight. Das Jugendbuch konnte mich von Anfang bis Ende fesseln. Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach gehalten, was jedoch gut zu dem Jugendgenre passt. Zu Beginn sind die englischen Wörter zwischen den Sätzen etwas verwirrend, doch das verdeutlich besser den Slang und man gewöhnt sich schnell daran. Für alle, die damit ein paar Schwierigkeiten haben, gibt es sogar ein Glossar. Das Buch schafft es ernste Themen rüberzubringen, aber auch viel Humor mit einfließen zu lassen. An einigen Stellen liefen mir einfach Tränen übers Gesicht, denn ich war von der Geschichte total berührt. Starr war mir gleich sympathisch. Ich konnte mich sehr gut in ihre Gefühlswelt hineinversetzen. Ich habe mit ihr geweint, gelacht, war wütend oder einfach fassungslos. Auch die anderen Charaktere waren wunderbar ausgearbeitet. Jeder, ob „gut oder böse“, hatte seinen Platz im Buch und wurde authentisch dargestellt. Nicht nur Rassismus oder Polizeigewalt waren die Hauptthemen, sondern auch Familie, Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe. Angie Thomas schafft es alles realistisch und ehrlich zu verbinden, ohne etwas zu beschönigen. Dieses Buch hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Es hat mich zum Recherchieren gebracht, da viele Persönlichkeiten genannt werden, von denen ich noch nichts gehört hatte, aber auch bekannte Personen habe ich mir genauer angesehen. Ich wollte mir sogar mit Post- Its verschiedene Stellen markieren, die mir persönlich besonders gefallen haben. The Hate U Give hat mich geschockt und wirklich beschäftigt! Ich kann diesen Roman Jedem empfehlen.

Fazit: Perfekter Ausgleich zwischen Ernsthaftigkeit und humorvollen Elementen, wodurch das Thema etwas aufgelockert wird und einen nicht vollkommen heulend zurücklässt.Ich werde den Roman auf jeden Fall nochmal auf Englisch lesen, um einen sprachlichen Vergleich zu bekommen!

Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich beim Bloggerportal und dem cbt Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken!

Ein gutes Buch

Von: Mara Datum : 06.08.2017

mara-ladystyle.blogspot.de/

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Meine Meinung:
Der 16-jährige Starr Carter lebt in Garden Heights (The Garden), einer schwarzen Nachbarschaft, die seit langem im Niedergang ist. Zwei rivalisierende Banden kämpfen gegenseitig und führen das Drogengeschäft. Starr genießt ein Leben der relativen Stabilität und Privileg: Die Ehe ihrer Eltern ist stabil, sie machen ein anständiges Leben und können es sich leisten, sie zu einer guten Schule in einer ziemlich wohlhabenden, überwiegend weißen Nachbarschaft zu schicken, die 45 Minuten entfernt ist; Dennoch unterstützt ihr Vater, der sehr politisch interessiert ist, die schwarzen Panther und hat ein Plakat von Malcolm X in seinem Büro, weigert sich, aus ihrer schwarzen Nachbarschaft zu ziehen.
Starr ist gezwungen, ein doppeltes Leben zu führen (und manchmal leidet das Gefühl, dass sie nicht richtig passt irgendwo). Wenn sie in der Schule ist, beobachtet sie ihre Sprache: sie kann nicht zu viel Slang benutzen, sie muss sorgfältig vermeiden, das Stereotyp des schwarzen Kindes aus dem "Ghetto" zu passen. Sie kann nicht zu "frech" sein, kann nicht zu viel "Haltung" zeigen. Wenn sie mit den Leuten aus dem Garten ist, fühlt sie sich manchmal auch als Außenseiter. Dies ist der Fall bei der Party, mit der das Buch beginnt.

Rassismus im Allgemeinen neigt dazu, sein hässliches Gesicht in etwa jedem Ort in der Welt zu zeigen,

Ich habe Kommentare gesehen, die sagen, dass dieses Buch ein Klassiker werden wird und dass es in der Schule gelesen und analysiert wird. Aufgrund dieser Kommentare wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und musste es auch unbedingt lesen. Und was soll ich sagen? Es ist absolut ein gutes Buch was man Lesen sollte und kann es deshalb auch gut verstehen wieso diese Lektüre in Schulen gelesen werden sollten. Mich konnte die Geschichte von Anfang bis zum Ende packen es hat mich keine einzige Minute gelangweilt.
Der Schreibstil war leicht und flüssig zu Lesen die Charaktere wurden von der Autorin alle gut ausgearbeitet sie wirkten lebendig und authentisch das man ihr Handeln teilweise auch nach voll ziehen. Auch wenn die Geschichte aus der Sicht von Starr erzählt wurde, konnte man die anderen Charaktere genau so gut kennen lernen, aber vor allem Starr fand ich sehr sympatisch; das ich sie während dem Lesen einfach gerne in denn Arm genommen hätte als gute Freundin.
Die Handlungsorte wie z. B das Ghetto hat die Autorin großartig beschrieben somit ich mir ein gutes Bild machen konnte wie es da wohl aussehen würde.

Fazit:
Ein gute Buch was ich nur weiter empfehlen kann, es lässt einen nicht Kalt und regt sogar zum Nachdenken an klare Leseempfehlung.

Ein starkes Buch und eine klare Stimme gegen Rassismus

Von: -Leselust Bücherblog- Datum : 06.08.2017

leselustbuecher.blogspot.de

Kurzmeinung:
Ein bewegendes und authentisches Buch über Rassismus und Polizeigewalt in den USA. Ein Jugendbuch, das ich aber auch jedem Erwachsenem empfehlen würde.

Meine Meinung:
Ich bin ganz ehrlich. Ich bin wohl behütet aufgewachsen und kann mir so ein Leben, so eine Situation nicht auch nur Ansatzweise vorstellen. In einem Viertel aufzuwachsen, wo fast jeden Abend geschossen wird. Auch mit Rassismus habe ich keine Erfahrungen und will hier auch gar nicht so tun, als würde ich mich da auskennen.
Womit ich mich aber auskenne, dass sind Bücher. Und THUG hat es auf jeden Fall geschafft, mich zu fesseln. THUG hat mich in eine "schwarze Ghetto Siedlung" entführt, obwohl ich das wahrscheinlich weißeste Mädchen überhaupt bin. Trotzdem hat es die Autorin geschafft, mich mit den Protagonisten mitfühlen zu lassen. Ich habe die Angst gespürt, die Ungerechtigkeit, dieses Gefühl, dass niemand auf deiner Seite ist. Und ich habe auch die Wut über diese Situation gespürt. Sogar beim Schreiben dieser Worte bekomme ich noch Gänsehaut.

"Zwar bezweifle ich, dass die Kugel für sie gedacht war, aber Kugeln fliegen ja hin, wo sie wollen." (aus THUG, S. 24)

Sehr eindrücklich fand ich auch, dass geschrieben wurde, die Eltern führen zwei Gespräche mit ihren Kindern. Das eine übliche, über die Bienchen und die Blümchen. Das andere darüber, wie man sich zu verhalten hat, wenn man von der Polizei angehalten wird. Man spürt deutlich, dass die Polizei hier nicht "der Freund und Helfer" ist, sondern jemand, vor dem man Angst haben muss.
Obwohl es uns die Autorin nicht so leicht macht. Denn "die Polizei" wird hier nicht abgestempelt, sondern sich damit auseinandergesetzt, dass man nicht alle über eine Kamm scheren sollte.

"Leute wie wir werden in solchen Situationen zu Hashtags, aber Gerechtigkeit kriegen sie kaum einmal." (THUG, S. 71)

Angie Thomas hat mir einen sehr guten, aber erschreckenden Eindruck vom Alltag in dem Viertel geboten. Die Bandenkriege, die Gewalt, die Drogen. Aber auch den Zusammenhalt, die Loyalität, die Freundschaft und Verbundenheit.

Ihr habt jetzt Angst, dass euch das Buch mit einer total bedrückten Stimmung zurücklässt? Braucht ihr nicht!
Neben den ganzen ersten Themen gibt es aber auch sehr viel Heiteres und eine ordentliche Portion Humor. Der Banter zwischen den Jugendlichen, die Taylor Swift Anspielungen und vieles mehr.
THUG hat mir außerdem so unglaubliche Lust darauf gemacht, einen Rewatch von "Der Prinz von Bel-Air" zu starten. Und dafür liebe ich dieses Buch auch. Ja, es hat mich auch unglaublich traurig gemacht und zu Tränen gerührt. Aber es hat mich auch zum Lachen gebracht. THUG ist nicht nur ernst und schwer ist, sondern auch leicht und unterhaltend.

"Mutig sein bedeutet nicht, dass du keine Angst hast, Starr. Es bedeutet, dass du was tust, obwohl du Angst hast." (THUG, S.375)

Das einzige, das man vor dem Lesen wissen muss, ist, dass es sich um ein Jugendbuch handelt und das merkt man auch an Schreibstil und Sprache, finde ich. Es lässt sich sehr gut und flüssig lesen, aber es ist eben eine "eher einfache" Sprache und nicht so hochtrabend oder poetisch, wie in manch anderem Buch. Mich persönlich hat es nicht gestört und es passt meiner Meinung nach auch zu Kontext und Erzähler. Dennoch ist es vielleicht nicht jedermanns Geschmack.

Fazit:
Eine starke Stimme gegen Rassismus. Ein wichtiges Thema und ein beeindruckendes Jugendbuch, dass dem Hype meiner Meinung nach durchaus gerecht wird.