Leserstimmen zu
The Hate U Give

Angie Thomas

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Taschenbuch
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Cover: Das Cover mit Amandla Stenberg ist richtig schön und schlicht. Amandla hält ein Plakat mit den Worten The Hate U Give, was direkt ins Auge sticht. Lieblingszitat: „ It’s impossible to be unarmed when your blackness is the weapon that they fear.“ ( Filmzitat) Meine Meinung: Dieses Buch sprich ein sehr wichtiges Thema an, nämlich Rassismus, was immer noch sehr aktuell ist. Angie Thomas zeigt mit ihrem Debüt, das Rassismus nicht gleich Rassismus ist. Dies kann man in verschiedenen Formen ausdrücken, manchmal sogar unbewusst. Kurz das Buch befasst sich mit einem Thema über das viel zu wenig gesprochen wird. Der Titel „ The Hate U Give“ kurz THUG oder bekannt als THUG LIFE sind die berühmten Worte von dem Rapper Tupac. Dieses Akronym bedeutet: „ The Hate U Give Little Infants Fucks Everybody“. Auf deutsch ungefähr: „Der Hass, der kleinen Kindern entgegengebracht wird, schädigt alle“. Angie Thomas erläutert diesen wichtigen Satz mehrfach in ihrem Buch. Es bedeutet, dass der Hass den die älteren Menschen verbreiten auch die kleineren Kinder einnehmen und es wie ein Teufelskreis weitergeht. Dies zerstört die ganze Gesellschaft mit dem nie endenden Hass, Rassismus und Diskriminierung. Im Mittelpunkt steht unsere 16-jährige Protagonistin Starr. Diese lebt ein Doppelleben; ihr richtiges Leben in ihrem Viertel Garden Heights und ein Leben an einer Privatschule. An ihrer Schule möchte sie keinesfalls als Ghetto-Mädchen auffallen, achtet darauf nicht mit Akzent oder Slang zu sprechen und verstellt sich meistens neben ihren weißen Freunden. Eines Abends nach einer Party in Garden Heights werden Starr und ihr Jugendfreund Khalil von der Polizei angehalten. Der weiße Polizist erschießt Khalil ohne ersichtlichen Grund und behandelt Starr in diesem schmerzhaften Moment auch wie eine Kriminelle. Ich hatte Gänsehaut beim Lesen dieser Szene. Die Medien stellten Khalil als einen Drogendealer dar ohne überhaupt zu erwähnen, dass er ein unbewaffneter Jugendlicher war. Starr verändert sich nach dem Tod ihres Jugendfreunds. Sie möchte sich in ihrer Schule nicht verstellen und kämpft für Khalil. Die Autorin spricht nicht nur Vorurteile der Weißen gegen die Schwarzen an sondern auch umgekehrt, was sehr deutlich wird in der Beziehung zwischen Starr und ihrem weißen Freund. Denn auch sie hat ihre Bedenken, ihrem Vater von ihrem Freund zu erzählen. Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr flüssig, und angenehm zu lesen. Die Geschichte wird aus Starrs Sicht erzählt Die Familie von Starr spricht umgangssprachlich und mit Slang, dadurch wurde der Unterschied zwischen dem Leben in Garden Heights und an der Privatschule Williamson viel deutlicher. Ich war sehr gefesselt von Angie Thomas’ Schreibstil, weil ich mir alles sehr bildlich vorstellen konnte. Mein Fazit: Angie Thomas hat wirklich einen modernen Klassiker erschaffen, den wirklich jeder lesen sollte, egal welcher Ethnie man angehört oder welche Hautfarbe man hat. Ein sehr realistisches und authentisches Buch, welches man nicht aus der Hand legen kann. Einen halben Punkt Abzug gibt es, weil ich mir das Ende etwas anders vorgestellt habe, aber da möchte ich nicht spoilern. Ich gebe der Geschichte 4,5 von 5 Sternen. Vielen Dank an den cbt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Meine Meinung Der Jugendroman „The Hate U Give“ stammt von der Autorin Angie Thomas. Dieses Buch hat mich alleine schon durch das angesprochene Thema sehr angesprochen. Das Cover gefiel mir durch die Schlichtheit richtig gut und der Klappentext machte mich neugierig. Daher habe ich mir das Buch auch flott geschnappt und dann ging es auch schon los. Ihre Charaktere hat die Autorin hier realistisch und glaubhaft ausgearbeitet und in diese Geschichte hier eingebaut. Ich konnte sie mir alle vorstellen, konnte die Handlungen gut nachvollziehen und verstehen. Starr ist eine tolle Protagonistin. Auf mich wirkte sie authentisch und sie entwickelt sich im Verlauf der Handlung auch merklich weiter. Ich empfand sie zudem als stark, sie hat ihren ganz eigenen Kopf und am liebsten möchte sie die Regeln außer Acht lassen. Das aber ist nicht möglich und dennoch versucht Starr etwas zu bewegen. Auch die anderen Charaktere, egal ob man jetzt den Polizisten nimmt oder Starrs Vater, sie alle sind vorstellbar und glaubhaft dargestellt. Jeder von ihnen hat einen ganz bestimmten Platz, bringt ganz eigene Stärken und Schwächen, Ecken und Kanten mit. Der Schreibstil der Autorin hat mich von Beginn an gepackt. Ich war sehr schnell drin und bin dann richtig flüssig und locker durch die Seiten gekommen, sie flogen regelrecht an mir vorbei. Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Starr. Somit ist man ihr als Leser immer nahe, kann ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen und erlebt alles hautnah mit. Und ganz ehrlich, das ist nicht selten ziemlich heftig. Die Handlung der Autorin greift eine brisante und hochaktuelle Thematik auf. Sie schafft es aber sensibel damit umzugehen, bringt die Geschichte hier dann auch realistisch und glaubhaft rüber. Es wirkte einfach alles aus dem Leben gegriffen, es ist Realität, der man sich nur schwer verschließen kann. Die Autorin baut hier unweigerlich Spannung auf, man hetzt als Leser durch die Geschichte hindurch, immer auf der Suche danach wie es weitergeht. Man wird als Leser mit etwas konfrontiert, das man so in unserer Gegend nicht kennt. Es ist erschreckend und bewegt, regt zum Nachdenken an. Das Ende ist in meinen Augen das einzig passende. Es macht alles rund, schließt diese Handlung hier ab und es bleibt auch nach dem Beenden im Gedächtnis. Fazit Kurz gesagt ist „The Hat U Give“ von Angie Thomas ein Jugendroman, der den Leser von Anfang an packt und ihn aufrüttelt und bewegt. Authentische gut gezeichnete Charaktere, ein flüssiger leicht zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als brisant, hochaktuell und nachdenklich stimmend empfand, haben mir tolle Lesestunden beschert und bleiben auch nach dem Beenden im Gedächtnis. Absolut zu empfehlen!

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THUG LIFE

Von: Anja aka Ana

03.04.2019

Meinung & Fazit: Als Deutsche sieht oder hört man in den Nachrichten von der “Black Lives Matter” Bewegung in den USA und man bekommt auch mit, wenn ein “Schwarzer” erschossen wird. Doch all das ist für uns ziemlich weit weg. Diese Form der Krawalle und Aufstände, wie sie in den “Hoods” stattfinden sind uns gänzlich unbekannt und daher auch sehr schwer nachvollziehbar. Angie Thomas bringt uns diese Welt näher und schärft unseren Verstand für die Situation in den USA, aber sicherlich nicht nur dort, denn Rassimus und Mobbing gibt es auch bei uns. “Same shit, different country”. Auch wir haben Gegenden, die an “Garden Heights” erinnern und bei denen man sagt: Da darfst Du nicht hin, das ist eine “no-go-Zone”. Aber darf man wirklich pauschalisieren und alle Menschen, die in so einem Viertel wohnen über einen Kamm scheren? Ist es gerechtfertigt, dass ein Junge von einem Cop erschossen wird, nur weil er sich zum Auto umdreht und seine beste Freundin fragt, ob es Ihr gut geht? Ist es gerecht, dass der Junge als Krimineller dargestellt wird und im Buch gesagt wird: Der hat es sicherlich verdient? Und damit sind wir auch endlich beim Buch: Ich habe eine Seite ergriffen und ich habe die Seite gewechselt, bin zwischen den Seiten hin und her gehüpft und war unschlüssig. Warum? Khalil war ein Dealer und damit ein Kleinkrimeneller – aber hat er verdient was passiert ist, ist es nachvollziehbar was passiert ist? Lasst es uns beleuchten: Khalil und Starr werden von einem weißen Cop angehalten, während sie von einer Party nach Hause fahren, auf der es eine Schießerei gab. Eine Gegend, die bekannt ist für Banden, Drogen und Aufstände. Sie werden nicht angehalten, weil sie mit Drogen gehandelt haben oder weil sie zu schnell waren, sie werden angehalten, weil sie mit dem Auto unterwegs sind. War es clever, das Khalil zu erst “flapisige” Bemerkungen gegenüber dem Cop gemacht hat? Sicherlich nicht unbedingt in dieser Situation. Musste der Cop ihn aus dem Auto zerren, wie einen Verbrecher? Sicherlich nicht. Musste Khalil sich an Starr wenden und sie fragen wie es ihr geht, obwohl der Cop es verboten hatte? Sicherlich nicht. Waren all diese Reaktionen menschlich – höchst wahrscheinlich. Fakt ist: Khalil hat keine Waffe, er zieht keine Waffe und er schießt auch nicht auf den Cop, als dieser abdrückt und ihm dreimal in den den Rücken schießt… und das ist nicht richtig. Starr ist die 16jährige Hauptprotagonistin, die bereits den Tod von zwei Menschen hautnah miterleben musste in ihrem eigentlich kurzen Leben. Eine Protagonistin, die mitten in Garden Heights lebt, die die Gangs an den Farben erkennt es aber nicht cool findet. Die sich mit Ihrer Familie in das Zimmer des Hauses zurückzieht, das keine Fenster hat, wenn draußen geschossen wird. Sie ist verängstigt durch das Erlebnis und doch ist sie mutig und gibt Khalil eine Stimme und zeigt uns immer wieder wer der Junge war und nicht nur, was man sehen möchte. Es gibt in dem Buch Kriminelle, Obdachlose und Arbeitslosigkeit. Aber es gibt auch Menschen, die arbeiten, zur Schule gehen, eine Familie haben und sich um andere Menschen sorgen. Menschen denen es wichtig, ist was mit den anderen Menschen passiert in ihrer Nachbarschaft. Sprich es werden uns immer zwei Seiten einer Medaille gezeigt und das ist absolut großartig. Aber nicht nur die Weißen bekommen ihr Fett weg, auch dass es sehr verbohrte Ansichten unter den Schwarzen gibt, wird in diesem Buch thematisiert und auch Stereotype dargestellt, wie man sie eigentlich von so einer Gegend erwartet und doch ist es oft nicht so, wie es scheint. Die Angst, das Misstrauen und die Normalität mit der man von Gangmitgliedern liest, von Schüssen und Gewalt ist für mich schon fast irreal und dann immer die Fragen: Warum bleibt man da wohnen? Warum fühlt man sich einem Viertel so verbunden? Warum nimmt man einige Dinge einfach so hin? Das Buch ist wirklich großartig, denn es bringt uns dazu, dass man über Dinge nachdenkt. Welche Dinge? Diese hier: Rassismus Vorurteile Gesellschaft Freundschaft Loyalität Familie Angst und Mut Und last but not least möchte ich noch THUG LIFE erläutern, mit Hilfe des Glossars: The Hate U Give Little Infants Fucks Everybody: Was die Gesellschaft den Kindern antut, das kriegt sie später zurück, wenn diese raus ins Leben ziehen. (Im Sinne des Rappers Tupac Shakur)

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Rezension „Hate Hate U Give“ von Angie Thomas Inhalt: Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen… Meine Meinung: Ein Buch das ich innerhalb eines Tages verschlungen habe! The Hate U Give ist ein Buch über Starr und vor allem die Macht die Worte mit sich bringen. Im Buch geht um darum, wie sich das Leben von Starr verändert, nachdem Khalil ihr bester Freund in ihrem Beisein von einem weißen Polizisten erschossen wurde. Starr lebt in der „weißen“ und „schwarzen“ Welt und ist ein gebildetes, junges Mädchen. Sie wird jederzeit von ihrer Familie unterstützt und erfährt dort genau den Rückhalt den sie braucht. Ich mochte die Protagonisten sehr gerne und finde, dass die Autorin den Familienzusammenhalt wahnsinnig gut rüber gebracht hat. Ebenfalls fand ich sehr gut, dass auch positive Seiten des „Ghettolebens“ beleuchtet wurden. Alles was im Buch passiert, bleibt auch dort, damit meine ich, das nichts pauschalisiert wird, was ich ebenfalls super finde. Der Schreibstil der Autorin ist sehr „slangig“ und sie verwendet oft Umgangssprache, was meiner Meinung nach passend ist und alles realer wirken lässt. Ich persönlich finde, das hinter dem Buch die Aussage steht: Jeder kann etwas ändern und das, durch Worte. Und sowas, finde ich einfach ganz ganz große Klasse! Fazit: Ein Buch, das einfach „echt“ wirkt. Ich finde den Hype um das Buch völlig berechtigt und bin wahnsinnig froh es nun endlich auch gelesen zu haben. Die Message hinter dem Buch, seine Worte zu benutzen und die Macht dahinter zu erkennen finde ich großartig! Ein einzelner Mensch, kann mit wenigen Worten, sehr viel ändern. Dieses Wissen, kann unsere Welt jeden Tag ein bisschen besser machen. Das Buch bekommt von mir, wie kann es anders sein - 5 von 5 Sternen.

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Das Buch ist der sehr gelungene Debüt Roman von Angie Thomas, der Hype um das Buch komplett verdient hat. Wenn ein Buch so gehyped wird, nehme ich immer erst Abstand und lese das Buch dann später. Das war auch hier der Fall. Ich wollte das Buch eigentlich „schnell“ lesen, damit ich mit meinen Eltern ins Kino gehen kann. Denn es gilt: Erst das Buch, dann der Film. Als ich dann angefangen habe zu lesen, ist mir aufgefallen, dass das mit dem schnell gar nicht so einfach ist… Zunächst, fiel es mir schwer in das Buch reinzukommen und fand es dementsprechend nicht so gut. Im Nachhinein denke ich, liegt es mehr an dem schwierigen Thema, als am Buch (und evtl. auch an der falschen Umgebung). Als ich dann einmal in Ruhe in meinem Lesesessel saß, konnte ich mich dann auch richtig in das Buch hineinfinden. Also: Das Buch sollte nicht zwischen Tür und Angel, im Bus, in der Schule etc. gelesen werden. Nehmt euch für die Geschichte Zeit. Das Thema ist ein extrem wichtiges, über das viel zu wenig gesprochen wird: Gewalt durch die Polizei! Das Buch von Angie Thomas kam also gerade zur rechten Zeit. Sie geht gut an das Thema heran und, selbst wenn man mit dem Thema Gewalt nicht so vertraut ist, lernt man gut damit umzugehen. In Garden Heights lebt man in einer anderen, komplexen Welt, mit anderen Regeln und Strukturen, die einem so beigebracht werden, als würde man selber darin wohnen. In dem Buch selbst gibt es durch Starr eine aufgeschlossene, intelligente Protagonistin, die in „beiden Welten“ lebt. So kann der Konflikt besonders gut dargestellt werden. Außerdem merkt man, dass dieser Zwiespalt sich durch alle Bereiche zieht. Angefangen mit der Schule, über die Familie, Freunde, bis hin zu einer Liebesbeziehung. Es zerrüttet Familien, Freunde und man merkt wie zerrissen Starr in sich ist. Das Buch war so gut geschrieben, dass man teilweise selber das Gefühl hatte gleich von Gangbangern, die eine sehr wichtige Rolle spielen, angegriffen zu werden. In Garden Heights gibt es wie gesagt andere Regeln und viel Gewalt, aber es gibt auch gute Seiten. So wird die Wichtigkeit der Familie in den Vordergrund gerückt, in Garden Heights sind Freunde extrem wichtig und es wird gezeigt, dass trotz ihrer Unterschiede jeder in Garden Heights zusammenhält, wenn es sein muss. Trotz des ernsten Themas, gab es positive Lichblicke in Form von Familie und Freunden, und manchmal musste man sogar schmunzeln, was dem ganzen Buch eine unglaublich realistische Note vergibt. Stay Positive! Fazit: Mit „The Hate U Give” hat Angie Thomas ein krasses Buch geschaffen. Ich finde einfach keine besseres Adjektiv dafür. Das Buch nimmt dich mit in eine andere Welt. Leider ist es keine schöne Welt. Es ist so gut geschrieben, dass dich diese Welt förmlich gefangen hält und dich zum Nachdenken anregt. Es gibt keine Gewaltverherrlichung oder Ausreden, nein, es wird schlicht und einfach auf die Umstände aufmerksam gemacht. Das Buch hat eine unglaublich wichtige Message, was schreibe ich, es hat hunderte, tausende wichtige Messages. Steh für das ein, was dir wichtig ist! Deine Meinung zählt! Du kannst etwas ändern! Aber am wichtigsten meiner Meinung nach ist, dass Angie Thomas mit diesem Buch so viele Menschen erreichen konnte, die alle die gleiche Meinung haben wie ich. Wenn du es noch nicht gelesen hast, solltest du es dringend tun! Deshalb finde ich es auch schade, dass der Film in so wenigen großen Kinos läuft. Er sollte viel mehr unterstützt werden. Das Buch ist schonungslos ehrlich und öffnet dir die Augen! Gemeinsam können wir etwas ändern, wir müssen nur an uns selber glauben.

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Nach einer Party werden Starr und ihr Jugendfreund Khalil von der Polizei angehalten. Ohne ersichtlichen Grund wird Khalil erschossen. Die schwarze Bevölkerung beginnt zu rebellieren, denn der Polizist war weiß und Khalil unbewaffnet. Manche verurteilen Khalil, da er scheinbar Drogendealer und Mitglied einer Gang war, andere gehen für ihn auf die Straße und protestieren. Als einzige Zeugin rückt Starr immer mehr in den Mittelpunkt der Geschehnisse. Ihr Leben und das ihrer Eltern gerät in große Gefahr, denn nicht nur Polizei und Medien setzen sie unter Druck, sondern auch ein ganzes Viertel will Gerechtigkeit. So sieht sich Starr schwerwiegenden Entscheidungen gegenüber: Soll sie für Gerechtigkeit kämpfen oder für immer schweigen? Angie Thomas hat hier einen wundervollen Debütroman über Rassismus und Diskriminierung vorgelegt. Authentisch, realistisch und einfühlsam gibt sie einen Einblick in den Alltag der schwarzen Bevölkerung, den ich vorher so nicht kannte. Eine unbekannte Welt aus Gangs, Drogen und Gewalt. „The Hate U Give“ ist ein erschütterndes und packendes Teenager-Drama, in dem Freundschaft, Zusammenhalt und Mut im Mittelpunkt stehen. Ich war sprachlos und entsetzt mit welchen Missständen und Rivalitäten man in diesen Vierteln zu kämpfen hat. Die Ungerechtigkeiten und schnellen Vorverurteilungen haben mich fassungslos zurückgelassen. Die schonungslose Darstellung der Geschehnisse und der starke familiäre Zusammenhalt haben mich tief berührt. Beeindruckend fand ich auch, dass die Schriftstellerin sowohl Vorurteile der Weißen gegen die Schwarzen als auch umgekehrt anspricht. Ein Roman der zum Nachdenken anregt, da die Autorin deutlich macht, dass jeder Mensch, egal welcher Hautfarbe, wichtig ist und mit seiner Stimme etwas bewegen und erreichen kann. Schon allein wegen der brandheißen Themen war es eines der wichtigsten (Jugend-)Bücher des Jahres 2017! Ich finde dieses Buch hat den Hype völlig zu Recht verdient! 500 mitreißende und angenehm zu lesende Seiten, die wie im Flug vergehen. Unbedingt Lesen!!!

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Im Nachhinein kann ich gar nicht verstehen, wieso ich so lange mit dem Lesen gewartet habe. Dieses Buch sollte einfach jeder mal gelesen haben. Der Schreibstil der Autorin hat mich zunächst gar nicht so begeistern können, da es sehr umgangssprachlich und jugendlich mit vielen englischen Abkürzungen geschrieben war. Jedoch hat das zu unserer Protagonistin Starr gepasst, die dadurch doch sehr authentisch gewirkt hat. Nach ein paar Seiten hatte ich mich dann an den Schreibstil gewöhnt und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, denn nicht nur die Erzählweise hat mich gefesselt, sondern definitiv auch die Thematik. Diese ist jedoch alles andere als leichte Kost für zwischen durch, denn es geht um Rassismus und Polizeigewalt. Starr muss mit ansehen, wie ihr bester Freund von einem Polizisten erschossen wird, obwohl ihr Freund unbewaffnet war. Starr ist eine sehr mutige Protagonistin, die sich im Laufe der Handlungen stark weiter entwickelt und für Gerechtigkeit kämpfen will. Mir haben die Nebencharaktere auch sehr gut gefallen, da sie Starr unterstützen und hinter ihr stehen. Ich fand ihre ganze Familie eigentlich ziemlich liebenswert und mochte die verschiedenen Charaktere sehr. Generell kamen für mich die Gefühle der verschiedenen Figuren sehr gut rüber und ich habe richtig mitgelitten und mitgefiebert und an einigen Stellen wurde ich auch echt wütend, da einem bewusst wird, dass die hier angesprochene Thematik einfach leider sehr real ist und immer noch präsent. Auch die Nebenstory, in der es um Starrs Schulleben und ihr Liebesleben geht, hat mir wirklich gut gefallen und die Umgebung in der sie lebt, konnte ich mir bildlich sehr leicht vorstellen. Fazit: Eine Geschichte, die mich sehr bewegt hat und die zum Nachdenken anregt. Die Thematik ist unfassbar wichtig und wurde enorm gut umgesetzt und mir hat es richtig gut gefallen, dass alles so beschrieben war, dass man sich richtig in das Geschehen rein versetzen konnte. Ich habe sehr mit Starr gefühlt und finde, dass es mehr so mutige Menschen wie sie geben sollte, die für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung einstehen sollten. Ich denke wir können uns alle eine Scheibe von ihr abschneiden. Mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen und ich kann es wirklich jedem nur ans Herz legen, denn auch wenn das Thema kein leichtes ist, sollte man sich damit auseinander setzen und wer weiß, vielleicht öffnet es dem ein oder anderen ja die Augen. Von mir gibt es für dieses unfassbar gute Buch klare 5 von 5 Sterne.

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Die Geschichte: Starr ist schwarz und lebt in einem Ghetto. Aus Angst um ihre Tochter haben ihre Eltern sie auf eine Schule weiter außerhalb geschickt, auf die fast nur Weiße gehen. Dort ist Starr eine andere. Sie achtet darauf, wie sie nach Außen wirkt, weil sie nicht das Image eines schwarzen Ghetto-Mädchens haben möchte. In ihrem Viertel sieht die Welt schon anders aus. Da ist sie die Tochter eines Ex-Gangmitglieds, der mit Drogen gedealt hat und deswegen im Gefängnis landete. Um seiner Kinder Willen hat er damit aufgehört und versucht nun vor allem Jugendlichen, die drohen in die Szene abzurutschen, zu helfen. Trotz aller Bemühungen ist das Viertel kein sicheres Pflaster. Es gibt so gut wie täglich Schießereien. Auch auf einer Party, zu der Starr von einer Freundin mitgenommen wurde, wird geschossen. Sie flüchtet zusammen mit Khalil, den sie nach langer Zeit wieder getroffen hat, mit dem Auto. Die beiden werden von der Polizei angehalten und der Officer erschießt Khalil ohne ersichtlichen Grund. Das sorgt für große Aufregung. Nicht nur in ihrem Viertel, sondern auch außerhalb und irgendwann verlangt so gut wie die ganze Welt „Gerechtigkeit für Khalil“. Starr steht vor einer schwierigen Entscheidung. Sie ist die Zeugin, hat alles gesehen. Macht sie den Mund auf und verlangt ebenfalls Gerechtigkeit für ihren Freund oder lässt sie es, weil es doch nur Ärger einbringt und am Ende sowieso nicht hilft, weil die Polizei die Macht hat? Meine Meinung: Ein sehr brisantes und auch leider allzu aktuelles Thema wird in diesem Buch thematisiert. Wie oft erreicht selbst uns, hier in Deutschland, die Nachricht von einem von der Polizei erschossenen schwarzen Jugendlichen. Und nur allzu oft verläuft der Fall im Sand und der Polizist wird freigesprochen. Das ist nicht nur Rassismus, sondern zusätzlich noch Machtmissbrauch. Die Autorin geht in ihrem Buch wirklich sehr gut damit um. Denn es wird in keinem Fall pauschalisiert. Starr klagt nicht aus Prinzip alle Weißen an. Schließlich hat sie auch weiße Freunde. Dafür wird einem vor Augen geführt, dass viele Weiße dazu neigen zu pauschalisieren. Der wurde erschossen? Dann hat er bestimmt mit Drogen gedealt, immerhin ist er schwarz. Dieses Buch mahnt uns und erinnert daran, nicht so zu denken. Das hat mir sehr gefallen, weil in unserer Gesellschaft in viel zu vielen Fällen alle über einen Kamm geschoren werden. Der ist Deutscher und trägt Springerstiefel. Das muss ein Nazi sein. Der hat ein orientalisches Aussehen, einen langen Bart und trägt einen großen schwarzen Rucksack? Der will bestimmt eine Bombe legen. Der ist schwarz und wurde erschossen? Dann muss er Dreck am Stecken gehabt haben. Sowas ist wirklich traurig und deswegen sind Bücher, die offen mit diesen Themen umgehen, wichtig und sollten gelesen werden! „The Hate U Give“ ist eines dieser Bücher. Es ist ansprechend für Jugendliche, da die Protagonistin selbst eine Jugendliche ist. Sie hat eine sehr starke Persönlichkeit und sie macht innerhalb der Geschichte eine spürbare Veränderung durch. Leider gingen mir ihre Gefühle nicht tief genug unter die Haut. Dafür gibt es viele charmante Nebenfiguren, die sehr liebevoll gestaltet sind. An den Schreibstil musste ich mich erst etwas gewöhnen, denn manchmal wirkte alles zu sehr auf cool gemacht und dadurch weniger echt und teilweise sogar etwas übertrieben. Aber gleichzeitig trägt der Schreibstil dazu bei, dass man sich die Gespräche der Figuren sehr gut vorstellen kann. Denn die Unterhaltungen wirken nicht gestellt, sondern sehr lebensecht. Mein Fazit lautet: Trotz der zwei kleinen Kritikpunkte möchte ich das Buch allen ans Herz legen. Denn der Inhalt ist wirklich wichtig und sensibilisiert in Hinblick auf Diskriminierungen, Rassismus und Vorurteile. Gleichzeitig vermittelt die Geschichte jedem Jugendlichen: „Deine Stimme ist deine Stärke. Setze sie ein!“ Das ist eine sehr wichtige Botschaft. Für jeden, egal welcher Hautfarbe oder Ethnie. Carolin Wallraven, 18 Jahre Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch: Er flucht leise, dreht die Lautstärke von Tupac runter und lenkt den Impala an den Straßenrand. Wir befinden uns auf der Carnation, wo die meisten Häuser leer stehen und die Hälfte der Straßenlaternen kaputt ist. Kein Mensch zu sehen, außer uns und dem Streifenwagen. Khalil macht die Zündung aus. „Ich frag mich, was der Idiot will.“ Der Polizist parkt ebenfalls und schaltet sein Fernlicht ein. Ich blinzle, weil es mich blendet. Dann erinnere ich mich an noch etwas, dass Daddy mir gesagt hat. Wenn du mit jemand anderem unterwegs bist, kannst du nur hoffen, dass die bei dem nichts finden, sonst seid ihr beide verloren. Starr lebt parallel in zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: sie wohnt mit ihrer Familie in einem schwarzen Viertel, das nicht gerade den besten Ruf genießt, geht jedoch auf eine Privatschule mit überwiegend weißen Schülern. Diese beiden Welten werden vehement von ihr getrennt. Als sie nach Jahren ihren besten Freund Khalil auf einer Party wiedertrifft, müssen die beiden überstürzt vor einer Schießerei flüchten. Sie werden von einem Polizisten angehalten, der unbewaffnete Khalil wird vor Starrs Augen erschossen. Doch die Polizei hat kein echtes Interesse an der Aufklärung, so dass diejenigen, die Khalil nicht lediglich als Gangmitglied abstempeln, auf die Straße gehen und es zu Unruhen kommt. Hin- und hergerissen zwischen Protesten, Gangs und ihrer Schule muss sich Starr nun entscheiden, ob und wie sie die Ereignisse dieses Abends verarbeitet und verbreitet. „The Hate U Give“ ist aktuell: Rassismus war zwar schon immer ein Problem, doch gerade in unserer heutigen Zeit sollte sich jeder damit auseinandersetzen. Das Thema Polizeigewalt wird oftmals leider totgeschwiegen, deshalb sollte es mehr Bücher wie dieses geben, die sich explizit mit dieser schwierigen Thematik auseinandersetzen. Als negativen Kritikpunkt könnte man aufführen, dass „The Hate U Give“ in Umgangssprache geschrieben ist, doch das ist die Art, wie sich Starr und die restlichen Personen in ihrem Viertel unterhalten. Es lässt das Buch in meinen Augen authentischer wirken, außerdem findet sich am Ende ein Glossar der verwendeten umgangssprachlichen Wörter. Alles in allem ist „The Hate U Give“ ein ausgesprochen gutes Buch mit einem wichtigen Thema, das ich jedem empfehlen kann. Florian Frohreich, 15 Jahre

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