Leserstimmen zu
The Hate U Give

Angie Thomas

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The Hate U Give von Angie Thomas, stand bei mir schon länger auf meiner Leseliste. Nun endlich konnte ich es im Monat Mai in die Hände nehmen. Das Buch hat mir grundsätzlich sehr gut gefallen, die Thematik, die in diesem Buch behandelt wird, ist leider aktuell pure Realität. Der Schreibstil der Autorin war wunderbar und man kommt ganz schnell in das Buch rein. In diesem Buch geht es hauptsächlich um die 16-jährige Starr und ihrem besten Freund Khalil. Starr lebt in zwei Welten, in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Eines Tages wird ihr bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen, dadurch rückt sie als Zeugin ins Zentrum der Öffentlichkeit. Dadurch geriet Starr und ihre Familie unter enormen Druck.

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Zum Cover: Das Cover ist schlicht und relativ "leer" und zieht somit mehr Aufmerksamkeit auf die dunkelhäutige Figur, die ein großes Schild, mit dem Titel des Buches hält. Das Cover hat Bezug zur Geschichte, was mir immer sehr gut gefällt. Für mich ist es jedoch kein Coverhighlight. Meine Meinung: "The Hate U Give": ein Buch über das viel geredet und geschrieben wird. Trotzdem hat es einige Zeit gebraucht, bis ich den #1 New York Times Bestseller gelesen habe. Angie Thomas erschuf ein sehr interessantes Werk. Ausländerfeindlichkeit, Armut und vor allem Mut, sind Wörter, welche für mich für den Roman stehen. Leider ist Ausländerfeindlichkeit immer noch ein aktuelles Thema in unserer Gesellschaft. Gerade in den Staaten haben dunkelhäutige Menschen mit vielen Vorurteilen zu kämpfen und es kommt immer wieder zu Gewalt zwischen Polizei und Afroamerikanern. Auch Khalil wurde Opfer einer solchen Situation und Starr muss mitansehen, wie ihr bester Freund vor ihren Augen stirbt. Ein dramatisches Ereignis, das uns als deutschen Leser schon sehr schockiert. Das Ghetto in dem Starr mit ihrer Familie lebt ist geprägt von Armut, Gewalt, Gangs und Drogen. Warum verkaufen Kinder und Jugendliche Drogen und rutschen in das Gangleben? Die Armut spielt hier eine große Rolle. Es gelang der Autorin dies in ihren Roman zu transportieren und umzusetzen. Besonders gut hat mir an der Geschichte gefallen, dass man bei der Protagonistin Starr sehr gut den Einblick in den Zwiespalt zwischen Wegschauen und "den Mund aufmachen" bekommt, wie viel Mut man sammeln muss, um die Angst und Hoffnungslosigkeit zu überwinden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch etwas besonderes ist. Ein Buch, das gesellschaftskritisch und aufklärend ist. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, jedoch hat mir teilweise noch etwas mehr Aufklärung bzw mehr Auseinandersetzung mit den verschiedenen Themen gefehlt. Da es ein Jugendbuch ist, wurde natürlich noch ein wenig Liebe und Schuldrama hinzugefügt, was für meinen Geschmack nicht wirklich nötig gewesen wäre. Trotzdem hat mich das Buch zum Nachdenken angeregt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen! Fazit: "The Hate U Give" ist ein gesellschaftskritischer und aufklärender Roman, der Eindruck hinterlässt und zum Nachdenken anregt, sich jedoch mehr mit bestimmten Thematiken hätte beschäftigen können. Ich vergebe für dieses Buch daher 4 von 5 Sternen.

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Cover: Das Cover mit Amandla Stenberg ist richtig schön und schlicht. Amandla hält ein Plakat mit den Worten The Hate U Give, was direkt ins Auge sticht. Lieblingszitat: „ It’s impossible to be unarmed when your blackness is the weapon that they fear.“ ( Filmzitat) Meine Meinung: Dieses Buch sprich ein sehr wichtiges Thema an, nämlich Rassismus, was immer noch sehr aktuell ist. Angie Thomas zeigt mit ihrem Debüt, das Rassismus nicht gleich Rassismus ist. Dies kann man in verschiedenen Formen ausdrücken, manchmal sogar unbewusst. Kurz das Buch befasst sich mit einem Thema über das viel zu wenig gesprochen wird. Der Titel „ The Hate U Give“ kurz THUG oder bekannt als THUG LIFE sind die berühmten Worte von dem Rapper Tupac. Dieses Akronym bedeutet: „ The Hate U Give Little Infants Fucks Everybody“. Auf deutsch ungefähr: „Der Hass, der kleinen Kindern entgegengebracht wird, schädigt alle“. Angie Thomas erläutert diesen wichtigen Satz mehrfach in ihrem Buch. Es bedeutet, dass der Hass den die älteren Menschen verbreiten auch die kleineren Kinder einnehmen und es wie ein Teufelskreis weitergeht. Dies zerstört die ganze Gesellschaft mit dem nie endenden Hass, Rassismus und Diskriminierung. Im Mittelpunkt steht unsere 16-jährige Protagonistin Starr. Diese lebt ein Doppelleben; ihr richtiges Leben in ihrem Viertel Garden Heights und ein Leben an einer Privatschule. An ihrer Schule möchte sie keinesfalls als Ghetto-Mädchen auffallen, achtet darauf nicht mit Akzent oder Slang zu sprechen und verstellt sich meistens neben ihren weißen Freunden. Eines Abends nach einer Party in Garden Heights werden Starr und ihr Jugendfreund Khalil von der Polizei angehalten. Der weiße Polizist erschießt Khalil ohne ersichtlichen Grund und behandelt Starr in diesem schmerzhaften Moment auch wie eine Kriminelle. Ich hatte Gänsehaut beim Lesen dieser Szene. Die Medien stellten Khalil als einen Drogendealer dar ohne überhaupt zu erwähnen, dass er ein unbewaffneter Jugendlicher war. Starr verändert sich nach dem Tod ihres Jugendfreunds. Sie möchte sich in ihrer Schule nicht verstellen und kämpft für Khalil. Die Autorin spricht nicht nur Vorurteile der Weißen gegen die Schwarzen an sondern auch umgekehrt, was sehr deutlich wird in der Beziehung zwischen Starr und ihrem weißen Freund. Denn auch sie hat ihre Bedenken, ihrem Vater von ihrem Freund zu erzählen. Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr flüssig, und angenehm zu lesen. Die Geschichte wird aus Starrs Sicht erzählt Die Familie von Starr spricht umgangssprachlich und mit Slang, dadurch wurde der Unterschied zwischen dem Leben in Garden Heights und an der Privatschule Williamson viel deutlicher. Ich war sehr gefesselt von Angie Thomas’ Schreibstil, weil ich mir alles sehr bildlich vorstellen konnte. Mein Fazit: Angie Thomas hat wirklich einen modernen Klassiker erschaffen, den wirklich jeder lesen sollte, egal welcher Ethnie man angehört oder welche Hautfarbe man hat. Ein sehr realistisches und authentisches Buch, welches man nicht aus der Hand legen kann. Einen halben Punkt Abzug gibt es, weil ich mir das Ende etwas anders vorgestellt habe, aber da möchte ich nicht spoilern. Ich gebe der Geschichte 4,5 von 5 Sternen. Vielen Dank an den cbt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Die Geschichte: Starr ist schwarz und lebt in einem Ghetto. Aus Angst um ihre Tochter haben ihre Eltern sie auf eine Schule weiter außerhalb geschickt, auf die fast nur Weiße gehen. Dort ist Starr eine andere. Sie achtet darauf, wie sie nach Außen wirkt, weil sie nicht das Image eines schwarzen Ghetto-Mädchens haben möchte. In ihrem Viertel sieht die Welt schon anders aus. Da ist sie die Tochter eines Ex-Gangmitglieds, der mit Drogen gedealt hat und deswegen im Gefängnis landete. Um seiner Kinder Willen hat er damit aufgehört und versucht nun vor allem Jugendlichen, die drohen in die Szene abzurutschen, zu helfen. Trotz aller Bemühungen ist das Viertel kein sicheres Pflaster. Es gibt so gut wie täglich Schießereien. Auch auf einer Party, zu der Starr von einer Freundin mitgenommen wurde, wird geschossen. Sie flüchtet zusammen mit Khalil, den sie nach langer Zeit wieder getroffen hat, mit dem Auto. Die beiden werden von der Polizei angehalten und der Officer erschießt Khalil ohne ersichtlichen Grund. Das sorgt für große Aufregung. Nicht nur in ihrem Viertel, sondern auch außerhalb und irgendwann verlangt so gut wie die ganze Welt „Gerechtigkeit für Khalil“. Starr steht vor einer schwierigen Entscheidung. Sie ist die Zeugin, hat alles gesehen. Macht sie den Mund auf und verlangt ebenfalls Gerechtigkeit für ihren Freund oder lässt sie es, weil es doch nur Ärger einbringt und am Ende sowieso nicht hilft, weil die Polizei die Macht hat? Meine Meinung: Ein sehr brisantes und auch leider allzu aktuelles Thema wird in diesem Buch thematisiert. Wie oft erreicht selbst uns, hier in Deutschland, die Nachricht von einem von der Polizei erschossenen schwarzen Jugendlichen. Und nur allzu oft verläuft der Fall im Sand und der Polizist wird freigesprochen. Das ist nicht nur Rassismus, sondern zusätzlich noch Machtmissbrauch. Die Autorin geht in ihrem Buch wirklich sehr gut damit um. Denn es wird in keinem Fall pauschalisiert. Starr klagt nicht aus Prinzip alle Weißen an. Schließlich hat sie auch weiße Freunde. Dafür wird einem vor Augen geführt, dass viele Weiße dazu neigen zu pauschalisieren. Der wurde erschossen? Dann hat er bestimmt mit Drogen gedealt, immerhin ist er schwarz. Dieses Buch mahnt uns und erinnert daran, nicht so zu denken. Das hat mir sehr gefallen, weil in unserer Gesellschaft in viel zu vielen Fällen alle über einen Kamm geschoren werden. Der ist Deutscher und trägt Springerstiefel. Das muss ein Nazi sein. Der hat ein orientalisches Aussehen, einen langen Bart und trägt einen großen schwarzen Rucksack? Der will bestimmt eine Bombe legen. Der ist schwarz und wurde erschossen? Dann muss er Dreck am Stecken gehabt haben. Sowas ist wirklich traurig und deswegen sind Bücher, die offen mit diesen Themen umgehen, wichtig und sollten gelesen werden! „The Hate U Give“ ist eines dieser Bücher. Es ist ansprechend für Jugendliche, da die Protagonistin selbst eine Jugendliche ist. Sie hat eine sehr starke Persönlichkeit und sie macht innerhalb der Geschichte eine spürbare Veränderung durch. Leider gingen mir ihre Gefühle nicht tief genug unter die Haut. Dafür gibt es viele charmante Nebenfiguren, die sehr liebevoll gestaltet sind. An den Schreibstil musste ich mich erst etwas gewöhnen, denn manchmal wirkte alles zu sehr auf cool gemacht und dadurch weniger echt und teilweise sogar etwas übertrieben. Aber gleichzeitig trägt der Schreibstil dazu bei, dass man sich die Gespräche der Figuren sehr gut vorstellen kann. Denn die Unterhaltungen wirken nicht gestellt, sondern sehr lebensecht. Mein Fazit lautet: Trotz der zwei kleinen Kritikpunkte möchte ich das Buch allen ans Herz legen. Denn der Inhalt ist wirklich wichtig und sensibilisiert in Hinblick auf Diskriminierungen, Rassismus und Vorurteile. Gleichzeitig vermittelt die Geschichte jedem Jugendlichen: „Deine Stimme ist deine Stärke. Setze sie ein!“ Das ist eine sehr wichtige Botschaft. Für jeden, egal welcher Hautfarbe oder Ethnie. Carolin Wallraven, 18 Jahre Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch: Er flucht leise, dreht die Lautstärke von Tupac runter und lenkt den Impala an den Straßenrand. Wir befinden uns auf der Carnation, wo die meisten Häuser leer stehen und die Hälfte der Straßenlaternen kaputt ist. Kein Mensch zu sehen, außer uns und dem Streifenwagen. Khalil macht die Zündung aus. „Ich frag mich, was der Idiot will.“ Der Polizist parkt ebenfalls und schaltet sein Fernlicht ein. Ich blinzle, weil es mich blendet. Dann erinnere ich mich an noch etwas, dass Daddy mir gesagt hat. Wenn du mit jemand anderem unterwegs bist, kannst du nur hoffen, dass die bei dem nichts finden, sonst seid ihr beide verloren. Starr lebt parallel in zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: sie wohnt mit ihrer Familie in einem schwarzen Viertel, das nicht gerade den besten Ruf genießt, geht jedoch auf eine Privatschule mit überwiegend weißen Schülern. Diese beiden Welten werden vehement von ihr getrennt. Als sie nach Jahren ihren besten Freund Khalil auf einer Party wiedertrifft, müssen die beiden überstürzt vor einer Schießerei flüchten. Sie werden von einem Polizisten angehalten, der unbewaffnete Khalil wird vor Starrs Augen erschossen. Doch die Polizei hat kein echtes Interesse an der Aufklärung, so dass diejenigen, die Khalil nicht lediglich als Gangmitglied abstempeln, auf die Straße gehen und es zu Unruhen kommt. Hin- und hergerissen zwischen Protesten, Gangs und ihrer Schule muss sich Starr nun entscheiden, ob und wie sie die Ereignisse dieses Abends verarbeitet und verbreitet. „The Hate U Give“ ist aktuell: Rassismus war zwar schon immer ein Problem, doch gerade in unserer heutigen Zeit sollte sich jeder damit auseinandersetzen. Das Thema Polizeigewalt wird oftmals leider totgeschwiegen, deshalb sollte es mehr Bücher wie dieses geben, die sich explizit mit dieser schwierigen Thematik auseinandersetzen. Als negativen Kritikpunkt könnte man aufführen, dass „The Hate U Give“ in Umgangssprache geschrieben ist, doch das ist die Art, wie sich Starr und die restlichen Personen in ihrem Viertel unterhalten. Es lässt das Buch in meinen Augen authentischer wirken, außerdem findet sich am Ende ein Glossar der verwendeten umgangssprachlichen Wörter. Alles in allem ist „The Hate U Give“ ein ausgesprochen gutes Buch mit einem wichtigen Thema, das ich jedem empfehlen kann. Florian Frohreich, 15 Jahre

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Die Geschichte: Starr ist schwarz und lebt in einem Ghetto. Aus Angst um ihre Tochter haben ihre Eltern sie auf eine Schule weiter außerhalb geschickt, auf die fast nur Weiße gehen. Dort ist Starr eine andere. Sie achtet darauf, wie sie nach Außen wirkt, weil sie nicht das Image eines schwarzen Ghetto-Mädchens haben möchte. In ihrem Viertel sieht die Welt schon anders aus. Da ist sie die Tochter eines Ex-Gangmitglieds, der mit Drogen gedealt hat und deswegen im Gefängnis landete. Um seiner Kinder Willen hat er damit aufgehört und versucht nun vor allem Jugendlichen, die drohen in die Szene abzurutschen, zu helfen. Trotz aller Bemühungen ist das Viertel kein sicheres Pflaster. Es gibt so gut wie täglich Schießereien. Auch auf einer Party, zu der Starr von einer Freundin mitgenommen wurde, wird geschossen. Sie flüchtet zusammen mit Khalil, den sie nach langer Zeit wieder getroffen hat, mit dem Auto. Die beiden werden von der Polizei angehalten und der Officer erschießt Khalil ohne ersichtlichen Grund. Das sorgt für große Aufregung. Nicht nur in ihrem Viertel, sondern auch außerhalb und irgendwann verlangt so gut wie die ganze Welt „Gerechtigkeit für Khalil“. Starr steht vor einer schwierigen Entscheidung. Sie ist die Zeugin, hat alles gesehen. Macht sie den Mund auf und verlangt ebenfalls Gerechtigkeit für ihren Freund oder lässt sie es, weil es doch nur Ärger einbringt und am Ende sowieso nicht hilft, weil die Polizei die Macht hat? Meine Meinung: Ein sehr brisantes und auch leider allzu aktuelles Thema wird in diesem Buch thematisiert. Wie oft erreicht selbst uns, hier in Deutschland, die Nachricht von einem von der Polizei erschossenen schwarzen Jugendlichen. Und nur allzu oft verläuft der Fall im Sand und der Polizist wird freigesprochen. Das ist nicht nur Rassismus, sondern zusätzlich noch Machtmissbrauch. Die Autorin geht in ihrem Buch wirklich sehr gut damit um. Denn es wird in keinem Fall pauschalisiert. Starr klagt nicht aus Prinzip alle Weißen an. Schließlich hat sie auch weiße Freunde. Dafür wird einem vor Augen geführt, dass viele Weiße dazu neigen zu pauschalisieren. Der wurde erschossen? Dann hat er bestimmt mit Drogen gedealt, immerhin ist er schwarz. Dieses Buch mahnt uns und erinnert daran, nicht so zu denken. Das hat mir sehr gefallen, weil in unserer Gesellschaft in viel zu vielen Fällen alle über einen Kamm geschoren werden. Der ist Deutscher und trägt Springerstiefel. Das muss ein Nazi sein. Der hat ein orientalisches Aussehen, einen langen Bart und trägt einen großen schwarzen Rucksack? Der will bestimmt eine Bombe legen. Der ist schwarz und wurde erschossen? Dann muss er Dreck am Stecken gehabt haben. Sowas ist wirklich traurig und deswegen sind Bücher, die offen mit diesen Themen umgehen, wichtig und sollten gelesen werden! „The Hate U Give“ ist eines dieser Bücher. Es ist ansprechend für Jugendliche, da die Protagonistin selbst eine Jugendliche ist. Sie hat eine sehr starke Persönlichkeit und sie macht innerhalb der Geschichte eine spürbare Veränderung durch. Leider gingen mir ihre Gefühle nicht tief genug unter die Haut. Dafür gibt es viele charmante Nebenfiguren, die sehr liebevoll gestaltet sind. An den Schreibstil musste ich mich erst etwas gewöhnen, denn manchmal wirkte alles zu sehr auf cool gemacht und dadurch weniger echt und teilweise sogar etwas übertrieben. Aber gleichzeitig trägt der Schreibstil dazu bei, dass man sich die Gespräche der Figuren sehr gut vorstellen kann. Denn die Unterhaltungen wirken nicht gestellt, sondern sehr lebensecht. Mein Fazit lautet: Trotz der zwei kleinen Kritikpunkte möchte ich das Buch allen ans Herz legen. Denn der Inhalt ist wirklich wichtig und sensibilisiert in Hinblick auf Diskriminierungen, Rassismus und Vorurteile. Gleichzeitig vermittelt die Geschichte jedem Jugendlichen: „Deine Stimme ist deine Stärke. Setze sie ein!“ Das ist eine sehr wichtige Botschaft. Für jeden, egal welcher Hautfarbe oder Ethnie. Carolin Wallraven, 18 Jahre

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Darum geht es: Starr Carter wird zur Zeugin der Erschießung ihres ältesten Freundes Khalil. Genau wie sie war ihr Freund schwarz und unbewaffnet und sie beide wurden von einem weißen Polizisten bedroht. Gefangen zwischen zwei Welten muss Starr entscheiden, ob sie für Gerechtigkeit kämpfen wird, wissend, dass Drohungen gegen sie und ihre Familie dann sehr schnell zu Gewalt werden können. Meine Meinung: Da der Kinofilm bald anläuft, wollte ich endlich meine Meinung zu diesem Buch formulieren, weil ich finde, das immer noch nicht genug darüber geredet wird. Denn selbst, wenn das hier nur ein fiktionales Werk ist, ist es doch für viele Menschen in dieser Welt bittere Realität und ehe wir – die Mehrheit, die Weißen, die Privilegierten – nicht verstehen, was schief läuft, können wir auch nichts dagegen tun. Und genau deswegen ist The Hate U Give auch so ein wichtiges Buch. Wie schon so viele Blogger, Influencer und Autoren vor mir, bin auch ich der Meinung, dass dieses Buch in jede Bibliothek, jedes Klassenzimmer und jeden Lehrplan gehört, weil es einfach SO WICHTIG ist. Zuallererst möchte ich das Buch als solches betrachten: Ein Buch. Ganz kurz möchte ich unabhängig vom Inhalt über Aufbau, Schreibstil und Spannungsbogen schreiben können, damit mein Zwiespalt zum Ausdruck kommt. Denn dieses Buch ist gut und wichtig, aber gerade auf Deutsch hat es ein paar Schwächen. Es wird in insgesamt 5 Abschnitten erzählt, die jeweils markieren, wie viel Zeit bereits seit dem Abend, an dem Khalil starb, vergangen ist. Das ist richtig wichtig zu sehen, da Prozesse oft sehr lange dauern und man die Langzeitwirkung sonst nicht versteht, die ein solches Ereignis mit sich bringt. Allerdings ist ein Spannungsbogen so ebenfalls schwer auszumachen, die Handlung zieht sich etwas und oftmals fiel es mir schwer das Buch wieder aufzuschlagen. Während des Lesens war ich dennoch nicht geneigt zu unterbrechen, da Angie Thomas mit einer Eindringlichkeit erzählt, die fesselnd ist. Der Schreibstil hingegen ist sehr normal. Der Spruch „Show, don’t tell“ hätte wohl im Lektorat häufiger fallen können, denn Vieles wird in diesem Buch einfach erzählt. Es wird dem Leser vorgesetzt und es braucht wenig Gedankenschmalz, um die Botschaft des Buches zu verstehen. Aber mittlerweile denke ich, dass diese Geradlinigkeit und klare Darstellung der Tatsachen das ist, was wir brauchen. Zwischen den Zeilen von Ungerechtigkeit und Rassismus lesen bringt wenig, wenn dann die Botschaft nicht ankommt; manchmal muss man dem Gegenüber ins Gesicht schreien, was falsch läuft. Und das macht Angie Thomas. Schonungslos, ehrlich und beklemmend genau erzählt sie vom Alltag eines schwarzen Mädchens in einer weißen Schule, dem Alltag einer normalen Familie in einem Viertel voller Gewalt und Banden, den alltäglichen Vorurteilen, denen Schwarze heute noch ausgesetzt sind. Denn wie im Buch ganz richtig gesagt wird, muss man nicht Rassist sein, um etwas rassistisches zu sagen. Dennoch geht der Charme des Buches und seine Eindringlichkeit mit der Übersetzung ins Deutsche verloren. Da ich das Buch sowohl auf Englisch, als auch auf Deutsch gelesen habe, habe ich einige Unterschiede bemerkt, die mir nicht gefallen haben. Das Besondere an diesem Buch ist eigentlich, dass Slang gesprochen wird. Im Original trägt der Slang dazu bei, den Unterschied von Starrs Welten zu verdeutlichen. Auf Deutsch funktioniert das weniger. Abgesehen von sehr häufigem Fluchen (Richtig oft, selbst mich hat das am Anfang geschockt), dass auf Deutsch gravierender und schlimmer klingt, als auf Englisch, kann man den Slang nicht übersetzen. Trotzdem hat der Verlag sich bemüht die Unterschiede irgendwo zu zeigen und so wurden Wörter wie boyfriend, girlfriend, swaggen, Spring Break, yes und no einfach nicht übersetzt. Das hat mich gestört. Tierisch. Klar, die Bedeutung wird gerade bei Boyfriend/Girlfriend so deutlich klarer, aber trotzdem klingt es irgendwie falsch und gewollt. Und irgendwie ein wenig dumm. Und dass die Figuren nun dumm, anstatt authentisch klingen passt mir gar nicht. Denn der Slang lässt sie im Original nicht weniger intelligent wirken, nur weil mal eine Silbe verschluckt wird oder ein Wort anders betont. Ich hatte dabei eher das Gefühl, dass die Wörter dadurch eine stärkere Bedeutung bekommen, wichtiger für Starr und ihre Gemeinschaft wurden. Mein Rat an dieser Stelle: Lest es auf Englisch. Die Botschaft des Buches funktioniert zum Glück unabhängig von Schreibstil und Übersetzung und (allein) deswegen ist es so wichtig. Starr wird in ihrem jungen Leben mit einigen heftigen Dingen konfrontiert, schon einmal hat sie eine Freundin an ihr Viertel verloren und mit Khalils Tod kommen alte Erinnerungen hoch. Abgesehen davon, dass die Polizei sich nicht für die seelischen Schäden Starrs interessiert (Was bei einer weißen Zeugin sicherlich der Fall gewesen wäre) wird versucht, den Vorfall unter den Tisch zu kehren und der Polizist selber, der geschossen hat, tritt im Buch kein weiteres Mal auf. Als Leser bekommt man also weder Gerechtigkeit noch Genugtuung, stattdessen erlebt man wie Starr und ihre Familie eingeschüchtert werden, Machtkämpfe über Khalil und seiner Geschichte ausgetragen werden und Rassismus den Alltag dieser normalen Familie mehr bestimmt, als man glauben möchte. Zudem muss Starr sich in zwei Welten bewegen: Der ihres Viertels, Garden Heights, dass schwarz ist und der ihrer Schule, Williamson, die hauptsächlich von weißen Kindern besucht wird. Aufgrund schlechter Erfahrungen trennt Starr diese beiden Welten strickt und passt auch ihr Verhalten an, damit ihr niemand etwas Böses nachsagen kann. Die Williamson-Starr hält den Mund, wenn Leute ihr blöd kommen, damit keiner sie für ein „Angry Black Girl“ hält.“ – S. 85 Das traurige und schockierende an diesem Buch ist, dass Starr genau wie jeder andere Mensch ist. Sie könnte meine Freundin, deine Freundin, das Mädchen von nebenan sein. Sie ist keine Bedrohung. Und doch sorgen Vorurteile, Druck und Angst nach wie vor dafür, dass all das nicht mehr zählt, als ein Polizist die Waffe auf sie richtet. Starrs Welt funktioniert nicht mehr, als Unruhen nach Khalils Tod aufkommen; und ihre getrennten Welten plötzlich einer Verbindung bekommen. Immer öfter fragt sie sich, ob sie ihre Rasse verrät, wenn sie den Mist ihrer Mitschüler unkommentiert lässt und sich in einen weißen Jungen verliebt. Diese Identitäskrise sollte es eigentlich nicht geben. Nicht aufgrund der Hautfarbe. Sie fühlt sich, als hätte sie an ihrem Freund versagt. Starr muss entscheiden, ob sie in Sicherheit leben will oder dafür sorgen, dass Khalil nicht zu einem Instrument der Medien und Machthaber wird. Aber auch wenn die Unruhen auf mein Konto gehen, klingt es in den Nachrichten im Grunde so, als sei Khalil an seinem Tod selbst schuld. – S. 163 Mal ganz abgesehen davon, dass Starr hier für ihren Freund und Ungerechtigkeiten gegenüber der schwarzen Bevölkerung kämpfen muss, hat mich besonders schockiert, dass Starr und ihre Geschwister gelernt haben, der Polizei zu misstrauen. Sie haben gelernt, den Justizkräften des Staates nicht zu vertrauen, mit zwölf haben sie und ihr großer Bruder von ihrem Vater ein paar Verhaltensregeln eingeschärft bekommen, damit sie nicht irgendwann erschossen im Straßengraben enden. Halt deine Hände so, dass man sie sieht. Mach keine plötzlichen Bewegungen. Red nur, wenn du was gefragt wirst. – S. 29 Und das ist traurig und schlimm. Wenn der Staat das Sicherheitsgefühl seiner Bürger, völlig unabhängig von Herkunft, Ethnie und Umständen nicht gewährleisten kann, dann haben wir als Menschen versagt. Und wenn Kinder sich in Gegenwart anderer nicht so benehmen können, wie sie sind, dann noch viel mehr. Im Laufe des Buches wird man als Leser auf die Probe gestellt, denn Starr lässt sich nicht länger alles bieten und spricht endlich auch ihre engen Schulfreunde auf falsches und feindliches Verhalten an. Und ich als Zuschauer musste realisieren, das ich vielleicht ebenfalls nicht ganz vorurteilsfrei bin. Toleranz muss man sich antrainieren, „offen sein“ ist kein Charakterzug, den man in die Wiege gelegt bekommt. Es ist eine Entscheidung und solange wir noch nicht für uns selbst entschieden haben, dass Hautfarbe und Herkunft keine Rolle für uns spielen, solange wird es solche Ungerechtigkeiten weiter geben. The Hate U Give ist kein perfektes Buch. Aber das muss es auch nicht sein, um Bewusstsein zu fördern. Lest es, gebt es weiter. Es ist so einfach. Und so unglaublich wichtig. Ein letztes Zitat möchte ich euch noch mit auf den Weg geben. Abschiede schmerzen am meisten, wenn der andere nicht mehr da ist. – S. 80

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Starr führt ein kleines Doppelleben. Während sie an ihrer renomierten Schule die einzige Dunkelhäutge ist, hat sie es in ihrem Privatleben fast nur mit Schwarzen zu tun und kennt das Leben im Ghetto. Sie vesucht beide Leben strikt zu trennen - bis sie mit ansehen muss, wie ihr bester Freund Khalil erschossen wird und sie somit in den Fokus der Medien gerät. Kann sie die Wahrheit über das, was in jener Nacht passierte, preisgeben, oder sollte sie lieber schweigen? "The Hate U Give" ist ein wansinnig wichtiges und authentisches Buch, das schon längst überfällig war. Leider ist das Thema Rassismus immer noch viel zu sehr vertreten und es wurde Zeit, dass ein Buch darauf gezielt eingeht und einige Missstände hervorhebt. Angie Thomas hat dies mit ihrem Buc sehr gut geschafft. Sie schafft es, Stars Geschichte zu erzählen und dabei wahnsinnig authentisch zu bleiben, sodass man ihr diese voll abkauft. Star ist sehr sympathisch und auch ihr Leben in ihren beiden Welten konnte ich voll nachvollziehen. Die Sprache ist manchmal etwas Slang-mässig, was aber gut zu Stars Umgebung passt und die Geschichte umso authentischer werden lässt. Etwas schade fand ich, dass die "Weißen" im Buch leider sehr klischeehaft dargestellt werden. Natürlich ist Rassismus ein sehr großes Thema und es gibt viel zu viele rassistische weiße Menschen, aber glücklicherweise auch viele, die es nicht sind. Das kam mir ein bisschen zu kurz, denn selbst Starrs Freund hat auf viele dieser Klischees zugetroffen. "The hate u give" ist auf jeden Fall ein sehr wichtiges Buch, das ein noch wichtigeres Thema aufgreift. Bitte mehr davon!

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Wie geht man mit gehypten Büchern wie "The Hate U Give" von Angie Thomas um? Ich für meinen Teil versuche immer möglichst unvoreingenommen an ein Buch heranzugehen, doch auch dann sind die Erwartungen schon etwas höher gesteckt. Ich kann schon vorab verraten, dass mit das Buch gut gefallen hat, ich mir aber noch etwas mehr davon versprochen hatte - wahrscheinlich genau wegen dem Hype, der aus Amerika zu uns herübergeschwappt war. Ich kann mir gut vorstellen, dass Angie Thomas' Geschichte in Amerika einfach noch besser funktioniert, weil die Thematik da noch viel brisanter ist. Zu Beginn lernt man die 16-jährige Starr kennen, die in zwei verschiedenen Welten lebt: im schwarzen Viertel Garden Heigh, in dem sie aufgewachsen ist und in der überwiegend weissen Privatschule. Schon nach kurzer Zeit wird man Zeuge einer unvorstellbar schrecklichen Szene. Starr muss nämlich zuschauen, wie Khalil, ein Freund von früher, von einem weissen Polizisten erschossen wird - ohne Vorwarnung, ohne triftigen Grund. Immer mal wieder liest und hört man von so einem Vorfall aus den USA und so ist "The Hate U Give" ein Schrei nach Gerechtigkeit. Kein Wunder, dass nun Starrs Leben aus den Fugen gerät. Auf der einen Seite will sie Gerechtigkeit für Khalil, auf der anderen Seite sind da ihre beiden gut betuchten Freundinnen und vor allem ihr weisser Freund von der Schule. Sie fragt sich, ob sie nicht ihre schwarzen Wurzeln verrät und fühlt sich immer unwohler in ihrer Haut. Gekonnt zieht Angie Thomas an den Fäden und das Drama nimmt seinen Lauf. In Garden Heigh kommt es zu Unruhen und Starr gibt sich als Zeugin zu erkennen. Die Autorin schafft es gut, den inneren Zwiespalt der Protagonistin aufzuzeigen und so zum Nachdenken anzuregen. Es ist interessant, in ein schwarzes Viertel einzutauchen und mitzuverfolgen, wie da der Hase läuft. Und vor allem ist es erschreckend, erkennen zu müssen, dass die Polizei nicht für alle Freund und Helfer ist, dass die Eltern in Garden Heigh mit ihren Kindern zwei Aufklärungsgespräche führen. Das eine ist auch uns bekannt, das andere handelt davon, wie man sich verhalten soll, wenn man von der Polizei angehalten wird. Doch Angie Thomas hält die Balance und zeigt nicht nur Bandenkriege, Drogen und Gewalt sondern auch Zusammenhalt und Loyalität. Sie gibt uns nicht nur einen erschreckenden Einblick in den Alltag eines schwarzen Viertels sondern lässt auch eine gute Portion Humor in ihre Geschichte einfliessen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Zwischenzeitlich hat die Autorin meiner Meinung nach den Fokus etwas verloren, so dass mich Starr leider nicht völlig fesseln konnte. "The Hate U Give" ist ein wichtiges Buch gegen Vorurteile, Rassismus und für Gleichberechtigung, doch gerade vom Schreibstil hätte ich mehr erwartet, damit die Geschichte noch mehr Gewicht bekommt. Fazit: schockierend, realistisch, gesellschaftskritisch "The Hate U Give" ist ein wichtiges Buch gegen Vorurteile, Rassismus und für Gleichberechtigung. Mit der nötigen Portion Humor bietet Angie Thomas einen erschreckenden Einblick in das schwarze Viertel Garden Heigh und zeigt schonungslos auf, wie es ist, wenn die Polizei nicht dein Freund und Helfer ist.

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