Leserstimmen zu
The Hate U Give

Angie Thomas

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Mit ihrem Debüt "The Hate U Give" wagt sich Angie Thomas an ein schwieriges Thema und schafft es dieses grandios umzusetzen. Starr ist ein 16 jähriges Mädchen, welches im Armenviertel einer Großstadt mit ihrer Familie lebt. Damit sie von Bandenkriegen und Drogendealern Abstand bekommt und ein "besseres Leben" führen wird, schicken ihre Eltern sie auf eine Privatschule, an der es nur sehr wenige Schwarze gibt. Auf einer Feier trifft sie nach langer Zeit ihren sehr engen Freund Kahlil wieder, aber es fallen Schüsse und beide flüchten, da Kahlil sie in Sicherheit bringen will. Jedoch werden beide von der Polizei aufgehalten und, obwohl Kahlil unbewaffnet ist und sich nicht zur Wehr setzt, wird er vor Starrs Augen erschossen. Dieser Vorfall erschütterst Starrs Welt zutiefst und auch in ihrer Stadt kommt es deswegen zu Unruhen. "The Hate U Give" ist eine realistische Geschichte, die aktuell und brisant ist. Angie Thomas sensibilisiert mit ihrem Buch und ermutigt die eigene Stimme zu erheben und nicht weg zu schauen. Für dieses Buch gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung, nicht nur für alle Jugendlichen, sondern auch für Erwachsene!

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Das hier ist ein wichtiges Buch! Anders kann man es kaum sagen. Ein Buch, dass dem Leser vieles klar macht, was ihm vorher vielleicht nicht klar war, dass ihn schockiert, zum Kopfschütteln, zum Lachen und zum Weinen bringt. All das vereint die Geschichte um Starr, die den Leser mit in ihr Viertel und auf die Straßen Amerikas nimmt. Der unverblümte Schreibstil bereitet einem beim Lesen vielleicht anfangs einige Probleme, werden doch viele Begriffe aus Slang und Straßensprache verwendet, von denen man unter Umständen vorher noch nicht gehört hat. Diese Formulierungen schaffen jedoch eine große Unmittelbarkeit, von der man im weiteren Verlauf der Geschichte immer mehr profitiert. Die Identifikation mit der Protagonistin lässt den Leser noch tiefer in ihre Gedanken und Situation eintauchen, sodass jedes Geschehnis, jeder Rückschlag und jeder Erfolg, auch zu einem persönlichen werden. Zwischendurch hat sich die Handlung ein wenig gezogen, sodass ich das Buch tatsächlich für einige Tage aus der Hand legte. Im Nachhinein haben diese Teile, die für mich etwas langwieriger zu lesen waren, aber ebenso prägnant zum Gesamtbild des Buches beigetragen. Denn die zähen Stunden des Alltags, das unsichere Warten und das heimliche, trügerische Gefühl der Sicherheit, vermitteln allesamt die prägnanten Emotionen der Geschichte, die dadurch verstärkt ausgedrückt werden. Zusammenfassend kann ich diesem Buch nichts anderes als 5 Sterne geben, weil es für mich ein unglaublich tiefgründiges und durchdachtes Werk der Jugendliteratur darstellt, dass jeder, egal ob jung oder alt, mal gelesen haben sollte. (Wenn auch nur, um sich der eigenen Privilegien bewusst zu sein.)

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Nachdem dieses Buch nun lange in meinem Regal stand, habe ich endlich geschafft es zu lesen und es nicht bereut. Hier geht es um ein wichtiges Thema, was sich leider bis heute nicht geändert hat. Starr wächst in einem ärmlichen Viertel auf mit all den Menschen, die zu ihr gehören und fühlt sich wohl. Im anderen Teil ihres Lebens geht sie auf auf eine Privatschule und ist dort als fast einzige Farbige eine Minderheit. Demnach lebt sie zwei Leben, denn sie möchte auf ihrer Schule nicht auf das eigentliche Ghetto-Mädchen in ihr aufmerksam machen. Doch dann passiert etwas, das ihr ganzes Leben verändert. Vor ihren Augen wird ihr bester Freund von einem Polizisten erschossen und Starr muss handeln, denn es gab keinerlei Grund dafür. Mir hat Starrs Veränderung in diesem Buch unglaublich gut gefallen. Nachdem Vorfall mit ihrem besten Freund macht sie sich stark, nicht nur für ihn sondern auch für alle anderen, die unter Rassismus leiden. In dem Buch geht es noch um so viel mehr, was es für mich zu einem großartigen Gesamtpaket macht. Ich konnte mich gut in Starr hineinversetzen. Ich spürte ihre Wut und ihren Zorn und hätte am liebsten mit ihr zusammen die Welt in Aufruhr gebracht :P Diese Manipulation durch Medien und Co. machte mich rasend und so fieberte ich nur so durch dieses Buch. Ich kann das Buch jedem ans Herz legen, es zu lesen, denn das behandelte Thema ist nach wie vor wichtig und öffnet die Augen.

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Auf das Buch "The Hate U Give" bin ich durch den Filmtrailer aufmerksam geworden. Da war natürlich klar, dass ich zunächst das Buch lesen musste, bevor ich mir den Film zu Gemüte führen würde. "The Hate U Give" behandelt ganz wichtige Themen junger Menschen, die mit den Auswirkungen von Ghetto-Bildungen leben müssen. Die Hauptprotagonistin Starr muss mit eigenen Augen erleben, wir ihr bester Freund von einem Polizisten erschossen wird. Sie ist die einzige Augenzeugin der Tat und durchlebt eine schwere Zeit. Getrieben von Angst und dem Wunsch, ihrem toten Freund zur Seite zu stehen, geht sie ihren ganz eigenen Weg. Die Autorin: Angie Thomas lebt seit Geburt an in Jackson, Mississippi. Nachdem sie sich als junges Mädchen als Rapperin hervortat, machte sie einen Bachelor-Abschluss im Fach Kreatives Schreiben. "The Hate U Give" ist ihr Debütroman und erhielt viele positive Pressestimmen. Das Buch schaffte es auf Anhieb auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste, wurde 2018 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet und verfilmt. Inhalt: „Starr ist in zwei Welten zu Hause: in dem schwarzen Viertel, in dem sie aufgewachsen ist, und in ihrer überwiegend weißen Privatschule. Als ihr bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, muss Star sich entscheiden: Wird sie schweigen oder ihre Stimme erheben?“ (Klappentext) Kritik und Fazit: Etwas ganz besonderes an diesem Buch ist der Sprachstil der Autorin. Sie schlägt einen unheimlich authentischen und sympathischen Erzählstil an. Man glaube sofort, dass da ein 16-jähriges Mädchen aus einer einfachen aber dennoch gebildeten Welt zu uns spricht. Die Tragik um den Tod ihres besten Freundes wird gefühlvoll und nachvollziehbar beschrieben und ich finde gut, dass Starr nicht sofort zur Kämpferin aufsteigt, sondern einen langen inneren Prozess durchmacht, bis sie die Stärke und den Mut findet, um aufzubegehren, ihre Stimme zu erheben und für ihren toten Freund Khalil und all die anderen Opfer zu sprechen. Während das Ghetto vielleicht ärmlich und kriminell wirkt, wird gleichzeitig ganz deutlich, dass ein unheimlich großer Zusammenhalt unter den Nachbarn besteht. Man steht zusammen, man hilft einander und man behauptet sich letztendlich gegenüber der kriminellen Macht, sowie gegenüber der Polizei, die allzu schnell einen schwarzen Menschen abstempelt. Da Starr sich in zwei Welten befindet, werden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten dieser beiden Welten ganz deutlich aufgeführt und Starr lernt, dass sie beide Welten nicht trennen muss, dass sie in beiden Welten das Mädchen sein kann, welches sie ist und sein will. Sie muss weder das eine noch das andere verleugnen. Bis sie zu diesem Entschluss kommt, muss sie aber eine Entwicklung durchmachen. Der Tod ihres besten Freundes gibt den Anstoß, dabei stehen ihr ihre Freunde und ihre Familie bei. Alle Charaktere sind absolut glaubwürdig gezeichnet. Während Starrs Familie liebenswert ist und ihr Halt gibt, gibt es da noch den Halbbruder, der mit seiner zweiten Hälfte der Familie weniger Glück hat. Dennoch ist er immer bei Starrs Familie willkommen und wird sogar von der damals betrogenen Ehefrau des Vaters so herzlich aufgenommen, als sei er ihr leiblicher Sohn. Auch Starrs boyfriend ist trotz seines Reichtums bodenständig und Starr im Laufe der Geschichte ein wichtiger Ankerpunkt. Solch einen Freund wünscht man seinem Kind. "The Hate U Give" konnte mich in allen Punkten überzeugen und ich wurde vom ersten Satz an mitgerissen. Die Geschichte ist tragisch, macht aber gleichzeitig Mut, denn sie zeigt, dass eben nicht alles schwarz oder weiß ist. Dass man mit Zusammenhalt und dem Glauben an sich selbst großes erreichen kann, auch wenn man in anderen Dingen vielleicht benachteiligt ist. Es ist wichtig, aufzustehen und für seinen Standpunkt zu kämpfen. Der Roman wird dieser Botschaft mehr als gerecht.

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Meine Meinung Ich brauchte erst einmal etwas Abstand von diesem Buch. Ich musste die Geschichte erstmal "sacken" lassen. Man wird direkt zu Beginn in die Geschichte hinein geworfen. Starr ist mit einer Freundin auf einer Party in dem Viertel, in welchem sie lebt. Trotzdem spielt sich ihr Leben auch noch in einer anderen Welt wieder. Ihre Eltern wollen, dass Starr und ihre Brüder eine bessere Schulbildung erhalten, als es in ihrem Wohnviertel möglich ist. Deshalb besuchen die Geschwister eine Privatschule weit ausserhalb. Daher hat Starr kaum noch engeren Kontakt zu ihren Freunden aus der Kindheit. Auf der Party trifft sie auf Khalil, ihrem ehemals bestem Freund, aus dieser Zeit. Nach einer kurzen Unterhaltung passiert es: Eine Unruhe entsteht, es wird laut und Chaos bricht aus. Plötzlich fallen Schüsse. Starr und Khalil laufen zu seinem Auto und verlassen den Ort des Geschehens. Unterwegs unterhalten sie sich und tauschen alte Erinnerungen aus. Bis ein Streifenwagen sie anhällt und kontrolliert. Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Tragödie ihren Lauf. Und endet mit Khalils Tod.. Als wäre dieser Teil nicht bereits schlimm genug, folgt nun eine wahre Hexenjagd. Starrs Eltern wollen ihre Tochter eigentlich aus diesem Vorfall raushalten. Aber die Lage spitzt sich immer mehr zu. Es gibt Unruhen in ihrem Viertel. Die Menschen wollen wissen, was mit Khalil wirklich passiert ist. Sie haben Angst, dass der Vorfall unter den Teppich gekehrt wird. Denn zu oft war dies schon der Fall. Und so begleitet der Leser Starr auf ihrem Weg. Wir lernen sie sehr gut kennen. Ihre Gedanken, ihre Ängste und ihre Sorgen. Wir werden vertraut mit ihrer Familie, ihren Freunden und ihrem sozialen Umfeld. Und wir verstehen sehr bald, dass nichts so ist, wie es scheint! Es ist eine sehr bewegende Geschichte, die nachdenklich macht. Auch wenn ich den Eindruck hatte, dass hier viele Klischees bedient werden. Allerdings machen sie die Geschichte aus und lassen mich sehr nachdenklich zurück. Ungerechtigkeiten und soziale Missstände rütteln den Leser hier definitiv auf! Das Menschen auch heute, immer noch, aufgrund ihrer Hautfarbe, in Schubladen gesteckt und verurteilt werden, ist eine Ungerechtigkeit, der man auf jeden Fall entgegen treten muss! Starrs Geschichte ist eine, die unter die Haut geht! Sie berührt und rüttelt auf! Wer diese Buch noch nicht kennt, sollte dies auf jeden Fall nachholen! Dankeschön an den cbt Verlag für das Rezensionsexemplar! #bleibdu #gegenmobbing #angiethomas #thehateugive #cbtverlag

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Informationen zum Buch: Titel: The Hate U Give Autorin: Angie Thomas 512 Seiten 9,99 Euro (Deutschland) Taschenbuch-Ausgabe Erschienen am 26. Dezember 2018 Empfohlen ab 14 Jahren cbt Verlag Genre: Jugendthriller ISBN: 978-3-570-31299-5 Über die Autorin: Name: Angie Thomas Geboren: 1988 in Mississippi Weitere Bücher: On the come up Angie Thomas ist eine US-amerikanische Schrifstellerin. Als Teenagerin versuchte sie sich einige Zeit als Rapperin. Die Belhaven University schloss sie mit einem Bachelor im Kreativen Schreiben ab. Mit ihrem Roman "The Hate U Give" schaffte sie es auf die New York Bestsellerliste. Klappentext: Starr ist in zwei Welten zu Hause: in dem schwarzen Viertel, in dem sie aufgewachsen ist, und in ihrer überwiegend weißen Privatschule. Als ihr bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, muss Starr sich entscheiden: Wird sie schweigen oder ihre Stimme erheben? Meine Buchrezension: Da ich den Trailer zum Kinofilm gesehen habe und für mich feststand, dass ich mir den Film unbedingt anschauen möchte, wollte ich das Buch noch unbedingt davor lesen. Das Cover finde ich super schön. Es gibt ja mittlerweile zwei Varianten, doch die Variante die ich besitze, dort ist die Starr aus dem Kinofilm drauf und hält ein Schild mit dem Titel "The Hate U Give" in den Händen. Der Schreibstil von Angie Thomas ist sehr leicht und flüssig, sodass es riesig Spaß machte die Geschichte zu lesen. Mit den Charaktern kam ich von Anfang sehr gut klar, die meisten waren mir direkt symphatisch. Wen ich zum Ende hin jedoch nicht mehr leiden konnte war diese Hailey, die meinte über Khalil so schlecht sprechen zu müssen und die auch ziemlich eingebildet wirkte. In die Situation von Starr konnte ich mich sehr gut hineinversetzen, da man ganz gut spürte wie es ihr erging und was sie darüber dachte. Vorallem aber habe ich mich während des Lesens gefühlt, als würde ich daneben stehen und die Geschichte live miterleben. Das war schon ein krasses Gefühl. Achtung! Im nächsten Abschnitt können SPOILER enthalten sein! Hinter der ganzen Story verbirgt sich eine sehr wichtige Botschaft. Menschen mit einer anderen Hautfarbe werden oft als "Böse" oder "kriminell" abgestempelt. Und so war es auch bei Khalil. Ihn nannte man einen Schläger und Drogendealer, obwohl man kaum etwas über ihn wusste und doch stellte man falsche Vermutungen auf. Dass Khalil wirklich grundlos von einem Polizisten erschossen wurde, fand ich wirklich sehr erschreckend. Und traurigerweiße passieren solche Fälle ja leider auch in unserer wahren Welt. Khalil hatte Gerechtigkeit verdient, nur weil er dunkelhäutig war und in den Augen des Polizisten "böse" war, hätte er niemals sofort erschossen werden dürfen!! So etwas hat niemand verdient, egal welche Hautfarbe dieser hat. Doch wie Starr danach handelte fand ich außerordentlich mutig! Dass sie über Khalils Tod in der Öffentlichkeit, z.B. der Presse sprach und gemeinsam mit anderen Menschen in ihrem Dorf gegen die Gewalt demonstrierte. Denn wäre der Polizist, der Khalil erschossen hat wirklich in Gefahr gewesen, wäre sein Handeln eventuell noch verständlich gewesen, aber auch aus Gefahr tötet man keine Menschen. Aber Khalil zu erschießen, weil er eine dunkle Haarbürste als "Waffe" benutzen wollte, da hat der Polizist, finde ich, absolut kein Recht zu. Daher hat mich das Ende auch etwas schockiert, dass der Polizist keine berechtigte Strafe bekam. Fazit: Dieses Buch sollte man wirklich mal gelesen haben, da es ein ganz wichtiges Thema behandelt, dass auch heute noch überall ein großes Thema ist.

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Meine Meinung Der Jugendroman „The Hate U Give“ stammt von der Autorin Angie Thomas. Dieses Buch hat mich alleine schon durch das angesprochene Thema sehr angesprochen. Das Cover gefiel mir durch die Schlichtheit richtig gut und der Klappentext machte mich neugierig. Daher habe ich mir das Buch auch flott geschnappt und dann ging es auch schon los. Ihre Charaktere hat die Autorin hier realistisch und glaubhaft ausgearbeitet und in diese Geschichte hier eingebaut. Ich konnte sie mir alle vorstellen, konnte die Handlungen gut nachvollziehen und verstehen. Starr ist eine tolle Protagonistin. Auf mich wirkte sie authentisch und sie entwickelt sich im Verlauf der Handlung auch merklich weiter. Ich empfand sie zudem als stark, sie hat ihren ganz eigenen Kopf und am liebsten möchte sie die Regeln außer Acht lassen. Das aber ist nicht möglich und dennoch versucht Starr etwas zu bewegen. Auch die anderen Charaktere, egal ob man jetzt den Polizisten nimmt oder Starrs Vater, sie alle sind vorstellbar und glaubhaft dargestellt. Jeder von ihnen hat einen ganz bestimmten Platz, bringt ganz eigene Stärken und Schwächen, Ecken und Kanten mit. Der Schreibstil der Autorin hat mich von Beginn an gepackt. Ich war sehr schnell drin und bin dann richtig flüssig und locker durch die Seiten gekommen, sie flogen regelrecht an mir vorbei. Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Starr. Somit ist man ihr als Leser immer nahe, kann ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen und erlebt alles hautnah mit. Und ganz ehrlich, das ist nicht selten ziemlich heftig. Die Handlung der Autorin greift eine brisante und hochaktuelle Thematik auf. Sie schafft es aber sensibel damit umzugehen, bringt die Geschichte hier dann auch realistisch und glaubhaft rüber. Es wirkte einfach alles aus dem Leben gegriffen, es ist Realität, der man sich nur schwer verschließen kann. Die Autorin baut hier unweigerlich Spannung auf, man hetzt als Leser durch die Geschichte hindurch, immer auf der Suche danach wie es weitergeht. Man wird als Leser mit etwas konfrontiert, das man so in unserer Gegend nicht kennt. Es ist erschreckend und bewegt, regt zum Nachdenken an. Das Ende ist in meinen Augen das einzig passende. Es macht alles rund, schließt diese Handlung hier ab und es bleibt auch nach dem Beenden im Gedächtnis. Fazit Kurz gesagt ist „The Hat U Give“ von Angie Thomas ein Jugendroman, der den Leser von Anfang an packt und ihn aufrüttelt und bewegt. Authentische gut gezeichnete Charaktere, ein flüssiger leicht zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als brisant, hochaktuell und nachdenklich stimmend empfand, haben mir tolle Lesestunden beschert und bleiben auch nach dem Beenden im Gedächtnis. Absolut zu empfehlen!

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THUG LIFE

Von: Anja aka Ana

03.04.2019

Meinung & Fazit: Als Deutsche sieht oder hört man in den Nachrichten von der “Black Lives Matter” Bewegung in den USA und man bekommt auch mit, wenn ein “Schwarzer” erschossen wird. Doch all das ist für uns ziemlich weit weg. Diese Form der Krawalle und Aufstände, wie sie in den “Hoods” stattfinden sind uns gänzlich unbekannt und daher auch sehr schwer nachvollziehbar. Angie Thomas bringt uns diese Welt näher und schärft unseren Verstand für die Situation in den USA, aber sicherlich nicht nur dort, denn Rassimus und Mobbing gibt es auch bei uns. “Same shit, different country”. Auch wir haben Gegenden, die an “Garden Heights” erinnern und bei denen man sagt: Da darfst Du nicht hin, das ist eine “no-go-Zone”. Aber darf man wirklich pauschalisieren und alle Menschen, die in so einem Viertel wohnen über einen Kamm scheren? Ist es gerechtfertigt, dass ein Junge von einem Cop erschossen wird, nur weil er sich zum Auto umdreht und seine beste Freundin fragt, ob es Ihr gut geht? Ist es gerecht, dass der Junge als Krimineller dargestellt wird und im Buch gesagt wird: Der hat es sicherlich verdient? Und damit sind wir auch endlich beim Buch: Ich habe eine Seite ergriffen und ich habe die Seite gewechselt, bin zwischen den Seiten hin und her gehüpft und war unschlüssig. Warum? Khalil war ein Dealer und damit ein Kleinkrimeneller – aber hat er verdient was passiert ist, ist es nachvollziehbar was passiert ist? Lasst es uns beleuchten: Khalil und Starr werden von einem weißen Cop angehalten, während sie von einer Party nach Hause fahren, auf der es eine Schießerei gab. Eine Gegend, die bekannt ist für Banden, Drogen und Aufstände. Sie werden nicht angehalten, weil sie mit Drogen gehandelt haben oder weil sie zu schnell waren, sie werden angehalten, weil sie mit dem Auto unterwegs sind. War es clever, das Khalil zu erst “flapisige” Bemerkungen gegenüber dem Cop gemacht hat? Sicherlich nicht unbedingt in dieser Situation. Musste der Cop ihn aus dem Auto zerren, wie einen Verbrecher? Sicherlich nicht. Musste Khalil sich an Starr wenden und sie fragen wie es ihr geht, obwohl der Cop es verboten hatte? Sicherlich nicht. Waren all diese Reaktionen menschlich – höchst wahrscheinlich. Fakt ist: Khalil hat keine Waffe, er zieht keine Waffe und er schießt auch nicht auf den Cop, als dieser abdrückt und ihm dreimal in den den Rücken schießt… und das ist nicht richtig. Starr ist die 16jährige Hauptprotagonistin, die bereits den Tod von zwei Menschen hautnah miterleben musste in ihrem eigentlich kurzen Leben. Eine Protagonistin, die mitten in Garden Heights lebt, die die Gangs an den Farben erkennt es aber nicht cool findet. Die sich mit Ihrer Familie in das Zimmer des Hauses zurückzieht, das keine Fenster hat, wenn draußen geschossen wird. Sie ist verängstigt durch das Erlebnis und doch ist sie mutig und gibt Khalil eine Stimme und zeigt uns immer wieder wer der Junge war und nicht nur, was man sehen möchte. Es gibt in dem Buch Kriminelle, Obdachlose und Arbeitslosigkeit. Aber es gibt auch Menschen, die arbeiten, zur Schule gehen, eine Familie haben und sich um andere Menschen sorgen. Menschen denen es wichtig, ist was mit den anderen Menschen passiert in ihrer Nachbarschaft. Sprich es werden uns immer zwei Seiten einer Medaille gezeigt und das ist absolut großartig. Aber nicht nur die Weißen bekommen ihr Fett weg, auch dass es sehr verbohrte Ansichten unter den Schwarzen gibt, wird in diesem Buch thematisiert und auch Stereotype dargestellt, wie man sie eigentlich von so einer Gegend erwartet und doch ist es oft nicht so, wie es scheint. Die Angst, das Misstrauen und die Normalität mit der man von Gangmitgliedern liest, von Schüssen und Gewalt ist für mich schon fast irreal und dann immer die Fragen: Warum bleibt man da wohnen? Warum fühlt man sich einem Viertel so verbunden? Warum nimmt man einige Dinge einfach so hin? Das Buch ist wirklich großartig, denn es bringt uns dazu, dass man über Dinge nachdenkt. Welche Dinge? Diese hier: Rassismus Vorurteile Gesellschaft Freundschaft Loyalität Familie Angst und Mut Und last but not least möchte ich noch THUG LIFE erläutern, mit Hilfe des Glossars: The Hate U Give Little Infants Fucks Everybody: Was die Gesellschaft den Kindern antut, das kriegt sie später zurück, wenn diese raus ins Leben ziehen. (Im Sinne des Rappers Tupac Shakur)

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