Leserstimmen zu
Die Oleanderfrauen

Teresa Simon

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Sophie Terhoven, feiert 1936 ihren 17. Geburtstag und ist somit im „heiratsfähigen“ Alter. Sie wird von ihrer Mutter Delia in die Gesellschaft eingeführt, die durch den Beginn des 3. Reichs gerade im Wandel begriffen ist. Ein Freund der Familie, Hellmuth Moers, hat eine hohe Position in der neuen Partei inne und kommt als Heiratskandidat mehr als ins Frage. Sophie wehrt sich dagegen! Parallel dazu gibt es die Gegenwarts-Geschichte rund um die Cafèbesitzerin Jule, die ein Cafe, ihr Strandperlchen, in Hamburg eröffnet hat. Sie liebt hochwertigen Kaffee, historische Familiengeschichten. Sie lernt die ältere Dame Johanna und ihren Neffen Nils kennen. Schließlich erzählt abwechselnd Johanna und Jule, die das Tagebuch von Sophie Terhoven lesen. Wie schlimm es früher war, wenn Frauen einfach verheiratet wurden! Und noch dazu sich in einen jungen Mann zu verlieben der nicht "standesgemäß" war und eine Heirat ausgeschlossen war, muss einfach schrecklich gewesen sein. Das Buch ist sehr interessant und die Protagonisten lebhaft beschrieben. Ich kann dieses gute Buch wirklich weiterempfehlen!

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Hamburg 1936. Sophie Terhoven genießt als Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons die Vorzüge eines komfortablen Lebens, wie auch ihre enge Freundschaft zu Hannes Kröger, dem Sohn der Köchin. Mit der Zeit wird aus Freundschaft Liebe, doch auch im frühen 20. Jahrhundert gehören Arm und Reich nicht zusammen. Zudem gibt es ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, das ihre Liebe unmöglich zu machen scheint. Teresa Simon ist eine vielerorts gelobte Bestsellerautorin, weshalb ich natürlich umso neugieriger auf "Die Oleanderfrauen" war, das sich momentan auf Platz 19 der SPIEGEL online Liste befindet und von mir vier Sterne bekommt. Der Schauplatz der Geschehnisse ist wie ich finde eine der schönsten Städte Deutschlands: Hamburg. Jule Weisbach führt dort eines kleinen Cafés namens "Strandperlchen", die ihren Kunden zusätzlich einen ganz besonderen Service im Rahmen ihres Projektes "Ich schreib dir dein Leben" anbietet. Hierfür recherchiert sie oftmals nur anhand weniger Details die Familiengeschichten ihrer Gäste auf deren Wunsch, um sie anschließend so gut wie möglich zu rekonstruieren. Auch die Mittsiebzigerin Johanna nimmt diesen Dienst nach einiger Zeit in Anspruch, da sie beim Ausmisten ihres Dachbodens das Tagebuch einer gewissen Sophie Terhoven gefunden hatte, das sie sofort in seinen Bann zog. Ähnliche Sogwirkung hat auch die Geschichte an sich, die zunehmend an Spannung gewinnt und durch den ständigen Wechsel zwischen den Zeitebenen der Gegenwart und der Vergangenheit von 1936 bis in den Zweiten Weltkrieg zusätzlich Komplexität verliehen bekommt. Wenn Teresa Simon dabei eines beherrscht, dann ist es die Kunst des Erzählens. Mit nur wenigen Worten gelingt es ihr Geschichten bildlich zum Leben zu erwecken und diese mit bunten interessanten Persönlichkeiten anzureichern. Ab einem gewissen Punkt jedoch wirkte die Handlung für meinen Geschmack etwas zu konstruiert, während der Auflösung der personalen Verstrickungen folgte eine fragwürdig sensationelle Wendung der nächsten, wodurch die Erzählung in meinen Augen auf den letzten Seiten ein wenig an Glaubhaftigkeit und somit auch an Lesevergnügen verlor. Ich akzeptiere durchaus, dass ein Roman Fiktion ist und somit das reale Leben manchmal übertrifft, aber auch Fiktion muss trotzdem vorstellbar sein. Bei "Die Oleanderfrauen" handelt sich um einen angenehm zu lesenden Roman mit spannenden Familiendramen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, der durch gut skizzierte Charaktere und einen hochwertigen Schreibstil beeindruckt.

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Wenn man beim Lesen dieses Buches noch eine Tasse wohl riechenden Kaffee trinkt, fühlt man sich direkt in die Geschichte katapultiert. In „Die Oleander Frauen“ wird der Leser auf zwei Handlungsstränge mitgenommen: Zum einen lernt man Johanna kennen, die, berührt von Jules Bemühungen ihr Café weiter betreiben zu können eben jene beauftragt die alten Tagebücher von Sophie aufzuarbeiten. Der zweite Handlungsstrang dreht sich um Sophie, die Tochter des Hamburger Kaffeebarons, die sich in den falschen Mann verliebt hat. Jeder einzelne Charakter ist dabei glaubhaft und sehr detailliert aufgebaut und bringt eigenen Charme mit. So ist Jule eine sehr ehrgeizige junge Frau, die auf kreativem Weg versucht sich ihren Traum zu verwirklichen bzw. ihn am Leben zu erhalten. Sie scheut sich nicht vor Arbeit und hat sich mit ihrer herzlichen Art schnell in mein Herz geschlichen. Aber auch Sophies Geschichte hat mich sehr berührt. Auch sie kämpft für das, was bzw. wen sie liebt und zeigt wahre Charakterstärke. Man ist hier umgeben von sympathischen und starken Frauen, die ohne mit zu viel Klischee behaftet zu sein ihren Weg gehen. Doch so locker leicht, wie sich das alles vielleicht anhört ist „Die Oleanderfrauen“ nicht. Die Autorin thematisiert den Zweiten Weltkrieg und damit einhergehende Hungersnot, Bombardierungen und auch den Umgang mit Juden. Mir hat der Schreibstil der Autorin sehr gefallen. Sie hat es geschafft Atmosphäre einzufangen und zu transportieren. Egal ob es sich nun um den Geruch einer bestimmten Kaffeesorte und Gefühle geht oder ob es sich um den Schrecken des Krieges handelt, man ist mitten drin und empfindet stark mit. Zudem ist das Buch sehr angenehm geschrieben. Ohne Verständnisprobleme liest man sich sehr schnell voran und möchte es schon nach kurzer Zeit nicht mehr aus der Hand legen. Fazit Wortgewandt und atmosphärisch erzählt die Autorin eine Geschichte auf zwei Zeitebenen, die gekonnt miteinander verwoben wurden und seine Leser auf eine emotionale Reise in die Vergangenheit mitnimmt.

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Auch in diesem Roman bleibt sich die Autorin treu. Vor den Augen des Lesers entspannt sich eine geheimnisvolle Familiensaga, mit den Schwerpunkten Kaffee, Kuchen, Hamburg und Zweiter Weltkrieg. Ihr meint das passt nicht zusammen? Und wie es passt! Auf zwei zeitlichen Ebenen verwebt Teresa Simon die traurige Geschichte der jungen Sophie Terhoven, die ihre Gefühle und ihr Leben in Tagebüchern festgehalten hat, die in 2016 auf einem Dachboden von Johanna entdeckt werden. Sophie, die Tochter des angesehenen Hamburger Kaffeebarons, hat sich in den Falschen verliebt. Als sie dann auch noch so jung schwanger wird, gerät das große Unglück ins Rollen. Die politische Lage, die 1936 und die folgenden Jahre vorherrschte, machte vieles für sie nicht leichter. In der Gegenwart lernen sich Jule und Johanna kennen. Johanna, eine ältere Dame, die so fasziniert und sehr berührt von Sophies Geschichte ist, lässt von Jule die Tagebücher historisch aufarbeiten. Jule, die dringend Geld braucht, um ihr wundervolles Café weiterhin betreiben zu können, hat ein zweites Standbein. Mit "Ich schreib dir dein Leben" recherchiert und rekonstruiert sie die Vergangenheit. Kaum ist sie mit Sophies Tagebüchern und ihrer Geschichte in Berührung gekommen, wird sie davon in den Bann gezogen und mit ihr auch der Leser. Teresa Simon versteht es, über große Gefühle zu schreiben und die Schicksale historisch in schwere Zeiten einzubetten. Hier wird man in die nationalsozialistische Zeit entführt und bekommt den Zeitgeist und die wichtigsten Ereignisse vor Augen geführt. Neben dem Hass auf Juden thematisiert die Autorin anhand ihrer Charaktere Malte und Thom die Abscheu auf Behinderte und den Hass und die Feindseligkeit Homosexuellen gegenüber. Die Autorin hat ein Händchen für ihre Charaktere! Liebevoll formt und stellt sie alle Haupt- und Nebenfiguren dar. Aber auch die Antihelden sind sehr gut ausgearbeitet und man kann seine Abneigung gegen sie stetig wachsen sehen. Teresa Simons flüssiger Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen. Gespannt verfolgte ich die Tagebucheinträge und wie diese die Gegenwart neu formten. Zu meiner Begeisterung für das Buch habe ich dieses Mal kleine Kritikpunkte, die sich in einem Stern Abzug widerspiegeln. Die Geschichte packte mich nicht sofort. Ich musste mich erst ein wenig einlesen, im Gegensatz zu den beiden letzten Romanen "Die Frauen der Rosenvilla" und "Die Holunderschwestern". Der Sog entfaltete sich erst nach und nach. Ein paar Mal konnte mich Teresa Simon mit den Wendungen in der Geschichte sehr überraschen. Doch gab es auch Verbindungen, die mich die Auflösung der Geheimnisse bereits recht bald haben voraussehen lassen. Das Ende wird schön und schlüssig aufgelöst, wobei mir dieses Mal zu viele Personen daran beteiligt waren. Das Nachwort ist wieder einmal sehr gelungen! Der Leser erfährt einiges über Hamburg als Hafen- und Handelsstadt, über den Kaffeeanbau, die Kaffeebohne und ihre unterschiedlichen Röstungen. Ebenso, in gewohnter Manier, gibt es einige Rezepte zum Nachbacken, die einem während des Lesens aus Jules Café "Strandperlchen" bekannt vorkommen. Fazit: Ein emotionaler Spaziergang durch das Hamburg von damals und heute, verpackt in eine spannende und geheimnisvolle Familiensaga, in der man viel über die Historie Hamburgs zur Zeit des Nationalsozialismus lernt, Kaffee aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und Heißhunger auf Kuchen und Törtchen bekommt! Absolute Leseempfehlung!

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Herzlichen Dank der Autorin und dem Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, was aber in keiner Weise meine Meinung beeinflusst. Meine Meinung: Teresa Simon steht für Bücher mit Leidenschaft und viel Gefühl. Wer ihre anderen zwei Bücher „Die Holunderschwestern“ und „Die Frauen der Rosenvilla“ kennt, weiß vielleicht wovon ich spreche. Auch dieses Buch bildet da keine Ausnahme, denn es beginnt mit einem herzergreifenden Brief. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen in den Jahren 1936-1943, wo wir Sophie, Hannes und Malte durch die schwere Zeit begleiten dürfen. Jule, die das Cafe „Strandperlchen“ besitzt und Johanna, die Sophies Tagebuch findet und sich auf die Suche nach Antworten begibt, dürfen wir durch das Jahr 2016 begleiten. Während ich in den zwei letzten Büchern problemlos in die Geschichte eintauchen konnte, hatte ich hier allerdings kleine Startschwierigkeiten. Es holte mich anfangs einfach nicht ab. Woran es lag, kann ich gar nicht genau sagen. Es zog sich irgendwie ein wenig, bevor es ungefähr ab Seite 90 dann voranging, ich mittendrin war und das Buch anfing, mich mitzureißen. Ab da gab es kein Halten mehr und die Seiten flogen mit rasendem Tempo dahin. Der Schreibstil ist, wie ich ihn von Teresa gewohnt bin, herrlich leicht zu lesen. Und wie auch schon oben erwähnt, ist in jeder Zeile die Leidenschaft der Autorin und die Liebe zu ihrer Geschichte zu spüren. Zudem hat Teresa Simon die Gabe, ihre Bücher so bildlich darzustellen, dass man das Gefühl hat, mitten im Strandperlchen zu stehen, während Jule den Kaffee zubereitet, daneben zu stehen und zuzusehen, wie der Kuchen auf Jules Kleid landet oder als Rose-Marie geboren wird. Auch die Ausarbeitung der Charaktere gefiel mir gut, sie waren alle greifbar und authentisch. So konnte ich mich gut in sie hineinfühlen, mit ihnen fühlen und verstand die eine oder andere Entscheidung, die sie in ihrem Leben brachten. Jule mit ihrer chaotischen, aber total lieben Art mochte ich sehr gerne, aber auch die liebe Johanna, die Jule zur Seite stand, war einfach hinreißend. Sophie hat sich ziemlich schnell in mein Herz geschlichen. Am Anfang noch etwas naiv, entwickelt sich aber im Laufe der Zeit zu einer sehr starken Frau, die viel ertragen muss. Am liebsten hätte ich sie immer wieder in den Arm genommen und ihr gesagt, dass sie stark bleiben soll und alles gut wird, so sehr hat mich ihre Geschichte bewegt. Auch das Ende des Buches gefiel mir gut, obwohl es für mich ein wenig absehbar war. Am Ende des Buches hat die Autorin ein paar sehr interessante Informationen zum Thema Kaffee für uns. Außerdem findet man hinten die Rezepte zu den Kuchen, die im Buch gebacken werden. Ich werde bestimmt das ein oder andere Rezept mal ausprobieren. Fazit: Nach anfänglichen Startschwierigkeiten lies sich das Buch wunderbar lesen. Ich tauchte ein in die Welt von Sophie, ihrer Familie und ihren Freunden, litt mit ihnen und freute mich mit ihnen. Klare Leseempfehlung.

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