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Leserstimmen (39)

Wulf Dorn: Die Kinder

Die Kinder Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-27094-7

NEU
Erschienen: 04.09.2017
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Kundenrezensionen

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Rezension Wulf Dorn - “Die Kinder“

Von: miss_mandrake Datum : 10.10.2017

www.live-breath-words.de

Klappentext

Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.


Inhalt

"Ein Kind, das die Hoffnung verliert, ist das Gefährlichste.
Es gibt viele schwierige Situationen im Kinderleben,
aber es darf nie die Hoffnung verlieren."
Als der Kinderarzt Patrick Landers auf dem Weg in das kleine Dorf ist, in dem seine Exfrau mit seiner Tochter ein paar Tage Ruhe finden soll, entdeckt er ein verunglücktes Auto am Straßenrand. Die Fahrerin des Wagens ist seine Schwägerin Laura Schrader, die versucht ihn vor irgendetwas schrecklichem zu warnen. Während er versucht herauszufinden was passiert ist, macht er eine grauenhafte Entdeckung im Kofferraum und verlässt verstört die Unfallstelle um sofort seine Exfrau zu suchen. Seine Schwägerin bleibt schwer verletzt zurück. Diese wird jedoch gerettet und in ein Krankenhaus eingeliefert. Nun soll der Psychologe Robert Winter herausfinden, was passiert ist, denn die Polizei steht vor einem Rätsel. Doch was Laura Schrader zu erzählen hat klingt so unglaublich, dass Robert Winter anfangs am Geisteszustand der Patientin zweifelt. Er ist mehr als erstaunt über die Geschichte und nun ist es an ihm zu unterscheiden, was Wahn und was Wahrheit ist.


Meine Meinung

Da ich bereits einige Bücher von Wulf Dorn gelesen habe, war ich wirklich sehr gespannt auf seinen neuen Thriller. Zudem findet man hier auch eine gute Mischung aus Mystery, Psychothriller und eine ordentliche Portion Kritik an der Gesellschaft.
Schon die ersten Seiten haben es geschafft, mich absolut zu fesseln. Der Schreibstil und die Story selbst sind absolut flüssig und durchweg spannend gehalten.
Sprachlich bleibt Wulf Dorn gut verständlich und hat dadurch einmal mehr dafür gesorgt, dass mir beim lesen ab und an der Mund offen stehen blieb. Gerade zum Schluss hin gibt es so manche Szenen, die nicht unbedingt für zart besaitete Leser geeignet ist.
Die Protagonisten der Geschichte bleiben überschaubar, was leider aber auch auf ihren Tiefgang zutrifft. Eine wirkliche Verbindung konnte ich hier nicht herstellen, aber manchmal ist das auch gar nicht das entscheidende Kriterium.


Fazit

Spannend und atmosphärisch erzählter Mystery-Thriller mit einer sozialkritischen Botschaft. Klare Leseempfehlung!

Spannung pur mit großer Gesellschaftskritik

Von: Dunkelbunt Datum : 09.10.2017

www.dunkelbunt-blog.de

Patrick ist nach einigen seltsamen Vorkommnissen verzweifelt und sucht seine Ex-Frau Su. Bei seiner Suche stößt er bei einer Fahrt durch das schlimmste Unwetter auf ein Auto mit einer anderen Frau als Fahrerin, die aber die Kontrolle über ebendieses Auto vollkommen verloren hat und dringend Hilfe braucht. Die Frau ist Laura Schrader, die Schwester von Patricks Ex-Frau. Und was er in ihrem Kofferraum findet, gleicht einem Albtraum: Patricks kleine Tochter Mia, tot.
Wie ist es zu dieser Situation gekommen? Die Rekonstruktion der schrecklichen Ereignisse findet in „Die Kinder“ in einem Gespräch zwischen dem Psychologen Robert und Laura statt. Laura versucht dem Mann zu erklären, dass sich in der letzten Zeit die Kinder in ihrer Umgebung seltsam verhalten und alles aus den Fugen gerät. So auch die kleine Mia, die immer apathischer wurde und so ihrer Mutter Su die schlimmsten Sorgen bereitet hat.

Aber was steckt hinter diesem seltsamen Verhalten? Und warum ist plötzlich ein ganzes Dorf leer? Wo sind alle Bewohner hin?
Eine mysteriöse Geschichte, die einem die Sprache verschlägt, nimmt ihren Lauf.

Wulf Dorn ist ein Meister auf seinem Gebiet. Wenn es nach mir geht schreibt niemand bessere Psycho-Thriller als er und das hat er meiner Meinung nach auch wieder in „Die Kinder“ bewiesen. Dieser Thriller hat seinen Namen wahrlich verdient denn er ist wahnsinnig spannend und legt ein irres Tempo vor.

Die Ereignisse wirken zunächst eher harmlos und man fragt sich an einigen Stellen, wie die Handlungsstränge zusammenführen werden. Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder Einblicke in Situationen überall auf der Welt verstreut, in denen Kinder eine große Rolle spielen, und diese Szenen lassen die Spannung und die Verwirrung noch größer werden.



„Alles in der Welt hatte zwei Gesichter, und hinter allem Guten verbarg sich stets auch etwas Böses.“ – Seite 102



Je weiter die Handlung voranschreitet, desto klarer wird auch die Auflösung des Ganzen. Trotzdem gibt es gegen Ende noch ein paar Wendungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe und die richtig einschlagen! Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen und musste wissen, wie es weitergeht. Wenn ein Thriller mich richtig überrascht, dann ist der meist von Wulf Dorn geschrieben und auch hier hat er das mal wieder gut geschafft.

Mein Freund sagte, als ich ihm was über das Buch erzählt habe: „Da bekomm ich ja schon vom zuhören Albträume!“ :)

Mit „Die Kinder“ schlägt Wulf eine etwas andere und für ihn neue Richtung ein. Das kann ich aber nicht weiter erklären ohne zu spoilern, lasst euch einfach überraschen.

Ich muss sagen, dass dieses Buch bestimmt nicht für jeden geeignet ist. Viele Frauen, die ich kenne, haben ein Problem mit Gewalt in Büchern, in die Kinder verwickelt sind, und wenn das bei dir auch der Fall sein sollte, dann lies dieses Buch lieber nicht. Auch für Schwangere ist es vielleicht nicht das Richtige, ich war beim lesen immer ganz froh, nicht schwanger zu sein. Wer das Buch schon gelesen hat, weiß bestimmt sofort was ich meine.

Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben denn es hat mich aus meiner Thriller-Flaute befreit.

Am meisten überzeugt hat mich dann auch noch die starke Gesellschaftskritik, die Wulf Dorn hier sehr geschickt anbringt. Wenn man das Buch weglegt, kann man auf jeden Fall nicht anders als über einige Szenen noch mal genau nachzudenken.

„Die Kinder“ hat alles, was ein guter Thriller braucht: Spannung pur, unerwartete Wendungen, Verwirrung, etwas Blut aber nicht zu viel und zu guter Letzt eine Handlung, die so noch nicht da gewesen ist.

Deswegen vergebe ich gerne 5 von 5 Sternen.

Spannende Unterhaltung - wenn auch anders erwartet

Von: Martina - Schmökerwelten Datum : 06.10.2017

https://www.facebook.com/Schmoekerwelten

"Die Kinder" sind, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, mein erstes Buch von Wulf Dorn.
Direkt ein sehr spannender Einstieg, mit dem der Autor mich vom ersten Moment an in seinen Bann gezogen hat. Ein sehr gelungener Aufbau. Die Spannung steigt von Seite zu Seite unaufhörlich weiter an und nimmt unheimlich schnell an Fahrt auf.
Ich hatte einen Psychothriller erwartet, aber schnell wird dann klar, dass man es hier mit einem Thriller zu tun hat, der sehr viel Mystery- und Fantasyelemente beinhaltet. Für mich persönlich ein bisschen zu viel davon. Es wirkte auf mich einfach zu unrealistisch. Vielleicht aber auch nur weil ich auf diesen Mix nicht eingestellt war.
Die begründete Angst der Protagonistin Laura Schrader, dass man ihr ihre unglaublich klingende Geschichte nicht abnimmt, wäre als Autor wohl auch meine gewesen. Obwohl man eigentlich Personen wie du und ich vorfindet.
Gleichzeitig ist "Die Kinder" sehr gesellschaftskritisch, was ich im Grunde sehr mag. Und es gelingt Wulf Dorn, denke ich, den Leser doch sehr nachdenklich zurückzulassen. Ein Buch, das auf alle Fälle noch nachwirkt, von einem Autor mit einem wahnsinnig tollen Schreibstil, der mich wirklich mitgerissen hat.
Man kann "Die Kinder" nicht richtig einordnen, eigentlich ist es ein kompletter Genre-Mix. Einfach anders, aber es lohnt sich, wenn man sich darauf einlässt.
Nichtsdestotrotz habe ich mich super unterhalten gefühlt und möchte auf alle Fälle mehr von Wulf Dorn lesen.

Interessante Gesellschaftskritik

Von: Michael, der Couchpirat Datum : 06.10.2017

https://couchpirat.de

Anfang September hat der Erfolgsautor Wulf Dorn seinen neuen Roman „Die Kinder“ veröffentlicht.
Der Name Wulf Dorn war mir zwar ein Begriff, gelesen hatte ich bis dato aber noch nichts von ihm. Als ich vor einiger Zeit mal wieder im Bloggerportal der Randomhouse Verlagsgruppe stöberte, stolperte ich über den neuen Roman des Schriftstellers.

Beim lesen des Klappentextes fühlte ich mich irgendwie an eine meiner liebsten Stephen King-Verfilmungen, „Kinder des Zorns", erinnert. Alleine deshalb musste ich mir natürlich das Rezensionsexemplar des Buches zukommen lassen. Somit bleiben wir auch dieses Mal, nach meiner letzten Rezension weiter im Bereich des Übernatürlichen, Horrors und des Psychothrillers.

>> Das Buch

Zum Buch lässt sich gar nicht so viel schreiben. Es handelt sich hier um ein broschiertes Taschenbuch mit 320 Seiten Umfang. Das Coverbild ist mit den Kindern eigentlich recht gut gestaltet, es erinnert mich ein wenig an Max Rhodes „Die Blutschule“. Das liegt dann wohl an der ähnlichen Farbgebung des Umschlags. Ansonsten entspricht das Buch einem normalen Taschenbuch ohne sonderliche Highlights.

>>Darum geht es

„Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.“ (Quelle Inhaltsangabe Verlag)

>> Meine Meinung zum Buch

Wahn oder Wirklichkeit?

Das ist am Ende die große Frage, die dem Leser nach der Lektüre des Buches bleibt.
Wulf Dorn hat hier ein schreckliches Thema zu einem, zum Teil sehr blutigen, Psychothriller verarbeitet.

Auf der einen Seite ist ihm das auch wirklich gut gelungen, denn er verpackt massive Gesellschaftskritik in einer intelligent und sehr spannend aufgebauten Geschichte. Am Ende bleibt der Leser mit einer Gänsehaut auf den Armen zurück und wünscht sich, dass dieses Buch auf die eine oder andere Art irgendwas bewegt.

Auf der anderen Seite wirkt manches zu sehr gewollt, oder vielleicht besser gesagt zu sehr konstruiert.
Außerdem kommt die Geschichte auch nicht so richtig in Schwung und man ist ein wenig dazu geneigt, den Roman zur Seite zu legen und für schlechte Zeiten aufzuheben. Was allerdings dann doch ein großer Fehler wäre.

Denn wenn die Geschichte erst einmal an Fahrt aufgenommen hat, dann liest man gerne weiter und ist letztendlich doch von der Handlung gefesselt. Doch dann kommen aber wieder Stellen, an denen man meint, Herr Dorn hat da ein wenig zu viel Fantasie an den Tag gelegt, das wirkt dann ein wenig störend und nimmt ein wenig den „Drive“ aus der Geschichte. Dazu bleiben auch noch die Charaktere irgendwie ein wenig farblos, auch wirken manche Szenen der Geschichte zu beliebig austauschbar. Letzteres ist allerdings nicht so schlimm, da am Ende alles zusammen passt und doch wieder deutlich stimmiger wirkt.

Wie ich eingangs bereits erwähnte, ich fühlte mich bei der Buchbeschreibung ein wenig an „Die Kinder des Zorns“ erinnert. Zu Recht? Ja und auch wieder doch nicht. Ohne viel verraten zu wollen, Kinder spielen natürlich eine wichtige Rolle in der Geschichte ;-)

Wie ihr bestimmt gemerkt habt, ich gehe in dieser Rezension sehr wenig auf den Inhalt des Buches ein.
Ich hatte durchaus einige Zeilen zur Geschichte geschrieben, aber egal wie ich es beschrieben habe, ständig hatte ich das Gefühl, ich verrate zu viel von diesem Thriller. Daher habe ich dann letzten Endes beschlossen, beim Inhalt nicht zu sehr ins Detail zu gehen.

Unter dem Strich gesehen lohnt sich das Buch, trotz der oben aufgeführten Kritikpunkte, durchaus. Die meiste Zeit wird man von der spannenden Geschichte ausgesprochen gut unterhalten. Wenn nur, und genau das gefällt mir wirklich am wenigstens, die Charaktere einfach interessanter gestaltet wären. So wirken sie irgendwie austauschbar. Dennoch habe ich mich für lediglich knappe 3/5 Couchpiraten, mit einer klaren Tendenz nach oben und einer deutlichen Leseempfehlung, entschieden.

Gehört eher in das Genre Horror

Von: owlsome books Datum : 04.10.2017

owlsomebooks.blogspot.de/

Wulf Dorn ist für die meisten ein bekannter Name - so auch für mich, allerdings habe ich noch nie zuvor was von diesem Autor gelesen. Doch nachdem ich den Klappentext von "Die Kinder" gelesen habe, stand für mich fest, dass ich Wulf Dorn mit diesem Buch eine Chance geben würde. Der Klappentext klingt absolut spannend und nach einem tollen Thriller.

Allerdings muss ich leider sagen, dass ich ein wenig enttäuscht von dem Buch bin. Das Buch war für mich kein Thriller, es ging, meiner Meinung nach, in Richtung Horror.

Die Hauptgeschichte fand ich recht interessant und ansprechend, ich mochte die Charaktere auch wenn der Plot sich nach und nach einfach ins unrealistische entwickelt hat.
Die eingeschobenen Sequenzen fand ich überflüssig, da sie rein gar nichts mit der Geschichte zu tun hatten und mich in meinem Lesefluss eingeschränkt haben. Diese hätte man meiner Meinung nach ganz weglassen sollen.

Den Verlauf den die Geschichte nimmt hat mir leider auch nicht wirklich zugesagt. Ich habe etwas ganz anderes erwartet und habe was geboten bekommen, was nicht in einen Thriller gehört.

Zudem war das Ende total offen und hat mich absolut unbefriedigt zurückgelassen.

Dennoch fand ich die Grundidee und auch den Schreibstil klasse, weswegen ich 3 Sterne vergebe. Ich werde Wulf Dorn aber dennoch noch eine Chance geben und ein anderes Buch von ihm lesen.

Die Kinder

Von: Ute Wallis aus Neumünster Datum : 28.09.2017

Ich habe zum ersten Mal ein Buch von Wulf Dorn gelesen und war gespannt auf einen Triller. Rückblickend eine spannende Geschichte aber eher Mystery/Fantasy als Thriller.
Die Geschichte an sich ist spannend, aber ich lese sowas nicht wirklich gerne.

En Thriller mit viel Fantasy

Von: Himmelsblume Datum : 26.09.2017

himmelsblume.com/

Das Cover finde ich recht interessant gestaltet und zum Anfang, fand ich den Titel nicht sonderlich passend zur Story. Doch merkte ich mal wieder, dass man nicht so schnell Vorschlüsse ziehen soll. Die Geschichte beginnt mit dem Auffinden von Laura Schrader. Sie hatte einen Autounfall und zudem eine Leiche im Kofferraum. Alles wirkte zum Anfang sehr mysteriös und man wusste nicht so recht, was man davon halten soll. Doch eh man sich versah, nahm die Story schnell fahrt auf und wir befinden uns mitten in einem spannenden Thriller, an denen die Kinder an die Macht wollen. Wobei dies nicht unbedingt ins Positive hierbei zu sehen ist. Im Buch wurde sehr viel an kreativität rausgelassen, und es gab so einige stellen, bei denen dem Autor die Fantasy etwas zu viel entsprungen ist. Auch wenn das Buch hin und wieder Szenen aufweist, die willkürlich gewählt sind, so sollte man das Buch auf jeden Fall bis zum Schluss lesen und am Ende, Ergibt doch alles irgendwie einen Sinn.

Die Figuren im Buch sind sehr überschaubar und geben wenig von sich Preis. Obwohl Laura eine große Rolle in der Story spielt, hat man oft das Gefühl, als hätte sie sich verlaufen. Unterschiedliche Eigenschaften der Charaktere kann man hierbei nicht herauslesen, wobei Laura ein großes Geheimnis hat und man bis zum Schluss wirklich im Ungewissen bleibt.Eine zweite große Rolle spiel in dieser Story Psychologen Robert Winter. Er lässt Laura erzählen und kann nicht wirklich glauben, was passiert sein soll. Nur langsam begreift er, das Laura ihm warnen will, doch ist die Realität viel erschreckender, als das was Laura sagt.

Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich gut belesen. Selber habe ich gut hineingefunden und fand das Buch am Ende gar nicht Mal so schlecht. Auch wenn ich ab und an recht verwirrt war über die derzeitigen Ereignisse, so würde ich dem Buch gerne 4 von 5 Sterne gebe.

Die Kinder

Von: Mara Datum : 23.09.2017

mara-ladystyle.blogspot.de/

Inhalt:
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Meine Meinung:Im Vorwort erklärt uns Wulf Dorn, dass vieles in diesem Thriller tatsächlich der Realität entspricht und wenn ihr das Buch gelesen habt, dann werdet ihr es verstehen. Nichts ist erschreckender und grausamer als das echte Leben, das machte die Geschichte für mich mehr interessanter. Jedoch würde ich das Buch nicht unter Thriller unter ordnen sondern es hatte was von Mystery -Horror was dennoch für mich kein Abbruch getan hat.
Ich war eigentlich recht überrascht da ich es von dem Autor nicht gewohnt bin.

Das Buchcover ist schlicht,in schwarz gehalten mit einer roten Schrift und darauf zu sehen sind die Kinder was geheimnisvoll und düster wirkt .
Dennoch schafft es der Autor, dass man lange Zeit nicht weiß, was von Lauras Geschichte stimmt oder was sie aufgrund einer psychologischen Störung für wahr hält.Während dem Lesen habe ich mich oft gefragt ist es nun was nun Wahr ist und was nicht.
Zum Teil fand ich die Geschichte verwirrend, denn es gab Szenen in denen seine personale Erzählperspektive geschildert wird und zwischendurch komplette Szenenwechsel, die auf den ersten Blick nichts mit dem eigentlichen Plot zu tun haben.Dennoch fand ich Wulf Dorn wie gewohnt sein Schreibstil fesselnd das die Seiten nur dahin flogen, auch wenn es teilweise manchmal verwirrend war wie ich schon geschildert hatte.
Der Hauptcharakter Laura Schrader wurde gut dargestellt und ausgearbeitet. Sie wirkte authentisch und glaubwürdig zum Teil kann man sich gut in die hinein versetzten auch wenn man selber keine eigene Störungen hat.
Robert Winter hin gegen war mir zu blass, ich konnte mich mit ihm nicht anfreunden, es wurde einfach viel zu wenig beschrieben und man hat wenig über ihn erfahren.
Die Geschichte rund um Laura, die mit ihrem Auto verunglückt und gerade so gerettet werden konnte, ist nicht nur äußerst spannend, sondern zum Teil auch verstörend, Die düstere Atmosphäre im Buch konnte ich richtig spüren,was mir sehr gut gefallen hat.

Fazit:
Ich kann das Buch weiter empfehlen auch wenn es kein Thriller ist, ist es trotzdem toll

Irgendwann bekommt man die Retourkutsche...

Von: Sabrina Datum : 21.09.2017

sabrinas-buchwelt.blogspot.de/

"Die Kinder" ist der erste Thriller für Erwachsene, den ich von Wulf Dorn gelesen habe - bisher kenne ich nur seinen Jugendthriller "Mein böses Herz", der mir sehr gut gefallen hat. Die Beschreibung und die vielen verschiedenen Meinungen zu seinem neuen Thriller, haben mich sehr neugierig auf das Buch gemacht.

Der Schreibstil von Wulf Dorn ist sehr kurzweilig, er schafft es den Leser mit seinen Beschreibungen und seinem Plot, den Leser mit jeder Seite tiefer in seinen Bann zu ziehen. Die Seiten rasen nur so vor sich hin und man möchte dem Geheimnis der verschwundenen Dorfbewohner unbedingt auf die Schliche kommen.

Es gibt zwei Handlungsebenen, zum einen die Geschichte von Laura Schrader, ihrer Familie und dem verlassenen Dorf in den Bergen, zum anderen gibt es einzelne Handlungen aus den verschiedensten teilen der Erde, in denen von Vorkommnissen berichtet wird.
Ich finde, dass man schon bei der zweiten "Zwischenhandlung" weiß, wohin es geht bzw. warum dieses Handlungen beschrieben werden - man wartet anschließend nur noch darauf, dass Laura Schrader, endlich zu dem Punkt kommt, an dem man die ganze Wahrheit erfährt....

Wobei die ganze Wahrheit auch nicht richtig ist, denn die erfährt man nicht. Es gibt viele Fragen, die offen bleiben. Das Warum und wodurch die verschiedenen Handlungen ausgelöst werden - es ist eben mehr als nur ein Thriller, sondern auch ein sehr mystisch angehauchtes Buch, dass mit den schlimmsten Ängsten der Menschen spielt.

Wer nicht alle Lösungen braucht, und gerne mal einen Horror-Roman oder eben mystisch angehauchte Bücher mag, liegt mit "Die Kinder" richtig!

Packend erzählt

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum : 19.09.2017

www.hallo-buch.de

Wulf Dorn hat sich einen exzellenten Namen mit unheimlichen Storys gemacht. Schon bei "Die Nacht gehört den Wölfen" oder "Mein böses Herz" wusste der Autor, wie man die Neven vibrieren lässt. Das gelingt ihm auch bei „Die Kinder“ wieder. Eine düstere Geschichte mit immer mehr mysteriösen Vorfällen lässt uns Leser lange im Dunkeln, was eigentlich wirklich hinter den Ereignissen steckt. Dabei versteht es Dorn, von der ersten bis zur letzen Seite explosive Spannung mit feinem Horror zu verbinden. Gruselig, packend und psychologisch ausgefuchst erzählt von Wulf Dorn.

Interessant aber nicht so spannend wie gewohnt

Von: Natalie77 Datum : 19.09.2017

mem-o-ries.de

Inhalt:
Laura Schrader wird aus ihrem Unfallwagen gerettet, im Kofferraum die Leiche ihrer Nichte Mia. Die Polizei ermittelt nun was passiert ist und zieht den Psychologen Robert Winter hinzu. Er lässt Laura erzählen und kann kaum glauben was er hört. Eine Geschichte die weit von der Wahrheit entfernt sein muss oder eine große Gefahr birgt.

Meine Meinung:
Wie viele andere habe ich das neue Buch von Wulf Dorn sehnsüchtig erwartet. Ich war sehr gespannt darauf was er sich diesmal hat einfallen lassen. Der Thriller war dann ganz anders als von ihm gewohnt. Nicht unbedingt schlecht, aber für mich auch nicht so gut wie seine anderen Bücher.

Die Story beginnt mit dem Auffinden von Laura Schrader, alles ist sehr mysteriös und undurchsichtig. Warum hatte sie da einen Unfall, wieso die Leiche im Kofferraum und vor was will sie ihren Schwager warnen? So ist man natürlich neugierig auf den Fortgang der Geschichte und ist schon gefesselt.
Der weitere Verlauf hat aber dann schon seine Spannungsabfälle. Die Geschichte die Laura Schrader zu erzählen hat ist gespickt mit Ereignissen in denen Kinder irgendwie Leiden müssen und zunächst weiß man auch nicht was diese Ereignisse mit der Geschichte zu tun haben. Doch das erfährt man beim weiterlesen.
Man kann sagen hier gilt die Devise Kinder an die Macht, jedoch nicht unbedingt positiv. Es gibt Passagen die schon etwas, wie soll ich es beschreiben, mystisch fantastisch sind. Da sprechen Ungeborene zu ihren Müttern und zeigen Bilder. Nur um einen Part zu nennen. Andere Passagen sind dann wieder recht Realitätsnah.

Die Figuren sind auf wenige beschränkt und alle blieben für mich recht blass. Egal ob es Laura Schrader ist, die ihre Ereignisse schildert oder der Psychologe Robert Winter. Sie alle haben eine Funktion, aber man erfährt nur recht wenig über sie. Geradeso genug für die Geschichte, aber zu wenig um sich wirklich in sie rein versetzen zu können. So liest man dieses Buch um zu wissen wie es am Ende ausgeht, aber nicht um mit den wirklich Figuren mitzufiebern.

Die Auflösung empfand ich dann schon als zu abgehoben und nicht wirklich logisch, da hilft es nicht das die Fragen die ich mir am Ende stelle auch eine der Figuren stellt. Fragen auf die es eigentlich keine zufriedenstellende Antwort gibt. Es ist aber schon so, dass alle Anfangsfragen beantwortet wurden.

Eins zeigt dieser Thriller auf jeden Fall. Wir sollten unseren Kindern ein besseres Erbe hinterlassen, denn alle die Schlagzeilen und Ereignisse in diesem Buch geschehen vielfach am Tag auf der ganzen Welt und sorgen nicht für eine schöne Zukunft.

Es konnte mich leider nicht so überzeugen

Von: lenisvea Datum : 18.09.2017

lenisvea.blogspot.de

€ 16,99 [D] inkl. MwSt.
€ 17,50 [A] | CHF 22,90*
(* empf. VK-Preis)
Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-453-27094-7
NEU
Erschienen: 04.09.2017

Zum Buch: https://www.randomhouse.de/Paperback/Die-Kinder/Wulf-Dorn/Heyne/e506499.rhd
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.
Meine Meinung:
Nachdem ich vor einigen Monaten "Kalte Stille" von Wulf Dorn gehört habe, war ich sehr gespannt auf die Neuerscheinung dieses Autoren. Freundlicherweise wurde mir das Buch vom Heyne Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt.
Das Cover gefällt mir sehr gut, vor allem dieses düstere Erscheinungsbild, es passt einfach zum Titel.
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr gut gelungen, es ist auch direkt sehr spannend angefangen und ich wollte einfach nur wissen, was Laura Schrader genau zugestoßen ist.
Der Schreibstil war sehr flüssig, ist bin sehr zügig durch das Buch gekommen.
Ich muss aber sagen, dass das Buch circa nach der Hälfte in eine Richtung gegangen ist, die mir gar nicht gefallen hat. Meiner Meinung nach ist es ins Fantasy/Übersinnliche abgedriftet. Da ich einen Thriller erwartet hatte, war ich dementsprechend enttäuscht, da Fantasy auch gar nicht mein Genre ist.
Das Ende hat mir auch nicht so wirklich gefallen, mir sind zu viele Fragen offen geblieben.
Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht so ganz begeistern und überzeugen. Es war an einigen Teilen schon sehr spannend, aber die Richtung, die das Buch genommen hat, war einfach nicht so mein Geschmack. Von daher gibt es von mir 3,5 Sterne.

Thriller mit gewöhnungsbedürftigem Plott

Von: Laura von Eden Datum : 17.09.2017

www.lauravoneden.de

‚Die Kinder‘ ist mein erstes Buch von Wulf Dorn, wenngleich ich bereits mehrere Bücher von ihm auf meinem SuB liegen habe. Nach allem, was ich bereits gehört habe, sollten seine Bücher theoretisch genau in mein bevorzugtes Schema passen, jedoch hat mich ‚Die Kinder‘ nicht ganz überzeugen können.

Die Story fängt sehr spannend an, denn unsere Hauptfigur Laura wird aus einem Unfallwagen gerettet, jedoch birgt der Kofferraum des Autos ein schreckliches Geheimnis. Im Laufe der Story wird langsam aufgedeckt wie es zu eben jenem Geschehnis gekommen ist. Dies geschieht indem wir neben der gegenwärtigen Handlung, Rückblicke von Laura erzählt bekommen. Zu diesen zwei Strängen kommen noch einzelne, unabhängige Handlungen, die scheinbar sehr willkürlich gewählt sind und nicht mit dem eigentlichen Geschehen zu tun haben. Im Großen und Ganzen ergeben diese eingeschobenen Geschichten zwar am Ende Sinn, dennoch sind sie nicht wirklich zielführend. Zum Zeitpunkt des Lesens fand ich sie zwar interessant, aber sie haben mich verwirrt. Auch Allgemein war mir kurz vor Schluss nicht klar, wie der Autor diesem großen Plott, den er zu Beginn eröffnet hatte, noch so schnell auflösen will, denn ich bin bis zuletzt im Dunklen getappt.

Genau das hat mir am Buch leider auch nicht gefallen. Der eigentliche Plott wurde zu Beginn der Story eröffnet, dann jedoch bis zum Ende nicht mehr wirklich erwähnt. Das Ende mitsamt der Auflösung entsprach leider gar nicht meinem Geschmack. Jedoch war ich durch das gesamte Buch hindurch von der Atmosphäre gefesselt, denn Wulf Dorn versteht es wirklich seine Leser zu fesseln. Daher ist das Buch auch kein wirklicher Flop für mich, denn der Schreibstil hat mich tatsächlich dazu angehalten immer weiter lesen zu müssen. Ich werde mein Glück also in Zukunft einfach mit einem anderen Werk von Wulf Dorn versuchen, letztlich war dieses Buch hier einfach nicht mein Geschmack.

Gesellschaftskritik einmal anders (4,5 Sterne)

Von: World of books and dreams Datum : 17.09.2017

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Als der Kinderarzt Patrick Landers auf dem Weg in das kleine Dorf ist, in dem seine Exfrau mit seiner Tochter ein paar Tage Ruhe finden soll, entdeckt er ein verunglücktes Auto am Straßenrand. Fahrerin des Wagens: seine Schwägerin Laura Schrader, während er versucht, herauszufinden, was passiert ist, macht er eine schreckliche Entdeckung im Kofferraum und verlässt verstört die Unfallstelle, während seine Schwägerin zurückbleibt. Doch sie wird gerettet und im Krankenhaus soll der Psychologe Robert Winter herausfinden, was passiert ist, denn die Polizei steht vor einem Rätsel. Dann beginnt Laura Schrader zu erzählen und Winter ist mehr als erstaunt, über die Geschichte, die ihm die junge Frau erzählt. Jetzt ist es an ihm, zu unterscheiden, was Wahn und was Wahrheit ist.
Meine Meinung:
Da ich bereits einige der Bücher des Autors Wulf Dorn gelesen habe, war ich mächtig gespannt auf diesen neuen Thriller und wenn ich ehrlich bin, bleibe ich mit einer Mischung aus Entsetzen und Nachdenken zurück, denn das was Dorn hier geschrieben hat, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich kenne seine Bücher mit einer Mischung aus Psychothrill und Spannung und auch dieses hier brachte das durchaus, doch durch die Gesellschaftskritik, die er hier aufbringt und mit der absolut Recht hat, lässt er mich auch mit einer Gänsehaut zurück. Es ist sehr schwer, hier die Meinung einzubringen, ohne zu viel vom Inhalt zu verraten, doch er bringt hier Ereignisse aufs Tapet, die leider nur allzu real sind, dabei verpackt er diese mit einer Mischung aus Psychothrill und Horror und lässt den Leser bis zum Ende im Unklaren, ob es hier Wahn oder Wahrheit ist.
Der Schreibstil ist absolut flüssig und fesselnd und das gleich vom ersten Augenblick an. Sprachlich bleibt er gut verständlich und sorgt dadurch nur noch einmal mehr dafür, dass der Leser schockiert wird. Er lässt seine Protagonistin Laura Schrader dem Psychologen rückblickend erzählen, was vor dem Unfall geschehen ist und während man zuerst noch rätselt, was das soll, bekommt man sehr schnell Antworten, die man so gar nicht erwartet oder hören will.
Der Beginn ist sehr spannend und zieht den Leser gleich in die Geschichte und macht dann auch gleich extrem neugierig, was denn da passiert ist. Doch Dorn bremst erst einmal den Leser und beginnt langsam die Geschichte aufzubauen. Die Spannung steigt und mit ihr auch die schockierenden Momente. Zum Schluss gibt es auch noch die ein oder andere Szene, die nicht unbedingt etwas für zartbesaitete Leser ist, aber doch auch im Rahmen bleibt. So ist dieses Buch aber auch sehr schwer einem einzigen Genre zuzuschreiben: Mystery passt nicht ganz, wenn es durchaus auch mysteriöse Momente gibt. Horror? Auch nicht ganz passend, wenn es auch letzten Endes eine Horrorvorstellung wäre. Thriller? Auch das nicht komplett, denn ein klassischer Thriller oder Psychothriller, wie man sie von dem Autor kennt, ist es auch nicht. Eine Mischung aus all dem und dazu noch eine große Portion Kritik an der Gesellschaft, er verbindet Realität mit einer erschreckenden Fiktion und macht damit nachdenklich.
Die Geschichte wird in erster Linie aus der Perspektive von Laura Schrader erzählt, dabei aber in der dritten Person, so dass man sich der Protagonistin gar nicht zu sehr annähert. Viel mehr bleibt man hier als Beobachter des Ganzen, so wie auch der Psychologe Winter, der ihr hier zuhört, hört man der jungen Frau zu. Zwischendurch bekommt man Erlebnisse von Kindern aus anderen Teilen der Welt und rätselt auch da, was es damit auf sich hat. Doch alles findet eine gut erklärte Lösung je mehr der Leser erfährt.
Die Personen der Geschichte bleiben hier überschaubar und wenn sie auch von ihrem Charakter her nicht viel Tiefgang haben, so bleiben sie doch soweit vorstellbar, dass man ein klares Bild erhält. Letzten Endes sind es nämlich Personen wie du und ich, die hier eine erschreckende Geschichte erleben und somit ist es eine Mischung aus Fiktion, die auf eine leider nur allzu wirkliche Realität trifft.
Mein Fazit:
Vor dem Lesen des Buches habe ich einige Kritiken zu der Geschichte gelesen, die aber vielmehr in die Richtung gehen, dass es hier kein "typischer" Dorn Thriller ist und auch sonst eher eine Mischung aus verschiedenen Genre beinhaltet. Auch der Klappentext würde in die Irre führen, ja, mag sein, doch viel mehr würde auch viel mehr über die Aussage des Buches verraten. Ich hoffe, ich bin hier immer noch oberflächlich genug geblieben, um nicht zu viel zu verraten. Mich konnte der Autor durchaus überzeugen mit seiner Geschichte, wenn mir vielleicht auch lieber gewesen wäre, mehr Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, bin ich doch letzten Endes froh, dass es so ist, wie es ist. Schreibstil, Spannung, schockierende Momente und Kritik an unserer Gesellschaft brachten mir spannende Lesestunden und lassen mich immer noch nachdenken. Wer einfach mal ohne jegliche Erwartung ans Lesen geht, wird hier sehr wahrscheinlich positiv überrascht sein. Ich gebe meine Leseempfehlung.

Wenn das wirkliche Leben der schlimmste Horror ist

Von: anjas-insel Datum : 17.09.2017

www.anjas-insel.de

Selten ist mir eine Rezension schwerer gefallen. Denn für das, was ich hier gelesen habe, finde ich schwer Worte. Besonders, weil ich auf keinen Fall Spoilern möchte.
Dieses Buch geht deutlich in Richtung Horror Thriller, was mir als Stephen King Fan sehr entgegen kommt. Wulf Dorn steht auf meiner Liste der Lieblingsautoren direkt hinter Stephen King- und das nach diesem Buch noch ein Stückchen näher am "Meister" als vorher.
Das schlimmste an der Stiry ist allerdings der Bezug zum wirklichen Leben, der macht eigentlich den wahren Horror aus. Deshalb ist es kein Buch zum "wohlig vor sich hin gruseln", denn der Bezug zur Realität ist immer greifbar und schlimmer als jede Fiktion.
Deswegen habe ich den Titel sehr zufrieden, aber auch sehr nachdenklich beendet.
Wer kein Problem mit einer Portion Horror Story hat, findet hier eine spannende Letüre, toll geschrieben, aber auch einen Schubs, die Augen etwas mehr zu öffnen. Ein Buch, das ich wärmstens empfehlen kann!

Rache der Kinder

Von: Ayda Datum : 17.09.2017

https://www.instagram.com/aydaslesewelt/?hl=de

3,5 Sterne
Inhalt:
Eine Frau namens Laura Schrader, wird auf einer Straße in den Bergen aus ihrem Wagen gerettet. Was nach einem normalen Autounfall aussieht,entpuppt sich schnell als ein sehr rätsehafter Fall,denn in dem Wagen wird eine Leiche entdeckt und der Man,der sie findet ist ihr Schwager. Daraufhin wird sie in eine psychatrische Klinik gebracht, wo sie dem Psychologen Robert Winter erzählt, was ihr passiert ist. Das was der Psychologe hört,klingt einfach nur unglaublich...

Meine Meinung:
Als ich auf die Vorschau von "Die Kinder" aufmerksam wurde, habe ich mich sehr auf diese Neuerscheinung gefreut. Wulf Dorn hat einen ganz bestimmten Stil und baut immer wieder Themen rundum Wahn,Wirklichkeit und psychische Vorgänge und Abgründe ein,das gefällt mir ganz besonders, deswegen gehört er auch zu meinen Lieblingautoren. Ich erinnere mich noch an der erste Buch,das ich von ihm gelesen hatte,"Trigger"- einfach nur genial!! Er hat einen ganz tollen und flüssigen Schreibstil,den er auch hier zu Blatt gebracht hat. Dieses Buch konnte mich nur mittelmäßig erreichen. Die ca. 320 Seiten lesen sich sehr gut weg aber trotzdem kam ich die ersten 100 Seiten nicht so gut in die Geschichte, mir hat die Orientierung gefehlt und ich habe mich gefragt, wo bin ich jetzt genau? Dann nimmt die Handlung auch an Fahrt auf ,es wird spannender und am Ende wird es auch klarer,wo ich auch erst die Thrillerelemente wahrgenommen habe,vorher nicht wirklich und auch der Psychologe ist mir nicht durch seine Proffession und somit Intervention im Gedächtnis geblieben,sondern nur als eine Person,die Laura Schrader zuhört,also so wie ich als Leserin. Die Idee zu dem Buch finde ich ganz gut und auch einzelnen Szenen rund um den See konnte ich mir gut vorstellen,ich musste am Ende auch ein wenig an das Buch "Der Schwarm" von Frank Schätzing denken:) Doch insgesamt hat mir der Thriller gefehlt und auch einige Fragen bleiben offen,als ob das Buch noch nicht ganz fertig ist. Trotzdem habe ich es gern gelesen ,freue mich auf weitere Bücher von ihm und vergebe 3,5 Sterne.

Autor:
ulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Die Faszination für das Unheimliche und Geheimnisvolle führte ihn zunächst in das Horror-Genre, ehe er die Spannbreite des Thrillers für sich entdeckte. Sein 2009 erschienener Debütroman Trigger wurde ein internationaler Bestseller. Auch seine weiteren Romane sind inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt. Dorn war zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik tätig. Dort schulte er zunächst als Arbeitstrainer Patienten in Büroberufen, ehe er in die psychiatrische Versorgungsforschung wechselte und an einem EU-Projekt zur beruflichen Reintegration mitwirkte. Danach vermittelte er als Jobcoach psychisch kranke Menschen ins Berufsleben. Diese Begegnungen mit menschlichen Schicksalen und Dorns Interesse an psychischen Phänomenen spiegeln sich in vielen seiner Geschichten wider.Heute lebt er als freier Autor mit seiner Frau und einer Glückskatze in der Nähe von Ulm.
Weitere Infos unter www.wulfdorn.net
(Quelle: www.randomhouse.de)

Schonungslos, brutal, erschreckend - und vor allem erschreckend gut

Von: Isabells Bücherwelt Datum : 17.09.2017

isabellsbuecherwelt.blogspot.de

Meine Meinung:
Auf diesen Titel aufmerksam geworden bin ich durch eine gute Freundin, die mir die Bücher von Wulf Dorn regelmäßig ans Herz gelegt hat. Als ich sah, dass bald ein neues Buch von dem Autor erscheinen würde, habe ich die Gelegenheit gleich beim Schopf gepackt und das Buch beim Verlag angefragt. Wenig später hat der Postbote ein Buchpaket vorbeigebracht und ahnungslos, wie ich war, habe ich auch gleich mit dem Lesen angefangen . . .

Vorab gesagt, ich hatte extrem hohe Erwartungen an das Buch. Das erste Kapitel hat mich daher leider etwas enttäuscht. Die ersten Seiten waren an einigen Stellen sehr verwirrend und wirkten ein wenig zäh. Das weckte in mir die Befürchtung, ich hätte nun über eine 320 Seiten fade Erzählung vor mir und nahm mir zunächst die Lust, weiterzulesen. (Rückblickend gesehen zeugt das Kapitel aber durchaus von Relevanz für den Verlauf der Geschichte.)
Schon bald war es jedoch, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Ich habe mich dann doch relativ schnell mit dem Schreibstil anfreunden können und ab da gab es kein Zurück mehr.

,,Es ist die Welt, vor der Sie sich fürchten sollten. Diese verrückte Welt." - Seite 69

Im Klappentext heißt es, Psychologe Robert Winter arbeitet an dem Fall der scheinbar verrückt gewordenen Laura Schrader. Eigentlich jedoch besteht das Buch zu einem großen Teil aus Rückblenden und Erzählungen von Laura. Und die haben es wirklich in sich.
Immer wieder geschehen scheinbar mysteriöse und unerklärbare Dinge - und immer sind Kinder involviert, die sich irgendwie anders verhalten. Zudem sind alle Bewohner eines Dorfes scheinbar spurlos verschwunden. Und dabei hat Laura gerade genug eigene Probleme - sie ist schwanger und der Vater, ein Karrieremann, weigert sich, das Kind zu akzeptieren. Laura jedoch will es behalten - und das, obwohl mit dem ungeborenen Baby eindeutig etwas nicht stimmt. Es scheint mit seiner Mutter kommunizieren und sie sogar kontrollieren zu können und ,,zeigt" ihr außerdem immer wieder erschreckende Szenerien aus aller Welt. Diese Ereignisse, die sie bis in ihre Träume heimsuchen, handeln allesamt davon, wie sehr Kinder auch heutzutage immer noch missbraucht und ausgenutzt werden. Diese kleinen Zwischensequenzen sind vor allem eines: erschreckend realistisch. Die Tatsache, dass genau solche Dinge auch in Wirklichkeit geschehen, ging mir sehr nah. Auf der anderen Seite hat es bei mir großen Eindruck hinterlassen, wie schonungslos gesellschaftskritisch dieses Buch ist.

Kommen wir zurück zu Laura Schrader: Nachdem ihre Nichte Mia sich immer seltsamer verhält und kaum noch auf ihre Mitmenschen reagiert, beschließen sie und ihre Schwester Su, ein wenig Zeit im Ferienhaus der Familie zu verbringen. Die Lage spitzt sich immer weiter zu, Mia, obwohl nur acht Jahre alt, wirkt durch ihre seltsame Apathie immer furchteinflößender - und dann verschwindet sie plötzlich.
Ab da wusste ich, dass ich es nicht mit einem wirklich guten, sondern mit einem absolut genialen Psychothriller zu tun hatte. Denn das Dorf, in dem das Ferienhaus liegt, ist jenes, dessen Einwohner alle spurlos verschwunden zu sein scheinen. Und was Laura Robert Winter erzählt, ist in der Tat unglaublich. Innerhalb von wenigen Seiten wird der Leser immer wieder an die Grenzen der Vorstellungskraft gestoßen - was geschieht, ist so schockierend, dass man förmlich hofft, dass Laura tatsächlich den Verstand verloren hat.
Was mich persönlich wirklich beeindruckt hat, ist, dass der Autor es geschafft hat, Mystery-Aspekte in die Handlung einzubauen, ohne, dass es unrealistisch wirkt. Denn einige Dinge in diesem Buch lassen sich einfach nicht logisch erklären und dennoch erschienen sie mir weit entfernt vom Fantasy-Genre - etwas, das mir sehr zu denken gegeben hat. Besonders die letzten Seiten sind so dicht an Handlung und Atmosphäre, dass die Redewendung nicht mehr aus der Hand zu legen eine völlig neue Bedeutung für mich bekommen hat. Das Ende, in dem Rückblenden und Gegenwart endlich zusammenfließen, hat mich sprachlos sowie extrem geschockt zurückgelassen.

Dieser Titel ist auf jeden Fall nicht für schwache Nerven geeignet. Wulf Dorn spielt in ,,Die Kinder" meisterhaft mit der menschlichen Psychologie und geht dabei schonungslos, direkt und brutal vor. Das Buch ist auf jeden Fall beängstigend und vor allem eines: beängstigend gut. Mit Abstand der beste Psychothriller, den ich je gelesen habe!




Fazit:
,,Die Kinder" hat mich auch lange nach der letzten Seite nicht mehr losgelassen. Selten, nein, noch nie habe ich eine so gekonnte Mischung aus fesselnder Handlung, schockierenden Wendungen und ungebremster Gesellschaftskritik gelesen. Das Buch ist nicht nur extrem angsteinflößend, sondern regt auch zwangsläufig zum Nachdenken an und sorgt garantiert für schlaflose Nächte. Allerdings muss man als Leser auch eine Menge verkraften können. Dennoch bin ich schwer begeistert und werde immer mit einem Rest Gänsehaut an die Lektüre zurückdenken. Wer Sebastian Fitzek mag, wird Wulf Dorn lieben, das verspreche ich!


Realität oder nicht?

Von: De Bichergeck Datum : 15.09.2017

bichergeck.blogspot.lu/?m=1

Richtig mysteriös beginnt der neue Thriller von Wulf Dorn.
Und mysteriös liest er sich tatsächlich.
Denn was die Frau - Laura - zu erzählen hat, kann nicht der Wirklichkeit entsprechen.
Doch wie jemand, der unter paranoiden Störungen leidet, wirkt sie auf Winter auch nicht.

Gemeinsam mit dem Erleben von Laura befindet sich auch der Leser auf einem Höllentrip.
Es ist anfangs nicht ersichtlich, in welche Richtung sich das Buch bewegen wird, es scheint einfach nur wirr zu sein.
Nur langsam kommt man zum Kern des Grauens und ist einfach nur entsetzt.

Verschiedene Kapitel spielen sich rund um die Welt ab.
Von Kindern, die Müll sortieren müssen um ihre Familie zu unterstützen, kleinen Mädchen die Pädophilen zugeführt werden, Kindersoldaten die im Töten unterwiesen werden, Giftmüll der ganze Landstriche verseucht, ...
Und immer wieder wird das eigenartige mysteriöse Verhalten von Kindern beschrieben.


Kleine Zwischensequenzen, die, wie der Autor selbst sagt, einen wahren Hintergrund haben, muten dem Leser einiges zu.
Denn in diesen geht es hart zur Sache. Nichts wird umschrieben, sondern Kindesmissbrauch in allen Varianten rund um die Welt gezeigt.

Der Autor hat lange Zeit in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet.
Er kennt die Psyche des Menschen wohl sehr gut, welche Abgründe und Grausamkeiten sich da auftun ...
Man spürt, dass die im Buch angesprochenen Themen den Autor wirklich sehr berühren und beschäftigen, und sicher nicht nur ihn ...

Dem Leser wird ein Mysterythriller mit kleinen Horrorelementen präsentiert.
Ich bedanke mich beim Heyne Verlag für dieses Leseexemplar!

Eher etwas für Fans von Thrillern mit Horrorelementen

Von: Mandys Bücherecke Datum : 13.09.2017

glutton-for-books.blogspot.de/

Inhalt
Laura Schrader hat einen Autounfall auf einer einsamen Bergstraße überlebt. Sie erzählt eine unglaubliche Geschichte und der Psychologe Robert Winters soll der Sache auf den Grund gehen. Denn im Kofferraum von Laura wurde eine Leiche gefunden und nun muss er herausfinden, was Wahn ist und was Wirklichkeit...

Meine Meinung
Bisher kenne ich nur einen Jugendthriller des Autors. Da ich diesen aber sehr positiv in Erinnerung hatte, war ich gespannt auf seinen neuen Thriller, der für Erwachsene geschrieben wurde. Lange war ich unschlüssig, wie ich diesen Thriller bewerten sollte, denn ich fand ihn unglaublich spannend, vielschichtig und nervenaufreibend.

Doch leider handelt es sich hierbei nicht um einen reinen Thriller, was ich einfach schade fand. Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich vielleicht ganz anders an das Buch herangegangen, aber so hat mich dieser Aspekt und dadurch auch die Auflösung des Ganzen enttäuscht. Denn es beinhaltet Horror- und Mysteryelemente und ich hätte mir einfach eine logischere Erklärung für alles gewünscht.

Dennoch schafft es der Autor, dass man lange Zeit nicht weiß, was von Lauras Geschichte stimmt oder was sie aufgrund einer psychologischen Störung für wahr hält. Diesen Aspekt fand ich sehr gelungen. Besonders nervenaufreibend fand ich, dass hier Kinder im Fokus stehen, aber so hat der Autor ganz nebenbei starke Gesellschafstkritik geäußert in denen auch die Taten an Kindern in aller Welt im Vordergrund stehen. Diesen Ansatz fand ich nicht schlecht.

Allerdings blieben mir auch die Figuren des Buches zu platt und unausgereift. Ich schaffte es kaum mich in sie hineinzuversetzen und mit ihnen zu fühlen, was hier wirklich wichtig gewesen wäre. Der Plot wird hauptsächlich so erzählt, wie Laura Robert das Ganze schildert. Es gibt aber auch Szenen in denen seine personale Erzählperspektive geschildert wird und zwischendurch komplette Szenenwechsel, die auf den ersten Blick nichts mit dem eigentlichen Plot zu tun haben. Das fand ich zeitweise verwirrend, aber am Ende ergibt es Sinn.

Der Schreibstil ist gewohnt fesselnd und unglaublich atmosphärisch, sodass ich das Buch trotz meiner nicht gerade kleinen Kritik nicht aus der Hand legen konnte und auf den ersten Blick echt gut fand. Leider konnte dieser Eindruck nicht den Schluss überstehen. Meiner Meinung nach kann der Autor das besser.

Fazit
Leider bekommt das Buch "Die Kinder" von mir nur sehr knappe drei Sterne und ich kann es eigentlich nur Fans von Thrillern mit starken Horrorelementen empfehlen. Ich hatte hier etwas anderes erwartet und obwohl ich das Buch echt spannend fand, konnte mich vor allem das Ende nicht überzeugen.

Die Kinder

Von: ImYours Datum : 11.09.2017

nichtohnebuch.blogspot.de/

Klappentext:

Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Kurze Anmerkung:
Dies ist meine erste Rezension, bei der ich den Klappentext angebe statt meine eigenen Worte niederzuschreiben um zu erzählen, um was es in einem Buch geht.
Lange habe ich überlegt, wie ich die Geschichte beschreiben soll - vergebens. Ich kann dieses Buch inhaltlich nicht wiedergeben, ohne zu verraten worauf die Geschichte hinaus läuft...
Man liest eigentlich die kompletten letzten Tage von Laura Schrader als Rückblick, nichts passiert und doch passiert so viel.
Es gibt keine wirklichen action- oder spannungsreichen Szenen und dennoch ist die Spannung aufgrund des wirklich guten Schreibstils von Anfang an da, man muss einfach weiter lesen, weil man wissen will, was passiert. Man will die Geschichte von Laura Schrader verstehen.
Der Charakter die Protagonistin Laura Schrader war gut dargestellt, wie sie vor alle den Ereignissen war und auch ihre Art danach.
Über den Psychologen Robert Winter kann ich persönlich nicht viel sagen, er wurde mir zu wenig beschrieben, um ein "Gespür" für ihn zu bekommen. Er ist zwar nicht die Hauptperson, aber dennoch eine sehr zentrale. Daher finde ich es schade, dass er so wenig "präsent" ist.

Meine Meinung:
Die Kinder von Wulf Dorn ist für mich unbeschreiblich. Nicht unbeschreiblich gut oder schlecht, sondern einfach nur unbeschreiblich.
Ein Buch, bei dem ich bis zur gut 270. Seite nicht wusste, was da eigentlich vor sich geht, um dann sehr verschreckt zu sein, als ich endlich wusste, was genau passiert ist.
Allerdings finde ich, dass das Buch aufgrund der Geschichte doch eher in das Genre "Horror" fällt, auch wenn es auf der psychologischen Ebene mehr als unter die Haut geht.

Fazit:
Ein Buch, welches ich definitiv weiter empfehlen kann.

beginnt düster und wird fraglich...

Von: sunshineandbooks1410 Datum : 10.09.2017

https://www.instagram.com/sunshineandbooks1410/

�� Inhalt:
Laura's Nichte Mia benimmt sich zunehmend merkwürdiger. Man schiebt ihr Verhalten auf den Stress an der Schule und auf die Trennung der Eltern. Doch ist es wirklich so? Als Laura und ihre Schwester Su mit Mia in ihr Ferienhaus fahren um ein paar Tage abschalten zu können, nimmt Mia's verhalten zu und Laura ahnt was es mit sich auf sich hat...
.
�� Meinung:
Das Vorwort des Autors erzeugte bei mir schon extreme Gänsehaut. Die ersten Seiten blieb die Gänsehaut bestehen und es wurde unheimlich, doch nach und nach wurde es fragwürdig und man fragt sich worauf hinaus die Geschichte zielt. Der angenehme und leichte Schreibstil lässt den Leser zügig durch das Buch gleiten und immer mehr Fragen entstehen. Immer wieder tauchen kurze Geschichte aus anderen Ländern auf - die Geschichte spielt hauptsächlich in Deutschland - und man findet nicht den Zusammenhang zu der Geschichte die hier spielt. Dem Leser entstehen viele Fragen und man ist regelrecht gezwungen dieses Buch zu beenden. Doch das ende wirkt so unreal. Ich kann mir zwar vorstellen was damit übermittelt wird, aber war leider nicht so meins.

Spannend und atmosphärisch

Von: Viola Hardel Datum : 10.09.2017

schnaeutzchen76.blogspot.de/


Ich wurde von diesem Buch nicht enttäuscht, im gegenteil, es hat mich gefesselt so das ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.

Schon nach den ersten Seiten war man gefangen, es war schon gruselig und spannend . Und nach dem die Geschichte von Laura beginnt weiß man nicht mehr was wahr und was falsch ist.
Viele Sachen die da geschehen gingen mir unter die Haut und wusste nicht wirklich ob das nun noch alles echt ist was Laura da erzählt oder ob sie sich das alles nur einbildet.


Mir fällt es echt schwer was zu diesem Buch zu schreiben, weil man es einfach selbst lesen muss. Man kann das alles in Worten nicht wiedergeben was und wie es einem dabei geht.

Zitate die mir sehr gefallen haben:

Ein Buch ist wie ein guter Freund. Er steht dir bei, in guten wie in schlechten Zeiten, und vermag dir neue Welten zu erschließen.
Öffne den Deckel, und dann öffne deinen Geist!

und

Niemand schadet sich bewusst selbst. Erst wenn wir den Fehler erkennen , lernen wir daraus.

Das Ende war für mich etwas verwirrend und so richtig schlau bin ich darauf nicht geworden aber vielleicht kommt das noch, denn das Buch wirkt noch einige Tage nach und man durchlebt die Geschichte noch mal.

Von mir gibt es wegen dem komischen ende

4 von 5 Sternen!

"Die Kinder" ein Buch, was zum Nachdenken anregt

Von: Anni_Book Datum : 10.09.2017

annisbookworld.blogspot.de/

Die Kinder war mein erstes Buch von Wulf Dorn und ich kann gleich zu Anfang sagen das ich von diesem Buch nicht enttäuscht wurde. Der Schreibstil ist flüssig und leicht, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Und auch die Spannung ist ab der ersten Seite vorhanden und steigt stetig an und flaut immer nur ganz leicht ab, wenn man das überhaupt so nennen möchte.

Im Mittelpunkt der ganzen Geschichte steht Laura Schrader, die einen schweren Autounfall hatte, eine verstümmelte Leiche im Kofferraum hat und von ihrem Ex-Schwager gefunden wird. Doch der Hauptkern der Story, sind die über 160 vermissten Personen aus einem kleinen Dorf, indem Laura und ihre Schwester Su mit der kleinen Nichte Mia Urlaub gemacht hatte.

Laura redet mit dem Psychologen Robert Winter und erzählt ihm, ihre Geschichte und umso mehr sie ihm erzählt umso verrückter wird alles.
Die meiste Zeit liest man aus der Sicht von Laura, man erfährt einiges über sie und ihre Vergangenheit. Sie ist eine starke Protagonistin, die sich so schnell nicht unterkriegen lässt und doch merkt man, dass sie langsam an ihre Grenzen kommt.
Vereinzelne Kapitel sind aus der Sicht von verschiedenen Kinder und bei diesen Kapitel musste ich mehrmals schlucken und mir die eine oder andere Träne wegdrücken.

Das Ende von dem Buch war... Ich würde sagen anders, als womit ich gerechnet habe! Zwar dachte ich mir bei den letzten 20 Seiten, dass es so kommen muss, doch als es dann wirklich so kam, war ich geschockt!

Das Buch ist für mich nicht nur ein Thriller sondern auch ein Statement! Wie der Autor schon im Vorwort sagt, sind einige Dinge nach wahren Begebenheiten und das liest und merkt man auch. Ich denke, dass viele Menschen leider viel zu oft die Augen verschließen und nicht wahrhaben wollen, was genau vor ihren Augen passiert.

Für mich ein absolut geniales Buch, was zum Nachdenken anregt!

Spannend und atmosphärisch erzählter Mystery-Thriller mit einer sozialkritischen Botschaft.

Von: Wolfgang Brunner - Buchwelten Datum : 08.09.2017

https://buchwelten.wordpress.com/

Mitten auf einer einsamen Bergstraße wird eine völlig verstörte Frau aus einem Unfallfahrzeug geborgen. Ihr Name lautet Laura Schrader und im Kofferraum des Unglückswagens findet man die Leiche eines Kindes. Als der Polizeipsychologe Robert Winter mit dem Opfer spricht, erfährt er von einer grausigen Wahrheit, die er zuerst nicht glauben will. Doch Laura Schrader ist nicht, wie von allen vermutet wird, verrückt, sondern schildert eine Wahrheit, die erschreckender nicht sein kann.

.

Wulf Dorn schafft es schon auf den ersten Seiten, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Dieses Mal entführt Dorn den Leser in ein Psycho-Abenteuer, das es bei genauerem Nachdenken wirklich in sich hat. Wenngleich der Plot an manchen Stellen vorhersehbar wirkt, so schafft Dorn doch immer wieder eine interessante Wendung, mit der man nicht rechnet. Die Geschichte wirkt von vorne bis hinten durchkonzipiert und hätte an manchen Stellen vielleicht ein wenig Spontanität verdient, um sie glaubwürdiger und vor allem unvorhergesehener zu machen. Dennoch ist „Die Kinder“ ein rasantes und geheimnisvolles Rätsel, das einen mitreißt und nicht mehr loslässt. Als ich die ersten Seiten gelesen habe, dachte ich allerdings zuerst, die Geschichte nähme einen völlig anderen Verlauf, als es letztendlich dann geschah.

Wulf Dorn lässt die Hauptgeschichte von seiner Protagonistin Laura Schrader erzählen. Dieser geschickte Schachzug ist es auch, der den gesamten Roman mit einer unglaublich intensiven Stimmung ausstattet. Sicherlich passieren durch genau diese Erzählweise kleine Logikfehler, denn der Rückblick (eigentlich ja von Laura erzählt) beinhaltet plötzlich auch Geschehnisse, an denen Laura gar nicht beteiligt war. Aber da sollte man einfach darüber hinwegsehen, um sich die tolle Atmosphäre nicht selbst kaputt zu machen.
Der Auftritt der „bösen“ Kindern hat mich desöfteren an Stephen Kings „Kinder des Zorns“ („Children Of The Corn“) und „Das Dorf der Verdammten“ („Village Of The Damned“) erinnert, aber Dorn geht auf alle Fälle einen eigenen Weg, der eben lediglich ein paar Bilder der genannten Filme / Geschichten in Kopf des Lesers erscheinen lässt. Wulf Dorn übt in seinem neuen Roman eine Art Gesellschaftskritik aus, die auf den ersten Blick nicht ganz so überzeugend wirkt, wie sie sollte. Aber hat man das Buch erst einmal aus der Hand gelegt und denkt in Ruhe noch einmal über das Ganze nach, so kommt die Botschaft durchaus an. Wulf Dorn verpackt sie schlichtweg in einen unterhaltsamen und spannenden Roman und verzichtet auf Besserwisserei. Er weist lediglich auf Missstände wie Kindesmissbrauch und Verantwortungslosigkeit gegenüber unserer Umwelt hin.

„Die Kinder“ beginnt wie ein Thriller oder Krimi und entwickelt sich im Verlauf des Buches zu einem Mystery-Horror-Plot, der durchaus auch zu gruseln vermag. Gewürzt mit ein paar esoterischen Zutaten liest sich die Geschichte, obwohl übersinnlich und mysteriös, dennoch auch irgendwie glaubwürdig und auch bis zu einem gewissen Maß nachvollziehbar. Aber ich bin auch der Meinung, dass gerade solcherart Handlungen, wie Wulf Dorn sie sich hier ausgedacht hat, nicht immer unbedingt zu hundert Prozent Hand und Fuß haben müssen. Es ist ja schließlich ein Mystery-Thriller. Der flüssige Schreibstil lässt ein absolut schnelles Leseerlebnis zu.
Sicherlich hätte man der Handlung und auch den Charakteren jeweils ein wenig mehr Tiefgang verleihen können, aber ich bin nicht sicher, ob dies der Geschichte auch wirklich gut getan hätte und nicht die absolut kurzweilige Rasanz dadurch verloren gegangen wäre. Wulf Dorn beschreitet mit „Die Kinder“ einen neuen Weg, als er es mit seinen bisherigen Werken getan hat. Ich persönlich mag auch diese Art, zeigt sie doch, dass Wulf Dorn nicht einfach nur statisch seine Erfolge wiederholt, sondern auch Vielfältigkeit zeigt.
Und auch wenn nicht alles hundertprozentig „rund“ wirkt, so beschert einem „Die Kinder“ ein wunderbares, spannendes und kurzweiliges Lesevergnügen.

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Fazit: Spannend und atmosphärisch erzählter Mystery-Thriller mit einer sozialkritischen Botschaft.

© 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Die Kinder

Von: Manuela Hahn Datum : 07.09.2017

lesenswertesausdembuecherhaus.blogspot.de/

Ausnahmsweise bekommt ihr von mir auch einmal den Klappentext zu lesen, denn nachdem ich den gelesen hatte, erwartete ich ein komplett anderes Buch. ich wurde allerdings trotzdem nicht enttäuscht.

Klappentext:
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Inhalt: Der Psychologe Robert Winter wird von Kommissar Bennell zu Kommissar Laura Schrader gerufen, die junge Frau ist nach einem Unfall vollkommen verstört und verängstigt. Sie erzählt dem Psychologen die Geschehnisse die sich vor dem Unfall zugetragen haben, von Stimmen die sie hört und von Begebenheiten von denen sie nichts wissen kann und die sie trotz allem bis ins kleinste Detail beschreibt. Sie erzählt von ihrer Nichte Mia und anderen Kindern die sich seltsam verhalten. Robert kommt zu dem Schluss das Laura unter einer Psycho leidet, die vielleicht durch ihre Schwangerschaft ausgelöst wurde.

Meine Meinung:
Mir war schnell klar, was sich abspielt, zu offensichtlich waren die Hinweise z.B. auf den Film die Vögel von Alfred Hitchcock, in dem sich die Vögel zusammenschließen um dem gemeinsamen Feind entgegen zu treten. Nichtsdestotrotz, las ich das Buch mit teils atemloser Spannung, ich musste unbedingt herausfinden ob ich mit meiner Theorie recht haben könnte oder nicht. Womit wir wieder beim Klappentext wären, nach dem ich selbstverständlich vollkommen daneben gelegen hätte. Nichts deutet im Text darauf hin, das es sich bei dem Buch um eine Geschichte handelt, die sicherlich der gemäßigten Horrorliteratur zuzuschreiben ist.
Mir persönlich hat die mystische Seite des Buches sehr gut gefallen, das Geheimnis das sich hinter den Stimmen und den Begebenheiten verbirgt, die Laura hört und sieht, zu lüften ließ mich die Nacht durchlesen.
Wer also mit Horrorliteratur nichts am Hut hat, sondern einen Krimi erwartet, wird an dem Buch keine Freude haben.
Wulf Dorns Protagonisten, lassen mich mit zwiespältigen Gefühlen zurück, Laura ist durch ihre tragende Rolle natürlich sehr präsent und im Laufe des Buches lernt man sie gut kennen und ich fand sie auch sehr sympathisch, ebenso Su die Mutter der kleinen Mia, die Schwestern sind sehr gegensätzlich und setzen vollkommen unterschiedliche Prioritäten, so das sie sich gut ergänzen.
Robert Winter bleibt eher blass, er übernimmt die Rolle des Zuhörers der einschätzen soll ob es sich bei Laura um Täterin oder Opfer handelt, er ist austauschbar, nur ein Name in einem Buch.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig er projiziert Bilder in die Köpfe seiner Leser, die in diesem Fall sehr unheimlich sind.
Die Kinder, war das erste Buch des Autor,welches ich gelesen habe, aber sicher nicht das Letzte.

Ich vergebe gern eine Leseempfehlung.

Die Kinder

Von: Manuela Hahn aus Haigerloch Datum : 07.09.2017

lesenswertesausdembuecherhaus@gmx.de

Ausnahmsweise bekommt ihr von mir auch einmal den Klappentext zu lesen, denn nachdem ich den gelesen hatte, erwartete ich ein komplett anderes Buch. ich wurde allerdings trotzdem nicht enttäuscht.

Klappentext:
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Inhalt: Der Psychologe Robert Winter wird von Kommissar Bennell zu Kommissar Laura Schrader gerufen, die junge Frau ist nach einem Unfall vollkommen verstört und verängstigt. Sie erzählt dem Psychologen die Geschehnisse die sich vor dem Unfall zugetragen haben, von Stimmen, die sie hört, und von Begebenheiten, von denen sie nichts wissen kann und die sie trotz allem bis ins kleinste Detail beschreibt. Sie erzählt von ihrer Nichte Mia und anderen Kindern, die sich seltsam verhalten. Robert kommt zu dem Schluss, dass Laura unter einer Psychose leidet, die vielleicht durch ihre Schwangerschaft ausgelöst wurde.

Meine Meinung:
Mir war schnell klar, was sich abspielt, zu offensichtlich waren die Hinweise z.B. auf den Film "Die Vögel" von Alfred Hitchcock, in dem sich die Vögel zusammenschließen, um dem gemeinsamen Feind entgegenzutreten. Nichtsdestotrotz las ich das Buch mit teils atemloser Spannung, ich musste unbedingt herausfinden, ob ich mit meiner Theorie recht haben könnte oder nicht. Womit wir wieder beim Klappentext wären, nach dem ich selbstverständlich vollkommen daneben gelegen hätte. Nichts deutet im Text darauf hin, dass es sich bei dem Buch um eine Geschichte handelt, die sicherlich der gemäßigten Horrorliteratur zuzuschreiben ist.
Mir persönlich hat die mystische Seite des Buches sehr gut gefallen, das Geheimnis, das sich hinter den Stimmen und den Begebenheiten verbirgt, die Laura hört und sieht, zu lüften, ließ mich die Nacht durchlesen.
Wer also mit Horrorliteratur nichts am Hut hat, sondern einen Krimi erwartet, wird an dem Buch keine Freude haben. Wulf Dorns Protagonisten lassen mich mit zwiespältigen Gefühlen zurück, Laura ist durch ihre tragende Rolle natürlich sehr präsent und im Laufe des Buches lernt man sie gut kennen und ich fand sie auch sehr sympathisch, ebenso Su, die Mutter der kleinen Mia, die Schwestern sind sehr gegensätzlich und setzen vollkommen unterschiedliche Prioritäten, so dass sie sich gut ergänzen.
Robert Winter bleibt eher blass, er übernimmt die Rolle des Zuhörers, der einschätzen soll, ob es sich bei Laura um Täterin oder Opfer handelt, er ist austauschbar, nur ein Name in einem Buch.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig, er projiziert Bilder in die Köpfe seiner Leser, die in diesem Fall sehr unheimlich sind.
"Die Kinder" war das erste Buch des Autor, welches ich gelesen habe, aber sicher nicht das letzte.

Ich vergebe gern eine Leseempfehlung.

Konnte mich nicht vollends überzeugen

Von: Monika Stutzke Datum : 07.09.2017

lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Während eines Sturms wird Laura Schrader nach einem Unfall aus ihrem Auto geborgen. Das Auto ist nicht nur völlig hin, im Kofferraum findet sich auch noch die Leiche ihrer kleinen Nichte Mia, getötet durch Schüsse in den Kopf.
Laura wird verhört und erzählt eine Geschichte, die nicht nur unglaublich ist, sie ist so verwirrend, dass der Psychologe Robert Winter hinzugezogen wird.
Dieser hat während seiner Laufzeit als Psychologe schon einiges gehört, aber das sprengt alles bisher Vorstellbare und Gehörte.
Sind das Hirngespinste von Laura Schrader? Aber wie sind die Zusammenhänge, denn neben der Leiche im Kofferraum scheinen auch alle Bewohner eines Ortes verschwunden zu sein. Hinterlassen worden sind nur Spuren von Kämpfen.
Was genau ist dort passiert? Wird es ihnen gelingen, aus der Aussage von Laura das Rätsel zu lösen? ...

Laura Schrader erzählt dem Psychologen Robert Winter eine Geschichte, die sich innerhalb der letzten 5 Tage abspielte.
Während eines kurzen Erholungsurlaubes, den sie gemeinsam mit ihrer Schwester Su und deren Tochter Mia machen wollte, erleben sie einen Höllentrip. Mia, Lauras Nichte, verändert sich zusehens, mal ist sie ganz apathisch, mal hört sie jemanden, den niemand sieht. Sie machen sich Sorgen und beobachten Mia. Es sieht so aus, als ginge von Mia und den anderen Kindern eine Bedrohung aus.

Lauras Geschichte scheint total wirr zu sein. Das, was der Psychologe zu hören bekommt, kann nur in Richtung Hirngespinst gehen, alles andere ist einfach undenkbar.
Neben Lauras Erinnerungen erfährt der Leser auch Episoden, die Kinder in anderen Teilen der Welt erleben, wie Kambodscha, der Ukraine, dem Irak und andere.
Was auch dem Leser anfangs als wirr und nicht zuordenbar erscheint, macht zum Ende des Buches Sinn.

Gemeinsam mit dem Erleben von Laura befindet sich auch der Leser auf einem Höllentrip. Es ist anfangs nicht ersichtlich, in welche Richtung sich das Buch bewegen wird, es scheint einfach nur wirr zu sein. Nur langsam kommt man zum Kern des Grauens und ist einfach nur entsetzt. Die Geschichte strebt einem Ende zu, die ich so nicht erwartet habe.

Mit der Protagonistin Laura konnte ich mich nicht identifizieren, da sprang so gar kein Funke über. Auch wenn sie mir nicht direkt unsympathisch war, so ist sie aber für mich eher eine uninteressante Person.

Die Geschichte hat durchaus ihre spannenden Elemente, hat mich aber im Endeffekt nicht glücklich zurückgelassen. Zudem ist sie etwas mystisch angehaucht, was mich normalerweise nicht zum Lesen inspiriert hätte, da das nicht mein Genre ist. Aber aus dem Klappentext war das leider nicht erkennbar.

Da ich bislang nur positives vom Autoren gehört habe, wollte ich mir dieses Buch nicht entgehen lassen. Dieses war mein erstes Buch von ihm und ich weiß nicht, ob ich noch einen Versuch starten möchte.
Eine Bewertung in Sterne ist mir diesmal schwer gefallen, liegt es doch zwischen 3 und 4 Sterne. Aber wie so oft gilt auch hier, im Zweifel für den Autoren.

Das Haus am See

Von: Melanie E. aus Leopoldshöhe Datum : 07.09.2017

"Die Kinder" war mein erster Thriller des Autors Wulf Dorn. Ich hatte zuvor mehrfach einiges positives über ihn gehört, was meine Neugier schüren konnte, als ich in der Verlagsvorschau des Heyne Verlages ein neues Buch entdeckte. Nun ist es gelesen und meine Meinung etwas zweigeteilt, da ich die Story an sich sehr stimmig fand, aber mir die Handlung insgesamt eher in die Genre Horror gepasst hätte. Ich habe mich mitunter sehr gegruselt, denn die Begebenheiten, die sich bis zum Ende hinziehen vermitteln ein leichtes Angstgefühl, stimmen nachdenklich, aber das ungute Gefühl bleibt komplett erhalten. Auf der psychologischen Ebene ist "Die Kinder" definitiv herausragend.

Protagonistin Laura wirkt komplett durchgedreht und dies ändert sich auch bis zum Ende des Buches nicht. Einen echten Zugang zu ihr zu finden, fiel mir schwer. In Verbindung mit Handlung und beschriebenen Personen ist dieses Durcheinander in Lauras Kopf nachvollziehbar, wenn man den Sinn erkannt hat. Zuvor scheint alles nur aus Wahnvorstellungen oder einer Psychose hervorgerufen durch eine Schwangerschaft zu bestehen. Interessant sind hierbei die verschiedenen Einblicke in das Leben anderer Kinder aus Kambodscha oder auch der USA, die hinterher einen Sinn ergeben, wenn sich die Story auflöst. Der Titel des Buches "Die Kinder" ist sehr gut gewählt und komplett passend.

Meine Rezension ist heute eher schlicht und knapp, da es schwer fällt wenig auf die Handlung einzugehen und nicht vorwegzunehmen, was "Die Kinder" beinhaltet. Der Klappentext sagt einiges aus, aber letztendlich ist es viel schlimmer, als ich erwartet hätte. Für mich war das Buch Horror und wenig Thriller, aber dennoch sehr gelungen. Das Lesen geschah fast schon von alleine, da die Spannung von Anfang bis Ende sehr hoch ist. Der Epilog hingegen war schwach und hätte auch weggelassen werden können, denn dadurch wirkte die Story unglaubwürdig. Klar war die Handlung komplett Fiktion, aber durch den Epilog wirkte es auf mich noch mehr wie "An den Haaren herbeigezogen".

Gerne eine Leseempfehlung für ein insgesamt gelungenes Buch, welches hier und da dafür sorgt, dass sich die Härchen vor Gruseln aufstellen und sich ein sehr unangenehmes Gefühl breitmacht. Das Haus am See, wie der Titel meiner Rezension lautet, wird hier als Aufhänger genutzt. Was harmonisch wirkt und für Ruhe sorgen soll, bringt Tod und Angst, aber ich greife vor. Lest das Buch und lasst euch überraschen.

Fantastisch!

Von: Caro (krimikiste.com) Datum : 07.09.2017

www.krimikiste.com

Die verunfallte Laura Schrader erzählt dem Psychologen Robert Winter eine unfassbare Geschichte. Winter muss versuchen, die Wahrheit aus dem, was sie berichtet, herauszufiltern – ein Wahrheit, die das Verschwinden eines ganzen Dorfes erklärt und dem Leser dieses Thrillers mehr als einmal richtige Gänsehaut macht.

Ein Thriller, der nachhallt

Von: Kristine liest Datum : 06.09.2017

kristineliest.blogspot.de/

Gerade ausgelesen und total begeistert. Naja, fast. Um eine spoilerfreie Rezension zu schreiben, kann ich so gut wie nichts über meinen Kritikpunkt sagen, der zu dem halben Punkt Abzug geführt hat.

Spoiler:
Nur so viel: Ich denke, man könnte diesen Roman gut und gerne auch in das Genre "Horror" einordnen.

Bei "Die Kinder" ist meiner Meinung nach fast jedes Wort zu viel, da man sonst zu viel verrät.
Dass Wulf Dorn einen tollen, flüssigen, einen durch die Seiten treibenden Schreibstil hat, dürfte allgemein bekannt sein. Innerhalb zweier Nachmittage war ich durch.
Obwohl es eine rasante Thrillergeschichte ist, regt einen so einiges in "Die Kinder" zum Nachdenken an, besonders schön fand ich die fast schon philosophisch angehauchte Situation mit Laura Schrader und ihrem Vater am See.

Fazit:
Wer sich darauf einlassen kann, dass sich ein Thriller auch gewisser Horror-Elemente bedient ohne dabei ein Horrorroman zu sein, der sollte "Die Kinder" unbedingt lesen. Ich liebe Gedankenspiele und bin mit meinem Kopf auch Tage nach der Beendigung immer wieder bei diesem Buch.

Nicht komplett überzeugend

Von: eulenmatz liest Datum : 05.09.2017

https://eulenmatz-liest.com/

INHALT:
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

MEINUNG:
Etwas von Wulf Dorn zu lesen, war immer ein Vorhaben von mir. Mit Die Kinder habe ich das jetzt endlich in die Tat umgesetzt. Trotzdem lässt mich das Buch etwas ratlos zurück.

Schon relativ schnell hat mich die Art der Erzählung an Sebastian Fitzek erinnert. Auch wenn der Roman als Thriller tituliert wird, hat er auch starke Züge eines Psychothrillers. Wulf Dorn gelingt es auf jeden Fall einem das Grauen auf dem Silbertablett zu präsentieren. Der Klappentext gibt eigentlich nicht viel Aufschluss darüber in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Es gibt auch keinerlei Zusammenhang zum Titel. Erst beim Lesen erschließt sich der Titel. Ohne groß zu spoilern möchte ich aber dennoch darauf aufmerksam machen, dass der Thriller auch mystische Aspekte hat.

Die Kapitel waren für die Kürze des Romans etwas lang. In den Kapiteln erzählt Laura Robert ihre Geschichte. Unterbrochen wird dies durch eine andere Art von Erzähler und dem Sprung in die Gegenwart. Robert ist für die Geschichte allerdings völlig unwichtig. Er ist es nur, dem Laura ihre Geschichte erzählt. Er ist nur Zuhörer und kommt in seiner Funktion als Psychologe gar nicht wirklich zum Einsatz. So richtig Spannung kam da bei mir aber nicht auf, obwohl dafür durchaus Potential vorhanden war. Ich habe mich immer gefragt, wie der Autor das auflösen will. Für meinen Geschmack hätte die Erzählung auf Grund der relativ geringen Seitenanzahl ruhig ein wenig dichter sein können. Die Auflösung kommt erst ganz zum Schluss.

Nach Beendigung des Buches war für mich jetzt nicht klar, ob das jetzt alles Wirklichkeit ist oder nicht. Wirklich toll fand ich aber, dass der Autor den Leser zunächst mit einer plausiblen Erklärung des Ganzen in Sicherheit wägt, um dann am Ende nochmal alles umzuschmeißen. Von Happy End kann hier nicht wirklich sprechen.

FAZIT:
Ein interessante Geschichte, die ruhig noch ein paar Seiten mehr haben hätte können und dessen Klappentext irgendwie nicht wirklich einen Hinweis auf die Richtung der Handlung gibt. Es wird auf jeden nicht mein letzter Roman von Wulf Dorn gewesen sein.
Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

Hart, krass und beängstigend .... ein toller Thriller

Von: brigitta Datum : 04.09.2017

wunderbaregeschichten.blogspot.de/

Klappentext:
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.
( Quelle: Heyne Verlag )

Kurze Zusammenfassung:
Der Psychologe Robert Winter wird um Hilfe gebeten. Er soll die völlig verstörte Laura Schrader befragen. Laura wurde als Unfallopfer aufgefunden, doch in ihrem Kofferraum liegt die Leiche eines kleinen Mädchens und der Ersthelfer ist spurlos verschwunden.
Ebenso spurlos verschwunden sind Lauras Schwester und ihre Nichte und sämtliche 163 Bewohner des kleinen Ortes in dem Laura Urlaub machte.
Noch ist nicht klar ob Laura das einzig überlebende Opfer ist, oder ob sie lebt, weil sie Täterin ist.
Das soll Robert Winter herausfinden, doch die Geschichte, die Laura erzählt ist so wahnhaft und absurd, dass Winter nicht weiter kommt.
Es begann alles damit, dass Lauras Nichte Mia Stimmen hörte und sich ihre Persönlichkeit veränderte.
Aber nicht nur Mia veränderte sich, viele Kinder verhielten sich auf einmal sehr seltsam. Laura nimmt die Besorgnis ihrer Schwester Susann nicht wirklich ernst, bis sie selbst beginnt Stimmen zu hören.
Oder vielmehr nur eine Stimme, denn Laura ist schwanger und es ist als ob ihr ungeborenes Kind zu ihr spricht und die Kontrolle über Laura übernimmt.
Laura bekommt nun Angst, vor ihrem Kind und um sich selbst. Das bereitet ihr einen großen Gewissenskonflikt. Kurz darauf begegnet sie einer schwangeren Tankstellenbesitzerin die vollkommen psychotisch erscheint, aber mit ihren Äußerungen Lauras Wahrnehmung bestätigt. Nun weiß Laura das hier irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung ist.
Allerdings ist es da fast schon zu spät .....

Fazit:
Krass, beängstigend und extrem spannend.
Wulf Dorn spielt hier mit einem uralten und enorm wichtigen psychologischen Schutzfaktor des Menschen.
Damit die Menschheit überleben kann, müssen wir Kinder süß finden, ihnen nichts Böses zutrauen und immer bereit sein sie in Schutz zu nehmen.
Dieses Verhalten fördert die Natur mit dem "Kindchenschema", das sind Attribute die Kinder besitzen um ein Brutpflegeverhalten auszulösen.
Eigentlich ist das ein perfektes Zusammenspiel und erleichtert das Überleben der Menschheit schon seit einigen Millionen Jahren.
Wulf Dorn setzt in "Die Kinder" seinen Hebel genau an diesem tief verankerten Instinktverhalten an und trifft mit seiner Geschichte genau ins Mark.
Die Protagonisten sind dem Geschehen nahezu hilflos ausgeliefert, weil sie sich eben diesem Instinktverhalten entsprechend verhalten und der Leser ist der Geschichte hilflos ausgeliefert, weil Dorn hier das Undenkbare beschreibt und das Entsetzen mit jeder Seite wächst.
Das, was wir lesen, darf nicht wahr sein, weil es sonst das Überleben der Menschheit gefährdet und die Sinnhaftigkeit der Instinkte in Frage stellt.
Aber genau, weil wir den Instinkten nicht mehr folgen nimmt diese Geschichte ihren Lauf....
Ich, persönlich, finde Wulf Dorn ist der beste deutsche Autor psychologischer Thriller. Seine Bücher sind immer ein Garant für Spannung und ich habe eigentlich jedes Buch von ihm gelesen.
Dieses Buch hier ist etwas anders. Es ist kein typischer Wulf Dorn-Thriller, keine typische Täter-Opfer-Ermittler-Geschichte, sondern beschreibt eher einen Prozess, der irgendwann, vor Beginn des Buches, gestartet ist und irgendwann nach dem Buch endet. Das Buch ist sozusagen mittendrin in dem Prozess und dieser Prozess ist nicht mehr aufzuhalten.
Seufz .... es ist wirklich schwierig zu beschreiben ohne zu spoilern .... am besten ihr lest selbst.
Ich, auf jeden Fall, fand das Buch echt super und es geistert mir auch nach dem Lesen noch im Kopf herum

En Mystery-Thriller

Von: die.buecherdiebin Datum : 04.09.2017

https://www.instagram.com/die.buecherdiebin/

Inhalt: Auf einer abgelegenen Bergstraße stößt Patrick auf die Trümmer eines Autos. Ausgerechnet seine Ex-Schwägerin Laura sitzt blutüberströmt und eingeklemmt hinter dem Lenkrad. Als er voller Entsetzen eine grausam entstellte Leiche im Kofferraum findet, macht er sich trotz Lauras Warnungen auf den Weg ins nächste Dorf um seine Ex-Frau zu suchen. Als schließlich auch die Polizei dort eintrifft,sind alle Dorfbewohner verschwunden…
Meine Meinung: Der Schreibstil von Wulf Dorn ist wie gewohnt flüssig, fesselnd und schnell zu lesen. Der Spannungsbogen fällt nach dem rasanten Einstieg erst wieder etwas ab, steigt dann aber permanent bis zum schockierenden Ende. Die ganze Zeit herrscht eine beklemmende und gruselige Atmosphäre. Das hat mir gut gefallen und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.
Nach dem spannenden Beginn erzählt Laura im Krankenhaus einem, von der Polizei hinzugezogenem, Psychologen ihre Geschichte. Dadurch wechseln sich die Passagen in der Gegenwart mit denen ihrer Erzählung ab. Zwischendurch sind Kapitel eingeschoben über Kinder in Kambodscha, Urkraine, Ghana, Irak und USA. Das fand ich zunächst etwas verwirrend und bei manchen Geschichten musste ich sehr schwer schlucken. Auch das Ende der Geschichte ist nicht so einfach zu verdauen. Da ich nicht wusste, dass es sich bei diesem Buch um einen Mystery-Thriller handelt, hatte ich zuerst noch auf eine logische Aufklärung gehofft, aber das wurde immer unwahrscheinlicher. Hätte ich es vorher gewusst, hätte mir das Ende - das man durchaus als ein Stück Gesellschaftskritik sehen kann - sicher besser gefallen. Trotzdem eine Leseempfehlung für alle Thrillerfans.

Ein fantastischer Thriller mit dem richtigem Etwas

Von: Linchens Bücherwelt Datum : 04.09.2017

https://linchensbuecherblog.wordpress.com/

Meine Meinung:
Vorneweg erstmal: Ich liebe das Cover unglaublich! Es passt einfach perfekt zum Inhalt und fängt die Stimmung unglaublich gut ein! Auch dass die Schrift in rot geschrieben ist, passt sehr gut und ist auch ein toller Farbtupfer.
Schon das erste Kapitel packt einen und man versucht schon herauszufinden, was genau passiert sein könnte! Zwischen den Passage, die meistens abwechselnd aus Laura Schraders Sicht und der von Robert Winter geschrieben sind, kommen Szenen, die überall auf der Welt spielen, in der Ukraine oder den Amerika. Diese Szenen haben nur eines gemeinsam, es kommen immer Kinder vor. Mehr will ich dazu aber nicht verraten.
Laura ist eine total interessante Persönlichkeit und fasziniert einen sehr schnell. Man will einfach wissen, was ihr widerfahren ist, dass es ihr so schlecht geht und sie so geworden ist, wie sie ist. Robert Winter hat mit ihr wirklich eine harte Nuss zu knacken und eine wahnsinnige und unglaubwürdige Geschichte. Irgendwie muss er aber die Wahrheit herausfinden.
Es gibt in dem Buch einige Zeitsprünge, die nicht direkt gekennzeichnet sind, außer mit einem Absatz, was aber auch nur für einen Perspektivenwechsel stehen kann, kommt man gut mit und weiß immer, in welcher Zeitebene man sich im Moment befindet.
Der Schreibstil ist unglaublich gut. Es ist alles so schaurig schön beschrieben. Und die Idee und die Message des Buchs ist absolut grandios, auch wenn es nicht ganz so geendet hat, wie ich erwartet habe. Das Ende ist rundum perfekt.

Meine Bewertung:
Ein unglaublicher Thriller mit einer super Message am Ende! Hier stimmt wirklich alles! Das Buch ist einfach genial, aber nichts für schwache Nerven! Von mir bekommt es allerdings ganz klar 5 von 5 Punkte!

Die Kinder

Von: Thrillertante Datum : 04.09.2017

www.thrillertante.blogspot.de

Ich verzichte hier auf eine eigene Inhaltsangabe,denn der Klappentext ist mehr als ausreichend.

Wer die Bücher von Wulf Dorn kennt, wird festgestellt haben, dass der Autor viele verschiedene Facetten hat. Wir haben Fahlenberg und die Waldklinik kennengelernt, "Mein böses Herz" - einen Jugendthriller und mit "Die Nacht gehört den Wölfen" konnten sich die Leser überzeugen, dass Dorn auch wunderbar das Genre Roman kann, jedoch nicht ohne Gänsehaut bei der Leserschaft zu erzeugen.

Dieses Buch würde ich persönlich dem Genre Horror-Thriller zuweisen.

In seinem neuesten Werk hält Dorn seinen Lesern schonungslos den Spiegel vor und macht bildgewaltig und schockierend klar, dass jede Generation mit ihrem Handeln und ihren Entscheidungen verantwortlich für die Nächste ist, die nächste Generation - unseren Kindern. Den Kindern, die keine Entscheidungsgewalt haben und darauf vertrauen müssen, dass ihre Eltern das Richtige tun und ihnen eine möglichst heile Welt zurücklassen.

Wenn man so die Schlagzeilen liest, wird einem schnell klar, dass es nicht nur fünf vor Zwölf für unsere Welt ist, sondern gefühlt nur wenige Sekunden bleiben, das Ruder herumzureißen, was allerdings nur im Kollektiv möglich wäre. Deshalb sind wir geschockt über einen weiteren Terroranschlag, einen weiteren Umweltskandel, gewaltige Natureskapaden und uns tun die Kinder leid, die mit Arbeit ausgebeutet werden, die Hunger leiden müssen während andersdwo auf der Welt über 200 Millionen für einen Fussballspieler gezahlt wird. Wir sind schockiert über eine weitere Kinderleiche, die einem Mord, Misshandlung und/oder einem Missbrauch zum Opfer gefallen ist. Danach gehen wir zum Tagesablauf über und sind froh, dass es nicht unser eigenes Kind war....

In "Die Kinder" muss die Karrierefrau Laura Schrader erleben, was passieren kann, wenn es einfach genug ist! Die verletzte Frau wird aus einem Unfallauto geborgen, im Kofferraum eine Leiche. In dem Dorf aus dem sie zu kommen scheint, sind sämtliche Bewohner verschwunden und so fragt man sich natürlich wohin. Der Psychologe Robert Winter bekommt eine unglaubliche Geschichte über den Hergang der Geschehnisse zu hören, die sich bis zur erschreckenden Auflösung durch den Roman ziehen und teils für mich nur schwer zu ertragen waren und mir eine dicke Gänsehaut beschert haben, erschrocken über die Dinge, die überall auf der Welt so oder so ähnlich tatsächlich geschehen und als würde ich zum ersten Mal davon hören.

Ich habe "Die Kinder" in einem Rutsch verschlungen. Nach der spannenden Lektüre blieb Nachdenklichkeit, tatsächlich ein schlechtes Gewissen und ein Dank an Wulf Dorn für den mahnenden Hinweis, dass das Wort "Emergenz" eine mögliche Lösung wäre, was eigentlich glasklar sein sollte und den Menschen leider trotzdem nicht gelingt.

Fazit: "Die Kinder" ist kein "Who-done-it-Thriller" wie er vielleicht von dem Autoren erwartet wird, sondern eine erschreckende und mahnende Story, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man es erträgt den Spiegel vorgehalten zu bekommen!

Hätte mir jemand "Die Kinder" zum Lesen gegeben und ich hätte nach der Lektüre den Autor erraten müssen, hätte ich wahrscheinlich ohne mit der Wimper zu zucken auf Stephen King getippt!

Spannend

Von: Harakiri Datum : 01.09.2017

harakirisleseecke.jimdo.com/

Was ist nur mit den Kindern los?
164 vermisste Personen, 1 schwer verletzte Frau und eine Story, die nicht glaubhaft wirkt. Aus diesen Zutaten mixt Wulf Dorn einen Cocktail, der es in sich hat.
Dabei beginnt alles relativ harmlos. Patrick ist auf der Suche nach seiner Ex-Frau Susann. Auf einer einsamen Landstraße macht er eine grausige Entdeckung. Laura, seine Schwägerin, hatte einen Autounfall und muss ins Krankenhaus. Da die Umstände mysteriös sind, wird sie von einem Psychologen befragt. Was Laura Robert Winter zu erzählen hat, hält er aber für reine Wahnvorstellungen. Denn je mehr sie erzählt, umso unglaubwürdiger wird ihre Geschichte.
Ich bin immer noch atemlos! Dorn hat es wieder geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Zeile zu fesseln. Ganz geschickt macht er das. Wirft Köder für Köder aus und zieht immer im richtigen Moment die Reißleine. Denkt der Leser, jetzt kommt endlich der Kern der Geschichte, wird die Erzählung ganz subtil unterbrochen. Und der Leser reißt Seite für Seite runter, damit er zuletzt doch noch erfährt, was denn nun hinter dem Ganzen steckt. Und das ist nicht Ohne! Andeutungen gibt es das ganze Buch über. Und ich habe ständig überlegt, wie Dorn das denn nun auflösen will. Eigentlich sollte demnach nicht (nur) Thriller auf dem Cover stehen, denn das führt ein wenig in die Irre.
Die letzten Seiten habe ich Nägel kauend gelesen, und vor allem eine Szene am Schluss mit Robert Winter, hat mir Gänsehaut verursacht.
Fazit: spannend geschrieben, wenn es sich auch teilweise ein klein wenig zieht, aber nicht allein das was auf dem Cover steht.