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Leserstimmen (91)

Wulf Dorn: Die Kinder

Die Kinder Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-27094-7

Erschienen:  04.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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Die Geschichte war leider nicht unbedingt mein Geschmack, der Thriller konnte bei mir jedoch anderweitig punkten!

Von: Leonie Hörner Datum : 19.02.2018

https://leonieliestblog.wordpress.com/

Das Cover des Buchs finde ich jetzt nicht sonderbar überragend aber es passt zur Handlung und zum Genre und die Farben sind auch gut gewählt.

Das Setting des Buchs gefällt mir sehr. Das Haus am See und alle anderen Schauplätze kann man sich gut vorstellen, da diese ausführlich vom Autor beschrieben werden. Nicht nur das Setting gefällt mir, auch dass die Gefühle der Figuren real sind und dem Leser glaubhaft erscheinen. 

Außerdem finde ich die Erzählperspektiven abwechslungsreich, da über mehrere Personen geschrieben wird. Der Schreibstil gefällt mir gut, man kann das Buch leicht lesen und der Leser erhält nicht zu viele Informationen. Das beste an diesem Thriller ist meiner Meinung nach, dass er am Ende sehr zum Nachdenken anregt, wer ihn gelesen hat weiß ganz genau was ich meine.

Jedoch mag ich die Geschichte an sich nicht wirklich. Sie ist mir einfach zu unrealistisch und das mag ich bei dem Genre nicht unbedingt. Was mich jedoch ein wenig mehr  stört sind Denkweise und Handlung der Protagonisten, die ich nicht immer nachvollziehen kann.

Nun kann ich sagen dass ich diesen Thriller eher mittelmäßig finde, da ich die Geschichte an sich nicht mag, jedoch von Schreibstil, Perspektiven, vom Setting & der Moral überzeugt worden bin. Wulf Dorns derzeit neustes Buch erhält 3 von 5 Sternen von mir:)

Hat mich leider teilweise enttäuscht

Von: scarlett59 Datum : 16.02.2018

scarlett59.blogspot.de/

Zum Inhalt:
Laura Schrader wird in den Bergen gefunden, wo sie mit ihrem Auto verunglückt ist. Im Kofferraum findet man eine Leiche. Doch da die Geschichte, die Laura dazu erzählt, so unwahrscheinlich klingt, wird ein Psychologe hinzugezogen, um ihren Geisteszustand zu untersuchen. Aber auch ihm erscheinen die geschilderten Vorkommnisse als zu unglaublich und gleichzeitig zu beängstigend …

Meine Meinung:

Ich habe das „Überraschungs-Buch“ aufgrund meiner angegebenen Vorliebe für Thriller erhalten. Es hat auch sehr spannend begonnen. Es wurden verschiedene Handlungsstränge aufgebaut, die meine Neugier nur noch gesteigert haben.

Kapitel, die in der Gegenwart mit Lauras Schilderungen dem Psychologen gegenüber handeln, wechseln sich mit Rückblenden in die Zeit vor dem Unfall und seinem Zustandekommen ab. Hier konnte ich als Leser jedoch gut folgen.

Im weiteren Verlauf der Geschichte wurde es für mich jedoch befremdlich, da sich die Story mehr in Richtung fantastisch / dystopisch entwickelte. Dadurch wurde das Ganze für mich nicht mehr interessant und zu abgehoben.

Fazit: Ich habe das Buch zwar beendet, aber war schlussendlich enttäuscht.

Lässt mich etwas ratlos zurück

Von: Nalik Datum : 14.02.2018

nalikslesewelt.blogspot.de

Dieses Buch war so ganz anders wie die Bücher von Wulf Dorn, die ich bis jetzt gelesen habe.

Zum Inhalt:
Laura Schrader wird nach einem Unfall in einer Kurve völlig verstört in ihrem Wagen aufgefunden. Im Kofferraum liegt eine grausam zugerichtete Kinderleiche. Derjenige, der den Notruf abgesetzt hat ist spurlos verschwunden. Die Polizei will mit Hilfe des Psychologen Winter Licht ins Dunkel bringen, denn Laura Schrader erzählt eine völlig rätselhafte unglaubliche Geschichte. Was davon könnte evtl. wahr sein?

Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe musste ich eine ganze Weile nachdenken, was ich zu diesem Buch schreiben kann, denn es hat mich irgendwie total verwirrt.

Ich habe angefangen das Buch zu lesen, kam auch super rein in die Geschichte, der Schreibstil ist zweifellos flüssig, jedoch fragte ich mich irgendwann: um was geht es hier eigentlich? Und um ehrlich zu sein hab ich es jetzt, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe immer noch nicht verstanden. Die einzige Message, die ich raushören konnte ist, dass die Leidtragenden immer die Kinder sind. Das Ende war mir irgendwie auch doch sehr weit hergeholt und kam auf einmal sehr abrupt.

Ich hab bis jetzt alle Bücher des Autors gelesen, falls dieses euer erstes Buch von ihm war, lest bitte noch die anderen, denn diese sind Weltklasse.

Die Kinder

Von: Lisa Datum : 06.02.2018

https://newthingsforyourlife.wordpress.com/

Durch meine Zusammenarbeit mit Random House durfte ich ein weiteres rezensieren. Ich durfte den Thriller "Die Kinder" von Wulf Dorn lesen und nun folgt die angekündigte Rezension. Die Rückseite des Cover beschreibt die Geschichte wie folgt: "Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn."Mir kam beim Lesen der Geschichte einige Fragen auf: Wie kann ein ganzes Dorf von jetzt auf gleich verschwinden? Wo sind die ganzen Kinder hin? Die Fragen werden im Buch von dem Ermittler r in Wulf Dorns neuem Thriller "Die Kinder" aufgeklärt. Was es genau mit dem Titel auf sich hat, erklärt sich im Buch...
Laura Schrader wird auf einer Passstraße geborgen. Sie ist völlig verstört und sitzt in den Trümmern eines Wagens. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Kinderleiche. Die Polizei zieht den Psychologen Robert Winter hinzu, der mehr aus Laura Schrader entlocken soll. Er sieht sich mit dem rätselhaftesten Fall seines Berufes konfrontiert, denn die Geschichte, die er von Laura hört, klingt einfach unglaublich. Doch irgendwo muss die Wahrheit darin verborgen sein und die möchte er von ihr erfahren und so hört er ihre ganze Geschichte an.
Man erfährt erst vom Kinderarzt Patrick Landers, der seiner Exfrau in die Berge nachfährt, denn ihr Kind ist krank und er hört nichts mehr von ihr. Sie wollte dort Urlaub machen in ihrem Ferienhaus. Auf dem Weg begegnet er Laura und ruft den Rettungsdienst, macht sich aber gleich darauf auf den Weg ins Dorf - in das Dorf, in welchem alle Leute verschwunden sind.
Plötzlich verschwindet er ebenso. Laura wird mittlerweile geborgen und auf die Polizeiwache gebracht, dort erzählt sie dem Psychologen Robert Winter die unglaubliche Geschichte, was sich im Dorf zugetragen hat.
Das Buch klärt die aufkommenden Fragen auf, jedoch lässt es mich etwas verwirrt zurück. Tatsächlich habe ich von dem Autor nur das erste seiner Bücher gelesen, was ja total ein anderer Stil war. Die Geschichte hier an sich ist spannend und auch der Klappentext lädt ein, sich in die düstere Atmosphäre zu begeben. Dennoch kommt doch alles anders wie gedacht, es erinnert etwas an ein Buch von Stephen King. Der Schreibstil ist ohne Frage super flüssig und man kommt schnell vorwärts.
Das Buch ist insgesamt mit drei von fünf Sternen zu beurteilen. Das Buch liest sich sehr gut, es lässt den Leser trotz allem etwas verwirrt zurück.

Overhyped.

Von: _bookish_cat_ Datum : 04.02.2018

https://www.instagram.com/_bookish_cat_/

"Die Kinder" von Wulf Dorn wurde auf Instagram gehyped. Von den einen zumindest. Andere fanden das Buch unnötig brutal und konnten es nicht zur Seite legen.
Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an das Buch. Die leider nicht erfüllt werden konnten.
Die ersten 80 Seiten passiert nicht viel, außer einem Autounfall. Dann erfährt man, dass die Bewohner eines ganzen Dorfs einfach verschwunden sind. Und anstatt die Suche zu Beschreiben, muss sich der Leser durch die unspektakuläre Geschichte von Laura quälen. Immer wieder gibt es Einschübe, von Kindern, die Stimmen hören. Laura hört diese auch. Nur wird dies meiner Meinung nach nicht spannend übermittelt, es ist immer nur so am Rande präsent. Zu sehr am Rande.
Das Buch braucht sehr lange, um in Fahrt zu kommen. Sehr brutal fand ich es nicht, eher langweilig. Die Grundidee gefällt mir dennoch, und deswegen bekommt "Die Kinder" *** von mir."Die Kinder" von Wulf Dorn wurde auf Instagram gehyped. Von den einen zumindest. Andere fanden das Buch unnötig brutal und konnten es nicht zur Seite legen.
Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an das Buch. Die leider nicht erfüllt werden konnten.
Die ersten 80 Seiten passiert nicht viel, außer einem Autounfall. Dann erfährt man, dass die Bewohner eines ganzen Dorfs einfach verschwunden sind. Und anstatt die Suche zu Beschreiben, muss sich der Leser durch die unspektakuläre Geschichte von Laura quälen. Immer wieder gibt es Einschübe, von Kindern, die Stimmen hören. Laura hört diese auch. Nur wird dies meiner Meinung nach nicht spannend übermittelt, es ist immer nur so am Rande präsent. Zu sehr am Rande.
Das Buch braucht sehr lange, um in Fahrt zu kommen. Sehr brutal fand ich es nicht, eher langweilig. Die Grundidee gefällt mir dennoch, und deswegen bekommt "Die Kinder" *** von mir.

~ Mystisch - Subtil - Gedankenvoll ~

Von: Sasijas Tardis Datum : 02.02.2018

sasija.blogspot.de

~ Schreibstil ~
Wunderbar locker. Es ist leicht zu lesen und gut verständlich.
Zwischendurch bekommen wir kurze und flotte Kapitel, die das Tempo und die Spannung enorm steigern. Die bösen Träume unserer Protagonistin und die weltweit realen Geschehen sind düster und aufregend beschrieben. Bildhaftes Vorstellen ist hier garantiert.

~ Cover ~
Perfekte Farbwahl für einen Thriller. Für mich ist das sofort ein Hingucker.
Dazu die Kinder, die sich an den Händen halten, hat schon etwas gruseliges an sich, da es nur Schattengestalten sind und wir unsere Fantasie - meist die Bösen - feien Lauf lassen können.

ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ

~ Zitate ~
"Ich glaube, wir Erwachsenen machen häufig den großen Fehler, euch Kinder zu unterschätzen".

Wenn man überleben will, tut man vieles, was man sich nie zuvor hätte vorstellen können.

ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ

~ Die Geschichte ~
Ein ganzes Dorf verschwindet. 164 Seelen. Spurlos. Und die einzig überlebende scheint verrückt geworden zu sein. Doch Laura Schrader ist alles andere als psychisch krank.
Ganz im Gegenteil: viele Menschen würden verrückt werden, hätten sie das durchgemacht, was Laura widerfahren ist.

Laura erzählt ihre Geschichte Robert, einem Psychologen, in einem Verhörraum bei der Polizei.
- Sie legt uns ihren Alltag und wie es nur so weit kommen konnte dar.
- Bekommen die Ängste und Sorgen von Susann, Laura's Schwester, dargelegt.
- Und uns wird das unerklärliche Verhalten von Mia, die Tochter von Susann, lebendig gemacht.


Zwischendurch erhalten wir Leser Informationen in Form einer kurzen Erzählung.
Diese Erzählungen beschreiben wahre Situationen. Geschichten die weltweit tätlich geschehen. Mit den Kindern unserer Erde. Und diese Berichterstattungen haben es in sich, weil man weiß, dass es wahr ist. Das es passiert ist und es wahrscheinlich jetzt gerade wieder passiert. In diesem Moment.

Mädchen werden versklavt.
Kinder müssen morden.
Menschen ersticken im Müll.
etc...


~ Meine Meinung ~
Von dieser Geschichte wurde mir mit zögerlichen Worte nicht nur einmal abgeraten. Nicht, weil das Ganze schlecht ist, sondern eher die Story echt heftig sein soll. Heftig gut!

Das Buch "Die Kinder" hat zwar eine fiktive Haupthandlung, aber jeder Zwischenfall liegt, laut dem Autor, einer wahren Begebenheit zugrunde. Genau aus diesem Grund hat man mir das Buch nur vorsichtig in die Hand gelegt.

Die Idee hinter "Die Kinder" ist grandios-ernsthaft-traurig.
Wie nur kann ich diese Geschichte wiedergeben, ohne zu viel zu verraten? Dieser Gedanke ging mir lange durch den Kopf. Noch während dem Lesen. Und dann brachte mich meine liebe Bloggerkollegin Ally von Magic Princess Book Dreams, die so gar nichts mit dem Genre Thriller zu tun hat, auf eine wunderbare Idee...

Wulf Dorn schreibt ein sehr gutes Beispiel in seiner Story:

Laura, unsere Protagonisten, erzählt uns aus ihrer Kindheit, dass sie einmal mit ihrem Vater am See war. Im Gespräch zwischen Vater und Tochter geht es um Steine in den See werfen. Ihr Vater meint, man dürfe nicht zu viele Steine in den See werfen. Ein paar seien in Ordnung. Doch wirft man zu viele Steine in den See, wird das böse Folgen haben. Der See wird überlaufen und alles Umliegende überschwemmen.

Dies beschreibt es perfekt, was gerade mit unserer Welt bzw. Generation passiert. Mehr möchte ich euch zur Geschichte nicht verraten.

ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ ಠ

Es ist richtig toll und fesselnd, wie Wulf Dorn Dinge umschreibt. Kleine scheinbar unwichtige Dinge, die nur sehr aufmerksame Beobachter oder wohl Autoren auffallen. Mir fallen zu Beispiel in meinem Alltag auch ganz unbedeutenden Dinge auf und manchmal stell ich dann Fragen, die von einem fantasievollen Kindergedanken entsprungen sein könnte. :D

Und ich glaube, Wulf Dorn kennt dieses Phänomen sehr gut. Wie er sich in den Kopf eines Protagonistenkindes hineinversetzen kann und uns Lesern die Gedanken dieses Kindes unschuldig wiedergibt, ist einfach nur grandios und macht süchtig nach seinen geschriebenen Worten.

Zitat:
Mia... betrachtete die unzähligen Zeichnungen, die ihr Exmann von seinen kleinen Patienten erhalten hatte.
Auf nahezu jedem Bild gab es auch eine lachende Sonne - immer in der rechten oberen Ecke, als sei dies eine ungeschriebene Regel.

Und es stimmt! Bei den Bildern, die ich von Kleinkindern kenne, steckt immer rechts oben eine lachende Sonne.
Faszinierend, sich darüber Gedanken zu machen. ;)


~ Fazit ~
Das Fass ist förmlich am überlaufen und die Kinder in "Die Kinder" nehmen das Ganze nun selbst in die Hand und schaffen so selbstgerecht wieder einen Ausgleich für die kommenden Generationen.
Hört sich gruselig an und ist es tatsächlich auch.

Die Botschaft hinter dieser Geschichte ist so was von zeitgemäß und wichtig darüber zu schreiben bzw. zu berichten. Wir dürfen nicht wegschauen.

Diese Geschichte ist sehr gut im Genre Mystery-Thriller aufgehoben.
Der Autor wirft mit einigen mystischen Elemente um sich, sodass seine Story an manchen Passagen sehr abgedreht und unwirklich erscheint. Aber gerade das, meine lieben Leser, ist genau das I-Tüpfelchen, welches "Die Kinder" für mich zu einer genialen und spannenden Geschichte werden lässt.

Die Kinder von Wulf Dorn

Von: Jules Datum : 17.01.2018

https://never-fades.blogspot.de/

Ich habe mich sehr gefreut, als ein neues Buch von Wulf Dorn erschien. Sein Buch „Trigger“ hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt noch ein weiteres Buch von ihm lesen musste.
Der Klappentext von „Die Kinder“ hörte sich richtig gut an und ich dachte mir, dass es ein richtig guter Thriller wird.

Zu Beginn des Buches gibt es eine kleine Vorbemerkung von Wulf Dorn, dass die Hauptgeschichte zwar ausgedacht ist, aber die Zwischensequenzen wahr sind. Und genau das, hat mich sehr neugierig gemacht. Ich war sehr gespannt auf diese besagten Zwischensequenzen. Und ich muss sagen, dass mir diese Zwischensequenzen am besten an diesem Buch gefielen.
Die Geschichte beginnt gleich mit dem Ereignis, der das ganze zum Rollen bringt. Ich war froh, dass es keine lange Vorgeschichte gab und es direkt losging mit der Story.
Die Hauptprotagonistin Laura Schrader wird auf einer abgelegenen Bergstraße gefunden und in ihrem Kofferraum befindet sich eine Leiche. Nun ist es die Aufgabe des Psychologen Robert Winter herauszufinden, was sich dahinter verbirgt, denn Laura Schrader erzählt eine unglaubliche Geschichte, die sehr absurd klingt. Als Leser wird man direkt in dieses Verhör hinein geschubst und erfährt, was Laura alles erlebt hat. Leider fängt ihre Geschichte ganz vorne an und es dauert sehr lange bis sie von dem unglaublichen Erlebnis erzählt. In dem Buch erfährt man als Leser sehr viel über Lauras Lebensgeschichte. Sie erzählt alles bis ins kleinste Detail und ich fand leider, dass es Erlebnisse gab, die ich nicht unbedingt erfahren wollte. Für mich wurde ihre Lebensgeschichte sehr weit ausgeholt. Es gab nämlich Charaktere über die ich fast gar nichts erfahren habe oder es wurde nur ganz kurz am Rande erwähnt. So war für mich der Psychologe Robert Winter kaum greifbar.

Der Schreibstil von Wulf Dorn ist wie immer sehr flüssig und lässt sich leicht lesen, so dass ich schnell durch die Seiten kam. Die ganze Geschichte wurde so mysteriös und spannend aufgebaut, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weiterging. Dann hat Laura von ihrem Erlebten erzählt, wie sie auf der Bergstraße gelangt ist. Was ihr alles passiert ist und wer dafür verantwortlich war. Danach war plötzlich Schluss. Es kam mir vor, wie ein Cut. Die Polizei hatte ganz plötzlich etwas gefunden, ihre eigene Theorie aufgestellt und Lauras Geschichte für absurd erklärt. Es wurde nicht weiter aus Laura eingegangen. Sie wurde für verrückt erklärt, wurde entlassen und Robert Winter durfte nach Hause gehen. Er hinterfragte auch nichts weiter und war zufrieden mit den Ergebnissen der Polizei. Dann dachte ich, dass die Geschichte vorbei war, aber auf einmal kam noch eine Wendung, die das ganze wieder spannend machte. Erst danach kam das „richtige“ Ende und das fand ich wirklich sehr gut. Aber den Epilog habe ich leider nicht verstanden. Ich habe ihn mir sogar zweimal durchgelesen. Und auch am Ende habe ich nicht herausfinden können, wie es nun zu diesem Ereignis kam. Was der Auslöser war und warum diese Menschen nun genau so reagiert haben. Auf einmal haben sie so gehandelt, aber wie es zu ihrer persönlichen Veränderung kam, hat Wulf Dorn leider nicht erwähnt.

Es war mal ein anderer Thriller von Wulf Dorn, der mir gut gefallen hat, mich aber leider mit der Auflösung nicht ganz überzeugen konnte. Dennoch möchte ich noch andere Bücher von Wulf Dorn lesen und ich bin schon sehr gespannt auf sein neues Buch.

3,5 Sterne

Lange Story, kurzes Ende

Von: Bücherparadies Datum : 17.01.2018

buecherparadies.eu

Wie kann ein ganzes Dorf mir nix dir nix einfachso verschwinden? Wo sind die ganzen Leute hin? Das fragen sich die Ermittler in Wulf Dorns neuem Thriller "Die Kinder". Was es genau mit dem Titel auf sich hat, erklärt sich im Buch...

Laura Schrader wird auf einer Passstraße geborgen. Sie ist völlig verstört und sitzt in den Trümmern eines Wagens. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Kinderleiche. Die Polizei zieht den Psychologen Robert Winter hinzu, der mehr aus Laura Schrader entlocken soll. Er sieht sich mit dem rätselhaftesten Fall seines Berufes konfrontiert, denn die Geschichte, die er von Laura hört, klingt einfach unglaublich. Doch irgendwo muss die Wahrheit darin verborgen sein und die möchte er von ihr erfahren und so hört er ihre ganze Geschichte an.

Man erfährt erst vom Kinderarzt Patrick Landers, der seiner Exfrau in die Berge nachfährt, denn ihr Kind ist krank und er hört nichts mehr von ihr. Sie wollte dort Urlaub machen in ihrem Ferienhaus. Auf dem Weg begegnet er Laura und ruft den Rettungsdienst, macht sich aber gleich darauf auf den Weg ins Dorf - in das Dorf, in welchem alle Leute verschwunden sind. Kurz darauf ist auch er verschwunden. Laura wird mittlerweile geborgen und auf die Polizeiwache gebracht, dort erzählt sie dem Psychologen Robert Winter die unglaubliche Geschichte, was sich im Dorf zugetragen hat.

Also ganz ehrlich - ich weiß nicht, was ich von dem Buch halten soll, es lässt mich etwas ratlos und verwirrt zurück. Tatsächlich habe ich von dem Autor nur das erste seiner Bücher gelesen, was ja total ein anderer Stil war. Die Geschichte hier an sich ist spannend und auch der Klappentext lädt ein, sich in die düstere Atmosphäre zu begeben. Dennoch kommt doch alles anders wie gedacht, es erinnert etwas an ein Buch von King. Der Schreibstil ist ohne Frage super flüssig und man kommt schnell vorwärts - was manchmal ein Segen war, denn irgendwann driftet es nur noch ab in Unglaubwürdigkeit. Ich habe oft gedacht im letzten Drittel, ob ich einfach nur die letzte Seite lesen soll und es beenden, habe mich dann aber doch dazu entschlossen, das Buch fertig zu lesen.

Es ist gegliedert in die eigentliche Geschichte, die gerade ihren Lauf nimmt, in Lauras Sicht, ihrer Geschichte und Auszüge, was gerade in anderen Teilen der Welt passiert. Die Leidtragenden sind immer die Kinder und hier hat der Autor auch eine Botschaft, die den Leitfaden des Buches zieht. Nur leider geht diese so halbwegs unter, da sich das ins Mysteriöse zieht. Erst dachte ich an so einen Roman wie "Der Schwarm" von Schätzing, in welcher sich die Natur wehrt, so hat es zuerst den Anschein. Dann geht es aber doch in eine andere Richtung und da merkt man, dass sich die Kinder zur Wehr setzen, wie das lest selbst.

Der Autor kam ewig lang nicht zum Ende und am Ende selbst hat er es so schnell abgehandelt, dass man ratlos vor dem beendeten Buch sitzt und es fragend anschaut. Das war es? So eine lange Geschichte, mit so vielen Geschichten innerhalb, nur um das Ende in ein paar Seiten kurz abzuhandeln? Es bleiben einige Fragen offen, die hier auch nicht geklärt werden. Für mich war das Ende kein richtiges Ende und es hat die Story leider nicht abgerundet meines Erachtens.

Ich gebe dem Autor gerne noch eine Chance bei anderen Büchern, wenn mich dieses auch leicht enttäuscht hat, spannend war es allemal. Fans von Wulf müssen sich darauf gefasst machen, dass dies wohl ein anderes Werk aus seiner Feder wie gewohnt ist!

Trifft sicherlich nicht jeden Geschmack

Von: Christian Datum : 29.12.2017

bieberbruda.blogspot.de/

Wulf Dorn liefert mit "Die Kinder" einen waschechten Mystery-Thriller, der stark an Grusel-Klassiker wie beispielsweise "Die Kinder des Zorns" erinnert. Kann er ebenso wie das Original von Stephen King überzeugen?

Inhalt:
Laura Schrader verunglückt mitten in der Nacht auf einer einsamen Landstraße. Ihr Schwager Patrick findet sie und eine grausam entstellte Kinderleiche im Kofferraum - doch statt ihr zu helfen eilt er weiter ins Dorf...trotz Lauras eindringlicher Warnung! Die Polizei findet im Bergdorf ein regelrechtes Gemetzel vor! Doch was genau ist hier geschehen? Weshalb ist Patrick spurlos verschwunden? Was hat es mit der Kinderleiche im Kofferraum auf sich? Und was steckt hinter dem Verhalten der Kinder?
Der Psychologe Robert Winter versucht die Ereignisse aus den Wahnvorstellungen Lauras zu rekonstruieren, denn sie kann unmöglich die Wahrheit erzählen...oder etwa doch?

Meine Meinung:
Gruselige Kinder sorgen bei mir immer für besondere Begeisterung und als ich gehört habe, dass das Buch an die "Die Kinder des Zorns"erinnert, musste ich es unbedingt lesen! Der Plot ist ziemlich intelligent aufgebaut - bis zum Schluss bleiben die wahren Begebenheiten unklar und der Leser rätselt mit. Was genau war der Auslöser für das Gemetzel? Was hat die kleine Mia so verändert? Wirkliche Antworten liefert der Autor leider nicht, denn es bleiben recht viele Fragen unbeantwortet. Er überlässt somit vieles der Fantasie des Lesers (was sicherlich nicht jedem gefallen wird).
Die Geschichte besteht fast ausschließlich aus Blicken in die Vergangenheit - zumeist aus Sicht von Laura und er kleinen Mia. Aber es gibt auch immer wieder kurze Einblicke in die Geschichten anderer/realer Kinder, die einen wahren Hintergrund haben (was das Buch meiner Meinung nach umso interessanter macht). Ich liebe diese Vermischung aus Realität und Fiktion - vor allem, wenn sie den Gruselfaktor erhöhen (nicht umsonst steht bei so vielen Horrorfilmen dabei, dass sie auf wahren Begebenheiten beruhen).
Insgesamt also ein interessanter Ausflug des Autors in ein etwas anderes Genre, das meiner Meinung nach Lust auf mehr macht. Viele Leser werden durch die Eingruppierung des Romans in das Thriller-Genre jedoch sicherlich ein etwas anderes Buch erwarten...
Einen Stern ziehe ich ab, da es zum Ende nochmal besonders verwirrend wurde und die Charaktere aufgrund des schmalen Umfangs etwas blass blieben. Nächstes mal also gerne ein paar Seiten mehr und ggf. einen runderen Abschluss der Geschichte.

Fazit:
Ein atmosphärisch dichter Horror-Thriller, der viele Fragen aufwirft und sicherlich nicht jedem gefallen wird. Mich konnten "Die Kinder" dennoch überzeugen und ich vergebe 4 Sterne.

Offene Möglichkeiten ...

Von: Thomas Lawall Datum : 15.12.2017

www.querblatt.com

Frank Benell steht kurz vor dem Ruhestand. Der erfahrene Polizist konnte in der Vergangenheit, gemeinsam mit dem Psychologen Robert Winter, eine ganze Reihe spektakulärer Mordfälle aufklären, doch der aktuelle Fall scheint ihn restlos zu überfordern. Zudem sind seine erheblichen Selbstzweifel absolutes Neuland für ihn, welche jedoch, was die zunächst noch gar nicht abzusehende Tragweite des Falles betrifft, durchaus berechtigt sind.

Der Einstieg in "Die Kinder" liest sich wie ein Thriller konventioneller Machart, schnell, unkompliziert und mit scheinbar klarer Linie, wobei Wulf Dorn so nach und nach, raffiniert dosiert und versteckt, einige seltsame Stimmungen einbaut, die Leserinnen und Leser erst einmal leicht verunsichern und beunruhigen. Leider bleibt es im weiteren Verlauf dabei.

Nach einem Verkehrsunfall wird Laura Schrader vom Ex-Ehemann ihrer Schwester Su auf einer einsamen Passstraße entdeckt. Auf der Suche nach einem Warndreieck entdeckt Patrick Landers im Kofferraum des Unfallwagens eine Leiche. Nicht nur die Verletzungen sind entsetzlich, sondern auch die Tatsache, um wen es sich bei der Leiche handelt.

Die dramatischen Ereignisse erfahren bald eine nicht unwesentliche Steigerung, welche leider auf dem Klappentext bereits verraten wird. Der Rezensent hat diesen glücklicherweise völlig überlesen, so dass ihn jener Knalleffekt einigermaßen verblüffen konnte. Der Wagen von Patrick Landers wird gefunden. Er selbst ist aber verschwunden. Jedoch nicht nur er ...! Deshalb sei an dieser Stelle ein ungewöhnlicher Aufruf erlaubt, nämlich jener, den Klappentext möglichst nicht zu lesen!

Zwischen Rückblenden und den unterschiedlichen Erzählperspektiven baut der Autor zusätzlich Episoden aus aller Herren Länder, scheinbar ohne Zusammenhang, ein, wobei diese eines gemeinsam haben. Alle machen auf furchterregende Weise klar, wie in verschiedenen Teilen der Welt mit Kindern umgegangen wird. Leider entsprechen diese Einschübe (bis auf eine Ausnahme), die auf Pressemitteilungen basieren, wie der Autor in seinen einleitenden Worten erklärt, ganz im Gegensatz zur fiktiven Handlung des Romans, der Realität!

Was für den Autor ein Anliegen gewesen sein mag, ist aber letztlich nur Mittel zum Zweck: Einen spannenden Thriller zu schreiben. "Die Kinder" enthält Schnittmengen zum Horror-Genre und erinnert an John Wyndhams "Kuckuckskinder" (The Midwich Cuckoos), bzw. an die Verfilmungen ("Das Dorf der Verdammten").

Insgesamt entwickelt sich die Story viel zu schnell und wenig anspruchsvoll. Die völlig gesichtslosen Akteure passen hervorragend dazu. Polizist und Psychologe spielen im Prinzip gar keine Rolle, einzig Laura besitzt so etwas wie den Ansatz einer Persönlichkeit. Ihr Gespräch mit Robert Winter bildet die Grundlage für fast die gesamte Geschichte, was durchaus ein spannender Ansatz für Größeres wäre.

Doch leider rast Wulf Dorn mit großem Tempo durch den erdachten Trip, der in der vorliegenden Version weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Ein gewaltiges Epos hätte daraus entstehen können, auch und besonders was den etwas unbefriedigenden Schluss betrifft. Immerhin bleibt eine nicht unoriginelle Schlusspointe, aber letztlich nur ein Roman für Zwischendurch und in gerade mal doppelter Spielfilmlänge. Schade.

Mein Leseeindruck

Von: Chattys Bücherblog Datum : 13.12.2017

chattysbuecherblog@blogspot.de

Schon nach wenigen Zeilen machte sich dieses unheilvolle Kribbeln im Bauch bemerkbar. Spannung, aber auch das Unheilvolle bringt der Autor direkt am Anfang dem Leser nahe. Man spürt mit allen Sinnen ... da stimmt etwas nicht. Sämtliche Warnlämpchen gingen an... aber ich musste unbedingt weiterlesen.

Die Augen lassen sich täuschen, das Bauchgefühl nicht,... (Seite 16)

Hätte ich nur auf diese Warnlämpchen gehört. Denn irgendwie kam nach diesem spannenden Anfang ... nichts. Okay, es kamen viele Buchstaben, aber die Spannung war irgendwie futsch. Vielleicht hatte ich mir bei diesem Klappentext auch einen ganz anderen Plot vorgestellt. Keine Ahnung.... ich hatte aber irgendwie den Zugang so ein bisschen verloren.

Aber wie der Titel schon sagt, es geht hier um DIE KINDER. Um na ja, sagen wir mal ganz besondere Kinder. Sensibel, feinfühlig aber auch erschreckend. Irgendwie ist es eine Mischung aus allem. Trotzdem passt es nicht zu dem Konstrukt, das ich mir vorgestellt hatte, bzw. wie mir assoziiert wurde.

Es ist mit Sicherheit kein schlechter Thriller, nur eben nicht unbedingt so, wie man es bislang von WULF DORN kennt.

Fazit:

Leider konnte mich dieser Thriller nicht ganz so begeistern. Er ist nicht schlecht, aber auch nicht der absolute Knaller. Mir hat der gewisse Wow-Effekt einfach gefehlt.
Bei einem Preis von 16,99 € für 320 Seiten hatte ich mir leider etwas mehr erhofft. Schade!

Atmosphärisch und ein bisschen gruselig

Von: Krimisofa.com Datum : 04.12.2017

https://krimisofa.com

Plot: 4/5
Atmosphäre: 5/5
Charaktere: 3/5
Spannung: 4/5
Showdown: 3/5

Manche Menschen glauben, ihnen gehe es schlecht, dabei bedenken sie nur selten, dass es Menschen gibt, denen es bedeutend schlechter geht. Menschen, die täglich vor dem Krieg flüchten oder nichts zu essen haben – oder beides. Menschen, die ihre Kinder arbeiten schicken müssen oder viel schlimmeres mit ihnen tun, um mit dem Geld, das sie dafür bekommen, überleben zu können. Aber das ist nur eines von vielen Themen, die Wulf Dorn in „Die Kinder“ anspricht.

Es hat eine Zeit gedauert, bis ich mich in dem neuesten Thriller von Wulf Dorn zurechtgefunden habe, denn man begegnet anfangs einigen Charakteren. So wie den oben beschriebenen Patrick, oder dem Psychiater Robert Winter, oder Kommissar Bennell. Sie alle haben eines gemein: Sie alle sind nur Nebendarsteller. Hauptfigur ist Laura Schrader, die sich in der Psychiatrie nach und nach dem Kern ihrer und damit Dorns Geschichte nähert. Laura begegnet man zwar schon recht früh, als Hauptfigur kristallisiert sie sich aber erst später heraus. In der Geschichte, die sie erzählt, gibt es wiederum eine ganz andere Hauptfigur, nämlich ihre Nichte Mia, die eigentlich ein aufgewecktes Mädchen ist, seit einem Vorfall aber nicht mehr spricht und damit ihre Mutter Su und Laura in immer größere Sorgen stürzt. Zwischen der Hauptgeschichte findet man immer wieder Kapitel mit Kurzgeschichten, die mit der Hauptgeschichte scheinbar nichts zu tun haben, außer, dass in jeder dieser Geschichten Kinder im Mittelpunkt stehen. Jede dieser Geschichten hat einen wahren Hintergrund, wie Dorn in einem Vorwort schreibt und sich damit wesentlich geschickter anstellt als andere Autoren, die ich in letzter Zeit rezensiert habe.

Man könnte in den Plot so viel hineininterpretieren, weil Dorn einige Themen behandelt. Unter anderem übt er Kritik an der Werbeindustrie und zeigt auf, in welch Überfluss die westliche Welt lebt. Aber auch die tägliche Reizüberflutung, derer wir ausgesetzt werden oder der wir uns bewusst aussetzen, weil wir nichts verpassen wollen, kritisiert er. Wulf will damit auf ein bestimmtes Thema hinweisen, überspitzt es aber bewusst. Welches Thema das ist, wird an dieser Stelle allerdings nicht verraten. Insgesamt ist „Die Kinder“ ein wunderbares, aber auch ziemlich gruseliges Buch. Man kommt nie wirklich dahinter, wie die Geschichte enden wird, weshalb der Spannungsbogen ständig vorhanden ist und man endlich wissen will, was hier vor sich geht. Psychothriller trifft es gut, wenn man „Die Kinder“ einem Genre zuordnen müsste, aber ich würde das Buch auch ein Stück weit im Horror-Genre verorten.

Das Buch ist mit 320 Seiten recht schlank ausgefallen, die Kapitel der Hauptgeschichte haben plusminus 20 Seiten und beginnen durchgehend auf den Seiten mit ungeraden Seitenzahlen, weshalb es öfter passiert, dass die Seite davor unbeschrieben ist. Wenn man dann noch bedenkt, dass die Geschichte aufgrund von Widmungen, Zitaten und dem Vorwort erst auf Seite dreizehn beginnt, hat die Geschichte keine 300 Seiten, was schon sehr dürftig ist. Dennoch wird man ziemlich gut unterhalten und kann das Buch nur schwer aus der Hand legen; Leerläufe sucht man nämlich vergebens.

Tl;dr: „Die Kinder“ von Wulf Dorn ist ein packender, atmosphärischer und gruseliger Psychothriller mit einem Schuss Horror, der Gesellschaftskritik übt und uns darüber nachdenken lässt, wie wir eigentlich leben. Zwar ist er mit unter dreihundert Seiten recht schlank, dafür wird er aber auch nicht langweilig.

Gebt den Kindern das Kommando!

Von: WolfgangB Datum : 29.11.2017

www.buecherkaffee.de

ACHUNG: DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER


Regen.
Zwielicht.
Eine verlassene Bergstraße.
Und ein verunfalltes Auto mit einer Schwerverletzten und einer Leiche im Kofferraum.

Bereits mit dem Auftakt seines neuen Thrillers gibt Wulf Dorn klar zu verstehen, daß er im Kampf um die Aufmerksamkeit des Lesers keine Konkurrenz duldet. Die Vernehmung der überlebenden Marketingagentin Laura Schrader durch einen Gerichtspsychologen bildet dabei den Rahmen, in den stückweisen Rückblicken entrollt sich die Handlung: Allerorts stehen plötzlich Kinder auf unerklärliche Weise in Kontakt zueinander, verhalten sich abweisend, geradezu aggressiv gegenüber Erwachsenen. Als diese Veränderung sich schließlich auch in Bluttaten zu manifestieren beginnt, drängt sich spontant der Verdacht auf, der Autor habe Sebastian Fitzek, seines Zeichens Routinier im Fach Psychothriller, übertreffen wollen. In dessen Roman "Das Kind" offenbart sich ein Zehnjähriger als Mörder - die Steigerung findet sich also nicht nur im Titel, sondern auch in der Handlung.

Wie Fitzek reüssierte auch Wulf Dorn mit raffiniert komponierten Handlungen, die sich drehen, den Wirklichkeitsbegriff sowohl der Figuren als auch der Leser mehrfach infrage stellen, die sich Schicht für Schicht wie eine Zwiebel häuten. Und wie Fitzek (der mit "Noah" vor allem seine Leser überraschte), scheint auch Dorn nicht bereit, sich auf diese Form der Erzählung festzulegen, sondern stellt sich mit seinem aktuellen Titel nach seinen Jugendromanen dem erwachsenen Publikum neu vor. Im Vergleich etwa zu "Trigger", "Kalte Stille" und "Dunkler Wahn" ist "Die Kinder" linear und chronologisch geordnet erzählt. Was der Leser mit immer mulmigerem Gefühl zu erahnen beginnt, entpuppt sich tatsächlich als Kern des Romans, die große Überraschung besteht darin, daß große Überraschungen ausbleiben.

"85 Tote bei Bombenanschlag"
"Babyleiche in Mülltonne entdeckt"
"Erneut Raketentests in Nordkorea"
"Syrisches Krankenhaus bombardiert"
(S. 68)

Mit erschreckend aktuellen Schlagzeilen will der Autor seine Leser jenen Schluß zielen lassen, der den Antrieb des Romans bildet: Die Gesellschaft ist dekadent, von innen heraus verrottet, Erwachsene sind nicht in der Lage, ein friedliches Zusammenleben zu gewährleisten. Die Sozialkritik verbleibt jedoch im Ansatz, wird zu wenig eindringlich vorgetragen, um den Leser an jenen Punkt zu treiben, an dem die gewaltsame Lösung des Generationenkonflikts als einzige Lösung der Situation akzeptiert wird. Obwohl die Illusion des kurzfristigen Konsumglücks mit dem Elend von Kindern in vielen Teilen der Welt kontrastiert wird, scheint das Fundament des Romans zu wenig tragfähig für eine derart radikale Folgerung. Zudem verbleiben zu viele offene Fragen, wenn eine Welt ohne Erwachsene als Idealzustand skizziert wird: Wo wird die Altersgrenze gezogen, ab der ein Kind als erwachsen gilt? Warum soll der Zustand der Gewaltlosigkeit gerade durch Gewalt erreicht werden? Und wie sollen die Annehmlichkeiten komplexer zivilisatorischer Errungenschaften aufrechterhalten werden, wenn doch dafür umfangreiches Wissen und Kompetenzen erforderlich sind?

Unklar bleibt auch das auslösende Moment für den kollektiven Aufstand der Kinder und die Wahl des Zeitpunktes für die verschärften Kontrollen an der Altersgrenze. Der Ansatz einer rationalen Erklärung auf den letzten Seitens wirkt daher wie der Versuch einer Vollbremsung vor der Logikmauer.

Ist man bereit, die Voraussetzungen des Romans zu akzeptieren, erlebt man Wulf Dorn als brillianten Erzähler, der das Spiel mit Vorausdeutungen und offenen Kapitelenden souverän beherrscht und beinahe genüßlich den Leser vor spielenden Kindern auf einer Schmetterlingswiese das Fürchten lehrt.


Persönliches Fazit

Wäre zwischen den Buchdeckeln kein hochspannender Roman, sondern eine Musik-CD zu finden, würde Herbert Grönemeyers "Kinder an die Macht" zur Melodie von "Bad Moon Rising" aus den Lautsprechern hallen.

ganz anders als die bisherigen Erfahrungen mit diesem Autor. Hat mich leider nicht vom Hocker gehauen. Das Ende ist nicht meins!

Von: Melanie Berg Datum : 06.11.2017

ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1

3,5 von 5 �� ganz anders als die bisherigen Erfahrungen mit diesem Autor. Hat mich leider nicht vom Hocker gehauen. Das Ende ist nicht meins!

Inhalt
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Ich bin ja ein Cover Junkie und irgendwie hat mich dieses mit der Kombination zum Autor gereizt. Und das obwohl ich ja doch immer ziemlich Probleme bei Gewalt gegen Kinder habe, aber was soll ich sagen, zuerst habe ich den Titel null mit der Story verbinden können.

Der klare Schreibstil von Wolf Dorn hat mir immer gut gefallen, so dass ich mich auch auf dieses schon richtig gefreut habe. Er liebt ja Themen in denen er den Wahnsinn perfide und gekonnt in Szene setzt.

Aber vielleicht lag es an meinen Erwartungen, denn mich hat diese Geschichte so gar nicht abgeholt. Zwar war auch hier sein flüssiger Schreibstil klar erkennbar, aber ich kann auch nicht den Finger auf eine bestimmte Stelle legen.

Habe das Buch mehrfach weggelegt, was bei mir selten vorkommt, aber ich habe dankbar jede Ablenkung wahrgenommen um eine Pause zu machen. Die ersten Kapitel haben in meinen Augen nicht wirklich funktioniert. Mir fehlte der Fluss und so wusste ich manchmal nicht wo ich gerade bin, langsam kamen dann auch erste Momente, wo Thriller - Elemente deutlich wurden.

Der eigenartige Psychologe, der der Protagonistin Laura Schrader helfen soll, finde ich doch irgendwie unseriös.

Die Grundidee zur Story fand ich gut, aber die Umsetzung ließ doch zu wünschen übrig.

Trotzdem wer auf Krimis mit guter Story steht ist hier genau richtig.

Fakten
320 Seiten
TB 16,99 €
Ebook 13,99 €

Erschienen im Heyne Verlag

Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und hier :
https://www.amazon.de/gp/aw/d/3453270940/ref=mp_s_a_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&qid=1509962943&sr=8-2&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&keywords=wolf+dorn+die+kinder&dpPl=1&dpID=41GjajP78RL&ref=plSrch

Ich möchte mich bei RandomHouse für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken.

Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung!

Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:
http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1

Mystery-Horror-Roman mit versteckter Botschaft

Von: Ashleys Thrillerkabinett Datum : 04.11.2017

ashleysthrillerkabinett.wordpress.com

Vorab muss ich sagen, dass ich mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut habe. Ich bin ein großer Fan von Wulf Dorn und fand alle seine Bücher bisher klasse! Daher bin ich um so enttäuschter, dass mich dieses hier so überhaupt nicht überzeugen konnte �� Wer hier einen typischen Wulf Dorn (Psycho-)Thriller erwartet, liegt leider ziemlich weit daneben…

Die Hauptstory, die uns das Geschehene aus Sicht der Laura Schrader erzählt, wird immer wieder von Passagen unterbrochen, in denen uns kurz ein Einblick in das Schicksal eines Kindes gegeben wird. Diese Unterbrechungen waren für mich absolut nervig und auch unpassend. Der Leser wird da mit was konfrontiert, was scheinbar erstmal in keinerlei Zusammenhang mit der Hauptstory steht und einfach nur total deplatziert wirkt. Und da ich leider Probleme hatte in die Hauptstory hineinzukommen, war jede dieser Passagen für mich ein „Zurück zum Punkt 0“ :-/ Zwar werden im Nachhinein noch die Zusammenhänge zu diesen Passagen erörtert, trotzdem sind sie für mich eher unnötig.

Die Protagonistin Laura Schrader kommt einem zwar recht sympathisch rüber, ist mir jedoch leider zu oberflächlich gehalten. Durch die fehlende Tiefe dieses Charakters war es mir einfach nicht möglich Empathie zu empfinden. Generell sind leider alle agierenden Personen ziemlich oberflächlich gehalten. Sowas bin ich von seinen früheren Büchern überhaupt nicht gewohnt ��

Die Story an sich hat mich stark an den Film Die Kinder des Zorns erinnert, der auf einer Kurzgeschichte von Stephen King basiert, was leider schon von Anfang an meine größte Befürchtung war. Nur war es hier nicht einfach nur ein Abklatsch dessen, sondern gepaart mit einem Abklatsch von Devil’s Due – Teufelsbrut oder Rosemary’s Baby und ein bisschen Silent Hill war auch dabei. Sätze wie:

>> Sie waren ebenso blond wie das Mädchen an der Fleischtheke, und im Licht der Neonröhren sah ihr Haar fast weiß aus. <<

bestätigten meine Befürchtungen noch.

Leider fehlt für mich auch ganz klar ein Hinweis auf dem Cover oder dem Klappentext, dass es sich hierbei nicht um einen „Thriller“ im herkömmlichen Stile handelt, sondern eher um einen Mystery-Horror-Roman. Sowas führt den Leser in die Irre und sorgt für späteren Unmut. Wenn Thriller drauf steht, erwartet der Leser auch einen Thriller!

Was mich auch immer noch ziemlich ärgert ist das Fragezeichen, was zum Schluss bleibt. Zu Anfang lernen wir nämlich noch die Person Patrick Landers kennen, welcher daraufhin verschwindet um sich auf die Suche nach seiner Tochter Mia zu machen. Leider wird zum Schluss keinerlei Bezug mehr darauf gemacht und der Leser muss sich seinen Teil über den Verbleib Landers selbst denken.

Ausserdem kommt es mir so vor, dass Wulf Dorn mit diesem Buch einen bestimmten Zweck verfolgt bzw einen Denkanstoss den Leuten geben möchte. Leider denke ich jedoch nicht, dass es damit funktionieren wird.

Durch den gewohnt flüssig lesbaren Schreibstil kommt man zum Glück schnell durchs Buch. Nur leider ist das das einzig Gute daran �� Nichts desto trotz werde ich auch sein nächstes Buch noch lesen in der Hoffnung, dass es wieder ein gewohnter Dorn wird. Daher, so leid es mir auch tut, von mir nur 1,5 Sterne! ��

Gesellschaftskritik mal anders

Von: Janna | KeJas-BlogBuch Datum : 03.11.2017

kejas-blogbuch.de/

Ganz anders als erwartet! Das trifft es sehr im Kern und verunsichert mich stark in meinen Leseeindrücken. Dies war eigentlich(!) mein erster Satz dieser Besprechung. Denn meine Worte zum Buch standen nur in Stichworten und bevor ich mich bewusst an meine Rezension setzte, besuchte ich die Lesung von Wulf Dorn zu diesem Buch. Und ja, diesmal hat eben diese Lesung und der kleine Austausch mit dem Autor meine endgültige Meinung, meine Worte zum Buch, ein wenig beeinflusst.

Ich habe zu Beginn die Vorbemerkung von Wulf Dorn gelesen und somit war mir bewusst wohin die Geschichten führen wird und auf welchen Hintergründen diese basiert. Ob vor oder nach der eigentlichen Geschichte, solltet Ihr die wenigen Zeilen lesen. Wobei, eher im Nachhinein, denn ich denke dies trug im kleinen zu meinen Erwartungen bei, welche nicht ganz erfüllt werden konnten. Ich werde mich bemühen dies im folgenden zu begründen, ohne zu viel zu verraten.

Es ist ein Thema welches nachdenklich macht – egal was man als Leser*in vom Buch halten mag! Die Kinder stehen im Mittelpunkt, nicht wie gedacht die Gespräche der Protagonisten Laura und Dr. Winter. Dies war eine der Erwartungen meinerseits, ein psychologischer Plot, welcher durch den Klappentext sowie der Genrezuordnung hervorgerufen wurde.

Eigentlich hatte ich darauf eingehen wollen, das ich mir mehr Intensität von Dr. Winter gewünscht hätte, mehr Einblicke in die Psyche und den Weg zur Wahrheit. Aber genau dies ist nicht wie gedacht der Schwerpunkt der Geschichte, sie lebt in erster Linie von den Rückblicken, die Tage vor Lauras Unfall. Diese werden durch gewisse Informationen seitens des Ermittlers ergänzt und bereits nach knapp 40 Seiten ist klar das hier etwas absolut nicht stimmt, ein ganzes Dorf scheint wie vom Erdboden verschwunden. Ich war sehr gespannt wohin die Geschichte führen wird und was Laura zu erzählen hatte.

Von Seite zu Seite wurde deutlicher das auch mit Laura etwas nicht zu stimmen scheint. Auch Lauras Nichte Mia ist in ihrem Verhalten auffällig und es entwickelt sich daraus eine Geschichte die ich so nicht erwartet hatte. Dies muss nicht immer ein Kritikpunkt sein, vielmehr soll ein Buch ja auch überraschen. Der Fokus ist anders als der Klappentext einem glauben macht. Aus aller Welt werden Situationen von Kindern geschildert, die nicht reeller sein können, in ihrem Schmerz und Verlust. Somit war ich gespannt wie die einzelnen Sequenzen in die Geschichte von Laura einfließen, wie sie miteinander verwoben sind. Doch genau dies machte mir das Abtauchen nicht leicht, es nimmt einen Verlauf welcher mir aus den Fingern glitt. Was der Autor hier anspricht und aufzeigen will, war mir auch ohne die Lesung sehr bewusst, umso schwerer tat ich mich mit den darauf folgenden Ereignissen. Leider kann ich nicht weiter darauf eingehen, ohne etwas vorweg zunehmen. Es ist relativ früh abzusehen in welche Richtung die Geschichte gehen wird und doch möchte ich nicht vorgreifen.

Eine erschreckend reelle Thematik, welche einen für mich eher unzufriedenen Verlauf nahm. Eben darauf sprach ich den Autoren auf der Lesung auch an. Und ich kann nun definitiv besser verstehen, warum es nicht der erwartete Thriller wurde. An dieser Stelle muss ich leider etwas vorgreifen:

— SPOILER —

Die Geschichte wird mit wahren Ereignissen erzählt, eingebettet in einem fiktiven Verlauf. Die Thematik ist einnehmenden, doch die Erklärung und der Verlauf war für mich eher unzufrieden stellend. Es wurde mir schlichtweg zu mystisch, damit habe ich ja bei einem Thriller schon grundlegend ein Problem, wenn dies zuvor für mich als Leserin nicht ersichtlich ist. Gepaart mit diesen Weltproblemen war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Vielleicht hätte ich auch einfach mal in mich gehen sollen, aber ich war einfach unzufrieden und so begann ich mit den ersten nicht ganz begeisterten Notizen für meine Rezension. Natürlich brannte es mir bei der Lesung auf der Seele und eben darauf sprach ich Wulf Dorn dann an. Er wollte etwas erzielen, dies wäre ihm nicht gelungen, wären all die Ereignisse aus Lauras Wahn heraus Geschehen und da kann ich ihm nur zustimmen – würde überhaupt ein Leser / eine Leserin bei diesem Verlauf weiter über die Ausgangssituation nachdenken?
Dennoch ein gewagter Schritt, denn durch (diesen Touch) Mystik kann das Buch für andere Leser*innen auch ganz schnell in die Kategorie ‚Horror‘ à la „Das Dorf der Verdammten“ fallen.

Natürlich komme ich jetzt nicht mit DER Umsetzungsmöglichkeit um die Ecke, denn wenn ein Thriller-Autor sein gewohntes Terrain verlässt und dennoch diesen Spannungsbogen mit einfließen lassen will, ist es nicht mal eben getan mit „Dann schreib doch einen gesellschaftskritischen Roman“ oder ähnlichem. Wulf Dorn hat Situationen beobachtet, Fakten recherchiert und hatte vor Beginn der Geschichte bereits die Schlussszene im Kopf. Auch wenn ein Buch für sich stehen sollte, so ist mir durch die Lesung dennoch bewusst geworden, warum er diese Form der Erzählung nutzte. Das Ende hätte in einem gesellschaftskritischen Roman keinen Platz gefunden und so bleibt mir nur zu schreiben:

— SPOILER ENDE —

Vieles steht und fällt mit den Erwartungen an dieser Geschichte. Ich kann nur sagen: lasst die Finger von Klappentext, achtet nicht auf das Genre und geht einfach unvoreingenommen heran – und dann lasst mir gerne Eure Eindrücke hier!

Dies war mein erstes Buch von Wulf Dorn und zunächst war ich unsicher, ob ich noch weitere lesen möchte. Der Autor selbst schreibt in seiner Danksagung, das „Die Kinder“ ein neues Terrain für ihn ist und nachdem ich erfahren hatte, wie sehr sein früherer Beruf in seine ersten Werke einfloss, mussten eben diese direkt bei mir einziehen!

Hier kommt Ihr zu meinem kleinen Lesungs"bericht": http://kejas-blogbuch.de/mein-abend-mit-wulf-dorn-autorenlesung/

Mehr erwartet

Von: Mella Datum : 01.11.2017

book-angel.blogspot.de/

Meine Meinung:

Ich habe von Wulf Dorn noch kein Buch gelesen und habe mich wirklich gefreut, als ich dieses Buch erhalten habe. Ich hatte natürlich so einige Erwartungen, vor allem da der Klappentext eine spannenden Geschichte verspricht. Leider wurde ich aber sehr enttäuscht.

In dem Buch geht es um Laura Schrader. Sie hat einen Autounfall und in ihrem Kofferraum wird eine Leiche gefunden. Sie wird in ein Krankenhaus gebracht. Diesen Fall übernimmt zum einen der Psychologen Robert Winter. Er will herausfinden was geschehen ist und was Sandra ihm so erzählt, lässt ihn fassungslos aber auch verwirrt zurück.

Sandra hat ein sehr gutes Leben. Sie hat einen Freund, einen super Job, eine Schwester usw. Sie kann sich absolut nicht beklagen. Eines Tages findet sie aber etwas heraus und sie macht sich über vieles Gedanken. Sie trifft schwere Entscheidungen und um einfach mal den Kopf freizubekommen, verreist sie. Dabei passieren unglaubliche Dinge und Sandra muss um ihr Leben fürchten.

Ich muss sagen, dass ich mir wirklich viel von der Geschichte versprochen habe. Allerdings war ich schon am Anfang total verwirrt und konnte der Geschichte nicht so richtig folgen. Vor allem haben wir immer wieder verschiedene Charaktere und deren Sichtweise oder auch andere Orte. Es war für mich alles ein wenig konfus. Daneben erfahren wir Sandras Geschichte, die schon interessant ist aber auch sehr merkwürdig. Als so langsam die ganze Tragweite bekannt wurde, war ich aber irgendwie enttäuscht. Zum einen hat es mich an eine andere Buchreihe erinnert und dies ist aber ein Dystopie und zum anderen ist es einfach kein Thriller für mich. Es ist finde ich mehr ein Roman. Es gab immer mal so kleine Lichtblicke, die mir dann ganz gut gefallen haben aber im Großen und Ganzen bin ich sehr enttäuscht von dem Buch.

Fazit:

Ich hatte mich auf einen spannenden Thriller gefreut allerdings habe ich einen Roman erhalten und dazu noch einen sehr verwirrenden. Ab und an gab es kleine Lichtblicke aber das war es dann leider auch schon. Ich finde man hätte aus der Geschichte noch viel mehr rausholen können.

Bewertung:

Cover: 5/5
Klappentext: 5/5
Inhalt: 2/5
Schreibstil: 2/5
Gesamtpaket: 2/5

2 von 5 Sterne

..Grusel-Horror....

Von: Lesebegeisterte Datum : 30.10.2017

www.thalia.at/shop/home/rezensent/?rezensent=29879

Laura wird an einem Unfallort völlig verstört gefunden. Im Kofferraum des Autos entdeckt man eine Leiche. Der erfahrene Psychologe Robert Winter wird mit diesem Fall beauftragt Was Laura ihm erzählt ist wohl das
unglaublichste was er jemals gehört hat. Ich habe bis jetzt jedes Buch von Wulf Dorn gelesen. Bei diesem Thriller ist eine ordentliche Portion "Grusel-Horror" mit von der Partie. An manchen Stellen hatte ich echt Gänsehaut.
"Die Kinder" ist ein grausamer, beängstigender aber durchaus spannender Thriller.

Unerwartet

Von: BücherLiebe Datum : 28.10.2017

sarabuecherliebe.blogspot.de/

Die Kinder von Wulf Dorn

Heyne Verlag
Broschiert 16,99 €
320 Seiten

Inhalt:
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Meine Meinung
Es war mein erstes Buch von Wulf Dorn ich habe mich dementsprechend auf dieses Buch gefreut. Leider wurde ich etwas enttäuscht. Der Autor konnte mich nicht vollständig überzeugen, da ich mit mehr Spannung und psychologischen Geschick gerechnet habe. Es fiel mir schwer in die Geschichte hinein zu kommen. Erster circa der Hälfte des Buches stellte sich ein flüssiger Lesefluss ein. Bis dahin waren Handlungen Charaktere und Wendungen in der Geschichte für mich nicht eindeutig dargestellt. Das Ende des Buches war für mich mit dem Schwarm von Frank Schätzing vergleichbar.
Der Schreibstil war flüssig. Die Charaktere wie zum Beispiel Laura Schrader waren gut ausgearbeitet und detailliert dargestellt. Das Ende entwickelte sich leider in eine sehr fantastische und übernatürliche Richtung. Von einem Thriller habe ich das nicht erwartet. Eventuell waren meine Erwartungen zu hoch und wurden deshalb enttäuscht. Da ich gerne und häufig Thriller lese, habe ich einige Vergleichsmöglichkeiten.
Wer kein rein psychologisches Geschick oder blutiges Handeln erwartet wird nicht enttäuscht. Ein guter Thriller mit einer guten Grund Idee, jedoch nicht eins zu eins gut umgesetzt. Für mich bekommt dieses Buch 3,5 Sterne.
Ich werde dem Autor noch eine Chance geben und ein anderes Buch von ihm lesen.

Was für eine Enttäuschung!

Von: Jenny Datum : 27.10.2017

dasblondinchen.blogspot.de/

Klappentext: Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Meine Meinung: Vorneweg möchte ich einmal loswerden, dass ich eine treue Wulf Dorn Leserin bin & wirklich jedes seiner Bücher verschlungen habe. Für mich zählt Dorn zu meinen absoluten Lieblingsautoren, weshalb ich mich natürlich sehr auf sein neustes Werk gefreut habe! Ich gebe mir immer Mühe die Bücher eines Autoren nicht miteinander zu vergleichen, keinerlei Erwartungen zu haben & mich voll und ganz auf etwas Neues einzulassen. Mit "Die Kinder" hat mich Wulf Dorn überrascht, allerdings leider im negativen.

Ich hatte während dem lesen gefühlt 100 Fragezeichen im Kopf, weil mir nicht klar war in welche Richtung das Ganze geht. Damit meine ich nicht die Handlung oder die Auflösung der Geschichte, sondern in welchem Genre ich mich befinde. Klar, vorne steht "Thriller" drauf, aber hierbei handelt es sich nicht um einen klassischen Thriller, so wie ich ihn gerne lese. Ich möchte euch nicht zu viel verraten, da das Buch mit seinen 320 Seiten generell nicht sehr dick ist, aber mir hat die Umsetzung überhaupt nicht gefallen. Das was dort angeblich passiert oder geschildert wird, kam mir so surreal vor dass ich damit gar nichts anfangen konnte. Ich hatte immer wieder die Frage im Kopf: Was möchte mir Wulf Dorn hier erzählen?
Letzten Endes verstehe ich natürlich die Message hinter dieser Geschichte und ich habe auch nichts gegen sozialkritische Bücher, aber wie das Ganze hier verpackt wurde, hat mir leider nicht gefallen.

Der Schreibstil war wie gewohnt grandios & aus diesem Grund habe ich das Buch auch komplett gelesen. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätte ich es nach der Hälfte sicherlich abgebrochen, denn die Charaktere waren mir allesamt zu platt, es gab einige unnötige Längen und die heiß ersehnte Spannung kam für mich so gar nicht auf.
Die Erklärung am Ende erschien mir schlichtweg nicht glaubwürdig & ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Normalerweise fesselt mich Wulf Dorn von vorne bis hinten, diesmal konnte ich ihm die Geschichte rund um die Kinder leider nicht abnehmen. Schade!

Leider nur mittelmäßig

Von: BuboBubo Datum : 23.10.2017

bubobuboslesewelt.blogspot.de/

Nach einem Unfall wird eine junge Frau aus den Trümmern ihres Wagens geborgen. Laura Schrader überlebt den Unfall. In ihrem Kofferraum wird eine grausam zugerichtete Leiche eines Kindes entdeckt.
Die Polizei zieht den Psychologen Robert Winter hinzu, der Licht in die mysteriöse Sache bringen soll, da die Aussage von Laura Schrader sehr skurril und unglaubwürdig erscheint.
Für Robert Winter scheint dies einer der mysteriösesten Fälle seiner Karriere zu sein, obwohl er schon einiges seltsames in seiner Laufbahn erlebt hat.
Die Geschichte der jungen Frau klingt nicht nur unglaubwürdig, sondern regelrecht nach einem
Konstrukt einer Wahnvorstellung.
Doch es scheint als ob an der Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, etwas dran zu sein…

Die Grundidee der Geschichte klingt toll, leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen.
Die Charaktere blieben für mich sehr blass und hätten aus der Feder eines x-beliebigen Autors stammen können. Es gab für mich keine Tiefe und die Charaktere waren mir weitestgehend egal.
Dadurch konnte für mich leider nur zeitweise Spannung aufgebaut werden.
Ich hatte dennoch Spaß beim Lesen, aber Spaß allein reicht für mich nicht aus, um ein gut als wirklich gut zu bewerten.
Der Fokus liegt hier nicht auf der Spannung, sondern auf der Gesellschaftskritik, die für mich noch ein bisschen besser in die Geschichte integriert hätte sein können. Die Zwischensequenzen aus den verschiedenen Ländern finde ich sehr gelungen. Und erst am Ende weiß man warum Wulf Dorn diese hat einfließen lassen. Aber irgendwie kamen sie mir dennoch zu kurz.
Das Ende war mir zu unrealistisch, das realistische Ende hätte mir mehr zugesagt.
Der Schreibstil war leicht und flüssig zu lesen, so dass man das Buch sehr zügig weglesen konnte.
Wer etwas kurzweiliges sucht ist hiermit gut bedient, wer einen intelligenten Thriller oder einen Thriller mit tollen Charakteren sucht ist hiermit leider an der falschen Stelle.

Gefallen aber nicht umgehauen

Von: Buecherverrueckte Datum : 19.10.2017

https://buecherverrueckte.wordpress.com

Das Buch an sich wird aus verschiedenen Personen erzählt, was mir leider so gar nicht gefallen hat. Ich war oft verwirrt, weil es von Lauras Perspektive zu nach dem sie gefunden wurde erzählt wird und mitten drin ist es plötzlich die Geschichte davor die erzählt wird, zwar aus ihrer Sicht, aber einer anderen Zeit, so kam es mir jedenfalls vor. Zwischen den Hauptkapiteln kommen die Nebenkapital in den es um Kinder geht, was ein am Anfang echt verwirren kann, den bis man aufgeklärt wird. Der Gruselfaktor ist bei diesem Buch jedoch sehr hoch gerade weil es um Kinder geht, genauso wie der Spannungsfaktor der von Anfang an dabei ist und auch nicht nachlässt. Alles in allem hat mir das Buch gefallen aber eben nur gefallen und nicht umgehauen.

Zu viel gewollt.

Von: Inourfaults Datum : 16.10.2017

inourfaults.blogspot.de/

Beginnen wir doch mit den Protagonisten, hallo roter Faden!
Wir haben da Laura Schrader als Protagonist und Ihre Nichte Mia als mögliche Antagonistin. Warum Ich mir da nicht sicher bin?
Ebenso im Vordergrund steht der Vater von Mia Patrick und ihre Mutter Su.

Das Cover ist passend gestaltet, düster und gut gewählt.
Weiter mit dem Klappentext: Was ist da falsch gelaufen? »Grausam entstellte Leiche« - vielleicht bin ich schlimmeres gewöhnt, aber das fand ich dann doch etwas over the top.
Patrick, Mias Vater und Exmann von Su. Wir kennen leider keine Trennungsgründe. Er selbst ist Kinderarzt und sieht in Mias Zustand, der zunehmend passiv wird, keine möglichen Ursachen.

Während Laura's Erzählung erhalten wir des Öfteren Rückblicke in eine andere Welt. Ungerechtigkeiten, die mich in diesem Punkt sehr an Fitzeks »Noah« erinnert haben. Meine Hoffnung, dass am Ende alles zu einem größeren Ganzen zusammen spielt, wurde zwar erfüllt, aber naja...

Die Wortwahl ist anfangs nicht unbedingt sehr gut gewählt. Aber zu verzeihen, das es eine vorläufige Ausgabe ist.

Die Entwicklung der Geschichte ist im Grunde genommen Lauras Erzählung und danach das Ende. Ihre Rettung, das Erzählen der Ereignisse und das Zusammenfügen - Ende.

Der Schreibstil war wie immer sehr gut und Idee hinter der Geschichte war auch sicherlich gut durchdacht.

Mein Fazit:

Was ist mit Patrick? Eine der großen Fragen die ich mir am Ende stellen musste. Was hat das zu bedeuten?
Sicherlich kann man gute Thriller mit Hang zum Übernatürlichen schreiben, allerdings war es hier absolut nicht nachzuvollziehen. Emergenz ist das Stichwort. Aber zu welchem Ziel?

Sicherlich kommt jeder darauf was wirklich gemeint war: Die Ungerechtigkeit der Welt auf Kinder zu minimieren, zu offenbaren und zu verringern. Wie sieht die Zukunft aus, wie wird Laura sich entscheiden?
Leider blieben mir zu viele Fragen offen. In meinen Augen war das Ziel dieses Thrillers zu hoch angesetzt. Viele Ideen, wenige Ausführungen. Es ist der erste Thriller von Wulf Dorn, der mir wirklich nicht gefallen hat.
Ich vergebe für

»Die Kinder« lediglich 2,5 von 5 Sternen :-(

Ungewöhnlich aber gut

Von: Susi's Leseecke Datum : 16.10.2017

https://www.facebook.com/susisleseecke/

Rezi zu Wulf Dorn "Die Kinder"

Kurzbeschreibung
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Ich persönlich finde es relativ schwer hier einen Einstieg zur Rezi zu finde Der eigentliche Plot befindet sich schon zu Anfang der Story und im weiteren Verlauf wird er nicht mehr weiter dargestellt. Es war auch mein erster Thriller von Wulf Dorn so das ich keinerlei vergleichsmöglichkeit zu anderen Büchern von ihm habe.

Der Kinderarzt Patrick Landers ist auf dem Weg zu seiner Exfrau und seiner Tochter. Die beiden sind in einem kleinen Dorf um etwas zur Ruhe zu kommen. Unterwegs entdeckt er ein verunglücktes Fahrzeug. Die Fahrerin,seine Schwägerin Laura Schrader. Bei der Suche nach der Ursache des Unfalls macht er eine schreckliche Entdeckung und verlässt fluchtartig den Unfallort.

Laura wird gerettet und im Krankenhaus Psychlogisch betreut . Da die Polizei vor einem
Rätsel steht soll Robert Winter, der Psychologe herausfinden was geschehen ist . Als Laura beginnt zu reden ,muss Winter unter Wahrheit oder Wahn entscheiden.

Meine Meinung:

Zu Beginn kam ich gut in die Story rein. Der Schreibstil des Autors ist durchweg flüssig und somit gut lesbar. Das Cover ist schlicht gehalten , jedoch sehr ansprechend .
Die ersten ca.100 Seiten haben mich gefesselt danach ist jedoch die Spannung abgeflacht und ich hatte Mühe mir alles vorzustellen bzw.auch den weiteren Zusammenhang zu finden.

Richtung Ende wird die Story nochmal richtig angeheizt, Horror vermischt mit Mystik und einen Kick an psychothrill ist die zartbesaitete Leserschaft hier mächtig gefordert.

Alles in allem war das Buch gut ,wenn auch zwischendurch ziemlich langatmig.

Danke an RandomHouse für das Rezi Exemplar.

komplett anders als erwartet und leider nicht mein Fall

Von: bumblebeesworld Datum : 15.10.2017

bumblebees-world.blogspot.de/

Zum Inhalt:

Das Buch beginnt mit dem Fund eines Unfallautos auf einer einsamen Bergstraße. In diesem Auto sitzt die schwerverletzte Laura Schrader und in ihrem Kofferraum finden die Retter die grausam verunstaltete Leiche eines Kindes, das wie sich herausstellt die Nichte von Laura ist. Daraufhin kommt Laura in ein Krankenhaus und wird von einem Psychologen befragt. Sie erzählt ihm und den Ermittlern eine nahezu unglaubliche Geschichte. Doch der Psychologe Robert Winter ist sich sicher, dass an dieser Geschichte etwas wahres dran sein muss und hakt weiter nach, bis ihm schließlich klar wird, wie groß die Gefahr, vor der Laura sie alle warnen will, wirklich ist.


Meine Meinung:

Ich hatte mich wirklich schon auf dieses Buch gefreut, da der Klappentext mich sofort angesprochen und überzeugt hat. Außerdem wusste ich, dass Wulf Dorn schon mehrere Bücher geschrieben hat und hatte gehofft, in ihm einen neuen Autoren für mich entdecken zu können.
Leider wurden meine Erwartungen, die eigentlich nicht allzu groß waren, ziemlich enttäuscht. Für mich hatte der Inhalt praktisch nichts mit dem Klappentext und meiner daraus entstandenen Erwartung zu tun. Es war kein Thriller in dem Sinne, dass ein Mord passiert und anschließend durch Polizei oder andere Ermittler der Täter gesucht wird, sondern Laura hat die komplette Geschichte einfach aus ihrer Sichtweise erzählt, ohne dass die Polizei ermitteln musste, für mich war sogar die Rolle von Robert Winter für den Ablauf der Geschichte komplett unnötig, bis auf die Tatsache, dass Laura in ihm eventuell eine Vertrauensperson gesehen haben könnte, der sie ihre Geschichte gerne erzählen wollte. Die Rolle als Vertrauensperson wurde für mich allerdings dadurch zunichte gemacht, dass das Krankenzimmer die ganze Zeit videoüberwacht war.
Zusätzlich gab es zur Erzählung von Laura noch einige Einschübe mit Abschnitten aus der Vergangenheit oder auch der Gegenwart irgendwelcher Personen, die in diesen Phasen kurze Auszüge aus ihrem Leben gezeigt haben. Für mich waren diese Teile der Geschichte immer eine willkommene Abwechslung zu Lauras wirrer und total unrealistischer Geschichte, hatten meiner Meinung nach allerdings keinerlei Einfluss auf den Ablauf der Haupthandlung und wären zum Verständnis nicht nötig gewesen.
Die Charaktere konnten mich absolut nicht überzeugen, die einzige halbwegs sinnvolle Person war wohl Laura, alle anderen haben nur unwichtige Nebenrollen besetzt oder wurden als eine Gesamtheit angesprochen. Was mir jedoch ganz gut gefallen hat war der Schreibstil, der sich toll lesen lässt und einem ein schönes Gefühl für das Buch gegeben hat.
Wie schon gesagt war es kein Thriller, sondern eindeutig eher ein Horror-Buch. Auch das hätte mich überzeugen können, aber da ich bereits mit einer ganz anderen Haltung ins Buch gestartet bin, waren natürlich direkt die ersten Steine in den Weg gelegt.
Leider kann ich für dieses Buch deshalb nur 2 von 5 Sternen verteilen.

Rezension Wulf Dorn - “Die Kinder“

Von: miss_mandrake Datum : 10.10.2017

www.live-breath-words.de

Klappentext

Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.


Inhalt

"Ein Kind, das die Hoffnung verliert, ist das Gefährlichste.
Es gibt viele schwierige Situationen im Kinderleben,
aber es darf nie die Hoffnung verlieren."
Als der Kinderarzt Patrick Landers auf dem Weg in das kleine Dorf ist, in dem seine Exfrau mit seiner Tochter ein paar Tage Ruhe finden soll, entdeckt er ein verunglücktes Auto am Straßenrand. Die Fahrerin des Wagens ist seine Schwägerin Laura Schrader, die versucht ihn vor irgendetwas schrecklichem zu warnen. Während er versucht herauszufinden was passiert ist, macht er eine grauenhafte Entdeckung im Kofferraum und verlässt verstört die Unfallstelle um sofort seine Exfrau zu suchen. Seine Schwägerin bleibt schwer verletzt zurück. Diese wird jedoch gerettet und in ein Krankenhaus eingeliefert. Nun soll der Psychologe Robert Winter herausfinden, was passiert ist, denn die Polizei steht vor einem Rätsel. Doch was Laura Schrader zu erzählen hat klingt so unglaublich, dass Robert Winter anfangs am Geisteszustand der Patientin zweifelt. Er ist mehr als erstaunt über die Geschichte und nun ist es an ihm zu unterscheiden, was Wahn und was Wahrheit ist.


Meine Meinung

Da ich bereits einige Bücher von Wulf Dorn gelesen habe, war ich wirklich sehr gespannt auf seinen neuen Thriller. Zudem findet man hier auch eine gute Mischung aus Mystery, Psychothriller und eine ordentliche Portion Kritik an der Gesellschaft.
Schon die ersten Seiten haben es geschafft, mich absolut zu fesseln. Der Schreibstil und die Story selbst sind absolut flüssig und durchweg spannend gehalten.
Sprachlich bleibt Wulf Dorn gut verständlich und hat dadurch einmal mehr dafür gesorgt, dass mir beim lesen ab und an der Mund offen stehen blieb. Gerade zum Schluss hin gibt es so manche Szenen, die nicht unbedingt für zart besaitete Leser geeignet ist.
Die Protagonisten der Geschichte bleiben überschaubar, was leider aber auch auf ihren Tiefgang zutrifft. Eine wirkliche Verbindung konnte ich hier nicht herstellen, aber manchmal ist das auch gar nicht das entscheidende Kriterium.


Fazit

Spannend und atmosphärisch erzählter Mystery-Thriller mit einer sozialkritischen Botschaft. Klare Leseempfehlung!

Spannung pur mit großer Gesellschaftskritik

Von: Dunkelbunt Datum : 09.10.2017

www.dunkelbunt-blog.de

Patrick ist nach einigen seltsamen Vorkommnissen verzweifelt und sucht seine Ex-Frau Su. Bei seiner Suche stößt er bei einer Fahrt durch das schlimmste Unwetter auf ein Auto mit einer anderen Frau als Fahrerin, die aber die Kontrolle über ebendieses Auto vollkommen verloren hat und dringend Hilfe braucht. Die Frau ist Laura Schrader, die Schwester von Patricks Ex-Frau. Und was er in ihrem Kofferraum findet, gleicht einem Albtraum: Patricks kleine Tochter Mia, tot.
Wie ist es zu dieser Situation gekommen? Die Rekonstruktion der schrecklichen Ereignisse findet in „Die Kinder“ in einem Gespräch zwischen dem Psychologen Robert und Laura statt. Laura versucht dem Mann zu erklären, dass sich in der letzten Zeit die Kinder in ihrer Umgebung seltsam verhalten und alles aus den Fugen gerät. So auch die kleine Mia, die immer apathischer wurde und so ihrer Mutter Su die schlimmsten Sorgen bereitet hat.

Aber was steckt hinter diesem seltsamen Verhalten? Und warum ist plötzlich ein ganzes Dorf leer? Wo sind alle Bewohner hin?
Eine mysteriöse Geschichte, die einem die Sprache verschlägt, nimmt ihren Lauf.

Wulf Dorn ist ein Meister auf seinem Gebiet. Wenn es nach mir geht schreibt niemand bessere Psycho-Thriller als er und das hat er meiner Meinung nach auch wieder in „Die Kinder“ bewiesen. Dieser Thriller hat seinen Namen wahrlich verdient denn er ist wahnsinnig spannend und legt ein irres Tempo vor.

Die Ereignisse wirken zunächst eher harmlos und man fragt sich an einigen Stellen, wie die Handlungsstränge zusammenführen werden. Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder Einblicke in Situationen überall auf der Welt verstreut, in denen Kinder eine große Rolle spielen, und diese Szenen lassen die Spannung und die Verwirrung noch größer werden.



„Alles in der Welt hatte zwei Gesichter, und hinter allem Guten verbarg sich stets auch etwas Böses.“ – Seite 102



Je weiter die Handlung voranschreitet, desto klarer wird auch die Auflösung des Ganzen. Trotzdem gibt es gegen Ende noch ein paar Wendungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe und die richtig einschlagen! Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen und musste wissen, wie es weitergeht. Wenn ein Thriller mich richtig überrascht, dann ist der meist von Wulf Dorn geschrieben und auch hier hat er das mal wieder gut geschafft.

Mein Freund sagte, als ich ihm was über das Buch erzählt habe: „Da bekomm ich ja schon vom zuhören Albträume!“ :)

Mit „Die Kinder“ schlägt Wulf eine etwas andere und für ihn neue Richtung ein. Das kann ich aber nicht weiter erklären ohne zu spoilern, lasst euch einfach überraschen.

Ich muss sagen, dass dieses Buch bestimmt nicht für jeden geeignet ist. Viele Frauen, die ich kenne, haben ein Problem mit Gewalt in Büchern, in die Kinder verwickelt sind, und wenn das bei dir auch der Fall sein sollte, dann lies dieses Buch lieber nicht. Auch für Schwangere ist es vielleicht nicht das Richtige, ich war beim lesen immer ganz froh, nicht schwanger zu sein. Wer das Buch schon gelesen hat, weiß bestimmt sofort was ich meine.

Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben denn es hat mich aus meiner Thriller-Flaute befreit.

Am meisten überzeugt hat mich dann auch noch die starke Gesellschaftskritik, die Wulf Dorn hier sehr geschickt anbringt. Wenn man das Buch weglegt, kann man auf jeden Fall nicht anders als über einige Szenen noch mal genau nachzudenken.

„Die Kinder“ hat alles, was ein guter Thriller braucht: Spannung pur, unerwartete Wendungen, Verwirrung, etwas Blut aber nicht zu viel und zu guter Letzt eine Handlung, die so noch nicht da gewesen ist.

Deswegen vergebe ich gerne 5 von 5 Sternen.

Spannende Unterhaltung - wenn auch anders erwartet

Von: Martina - Schmökerwelten Datum : 06.10.2017

https://www.facebook.com/Schmoekerwelten

"Die Kinder" sind, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, mein erstes Buch von Wulf Dorn.
Direkt ein sehr spannender Einstieg, mit dem der Autor mich vom ersten Moment an in seinen Bann gezogen hat. Ein sehr gelungener Aufbau. Die Spannung steigt von Seite zu Seite unaufhörlich weiter an und nimmt unheimlich schnell an Fahrt auf.
Ich hatte einen Psychothriller erwartet, aber schnell wird dann klar, dass man es hier mit einem Thriller zu tun hat, der sehr viel Mystery- und Fantasyelemente beinhaltet. Für mich persönlich ein bisschen zu viel davon. Es wirkte auf mich einfach zu unrealistisch. Vielleicht aber auch nur weil ich auf diesen Mix nicht eingestellt war.
Die begründete Angst der Protagonistin Laura Schrader, dass man ihr ihre unglaublich klingende Geschichte nicht abnimmt, wäre als Autor wohl auch meine gewesen. Obwohl man eigentlich Personen wie du und ich vorfindet.
Gleichzeitig ist "Die Kinder" sehr gesellschaftskritisch, was ich im Grunde sehr mag. Und es gelingt Wulf Dorn, denke ich, den Leser doch sehr nachdenklich zurückzulassen. Ein Buch, das auf alle Fälle noch nachwirkt, von einem Autor mit einem wahnsinnig tollen Schreibstil, der mich wirklich mitgerissen hat.
Man kann "Die Kinder" nicht richtig einordnen, eigentlich ist es ein kompletter Genre-Mix. Einfach anders, aber es lohnt sich, wenn man sich darauf einlässt.
Nichtsdestotrotz habe ich mich super unterhalten gefühlt und möchte auf alle Fälle mehr von Wulf Dorn lesen.

Interessante Gesellschaftskritik

Von: Michael, der Couchpirat Datum : 06.10.2017

https://couchpirat.de

Anfang September hat der Erfolgsautor Wulf Dorn seinen neuen Roman „Die Kinder“ veröffentlicht.
Der Name Wulf Dorn war mir zwar ein Begriff, gelesen hatte ich bis dato aber noch nichts von ihm. Als ich vor einiger Zeit mal wieder im Bloggerportal der Randomhouse Verlagsgruppe stöberte, stolperte ich über den neuen Roman des Schriftstellers.

Beim lesen des Klappentextes fühlte ich mich irgendwie an eine meiner liebsten Stephen King-Verfilmungen, „Kinder des Zorns", erinnert. Alleine deshalb musste ich mir natürlich das Rezensionsexemplar des Buches zukommen lassen. Somit bleiben wir auch dieses Mal, nach meiner letzten Rezension weiter im Bereich des Übernatürlichen, Horrors und des Psychothrillers.

>> Das Buch

Zum Buch lässt sich gar nicht so viel schreiben. Es handelt sich hier um ein broschiertes Taschenbuch mit 320 Seiten Umfang. Das Coverbild ist mit den Kindern eigentlich recht gut gestaltet, es erinnert mich ein wenig an Max Rhodes „Die Blutschule“. Das liegt dann wohl an der ähnlichen Farbgebung des Umschlags. Ansonsten entspricht das Buch einem normalen Taschenbuch ohne sonderliche Highlights.

>>Darum geht es

„Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.“ (Quelle Inhaltsangabe Verlag)

>> Meine Meinung zum Buch

Wahn oder Wirklichkeit?

Das ist am Ende die große Frage, die dem Leser nach der Lektüre des Buches bleibt.
Wulf Dorn hat hier ein schreckliches Thema zu einem, zum Teil sehr blutigen, Psychothriller verarbeitet.

Auf der einen Seite ist ihm das auch wirklich gut gelungen, denn er verpackt massive Gesellschaftskritik in einer intelligent und sehr spannend aufgebauten Geschichte. Am Ende bleibt der Leser mit einer Gänsehaut auf den Armen zurück und wünscht sich, dass dieses Buch auf die eine oder andere Art irgendwas bewegt.

Auf der anderen Seite wirkt manches zu sehr gewollt, oder vielleicht besser gesagt zu sehr konstruiert.
Außerdem kommt die Geschichte auch nicht so richtig in Schwung und man ist ein wenig dazu geneigt, den Roman zur Seite zu legen und für schlechte Zeiten aufzuheben. Was allerdings dann doch ein großer Fehler wäre.

Denn wenn die Geschichte erst einmal an Fahrt aufgenommen hat, dann liest man gerne weiter und ist letztendlich doch von der Handlung gefesselt. Doch dann kommen aber wieder Stellen, an denen man meint, Herr Dorn hat da ein wenig zu viel Fantasie an den Tag gelegt, das wirkt dann ein wenig störend und nimmt ein wenig den „Drive“ aus der Geschichte. Dazu bleiben auch noch die Charaktere irgendwie ein wenig farblos, auch wirken manche Szenen der Geschichte zu beliebig austauschbar. Letzteres ist allerdings nicht so schlimm, da am Ende alles zusammen passt und doch wieder deutlich stimmiger wirkt.

Wie ich eingangs bereits erwähnte, ich fühlte mich bei der Buchbeschreibung ein wenig an „Die Kinder des Zorns“ erinnert. Zu Recht? Ja und auch wieder doch nicht. Ohne viel verraten zu wollen, Kinder spielen natürlich eine wichtige Rolle in der Geschichte ;-)

Wie ihr bestimmt gemerkt habt, ich gehe in dieser Rezension sehr wenig auf den Inhalt des Buches ein.
Ich hatte durchaus einige Zeilen zur Geschichte geschrieben, aber egal wie ich es beschrieben habe, ständig hatte ich das Gefühl, ich verrate zu viel von diesem Thriller. Daher habe ich dann letzten Endes beschlossen, beim Inhalt nicht zu sehr ins Detail zu gehen.

Unter dem Strich gesehen lohnt sich das Buch, trotz der oben aufgeführten Kritikpunkte, durchaus. Die meiste Zeit wird man von der spannenden Geschichte ausgesprochen gut unterhalten. Wenn nur, und genau das gefällt mir wirklich am wenigstens, die Charaktere einfach interessanter gestaltet wären. So wirken sie irgendwie austauschbar. Dennoch habe ich mich für lediglich knappe 3/5 Couchpiraten, mit einer klaren Tendenz nach oben und einer deutlichen Leseempfehlung, entschieden.

Gehört eher in das Genre Horror

Von: owlsome books Datum : 04.10.2017

owlsomebooks.blogspot.de/

Wulf Dorn ist für die meisten ein bekannter Name - so auch für mich, allerdings habe ich noch nie zuvor was von diesem Autor gelesen. Doch nachdem ich den Klappentext von "Die Kinder" gelesen habe, stand für mich fest, dass ich Wulf Dorn mit diesem Buch eine Chance geben würde. Der Klappentext klingt absolut spannend und nach einem tollen Thriller.

Allerdings muss ich leider sagen, dass ich ein wenig enttäuscht von dem Buch bin. Das Buch war für mich kein Thriller, es ging, meiner Meinung nach, in Richtung Horror.

Die Hauptgeschichte fand ich recht interessant und ansprechend, ich mochte die Charaktere auch wenn der Plot sich nach und nach einfach ins unrealistische entwickelt hat.
Die eingeschobenen Sequenzen fand ich überflüssig, da sie rein gar nichts mit der Geschichte zu tun hatten und mich in meinem Lesefluss eingeschränkt haben. Diese hätte man meiner Meinung nach ganz weglassen sollen.

Den Verlauf den die Geschichte nimmt hat mir leider auch nicht wirklich zugesagt. Ich habe etwas ganz anderes erwartet und habe was geboten bekommen, was nicht in einen Thriller gehört.

Zudem war das Ende total offen und hat mich absolut unbefriedigt zurückgelassen.

Dennoch fand ich die Grundidee und auch den Schreibstil klasse, weswegen ich 3 Sterne vergebe. Ich werde Wulf Dorn aber dennoch noch eine Chance geben und ein anderes Buch von ihm lesen.

Die Kinder

Von: Ute Wallis aus Neumünster Datum : 28.09.2017

Ich habe zum ersten Mal ein Buch von Wulf Dorn gelesen und war gespannt auf einen Triller. Rückblickend eine spannende Geschichte aber eher Mystery/Fantasy als Thriller.
Die Geschichte an sich ist spannend, aber ich lese sowas nicht wirklich gerne.

En Thriller mit viel Fantasy

Von: Himmelsblume Datum : 26.09.2017

himmelsblume.com/

Das Cover finde ich recht interessant gestaltet und zum Anfang, fand ich den Titel nicht sonderlich passend zur Story. Doch merkte ich mal wieder, dass man nicht so schnell Vorschlüsse ziehen soll. Die Geschichte beginnt mit dem Auffinden von Laura Schrader. Sie hatte einen Autounfall und zudem eine Leiche im Kofferraum. Alles wirkte zum Anfang sehr mysteriös und man wusste nicht so recht, was man davon halten soll. Doch eh man sich versah, nahm die Story schnell fahrt auf und wir befinden uns mitten in einem spannenden Thriller, an denen die Kinder an die Macht wollen. Wobei dies nicht unbedingt ins Positive hierbei zu sehen ist. Im Buch wurde sehr viel an kreativität rausgelassen, und es gab so einige stellen, bei denen dem Autor die Fantasy etwas zu viel entsprungen ist. Auch wenn das Buch hin und wieder Szenen aufweist, die willkürlich gewählt sind, so sollte man das Buch auf jeden Fall bis zum Schluss lesen und am Ende, Ergibt doch alles irgendwie einen Sinn.

Die Figuren im Buch sind sehr überschaubar und geben wenig von sich Preis. Obwohl Laura eine große Rolle in der Story spielt, hat man oft das Gefühl, als hätte sie sich verlaufen. Unterschiedliche Eigenschaften der Charaktere kann man hierbei nicht herauslesen, wobei Laura ein großes Geheimnis hat und man bis zum Schluss wirklich im Ungewissen bleibt.Eine zweite große Rolle spiel in dieser Story Psychologen Robert Winter. Er lässt Laura erzählen und kann nicht wirklich glauben, was passiert sein soll. Nur langsam begreift er, das Laura ihm warnen will, doch ist die Realität viel erschreckender, als das was Laura sagt.

Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich gut belesen. Selber habe ich gut hineingefunden und fand das Buch am Ende gar nicht Mal so schlecht. Auch wenn ich ab und an recht verwirrt war über die derzeitigen Ereignisse, so würde ich dem Buch gerne 4 von 5 Sterne gebe.

Die Kinder

Von: Mara Datum : 23.09.2017

mara-ladystyle.blogspot.de/

Inhalt:
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Meine Meinung:Im Vorwort erklärt uns Wulf Dorn, dass vieles in diesem Thriller tatsächlich der Realität entspricht und wenn ihr das Buch gelesen habt, dann werdet ihr es verstehen. Nichts ist erschreckender und grausamer als das echte Leben, das machte die Geschichte für mich mehr interessanter. Jedoch würde ich das Buch nicht unter Thriller unter ordnen sondern es hatte was von Mystery -Horror was dennoch für mich kein Abbruch getan hat.
Ich war eigentlich recht überrascht da ich es von dem Autor nicht gewohnt bin.

Das Buchcover ist schlicht,in schwarz gehalten mit einer roten Schrift und darauf zu sehen sind die Kinder was geheimnisvoll und düster wirkt .
Dennoch schafft es der Autor, dass man lange Zeit nicht weiß, was von Lauras Geschichte stimmt oder was sie aufgrund einer psychologischen Störung für wahr hält.Während dem Lesen habe ich mich oft gefragt ist es nun was nun Wahr ist und was nicht.
Zum Teil fand ich die Geschichte verwirrend, denn es gab Szenen in denen seine personale Erzählperspektive geschildert wird und zwischendurch komplette Szenenwechsel, die auf den ersten Blick nichts mit dem eigentlichen Plot zu tun haben.Dennoch fand ich Wulf Dorn wie gewohnt sein Schreibstil fesselnd das die Seiten nur dahin flogen, auch wenn es teilweise manchmal verwirrend war wie ich schon geschildert hatte.
Der Hauptcharakter Laura Schrader wurde gut dargestellt und ausgearbeitet. Sie wirkte authentisch und glaubwürdig zum Teil kann man sich gut in die hinein versetzten auch wenn man selber keine eigene Störungen hat.
Robert Winter hin gegen war mir zu blass, ich konnte mich mit ihm nicht anfreunden, es wurde einfach viel zu wenig beschrieben und man hat wenig über ihn erfahren.
Die Geschichte rund um Laura, die mit ihrem Auto verunglückt und gerade so gerettet werden konnte, ist nicht nur äußerst spannend, sondern zum Teil auch verstörend, Die düstere Atmosphäre im Buch konnte ich richtig spüren,was mir sehr gut gefallen hat.

Fazit:
Ich kann das Buch weiter empfehlen auch wenn es kein Thriller ist, ist es trotzdem toll

Irgendwann bekommt man die Retourkutsche...

Von: Sabrina Datum : 21.09.2017

sabrinas-buchwelt.blogspot.de/

"Die Kinder" ist der erste Thriller für Erwachsene, den ich von Wulf Dorn gelesen habe - bisher kenne ich nur seinen Jugendthriller "Mein böses Herz", der mir sehr gut gefallen hat. Die Beschreibung und die vielen verschiedenen Meinungen zu seinem neuen Thriller, haben mich sehr neugierig auf das Buch gemacht.

Der Schreibstil von Wulf Dorn ist sehr kurzweilig, er schafft es den Leser mit seinen Beschreibungen und seinem Plot, den Leser mit jeder Seite tiefer in seinen Bann zu ziehen. Die Seiten rasen nur so vor sich hin und man möchte dem Geheimnis der verschwundenen Dorfbewohner unbedingt auf die Schliche kommen.

Es gibt zwei Handlungsebenen, zum einen die Geschichte von Laura Schrader, ihrer Familie und dem verlassenen Dorf in den Bergen, zum anderen gibt es einzelne Handlungen aus den verschiedensten teilen der Erde, in denen von Vorkommnissen berichtet wird.
Ich finde, dass man schon bei der zweiten "Zwischenhandlung" weiß, wohin es geht bzw. warum dieses Handlungen beschrieben werden - man wartet anschließend nur noch darauf, dass Laura Schrader, endlich zu dem Punkt kommt, an dem man die ganze Wahrheit erfährt....

Wobei die ganze Wahrheit auch nicht richtig ist, denn die erfährt man nicht. Es gibt viele Fragen, die offen bleiben. Das Warum und wodurch die verschiedenen Handlungen ausgelöst werden - es ist eben mehr als nur ein Thriller, sondern auch ein sehr mystisch angehauchtes Buch, dass mit den schlimmsten Ängsten der Menschen spielt.

Wer nicht alle Lösungen braucht, und gerne mal einen Horror-Roman oder eben mystisch angehauchte Bücher mag, liegt mit "Die Kinder" richtig!

Packend erzählt

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum : 19.09.2017

www.hallo-buch.de

Wulf Dorn hat sich einen exzellenten Namen mit unheimlichen Storys gemacht. Schon bei "Die Nacht gehört den Wölfen" oder "Mein böses Herz" wusste der Autor, wie man die Neven vibrieren lässt. Das gelingt ihm auch bei „Die Kinder“ wieder. Eine düstere Geschichte mit immer mehr mysteriösen Vorfällen lässt uns Leser lange im Dunkeln, was eigentlich wirklich hinter den Ereignissen steckt. Dabei versteht es Dorn, von der ersten bis zur letzen Seite explosive Spannung mit feinem Horror zu verbinden. Gruselig, packend und psychologisch ausgefuchst erzählt von Wulf Dorn.

Interessant aber nicht so spannend wie gewohnt

Von: Natalie77 Datum : 19.09.2017

mem-o-ries.de

Inhalt:
Laura Schrader wird aus ihrem Unfallwagen gerettet, im Kofferraum die Leiche ihrer Nichte Mia. Die Polizei ermittelt nun was passiert ist und zieht den Psychologen Robert Winter hinzu. Er lässt Laura erzählen und kann kaum glauben was er hört. Eine Geschichte die weit von der Wahrheit entfernt sein muss oder eine große Gefahr birgt.

Meine Meinung:
Wie viele andere habe ich das neue Buch von Wulf Dorn sehnsüchtig erwartet. Ich war sehr gespannt darauf was er sich diesmal hat einfallen lassen. Der Thriller war dann ganz anders als von ihm gewohnt. Nicht unbedingt schlecht, aber für mich auch nicht so gut wie seine anderen Bücher.

Die Story beginnt mit dem Auffinden von Laura Schrader, alles ist sehr mysteriös und undurchsichtig. Warum hatte sie da einen Unfall, wieso die Leiche im Kofferraum und vor was will sie ihren Schwager warnen? So ist man natürlich neugierig auf den Fortgang der Geschichte und ist schon gefesselt.
Der weitere Verlauf hat aber dann schon seine Spannungsabfälle. Die Geschichte die Laura Schrader zu erzählen hat ist gespickt mit Ereignissen in denen Kinder irgendwie Leiden müssen und zunächst weiß man auch nicht was diese Ereignisse mit der Geschichte zu tun haben. Doch das erfährt man beim weiterlesen.
Man kann sagen hier gilt die Devise Kinder an die Macht, jedoch nicht unbedingt positiv. Es gibt Passagen die schon etwas, wie soll ich es beschreiben, mystisch fantastisch sind. Da sprechen Ungeborene zu ihren Müttern und zeigen Bilder. Nur um einen Part zu nennen. Andere Passagen sind dann wieder recht Realitätsnah.

Die Figuren sind auf wenige beschränkt und alle blieben für mich recht blass. Egal ob es Laura Schrader ist, die ihre Ereignisse schildert oder der Psychologe Robert Winter. Sie alle haben eine Funktion, aber man erfährt nur recht wenig über sie. Geradeso genug für die Geschichte, aber zu wenig um sich wirklich in sie rein versetzen zu können. So liest man dieses Buch um zu wissen wie es am Ende ausgeht, aber nicht um mit den wirklich Figuren mitzufiebern.

Die Auflösung empfand ich dann schon als zu abgehoben und nicht wirklich logisch, da hilft es nicht das die Fragen die ich mir am Ende stelle auch eine der Figuren stellt. Fragen auf die es eigentlich keine zufriedenstellende Antwort gibt. Es ist aber schon so, dass alle Anfangsfragen beantwortet wurden.

Eins zeigt dieser Thriller auf jeden Fall. Wir sollten unseren Kindern ein besseres Erbe hinterlassen, denn alle die Schlagzeilen und Ereignisse in diesem Buch geschehen vielfach am Tag auf der ganzen Welt und sorgen nicht für eine schöne Zukunft.