Leserstimmen zu
Adolf total

Walter Moers

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„Adolf total“ ist ein Sammelband, welcher die von Walter Moers bis dato erschienen „Adolf – äch bin wieder da“, „Äch bin schon wieder da“ und „Der Bonker“ vereint und in den Mittelpunkt rückt. Da diese Satire mir immer wieder einmal über den Konsumweg läuft, habe ich bei diesem Werk einfach mal zugreifen müssen. ZUM INHALT Wie der Titel schon verrät nimmt Walter Moers in diesem Band Adolf Hitler geschickt aufs Korn. So sieht sich Hitler, welcher nach mehr als 50 Jahren aus der Kanalisation kriecht und sich einer unbekannten Gesellschaft gegenübersieht, neben einen geschlechtsoperierten Göring, welcher sich wegen seiner Drogensucht, prosituieren muss, verantwortlich als mehrfacher Promimörder. Außerdem leidet der Führer unter den Nachwirkungen einer Alien Entführung. So vielseitig das klingt, so schwer fallen dem Führer diese Herausforderungen und er gelangt immer wieder an seine physischen, wie psychischen Grenzen. Aber Adolf stellt sich dieser Situation, schließlich ist er es gewohnt, jeglicher Situation Herr zu sein. Um dies zu erreichen greift er auf seine rhetorischen Fähigkeiten zurück, allerdings teils auch unter der Gürtellinie. MEINE MEINUNG Dieser Comic war eine Reise in die Konsumvergangeheit und zeigt mir wieder einmal auf, das Walter Moers wirklich mit Sprache umgehen kann, und dies nicht nur in seinen Romanen sondern auch in seinen Comics. Ein großer Genuss war es zu sehen, wie gut und teils simple Satire einem eine Thematik vor Augen führen kann das man gar nicht drum herum kommt, sich wieder mit damit zu beschäftigen, ohne es an der nötigen Demut fehlen zu lassen. Was mich an diesem Band gefreut hat, war nicht nur das Wiedersehen und das Vereinen der bekannten Geschichten zwischen den Buchdeckeln, sondern auch, dass es einen Einblick in die Zukunft, sprich den angedachten Film, gab. Wer sich also mal auf eine andere Weise mit dem Führer auseinandersetzen will, ist bei diesem Band eindeutig an der richtigen Stelle. Wer sich allerdings mit der Historie schwer tut, sollte die Finger weglassen.

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Die Gegenwart. Neonreklamen erhellen die Nacht und verkünden ihre Botschaften des Kommerz. Ein Gullydeckel schiebt sich beiseite und aus den Tiefen unter der Stadt klettert ein Mann an das Tageslicht, der vor mehr als fünfzig Jahren den zweiten Weltkrieg begonnen und dann verloren hat: Adolf Hitler. Benommen von den grellen Lichtern und der klaren, frischen Luft, die nicht durch die Schächte des Bunkers vorgefiltert wird, stolpert der ehemalige Führer in die Praxis des Dr. Furunkel und vertraut ihm seine existenziellen Sorgen an. Dr. Furunkel nutzt seine Beziehungen und verschafft Hitler einen Gastauftritt in Alfred Bioleks Kochshow, der allerdings schrecklich scheitert, als der Möchtegernkoch über seiner Grünkernsuppe feststellt, dass Biolek Jude ist und im Fernsehen eskaliert. Auch der Versuch, eine Beziehung zu einem Tamagotchi aufzubauen, stößt durch die Herkunft des japanischen Plastikspielzeugs schnell an ihre Grenzen. Als Hitler bei einem von Dr. Furukel verschriebenen Schäferstündchen auf der Reeperbahn schließlich noch auf einen alten Weggefährten seiner Kriegszeiten trifft und seine ersten Erfahrungen mit Crack macht, folgt der totale Absturz – doch Hitlers Odyssee durch die modernen und vergangenen Zeiten hat erst begonnen … Der 270 Seiten starke Comic von Walter Moers ist sicherlich nicht für jedermann etwas – denn die Art und Weise, wie das Thema ‚Adolf Hitler in moderner Zeit‘ behandelt wird, erfordert eine grundlegende Toleranz für verschiedenartigste Sexpraktiken, skurrile Gedankengänge und eine dermaßen abgedrehte Storyline, dass beim Lesen durchaus der ein oder andere WTF-Moment entsteht. Aber wenn man es gerne mal ein bisschen deftig und durchgedreht mag, dann ist die Mischung aus verrückten Ideen und Wortwitz sicher mehr als ein guter Lacher. Die seit 1997 erstmalig im Satire-Magazin TITANIC erschienenen Cartoons zu Adolf Hitlers Rückkehr in die moderne Welt folgen ganz der Maxime von Walter Moers: »Darf man sich über Nazis lustig machen? Nein, man muss!« Und das tut der Zeichner auch hemmungslos: was dem ehemaligen Führer so alles passiert, zieht ihn und die Parolen der Nazizeit dermaßen kräftig durch den Kakao, dass am Ende nur noch eine Witzfigur übrigbleibt, von der die ursprünglichen Parolen und Abneigungen nach und nach abgeschält wurden. Der Rest-Hitler ist dann eine gar nicht mal so unsympathische Person, die mit allerlei Problemen und Feinden aus der Vergangenheit konfrontiert wird und schließlich eine Art Happy Ending bekommt – natürlich auf die ziemlich kranke Art. Der Zeichenstil von Moers dürfte wohlbekannt sein – sehr comichaft reduzierte Gestalten, bei denen die riesigen Nasen das hervorstechendste Merkmal darstellen. An diesen Figuren dürften sich die Geister scheiden: während bei vielen Zeichnern Ästhetik ein wichtiges Ausdrucksmittel ist, ist die Optik hier ein der Story untergeordnetes Element. Man sieht den schwungvollen Strich des Zeichners gerade bei den Nasen deutlich, der vermuten lässt, dass Moers tatsächlich noch traditionell mit Pinseln und Tusche arbeitet anstelle feinteiligerer und weniger ausdrucksstarker Liner. Auch die handgeletterten Sprechblasen und Textboxen vermitteln den runden, urtümlichen Eindruck eines Produktes aus ‚einer Hand‘, der sich bis zum reduzierten Coloring durchzieht. Die klassische Panelstruktur zweier Abschnitte, die in zwei bis vier Einzelbilder unterteilt sind, wird nur selten aufgebrochen und lässt an manchen Stellen den Wunsch zurück, gerade bei sehr skurrilen Momenten dies auch durch die Bildstruktur gespiegelt zu sehen. Neben den Comicstrips im ersten Teil des Buches, welche die zwischen 1998 und 2006 in den Publikationen ‚Adolf – Äch bin wieder da‘, und ‚Äch bin schon wieder da‘ erschienen sind, folgt ab Seite 149 »Adolf – Der Bonker« mit einem illustrierten Theaterstück in drei Akten, bei dem der Fokus eindeutig auf die Texte gelegt wurde und den gewohnten Wortwitz mit einen bunten Reigen seltsamer Protagonisten hervorbringt. Der letzte Teil umfasst ab Seite 228 die Storyboards, 3D-Bilder und Hintergrundinformationen zum lange geplanten, aber nie verwirklichten ‚Adolf‘-3D-Film, die dem computeranimierten YouTube-Clickhit »Ich hock in meinem Bonker« folgten. Auch wenn der Einblick in die Profuktion interessant gestaltet ist, war dies der für mich am wenigsten interessante Teil, da nur Bruchstücke zu sehen sind, die nicht abgeschlossen wurden und damit in der Luft hängen. Die ganze Filmstory, auch wenn die einzelnen Teile des Boards den erhofften Witz zeigen, wird dem Leser wohl bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich ein Produzent an Moers‘ Adolf-Variante herantraut, vorenthalten bleiben und hinterlässt damit ein unbefriedigendes Gefühl, da nicht abzusehen ist, ob das jemals passiert. Ob man Unfertiges in eine ansonsten gelungene Publikation packen muss, ist eine schwierige Entscheidung, immerhin erhebt das Buch den Anspruch, alles über Moers Adolf gesammelt zu bieten - dennoch, als Verantwortlicher hätte ich mich wohl dagegen entschieden, um Leser-Frust zu vermeiden. Für echte Fans ein Muss-Kauf, man kann sich aber auch als Nichtfan gut über Adolfs mannigfaltige Abenteuer amüsieren, dafür ist die Story auf jeden Fall abwechslungsreich genug. Vielleicht ist es gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig, dass man sich der allgegenwärtigen, zunehmend radikalisierten Thematik auf die humoristische Weise nähert – dafür war Moers der Zeit wieder um einiges voraus. Fazit: Sehr witziger erster Teil des Comic-Bandes mit schwächelndem Filmeinblick in gewohnter Moers-Optik und skurrilem Humor. Vier von fünf möglichen Punkten.

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Autor Er ist der geistige Vater von „Käpt’n Blaubär“ und „Kleines Arschloch“. Walter Moers, 1957 in Mönchengladbach geboren, hat weder Kunst studiert noch eine grafische Ausbildung genossen. Dennoch gehört er seit 1985 zu den besten deutschen Comicautoren. 1994 erhielt er für das Konzept der TV-Sendung „Käpt’n Blaubärs Seemannsgarn“ den renommierten „Adolf-Grimme-Preis“. Im gleichen Jahr bemühte sich das Landesamt für Jugend und Soziales, eines der „Kleines-Arschloch“-Bücher auf den Index zu setzen. Ohne Erfolg. Mittlerweile hat sich der Zeichner mit Werken wie „Die Stadt der träumenden Bücher“ auch als Autor von Romanen und Erzählungen etabliert. Die Leser lieben seine Geschichten aus Zamonien, dem Kontinent der Fantasie – und des Humors, natürlich. Cover Das Cover ist Moers-typisch witzig gestaltet und zeigt eben genau das, was zwischen den Buchdeckeln auf einen zukommt: Hitler in feinster Parodie, ins Lächerliche gezogen und urkomisch. Große, die Aufmerksamkeit auf sich ziehende Schriftarten bedecken den meisten Teil des Covers. Darunter ist die Hauptperson dieses Buches abgebildet. Wenn es auch nicht die beste Covergestaltung ist, die Blicke zieht es allemal auf sich. Meinung Dieser Sammelband befasst sich, wie der Name schon sagt, mit Adolf Hitler. In vielen lustigen und absurden Geschichten wird er aufs Korn genommen und es wird durchweg nicht damit gegeizt ihn nach allen Regeln der Kunst zur Lachnummer zu machen. So sieht er sich neben Göring, welcher sich nach einer Geschlechtsumwandlung prostituieren muss um seine Drogen zu bezahlen, verantwortlich für den Tod zahlreicher Prominenter und von Aliens entführt. Ihm wird nichts erspart und das bringt Adolf Hitler das ein oder andere mal an seine Grenzen. Lauthals schimpfend und über die Strenge schlagend versucht er vergeblich der jeweiligen Situation Herr zu werden, was hier und da auch in Fäkalsprache ausufert und daher ehr weniger für anspruchsvolle Leser gehobener Literatur gedacht ist. Viel mehr richtet sich dieser Band an Menschen, die Adolf gerne mal selber durch den Kakao gezogen hätten und damit umgehen können das es sprachlich recht derb zugeht. Hier befinden wir uns auch an dem für mich zum Teil schwierigen Punkt dieser Geschichten. Es wird so geschrieben, wie es ausgesprochen wird, was besonders bei Adolf grenzwertig abstrakte Worte entstehen lässt. „Jätzt ärst rächt“ verdeutlicht stark, wie er gesprochen hat, macht das reine Lesen aber zum Teil schwierig. Manche Wörter habe ich nur erkannt, indem ich sie laut ausgesprochen habe. Musste dann aber wiederum auch sehr darüber lachen, wie man darauf kommt etwas so aufzuschreiben. Da aus Adolf´s Sicht geschrieben ist und man so auch seine Gedankengänge verfolgen kann, ist ein großer Teil des Buches eben auf diese Art und Weise verfasst. Nichts desto trotz muss man keine Bedenken haben, Hitler sympatisch zu finden. Die Figur in diesen Geschichten sorgt -ganz getreu dem Original- sehr gut selber dafür, das so etwas wie Sympathie nicht aufkommt. Die Zeichnungen sind typisch Moers. Seine karikaturistische Art zu zeichnen hat einen hohen Wiedererkennungswert und gibt dem „Wir machen uns über Hitler lustig“-Gedanken noch eins oben drauf. Ich bin großer Fan dieser überspitzten Art zu zeichnen und der Kombination mit den dazu entstandenen Geschichten hat mir dieser Sammelband viele Lacher beschert. Fazit Wer sich mit herrlich absurden Geschichten im Comic-Stil über Adolf Hitler lustig machen möchte, findet hier viel Zündstoff für Bauchschmerz-bereitende Lacher. In derber Sprache und mit einer gehörigen Portion Schwachsinn wird Adolf gehörig durch den Kakao gezogen.

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Vorab sei gesagt ich gehöre weder den Nazis an noch bin ich Fan von Adolf H. Aber ich liebe Parodie und hab ne Menge Humor so das ich mich entschieden hab. Das Buch was mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde auch hier vorzustellen. Wie gesagt es handelt sich hierbei um Parodie und der Autor Walter Moers steht dafür das er das ganz gut kann. Ich habe schon einige Bücher von Ihm durchgelesen so das dies ein weiteres davon ist. In dem Buch geht es darum das Adolf H. eigentlich ganz schön auf die Schippe genommen wird. Dieser Comic was es eigentlich ist erzählt von Adolf H. Seite dennoch wird er darin ganz schön auf die Schippe genommen. Die Charaktere der damaligen Zeit sind alle in einem anderen Licht zu sehen und machen deshalb noch lange nicht sympathisch. Denn auch ich gehöre zu den Verfechtern die das Handeln und die Taten was er gemacht hat nicht für gut heißen. Das Buch selber bringt einen dennoch mit den Sprüchen die teils schon sehr frech dargestellt werden öfter zum schmunzeln. Walter Moers nimmt da kein Blatt vor den Mund. Ich finde das Adolf hier in dem Buch sehr auf die Schippe genommen wird und auch die anderen Teilnehmer in dem Comic wie Eva B. etc. und den Göbbels Wie gesagt es geht hier nicht um Sympathie lediglich um die Parodie und die Darstellung das er auf die Schippe genommen wird. Ich finde das Buch war interessant zu lesen und hat dank seiner Sprüche auch dennoch was humorvolles. Der Schreibstil von Walter Moers gefällt mir und ich bin mir sicher das ich noch einige Bücher von ihm lesen werde. Die Zeichnungen sind wirklich toll dargestellt und wie gesagt der Humor fehlt in diesem Buch bei weitem nicht. Man sollte dieses Buch auch wirklich nur anschaffen wenn man den Humor dazu hat.

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„Adolf total“ ist ein Sammelband von Walter Moers mit den drei Bänden „Adolf – äch bin wieder da“, „Äch bin schon wieder da“ und der „Bonker“. Im Mittelpunkt steht Adolf Hitler, der in seinem „Bonker“ verschiedene Abenteuer erlebt. Wichtig ist hierbei aber, dass es sich um eine Parodie handelt. Man erlebt zwar alles aus Adolfs Perspektive, entwickelt deswegen aber keine Sympathie zu diesem Charakter. Der Leser sollte allerdings vorher wissen, ob er bereit ist, über Adolf Hitler zu lachen oder ob er das für ein NoGo hält. Wer der Meinung ist, dass man über Hitler und den zweiten Weltkrieg keine Witze reißen sollte, für den wird dieser Band wahrscheinlich kein Vergnügen sein. Ich für meinen Teil denke nicht, dass Hitler sakrosankt ist und hatte extrem viel Spaß mit den Bildern und Texten. Hitler muss hierbei mit dem verlorenen Krieg klar kommen, trifft auf Hermann Göring, der mittlerweile eine Geschlechtsumwandlung hatte und als Hermine Geld für seinen Drogenkonsum anschaffen muss. Er wird von Aliens entführt, reist durch die Zeit, ist für die Attentate auf Kennedy und den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand verantwortlich und hat außerdem Kurt Cobain, Mutter Theresa und Lady Di auf dem Gewissen. Was Hitler alles verzapft ist haarsträubend und absolut absurd. Manche Situationen und Bilder haben mich sogar ein wenig verstört. Die Sprache war allerdings teilweise etwas deftig und es wurde mit vielen Schimpfwörtern und Fäkalausdrücken gearbeitet. Das war mir zum Teil etwas too much, aber ich hatte insgesamt viel Spaß und ordentlich was zu lachen. Wer unsere Geschichte mit Humor nehmen kann und kein Problem mit absurden Ideen rund um Adolf Hitler hat, der kann sich ruhig die Zeichnungen von Walter Moers anschauen.

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