Leserstimmen zu
Die Kleidermacherin

Núria Pradas

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Ich finde es schwierig, dieses Buch zu bewerten, da ich so meine Probleme damit hatte. Zu Beginn hatte man noch Datumsangaben bei jedem Kapitel dabei, das aber im Verlauf des Buches irgendwann einfach weggelassen wurde. Eigentlich ist sowas für mich kein Problem, wenn ich denn mal weiß, in welcher Zeitebene der Roman spielt. Hier wird man aber vor eine besondere Herausforderung gestellt, da nicht nur von Kapitel zu Kapitel in Zeit und Ort gesprungen wurde, sondern auch innerhalb eines Kapitels, manchmal auch auf einer Seite. Auch finde ich den Klappentext etwas irreführend. Ich dachte, die Familie Molins mit ihrem Modehaus, besonders Roser, und Laia stehen im Mittelpunkt. Aber eigentlich geht es um das Leben von Laia und Roser spielt nur zu Beginn eine größere Rolle und wird im Verlauf immer mehr zu einem Nebencharakter. Auch hat Roser eigentlich so gar nichts mit dem Erfolg von Santa Eulalia zu tun... Leider hat mir keiner der Charaktere so richtig gut gefallen, keiner war mir wirklich sympathisch und unsere Protagonistin Laia habe ich zwischendurch für ihre Handlungsweisen auch ein bisschen gehasst. Die Story plätscherte eine ganze Weile so dahin. In diesem ersten Drittel erfährt man viel über die Arbeit und Organisation eines Modehauses, was auch wirklich interessant war, aber dann wurde die Geschichte sehr von den Problemen Laias überlagert und das zweite Drittel war sehr zäh zu lesen. Das letzte Drittel wird dann nur noch vom spanischen Bürgerkrieg beherrscht, was historisch sehr interessant ist, aber die Geschichte des Modehauses sehr in den Hintergrund rücken lässt. Die Autorin hat es leider nicht geschafft, dieses interessante Thema mit viel Potential gut umzusetzen, sodass man richtig Spaß am Lesen hat. Die Geschichte wird sehr trocken und distanziert erzählt, sodass man weder Sympathien noch Bindung zu den Charakteren aufbauen kann. Auch ist der Spannungsaufbau nicht sehr glücklich. Ich glaube nich nicht mal, dass es am Schreibstil liegt, denn eigentlich ist das Buch gut geschrieben, aber dennoch fehlt einfach das gewisse Etwas, das es benötigt, um mich an ein Buch zu fesseln. Fazit: Ein eigendlich gutes, solides Buch, das aber sehr viel Potential hat liegen lassen. ❤❤❤ von mir!

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Für mich war das Cover definitiv ein Hingucker! Es passt wunderbar zum Buch und noch immer finde ich es wirklich sehr schön. Neben der Gestaltung bringt es die Szene und die damit verbunden Gefühle auf eine ganz besondere die Stimmung. Obwohl ich selbst kein besonderes Modemäuschen bin, finde ich trotzdem Bücher zu dem Thema (vor allem in Verbindung mit Geschichte) immer sehr spannend. Sie bieten oft einen Einblick in eine Welt, die mir sonst verborgen bleibt. In Santa Eulalia verbirgt sich eine ganz andere Welt. Diese Welt entdecken wir zusammen mit einer Vielzahl an Charakteren. Neben Laia, einer Schneiderstochter, die dort in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt und unglaublich erfolgreich wird, wenn auch als Verkäuferin und später Leiterin der Damenabteilung, gibt es noch Roser und ihren Bruder, dem Santa Eulalia gehört. Ihm liegen seine Angestellten sehr am Herzen und das wird ihn später auch noch einmal Retten. Zu Beginn muss er jedoch völlig unerwartet das Geschäft übernehmen, als sein Vater stirbt. Als dann Ferrán auftaucht und sowohl Roser, als auch Laia den Kopf verdreht, kann das Chaos beginnen. In dem Buch soll es um Freundschaften gehen, die tiefe Verbundenheit von Menschen, die unglaublich viel durchgemacht haben. Auf knapp vierhundert Seiten nimmt uns die Autorin auf eine Zeitreise von 20 Jahren mit. Das ist nicht nur eine unglaubliche Zeitspanne, sonder es gibt auch noch unglaublich viele Figuren, die sich in diesem Buch tummeln. Manche werden nur kurz eingeführt und spielen bereits nach wenigen Kapiteln keine Rolle mehr. Genau das ist es auch, was dem Buch ein wenig das Genick bricht. Durch die viel wechselnden Figuren die man begleitet, kommt zwar die Verzweiflung und Freude ganz gut bei mir als Leserin an, aber eine wirkliche Verbindung kann ich zu den Charakteren nicht aufbauen. Sie tauchen stellenweise zu plötzlich auf und verschwinden genau so schnell wieder und dann scheint die Autorin sie auch völlig vergessen zu haben. Da Laia sowieso schon ein schwieriger Charakter ist, zu dem man nicht leicht eine Beziehung aufbaut, ist es noch schwieriger einen Weg in diese Geschichte zu finden. Auch sind die äußeren Umstände manchmal nur grobumrissen, dabei spielt das Buch in einer wirklich gefährlichen und spannenden Zeit Spaniens. Katalonien will sich Lösen und landet schließlich unter der Diktatur Francos. Der erste Weltkrieg ist einigermaßen gut Überstanden, dann wird das Land in diesen Bürgerkrieg gestürtzt, direkt gefolgt vom zweiten Weltkrieg. Die Autorin hätte dem Buch eine so weitreichende Tiefe verliehen können. Ich würde nicht behaupten, dass es völlig verschwendete Zeit ist, aber etwas Schade finde ich es schon. Der Schreibstil lässt sich eigentlich recht schnell lesen, die Kapitel sind kurz und teilen sich nicht immer komplett zwischen den Charakteren auf. Manchmal springt die Autorin etwas wilkürlich zwischen den Figuren hin und her. Dazu kommt noch, dass sie diese kaum wirklich einführt und man nur sehr wenig über die meisten weis. So konnte ich auch um die wenigsten Figuren trauern. Meine Erwartungen an dieses Buch waren vielleicht etwas hoch, doch das Thema hat mich einfach so angelacht. Da ich ein großer Fan der Serie "The Paradise" bin, in der es ebenfalls um ein großes (englisches) Kaufhaus geht, musste ich dieses Buch lesen und hatte dem entsprechend etwas höhere Erwartungen. Diese konnte die Autorin leider nicht ganz erfüllen. Ich bin ziemlich zwiegespalten, wenn ich über das Buch nachdenke. Einerseits hat es mir schon gefallen, aber andererseits gibt es eben auch vieles was mich nicht überzeugen konnte. Von mir bekommt dieses Buch daher drei Monster von fünf möglichen. Mit der goldenen Mitte kann ich euch nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen. Das Buch ist nicht unbedingt so, wie man es erwartet.

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Das wunderschöne, schlicht gehaltene, aber trotzdem stilvolle Cover hat mich schon einige Wochen vorher immer wieder in seinen Bann gezogen. Auch die Inhaltsangabe klang sehr vielversprechend, sodass ich mich umso mehr gefreut habe, als ich dieses tolle Leseexemplar bekam. Mittelpunkt der Geschichte ist das Modehaus Santa Eulalia zur Zeit des Spanischen Bürgerkrieges in Barcelona. Eingebettet in den historischen Kontext spielen auch alle Personen eine Rolle, die – bewusst oder unbewusst – in Zusammenhang mit dem Modehaus stehen. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle, dass die Autorin eine tolle Recherchearbeit geleistet hat und der Leser sehr viel über das Leben in Spanien während der 30er Jahre erfährt. Ich muss zugeben, dass ich von diesem Roman mehr erwartet habe. Der Schreibstil ist sehr klar und sachlich. Leider muss ich aber sagen, dass dadurch bei mir keine großen Emotionen entstehen konnten. Nicht nur die Charaktere ändern häufig, sondern auch die Zeiten. Durch diesen häufigen Wechsel bleiben die Charaktere sehr blass und oberflächlich. Leider habe ich von Anfang an nicht wirklich in die Geschichte reinfinden können. Vielleicht bin ich aber auch mit falschen Vorstellungen an das Buch herangegangen. Fazit: Ein tolles Thema, gut recherchiert, aber leider konnte dieses Buch mich nicht zu 100% überzeugen.

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Es fällt mir nicht ganz leicht zu diesem Roman eine Rezension zu schreiben bzw. weiß ich nicht wirklich, wo ich eigentlich anfangen soll ;) Vom Klappentext her ist schon Einiges gesagt und doch ist diese Geschichte sehr dicht und komplex. Das beginnt mit der Menge an Figuren und endet mit dem starken politischen Einschlag, vorallem im letzten Drittel. Obwohl ich dachte, dass die Eigentümerfamilie des Modehauses Santa Eulalia im Vordergrund steht, ist es eher die junge und lebenslustige Laia, die in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt und ebenfalls in Santa Eulalia zu arbeiten beginnt. Doch im Gegenteil zu ihrer Mutter, die als Näherin arbeitet und der Abteilung vorsteht, fehlt es Laia an Ehrgeiz. Viel lieber lebt sie von Wochenende zu Wochenende und träumt von jungen Männern. Bis sie den charismatischen Férran begegnet, der sich allerdings mit der Tochter des Hauses verlobt. Als ihre Mutter überraschend stirbt und sie Geld zum Überleben benötigt, steht sie vor einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie arbeitet sich hoch und wird für das Modehaus unverzichtbar.... Laia ist eine sehr starke Frau. Sie war mir nicht wirklich sympathisch, aber was ihr im Laufe der Geschichte alles passiert und wie grausam das Leben sein kann, erfährt sie aus erster Hand. Die anfängliche Freundschaft mit Roser Molins, der Tochter des Besitzers des Modehauses zerbricht, als beide Frauen denselben Mann verfallen. Dieser hat weitreichende Zukunftspläne, doch sein unsteter Charakter und jede Menge Frauengeschichten, kommen ihm immer wieder in die Quere. Als Leser wirft man einen Blick hinter die Kulissen des Modeshauses und bekommt Einblicke in die damalige Zeit. Die erste Modeschau in Spanien oder der Entwurf einer Kollektion bringen interessante Kenntisse in die Haute Couture. Gerade in den 1920iger wandelt sich die Damenmode frappant. In der Geschichte tummeln sich viele Figuren, die fast alle in einer Beziehung zum Modehaus stehen: die Eigentümerfamilie Molins, die Angestellten und diverse Freunde und Bekannte. Man begleitet einige Charaktere auf einen kurzen Teil ihres Lebensweges, manche für längere Zeit. Leider konnte ich zu keinen der Figuren eine Beziehung aufbauen bzw. blieben diese etwas distanziert. Obwohl mir Laia nicht wirklich sympathisch war, war sie die Einzige, deren Schicksal mich mitgenommen hat und die sehr lebendig beschrieben wurde. Es gibt auch viele ruckartige Zeitsprünge mitten im Kapitel oder auf einer Seite, was den Lesefluss etwas erschwerte. So fand ich besonders den Mittelteil ziemlich zäh und kam nicht gut voran. Durch die politischen Unruhen und den Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges stieg die Spannung, denn auch das Traditionshaus, dessen Familie und Mitarbeiter werden von den ereignisreichen Entwicklungen im Baskenland nicht verschont. Wir begleiten viele einzelne Schicksale und doch ist es wieder Laia's, das am meisten berührt. Das melodramatische letzte Drittel belohnt den Leser für sein Durchhaltevermögen an der Geschichte... Schreibstil: Zu Beginn stehen über den einzelnen Kapiteln noch Monat und Jahreszahl, die später nicht mehr aufscheinen. So verliert man durch die ruckartigen Zeitsprünge mitten in der Geschichte leicht den Überblick. Jedoch ist es der Autorin sehr gut gelungen die historisch belegten Ereignisse mit ihrer fiktiven und melodramtischen Geschichte zu vereinen. Obwohl es manchmal schwer fällt weiterzulesen, zahlt es sich letztendlich aus. Fazit: Ein Roman, bei dem man dranbleiben sollte. In der Mitte etwas zäh und mit vielen Figuren, entwickelt er sich zum Ende hin positiv. Die politischen Ereignisse rund um den Spanischen Bürgerkrieg sind perfekt mit der fiktiven Geschichte verwoben.

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Der Roman beginnt leider recht zäh und ich musste mich zu Beginn regelrecht durchbeißen, manchmal hätte ich das Buch am liebsten zur Seite gelegt. Die Charaktere wirken zunächst unnahbar und man fühlt sich wie ein unbeteiligter Zuschauer, der nur zufällig das Geschehen beobachtet. Erst im letzten Drittel als die Spannung langsam in einem Höhepunkt gipfelt konnte ich mich in die Figuren hineinversetzen und mit ihnen erleben. Im Verlauf der Geschichte begegnet man vielen verschiedenen Schichten der Gesellschaft und deren Leben wird gut beleuchtet. Auch war es für mich sehr interessant einmal hinter die Kulissen eines so beeindruckendes Modehauses blicken zu können. Die einzelnen Abläufe, der Alltag der Angestellten und vieles mehr, werden ausführlich geschildert und liefern einen tollen Einblick in die damalige Zeit. Ich konnte die vielen wertvollen Stoffe sowie die erlesenen Schmuckstücke genau vor mir sehen und wäre am liebsten selbst einmal Kundin in einem solchen Modehaus gewesen. Laia ist für mich keine ganz einfache Hauptfigur. Sie wirkt gerade zu Beginn unnahbar und hat ihre Gefühle tief in sich vergraben. Ihr Leben ist alles andere als leicht und kaum hat sie einen Schicksalsschlag überwunden, so ereilt sie der nächste. Bis zur ersten Hälfte des Buches hat die Autorin leider einige Zeitsprünge eingebaut, die es mir teilweise stark erschwert haben dem Geschehen folgen zu können. Man fühlte sich hin und her gerissen und das hat meinen Lesefluss leider mehrfach gestört. Insgesamt lässt sich jedoch sagen, dass das Buch sich lohnt auch wenn die ersten Kapitel recht langatmig zu lesen sind.

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