Leserstimmen zu
Die Feuer von Anasoma

Mitchell Hogan

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Nach dem Mord an seinen Eltern wird der gerade einmal zehn Jahre alte Caldan in einem Kloster aufgenommen. Hier wird sein magisches Potenzial erkannt und Caldan wird in der Arkanen Magie ausgebildet. Nach einem Zwischenfall wird er, Jahre später, aus dem Kloster geworfen. Auf sich allein gestellt, versucht der junge Magier, in der Zauberergilde der Hafenstadt Anasoma aufgenommen zu werden. Hier hat Caldan noch viel zu lernen – unter anderem muss er hinterfragen, ob seine Vorstellung von Gut und Böse tatsächlich stimmig ist … Das ist nur einer, wenngleich der wichtigste, der Handlungsstränge in dem breit angelegten Fantasy-Epos “Die Feuer von Anasoma”. Abwechselnd aus mehreren Perspektiven erzählt, entführt Mitchell Hogan in eine fantasievolle magische Welt, die sich in einigen Aspekten wohltuend von der anderer Fantasy-Geschichten unterscheidet. Besonders das Magie-System ist interessant gestaltet: So wird nur “gute”, schützende Magie gelehrt, die sich mithilfe unterschiedlicher Materialien manifestiert. Man glaubt, dass das Wissen um zerstörerische und gefährliche magische Künste vor Hunderten von Jahren verloren gegangen sei. Allerdings gibt es Zauberer, die es besser wissen. Dass dieses Wissen jedoch nicht geteilt wird, kommt die Stadt Anasoma teuer zu stehen, als sie von unvorstellbar mächtigen Feinden angegriffen wird. Die Hafenstadt ist ein Highlight des Romans: Liebevoll und detailreich beschrieben, ein Ort an dem sich zahlreiche Abenteuer erleben lassen. Mitchell Hogan lässt sich Zeit, um seine Figuren und ihre Handlungsorte einzuführen. Es gibt so viele Handlungsstränge, dass dem Leser schon recht früh, des immerhin 720 Seiten starken Bandes, klar wird, dass “Die Feuer von Anasoma” keineswegs in sich abgeschlossen sein kann. Der Roman ist der Auftakt einer epischen Fantasy-Saga, in der wir zunächst vor allem Caldan kennenlernen. Dem anfangs naiven Burschen aus dem behüteten Kloster widerfahren in der pulsierenden und ziemlich derben Stadt so einige Widrigkeiten, und sein Weg, um sein wahres magisches Potenzial zu erkennen, ist steinig. Auch verlieben darf er sich in diesem ersten Band – aber wohin das führt, ist bisher noch unklar. Er ist ein durchaus sympathischer Hauptcharakter, über den man zumindest im Laufe der Handlung deutlich mehr erfährt als beispielsweise über den mysteriösen Aidan, der ebenfalls einige Kapitel des Romans füllt. Eine direkte Verbindung zwischen diesen beiden Geschichten wird in “Die Feuer von Anasoma” jedoch noch nicht hergestellt. So bleiben viele Fragen offen und noch viele Geheimnisse ungelöst. Es tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch: “Die Feuer von Anasoma” ist in einem sehr angenehmen, flüssigen und unterhaltsamen Stil geschrieben. Ein wenig fühlt man sich an Robin Hobb erinnert, die es ebenfalls geschafft hat, Fantasy-Romane ohne Elfen, Zwerge, Drachen und sonstige Wesen zu kreieren und den Fokus stattdessen auf spannende Charaktere und interessante magische Welten legte. Mein Fazit: Die eine oder andere blutige Szene müssen empfindliche Naturen überstehen. Wem das nichts ausmacht, der findet in “Die Feuer von Anasoma” von Mitchell Hogan den erfrischenden Auftakt zu einer Fantasy-Serie, die sich als epische Geschichte mit interessanten Charakteren präsentiert. Der Roman macht Lust auf mehr, verrät gerade genug um neugierig zu machen und gerade so wenig, dass Geheimnis und Mysteriöses als wesentlicher Bestandteil der Handlung gelten dürfen. Eine klare Leseempfehlung für Fans von ausgeklügelten magischen Konzepten.

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Meine Meinung: Die Feuer von Anasoma ist der erster Teil einer Reihe von Mitchel Hogan. Als ich das Buch als Rezenssinsexemplar angefragen habe, war mir das allerdings noch nicht bewusst. Doch während dem Lesen merkt man doch schnell das diese Geschichte kaum in ein Buch untergebracht werden konnte, weil sich der Autor viel Zeit für den Aufbau liess. Und genau das fand ich toll. Für mich muss eine gute Fantasy Geschichte mit einer fiktiven Welt viel "Worldbuilding" beinhalten. Mitchell Hogan ist es wunderbar gelungen die Athmosphäre eines antiken Zeitalters zu erschaffen. Nachdem unser Protagonist, Caldan, in der Stadt Anasoma angekommen war, gingen der Handlungstrang erstmal etwas langsam voran. Was mich persönlich nicht gestört hat, weil der Schreibstil so flüssig war und ich diese Atmosphären von alten Städten und Welt so sehr mag. Ausserdem war es realistisch, dass sich Caldan erstmal in der neuen Stadt zurechtfinden musst. In dem Buch gibt es immer wieder Kapitel aus den Sichten von 3 weiteren Charakteren. Mir gefiel es, dass diese Chrakter mysteriös waren. Während wir so ziemlich alles über Cadan wussten, mussten wir bei den anderen Charakter über ihre Vergangenheit spekulieren. Gegen Schluss passieren verscheidene Ereignisse, die die Spannung des Buches drastisch erhöhern. Auch erfahren wir viele Dinge über die Zauberwelt, was vielen nur noch komplexer macht. Leider war mir das Ende dann doch zu schnell und ich hätte mir gewünschte mir, dass einige Fragen schon in diesem Buch beantworten werden. Fazit: Die Geschichte des Buches gefällt mir sehr gut. Man merkt, dass der erste Band eher zum Aufbau gedacht ist, denn es gibt erst zum Schluss sehr viel Aktion. Was mich an Caldan zum Teil gestört hat war seine Naivität gegenüber Fremden. Ich wünschte er hätte mehr Sachen hinterfragt oder auf sein schlechtes Gefühl gehört. Mir hat das Buch nichts desto trotz sehr gut gefallen, was mich im Nachhinein erstaut, da ich sonst Bücher lieber mag, in denen viel passiert. Doch bei diesem hier war der Schreibstil und die Atmosphäre so gut. Ich freue mich schon riesig auf Band zwei, wo es dann hoffentlich so richtig losgeht.

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Bei diesen Buch habe ich erst eine Weile überlegen müssen, ob ich es lesen möchte oder nicht. Aber dann dachte ich „Why not?“ und zum Glück, denn mit „Die Feuer von Anasoma gelingt es Hogan einen gelungenen Auftakt hinzulegen. Nach einem anfänglichen Prolog aus der Vergangenheit der mich zugeben erst etwas verwirrte, lernen wir schnell den Protagonisten Caldan kennen. Er ist der typische Fantasy Held und dann auch wieder nicht. Auf der einen Seite ist er überdurchschnittlich begabt, entwickelt große Kräfte, ist intelligent und „gut“ trotzdem hatte ich nicht das Gefühl einen überzeichneten oder zu machtvollen Charakter präsentiert bekommen zu haben. Das liegt zum einem, daran dass man seien Fortschritte genau miterlebt. Steht er vor einem Problem überlegt Caldan hin und her und als Leser ist man direkt dabei wie er überlegt, verwirft und letztendlich zu einer Lösung kommt, oder auch nicht. Da man diese Gedankengänge schlüssig mitliest wirkt Caldan als Figur ausgereifter, da man sehen kann, dass ihm eine Lösung nicht einfach zufällt, sondern dass es intensive gedankliche Auseinandersetzungen und Vorbereitungen bedarf. Eine Prise Zweifel und eine etwas förmliche Steifheit, die ihn in einer „Großstadt“ wie Anasoma seltsame erscheinen lässt taten ihr Übriges, dass ich Caldan schnell ins Herz schloss und ihn als sympathischen und ausgereiften Charakter empfand. Auch die Nebencharaktere fand ich sehr interessant, auch wenn sich zunächst nicht immer abzeichnete weshalb sie in die Geschichte eingeführt wurde. Einige kommen vielleicht etwas zu kurz, aber die Entwicklungen in der Handlung lassen stark vermuten, dass wir in den Folgebände noch mehr erfahren werden, weshalb ich das nach Beenden des Buches nicht als störend empfand. Insgesamt gestaltet sich die Handlung spannend und folgt einem guten Tempo. Besonders zum Ende hin wird es dann sehr spannend und das Tempo nimmt deutlich zu. Der Stil der Geschichte erinnerte mich an Trudi Canavan zu ihren besten Zeiten. Obwohl es einen männlichen Protagonisten gibt hatte ich ein ähnliches Gefühl wie beim lesen von „Die Gilde der schwarzen Magier“ Das meine ich auf eine gute Weise. Das Buch wirkt nicht wie eine Kopie, sondern vermittelt einfach ein ähnliches Lesegefühl. Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen, dass ich schon sehr gespannt auf den 2. Band bin =) Fazit Die Geschichte des jungen Magiers Caldan konnte mich auf ganze Linie überzeugen und macht mich sehr neugierig auf den Folgeband. Ich empfehle das Buch vor allem für Fans von Trudi Canavan und ihrer Trilogie „Die Gilde der schwarzen Magier“ (Und ich bin normalerweise sehr vorsichtig bei solchen Vergleichen ;) )

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Caldans Eltern sind früh gestorben, ermordet von den Schergen des Kaisers, so muss der zehnjährige versuchen alleine zu überleben. In einem Kloster findet er Unterschlupf und wird dort in Magie unterrichtet. Jedoch nicht lange, bis er wieder völlig allein dasteht. Für ihn hat das Abenteuer gerade erst begonnen.. Es dauert erstmal relativ lange, bis überhaupt etwas passiert. Allerdings ist das ja bei einem Auftakt immer so, den Anfang nimmt immer die Erklärung des Weltenbaus ein und die Einführung der Charaktere. Daher ist das weniger ein Minuspunkt, es gehört einfach dazu und bei High Fantasy dauert das eben ein bisschen länger. Die Geschichte klingt vollgepackt mit allerlei Klischees, aber man darf sich hier nicht täuschen lassen. Der Autor weiß dies genau zu umgehen. Das besondere an der Geschichte, sind die Nebencharaktere und deren Storys. Caldan hat leider das Problem, dass er vieles zu schnell ohne Mühe erlernt. So ist er zB bei manchen Dingen besser als seine Lehrer. Da ist die Gefahr immer groß, schnell langweilig zu werden. Für mich, hat es der Autor noch gerade so geschafft, Caldan dennoch sympathisch erscheinen zu lassen. Den Schreibstil des Autors kann ich nur als sehr bildlich beschreiben. Gerne und reichlich wird hier ausgeschmückt. Die Geschichte wird auch aus mehreren Sichtweisen erzählt, so dass eigentlich kaum Langeweile entstehen kann. Den Hauptpart übernimmt zwar Caldan, allerdings sind hier die Nebenfiguren mindestens genauso interessant. Für ein Debüt ist "Feuer von Anasoma" mehr als gelungen und ich werde mir den nächsten Band sicherlich zulegen.

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Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch das wunderschöne Cover. Der Mann auf dem Berg verkörpert perfekt den Inhalt der Geschichte, dass man einen weiten und beschwerlichen Weg auf sich nehmen muss um sein Ziel zu erreichen, und wirkt auf mich sehr harmonisch. Als Leser wird man direkt in die Welt hinein geworfen und erfährt nach und nach mehr über die Menschen und auch die Magie. Hauptfigur ist Caldan, ein junger Mann der in einem Kloster aufgewachsen ist und von die restliche Welt nur durch Erzählungen und Bücher kennt. Caldan ist in meinen Augen ein sehr authentischer Charakter, der mal aufbrausend und harsch sein kann, dann aber auch wieder selbstverliebt und stolz oder sogar einmal eingeschüchtert und verängstigt. Neben dem Kloster spielt die Stadt Anasoma eine zentrale Rolle und man lernt die einzelnen Teile dieser Stadt Stück für Stück näher kennen. Anasoma hat seine guten, aber auch seine gefährlichen Viertel, aber am meisten interessiert hat mich die Gilde der Zauberer. Hier taucht man mehr und mehr in die Welt der Magier ein und lernt die unterschiedlichen Begabungen und Hintergründe näher kennen. Ähnlich wie bei Harry Potter gibt es auch in dieser Welt ein besonderes Spiel, das wirklich alle mögen, nur ist es nicht Quidditch, sondern Dominion. Das Spiel fasziniert mich total, die komplexen Regeln, der Aufbau und die notwendige Strategie um einen Sieg davon tragen zu können, gefallen mir wirklich sehr. Gegen Ende wird das Tempo der Geschichte sehr rasant und die Ereignisse überschlagen sich geradezu. Einige Ereignisse wirkten auf mich dadurch leider etwas überstürzt und ich nicht gänzlich durchdacht. Auch bleiben einige Fragen offen, die hoffentlich in weiteren Bänden geklärt werden. Insgesamt soll "Die Feuer von Anasoma" der Auftakt einer Trilogie sein, daher bleibt zu hoffen, dass die weiteren Bände ebenfalls ins Deutsche übersetzt werden.

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* Handlung: Als Caldan ein kleiner Junge war, kamen seine Eltern bei einem Feuer ums Leben, woraufhin er in einem Kloster als Münder aufgenommen, großgezogen und unterrichtet wird. Nach einem tragischen Zwischenfall mit einem anderen Schüler muss er das Kloster jedoch verlassen und macht sich auf den Weg in die Stadt Anasoma, um dort der Gilde der Zauberer beizutreten. Dort hofft er mehr über den Tod seiner Eltern und die beiden magischen Kleinodien, welche sie ihm hinterlassen haben herauszufinden. Doch schon kurz nach seiner Ankunft in der Stadt, sind ihm finstere Mächte dicht auf den Fersen. Über den Autor : Mitchell Hogan lebt mit seiner Familie in Australien. Seine Leidenschaft zur Fantasyliteratur begann mit seinem elften Lebensjahr, als er durch seine Mutter mit den Werk J. R. R. Tolkiens bekannt gemacht wurde. Die Feuer von Anasoma ist sein Debütroman und würde mit dem Aurealis Award ausgezeichnet. Meine Meinung: Mitchell Hogan ist es mit die Feuer von Anasoma gelungen einen klassischen Highfantasy Roman zu kreieren, welcher bewährte Motive des Genres aufgreift, zeitgleich jedoch keineswegs abgedroschen wirkt. Besonders die Darstellung der Magie war hier sehr interessant und gelungen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichtweisen in dritter Person geschildert, wobei das Hauptaugenmerk auf Caldan liegt. Caldan ist ein sympathischer, jedoch bisher nicht besonders facettenreicher Charakter, für den man durchaus Sympathie entwickeln kann. Die anderen Charaktere, vor allem Miranda und Aidan sind um einiges vielfältiger gestaltet und lassen noch auf den ein oder anderen spannenden Moment hoffen. Die Handlung baut sich sehr gut auf und wirkt von Anfang an klar durchdacht. Vor allem das letzte viertel des Buches war richtig spannend. Einige der Nebenhandlungen blieben bis zum Ende etwas mysteriös und werden hoffentlich im nächsten Band gut eingebunden. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und wirkt stets flüssig. Fazit: die Feuer von Anasoma ist meiner Meinung nach ein MUST READ für jeden Fan klassischer Fantasy! Ich gebe 5 von 5 ⭐ Titel: die Feuer von Anasoma Autor: Mitchell Hogan Verlag: Heyne ISBN: 978-3-453-31813-7 Preis: 14,99 € Softcover Ausgabe

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Caldans Eltern starben unter grausamen und mysteriösen Umständen. Aufgrund seines Talentes und seines aufgeweckten Charakters wird er in einem Kloster aufgenommen. Im Kloster werden die Grundlagen der Arkanen Magie gelehrt und schnell wird klar, dass Caldan großes Potenzial hat. Zwischen den Schülern des Klosters herrscht ein starker Konkurrenzkampf. Caladan lässt sich zu einer Prügelei provozieren, bei dem er einen Mitschüler schwer verletzt und als Konsequenz dessen, wird Caldan aus dem Kloster hinausgeworfen. Fort an muss er sich mit nur wenigen Münzen selbst und vollkommen allein durch das Leben schlagen. Für Caldan beginnt ein langer Weg, der voller magischeren Geheimnisse ist. Wie es so oft bei mir der Fall ist, bin ich zunächst durch das wunderschöne Cover auf den Roman aufmerksam geworden. Für mich wirkt das Cover einfach absolut harmonisch. Wie es aber leider so oft der Fall ist, greift das Cover jedoch nicht unbedingt die Story des Romans auf. Der Fokus des Romans liegt vor allem auf Caldan und seinen Werdegang und wie er sich nach und nach entwickelt. Trotz der Tatsache, dass er eher unter schlechten Bedingungen aufwächst entwickeln sich seine magischen Talente prächtig. So erfühlt Caldan vor allem zu Beginn die typischen Klischees eines Helden und ich befürchtete schon, dass er weiterhin recht klischeehaft wird. Im Laufe des Romans gewinnt er jedoch deutlich an Ecken und Kanten dazu, sodass er doch nicht unbedingt dem Bild eines strahlenden Helden entspricht. So verdeutlicht die Prügelei zwischen Caldan und seinen Mitschülern perfekt, wie aufbrausend und leicht zu provozieren er ist. Auch wirkt er des Öfteren absolut selbstverliebt und dann aber auch wieder total verunsichert. All diese Faktoren runden seine Figur zu einem authentischen Charakter ab. Die Magierwelt fand ich durchaus interessant. Mithilfe von verschiedenen Materialien können Begabte unterschiedliche Magie wirken und nicht jedes Material ist für jede Art von Zauber unbedingt geeignet. Ich hatte aber leider al zu oft das Gefühl, dass ich die magische Welt nicht richtig greifen konnte, da man nur sehr spärlich Informationen erhalten hat und mir diese auch oft einfach zu wenig waren. Viele Fragen, die schon zu Anfang aufkamen stehen auch nach der letzten Seite immer noch unbeantwortet im Raum. Da es sich bei diesem Roman um eine Trilogie handelt, kann ich durchaus verstehen, dass nicht alle Fragen sofort beantwortet werden können aber ein oder zwei zentrale Antworten hätte ich dann schon noch gerne, sodass ich das Magiersystem noch besser verstehen kann. Das Setting der Geschichte konnte mich hingegen wieder begeistern. Ich finde es einfach grandios, wie der Autor vor allem die verruchten Viertel und die zwielichtigen Spiele beschreibt. Er schafft es einfach eine absolut authentische und mitreißende Atmosphäre zu erschaffen. Vor allem zum Ende hin nimmt der Roman deutlich an Fahrt auf. Die rasanten Situationen sind mit jedoch stellenweise einfach zu wenig ausgearbeitet und viele Entscheidungen oder Situationen wirken auf mich etwas überstürzt. Insgesamt besitzt „Die Feuer von Anasoma" großes Potenzial. Nach kleinen Startschwierigkeiten konnte ich mich mit dem Protagonisten super anfreunden, da er, wie ich zunächst erwartet habe, nicht dem gängigen Klischee eines glänzenden Helden entspricht. Caldan hat Ecken und Kanten, die mal mehr oder weniger sympathisch wirken. Ich hoffe, dass der Autor im zweiten Band deutlich mehr auf die magischen Aspekte eingeht, da sie mit im ersten Band leider noch nicht gut genug ausgearbeitet sind.

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Irgendwie hatte ich meine Probleme mit diesem Buch, denn es ist so völlig unscheinbar: Ich konnte mir den Titel nicht wirklich richtig merken, denn dem Fußball sei Dank hieß es für mich immer Asamoa. Auch den Autoren konnte ich mir nicht merken, da ich nie wusste, was nun der Vor- und was der Nachname sein soll. Ich hatte auch immer vergessen, ob ich es schon katalogisiert hatte, oder nicht. Letztlich landete es deswegen doppelt auf dem SUB: einmal unter „H“ und einmal unter „M“. Ich vermute diese Wirrungen liegen vor allem an diesem unheimlich schlichten und nichtssagenden Cover, dessen Farbgebung so unscheinbar und neblig ist. Dabei hat mich der Klappentext dazu bewogen, dieses Buch lesen zu wollen, denn ich bin immer schon Feuer und Flamme, wenn ich die Wörter „Magie“ und „unterrichten“ im Zusammenhang höre. Trotz aller Unscheinbarkeit hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Im Zentrum der Geschichte steht Caldan, aus dessen Sicht erzählt wird. Zwischendrin erhalten noch zwei andere Figuren eine Perspektive: Amerdan, ein Kaufmann aus Anasoma der auf jeden Fall anders ist als die anderen Menschen und Magier und Aidan, der „zweite Mann“ einer Gemeinschaft von Söldnern, die von den Protektoren beauftragt wurden „böse“ Magier außerhalb von Anasoma zu jagen. Diese beiden Perspektiven zeigen deutlich, dass das was Caldan lernt nicht das Ende des Spektrums ist und dass es noch mehr und mächtigere Magie geben muss. In der Haupthandlung kann der Leser Caldans Weg nachverfolgen: Zunächst isz er Schüler und Mündel des Klosters auf der Insel Eremita und wird dort u.a. in Magie und Schwertkampf unterwiesen. Er verlässt die Insel dann auf einem Schiff und landet schließlich in Anasoma, wo er Arbeit und Unterkunft sucht und letztlich beides in der Gilde der Zauberer findet. All diese Schritte werden nicht abgekürzt, sondern „ausgespielt“. Betrachtet man das unter dem Aspekt, dass es sich hierbei um einen Trilogieauftakt handelt, ist dieses langsame und kleinschrittige Einführen und Entwickeln der Hauptfigur sinnvoll und so hat mich Caldan sehr an Kvothe aus den Könismörder-Chroniken erinnert. Allerdings ist dem Buch nicht zu entnehmen, dass es am Ende nicht abgeschlossen ist, sondern die Handlung danach sehr wohl fortgesetzt werden sollte. Mir hat die Entwicklung Caldans und auch der Geschichte sehr gut gefallen, denn ich mag langsamen und atmosphärischen Geschichtsaufbau. Es war vor allem nicht langweilig, denn im Verlauf der Geschichte gab es immer wieder spannende Episoden aus Caldans leben. Vor allem aber die Szenen, in dem es um das magische Wirken oder um den Unterricht geht, haben mir besonders gefallen. Der Schreibstil des Autors hat mir auch gut gefallen und die Charaktere und Charakterentwicklungen auch, so dass mir das Lesen viel Freude bereitet hat. Ich war allerdings arg irritiert, als die Geschichte auf einmal für das Finale einen heftigen Bruch erfuhr. Vorher stand lediglich Caldan und seine Ausbildung im Mittelpunkt und von anderen Machenschaften erfuhr man nur durch die anderen Perspektiven, die ich allerdings absolut noch nicht einordnen kann. Dann ist vom einen Moment auf den anderen Caldans Welt völlig auf den Kopf gestellt und zwar als um Anasoma ein Feuerkranz entzündet wurde. (Der Titel des Buches passt demnach nur zu ca. 150 Seiten des Buches… ) Es entspann sich ein spannendes und actionreiches Finale, das aufgrund des Tempos nicht zum Hauptteil passen mag. Ganz zum Schluss und im Epilog werden dann Zusammenhänge angedeutet, die ich noch nicht verstanden habe, die dann aber in den Nachfolgern von entscheidender Wichtigkeit sein werden. Doch auch Caldans Familie scheint ein Geheimnis zu verbergen, das Caldan ergründen möchte. Es ist außerdem sehr deutlich, dass Caldan nicht so ist, wie die anderen Menschen und Magier in Anasoma. Doch da Caldan als Weise aufgewachsen ist, ist ihm das nicht bewusst und entdeckt dies nach und nach. Vorn im Buch sind zwei Karten abgebildet: eine vom mahrusischen Reich und Umgebung und eine von Anasoma und ihren Stadtteilen. Beide sind zwar nett anzusehen, aber für die Handlung (noch) nicht wichtig. Fazit: Die Feuer von Anasoma ist als Auftaktband der Trilogie sehr gut gelungen. Die Handlung um Caldan baut sich langsam auf und der Leser begleitet ihn auf mehreren Stationen seines Lebens und kann ihn dabei gut kennen lernen. Die Handlung ist daher zwar langsam, aber aufgrund von vielen spannenden Szenen und viel Atmosphäre keinesfalls langweilig. Für das Finale gibt es allerdings einen krassen Schnitt in der Handlung, der sich absolut nicht angedeutet hat, der aber deutlich macht, dass die Geschichte um Caldan hier noch nicht beendet sein kann. Denn erst im Finale werden Zusammenhänge und Bedrohungen deutlich, die in den zukünftigen Teilen eine entscheidende Rolle spielen werden. Trotz der Unscheinbarkeit des Buches bzw. des Covers ist Die Feuer von Anasoma ein tolles Fantasy-Buch rund um Caldan und die Magie, mit dem ich viele schöne Lesestunden verbringen durfte. Ich hoffe daher, dass die weiteren Teile auch auf Deutsch erscheinen werden und außerdem, dass – auch wenn ich das Cover bemängelt habe – der Verlag nicht den optischen Stil für das nächste Buch völlig ändert.

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