Leserstimmen zu
Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte

Anna Pfeffer

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Ein Buch mit einem tollen Schreibstil und einer wunderbaren humorvollen Story. Auch gibt es tolle Dinge mit den Protagonisten zu erleben in die man sich super hineinverstezen kann. Das Buch ist flüssig zu lesen und macht einfach Spaß, da es viele Szenen zum Lachen gibt aber auch ernste Themen gut verpackt sind. Perfekt für zwischendurch zum abschalten.

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Heute möchte ich Euch ein Buch vorstellen dessen Inhalt mich sehr bewegt denn es geht um das Thema Mobbing. Klappentext: Flo hat viele schlagfertige Antworten parat, doch leider immer erst, wenn es zu spät ist. Ob in der Schule oder im Streit mit Moritz von nebenan: Im entscheidenden Moment fehlen ihr die Worte. Zum Glück sind ihre BFFs, Anouk und Julia, da ganz anders. Julia liebt das Drama und Anouk lieben alle. Anscheinend auch Ben, Flos Schwarm, denn Anouk hat ihn geküsst! Auf einer Kummerkastenwebsite schreibt Flo sich ihren Ärger von der Seele. Eine gepfefferte Mail über Verräter-Anouk, Moritz und die doofe Deutschlehrerin. Natürlich wird sie das nie abschicken. Doch ein falscher Klick – und die Mail ist raus. Plötzlich steht sie im Netz und ein Shitstorm bricht los. Der einzige Lichtblick ist, dass Ben Flo auf einmal beachtet … Mein Fazit In diesem Buch geht es um das Thema Mobbing das wie ich finde erst in den letzten Jahres sehr akut wurde. In diesem Fall betrifft es Flo die durch einen Falschen klick mit der Maus zur Aussenseiterin mutiert und fertig gemacht wird. Da sie schüchtern ist und ihr im richtigen Moment nie die richtigen Worte einfallen ist es ein gefundenes fressen für Mitschüler. Da ich selber Mutter von drei Kindern bin die Gott sei dank wortgewandt und schlagfertig genug sind das sie nie zu solchen Opfern wurden hat mich dieses Thema oft beschäftigt. Denn ich bekam mit wie ein Kind den Suizid wählte um ihren Mobbingopfern zu entkommen. Das Buch selber ist ein Beweis dafür wie schnell es geht das man zum Aussenseiter mutiert. Zu meiner Schulzeit gab es diese nicht wir hatten eine tolle Klassengemeinschaft und dort wurde niemand ausgegrenzt, als meine kinder allerdings in den Kindergarten kamen gab es dort schon die ersten Mobbingopfer die schüchtern und still waren und das anderen Kindern aufstiess. Meine Kinder hab ich stets so erzogen das sie sich deren annahmen und sie mit integrierten und so haben sie oft geholfen solchen Attacken Einhalt zu bieten worauf ich sehr stolz bin das meine kinder so sozial eingestellt sind. Das Buch ist super geschrieben und macht deutlich das man nicht vorurteilen soll und wie schnell es geht das man ausgegrenzt wird. Es ist lebendig geschrieben und man kann sich in --Flos Situation gut hineinfühlen. Mobbing sollte kein Thmea sein wo man wegguckt das Buch empfehle ich sehr gerne weiter weil es auch mir die Augen geöffnet hat das man nicht jeden mögen muss aber ihn deswegen nicht ausgrenzen oder mobben muss. Ich vergebe hierfür 5 von 5 möglichen Sterne

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Dieses Büchlein habe ich noch auf der Leipziger Buchmesse erworben und meine Tochter hat es mit großer Begeisterung gelesen. Seit dem legt sie mir das immer aufs Nachtkästchen und nun endlich habe ich es gelesen. Da ich von Anna Pfeffer (alias Rose Snow oder besser gesagt Ulli und Carmen) ja schon einige Bücher kenne war ich sehr neugierig auf diesen Titel. Coverbild Natürlich geht es nicht um eine echte Maus, die verrutscht. Aber das kleine putzige Tierchen auf dem Cover weckt mein Tierliebe. Es erscheint nicht in dem für Anna Pfeffer typischen „überladenen“ Wimmelbild wie die anderen Werken. Es ist wesentlich schlichter, die Schrift über das gesamte Bild verteilt und schließt mit der Maus ab. Das Cover gefällt mir sehr gut. Handlung Die sehr unselbstsichere und schüchterne Flo leidet an der Flolitis. Immer wenn sie etwas vortragen muss, oder in Disputen schlagfertig sein sollte, läuft sie nur knallrot an und es verschlägt ihr die Sprache. Natürlich auch immer dann, wenn es um das Thema Jungs geht. Als sie mitbekommt, dass ihre beste Freundin Anouk anscheinend mit ihrem Schwarm Ben geknutscht haben soll, beginnt sich Flo mit Julia darüber ziemlich aufzuregen. Gemeinsam verfassen sie einen Kummerbrief, in dem sie sich mal richtig über Anouk auslassen. Es war gar nicht geplant, diese Mail abzuschicken, doch aus einem großen Missgeschick wird die Mail veröffentlicht, und plötzlich wenden sich alle ihre Klassenkameraden und Freund gegen Flo. Sie ist dem Haß und dem Spot der Schule ausgesetzt. Buchlayout / Haptik Das mit etwas über 250 Seiten kleinformatige Buch ist in angenehme Kapitellängen aufgeteilt. Jedes Kapitel ziert die gleiche Illustration und die Kapitelnummer. Insgesamt ist es ein einfaches Buch, das Papier aus groben Umweltpapier, ohne weiteren besonderen Merkmalen. Idee / Plot Wie schnell kann es gehen, dass sich Missverständnisse aufbauen, dass man in den Fokus der Mitmenschen gerät und man sich für seine Handlungen, egal ob gewollt oder ungewollt, verantwortlich zeigen muss. Wie schnell können Freundschaften zu Feindschaften werden und wie schnell mobbt man seine Mitmenschen oder wird man zum selber zum Mobbingopfer. Ganz anschaulich haben das Autorinnenduo dieses Thema in dieser Geschichte gepackt. Wann beginnt ein harmloses Lästern zu einem denunzierendem Cybermobbing zu werden? Auch bei uns gab es damals Mobbing, Keilereien, Freundschaften und Feindschaften. Wir kennen das alle, nur das heutige Ausmaß ist uns Eltern vielleicht nicht so bewußt, alleine durch die herabgesenkte Hemmschwelle durch den Filter Internet. Für mich ein ganz wichtiges Buch für die Jugendlichen, die gerade im Zeitalter der modernen Technik mit WhatsApp und Facebook ganz schnell die Grenzen überschreiten. Emotionen / Protagonisten Die Schülerin Flo ist sehr schüchtern, möchte aber zu gerne aus sich herausgehen. Aber das kann sie nicht. Sie himmelt den Schulschwarm Ben an, ist aber nicht fähig ihn anzusprechen. Flo ist etwas älter als meine Tochter, aber ich erinnere mich noch sehr gut an meine eigene Jugend. Und ich kann mich sehr gut in Flo hineinversetzen. Wir kennen das ja auch aus unserer eigenen Vergangenheit. Sie tut mir unheimlich leid, als sie in den Fokus gerät und wünschte, sie würde mehr aus sich heraus können. Sie stellt sich tapfer ihrem Schicksal, denn was anderes bleibt ihr nicht übrig. Anouk ist ebenfalls Opfer der Angriffe, und teilt deswegen auch wieder aus. Im Grunde kann man es irgendwie verstehen, obwohl man als vernünftiger Mensch natürlich weiß, dass das nicht in Ordnung ist. Aber als junger Mensch handelt man doch oft sehr impulsiv. Wohingegen ich Julia absolut nicht verstehen kann. Ihr Verhalten ist sehr grenzwertig, und ich weiß nicht, ob ich an Flos Stelle die Entschuldigung so angenommen hätte. Handlungsaufbau / Spannungsbogen Dieses Buch benötigt keinen überdimensionalen Spannungsbogen. Die Handlung baut sich immer mehr über die Verstrickungen auf. Nach dem Streit mit Anouk und dem Kummerbrief geht für Flo das Leben auf der Schule immer mehr bergab und wird zu einer emotionalen Talfahrt für sie. Trotzdem wird der Leser direkt in den Verlauf eingesogen und leidet auch mit Flo mit. Und wünscht sich, dass Flo aus der Mobbingopferrolle irgendwie hinauskommt. Doch die Schüler, und vor allem Jesse, sind gnadenlos. Doch am Ende klären sich Missverständnisse auf und die Freundinnen bekommen endlich ihre Chance sich auszusprechen. Eine ganz wichtige Message, die dieses Buch transportieren möchte: Redet miteinander! Szenerie / Setting Natürlich muss so eine Geschichte in der Schule spielen da es sich hier um 14, 15 jährige Teenager handelt. Mobbing findet nur im sozialen Umfeld statt, deswegen ist das Setting der Schule exakt der richtige Ort. Die Autorinnen schaffen es aber, uns keinen langweiligen Schulalltag zu präsentieren sondern können uns die Umgebung bildhaft näher bringen. Sprache / Schreibstil Wie von den Autorinnen gewohnt ist der Sprachstil knackig und dem Alter angemessen. Was ich leider nicht ganz nachvollziehen kann sind die wahnsinnig vielen Klammersätze. Meiner Meinung hätten die nicht sein müssen. Ich habe auch meine Tochter gefragt, und ihr ist es ebenfalls aufgefallen. FAZIT Ein sehr interessantes und wichtiges Thema für Teenager in einer eindrücklichen Geschichte dargestellt. Dieses Buch sollte man tatsächlich im Unterricht lesen!

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Flo hasst es vor der Klasse zu sprechen, denn sie verliert immer ihre Worte, von Schlagfertigkeit träumt sie nur und das Einzige was mit Sicherheit funktioniert, ist die Veränderung ihrer Gesichtsfarbe. Gott sei Dank stehen ihre beiden Freundinnen Julia und Anouk parat, aber als Flo erfährt, das Anouk ihren Schwarm geküsst hat, ist sie total enttäuscht. Als dann auch noch Julia sich von Anouk betrogen fühlt, schreiben beide aus Ärger und Quatsch einer Kummerkastenwebseite einen Brief in Anouks Namen, mit dem wissen diese nie abzuschicken. Aber dann passiert es doch, ein falscher Klick und die Katastrophe nimmt ihren Lauf. Bevor Floh reagieren kann, erntet sie einen gewaltigen Shitstorm und steht dann ganz allein da. Wie wird sie damit umgehen? Kann es ein Leben danach geben? Und warum schaut Schwarm Ben sie jetzt an? Was Neues von Anna Pfeffer und was diese beiden Autorinnen schreiben, muss man sich einfach genauer ansehen. Finde ich zumindest. Nun gut, hier handelt es sich um ein Buch für die noch Jüngeren, aber hey, das Thema Mobbing ist wichtiger denn je und ich mag die witzige Art der beiden, so musste ich das einfach lesen. Und soll ich euch was sagen, psssst, es lohnt sich. Flo und ich haben direkt was gemeinsam, ich habe es auch gehasst vor der Klasse zu sprechen, der absolute Horroralbtraum schlecht hin. Heimlich jemanden aus der Schule anhimmeln, konnte ich auch gut, ansprechen, um Gotteswillen. Kurz um, Flo war mir sofort sehr nah und sympathisch und ich war wieder 13. Dazu sollte ich vielleicht sagen, dass ich meine Schulzeit nicht unbedingt gut in Erinnerung habe. Was für eine Katastrophe wäre das noch gewesen, wenn wir da schon Handys gehabt hätten. Darüber möchte ich gar nicht nachdenken und ja, ich bin schon in einem etwas älteren Semester. Aber Flo‘s Schulalltag hat sofort wieder Bilder und Ängste in mir aktiviert und ich muss gestehen, über vieles konnte ich diesmal lachen, weil ich damals genauso war. Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmidt alias Anna Pfeffer haben einfach einen genialen Schreibstil, locker, flockig, witzig und so schön quirlig hauchen sie ihren Geschichten leben ein und es ist immer eine wahre Freude sie zu entdecken. Dabei schaffen sie es hier, einen guten Spagat hinzubekommen, denn zwischen ernstem Thema, doch noch herzlich lachen zu dürfen. Besonders gut hat mir gefallen, wie sie den Weg zum Mobbing hin beschrieben haben, wie schnell so etwas geht, wie unüberlegt man handelt und wie dumm manchmal der Übermut sein kann. Dass aus einer Nichtigkeit eine ganz große Sache werden kann und wie sich aus einer privaten Fehde, ein Albtraum entspinnen kann. Auf einmal ist man auf dem Präsentierteller der ganzen Schule und jeder erlaubt sich ein Urteil. Es zeigt, diese beiden Frauen sind ganz nah am Zeitzeiger und können die Belange und Gefühle von Jugendlichen klasse reflektieren. Natürlich gibt es auch andere Bücher, die dieses Thema behandeln und mit anderem Ende, aber da ist die Leserschaft auch meistens nach etwas Größerem. Ich glaube, das ist hier mein kleines Manko, nein, eigentlich finde ich es gut, das sich aus solch einem Drama nicht immer noch, was Schlimmeres verwandeln muss, sondern man daraus auch gestärkt hervor geht. Aber ich wäre, glaube ich, nicht so schnell im Verzeihmodus. Das ging mir zu hopp la hopp und zu meiner Schulzeit hätte das nicht geklappt, da gab es vielleicht aber auch zu viele Zicken. Freundinnen können sich nämlich so einiges antun, oh Gott bin ich froh, dass dieses Cybermobbing an mir vorbei gegangen ist, mir haben schon die „normalen“ Gehässigkeiten gereicht. Eine wirklich tolle Geschichte über Freundschaft, Missverständnisse, und wie man sie nicht austragen sollte, wie immer mit Witz zum Aufheitern und einer Prise Nachdenklichkeit. Leute redet lieber miteinander und tragt es nicht virtuell aus, ein ganz klares Statement.

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Inhalt: Flo geht in die 8. Klasse eines Gymnasiums und leidet unter "Flolitis" (Definition laut Buch: Sprachlosigkeit, begleitet von Herzrasen, trockenem Mund und rotem Kopf, der einfach nur bescheuert aussieht). Das bedeutet, dass sie viele schlagfertige Antworten im Kopf hat, aber leider immer erst viel zu spät, wenn die peinliche Situation schon längst vorüber ist. Zum Glück sind ihre besten Freundinnen Julia und Anouk da ganz anders. Julia steht gerne im Mittelpunkt und ist eine absolute Drama-Queen. Anouk hingegen ist hübsch, schlau und unglaublich beliebt. Doch dann passiert etwas Unglaubliches: Anouk hat Ben geküsst, den Flo doch schon so lange anhimmelt! Flo ist entsetzt und schreibt sich ihren Frust auf einer Kummerkastenwebseite von der Seele. Nachdem sie sich ausführlich über die Verräterin Anouk, die doofe Deutschlehrerin und andere Ärgernisse ausgelassen hat, fühlt sie sich befreit. Natürlich will sie die Mail auf keinen Fall abschicken. Doch wie das so ist im Leben: Sie macht einen falschen Klick und die Mail ist raus. Natürlich wird sie relativ schnell entdeckt und auf Flo kommt einiges zu. Plötzlich will niemand mehr etwas mit ihr zu tun haben, bis auf Ben. Denn dieser beginnt plötzlich, sich für Flo zu interessieren ... Unsere Meinung: Aber nicht nur das Cover, sondern auch der Schreibstil haben mich oft lächeln oder laut auflachen lassen. Vor allem mein 11-jähriger Sohn, der gerade die 5. Klasse eines Gymnasiums besucht, war unheimlich glücklich, endlich ein Buch gefunden zu haben, das in "seiner Sprache" geschrieben ist. Er hing mir förmlich an den Lippen und hat die Geschichte gebannt verfolgt, auch wenn Liebe, Eifersucht und erste Küsse gerade eigentlich nicht so sein Thema sind. Wie gesagt, der Schreibstil ist locker-flockig und leicht zu lesen. Er katapultierte mich sofort wieder in meine eigene Schulzeit zurück und ich fühlte mich direkt wieder wohl in den Zeiten der ersten Lieben, Eifersüchteleien und Probleme von Teenagern. Die Charaktere sind alle genial dargestellt und sehr vielfältig. Egal, ob es die gehasste Deutschlehrerin ist, deren Klamottengeschmack einfach unterirdisch ist, der Mathelehrer, in den alle verliebt sind, anstrengende Eltern, unbeliebte Klassenkameraden, die einem auf die Nerven gehen, wenn man sie nur sieht, all das kennt man ja nun wirklich von früher. Und es macht Spaß, noch einmal dort zu sein. Ich denke auch, dass jeder von uns einmal einen Anfall von Flolitis hatte und daher konnte ich mit Flo wunderbar mitleiden. Ich habe sie sowieso sofort in mein Herz geschlossen und hätte sie gerne des Öfteren einfach in die Arme genommen und getröstet. Auch ihre Gespräche mit Mr. Minion, ihrem Goldfisch, waren einfach großartig. Der Verlauf des Buches ist super und konnte mich gegen Ende nochmal richtig überraschen. Auch die Gedankenanstöße, die in diesem Buch vermittelt werden, haben mir sehr gut gefallen. Denn oft ist nun wirklich nicht alles, wie es so scheint. Und manche Dinge erscheinen auch bei Weitem nicht mehr so tragisch, wenn man mal darüber gesprochen hat. Meine Söhne und ich hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß mit Flo und haben jede gelesene Seite genossen. Es ist ein sehr lustiges Buch, das aber auch wirklich ernste Themen wie Mobbing, Probleme, die mit den sozialen Netzwerken einhergehen, und Freundschaft beinhaltet. Dies ist für meine Begriffe sehr verständlich und kindgerecht geschehen. Ich als erwachsene Leserin habe mich aber keine Sekunde gelangweilt. Ganz im Gegenteil: Ich war gerne mal wieder für kurze Zeit zurück in der Schule, mit allem, was dazu gehört :-) Unser Fazit: Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Mobbing und das Heranwachsen. Ich habe sie sehr gerne gelesen und möchte sie uneingeschränkt weiterempfehlen. Wer gerne einmal wieder an seine Schulzeit erinnert werden möchte, oder, besser noch, gerade selbst drin steckt, ist hier absolut richtig.

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Inhalt: Flo geht in die 8. Klasse eines Gymnasiums und leidet unter "Flolitis" (Definition laut Buch: Sprachlosigkeit, begleitet von Herzrasen, trockenem Mund und rotem Kopf, der einfach nur bescheuert aussieht). Das bedeutet, dass sie viele schlagfertige Antworten im Kopf hat, aber leider immer erst viel zu spät, wenn die peinliche Situation schon längst vorüber ist. Zum Glück sind ihre besten Freundinnen Julia und Anouk da ganz anders. Julia steht gerne im Mittelpunkt und ist eine absolute Drama-Queen. Anouk hingegen ist hübsch, schlau und unglaublich beliebt. Doch dann passiert etwas Unglaubliches: Anouk hat Ben geküsst, den Flo doch schon so lange anhimmelt! Flo ist entsetzt und schreibt sich ihren Frust auf einer Kummerkastenwebseite von der Seele. Nachdem sie sich ausführlich über die Verräterin Anouk, die doofe Deutschlehrerin und andere Ärgernisse ausgelassen hat, fühlt sie sich befreit. Natürlich will sie die Mail auf keinen Fall abschicken. Doch wie das so ist im Leben: Sie macht einen falschen Klick und die Mail ist raus. Natürlich wird sie relativ schnell entdeckt und auf Flo kommt einiges zu. Plötzlich will niemand mehr etwas mit ihr zu tun haben, bis auf Ben. Denn dieser beginnt plötzlich, sich für Flo zu interessieren ... Zuerst zum Cover: Das Cover hat mir sofort gefallen. Ich mag die Schrift, die Farben und die Maus, die sich scheinbar die Augen zuhält. Das alles passt ganz wunderbar zum Inhalt des Buches und zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht. Unsere Meinung: Aber nicht nur das Cover, sondern auch der Schreibstil haben mich oft lächeln oder laut auflachen lassen. Vor allem mein 11-jähriger Sohn, der gerade die 5. Klasse eines Gymnasiums besucht, war unheimlich glücklich, endlich ein Buch gefunden zu haben, das in "seiner Sprache" geschrieben ist. Er hing mir förmlich an den Lippen und hat die Geschichte gebannt verfolgt, auch wenn Liebe, Eifersucht und erste Küsse gerade eigentlich nicht so sein Thema sind. Wie gesagt, der Schreibstil ist locker-flockig und leicht zu lesen. Er katapultierte mich sofort wieder in meine eigene Schulzeit zurück und ich fühlte mich direkt wieder wohl in den Zeiten der ersten Lieben, Eifersüchteleien und Probleme von Teenagern. Die Charaktere sind alle genial dargestellt und sehr vielfältig. Egal, ob es die gehasste Deutschlehrerin ist, deren Klamottengeschmack einfach unterirdisch ist, der Mathelehrer, in den alle verliebt sind, anstrengende Eltern, unbeliebte Klassenkameraden, die einem auf die Nerven gehen, wenn man sie nur sieht, all das kennt man ja nun wirklich von früher. Und es macht Spaß, noch einmal dort zu sein. Ich denke auch, dass jeder von uns einmal einen Anfall von Flolitis hatte und daher konnte ich mit Flo wunderbar mitleiden. Ich habe sie sowieso sofort in mein Herz geschlossen und hätte sie gerne des Öfteren einfach in die Arme genommen und getröstet. Auch ihre Gespräche mit Mr. Minion, ihrem Goldfisch, waren einfach großartig. Der Verlauf des Buches ist super und konnte mich gegen Ende nochmal richtig überraschen. Auch die Gedankenanstöße, die in diesem Buch vermittelt werden, haben mir sehr gut gefallen. Denn oft ist nun wirklich nicht alles, wie es so scheint. Und manche Dinge erscheinen auch bei Weitem nicht mehr so tragisch, wenn man mal darüber gesprochen hat. Meine Söhne und ich hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß mit Flo und haben jede gelesene Seite genossen. Es ist ein sehr lustiges Buch, das aber auch wirklich ernste Themen wie Mobbing, Probleme, die mit den sozialen Netzwerken einhergehen, und Freundschaft beinhaltet. Dies ist für meine Begriffe sehr verständlich und kindgerecht geschehen. Ich als erwachsene Leserin habe mich aber keine Sekunde gelangweilt. Ganz im Gegenteil: Ich war gerne mal wieder für kurze Zeit zurück in der Schule, mit allem, was dazu gehört :-) Unser Fazit: Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Mobbing und das Heranwachsen. Ich habe sie sehr gerne gelesen und möchte sie uneingeschränkt weiterempfehlen. Wer gerne einmal wieder an seine Schulzeit erinnert werden möchte, oder, besser noch, gerade selbst drin steckt, ist hier absolut richtig. Übrigens: Anna Pfeffer ist ein Pseudonym, hinter dem die beiden Autorinnen Ulrike Mayrhofen und Carmen Schmidt stecken, die seit ihrer gemeinsamen Schulzeit befreundet sind und auch schon damals Geschichten entworfen haben. Es gibt noch ein Buch von ihnen, das ich unbedingt bald lesen möchte: "Für dich soll's tausend Tode regnen". Ich bin sehr gespannt, ob auch dieses Buch mich so begeistern wird, bin da aber ziemlich zuversichtlich :-)

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Weil ich von Für dich soll’s tausend Tode regnen begeistert war, musste ich mir das neue Buch von Anna Pfeffer natürlich sofort zulegen. Besonders neugierig war ich darauf, wie die Thematik der Ausgrenzung, die im Klappentext schon angedeutet wird, für die Zielgruppe junger Teenies ab 11 Jahren in einer Geschichte umgesetzt wird. Flo ist in ihrer Klasse eher unscheinbar. Sie ist nicht so beliebt wie die schöne Anouk und auch nicht so eine Drama-Queen wie Julia. Flo hält sich lieber im Hintergrund und hasst es vor all ihren Mitschülern und Mitschülerinnen zu sprechen, denn dann schlägt die Flolitis zu und sie bekommt keinen Ton mehr heraus. Das ist für die Spötteleien der Jungs natürlich ein gefundenes Fressen und genau hier, ist die Mobbing-Thematik der Geschichte bereits im Kleinen angelegt. Flos Unbehagen und ihre Angst vor ihrem eigenen Versagen stehen ihr im Weg und bringen sie immer wieder in peinliche Situationen. Als Protagonistin macht sie ihr Verhalten sehr menschlich, sodass man entweder unmittelbar Mitleid für sie empfindet, oder man den blöden Jungs, die sie aufziehen, am liebsten ordentlich die Meinung sagen würde. Obwohl man als Leser Flos Gefühle hautnah miterlebt, merkt man gut, dass das Buch für Leser und Leserinnen ab 11 Jahren ausgelegt ist und dementsprechend die Beschreibungen ihrer Gefühlswelt nicht wahnsinnig komplex sind. Was anfänglich als Scherz gemeint ist, wird bald zum bitteren Ernst: Flo verschickt versehentlich eine Rache-Email und ist plötzlich nicht mehr nur die Zielscheibe für lustige Kommentare, sondern wird regelrecht von ihren Klassenkameradinnen und -kameraden verachtet und ausgestoßen. Der Auslöser von Flos fataler Situation, ist durchaus authentisch und nachvollziehbar. Wie schnell könnte eine hastig getippte und falsch verschickte Kurznachricht auf dem Smartphone eine Katastrophe auslösen? Die Geschichte von Flo und ihrer verrutschten Maus zeigt, dass solche Fehler durchaus passieren. Gleichzeitig ist es den Autorinnen aber wichtig zu zeigen, dass der einzige Ausweg darin besteht, seine Fehler zuzugeben. Dadurch, dass Kinder hier schon früh auf die fatalen Auswirkungen von Mobbing aufmerksam gemacht werden, soll Vorbeugung schon in der Schule gelingen. Es wird nicht nur deutlich, wie schlimm die Situation für das Mobbingopfer ist, denn Flos Tage und Wochen sind furchtbar einsam, sondern auch was die Täter, in dem Fall Flos Mitschülerinnen und Mitschüler dazu veranlasst, so mit ihr, einer ehemaligen Freundin, umzuspringen. Dass sich selbst Flos beste Freundinnen von ihr abwenden, fand ich ziemlich schlimm, aber durchaus realistisch. Man muss zu diesem Buch jedoch dazu sagen, dass die Thematik Mobbing, nicht so drastisch und offensichtlich angesprochen wird, wie das in Jugendbüchern durchaus der Fall wäre. Flos Geschichte ist zwar aus ihrer Sichtweise durchaus ernst und ihre Einsamkeit hat mich auch berührt, trotzdem war schnell klar, dass sich alle Missverständnisse, sobald sie klargestellt sind, in Luft auflösen und Flo wieder zur Klassengemeinschaft dazugehören würde. Die Autorinnen hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer punkten neben einer guten Geschichte mit einem angenehmen und leichten Schreibstil und mit einer humorvollen Sprache, die mir auch in Für dich soll’s tausend Tode regnen schon so gut gefallen haben. Fazit & Bewertung Flo oder der Tag an dem die Maus verrutschte ist eine Geschichte, die das schwierige Thema Mobbing in eine kindgerechte und leicht verdauliche Geschichte verpackt, die auch ihre witzigen Stellen hat. Eine Geschichte, die das Alter der Zielgruppe berücksichtigt, somit nicht konfliktüberladen ist und gleichzeitig durchweg ansprechend und authentisch erzählt, wie schnell Ausgrenzung im Schulalltag von Teenagern vorkommen kann.

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~ Cover ~ Das Titelbild sieht mit seinen blau-weißen Streifen recht maritim aus. Mit dieser Optik führt es jedoch ebenso in die Irre, wie das Bild der sich putzenden Maus. Das Tierchen passt zwar hervorragend zum Titel, doch geht es in der Geschichte nicht um sie, sondern um eine Computermaus. Hier wäre daher ein anderes Motiv passender gewesen. ~ Geschichte ~ Flo ist 13 Jahre alt und hat viel Spaß mit ihren besten Freundinnen Julia und Anouk. Zusammen haben die Drei vor allen Dingen ein Thema: Jungs. Während die schlagfertige Julia immer wieder passende Kommentare von sich gibt und Anouck sowieso einfach nur perfekt ist, leidet Flo an „Flolitis“. Sie bekommt ständig einen roten Kopf, sei es nun, weil sie vor der Klasse sprechen muss oder weil ihr irgendwas total Peinliches passiert. Noch schlimmer als der rote Kopf, ist jedoch ihre nicht vorhandene Schlagfertigkeit. Kommentare auf blöde Sprüche fallen dem Teeni erst dann ein, wenn es längst zu spät ist. Als dann eines Tages herauskommt das Anouk ausgerechnet ihren Schwarm geküsst hat, auf den sie schon seit der fünften Klasse steht, fällt Flo auf einmal jede Menge ein. Ihren ganzen Frust lässt sie in einer E-Mail aus. Unterstützt wird sie dabei von Julia. So gut es auch tut, endlich alles rauszulassen, abschicken wollen die Mädchen die E-Mail nicht. Doch dann steht da auf einmal: „Vielen Dank. Deine E-Mail wurde gesendet.“ Nicht nur der Schock ist groß, sondern auch das was Flo nun in den nächsten Wochen durchmachen muss. ~ Schreibstil ~ Mir gefällt der flüssige Schreibstil, besonders da Flo immer wieder witzige Anmerkungen macht, bei denen man einfach schmunzeln MUSS. Allerdings sollte sich der Leser bewusst sein, dass die Geschichte direkt von Flo erzählt wird. Wer also mit Büchern in der „Ich-Perspektive“ nichts anfangen kann, für den ist es wohl eher nichts. Doch ein wenig auffällig sind die Fußnoten, die sich oft auf schwierige Wörter (aus dem Text) beziehen. Da diese Begriffe von dem Mädchen selbst erklärt werden, hätten das einfach mit in den Text fließen können. ~ Empfohlenes Lesealter ab 11 Jahren ~ Die Protagonistin in 13 Jahre alt und durchläuft ziemlich viele Gefühlsstufen, von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Hier können sich junge Leser(innen) wohl wunderbar in Flo hineinversetzen, was die Spannung erhält. Der Altersempfehlung kann ich daher zustimmen. ~°~ Fazit ~°~ Dadurch dass die Geschichte direkt von Flo selbst erzählt wird, wirkt sie authentisch. Insbesondere was die Gefühle angeht. So erinnern sich nicht mehr viele daran, wie sehr sie gelitten haben, als der Schwarm eine andere geküsst hat. Flo leidet mit allem was ein Teeniherz auszuhalten hat: Freude, Liebe und jeder Menge Herzschmerz. Ein schönes Buch, das sehr gefühlslastig ist ohne dabei kitschig zu sein. Eine Geschichte die zeigt, dass es immer einen Weg gibt und alles was heute wie der Weltuntergang scheint, morgen schon Schnee von gestern ist. Und vor allen Dingen eine Geschichte die zeigt wie schnell Mobbing entstehen kann. Ein schwieriges Thema gut umgesetzt.

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