Leserstimmen zu
Anschlag von rechts

Reiner Engelmann

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Nüchtern, emotionslos, eigentlich wie ich mir eine Gerichtsakte vorstelle, schreibt Reiner Engelmann über einen feigen Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim. Dieser Stil hebt "Anschlag von rechts" von anderen Jugendbüchern ab und passt sehr gut zum Inhalt, der nicht darauf abzielt, ein spannungsgeladener Roman zu sein. Beginnend mir einem Prolog und einem "Vorboten" genannten Kapitel wird der Leser in das Buch geführt. Vorboten findet man überall seit längerer Zeit und es liegt mehr denn je an jedem einzelnen von uns, diese nicht zu übersehen, sondern laut dagegen anzugehen. Daran anschließend lesen wir von fünf Schicksalen, von Menschen, die aus ihrer Heimat aus den unterschiedlichsten Gründen geflohen sind. In Teil 2 des Buches sind wir Zeugen der Tat und lernen die drei Täter kennen, drei Menschen, die logischerweise dem Klischee eines Wutbürgers zu 100% entsprechen. Im letzten Teil begleiten wir die Gerichtsverhandlung und erfahren das Urteil. Bezeichnend, wie diese drei rassistischen Täter von ihrem Umfeld gesehen wurden: "Es seien im Grunde doch ganz anständige Leute. Nett, hilfsbereit, zur Stelle, wenn man sie brauchte." ( S. 162) Im Nachwort geht Reiner Engelmann auf die unterschiedlichen Ursachen und Gründe ein, die Menschen dazu bringen können, ihr eigentliches Leben und ihre Existenz aufzugeben und ins Ungewisse zu fliehen - absolut lesenswert und wichtig. Abgeschlossen wird "Anschlag von rechts" mit einem ausführlichen Glossar, in dem rechtsextreme Symbole und Codes erklärt werden, sowie Musik und Bekleidung. "Ein Zeitzeuge, der den Holocaust überlebt hat, sagte mir einmal, Konzentrationslager seien nicht von heute auf morgen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Viele kleine Dinge seien es gewesen, die sich im Laufe der Jahre aufgetürmt hätten. Das Schlimmste sei der Hass gewesen." ( S. 170) Fazit:

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Die Flüchtlingskrise ist ein Thema, welches uns alle betrifft. Es gibt Menschen, die empfinden Angst vor den vielen Asylsuchenden, die ins Land kommen, andere empfinden sogar Hass auf alles Fremde. In der Vergangenheit gab es viele Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte. Reiner Engelmann hat in seinem Buch „Anschlag von rechts“ versucht die Hintergründe näher zu beleuchten. Was treibt einen Menschen dazu an, solch eine Tat zu vollziehen und dabei in Kauf zu nehmen, dass Flüchtlinge, die dachten sie seien hier unter uns nun endlich in Sicherheit, wieder in große Angst um ihr Leben versetzt werden. Ein Buch, welches unbedingt im Schulunterricht zum Einsatz kommen sollte. Reiner Engelmann (geboren 1952) studierte Sozialpädagogik und machte sich in den Bereichen der Leseförderung, der Gewaltprävention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung stark. Außerdem organisierte er für Schüler aber auch für Erwachsene regelmäßige Ausflüge nach Auschwitz. Er ist Autor von Anthologien und Büchern zu gesellschaftlichen Brennpunktthemen. „Die nationalsozialistische Vergangenheit ist in den Köpfen vieler Menschen Gegenwart.“ (Seite 159) Dieses Buch beschreibt eine wahre Begebenheit. Es handelt von einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim, welches durch drei Täter begangen wurde. Der Autor beleuchtet zunächst einige Geschichten von Asylbewerbern aus Afghanistan, Somalia, Syrien, Pakistan und Simbabwe. Dann beschäftigt er sich mit der Tat an sich, der Untersuchung des Falls und dessen Urteils. Man könnte meinen, dass bei solch einem Buch die Opfer, also die Asylbewerber, im Vordergrund stehen. Dem ist aber nicht so. Sicherlich beschreibt der Autor die verschiedenen Wege, die diese auf sich genommen haben, um das rettende Land, nämlich Deutschland, zu erreichen. Auch erzählt er, wieso sie aus dem einem oder dem anderen Land fliehen mussten. Allerdings schlägt Herr Engelmann hier einen eher sachlichen, nüchternen und knappen Ton an. Er macht klar, was die Flüchtlinge durchmachen mussten, welche schlimmen Schicksale sie zu uns gebracht haben. Im zweiten Teil des Buches beleuchtete Engelmann, soweit möglich, die Hintergründe des Brandanschlags und die Vergangenheit der Täter. Hier stellte sich mir oftmals die Frage, ob man wirklich so naiv, unwissend und manchmal auch dumm sein kann. Und es wird deutlich, dass die rechtsextreme Bewegung genau solche unwissenden Menschen, Menschen die sich von der Gesellschaft nicht angenommen fühlen, rekrutiert. Sozialschwache Klassen scheinen leichte Beute zu sein. Viele von ihnen hinterfragen nicht, sie sind einfach Mitläufer. Andere sind mit ihrer Lebenssituation unzufrieden und suchen die Schuld bei anderen, anstatt bei sich selbst. Interessiert hätte mich hier auch das Alter der Täter. Sind sie noch jung und somit unbedarft und unerfahren, oder haben sie bereits ein Alter erreichen, in welchem sie es eigentlich besser wissen müssten? Auch die Mütter der Täter kommen zu Wort. Ganz deutlich wird hier, dass sie gesehen haben, wie die eigenen Kinder auf die schiefe Bahn geraten. Sie waren der Sache aber nicht gewachsen, wussten nicht, wie sie sich durchsetzen sollten oder schätzten die Situation nicht richtig ein. Sie sehen ihre Kinder immer in einem anderen Licht, wollen sie beschützen und sehen nur die guten Seiten in ihnen, aber nicht die schlechten oder gar gefährlichen. „Im Bewusstsein dessen müssen wir die Ängste und Sorgen der Menschen ernst nehmen und dafür brauchen wir Aufklärung, Bildung und vor allem Geduld. Etwas, das sich über Jahre hin entwickelt hat, lässt sich nicht von heute auf morgen umkehren. Aber wir sollten besser heute als morgen damit beginnen.“ (Seite 159) Im Anhang fasst der Autor die aktuelle Situation nochmals kurz aber präzise zusammen. Wie viele (oder wenige) Menschen kommen tatsächlich in unser Land? Wie viele davon sind Kinder? Welche Anzeichen von Rechtsextremismus sind in Kleidung, Musik oder Symbolik zu finden? Das Buch war schnell gelesen und besonders der Anhang war sehr interessant. Es ist sicherlich eine gute Lektüre für den Schulunterricht, auch um den Schülern die Angst vor dem Fremden zu nehmen und ihnen klar zu machen, dass die Flüchtlinge nicht freiwillig ihre Heimat verlassen, sondern dazu gedrängt werden. Denn es hieß Leben oder Sterben. Natürlich entscheidet man sich dann für das Leben, vor allem wenn die eigenen Kinder in Gefahr geraten. Doch auch der Weg in die Sicherheit ist lebensgefährlich. Das Buch ist sehr faktisch und wenig emotional, aber das ist wichtig, da es nicht vorschnell verurteilt, sondern die Hintergründe aufdeckt ohne dabei zu verharmlosen. Das gesprochene Urteil des Richters macht nochmals deutlich, dass dieser Brandanschlag (zum Glück ohne Opfer) keine Lappalie ist, sondern bereits traumatisierte Menschen in tiefe Angst versetzt hat. Ein Buch, welches auffordert über die eigenen Gedanken zu reden. Reiner Engelmann nimmt klar Stellung gegen Hass und Gewalt, er sieht Flüchtlinge, die Hilfe suchen, als eine Bereicherung für unsere Gesellschaft an. „im Jahr 2015 (waren) insgesamt 65,3 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. […] Rechnet man das auf die Tage eines Jahres um, so machten sich täglich 34.000 Menschen auf die Flucht. Gut die Hälfte von ihnen waren Kinder. […] nur ein geringer Teil (davon erreichte) die Europäische Union, nämlich 14 Prozent.“ (Seite 163)

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Ein tolles Buch mit einem ernsten Thema. Ich finde es sehr erschreckend wie aktuell das Thema des Rechtsextremismus ist. Reiner Engelmann hat es geschafft dies auch für Jugendliche zugänglich zu machen. Durch den einfache Sprachstil lässt sich das Buch leicht lesen. Toll finde ich außerdem, dass der Autor einen wahren Fall genommen hat und dabei sehr sachlich und neutral darüber schreibt. Mich hat das Buch sehr nachdenklich gemacht. Ich kann jedem nur empfehlen sich mit dem Buch und auch dem Thema auseinander zu setzen.

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Seit der Flüchtlingskrise 2015 gab es eine vierstellige Anzahl von Übergriffen auf Flüchtlingsheime in Deutschland. Fremdenfeindliche Parteien wie die AfD gewinnen immer mehr Wählerstimmen, und in Städten wie Dresden gehören Protestmärsche Rechtsradikaler mittlerweile zum Alltag. Reiner Engelmann ist Autor zahlreicher Publikationen zu Brennpunktthemen. Sein neues Jugendbuch basiert auf einer wahren Begebenheit. Der Autor hat mit betroffenen Flüchtlingen gesprochen und durch seine Recherchen interessante Einblicke in die Psyche rechtsradikal motivierter Täter und deren Familienangehörigen gewonnen. Das Buch ist chronologisch aufgebaut. Nachdem stellvertretend für alle Opfer die Schicksale von fünf Flüchtlingsfamilien vorgestellt wurden, lernt der Leser die drei Täter kennen und wie es zur Tat kommt. Es folgen Vernehmungen, Untersuchungshaft, Prozess und Verurteilung. Im Anhang gibt es noch einen Exkurs über Fluchtursachen sowie ein Glossar über Symbole und Codes aus der neonazistischen Szene Auch wenn die Gefühle der Flüchtlinge nach dem Anschlag wiedergegeben werden, liegt der Fokus ganz klar auf den Tätern. Man erhält einen Einblick in die Psyche der beiden Männer und der Frau, die die Tat gemeinsam begangen haben. Hierbei kommen auch andere soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit und Alkoholismus zur Sprache. Allen dreien gemein ist, dass sie eher ungebildet sind, aus der unteren sozialen Gesellschaftsschicht kommen und nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Sie sind leicht beeinflussbar und anfällig für "Stammtischparolen". Interessant fand ich auch, dass Familienangehörige zu Wort kommen. So werden die Verhältnisse, in denen die Täter leben, nochmal genauer beleuchtet. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass die Täter keine Stereotypen sind, wie man sie sich vorstellt. Es wäre meiner Meinung nach gut gewesen, auch Täter aus anderen sozialen Schichten und mit höherer Bildung kennenzulernen. Aber gut, die Geschichte orientiert sich eben an einem realen Fall, und ein Großteil der Neonazis stammt nunmal eher aus der unteren Schicht. Engelmanns Schreibstil ist nüchtern und unaufgeregt. Er nimmt keine Wertung vor und gibt so dem Leser die Möglichkeit, sich selbst eine Meinung zu bilden. Ich wurde so einerseits nicht von den Figuren berührt, aber das fand ich völlig in Ordnung, denn so war es mir andererseits möglich, alle Geschehnisse rein objektiv zu betrachten. Ich persönlich finde das bei einem solch komplexen Thema wichtig. Das Buch richtet sich an Leser ab 13 Jahren, und ich kann mir "Anschlag von rechts" sehr gut als Schullektüre für Jugendliche vorstellen.

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Wie ihr euch bestimmt durch den Titel denken könnt, geht es hier um die Rechte Szene bzw. um Menschen mit rechten Gedankengut. Ich finde, dass das ein Thema ist, welches im Moment wirklich allgegenwärtig ist. Durch die ganze Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, trifft man hier immer wieder auf solche Situationen. Natürlich nicht immer so schwerwiegend wie hier, sondern auch in einer kleineren Form, was es aber nicht besser macht. Da es sich bei dem Buch um eine wahre Begebenheit handelt, habe ich ein bisschen im Internet gesucht und die echte Straftat gefunden. Dazu gab es aber nur einen kleinen nichtssagenden Bericht. Hier im Buch ist es aber wirklich gut beschrieben. Reiner Engelmann hat gut recherchiert. Ich finde, dass in diesem Buch gut beschrieben wird, wie einfach und unbedacht manche Leute mit rechtem Gedankengut umgehen. Weil, es ist oft nicht nur eine einfache Beleidigung, oder ein paar Sätze unter Freunden. Oft ist es so, dass wenn es die Situation gäbe, mist zu machen, dann würde auch was passieren. Ich kenne mittlerweile viele Leute, bei denen es einfach so gekommen ist und sie nur noch rechte Dinge machen und komplett in der Szene sind. Davon denkt keiner darüber nach, ob es auch nur Familien sind. Natürlich, gibt es immer wieder die Situation, in der man mit den Kulturen aufeinander knallt. Aber ganz ehrlich, wieso sollte ich mich, nur weil es ein Ausländer ist mit denen anlegen?! Ich finde einfach, dass dieses Buch einem die Augen öffnen sollte und man einfach mal darüber nachdenken kann und auch muss.

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“Unbekannte haben einen Brandsatz in einen Raum eines ehemaligen Schulgebäudes geworfen, das als Unterkunft für Flüchtlinge dient.” heißt es am 28. August 2015 in den Medien. Reiner Engelmann hat in seinem Buch Anschlag von rechts die Hintergründe sorgfältig rekonstruiert. Eine wertvolle Hilfe für alle, die durch die Flüchtlingspolitik im Land verunsichert sind. Kopfschüttelnd habe ich die Argumentationen der drei Attentäter gelesen: Wie kann es sein, dass sie ernsthaft meinen, sie seien nicht ausländerfeindlich? Dass nur der Alkohol schuld gewesen sei. Wie kann es sein, dass sich die Frau, die keinen Alkohol getrunken hat, nicht schuldig fühlt, obwohl sie die beiden Männer zum Tatort gebracht hat? Was ist in den Köpfen dieser Menschen los? Und was bedeutet das für unsere Gesellschaft? So eindringlich Reiner Engelmann den Abend und die nachfolgende Zeit auch schildert, zwischendurch dachte ich immer wieder: “Wem sagt er das? Wen will er erreichen?” Denn seien wir ehrlich, wer tickt wie die drei Attentäter, der wird dieses Buch nicht lesen und auch nicht verstehen. Und wer sich näher mit der Thematik befasst hat, weiß es. EINE EMPFEHLUNG FÜR BESORGTE UND VERUNSICHERTE MENSCHEN Aber das ist wohl mein Filterblasendenken. Beruflich bin ich fast täglich mit der Flüchtlingsthematik befasst, privat war ich in meiner Gemeinde aktiv. Und zwischen mir und den klassischen Hetzern gibt es eben noch eine große Masse an verunsicherten Menschen, die nicht so recht wissen, wie sie die Geschehen der vergangenen beiden Jahre bewerten sollen. Die nicht wissen, wem sie glauben und vertrauen können. Ihnen kann ein “Blick” in die Köpfe von Geflüchteten und Attentätern helfen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Auch wenn die Vita der zitierten Menschen aus Afghanistan, Somalia, Syrien, Pakistan und Simbabwe nicht stellvertretend für die Mehrzahl derjenigen ist, die bei uns auf ein Leben in Frieden und Freiheit hoffen. Ich empfehle deshalb Anschlag von rechts von Reiner Engelmann allen, die sich noch unsicher sind, wo sie sich positionieren sollen. Nicht nur aber gerade auch im aktuellen Wahlkampfgeschehen.

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Inhalt Irgendwo in einer Kleinstadt mitten in Deutschland treffen sich drei Freunde auf ein Feierabendbier. In den sozialen Netzwerken haben sie sich schon an ausländerfeindlichen Pöbeleien beteiligt. Nun werden sie zu Verbrechern, denn wenige Stunden später werfen sie einen Molotowcocktail in eine Flüchtlingsunterkunft. Die Bewohner, darunter auch Kinder, entkommen nur knapp. Reiner Engelmann recherchiert die Hintergründe dieser schrecklichen Tat. Er analysiert die Beweggründe und er befragt die Opfer, die sich in Deutschland endlich sicher gefühlt hatten. Dabei wird deutlich: Rechtes Gedankengut und Fremdenfeindlichkeit sind in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und viel zu lange unbeachtet geblieben. (Quelle: Klappentext) Meine Meinung Als erstes muss ich sagen, dass ich finde, das dieses Buch in jeder Schule Pflicht sein sollte. Jeder Schüler sollte es einmal gelesen haben und ich denke, das würde schon viele junge Menschen beeinflussen, ihre Sichtweise etwas zu ändern. Das Buch ist in drei Abschnitte aufgeteilt, der erste beschäftigt sich mit den Geschichten der Flüchtlinge. Es sind wirklich bewegende Geschichten, jede einzelne von ihnen und man bekommt einen sehr guten Einblick in das, was diese Menschen durchgemacht haben müssen. Zum ersten mal in meinem Leben, hatte ich eine Vorstellung davon, wie es sein muss, wenn man alles hinter sich lassen muss, völlig Fremden Menschen blind sein Leben anzuvertrauen und in einem Land tausende Kilometer entfernt ein neues Leben zu beginnen, obwohl man nicht mal die Sprache versteht. Man merkt wie sehr unser Leben sich von ihrem unterscheidet und trotzdem versuchen die meisten von ihnen sich so schnell wie möglich anzupassen und unsere Sprache zu lernen. Das finde ich wirklich sehr beeindruckend, ich denke nicht, dass ich diese weite und beschwerliche Reise überlebt hätte, die jeder von ihnen erlebt hat. Im zweiten Teil geht es um die Tat selbst, was danach passiert ist und auch um die Mütter der Täter und die Frage, was sie falsch gemacht haben könnten. Auch dieser Teil ist sehr gut geschrieben und sehr spannend, auch wenn man im Grunde ja schon weiß was als nächstes passieren wird. Bei den Müttern habe ich mich ehrlich gesagt gefragt ob sie blind und taub sind, weil wenn sie so von ihren Kindern sprechen, fällt mir direkt auf, was sie so alles falsch gemacht haben und wenn man nicht ganz blöd ist, dann weiß man auch sofort, dass die Täter schon relativ früh in diese rechte Szene abgedriftet sind, aber die meisten hören nur das, was sie hören wollen und schließlich wollen die Mütter sich ja auch nicht mitverantwortlich fühlen, an dem was geschehen ist. Im dritten Teil geht es um die Verhandlung und das Urteil. Ich war am Ende wirklich geschockt, wie hoch die Strafen ausgefallen sind, aber andererseits ist es natürlich auch verdient gewesen und das Gericht wollte natürlich auch ein Zeichen setzen und somit allen die ähnliche Taten geplant haben, zeigen was dann auf sie zu kommt, so dass sicher einige sich das nochmal überlegen. Fazit Ich würde dem Buch 4 von 5 Sternen geben, weil ich es gut fand, ich würde es auch nochmal lesen und kann nur jedem empfehlen das auch zu tun, allerdings ist es für mich kein 5 Sterne Buch, weil es mich nicht so sehr gefesselt hat, dass ich nicht mehr aufhören konnte es zu lesen.

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Das Thema Flüchtlinge ist so aktuell wie nie! Reiner Engelmann hat sich des Themas angenommen und berichtet über das Schicksal verschiedener Familien, aber auch aus der Sicht von rechtsextremen Tätern. Für das Buch hat er intensive Recherchen betrieben, die auf einer wahren Begebenheit beruhen. Ich bin ehrlich: Das Flüchtlingsthema wird hier in der Schweiz weniger breitgetreten, als in Deutschland oder anderen Ländern. Wir haben zwar durchaus auch Menschen auf der Flucht bei uns – in meinem Wohnblock leben einige davon -, aber in den Medien ist das Thema nicht so präsent. Daher habe ich mich bisher eher weniger damit beschäftigt. ‘Anschlag von Rechts’ fand ich aber sehr interessant, daher habe ich beschlossen, mich diesem Buch zu widmen. Es ist gut recherchiert und bietet verschiedene Blickwinkel – dennoch hätte es ein wenig ausführlicher sein können. Mir waren die einzelnen Kapitel zu schnell abgehandelt. Die Gedankenwelt und Gefühle der Flüchtlinge, aber auch der Täter war für mich zu wenig greifbar. Die Emotionen, die ich mir in dem Buch gewünscht habe, kamen nicht bei mir an. Das Thema ist sicherlich keine leichte Kost und genau deshalb war mir das Buch zu leicht geschrieben. Ich hätte wirklich mehr Tiefe und noch mehr Hintergründe erwartet. Ich weiss, wie Reiner Engelmann schreiben kann; daher war ich doch ein wenig enttäuscht, dass mich das Buch leider nicht abholen konnte. Dennoch fand ich das Grundthema interessant und es wird immer wichtiger, es nicht totzuschweigen. Daher kann ich das Buch auf jeden Fall jedem empfehlen, der etwas zu dieser Thematik lesen möchte. Das Cover passt sehr gut, auch wenn es weniger meinen Geschmack trifft. Fazit Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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