Leserstimmen zu
Das Schmetterlingszimmer

Lucinda Riley

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Ich mag Landschaftsbilder und somit auch dieses Cover, das auch super zu den anderen Bücher von Lucinda Riley passt. Auch stelle ich mir „Admiral House“ ähnlich vor, nur vielleicht noch etwas größer. Das Buch spielt größtenteils im Jahre 2006 und dreht sich nicht nur um Posy, sondern auch um ihre Familie. Damit habe ich nicht gerechnet, aber es hat mich nicht gestört. Es gibt aber auch einige Rückblicke in Posys Kindheit bis junge Erwachsenenalter. Diese hätte ich mich noch etwas ausführlicher gewünscht, aber die Einblicke in England Mitte des 20. Jahrhunderts und die Situation der Frauen waren sehr realistisch. Der Schreibstil passte sehr gut zur Geschichte und den Charakteren. Er ließ sich flüssig lesen und konnte sowohl die Gedanken- und Gefühlswelt als auch Ortsbeschreibungen gut vermitteln. Posy ist eine sympathische Protagonistin, die schon als Kind ihre Liebe für Botanik durch ihren Vater entdeckt hat. Ich fand es sehr bewundernswert, wie sie ihr Leben lang für ihre Leidenschaft brennt und kämpft. Später als ältere Frau steht sie immer allen Familienmitgliedern bei und hilft ihnen, soweit sie kann. Es war schön zulesen, wie sich die jüngeren Generation ihr anvertrauen. So eine Freundin/Mutter/Großmutter wünscht sich jeder. Ihre Liebesgeschichte mit Freddie konnte mich auch fesseln und ich muss sagen, das im Klappentext angesprochenen lang gehütetes Geheimnis hat mich komplett überrascht. Ich hätte mit dieser Auflösung nie gerechnet, aber sie ist stimmig. Dahingegen waren für mich die Geschichten von Posys Söhnen Nick und Sam und der mit ihnen verbundenen Frauen nicht so überraschen, sondern mir war sofort klar, worauf alles hinauslaufen wird. Die Brüder sind grundverschieden: der alleinstehender, erfolgreiche Nick und der Familienvater Sam, dessen Geschäfte immer schief gehen. Ich mochte Nick viel lieber und konnte seinen Zwiespalt gut verstehen, denn als er nach 10 Jahre Australien nach England zurückkehrt steht plötzlich zwischen einer neuen Liebe und alten Gefühlen. Hier waren mir alle Parteien sympathisch und ganz am Anfang hätte ich mit einem anderen Verlauf gerechnet. Für Sam hingegen konnte ich nie viel Liebe aufbringen, dafür für seine Frau Amy, die stets geduldig an seiner Seite blieb. Ihre Geschichte hatte einige spannende Momente, allerdings gab es für mich keinerlei Überraschungen. Insgesamt wurden die einzelnen Geschichten gut miteinander verknüpft und es war interessant, die unterschiedlichen Facetten Familie kennenzulernen, die auch zeigen, wie unterschiedlich die einzelnen Mitglieder sind. Auch das Ende hat mich zufrieden zurückgelassen. FAZIT: 3,5/5⭐️ Interessante Geschichten, bei denen mir manchmal der Überraschungseffekt fehlte.

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Handlungsort des "Schmetterlingszimmers" ist Admiral House im englischen Suffolk. Wie in allen anderen Büchern von Lucinda Riley, gibt es hier wieder zwei Handlungsstränge: ein gegenwärtiger und einer, der etwa Mitte des 20. Jahrhunderts spielt. In beiden Strängen ist Posy Montague unsere Protagonistin - einmal als junges Mädchen/junge Frau und im Jetzt-Strang als ältere Dame und Großmutter. Wie in ihren bisherigen Romanen schafft Lucinda Riley in "Das Schmetterlingszimmer" ebenfalls ordentlich Spannung, indem sie den Leser relativ bald mit dem Wissen um ein "Geheimnis" aus Posys Vergangenheit konfrontiert. Und dieses Geheimnis, so unwahrscheinlich das auch klingen mag, hat dafür gesorgt, dass ihre Jugendliebe sich von ihr distanzieren musste/wollte, um sie nicht zu verletzen. Als Leser fragt man sich natürlich, was so verheerend verletzend sein kann, dass man deswegen seine große Liebe verlässt!? Ich muss sagen, ich bin wirklich bis zum Schluss, bis zur Auflösung, nicht darauf gekommen, was es sein könnte. Es hat mich am Ende sozusagen "kalt erwischt" und das fand ich super. Ich mag es nicht so gerne, Ahnungen zu haben, die sich dann nach und nach bestätigen. Natürlich dreht sich aber nicht alles in diesem Buch um besagtes Geheimnis. Nein, auch Posys Familie nimmt darin einen großen Platz ein, und mit dieser auch ein Haufen Probleme, die man als Leser ebenfalls gespannt verfolgt. Zu tun haben diese Probleme vor allem mit Alkohol, Gewalt, Ehebruch, aber auch mit Krankheit und Tod. Posy hat zwei Söhne, beide haben ihre Familien, alle sind immer irgendwie miteinander verbunden und jeder hat für sich mit seinen ganz eigenen Sorgen und Schwierigkeiten zu kämpfen. Mittendrin ist allerdings immer Posy. Posy, die Unglaubliche. Posy, die Retterin in der Not. Und an dieser Stelle muss ich auch schon sagen, was mir nicht so gut gefallen hat: Die Darstellung der Protagonistin. Posy wird zwar sehr sympathisch dargestellt, aber gleichzeitig auch wie eine Heilige. Und das hat auf Dauer genervt. Ich konnte irgendwann schon nicht mehr lesen, wie perfekt und unglaublich erstaunlich Posy nicht doch ist ... Ebenso das ständige Getrinke: Bei jeder Gelegenheit wurde Wein oder ein anderes alkoholisches Getränk konsumiert. Das war schon sehr auffällig - und wenn man sich bereits vom Lesen darüber betrunken fühlt, ist es in meinen Augen definitiv zu viel. Nichtsdestotrotz hatte ich ansonsten große Freude mit dem Schmetterlingszimmer. Die persönlichen Schicksale der jeweiligen Buchfiguren habe ich allesamt gebannt verfolgt. Teilweise waren sie so schockierend und berührend, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie viele Seiten ich eben verschlungen habe. Naja, und genauso soll ein gutes Buch ja auch sein, finde ich. Aus diesem Grund kann ich "Das Schmetterlingszimmer" guten Gewissens weiterempfehlen und wünsche allen zukünftigen Lesern ebenfalls viel Spaß damit!

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Meinung: Im Mittelpunkt dieser Story steht Posy Montague, die kurz vor ihrem 70 Geburtstag steht und vollkommen alleine in ihrem Elternhaus Admiral House wohnt. Sie hat vor Jahren einen prachtvollen Garten angelegt, den sie sehr liebt . Als Kind wuchs sie durch den Tod ihren Vaters bei ihrer Großmutter auf und kehrte erst als erwachsene Frau mit ihrer Familie nach Admiral House zurück. Doch sie betrat wegen ihren schlechten Erinnerungen nie wieder das Schmetterlingszimmer ihres Vaters, dass sich in einem Turm abseits des Haupthauses befindet. In einem nahe gelegenen Ort trifft sie zufälligerweise auf Freddie, der vor fünfzig Jahren einmal ihre große Liebe war aber sie ohne erkennbaren Grund verließ. Noch kann sie nicht ahnen welch Geheimnis Freddie seit damals mit sich herum trägt und beginnt eine Freundschaft mit ihm. Das Schmetterlingszimmer ist eine sehr vielseitige Familiengeschichte, die mich von Anfang bis Ende trotz der vielen Seiten absolut fesseln konnte. Man konnte mit allen mitfühlen und hatte das Gefühl Dank Lucinda Rileys tollen Schreibstil hautnah dabei zu sein. Vielleicht erscheinen einen die manchmal abrupten Wechsel zwischen den Geschichten etwas anstrengend aber meiner Meinung nach lohnt sich dies, weil alles seinen Sinn ergibt und die Geschichte zum Schluss in sich zusammen fließt. Fazit: Eine wundervolle fesselnde Geschichte die genau nach meinem Geschmack war. Mir hat die Geschichte sogar viel mehr gegeben, als der Klappentext versprochen hat.

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Cover: In das Cover habe ich mich sofort verliebt. Ein typisches Lucinda Riley Buch, romantisch und blumig und man sieht darauf das Anwesen “Admiral House”, wie die Autorin es auch beschreibt. Meine Meinung: Die Hauptprotagonisten Posy Mentague wird von Lucinda Riley sehr sympathisch dargestellt. Sie lebt alleine in dem großen Anwesen “Admiral House” und kümmert sich mit Hingabe um den wunderschönen Garten. Sie hat zwei Söhne, Sam und Nick. Nick kommt nach einem längeren Aufenthalt aus Australien zurück, um wieder in Suffolk zu leben. Sam bringt sein Leben einfach nicht auf die Reihe. Er ist verheiratet und hat 2 Kinder und die Familie lebt von der Hand in den Mund. Egal was Sam anfängt scheitert, so dass seine Frau oft am verzweifeln ist und nicht mehr weiß, wie sie die Rechnungen bezahlen soll. Als Posy mit dem Gedanken spielt das Anwesen zu verkaufen, da sie mit ihren fast 70 Jahren endlich entspannen möchte, versucht Nick ihr das auszureden, weil er weiß, wie sehr seine Mutter “Admiral House” liebt. Sam dagegen hat sich ein neues Aufgabengebiet gewidmet, er möchte für einen Sponsor herrschaftliche Häuser kaufen, diese sollen renoviert werden und dann für teureres Geld verkauft werden. Da kommt ihm natürlich “Admiral House” gerade gelegen. Da trifft Posy auf ihre große Liebe Freddie, den sie vor 50 Jahren das letzte Mal gesehen hat. Er hat Posy von heute auf morgen verlassen, ohne ihr jemals den Grund zu verraten. Nun ist er zurück und kämpft mit seinen Gefühlen zu Posy und der Wahrheit was damals geschah. Er weiß, dass er Posy mit diesem Geständnis sehr verletzen wird. Fazit: Ich liebe die Romane von Lucinda Riley sehr. Gerade so Familiengeheimnisse und Bücher die in zwei Zeitepochen geschrieben sind, fesseln mich immer. So habe ich mich natürlich auch auf den neuen Roman der Schriftstellerin gefreut. Am Anfang hat sich die Geschichte so ein wenig hingezogen. Wie immer war der Schreibstil flüssig und gut zu lesen, aber mir fehlte so ein bisschen die Spannung. Dann wurde es jedoch besser und ich fieberte bis zum Schluss mit, was für ein Geheimnis sich hinter der Trennung von Freddie und Posy verbirgt. Denn dieses Geheimnis erschüttert Polys Leben von Grund auf. Von mir bekommt der Roman 4 Sterne, da ich leider aufgrund der Länge am Anfang einen Stern abziehen muss. 4 von 5 Sterne

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Das Schmetterlingszimmer – Lucinda Riley Posy Montague lebt alleine in ihrem geliebten „Admiral House“, einem herrschaftlichen Anwesen ländlichen Suffolk. Eines Tages taucht völlig unerwartet ein Gesicht aus der Vergangenheit auf: ihre erste große Liebe Freddie. Nie konnte Posy den Verlust überwinden, aber darf sie nun das Wagnis eingehen, ihm noch mal zu vertrauen? Freddie und das „Admiral House“ bewahren indes ein lange gehütetes Geheimnis – und Freddie weiß, er muss Posys Herz noch einmal brechen, wenn er es für immer Gewinnen will . . . Lucinda Riley ist und bleibt einer meiner Lieblingsautorinnen und ohne den Klappentext zu lesen, wusste ich, dass ich in diesem Roman versinken werde und nicht enttäuscht werden kann. Und so war es auch. Mit ihrem einfachen, sehr flüssigen und wirklich bildhaften, farbigen und lebhaften Schreibstil hat mich die Autorin sofort in ihren Bann gezogen. Auch das wunderschöne, aber recht einfache gestaltete Cover lädt sofort zum Träumen ein, und man stellt sich vor, wie man selber durch die eine Landschaft spaziert und Häuser wie das „Admiral House“ betrachtet. Lucinda Riley hat mal wieder einen sehr gefühlvollen Roman mit vielen Höhen und Tiefen gepaart mit einigen kleinen aber auch großen Famlienengeheimnisse geschaffen, der in keinerlei Art und Weisen irgendwelche Längen aufweist. Sie hat es geschafft, alle Protagonisten, ins besondere Posy Montague so nahe zu bringen, dass man den ganzen Roman hindurch mitfiebert und keine Sequenz verpassen möchte. Wir begleiten Posy durch ihre gesamtes Leben, wie sie bei ihren Eltern wohlbehütet aufwächst, sich das erste mal richtig verliebt und später ihre eigene Familie gründet. Jeder einzelne Protagonist trägt ein Teil zur Geschichte und zu den Familiengeheimnissen und Geschehen bei, aber keine Figur ist zu viel oder zu wenig. Dennoch ist nichts vorhersehbar, und mit jeder Person, die in Posys Leben eintritt, entsteht auch ein neues Puzzleteil der Geschichte, was sich irgendwann zusammen fügen wird. Anders als in den vergangen Einzelromanen von Lucinda Riley bleibt die Autorin diesmal mehr in der Gegenwart. Nur einige wenige Szenen spielen in der Vergangenheit. Also wer gerne Romane von Lucinda Riley liest, gerne in eine tiefe und gefühlvolle Geschichten eintauchen möchte, sollte unbedingt zu diesem Roman greifen. Mit seinen stolzen fast 620 Seiten ist er wirklich ein dicker Schmöker, dennoch lässt er sich echt sehr leicht lesen und ist wirklich sehr gut für kuschelige Abende auf der Couch bei einem leckeren Tee, Keksen und Kerzenschein.

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⭐⭐⭐⭐⭐ 5/5 Sterne ______________________________ 𝐓𝐢𝐭𝐞𝐥: Das Schmetterlingszimmer 𝐀𝐮𝐭𝐨𝐫𝐢𝐧: Lucinda Riley 𝐕𝐞𝐫𝐥𝐚𝐠: @goldmann_verlag 𝐆𝐞𝐧𝐫𝐞: Roman 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧: 619 𝐏𝐫𝐞𝐢𝐬: 15,90€ ______________________________ 𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐬𝐭𝐢𝐥: Das Buch ist ganz toll geschrieben, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen, an den richtigen Stellen poetisch und doch wieder sehr modern. 𝐂𝐡𝐚𝐫𝐚𝐤𝐭𝐞𝐫𝐞: Die Charaktere haben mir alle samt sehr gut gefallen. Jeder war absolut authentisch und wichtig für die Gesamtstory. Vor allem Posy, die Protagonistin, die wir seit klein auf begleiten hat mir in jeder Altersklasse sehr gut gefallen. Sie ist sympathisch, realistisch und klug. Sie ist stets auf das Wohl ihrer Familie bedacht und hat den Kopf trotz all ihrer Rückschläge nie hängen lassen. 𝐒𝐭𝐨𝐫𝐲: Wir begleiten Posy durch ihr Leben und decken nach und nach das große Geheimnis auf, welches sich hinter dem Schmetterlingszimmer verbirgt. Ein Geheimnis, dass das Schicksal mehrerer Generationen beeinflusst. 𝐖𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐞𝐬: Der Spannungsbogen wurde kontinuierlich aufrechterhalten und die Geschichte war in keinster Weise vorhersehbar. Das Schmetterlingszimmer war mein erstes aber definitiv nicht mein letztes Buch von Lucinda Riley. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, kann ich den Hype um die Autorin sehr gut verstehen und freue mich wahnsinnig darauf noch mehr Geschichten von ihr zu lesen. 𝐂𝐨𝐯𝐞𝐫: Das Cover gefällt mir sehr gut und passt perfekt zu der Story.

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Handlungsort des "Schmetterlingszimmers" ist Admiral House im englischen Suffolk. Wie in allen anderen Büchern von Lucinda Riley, gibt es hier wieder zwei Handlungsstränge: ein gegenwärtiger und einer, der etwa Mitte des 20. Jahrhunderts spielt. In beiden Strängen ist Posy Montague unsere Protagonistin - einmal als junges Mädchen/junge Frau und im Jetzt-Strang als ältere Dame und Großmutter. Wie in ihren bisherigen Romanen schafft Lucinda Riley in "Das Schmetterlingszimmer" ebenfalls ordentlich Spannung, indem sie den Leser relativ bald mit dem Wissen um ein "Geheimnis" aus Posys Vergangenheit konfrontiert. Und dieses Geheimnis, so unwahrscheinlich das auch klingen mag, hat dafür gesorgt, dass ihre Jugendliebe sich von ihr distanzieren musste/wollte, um sie nicht zu verletzen. Als Leser fragt man sich natürlich, was so verheerend verletzend sein kann, dass man deswegen seine große Liebe verlässt!? Ich muss sagen, ich bin wirklich bis zum Schluss, bis zur Auflösung, nicht darauf gekommen, was es sein könnte. Es hat mich am Ende sozusagen "kalt erwischt" und das fand ich super. Ich mag es nicht so gerne, Ahnungen zu haben, die sich dann nach und nach bestätigen. Natürlich dreht sich aber nicht alles in diesem Buch um besagtes Geheimnis. Nein, auch Posys Familie nimmt darin einen großen Platz ein, und mit dieser auch ein Haufen Probleme, die man als Leser ebenfalls gespannt verfolgt. Zu tun haben diese Probleme vor allem mit Alkohol, Gewalt, Ehebruch, aber auch mit Krankheit und Tod. Posy hat zwei Söhne, beide haben ihre Familien, alle sind immer irgendwie miteinander verbunden und jeder hat für sich mit seinen ganz eigenen Sorgen und Schwierigkeiten zu kämpfen. Mittendrin ist allerdings immer Posy. Posy, die Unglaubliche. Posy, die Retterin in der Not. Und an dieser Stelle muss ich auch schon sagen, was mir nicht so gut gefallen hat: Die Darstellung der Protagonistin. Posy wird zwar sehr sympathisch dargestellt, aber gleichzeitig auch wie eine Heilige. Und das hat auf Dauer genervt. Ich konnte irgendwann schon nicht mehr lesen, wie perfekt und unglaublich erstaunlich Posy nicht doch ist ... Ebenso das ständige Getrinke: Bei jeder Gelegenheit wurde Wein oder ein anderes alkoholisches Getränk konsumiert. Das war schon sehr auffällig - und wenn man sich bereits vom Lesen darüber betrunken fühlt, ist es in meinen Augen definitiv zu viel. Nichtsdestotrotz hatte ich ansonsten große Freude mit dem Schmetterlingszimmer. Die persönlichen Schicksale der jeweiligen Buchfiguren habe ich allesamt gebannt verfolgt. Teilweise waren sie so schockierend und berührend, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie viele Seiten ich eben verschlungen habe. Naja, und genauso soll ein gutes Buch ja auch sein, finde ich. Aus diesem Grund kann ich "Das Schmetterlingszimmer" guten Gewissens weiterempfehlen und wünsche allen zukünftigen Lesern ebenfalls viel Spaß damit!

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Familie ist bedingungslose Liebe, aufopferungsvolle Verantwortung, ist größtmögliche Erfüllung, kann aber auch zu einer schweren Bürde werden. All das muss Posy Montague in Lucinda Rileys Roman „Das Schmetterlingszimmer“ erfahren. Kurz vor ihrem 70. Geburtstag gerät die geordnete Welt von Posy aus den Fugen. Sie erkennt, dass sie in ihrem Alter mit dem riesigen „Admiral House“ allein überfordert ist. Posy Montague ist bereit, die nötigen Schritte einzuleiten, um ihr Leben in neue Bahnen zu lenken. Doch das Anwesen birgt ein dunkles Geheimnis, das das Leben der starken Frau gehörig durcheinander bringen wird. Als auch noch Freddie auftaucht, wird Posy endgültig von der Vergangenheit eingeholt. Die Geschichte der beeindruckenden Posy Montague ist eine Familientragödie, die vom selbstlosen Handeln einer liebenden Tochter, Ehefrau und Mutter getragen wird. Lucinda Riley stellt Werte und Tugenden in den Mittelpunkt der Geschichte und zeigt dabei gleichzeitig, in welchen Zwiespalt Menschen ohne eigenes Zutun geraten können. Kritik: Schmetterlingszimmer“ aus den Vollen geschöpft und eine Geschichte entwickelt, die ich kaum aus der Hand legen konnte. In verschiedenen Kapiteln nimmt sie ihre Leser mit auf eine Reise durch das eindrucksvolle Leben der Posy Montague. Die Autorin nutzt die praktische Kapitelaufteilung dazu, um zwischen verschiedenen Lebensabschnitten der Hauptprotagonistin zu wechseln. Von Beginn an wird deutlich, dass das Thema Familie die Hauptrolle in diesem typischen Riley-Roman spielt. Es werden Konflikte zwischen Kindern und Eltern, zwischen Geschwistern und engen Freunden aufgezeigt. Einige sind so stark, dass sie zu einer großen Herausforderung für Posy, ihre Söhne und für die anderen Charaktere werden. Leider werden einige wichtige Themen nur zaghaft angepackt und knapp erwähnt. An den besagten Stellen hätte auf jeden Fall deutlich mehr Potenzial geschlummert. Wie immer ist es Lucinda Riley gelungen, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Sie hat das außergewöhnliche Talent, ihre Leser sofort in ihre Geschichten mitzunehmen. „Das Schmetterlingszimmer“ glänzt durch sehr detaillierte Beschreibungen, die die gesamte Geschichte in lebendigen Bildern erscheinen lassen. Die verschiedenen Lebensabschnitte der Posy Montague, die mit unterschiedlichen Schauplätzen einherkommen, lassen den Roman abwechslungsreich und sehr kurzweilig werden. Allerdings zog sich das Ende etwas in die Länge. Die meisten Geheimnisse waren längst gelüftet, sodass ich den endgültigen Ausgang eigentlich schon kannte. Hier sei erwähnt, dass es sich ausschließlich um die letzten zwei-drei Kapitel handelt. Wer einen bis ins kleinste Detail vorgegebenen Abschluss wünscht, kommt hier selbstverständlich voll auf seine Kosten. Lucinda Riley zählt ohne Frage zu den Ausnahmeautorinnen. Sie brilliert auch hier mit tiefgründigen Charakteren und tollen Settings. Auch die historischen Hintergrundinformationen sind gut recherchiert, sodass ganz klar ersichtlich wird, welche Position eine Frau in der Nachkriegszeit hatte. Am Leben der Posy Montague wird deutlich, welche enorme Entwicklung sie im Laufe der Jahre durchlaufen hat.

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