Leserstimmen zu
Hilft auch bei Liebeskummer

Anne-Laure Bondoux, Jean-Claude Mourlevat

(0)
(2)
(0)
(0)
(0)
€ 10,00 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

>> Nennen Sie mir zehn gute Gründe, warum das Leben schön ist. Nein, nennen sie mir neun. Einen habe ich ja schon gefunden: Mein Leben ist schön,… …weil Sie mir schreiben. << (Zitat aus dem Buch) Kennt ihr das Buch „Gut gegen Nordwind“? Für mich ein Buch, was Jeder gelesen haben sollte und genau das war der Grund, warum ich auf dieses Buch gestoßen bin. Es ist auch ein Email Roman und wirbt mit dem Aufkleber „Der schönste Liebesroman seit „Gut gegen Nordwind“. Es geht um den 60jährigen, sehr erfolgreichen, Schriftsteller Pierre-Marie, der unter einer Schreibflaute leidet. Eines Tages landet bei ihm ein Manuskript von einem Fan, so denkt er. Es handelt sich dabei um die 34 jährige Adeline. Pierre-Marie möchte das Manuskript nicht lesen und antwortet auf die Emailadresse, die hinten auf dem Umschlag steht. So kommen die zwei ins Gespräch. Schreiben über Gott und die Welt, über sich und ihr Leben. Schnell sind die beiden sich sympathisch und als Leser ist man ab da in die Worte, die sie benutzen, verliebt. Und da sind wir auch schon beim Aufbau und dem Schreibstil. Das Buch besteht tatsächlich nur aus Emails zwischen Pierre-Marie und Adeline. Etwas später auch zwischen anderen Personen. Mir hat vor allem, auch hier wieder der Schreibstil gefallen. Vielleicht wegen der französischen Atmosphäre, vielleicht aber auch, weil die Worte, die gewählt worden, einen gewissen Witz, aber auch Charme versprühten. Zurück zur Geschichte… Dass es sich bei dem Umschlag gar nicht um ein Manuskript handelt, sondern um etwas sehr viel Wichtigeres, erfährt der Leser erst viel später. Ich war so neugierig zu erfahren, was nun drinnen ist, aber viel neugieriger war ich, zu erfahren, wer Adeline tatsächlich ist. Eine großartig inszenierte Liebesgeschichte, mit einer tollen Sprache und für alle Fans von „Gut gegen Nordwind“, auch wenn ich zugeben muss, dass es doch auch anders ist und nicht ganz an die Story rankommt. Zusätzlicher Wermutstropfen…Wenn die anderen Personen mit Pierre-Marie korrespondiert haben. Das fand ich nicht mehr so schön und spannend, wie mit Adeline. Ich wusste aber, das auch das wichtig war, für den Aufbau der Geschichte. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an das Ende von „Gut gegen Nordwind“. Ich werde aber nicht verraten, ob es sich hierbei um ein Happy End handelt. – Schaut selbst ins Postfach, ob die nächste Email schon da ist!

Lesen Sie weiter

Anlass: Gut gegen Nordwind gehört zu den Büchern, die ich jedes Jahr wieder lese(meist im Winter zu Tee und unter Kuscheldecke). Als der Goldmann Verlag "Hilft auch gegen Liebeskummer" als den schönsten Liebesroman seit dem Nordwind bewarb, musste ich ihn also zwangsläufig lesen. Inhalt: Pierre-Marie, seines Zeichens gefeierter Autor, erhält Fanpost in Form von einem dicken Briefumschlag, denkt er zumindest. Er möchte aber weder aufmachen noch lesen, sondern nur zurücksenden, denn unverlangte Manuskripte mit der Bitte um Tipps und Hilfe erkennt er schon von weitem. Also schreibt er Adeline, der Absenderin, per Mail(die hat sie immerhin auf dem Umschlag notiert), dass er das Manuskript nicht annimmmt. Adeline weigert sich, ihm ihre Adresse zu geben, bekennt sich als Fan, schickt ihm ein ominöses Bild und weckt schmerzliche Erinenrungen an seine Ehefrau, die ihn verliess. Es entspinnt sich ein Maildialog, der von beiden Seiten unter teils sehr ehrlichen, teils taktischen Umständen geführt wird. Der Ton wird liebevoller, sich sorgender und trotzdem lauern Befürchtungen, vor allem sie könnte nicht sein, wer sie vorgibt. Nebendarsteller tauchen auf und wieder ab, nachdem sie Thema in den Mails wurden. Und es gibt eine wirklich große Überraschung zur Auflösung. Meinung: Anders als in Gut gegen Nordwind bekommen wir auch direkt durch deren Mails mit, was die E-Mail Freundschaft der beiden im Umfeld auslöst, was für mich die Romantik gestört hat. Ebenfalls ein Störfaktor war der Altersunterschied von ca 20 Jahren, den ich mir nicht real und fern der schwärmerischen Mails vorstellen mochte. Aber die Sprache, die spürbare Sehnsucht beiderseits, die gemeinsame Sorge umeinander, die Eifersüchteleien und Wortspiele haben mich wieder entschädigt. Es war eindeutiger französisch und deshalb neckischer, unterschwellig erotisch und mit mehr Versteckspiel und hat mir gefallen - aber eben nicht so in seinen Bann gezogen wie der Nordwind. Für wen: Fans französischer Liebesfilme und - romane.

Lesen Sie weiter