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Leserstimmen (17)

Jan-Philipp Sendker: Das Geheimnis des alten Mönches

Das Geheimnis des alten Mönches Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-89667-581-1

Erschienen:  11.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Faszinierende Einblicke in eine fremde Kultur

Von: Ponine T. Datum : 30.03.2018

nichtnocheinbeautyblog.blogspot.de/

»Ich habe Burma seit 1995 mehrere Dutzend Male bereist, und bei den Recherchen für meine Romane Das Herzenhören und Herzenstimmen wurden mir immer wieder Märchen und Fabeln erzählt. Zum einen waren das bewegende Geschichten, die von dem mythologischen Reichtum der verschiedenen Völker Burmas erzählten, von der Spiritualität der Menschen und wie tief buddhistisches Denken die Gesellschaft über Jahrhunderte geprägt hat. Andere waren so fremd und skurril und kamen ohne eine sich mir erschließende Moral aus, sodass ich sie gar nicht einordnen konnte. Wieder andere erinnerten mich an die Märchen meiner Kindheit, nur dass hier Affen, Tiger, Elefanten und Krokodile die Fantasiewelt bevölkerten statt Igeln, Eseln oder Gänsen. Die Lehren, die sie vermitteln wollten, ähneln denen der Brüder Grimm oder Hans Christian Andersens und ich verstand, wie sehr sich alle Kulturen in ihren Mythen aus dem universellen Fundus menschlicher Weisheit bedienen.«



Ich hatte mir dieses wunderschöne Rezensionsexemplar beim bloggerportal gewünscht und mich schon beim Auspacken gefreut über ein Buch, das nicht nur neu riecht, sondern sofort Lust macht, es aufzuschlagen, weil bereits das Titelbild fasziniert. Jan-Philipp Sendker hat hier eine Anthologie zusammengestellt, die mich als Leser ganz tief einführt in eine völlig andere Denkweise und Lebensart, und nirgendwo zeigt sich das vielleicht deutlicher als in den Märchen und Fabeln. Ja, bestimmte Versatzstücke ähneln einander, andererseits aber gibt es so deutliche Unterschiede zwischen dem christlichen und dem buddhistischen Denken, dass ich beim Lesen immer mal wieder untebrechen musste, um das zu überdenken.


Ich kann nicht genau bewerten, inwieweit Sendker die Geschichten selbst erzählt oder es sich um die typische Märchensprache Asiens handelt, aber ich kann zumindest sagen, dass diese Sprache einen gewissen Zauber hat, den ich bei den klassischen europäischen Märchen auch empfinde. Lyrisch und mitfühlend, würde ich es bezeichnen. Auch das ermögliht natürlich einen gewissen Einstieg in die Kultur, wenn man kennenlernt, wie Menschen miteinander sprechen und agieren. Da hilft es auch ein wenig, wenn Sendker zumindest am Ende einen kleinen Ausblick gibt, welche Veränderungen die Gesellschaft in Myanmar prägen.


Alles in allem ist das ein Buch, das mein Regal sehr sehr lange begleiten wird. Ich bin immer noch fasziniert und beeindruckt. Vielen Dank, dass ich das lesen durfte :-)

Märchen aus Burma

Von: Elizzy Datum : 29.03.2018

https://readbooksandfallinlove.wordpress.com/

Zusammengefasst
Ein Buch voller Geschichten. Geschichten über das Leben, Rituale, Traditionen und vielem mehr. In jeder Geschichte findet sich eine Botschaft, die auch noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt. Mit diesem Buch begibt man sich auf eine kleine Reise, nimmt sich Auszeit vom Alltag und erlaubt sich wieder auch am Tag zu träumen.
Darüber Gedanken gemacht
Das Buch beginnt mit ein paar Worten vom Autor selbst, er beschreibt seine erste Reise nach Burma und wie er mit den Menschen dort in Kontakt kam. Diesen Teil des Buches fand ich besonders interessant, denn gemeinsam mit ihm lernt man eine Religion kennen, die so ganz anders ist, als man sich dies zunächst vorgestellt hat. Für mich war der Einstieg ins Buch sehr stimmig und machte neugierig auf die Märchen, die sogleich folgten.
Besonders gut hat mir die Geschichte „Über das Teilen“ gefallen – in diesem Märchen lernt man, dass man auch wenn man nur sehr wenig hat, man dies teilen soll und durch diese Gute Tat, kommt auch wieder sehr viel Gutes zurück.
Es gab noch viele weitere solcher Fabeln und Märchen, die eine richtig schöne Botschaft in sich tragen und einen zum innehalten und nachdenken treiben. Einige Märchen hingegen sind durchaus brutal und Enden meistens nicht mit einem Happy End, doch genau so wie Grimms Märchen sind auch diese hier nicht alle für Kinder bestimmt und sollten deshalb beim Vorlesen etwas abgemildert werden.
Gefiel mir sehr
Die Kultur des Landes ist in den Märchen unglaublich spürbar und man lernt viel über das Land und die Menschen. Man kommt viel in Berührung mit den Weisheiten von Buddha und für mich persönlich war das wirklich sehr interessant.
Gefiel mir nicht
Wie bereits oben erwähnt waren einige Märchen sehr Brutal und die Botschaft war mir da nicht wirklich klar.
Schreibstil & Cover
Der Schreibstil wurde sehr gut übernommen und ich glaube, dass bei der Übersetzung nicht viel verloren ging. Das Cover ist wunderschön gestaltet und die Zeichnung glänzt in echt rosé-golden und gefällt mir unglaublich gut!
Fazit
Auf jeden Fall war das ein tolles Buch für zwischendurch, mit vielen schönen Märchen und einer tollen Botschaft. Wer sich gerne mit Märchen beschäftigt und mal was anderes, als die altbekannten Märchen der Gebrüder Grimm oder Hans Christian Andersen lesen möchte, der wird bei diesem Buch goldrichtig sein.
Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)

Hier geht es zur Leseprobe.
Hier könnt ihr das Buch kaufen

Märchen und Fabeln

Von: Amber144 Datum : 20.03.2018

https://www.instagram.com/144amber

Mich hat das Buch sofort wegen seines schönen Covers angesprochen. Märchenbücher lese ich sehr gerne und aus dem Teil der Welt habe ich bisher keine Märchen und Fabeln gelesen. Deswegen war ich sehr gespannt auf das Buch.

Es enthält einige Geschichten, die nicht miteinander zusammen hängen, also ein wirkliches Märchenbuch. Die Geschichten lassen sich sehr gut zwischendurch lesen und haben mich sofort gefangen genommen.
Die ferne Kultur wird wunderschön beschrieben und man wird sofort in die Welt geworfen.

Es ist ratsam das Buch nicht einfach durchzulesen, sondern darüber nachzudenken, welche Bedeutung die einzelnen Geschichte haben und was man von ihnen mitnehmen kann.

Für mich ein tolles Buch, nicht nur für Fans fernen Ländern, sondern auch für Menschen, die gerne etwas aus Geschichten lernen.

Verdiente 4 Sterne.

Ein lesenswertes Buch!

Von: Annalena Henkel Datum : 05.12.2017

henkels-buch-stube.blogspot.de/

*Das Buch ist ein Rezensionsexemplar und wurde mir vom Bloggerportal, sowie vom Verlag zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!*

Allgemeines
Titel: "Das Geheimnis des alten Mönches - Märchen und Fabeln aus Burma"
Autor: Jan-Philipp Sendker
ISBN: 9783896675811
Seitenanzahl: 288 Seiten
Verlag: Blessing
Veröffentlichungsdatum: 11.09.2017

~ Märchen und Fabeln aus dem Land der Pagoden - Burma. ~

Meinung

Ein sehr schönes Buch.
Jetzt natürlich etwas über den Schreibstil des Autors zu sagen ist etwas schwierig, da es (wie wahrscheinlich schon vermutet) um Märchen und Fabeln geht.
Dennoch kann man dazu sagen, dass ich das Buch gerne gelesen habe - die Sprache war natürlich anders, wie in Märchen eben. Aber genau das macht das Buch zu etwas Besonderem.
Burma ist der alte Name für das heutige Myanmar und liegt somit auf dem asiatischen Kontinent.
Da ich bereits zweimal in Thailand war und die Menschen dort schon erlebt habe, fand ich es unheimlich toll nochmal in diese "Welt" eintauchen zu können.
Mich interessiert die Kultur der asiatischen Länder im Moment sehr und das Buch gibt unglaublich gute Einblicke in diese. Teilweise fand ich die Märchen und Fabeln erschreckend - sowas würden die meinsten europäischen Kinder nie zu hören bekommen. Dieses Buch gelesen zu haben gibt einem einige Denkanstöße - wie sieht das bei uns aus? - wieso kriegen Kinder so etwas erzählt?
Diese Anstöße sind eigentlich leicht zu erklären: es ist eine andere Kultur.
Am Ende des Buches geht der Autor auch nochmal auf den jetzt vorherrschenden Wandel in Myanmar ein - dies fand ich auch sehr schön, denn auch das Land bleibt nicht von dem stetigen gesellschaftlichen Wandel verschont.

Fazit

Alles in allem ein sehr schönes Buch und deswegen bekommt es auch 4 von 5 Sterne von mir.
Den letzten Stern bekommt das Buch nicht von mir, da es mich einfach nicht umgehauen hat. Aber jetzt nicht falsch verstehen - es zu lesen lohnt sich auf jeden Fall und ich kann es jedem ans Herz legen. Egal ob ihr euch für die Kultur des Landes interessiert - man lernt sehr viel!

Eine grandiose Anthologie!

Von: Krisi-WurmsuchtBuch Datum : 22.11.2017

wurmsuchtbuch.com

Wörter sind machtvoll, das erfahren Leser jeden Tag. Buchstaben können bewegen, erstaunen oder auch zerstören. In einigen Genres wird ihnen größere Aufmerksamkeit zuteil, als in anderen, wenn ich zum Beispiel an Lyrik denke. Doch was wir häufig nicht als Literatur bezeichnen, da sie in der Gesellschaft eher abgewertet werden, sind die Märchen, Fabeln und Sagen, die die Menschheit schon seit vielen Jahrhunderten begleiten. Umso glücklicher war ich, als ich Jan-Philipp Sandkers Anthologie fand und mich auf eine Reise begeben durfte…

Geschichten aus vergangenen Zeiten sind für mich, als Geschichtsstudentin, Gold wert. In „Das Geheimnis des alten Mönches“ sind die Märchen und Fabeln Burmas als Anthologie aufbereitet und in ihrer Vielfalt zu erkunden. Gerade die unterschiedlichen Kulturen kristallisieren sich in jeder einzelnen Überlieferung heraus und für Menschen, welche mit den westlich geprägten Geschichten, zum Beispiel den Märchen der Gebrüder Grimms, aufgewachsen sind, werden einen großen Unterschied in der Darstellungsweise und Denkweise der antagonistischen Kulturen erkennen. Darin liegt die wahre Kraft dieser Anthologie – sie lässt uns an einer fremden Kultur teilhaben und dies Mithilfe von Literatur!

Natürlich ist es schwierig, eine Anthologie angemessen zu rezensieren, gerade wenn es um niedergeschriebene Erzählungen geht, die vermehrt und über lange Zeit mündlich weitergegeben wurden. Doch in dieser Anthologie herrscht nicht nur durch die grandiose Aufbereitung und Ordnung der Geschichten Harmonie, sondern besonders durch deren Diversität und Unterhaltungswert. In manchen steckt eine Lehre, in manchen der große Einfluss der Mythologie auf eine Gesellschaft und in anderen die wahre Passion für das Leben und Lieben.

Faszinierender Einblick in burmesische Kultur

Von: buecherecke Datum : 01.11.2017

buecherecke8.blogspot.de

Inhalt:
"Ich habe Burma seit 1995 mehrere Dutzend Male bereist, und bei den Recherchen für meine Romane Das Herzenhören und Herzenstimmen wurden mir immer wieder Märchen und Fabeln erzählt. Zum einen waren das bewegende Geschichten, die von dem mythologischen Reichtum der verschiedenen Völker Burmas erzählten, von der Spiritualität der Menschen und wie tief buddhistisches Denken die Gesellschaft über Jahrhunderte geprägt hat. Andere waren so fremd und skurril und kamen ohne eine sich mir erschließende Moral aus, sodass ich sie gar nicht einordnen konnte. Wieder andere erinnerten mich an die Märchen meiner Kindheit, nur dass hier Affen, Tiger, Elefanten und Krokodile die Fantasiewelt bevölkerten statt Igeln, Eseln oder Gänsen. Die Lehren, die sie vermitteln wollten, ähneln denen der Brüder Grimm oder Hans Christian Andersens und ich verstand, wie sehr sich alle Kulturen in ihren Mythen aus dem universellen Fundus menschlicher Weisheit bedienen." - Jan-Philipp Sendker

Mein Lieblingszitat:


Meine Meinung:
Für mich klang der Klappentext dieses Buches unglaublich interessant, da ich ein großer Fan von Märchen bin. Jan-Philipp Sendkers Märchensammlung enthält gut fünfzig kleine Märchen, die sich mit sehr unterschiedlichen Themen, darunter Familie, Liebe und Verlust beschäftigen, wobei einige etwas brutal sind und nichts beschönigen. Obwohl das Buch nicht viele Seiten hat, sollte man sich einige Zeit für die Geschichten nehmen, da jede einzelne zum Nachdenken anregt. Da Sendker schon viel in Burma herumgekommen ist, spiegeln die Erzählungen die Ansichten, die Kultur und die Religion Burmas gut wieder. So treten oft Wesen, wie z.B. Drachen und Nats (verehrte Geister) auf und Tiere besitzen die Fähigkeit zu sprechen. Die Charaktere sind, wie gewöhnlich in Märchen, von Grund auf verschieden und waren mir mal sympathisch, mal nicht. Am Ende der einzelnen Fabeln findet man manchmal eine Lehre vor, mit dem Ziel, die Gedanken, und vielleicht auch Taten der Leser zu beeinflussen. Auch die angewandte Sprache und der Schreibstil erinnern an Märchen und eine fremde Kultur und helfen dabei, sich in das Geschehen zu vertiefen. Sehr gut gefallen hat mir, dass der Autor am Anfang des Buches in einem Vorwort über seine Reisen nach Burma und seine Erfahrungen dort geschrieben hat, um die Leser in diese fremde Welt einzuführen. Am Ende hat er noch einmal die Entwicklung Burmas in den letzten Jahren dokumentiert und ein Fazit gezogen, was dem Buch einen schönen Rahmen verpasst hat.

Mein Fazit:
Ein Buch für jeden, der sich für Märchen und für das Kennenlernen einer völlig neuen Kultur begeistern kann!

Vielen Dank an den Blessing Verlag für die freundliche Bereitstellung des Buches!

Das Geheimnis des alten Mönches bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Wunderschöne Geschichten die ins Herz treffen - immer und immer wieder

Von: Lieblingsleseplatz Datum : 31.10.2017

www.lieblingsleseplatz.de

Kennt ihr „Herzenstimmen“ oder  „Herzenhören“ von Jan-Philipp Sendker? Ich habe diese wunderschöne Reise auf den Spuren einer großen Liebe schon zwei mal gelesen. Traumhaft.

Und um diese Stimmung ein wenig wieder aufleben zu lassen, habe ich mir „Das Geheimnis des alten Mönches“ ausgesucht. Ich lese nicht viele Geschichtensammlungen, aber genau so wie „Fremdsein“ ist auch dieses Buch was, das immer an meinem Lieblingsleseplatz liegt und das ich gerne zur Hand nehme und mir eine Geschichte zu einer Tasse Tee aussuche.

»Ich habe Burma seit 1995 mehrere Dutzend Male bereist, und bei den Recherchen für meine Romane Das Herzenhören und Herzenstimmen wurden mir immer wieder Märchen und Fabeln erzählt. Zum einen waren das bewegende Geschichten, die von dem mythologischen Reichtum der verschiedenen Völker Burmas erzählten, von der Spiritualität der Menschen und wie tief buddhistisches Denken die Gesellschaft über Jahrhunderte geprägt hat. Andere waren so fremd und skurril und kamen ohne eine sich mir erschließende Moral aus, sodass ich sie gar nicht einordnen konnte. Wieder andere erinnerten mich an die Märchen meiner Kindheit, nur dass hier Affen, Tiger, Elefanten und Krokodile die Fantasiewelt bevölkerten statt Igeln, Eseln oder Gänsen. Die Lehren, die sie vermitteln wollten, ähneln denen der Brüder Grimm oder Hans Christian Andersens und ich verstand, wie sehr sich alle Kulturen in ihren Mythen aus dem universellen Fundus menschlicher Weisheit bedienen.« Jan-Philipp Sendker

Gemeinsam mit Lorie Karnath und Jonathan Sendker hat Jan-Philipp Sendker seine Lieblingsgeschichten aus dieser uns so fremden Welt gesammelt und für uns aufbereitet. Ich finde, es ist den Autoren und Sammlern unheimlich gut gelungen die Geschichten in eine für uns gängige Sprache zu übersetzen, ohne dass diese ihren märchenhaften Zauber verloren haben. Fast meint man einen alten weisen Mönch vor sich sitzen zu sehen, der einem seine Weisheiten vermittelt… Meine Lieblingsgeschichte ist „Die Macht des Karma“, die uns lehrt zu Lebzeiten darauf zu achten Gutes zu tun.

Ich vergebe für dieses Schmuckstück sehr gerne 5 von 5 LieblingsLesesessel!

FABELhaft

Von: StMoonlight Datum : 30.10.2017

https://gedankenteiler.blog/category/bucher-rezensionen/

Dieses Buch vereint mehr als nur Märchen und Fabeln. Bevor es losgeht liefert der Autor Einblicke in das Birma der 90er-Jahre. Ruhe und Gelassenheit herrschten zu dieser Zeit vor und die Menschen lebten mit, statt gegen die Natur. Das eine oder andere historische Ereignis wird eingestreut und vermittelt so einen kleine, aber nicht weniger interessante, Zusammenfassung.

Die enthalten Fabeln und Märchen sind sehr unterschiedlich. Während die einen lang sind, gibt es auch sehr kurze. Mal sind sie herzzerreißend traurig, mal einfach unsagbar schön. Auch die Themen sind sehr gemischt. Von Liebe und Freundschaft über Verrat und Rache bis hin zur Vergebung ist so ziemlich alles dabei. Allesamt vermitteln sie, wenn manchmal auch etwas versteckt, eine Botschaft an den Leser.

Eines haben sie alle gemeinsam: Sie berühren das Herz des Lesers. <3

Vielfältig, spannend, faszinierend

Von: Jashrin Datum : 05.10.2017

nichtohnebuch.blogspot.de/

Nachdem mich vor ein paar Jahren „Das Herzenhören“ sehr begeistert hat, war ich umso gespannter auf die Märchen und Fabeln aus Burma, die Jan-Philipp Sendker mit Hilfe seines Sohnes und der amerikanischen Autorin Lorie Karnath, die auch die Idee zu diesem Buch hatte, gesammelt und zusammengetragen hat.

Seit 1995 hat Jan-Philipp Sendker Burma, das heutige Myanmar, dutzende Male besucht. Mit den Märchen und Fabeln nimmt er uns mit in eine fremde und faszinierende Welt, deren Vielfalt auch in den Märchen sichtbar wird. So gibt es Märchen, die den unseren gar nicht so unähnlich sind, aber auch viele, die völlig anders sind, als wir es von den Gebrüdern Grimm oder auch Hans Christian Andersen kennen. Nicht immer hat sich mir die Moral oder der Sinn hinter den Geschichten erschlossen, so dass ich manches Mal etwas ratlos zurückblieb und mich fragte, was ich damit anfangen soll. Zudem hat es mich sehr überrascht, wie viele Tote es in den Märchen gibt. Oft sind es die Protagonisten, die nicht selten einen gewaltsamen Tod erleiden. Mal endet das Märchen mit dem Tod, doch in vielen Fällen werden die Verstorbenen wiedergeboren, sei es als Mensch oder als ein anderes Lebewesen oder auch als Geist, und sie widmen ihr neues Leben fortan entweder der Rache und dem Unheil oder helfen Gutes zu tun.

Die unglaubliche Vielfalt hat mich jedes neue Märchen und jede neue Fabel mit Spannung lesen lassen, da ich niemals den Ausgang vorhersagen konnte. Der Erzählstil variiert ein wenig, da jeder der drei Geschichtensammler seine eigene Erzählweise in die Geschichten hineinbringt, doch die Unterschiede sind nicht so stark ausgeprägt, dass es mich in irgendeiner Art und Weise gestört hätte. Im Gegenteil, ich finde die leichten Abweichungen für diese bunte Mischung sehr passend.

Neben den über 50 Märchen und Fabeln gibt es auch eine Einleitung und ein Nachwort des Autors, welche mich nicht minder fasziniert haben. Der Autor lässt uns in ein spannendes Land eintauchen und erweckt für uns seine Erinnerungen zum Leben. Die Begebenheiten, die er schildert, haben mich des Öfteren schmunzeln lassen und sie haben mir vor allem gezeigt, welche Unterschiede es zu meinem üblichen Alltag gibt, vor allem wenn er das Burma der 90er Jahre beschreibt. Seine Erzählungen sind stets warmherzig, offen und respektvoll und man merkt mit jeder Zeile, dass ihm das Land und seine Bewohner sehr ans Herz gewachsen sind.

Mein Fazit: Wer Märchen und Fabeln mag oder sich für das Land und die Kultur Myanmars interessiert, der sollte bei diesem Buch auf jeden Fall zugreifen.

„Die Seele eines Volkes, wie sie in Märchen beschrieben wird, ändert sich nicht so schnell.“

(S.281, Zitat von Than Htun, einem Buch- und Antiquitätenhändler, mit dem der Autor über die Veränderungen in Burma sprach.)

Einfach wunderschön ♥

Von: Ruby Datum : 04.10.2017

tintengewisper.blogspot.de/

Ich bin ein wahnsinniger Jan-Philipp Sendker Fan und kann nur jedem raten, der je die Chance hat, ihn live zu erleben, das auch wahrzunehmen. Und diese Begeisterung für seine Bücher war es auch, die mich so freudig auf dieses Werk hat warten lassen. Diesmal jedoch ist es kein Roman. Nein, diesmal begegnen uns in diesem Buch eine Vielzahl an Geschichten aus dem Land dem der Autor mit viel Liebe begegnet. Da ich selber auch Märchen und Fabeln sehr gerne lese, freute ich mich also doppelt und kann nur sagen, enttäuscht war ich nicht. Die Geschichten waren allesamt so wunderbar anders und doch immer mit einer Moral, über die man oft eine Weile nachdenken konnte. Manche Traurig wie die von Tiger und Hase, manche zu schmunzeln. Einige waren schon auch heftiger als andere und so würde ich trotz des Fabeln Aspekts vielleicht doch eher davon abraten es am Ende den Kindern vorzulesen. Alleine, weil das Ende oft eben nicht ganz so typisch ist. Weder typisch schwarz-weiß, noch anders.
Jeder der Fabeln und Märchen liebt, sollte sich dieses hier unbedingt ansehen. Es ist besonders. Ein Schatz im Regal und immer mal wider, kann man sich das Buch zur Hand nehmen und darin versinken.

Burmesische Märchenkultur

Von: YukBook Datum : 03.10.2017

www.yukbook.me

Es gibt verschiedene Arten, sich dem Kultur- und Gedankengut eines Volkes zu nähern. Der Schriftsteller Jan-Philipp Sendker hat mehrmals Burma bereist und für seine bekannten Romane über Land und Leute recherchiert. Eine Tradition faszinierte ihn wohl besonders: die Märchenkultur. Er begleitete Einheimische in die Dörfer rund um den Ort Kalaw, besuchte Klöster und ließ sich Märchen und Fabeln erzählen. Die mündlich übertragenen Erzählungen hat er in diesem Band zusammengetragen und für uns zugänglich gemacht.

Es ist erstaunlich, wie sich die großen Themen der Menschheit decken, ganz gleich ob man die Märchen von Christian Andersen, der Gebrüder Grimm oder diese aus Burma liest. Sie handeln meist von unerschütterlicher Liebe, von Zuversicht, Habsucht oder Vergebung.

Was ist nun das Besondere an den burmesischen Fabeln? Auffällig fand ich, dass sich keine bestimmte Formel erkennen lässt, zum Beispiel dass die Guten stets die Bösen besiegen. Einige hatten sogar einen offenen oder überraschenden Ausgang und machten erst recht nachdenklich. Ein Thema, das in verschiedenen Variationen immer wiederkehrt, ist der Neid auf andere und die Versessenheit auf Gerechtigkeit. Bevor man jemandem etwas Besseres gönnt, leidet man lieber selbst. Gilt dies nicht auch für die heutige Zeit? Manche können ein noch so luxuriöses Heim bauen – solange der Nachbar eine größere Villa hat, wird er nie zufrieden sein. Wie unglücklich man sich mit dieser typisch menschlichen Schwäche macht, zeigt die tragische Geschichte „Wie die Drossel ihr farbenprächtiges Gefieder verlor“. Aus lauter Habgier verliert eine Drossel etwas äußerst Wertvolles, das unwiederbringlich ist.

Die Märchen sind so vielfältig und kurzweilig, dass ich sie in einem Rutsch gelesen habe. Manche brachten mich zum Schmunzeln, zum Beispiel „Der Mond im Brunnen“, in der ein Mann versucht, den Mond aus dem Brunnen zu retten und sich hinterher freut, wie gut ihm das gelungen ist. In Situationen, wo man sich in der heutigen Zeit rechtlichen Beistand holen würde, lassen die Protagonisten kluge Hasen oder Affen als Schiedsrichter fungieren. Besonders gut gefielen mir die Märchen, die buddhistische Weisheiten durchschimmern lassen: zum Beispiel, dass alles auf der Welt Ansichtssache ist oder dass sich die Menschen durch Selbsttäuschung das Leben schwer machen.

Aber nicht alle Geschichten sind so leichtfüßig. „Die Flut“ zum Beispiel führt drastisch vor Augen, zu welch grausamen Taten Menschen aus Verletztheit oder Rachegefühl fähig sind. Sendker beweist wieder einmal, was für ein begnadeter Schriftsteller er ist und lässt uns in einem wunderbaren Erzählstil am Zauber der burmesischen Märchen teilhaben.

Die Sammlung einer anderen Welt

Von: yvonnes welt Datum : 28.09.2017

yvonnes-welt.com

Wie sieht denn hier der Klappentext aus?

Das Geheimnis des alten Mönches - "Bei meinen Reisen durch Burma habe ich gelernt, wie viel uns Märchen und Fabeln über die Seele eines Volkes erzählen. Die jahrhundertealten Geschichten in diesem Buch handeln von universellen Themen: Gier und Bescheidenheit, Großmut und Rache, Liebe und Verlust." - Jan-Philipp Sendker

Warum ich mich für dieses Buch entschieden habe

Als ich Das Geheimnis des alten Mönches das erste Mal sah, war mein erste Gedanke, was es für ein schönes Cover hat. Als ich dann den Titel sah, dachte ich "Hm, ja ok, hört sich nicht so spaßig an". Der Untertitel hat dann aber das Rennen gewonnen, denn dort wird verraten, dass es sich um Märchen und Fabeln aus Burma handelt. Da war mein Interesse dann doch geweckt. Denn vor einiger Zeit habe ich ein eindeutiges Faible für Märchen entwickelt. Gepaart mit meiner Liebe zum Reisen und die Welt zu entdecken, schien dieses Buch natürlich wie gemacht für mich. Naja, da ich ein totaler Coverkäufer bin, hätte das wahrscheinlich auch schon gereicht...

Das Geheimnis des alten Mönches - Hat sich die Vorfreude gelohnt?

Ja, und wie! Um das mal kurz vorwegzunehmen. Das Buch war wunderschön. Zu Beginn hat der Autor über die Entstehung des Buches geschrieben. Es ging weiter damit, wie er das Land Burma für sich entdeckt hat. Diese Beiden Kapitel vorweg fand ich sehr schön, da man so einen Einblick in das Land bekam und sich somit noch ein bisschen mehr auf die Märchen einlassen konnte. Auch sehr schön finde ich die Länge der Märchen, denn sie sind perfekt, um sie auch mal zwischendurch zu lesen, wenn man etwas lockeres leichtes haben möchte.

Gehen wir mal mehr ins Detail...

In jedem Satz dieses Buches, vor allem in den ersten Kapitel, wo Jan-Philipp Sendker über seine Reisen schreibt und wie er das Land für sich entdeckt hat, merkt man wie sehr der Autor das Land liebt und wie gerne er seine Erfahrungen teilen möchte. Das Ganze wird hervorgehoben durch einen leichten und schlichten Schreibstil, ähnlich der Art, wie auch deutsche Märchen erzählt sind. Dieser in Kombination mit den schönen Geschichten, die hinter den Märchen stecken, ließ mich das Buch einfach nur lieben. Ich hatte das Gefühl in eine andere Welt einzutauchen, die mir aber ab und zu doch bekannt vorkam, denn einige der Märchen ähneln stark den Deutschen. Achtet mal beim Lesen auf parallelen, ich fand gerade das sehr spannend.

Und nun auch schon mein Fazit

Viel mehr gibt es zu dem Buch auch schon fast nicht zu sagen, denn sonst würde ich nur Spoilern und ich will ja, dass ihr das Buch noch selber lest. ;-) Ich fand es eine wunderbare Abwechslung zu den Romanen, die ich sonst lege und ich werde es auch definitiv noch öfters in die Hand nehmen und mich auf eine kleine Fantasievolle Reise nach Burma begeben... :-)


Vielen Dank noch an den Blessing Verlag für das Rezensionsexemplar!

Eine wunderbare Sammlung von Märchen und Fabeln

Von: Bücherserien.de Datum : 23.09.2017

www.buecherserien.de/rezension-jan-philipp-sendker-geheimnis-des-alten-moenches/

In Myanmar – besser bekannt als Burma – kennt man Märchen und Fabeln, die sich grundlegend von dem unterscheiden, was wir hierzulande in unseren kulturellen Geschichtenschatz aufgenommen haben. Die Märchen aus Südostasien sind geprägt von der Denkweise und der Spiritualität der Buddhisten. Im Mittelpunkt asiatischer Märchen stehen nicht selten Tiere, für uns vielleicht überraschend oft der Hase, aber natürlich auch Elefant, Tiger oder Affe.

Asien ist ein gewaltiger Kontinent mit großen kulturellen Unterschieden, die sich durchaus auch in den Mythen und Märchen wiederspiegeln. Einige von ihnen hat Jan-Philipp Sendker hier gesammelt: Ein Schatz aus einem Land, das erst vor wenigen Jahren seine Medienrestriktionen lockerte und dessen Geschichtentraditionen uns noch weitestgehend unbekannt sind.

Kritik zu „Das Geheimnis des alten Mönches“:

Das Geheimnis des alten Mönches" von Jan-Philipp SendkerViele märchenhafte Geschichten hat Jan-Philipp Sendker in diesem Band zusammengetragen. Er hat sie gehört, als er auf seinen Reisen durch Burma für seine bekannten Romane „Das Herzenhören“ und „Herzenstimmen“ recherchierte. Man habe ihm dort immer wieder Märchen erzählt, berichtet der Autor in seinem Vorwort. Viele kamen ihm seltsam vor. Das ist nicht verwunderlich, denn asiatische Märchen unterscheiden sich in ihrer Art sehr von den uns bekannten Geschichten, z.B. denen der Brüder Grimm.

Doch wie auch Jan-Philipp Sendker erkannte, ist das, was wohl allen Märchen und Fabeln zugrunde liegt, etwas ganz universelles. Diese Geschichten transportieren Moralvorstellungen und Weisheiten, Lebensphilosophien und Werte. Die Geschichten aus Südostasien machen dies nur anders, als wir es gewohnt sind. Doch wer tiefer schaut, findet in „Das Geheimnis des alten Mönches“ Motive ganz ähnlich denen, die uns bekannt sind – Weisheit eben, anders verpackt, aber im Kern gleich.

Mein Fazit:

Dieser Geschichtenband von Jan-Philipp Sendker gehört in jede Märchensammlung, zumal es nur wenige Aufzeichnungen burmesischer Märchen gibt. Kleine Dinge können eine große Wirkung haben: Das ist wohl die grundlegende Botschaft dieser Geschichten, die der Autor hier niedergeschrieben hat. Die in dem Buch „Das Geheimnis des alten Mönches“ gesammelten Märchen sind eher kurz und bestehen meist nur aus drei bis vier Seiten, doch regen sie zum Nachdenken an; sie amüsieren den Leser oder transportieren eine Traurigkeit, die den Leser erreicht. Kurz gesagt, sie berühren: Und das ist wohl das Beste, was ein Märchen erreichen kann.