Leserstimmen zu
Drei Weihnachtsengel auf heißer Spur

Wolfram Hänel

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Adventskalenderbücher haben wir bereits einige getestet und sind von dem Prinzip sehr angetan. Jeden Tag dürfen die Seiten an der Perforation durchtrennt werden und ein neues Kapitel kommt zum Vorschein. Insgesamt sind es also 24 Kapitel, die eine spannende Kriminalgeschichte erzählen. Die einzige, kleine Schwäche besteht darin, dass solche Adventskalenderbücher eben nicht Probe gelesen werden können. Man kann zwar versuchen, zwischen die Seiten zu lugen, aber … nein, eigentlich bringt es das nicht. An der Perforation lassen sich die Seiten ohne Schwierigkeiten auftrennen, auch ohne Lineal oder Brieföffner, wie in der kleinen Gebrauchsanweisung auf der ersten Seite vorgeschlagen wird. Wir nehmen immer den Finger und bisher wurde nie eine Seite beschädigt oder sonst wie in Mitleidenschaft gezogen. Max und Mia sind mit ihrer Mutter zu ihrem Onkel in die Schweiz gezogen. Ihre Eltern scheinen glücklicher, wenn zwischen ihnen ein bisschen Abstand herrscht. Doch Max‘ und Mias Papa kommt regelmäßig zu Besuch. Kurz vor Weihnachten geschehen merkwürdige Dinge in dem verschneiten Dorf und die beiden Kinder beginnen zu ermitteln. Die Geschichte wird aus Max‘ Sicht erzählt. Vom Schreibstil war ich sehr angetan. Er ist sehr flüssig, ein bisschen verschachtelt, aber sehr klug und pointiert formuliert. Überhaupt nicht oberflächlich oder plump. Es macht Spaß Max‘ Beschreibungen zu lesen, der seine Umwelt mit einigem unterschwelligen Sarkasmus wahrnimmt und ziemlich kluge Beobachtungen macht. Insgesamt ist die Handlung ein relativ unterhaltsamer Krimi für Kinder ab 10 Jahren. In manchen Kapiteln besteht der erste Absatz grundsätzlich nur aus einleitendem Blabla, das nichts zum Fortschreiten der Handlung beiträgt. Aber da die Geschichte witzig und gut geschrieben ist, stört das nicht weiter. Das Taschenbuchformat ist für junge Leser vermutlich ganz praktisch, obwohl ich persönlich Hardcover bevorzugen würde. Hier erinnert die Buchbindung an ein einfaches Leseheft, dessen Nutzung nicht von Dauer sein soll. Zwischen den einzelnen Kapiteln befinden sich Illustrationen, die vom Stil her an einen Comic erinnern. Sie zeigen Szenen aus dem Buch, sind aber sicherlich Geschmackssache. Insgesamt gefällt uns das Buch sehr gut. Die Charaktere sind drollig, der Schreibstil überzeugt und eine Krimigeschichte hinter perforierten Seiten zu verbergen, ist an sich schon eine tolle Idee, um die Spannung zusätzlich zu steigern.

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Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Die Bewertung des Buches wird dadurch nicht beeinflusst und spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wider. Aufbau: Das Buch ist in 24 Kapitel unterteilt, von denen man ab dem 1. Dezember jeden Tag eins lesen "soll". Ein Buch-Adventskalender also. Ich kenne das Prinzip bereits von einem Buch, aus dem meine Klassenlehrerin in der Grundschule immer vorgelesen hat. Die Idee hat mir schon damals gut gefallen und wurde jetzt sogar noch etwas verbessert, indem die Seiten des betreffenden Tages zunächst geöffnet werden müssen. Das folgende Bild zeigt, dass immer zwei Seiten zusammenhängen. Im Buch wird die Trennung mittels Brieföffner empfohlen, was allerdings gar nicht nötig ist, da sich die Seiten prima mit der Hand öffnen lassen. Um das Buch rechtzeitig zu rezensieren, habe ich es bereits im November gelesen. Dabei habe ich zwischen den Kapiteln häufig einen Tag verstreichen lassen, um beurteilen zu können, wie gut man wieder in die Geschichte hineinfindet. Die Kapitel selbst sind mit einer Länge von zwei voll beschriebenen Seiten eher kurz, sodass sie ideal zum Vorlesen oder für junge Leser sein dürften. Inhalt: Max und Mia sind mit ihrer Mutter in die Schweiz zu dem Onkel gezogen. Anscheinend brauchten die Eltern der beiden ein bisschen Abstand, aber der Vater kommt regelmäßig zum Besuch und alle verstehen sich dann auch gut. Doch plötzlich ist ihr Freund Carlo verschwunden, einfach so ohne ein Wort. Auch die Pizzeria seines Vaters scheint verlassen. Da muss etwas faul sein, beschließen die Geschwister. Als sich die komischen Zufälle im Dorf dann noch häufen, beginnen sie mit ihren Ermittlungen. Meine Meinung: Der Schreibstil ist leicht verständlich und angenehm zu lesen. Die Länge der einzelnen Kapitel passt sehr gut, um wirklich jeden Tag ein Kapitel zu schaffen. Zusätzlich ist das Buch sehr süß gestaltet, mit vielen Illustrationen. Der Stil gefällt mir nicht ganz so gut wie in anderen Büchern, aber das ist ja Geschmackssache, weshalb ich dafür keinen Punkt abziehe. Was ich sehr gut finde ist, dass sich das Buch auch mit akutellen Problemen wie Klimaerwärmung und der Ausbeutung von Tourismusorten beschäftigt. Das Ende des Buches ist teilweise nicht so ganz realistisch, finde ich im Kinderbuchbereich aber völlig in Ordnung. Der einzige wirkliche Kritikpunkt, den ich habe, ist dass sich der Protagonist zu Anfang mancher Kapitel in Belanglosigkeiten verliert. Er sagt dann auch immer sowas wie: "Ihr wundert euch wahrscheinlich, warum ich euch das erzähle, aber es ist wichtig, weil...". Doch auf einer Länge von zwei Seiten, bleibt nicht mehr viel Platz für wirklich interessante Inhalte. Da das allerdings nur in wenigen Kapiteln so war, habe ich das Buch dennoch mit großer Freude gelesen. Fazit: Ein tolles Buch zur Adventszeit, in dem man über 24 Tage eine Ermittlung begleitet. Klasse finde ich, dass die Seiten vor dem Lesen erst aufgetrennt werden müssen. 4 von 5 Pfoten

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