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Leserstimmen (18)

Annette Mingels: Was alles war

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Hörbuch CD ISBN: 978-3-8445-2538-0

Erschienen:  06.03.2017
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Was alles war und warum

Von: Niamh O'Connor Datum : 02.03.2018

chicklitscout.wordpress.com

Susa wurde gleich nach ihrer Geburt von ihrer Mutter zur Adoption freigegeben und gemeinsam mit einer ebenfalls adoptierten Schwester Maike von liebevollen Adoptiveltern großgezogen. Jetzt arbeitet sie als Meeresbiologin und hat gerade Henryk kennengelernt, einen verwitweten Universitätsprofessor mit zwei Töchtern, als sich ihre biologische Mutter Viola bei ihr meldet. Susa trifft sich zwar mit ihr, kann mit der selbstverliebten Weltenbummlerin aber wenig anfangen. Ihre Kindheit war glücklich und sie hat ein ausgezeichnetes Verhältnis zu ihren Eltern, daher hat sie ihre Herkunftsfamilie nie vermisst, sie freut sich aber, ihre zwei Halbbrüder kennenzulernen, die ebenfalls nicht bei Viola aufgewachsen sind.

Wenige Jahre später ist Susa mit Henryk verheiratet und versorgt neben den beiden Mädchen Rena und Paula auch das gemeinsame Baby Leve. Zu Viola hält sie losen Kontakt und ihrem Bruder Cosmo fühlt sie sich verbunden. Als Susas Vater an Krebs stirbt, fällt es ihr sehr schwer, mit dem Verlust fertig zu werden, und der Wunsch, ihren biologischen Vater zu suchen, einen Amerikaner, der von ihrer Existenz keine Ahnung hat, wird immer stärker. Im Autorentrailer auf YouTube erzählt Annette Mingels, was die Geschichte mit ihrem eigenen Leben zu tun hat und was für sie eine Familie ausmacht.

Meine Meinung: Auf den ersten Seiten war es nicht einfach für mich, in den Roman hineinzufinden. Die Sprache kam mir etwas holprig vor, keine geschliffen formulierten Sätze, stattdessen ein eher notizhafter Stil. Aber schon nach kurzem war die anfängliche Skepsis verschwunden. Annette Mingels erzählt eine Geschichte, die sich auch in der Realität genau so abspielen könnte, in Szenen, die sich jeden Tag dutzende Male genau so wiederholen, und sie findet dafür die richtigen Worte und den richtigen Rhythmus. Es gibt keine großen Dramen und überraschenden Wendungen, nur alltägliche Gespräche, Konflikte, Freuden und Probleme, dazwischen die eine oder andere E-Mail, in der sich Susa mit Viola oder Cosmo austauscht, ohne dass sie einander schockieren oder absichtlich verletzen wollen. Diese Unaufgeregtheit in der Erzählweise hat die Geschichte für mich umso glaubwürdiger und berührender gemacht, und manchmal musste ich das Buch weglegen und tief durchatmen. Trotzdem oder gerade deswegen wünsche ich dem Roman noch viele begeisterte Leserinnen.

Sehr lesenswert!!

Von: Manuela Mankus aus Nürnberg Datum : 21.11.2017

Buchhandlung: Buchhandlung Bücherwurm

Ein sehr schöner autobiografischer Roman. Es wird nichts beschönigt. Annette Mingels habe ich auf dem diesjährigen Poetenfest entdeckt und war bei ihrer Lesung und auch dem anschließenden Interview sehr begeistert von ihrer offenen Art. Sie schreibt über die Familie so authentisch, als wäre man mittendrin. Jeder, der ebenfalls eine Familie hat, kennt die Sorgen und Nöte, das Zusammenspiel von Nähe und Distanz, die Verletzlichkeit wie auch ihre Belastbarkeit. Sehr schön!

Ein leiser Roman mit wahnsinniger Wucht.

Von: Fuxbooks Datum : 01.10.2017

https://fuxbooks.wordpress.com

Susa geht es gut. Sie weiß, dass sie adoptiert wurde und es stört sie kein bisschen. Sie liebt ihre Familie - die Eltern und die Schwester. Und Susa liebt irgendwie auch Henryk, der seit kurzem in ihrem Leben ist. Ihn und dessen zwei kleine Töchter.

Dann taucht Susas leibliche Mutter auf und wirbelt was auf. Ergänzt Susas Leben um einen weiteren Faktor, eine Unbekannte, eine neue Mutter mit einer anderen Vergangenheit. Und mit neuen Brüdern für Susa und einem Liebesbrief von Susas leiblichem Vater - der nie was von seiner Tochter erfahren durfte.

Einen richtigen Handlungsstrang gibt es nicht, aber den braucht es auch nicht. Wir begleiten Susa in ihrem Jetzt, in ihren Gedanken an ihr Gestern und ein Morgen.

Wir sind dabei, wie sich ihre Familie verändert und wie sie die Rolle in der Neuen einnimmt. Wir sehen zu wie eine Familie wächst, an Mitgliedern und neuen Hürden. Wir sind auch dabei, als ein wichtiger Teil beginnt, Abschied zu nehmen und wir erfahren, wie verschieden Abschied schmecken kann.

"Was alles war" ist eine Reise, die den Leser unmittelbar in den eigenen Mittelpunkt führt: ins Herz. Mit voller Wucht schmettert uns Annette Mingels lauter leise Sätze entgegen, die - jeder für sich - ein kleines Beben erzeugen.

Fazit:

Es gab Momente, da musste ich das Buch beiseite legen - und kurz nach Luft schnappen, wenn mir ein einziger Satz mit voller Absicht Tränen in die Augen trieb. Annette Mingels beweist die faszinierende Fähigkeit, feinste Gefühlsregungen einzufangen und sie in Worte zu fassen. Subtil, ohne Drama. Ehrlich und klar. Mit starken Bildern, die den Leser zustimmend nicken lassen. Weil es um etwas geht, das man kennt. Um die eigenen Ängste, Zweifel, Hoffnungen und Ernüchterungen. Die Kraft dieser Geschichte liegt nicht in der Handlung, sondern in allem, was unser Handeln begleitet und bedeutend macht. Ein Buch, das mir ans Herz gewachsen ist - von der ersten Seite bis zur Danksagung.

Liebe - der Stoff, aus dem Familien sind

Von: Mein-Lesetipp Datum : 22.08.2017

www.mein-lesetipp.de

„Was alles war“ nicht nur sehr schön und intensiv erzählt, sondern setzt sich auch eindringlich mit dem Thema „Familie“ auseinander. Was uns prägt – Erziehung oder Gene? Die Entscheidungen, die wir treffen? Und die Achtsamkeit, die uns häufig im Alltag fehlt; die Reue, über Ungesagtes.

Die Protagonistin Susa, Meeresbiologin, wurde als Baby adoptiert und wuchs bei liebevollen Adoptiveltern auf. Mit Mitte dreißig lernt sie Henryk kennen, der nach dem Tod seiner Frau seine kleinen Töchter allein großzieht. Susa und Henryk verlieben sich und werden eine Familie, die wenige Jahre später durch das gemeinsame Baby Leve ergänzt wird. Zu Beginn des Romans nimmt Susas leibliche Mutter Viola, eine Weltenbummlerin und (Über-) lebenskünstlerin, wieder Kontakt zu Susa auf. Diese ist hin- und hergerissen zwischen Befremdung, durch die narzisstischen Züge der Frau, zu der sie keinerlei mütterliche Bindung verspürt, und der Neugier nach ihren Wurzeln.

Viola ist allerdings nur eine Randfigur des Romans, die Susa zum Nachdenken anregt. Das Kennenlernen ihrer unbekannten Brüder, die Suche nach ihrem biologischen Erzeuger, der schmerzhafte Tod ihres geliebten Adoptivvaters und die kriselnde Ehe zwischen Susa und Henryk, die sich in den Spannungen des Alltags gegenseitig zu verlieren drohen – das alles geht unheimlich unter die Haut. All die Fragen, die wir nicht stellen wollen. Die Prioritäten, die wir setzen. Jede Entscheidung für etwas, sagt Susa, ist auch die Entscheidung gegen etwas.

Lyrisch meisterhaft schildert Annette Mingels die Zerrissenheit vieler Frauen. Der konstante Spagat zwischen eigenen Bedürfnissen und denen der Partner oder Kinder, Kind und Karriere – schließt das eine realistisch das andere aus? Hetzen wir zu sehr durch unseren Alltag? Und das große Thema Patchwork. Können wir nicht-leibliche Kinder ebenso lieben wie unsere biologischen? Wie wichtig ist der Kontakt zu biologischen Halbgeschwistern? Sind das fremde Menschen – oder verbindet das Blut quasi instinktiv?

Ich habe den Roman als absolute Bereicherung empfunden und lege ihn jedem ans Herz, der sich für das Thema Familie interessiert.

wichtiges Buch!

Von: Eva-Maria Obermann Datum : 18.08.2017

buchblog.schreibtrieb.com

Susa lernt als Erwachsene ihre leibliche Mutter Viola kennen. Sie wusste, dass sie adoptiert ist und findet wenig Bezug zu dieser theatralischen Person. Sofort verbunden fühlt sie sich dagegen zu ihrem Bruder Cosmo. Doch als ihr Adoptivvater erkrankt droht die Leerstelle um den fehlenden leiblichen Elternteil Susa zu erdrücken. Sie, die selbst Stiefmutter ist und gerade ein leibliches Kind bekommen hat. Wer ist sie eigentlich und zu was ist sie fähig?
Susa ist auf den ersten Blick ein einfacher Charakter. Stimmig, mit beiden Füßen auf dem Boden, nicht stürmisch, sondern Wissenschaftlerin. Ganz anders als ihre quirlige Mutter, die jede Verantwortung, jede feste Bindung immer wieder im Keim erstickt hat. Doch sie wankt leicht, diese feste Protagonistin. Bei ihrem Bruder, zu dem sie eine tiefe Verbindung spürt, bei ihrem Sohn, den sie mehr liebt, als sie es ertragen kann, bei ihrem Mann, hinter dem sie nicht zurückbleiben will. Im Grunde ist sie gefangen in der Zwickmühle jeder berufstätigen Mutter. Bin ich genug?
Das wäre alles auch ohne fehlenden Vater Grund für einen Zusammenbruch. Susa droht am Alltag zu zerschellen, an den Vorstellungen, die sie von sich und ihrem Leben hat. Vor allem aber am Leben selbst, das immer wieder erstaunt und erschreckt. Verlust und Angst vor Verlust liegen direkt neben dem euphorischen Gefühl des Glücks. Im Grunde ist es diese Lebenspanik, die Susas Krise auslöst. Objekt der Selbstsuche wird der Vater.
Was alles war beleuchtet eindringlich die Frage, wie Herkunft, Elternschaft und Identität zu bewerten sind. Wie sie in komplexen Verbindungen miteinander russisches Roulette spielen. Und obwohl Susa ihren Vater sucht, ist es ihre Mutter, vor der sie wegläuft. Alles, was Viola für Susa symbolisiert schleicht sich immer wieder an sie heran. Ist sie dieser Frau wirklich so unähnlich? Regelrecht komponiert ist diese Identitätskrise, die als Metapher für das sein kann, was jeder Frau entgegengestellt wird. Zwei Extreme, die es zu erfüllen gilt und die mit der ruhigen Adoptivmutter ihren zweiten Pol bekommen.
Vielleicht wird unter diesem Gesichtspunkt auch der Titel programmatisch. Was alles war beeinflusst immer, was ist und darf doch kein Grund sein, den eigenen Weg zu finden. Über Jahre folgt der Roman Susa dabei, eine Familie aufzubauen und sich selbst immer wieder von dieser Figur zu entfremden, die sie am Anfang war. Identität ist nichts Festes, sie verändert sich. Diese Veränderung löst die Krise aus, denn Susas neues Ich wird ihr so fremd, dass der Roman zwischenzeitlich von der Ich-Erzählerin auf eine personale Form wechselt.
In Was alles war geht es nicht um die Frage, was Familie ist und wie wir sie leben, sondern auch um die Rolle der Mutter darin, der Frau in einem Leben mit Mann, Kindern, Eltern und Beruf. Und das geht der Roman schonungslos und ehrlich an, voller Selbstlügen und Ängsten, dass Koppschütteln und trauriges Nicken ineinander übergehen. Ein so wichtiges Buch, in dem mehr schlummert, als der erste Blick verrät.

Das Wühlen in Familiengeheimnissen

Von: Stephanie Fey Datum : 05.08.2017

stephaniefey.blogspot.de

Allein das Eingangszitat von Margaret Atwood gefällt mir: Wenn man sich mitten in einer Geschichte befindet, ist es keine Geschichte, sondern nur eine große Verwirrung...ein Durcheinander aus zerbrochenem Glas...Erst hinterher wird daraus eine Geschichte. Das ist für den Roman perfekt gewählt, wie ein Schild an der Eingangstür. Die Struktur liefern die Kapitel, die sich in fünf Akte gliedern: „Anfangen, Lieben, Verlieren, Weitermachen und Finden“.

Ein Roman über Adoption und die verschiedenen modernen Formen des heutigen Familienlebens. Die Hauptfigur Susa wurde (wie die Autorin Annette Mingels) selbst adoptiert. Als Meeresbiologin betreibt Susa Wurmforschung, was wie eine Metapher für das Wühlen in der eigenen Familiengeschichte steht. Überhaupt die Metaphern in dem Roman gefallen mir, da ist die Icherzählerin mal sichtbar wie ein Fisch im Aquarium, als sie von einem Mann durch das Fenster beim Ausziehen beobachtet wird. Anfangs wird Susa noch nicht selber aktiv, sondern ihre Mutter meldet sich mit einem Brief und möchte sie treffen. Mit zehn erfuhr sie, dass ihre liebenden, fürsorglichen Eltern nicht ihre richtigen Eltern sind und als sie das nun ihrer eher verkorksten leiblichen Mutter erzählt, fühlt sie sich wie bei einer Prüfung. Ihre Kehle ist wie zugeschnürt. Was sie erfährt, lässt sie nicht los, sie forscht selbst nach ihren Brüdern und nach ihrem Vater, hat in ihrem bisherigen Leben zugleich aber auch Schicksalsschläge zu verdauen. Der Leser erlebt nicht nur ihre Familiensuche mit, sondern auch die der anderen Figuren. Jeder hat seine Geheimnisse und zusammen ergeben sie ein buntes Puzzle, der zu diesem besonderen Familienroman führt.

Wo komme ich her, wo will ich hin?

Von: Rela Datum : 28.07.2017

https://relacra.blogspot.de/

Eine emotionale Geschichte vom Kreislauf des Lebens, vom Werden und Vergehen, vom Kommen und Verabschieden, von Liebe und Abneigung, vom Schweigen und Verschweigen und von Fragen, die unbeantwortet bleiben.
Eine Geschichte, die davon erzählt, dass Besitzen lebensfeindlich und Loslassen lebensbejahend sein kann.
Und dann die Frage, warum bekommt man ein Kind und gibt es weg, auch das zweite, das dritte, das vierte???
Und keine wirkliche Antwort.
Es erzählt von den Widrigkeiten des Alltags, dass man immer mehr möchte, als möglich scheint.
Ein Metapher: Sie sitzen in einem Boot, sie sind (noch) über Wasser. Aber das Boot schaukelt, es fehlt nicht viel und es kentert. Kommt da ein Unwetter auf? Sieht sie das nur? Sieht er das nicht? Ist das Unwetter in ihr, oder am Ende gar nicht da? Wird sie langsam verrückt? Sie weiß nicht, was sie eigentlich will. Vielleicht eine Pause vom Leben? Ja, wenn das so einfach wäre.
Die Protagonistin Susa fühlt sich zersplittert. Wie soll sie all diese Stücke wieder zusammensetzen? Und was, wenn ein Stück fehlt. Wie soll sie es suchen? Wäre es so schlimm, wenn es eine Lücke gäbe? Eigentlich sind doch alle nicht wirklich vollständig.
Eine Lücke ist der ihr unbekannter Vater, der leibliche. Soll sie ihn suchen, den, der gar nicht weiß, dass es sie gibt?
Doch sie denkt, die Suche ist wichtig, man muss doch eine Sache zu Ende bringen.
Doch jede Entscheidung für etwas ist auch eine Entscheidung gegen etwas. So ist es nun mal.

Mein Fazit: Ein schönes Buch, mit einer klaren, flüssigen Schreibweise. Spannend geschrieben, manchmal atemlos und ab und zu mit poetischen Passagen.

„Was alles war“ von Annette Mingels

Von: Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit) Datum : 13.07.2017

mamahatjetztkeinezeit.ch/

Susa wurde als Kind adoptiert und wächst bei liebevollen Eltern auf, wählt eine akademische Karriere als Meeresbiologin und studiert das Leben von Wattwürmern. Eines Tages erhält sie einen Brief von ihrer biologischen Mutter, die sie gerne kennenlernen würde. Sie treffen sich und bald darauf lernt Susa auch noch ihre biologischen Brüder kennen. Besonders zum älteren Cosmo fühlt sie sich hingezogen. In etwa zur selben Zeit lernt sie den Witwer Henryk und seine beiden Töchter kennen. Sie kommen sich nahe, verlieben sich, heiraten und Susa wird zur Ersatzmutter für die beiden Mädchen. Als sie selber schwanger wird und der kleine Leve zur Welt kommt, verändern sich nicht nur Susas Prioritäten sondern auch die Dynamik innerhalb der Familie. Alle bisherigen Selbstverständlichkeiten werden infrage gestellt: Wessen Karriere hat Vorrang, soll Susa wegen des Babys kürzer treten, wer sagt seine Vorlesungen ab, wenn der Kleine Fieber hat oder schlecht schläft? Susa weiss nicht mehr, wo ihr der Kopf steht, nur dass sie sich alles ganz anders vorgestellt hat. Eine Reise in die USA zu ihrem biologischen Vater soll Klarheit bringen.
„Was alles war“ erzählt vom Alltag, wie ihn viele von uns selber erleben oder erlebt haben: Frau und Mann sind beide berufstätig und ihre berufliche Zukunft ist einigermassen klar. Sie verlieben sich, ziehen zusammen, teilen sich Erwerbsarbeit und Haushalt fair und gleichberechtigt. Sie gründen eine Familie und danach bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. Die heutige Arbeitswelt – auch die der Universitäten – erlaubt nach wie vor kein wirklich gleichberechtigtes Familienleben und stürzt die Menschen täglich in innere Konflikte, wenn sie versuchen müssen, sich den Umständen anzupassen ohne sich selber dabei zu verleugnen oder zu verlieren. Weil die Autorin das Thema von der „Adoptions-Seite“ her angeht, entfallen für einmal die ganzen biologistischen Erklärungen und das Augenmerk liegt auf den Beziehungen innerhalb der Familie und zwischen der Familie und der (akademischen) Arbeitswelt.
Annette Mingels Schreibstil – so ganz ohne Anführungs- und Schlusszeichen – fand ich zu Beginn gewöhnungsbedürftig, als ich dann aber in der Geschichte drin war, zog mich das hohe Tempo mit. Mingels erzählt szenisch, dazwischen gibt es kaum Überleitungen und wie die Zeit vergeht (von Anfang des Buches bis zu seinem Ende sind es etwa vier Jahre), erfährt man eher so am Rande. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen.

Lebensmodelle im Wandel der Zeit

Von: Frau Goethe Datum : 18.06.2017

https://fraugoetheliest.wordpress.com

Susa wurde schon als Baby adoptiert und wuchs in einer liebevollen Familie auf. Zu ihren Eltern hat sie ein vertrauensvolles Verhältnis. Inzwischen ist sie erwachsen und hat eine eigene Familie. Ihr Mann Henryk ist verwitwet und hat aus dieser Ehe zwei Töchter. Ihr gemeinsamer Sohn ist noch ein Säugling. Das geregelte Familienleben erfährt kleine Schwankungen als Susa ihre leibliche Mutter Viola kennenlernt. Die freiheitsliebende Frau hält es nirgends länger aus und hat ihre vier Kinder zur Adoption freigegeben. Susa erfährt also nicht nur, wie ihre biologische Mutter ist, sondern dass sie auch noch drei Halbgeschwister hat. Viola überlässt ihr ebenfalls einen zerknitterten Brief ihres mutmaßlichen Vaters. Nun hat sie einen Namen und stellt Nachforschungen an.

Annette Mingels schreibt in ihrem fünften Roman über das Thema Familie und beleuchtet dabei verschiedene Verwandtschaftsbeziehungen. Dabei stellt sich unweigerlich die Frage, ob eine Bindung fester ist, wenn man zumindest die Hälfte der Gene teilt oder ob sich Bindungen durch den liebevollen Umgang miteinander entwickeln. Susa ist mit ihren Adoptiveltern immer offen mit dem Thema Adoption umgegangen und empfindet auch nicht das Gefühl des Ausgegrenztseins. Als sie nun ihre Halbgeschwister kennenlernt, sucht sie nach Gemeinsamkeiten und eben diesen natürlichen Gemeinsamkeiten.

Als erwachsener Mensch seine leiblichen Eltern kennenzulernen, bedeutet eine ganz andere Sicht auf das Verhältnis. Man ist unabhängig voneinander und kann sich auf die Eigenheiten des anderen konzentrieren. Susa sucht verständlicherweise etwas in ihrer Mutter, was sie sich als Kind immer vorgestellt hat. Die Autorin hat dieses Gefühl des Zögerns, eigentlich doch Wollens und dann die Erkenntnis nachfühlbar beschrieben, ohne dass ich als Leser eine vorgefertigte Meinung ausgezwungen bekam.

Gleichzeitig wird die moderne Patchworkfamilie vorgestellt, in der die Kinder nicht alle dieselben Elternteile haben. Henryk bringt zwei Teenagertöchter mit in die Ehe, die sich erst mal an Susa gewöhnen müssen. Sie müssen nicht nur den Verlust ihrer eigenen Mutter verarbeiten, sondern sich auch noch an Susa als jemanden gewöhnen, der Entscheidungen trifft. Als Leve geboren wird, nimmt er als gemeinsamer Sohn nochmal eine andere Stellung in der Familie ein. Die Familienstruktur mit allen Verpflichtungen gegenüber Kindern, Eltern und Beruf belastet die Beziehung von Susa und Henryk. Dies wird ebenfalls während des Lesens spürbar, aber gleichzeitig begibt man sich als Beobachter in eine unparteiische Position.

Die Geschichte lässt sich leicht lesen, allerdings hat es der Text durchaus in sich. Er weckt Emotionen, die dann auch mal eine Verschnaufpause fordern, was aber vermutlich auch mit den Erfahrungen des Lesers zusammenhängt. Das Buch handelt vom Suchen, Finden und Verlieren und welche Verantwortung man selber am Verlauf des Lebens hat. Die Hauptfiguren werden so deutlich erarbeitet, dass man das Gefühl hat, direkt in ihre Leben hineinzublicken. Auf knapp 300 Seiten drängen sich die Themen, bei denen man merkt, dass sich Mingels wirklich mit ihnen auseinandergesetzt hat. Der in leiser Tonart geschriebene Roman lässt sich nicht pauschal empfehlen, sondern wird wohl eher nach eigenen Interessen ausgewählt.

Mitten aus dem Leben!

Von: Micha Datum : 10.05.2017

https://micha-morethanwords.blogspot.de

Der Roman "Was alles war" von Annette Mingels aus dem Knaus Verlag ist für mich ein Buch, das ich nur ungern aus der Hand lege. Tatsächlich, lese ich darin Seite und Seite und kann nicht aufhören, so sehr bin ich von der Geschichte um Susa gefesselt.
Der Roman beginnt damit, dass die junge Meeresbiologin Susa ihre leibliche Mutter trifft. Sie hatte eine glückliche und unbeschwerte Kindheit bei ihren Adoptiveltern und war dann doch irgendwann neugierig, die leibliche Mutter kennen zu lernen. Bei diesem ersten Treffen bleibt sie distanziert und doch löst es einiges bei ihr aus. Es gibt da eine Vorgeschichte, ihre eigene Vorgeschichte, die bei ihr hängen bleibt und auch dann als sie Henryk und seine Töchter kennen lernt und mit ihm eine Familie gründet, im Hintergrund mitschwingt.
Das Thema "Familie" ist auf verschiedene Art und Weise ganz zentral in diesem Buch. Zum einen geht es um die Herkunftsfamilie, was Familienbande ausmacht und ob es einen Verbindung zur leiblichen Mutter, bei der Susa nicht aufgewachsen ist, gibt. Zum anderen geht es aber auch um den Alltag in der Patchworkfamilie, in der Susa lebt, die Beziehung zu Henryks Töchtern und ihrem eigenen kleinen Sohn und immer wieder das Spannungsfeld rund um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Annette Mingels schreibt mitten aus dem Leben und ich muss beim Lesen ganz oft nicken und sagen: "Ja, genau das Gefühl hatte ich auch schon oft !" oder "Der Gedanke ist mir dazu auch schon gekommen." Mich hat die Autorin mit ihrem Schreibstil sehr in ihren Bann gezogen. Sie verharrt nicht in einem gleichmäßigen Erzähltempo, sondern wird zwischendurch schneller, hastet von einem zum anderen Punkt, so wie auch die Protagonistin, keine Ruhe findet. Im Trailer-Video zum Buch verrät Annette Mingels, das einige Punkte in dem Roman einen persönlichen autobiographischen Bezug haben, und dass es ihr teilweise nicht leicht gefallen ist, darüber zu schreiben. Vielleicht wirkt die Protagonistin auch deshalb manchmal sehr zerbrechlich.
Für mich eine unbedingte Leseempfehlung, für alle, die sich gern auf ein nachdenkliches und trotzdem sehr spannendes Buch einlassen mögen.

Alles was war

Von: Das Echo vom Alpenrand Datum : 02.05.2017

derachentaler.de

Susa und Maike, die durch ihre Adoption zu Schwestern geworden sind, verleben eine unbeschwerte und umsorgte Kindheit. Sie lieben ihre Eltern über alles, und auch als beide längst erwachsen sind bleiben sie miteinander in engem Kontakt und kümmern sich um die mittlerweile betagten Eltern. Als Susas leibliche Mutter, die sie nie kennengelernt hat, sich unverhofft bei ihr meldet, weiß sie zunächst nicht wie sie darauf reagieren soll. Nach einigem Zögern ist sie, wenn auch mit gemischten Gefühlen, zu einem Treffen bereit. Trotz der relativ emotionslos gebliebenen Begegnung, beginnt für Susa danach eine Zeit der inneren Auseinandersetzung mit Reflexionen zu Familienmodellen und Elternliebe, Seelen- und Wahlverwandtschaften. Als Susa schwanger wird, beginnt ihr langsam alles über den Kopf zu wachsen und sie beginnt zu begreifen, dass sie sich endlich entscheiden muss.

Fazit
Eine ungewöhnliche Familien- und Selbstfindungsgeschichte, die viele Fragen aufwirft und zum Nachdenken anregt.

Was alles war

Von: Iris Gasper Datum : 25.04.2017

www.buchrezicenter.de

Susa ist eine erwachsene junge Frau. Sie ist Wissenschaftlerin. Meeresbiologin um genau zu sein. Ihre Forschungen betreibt sie sehr engagiert. Susa ist in geordneten Verhältnissen aufgewachsen. Sie liebt ihre Eltern, doch sie weiß, dass sie als Baby adoptiert wurde. Dann tritt eine weitere Person in Susas Leben, ihre leibliche Mutter Viola. Bereits beim ersten Kennenlernen stellt Susa fest, dass ihre leibliche Mutter eine sehr auf sich selbst bezogene und freiheitsliebende Person ist. Sie hat insgesamt vier Kinder zur Welt gebracht und das einfach nur, weil sie es so schön fand schwanger zu sein. Die Kinder großgezogen hat sie allesamt nicht. Man merkt Susa an, dass sie zu dieser Frau emotional keine wirklich gute Verbindung aufbauen kann und doch löst die Begegnung mit der leiblichen Mutter in ihr etwas aus. Susa macht natürlich auch noch die Bekanntschaft ihrer Halbgeschwister und beginnt später nach ihrem leiblichen Vater zu suchen. Zwischendurch ist sie mit ihrem eigenen Leben ausreichend beschäftigt, denn sie verliebt sich in einen verwitweten Mann mit zwei kleinen Töchtern. Für diese ist Susa Mutterersatz und dann stellt sich auch noch eigener Nachwuchs ein.

„Was alles war“ ist ein Blick auf das Leben und die Familie. Hier wird gezeigt wie alles sein kann, was alles geschehen kann und welche Möglichkeiten es gibt mit bestimmten Ereignissen umzugehen. Leben, Liebe, Krankheit, Tod, die Suche nach Geborgenheit und den eigenen Wurzeln, der Wunsch nach Glück und Erfolg und vieles mehr werden hier in erster Linie aus Susas Perspektive und mit Blick auf deren Leben verdeutlicht.

Für Susa steht immer wieder die Frage im Raum was ihr wichtig ist und was Familie eigentlich für sie bedeutet. Ihre Vergangenheit zeigt hier wie vielfältig und unterschiedlich Familie und das individuelle Bild von Familie sein kann.

Die Autorin Annette Mingels verpackt eine Problematik der heutigen Zeit geschickt in ihren Roman. Patchworkfamilien sind heute an der Tagesordnung. Die klassische Familie stirbt aus. Wie gehen die Menschen damit um? Gibt es den perfekten Weg? Das ist wohl eher nicht der Fall, sondern jeder muss sich hier seinen Weg suchen, den für ihn besten Weg.

„Was alles war“ lässt den Leser ganz nah an Susa und ihre Probleme heran und schafft es doch Distanz zu dieser Protagonistin zu halten. Das ist der ganz besonderen Erzählart der Autorin geschuldet, an die sich mancher Leser sicher erst gewöhnen muss um dann Susa durch die Höhen und Tiefen des Lebens zu begleiten.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

Sagenhaft

Von: Kathrin Allkemper am Rathaus aus Bottrop Datum : 22.03.2017

Buchhandlung: Humboldt Buchhandlung am Rathaus

Ein wunderschönes Buch, dass das Thema Patchworkfamilie mit viel Gefühl erzählt.

Ein schönes Buch über verschiedene Möglichkeiten, eine Familie zu sein.

Von: backmausi81 Datum : 15.03.2017

mausisleselust.blogspot.de/

Über das Buch:

Genre: Familienroman
Format: Hardcover
Seiten: 288
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 9783813507553
Erschien: 6.3.2017
Originalsprache: Deutsch
Verlag: Knaus (Link zum Buch)

Vielen Dank dem Knaus-Verlag und dem Bloggerportal für das kostenlose Rezensionsexemplar!

Inhalt:

Für ihre Eltern war Susa das lange ersehnte Kind, es fehlte ihr an nichts. Dass sie adoptiert wurde, hat sie nie gestört. Als erwachsene Frau verspürt sie zwar eine leichte Neugier auf die leibliche Mutter, aber als sie Viola kennenlernt, ist diese für sie eine Fremde. Doch das Treffen setzt mehr in Bewegung als vermutet. Die Frage, was Familie eigentlich ausmacht, erhält für Susa eine neue Bedeutung, auch, weil sie sich in Henryk verliebt, der zwei Töchter mit in die Beziehung bringt.

Das Cover:

Das Cover gefällt mir nicht so. Es passt irgendwie nicht zu der Geschichte.

Die ersten 3 Sätze:

Der Brief traf an einem Montagmorgen ein, ich sah kurz auf den Absender und steckte den Umschlag in meine Tasche. Es war warm, die letzten schönen Tage vor dem Winter, wirklich goldenes Licht. Peter, der Hund, hechelte neben mir.

Meine Meinung:

Das erste Kapitel fängt gleich mit einem Brief von der leiblichen Mutter an Susa an. Hier sieht man schon, das Susa ihre Adoptiveltern, wichtiger für sie sind, als ihre leibliche Mutter. Aber ich finde auch, das ihre leibliche Mutter sich auch kaum Mühe gibt, Susa besser kennen zu lernen. Sie redet immer nur über sich. Ich fand sie nicht so sympathisch.
Susa finde ich sehr nett. Sie versucht allen es recht zu machen. Henryk ist auch ein ganz lieber, der die Macken von Susa so nimmt, wie sie sind.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Susa, in Ich-Form geschrieben worden. Man kommt auch schnell voran, weil es flüssig zu lesen ist. Aber der Schreibstil ist unterschiedlich. Mal wird ein ganzer Text auf mehreren Seiten verteilt. Und mal bekommt ein Abschnitt eine Überschrift und es steht nur ein Text von 4 Zeilen dort. Aber genau, das macht das Buch so sympathisch. Man hat richtig das Gefühl, als ob Annette Mingels je nach der Laune und Gefühlslage von Susa, den Text genauso geschrieben hat. Als es hektisch in der Zeit von Susa wird, sind hal die Abschnitte kürzer.
Außerdem finde ich es schön zu sehen, wie die Kinder von Henryk, Henryk und Susa versuchen eine Familie zu werden.
Was auch zu einer Familie gehört und was nicht immer einfach ist, ist der Abschied eines geliebten Familienmitgliedes, auch das kommt hier vor.
Ich liebe dieses Buch, denn es zeigt, das es nicht immer nur Mutter, Vater, Kind geben muss, um glücklich zu sein. Außrdem spielt Annette Mingels auch gut mit den Gefühlen der Leser. An manchen Stellen musste ich weinen und an manchen Stellen Lachen. Wieder an anderen Stellen hätte ich Susa so schütteln können und im nächsten Moment vor Freude wieder umarmen können.

Fazit:

Ein schönes Buch über verschiedene Möglichkeiten, eine Familie zu sein.

Über die Autorin:

Annette Mingels, geboren 1971 in Köln, wurde dort im Alter von zwei Wochen adoptiert. Sie studierte Germanistik und promovierte über Dürrenmatt und Kierkegaard. Danach arbeitete sie als Dozentin und Journalistin. 2003 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, dem drei weitere und ein Erzählband folgten. Nach Aufenthalten in Zürich und New York lebt Annette Mingels seit 2011 mit ihrer Familie in Hamburg.

Von: Ulrike Kirschner aus Hamburg Datum : 07.02.2017

Buchhandlung: Sachsentor - Buchhandlung GmbH

Ein sehr bewegendes und sehr schönes Buch, hat mir sehr gut gefallen!!! Klug & abgeklärt + gleichzeitig sehr emotional, eine wunderbare Entdeckung!

Interessante Familiengeschichte

Von: Sonja W. (Sonjas Bücherecke) aus Altdorf Datum : 24.01.2017

In ihrem neuen Roman "Was alles war" lässt uns die Autorin Annette Mingels an einem Familienalltag mit all seinen Höhen und Tiefen teilhaben.

Die Hauptprotagonisten sind Susa und Henryk. Das Susa adoptiert wurde, hat sie nie gestört. Sie liebt ihre Adoptiveltern über alles. Doch eines Tages erhält sie eine Nachricht von ihrer leiblichen Mutter. Doch diese Begegnung löst in ihr keine tiefen Gefühle aus. Zur selben Zeit lernt Susa den verwitweten Henryk kennen und verliebt sich in ihn. Da Henryk jedoch zwei Töchter mit in die Ehe bringt, ist Susa plötzlich mit einem kompletten Familie konfrontiert. Und dann stellt sich die Frage, was ist überhaupt eine Familie? Spielen die Gene eine Rolle oder die Liebe?

Dieses Buch weicht etwas von meinen bisher gelesenen Büchern ab. Auch ist der Schreibstil der Autorin etwas Neues. Aber bereits nach dem ersten Kapitel bin ich in die Geschichte eingetaucht. Ich kann Susa verstehen, man will vielleicht wissen, wo seine Wurzeln sind. Und das lässt einem dann keine Ruhe. Und dann die ungewöhnlich Situation, die Susa anfangs ja mit Bravour meistert. Doch das es nicht einfach ist alles unter einen Hut zu bringen, sehen wir an Susa. Da merkt man schnell, dass man an seine Grenzen stößt. Und irgendwann muss man sich entscheiden, was wichtig ist im Leben. Und dann Henryk, ich finde ein guter Vater, dem jedoch seine Karriere auch wichtig ist. Aber ist sie wirklich das Wichtigste im Leben. Die Autorin hat uns einen wunderbaren Einblick in das Leben dieser Familie gegeben. Und man sieht, das man für sein Glück auch etwas tun muss. Es ist nicht alles selbstverständlich.

Eine außergewöhnliche, interessante Geschichte, die auch zum Nachdenken anregt. Die Aufmachung des Buches finde ich klasse. In dem Cover spiegelt sich Susas Welt wieder. Gerne vergebe ich für diesen unterhaltsamen Roman 4 Sterne.

Von: Alexandra Brune-Will aus Rösrath Datum : 18.01.2017

Buchhandlung: Junimond GbR Inh. Alexandra Brune-Will

Eine tolle Neuentdeckung für mich! So feinfühlig, vergleichbar mit Julia Franck, Jane Gardam

Was alles war

Von: Inge Baeuchle aus Hinterzarten Datum : 20.12.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Baeuchle

So schön wie das Buch ist auch das Cover. Suza lernt als junge Erwachsene Ihre Mutter und ihre Halbgeschwister kennen, damit beginnt ihr Weg zu sich selbst. Annette Mingels zeichnet die Geschichte von Suza und Ihrer Familie in feinen Nuancen. Es ist der Autorin auf wunderbare Art gelungen, die tieferen Strukturen des Familiengefüges und -gefühles auf- und nachzuzeichnen. Ein wunderbarer Entwicklungsroman, der sowohl positive, als auch negative Entwicklungen, die Beziehungen nun mal nehmen, glaubhaft darstellt. Ein schönes Buch für etwas anspruchsvollere Leser!