Leserstimmen zu
Der Verrat

Ellen Sandberg

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Puh, das Buch ist schwer zu rezensieren. Warum? Weil es schwierig ist, darüber zu schreiben, ohne etwas vom Inhalt zu verraten. Diese Familiengeschichte verbirgt dermaßen viele Lügen und Verstrickungen, dass es die wahre Pracht ist. Aber keine Sorge, man kommt beim Lesen mit. Es ist ein fesselnder Roman über - drei Schwestern, denn es gibt neben Nane und Pia noch Sandwichkind Birgit, die Kümmerin der Familie, die Nane nach der Haft wieder ins freie Leben verhilft. - die Frage, wie Schuld gesühnt werden kann. Wie kann eine Schuld vergeben werden? Von wem? - Gerechtigkeit. - Fassaden von Menschen. - Liebe, Hass und Wut. - Leben und Tod. Das Buch, das mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde, ist spannend bis zur letzten Seite und ich habe die finale Lösung der Kernfrage nicht vorhergesehen. Ich empfehle den Roman allen, die spannende Familiengeschichten mögen!

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1998: Renate Soffas beobachtet einen schweren Autounfall. Jemand war die Serpentinen zu schnell heruntergerast. Aber warum? Die Einheimischen wissen doch, wie gefährlich sie sind! 2018: Pia von Manthey lebt mit Mann und Tochter auf einem Weingut. Alles erscheint nach außen absolut perfekt. Nane, eine von Pias zwei Schwestern wird nach 20 Jahren Haft wegen Mordes auf Bewährung entlassen. Sie sieht sich einer vollkommen veränderten Welt gegenüber und die Schuld den Tod eines Menschen verursacht zu haben nagt schwer an ihr. Wie soll sie damit leben? Doch sie trägt auch seit 20 Jahren Zweifel mit sich herum: ist sie wirklich eine Mörderin? Beide Schwestern, so ungleich sie auch sein mögen, sind durch ein Geheimnis verbunden, von dessen Existenz keine von ihnen etwas ahnt. Was geschah vor 20 Jahren? Wieder erfährt man bei Ellen Sandberg einiges über die Charaktere. Man ist ihnen sehr schnell sehr nah und wenn langsam aber sicher die disharmonischen Töne hörbar werden und die Puzzle Teile nicht mehr zusammenpassen und die in den Schatten lauernden Geheimnisse langsam ans Licht kommen, merkt man, dass man nur eine Seite von Ihnen zu sehen bekommen hat. Regel Nummer eins bei diesem Buch: nichts und niemand ist wie es scheint! Wie immer bei Ellen Sandberg bekommt man viele Hinweise, so viele, dass man manchmal das Gefühl hat in Details zu ertrinken, aber diese Details sind wichtig für die Handlung, denn nur dadurch versteht man, was wirklich los ist. Zwischendrin sorgen aber diese scheinbar unwichtigen Details für Längen in denen man aber nicht abdriften darf. Bleibt man dran wird man mit einem Buch belohnt, dessen Genre sich kaum einordnen lässt. Einerseits ist es ein Krimi, andererseits fast ein Psychothriller, wenn man bedenkt, was für Psychospielchen der eine oder andere Charakter da treibt. Manchmal ist es aber auch mehr ein Roman und manchmal ein Familiendrama. Es steckt vieles in diesem Buch. Wie auch seine Charaktere, hat dieses Buch viele Facetten. Das Problem ist aber, dass je weiter der Roman fortschreitet, desto weniger sind einem die beiden Protagonistinnen noch sympathisch. Bald hat man das Gefühl, dass es ihnen eigentlich immer nur darum ging, der anderen das Leben zu vermiesen. Ganz schrecklich fand ich die Erotikszenen und das darüber nachgrübeln, warum es im Bett nicht gut läuft – gerade dieser Punkt wird für mich zu oft thematisiert. Die Idee von einem Familienfluch, der auf den Frauen der Familie liegt, finde ich an sich nicht schlecht, nur liegt es hier eindeutig nicht an einem Fluch, sondern an der Ichbezogenheit der betreffenden Frauen, dem Neid, der Eifersucht und der Missgunst. Manchmal fragt man sich: sind die wirklich so doof? Ja, sind sie. Alle drei Schwestern fühlen sich immer im Recht, egal welche Regeln oder Gesetze sie brechen. Wenn es dann schief läuft, wird der Familienfluch bemüht, um sich nicht eingestehen zu müssen, dass man selber Schuld ist. Gut, manchmal hat auch eine der Schwestern die Hand mit im Spiel, aber die eigentlichen fatalen Entscheidungen, treffen sie selbst. Die Auflösung lies sich erahnen, aber trotzdem ist sie nicht weniger erschreckend. Mich hat sie fassungslos gemacht. Manchmal fällt es einem echt schwer den Glauben an das Gute im Menschen zu bewahren. Ein paar Worte noch zum Buch selbst. Das Cover gefällt mir wirklich gut, es passt perfekt zum Buch. Das idyllische, wunderschöne Weingut und die dunklen, bedrohlichen Wolken darüber. Besser hätte man den Kern der Handlung nicht darstellen können. Die Broschur fühlt sich wertig an, was mit aber besonders gut gefällt, ist das Schriftbild. Die Schriftgröße empfinde ich als sehr angenehm, ebenso, wie den Zeilenabstand. Im Vergleich zu „Die Vergessenen“, dass ich als Taschenbuch gelesen habe, empfand ich das Schriftbild hier als um Längen besser. Ich würde also im Zweifelsfall bei Ellen Sandberg immer zur Broschur raten. Ob der Unterschied beim Penguin Verlag immer so groß ist, weiß ich nicht, aber bei diesen beiden Büchern war er wirklich extrem. Fazit: Mir hat das Buch teilweise sehr gut gefallen, teilweise aber auch weniger. Ich fand es spannend und mysteriös aber manchmal sind mir die Protagonistinnen tierisch auf den Nerv gegangen. Die Auflösung lies sich zwar erraten, aber war dennoch in ihrer Tragweite atemberaubend. Was mich gestört hat, waren sie Erotikszenen. Ich fand sie nicht gelungen, daher gibt es von mir einen Stern Abzug. Einen weiteren Stern Abzug gibt es wegen der Entwicklung der Charaktere. Am Ende konnte ich leider keine der Protagonistinnen mehr wirklich leiden. Das Buch selbst ist nicht schlecht, aber leider auch nicht so gut, wie „Die Vergessenen“ oder die Krimi Reihen, die nicht unter dem Pseudonym Ellen Sandberg, sondern als Inge Löhnig veröffentlicht werden. Ich werde in Zukunft denke ich, mehr Inge Löhnig lesen und eher weniger Ellen Sandberg.

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Ich verrate sicherlich kein Geheimnis, wenn ich als erstes erzähle, dass es sich bei dem Namen der Autorin um ein Pseudonym handelt und dass die erfolgreiche Krimi Autorin Inge Löhnig dahinter steckt. Deshalb war ich auch mehr als gespannt auf diesen Roman, denn die Krimireihe um Kommissar Dühnfort und seine Kollegin Gina mag ich sehr gerne. Dieses Buch hat mich allerdings nicht so überzeugt. Es war zwar unterhaltsam und der Schreibstil wie gewohnt wunderbar, so dass ich es trotzdem mit Vergnügen gelesen habe, allerdings hat die Story selbst mir nicht so gefallen. Es passieren der Protagonistin Nane so unglaubliche Dinge und die Geschichte nimmt so viele dramatische Wendungen, dass ich öfters dachte : das ist jetzt einfach too much. Ein wenig hat es mich an einen der Filme erinnert, die das ZDF Sonntags um 20 :15 Uhr zeigt. Inga Lindström oder Rosamunde Pilcher Style - und das ist nicht so meins Ich werde der Autorin allerdings trotzdem treu bleiben, denn das ist das erste Buch von ihr, welches ich nicht uneingeschränkt empfehlen kann

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super tolles Bucherlebnis

Von: vantob

23.08.2019

Ich fand diese Buch echt von der ersten Minute an spannend zu lesen. Wie der Rückblick in die Vergangenheit und dann wieder die Geschichte in der Gegenwart gespielt hat war toll. Der Aufbau der Geschichte war richtig gut getroffen von Ellen Sandberg und ein meiner Meinung nach gelungenes Meisterwerk von Ihr. Bis zum Ende fand ich war richtig offen wer der Mörder ist und die Spannung stieg mit jedem weiteren Kapitel. Dieses Buch war spannend zu lesen und ist sehr weiter zu empfehlen.

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Lesetipp

Von: get lucky

22.08.2019

Der Verrat - Ellen Sandberg Ein Weingut an der Saar. Ein altes Verbrechen. Und eine Schuld, die nie verjährt ... Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia. Pia hat es gut getroffen. Die erfolgreiche Restaurateurin lebt mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Da lässt es sich gut verdrängen, auf welch zerbrechlichem Fundament ihr Glück gebaut ist. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben und Pia ahnt: Es ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache – oder Vergebung. »Drei Schwestern, ein Mord und jede Menge Lügen; eine scheinbar untragbare Schuld, die am Ende auf ganz anderen Schultern lastet als ursprünglich gedacht. Die Ahnung, dass sich das Lügennetz aufrollen wird, hält die Geschichte spannend, die fein gezeichneten Figuren machen es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.« Auch diesen Roman kann ich bedingungslos empfehlen. Das Buch liest sich in den zwei Zeitzonen sehr leicht und flüssig. Nanes Schicksal und ihr schwieriges Verhältnis zu ihren Schwestern hat mich sehr bewegt. Auch hier würde ich sagen, handelt es sich mehr um einen Krimi, als um einen Familienroman. Ich habe sehr zügig gelesen, weil es mich so gefesselt hat, der Schreibstil genau meiner war, und ich so neugierig auf das Ende war. ✭✭✭✭✭ Ich habe mir jetzt den vorherigen Band der Autorin noch gekauft.

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Ein Weingut an der Saar. Ein altes Verbrechen. Und eine Schuld, die nie verjährt. Als Nane nach zwanzig Jahren Haft entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte, und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia. Pia hat es gut getroffen. Die erfolgreiche Restaurateurin lebt mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Da lasst es sich gut Verdrängen, auf welch zerbrechlichen Fundament ihr Glück gebaut ist. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben und Pia ahnt: es ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache – oder Vergebung. Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll, aber ich bin restlos begeistert vom neuen Roman von Ellen Sandberg. Der Verrat ist ein sehr gelungenes Buch über ein Familiendrama welches sich zwischen den beiden Schwestern Pia und Nane abspielt. Die Handlung wird genau, wie im Vorgänger „die Vergessenen“ auf zwei Zeitebenen erzählt, in denen die Gegenwart und die Vergangenheit der beiden Schwestern zu lesen ist. Dabei ist mir Nane., trotz der Gefängnisstrafe sehr ans Herz gewachsen. Ein emotionales „Auf und Ab“ wartet auf den Leser mit einer Spannung, die konstant oben bleibt und somit auch großes Suchtpotenzial vorhanden ist. Die Seiten sind nur so an mir vorbei geflogen, konnte das Buch selber nicht aus der Hand legen. Die Autorin hat es geschafft mich mit ihrem wirklich flüssigen Schreibstil völlig in den Bann der Geschichte zu ziehen. Vom Ende war ich mehr als überrascht und habe das so nicht kommen sehen. Ich brauchte ein paar Stunden um es sacken zu lassen. Fazit: Wenn ihr mehr wissen wollt, dass nehmt dieses Buch zur Hand! Ihr werdet es nicht mehr los lassen! Eine Absolute Leseempfehlung von mir!

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Dieses Buch hat unser Krimi-Lesekreis im Februar 2019 gelesen – und wider Erwarten waren wir allesamt nicht sehr angetan davon. In meiner Rezension möchte ich die wichtigsten Kritikpunkte ansprechen, die zur Sprache kamen. Spannung Vieles ist leider sehr vorhersehbar. Ich möchte hier keine konkreten Beispiele nennen, um nicht schon zu viel zu verraten, aber als Leser kann man viel zu früh erahnen, wo die sprichwörtliche Reise hingeht. Dadurch baut sich nach meinem Empfinden nur wenig Spannung auf. Überhaupt würde ich das Buch eher als Familiendrama bezeichnen denn als Krimi. Das alleine sehe ich noch nicht einmal als Kritikpunkt – auf dem Cover steht schließlich “Roman” und nicht “Kriminalroman” –, allerdings wird das Buch deutlich als Krimi vermarktet, und auch der Klappentext suggeriert dies. Originalität Der Grundgedanke, die Geschichte eines Familiengeheimnisses und einer erbitterten Feindschaft zwischen Schwestern vor der idyllischen Kulisse der saarländischen Weinlandschaft in Szene zu setzen, gefiel mir gut. Was für ein Kontrast zwischen der malerischen Landschaft und den hässlichen Emotionen! Leider konnte mich die Geschichte mit jedem Kapitel weniger von sich überzeugen. Charaktere Vieles wiederholt sich wieder und wieder und wieder. Über lange Strecken stecken die Charaktere in ihrer jeweiligen Endlosschleife fest, ohne dass sie sich dadurch sichtlich weiterentwickeln. Pia zum Beispiel denkt oft darüber nach, dass sie anscheinend unfähig ist, ein erfülltes Sexualleben zu führen, wobei das “Wunderland zwischen ihren Beinen” dennoch ausgiebig Erwähnung findet. Nane schwankt derweil zwischen Zorn, Verzweiflung und Selbsthass, trifft katastrophale Entscheidungen und bedient sich in den Passagen, die 1998 spielen, ausgiebig ihrer kleinen weißen Helferlein. Birgit, eigentlich die sympathischste der drei Schwestern, verliebt sich als Lehrerin 1998 in einen ihrer Schüler und beginnt eine sexuelle Beziehung mit ihm. Dabei ist sie sich keiner Schuld bewusst, denn sie lieben sich doch… Da brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen, dass sie 2018 nicht mehr als Lehrerin arbeitet. Die Mutter der Schwestern glaubt, ein Fluch liege über den Frauen der Familie – und das lässt die Autorin den Leser auch nie lange vergessen. Der Fluch hier, der Fluch da… Dabei benötigen die Frauen dieser Familie wohl keine übernatürliche Hilfe, um sich ins Verderben zu stürzen. Die Charaktere werden sehr plakativ gezeichnet und kamen mir daher sehr stereotyp vor. Wirklich sympathisch war mir keine der Frauen, die im Mittelpunkt stehen. Logik / Schlüssigkeit / Glaubhaftigkeit Die Geschichte hat an sich viel Potential, denn natürlich sind die Dinge nicht so einfach, wie sie anfangs erscheinen. Die Schuldfrage scheint zwar lange geklärt – schließlich hat Nane deswegen zwanzig Jahre im Gefängnis verbracht! –, aber die Wahrheit ist vielschichtiger und interessanter. Die Auflösung kann dann zumindest teilweise überraschen, kam mir aber etwas zu konstruiert vor. Für eine der Schwestern werden zwei Schwierigkeiten, zwei Hindernisse auf dem Weg zum Lebenstraum, meines Erachtens zu sauber und praktisch aufgelöst. Schreibstil Zunächst gefiel mir der Schreibstil gut – ich bin in einem Weinbaugebiet aufgewachsen und wusste besonders die landschaftlichen Beschreibungen zu schätzen! Der Roman liest sich auch durchaus flott und unterhaltsam, ich gewann nur zunehmend den Eindruck, dass die Sprache sehr klischeebehaftet ist. Auch hier wiederholt sich vieles, und manchmal hatte ich eher das Gefühl, ein Drehbuch für einen netten Vorabendfilm vor idyllischer Kulisse zu lesen. FAZIT Leider kommt meines Erachtens nur wenig Spannung auf. Die Hauptcharaktere waren mir zutiefst unsympathisch, die Geschichte krankt an Klischees und zahllosen Wiederholungen – sehr schade, denn eigentlich würde die Handlung genug Stoff bieten für ein großartiges Buch.

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Nane saß 20 Jahre wegen Mord im Gefängnis. Jetzt wurde sie auf Bewährung entlassen. Doch sie kann ihre Tat nicht vergessen. Sie wollte ihre Schwester Pia töten, aus Rache weil sie den Mann geheiratet hat den sie zu lieben glaubte. Sie hat die Bremsflüssigkeit aus dem Auto abgelassen. Dann ist der Stiefsohn ihrer Schwester mit dem Auto gefahren und in den Weinberg gestützt. Nane denkt, dass sie Pias Mann angerufen hat um ihn zu warnen, ihm zu sagen, dass niemand mit dem Auto fahren darf. Doch Thomas behauptet Nane habe nur angerufen um ihn wie so häufig zu beschimpfen. Nane möchte herausfinden was wirklich geschehen ist, sie möchte mit Thomas und Pia reden. Doch Thomas liegt seit einem Herzinfarkt im Koma und Pia erteilt ihr Hausverbot. Als sie sich dem widersetzt droht die Aufhebung ihrer Bewährung. „Der Verrat“ ist der neue Roman von Ellen Sandberg. Wie schon in „Die Vergessenen“ gibt es in diesem Buch zwei Zeitebenen. Einmal die Gegenwart, wo Nane aus dem Gefängnis entlassen wird und bei ihrer Schwester Birgit eine Arbeit bekommt damit die Bewährungsauflagen erfüllt sind. Thomas im Weinberg einen Herzinfarkt bekommt und danach im Koma liegt. Pia versucht, ein Geheimnis aus der Vergangenheit zu hüten. Dann die Vergangenheit wo erzählt wird wie es dazu kam, dass Nane so einen Hass auf ihre Schwester entwickelt hat, dass sie diese umbringen will. Wo der Leser Schritt für Schritt zu dem Zeitpunkt vor 20 Jahren herangeführt wird. Die Kapitel wechseln sich in den Zeiten ab. Schnell merkt man, dass vor 20 Jahren nicht alles so war wie es schien. Die Kapitel aus der Vergangenheit nähern sich langsam zu diesem folgenschweren Abend und die Spannung steigt ins Unermessliche. Das Ende war stimmig und hatte noch eine Überraschung parat. Es wurde alles aufgelöst doch hat der Leser auch noch Raum für seine eigen Fantasie wie es mit Pia und Nane weitergeht. Hinter dem Namen Ellen Sandberg verbirgt sich keine geringerer als die Bestsellerautorin Inge Löhnig, die jetzt ihren zweiten Roman unter einem Pseudonym veröffentlicht hat. Ich denke mit „Die Vergessenen“ und „Der Verrat“ ist der Name Ellen Sandberg mittlerweile genauso bekannt wie der Name Inge Löhnig. Wenn auch zwei verschiedene Genre und zwei verschiedene Namen, eins haben alle Bücher der Autorin gemeinsam und das ist Spannung.

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