Leserstimmen zu
Rachewinter

Andreas Gruber

Walter Pulaski (3)

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Oh wow, mit "Rachewinter" hat Andreas Gruber wieder einen Volltreffer gelandet! So soll ein Thriller sein und so macht das Lesen richtig Spaß! Auf knapp sechshundert Seiten purer Spannung führen sehr, sehr starke Charaktere und eine geniale Story durch das Buch. In einem Thriller voller Machtspiele, Rachedurst, Identitätsproblemen und menschlicher und familiärer Abgründe greift Andreas Gruber auch die Thematik Transsexualität auf. Ein hochinteressantes Thema mit dem er sicher auch einen Nerv der Zeit trifft. Von Beginn an fesselnd steigt die Spannung unaufhörlich an - ein Spannungsaufbau vom Feinsten. Neben der richtigen Dosis Sex und Gewalt setzt Gruber auch eine gehörige Portion Humor, Ironie und Sarkasmus ein, die sich in großartigen Dialogen wiederspiegelt. Und nicht nur die Hauptprotagonisten haben ihren Reiz, auch jede noch so kleine Nebenfigur ist fantastisch herausgearbeitet und wirkt vollkommen authentisch. Allesamt keine weichgespülten Charaktere, sondern Figuren mit wirklichen Ecken und Kanten. Andreas Gruber überzeugt zu hundert Prozent mit einem sehr klaren, atmosphärischen, fesselnden und dynamischen Schreibstil. Und "Rachewinter" ist ein Buch, das man verschlingt und am liebsten in einem durch liest, weil man bei jeder Unterbrechung befürchtet, etwas zu verpassen. Ach ja, es ist bereits der dritte Fall für Walter Pulaski und Evelyn Meyers, aber auch für die, die die beiden Vorgänger nicht kennen, problemlos einzeln zu lesen.

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Das Hörbuch Rachewinter von Andreas Gruber habe ich innerhalb von 10 Tagen gehört. Es geht allerdings auch fast 15 Stunden. Aber lasst euch davon nicht abschrecken, es ist kurzweilig und spannend. Das Hörbuch hat zwei Erzählstränge, die sich wie zwei Fäden am Ende zu einer Geschichte zusammenfügen. Es ist der dritte Teil einer Serie um den Kripobeamten Walter Pulaski, einem alleinerziehenden Vater einer Tocher, vom Leipziger Kriminaldauerdienst. Er ermittelt und untersucht in einem Todesfall. Der Vater der besten Freundin seiner Tochter ist in einem Motel so unglücklich gestürzt, dass er sich eine Schere ins Ohr gestoßen hat und darauf hin gestorben ist. Da klingt unglaublich und so ermittelt Pulaski entgegen den Anweisungen seines Chefs. Auch Nina die Freundin und seine Tochter Jasmin ermitteln eigenständig und lassen sich nicht von Pulaski davon abbringen Nachforschungen anzustellen. Während in Wien die Rechtsanwältin Evelin Meyer und ihr Assistent Florian Zock, Rechtsanwaltsanwärter einen vermeintlichen Mörder vertreten. Dieser wurde von einem anonymen Anrufer angezeigt und ein Video das von der Tat gemacht wurde sieht dem Klient zum Verwechseln ähnlich. Evelin und Flo beginnen mit ihrer Recherche und werden auf das Casino Imperium aufmerksam, bei welchem die Gesellschafter so nach und nach umgebracht werden. Als Zuhörer tappt man lange Zeit im Dunkeln und erst mit der Zeit werden einem die Zusammenhänge um die Frau mit dem roten Kleid klar. Das Hörbuch ist durchweg spannend und am Ende spitzt sich die Lage zu. Der Höhepunkt wird erreicht, als die Mädchen den Mörder stellen wollen und sich in eine aussichtslose Lage hinein manövrieren. Achim Buch liest hervorragend auch die weiblichen Parts. Für das Hörbuch vergeben ich volle 5 Punkte. Es gibt zwar ein oder zwei unrealistische Szenen aber das fällt wohl unter künstlerische Freiheit. Anzumerken habe ich noch, dass ich die ersten beiden Teile bisher noch nicht gehört habe. Das ist auch nicht notwendig. Es gibt nur im Epilog Verweise auf die beiden Teile, die ich mir noch zulegen werde. Eine kleine Kritik habe ich eigentlich nur am Schnitt des Hörbuches. Wechseln die Kapitel bekommt man dies nicht mit, da der Hörbuchsprecher ohne die aller kleinste Pause nahtlos weiter liest als wäre es der nächste Satz. So braucht man immer eine Weile bis man merkt, dass das nächste Kapitel neu angefangen hat und die Geschichte nicht mehr in Leipzig sondern in Wien spielt oder umgekehrt. Das Hörbuch wurde uns als Rezensionsexemplar von der Verlagsgruppe Random House GmbH zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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Inhalt Mehrere Männer werden grausam ermordet. Obwohl sie aus verschiedenen Städten kommen, haben sie scheinbar eines gemeinsam: Sie haben sich zuvor mit ein und derselben Frau getroffen. Doch diese scheint wie ein Phantom zu sein und es ist nicht klar, ob es diese Frau überhaupt gibt. Die Polizei glaubt zunächst an Unfälle. Doch Kriminalhauptkommissar Walter Pulaski ist anderer Meinung und ermittelt auf eigene Faust weiter. Doch auch er stößt auf Probleme und benötigt die Hilfe von der Anwältin Evelyn Meyers aus Wien. Auf einmal sind sie beide in den Fall verwickelt, da sie erkennen, dass sie den Fall gemeinsam lösen können. Allerdings ist der Täter raffinierter und grausamer als sie denken und bringt sie in eine gefährliche Situation… Cover Das Cover gefällt mir sehr gut, weil das Design an den „Winter“ angelehnt ist. Somit passt es wunderbar zu den vorherigen Teilen und ist ein Hingucker im Bücherregal. Schreibstil Der Schreibstil von Andreas Gruber ist sehr leicht und flüssig zu lesen. Die Seiten fliegen dadurch nur so dahin. Mit seiner permanenten, unterschwelligen Spannung und seinen eingebauten Cliffhangern, kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Auch die verschiedenen Perspektiven haben mir sehr gut gefallen. So konnte man die Charaktere besser kennenlernen und ihr Handeln besser nachvollziehen. Charaktere Walter Pulaski ist ein schroffer und sarkastischer Charakter. Jedoch merkt man immer wieder, dass er auch weiche Seiten an, was ihn sehr liebenswert macht. Evelyn Meyers begeistert mich durch ihren Sinn für Gerechtigkeit. Sie scheint in ihrm Beruf als Anwältin noch etwas grün hinter den Ohren zu sein, jedoch hängt sie sich mit allem was sie hat rein und scheint so sehr ehrgeizig. Die Täterin hat mir auch gut gefallen, da ich das Gefühl hatte, dass diesbezüglich ganz gut recherchiert wurde. Meine Meinung Mir haben die Idee hinter dieser Geschichte und der Schreibstil von Herrn Gruber sehr gut gefallen. Das Buch hat 592 Seiten und doch kam es mir nicht so vor. Wenn ein Autor das schafft, ist es schon mal nicht schlecht. Ich liebe es, wenn Geschichten aus verschiedenen Perspektiven geschrieben sind und deshalb gibt es von mir auch hier ein großes Plus. Man wusste immer sofort in welcher Perspektive man sich gerade befindet und es war spannen zu verfolgen, wie die Geschichten nach und nach zusammen finden. Trotz den vielen positiven Aspekten, habe ich auch was auszusetzen. Die Darstellung  von Schutzpolizei und der Kripo inklusive deren Verhältnis zueinander war wie in Krimifilmen im Fernsehen. Dem ist in der Realität aber überhaupt nicht so. Ein so erfahrener Autor sollte das eigentlich wissen. Vielleicht sollten Pulaskis Charaktereigenschaften so mehr zur Geltung kommen, aber auch dann stört mich das sehr. Außerdem wirkten einige Zufälle zu abstrus und zu sehr an den Haaren herbei gezogen. Die Geschichte beinhaltet viele solcher Geschehnisse und an manchen Stellen war es einfach zu viel des Guten. Trotz meiner Kritikpunkte hatte ich viel Spaß beim Lesen und konnte es vor allem gegen Ende gar nicht mehr weglegen. Also Empfehlenswert!

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Zum Inhalt: Evelyn Meyers ist eine erfolgreiche Strafverteidigerin in Wien und übernimmt einen äußerst brisanten Fall. Der Sohn eines Multimillionärs wird als Hauptverdächtiger in einem Mordfall festgenommen. Über die Mordtat gibt es ein erdrückendes Beweisvideo. Dennoch ist Evelyn fest davon überzeugt, dass der Fall Merkwürdigkeiten aufweist und stellt mit ihrem Assistenten Flo eigenmächtig Recherchen an. Sie kommen dabei einer gefährlichen Verstrickung von dubiosen Machenschaften auf die Spur. Gleichzeitig ermittelt der Kriminalkommissar Walter Pulaski in einem anderen Fall in Leipzig, bei dem ein ihm persönlich bekannter Mann tot in einem Hotelzimmer aufgefunden wird. Alles deutet auf einen Unfall hin. Pulaskis Gespür führt ihn allerdings auf dieselbe gefährliche Spur, auf die sich schon Evelyn und Flo begeben haben... Meine Leseerfahrung: Erfolgsautor Andreas Gruber hat mit "Rachewinter", dem dritten Band der Reihe um Pulaski und Meyers, einen Thriller der Extraklasse geschaffen. Das Buchcover ist entsprechend seinen Vorgängerbänden stilvoll gestaltet und hat mittlerweile einen Erkennungswert. Auf Grund seines flüssigen unverschnörkelten Erzählstils sind die fast 600 Seiten ein schnell verschlungener Lesegenuss. Gruber hat zwei ausgezeichnete Protagonisten geschaffen, die sowohl mit einem scharfem Verstand als auch mit einem äußerst witzigen Charme auftrumpfen. Dank der in Kursivschrift eingeführten Gedankengänge zwischen dem Erzählfluss kann sich der Leser wunderbar in die Hauptfiguren hineinversetzen. Als Rechtsanwältin im selben Alter war ich begeistert von Evelyn und ihrer furchtlosen und beharrlichen Ader, die Wahrheit um jeden Preis heraus zu finden. Gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter Flo leistet sie eine beeindruckende Ermittlungsarbeit und ist damit völlig auf einem Level mit dem alten Hasen Pulaski, der auf Grund seiner Jahre beim LKA und auch beim Kriminaldauerdienst eine gehörige Portion Erfahrung mit sich bringt. Auch die Nebenfiguren wie Pulaskis Tochter Jasmin und ihre Freundin Nina, die durch den Tod ihres Vaters mitinvolviert ist, lassen die Story zu keinem Moment an Spannung verlieren. Sie sind ebenfalls interessante Charaktere, die auf eigene Faust erfolgreich Nachforschungen anstellen und sich ungeahnt in gefährliche Situationen begeben. Die relativ kurz gehaltenen Kapitel springen in den spannendsten Augenblicken zwischen den Handlungssträngen um Meyers, Pulaski, den jungen Mädels, sowie der geheimnisvollen Frau im roten Kleid, die die Verbindung zwischen den vorliegenden und bevorstehenden Morden darstellt, und versprechen einen konstanten Spannungsbogen ab dem Prolog bis zum Epilog. Besonders gut recherchiert erschien mir auch das geschickt eingearbeitete Thema Transsexualität, was für mich persönlich als ein facettenreiches Neuland erscheint. Fazit: Ein unterhaltender Thriller voller Spannung und Action, der alle Erwartungen an einen aufregenden und fesselnden Roman erfüllt. Andreas Gruber steht für spannungsgeladene Kriminalgeschichten mit charakterstarken Figuren und hohem Ermittlungsniveau. 5 von 5 Sternen und absolute Leseempfehlung! ,

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Gören

Von: wal.li

28.10.2018

In Wien beobachten zwei Arbeiter etwas, das wie ein Mord aussieht. Einer der Beiden filmt den Vorgang. Kurz darauf meldet sich ein junger Mann bei der Anwältin Evelyn Meyers und bittet sie, das Mandat zu übernehmen. Nahezu gleichzeitig bekommt Kommissar Walter Pulaski von Kriminaldauerdienst in Leipzig die Aufgabe, einen Toten zu untersuchen, der in einem Hotelzimmer gefunden wurde. Überrascht muss Pulaski feststellen, er kennt den Toten. Es handelt sich um den Vater von Nina, der besten Freundin seiner Tochter. Zusätzlich machen einige Feststellungen, die er während seiner ersten Beschau trifft, ihn misstrauisch. Dennoch kann er nicht anders als festzustellen, dass alles nach einem Unfall aussieht. Bereits zum dritten Mal durchleben Meyers und Pulaski ihre Fälle. Dabei scheinen die Ereignisse zunächst so weit entfernt wie Leipzig und Wien. Wenn man die Beiden allerdings kennt, beginnt man natürlich sofort nach einem Zusammenhang zu suchen. Gespannt verfolgt man, wie Evelyn Meyers bei ihren Nachforschungen behindert wird. Ebenso gefesselt ist man von Pulaskis Bemühungen im Gedächtnis zu behalten, dass er nichts zu ermitteln hat und er außerdem seine Tochter und ihre Freundin daran hindern muss, selbst private Untersuchungen anzustellen, wobei er nicht allzu deutlich werden lassen darf, dass sich die beiden jungen Frauen erstaunlich geschickt anstellen. Meyers und Pulaski sind kein Team im eigentlichen Sinne, eher zwei Pole, die verschiedene Geschehnisse zusammenhalten. Genau das macht es so interessant, ihre Fälle zu verfolgen, nach Zusammenhängen zu suchen, einiges zu erahnen und mit anderem völlig daneben zu liegen. Mit seinem spannenden verschachtelten Krimi greift der Autor ein Thema auf, über das der Durchschnittsleser vielleicht nicht so informiert ist. Er weckt Verständnis für die Nöte der agierenden Personen. Mit Meyers und Pulaski hat er zwei Pole geschaffen, die zu einem echten Team werden, wenn sie sich endlich treffen. Mit diesem packenden Kriminalroman lässt sich die Zeit bestens vertreiben. Die Augen werden dafür geöffnet, dass die eigenen Probleme möglicherweise kleiner sind als gedacht. 4,5 Sterne

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Das Cover Das Cover passt sehr gut zu den beiden anderen der Reihe. Zum Inhalt Rachewinter ist der dritte Fall des Kommissars Walter Pulaski aus Leipzig. Nach Rachesommer und Racheherbst ermittelt er diesmal wegen eines Toten im Motel. Bei dem Toten handelt es sich ausgerechnet um den Vater der besten Freundin seiner Tochter. Auch die Anwältin Evelyn Meyers aus Wien ermittelt in einem Mordfall. In anderen Städten sterben weitere Männer. Alle wurden kurz vor ihrem Tod in Begleitung einer brünetten Frau in einem roten Kleid gesehen. Stehen die Morde im Zusammenhang und wenn ja, in welchem? "Das ist eine Technik aus einem Gartencenter in Leipzig, falls du es wissen willst, Klugscheißer." [Walter Pulaski beim Kampf mit einem in Israel ausgebildeten Personenschützer.] Meine Meinung Andreas Gruber hat es wieder geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen. Obwohl es mein erstes Buch um den Kommissar Pulaski ist, bin ich schnell in die Handlung rein gekommen. Allerdings muss man schon fast das halbe Buch lesen, bevor sich Verbindungen zwischen den vielen Morden ergeben. Die Geschichte ist durchgehend spannend erzählt. Gut gefallen hat mir auch, dass es sich um überregionale Ermittlungen handelt, da die Morde in mehreren Bundesländern sowie in Österreich und Polen verübt werden. Eigentlich handelt es sich um zwei Krimis. Nämlich um einen Krimi mit Walter Pulaski, seiner Tochter Nina und deren Freundin und einen weiteren mit der Anwältin Evelyn Meyers und ihren Assistenten Flo. Erst gegen Ende des Buches wird aus beiden Handlungssträngen ein gemeinsamer. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und die 592 Seiten waren schnell gelesen.

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Die Frau im roten Kleid

Von: Dirk Heinemann (https://dirkliestundtestet.blogspot.de/)

27.10.2018

Das Cover Das Cover passt sehr gut zu den beiden anderen der Reihe. Zum Inhalt Rachewinter ist der dritte Fall des Kommissars Walter Pulaski aus Leipzig. Nach Rachesommer und Racheherbst ermittelt er diesmal wegen eines Toten im Motel. Bei dem Toten handelt es sich ausgerechnet um den Vater der besten Freundin seiner Tochter. Auch die Anwältin Evelyn Meyers aus Wien ermittelt in einem Mordfall. In anderen Städten sterben weitere Männer. Alle wurden kurz vor ihrem Tod in Begleitung einer brünetten Frau in einem roten Kleid gesehen. Stehen die Morde im Zusammenhang und wenn ja, in welchem? "Das ist eine Technik aus einem Gartencenter in Leipzig, falls du es wissen willst, Klugscheißer." [Walter Pulaski beim Kampf mit einem in Israel ausgebildeten Personenschützer.] Meine Meinung Andreas Gruber hat es wieder geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen. Obwohl es mein erstes Buch um den Kommissar Pulaski ist, bin ich schnell in die Handlung rein gekommen. Allerdings muss man schon fast das halbe Buch lesen, bevor sich Verbindungen zwischen den vielen Morden ergeben. Die Geschichte ist durchgehend spannend erzählt. Gut gefallen hat mir auch, dass es sich um überregionale Ermittlungen handelt, da die Morde in mehreren Bundesländern sowie in Österreich und Polen verübt werden. Eigentlich handelt es sich um zwei Krimis. Nämlich um einen Krimi mit Walter Pulaski, seiner Tochter Nina und deren Freundin und einen weiteren mit der Anwältin Evelyn Meyers und ihren Assistenten Flo. Erst gegen Ende des Buches wird aus beiden Handlungssträngen ein gemeinsamer. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und die 592 Seiten waren schnell gelesen.

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Walter Pulaski, wird Routinemäßig zu dem Fundort einer Leiche gerufen, alles sieht nach einem Unfall aus, wenn da nicht ein paar Ungereimtheiten und eine verschwundene Begleiterin wären. Niemand hat sie gesehen, hat es sie überhaupt gegeben? Doch Pulaski kennt den Toten und kann die Zweifel nicht auf sich beruhen lassen. In seiner Raubein Manier geht er dem ganzen auf die Spur, doch diesmal ist jemand schneller als der Kriminalhauptkommisar. Das sorgt jedoch für mehr Schwierigkeiten als für Hilfe. Am Ende kann nur noch, Evelyn Meyers helfen, doch damit sind die Probleme noch lange nicht gelöst. Rachewinter ist Andreas Grubers 3.Teil, seiner Walter Pulaski Reihe. Der in Wien geborene Schriftsteller, ist Autor zahlreicher Kurzgeschichten und anderer erfolgreicher Thriller. In Rachewinter spielt Andreas Gruber wieder ein sehr perfides Verwirrspiel mit seinen Lesern. Walter Pulaski, Hauptkomissar beim Kriminaldauerdienst in Leipzig und Strafverteidigerin Evelyn Meyers aus Wien ermittelt auch in dieser Geschichte wieder. Doch zunächst jeder in seiner Heimat, an seinem eigenen Fall. Für beide sehen ihre neuen Aufgaben am Anfang nach Routine aus. Doch Pulaski wäre nicht Kriminalhauptkomissar wenn ihn nicht die leisesten Zweifel zum Grübeln bringen würden. Eher unfreiwillig bleibt er bei dem, als Unfall zu den Akten gelegten Fall dran. Denn Unterstützung gibt es diesmal von zwei ganz ausgebufften Mädels die zwar eine gute Spürnase haben, dafür jedoch noch sehr grün hinter den Ohren sind. Ob ihnen das zum Verhängnis wird? Auch Evelyns Fall eines Mannes der des Mordes verdächtigt wird, ist zunächst noch ein gewöhnlicher Fall. Doch nach dem ersten Gespräch mit ihrem Mandanten hat Evelyn mehr Fragen als Antworten. Gemeinsam mit ihrem angehenden Anwaltsgehilfen Flo, der mehr Detektiv-, Spionage- und Polizeitricks auf Lager hat als man ihm im ersten Augenblick zutrauen würde, versucht sie diese Ungereimtheiten zu lösen. Dabei kommt sie fiesen Machenschaften viel zu nahe. Ist sie dem ganzen überhaupt gewachsen oder ist ihre Karriere schneller zu Ende als sie gedacht hatte? Es war wirklich wahnsinnig unterhaltsam den beiden bei ihren Ermittlungen über die Schulter schauen zu dürfen und Haut nah in deren Geschehnisse verwickelt gewesen zu sein. Andreas Gruber hat hier sehr aufwendig eine Story konstruiert. Am Anfang ist es unmöglich den Zusammenhang des Ganzen zu überblicken, doch Stück für Stück laufen die Fäden der Geschichte zusammen und ergeben ein Bild. Einige Sachen ließen sich zwar erahnen, waren jedoch in ihrer Auflösung immer noch spannend und interessant gestaltet. Zu dem geizt Gruber weder mit Todesopfern noch mit Skurrilität. Sowohl sein Antagonist als auch die Todesarten waren wirklich nicht 0815. Wenngleich ich gestehen muss mir die Mordszenen etwas too much waren, nicht direkt in ihrer Brutalität, dafür mehr in ihrer Darstellung und Beschreibung. Das ist jedoch das einzige was ich an Rachewinter auszusetzen habe. Ich mag beide Charaktere sehr, Pulaski mit seiner sarkastischen Art und Evelyn die für Gerechtigkeit immer aufs Ganze geht. Sie sind meiner Meinung nach auch gut erdacht und haben trotz ihrer Stärken auch die menschlichsten Schwächen. Doch nicht nur Grubers Charaktere sind beachtlich, auch sein Schreibstil ist es. Er ist so leicht und Flüssig das der Leser förmlich über die Seiten gleitet. Das und die unterschwellig mit Spannung durchsetzte Handlung lassen die Kapitel nur so verfliegen. Dank der zunehmenden Cliffhanger und dem dramatischen Zuspitzen der Lage, fällt es vor allem gegen Ende des Buches immer schwerer, es aus der Hand zu legen. Fazit: Für Rachewinter kann ich eine klare Lese Empfehlung geben. Ein wirklich gutes, spannendes Buch. Nur vom Essen während einiger Szenen wurde ich abraten ;)

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