Leserstimmen zu
Rachewinter

Andreas Gruber

Walter Pulaski (3)

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Taschenbuch
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Die Frau im roten Kleid

Von: leseratte1310 aus Mönchengladbach

22.10.2018

In Wien beobachten zwei Arbeiter vom Dach eines Hauses aus ein Paar beim Sex. Doch bald weicht ihre Belustigung dem Entsetzen, denn der Mann wird getötet und sie haben den vermeintlichen Täter mit ihrem Handy gefilmt. Der Verdächtige will von Evelyn Meyers anwaltlich vertreten werden. Als Evelyn Akteneinsicht bekommt, erkennt sie, dass die Ermittlungen sehr schlampig durchgeführt wurden und sie beginnt, unterstützt von ihrem Assistenten Florian Zock, eigene Nachforschungen anzustellen. In Leipzig wird Kommissar Walter Pulaski vom Kriminaldauerdienst zu einem Todesfall in einem Motel gerufen. Alles deutet auf einen Unfall hin, auch wenn der Hotelbesitzer eine Frau gehört haben will. Pulaski aber glaubt nicht an einen Unfall, doch er ist nicht mehr zuständig. Außerdem kannte er den Toten. Der Krimi lässt sich sehr flüssig lesen. Kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven sorgen für Tempo und Spannung. Leider habe ich „Rachesommer“ und „Racheherbst“, die Vorgängerbänder dieser Reihe, noch nicht gelesen, was ich unbedingt ändern muss. Evelyn ist eine sympathische Frau und eine engagierte Anwältin. Auch in diesem Fall nimmt sie ihren Job sehr ernst. Kaum hat sie das Mandat angenommen, gesteht ihr Mandant Michael von Kotten die Tat. Warum aber wird sie dann von seinem Vater bedroht? Wenn ihr Gegenwind ins Gesicht bläst, motiviert sie das umso mehr, sich reinzuhängen und schon bald stößt sie auf einige Ungereimtheiten. Ihr Mentor Oberstaatsanwalt Ostrovsky scheint eigene Interessen in dem Fall zu haben und ist bereit das Gesetz zu dehnen. Aber auch Pulaski lässt sein Fall nicht los. Der tote Klaus Hinze hat eine Tochter, die mit seiner Tochter Jasmin befreundet ist. Obwohl er nicht ermitteln darf, hat er den Mädchen ein Versprechen gegeben und das muss er halten, wenn er verhindern will, dass Nina und Jasmin auf eigene Faust recherchieren. Die aber lassen sich auch nicht so leicht ausbremsen und man spürt, dass die kriminalistischen Gene in Jasmin auch durchschlagen. Mir hat auch Flo gut gefallen, der Evelyn toll unterstützt und auch ziemlich gewieft ist. Aber auch die vielen Nebencharaktere sind alle interessant und sehr facettenreich herausgearbeitet, auch wenn mir die meisten davon ziemlich unsympathisch waren. Es gibt weitere Tote, die anscheinend alle mit einer Frau im roten Kleid zu tun hatten, und Evelyn und Pulasky müssen wieder einmal zusammenarbeiten, um den Fall zu lösen. Obwohl dieser Thriller rasant und hochspannend ist, gibt es aber auch immer mal wieder humorvolle Einlagen. Obwohl schon recht früh, einiges offensichtlich wurde, gibt es am Ende doch noch eine handfeste Überraschung und es geht in einen dramatischen Showdown. Ich kann diesen superspannenden Thriller nur empfehlen.

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2 Bauarbeiter beobachten vom Dach aus im Haus gegenüber ein Pärchen beim Sex. Ihre Entscheidung, die Szene heimlich zu filmen, hat folgenschwere Konsequenzen. Plötzlich haben sie nicht nur das Liebesspiel auf Video, sondern einen Mord... Es gibt zwei Erzählstränge, einmal Evelyn Meyers aus Wien, Anwältin des Verdächtigen und Walter Pulaski, Ermittler aus Leipzig. Durch die beiden Erzählstränge die im Wechsel gelesen werden, baut sich rasch ein steigender Spannungsbogen auf, bis die beiden am Ende zusammenführen. Der flüssige Schreibstil und die detailreiche Beschreibung der Vorkommnisse fesselt den Leser von Beginn an. Die Figuren sind authentisch, haben ihre Fehler, doch das macht sie sympathisch, oder auch nicht. Es gibt Figuren die ich gerne persönlich treffen würde, um andere würde ich einen großen Bogen machen. Die Handlung ist schlüssig und die Handlungsweisen der Figuren zum Großteil nachvollziehbar. Bis auf Jasmins und Ninas Verhalten, aber vielleicht verhält sich ein junger Mensch nach einer Schocknachricht tatsächlich so irrational. Doch gerade Jasmin hätte es besser wissen müssen. Das Buch ist wieder sehr gut recherchiert, das spannende und interessante Thema sehr gut umgesetzt. Die Handlung überrascht oft, was ist Wahrheit und was Lüge? Es gibt viele Ungereihmtheiten, doch wer falsch spielt bleibt lange verborgen und der Leser wird auf falsche Fährten gelockt. Ein toller Thriller der mich von Anfang an begeistert hat.

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Rachewinter ist der dritte Fall um den Kommissar Walter Pulaski und die Anwältin Evelyn Meyers und kann durchaus für sich gelesen werden,doch wer Rachwinter liest,wird um die beiden Vorbände Rachesommer und Rachherbst nicht rumkommen;) In diesem Fall geht es um mehrere Morde an Männern mittleren Alters. Die Männer haben sich vor dem Tod mit einer Frau in einem roten Kleid getroffen. Gleich zu Beginn gibt es einen Tatverdächtigen,den Evelyn Meyers verteidigen soll,der Sohn eines reichen Glücksspel Chefs,der Familie Kotten. Währenddessen ermitteln auch die Tochter von Pulaski Jasmin und ihre Freundin Nina a la Hobby-Detektive in einem der Mordfälle und begeben sich damit in höchste Gefahr... Ich habe das Buch unheimlich gerne gelesen, ein richtiger Pageturner,den ich kaum aus der Hand legen konnte,an 3 Tagen verschlungen. Der Schreibstil von Andreas Gruber ist sehr flüssig und toll zu lesen. Die kurzen Kapitel haben soviel Spannung geboten und ich wollte immer weiterlesen,so ging es mir auch schon in Rachherbst! Die Handlung ist nichts für zartbeseitete, denn esngibt sxhon ziemlich brutale und auch obszöne Szenen und Sprache. Auch die Figuren sind gut ausgearbeitet,Pulaski und Meyers sind mir einfach supersympathisch. In dieser Reihe wurden tolle Protagonisten geschaffen, die sehr authentisch sind. Ich bin auch auf die andere Reihe gespannt. Ich fand den Thriller richtg gut und freue mich mehr von dem Autor zu lesen. Ich vergebe 5 volle Sterne und badanke mich ganz herlich beim Goldmannverlag,vorablesen und vo allem Andreas Gruber :)

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Leipzig - Walter Pulaski wird zu einem Todesfall in einem Motel gerufen – der Tote ist der Vater von Jasmins bester Freundin Nina. Während die ermittelnden Behörden schnell zu dem Schluss kommen, dass es sich zum einen Unfall handelt, gibt es ein paar Unstimmigkeiten, die Pulaski zweifeln lassen, zumal Nina und Jasmin auf eigene Faust herausfinden wollen, mit wem sich der Tote zuletzt noch getroffen hat. Zur selben Zeit kommt es in unterschiedlichen Städten zu weiteren mysteriösen Todesfällen, die eine Gemeinsamkeit aufweisen: die Opfer hatten kurz vor ihrem Tod Kontakt mit einer brünetten Frau in einem roten Kleid. Wien - Die Anwältin Evelyn Meyers bekommt einen neuen Klienten: Michael von Kotten wird verdächtigt, seinen Liebhaber umgebracht zu haben. Die Tat wurde zufällig per Video aufgenommen, so dass die Beweiskraft erdrückend scheint. Von Kotten beteuert seine Unschuld, verstrickt sich jedoch zunehmend in Widersprüchen und Unwahrheiten. Evelyn beginnt zusammen mit ihrem Assistenten Flo auf eigen Faust nachzubohren und stößt dabei auf verblüffende Erkenntnisse. Bei diesem Roman habe ich mich auf zwei Dinge gefreut: einmal auf das Wiedersehen mit dem Leipziger Polizisten Walter Pulaski und der Wiener Anwältin Evelyn Meyers, die gerne ungewöhnliche Wege gehen, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen und früher oder später erkennen, dass sie – mal wieder – an einem gemeinsamen Fall arbeiten. Und dann habe ich mich natürlich auf einen neuen spannenden Fall aus der Feder von Andreas Gruber gefreut. Und die Handlung ist in jedem Fall wieder spannend und undurchsichtig, die Morde gewohnt ungewöhnlich. Es beginnt ein Wettlauf der Polizei, besser gesagt von Walter Pulaski, der sich nicht mit der Todesursache Unfall abgeben will, und der gut aussehenden Frau in Rot, die eiskalt ihre Mordserie fortsetzt. Erschwerend kommt hinzu, dass es keine Verbindungen zwischen den Taten zu geben scheint. Walter Pulaski mit seinem Zynismus und seinem trockenen Humor gefällt mir immer wieder gut. Sehr schön fand ich auch, dass seine Tochter Jasmin dieses Mal eine größere Rolle spielt. Was mich aber auch im dritten Band genervt hat, dass Pulaski von seinen Kollegen immer wieder vorgehalten wird, dass er nicht viel zu sagen hätte und daran selbst schuld sei, weil er nach dem Tod seiner Frau vom LKA zum KDD gewechselt hat, um mehr Zeit für seine Tochter zu haben. Der KDD wird ja gerne etwas schief angesehen, dabei wird jedoch allzu leicht übersehen, dass Pulaski nach wie vor über eine ausgezeichnete Spürnase verfügt. Die Anwältin Evelyn Meyers mag ich auch sehr, da sie trotz ihrer privaten Schicksalsschläge in der Vergangenheit nicht den Kopf in den Sand steckt und gerne knifflige Fälle übernimmt. Gut gefällt mir bei ihr, dass sie bei Widersprüchen oder Unklarheiten nicht nur dem glaubt, was man ihr erzählt, sondern auf eigene Faust Nachforschungen anstellt, die nicht unbedingt immer einem legalen Vorgehen entsprechen. Zusammen mit ihrem jungen Assistenten Flo bildet sie ein richtig gutes Team, bei dem sich beide auf den Anderen verlassen können. Auch der dritte Teil mit Pulaski und Meyers ist wieder ein spannender Fall mit einigen überraschenden Wendungen, der mich voll überzeugen konnte. In diesem Krimi ist kaum etwas so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Ich hoffe sehr, dass es auch noch einen „Rachefrühling“ geben und damit zu einem Wiedersehen mit lieb gewonnenen Figuren kommen wird.

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INHALT: Eine geheimnisvolle Frau und mehrere Männerleichen. Alle Opfer waren gesund, sehr erfolgreich und vermögend und alle sind auf sehr mysteriöse Weise ums Leben gekommen. Walter Pulaski und Evelyn Meyers ermitteln beide getrennt in diesen Fällen, bis sie feststellen, daß sie ein und denselben Täter jagen. Doch eigentlich soll alles unter den Teppich gekehrt werde , aber die beiden ermitteln weiter und geraten dadurch in tödliche Gefahren. Und bei diesen Ermitglungen gerät sogar auch Walter Pulaskis Tochter in den Mittelpunkt der Gefahr. MEINE MEINUNG: "Rachewinter" ist der dritte Teil des Ermittlerduos Walter Pulaski und Evely Meyers, den man auch sehr gut ohne Informationen aus den anderen beiden Teilen lesen kann. Da ich die ersten beiden Teile schon grandios fand, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und was soll ich sagen- auch dieses Buch reiht sich ein und ist wieder grandios. Es wird wieder in Deutschland und Österreich ermittelt und schon zu Anfang muss der Leser nicht lange warten und das spannende Geschehen beginnt. Der Schreibstil ist wie immer ohne Schnörkel, lässt sich wunderbar lesen und er zieht den Leser in seinen Bann. Die Seiten fliegen dahin und die Spannung steigt. Sehr interessant finde ich auch immer die unvorhersehbaren Wendungen mit der uns Andreas Gruber überrascht. Er gibt nie zuviel preis, gerade so, dass es wahnsinnig interassant und spannend und mysteriös bleibt. Die Handlungsstränge kann er wunderbar miteinander verflechten und am Ende ergibt es dann ein großes Ganzes. So auch wieder in "Rachewinter". Auch sind die Charaktere immer wunderbar ausgearbeitet und er gibt jedem irgendetwas besonderes und alle Personen haben einen Wiedererkennungswert. FAZIT: Wieder ein unheimlich gut gelungener Thriller, der sehr lesenswert ist. Ein Thriller, der extrem spannend und sehr gut konstruiert ist. Unbedingt lesen. Von mir natürlich 5/5 Sterne.

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Thriller Highlight meines Jahres

Von: Michi von Bücher News Welt

15.10.2018

Meine Meinung: Dieser Thriller hat mich von Anfang an überrascht! Kommissar Walter Pulaski ist ein kauziger und launischer Ermittler. Jedoch hat er einen wirklich witzigen und sehr sarkastischen Humor sodass mir beim Lesen der ein oder andere Lacher rausgerutscht ist und er mir sofort symphatisch war. Die junge Anwältin Evelyn Meyers ist mir trotz ihres Berufes sofort ans Herz gewachsen. Ihre hartnäckige und wissbegierige Art passte gut zu ihr und auch ihr Assistent bildete mit ihr ein wunderbares Duo. Der lockere Stil und die flüssige Schreibart lässt das Buch schneller Lesen als Anfangs gedacht. Die Geschichte und die Hintergründe der Morde sind schlüssig und nachvollziehbar. Das Cover: Andreas Gruber Bücher haben dieses unverkennbare Merkmal das einem das Cover in die Augen sticht sobald man nur die Buchhandlung betreten hat. Es zieht mich förmlich immer in die Krimi/Thriller Abteilung und bestaune die wunderschönen Cover. Dieses hier ist wieder einmal sehr gut gelungen denn die hervorgehobene Blaue Distel ist genau in der Mitte des Wortes „Rachewinter“ platziert worden. Mir gefällt das Cover sehr gut und gar nicht zu übersehen ist der schöne Buchrücken. Hier hat sich der Verlag wieder große Mühe gegeben. Fazit: Trotz der grausigen Morde und der spannenden Familien Geschichte hatte ich noch nie so viel Spaß an einem Thriller wie diesen. Mir fiel es sehr schwer dieses Buch aus der Hand zu legen und ich werde mir demnächst die ersten Teile dieser Reihe holen.

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Thriller Highlight meines Jahres

Von: Michi von Bücher News Welt

15.10.2018

Meine Meinung: Dieser Thriller hat mich von Anfang an überrascht! Kommissar Walter Pulaski ist ein kauziger und launischer Ermittler. Jedoch hat er einen wirklich witzigen und sehr sarkastischen Humor sodass mir beim Lesen der ein oder andere Lacher rausgerutscht ist und er mir sofort symphatisch war. Die junge Anwältin Evelyn Meyers ist mir trotz ihres Berufes sofort ans Herz gewachsen. Ihre hartnäckige und wissbegierige Art passte gut zu ihr und auch ihr Assistent bildete mit ihr ein wunderbares Duo. Der lockere Stil und die flüssige Schreibart lässt das Buch schneller Lesen als Anfangs gedacht. Die Geschichte und die Hintergründe der Morde sind schlüssig und nachvollziehbar. Das Cover: Andreas Gruber Bücher haben dieses unverkennbare Merkmal das einem das Cover in die Augen sticht sobald man nur die Buchhandlung betreten hat. Es zieht mich förmlich immer in die Krimi/Thriller Abteilung und bestaune die wunderschönen Cover. Dieses hier ist wieder einmal sehr gut gelungen denn die hervorgehobene Blaue Distel ist genau in der Mitte des Wortes „Rachewinter“ platziert worden. Mir gefällt das Cover sehr gut und gar nicht zu übersehen ist der schöne Buchrücken. Hier hat sich der Verlag wieder große Mühe gegeben. Fazit: Trotz der grausigen Morde und der spannenden Familien Geschichte hatte ich noch nie so viel Spaß an einem Thriller wie diesen. Mir fiel es sehr schwer dieses Buch aus der Hand zu legen und ich werde mir demnächst die ersten Teile dieser Reihe holen.

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Ein komplexer Fall. Eine Sicht aus Deutschland. Eine Sicht aus Österreich. Das ist das Markenzeichen der Thriller von Andreas Gruber. In seinen beiden erfolgreichen Serien arbeiten jeweils eine deutsche und eine österreichische Hauptfigur an der Aufklärung einer Rihe von Verbrechen und stellen schließlich fest, dass sie denselben Mörder jagen. Die ursprünglich zusammenhanglosen Spuren erweisen sich erst in der Gesamtsicht als unterschiedliche Aspekte eines einzelnen Rätsels. Dieses Rätsel kann nur im Team gelöst werden, wenn beide Figuren ihr Wissen und ihre Stärken einbringen. So funktioniert auch "Rachewinter". Neue Figuren bringen frischen Wind Die kurzen Kapitel mit offenem Ende wechseln zwischen Leipzig und Wien, zwischen der Anwältin Evelyn Meyers und dem Kommissar Walter Pulaski. Zusätzlich zu dem hohen Tempo sorgen auch neue Figuren für frischen Wind. Pulaskis Tochter Jasmin ist ebenso schlau wie dickköpfig. Ihr Verantwortungsbewusstsein liegt in ständigem Wettstreit mit der Loyalität gegenüber ihrer Freundin Nina, die den Tod ihres Vaters aufklären will. Auf der anderen Seite fungiert der Konzipient Florian "Flo" Zock als Evelyns Sidekick. Er ist spontan bereit, für sie nächtelang zu recherchieren, nach Leipzig zu reisen, sogar sein Leben zu riskieren, ist nebenbei ehemaliger Polizeischüler und Profihacker ... und mit all diesen Attributen sehr nahe am Superhelden entworfen. So erklärt er beiläufig, wie er an die personenbezogenen Daten ihres Mandanten aus Meldeamt und Sozialversicherung gelangt: "(...) also ich knacke die Firewall, damit ich in die Netzwerke reinkomme. Mit einem Tool (...) fange ich die Administrator-Passwörter ab und habe damit Zugriff auf alle Server." (S. 266) Bedingt durch die personale Erzählperspektive finden sich zahlreiche umgangssprachliche Ausdrücke und Wendungen. Diese oft emotional gefärbten Formulierungen tragen außerdem zum Tempo der Geschichte bei. Dass jedoch Figuren aus Österreich in ihren Gedanken regionalspezifische Ausdrücke aus Deutschland (zB "Azubi", "Schubkarre") benutzen, dürfte am Ziepublikum liegen, auf das der Autor abzielt. Komplexität mit Konzept In Wien sucht Evelyns neuer Klient zunächst anwaltliche Hilfe, legt aber dann in Untersuchungshaft bereitwillig ein umfangreiches Geständnis ab. Die Anwältin und ihr Assistent stehen vor einem nahezu unlösbaren Rätsel. Auf der Suche nach einem Anhaltspunkt entwickeln sie in der hohen Kunst des logischen Schließens eine Fertigkeit, die Sherlock Holmes würdig wäre. Schließlich gelangen Evelyn und Flo zu einer Arbeitshypothese, die auf den ersten Blick unrealistisch und arg konstruiert wirkt. Dabei entsteht förmlich der Eindruck, als würde Andreas Gruber seinen Lesern ein verworrenes Knäuel aus dem Buch entgegenwerfen. Im weiteren Verlauf der Handlung wird dieses Knäuel aber vorsichtig entwirrt und geglättet, sodass am Ende ein einzelner reißfester Faden ausgerollt ist. Schließlich ist die innere Logik der Handlung erkennbar, die sich zuvor als unförmiges Durcheinander präsentierte. Ein Kammerspiel als Showdowm Auf der anderen Seite wollen Pulaskis Tochter Jasmin und ihre Freundin Nina den Mord an Ninas Vater aufklären. Als Kenner der Jugendbücher von Enid Blyton, Thomas Brezina und Co fürchtet man bereits, der Autor würde hier zwei mutige Jugendliche professionelle Polizeikräfte und abgebrühte Gauner überlisten lassen. Zum Glück sind die beiden verantwortungsvoll genug, rechtzeitig Pulaski ins Vertrauen zu ziehen - bis auf das letzte Mal. Für das obligate Finale müssen sich die beiden natürlich auf eigene Faust in Gefahr begeben. Dieses Finale ist wie ein Theaterstück sorgfältig choreographiert und gestaltet sich äußerst blutig und actionreich. Dabei wird das Kräfteungleichgewicht zwischen Helden und Schurken zu offensichtlich mit glücklichen Zufällen kompensiert, um das angepeilte Happy End zu erreichen. Bei öffentlichen Auftritten zum Vorgängerband "Racheherbst" streute der Autor gerne eine Anekdote über seine nicht ganz einfachen Recherchen in Nachtclubs ein. Seine unbeholfene Vorgangsweise entlarvte ihn dabei sogleich als das Gegenteil eines Stammgastes. Dass nun abermals eine Schlüsselszene in einem einschlägigen Etablissement spielt, lässt vermuten, dass Gruber sich abermals für Nachforschungen im Interesse seiner Leser aufgeopfert hat. Persönliches Fazit: Durch oft ausführlich geschilderte Sex- und Gewaltszenen richtet sich der Roman vorwiegend an eine Leserschaft mit Präferenz für das Thrillergenre. "Rachewinter" ist ein typischer Gruber: Hochspannung an Schauplätzen in Deutschland und Österreich.

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