Leserstimmen zu
Anna Forster erinnert sich an die Liebe

Sally Hepworth

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Inhalt: Anna Forster erfährt mit ihren 38 Jahren das sie Alzheimer hat. Ihr Bruder Jack will nur das Beste für sie und steckt sie in ein betreutes Wohnheim. Dort lernt sie Luke „Jungen Mann“ kennen. Doch ihre Zuneigung wird schnell unterbunden. Die neue Köchin Eve, will den beiden helfen, doch macht es Sinn ihre eigene Anstellung zu gefährden? Meine Meinung: Die Geschichte von Anna Forster die in ihren jungen Jahren an Alzheimer erkrankt ist eher ruhig und einfühlsam. Die Autorin hat sehr schön beschrieben, wie Anna sich fühlt, wie sie klare Momente hat, aber auch wie es ihr geht, wenn die Erinnerungen einfach nicht mehr so abrufbar vorhanden sind. Sehr gut konnte man sich in Anna hineinversetzen. Nicht nur die Diagnose Alzheimer konnte Sally Hepworth glanzvoll rüberbringen auch die Liebe zwischen Anna und Luke, der ebenfalls eine Form von Alzheimer hat, wurde wundervoll zart und berührend an den Leser transportiert. Obwohl Anna sich nicht immer an alles erinnert, spürt sie die Verbunden- und Geborgenheit zu „Junger Mann“. Als das plötzlich unterbunden wird, werden beide unruhiger, sie fühlen, irgendwas fehlt. Der Alltag des betreuten Wohnens und die anderen Bewohner, die eher einer älteren Generation entsprechen, werden sehr schön dargestellt. Man lernt einige kennen und schließt sie ins Herz. Das Buch ist auch mehreren Perspektiven geschrieben. Aus Annas Sicht, immer was Monate zuvor geschehen ist. Was einen nach und nach einige Zusammenhänge mit sich bringt. Aus der Sich der neuen Köchin, Eve. Sie selber hat nach einem Schicksalsschlag dort angefangen zu Arbeiten und will Anna unbedingt helfen. Sie meistert ihren neuen Lebensabschnitt sehr gut und hält sich Tapfer. Insbesondere für ihre Tochter Clementine. Sogar Clementine kommt mit einigen Kapiteln zu Wort. Was mir sehr gut gefallen hat. Die Tragödie aus Kindersicht zu erleben war nochmal was ganz anderes. Sehr schön war auch der Umgang zwischen ihr und den älteren Bewohnern des Hauses. Eine gewisse Leichtigkeit aber auch einige traurige Momente. Dieses Zusammenspiel, genau wie die Blickwinkel der einzelnen Charaktere, dem Leser so typgerecht zu präsentieren hat mich sehr beeindruckt. Sally Hepworth weiß mit Worten umzugehen und so hat man einige Zeilen die in Erinnerung bleiben und berühren. Es gibt Überraschungsmomente, Szenen bei denen man mit dem Kopf schüttelt und viele emotionale Momente. Der Schluss hat mich zufrieden zurückgelassen. Fazit: „Anna Forster erinnert sich an die Liebe“ von Sally Hepworth ist eine ruhigere aber sehr emotionale Geschichte. Die Autorin weiß mit Worten umzugehen und trifft den Leser mitten ins Herz.

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Ich lese eigentlich nicht so gern Liebesromane, aber bei diesem hier klang der Klappentext so spannend, dass ich mehr wissen wollte. Und ich wurde völlig überwältigt. In der Geschichte geht es um Anna, die wie ihre Mutter sehr früh an Alzheimer erkrankt. Sie beschließt in ein Heim zu ziehen, da sie immer mehr vergisst. Dort lernt sie Luke kennen, ein junger Mann, der ihr Schicksal teilt. Doch darf so eine Liebe wirklich sein? Die Handlung wird uns über drei Ich- Erzähler nahe gebracht. Die Kapitel sind jeweils mit dem entsprechenden Namen überschrieben. Die drei Erzähler sind die Erkrankte Anna, die Köchin des Heims Eve und ihre kleine Tochter Clementine. Man ist dadurch sehr nah an den Figuren dran, erlebt ihre Gedanken- und Gefühlswelt hautnah. Alle im Buch aufgeführten Charaktere sind sehr liebevoll beschrieben. Jede Figur hat sein Päckchen zu tragen, was den Leser für sie einnimmt. Ich habe hier ehrlich gesagt keine Lieblingsfigur, da ich mich nicht entscheiden könnte, weil ich alle echt gern mochte. Clementine mit ihren sieben Jahren ist wirklich enorm tapfer. Kein Kind sollte so etwas erleben wie sie es tut. Der Autorin ist sehr gut gelungen zu zeigen, dass Kinder vieles anders wahrnehmen als Erwachsene und man deswegen besonders auf sie eingehen muss. An Eve hat mir vor allem die Einstellung: durch dick und dünn gefallen. Sicherlich hätte sie die Schuld für ihr verkorkstes Leben auf ihren Mann schieben können, aber das tut sie nicht. Ich fand schön wie sie an den postiven Erlebnissen mit ihm festhält. Richtig toll fand ich wie sie sich für Anna und Luke einsetzt. Anna ihren Verfall miterleben zu müssen, das hat beim Lesen oft Gänsehaut hervorgerufen. Nie habe ich mir Gedanken darum gemacht, dass erkrankte Menschen vielleicht trotz allem die Hoffnung auf Liebe nicht aufgegeben haben. Frau Hepworth ist es sehr gut gelungen darzustellen wie Alzheimer sein kann und was die Patienten, die das haben, durchleben müssen. Für mich hat sich das alles sehr real angefühlt. Sicher ist die Thematik sehr ernsthaft, aber man liest mit einem unbeschwerten Gefühl, weil die Autorin hier einfach ein Gespür dafür hat, dass man emotional nicht abrutscht, schlichtweg weil ihre Figuren das Beste aus ihrer Situation machen. Fazit: Ein sehr gefühlvoller Roman, der mich sehr bewegt hat. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Klasse!

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Zum Inhalt: Anna bekommt mit Ende 30 die Diagnose Alzheimer. In Abstimmung mit ihren Zwillingsbruder Jack zieht sie in ein Heim für betreutes Wohnen, welches fast ausschließlich von Leuten um die 80 bewohnt wird. Lediglich Luke ist ungefähr in ihrem Alter und er hat eine Form der Demenz. Als sich die beiden verlieben, geschieht kurz darauf ein Unglück. Daraufhin setzen die Angehörigen alles daran, die beiden zu trennen. Als Eve nach einer privaten Tragödie neu in dem Heim als Köchin anfängt, versucht sie Anna und Luke zu helfen. Doch wird das gegen alle Widerstände gelingen … Meine Meinung: Die Beschreibung zum Buch und die Leseprobe haben mich gleich neugierig gemacht. Denn ein Buch über Alzheimer / Demenz bei einem jungen Menschen findet man nicht häufig. Ich wurde nicht enttäuscht! Die Autorin erzählt die Geschichte sehr gefühlvoll und angemessen, ohne Effekthascherei. Das Buch wird aus drei verschiedenen Blickwinkeln erzählt; dem von Anna, dem von Eve sowie aus dem von Eves Tochter Clementine. Der Tagesablauf und die Gedanken von Anna werden mit fortschreitender Krankheit sehr bedrückend und haben mich nachdenklich gemacht. Ich empfand es daher auch als angenehm, dass parallel zu Annas Geschichte auch die von Eve und ihrer Tochter entwickelt wurde. Fazit: eine Leseempfehlung, die zwar betroffen macht, aber auch zur Selbstreflektion anregt

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Anna ist 38 Jahre alt, als sie die niederschmetternde Diagnose erhält: Alzheimer. Wie schon ihre Mutter, die in vergleichbarem Alter von der Krankheit getroffen wurde, ist Anna dazu verdammt, immer weiter abzubauen und ihre Erinnerungen zu verlieren. Doch Anna will sich nicht geschlagen geben und vor allem keinem zur Last fallen. Sie setzt ihren Bruder als Vormund ein und zieht in ein Altersheim der besonderen Art, in dem auch ein weiterer junger Patient mit einer Gedächtnisstörung lebt. Luke geht mit seinem Handicap ganz anders um als Anna. Während sie sich eher zurückzieht, nimmt Luke am Leben teil. Kann das der richtige Weg sein? Anna ist neugierig auf Luke. Sally Hapworths Geschichte ist etwas ganz Besonderes. Sie wird in zwei Erzählsträngen ausgebreitet. Anna erzählt, was vor 15 Monaten passiert ist, den Einzug in das Heim, ihr Ankommen dort, die zunehmenden Gedächtnislücken. Die Köchin Eve erzählt von ihrem eigenen Leben, wie sie im Heim anfing zu arbeiten, wie es Anna in der Gegenwart geht. Hapworth gelingt dabei eine ganz besondere Geschichte über die Liebe. Können zwei Menschen, die nicht mehr völlig Herr ihrer geistigen Fähigkeiten sind, überhaupt Liebe empfinden? Und wie verhindert man, dass einer von ihnen vom anderen ausgenutzt wird? Das sind eher Fragen, die sich die Umstehenden und die Verwandten stellen. Luke und Anna haben ganz andere, nicht weniger brisante Fragen an sich selbst und einander. Die Geschichte berührt und ist witzig zugleich. Denn nach und nach lernt man auch den ein oder anderen schrulligen Bewohner kennen. Das Heim, welches Anna ausgesucht hat, ist nur klein gehalten, ein gutes Dutzend Bewohner lebt in ihm. Neben Luke und Anna sind es eher klassische Senioren mit Gedächtnisproblemen oder körperlichen Einschränkungen. Das Leben mit ihnen wird für Anna und das Personal immer öfter zur Zerreißprobe. Wenn dann noch Annas Gedächtnislücken und bald völliger -verlust hinzukommen, ist das Chaos vorprogrammiert. Eine sehr schöne, berührende und besondere Geschichte, die es zu lesen lohnt!

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Inhaltsangabe: Anna Forster ist erst Achtunddreißig, als sie die erschüttende Diagnose Alzheimer erhält. Sie weiß, dass ihr Zwillingsbruder Jack nur ihr Bestes will, und dennoch tut es weh, als er ihr vorschlägt, in ein betreutes Wohnheim zu ziehen. Sie weiß außerdem, dass in der Einrichtung nur eine weitere Person in ihrem Alter lebt - Luke, mit dem sie so viel mehr verbindet als mit allen anderen Menschen, die sie kennt. Anna und Luke verlieben sich ineinander, doch nach einem tragischen Vorfall setzen ihre Familien alles daran, die beiden zu trennen. Nur eine Person kann dem Liebespaar helfen: die Köchin Eve, die selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste. Doch ist sie bereit, alles für Anna und Luke aufs Spiel zu setzen? Autorin: Sally Hepworth Sally Hepworth ist eine gebürtige Australierin, verbrachte jedoch viel Zeit damit, um die Welt zu reisen. Sie lebte in Singapur, Großbritannien und Kanada, wo sie als Eventmanagerin und im Personalwesen arbeitete. 2009 kehrte sie zurück nach Australien und wandte sich ganz ihrer großen Leidenschaft, dem Schreiben, zu. Sally Hepworth lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Melbourne. Cover: Ich finde das Cover hübsch. Mir gefallen die Blumen, die auch Bezug auf die Geschichte nehmen. Ich denke die Frau auf dem Cover soll Anna darstellen. Insgesamt gefällt es mir gut und es sieht im Bücherregal schön aus. Meine Meinung: Ich finde die Thematik des Buches sehr interessant und habe mich darauf gefreut es lesen zu dürfen. Der Schreibstil... ... ist super und das Buch lässt sich flüssig lesen. Das Besondere an dem Buch ist, ist das es aus 3 verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Aus Annas, Eves und Clems-Sicht diese erzählen in der Ich-Perspektive von ihrem Leben. Das macht die Geschichte total interessant und man möchte es einfach weiterverfolgen und wissen wie es mit den Charakteren weitergeht. Die Charaktere... ... sind sehr authentisch und gut durchdacht. Besonders gut hat mir Clem gefallen. Sie hat kein leichtes Leben, regelt dieses aber obwohl sie noch so jung ist auf eine tolle kindliche aber auch Erwachsene Art. Clems Kapitel haben mir am meisten Spaß gemacht zu lesen. Eve war auch ein toller Charakter. Obwohl ihr Leben in die Brüche gegangen ist, tut sie alles dafür, damit Clem so gut es geht ihr altes Leben behalten kann. Sie ist eine tolle Mutter und entwickelt sich in dem Buch zu einem tollen Menschen. Mit Anna wurde ich Anfangs leider nicht ganz warm. Ich fand das sie ihre Diagnose am Anfang ziemlich leicht aufgenommen hat. Nach und nach hat man aber gemerkt das, dass alles nur Fassade war. Die einzelnen Etappen wurden gut dargestellt, sodass selbst Leute die sich noch nie mit dem Thema auseinander gesetzt haben, alles verstanden haben. Zum Ende war mir Anna auch sehr sympathisch. Die weiteren Charaktere, wie die anderen Heimbewohner oder der Gärtner, waren auch sehr authentisch und gut ausgearbeitet. Meine Meinung... ... "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" ist ein tolles Buch über ein schwieriges Thema. Es hat mich sehr berührt und ich musste noch eine Weile darüber nachdenken. Alzheimer ist eine schlimme Krankheit und ich habe mir darüber Gedanken gemacht, wie es wäre, würde ich oder ein anderes Familienmitglied plötzlich daran erkranken. So etwas möchte ich mir gar nicht vorstellen. Dieses Buch hat mich wirklich zu tränen gerührt. Fazit: Auf jeden Fall ein Jahresfavorit von mir! Es hat mich zu Tränen gerührt. Die Geschichte ist traurig aber wunderschön zugleich. Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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Beschreibung des Verlages: Auch wenn du deine Erinnerung verlierst, wirst du doch nie die Liebe vergessen … Anna Forster ist erst achtunddreißig, als sie die erschütternde Diagnose Alzheimer erhält. Sie weiß, dass ihr Zwillingsbruder Jack nur ihr Bestes will, und dennoch tut es weh, als er ihr vorschlägt, in ein betreutes Wohnheim zu ziehen. Sie weiß außerdem, dass in der Einrichtung nur eine weitere Person in ihrem Alter lebt – Luke, mit dem sie so viel mehr verbindet als mit allen anderen Menschen, die sie kennt. Anna und Luke verlieben sich ineinander, doch nach einem tragischen Vorfall setzen ihre Familien alles daran, die beiden zu trennen. Nur eine Person kann dem Liebespaar helfen: die Köchin Eve, die selbst einen schweren Schicksalsschlag verkraften musste. Doch ist sie bereit, alles für Anna und Luke aufs Spiel zu setzen? Meine Meinung: Ende August habe ich mich nach einem Buch fürs Herz, einer Familiengeschichte und spannenden, vielschichtigen Figuren gesehnt und deshalb zum Buch "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" gegriffen. Bereits am 1. September habe ich das Buch dann beendet und kann nur bestätigen, was ich vermutet habe: hinter dem zauberhaften Cover verbirgt sich eine berührende Geschichte rund um die Themen Liebe, Familie, Verlust und Vergessen. Anna Forster: Gerade weil Anna Forster noch so jung ist, als sie die Diagnose Alzheimer erhält, fällt sie durch alle Raster und muss aus Mangel an Alternativen in ein betreutes Heim ziehen, in dem vor allem ältere Menschen wohnen. Da ich einmal eine Dokumentation über junge Menschen in betreuten Heimen gesehen habe, hat mich dies besonders berührt. Es gibt nämlich viel zu wenig Möglichkeiten für junge Menschen, die nach Unfällen oder durch eine Krankheit eingeschränkt sind. Gerade, wenn diese Menschen keine Vollzeitpflege, sondern lediglich ein wenig Hilfe in ihrem Alltag benötigen, werden sie oft mit alten Menschen zusammen in Heimen und betreuten Wohneinrichtungen untergebracht, was ihnen eigentlich überhaupt nicht entspricht, aber oft die einzige Lösung ist. Und Anna ist ja noch nicht komplett dement, sie realisiert, dass sie fast ganz alleine ist mit ihrer Situation und diese Zerrissenheit, aber auch die berührenden Begegnungen mit Luke, der ebenfalls an einer Form von Alzheimer leidet, sind differenziert dargestellt. Auch Situationen mit ihrer Familie, die hadert und zugleich hilflos, aber auch erleichtert über die akzeptable Lösung ist, sind sehr differenziert ausgeleuchtet und eingebunden. Ausserdem fliessen verschiedene medizinische Hintergründe und Erfahrungen ganz selbstverständlich in dieses Buch mit ein und die einzelnen Etappen des Vergessens werden nachvollziehbar geschildert und so auch für Leser, die bisher keine Berührung mit dem Thema hatten, fassbar gemacht. Eve und ihre Aussensicht: Dieses Buch wäre aber nur halb so gehaltvoll ohne die Aussensicht von Eve. Nachdem ihr Leben komplett in die Brüche gegangen ist, muss sich Eve gemeinsam mit iher Tochter ganz neu orientieren. Was vorher Privatschulen, Dekoelemente, Weinbars und oberflächliche Freundinnen waren, sind nun die täglichen Hänseleien an der Schule, das Zerbrechen von alten Freundschaften und der finanzielle Ruin. Und so muss sich die gelernte Köchin Eve, die eigentlich grosse Karriere hätte machen können, ganz neu orientieren und sich in einer Einrichtung für betreutes Wohnen bewerben. Dort trifft sie nicht nur auf Anna Forster, sondern auch auf einen überforderten Heimleiter, und mittelalterliche Strukturen und wird zudem nicht nur mit der Küche, sondern auch mit allerlei Reininungsarbeiten und der Betreuung der Bewohner betraut. Heillos überfordert aber froh um die Anstellung, die ihrer Tochter Clem den Platz in der bevorzugten Schule sichert, verbringt Eve mehr und mehr Zeit mit Anna und erkennt schon bald, dass da etwas ganz und gar nicht stimmt... Eve gibt uns ganz andere Einblicke in den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung und den Problemen, die solche Institutionen haben können. Ausserdem ist sie eine warmherzige Person, die man einfach mögen muss. Besonders gut hat mir übrigens ihre Tochter Clem gefallen, die ebenfalls ganz viel zur positiven Atmosphäre dieses Buches beiträgt. Schreibstil: Nachdem ich nun die zwei wichtigsten Figuren und ihre Geschichten ein wenig vorgestellt habe, möchte ich doch noch ein paar Worte zum Schreibstil verlieren. Das Schöne dabei ist nämlich, dass "Anna Forster erinnert sich an die Liebe" von drei verschiedenen Personen erzählt wird. Von Anna selber, von Eve und von Clem. Die drei Figuren berichten in Ich-Form aus ihrem Leben und lassen so die geschilderten Ereignisse noch lebensechter werden. Vor allem Clems kindliche und doch schon so erwachsene Sicht hat mir sehr gut gefallen, aber auch Eves einfühlsame Haltung zu ihrem Leben und den Bewohnern des Rosalind House und Annas teilweise klare, manchmal aber auch verschwommene und immer verschwommenere Gedankenwelt, haben mich sehr berührt. Meine Empfehlung: Wie ihr euch unschwer denken könnt, empfehle ich euch dieses Buch, das auf den ersten Blick so leicht wirkt und doch so viele traurige und bewegende, aber auch wunderschöne Lesemomente beinhaltet, sehr gerne und von Herzen weiter. Zusätzliche Infos: Titel: Anna Forster erinnert sich an die Liebe Originaltitel: The Things We Keep Autorin: Sally Hepworth ist gebürtige Australierin, verbrachte jedoch viel Zeit damit, um die Welt zu reisen. Sie lebte in Singapur, Großbritannien und Kanada, wo sie als Eventmanagerin und im Personalwesen arbeitete. 2009 kehrte sie zurück nach Australien und wandte sich ganz ihrer großen Leidenschaft, dem Schreiben, zu. Sally Hepworth lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Melbourne. Gebundenes Buch mit Schutzumschlag: 384 Seiten Sprache: Deutsch Originalsprache: Englisch Übersetzt von: Gabriele Werbeck Verlag: Blanvalet Erschienen: 25.06.2018 ISBN: 978-3-7645-0640-7

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Inhalt: Anna Foster erhält mit 38 Jahren die Diagnose Alzheimer. Für sie bricht eine Welt zusammen. Sie trennt sich von ihrem Partner und zieht in ein Wohnheim. Ihr Bruder hat es aus dem Grund ausgesucht weil noch ein Mann in ihrem Alter dort lebt. Sie verlieben sich und das bringt viele Schwierigkeiten mit sich.... Rezension: Ich möchte eigentlich nicht mehr schreiben als der Klappentext verrät, dieses Buch wird aus der Sicht von mehreren Personen erzählt. Womit ich überhaupt nicht gerechnet habe. Ich lese selten Liebesgeschichten aber die Krankheitsthematik und die Leseprobe hatten mich neugierig gemacht. Alzheimer ist eine sehr schwere Erkrankung.Was passiert wenn man sich noch einmal neu verliebt und das Umfeld diese Liebe verbietet ? Wir begleiten Anna und weitere Personen durch ein trauriges Wirrwarr der Emotionen. Es zerreißt einem das Herz zu lesen wie Anna sich in ihrem Durcheinander im Kopf versucht immer wieder an Land zu hangeln. Die Autorin schafft es alle Figuren wirkungsvoll darzustellen, daduch entsteht eine atemberaubende Atmosphäre. Ich möchte wirklich, wirklich nicht mehr verraten...aber dieses Buch lässt dich nicht nur die Geschichte erleben, es wirft so viele Fragen auf. Wie würdest du reagieren? Was würdest du tun? Es hat mich wirklich zu Tränen gerührt, deshalb wird es eins meiner absoluten Jahres-Highlights. Ein( Liebes ) Roman der mein Herz sehr schwer werden lassen hat und ein mega Potential für einen Film hätte. Lies es....!!!!!

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Vielen Dank an das Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplares. Ich hatte mich auf das Buch beworben, da mich die Thematik des Buches angesprochen hat. Mein Opa ist selber an Demenz erkrankt und somit geht mir die Thematik sehr nahe. Das Cover finde ich schön, die Schreibschrift und die gedruckten Blumen harmonieren schön miteinander. Nur die Frau unten im Bild stört mich ein wenig, da sie optisch in meinen Augen eher nicht hineinpasst. Die Geschichte selber beginnt fünfzehn Monate zuvor mit Anna und wandert dann mit ihr und dem Fortschreiten der Krankheit weiter vorwärts. Unterbrochen werden diese Zeitsprünge mit Kapiteln über Eve, die in der Gegenwart spielen. Durch Eves Erzählungen erfahren wir, wie es um Anna und ihre Gesundheit bestellt ist - jedoch nur aus zweiter Hand. Das finde ich einen guten Weg, denn niemand weiß genau wie es in einem Demenz-Patienten aussieht und die Geschichte dann über eine außenstehende Person zu erzählen erscheint mir hier sinnvoll und ist auch besser nachvollziehbar. Richtig Spannung gibt es ja eigentlich nicht, da es sich hier um einen einfachen Roman handelt. Dennoch war der angenehme Schreibstil verständlich aufgebaut, hatte eine gute Menge Details und las sich flüssig. Durch den Wechsel zwischen den Charakteren blieb immer etwas offen und somit war Spannung dennoch gegeben. Die Charaktere sind mir sympathisch gewesen und ich bewundere Eve für ihren Einsatz, fremden Personen gegenüber. Ihre Leidenschaft zum Kochen teile ich zudem ebenfalls. Die Anzahl der Charaktere war angemessen und ich konnte gut nachvollziehen, wann von wem die Rede war. Die Idee des Buches wurde in meinen Augen gut umgesetzt und die Handlung folgt einem roten Faden. Das Ende ist abgeschlossen aber überraschend. Ein wenig hatte ich eine Vorahnung, wie es vermutlich ausgeht und lag damit auch richtig. Dennoch war die Umsetzung dessen wirklich gut und authentisch.

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