Leserstimmen zu
Quiet Leadership – Wie man Menschen und Spiele gewinnt

Carlo Ancelotti

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Ancelotti nimmt den Leser mit in die Kabine, auf eine Spurensuche zu Vorbildern, Herausforderungen und wichtigen Entscheidungen seiner internationalen Laufbahn. Mit exklusiven Beiträgen von David Beckham, Cristiano Ronaldo, Zlatan Ibrahimovic, John Terry, Sir Alex Ferguson u.a. Meine Meinung zum Buch: Ich finde, das es keine typische Biografie ist. Viel mehr ist es ein Buch über den Werdegang von Carlo Ancelotti verbunden mit vielen Tipps. Diese Tipps kann man nicht nur für den Fußball verwenden sondern auch im täglichen Leben sowie im Arbeitsleben. Herr Ancelotti strahlt nicht nur auf dem Cover eine Ruhe aus sondern auch beim Arbeiten. Ich finde solche Leute wie Ihn sollte es mehr geben. Der Alltag usw ist einfach bei vielen viel zu hektisch und laut. Besonnenheit und Ruhe sind daher das Türchen zum Erfolg, zumindest bei Herrn Ancelotti. Und das spricht meiner Meinung auch für Ihn als Menschen. Kleine private Eindrücke sind in diesem Buch selten, aber dafür kann man wichtige Dinge lesen und davon vielleicht auch lernen. Eine für mich untypische, aber sehr gelungene Biografie. Meine Bewertung: 5 von 5 * Vielen Dank an das Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplares!

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Bei diesem Buch handelt es sich um keine Autobiografie im klassischen Sinne. Man erfährt nicht allzu viel über den Privatmann Carlo Ancelotti, sondern dafür umso mehr über seinen Werdegang als Spieler und Trainer. Im Zentrum steht dabei seine Art und Weise, mit Spielern und Mitarbeitern umzugehen. Er verfolgt keinen dominanten, aggressiven Führungsstil wie manche seiner Trainerkollegen, die Druck und Macht „von oben“ ausüben und dadurch zeigen, wer das Sagen hat. Vielmehr ist sein Führungsstil von Ruhe und Zurückhaltung geprägt („Quiet Leadership“), mit dem Ziel, den Respekt und das Vertrauen der Menschen in seinem Umfeld zu gewinnen – nicht durch Druck, sondern durch Überzeugung – und auf diese Weise als Führungsperson anerkannt zu werden. Auch das Cover des Buches strahlt nach meiner Interpretation diese Ruhe und Zurückhaltung aus: Wie in vielen biografischen und autobiografischen Werken zeigt es ein Foto der betreffenden Person – hier eine unaufdringliche Schwarzweiß-Fotografie mit den orangefarbenen Autorennamen als einzigem „Farbtupfer“. Am Ende jedes Kapitels kommen Weggefährten Ancelottis zu Wort: Trainerkollegen, ehemalige Spieler und Vorgesetzte. Sie alle untermauern die Aussagen Ancelottis über seinen Führungsstil, fügen aber gleichzeitig ihre eigene Perspektive hinzu und zeugen ohne Ausnahme von einer hohen Wertschätzung. Besonders bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Aussage des Co-Autors Chris Brady, dass Zlatan Ibrahimovic, der allgemein als recht exzentrisch gilt, vermutlich heute noch reden würde, „wenn ich ihm nicht nach neunzig Minuten vorsichtig nahegelegt hätte, zum Schluss zu kommen.“ Ebenfalls am Ende eines jeden Kapitels werden die darin gemachten Kernaussagen in Form von kurzen „Merksätzen“ wiedergegeben; zusammengenommen bilden sie eine Art Leitlinie oder Checkliste für Quiet Leadership, an der sich jeder orientieren kann, der in einer Führungsposition tätig ist und diesen Führungsstil praktizieren möchte. Allerdings würde ich die Lektüre des Buches nicht unbedingt jemandem empfehlen, der sich nicht für Fußball interessiert. Zwar kann er daraus schon Impulse für seine eigene Führungsarbeit gewinnen, zumal die beiden Co-Autoren zur Bekräftigung immer wieder Aussagen aus der Managementliteratur heranziehen. Allerdings bezweifle ich, dass ein Nicht-Fußballfan sich an den vielen Begebenheiten, die Ancelotti aus seiner Karriere als Spieler und Trainer erzählt, erfreuen kann. Selbst für meinen Geschmack waren es streckenweise etwas zu viele Beispiele und Anekdoten, mit denen Ancelottis Erläuterungen seines Führungsstils untermauert wurden. Dies ist vermutlich seinem sehr umfangreichen Erfahrungsschatz zuzuschreiben, doch im Laufe des Buches wiederholt sich leider manches. Seinen Führungsstil des „Quiet Leadership“ behält Ancelotti stets konsequent bei, getreu der Maxime: „Wohin ich auch gehe, ich bleibe mir immer treu.“ Dies ist in meinen Augen einer der Kernsätze des Buches, den ich auch als Impuls für mich persönlich aus der Lektüre mitnehmen werde. Dem Fußballfan, der hinter die Kulissen blicken, den Menschen Carlo Ancelotti und seinen Führungsstil verstehen und für sich selbst neue Ideen und Impulse gewinnen möchte, kann ich dieses Buch eindeutig empfehlen. Susanne von „friederickes Bücherblog“

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Kurzfassung Carlo Ancelotti, der neue Trainer des FC Bayern München, hat ein Buch geschrieben …bzw. schreiben lassen. Es heißt „Quiet Leadership – Wie man Menschen und Spiele gewinnt“. Lohnt es sich zu lesen? Wir sagen: Ja. Carlo Ancelotti ist einer der erfolgreichsten Vereinstrainer der Welt, jedoch weiß man in Deutschland noch recht wenig über den ruhigen Italiener. In seinem Buch lernen wir ihn und seine Karriere als Spieler und Trainer kennen. Carlo Ancelottis Buch „Quiet Leadership“ ist weniger ein Ratgeber für Manager, die auf der Suche nach Tipps für die Führung von Mitarbeitern sind. Carlo Ancelottis Buch „Quiet Leadership“ ist viel mehr eine gelungene Biografie des aktuellen Trainers von Bayern München. Sie nimmt uns mit auf die Reise eines fußballbegeisterten Bauernjungen aus ärmlichen Verhältnissen, der einer der erfolgreichsten Fußballtrainer der Welt wurde und dabei von seinen Spielern bewundert und geliebt wurde.

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„Kultur frisst Strategie“. „Kein Spieler, der für Carlo spielt, sollte seinen entspannten Stil missbrauchen und seine Pflichten vernachlässigen“. Diese beiden Sätze bilden den Kern dessen ab, was Carlo Ancelotti als „Leader“, als Führer einer Mannschaft darstellt und auch dem Verein, in dem er arbeitet, verinnerlichen möchte. Intensive Beziehungen, eine „Kultur der Zusammengehörigkeit“, die auf Geduld, Empathie, Aufmerksamkeit und Zuwendung beruht, das ist der „familiäre Teil“ der Handschrift Ancelottis. Einordnung in die Gemeinschaft, absolut professionelles Verhalten seinerseits und seitens der Spieler, die „Rollenzuweisung“ innerhalb einer „Familie“ verstehen und Einhalten, dabei auf bewährte, durchaus aber abwechslungsreiche Mittel des Trainings vertrauend und (so gut wie) keine Trainingseinheit ohne Ball, darin drückt sich die Arbeitshaltung des Trainers aus und die Arbeitseinstellung, die er von seinen Spielern erwartet. Klar strukturiert legt Ancelotti diese Spiel- und Lebensphilosophie mit seinen Co-Autoren im Buch vor, unterfüttert seine sehr umgängliche Grundhaltung mit seinen vielfachen Erfahrungen als Trainer großer und größter Vereine und lässt, zur Illustration der einzelnen Elemente, ebenfalls große Spieler mit persönlichen Statements (die allesamt ungekünstelt und authentisch wirken) je zu den verschiedenen Themen zu Wort kommen. Wie da Ibrahimowitsch, dessen Neigung zur Reibung gerade auch mit Trainern bekannt ist, eindeutig schwärmt, wie Christiano Ronaldo das interne „Gesicht“ des Trainers beschreibt (und damit auch einen Teil der eigenen, echten Person mit einbringt), das ist gut und flüssig zu lesen und erholsam anders als so manch andere Versuche aus der Welt des Sports. Gerade weil Ancelotti sich selbst ein stückweit zurücknimmt und die „Methode“, die Haltung, die Leitkultur seiner Arbeit in den Vordergrund stellt, schärft sich sein eigenes Profil beim Lesen umso mehr, eben ohne den Eindruck von aufdringlichem Selbstbewusstsein oder gar Überheblichkeit zu vermitteln. Wobei ohne Zweifel (und sonst wäre Ancelotti nicht da, wo er ist) ein mangelndes Selbstbewusstsein keinesfalls im Raume steht. Aber eben nicht auf „Sprüche-Ebene“ oder weil er die Aufmerksamkeit und „Huldigung“ unbedingt für sich brauchen würde, sondern aus Erfahrung gereift, sich in seiner Art nicht verbiegen zu wollen (und dies auch nicht nötig zu haben). Das, ganz nebenbei, nicht nur die Arbeitsweise und Person des neuen Trainers von Bayern München dabei dem Leser nahekommt und bekannt wird, sondern auch die Regeln und Gesetzte des Profi-Fußballs hinter den Kulissen nebenbei mit in den Blick rückt (sowohl die zu Wort kommenden Spieler streifen Vergleiche mit anderen, bekannten Trainern, als auch Ancelotti selbst seine Zusammenarbeit mit den Besitzern der Clubs und den Sportdirektoren immer wieder einmal erwähnt), rundet die Lektüre zusätzlich ab. Informativ vermittelt das Buch einen nachhaltigen Eindruck der reflektierten Haltung Ancelottis und seiner Grundsätze als Trainer, „Anführer“, Mensch und Freund (mancher Spieler). Eine interessante und gut zu lesende Lektüre.

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