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Leserstimmen (114)

Amy Gentry: Good as Gone

Good as Gone Blick ins Buch

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€ 12,99 [D] inkl. MwSt.
€ 13,40 [A] | CHF 17,90*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-570-10323-4

Erschienen: 27.02.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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Sehr empfehlenswert

Von: kleine_welle Datum : 08.11.2017

www.lese-welle.de/

Acht Jahre ist es nun her, dass Annas Tochter Julie aus dem Haus entführt wurde. Die einzige Zeugin der Tat ist ihre kleine Schwester Jane. Doch dann steht Julie plötzlich wieder vor der Tür. Aber Anna ist sich nicht sicher, ob es wirklich ihre verschwundene Tochter ist.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Obwohl es eigentlich nur fast nur schwarz ist, gibt es einige Highlights, die es sehr aufwerten. Der Titel und der Schatten oben in der Ecke.
Auch der Schreibstil sagt mir direkt zu und gefällt mir gut. Nur Anna, die die Ich-Erzählerin ist, wirkt sehr gefühlskalt und abgestumpft. Irgendwie konnte ich im ganzen Buch keinen Draht zu ihr finden. Und das ist auch mein einziger Kritikpunkt, denn klar ist die Situation nicht leicht, aber irgendwie hätte ich mir mehr Emotionen von ihr als Mutter erhofft. Denn auch gegenüber ihrem Mann und ihrer anderen Tochter ist sie abweisend. Für eine Ich-Erzählerin fand ich das sehr eigenartig, denn da denkt man doch, dass man die Gefühle hautnah miterleben kann, aber hier kam rein gar nichts rüber.
Ansonsten ist die Geschichte einfach nur klasse.
Denn obwohl das Thema durchaus ein bekannteres ist, ist die Story schon neu und die Autorin lockt den Leser so oft auf eine falsche Fährte, ich kann das gar nicht mehr aufzählen.
Und der Wechsel zu Julies Perspektive gibt dem ganzen dann auch noch das gewisse Etwas. Denn man kann auch trotzdem nicht herausfinden ob Julie einfach an einem Stockholm Syndrom leidet oder wirklich eine Schwindlerin ist. Man weiß nur, da geht irgendwas vor.
Und im Laufe der Geschichte taucht man dann immer tiefer ein in Julies Welt.
Und genau das macht diesen Roman vielschichtiger als andere Bücher mit ähnlichem Thema, denn das interessante ist, dass es nicht nur um eine Wiederkehr geht, sondern auch um Schuld und Schuldzuweisungen innerhalb der Familie.
Und diese Andersartigkeit ließ mich bis zum Ende nicht los und ich war einfach nur geflasht, wie mich die Autorin immer wieder auf die falsche Fährte gelockt hat.
Denn das Ende ist auch wirklich klasse und es gibt für mich eine große Überraschung.

Mein Fazit: Ein bekanntes Thema für mich neu und sehr spannend verpackt. Obwohl ich Anna als Hauptcharakter nicht wirklich nett fand, war ich durchaus sehr gefesselt, denn die Geschichte hinter Julies Verschwinden ist einfach nur klasse. Ein sehr gutes Buch und wirklich empfehlenswert!

Ein geniales Buch!

Von: Lilja Datum : 28.10.2017

https://liljabuecher.blogspot.dk/

Von der ersten bis zur letzten Seite hatte ich mit "Good as Gone" ein sehr spannendes Buch vor mir, welches ich kaum aus der Hand legen konnte. Ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht. Und obwohl es seit langem mal wieder ein englisches Buch war, konnte ich es sehr schnell beenden.

Ich mag es sehr gern, wenn der POV in einem Buch wechselt, womit das Buch für mich einen weiteren Pluspunkt hat. Die Perspektive wechselt so, dass man nicht gleich weiss, wessen Geschichte man nun eigentlich gerade folgt. Beim Wechsel der Erzählperspektive gehen wir in der Zeit immer weiter zurück, sodass sich die Puzzleteile im Verlauf des Buches zusammenfügen. Somit bekommt der Leser ein Bild davon, wer "Julie" eigentlich ist.

Auch bei diesem Buch konnte ich es nicht vermeiden, dass ich ein bestimmtes Ende erwartete. Als sich meine Vermutungen als falsch herausstellten, war ich geradezu erleichtert. Denn nichts ist schlimmer, als ein Ende, welches man schon nach 10 Seiten kennt.

Mit einigen unerwarteten Wendungen konnte mich das Buch gänzlich überzeugen.

Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass "Good as Gone" eigentlich kein klassischer Thriller ist, wie man ihn erwartet. Viel mehr ist es eine Geschichte über eine Entführung und darüber, wie eine Familie daran zerbricht.

Rezension zu "Good as Gone"

Von: my.retreat Datum : 18.10.2017

https://myfavretreat.wordpress.com/

Allgemeines:

Titel: Good as Gone

Autor/in:. Amy Gentry

Verlag: C.Bertelsmann

Seitenanzahl: 317

Preis: 12,99 €

Klappentext: „Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück“

Mit dreizehn wurde sie entführt. Acht Jahre später taucht sie unversehrt wieder auf. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Bis ihre Mutter von einem furchtbaren Verdacht gequält wird.

Inhalt: Julie wurde mit 13 Jahren entführt, die einzige Zeugin für diese Tat ist Julies Schwester Jane. Die Eltern des vermissten Kindes leben 8 Jahre in den Gedanken ihr Kind für immer verloren zu haben, bis ihre Tochter auf mysteriöse Weise wieder nachhause kehrt. Nach und nach schleichen sich immer Zweifel ein, was mit Julies Identität wirklich ist…

Cover: Das Cover muss ich sagen gefällt mir extrem gut. Der schwarze Hintergrund und die gelb/orange Schrift harmonieren sehr gut, auch der kleine Abschnitt -> „Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück“, welches auf den Buchcover zu sehen ist passt einfach zusammen. Insgesamt schön anzusehen.

Schreibstil: Amy Gentrys Schreibstil gefiel mir anfangs sehr, allerdings wurde die Geschichte nach und nach komplizierter und ich hatte ein wenig Mühe mitzukommen. Trotzdem schafft sie es sich in die Personen hineinzuversetzen und mit ihnen mitzufühlen.

Charaktere: Julies und Janes Mama (Anna Davalos): Es wurde viel aus ihrer Sicht verfasst und ich mochte ihre Denkweisen sehr. Amy Gentry schafft es, dass ich mich mit dieser Protagonistin verbunden gefühlt hatte, ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen und litt mit ihr. In manch Situationen hätte ich vermutlich etwas anderes reagiert, aber sie merkte selbst, dass sie Fehler gemacht hatte und gerade das macht einen Charakter sympathisch.

Julie: Zu ihr werde ich nicht viel sagen, da ich nicht Spoilern will. So viel kann ich sagen, sie ist eine einzigartige Person und hinterfragt vieles, über das andere Menschen überhaupt nicht nachdenken. Sie ist eine Protagonistin, welche viel erlebt hat und extrem tiefgründig ist.

Janes und Tom (<- Vater) spielen auch eine zentrale Rolle, jedoch liegt der Fokus auf die Mutter und auf Julie.

Persönliche Meinung: Ich muss sagen, das Buch ist keines welches man mal so nebenbei lesen kann. Es ist sehr gut konstruiert und man muss beim Lesen einfach viel mitdenken, da sonst die Story wirklich verwirrend seinen kann. Die Geschichte befasst sich viel mit dem Thema Identität und ist einfach sehr aussagekräftig. Stellenweise war mir das Buch zu verworren und ich kam nicht immer ganz mit. Mich persönlich brachte die Geschichte dazu nachzudenken und mir ging das Buch noch lange durch den Kopf.

Fazit: Die Idee hinter der Geschichte ist einzigartig und das Buch nimmt noch sehr viele unerwartete Wenden an sich. Ich kann es nur empfehlen! Punkt/Herz Abzug gibt es nur wegen anfänglichen Verwirrungen.

♡♡♡♡ / ♡♡♡♡♡

Vielen lieben Dank auch an das Bloggerportal und dem C.Bertlsmann Verlag, die mir dieses Rezensionexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Unglaublich spannend und toll konstruiert!

Von: ricysreadingcorner Datum : 08.10.2017

www.ricysreadingcorner.wordpress.com

Inhalt

Julie ist dreizehn als sie entführt wird. Ihre jüngere Schwester Jane ist die einzige Augenzeugin. Im Wandschrank versteckt und vor Angst erstarrt beobachtet sie das Geschehen. Acht Jahre lebt die Familie in Ungewissheit, natürlich wissen sie, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass Julie noch lebt. Immerhin sagen alle Kriminalstatistiken dass die Chancen, ein Entführungsopfer lebend wiederzufinden, bereits nach 24 Stunden drastisch sinken. Doch allen Statistiken zum Trotz steht acht Jahre später plötzlich eine Junge Frau vor der Tür: Julie! Ihre Eltern Anna und Tom können ihr Glück kaum fassen. Bis bei Anna die ersten Zweifel an der Identität der jungen Frau, die sich als ihre Tochter ausgibt, aufkommen. Julie lügt, geht nicht zu ihren Therapiesitzungen und sind ihre Gesichtszüge nicht doch irgendwie fremd?

Meine Meinung

Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Buch lesen soll. Die vielen Rezensionen zahlreicher Leser, die nach dem Klappentext enttäuscht vom tatsächlichen Inhalt waren, haben mich zunächst davon abgehalten. Deswegen freue ich mich umso mehr, dass ich mich dazu entschieden habe, es doch zu lesen. Denn es hat meine Erwartungen, besonders nachdem ich die vielen negativen Bewertungen gelesen habe, deutlich übertroffen.

Ich war von der ersten Seite an gefesselt. Man ist sehr schnell mitten im Geschehen. Als Julie bereits nach etwa zwanzig Seiten schon auftaucht, dachte ich sogar „Halt, das geht doch alles zu schnell!“. Aber dem war nicht so. Die Familie versucht sich langsam wieder aneinander zu gewöhnen, während vor allem die Eltern Tom und Anna natürlich gerne alles darüber wissen wollen, was ihrer Tochter zugestoßen ist und sich andererseits nicht trauen, danach zu fragen, um ihre gerade gerettete Tochter nicht direkt erneut zu traumatisieren und sich vielleicht auch selbst die schlimmsten Vorstellungen zu ersparen. Da kam bei mir sehr schnell der Verdacht auf, dass an Julies Geschichte etwas nicht stimmen kann. Sie erzählt etwas von Menschenhandel und einem mexikanischen Gangsterboss mit riesigem Anwesen und die Eltern nehmen das einfach so hin, weil sie lieber nicht weiter nachfragen wollen. Was ja auch aus psychologischer Sicht erstmal durchaus verständlich ist. Als dann irgendwann auffällt, dass Julie bei Kleinigkeiten gelogen hat und ihre teuren Therapiesitzungen ausfallen lässt, kommen bei Anna erste Bedenken auf. Bald darauf kontaktiert sie ein Privatdetektiv, der damals als Julie entführt wurde noch bei der Polizei arbeitete, und macht sie auf einen anderen Vermisstenfall und eine junge Frau in einem Youtube-Video aufmerksam, die der „Julie“, die vor kurzem wieder bei Anna und Tom auftauchte, ziemlich ähnlich sieht und schon beginnt die Auflösung…aber anders als ich dachte!
An diesem Punkt dachte ich wieder einmal, dass das alles viel zu schnell geht und meine Vermutung viel zu schnell bestätigt wurde, denn das alles geschieht in den ersten hundert Seiten.
Doch dann setzten immer mehr Perspektivwechsel zwischen bisher offenbar unbekannten Charakteren ein, die sich langsam, rückwärts erzählt, immer weiter zu einer meiner Meinung nach genialen Konstriktion zusammenweben. Dieser Erzählaufbau machte das Buch für mich zu etwas wirklich Besonderem!

Julies Charakter, oder der Person von der wir erst einmal annehmen, dass es Julie ist, ist sehr tiefgründig und wird auch aus psychologischer Sicht sehr gut beleuchtet. Die anderen Charaktere, vor allem Anna und Tom blieben mir persönlich etwas zu oberflächlich und vor allem Anna war mir durchweg unsympathisch. Das ist für mich normalerweise kein Grund zur Kritik, aber hier kam diese fehlende Sympathie für mich dadurch auf, dass sie für mich so teilnahmslos und irgendwie kalt wirkte angesichts der Entführung und des Wiederauftauchens ihrer Tochter und auch gegenüber ihrer anderen Tochter. Und das war sie eigentlich nicht, wie durch ihr Trinkverhalten nach der Entführung und ihrer Reaktion bei der Rückkehr ihrer Tochter veranschaulicht werden soll. Das kam für mich aber einfach nicht so rüber. Andererseits soll sie auch eher die etwas unterkühlte Karriere-Mutter darstellen. Tom hingegen ist der liebevolle Elternteil, der immer nur nett und verständnisvoll ist und offenbar für die familiäre Atmosphäre zuständig ist. Sein Charakter wird aber tatsächlich nur angekratzt…Hinter Janes Stirn konnte man kaum blicken. Nicht einmal, ob sie sich wirklich aufrichtig freut, dass ihre Schwester wieder da ist, oder ob auch sie eventuell Zweifel an ihrer Identität hegt wird hier besonders deutlich.

Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig und dennoch sehr bildhaft und oft spielerisch, womit er das, worum es in dem Buch geht, an vielen Stellen gut unterstreicht: Die Identität und was sie ausmacht. Der Titel passt ebenso sehr gut zur Thematik. Mehr möchte ich dazu an dieser Stelle nicht sagen.
Der Aufbau der Erzählung ist hingegen erst einmal verwirrend und oftmals nicht ganz einfach, was den Lesefluss hin und wieder etwas beeinträchtigt. Doch gerade dadurch entwickelte sich die Spannung sehr gut. Ich wollte unbedingt wissen, was das am Ende alles zu bedeuten hat. Und ich muss sagen, dass dieser Aufbau rückblickend betrachtet perfekt gewählt ist.

Fazit

Ein Thriller, den ich stellenweise fast lieber als sehr gut konstruiertes Familiendrama bezeichnen würde. An Spannung fehlt es ihm dank zahlreicher Twists und falscher Fährten dennoch nicht. Amy Gentry baut mit rasantem Tempo eine unglaubliche Konstruktion auf, die wunderbar spannend und auch auf psychologischer Ebene interessant mit der Grundthematik der Identität spielt.

sehr besonders aber leider auch anstrengend

Von: reading honeycutt Datum : 30.09.2017

https://secretdiaryofanerd.wordpress.com

Zuerst danke ich dem Verlag ganz herzlich für die Zusendung und Zusammenarbeit. Ich habe mich so auf das Buch gefreut, weil die Geschichte wirklich super klang. Zu Anfang bin ich sehr gut in die Geschichte reingekommen. Wir haben immer einen Wechsel zwischen Anna, der Mutter und der Person, die wieder aufgetaucht ist, bzw. ihrer Vergangenheit. Die ersten 150 Seiten konnte ich flüssig lesen und fühlte mich mit dem Schreibstil der Autorin eigentlich relativ wohl, aber dann ist das ganze gekippt. Ich hatte Schwierigkeiten, der Geschichte zu folgen, weil ich zwar auf der einen Seite verstand, dass die abgespaltenen Kapitel das Leben dieser Frau wiederspiegelten, aber auf der anderen Seite einfach so eine Masse an verschiedenen Personen in das Leben der Person involviert waren, dass es für mich als Leser echt schwer war, dem ganzen zu folgen. Natürlich war diese Anschauungsweise sehr interessant, weil sie mir neu war und ich das ganze Leben dieser Frau vor mir sehen konnte, aber es war alles einfach zu viel für mich. Dann noch zwischenzeitlich die Mutter, die ja auch immer Probleme hat macht es für mich einfach sehr schwer, immer in die Handlung eingebunden zu bleiben, was bestimmt auch etwas damit zu tun hat, dass ich das Buch ausschließlich Abends gelesen habe, ohne Frage. Das Ende fand ich gut, nicht zu schnell oder unrealistisch und jetzt, wo ich fertig bin, finde ich, in diesem Buch etwas solides, interessantes entdeckt zu haben.
★★★☆☆ - ★★★★☆ (3,5 Sterne)

Tolle Idee - keine gute Umsetzung

Von: Bambee Datum : 18.09.2017

https://bambeesworld.wordpress.com

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …Good as Gone ist ein von Anfang an atemberaubend spannendes Buch darüber, wie wenig wir die kennen, die wir lieben. Amy Gentry spielt grandios mit verschiedenen Erzählperspektiven und führt die Leser auf zahlreiche falsche Fährten – bis zum fulminanten Finale.

Klingt der Klapptext nicht spannend ? Man möchte doch am liebsten sofort rein lesen und wissen wie es mit der Familie weitergeht. So erging es mir…

Der Anfang erwies sich mehr als schwer. Ich wusste gar nicht wie ich meine Gedanken sammeln sollte und das lesen verlief sehr schwer. Der Erzählungsstil der Autorin war für mich sehr schwierig. Ich mag es sehr wenn die Erzählungen der Protagonisten gewechselt wird, aber hier ist das irgendwie ein misch-masch. Zu viele Identitäten und kein fester Standpunkt. Die Idee des Buche ist wirklich klasse, aber es fehlte an Spannung und reiz das Buch nicht aus der Hand zu legen. Ich war immer erleichtert als ein Kapitel geschafft war.

Die Mutter Anna ist die Haupt-Erzählerin des Buches. Auf mich wirkt sie nicht besonders sympathisch. Sie gibt nicht das Gefühl der Mutterliebe wieder und lebt in den Tag hinein. Zu ihrem Mann Tom und auch ihre zweite Tochter Jane hat sie kein besonders gutes Verhältnis. Sie ist wie in einer Seifenblase und erst als Julie wieder da ist, versucht sie wieder eine Familie auf die Beine zu richten- extra nur wegen / für Julie ?!

Neben Annas und Julies Sicht berichten auch andere Mädchen ihren Erlebnissen. Sind die anderen Mädchen Julie oder jemand anderes ? Es mir deutlich zu viele Identitäten und es dauerte bis ich es durchschaut habe was eigentlich erzählt wird.

Es gab Spannende Momente- aber diese hielten nicht lange an bzw irgendwas fehlte um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Alles in allem ein Buch was mich leider nicht ganz überzeugen konnte und ich froh war dieses beendet zu haben.

Was bedeutet Identität?

Von: Amy J. Brown Datum : 14.09.2017

https://mein-amyversum.jimdo.com/

Ich wollte diese Geschichte unbedingt lesen, weil mich das Thema momentan interessiert und ich auch bereits einen ähnlichen Film begeistert rezensiert habe.

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog. Wir erfahren, wie Julie, die Ältere der beiden Schwestern Im Alter von dreizehn Jahren entführt wird, während ihre jüngere Schwester Jane versteckt im Schrank sitzt und alles mit ansieht.
Dann macht springt die Erzählperspektive in Annas Sicht, acht Jahre später. Wir erfahren, wie sie sich auf den Weg zu ihrer letzten Seminarstunde des Frühjahrsemesters macht, das sie halten soll. sie beschreibt die Hitze des Sommers, und die Umgebung der Stadt. Anschließend bekommt sie eine Nachricht von Tom, dass sie Jane vom Flughafen abholen soll, die zu Besuch kommt.
Eines Abends klingelt es dann an der Tür, und dort steht Julie. Die Geschichte, die sie erzählt, lässt sich nicht richtig überprüfen, laut ihrer Aussage muss sie Schreckliches erlebt haben. Natürlich sind die Eltern froh, ihre Tochter bei sich zu haben, doch irgendwann schleichen sich Zweifel ein, besonders bei Mutter Anna, die das Mädchen, das nicht als Julie ausgibt, nicht wirklich Julie ist.
Die Familie ist schon durch die Entführung Julies und die kräftezehrende Suche und die Ungewissheit über ihren Verleib fast auseinander gebrochen, doch der jetzige Zustand setzt dem Ganzen noch die Krone auf, und die Situation wird für alle erneut zu einer Zerreißprobe.

Die Gestaltung der Geschichte ist komplex, was mir jedoch gut gefällt. Alleine deswegen kam für mich keine Langeweile auf und ich bin immer wieder gerne und gespannt zu dem Buch zurückgekehrt. Zwar hat die Struktur stellenweise keinen richtigen Lesefluss aufkommen lassen, ich konnte also nicht komplett in die Geschichte eintauchen. Das wurde jedoch dadurch wieder wettgemacht, dass die Geschichte zu keinem Zeitpunkt langweilig war und/oder unnötige Längen hatte.

Durch Anna wird sehr eindringlich beschrieben, was eine Mutter fühlen muss, wenn ein Kind verschwindet und was der Verlust auch für den Rest der Familie bedeutet. Ich habe gut nachvollziehen können, wie sich die Familie im Laufe der Zeit entwickelt, durch den gefühlvollen, detaillierten Schreibstil sind sämtliche Situationen gut nachfühlbar, man spürt Verzweiflung, Hoffnung, Wut und Resignation.

Ähnlich wie bei dem rezensierten Film "Tief wie der Ozean" hat mich die Geschichte sehrt berührt, für jemand, der Gefühle so nachfühlen kann, wie ich, war die Geschichte manchmal fast unaushaltbar. Des Öfteren konnte/musste ich in die Abgründe der menschlichen Seele schauen. Aber weil es so spannend war, musste ich immer weiter lesen und konnte mich der Geschichte nicht entziehen.

Der Roman hat mich sehr zum Nachdenken angeregt, weil ich mich während des Lesens gefragt habe, was Identität an sich eigentlich bedeutet.

spannendes Familiendrama

Von: Mareike Unfabulous Datum : 30.08.2017

www.mareikeunfabulous.de

Das Buch hat bereits vor wenigen Monaten in einer Buchhandlung mein Interesse geweckt. Es stand schnell fest, dass ich es in jedem Fall lesen werde, auch wenn die Bewertungen auf Amazon, Goodreads und Lovelybooks nicht so waren, wie ich sie mir vorab gewünscht hätte.

Nun habe ich "Good As Gone" innerhalb weniger Tage ausgelesen und kann sagen, dass ich begeistert bin. Einige Leser kritisierten, dass die Handlung vorhersehbar und langweilig ist. Ich lese überwiegend Liebesromane und habe daher keine großartigen Vergleiche. Mir hat das Buch jedoch mit Beginn der ersten Seite sehr gut gefallen. Das ein oder andere Kapitel verwirrte mich für kurze Zeit, bis es dann wenige Kapitel später die Auflösung gab. So konnte ich insgeheim "miträtseln" und das Buch Seite für Seite mitverfolgen. Der finale Countdown kam sehr schnell und überrumpelt, was der Geschichte um Julie jedoch keinen Abbruch getan hat.

Das Buch zeigt, wie wenig wir die Menschen kennen, die wir lieben. Der Titel des Buches ist sehr aussagekräftig.

Rezension zu Good as Gone - Amy Gentry

Von: lebenslesezeit Datum : 28.08.2017

https://lebenslesezeit.jimdo.com/

Klappentext
Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …Good as Gone ist ein von Anfang an atemberaubend spannendes Buch darüber, wie wenig wir die kennen, die wir lieben. Amy Gentry spielt grandios mit verschiedenen Erzählperspektiven und führt die Leser auf zahlreiche falsche Fährten – bis zum fulminanten Finale.

Meine Meinung
Ich habe das Buch schon Anfang des Jahres, direkt nach Erscheinen, des öfteren in der Buchhandlung in der Hand gehabt. Zuerst hat mich das Cover angesprochen. Der Titel auch. Der Untertitel "Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück" hat mich dann richtig neugierig gemacht und zusammen mit dem Klappentext wusste ich dann "das muss ich lesen". Aber wie das oftmals so ist, kauft man sich das Buch dann nicht. Warum auch immer.
Mitte diesen Monats habe ich das Buch dann beim bloggerportal von ramdon house angefragt und freundlicherweise auch ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen.
Zu Beginn des Buches war ich nicht wirklich begeistert. Für mich gab es zu viele Ungereimtheiten bzw. vermeintliche "Logikfehler". Jedoch hat sich das alles nach und nach aufgelöst. Nachdem meine anfänglichen Kritikpunkte dann geklärt wurden, trat ein neuer auf. Mir kam die Auflösung zu schnell und das Buch hatte mir zu wenig Spannung. Aber ich hab weitergelesen, da es mich interessierte, wie es denn weitergeht. Warum, wieso, weshalb, was und wer! Und es hat sich gelohnt! Zwar waren die ersten 250 Seiten für mich etwas "anstrengend" - ich musste das Buch immer wieder aus der Hand legen, was ich eigentlich nicht mag, da ich es bei Büchern schätze, wenn ich sie nicht mehr aus der Hand legen kann - jedoch lohnten sie sich für die letzten 60/70 Seiten. Wie es oben im Klappentext schon steht, führt die Autorin ihre Leser immer wieder an der Nase herum und immer wenn man denkt "Aha! Ich hab´s!" ... Hat man es eben nicht. Aber genau so etwas macht eine gute Lektüre ja auch aus. Das Ende hat mich dann überzeugt. Zwar gibt es immer noch ein paar Dinge, mit denen ich nicht zu 100% einverstanden bin aber es wird für alles eine Lösung geboten und es wird ein sehr interessantes und auch "angsteinflößendes" Thema behandelt, was ich bisher in noch keinem Buch fand.
Die Charaktere sind meiner Meinung nach sehr authentisch. So etwas mag ich immer. Wenn man sich einfach denkt, dass genau solche Menschen auch da draußen rumlaufen können und es keine Charaktere sind, zu denen man keine Verbindung findet. Natürlich heißt das nicht, dass einem die Charaktere sympatisch waren oder man deren Handlungen nachvollziehen oder gutheißen konnte. Aber sie waren immerhin "menschlich". Auch der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Die "Ich-Perspektive" der Mutter sowie die anderen Teile aus der Perspektiven der Tochter waren abwechslungsreich und in einem guten Verhältnis, was es mir alles in allem einfacher machte, das Buch zu lesen.
Ich bin nicht so begeistert von dem Buch wie ich es mir erhofft hatte. An manchen Stellen hat mir Spannung und "Thrill" gefehlt. Aber es ist eben auch "nur" ein Roman und kein Thriller. Alles in allem ist es jedoch ein sehr guter und interessanter Roman der einem wieder einmal auf sehr erschreckende Weise zeigt, zu was die Menschen auch fähig sind.

Lisa

Von: Bucheulchen Lisa Datum : 25.08.2017

bucheulchen.de/

Autorin Amy Gentry ist freie Literaturkritikerin und unterrichtet, wie auch ihre Protagonistin, englische Literatur an einer Universität. In ihrem Roman „Good As Gone“ hat das Ehepaar Anna und Tom mit dem wahrscheinlich schlimmsten Schicksalsschlag zu kämpfen, welches Eltern zustoßen kann: Tochter Julie wurde mit 13 Jahren aus ihrem Kinderzimmer entführt. Nur Julies jüngere verängstigte Schwester Jane sieht mit an, wie ein Mann ihre Schwester aus dem Haus führt.

Und das ist, der einzigen Augenzeugin zufolge, die Geschichte, wie ich in einer Nacht meine Tochter – nein, meine beiden Töchter, einfach alles – verloren habe.

Acht Jahre später ist aus Jane ein rebellischer Teenager geworden, der aufs College geht. Anna kann ihre Tochter nicht mehr erreichen. Neidisch blickt sie auf die Beziehung zwischen Tom und ihrer jüngeren Tochter, die einander sehr nahe stehen. Als Jane zu Besuch kommt und soeben das Abendessen angerichtet werden soll, klingelt es plötzlich an der Tür. Ein verwahrlostes, engelsblondes Mädchen steht vor dem Haus. Julie ist wieder da. Oder wer auch immer das ist, der vor der Tür steht. Denn bald schon beschleichen Anna erste Zweifel an der Identität der jungen Frau.

Die in „Good As Gone“ verwendete Sprache ist eindeutig die, einer durch und durch mit der Literatur verwobenen Autorin. Trotz der leicht verständlichen Wortwahl, mangelt es dem Roman an keiner Stelle an Spannung oder Lesegenuss. Nach und nach wird der Leser in die Geschichte eingeweiht, die hinter dem Mädchen steht, welches sich als Julie vorstellt. Dies geht Gentry sehr geschickt an. In die lineare Handlung werden immer wieder Kapitel eingefügt, die ein Puzzlestück aus Julies Vergangenheit beleuchten. So wird der Leser regelmäßig in eine frühere Episode aus dem Leben der jungen Frau versetzt und lernt sie so, nach und nach, kennen. Interessant ist hierbei vor allem, dass diese „Sonderkapitel“ die Geschichte rückwärts aufdecken, beginnend also mit der Gegenwart und immer weiter in die Vergangenheit sinkend.

Was wahr scheint, ist falsch. Was falsch scheint, stellt sich als wahr heraus. Geheimnisse werden aufgedeckt. Amy Gentry hat ein phänomenales Konstrukt mit dem ein oder anderen absolut nicht zu erahnenden Plot Twist erdacht. So bleibt die Spannung und des Rätsels Lösung tatsächlich bis auf die letzten Seiten bewahrt.

Die Personen im Roman sind sehr schön dargestellt. Wobei hier der Detailreichtum von Person zu Person variiert, je nach spielender Rolle. Das meiste erfahren wir Leser wohl von Julie und Anna. Aus Sicht letzterer sind auch alle Kapitel bis auf jene Rückblenden geschrieben. Jane und Tom hingegen sind etwas weniger plastisch, was aber keinesfalls negativ sein soll. Im Fokus stehen ja Mutter und Tochter.

Ja, was lässt sich insgesamt zu „Good As Gone“ sagen? Ich steckte wirklich in einer fiesen Leseflaute, als ich zu diesem Buch griff. Es war nicht recht lang, sah gut leserlich aus und wirkte spannend. Ich hatte einfach die Hoffnung, mal wieder ein bisschen Schwung in die Sache zu bekommen. Zu einem besseren Buch hätte ich wohl nicht greifen können. „Good As Gone“ las sich in einem Rutsch. Ich konnte es kaum aus der Hand nehmen. Ganz gleich wohin ich ging, es steckte in der Tasche, damit ich auch jede freie Minute damit verbringen kann. Spannung hoch unendlich, ehrlich! Und dann dieses Ende, absolut unverhersehbar. Zumindest war es das für mich Ich kann den Roman daher nur absolut empfehlen. Ein klassischer Thriller ist es vielleicht nicht gerade. Aber ein Roman, der auf sehr spannende Art die Psyche eines Entführungsopfers darlegt und eine tragische Familiengeschichte offenbart.

„Good As Gone“ wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Ein wirklich gelungenes Buch mit kleinen Schwächen

Von: Jennys Lifestyle Datum : 23.08.2017

jennys-lifestyle.simplesite.com/

Das Cover ist meiner Meinung nach sehr ansprechend gestaltet - nicht sehr detailreich aber passend zum Thema.

Auf den ersten Seiten kam ich nur schwer in das Buch hinein. Ausführliche Berichte über den Straßenverkehr in Houston sind einfach nicht sehr interessant. Doch mit der Zeit wurde der Schreibstil sehr flüssig und sagte mir zu. Das Buch ließ sich aufgrund dessen und seiner spannenden Handlung zunächst sehr schnell lesen. Doch dann taucht Julie, die verschwundene Tochter, auf und seither wird das Buch aus zwei Perspektiven erzählt. Dies war manchmal etwas verwirrend.

Die Handlung wird so langsam komplizierter und absichtlich undurchsichtig. Trotzdem gefiel mir die Handlung weiterhin gut, bis sie irgendwann minimal leicht ins Stocken geriet. Ein Teil der Handlung wurde nun in eine andere Richtung gelenkt, die mir leider nicht so gut gefiel.

Als am Ende die Auflösung bekannt wird, wird einem vieles aus der vorangegangen Handlung klar. Das Buch hat Niveau und man kann vieles, sowie den Titel, schließlich selbst interpretieren. Der Roman hat im Nachhinein gesehen eine sehr komplexe Handlung, die unglaublich geschickt aufgebaut wurde. Im Großen und Ganzen gefiel mir die Story bis auf einzelne Handlungsstränge sehr gut. Das Ende war kurz und knapp, was jedoch nicht weiter schlimm ist. Das Buch wurde nicht in die Länge gezogen, ist aber auch nicht zu kurz.

Daher bekommt Good as Gone 4 von 5 Sternen von mir.

GOOD AS GONE

Von: Chiara G. Datum : 13.08.2017

goldregenbloger.blogspot.de/

,,Good as Gone- Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück'', geschrieben von Amy Gentry, erschien am 27.2.2017 im C. Bertelsmann Verlag.


Broschiert: 12,99€
Kindle Edition: 9,99€




Inhalt:
Den Eltern Anna Davalos und Tom Whitaker begegnet praktisch der Teufel, denn ihre Tochter Julie wurde als sie 13 Jahre alt war entführt. Zeugen? Ihre zweite jüngere Tochter Jane, die ihren Augen nicht trauen konnte und sah wie jemand ihre Schwester mitten in der Nacht mit einem Messer in dem Rücken zur Türe jagte. Doch gefunden wurde sie nie und der Fall fiel in der Kategorie unerklärbar bis Julie nach acht Jahren wieder auf der Fußmatte der Familie steht. Erst scheint alles noch normal zu sein, jedoch merkt Mutter Anna mit der Zeit, dass sie vielleicht doch nicht ihre Tochter ist. Auch wenn sie sehnlich hofft, dass die junge Frau ihre Julie ist, geht sie den Geheimnissen ihrer Tochter auf den Grund und bekommt von einem ehemaligen Polizisten verborgende Informationen. Doch gefährdet sie sich damit vielleicht nicht nur selbst sondern auch die ganze Familie?




Meine Meinung:
Zuvor muss ich sagen- dies war mein erster wirklicher Thriller, den ich gelesen habe und deshalb habe ich nicht ganz so viel Ahnung-. Auf den ersten Blick hat mich das Cover angezogen, da es edel aufgebaut ist und relativ schlicht gehalten wurde, um anderen Thriller Covern Konkurrenz zu machen- aus meiner Sicht sehr gelungen. Als ich dann den Klappentext las, war ich begeistert und wollte dieses Buch unbedingt haben, um in diese Genre einzusteigen. In letzter Zeit hatte ich auch ,,Mädchen aus Papier'' gelesen, welches sich ebenfalls mit dem Thema verschwundener Menschen beschäftigt. Doch gefällt mir ,,Good as Gone'' um Meilen besser, da es spannender aufgebaut ist und glaubwürdiger beschrieben wurde. Der Schreibstil der Autorin ist perfekt zum leichten und flüssigen Lesen, sie beschreibt die Umgebung und Charaktere bildlich und spannend und erzielt eine gute Mischung. Anna war mir persönlich sehr realistisch beschrieben, es passte einfach makellos zur ihrer Gefühlslage und ich fand mich bei ihr vor Ort. Jedoch fand ich, dass die anderen Charaktere bis auf Julie zu kurz kamen. Ich wüsste gerne noch mehr über Jane und dem Vater. Erzählt wird das Buch zur einen Hälfte von Mutter Anna in der Gegenwart in der Ich- Perspektive und jedes zweite Kapitel wird von verschiedenen Charakteren aus den letzten acht Jahren kalendarisch berichtet.
Anfangs scheint dies noch sehr verwirrend zu sein und ich kam öfters nicht mit, jedoch verbesserte sich dies zum Schluss hin und es ergab sich ein Ende, mit welchen man nicht ganz gerechnet hätte. Doch so bleibt die Spannung knall hart erzielt und die Kapitel fließen nur so vor den Augen. 


Fazit:
Das Buch bleibt von Anfang bis Ende spannend und man erfährt erst in diesem Buch, was Menschen alles sein sowie machen können. Empfehlender Kauf!:)

GOOD AS GONE - EIN ECHT GUTER THRILLER

Von: Michaela Datum : 06.08.2017

weltderzeilen.wordpress.com

Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen wortwörtlich verschlungen. Amy Gentry erzählt aus vielen Perspektiven über das Verschwinden von Julie. Zu Beginn war ich verwirrt, es hat ein wenig gedauert bis ich das Konzept des Buches verstanden habe. Als ich es dann verstanden habe, fiel mir das Lesen so unfassbar leicht und ich habe angefangen die Geschichte zu lieben. Ich habe es genossen und dieses Buch nicht aus den Händen gelegt. Die Kapitel sind kurz und spannend gestaltet, ihr Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen. Leider hat es mich gestört, dass dann doch zwischendurch einige Kapitel oder Passagen "zu komplex" gestaltet waren. Vielleicht liegt es auch nur an mir.. Ich musste einige Kapitel zwei Mal lesen, um zu verstehen, worum es überhaupt ging. Dies ist aber mein einziger Kritikpunkt! Insgesamt beschäftigt sich Amy Gentry mit einem sehr wichtigen Thema und bringt es jedem Leser sehr nahe. Was macht unsere Identität überhaupt aus?
Ich empfehle das Buch gerne weiter, es ist echt gut!

Mitreißend und außergewöhnlicher Thriller. Absolut gelungen!

Von: somethoughtsonbooks Datum : 02.08.2017

www.somethoughtsonbooks.com

Das Thriller Debüt von Autorin Amy Gentry liest sich bereits auf dem Klappentext sehr gut. Aus Neugier habe ich mir das Buch gekauft weil ich sehr gespannt auf die Geschichte war. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Ab der ersten Seite nimmt der Thriller Fahrt auf und der Leser bekommt große Lust auf mehr! Für viele denen der Einstieg in ein neues Buch schwerfällt ist das genau das richtige. Die Kapitel sind kurz und die Spannung wird durchgehend gehalten, was es einem unfassbar schwer macht das Buch wegzulegen. Fast schon wie eine Tüte Chips verputzt man den Thriller innerhalb kürzester Zeit.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist der Erzählstil. Stilistisch sehr interessant beschrieben sind die Rückblenden zu den vergangenen 8 Jahren der Frau die zurückgekommen ist. In jedem 2. Kapitel wird chronologisch rückwärts davon berichtet. Das fand ich sehr ungewöhnlich und hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht. Wie eine Zwiebel kann der Leser Schicht um Schicht, Kapitel um Kapitel, die wahre Identität der Frau entblößen. Ihre Lebensphasen werden genau in der richtigen Dosis erzählt, sodass man als Leser neugierig bleibt und bis zum Schluss nicht weiß woran man ist – wer ist diese Frau wirklich? Was verbirgt sich hinter ihrem Leben? Wie ist sie so geworden wie sie? Dabei erfahren wir während des Thrillers so viel über sie ohne sie jedoch wirklich kennenzulernen. Diese Frage was menschliche Identität eigentlich bedeutet ist eines der zentralen Themen des Buches.

Charakterlich gut gefallen hat mir Mutter Anna, ihr steigender Zweifel an der Identität ihrer Tochter wird sehr realistisch rübergebracht. Von Anfang an erschien mir ihre Rolle und ihr Charakter klug und nachdenklich. Sie ist keine Marionette der Story oder Tochter Julies. Ihre Charakterentwicklung ist bis zum Schluss stimmig und realistisch. Weniger gut gefallen hat mir dagegen leider die Darstellung von Vater Tom und der 2. Tochter Janet. Beide treten überraschend weit in den Hintergrund, sodass sie im Grunde nur Randfiguren spielen. Insbesondere Janet. Hier hätte man meines Erachtens etwas mehr aus den Charakteren herausholen können. Allerdings kann ich auch nachvollziehen, dass der Fokus auf Mutter Anna und Tochter Julie sowie ihrer Beziehung liegen sollte.

Das Tempo steigert sich nur minimal, was der Tatsache geschuldet ist, dass die Geschichte bereits ereignisreich beginnt und bis zum Schluss auch so bleibt. Der einzige Nachteil an dieser schnelllebigen Erzählung ist der, dass sich nicht für alles genügend Zeit gelassen wird. Bereits zu Beginn befindet der Leser sich mitten im Geschehen, ohne das man etwas über die Zeit erfährt in der noch alles ruhig war. Zwar ändert sich das zum Schluss, allerdings gibt es einige Stellen (hauptsächlich betrifft das die Rückblenden) zu denen ich liebend gerne mehr erfahren hätte. Ich liebe es in Geschichten einzutauchen, und hier hatte ich öfters das Gefühl, dass manche Ereignisse nur in wenigen Sätzen beschrieben wurden. Es wäre schön gewesen mehr zu erfahren. Aber dadurch verliert der Thriller für mich nicht allzu viel im Gesamteindruck, da ich ansonsten ziemlich begeistert bin.

Das Ende dieser durchgehend fesselnden Geschichte hat mich dazu nochmals überrascht, denn mit dieser Auflösung hatte ich nicht gerechnet. Dafür gab’s von mir Pluspunkte! Oft kann man Thriller und Krimis zu schnell durchschauen oder sie sind so verwirrend, dass das Ende zwar eine Überraschung ist aber nicht logisch erscheint. Dies hingegen war ein wirklich gelungenes Ende!

Was mir besonders gefiel:
Der Thriller liest sich sehr schnell und ist wirklich durchgehend spannend. Die Protagonistin ist faszinierend und der Leser rätselt bis zum Schluss woran er ist. "Good as Gone" ist kein knallharter und blutiger Psychothriller, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Was mir fehlte:
Hin und wieder bekommen manche Ereignisse zu wenig Aufmerksamkeit. Gleiches gilt für die Nebencharaktere die spannend eingeleitet werden zu denen dann aber weiter nicht mehr erzählt wird.

Mein Gesamteindruck:
Durchgehend fesselnder Thriller mit mitreißender und außergewöhnlicher Erzählweise sowie einem überraschenden Ende. Wirklich gelungen!

Good as gone

Von: Merendina Datum : 27.07.2017

www.merendinabloggt.wordpress.com

Heute möchte ich euch einen Thriller vorstellen, von dem ich so fasziniert war, dass ich ihn kaum mehr aus den Händen legen konnte und ihn in zwei Tagen ausgelesen hatte: Amy Gentrys „Good as gone – Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück“.

Schon der Klappentext gefiel mir sehr gut und auch das Buchcover ist interessant. Es ist komplett schwarz gehalten. Der Titel ist in Gelb aufgedruckt. In einem O sieht man die Schemen einer Frau. Das Cover passt perfekt zum Inhalt des Romans.

Amy Gentry kannte ich als Autorin noch nicht, aber ihre bestens lesbare Sprache gefiel mir schon nach wenigen Zeilen sehr gut. Die Spannung steigt schon auf der ersten Seite und man kann mit dem Lesen deswegen gar nicht mehr aufhören. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven und es gibt viele unerwartete Wendungen, die das Buch ebenfalls sehr interessant und fesselnd machen.

Die kleine Jane bekommt hautnah mit, wie ihre 13-jährige Schwester Julie zu Hause entführt wird. Wer ist der Täter, der nachts so einfach ins Haus kommen konnte? Natürlich wird gleich ermittelt, aber man kommt dem Täter leider nicht auf die Spur und auch Julies Leiche wird – zumindest in den ersten Jahren nach der Entführung – nicht gefunden. Nach vielen Jahren steht plötzlich eine junge Frau vor der Tür des Elternhauses und behauptet Julie zu sein. Doch ist sie es auch wirklich? Anfangs geht man davon aus, doch nach und nach verwickelt sich „Julie“ in viele Widersprüche und deswegen ist auch ihre eigene Mutter gar nicht mehr so sicher, ob es sich bei dieser Frau tatsächlich um die vor acht Jahren entführte Tochter handelt. Mit Hilfe eines Privatdetektivs versucht Julies Mutter, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Und was hat dieser seltsame Prediger mit der ganzen Geschichte zu tun, dessen Versammlungen „Julie“ immer wieder heimlich aufsucht? Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten…

Ich finde diesen Thriller einfach nur wahnsinnig interessant. Man rätselt mit, zweifelt mehrmals an der Identität Julies und ist auch oft von dieser unendlich traurigen und schockierenden Geschichte betroffen.

Die Figuren werden von der Autorin bestens herausgearbeitet, die Geschichte wirkt äußerst authentisch. Viele der Personen waren mir von Anfang an sympathisch, es gibt aber auch dubiose Gestalten, die viele Fragen aufwerfen.

Am Ende des Buches bekommt man dann eine schlüssige Lösung präsentiert und denkt noch nach der Lektüre lange darüber nach. Denn ein Fall wie dieser könnte sich durchaus ereignen. Man ist regelrecht schockiert und ergriffen.

Ich kann dieses wahnsinnig spannende, fesselnde Buch bestens weiterempfehlen und vergebe volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Ich hoffe nun auf weitere packende Romane dieser Autorin.

Was nettes für nebenbei

Von: Sallys Books Datum : 27.07.2017

www.youtube.com/c/SallySkellington

Cover
Das Cover ist ziemlich schlicht in schwarz und gelb gehalten. Oben sieht man ein Mädchen im Lichtschein, was ich passend finde für diesen Roman.

Protagonistin
Anna hat ihre Tochter verloren, sie wurde mit 13 Jahren entführt. Seitdem sind 8 Jahre vergangen. Man merkt das Anna dadurch sehr sensibel und auch ein wenig labil geworden ist, auch wenn sie es nicht zeigen will. Sie ist unsicher bei allem was sie tut und als Julie wieder zurück kommt, kann sie es nicht fassen. Ich konnte ihr Handeln aber gut nachvollziehen, es ist verstörend wenn das Kind entführt wurde und selbst wenn es zurück kommt, ist es irgendwie seltsam.

Schreibstil
Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, das Buch lies sich flüssig lesen und die Protagonisten waren schön ausgearbeitet. Mir hat jedoch der Plot an sich nicht so gut gefallen, es gab einige Stellen, die einfach nicht relevant für das Buch waren, die mich gelangweilt haben und die man eigentlich locker abkürzen könnte oder gleich ganz weglassen. Ich hatte das Gefühl das jede Minute von Julies Leben notiert wurde, und das war auf Dauer doch etwas langweilig. Das Ende hingegen fand ich nicht schlecht gemacht, es war etwas ganz anderes als ich erwartet hatte und hat mich überrascht.

Autorin
Amy Gentry hat ihr Studium an der Universität von Chicago mit einem PhD abgeschlossen und lebt in Austin, Texas, wo sie englische Literatur an einer High School unterrichtet. Gleichzeitig arbeitet sie als freie Literaturkritikerin für die LA Review of Books und Chicago Tribune. Good as Gone ist ihr erster Roman, der noch vor Erscheinen für riesiges Aufsehen sorgte und in über 20 Länder verkauft wurde.

Einzelbewertungen
Schreibstil 4/5
Charaktere 4/5
Spannung 3/5
Ende 4/5
Cover 2/5

Fazit
Ein Roman, der etwas nettes mal für nebenbei ist, mich hat er jedoch nicht fesseln können.

Ein spannender Roman !

Von: Sophie von herzgespenster Datum : 25.07.2017

herzgespenster.blogspot.de

Meine Meinung:
Zunächst einmal muss ich sagen, dass mich die Idee der Geschichte sehr angesprochen hat. In diesem Buch geht es um das Aufdecken von Geheimnissen, die immer wieder erneut verwirren und somit Spannung aufbauen. Der Schreibstil der Geschichte ist gelungen, sodass man von Beginn an gut in das Buch hineinkommt. Außerdem wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen wird die Geschichte aus der Sicht von Julies Mutter Anna erzählt. Diese Perspektive spielt in der Gegenwart und begleitet den Leser durch den Handlungsstrang nach Julies Rückkehr. Die zweite Perspektive erzählt aus der Vergangenheit. Hier lernt der Leser verschiedene weibliche Charaktere kennen, die jeweils ihre Geschichte erzählen. Ich muss sagen, dass mich vorallem die Perspektiven aus der Vergangenheit immer wieder verwirrt haben. Zwar wurde, durch die unterschiedliche Kapitelgestaltung, verdeutlicht in welcher Perspektive man sich nun befindet, dennoch ist diese ziemlich in der Zeit gesprungen, sodass es mir schwer gefallen ist, die gelesenen Abschnitte in eine Reihenfolge oder einen Zusammenhang zu bringen. Wenn man das Buch beendet hat, versteht man diese Zusammenhänge jedoch besser. Außerdem hat die Perspektive von Anna zwar Annas Charakter treffend dargestellt, jedoch fiel mir eine Identifikation sehr schwer. Ich verstehe, dass Anna sich nach Julies Verschwinden abgekapselt hat, dennoch überträgt sich dies auch auf den Leser, weil ich mich eher wie eine Außenstehende gefühlt habe und mich somit nicht richtig in die Gefühlswelt von Anna hineinversetzen konnte. Dies kann jedoch ebenso von der Autorin gewollt sein, da die Perspektive Annas Probleme und ihren Charakter unterstreicht. Der Handlungsstrang dieses Romanes hat mir jedoch umso besser gefallen. Immer wenn ich dachte ich sei der Wahrheit auf die Schliche gekommen, wurde ich erneut verwirrt und überrascht. Dadurch blieb das Buch bis zu letzten Seite spannend. Deshalb muss ich sagen, dass es die Autorin geschafft hat ein sehr gut ausgearbeitetes Buch zu verfassen, was den Leser an der Nase herumführt. Als ich das Buch beendet habe, erschienen mir alle Hintergründe plausibel, sodass die zeitliche Verwirrung, die mich zunächst bei der Vergangenheitsperspektive gestört hat, Sinn ergeben hat.

Fazit: Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir dieser Roman wirklich sehr gut gefallen hat. Das liegt zum einen daran, dass er sehr spannend geschrieben ist und man als Leser immer wieder verwirrt wird. Dennoch hätte ich mir gewünscht noch etwas mehr über die einzelnen Charaktere zu erfahren, um sie besser zu verstehen und in ihre Gefühlswelt einzutauchen. Deshalb vergebe ich vier von fünf Sternen und kann diesen Roman jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer spannenden Geschichte ist.

Julie, wer bist du?

Von: Gisela Simak Datum : 11.07.2017

lese-himmel.blogspot.de/

Meine Meinung


Dieser Thriller beginnt sehr spannend. Jane ist die jüngere Schwester von der entführten Julie. Sie war vor acht Jahren Zeugin, als Julie Nachts entführt wurde. Sie hat es in einem Schrank sitzend beobachtet. Sie verbrachte nach der Entführung noch Stunden in dem Schrank und hat ihren Eltern nicht Bescheid gegeben.
Die Eltern Anna und Tom haben sich damit abgefunden. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Tom kocht Janes Lieblingsessen. Da klingelt es an der Tür. Julie ist wieder zurück.

Julies Rückkehr ist mir durch und durch gegangen. Ein Kind, welches acht Jahre verschwunden war, steht auf einmal als junge Erwachsene vor der Tür.
Man merkt gleich, dass die gesamte Familie Julies Erscheinen nicht sofort realisieren kann. Auch Julie kommt sich wie ein Fremdkörper vor. Die Rückkehr von Julie schafft die gleiche Stimmung, wie die ersten 24 Stunden nach ihrer Entführung.
Ich konnte besonders Annas verkrampfte Versuche, Julie wieder näher zu kommen, gut verstehen. Julie hat sich sehr verändert. Dann erhält Anna einen Anruf. Sie ist sich nicht mehr sicher, dass die junge Frau ihre Tochter ist.

Dieser Thriller ist zugleich eine große Familientragödie. Sie zeigt, wie eine Familie darunter leidet, wenn ein Kind spurlos verschwindet. Geheimnisse kommen ans Tageslicht. Julie ist der Familie schon vor ihrer Entführung entglitten.

>>Julie ist seit acht Jahren fort, aber tot ist sie schon viel länger - seit Ewigkeiten.<< ( Seite 13, erster Satz.)

Die Geschichte wird überwiegend aus der Sicht von Anna in der Ich-Form erzählt. Alle anderen Protagonisten in der dritten Person. Der Schreibstil ist flüssig.
Leider war ich manchmal am Verzweifeln. Die acht Jahre von Julie werden ziemlich durcheinander erzählt. Ich musste ständig aufpassen, nicht den Faden zu verlieren. Für dieses Durcheinander gibt es aber eine logische Erklärung. Bis dahin zieht sich die Geschichte jedoch wie Kaugummi.

>>Ich versuche immerzu, das Vorher zu finden. Aber wenn einem einmal so was zugestoßen ist, gibt es kein Vorher mehr. Es nimmt einem das Vorher weg. Und wenn es kein Vorher gibt, gibt es keine schlüssige Reihenfolge, in der ich es erzählen kann.<<(Seite 282)

Mein Fazit

Julies Rückkehr birgt Geheimnisse, mit denen ich lange nicht gerechnet hätte. Es handelt sich bei "Good as Gone" um einen raffinierten Thriller, der leider mehrere Längen aufweist. Das Warum und Wieso konnte mich dann doch noch positiv stimmen.
Ein Thriller, für den man etwas Geduld aufbringen muss. Ab einem bestimmten Kapitel wird einem das Ende klar. Der Weg zum Finale ist spannend wie der Prolog. Besonders die Bekanntschaften mit Charlotte, Karen, Mercy, Starr, Violet und Gretchen hauchen der Story eine extra Portion Spannung ein.

Eine Empfehlung von mir für alle, die etwas Geduld aufbringen können/wollen. Es lohnt sich.

Danke Amy Gentry

Ist es wirklich Julie?

Von: Buchbooks (Alena) Datum : 08.07.2017

buchbooks.blogspot.de/

Inhalt: Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt...

Meine Meinung:
Also ich muss sagen, ich fand das Buch echt gut, wobei ich sagen muss das mich einige Situationen im Buch verwirrt haben und ich echt nachdenken musste.

Ich finde das echt schrecklich, ich kann mir das nicht vorstellen wie es ist wenn kinder einfach so ohne einen jeglichen Grund zu haben, entfrührt werden. Ich will mir das auch gar nicht vorstellen.

Die Spannung war im Buch da aber es war manchmal echt so verwirrend.
Die Sicht kam von der Mutter, fand das irgendwie doof, weil ich mehr von Jane erhofft habe oder wie sie ohne Julie so zurecht kamen. Mir hat einfach ein bisschen der WOW- Effekt gefehlt. Genauso wie die verschiedenen Kapitel über die Mädchen die Höchstwahrscheinlich vermisst wurden oder noch vermisst werden. Ich hab da den zusammenhang nicht wirklich gefunden.

Dennoch fande ich das Buch gut und würde es auch jedem empfehlen! Jeder hat selbstverständlich eine eigene Meinung und Vorstellung!

Die komplette Rezension findet ihr unter meinem Blog! :-)

Überraschend, verblüffend und atemlos ...

Von: Sharon Baker Datum : 30.06.2017

sharonbakerliest.blogspot.de/

Tom und Anna freuen sich, das ihre jüngste Tochter, zwischen ihren Studiensemestern nach Hause kommt. Während Tom ein opulentes Abendessen vorbereitet, holt Anna ihre Tochter ab. Es herrscht Schweigen, auf der nach Hause Fahrt und erst Tom kann die Stimmung bessern. Schnell wird klar, dass trotz der Jahre, die vergangen sind, ein Teil der Familie fehlt, denn Julie ist nicht da. Julie wurde mit 13 Jahren entführt und bis heute weiß keiner, was mit ihr passiert ist. Nun sind acht Jahre vergangen und es klingelt an der Tür. Anna öffnet diese und vor ihr steht eine junge Frau, die behauptet ihre Tochter zu sein. Ist es wirklich Julie? Kann das wirklich wahr sein? Und wird dieser Familienschmerz endlich heilen?

Mich hat die Geschichte total angesprochen, weil es irgendwie um das „danach“ geht. Erkennt man sein Kind wieder? Kann man mit dem Verlust leben? Wie wächst das zweite Kind auf? Und noch tausend andere Fragen schossen mir durch den Kopf, weil es doch das Schrecklichste überhaupt sein kann, sein Kind zu verlieren, ohne zu wissen, was passiert ist. Ein Ende ohne Abschluss, Hoffnungen, an denen man zerbricht. Dann wurde das Buch auch sehr in die Höhe gelobt und sorgte für einen mega Hype. Ich gestehe, ich war neugierig und nun, habe auch ich es endlich gelesen.

Die Geschichte wird meistens aus Annas Sicht erzählt. Eine Mutter, die an dem Verlust ihres Kindes fast zerbrochen wäre und nun wie unter einer Glasglocke lebt. Alles wird distanziert gesehen, Gefühle nicht wirklich an sich heran gelassen und es wird unnahbar weiterleben. So gewinnt man schnell einen unterkühlten Eindruck von ihr, aber ich fand es irgendwie verständlich, diese Schutzmauern braucht sie einfach, um weiterzumachen, durchzuhalten und zu überleben. Dass ihr Verhältnis zum Ehemann nicht das Beste ist, verständlich, und dass ihre zweite Tochter zur Rebellin geworden ist, auch nachvollziehbar, wenn man immer im Schatten leben muss. So liest man die ersten Seiten etwas emotionslos und ist doch erstaunt, das die fremde junge Frau auch wirklich gleich als Tochter akzeptiert wird.

Das ist der Ausgangspunkt und nun fängt die Autorin an, mit uns Lesern zu spielen. Sie lässt nämlich einen Privatermittler in Erscheinung treten, der sich mit Anna trifft und das bringt diese total aus dem Konzept. Aber nicht nur sie, denn nun beginnt auch noch ein weiterer Erzählstrang an und der treibt die Verwirrung immer weiter. Wer also ist Julie wirklich. Das große Rätselraten hat begonnen und man liest weiter, aber mit ganz besonderer Beobachtung. Jedes Wort wird mehr analysiert und begutachtet, und wenn man denkt, ha, jetzt habe ich es, oder, ich wusste es, dreht sich die Geschichte ein weiteres Mal. Somit hält die Autorin die Spannung und setzt ein großes und grausames Puzzle zusammen.

Amy Gentry hat sich beim Konstruieren ihrer Geschichte wirklich ins Zeug gelegt und den Leser an der Nase herumgeführt. Dabei fand ich ihre Ideen und Hintergründe wirklich plausibel und verständlich. Das Einzige, was ich nicht ganz gelungen fand, war die unterkühlte Stimmung, diese brach leider nicht auf und so konnte man emotional nicht mitgehen. Wie gesagt, warum sie ihre Figuren so geschildert hat, ist nachvollziehbar, aber wirkt eben auch nicht ganz fühlbar, weil man die Distanz einfach auch beim Lesen mit wahrt.

Good as Gone überrascht, verblüfft und lässt einen atemlos zurück. Eine Geschichte, die sich langsam offenbart, aber so richtig in ihren Wendungen knallt. Ein Debüt, was verfilmt bestimmt der Knaller wird.

Spannung mit kleinen Schwächen

Von: Vanessa´s Bibliothek Datum : 27.06.2017

vanessasbibliothek.blogspot.de/

Also ich muss sagen, dass ich das Buch nicht so negativ empfinde, wie so manch anderer. Aber im Krimi/Thriller Genre hab ich auch noch nicht so viel gelesen, aber es steht ja auch dick Roman auf dem Buch. Also ich würde es als Roman mit Krimi/Thriller Effekten beschreiben. Der Klappentext hat mich angezogen, weil ich grade erst den Film Gone Girl geschaut hatte und dementsprechend auch diese Art von Büchern und Filmen interessant finde/fand. Und in diesem Buch gefielen mir auch die Irreführungen, weil dadurch meine Theorien auch wieder verworfen wurden und ich erneut mitraten konnte. Und sowas liebe ich ja! Wenn ich selber Theorien spinnen kann und dann überrascht werde. So geschehen bei diesem Buch. Klar sind die vielen Perspektiven bzw. Personen erstmal verwirrend und man sieht den Zusammenhang nicht, der wird erst am Ende aufgelöst.
Hier gibt es einen direkten Einstieg in die Geschichte und sowas gefällt mir persönlich immer ganz gut. Ich mag es meistens nicht, wenn es eine ellenlange Vorgeschichte gibt und man erst ab Mitte des Buches den Klappentext wiederfindet.
Leider hat sich das Buch teilweise etwas gezogen und somit zwischendurch den Faden verloren, was auch mich dazu gebracht hat einen Punkt abzuziehen. Aber keineswegs ist das Buch grottenschlecht oder ähnliches. Zumindest nicht aus meiner Perspektive. Bis auf die Längen und das damit der Handlungsstrang etwas vernachlässigt wurde, gefiel mir das Buch recht gut.

Diffus erzählt, aber interessant

Von: Janine Gimbel Datum : 26.06.2017

schreiblust-leselust.de/

Vor acht Jahren ist die 13-jährige Julie nachts spurlos aus ihrem Elternhaus verschwunden. Einziger Anhaltspunkt ist die Beobachtung ihrer damals 10-jährigen Schwester Jane, die aus einem Versteck heraus beobachtet haben will, wie Julie von einem Mann mit einem Messer aus dem Haus geführt wurde. Das ist nun acht Jahre her und von Julie fehlt jede Spur. Doch eines Abends steht wie von Geisterhand eine junge Frau vor der Tür der Eltern: Julie! Freudig wird sie wieder in die Familie aufgenommen und umsorgt. Sie scheint Schlimmes erlebt zu haben und berichtet von Verschleppung und jahrelanger Vergewaltigung durch einen mexikanischen Drogenring. Doch Anna, Julies Mutter, beginnt bald an der Geschichte zu zweifeln.

„Good as Gone“ ist toll erzählt! Die Haupthandlung findet in der Gegenwart statt und beschreibt die Geschehnisse aus der Sicht von Anna. Sie ist als Mutter völlig aus dem Häuschen, als ihre jahrelang vermisste Tochter plötzlich vor der Tür steht. Durch Julies Verschwinden ist ein dunkles Loch in ihrem Leben entstanden, das sie nun wieder zu füllen versucht. Doch bald kommen Zweifel an Julies Geschichte rund um die Verschleppung. Warum sollte die junge Frau lügen? Parallel dazu wird die Geschichte des Mädchens rückwärts erzählt. Dadurch kommt man als Leser oder Leserin eventuell schon etwas früher auf die Lösung, das tut dem Lesevergnügen allerdings keinen Abbruch.

„Good as Gone“ ist ein sehr ruhiger Thriller, interessant erzählt, aber eben nicht das blühende Leben. Wer actionreiche Kost und Turbulenzen sucht, ist hier falsch. Die Geschichte passiert eher im Zwischenmenschlichen. Manchmal wirkt die Handlung sogar sehr verworren, da beide Stränge in unterschiedliche Richtungen erzählt werden. Hier den Überblick zu behalten, ist nicht einfach.

Das Gerne verfehlt dieser Roman deutlich, manchmal ist er etwas diffus erzählt, alles in allem aber eine interessante Geschichte!

Spannend, gut aufgebaut aber teilweise irritierend.

Von: Anna Datum : 25.06.2017

https://liveyourlifewithbooks.wordpress.com/

Inhalt

Dem Ehepaar Anna Davalos und Tom Whitaker passiert das Schlimmste, das Eltern geschehen kann: ihre 13jährige Tochter Julie wird entführt und die einzige Zeugin ist die jüngere Tochter Jane. Jede Suchaktion bleibt vergeblich, von Julie fehlt jede Spur. Doch acht Jahre später steht sie wieder vor ihrer Tür. Julie, die verlorene Tochter, mittlerweile 21 Jahre alt, ist wieder da. Die Familie ist überglücklich, bis sich nach und nach Zweifel einschleichen. Ist diese Frau wirklich Julie?

Spannend, gut aufgebaut aber teilweise irritierend. Ein Thriller der anderen Art.

Die Thriller-Lust hat mich schon länger in ihrem Griff und ich habe mir immer mal wieder Leseproben zu Thrillern angesehen, deren Klappentext mich angesprochen haben. Bei „Good as Gone“ war es genauso und ich habe direkt nach der Leseprobe eine Gänsehaut verspürt. Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen und habe es beim Bloggerportal angefragt. Freundlicherweise wurde mir das Buch auch zugesendet, worüber ich mich herzlich bedanken möchte.

Das Buch beginnt unfassbar spannend, mit einem Prolog, der schildert, wie Jane beobachten muss, dass ihre ältere Schwester Julie entführt wird. Sie sieht das Messer, sie sieht den Mann und sie sieht ihre Schwester, kann aber nichts dagegen tun, dass sie verschleppt wird.
Genau an dieser Stelle habe ich zum ersten Mal eine Gänsehaut gespürt. Wie schrecklich muss sich jemand fühlen, der völlig hilflos zusehen muss, wie die eigene Schwester entführt wird? Vor allem, wenn du noch ein kleines Kind bist. Eine grauenvolle Vorstellung.

Nach diesem wirklich tollen Prolog beginnt die eigentliche Geschichte, die acht Jahre später spielt. Nach und nach werden die Charaktere eingeführt und man bekommt ein Bild von der Familie. Die Ehe scheint nur noch auf dem Papier zu existieren, die Tochter Jane ist so weit wie nur möglich entfernt an einem College und kommt selten zu Besuch. Doch die Sommerferien verbringt sie zu Hause und ihr Begrüßungsessen wird dadurch gestört, dass ihre totgeglaubte Schwester vor der Tür steht.

Schon im ersten Moment hat man als Leser dieses Gefühl, dass da irgendetwas nicht stimmt. Die junge Frau wird zwar genau so beschrieben, wie Julie in etwa aussehen könnte, doch ihre Geschichte, die sie erzählt, wirkt aufgesetzt. Die Polizei schluckt allerdings alles und ist wohl zufrieden diese Fallakte schließen zu können.
Auch die Familie hegt zunächst keine Zweifel, auch wenn sich die vermeintliche Julie teilweise seltsam verhält. Das, was ihr zugestoßen ist, klingt grauenvoll und unmenschlich. Vergewaltigung, Misshandlungen, alles, was man sich aus einem CSI Film vorstellen kann. Als sich dann ein Privatdedektiv an die Mutter wendet und ihr brisante Informationen zukommen lässt, beginnt die Suche nach der Wahrheit. Als Leser jedoch, steckt man schon sehr viel tiefer mit drin.

Das Buch ist sehr interessant aufgebaut. Man durchläuft nicht nur die Gegenwart, in der Julie aufgetaucht ist, sondern begleitet auch die junge Frau auf ihrem Weg. Allerdings rückwärts. Von der Gegenwart an immer tiefer in die Vergangenheit. Erst ganz am Ende erschließt sich dem Leser und den Charakteren, was es mit der Wahrheit auf sich hat und auf eine solche Lösung hätte ich niemals kommen können. Eine furchtbar erschreckende Geschichte, die ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können.
Die Geschehnisse werden sehr gut von der Autorin erzählt, das Buch lässt sich wirklich sehr locker und leicht lesen und die Spannung, was nun wahr oder nicht wahr ist, lässt das Buch einen Pageturner werden. Trotzdem hatte ich hier und da Probleme mir vorstellen zu können, ob das wirklich so ablaufen kann, wie es im Buch geschrieben steht. Kann so etwas tatsächlich passieren? Es wirkt etwas übertrieben und zu viel gewollt auch wenn ich das Ende so nicht habe kommen sehen und es mir deshalb eine doppelte Gänsehaut verpasst hat.

Mit den Charakteren hatte ich so meine Schwierigkeiten, denn niemand von den vieren war mir besonders sympathisch. Weder die wieder aufgetauchte Julie, die ein einziges Rätsel ist, noch Anna, die Mutter, die lieber alle Probleme in sich hineinfrisst, anstatt mit ihrem Mann zu reden. Oder Tom, der als Vater seine eigenen Geheimnisse zu haben scheint oder die jüngere Schwester Jane, die mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit ihrer Eltern erreichen möchte und sich dabei selbst komplett ins Abseits drängt. Zu keinem konnte ich eine richtige Bindung aufbauen, auch wenn ich am ehesten noch Anna verstehen konnte. Sie erzählt einen Großteil der Geschichte und macht es somit leichter in ihren Kopf zu blicken. Dennoch habe ich mich mit ihr trotzdem nicht sehr verbunden gefühlt.
Fazit

Die Geschichte an sich hat mir sehr großen Spaß gemacht. Die Autorin hat das Buch geschickt aufgebaut und die Spannung konstant hochgehalten. Auch wenn einige Geschehnisse mir etwas zu weit hergeholt waren, hat mich das Ende überzeugen können. Die letzten 50 Seiten haben mir eine einzige Gänsehaut beschert. Auch wenn die Charaktere mir eher Schwierigkeiten bereitet haben, so fand ich die Handlung doch überzeugend.

Good as Gone - ein spannender Thriller

Von: Elizzy Datum : 19.06.2017

https://readbooksandfallinlove.wordpress.com/

Zusammengefasst

Als Julie entführt wird, wird das Leben der Familie auf den Kopf gestellt. Acht Jahre später; Jane, die jüngere Schwester, die den Vorfall mit beobachtet hat fühlt sich schuldig und studiert in einer anderen Stadt, um nicht ständig zu Hause sein zu müssen. Tom und Anna haben sich auseinander gelebt. Doch dies alles ändert sich wieder schlagartig, als plötzlich eine junge Frau vor ihrer Türe steht und sich als Julie, die verschwundene Tochter vorstellt.

Anna kann ihr Glück kaum fassen und will Julie am liebsten nie mehr aus den Augen lassen. Doch einige Aussagen die Julie macht, stimmen nicht ganz überein und plötzlich fragt sich Anna doch; ist dies wirklich mein Kind? Sind die Augen die selben? Der Mund? Das Kinn?

Ihre Zweifel werden noch einmal mehr verstärkt, als sie plötzlich ein Privat Detektiv kontaktiert, der behauptet mehr über Julie zu wissen, als ihr lieb ist.

Darüber Gedanken gemacht

Die Geschichte wird aus der Sicht von Anna erzählt und einige Kapitel werden von Julie erzählt. Diese sind so geschickt aufgebaut und ziehen einen so in den Bann, dass man unbedingt mehr über Julie erfahren möchte. Doch um nicht zu spoilern, gehe ich hier nicht weiter ins Detail.

Auf jeden Fall ist es interessant zu lesen, wie sich Anna während dieser Geschichte entwickelt und noch besser fand ich das Ende; denn mir ist auf jeden Fall bewusst, das wahrscheinlich jede Mutter so gehandelt hätte – auf jeden Fall einen Realitäts-Pluspunkt! Doch diese Geschichte ist nicht nur eine „Die verlorene Tochter kehrt zurück“ Geschichte, sie ist viel mehr. Denn auch Jane wurde während all dieser Jahre vernachlässigt und musste immer um genügend Aufmerksamkeit kämpfen und bei ihr fand ich es besonders toll, dass auch Anna endlich richtig hinschaute.

Auf jeden Fall ein toller Thriller mit überraschendem Ende!

Gefiel mir sehr

Die Charakteren und vor allem der Aufbau der Kapitel gefiel mir richtig gut. Ich mochte es sehr, wie die Spannung immer höher wurde und wie man bei jedem Kapitel immer mehr zusammensetzten konnte.

Gefiel mir nicht

Einzig gestört habe ich mich daran, dass ich mir den Schluss irgendwie bereits 7 Kapitel vor Ende zusammenreimen konnte und so irgendwie bereits im Gefühl hatte, wie das ganze Ausgehen würde.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil ist flüssig und spannend aufgebaut. Das Cover gefällt mir richtig gut und konnte auf jeden Fall meine Aufmerksamkeit wecken.

Fazit

Ein solider Thriller mit spannenden Kapiteln und gut ausgearbeiteten Charakteren, auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir!

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥(4/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)

Hier geht es zur Leseprobe.
Hier könnt ihr das Buch kaufen.

Good As Gone von Amy Gentrey

Von: bookworld_online Datum : 16.06.2017

https://bookpageweb.wordpress.com

Klappentext:
Mit dreizehn wurde sie entführ. Acht Jahre später taucht sie unversehrt wieder auf. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen, bis ihre Mutter von einem furchtbaren Verdacht gequält wird…


Inhalt:
Dem Ehepaar Anna Davolos und Tom Whitaker ist das wohl schlimmste passiert was einem Ehepaar nur passieren kann. Ihr Familienglück war von einem auf den nächsten Tag zerstört; Ihre dreizehnjährige Tochter Julie wurde in der Nacht von eine völlig fremden aus dem Haus entführt. Geklaut aus dem Kinderzimmer! Die einzige Zeugin ist Julies kleine Schwester Jane.

Acht Jahre lang ist Anna von Albträumen geplagt und das Ehepaar sucht nach seiner verschwundenen Tochter. Alle ihre Suchaktionen haben zum selben, ernüchternden Ergebnis geführt: keine Julie. Die Polizei hat den Fall schon seit langem zu den Akten gelegt, doch plötzlich steht scheinbar die 21 jähriger Version von Julie vor der Haustür. Die Familie ist wieder vereint und alle sind glücklich.
Doch schon bald kommt zu tage, dass die Geschichte der wiedergefundenen Tochter nicht stimmen kann. Anna hat einen furchtbaren Verdacht und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Meine Meinung:
Die Geschichte beeindruckt mit ihrer Spannung und durch die perfekte Identifikationsmöglichkeit mit den Personen. Parallelen mit dem Fall Natascha Kamputsch (alle die nicht wissen wer das ist, können hier mal klicken) sind nicht von der Hand zu weisen. Es scheint stellenweise fast so als hätte der Fall der Autorin als Inspiration gedient. Die Gefühlswelt der Personen ist durch die einfühlsame und auf den Punkt gebrachte Sprache gut nachzuempfinden. Dennoch ist die Stimmung nicht allzu bedrückend, sondern man erfährt deutlich die Wechsel von „zum Tode betrübt“ bis zu „himmelhoch jauchzend“ und alles dazwischen.

Parallel zur „Hauptgeschichte“ wird die Lebensgeschichte der vermeintlichen Julie rückwärts, also von ihrem 21 jährigen ich bis in ihre Kindheit erzählt. Dabei werden ihre Lebensstationen, die sie unter falscher Identität durchlebt hat, aufgezeigt.
Diese Einschübe über die Lebensgeschichte der neuen Julie stören die Handlung zwar nicht, sind aber, vor allem am Anfang des Buches eher verwirrend. Zu Beginn ist es nicht klar wer diese Person wirklich ist. Allerdings tragen diese Lebensabschnitte der „neuen“ Tochter doch zur Aussage des Buches bei. Good As Gone beschäftigt sich mit der Fragestellung, was Persönlichkeit und menschliche Identität überhaupt ausmacht. Die neue Julie hat so oft ihre Identität gewechselt. Vom Pflegekind über das Zimmermädchen bis zur Stripperin. Und das alles als „andere Person“.
Wie gut kennen wir die Menschen wirklich die wir lieben? Das ist eine Interessante Frage die das Buch unter anderem behandelt.
Good As Gone ist ein spannender, philosophischer Roman, der dennoch die Philosophie so unterbringt, dass es wirklich Spaß macht ihn zu lesen. Zugegeben, die Grundidee ist nicht neu, aber sehr gut ausgeführt und spannend erzählt. Das macht einen Thriller aus. Eine klare Leseempfehlung! Ich persönlich hoffe auf weitere Bücher von Amy Gentrey.

5 von 5 Sternen

[Rezension] Good as Gone von Amy Gentry

Von: Klaudia bloggt Datum : 13.06.2017

www.klaudiabloggt.wordpress.com

Sie reizen mich. Diese besonderen Geschichten. Diese Geschichten mit dem kleinen gewissen Etwas. Und das hat mir Amy Gentry in "Good as Gone" geboten. Ich tauchte ein in eine Welt voller Fragen und Antworten, ob sie zusammen passten, oder nicht war erst einmal egal. Die Hauptsache war: Ich wurde immer wieder überrascht.

In einer verhängnisvollen Nacht wird Jane Zeugin von der Entführung ihrer großen Schwester Julie. Verängstigt ruft sie nicht nach Hilfe. Sie versteckt sich während ein fremder Mann, mit einem Messer bewaffnet ihre Schwester aus dem Haus führt. Die Eltern von Jane und Julie versuchen alles in ihrer Macht stehende um ihre älteste Tochter zu finden. Sie verteilen Plakate, sammeln spenden und doch bleibt ihre Suche erfolglos. Acht ganze Jahre später steht dann plötzlich eine junge Frau vor ihrer Tür und behauptet die verlorene Tochter Julie zu sein. Überglücklich wird sie in die Arme geschlossen, wieder aufgenommen und doch tauchen immer wieder Details auf, die nicht so ganz ins Bild passen. Dazu mischt sich nun auch noch ein unbekannter Detektiv ein, der die Mutter, Anna mit widersprüchlichen Informationen konfrontiert. Es ist nur natürlich, dass diese Anna nicht kalt lassen. Aber eine Mutter wird ihr eigenes Kind doch wieder erkennen. Oder etwa nicht?

Natürlich schwirren beim Lesen eines solchen Buches immer auch eigene Ideen für die Auflösung im Kopf herum. Allerdings gebe ich offen zu: Ich lag nicht ansatzweise richtig. Gentry hat mich in ihren Bann gezogen, mich in eine Welt voll Abgründe eingeführt, gezeigt, dass die Psyche eines Menschen aus so vielen Schichten besteht, dass es nicht immer leicht ist jemanden zu durchschauen.

Ich kann euch das Buch wirklich empfehlen. Meine einzige Kritik gilt eigentlich nur der Tatsache, dass Julies Schwester Jane meiner Ansicht nach etwas zu sehr außen vor gelassen wurde. Schließlich musste sie etwas mit ansehen was sie doch sicherlich nicht nur damals erschüttert, sondern auch für ihre Zukunft geprägt hat. Da konzentrierte sich die Geschichte doch zu sehr auf Anna und Julie. Aber alles in allem ist es ein bewegendes Buch, es berührt, die Geschichte lässt mitfühlen, auch erschrecken und rüttelt auf. Wer auf Spannung und Überraschungen steht, der ist hier an der richtigen Adresse. Für deinen Debütroman auf jeden Fall beide Daumen nach oben, liebe Amy.

4 von 5 Sternen

Ein außergewöhnlicher Thriller

Von: Coralinart Datum : 08.06.2017

www.coralinart.net/

Meinung:

Amy Gentrys Debütroman beginnt mit der Nacht in der die dreizehnjährige Julie spurlos verschwindet. Nur ihre jüngere Schwester Jane wird zufällig Augenzeugin der Entführung, ist jedoch so verängstigt, dass es ihr nicht gelingt, um Hilfe zu rufen. Alles, was Jane in dieser Nacht tun kann, ist tatenlos zuzusehen, wie ein Unbekannter Julie mit einem Messer bedroht und aus dem Haus führt.

Die Eltern unternehmen alles nur Mögliche, um ihre Tochter zu finden. Verteilen Plakate und sammeln Spenden, jedoch ohne Erfolg. Acht Jahre später wird Julie noch immer vermisst. Auch wenn es sich niemand eingestehen möchte, hat Julies Familie längst die Hoffnung aufgegeben, sie jemals lebend wiederzusehen. Eines Abends taucht eine junge Frau auf, die behauptet Julie zu sein. Zunächst sind alle überglücklich, doch mit der Zeit ergeben sich immer mehr ungereimtheiten. Julies Mutter Anna wird stutzig, als ein Detektiv sie mit widersprüchlichen Informationen konfrontiert.

Es ist spannend zu lesen, in welchem Zwiespalt Anna sich fortan befindet. Wer ist die Fremde, die sich als Julie ausgibt? Ist es wirklich möglich, dass eine Mutter ihr eigenes Kind nicht erkennt? In Rückblenden erzählt die Autorin die Geschichte der Unbekannten. Zunächst erscheint diese Geschichte mehr als seltsam, verwirrend und ergibt keinen Sinn. Gegen Ende fügen sich die Puzzlestücke endlich zusammen und ergeben ein und klares Bild. Bereits ab der Hälfte des Buches hatte ich eine ungefähre Ahnung, was tatsächlich passiert ist. Trotzdem war die Auflösung unerwartet und schockierend gleichermaßen.

„Good as Gone“ von Amy Gentry gibt Einblicke in die Abgründe eines Menschen. Es zeigt, wie schwierig es ist, jede Facette einer Person zu kennen, egal wie nahe man dieser auch stehen mag. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass manche Charaktere näher beleuchtet werden, denn Julies Vater und ihre Schwester Jane blieben sehr blass. Dabei hätte ich sehr gerne mehr über Jane erfahren und darüber, wie sie ihre Kindheit nach Julies Entführung erlebte. Hier hätte man mehr aus der Geschichte herausholen können.

Fazit:

„Good as Gone“ ist packend und bringt alles mit, was einen guten Thriller ausmacht; eine interessante Handlung, sowie unerwartete Wendungen. Trotzdem hatte ich Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden und hätte mir stellenweise gewünscht, dass die Autorin mehr auf das Familienleben der Charaktere bzw. deren Beziehungen untereinander eingeht.

Kennen wir die, die wir lieben?

Von: FiktiveWelten Datum : 06.06.2017

https://fiktivewelten.wordpress.com

Vor nunmehr acht Jahren wird die damals dreizehnjährige Julie aus ihrem Kinderzimmer entführt. Die zehnjährige Jane sieht den Fremden und das Messer, mit dem er ihre Schwester bedroht. Sie versteckt sich im Wandschrank und gibt erst geschätzte drei Stunden später durch panische Schreie Alarm. Zu spät für die Eltern Anna Davalos und Tom Whitaker, um einzugreifen. Die polizeiliche Ermittlung kann nichts beschicken. Julie bleibt vermisst und das Leben geht weiter. Jane studiert inzwischen an der University of Washington in Seattle und kommt nur selten heim. Bei einem ersten gemeinsamen Familienessen seit Ewigkeiten, steht auch sie wieder vor der Tür: Julie, einundzwanzig Jahre, zur Frau gereift! Die Freude über ihre Rückkehr ist riesig, währt allerdings nicht lang …

Der Klappentext von GOOD AS GONE erinnert zunächst einmal an FALSCHE SCHWESTERN von CAT CLARKE, welches mir ausnehmend gut gefallen hat. Umso gespannter war ich nun auf die Umsetzung des Themas durch AMY GENTRY. Entsprechend des Untertitels, EIN MÄDCHEN VERSCHWINDET. EINE FREMDE KEHRT ZURÜCK., taucht auch in ihrer Erzählung ein zuvor entführtes Mädchen nach Jahren wieder auf und auch hier begleiten Unstimmigkeiten das weitere Geschehen.

Die Autorin startet ihr Romandebüt recht stark. Der Prolog spiegelt die Nacht des Verbrechens wider und sorgt für Spannung. Die folgenden sechzehn Kapitel aus der Perspektive der Mutter in erster Person Singular wechseln sich mit Einschüben, mit unterschiedlichen Namen versehen, in dritter Person Singular ab. Der Blickwinkel von Anna Davalos ist von Erinnerungen geprägt. Gedanken an das Leben ohne Julie, an Alkohol, Verdrängung und Einsamkeit belegen, wie diese Zeit aus ihrer Sicht war. Gleichzeitig schreitet die Geschichte in der Gegenwart voran und schwenkt von Freude über Zweifel zu Fakten, die sich nicht leugnen lassen. Parallel hierzu läuft die Zeit in besagten Einschüben rückwärts. Erlebnisse und Erfahrungen der jungen Frau zeichnen einen rauen Lebensweg, bestimmt von dem täglichen Kampf ums Überleben. Zwei Handlungsstränge, die den Leser auf weiten Strecken ebenfalls zweifeln lassen, schlussendlich aber ein gemeinsames Bild ergeben und zur Auflösung der alles bestimmenden Frage führen: Ist es wirklich Julie?

Der Lösungsweg mit den verschiedenen Perspektiven hat mir sehr gut gefallen. Die Spannung ist über die Seiten vielmehr einer Familientragödie gewichen, was mich allerdings nicht gestört hat. Lediglich die Emotionalität hätte etwas lebendiger und damit authentischer erfasst werden können. Die Charaktere wirken doch etwas zu distanziert, unaufgeregt, teils nahezu unbeteiligt. Die Entwicklung rund um den Bösewicht ist etwas kurz gekommen und hat zudem recht skurril geendet. Damit bin ich nicht ganz so glücklich. Dennoch hat mich Julie als fragwürdige Figur schlussendlich mit ihrer wahren Identität überrascht.

GOOD AS GONE – EIN MÄDCHEN VERSCHWINDET. EINE FREMDE KEHRT ZURÜCK. erscheint als hochwertiges Paperback bei C. Bertelsmann. Das Covermotiv ist recht minimalistisch, setzt dafür umso wirkungsvoller auf Kontraste. Die Silhouette eines Mädchens im Schein des Lichts passt sogar zur Geschichte. Papier, Satz und Druck sind einwandfrei.

Fazit:

AMY GENTRY erzählt eine vertrackte Familientragödie, die zeitweise spannend ist und auf jeden Fall unterhält. An Emotionen und Auflösung ließe sich arbeiten, nichtsdestotrotz ist GOOD AS GONE als Romandebüt durchaus gelungen. Bleibt die Frage: Kennen wir die, die wir lieben?

Eher ein schwaches Buch

Von: Buecherholic Datum : 05.06.2017

buecherholic-bookstagram.blogspot.de/

Name: Good as gone
Autor: Amy Gentry
Seitenzahl:320 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann
Preis: 12,99 €
ISBN: 978-3-570-10323-4




Inhalt

''Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …''



Meine Meinung
Zu aller Erst möchte ich mich beim Bloggerportal bedanken, dafür, dass ich dieses Buch rezensieren darf. ♥

Cover/Gestaltung
Ich kann nicht wirklich viel zum Cover sagen, denn es ist ziemlich schlicht. Es ist größtenteils schwarz und die Schrift ist orange. Das einzige, was zum Inhalt passt, ist dieser Spalt wo ein Mädchen zu sehen ist. Ich kann mir vorstellen, dass das Julie darstellen soll. Ansonsten find ich das Cover nicht besonders toll. Ich würde sagen, dass es okay ist. Man hätte mehr rausholen können.

Inhalt
Ja, sowohl als beim Cover als auch beim Inhalt hätte man mehr rausholen können. Ich fand, dass es mega gut angefangen hat. Das Mädchen wurde vermisst und auf einmal ist sie nach 8 Jahren wieder aufgetaucht, obwohl man die Hoffnung schon verloren hatte. Ich habe mich riesig darauf gefreut dieses Buch zu lesen, da ich es interessant fand und gerne wissen wollte, was mit ihr in der Zwischenzeit passiert ist. Meiner Meinung nach hat es sich nach den ersten paar Seiten schon ziemlich gezogen. Erst am Ende wurde es wieder spannend. Das hat mich echt enttäuscht. Denn an sich, ist es eine gute Idee nur die Umsetzung war leider etwas schwach. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich nach ca. 30 Seiten schon durch das Buch zwingen musste. Zudem war man am Anfang verwirrt, da man nicht genau wusste, welche Sichtweise dran ist. Dadurch, dass man erst so ziemlich am Ende erfahren hat, dass die Hauptfigur, Julie, mehrere Namen angenommen hatte, war man nur noch verwirrter. Außerdem spielte die Sicht der Mutter immer in der Gegenwart. Aber Julies Sicht ging mit jedem Kapitel von der Gegenwart zurück in die Vergangenheit, sodass man erst am Ende alles verstehen konnte. Ein ziemliches durcheinander. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass angegeben ist, dass dieses Buch ein Thriller sein soll, aber um ehrlich zu sein, für mich war es kein bisschen so. Denn wie erwähnt, hatte das Buch schon ziemlich am Anfang die Spannung und den Reiz verloren. Was ich gut fand, dass es nicht nur um das Thema des Verschwinden der Tochter ging, sondern auch viele alltägliche Probleme mit einbezogen wurden.


Charaktere
Die Charaktere, die in diesem Buch aufgetaucht sind, waren alle ziemlich ok. Manche Handlungen konnte ich verstehen, andere aber auch nicht. Julie fand ich ganz ok. Irgendwie war sie manchmal nervig und ich konnte auch nicht so wirklich nachvollziehen, weshalb sie erst nach 8 Jahren zurückgekehrt ist. Es wird zwar im Buch erklärt, aber ich kann das nicht ganz verstehen. Außerdem finde ich, dass sich die Schwester von ihr ziemlich aufgeführt hat. Die Mutter von Julie hat in machen Situationen auch etwas übertrieben. Vor allem zu der Zeit, als die Tochter verschwunden war. Sie hat versucht alles mit dem Alkohol zu vergessen, was natürlich nicht geklappt hat und ihr Mann musste dadurch alleine alles erledigen. ich meine, er hat auch eine Tochter verloren. Dadurch hat er einen riesigen Fehler begannen, den er bereut. Das schlimmste was die Mutter getan hat, war die Schuld auf Jane zu schieben, ihrer jüngsten Tochter. Denn sie hat ja mitbekommen, wie die Schwerster entführt wurde und in einer Situation, wird einem klar, dass sie sauer auf Jane ist, weil sie nicht geschrien hat und somit die Eltern zu wecken, damit sie es verhindern könnten. Aber jetzt mal ehrlich. Ein kleines Mädchen sieht zu, wie ihre Schwerster entführt wird und sitzt ganz ängstlich im Wandschrank, da will man doch nicht auch noch die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, oder? Der einzige Charakter, der mir ziemlich gut gefallen hat, war der Vater. Ich konnte so ziemlich alle seine Handlungen verstehen.


Schreibstil
Zum Schreibstil kann ich nicht nur sagen, dass es oft Sätze gab, die ich 2 oder 3 Mal lesen musste, das wiederum hat den ganzen Lesefluss negativ beeinflusst.


Fazit:
Alles in einem, fand ich das Buch eher schwach. Es gab kaum einen sichtlichen roten Faden. Ich musste mich regelrecht durch zwingen und war 3 Mal am überlegen ob ich es abbrechen soll, denn es war einfach langweilig und verwirren. Ich weiß ich nicht, ich möchte mich beim Lesen eher entspannen, als mir den Kopf zebrechen um die Handlung zu verstehen.


����
2/5 Sternen
















Rezension - "Good as Gone" - Gentry

Von: Martina - Schmökerwelten Datum : 22.05.2017

https://www.facebook.com/Schmoekerwelten

Rezension

"Good as gone" von Amy Gentry

Inhaltsangabe:
Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt…

Rezension und Fazit:
"Good as gone" ist der Debütroman von Amy Gentry.
Spannung definitiv am Anfang und am Ende, aber dazwischen....? An und für sich ist die Handlung total interessant. Ein 13 - jähriges Mädchen wird aus dem Elternhaus entführt. Man sieht, wie die Familie unter dem Schicksalsschlag zusammenbricht. Man erfährt die Qualen, die jedes Familienmitglied durchlebt, wie jeder von ihnen auf seine Weise damit umgeht. Man weiss nicht, ob das Mädchen ermordet wurde oder vielleicht noch lebt. Allerdings war mir das Ganze einfach ZU durcheinander und verwirrend. Das Alles ergab zwar am Ende einen Sinn, hatte meinen Lesefluss aber bereits ganz erheblich gestört. Es ist ja schön, wenn man rätselt, und ich weiß, das macht einen guten Thriller aus, aber das war mir definitiv zu viel des Guten!! Ich habe mit vielen Unterbrechungen für meine Verhältnisse recht lange für dieses Buch gebraucht. Ein paar Dinge erschienen mir auch nach Beendigung des Buches etwas unlogisch. Amy Gentrys Schreibstil an sich hat mir gut gefallen. Die Charaktere sind allesamt sehr ausdrucksstark, wenn auch nicht besonders sympathisch.
Ich glaube, dieses Buch ist definitiv Geschmackssache. Viele werden es lieben, aber genauso viele werden nicht so glücklich damit sein. Wie gesagt: Story toll! Aber die Umsetzung...?

Ein mittelmäßiges Familiendrama, das mir nicht im Gedächtnis bleiben wird

Von: Kristina aus dem Tintenmeer Datum : 21.05.2017

www.tintenmeer.de

„Good as Gone“ fiel mir auf, weil es mit „Girl on the train“ verglichen wurde, was ich ja sehr mochte. Der Klappentext klang toll und die begeisterten Pressekritiken auf der Buchinfo-Seite taten ihr Übriges. Tja, was soll ich sagen, ich hätte nicht auf sie reinfallen sollen …

Dabei war der Anfang, der Prolog noch richtig gut, hat eine schaurige nackenhaaraufstellende Atmosphäre versprüht und mich direkt ins Kinderzimmer bei Nacht katapultiert. *schauder* Die Szene hat mich beeindruckt und auch ein wenig rätseln lassen, was dahintersteckte, ein wirklich gelungener Start!

Auch die nächsten Kapitel waren noch spannend, als die vermisste Tochter nach Hause zurückkehrt und man mitfiebert, was für Abgründe sich wohl auftun. Was hat Julie vor? Warum ist sie nach so langer Zeit auf einmal wieder da? Und ist es überhaupt Julie? Es war sooooooooooooo viel Potenzial vorhanden, man hätte so viele doppelte Böden, überraschende Wendungen, schockierende Szenen einbauen können und es ärgert mich so, dass dieses Potenzial einfach nicht genutzt wurde … *arghhh*

Aber woran lag´s? Zunächst mal ist da die Mutter, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Der Schreibstil war ausgereift und zu Anfang konnte ich mich noch ganz gut in ihre schwierige emotionale Situation einfühlen. Doch dann habe ich gemerkt, dass sie mir zu kalt war, unnahbar, und abgestumpft. Was leider auch ihre Töchter zu spüren bekommen und daher war die Dynamik zwischen den Figuren nicht wirklich vorhanden. Die beiden Mädchen behalten ihre Gedanken lieber für sich und allgemein reden die Charaktere zu wenig miteinander oder aneinander vorbei und der Umgang ist total verkrampft. Das war anstrengend zu lesen.

Eine Ausnahme war der Vater, ihn fand ich nahbar und sympathisch. Aber er nimmt leider eine recht kleine Rolle in der Geschichte ein. Dann wechselt die Erzählerrolle zu Julie – oder Nicht-Julie (man weiß es nicht so genau). Das ist zu Anfang etwas konfus, was aber wohl Absicht ist. Den Kniff mit den verschiedenen Sichtweisen, die eingeschoben wurden, fand ich gut. So viele verschiedene Namen, die man zu Anfang nicht zuordnen kann, aber sie ergeben einen Sinn, wenn man aufmerksam liest. Das war ein netter Aha-Effekt. Leider aber auch so ziemlich der einzige in der ganzen Story. Sobald der aufmerksame Leser gecheckt hat, wie der Hase läuft, wird es leider langweilig. Ziemlich langweilig.

Die Story entwickelt sich kaum weiter, bietet keine richtigen Schockmomente. Das Spannungslevel ist gleichbleibend niedrig – würde ich es zeichnen, käme da ein gerader Strich heraus, ohne Ausreißer nach oben. Gut gefallen haben mir nur ein paar vereinzelte Rückblicke in Julies (?) Vergangenheit, die wirklich harter Tobak sind. Da muss man schon schlucken. Allerdings sind auch diese Teile distanziert und emotionslos erzählt und konnten mich deshalb nicht berühren.

Die ganze Story war recht unausgereift und im Nachhinein betrachtet, sehr vorhersehbar und langweilig. Da hätte nochmal ordentlich überarbeitet werden und an der Geschichte gefeilt werden müssen. Überraschende Wendungen habe ich leider gänzlich vermisst. Der geübte Thrillerleser versteht schnell, was hier gespielt wird und wartet vergeblich auf Überraschungen …

Das eigentliche Finale, die Konfrontation mit dem Täter kommt dann zu plötzlich, auf einmal ist die Szene da und komplett unspektakulär. Wirklich, das hätte soooooo spannend werden können und dann kommt da … GAR NICHTS! … Der Täter selbst ist im Finale einfach nur lahm und nicht präsent. Er zeigt keinerlei diabolische Züge, kein gar nichts, er ist Luft und steht nur passiv in der Gegend rum. Das Ende ist offen, es wird nichts in den Beziehungen der Personen geklärt und wirkt unrund. Da hätte ich mir in der Familie noch einen Umschwung erhofft, aber Pustekuchen …

Fazit: Wieder mal eine Geschichte, die Potenzial hatte, das leider verschenkt wurde. Die Autorin hat das Handwerkszeug definitiv drauf und kann schreiben, aber die Erzählstimmen waren mir zu emotionsarm und nüchtern. So blieb ich immer auf Distanz zu den Charakteren und war nur unbeteiligter Beobachter.

Spannend waren nur der Prolog und die ersten Kapitel aus Sicht der potenziellen Julie. Sobald der geübte Leser aber verstanden hat, wie der Hase läuft, bleibt gähnende Langeweile zurück. Wäre die Story in eine andere, thrillermäßigere Richtung gegangen, hätte sie mich mehr begeistern können. So bleibt unterm Strich lediglich ein mittelmäßiges Familiendrama, das mir nicht im Gedächtnis bleiben wird.

Solides Buch

Von: frolleinbuecherwurm Datum : 12.05.2017

frolleinbuecherwurm.blogspot.de/

Zum Inhalt:

Tom und Anna sind Eltern von zwei Mädchen, Julie und ihre kleine Schwester Jane. Eines Nachts wird die 13-jährige Julie aus ihrem Zimmer heraus entführt. Die einzige Zeugin ist ihre kleine Schwester. Jane beobachtet, dass Julie von einem Mann mit einem Messer aus dem Haus geführt wird.. mehr kann sie allerdings nicht sagen.
Jahrelang wurde nach der vermissten Julie gesucht doch alle Suchaktionen liefen ins Leere. Die Polizei hat den Fall bereits zu den Akten gelegt aber Julie's Eltern wollen ihre Tochter einfach nicht aufgeben.
Eines Tages scheint sich der sehnlichste Wunsch der kleinen Familie zu erfüllen. Eine junge Frau steht vor der Tür und behauptet die verschwundene Julie zu sein. Die anfängliche Freude schwenkt schnell um, denn Julie's Geschichte wirkt wenig glaubwürdig. Ist sie wirklich die verloren geglaubte Tochter?

Meine Meinung:

Das Buch "Good as Gone" fing wirklich dramatisch und rasant an. Der Leser bekam die Entführung aus Jane's Sicht erzählt. Dass die verschwundene Julia dann eines Tages einfach so wieder vor der Tür stehen soll habe ich natürlich nicht geglaubt. Ob Sie es wirklich ist oder nicht erfährt man erst relativ am Ende des Buches. Im Mittelteil merkt man, dass man in die Irre geführt werden soll. Die häufigen Blicke in die Vergangenheit und immer dieselbe Person mit anderen Namen waren irgendwann wirklich too much. Trotz allem habe ich mit dem Ende in dieser Form nicht gerechnet und war wirklich überrascht. Ein solides Buch. 3 von 5 Sternen.

Spannend erzählt mit kleinen Schwächen

Von: World of books and dreams Datum : 11.05.2017

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

In einer Nacht vor acht Jahren wird die damals dreizehnjährige Julie aus dem Haus ihrer Eltern entführt. Die einzige Zeugin ist die damals zehnjährige Schwester Jane, die sich in ihrer Panik in ihrem Wandschrank versteckt hat. Niemand hat mehr daran geglaubt, dass Julie zurückkehren könnte, doch eines Tages klingelt es an der Haustür. Davor steht eine junge Frau, die Julie zu sein scheint. Sie kehrt heim und das, was sie erlebt hat, scheint nur grausam zu sein. Doch Julies Mutter überkommen Zweifel und diese werden immer weiter geschürt. Ist das wirklich Julie? Stimmt die Geschichte, die sie ihnen und der Polizei erzählt?
Meine Meinung:
Der Einstieg in diese Geschichte fiel mir recht leicht, denn es beginnt mit der Entführung des Mädchens, welche mich mit einer Gänsehaut zurückließ. Allein der Gedanken daran, dass man das Kind aus dem Haus entführt hat, während die Eltern schliefen, ist erschreckend. Amy Gentry erzählt ihre Geschichte recht spannend und man befindet sich ziemlich schnell mitten im Geschehen. Der Schreibstil ist schnörkellos, verständlich und flüssig.

Die Geschichte ist ebenfalls sehr spannend erzählt und auch mit einer Besonderheit, denn die Autorin wechselt hier nicht nur die Perspektive. Abwechselnd lässt sie das Geschehen durch die Mutter und durch Julie erzählen. Während wir der Mutter in der Gegenwart bei ihren Handlungen zusehen, wird Julies Geschichte in Rückblicken wiedergegeben. Allerdings in umgekehrter Reihenfolge, denn zunächst gibt es die Ereignisse aus der direkten Vergangenheit und diese führt in den wechselnden Kapiteln immer weiter zurück. Dabei sorgt genau diese Erzählform für viele Wendungen und Unvorhersehbares, verlangt aber durchaus von dem Leser aufmerksam zu bleiben. Geschickt werden dadurch auch beim Leser die Zweifel an Julies Geschichte gestreut und ich ertappte mich immer wieder dabei, wie ich mehr Verständnis für die Mutter aufbringen konnte, als für das Mädchen.

Die unterschiedlichen Perspektiven werden auch in unterschiedlichen Erzählformen wiedergegeben. So verfolgen wir die Gegenwart in der Ich-Form durch die Mutter und die Vergangenheit durch einen Erzähler in der dritten Person. Das alles hat mir sehr gut gefallen und war auch sehr spannend zu lesen. Es bringt auf jeden Fall eine Abwechslung und Abhebung zu ähnlichen Romanen. Viele schrieben, dass es kein Thriller ist und es steht ja auch nirgendwo, dass es ein Thriller sein soll, ich würde es auch eher als Spannungsroman auslegen.

Die Charaktere der Geschichte blieben für mich ein wenig zu farblos. Gerade als Mutter hätte ich mich eigentlich viel mehr in Julies Mutter versetzen müssen/können. Doch irgendwie hatte ich zwar durchaus Verständnis für das Verhalten der Frau, aber ich konnte nicht nachspüren, wie es ihr ergangen ist und wie sie sich nach dem Wiederauftauchen der Tochter fühlt. Das alles hätte einfach mehr Gefühl wiedergeben müssen, um wirklich bis ins Letzte auf mich glaubhaft zu wirken. Auch Julie ist nicht immer glaubwürdig, gerade nach ihrem Auftauchen habe ich mich immer wieder gewundert über ihr Verhalten. Zwar schürt dieses Verhalten das Misstrauen der Mutter und auch mein eigenes, brachten mir aber Julie als Charakter nur bedingt näher. Die weiteen Charaktere der Geschichte blieben hier eher Nebensache, so ist Julies Vater ein recht gutmütiger Mann, die Schwester die etwas verstörte junge Frau, die auf ihre Art versucht zu provozieren, doch ein richtiger Sympathieträger ist hier niemand.
Mein Fazit:
Eine von Grund auf sehr spannende Geschichte mit einer ungewöhnlichen Erzählform, die mich ein wenig zwiegespalten zurückläßt. Das Buch habe ich durchaus schnell verschlungen, da der Schreibstil sehr klar und fließend ist und viele Wendungen die Spannung hoch halten. Mein größeres Manko sind die Charaktere, für die ich leider nur wenig Sympathie aufbringen konnte und deren Verhalten nicht immer ganz schlüssig auf mich wirkte. Für ein Debüt aber sehr interessant und lässt mich durchaus mit Erwartungen an weitere Bücher der Autorin zurück. Wer hier keinen Psychothriller sondern einen Roman erwartet, bekommt durchaus spannende Lesestunden.

Manipulation, Zweifel und eine Fremde,Manipulation, Zweifel und eine Fremde

Von: Bücherparadies Datum : 10.05.2017

buecherparadies.eu

Das Allerschlimmste ist wohl für Eltern wenn das eigene Kind verschwindet. Sei es abgehauen, entführt worden oder ermordet. Wie kommt man über so einen Verlust weg? Und wie vor allem geht man damit um, wenn das Kind doch wieder auftaucht nach über 8 Jahren? Die Autorin beschreibt dies in ihrem Roman "Good as Gone", greift Zweifel und Freude auf.

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was Eltern passieren kann. Julie, ihre 13-jährige Tochter wird aus dem Schlafzimmer entführt, aus dem eigenen Haus. Alle Suchaktionen verlaufen erfolglos und die Polizei legt den Fall ad acta. Doch 8 Jahre später taucht Julie unvermittelt vor ihrer Haustür auf, die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch irgendwas stimmt an deren Geschichte nicht, das merken alle. Vor allem Anna hegt so ihre Zweifel, sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit der jungen Frau, dabei bekommt sie Hilfe eines Detektivs.

Natürlich habe ich die vielen schlechten Rezensionen über das Buch gelesen und hatte so meine Zweifel, ob das Buch wirklich was für mich ist. Dennoch kann ich das so nicht unterschreiben, mich hat das Buch mitgerissen, ich war gefangen in der Geschichte um Julie. Anfangs zweifelt man mit Anna, ob die junge Frau wirklich Julie ist. Auch die vielen Stränge um die Identität Julies sind etwas verwirrend, klären aber einiges auf. Gegen Ende klärt sich die Geschichte immer mehr auf. Die Charaktere sind in diesem Buch gut gezeichnet, man hat sie vor Augen und der Film läuft ab. Es ist eigentlich das normale Leben einer städtischen Kleinfamilie, welches aus dem Wanken gebracht wird, als die Tochter verschwindet. Somit nimmt der Alptraum seinen Lauf.

Der Schreibstil und auch die vielen Wechsel der Sichten erleichtern einem das schnelle Vorankommen. Wenn man sich erst einmal der Geschichte hingibt, kommt man kaum davon los. Die Spannung wird gut gehalten, obwohl man schon einige Vorahnungen hat. Dennoch zweifelt man doch immer wieder selber, ob man richtig denkt. Meines Erachtens hat die Autorin hier geschickt Fäden gesponnen, welche zum Miträtseln anregen.

Die Geschichte um Julie öffnet einem die Augen, wie leicht ein Mensch doch durch Gehirnwäsche zu manipulieren ist und wie man Dinge glauben kann, wenn man sich nur oft genug hineinsteigert. Wenn einem etwas im Leben fehlt, wird es meist in etwas hineinkompensiert und man verliert sich darin. Gefährlicher als gedacht, es kann ganze Bäume umreissen.

Für mich war das Buch ein guter Griff, ich habe mich gut unterhalten gefühlt und finde es gut zu lesen, stimme also nicht überein mit den vielen negativen Bewertungen. Aber so ist nun mal der Geschmack, zum Glück verschieden. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin!

Super gelungenes Buch

Von: Michele.F Datum : 09.05.2017

https://www.instagram.com/buechereulen_/


Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück.
Ich habe mir den Klappentext durchgelesen und habe mir gedacht das Buch muss ich haben. Als das Buch dann ankam wollte ich mal "kurz" in das Buch reinlesen. Als dem Kurzen reinlesen wurden dann mal schnell zwei Stunden. Da mich das Buch sofort gefesselt und in seinen Band gezogen hat. Mir viel es sehr schwer das Buch wieder aus der Hand zulegen, da jedes Kapitel so endete das man unbedingt weiterlesen musste . "Good as Gone" wird als Roman betitelt , was ich ganz und gar nicht so finde, ehr finde ich das es ein Thriller ist, was mich persönlich aber nicht gestört hat. Da die Geschichte einfach nur klasse war.
Es geht um Julie die mit 13 Jahren entführt wurden ist ,doch ihre Schwester Jane ist die einzige Zeugin die Hautnah mitbekommen hat wie ihre Schwester aus ihrem Zimmer entführt wurden ist... und so vergehen Jahre bis auf einmal ein Mädchen vor der Tür steht und behauptet ihre Schwester zu sein...

Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt …

Good as Gone ist ein von Anfang an atemberaubend spannendes Buch darüber, wie wenig wir die kennen, die wir lieben. Amy Gentry spielt grandios mit verschiedenen Erzählperspektiven und führt die Leser auf zahlreiche falsche Fährten – bis zum fulminanten Finale.

Nicht wirklich ein Thriller

Von: Buchkatzen Datum : 08.05.2017

buchkatzen.weebly.com/

In ‚Good as gone‘ wird ein Thema behandelt, mit dem ich persönlich hoffentlich niemals in Kontakt komme: Kindesentführung. Allein die Vorstellung jagt mir einen Schauer über den Rücken. Diese jahrelange Ungewissheit, ob dein Kind noch lebt oder nicht, ob es leidet … das wünsche ich niemanden.
Umso spannender darüber zu lesen. Die Geschichte handelt von Julie, die vor acht Jahren entführt wurde, plötzlich wieder auftaucht. Das, wovon alle Eltern entführter Kinder träumen dürften, ist passiert. Zunächst kann es die Familie, die übrigens noch eine zweite Tochter Jane hat, gar nicht glauben. Dass einem das eigene Kind nach so einer langen Trennung etwas fremd vorkommt ist doch normal, oder? Doch Anna, die Mutter von Julia, erkennt ihre Tochter einfach nicht wieder. Als die nagenden Zweifel an der Identifikation ihrer Tochter immer stärker werden und auch ein Detektiv die gleichen Schlüsse zieht wie sie, beschließt sie mehr über die junge Frau herauszufinden. Dabei weiht sie weder ihren Mann, noch Jane ein. Man erfährt also hauptsächlich, wie Anna denkt, fühlt und handelt.

Zwischendurch wird diese Haupthandlung immer wieder von Vergangenheitsschnipseln unterbrochen, die mich am Anfang leider ziemlich verwirrt haben. Generell mag ich eine zeitlich oder personell aufgeteilte Erzählweise immer sehr gerne, doch es dauerte eine Weile, bis überhaupt klar wurde, in welchem Zusammenhang sie zur Haupthandlung stehen.
Je mehr man über Julie erfährt, desto stärker rückt auch eine kirchliche Komponente in den Vordergrund.
All diese Punkte könnten einen wirklich spannenden Thriller ergeben, doch leider plätschert das Geschehen eher so vor sich hin. In Büchern habe ich generell einen langen Atem, da ich häufig historische Romane mit über tausend Seiten lese, doch bei einem Thriller habe auch ich eigentlich andere Erwartungen. Schade, da die Idee eigentlich echt gut ist und viel Potenzial zum Aufbau von Spannung bietet.

Das Cover finde ich ansich übrigens sehr schön. Schlicht, aber dennoch spannend. Im Gegensatz zu dem Originalcover in gelb und pink, ist das deutsche mehr nach meinem Geschmack. Die Verarbeitung des Buches ist ebenfalls von guter Qualität.

Fazit: Kein schlechtes Buch, aber auch nicht das, was man sich unter Thriller vorstellt. Würden Klappentext und Cover eine andere, ruhigere Stimmung andeuten, wäre ich nicht so überrascht gewesen. Die Bewertung fällt mir sehr schwer, da das Buch einige gute Stellen hat und man die Gefühle von Anna wirklich greifen kann. Ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein – nur eben nicht in einem Thriller. Letztlich habe ich mich jetzt entschieden dennoch nur eine mittlere Bewertung zu geben, weil ich als Käufer, der einen spannenden Thriller sucht lieber ein anderes Buch lesen würde. Dann müsste man das Buch (Klappentext, Cover) anders vermarkten.


3 von 5 Pfoten