Leserstimmen zu
Die Reise

Marina Lostetter

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Taschenbuch
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Marina Lostetter nimmt uns mit auf die Reise. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wir begleiten den Konvoi sieben, der sich auf den Weg macht um einen Stern namens LQ Pyx zu erforschen. Nachdem diese Reise in Erdenjahren aber mehr als zwei Jahrtausende dauern wird, wird die Mannschaft sehr sorgfältig ausgesucht und regelmässig geklont. Allerdings entwickeln sich auch Klone anhand ihrer selbst erlebten Erfahrungen und sind daher nicht einer wie der andere. Die einzige Konstante im Konvoi für all diese Zeit ist K.I.C., eine künstliche Intelligenz, die dem Konvoi auf Wunsch des Entdeckers von LQ Pyx mitgegeben wird. 
Wir begleiten die Crew nun also über die gesamte Zeit ihrer Mission und noch ein wenig darüber hinaus.
Dabei gelingt es der Autorin anschaulich darzustellen, wie sich eine solche Gesellschaft über die Jahrhunderte weiterentwickelt. Von der ersten Euphorie des Aufbruchs, über die Zweifel am Ziel, die einige unterwegs überfällt bis zur Ankunft am eigentlichen Ziel, wo es dann in einer vorgegebenen Zeit viel zu erforschen gibt. Die Konflikte die auf der Rückreise entstehen, auch weil größere Unglücke den Zeitplan zurückwerfen. Und immer mittendrin K.I.C., der versucht die Menschlichkeit in der Crew aufrecht zu erhalten, auch als es so aussieht, als wäre genau diese nicht mehr zu retten.
 Ich war das ganze Buch über sehr fasziniert von dieser Idee einer Gesellschaft. Der Autorin gelingt es mit ihrem Schreibstil immer wieder schnell einen Draht zu den jeweiligen Hauptprotagonisten der jeweiligen Geschichte aufzubauen, was nicht so einfach ist, da doch immer wieder gleich mehrere Jahrhunderte zwischen den einzelnen Kapitel liegen. Trotzdem habe ich immer wieder schnell in das Geschehen eintauchen können. An manchen Stellen hat es mich vor der Entwicklung regelrecht gegruselt. Selbst die beste Gen-Auswahl verhindert nicht, das gelegentlich das Tier im Menschen überhand nimmt.
 Ich habe das Buch am Ende mit Bedauern zugeklappt. Ich hätte den Konvoi gerne noch weiter begleitet.
 Von daher gibt es von mir eine volle Leseempfehlung für alle, die auf gut geschriebene Science Fiction stehen.


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"Wir kommen!"

Von: Aneles

10.04.2019

2088 ist es soweit. Menschen brechen zu einem mysteriösen Objekt im Weltall auf. Nicht aus Not. Sondern weil sie neugierig sind und das technische Vermögen dazu haben. Sie werden eine Generationen andauernde Reise ohne Wiederkehr antreten. Dazu wird man die Crew nach und nach klonen müssen. Und nicht immer erreicht der Klon die charakterlichen Eigenschaften des Ausgangs-Menschen. Es handelt sich um eine Verknüpfung vieler kleiner Kapital, spannend geschrieben, mit Aha-Erlebnissen im Verlauf der Jahrzehnte. Logisch und nachvollziehbar geschrieben. 2088 darf kommen...

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Viel Luft nach oben

Von: Sarah

10.04.2019

In dem Science-fiction-Roman „Die Reise“ von Marina Lostetter macht sich die Menschheit auf, ein geheimnisvolles Objekt im All zu erkunden, das Wissenschaftler entdeckt haben. Die Reise dorthin ist mehrere Menschenleben lang, eine Schwierigkeit, die durch das zyklische Klonen der Besatzung gelöst wird. Doch unterscheiden sich die Generationen von Klonen, bringen ihre eigenen Besonderheiten und Vorstellungen mit, was zu unvorhergesehenen Problemen führt. Ein spannendes Konzept, an dessen Umsetzung die Autorin meiner Meinung nach schon aufgrund der Kürze des Buches (561 Seiten) scheitern muss. Mir fiel es sehr schwer, mich in das Erleben und die Charaktere der einzelnen Klongenerationen hineinzuversetzen, da diese zu schemenhaft und nur oberflächlich beschrieben werden. Kaum hatte ich mich in die eine Klongeneration hineingefühlt, schon kam ein Zeitsprung und die nächste Generation übernahm das Geschehen. Konflikte und scheinbar ausweglose Situationen werden nicht aufgelöst, sondern durch Zeitsprünge in die Zukunft beendet, ohne dass der Leser den Lösungsweg nachvollziehen kann. Auch die vielen aufkommenden soziologischen und psychologischen elementaren Fragen des menschlichen Daseins, z.B. wer bin ich? was ist der Sinn meines Lebens?, wie gestaltet man das Leben in einer Gruppe?, werden von Lostetter zwar angerissen, jedoch aufgrund des begrenzten Seitenumfangs nur oberflächlich ausgebreitet, zumal auch noch wissenschaftliche Thematiken im Bereich von Astrophysik und Technik behandelt werden. All diese Ansatzpunkte hätten hochinteressanten und vielschichtigen Stoff für ein mehrbändiges Epos gegeben. Schade, dass Lostetter versucht, dies alles in einem Buch zu verarbeiten. Ich habe mir mehr versprochen, hoffe aber nun auf die Fortsetzung, denn Potential ist vorhanden! Wirklich ärgerlich sind für mich die vielen Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler, hier sollte bei einer Neuauflage noch einmal Zeit seitens des Verlags investiert werden.

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Das Buch ist gut beschrieben, stellt die beschriebene Reise vor, von der Planung bis zur Durchführung und Rückkehr. Das Buch liest sich sehr gut, wenn man begonnen hat, will man nicht mehr aufhören. Es kann aber auch zum Nachdenken anregen. Will ich eine solche Zukunft für meine Nachkommen erreichen? Kann ich heute schon etwas tun um gegenzusteuern? Es ist zu begrüßen, wenn das buch viele Leser findet.

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Über das Buch: Im 22. Jahrhundert entdeckt Mr. Reginald „Reggie“ Straifer eine auffällige Konstruktion bei einem weit entfernten Stern. Doch es lässt sich nicht bestimmen was er da genau entdeckt hat. So startet die Jahrhunderte andauernde Reise der Figuren dieses Buches zum Stern LQ Pyxidis. Um ein solches Unterfangen überhaupt möglich zu machen werden alle paar Jahrzehnte Klone der Besatzung erschaffen. Jeder neue Klon bringt aber natürlich auch seine eigenen Eigenschaften mit sich. Zwischen der ihnen ohne ihren Zuspruch aufgezwungenen Rolle und den Veränderungen die in der Gemeinschaft an Bord des Konvois eintreten müssen die verschiedenen Hauptpersonen der Handlung sich in ihrem eigenen Leben zurecht finden. Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert, die als eigene Kurzgeschichten jeweils mit einer anderen Hauptfigur die Geschichte des Konvois erzählen. Die Figuren aus vorherigen Geschichten werden in anderen Geschichten als Randfiguren aufgegriffen, als Kinder einer Person erwähnt etc. Zwischen den Geschichten liegen oft Zeitsprünge in die Zukunft, auf diese Weise werden mehrere Jahrhunderte der Forschungsreise erzählt. Meine Meinung: Die Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen. Endlich sind die Menschen in einem Sciences Fiktion Roman keine kriegerische, schlecht entwickelte oder durch die eigenen Fehler beinahe zerstörte Rasse, sondern eine Einheit wie wir es uns nur wünschen können. Forschung wird um des Wissens Willen und nicht ALLEIN aus Profitgier betrieben. Außerdem gefällt mir die weise mit der die Autorin Gesellschaftskritische Ansätze in die Handlung einfließen lässt, ohne jedoch zu belehrend zu werden. Die Entwicklung die die Klone der ursprünglichen Personen durchlaufen und die verschiedenen Richtungen in die sich die Gesellschaft an Bord der Raumschiff Kolone entwickelt sind gut durchdacht. Natürlich haben mir manche der Geschichten besser gefallen als andere aber jede war für sich gesehen interessant. Das Ende der Geschichte hat mich auf jeden Fall sehr überrascht. Das Buch war auf jeden Fall anders als ich es zuerst erwartet hatte, aber in der besten Weise. Aber das mit Abstand beste am Buch ist die KI genannt C. C erscheint an in manchen Situationen menschlicher als einige der Personen und ist eine wunderbar geschriebene Konstante durch die gesamte Handlung hinweg. Das Buch enthält zwar viele technische Details, ist durch seinen Fokus auf das Zwischenmenschliche aber nicht nur für Harde Core Fans geeignet. Aber auch alle Fans des Genres, die erschöpft sind von dem Einheitsbrei ist dieses Buch eine tolle Empfehlung.

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Ein fesselndes Buch mit einer sehr interessanten Grundidee. Menschen werden auf eine Jahrhunderte dauernde Reise geschickt, um einen seltsam erscheinenden Stern zu erforschen. Durch die lange Dauer der Expedition sind viele Menschen-Generationen nötig um das Ziel zu erreichen. Dazu werden die Reisenden immer wieder geklont. Dabei entwickelt jeder Klon jedoch seinen eigenen Charakter. In verschiedenen Kapiteln mit unterschiedlichen Zeitsprüngen (auf die der Leser sich einlassen muss) werden vielfältige und spannende Situationen der langen und wahrlich nicht reibungslos verlaufenden Reise geschildert. Der Leser lässt sich auf eine faszinierende und bis zum Ende durchdachten Reise ein. Mit der KI (einem fortschrittlichen Computer-System) bekommt der Leser eine Figur, die sowohl den Leser als auch die Mannschaft über Generationen hinweg begleitet. Das Buch beinhaltet eine Vielzahl von interessanten und naturwissenschaftlichen Aspekte, die immer wieder neue Überraschungen liefern. Das Buch ist eine Empfehlung nicht nur für Science Fiction Fans. Wer jedoch "Krieg der Sterne" erwartet, wird sicher enttäuscht.  

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Meine Leseauswahl lasse ich häufig von meinem ersten Eindruck auf das Buchcover beeinflussen. Interessiert mich dann noch zusätzlich die Zusammenfassung ist der Wunsch das Buch zu lesen schnell geweckt. Der Einstieg ins Buch war für mich problemlos und schlüssig, obgleich ich mich von der Idee nur bestimmte Genlinien zu klonen nicht wirklich angezogen fühle. Die Zeitsprünge von Kapitel zu Kapitel fand ich anfangs verwirrend, wurden für mich im Laufe der Handlung dann aber nachvollziehbar. Das ein logisch denkendes Computerprogramm zur Überwachung der oft unlogisch handelnden Menschheit eingesetzt wird, ist fast schon paradox. Das nicht so funktionierende Klonlinien komplett eingestellt werden, aber später zur Verichtung der Unangenehmen und gefährlichen Arbeiten wieder gezüchtet und benutzt werden, erinnert mich ein wenig an das "Experiment", ( gebe einem Menschen Macht und er wird sie mißbrauchen). Parellelen zur menschlichen Geschichte sind nicht zu leugnen. Der Mensch im Hamsterrad des Universums, ob auf der Erde, auf einem anderen Planeten, in einem Raumschiff, die Unvermeidlichkeit zur Selbstvernichtung steckt wohl im Kern des menschlichen Wesens......

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Etwas anderes erwartet

Von: Vicitoria

09.04.2019

Wir schreiben das Jahr 2088, und die Menschheit bricht zu den Sternen auf... Eine Reise, die Hunderte von Jahren dauern wird. Alle paar Jahrzehnte wird die Crew geklont, doch nicht jeder Klon ist eine perfekte Kopie seines Vorgängers und jede Generation von Klonen hat ihre ganz besonderen Eigenheiten. So wird bereits die Reise selbst zu einem atemberaubenden Abenteuer für jeden von ihnen, und noch wissen sie nicht, welche Geheimnisse sie erst erwarten, wenn sie ihr Ziel erreicht haben ... Leider ist es nicht ganz so einfach, wie der Klappentext verspricht. Das Buch starten nämlich einige Jahre vor der Zeitrechnung und die Autorin überspringt gerne mal einige, viele Jahre. Ich bin wirklich kein Fan von Ausschweifungen und habe mich als erstes sehr darüber gefreut, dass nicht alles so ausführlich beschrieben wird, aber irgendwann hat es mir dann doch gefehlt. Die Sprünge waren zu gewaltig, sodass ich in das Buch leider nicht richtig reingekommen bin. Leider habe ich es auch noch nicht geschafft es zu Ende zu lesen, obwohl es schon über sechs Wochen bei mir liegt und sowas passiert mir fast nie. Das liegt teilweise aber auch daran, dass ich den Hintergrundgedanken des Romanes nicht nachvollziehen kann. Ich weiß nicht, inwieweit ich in die Geschichte jetzt eingreife daher *Spoiler*: Die Menschen auf den Raumschiffen werden geklont, um die Arbeitsstelle mit dem immer gleichen Mann zu besetzten. Was ich mich jetzt aber seit Beginn der eigentlichen Geschichte frage ist, warum werden sie überhaupt geklont? Warum können sie sich nicht einfach fortpflanzen wie ganz normale Menschen und denjenigen mit den besten Qualifikationen und Eigenschaften für diese Stelle besetzen? So wie es heutzutage auch geschieht. Wenn es dann annähernd erklärt wurde, gab es wieder einen Sprung in der Geschichte und ein ganz neues Problem wurde aufgegriffen und das alte dabei belassen. Das hat mich wirklich unbefriedigt zurück gelassen. Als dann die Geschichte aus Sicht der K.I. erzählt wird, sorry, war es für mich ganz vorbei. Ich fand die Gedanken der K.I. viel zu menschlich. Vielleicht steckt fundamiertes Wissen dahinter, aber mir hat es einfach nicht getaugt. Die Autorin sonst hat einen sehr guten Schreibstil, auch wenn einige (Tipp-)Fehler zu finden sind. Auch ist das Cover echt schön gestaltet und macht was her. Ich finde es wirklich schade, dass mich das Buch nicht überzeugen konnte. Sollte ich es irgendwann schaffen es zu Ende zu lesen und es überzeugt mich doch noch, dann werde ich diese Rezession umgehend abändern (sofern möglich). Fazit: Wer die philosophischen Fragen der Science Fiction Themen und er Zukunft mag, für den ist es genau das richtige. Wer jedoch Abenteuer erwartet, der ist hier leider falsch.

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