Leserstimmen zu
Die Reise

Marina Lostetter

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eBook
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Fesselnd bis zum Ende

Von: Blackboy

22.03.2019

Das Buch ist sehr angenehm geschrieben und die Idee ist wirklich gut. Allerdings stört es, dass die Erzählerperson so oft gewechselt wird. Dadurch fällt es einem sehr schwer, sich in sie hineinzuversetzen. Außerdem beginnt die Reise erst nach gut 70 (meiner Meinung nach größtenteils unnötigen) Seiten, wodurch die wirkliche Handlung etwas auf sich warten lässt. Sobald es allerdings losgeht, wird es sehr schnell sehr spannend und es tauchen immer wieder Überraschungen auf. Außerdem ist das Ende unvorhersehbar und man will unbedingt wissen, wie es denn ausgeht. Vorsicht Spoiler! Das Buch fängt mit einem gewissen Reggie an, der einen geheimnisvollen Stern entdeckt hat und nun ein Projekt starten möchte, welches Diesen untersucht. Die Reise ins Weltraum beginnt erst nach ca. 70 Seiten. Dort wechselt auch der Erzähler, der jetzt eine geklonte Frau ist, die das Leben nach dem Start schildert. Dann wechselt der Erzähler wider und es ist nun ein acht-jähriger Junge, dessen "Vorlage" man schon in Reggies Teil kennengelernt hat. In diesem Teil wird das Leben einer Person beschrieben, die auf dem Schiff geboren wird. Und dann wird man zum K.I.C. Allerdings wird im Namen des Kapitels immer der Erzähler erwähnt. Dann wird es aber sehr interessant und man möchte nicht mehr aufhören. Dann kommt man zum zweiten Teil und das geheimnisvolle Objekt wird erreicht. Es treten auch noch Probleme auf und es bleibt durchgehend spannend und das Ende ist überraschend und unvorhersehbar.

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Ein Blick in die Zukunft

Von: Melanie Janz

18.03.2019

So könnte die Zukunft aussehen! Auf der Erde und im Weltall. Marina Lostetter hat einen tollen Debutroman in Puzzleteilen verfasst, der einen mitnimmt von der ersten bis zur letzten Seite. Jedes Puzzleteil fügt sich wunderbar ineinander ohne Lücken zu hinterlassen. Endlich eine Frau, die auch Science-Fiction kann. Etwas Besonderes!

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Roadmovie zu den Sternen

Von: Armin Hoffmann

18.03.2019

Ein Buch wie gemacht für eine Serie auf Netflix oder Amazon. Vorsicht Spoiler: Im Mittelpunkt stehen die Klone ausgewählter Individuen, die sich nicht nur in ihrer Versionsnummer unterscheiden. Sie sind gefangen in ihrer vorgesehenen Rolle, den Raumschiffen und einer Aufgabe, die sie nicht gewählt haben. Die Gemeinschaft entwickelt verschiedene, teilweise gefährliche und zerstörerische Ausprägungen. Das Ziel ist nur Nebensache. Die Rückkehr ist keine triumphaler Heimkehr. Das Buch ist sehr gut zu lesen. Die vorhandenen Protagonisten - in allen Versionen - sind schnell bekannt. Die zeitlichen Sprünge sind klar ersichtlich. Der Stern und seine Besonderheit kommt nach meiner Meinung zu kurz. Manche Autoren würden aus der Grundidee eine ganze Buchreihe entstehen lassen. Nachdem aber 12 Verbände aufgebrochen sind, steht grds. einem eigenen Kosmos nichts entgegen. Starkes Debüt. Würde mich auf weitere Bücher freuen.

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Die Reise von Marina Lostetter

Von: Anita Engl

16.03.2019

Obwohl ich eigentlich nicht so gerne Sciene Ficton lese, hat mich das Buch ganz schön gefesselt. Mit den Protagonisten der Konvois habe ich richtig mitgefiebert und gehofft das alles gut ausgeht damit sie den fremden Planeten erreichen. Außerdem fand ich die Idee mit den Klonen gut. Mal was anderes als Kälteschlaf oder Lichtgeschwindigkeit. Mein Fazit: Wer auf Sciene Fiction steht, kommt hier auf seine Kosten.

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Eine lange Reise für die Menschheit

Von: Meikymeik

13.03.2019

Es ist das Jahr 2125: Die Menschheit bricht von der Erde in die Galaxie auf um den weit entfernten Stern LQ Pyx zu erforschen. Die Reise dorthin wird Hunderte von Jahre dauern, wer anfangs mit gestartet ist, wird das geheimnisvolle Objekt nicht erleben und wer schließlich am Ziel ankommt, kennt die Erde nur von Erzählungen. So wird die Crew alle paar Jahrzehnte geklont, doch nicht jeder Klon ist eine perfekte Kopie seines Vorgängers und jede Generation von Klonen hat ihre ganz besonderen Eigenheiten. Die weite Reise selbst wird zu einem nervenzerreißenden Unterfangen für jeden von ihnen, und noch wissen sie nicht, welche Geheimnisse sie erst erwarten, wenn sie ihr Ziel erreicht haben... Anfangs dachte ich, dass ich Schwierigkeiten hätte mich in diese Erzählart hineinzufinden. Es gibt viele Zeitsprünge von bis zu 108 Jahren. Über diese lange Zeit kann man nicht die gleichen Charaktere begleiten, man erlebt ihre Entwicklung nicht mit, wodurch einem ein bisschen der Bezug zu ihnen fehlt, es ist alles etwas distanzierter und oberflächlicher. Aber anders lässt sich so eine lange Reise kaum darstellen und dafür ist es sehr gut gelungen. Man kann sich trotzdem gut in die einzelnen Personen hineinversetzen und verstehen, wie und wieso sie gerade in dieser und jener Situation handeln und fühlen. Manchmal trifft man auch nach einem Generationen-Zeit-Sprung bekannte Personen wieder. Es lässt viel Platz für eigene Phantasien, wie die Dinge zusammenhängen und funktionieren. Für die Crewbesatzung läuft die Zeit wie gewohnt weiter, doch die Zeit auf der Erde vergeht dagegen fast 10 mal so schnell: "hundert Jahren - für die Erde würden infolge der subdimensionalen Dilatation nahezu tausend Jahre vergehen". In dieser Zeit erleben die Klongenerationen die verschiedensten Wunder einer Reise ins All und müssen mit den verschiedensten Problemen fertig werden. Krieg, Meuterei, Sabotage, aber auch die normalsten alltäglichen Dinge beschäftigen die Besatzung der Schiffe. Das Cover führt zwar auf eine falsche Fährte: Ich fände es anschaulicher, würde es ein Bild von dem richtigen, im Buch beschriebenen entdeckten Objekt zeigen, damit man es sich besser vorstellen kann, wie es nach Marina Lostetter tatsächlich aussieht. Dagegen trifft es der Titel genau: Es geht um die Reise. Das Weltall, andere intelligente Lebewesen, andere Planeten und Sterne werden gar nicht groß erläutert oder ins Visier genommen, sondern es geht um die Menschen auf den Schiffen des Konvois, die ihr Leben einzig für die Mission opfern. Wie sie damit umgehen, untereinander leben, miteinander umgehen und wie sich ihre Gesellschaft entwickelt steht im Vordergrund. Es ist interessant zu lesen, wie Marina Lostetter die Entwicklung der Gesellschaft auf so engen und begrenzten Raum sieht. Sie verfolgen nur ein Ziel, eine Mission und handeln nicht zum Wohle ihrer Selbst sondern zum Wohle der gesamten Menschheit. Das Buch ist eine Entführung in eine andere unvorstellbare Welt. Für mich ist es zwar ein unbefriedigendes Ende, das aber vielleicht auch so beabsichtigt ist, als Zeichen, dass die Zukunft nicht für jeden befriedigend sein kann… Aber dies war mein erster Science-Fiction-Roman und er hat mir sehr gut gefallen und es wird nicht der letzte sein.

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Neue Welten

Von: Wintersonne

12.03.2019

Klar strukturierter Handlungsstrang. Gut zu lesen. Für Liebhaber dieses Genre der Literatur ein absolutes Must Have.

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Wer sind wir? Wohin führt unsere Reise?

Von: Soronja Bert

12.03.2019

Kurz: Ein fantastisches, inspirierendes Buch! Wir begleiten in diesem Epos einen von zwölf Konvois auf seiner länger als 200 Jahre dauernden Forschungsreise ins Weltall; und somit begleiten wir auch Generationen von Forscher*innen - daher der Begriff "Epos". Der Roman erzählt dabei in episodenhafter Form und vermittelt durch verschiedene personale Erzähler*innen Schlüsselmomente in der Entwicklung dieses Kollektivs von Menschen. Immer wieder sind sie konfrontiert mit elementaren Fragen: Wer sind wir? Was macht Menschsein aus? Wie funktioniert Zusammenleben? Und letztlich auch immer wieder: Was ist der Sinn? Wohin führt unsere Reise? Und führt sie uns nicht letztlich zu uns selbst zurück? Das klingt alles sehr philosophisch und nach "anstrengenden" Gehirn-Übungen, doch Marina Lostetter gelingt es immer wieder, uns Leser*innen die einzelnen Personen nahezubringen, sie uns ans Herz wachsen zu lassen und uns mitzureißen. Die Fülle an kreativen Einfällen der Autorin, durch die sich immer wieder neue Entwicklungen und immer neue Herausforderungen ergeben, ist scheinbar unerschöpflich. Die einzelnen Episoden sind thematisch dabei unterschiedlich - einige haben ihren Schwerpunkt im Bereich Astrophysik, Technik, einige eher im Bereich Psychologie, Persönlichkeitsentwicklung, Identitätsfindung, einige drehen sich um Soziologie, Politik, Gesellschaftsentwicklung, einige sind eine Mischung aus allem. Man fühlt sich unweigerlich an Star Trek in seinen besten Zeiten (TOS oder TNG) erinnert - das Buch ist ähnlich abwechslungsreich, vielschichtig, tiefsinnig und gleichermaßen spannend und unterhaltsam. Gleichzeitig ist das Buch etwas ganz Eigenes und ist auf keinen Fall ein bloßer Abklatsch. Besonders gefallen hat mir, dass sich Zeit genommen wird: Es gibt keinen rasanten, actionreichen Kampf-gegen-Aliens-Quatsch, es gibt keine billigen Effekte, keine vorschnellen Schießereien im Weltraum. (Vorsicht, Spoiler: Es gibt auch keine Begegnung mit lebendigen Außerirdischen.) Das Buch zeigt, wie unfassbar groß und wunderbar unser Universum ist und wie groß und selten und besonders das Wunder des Lebens ist. Und es legt Wert auf die kleinen Dinge, die es zu entdecken gilt, und die kleinen Schritte, die zu gehen sind. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es als Serie verfilmbar wäre. Und ich bin froh, dass es einen zweiten Teil gibt, und warte schon jetzt vorfreudig auf die deutsche Übersetzung. Diese Geschichte und die Autorin haben riesiges Potential. PS: Um das nicht zu vernachlässigen: Es gab auch Kleinigkeiten, die mich gestört haben - z.B. bin ich nicht sicher, ob der Umgang mit Geschlechterklischees und Klischees über Homosexualität so richtig in eine im 21. Jahrhundert verfasste Zukunftsvision über das 22. Jahrhundert und folgende Jahrhunderte passt. Z.B. sind, wenn ich mich nicht täusche oder etwas überlesen habe, alle Captains ausnahmslos Männer.

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Geschichten über Generationenschiffe finde ich immer faszinierend und Marina Lostetter liefert hier auf den Punkt genau das, was der deutsche Titel andeutet: Die Reise. Der Fokus liegt genau darauf. Nicht auf Action. Nicht auf Alienrassen. Nicht auf neuen Welten. Es geht um die Reise. Um eine Reise, die mehrere Generationen von Klonen dauert und bei der so jede eigene Generation mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hat. Der Erzählstil ist ruhig und unaufgeregt. Durch den Wandel der Zeit schafft es der Leser kaum, sich einer Person besonders verbunden zu fühlen, durch deren Augen die Geschichte erzählt wird. Einzig K.I.C., die KI des Schiffes, ist eine Konstante, die dem Leser erhalten bleibt. Da die Klone immer die Namen ihrer Vorgängerklone tragen, ist es an manchen Stellen etwas verwirrend, aber die Konflikte, die sich die Autorin hier für ihre Figuren ausdenkt, wirken realistisch und glaubhaft. Dabei stellt sie auch die Frage, ob Menschen, die nie auf der Erde gelebt haben, diese noch als Heimat definieren. Ob nachfolgende Generationen die Wichtigkeit der Mission noch genauso ernst nehmen wie ihre Vorgänger. Es sind viele kleine Dinge, die sich hier zu einem großen Ganzen formen. Wer Action, atemberaubende Spannung und eine große Auflösung des Alienobjekts erwartet, wird leider enttäuscht werden. Mir selbst hat das Buch gerade wegen seines ruhigen Erzählstils sehr gut gefallen, auch wenn ich mir persönlich noch mehr Infos zum Alienobjekt (dem Ziel der Reise) gewünscht hätte. Fazit: Zu Die Reise gibt es laut Internet einen Nachfolger, den ich mit Sicherheit lesen werde. Sicherlich sind die erdachten Konflikte im Buch für den geneigten Scifi-Leser nicht unbedingt neu, aber sie sind interessant und bis zu Ende gedacht und mit der KI bekommt der Leser eine Figur, die durch die Generationen hinweg erhalten bleibt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Fans von Generationenschiffen.

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