Leserstimmen zu
Schlaflied

Cilla Börjlind, Rolf Börjlind

Die Rönning/Stilton-Serie (4)

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Dieser sehr umfangreiche, 570+ Seiten starke Schweden-Krimi weiß wie viele seiner Art zu überzeugen. Die Autoren finden die richtige Mischung aus Spannung, Grausamkeiten, Nebenschauplätzen, Zwischenmenschlichem und berührenden Momenten. Die Geschichte um ermordete Jugendliche, die auch die Flüchtlingsproblematik in Schweden thematisiert, zieht den Leser so sehr in den Bann, dass am Ende die Einleitung schon vergessen ist. So erzeugen die letzten Sätze noch einmal einen ganz eignen Schmunzler. Zu Beginn kommen in schneller Folge sehr viele Personen und Schauplätze vor, was ein bisschen verwirrend sein kann. Aber nach und nach kristallisiert sich heraus, was wichtig ist und wer nun mit wem wie in Verbindung steht. Wie eine für die Polizei glückliche Fügung scheint es manchmal zu sein, wenn klar wird, dass ausgerechnet die Freundin des spontan angeheuerten Exkommissar Tom Stilton ein Flüchtlingsmädchen getroffen hat, dessen Bruder in den Fall verwickelt ist, den die Truppe um Mette Olsäter, Olivia Rönning und ihren Kollegen Lisa und Bosse zu lösen versuchen. Aber der Plot ist so elegant gesponnen, dass das nicht weiter stört. Er führt die Ermittler durch Stockholm, das Umland und bis nach Bukarest. Nach und nach entdecken sie, was hinter den Morden steckt und warum ausgerechnet jene Jugendliche ihr Leben lassen mussten. Macht und Geld sind keine überraschenden Motive, doch auch das trübt den Krimi-Lesegenuss hier nicht. „Schlaflied“ ist der vierte Teil einer Reihe um Tom und Olivia.

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Schlaflied Kriminalroman btb-Verlag der Random House Gruppe Cilla und Rolf Börjlind ISBN 978-3-442-71611-1 576 Seiten Vorabinformation Schlaflied ist bereits der vierte Fall, den das Ermittlerduo Tom Stilton und Olivia Rönning zu lösen haben. Um die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen, empfiehlt es sich, die einzelnen Bände der Reihe nach zu lesen. Wem das nicht so wichtig ist, der kann - wie ich - auch mit dem vierten Band starten und sich anschließend darüber freuen, dass es bereits drei Vorgängerromane und einen Nachfolgeband gibt. Aufmerksam geworden bin ich auf die Reihe dieses Autorenduos anlässlich einer Lesung im Jahr 2016. Dort wurde seinerzeit der erste Band, Die Springflut, vorgestellt. Da mit diesem vierten Band in meiner Rezension sicherlich Spoiler zumindest bezüglich der Protagonisten vorhanden sein werden, empfehle ich denen, die nun lieber sagen "ich beginne mit Band 1 der Reihe", die nachfolgenden Informationen nicht weiter zu lesen. Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Entdecken. Inhalt und Personen Olivia Rönning ist in diesem vierten Fall Teil des Ermittlerteams um Mette Olsäter. Gemeinsam mit Bosse Thyrén und Lisa Hedqvist arbeitet sie an der Aufklärung eines Mordes in Smaland, der eher zufällig entdeckt wurde. Zur gleichen Zeit bietet Tom Stilton Mette seine Hilfe bei laufenden Ermittlungen an. Tom Stilton ist derzeit freigestellt und hat einen Teil der vergangenen Jahre als Obdachloser auf der Straße gelebt. Da Olivia und Tom auch früher schon zusammen gearbeitet haben, fügt Mette die Beiden wieder als Team zusammen. Während Tom Stilton bei den Ermittlungen hilft, bittet ihn die junge Muriel um Hilfe. Muriel ist selbst obdachlos und kennt daher Tom. Für eine gewisse Zeit hat sie Unterschlupf außerhalb der Stadt gefunden. Dort traut sie sich nun aber mit ihrem Schützling, einem nigerianischen Flüchtlingskind namens Folami, nicht mehr hin. Die Frage ist, was geschieht in den Wäldern von Smaland? Meine Meinung Das Autorenduo Börjlind gestaltet die Geschichte in diesem Kriminalroman sehr komplex. Von allen Seiten lernt man die Charaktere kennen. Die Handlungsstränge laufen parallel und sind oft nur durch ein * Sternchen getrennt. Mit Spannung und Interesse verfolge ich jeden einzelnen dieser Handlungsstränge. Dabei bin ich mal Teil des Ermittlerteams, mal schaue ich den Nebencharakteren über die Schulter oder erlebe das Geschehen rund um die Seite des Antagonisten. Dabei heben sich die Charaktere gut voneinander ab und haben einen hohen Wiedererkennungswert. Das ist gerade in diesem Buch unendlich wichtig, da zu Beginn eines "Seitenwechsels" nicht explizit darauf hingewiesen wird, sondern ich immer in das entsprechende Geschehen "hineintappe". Von Nutzen ist der einfache und oft erklärende Schreibstil, den das Autorenduo verwendet. Bereits am Geschehen kann ich erkennen, mit wem ich es in den folgenden Zeilen zu tun haben werde. In diesem Kriminalroman wird das schändliche Ausnutzen Schutz- und Hilfebedürftiger aufgegriffen und die Geschäfte, die skrupellose Menschen damit treiben. Fazit Dieser Kriminalroman ist für alle, die komplexe Ermittlungsgeschichten lieben. Ich habe diesen Krimi gern gelesen. Er schildert gnadenlos und offen das Geschehen und besticht durch die Komplexität seines Aufbaus.

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Ich habe von dem Autorenpaar schon einige Bücher gelesen und bin daher mit hohen Erwartungen an dieses Buch rangegangen. Und ich kann sagen, dass ich nicht enttäuscht war, meine Erwartungen wurden alle erfüllt. Ich habe eine spannendes, ereignisreiches Buch gelesen, welches mich sehr begeistern konnte. Die Spannung ist gleich von Anfang an gegeben, das mag ich sehr gerne. Noch besser war es, dass dieses Spannung das gesamte Buch über gehalten wurden konnten. Es gibt sogar immer wieder kleine Spannungshöhepunkte. Ich konnte immer wieder überrascht werden, da sich die Geschichte oftmals in eine Richtung entwickelt hat, mit der ich so gar nicht gerechnet habe. Dies fand ich super. Ich würde euch auf jeden Fall empfehlen, zunächst die anderen Fälle von Olivia und Tom zu lesen. Auch wenn dieser Fall wieder in sich abgeschlossen ist, so erfährt man doch auch etwas über die vergangenen Fälle. Und manches was war, hat die beiden halt auch so werden lassen, wie sie jetzt sind. Ich denke das zu wissen ist wichtig. Ich konnte in diesem Buch noch mehr über Olivia und Tom erfahren, sie Stück für Stück noch besser kennenzulernen gefällt mir gut. Mir gefällt es, wie sie an den Fall herangehen. Auch Toms manchmal nicht ganz so legale Methoden, finde ich sehr passend. Man merkt schon sehr, wie viel ihm daran liegt, den Fall zu klären. Luna ist mir auch sehr sympathisch, wie sie handelt, auch wenn sie weiß, dass es Tom manchmal nicht gefällt was sie tut. Sie ist eine starke Persönlichkeit. Ich würde mir wünschen, dass sie in den nächsten Büchern noch eine ausführlicherere Rolle bekommt. Alles in allem habe ich dieses Buch verschlungen und bin sehr froh, dass ich es gelesen habe. Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich super lesen. Man taucht direkt am Anfang in die Geschichte ein und zumindest ich war sofort von dem Fall gefesselt. Auf jeden Fall werde ich weitere Bücher von den Autoren lesen.

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Spannend

Von: diebecca

19.06.2018

In dem Krimi Schlaflied von Cilla & Rolf Börjlind geht es um den vierten Fall des schwedischen Ermittlerteams Olivia Rönning und Tom Stilton. Ist es in den Wäldern Smalands wirklich sicher?Die Obdachlose Muriel ist mit ihrem Schützling aufs Land geflüchtet, nun braucht sie Hilfe. Sie hofft auf Tom Stilton, ein früherer Kriminalkommissar, der eine Zeit lang ebenfalls auf der Straße gelebt hat. Der ermittelt gerade den Mord an einem Jungen und vermutet Parallelen. Das Cover ist sehr düster, das ist keine schöne Gegend. Der Titel passt erst einmal nicht dazu. Der Schreibstil ist flüssig, man findet sehr gut ins Buch. Den Anfang versteht man erst einmal gar nicht, aber am Ende dafür umso besser, das ist wirklich toll gemacht. Die Ermittlungen und das Team stehen im Vordergrund. Es geht um skrupellose Verbrechen, aber auch um die Beziehungen zwischen den Ermittlern. Das Buch ist sehr emotional, Gefühle spielen eine wichtige Rolle. Tom ist ein besonderer Ermittler, er hat seinen ganz eigenen Kopf und seinen ganz eigenen Stil. Das Buch ist super spannend. Man will wissen, was passiert ist und wie das ganze zusammen hängt. Man will das Buch überhaupt nicht mehr weg legen.

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Inhalt: Der 4. Fall des Ermittlerduos Olivia Rönning und Tom Stilton hat es wirklich in sich. Es gilt zuerst den grausamen Tod eines Jungen aufzuklären. Eines Jungen , der im Wald vergraben, gefunden wurde. In den Ermittlungen tauchen immer mehr Parallelen zu verdächtigen Personen auf. Doch diese zu beweisen verlangt den Polizisten, oftmals den Einsatz bis zum Äußersten ab. Etwa zu gleichen Zeit nimmt die Obdachlose Muriel das Flüchtlingsmädchen Folami in ihre Obhut. Muriel bittet Tom Stilton um Hilfe, da sie Folami in Gefahr glaubt. Haben diese Kinder etwas gemeinsam ? Sind noch andere Kinder in Gefahr? Fazit: Schon die ersten Seiten beginnen voller Spannung und verheißen Kurzweil. Man wird geradezu beschenkt mit einem sehr schlüssigen Plot, der turbulent durch die Seiten führt. Der Spannungsbogen wurde von der ersten bis zur letzten Seite ( 570 ), bravorös gehalten. Alles in allem, ein sehr gelungener Kriminalroman ! 5 von 5 Sternen Leseprobe: https://www.randomhouse.de/leseprobe/Schlaflied-Kriminalroman/leseprobe_9783442757169.pdf Bewerten Sie diesen Artikel:

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Kurze Zusammenfassung: Stockholm wird von geflüchteten Menschen förmlich überrannt und die Stadt wird der Lage nicht mehr wirklich Herr. Auf der einen Seite gründen sich nationale Bewegungen, die eindeutig Position gegen die Geflüchteten beziehen, auf der anderen Seite sind die vielen freiwilligen Helfer, die die Situation mit aller Kraft zu meistern versuchen. Dazwischen stehen die Geflüchteten und viele, die sich an diesem Menschenpool förmlich bedienen wie in einem Selbsbedienungsladen. In Smaland wird die Leiche eines Jungen gefunden, mit durchschnittener Kehle und eindeutig mißbraucht. Olivia Rönning, die auch selbst ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe arbeitet wird mit dem Fall betraut, doch ihrer Chefin Mette ist klar, dass hier Verstärkung gebraucht wird. Mette entscheidet sich Tom Stilton wieder zurück zu holen. Tom scheint seine Krise überwunden zu haben, hat wieder einen festen Wohnsitz und will auch arbeiten. Olivia und Tom ermitteln nun gemeinsam in diesem Fall. Die Spur des Jungen führt sie nach Rumänien und dort in die schlimmsten Slums Europas und zu den gefürchtetsten Mafiabossen des Kontinents. Aber auch in Schweden wird die Spur klarer, nämlich dann, als sich Muriel an Tom wendet. Muriel hat ein geflüchtetes Mädchen in Obhut genommen und schwebt nun in Gefahr. Tom und Olivia wissen nun, dass geflüchtete Kinder in Schweden nicht unbedingt sicher sind ...... Fazit: Ich liebe ja nordische Krimis und dieser Krimi hat alle meine Erwartungen absolut erfüllt. Es gibt verschiedenen Handlungsstränge, die sich nach und nach zu einer Geschichte verweben. Der Ermittler ist ausreichend geschädigt um als original nordischer Ermittler zählen zu können und die Abgründe, die sich auftun sind, typisch nordisch, sehr tief. Die Erzählweise ist sehr eingängig und das Buch liest sich sehr rasant. Also so, dass ich abends nur ein Stündchen lesen will und auf einmal sind zwei Stunden vorbei. Mit diesem Ermittler-Duo gibt es schon andere Bände, in diesem Buch wird auch immer mal wieder auf alte Fälle Bezug genommen, doch das ist nicht weiter störend. Ich habe bisher noch kein Buch von Cilla & Rolf Börjlind gelesen und hatte so keine Informationen über die vorangegangenen Fälle. Ich habe trotzdem alles verstanden, mir fehlten keine wichtigen Infos und das was erwähnt wird spoilert auch nicht. Also kann ich auch gut die Vorgänger lesen und muss keine Reihenfolge einhalten. Dies ist nun schon das vierte Buch, dessen Geschichte sich rund um die Flüchtlingskrise rankt, dass mir in die Hände fällt. Ich finde gut das dieses Thema nun auch Einzug in die Belletristik nimmt und den Fokus auf einen anderen Blickwinkel lenkt, als wir in den sozialen Medien und im TV erhalten. Hier geht es weg von den nackten Fakten und werden eher auf die menschliche Seite gelenkt. Die Botschaft ist, wir sind alles Menschen und das auch in unserer Gesellschaft eine Entmenschlichung in großem Stile passieren kann. Für Menschenhandel und Sklaverei gibt es auch in Europa einen Markt und auch hier, in unserer zivilisierten Gesellschaft gibt es Menschen, die ihre Artgenossen wie Gegenstände behandeln, benutzen und wegwerfen. Aber trotzdem dem schweren Hintergrundthema ist dies ein toller Krimi, der richtig spannend ist.

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Auch im vierten Band ihrer Reihe schaffen es Cilla und Rolf Börjlind, die Spannung aufrecht zu erhalten und zudem neue Aspekte in die Geschichten der Protagonisten einzubringen. Ich hoffe und warte auf einen fünften Teil, den es einfach geben muss!

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Tom Stilton will seinen Kollegen – und wohl auch sich selbst – beweisen, dass er mit seiner Vergangenheit als Obdachloser abgeschlossen und sein Leben neu sortiert hat, auch wenn er immer wieder seine Freiräume in der Beziehung zu Luna benötigt. Doch der neue Fall, den er gemeinsam mit Olivia Rönning übernimmt, treibt ihn an seine Grenzen. Denn die Spur der Jungenleiche führt ihn an das andere Ende Europas. Der Zeitdruck ist immens, denn weitere Leichen werden gefunden. Und dann meldet sich auch noch die drogenabhängige Muriel bei ihm, die das Flüchtlingsmädchen Folami bei sich aufgenommen hat – und dieses ist nun verschwunden... Mit „Schlaflied“ hat das Autorenduo Cilla und Rolf Börjlind bereits den vierten Roman einer Reihe geschrieben, die sich um die beiden Ermittler Stilton und Rönning dreht. Sicherlich sind dabei auch wieder bekannte Versatzstücke aus anderen „Schwedenkrimis“ vorhanden, so schwebt immer eine düstere Melancholie über Hauptfigur Tom Stilton, und auch das Privatleben seiner Ermittler ist wieder mit eingebaut und setzt die Ereignisse aus den vorigen Bänden fort. Man lernt die Charaktere dabei noch besser kennen, sie offenbaren neue Seiten an sich – insbesondere neue Schwächen – haben sich aber auch in den richtigen Momenten zurückgenommen, um der Handlung Platz zu schaffen. Und diese ist recht komplex, da sich mehrere Stränge miteinander verweben. Zu Anfang ist nicht ganz klar, wie diese zusammenhängen, erst im Laufe der Zeit setzt sich dabei ein stimmiges Bild zusammen. Das nimmt zwar etwas Tempo aus der Handlung, die Spannung und die Dynamik des Buches wird dadurch aber eher gesteigert denn geschmälert. Die Autoren machen zahlreiche Nebenarme auf, die nicht unmittelbar mit der Handlung zu tun haben, die sich aber dennoch sehr gut in das Gesamtbild einfügen. Immer eindringlicher wird die Schilderung der Ereignisse, immer neue unerwartete Aspekte fließen mit ein, und das Finale ist dann sehr packend und mitreißend geschildert. Von dem rätselhafte Prolog über verschiedene Handlungsstränge bis hin zur Auflösung - „Schlaflied“ ist ein atmosphärisch sehr dichter und packender Roman, der trotz bekannter Elemente seinen eigenen Weg findet. Die Charaktere sind lebendig geschildert, die Sprache passend und flüssig, sodass man völlig in diesen düsteren Fall eintauchen kann – sehr lesenswert!

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