Leserstimmen zu
One of us is lying

Karen M. McManus

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Hardcover
€ 18,00 [D] inkl. MwSt. | € 18,50 [A] | CHF 25,90* (* empf. VK-Preis)

Spannend

Von: Buchwuermer

07.05.2019

Fünf Schüler sitzen Nachmittags beim Nachsitzen, danach ist einer von ihnen tot und die anderen Vier stehen fortan unter Mordverdacht. Die Presse stürzt sich natürlich auf den Fall, Freunde wenden sich ab und mysteriöse Posts im Internet tun ihr Übriges. Klingt spannend? Das war es auch und zwar von der ersten bis zur letzten Seite. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Nate, Bronwyn, Addy und Cooper erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Alle Vier waren mir sehr sympathisch und das Rätselraten, wer denn nun der Mörder ist, hat mir richtig Spaß gemacht. Ich bin kein regelmäßiger Krimi-/Thrillerleser, deshalb halten sich meine Fähigkeiten als Ermittler eher in Grenzen. ☺️ Dennoch hatte ich irgendwann einen leisen Verdacht, der sich zum Ende hin dann auch bestätigte. Das hat den Lesespaß aber keinesfalls gemindert, eher im Gegenteil - ich wollte unbedingt wissen, ob ich richtig lag. Das Ende hat mich dann doch noch überrascht und zugleich auch schockiert. Fazit: Ein spannendes Jugendbuch, das mich durchweg begeistert hat. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

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Rezension zu „One Of Us Is Lying“ von Karen M. McManus Inhalt: An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv... Meine Meinung: Ein Buch, das ich schon so unglaublich oft in den Händen hatte und immer wieder überlegt habe ob ich es nun lesen möchte oder nicht. Irgendwann habe ich es (Gott sei Dank!) doch gelesen. Für mich persönlich völlig berechtigt zum Jugendliteraturpreis nominiert. Im Buch geht um vier Highschoolschüler, die unter Mordverdacht stehen. Jeder der vier ist mir ans Herz gewachsen und im Laufe des Buchs konnte man sie alle ein bisschen besser kennenlernen und hat Kapitel für Kapitel mehr über ihre Geschichten und vor allem Geheimnisse erfahren. Das Buch hatte einen angenehmen Schreibstil und einen Spannungsbogen aufgrund der Geschichte. Dennoch finde ich, das weniger die Tat an sich im Vordergrund stand, sondern eher was sich daraus entwickelt. Es geht viel um Medienrummel und Simons App, mit der er die Geheimnisse seiner Mitschüler preisgibt. Ebenfalls wird das Thema „Mobbing“ obwohl nicht wörtlich genannt wirklich gut beleuchtet. Wer sind wirklich deine Freunde, wer hält auch im Mordverdacht zu dir? Wer steht hinter dir, wenn deine Geheimnisse gelüftet werden? Ich finde, das Buch glänzt vor allem durch die zwischenmenschlichen Beziehungen und ich persönlich fand es sehr gut. Es war von Anfang an Spannend, ich habe gehofft und gebangt und konnte das Ende voraus ahnen, wirklich sicher war ich mir aber nie. Fazit: Ein 5 Sterne Buch! Ich fand den Schreibstil, die Handlung, den Spannungsbogen, das Cover sowie den Aufbau des Buchs wirklich gelungen und passend. Ein Buch, das anregt über Mobbing nachzudenken und sich immer wieder bewusst zu machen, was passieren kann, wenn man einfach schweigt und zusieht. Trotz dieser ernsten Themen, gut und einfach zu lesen und dennoch spannend bis zum Schluss.

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„Aber mir wird allmählich klar, dass es Dinge gibt, die man nie mehr rückgängig machen kann, ganz gleich, wie sehr man es sich wünscht.“ Meinung Jugendroman, Jugendkrimi, Jugendthriller? Ach, ich weiß es auch nicht, in welche Sparte ich dieses Buch stecken soll, aber eines kann ich euch sagen, es ist gesellschaftskritisch und ein Muss für Jugendliche! Wer von euch hat sich nicht schon einmal an dem Schultratsch beteiligt, hat Gerüchte ausgewertet und jemanden anders behandelt, weil man etwas Schlimmes über denjenigen gehört hat? Klingt oberflächlich, aber leider Gottes wette ich, trifft auf jeden von uns mindestens eine Situation zu. One of us is Lying beschäftigt sich genau mit dieser Thematik. Wie wird unsere Wahrnehmung gegenüber anderen verändert, wenn wir denken, dass derjenige das Schlimmste getan hat, nämlich einen Mord! Wie geht man mit der Situation um, wenn man verdächtigt wird einen Mord begangen zu haben, ein Motiv zu haben und man wirklich ein Geheimnis hat, was man am liebsten begraben hätte? Vier Jugendliche stehen unter Mord-Verdacht, vier Geheimnisse gibt es zu entdecken. Wer von ihnen hat den Mord begangen? Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, wir als Leser bekommen durch die verschiedenen vier Erzählperspektiven immer Stück für Stück Hinweise zu den Geheimnissen der Protagonisten. Würden sie einen Mord rechtfertigen? Vielleicht. Gerade diese wechselnde Erzählperspektive hat mich diesen Roman regelrecht verschlingen lassen, denn es war spannend, keine Frage, jedoch fand ich die zwischenmenschlichen Weiterentwicklungen noch viel spannender! Alle vier bekommen von der Autorin meiner Meinung nach gleichviel Platz, um sich zu entfalten. Und – das ist ein großer Pluspunkt – ich habe alle vier in mein Herz schließen können! Jeder von den Protagonisten hat sein Päckchen zu tragen. Jeder von den Vieren hat, sollte das Geheimnis gelüftet werden, viel zu verlieren. Ich war entsetzt über die Entwicklung in diesem Buch, denn irgendwann hat die ganze Geschichte eine gewisse Eigendynamik. Auch die kritischen Punkte zur medialen Hetzjagd und Unschuldsvermutung werden in diesem Roman perfekt angesprochen. Der Schreibstil ist jugendlich frisch, nicht zu langatmig, nicht zu detailliert. Das Cover finde ich einmalig passend. Es ist einfach nur genial! Alles in allem bin ich restlos begeistert! Fazit Ein unglaublicher Jugendroman/-krimi/-thriller, der genau zur perfekten Zeit kritisch die Themen anspricht, über die sich in der heutigen medialen Welt eigentlich jeder unterhalten sollte. Ich bin komplett begeistert und empfehle das Buch zu 100% weiter!

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Das Cover und besonders der Titel haben mir sofort gefallen. Es wirkt mysteriös, geheimnisvoll und lässt auf unerwartete Wendungen hoffen. Und so war es auch! Im Klappentext erfahrt ihr bereits worum es geht und mehr möchte ich auch nicht verraten. :) Der Schreibstil von Karen M. McManus hat mir sehr gefallen! Ich konnte unglaublich lange am Stück in diesem Buch lesen und es wurde niemals langweilig. In der Ich-Perspektive erleben wir die Geschichte aus mehreren Sichtweisen. Die Kapitel sind zwar nummeriert, allerdings ändert sich öfter die Sichtweise während eines Kapitels. Zum Glück ist dies aber immer entsprechend beschriftet. Zudem wird dort auch immer der Tag und die Uhrzeit sowie der Name des jeweiligen Protagonisten genannt. Eine unglaubliche Erleichterung, obwohl man die Uhrzeit nicht unbedingt dazu gebraucht hätte. Der Rest hätte gereicht. :D Tja, jetzt ist mein Geheimnis wohl für immer sicher. Die 4 Protagonisten, Nate, Addy, Cooper und Bronwyn, hat man mit jedem Kapitel ein wenig mehr kennengelernt. Das man so absolut überhaupts nichts von ihnen weiß, davon lebt die Geschichte. Genau das macht es so spannend! Und deswegen werde ich nicht weiter auf die Charaktere eingehen, denn ihr sollt selbst herausfinden wer hier der Lügner ist. ;) Mir hat es total viel Spaß gemacht, mit den Charakteren die Wahrheit herauszufinden und ich muss zugeben, dass ich das so nicht erwartet habe. Einiges hat mich überrascht und es ist so so raffiniert geschrieben, dass man wirklich mitdenken muss, um der Geschichte zu folgen. Ich habe erst zum Ende hin den Überblick gehabt! :D Es hat mir aber auch so unglaublich viel Spaß gemacht, die Geschichte der Vier mitzuerleben. Trotzdem hat mir die Umsetzung des Endes nicht ganz so zugesagt. Ich habe was völlig anderes erwartet oder vielleicht auch auf etwas völlig anderes gehofft? Der Spannungsbogen ging aber stetig nach oben! Es hat mich wirklich begeistern können, trotz des eher "lahmen" Endes. Die Geschichte hat durchweg ein PLL- und GG-Felling in mir ausgelöst! Fazit Wer hat Simon umgebracht? Lest es selbst! Mir hat die Geschichte und der Schreibstil sehr gefallen. Erinnert hat etwas von Gossip Girl und Pretty Little Liars. Absolut empfehlenswert! Vielen lieben Dank an den cbj Verlag für das Rezensionsexemplar! Erhältlich im Buchhandel eures Vertrauens oder direkt beim Verlag. Eure Neni ♥

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Fazit: Das erste mal habe ich von diesem Buch gehört habe, war in einer Radiosendung. Ohne das Cover oder den Klappentext gesehen zu haben, wusste ich sofort : dieses Buch muss ich lesen. Also gesagt getan. Das Cover hat mich sofort angesprochen und passt perfekt zu dem Titel des Buches "One of us is lying". Also einer der Vier Hauptcharakter (oder alle?) lügt und hat ein dunkles Geheimnis.  Das Buch lässt sich leicht lesen und ist super verständlich geschrieben. Jedes Kapitel wird aus der Sicht eines Hauptcharakter ( Bronwyn, Addy, Nate und Cooper) und ihre Sicht auf das Geschehene geschrieben. Die Story handelt um einen Mord an einem Highschool-Schüler. Alle 4 Hauptcharaktere waren bei dem Tod des Schülers dabei und stehen nun unter Mordverdacht.  Wer wissen möchte, wer den Schüler umgebracht hat und was es mit den Skandalpost über die 4 Schüler zutun hat, muss dieses Buch unbedingt lesen. Ich vergebe 5 von 5 Sternen, da ich dieses Buch einfach nur verschlungen habe und bis zum Ende nicht wusste wer es war. Spannung pur !

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Meine Erwartungen waren ziemlich hoch, zumal das Buch so gehyped worden ist. Ich habe einige negative Stimmen gehört, wollte mich aber ganz unvoreingenommen in die Geschichte fallen lassen. Der Schreibstil dieser Autorin ist unfassbar angenehm zu lesen, und durch den häufigen Wechsel der Perspektiven bin ich gut durch das Buch gekommen. Diese haben das Buch auch ungemein spannend gemacht, denn die ganze Zeit fragte ich mich, wer denn der Täter gewesen sein soll. Letztendlich hatte ich recht schnell eine Vermutung, die sich auch bestätigt hat, weshalb der große Schock am Ende für mich ausblieb. Trotzdem konnte mich die Geschichte die ganze Zeit über unterhalten und ich Charaktere fand ich sehr authentisch. Ein weiterer Punkt den ich gerne ansprechen würde ist, dass ich die Message, die das Buch überbringen will, wirklich gut gelungen finde. Um niemanden zu spoilern verrate ich an dieser Stelle nicht mehr dazu. Das ganze Buch ist kritisch gegenüber einigen Aspekten, was für mich sehr realistisch war und mich von der Grundthematik total ins Pretty little liars-Feeling gebracht hat. Dennoch war es eine ganz eigene Geschichte, die ich jedem empfehlen kann, der etwas spannendes für die kälteren und düsteren Tage sucht.

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„One of us is lying“ ist ein Titel der aus dem Nichts kam und überall zu sehen war. Bookstagram war voll damit, und auch ich konnte dem Drang nicht widerstehen und habe es angefragt. Danke an den cbj Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar! Der Titel kam unglaublich gut im englischen Raum an. Als ich in England war, wegen der Hochzeit einer guten Freundin, fiel „One of us is lying“ auch schon damals auf. (Natürlich gehe ich auch in England als erstes in eine Buchhandlung.) 5 Highschool Schüler die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen beim Nachsitzen aufeinander. Das Drama ist da quasi schon vorprogrammiert, und ich muss gestehen, ich liebe solche Dramen manchmal schon sehr. Hier haben wir noch einen Mord im Mittelpunkt, um den es in diesem Buch hauptsächlich geht. Verdächtig sind unsere vier Hauptcharaktere: Browyn, Addy, Nate und Cooper. Browyn, die ihre Zukunft durch ihre guten Noten schon gesichert hat. Addy, die hier als „die Beliebte“ agiert. Nate, welcher der Tunichtgut der Bayview High ist und schlussendlich noch Cooper, der Sportstar der Schule. Simon stirbt während des Nachsitzens und die vier sind im Zentrum der Ermittlungen. Simon war nicht gerade der beliebteste an der Schule, da er eine Seite im Internet führte, welche die Geheimnisse der Schüler verbreitete. Man könnte behaupten, das er durch die Posts auf sich aufmerksam machen wollte. Welche Geheimnisse können jedoch die vier haben? Wir erleben die Geschichte, aus verschiedenen Blickwinkeln. Es wird bei jedem Sichtwechsel, angegeben welcher Tag gerade ist und um welche Uhrzeit die Ereignisse stattfinden, so das sich überschneidende Handlungsstränge trotzdem erzählt werden können. Natürlich, werde ich jetzt nicht weiter auf die Geheimnisse der Charaktere eingehen, jedoch kann man durch die verschiedenen Sichten das Handeln der Protagonisten besser nachvollziehen und wird so auf verschieden Fährten geführt. Die Autorin hat geschafft, das ich bis zum Ende nicht wusste, was wirklich passiert ist. Jedoch muss ich sagen, das mir die Ereignisse im Buch manchmal ein wenig zu überzogen waren. Ab und an, dachte ich mir, dass das jetzt doch nicht auch noch passieren kann. Das ist aber nur meine eigene Meinung und war der einzige Punkt der mich wirklich gestört hat. Der Schreibstil der Autorin hat mir auch wirklich gut gefallen, da es sich um ein Jugendbuch handelt, war die Sprache sehr einfach gehalten und daher angemessen. Fazit: Das Buch ist für jeden was, der gerne Geschichten über mysteriöse Mordfälle lesen. Bis auf kleine Einzelheiten, die ich ja bereits erwähnt hatte, ist das Buch wirklich lesenswert und wenn man auf Highschool Dramen steht, kann ich es nur empfehlen.

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Fünf Schüler haben das große Los gezogen und müssen am Nachmittag in der Bayview High nachsitzen. Für alle fünf ist es mehr oder weniger was Neues, das sie in diese Verlegenheit kommen und auch die Konstellation der Gruppe, ist eher selten. So haben wir die superschlaue Bronwyn, den Sporthelden Cooper, die Schönheitskönigin Addy, den rebellischen Nate und den Außenseiter Simon. Aber bevor das Nachsitzen richtig beginnt, bricht Simon zusammen und stirbt im Krankenhaus. Die Polizei nimmt die Ermittlung auf und ihre Verdächtigen, sind genau diese vier Schüler, denn Simon war nicht irgendwer, nein, er schrieb auf seiner App Skandalpost und für den nächsten Tag war ein neuer Beitrag geplant, mit den Geheimnissen von Bronwyn, Addy Cooper und Nate. Jeder hatte also was zu verbergen und somit ein Motiv. Welche Geheimnisse trägt jeder mit sich rum? Was hat Simon wirklich herausgekommen? Und wer ist der Täter? Ich muss gestehen, mich haben diese fünf Schüler an den Film „The Breakfast Club“ erinnert. Fünf unterschiedliche Schüler, fünf verschiedene Sichten und ein Samstag an diese zusammen nachsitzen müssen. Für mich ist es ein unglaublich guter Film gewesen, der überhaupt nicht an Charme und Aktuellem verloren hat und eigentlich Pflichtlektüre in der Schule sein müsste. Denn gerade in der Schule spielen viele eine Rolle und können aus dieser nicht ausbrechen. Ich war unglaublich gespannt, wie die Autorin hier vorgehen wird und ob ich danach auch mit großem Kopfnicken und dem Gedanken, genau so ist es, herausgehen werde. Ob es geklappt hat, erzähle ich euch jetzt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der vier Verdächtigen erzählt. Eigentlich mag ich gar nicht viel zu den Figuren verraten, weil man deren Leben und ihre Geheimnisse einfach selbst entdecken sollte. Aber vielleicht nur ganz kurz angerissen. Cooper ist der Sportler und unter großen Leistungsdruck, sein Vater möchte, dass er der große Baseballstar wird und so muss er sich auch verhalten. Der liebe brave gute Junge halt, der versucht seinen Vater stolz zu machen. Addy ist die Freundin von Coopers besten Freund Jack und erfühlt das Klischee als gut aussehendes Anhängsel, wenn Jack sagt, zieh was Enges an, dann tut das Addy. Aber wie soll sie auch etwas wie Persönlichkeit entwickeln, wenn die Mutter ihr das so vorlebt, ein Leben als Puppe für einen Mann. Dann haben wir Bronwyn, sie ist die Musterschülerin, immer gut und fleißig, ein Vorbild für alle und auf dem Weg zur Superuni. Ihre Familie hat hart für ihren Stand in der Gesellschaft gekämpft und durch die Krankheit ihrer Schwester, lastet die beste Note doppelt auf Bronwyn Schultern. Der Letzte im Bunde ist Nate, der schicke Rebell, der Loser sozusagen, der die Mädels abschleppt und mit Drogen dealt, aber sonst nix auf die Reihe bekommt. Er ist der typische „Bad Boy“, dabei ist sein Hintergrund ganz übel, Mutter verschwunden und Alkoholiker als Vater, sprich, er muss den Schein wahren und gibt einfach den besten Verdächtigen ab. Durch diese vier paar Augen wird nun die Geschichte erzählt, von Simon, dem unsympathischen Jungen, der alle schikaniert und durch seine Skandalapp durch den Kakao zieht, ohne über die seelischen Folgen der anderen nachzudenken. Das scheint seine Rache zu sein, das er immer am Rande der beliebten Schüler steht und nicht dazugehört. Somit haben es aber die vier anderen, einfach beim Leser, sich sympathisch zu präsentieren und je mehr man in deren Leben eintaucht und ihre Situation versteht, kann man ihnen das Verbrechen nicht zu trauen. Jeder wächst einem ans Herz, jedes Geheimnis ist verständlich und man leidet eher mit ihren mit. Denn dieses Nachsitzen hat fatale Auswirkungen auf ihr Leben. Das bringt mich auch direkt zum Anfang zurück, das Erste was mir auffiel, war das diese fünf Schüler, oder besser vier nicht bei diesem Nachsitzen bleiben, sondern das die Geschichte auf Wochen angelegt ist. Für mich wäre es klasse gewesen, direkt vor Ort zu bleiben, dort in die Köpfe zu schauen und sofort in Konfrontationsgespräche einzutauchen. Aber die Autorin wählte einen anderen Weg, und auch wenn dieser nicht schlecht gemacht ist, konnte sie mich am Ende nicht überzeugen. Leider kann ich gar nicht verraten, was mir nicht zugesagt hat, weil ich sonst das Ende verrate und das möchte ich nicht. Für mich war die Lösung aber zu einfach gewählt, vielleicht durfte sie nicht so, wie sie wollte, weil es ein Jugendbuch ist, aber ich fand es dadurch etwas fade und ich hätte mir hier mehr Mut gewünscht. Ansonsten hat mich die Geschichte richtig gut unterhalten, auch wenn der Mittelteil etwas langatmig war. Karen M. McManus hat eine interessante Idee nett umgesetzt und für gute Lesestunde damit gesorgt. Mit ihren Figuren hat sie einige Probleme angesprochen und gezeigt, dass es immer einen Weg zu sich selbst geben wird. Und das ist die eigentliche Aussage hier, hinter die Fassade gucken und zu sich selbst stehen, denn in jedem von uns schlummert ein Schlaukopf, ein Muskelprotz, eine Prinzessin und ein Rebell. Obwohl ich einiges zum Meckern hatte und es nicht meinen Vorstellungen entsprach, hat mir das Ganze schon großen Spaß gemacht.

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