Leserstimmen zu
One of us is lying

Karen M. McManus

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Fazit: Das erste mal habe ich von diesem Buch gehört habe, war in einer Radiosendung. Ohne das Cover oder den Klappentext gesehen zu haben, wusste ich sofort : dieses Buch muss ich lesen. Also gesagt getan. Das Cover hat mich sofort angesprochen und passt perfekt zu dem Titel des Buches "One of us is lying". Also einer der Vier Hauptcharakter (oder alle?) lügt und hat ein dunkles Geheimnis.  Das Buch lässt sich leicht lesen und ist super verständlich geschrieben. Jedes Kapitel wird aus der Sicht eines Hauptcharakter ( Bronwyn, Addy, Nate und Cooper) und ihre Sicht auf das Geschehene geschrieben. Die Story handelt um einen Mord an einem Highschool-Schüler. Alle 4 Hauptcharaktere waren bei dem Tod des Schülers dabei und stehen nun unter Mordverdacht.  Wer wissen möchte, wer den Schüler umgebracht hat und was es mit den Skandalpost über die 4 Schüler zutun hat, muss dieses Buch unbedingt lesen. Ich vergebe 5 von 5 Sternen, da ich dieses Buch einfach nur verschlungen habe und bis zum Ende nicht wusste wer es war. Spannung pur !

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Meine Erwartungen waren ziemlich hoch, zumal das Buch so gehyped worden ist. Ich habe einige negative Stimmen gehört, wollte mich aber ganz unvoreingenommen in die Geschichte fallen lassen. Der Schreibstil dieser Autorin ist unfassbar angenehm zu lesen, und durch den häufigen Wechsel der Perspektiven bin ich gut durch das Buch gekommen. Diese haben das Buch auch ungemein spannend gemacht, denn die ganze Zeit fragte ich mich, wer denn der Täter gewesen sein soll. Letztendlich hatte ich recht schnell eine Vermutung, die sich auch bestätigt hat, weshalb der große Schock am Ende für mich ausblieb. Trotzdem konnte mich die Geschichte die ganze Zeit über unterhalten und ich Charaktere fand ich sehr authentisch. Ein weiterer Punkt den ich gerne ansprechen würde ist, dass ich die Message, die das Buch überbringen will, wirklich gut gelungen finde. Um niemanden zu spoilern verrate ich an dieser Stelle nicht mehr dazu. Das ganze Buch ist kritisch gegenüber einigen Aspekten, was für mich sehr realistisch war und mich von der Grundthematik total ins Pretty little liars-Feeling gebracht hat. Dennoch war es eine ganz eigene Geschichte, die ich jedem empfehlen kann, der etwas spannendes für die kälteren und düsteren Tage sucht.

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„One of us is lying“ ist ein Titel der aus dem Nichts kam und überall zu sehen war. Bookstagram war voll damit, und auch ich konnte dem Drang nicht widerstehen und habe es angefragt. Danke an den cbj Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar! Der Titel kam unglaublich gut im englischen Raum an. Als ich in England war, wegen der Hochzeit einer guten Freundin, fiel „One of us is lying“ auch schon damals auf. (Natürlich gehe ich auch in England als erstes in eine Buchhandlung.) 5 Highschool Schüler die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen beim Nachsitzen aufeinander. Das Drama ist da quasi schon vorprogrammiert, und ich muss gestehen, ich liebe solche Dramen manchmal schon sehr. Hier haben wir noch einen Mord im Mittelpunkt, um den es in diesem Buch hauptsächlich geht. Verdächtig sind unsere vier Hauptcharaktere: Browyn, Addy, Nate und Cooper. Browyn, die ihre Zukunft durch ihre guten Noten schon gesichert hat. Addy, die hier als „die Beliebte“ agiert. Nate, welcher der Tunichtgut der Bayview High ist und schlussendlich noch Cooper, der Sportstar der Schule. Simon stirbt während des Nachsitzens und die vier sind im Zentrum der Ermittlungen. Simon war nicht gerade der beliebteste an der Schule, da er eine Seite im Internet führte, welche die Geheimnisse der Schüler verbreitete. Man könnte behaupten, das er durch die Posts auf sich aufmerksam machen wollte. Welche Geheimnisse können jedoch die vier haben? Wir erleben die Geschichte, aus verschiedenen Blickwinkeln. Es wird bei jedem Sichtwechsel, angegeben welcher Tag gerade ist und um welche Uhrzeit die Ereignisse stattfinden, so das sich überschneidende Handlungsstränge trotzdem erzählt werden können. Natürlich, werde ich jetzt nicht weiter auf die Geheimnisse der Charaktere eingehen, jedoch kann man durch die verschiedenen Sichten das Handeln der Protagonisten besser nachvollziehen und wird so auf verschieden Fährten geführt. Die Autorin hat geschafft, das ich bis zum Ende nicht wusste, was wirklich passiert ist. Jedoch muss ich sagen, das mir die Ereignisse im Buch manchmal ein wenig zu überzogen waren. Ab und an, dachte ich mir, dass das jetzt doch nicht auch noch passieren kann. Das ist aber nur meine eigene Meinung und war der einzige Punkt der mich wirklich gestört hat. Der Schreibstil der Autorin hat mir auch wirklich gut gefallen, da es sich um ein Jugendbuch handelt, war die Sprache sehr einfach gehalten und daher angemessen. Fazit: Das Buch ist für jeden was, der gerne Geschichten über mysteriöse Mordfälle lesen. Bis auf kleine Einzelheiten, die ich ja bereits erwähnt hatte, ist das Buch wirklich lesenswert und wenn man auf Highschool Dramen steht, kann ich es nur empfehlen.

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Fünf Schüler haben das große Los gezogen und müssen am Nachmittag in der Bayview High nachsitzen. Für alle fünf ist es mehr oder weniger was Neues, das sie in diese Verlegenheit kommen und auch die Konstellation der Gruppe, ist eher selten. So haben wir die superschlaue Bronwyn, den Sporthelden Cooper, die Schönheitskönigin Addy, den rebellischen Nate und den Außenseiter Simon. Aber bevor das Nachsitzen richtig beginnt, bricht Simon zusammen und stirbt im Krankenhaus. Die Polizei nimmt die Ermittlung auf und ihre Verdächtigen, sind genau diese vier Schüler, denn Simon war nicht irgendwer, nein, er schrieb auf seiner App Skandalpost und für den nächsten Tag war ein neuer Beitrag geplant, mit den Geheimnissen von Bronwyn, Addy Cooper und Nate. Jeder hatte also was zu verbergen und somit ein Motiv. Welche Geheimnisse trägt jeder mit sich rum? Was hat Simon wirklich herausgekommen? Und wer ist der Täter? Ich muss gestehen, mich haben diese fünf Schüler an den Film „The Breakfast Club“ erinnert. Fünf unterschiedliche Schüler, fünf verschiedene Sichten und ein Samstag an diese zusammen nachsitzen müssen. Für mich ist es ein unglaublich guter Film gewesen, der überhaupt nicht an Charme und Aktuellem verloren hat und eigentlich Pflichtlektüre in der Schule sein müsste. Denn gerade in der Schule spielen viele eine Rolle und können aus dieser nicht ausbrechen. Ich war unglaublich gespannt, wie die Autorin hier vorgehen wird und ob ich danach auch mit großem Kopfnicken und dem Gedanken, genau so ist es, herausgehen werde. Ob es geklappt hat, erzähle ich euch jetzt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der vier Verdächtigen erzählt. Eigentlich mag ich gar nicht viel zu den Figuren verraten, weil man deren Leben und ihre Geheimnisse einfach selbst entdecken sollte. Aber vielleicht nur ganz kurz angerissen. Cooper ist der Sportler und unter großen Leistungsdruck, sein Vater möchte, dass er der große Baseballstar wird und so muss er sich auch verhalten. Der liebe brave gute Junge halt, der versucht seinen Vater stolz zu machen. Addy ist die Freundin von Coopers besten Freund Jack und erfühlt das Klischee als gut aussehendes Anhängsel, wenn Jack sagt, zieh was Enges an, dann tut das Addy. Aber wie soll sie auch etwas wie Persönlichkeit entwickeln, wenn die Mutter ihr das so vorlebt, ein Leben als Puppe für einen Mann. Dann haben wir Bronwyn, sie ist die Musterschülerin, immer gut und fleißig, ein Vorbild für alle und auf dem Weg zur Superuni. Ihre Familie hat hart für ihren Stand in der Gesellschaft gekämpft und durch die Krankheit ihrer Schwester, lastet die beste Note doppelt auf Bronwyn Schultern. Der Letzte im Bunde ist Nate, der schicke Rebell, der Loser sozusagen, der die Mädels abschleppt und mit Drogen dealt, aber sonst nix auf die Reihe bekommt. Er ist der typische „Bad Boy“, dabei ist sein Hintergrund ganz übel, Mutter verschwunden und Alkoholiker als Vater, sprich, er muss den Schein wahren und gibt einfach den besten Verdächtigen ab. Durch diese vier paar Augen wird nun die Geschichte erzählt, von Simon, dem unsympathischen Jungen, der alle schikaniert und durch seine Skandalapp durch den Kakao zieht, ohne über die seelischen Folgen der anderen nachzudenken. Das scheint seine Rache zu sein, das er immer am Rande der beliebten Schüler steht und nicht dazugehört. Somit haben es aber die vier anderen, einfach beim Leser, sich sympathisch zu präsentieren und je mehr man in deren Leben eintaucht und ihre Situation versteht, kann man ihnen das Verbrechen nicht zu trauen. Jeder wächst einem ans Herz, jedes Geheimnis ist verständlich und man leidet eher mit ihren mit. Denn dieses Nachsitzen hat fatale Auswirkungen auf ihr Leben. Das bringt mich auch direkt zum Anfang zurück, das Erste was mir auffiel, war das diese fünf Schüler, oder besser vier nicht bei diesem Nachsitzen bleiben, sondern das die Geschichte auf Wochen angelegt ist. Für mich wäre es klasse gewesen, direkt vor Ort zu bleiben, dort in die Köpfe zu schauen und sofort in Konfrontationsgespräche einzutauchen. Aber die Autorin wählte einen anderen Weg, und auch wenn dieser nicht schlecht gemacht ist, konnte sie mich am Ende nicht überzeugen. Leider kann ich gar nicht verraten, was mir nicht zugesagt hat, weil ich sonst das Ende verrate und das möchte ich nicht. Für mich war die Lösung aber zu einfach gewählt, vielleicht durfte sie nicht so, wie sie wollte, weil es ein Jugendbuch ist, aber ich fand es dadurch etwas fade und ich hätte mir hier mehr Mut gewünscht. Ansonsten hat mich die Geschichte richtig gut unterhalten, auch wenn der Mittelteil etwas langatmig war. Karen M. McManus hat eine interessante Idee nett umgesetzt und für gute Lesestunde damit gesorgt. Mit ihren Figuren hat sie einige Probleme angesprochen und gezeigt, dass es immer einen Weg zu sich selbst geben wird. Und das ist die eigentliche Aussage hier, hinter die Fassade gucken und zu sich selbst stehen, denn in jedem von uns schlummert ein Schlaukopf, ein Muskelprotz, eine Prinzessin und ein Rebell. Obwohl ich einiges zum Meckern hatte und es nicht meinen Vorstellungen entsprach, hat mir das Ganze schon großen Spaß gemacht.

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Nachdem das Buch im englischen Raum wirklich gelobt wurde und einige sich auf das Buch gefreut haben, wurde auch ich von der Vorfreude angesteckt und allein vom Titel angezogen. Addy hat mir mit ihrer Rolle das typische Highschoolmädchen geboten, das man erwartet. Ob mit ihrem Freund Jake oder auch Ty, Probleme sind vorprogrammiert und obwohl sie recht beliebt zu sein scheint, kommen sowohl auf sie als auch auf die anderen immer neue Hindernisse zu, die ich wie gebannt verfolgt habe! Sie habe ich tatsächlich schnell ins Herz geschlossen, denn sie lernt aus ihren Fehlern und mit der Zeit habe ich erkannt, dass sie viel gutgläubiger ist, als man es ihr zu Beginn zuschreiben würde. Bronwyn war die Streberin in der Gruppe und hat mir dementsprechend von Anfang an gut gefallen, denn mit ihr konnte ich mich spontan am ehesten identifizieren. Ich mochte sie unheimlich gern und habe auch hier gebannt einiges verfolgt, vor allem, als sie sich mit Nate näher und näher angefreundet hat. Diese Entwicklung hat mir im ganzen Buch wahrscheinlich mit am besten gefallen und natürlich entstehen auch daraus einige unheimlich verzwickte Situationen. Nate wirkte – vor allem zu Beginn der Geschichte – wie der Außenseiter und Rumtreiber in der Gruppe. Er schien wirklich wegen etwas Ernstem beim Nachsitzen zu sein und so wollte man ihm auch schnell die Rolle dazu zuweisen. Ich bin froh, dass man schnell dahinter kommt, dass er womöglich sogar der liebste aus der Gruppe ist und wie enorm Vorurteile und Familiengeschichten Einfluss auf unser Verhalten nehmen können, sieht man an seinem Beispiel wirklich gut. Hier war ich besonders erleichtert, dass er Bronwyn gefunden hat. Simon ist das Rätsel in dieser Geschichte, denn was mit ihm passiert versteht keiner so genau und alle versuchen herauszufinden, was es mit ihm auf sich hat, welche Gründe er für seine Taten hatte und wer ihm womöglich etwas antun wollte. Ich muss sagen, dass er mir mit der Zeit immer unsympathischer, die anderen Charaktere dafür aber immer sympathischer wurden und ich dem Ziel auch ohne die Hauptcharaktere nach und nach nähergekommen bin. Zu guter Letzt ist da noch Cooper, der in meinen Augen wohl der Neutralste gewesen ist und den ich unheimlich ins Herz schließen konnte. Wo er erst einmal wie der Vorzeigesportler wirkt, kommen auch über ihn nach und nach Geheimnisse ans Licht, die er nicht unbedingt preisgeben wollte. Ich finde, dass ihn diese Geheimnisse nur noch sympathischer gemacht haben und ich konnte ihn mit am besten verstehen und habe ihn auch zum Ende hin noch immer gern gehabt! Die Geheimnisse bilden in dieser Geschichte natürlich den Kernpunkt und ohne sie und Simons Tod wäre das Buch nicht annähernd so spannend. Natürlich rätselt man mit den Charakteren mit und weiß nie, ob nicht einer von ihnen genau das verschweigt, das ihn als Täter entlarven würde. Auch die Postings, die vom verstorbenen Simon nach und nach erscheinen tragen nicht zur Besserung bei und man rätselt und rätselt, was ich unheimlich geliebt habe! Das Buch ist auf jeden Fall etwas Besonderes und vor allem auch besonders spannend und obwohl ich mir zum Ende hin hundert prozentig sicher war, wie es ausgeht, fand ich es dennoch absolut gelungen! Fazit: Ich freue mich nach diesem Buch auf jeden Fall auf mehr von der Autorin und kann es kaum abwarten, genau das zu bekommen! Die Story war perfekt, wirkte absolut rund und stimmig und ich habe es geliebt, die Charaktere nach und nach kennenzulernen und ihre Geheimnisse aufzudecken! Immer wieder habe ich mich dabei erwischt, mich zu fragen, ob nicht doch ein Charakter, der absolut unschuldig wirkt am Ende der Schuldige ist und immer wieder habe ich mich gefragt, was Simon mit alledem überhaupt bewirken wollte. Ich bin froh, dass ich auf all meine Fragen Antworten erhalten habe und kann dieses Buch jedem, der Spannung und Rätselgeschichten mag, nur wärmstens empfehlen! Fans von Pretty little Liars, The Amateurs, Scherbenmädchen oder auch Auge um Auge werden dieses Buch sicher lieben 🙂 Von mir gibt es diesmal 5 Federn!

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Fünf unterschiedliche Schüler der Bayview High müssen zusammen nachsitzen. Das dies keine normale Schulstunde sein wird ahnen die fünf Schüler vorher nicht. Vor der Schule passierte ein Autounfall und der Lehrer geht nachschauen, ob er jemandem helfen kann. Doch plötzlich erleidet einer der Schüler, Simon, einen allergischen Schock und sein EpiPen ist unauffindbar und letztendlich stirbt Simon. Die Kapitel sind abwechselnd aus den verschiedenen Perspektiven der Schülern beschrieben, denn so lernt man die einzelnen Charaktere näher kennen. Nate, der Dealer, Browyn ist die Schulstreberin, Cooper, der Baseball-Star und Addy ist das beliebteste Mädchen der Schule. Schon am Anfang ist jeder der Schüler verdächtig. Das Opfer Simon war nicht sehr beliebt, weil er durch seine eigene App immer Enthüllungen gepostet hat und anscheinend jeder der Schüler etwas zu verbergen hat. Am Anfang baut die Autorin sehr viel Spannung auf und ich wollte unbedingt wissen wer Simon umgebracht hat. Der Mittelteil war für mich nicht so spannend wie der Anfang, aber dennoch spannend, weil unerwartete Geschehnisse aufgedeckt wurden. Das Ende war für mich leider mehr als vorhersehbar. Ich kann verstehen, dass die Autorin dieses Ende gewählt hat, aber ich habe es schon länger geahnt. Ich habe da mehr auf einen Wow-Effekt gehofft. Die Hauptpersonen fand ich gut beschrieben. Jeder der Charaktere hat seine guten und schlechten Seiten. An manchen Stellen mag man sie, an anderen Stellen nicht so. Besonders gefallen hat mir, dass man als Leser die Personen und auch die familären Umstände näher kennengelernt hat, denn nichts ist so wie es scheint und jeder hat ein Geheimnis. Mein Fazit zu “One of us is lying” von Karen McManus “One of us lying” lebt von den facettenreichen Charakteren. Die Spannung vom Anfang ebbt leider immer mehr ab und das Ende war für mich nicht überraschend und sehr vorhersehbar. Ich hätte mir ein besseres Ende gewünscht.

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Fünf Jugendliche finden sich zum Nachsitzen in der Bayview High ein: die schlaue Bronwyn, die schöne Addy, der drogendealende Nate, der sportliche Cooper und Simon, der eine Gossip-App betreibt. Letzterer wird ermordet und alle anderen beteuern ihre Unschuld. Am Folgetag hätte Simon einen Skandalpost absetzen wollen, der die vier Tatverdächtigen arg blamiert hätte. Da stellt sich natürlich die Frage: Wer von ihnen war’s? Während der spannende Kriminalfall geklärt wird, entfaltet sich vor unseren Augen Skandal um Skandal. Der tolle Debutroman der amerikanischen Autorin Karen McManus ist nicht umsonst ein New York Times Bestseller. Klugerweise wird die ganze Geschichte aus der Ich-Perspektive der vier Tatverdächtigen erzählt. Dadurch ist ganz lange unklar, wie alles abgelaufen ist. Sicher ist nur, dass einer lügt, denn One of us is lying. Die Jugendlichen sind überzeugend beschrieben und je besser man sie kennenlernt, desto mehr gewinnen die anfangs so stereotyp erscheinenden Teenies mit ihren Sorgen (Sexualität, Liebe, Vertrauen, Elternprobleme,…) an Tiefe. Die langsam aufkeimende Freundschaft der vier Beschuldigten ist nur eines der Highlights dieses gelungenen Pageturners. Unbedingte Leseempfehlung für alle Whodunnit-Fans! Karen McManus hat die Young Adult-Szene im Sturm erobert. Sie ist Alleinerzieherin eines Sohnes; ihr Mann starb, als der Junior noch ein Kleinkind war. McManus arbeitete vollzeit im Marketing, als sie sozusagen nebenbei noch dieses klasse Buch schrieb. Die Hälfte von One of us is lying sei neben dem Baseballfeld ihres Kindes entstanden, erzählt die Schriftstellerin im Writers Digest-Interview vom 08.12.2017. Hier erfährt man auch, dass Ihr Sohn sehr stolz darauf ist, den Namen eines der Romanpolizisten, Hank Budapest, erfunden zu haben. Ihr nächster Thriller ist auch schon im Entstehen: Two Can Keep a Secret dreht sich um Geheimnisse und Lügen in einer kleinen Stadt und wird 2019 erscheinen. Ich freu mich schon darauf!

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MEINE MEINUNG: Im Mittelpunkt der Geschichte stehen fünf Highschool-Schüler, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Bronwyn, die Streberin, die nur die besten Zensuren schreibt, Addy, die Schönheitskönigin, Nate, der Junge auf der schiefen Bahn und Cooper, Sportler und damit Mitglied der beliebtesten Clique der Schule. Daneben gibt es noch Simon, von vielen Schülern verhasst, da er eine Gossip-App betreibt, die die dunkelsten Geheimnisse der Schüler ans Tageslicht bringt und somit schon einigen Schülern den Schulalltag zur Hölle gemacht haben. Sie alle treffen sich zu Beginn der Geschichte beim Nachsitzen. Sie kennen sich zwar, haben aber nicht viel miteinander zu tun. Auch die Umstände, welche sie zum Nachsitzen gebracht haben, werfen ein Rätsel auf. Es scheint fast, als hätte ihnen jemand einen Streich gespielt und es genau auf diese Schülerkonstellation abgesehen… Am Ende der Stunde ist Simon tot. Interessant dabei ist, dass Simon einen Post geplant hatte, der die dunkelsten Geheimnisse der anderen vier Schüler zutage fördern würde. Somit haben sie alle ein Motiv und die Suche nach dem Mörder beginnt. Die ungewöhnliche Zusammensetzung der vier Protagonisten hat einiges an Abwechslung und Spannung in die Geschichte gebracht. Toll war auch der Perspektivenwechsel von Kapitel zu Kapitel. So bekommt der Leser Einblick in die Gedankenwelt der vier und lernt sehr verschiedene Charaktere auf einer tiefgründigen Ebene kennen. Die Autorin hat facettenreiche Persönlichkeiten erstellt, die mir alle sehr sympathisch waren. Nach und nach werden die skandalösen Geheimnisse der Jugendlichen aufgedeckt und die haben es alle in sich! Jeder der vier hätte ein Motiv für Simons Mord, aber wer von ihnen hat denn nun die schreckliche Tat begangen? Diese Frage steht natürlich im Mittelpunkt der Geschichte und bis kurz vor dem Ende war ich auch ziemlich planlos, weil ich keinem der Protagonisten eine solche Tat zugetraut hätte. Schließlich lernt man sie alle auf eine sehr persönliche Weise kennen und trotz ihrer Geheimnisse, schien es mir nicht so, als gäbe es einen Mörder unter ihnen. Alle haben spannende Geheimnisse, als Leser erfährt man aber auch, was den Betroffen zu der jeweiligen Tat gebracht hat. Es steckt doch immer so viel mehr dahinter, als es auf den ersten Blick scheint. Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Der lockere Tonfall hat mich schnell durch die Seiten fliegen lassen und die verschiedenen Perspektiven haben mir auch sehr zugesagt. Bei Büchern, in denen verschiedene Charaktere erzählen, habe ich oft meine Favoriten und auch Charaktere, die ich nicht so gerne lese. Hier war das aber nicht der Fall. Bronwyn, Addy, Cooper und auch Nate, haben mir gleichermaßen gefallen und alle vier haben interessante Geschichten, die ich gerne verfolgt habe. Da war es dann immer ziemlich schwer das Buch aus der Hand zu legen, da ich wissen wollte, wie es denn bei der nächsten Person weitergeht. Gegen Ende hatte ich einen Verdacht, der sich letztendlich auch bestätigt hat. Trotzdem ist die Spannung bis zum Schluss erhalten geblieben, was ich auch sehr besonders fand. Oft ist für mich nach der Auflösung die Luft raus, hier hat die Geschichte aber noch eine Überraschung parat, mit der ich nicht gerechnet habe. FAZIT: One of us is lying behandelt viele wichtige Themen, wie Mobbing, Schubladendenken und das in Verbindung mit reichlich Spannung und einem rätselhaften Mordfall. Dazu kommen tolle, facettenreiche Charaktere, die man als Leser gerne begleitet. Es geht um Verräter, um Vertrauen und letztendlich um Zusammenhalt. Eine tolle Mischung, wenn ihr mich fragt. Absolute Kaufempfehlung!

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