Leserstimmen zu
Totenfest

Geir Tangen

Haugesund (2)

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Ein gelungener zweiter Band!

Von: Vibresbuecherwelt

31.10.2019

Meinung / Schreibstil: „Totenfest“ ist der zweite Band der Haugesund Reihe. Obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen hatte, bin ich gut in das Buch reingekommen. Ich hatte keine Lücken oder Schwierigkeiten mit den Zusammenhängen. Der Schreibstil war sehr flüssig und spannend. Die Protagonisten waren für mich gut durchdacht und auch wirklich passend. Durch die verschiedenen Sichtweisen, wurden die Kapitel abgerundet. Fazit: Ein gelungener Thriller mit einigen Wendungen! Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

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Totenfest ist der zweite Teil einer geplanten Trilogie des Autors, deren Handlung in der norwegischen Stadt Haugesund angesiedelt ist. Mir war nicht bewusst, dass es sich hierbei um den zweiten Teil einer Trilogie handelt, als ich das Buch beim Verlag angefragt habe; der Klappentext hat mich einfach angesprochen. Und obwohl mir dadurch hin und wieder Hintergrundinformationen fehlten, die sich an den ersten Band orientierten, hatte ich überhaupt keine Probleme, in die Handlung rein zu finden, ganz im Gegenteil, mich hat die Geschichte von der ersten Seite an gepackt, so sehr sogar, dass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil ist großartig, di beiden Hauptcharaktere Lotte und Viljar sind tiefgründig und dabei so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Ist da auf der einen Seite die überkorrekte Ermittlerin Lotte, die sich akribisch an alle Regeln hält und mit ihrem Ordnungstick und ihrer Distanziertheit sehr neurotisch wirkt, ist da auf der anderen Seite der etwas zu abgerissene investigative Journalist Viljar, der sich auch mal jenseits der Legalität bewegt. Und trotzdem verbindet die beiden seit den Ereignissen des ersten Bandes eine tiefe Freundschaft, die nicht nur für außenstehende merkwürdig erscheinen mag. Im Zweifelsfall können sie sich auf den jeweils anderen verlassen, und Lotte ist sogar bereit, von ihren Prinzipien mehr als nur ein Stück ab zu wenden. Auch das Thema des Buches, indem es um rechtsextreme Gruppierungen in Norwegen geht, ist hoch interessant und lässt einen teilweise den Kopf schütteln, über den abgrundtiefen Hass gegenüber anderen Kulturen und Hautfarben. Das Buch hat 544 Seiten, aber es war an keiner Stelle auch nur ansatzweise langatmig. Die Kapitel sind auch nicht zu lang, was ich sehr angenehm finde, weil dadurch immer wieder Tempo neu aufgenommen wird und man noch fokussierter auf die Handlung ist. Fazit: Obwohl ich ja wie bereits oben erwähnt den ersten teil dieser Trilogie (noch) nicht kannte, hat dieser Thriller mich sehr gut unterhalten und ich würde ihn bisher zu meinen absoluten Jahreshighlights zählen. Eine große Leseempfehlung an alle Thrillerfans; jedoch würde ich natürlich dazu raten, erst den ersten Teil zu lesen.

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Das ist mein erstes Buch von Geir Tangen, es gibt einen Vorgängerband, jedoch habe ich auch ohne große Vorkenntnisse gut in die Geschichte gefunden und somit nichts wichtiges vermisst. Der Journalist Viljar Gudmundsson benötigt dringend die Hilfe der Polizistin Lotte Skeisvoll. Der 17 jährige Sohn von Viljar steht nach einer rauschenden Partynacht unter dem Verdacht seine Freundin Emilie getötet zu haben. Alex jedoch, kann sich an rein gar nichts mehr erinnern…. Wie oben schon geschrieben habe, ist Totenfest Band 2 einer Reihe. Zu beginn gewährt und Tanger einen kleinen Rückblick auf Band 1 “ Seelenmesse „. Darin erfahren wir, das es in Seelenmesse, Lotte ziemlich hart getroffen hat, die Auswirkungen davon übertragen sich auf Band zwei, durch den kurzen Rückblick bekommt man somit gleich auch ein erstes Gefühl für die Protagonisten. Die Protagonisten gefallen mir sehr gut, Lotte und Viljar, zwei Charaktere wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, eine wirklich gelungene Konstellation. Alex, der Sohn von Viljar, hat ADHS, welches hier ebenfalls sehr gut in Szene gesetzt wird. Durch seine stellenweise unbedachten Handlungen, rückt er sich immer wieder ins falsche Licht, nicht genug das alle Fakten sowieso auf ihn als Täter hinweisen. Für Lotte und Viljar heißt das, Zusammenhalt und das Puzzle Stück für Stück zusammensetzen. Der Autor hat einen flüssigen Schreibstil der einem rasant durch knappe 500 Seiten fliegen lässt. Der Erzählstil ist bildgewaltig und fesselnd. Der Autor hält einige Überraschungen parat, die man nicht vorhersehen kann, die sich jedoch nach und nach zusammenfügen. Mit gutem Gewissen kann ich das Werk empfehlen. Spannende Lesestunden, die zum miträtseln einladen. Ein Protagonisten Paar, das unterschiedlicher nicht sein könnte, jedoch immer zusammenhält wenn es hart auf hart kommt. 4 von 5 Sterne

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Der Journalist Viljar Gudmundsson ist noch mehr auf Polizistin Lotte Skeisvoll angewiesen als bei ihrem ersten gemeinsamen Fall, den dieses Mal ist es ausgerechnet Viljars pubertierender Sohn, der unter Mordverdacht gerät. Nach einer Party voller Alkohol und Drogen wacht er neben der Leiche seiner Freundin Emilie auf, alle Hinweise scheinen ihn als Täter zu identifizieren. Doch Alex kann sich an nichts mehr vom vorigen Abend erinnern... Es ist bereits der zweite Roman, den der norwegische Autor Geir Tangen für seine zwei so gegensätzlichen Figuren verfasst hat: „Totenfest“ ist der direkte Nachfolger von „Seelenmesse“ und greift zu Beginn auch noch die Ereignisse des vorigen Bandes auf, die ihre Spuren besonders bei Lotte hinterlassen haben. Das gefällt mir sehr gut und lässt nicht nur die Charaktere menschlicher und nahbarer wirken, sondern lässt auch die Rahmenhandlung der Reihe kompakter wirken. Für Neueinsteiger in die Serie empfiehlt es sich deswegen aber auch schon bei diesem Teil, lieber direkt mit dem ersten Band zu beginnen. Nichtsdestotrotz erzählt „Totenfest“ natürlich vorrangig eine eigenständige Geschichte, und die hat es wieder in sich. Die oben beschriebene Szenerie wird an den Anfang gesetzt und gibt dem Leser wie den beiden Ermittlern zunächst Rätsel auf. Wie Geir Tangen der Lösung häppchenweise mit immer neuen Hinweisen auf den tatsächlichen Tathergang näher kommt, ist sehr geschickt ausgemalt und sorgt für kleine wie große Überraschungen, die den Verlauf lebendig halten. Sehr gut gefallen mir jedoch die aktuellen Bezüge, die gesellschaftskritische Themen ansprechen und gelungen mit dem vorliegenden Fall verknüpfen. Das liest sich dann sehr stimmungsvoll und lebendig. Sicherlich wird dies auch durch die Charaktere unterstützt, die hier mit weiteren Facetten ausgestattet werden. Sowohl Viljar als auch Lotte lassen tiefer in ihr Inneres blicken und werden mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die ihnen die Möglichkeit zur Entwicklung geben. Der Fokus liegt dabei dieses Mal eher auf Viljar, zudem entfällt ein wenig das Knistern des Kennenlernens, des aneinander Gewöhnens, das den ersten Band noch mitbestimmt hat. Doch auch die neu hinzugekommenen Nebenrollen sind stimmig konzipiert und werden durch den eingängigen Schreibstil Tangens gekonnt eingebunden. „Totenfest“ liest sich flüssig und spannend, ist gerade zu Anfang nicht so einfach zu durchschauen und schafft immer wieder überraschende Momente, die sich dennoch stimmig in das Gesamtbild einfügen. Besonders gelungen ist jedoch die Gesellschaftskritik, die mit einem wichtigen Thema aufkommt und immer weiter aufgebläht wird. Seinem direkten Vorgänger ist „Totenfest“ deswegen keineswegs unterlegen, sondern fügt passende neue Elemente ein.

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✿ Meine Meinung ✿ Ein Thriller aus Norwegen geht immer und da mir Band 1 "Seelenmesse" schon ganz gut gefallen hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit dem Journalisten Viljar Gudmundsson und der Polizistin Lotte Skeisvoll weitergehen wird. Im ersten Band hatte Lotte den Tod ihrer Schwester direkt vor Augen, den sie bisher noch nicht verarbeiten konnte. Lotte ist eh ein Fall für sich und mich wundert es, das sie und Viljar sich gut verstehen. Ok, vielleicht auch, weil Gegensätze sich anziehen. Er ist naiv, unordentlich und nachlässig, sie dagegen sehr perfekt, strukturiert und äußerst penibel. Diese Konstellation macht die Trilogie sehr lesenswert, denn wenn es hart auf hart kommt, halten die Beiden zusammen. In diesem Fall wird Alex, der Sohn von Viljar, des Mordes an einer Schulfreundin beschuldigt, doch er kann sich nicht daran erinnern, denn die Party war ein voller Erfolg, was Alkohol und Drogen angeht. Alex hat ADHS und seine Handlungen sind nicht immer logisch und verstärken noch den Verdacht, das er wirklich was mit dem Tod von Emilie zutun hat. Nun ist es an Vilja und Lotte seine Unschuld zu belegen, auch wenn alle Beweise gegen Alex sprechen. Weiterhin fasst der Autor hier ein aktuelles Thema an und zwar wie die Norwegische Widerstandsgruppe Jugendliche akquiriert sich gegen alles zu stellen was "nicht norwegisch" ist und hier nimmt der Plot einen Verlauf, der einem wieder vor Augen führt, wie manipulativ Menschen sein können. Trotz der über 500 Seiten kam keine Langeweile auf, denn in der Story brennt es an vielen Ecken in der Stadt Haugesund und durch die kurzen Kapitel in denen einige Partygäste ihre Sichtweise der tödlichen Nacht erzählen, wird ganz langsam klar, wer für den Tod an Emilie verantwortlich ist. ✿ Fazit ✿ Wieder ein spannender Fall für das "kaputte" Duo Viljar und Lotte, in dem sie Schuld und Unschuld, den richtigen Personen zuordnen müssen.

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