Leserstimmen zu
Das Leben, Zimmer 18 und du

Nancy Salchow

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Kurz nachdem der Zwillingsbruder von Nancy an Krebs gestorben ist, stirbt auch ihre Mutter an der selben Krankheit. Nach und nach merkt Nancy Salchow, dass sie die Zeit doch mehr mitgenommen hat, als angenommen. Daher sieht sie keinen anderen Ausweg als sich zur weiteren Therapie in eine Klinik einweisen zu lassen. Während einer Depressionsrunde begegnet sie Bastian, der ebenfalls zur Behandlung dort ist. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und schon bald wird Bastian der rettende Anker für Nancy. Der Schreibstil von Nancy Salchow hat mir sehr gut gefallen. Dabei hat sie ihre eigene schwierige Geschichte in ein überaus ehrliches Buch zu verpacken. Sie berichtet schonungslos über ihre Zeit in der Klinik mit allen Höhen und Tiefen. Umrahmt wird die Geschichte dabei mit Textausschnittes aus dem Tagebuch ihrer Mutter, die zu Beginn von Martins Krankheit entstanden sind, die E-Mails zwischen Nancy und Bastian und die Briefe an Haucke. Zum Thema Depressionen hätte ich mir teilweise etwas mehr Tiefgang gewünscht. Klar wurden immer wieder die Panikattacken, die Träume sowie eine plötzlich einsetzende Traurigkeit geschildert, allerdings hätte ich mir noch mehr Informationen über das Thema gewünscht, da es in unserer heutigen Gesellschaft doch sehr präsent ist. Das Cover besticht mit seiner Schlichtheit und passt perfekt zur Geschichte. Das Buch ist durch das Thema sicherlich keine leichte Kost, trotzdem würde ich es jedem empfehlen zu lesen. Nancy Salchow zeigt durch ihre eigene Geschichte, dass man aus dem Loch der Depressionen sehr wohl wieder rauskommen kann und welche Rolle dabei die Liebe zu einem anderen Menschen spielen kann.

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Allgemeines: Titel: Das Leben, Zimmer 18 und du - Wie ich wieder Liebe und Hoffnung fand und meine Depression besiegte Autorin: Nancy Salchow Verlag: Heyne Genre: Roman (autobiografisch) ISBN: 978-3-453-60421-6 Seiten: 239 Preis: 9,99€ Buch kaufen Klappentext "Für Nancy Salchow bricht eine Welt zusammen, als binnen kürzester Zeit sowohl ihr Zwillingsbruder als auch ihre Mutter an Krebs sterben. Geschüttelt von Panikattacken, sieht sie keinen anderen Ausweg, als sich in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen. Hier nimmt ihr Schicksal eine entscheidende Wende: Sie begegnet ihrer großen Liebe, die ihr die Kraft gibt, aus dem Burnout und der Depression herauszufinden. Ein Buch, das Mut macht und zeigt, dass das hellste Licht manchmal erst dann sichtbar wird, wenn man die Dunkelheit gesehen hat." Cover Das Cover ist eigentlich wirklich schön gestaltet. Der weiße Hintergrund und das Pärchen unten als schwarze Silouette. Hübsch und schlicht. Schreibstil Das Buch ließ sich wirklich angenehm lesen. Der Schreibstil war sehr flüssig. Manche Stellen wirkten etwas langatmig, weil vieles wiederholt wurde, aber im Großen und Ganzen wirklich gut zu lesen. Charaktere Die Charaktere waren eigentlich alle sympathisch. Den Mann von Nancy mochte ich nicht wirklich, aber er wurde auch nie groß beschrieben und so konnte man keine wirkliche Verbindung zu ihm aufbauen und er wirkte nur wie der genervte und desinteressierte Ehemann, der er vielleicht gar nicht ist. Meine Meinung Ein gutes Buch, mit kleinen Schwächen. Das Thema Depression finde ich wirklich wichtig und es sollte wirklich erst genommen werden. Allerdings kam mir das etwas zu kurz. Ja, sie hat sich in eine Psychatrie einweisen lassen, sie hat an Therapiesitzungen teilgenommen, hat das Leben dort gelebt. Ich denke, man hat auch einen ganz guten, aber subjektiven Einblick von dem Leben dort bekommen. Immerhin ist das ganze autobiografisch und die Autorin hat das selbst durchlebt. Das macht das ganze noch etwas persönlicher. Aber am Ende war es mir doch einfach zu sehr eine Liebesgeschichte. Es sollte bestimmt nicht so wirken, aber irgendwie hat sie sich im letzten Drittel des Buches nur noch damit beschäftigt, welcher Mann nun der richtige ist. Die Depressionen wurden immer wieder eingebunden durch Panikattacken oder diese plözuliche Trauer, die sie überfiel, aber irgendwie hat es nicht richtig gepasst. Das Buch soll die Geschichte einer mutigen Frau erzählen, die einen Hoffnungsschimmer in ihrer Depression gefunden hat, die sich daran fest gehalten hat und am Ende tut es ihr wirklich gut. Es zeigt, wozu auch Liebe fähig ist, wie weit man bereit ist zu gehen, wie wichtig es ist, in solchen Situationen richtige Unterstützung zu bekommen. Genau so zeigt das Buch auch, dass es wichtig ist - als Unterstützender - das man immer auf sich selbst achtet, sonst verliert man die eigene Gesundheit aus den Augen. Ansich ein wirklich schönes, teilweise berührendes Buch, dass mir leider an manchen Stellen zu sehr wie eine Liebesgeschichte wirkte und die schwere Thematik der Depressionen herunter gespielt hat. ★★★★ / ★★★★★ Vielen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

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