Leserstimmen zu
Die Blütentöchter

Joël Tan

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Paperback
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Zitat: "Wir haben keine Wahl." Inhalt: Die Familie Laemmlin hat vier Kinder. Einen Sohn, Götz, und drei Töchter: Eilika, Clementina und Imagina. Die Mädchen sind Drillinge was nicht für alle mit rechten Dingen zugeht. Für die Einen sind sie ein Segen. Für Andere ein Zeichen des Teufels. Sogar die eigene Familie spaltet sich was das angeht. Wer wie darüber denkt hängt stark vom Wohlwollen zur Familie ab. Heilbronn hat sich an das Bild der drei jungen, schönen Frauen gewöhnt, die dem schönsten Tag ihres Lebens entgegenfiebern. Dann kommt allerdings ein Bußprediger in die Stadt, der die Drillinge in sehr große Schwierigkeiten bringt. Und die kostet sie alles was sie besitzen und ihnen wichtig ist. Meine Meinung: Ich weiß noch nicht wie ich das Gelesene richtig in Worte fassen soll um euch zu erklären wie es mir gefiel, aber ich versuche es. Dies ist die erste Geschichte der Autorin, die ich las. Mit ihrer Art zu schreiben hat Joel Tan mich nach Heilbronn ins Mittelalter gezogen. Und was soll ich sagen: Ich bin sehr gerne dort geblieben. Die Stadt, die Kleidung, das Verhalten der Menschen, die Art zu sprechen. Das alles waren Dinge die es mir leicht gemacht haben der Geschichte zu folgen. Ich hab es es mir schwer getan das Buch aus der Hand zu legen, weil ich unbedingt wissen wollte wie es weiter ging. Und nachdem ich fertig war habe ich noch eine Weile aus dem Fenster geguckt. In mir tobte ein Sturm den ich erst mal bändigen... sortieren musste. Die Eindrücke waren wirklich sehr stark. Was sehr stark an den unterschiedlichen Charakteren gelegen hat. Der manipulierbare, ängstliche Bußprediger Alardus und der ruhige Geistliche Christian. Die Geschwister von Ebersberg: der sehr geizige, stolze Eberhard und die verliebte, etwas verstockte Katharina. Der liebevolle Ebo, ein Tuchhändler. Dann Lando ein gewissenhafter talentierter Armbrustmacher. Und Matteo ein freundlicher, aber auch frecher Schreiber aus der Gesellschaft Kaiser Ludwig IV. und dessen Frau Margarethe I. Die Familie Laemmlin lässt sich ähnlich aufschreiben: Volmar ist nicht nur ehrgeizig, sondern für seinen guten Ruf bereit über Leichen zu gehen. Die ruhige Luitgard liebt ihre Kinder über alles und zerbricht am Verlust von ihnen. Götz ist sehr streng seiner Schwestern gegenüber und stur noch dazu. Die Drillinge Eilika, Clementina und Imagina kann ich leider noch schlechter in Worte fassen. Sie sind sich so ähnlich und doch vollkommen unterschiedlich. Was erst genau zu merken ist als die Drei getrennt sind. Gemeinsam wirken sie wie eine Einheit. Doch die Unterschiede lernt der Leser im Laufe des Buches kennen. Eine Sache vereint die Drillinge für immer: die Blütenkunst. Wo auf einmal überall diese besonderen Blüten auftauchten war wirklich Wahnsinn. Um ehrlich zu sein bin ich auch neidisch geworden. Leider kann ich nicht so fein arbeiten wie die jungen Frauen. Doch es passte fantastisch in die Zeit. Das Thema fand ich unheimlich faszinierend. Deshalb werde ich mich damit noch ein wenig auseinander setzen. Sehr gut gefiel mir auch wie der Aberglauben in der Geschichte umgesetzt wurde. 1333 ist nun mal mitten in der Zeit wo alles was seltsam ist mit dem Teufel in Verbindung gebracht wird. Das war richtig gut eingebaut und ja auch mit der Auftakt des Buches, Ich bin sehr zufrieden zurück geblieben und werde auch die anderen Bücher der Autorin lesen. Von mir gibt es 5 Flocken und eine klare Leseempfehlung.

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Die Blütentöchter haben mich von den ersten Seiten an verzaubert, die Autorin schaffte es innerhalb kürzester Zeit, dass ich mich als einen Teil der Geschichte verstand und somit Anteil nahm am Schicksal der Drillinge. Das Cover ist wunderschön und ich kann den Verlag nur bitten das Cover beizubehalten und nicht wie angedacht (siehe Vorschauen) zu ersetzen, dieses Cover hier springt ins Auge und wird dem Roman gerecht, wohingegen das andere im „Einheitsbrei“ untergehen wird. Der Klappentext des Buches ist gut und kurz zusammengefasst, er umreißt den Roman gut und stellt das Schicksal der Drillinge in den Vordergrund. Es geht aber nicht nur um das Schicksal der drei Schwestern, sondern auch um Familienbande, Freundschaft und Liebe. Alle drei Mädchen sind von der Autorin liebevoll gezeichnet worden: Clementia, Elilika und Imagina bestechen durch unverwechselbare Eigenschaften, die es dem Leser leicht machen die Drillinge auseinander zu halten. Äußerlich mögen sie sich gleichen und so Agnes Zoller in den Wahnsinn treiben, für uns Leser ist aber zu jedem Zeitpunkt klar, wer Agnes gegenüber steht. Der Roman ist getrieben von dem Schicksal der Schwestern und ob sie jemals wieder zueinander finden werden. Aber es geht auch um die Erfüllung von Wünschen und um die Liebe. Der allwissende Erzähler hat hier mit dem Leser zusammen natürlich einen Vorteil gegenüber den handelnden Figuren, die immer nur an einem Schauplatz verweilen und nicht zur gleichen Zeit an mehreren Orten zugegen sein können. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen, ohne zu viel in die Alltagssprache abzurutschen, zudem sind die Dialoge teilweise den historischen Gegebenheiten angepasst, was ich sehr begrüße. Teilweise hätte ich mir eine ausführlichere Beschreibung der Umgebung bzw. des Geschehens gewünscht. Eine Karte, ein Personenregister und ein Glossar runden den gelungenen Gesamteindruck des Romans ab. Ein historischer Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle, er mag zwar drei weibliche Hauptfiguren haben, dennoch bekommen im Verlauf des Romans auch die Männer eine immer wichtigere Bedeutung, ohne jetzt zu viel verraten zu wollen. Ich bedanke mich herzlichst bei Joël Tan für die freundliche Bereitstellung des Lese- und Rezensionsexemplars und wünsche noch ganz viel Erfolg mit den Drillingen!

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Handlung: Heilbronn 1333 Die Schwestern Eilika, Clementia und Imagina werden schon seit ihrer Geburt von einigen Bürgern gemieden, da sich viele vor den Drillingen fürchten. Nur durch den angesehen Familiennamen und den Beruf des Vaters trauen sich viele nicht, die Drillinge öffentlich anzuklagen. Bis der Bußprediger Alardus die Stadt betritt. Durch einen Zufall erfährt er von dem Namen und auf dem Jahrmarkt prangert er die Schwestern öffentlich an, indem er die Meinung äußert, dass die Drillinge Unheil bringen. Besorgt um den guten Ruf beschließt Volmar Laemmlin, der Vater der Mädchen, sie zu trennen und Eilika muss als erstes die Stadt verlassen, während eines Hochwassers, welches einige Leben kosten wird. Durch all den Trubel verlieren sich auch die anderen beiden Schwestern aus den Augen und jede muss sich alleine durchschlagen, im Glauben, die anderen seien tot. Trost spendet ihnen ihre Blütenkunst, die eine jede auf andere Weise ausgeführt hat. Und plötzlich gibt es ein Lebenszeichen in Form der Blütenkunst. Gibt es ein Wiedersehen zwischen den Drillingen? Meinung: Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist gleichzeitig sehr schlicht, fällt gerade deshalb sofort ins Auge und ist eine angenehme Abwechslung zu den heutzutage doch sehr auffälligen und teilweise überladenen Covern. Positiv finde ich daran außerdem, dass es nostalgisch wirkt und dies passt perfekt zu dem Inhalt. Des weiteren ist mir sofort positiv aufgefallen, dasses nicht nur ein Personenverzeichnis gibt, sondern auch ein Glossar am Ende des Romans. Besonders bei historischen Romanen immer sehr hilfreich und passend. Obwohl es sich hierbei um einen historischen Roman handelt, stand die fiktive Geschichte rund um die drei Schwestern durchweg im Vordergrund. Es wurden zwar auch historisch verbürgte Verträge, Beschlüsse und Ereignisse angesprochen, jedoch wurde dies immer nebenbei abgehandelt. Mir hätte es gut gefallen, wenn es eine größere Einbindung gegeben hätte. Mir hat es gefehlt, dass es keine Erwähnung gab, wie viel Zeit im Verlauf der Handlung mittlerweile vergangen ist. Am Anfang und am Ende gab es zwar eine Einordnung, aber zwischendrin hat mir dies gefehlt, um einen groben Eindruck zu erhalten, wie viel Zeit mittlerweile vergangen ist. Die Geschichte an sich war eine sehr runde Sache, Fragen wurden geklärt und kaum welche sind offengeblieben. Besonders gut fand ich es, dass die Geschichte dort endet, wo sie auch angefangen hat, in Heilbronn. Dadurch wird der Kreislauf geschlossen und man kann auch gut mit der Geschichte nach dem Lesen des Buches abschließen. Als Erzählinstanz dient ein personaler Erzähler, der eine Einsicht angenehme Einsicht auf die Handlung gibt. Es gibt viele Sichtweisen, man ist immer auf dem Stand der Dinge und hat nie das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Der Schreibstil war sehr angenehm, er ermöglichte ein einfaches und flüssiges Lesen. Manchmal hätte ich mir die Einbindung von mehr altertümlichen Worten gewünscht, die den Roman noch authentischer gemacht hätten. Ich hätte es mir gewünscht, dass manche Protagonisten klarere gezeichnet wurden wären. Es fehlt fast durchweg die Altersangabe, was mich noch nicht sonderlich gestört hat, da ich so meiner Phantasie freien Lauf lassen konnte. Ich fand manche Charaktere vom Charakter teilweise zu einfach dargestellt, sie haben nicht viele Facetten von sich gezeigt und daher war es mir schwer möglich, sie mir vorzustellen. Wenige Charaktere haben im Verlauf der Handlung eine Wandlung vollzogen, diese war nicht sehr groß, jedoch klar erkennbar und es wäre interessant gewesen, diesen Prozess noch weiterzuverfolgen. Nach dem Unglück lief mir die Geschichte ein wenig zu glatt ab. Die Schwestern sind zwar voneinander getrennt und müssen ohne Hilfe vonseiten der Familie versuchen, zu überleben. Doch sie lernen während dieser Zeit bis auf eine Ausnahme nur freundliche und hilfsbereite Menschen kennen und müssen weder Hunger, noch Furcht leiden. Hier hätte ich mir mehr Vielfältigkeit gewünscht, da die Realität nicht unbedingt so ausgesehen hätte. Fazit: Ein sehr nett zu lesender Roman, der leicht und flüssig zu lesen ist. Mir hat die stetige Einbindung der Blütenkunst sehr gut gefallen, teilweise hätte ich mir mehr historischen Bezug gewünscht.

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Vom Schicksal getrennt, durch Blüten verbunden

Von: milkysilvermoon

28.03.2018

Heilbronn im Jahr 1333: Die Drillingsmädchen des Hauses Laemmlin spalten seit ihrer Geburt die Gemüter. Während manche in Eilika, Clementia und Imagina ein Zeichen der Heiligen Dreifaltigkeit erkennen, hegen andere Argwohn. Doch zu ihrem Glück gehören sie dem Stadtadel an und bleiben so von Schlimmerem bewahrt. Das ändert sich, als der Bußprediger Alardus an einem Junitag in die Stadt kommt. Er prophezeit, dass die Drillinge Unheil bringen werden. Nur wenig später wird Heilbronn von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht und die Schuld bei den drei jungen Frauen gesucht. Gejagt und voneinander getrennt, muss jede der Schwestern glauben, die beiden anderen seien tot. Dann aber entdeckt eine von ihnen Fragmente der heimlichen gemeinsamen Blütenkunst… „Die Blütentöchter“ ist ein historischer Roman von Joël Tan. Meine Meinung: Das Buch besteht aus vier Teilen, die wiederum in mehrere Kapitel untergliedert sind. Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Den Aufbau des Romans finde ich gelungen. Außerordentlich gut hat mir der Schreibstil gefallen. Er ist sehr angenehm und flüssig. Es wird richtig anschaulich und lebendig erzählt. Ich konnte prima in die Geschichte eintauchen und habe das Buch nur ungern zur Seite gelegt. Die drei Hauptprotagonistinnen sind sympathisch und mir schnell ans Herz gewachsen. Sie wirken authentisch und werden liebevoll gezeichnet. Auch die übrigen Personen sind interessant gestaltet. Die Handlung ist nicht nur bis zur letzten Seite schlüssig, sondern auch spannend und absolut kurzweilig. Gleichzeitig konnte mich die Geschichte sehr bewegen, ohne dabei kitschig zu sein. Gut gefallen hat es mir auch, dass man etwas über die Kunstfertigkeit in Sachen Blüten lernen kann und auch sonst etliche Informationen über die Zeit des 14. Jahrhunderts vermittelt bekommt. Weitere Pluspunkte des Romans sind das Figurenregister, in dem die historisch verbürgten Personen gekennzeichnet sind, sowie die Stadtkarte und das Glossar. Auch das Nachwort ist interessant. Es belegt die fundierte Recherche der Autorin. Das Cover finde ich sehr hübsch. Es passt darüber hinaus gut zum Inhalt. Der Titel ist wohlklingend und ebenfalls treffend gewählt. Mein Fazit: „Die Blütentöchter“ von Joël Tan ist eine gleichsam fesselnde wie berührende Geschichte, die nicht nur Fans von historischen Romanen überzeugen dürfte. Mich konnte das Buch begeistern und verzaubern. Ich kann es wärmstens empfehlen.

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Ein historischer Roman, ein langer Nachmittag, ein Sofa - in einem Rutsch geschmökert und bestens unterhalten worden! Die Geschichte spielt im 13. Jahrhundert, ist total erfunden, nimmt allerdings einige wahre Begebenheiten als Rahmenhandlung auf. Die "Guten" und die "Bösen" sind klar definiert, es gibt einen klaren Handlungsrahmen und gut gesetzte Spannungsbögen. Drei, manchmal auch vier Erzählstränge wechseln sich unkompliziert ab und füttern das Leserhirn mit inneren Bildern, bringen es zum mitfiebern. Kurz: unterhaltsam ohne historisch zu sehr in die Tiefe zu gehen mit einer sehr speziellen Geschichte, die ich so oder so ähnlich noch in keinem Buch las. Bei Minus zwölf Grad Außentemperatur und stechend-kaltem Ostwind bot dieses Buch eine wunderbare Zuflucht.

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Anno 1333. Die Drillinge Eiliki, Imagina und Clementia führen ein behütetes Leben als Töchter der hochangesehenen Familie Laemmlin in Heilbronn und träumen gerade von einer rosigen Zukunft und baldigen Hochzeit. Doch ein schicksalhafter Auftritt eines Bußpredigers auf dem jährlichen Jahrmarkt und unheilvolle Geschehnisse in der Stadt machen sie zu Aussätzigen und Verfolgten. Der Aberglaube treibt die Bewohner zu einer hasserfüllten Hetzjagd und sie können getrennt nur mit knapper Not entkommen. Jede von ihnen geht einen schicksalsgeführten Weg und alle drei vermuten, dass ihre Schwestern gewaltsam ums Leben gekommen sind. Doch die Sehnsucht nacheinander lässt sie nicht los. Ein Funken Hoffnung kommt für Clementia auf, als sie die ersten Blüten aus einer gemeinsamen Kunstfertigkeit entdeckt. Erwartungsfroh und eilig macht sie sich auf die Suche nach ihnen. „Die Blütentöchter“ ist ein überaus faszinierender und fesselnder historischer Roman, der einen durch den sehr bildhaften und emotionsvollen Schreibstil und die tollen Charaktere sofort in die Welt des Mittelalters hineinversetzt. Das Leben wird beherrscht von der Gottesfurcht, dem Aberglauben, Standesdünkel, Geld, Macht, Intrigen und der Liebe. Mit sehr gut recherchierten geschichtlichen Begebenheiten untermauert Joel Tan das Leben in Heilbronn und der Umgebung zur damaligen Zeit und schafft durch das Unheil eine düstere und spannungsgeladene Atmosphäre. Entsetzen und Fassungslosigkeit stellen sich bei so manchen Szenen ein und man ist geschockt vor so viel Herzlosigkeit, Egoismus und Machtbessenheit, die einen sehr polarisieren. Die ganze Zeit hofft und fiebert man auf eine gute Entwicklung der Geschichte und die Lesesucht und der Sog ins Buch wird immer größer. Am faszinierendsten jedoch sind die aufregenden Lebenswege der Drillinge. In drei sich abwechselnden Erzählsträngen versteht es die Autorin perfekt unendliche Spannung über die schicksalhafte Entwicklung ihrer Geschichten aufzubauen. Ihre Verzweiflung über die Trennung, die Hoffnungslosigkeit, die Sehnsucht und auch das Glück über eine unverhoffte Liebe darf man zusammen mit ihnen miterleben und es ist beglückend zu sehen, wie eine Fügung alle drei Wege langsam wieder zueinander führt. Aus unsicheren und angstvollen jungen Mädchen werden selbstbewusste Frauen, die sich ihr früheres Leben wieder zurückerobern wollen. Doch die damalige unvorstellbare Gesetzgebung und der Eigennutz einzelner Personen werden ihnen fast wieder zum Verhängnis. Zum Schluss hin wird nochmals Herzklopfen erzeugt, eine nicht mehr zu überbietende Spannung aufgebaut und man wird durch eine sehr unerwartete Wendung überrascht. Mein Fazit: Joel Tan hat mich mit „Die Blütentöchter“ außerordentlich begeistert und ich kann für dieses Buch nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen. Ein toller historischer Roman bei dem mein Kopfkino die ganze Zeit lief und der meine Gefühlswelt sehr herausgefordert hat. Ein Top-Leseerlebnis!

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(0) Ein Bußprediger verkündet auf dem Jahrmarkt in Heilbronn, dass die Drillingsmädchen aus dem Hause Laemmlin nur Unheil bringen. Als dann auch noch kurz darauf die Stadt von einem katastrophalen Hochwasser heimgesucht wird, besinnen sich die Heilbronner auf die Prophezeiung und jagen die Drillinge mit Schimpf und Schande aus der Stadt. Voneinander getrennt und im Glauben, ihre Schwestern niemals wieder zu sehen, geben sie sich ihrer Fähigkeiten hin - sie können Blüten kunstvoll sticken, schnitzen und zeichnen. So kommt es , dass eine die Zeichen der heimlichen gemeinsamen Blütenkunst erkennt und sich auf die gefährliche Suche nach den Schwestern begibt... "Die Blütentöchter" von Joel Tan vereint alles, was es zu einem guten Roman braucht. Angefangen vom Cover, das mit wunderschönen Blütenranken hervorragend das Thema des Buches wiedergibt und sofort ins Auge fällt. Geschickt wird hier eine sehr gut recherchierte historische Geschichte mit einem Geflecht aus Krimi und Liebesroman verwebt und so entsteht ein Roman mit ungeheurer Spannung, die einen nicht mehr loslässt. Farbenfroh und einfühlsam wird das Schicksal der Drillingsmädchen aus gutem Hause mit vielseitigen Charakteren verbunden. Die Mädels sind allesamt liebenswert und so fällt es mir unendlich leicht, mich in sie hineinzuversetzen, mit ihnen zu lachen, zu weinen, zu leiden und zu hoffen. Die Handlung ist wahnsinnig dicht und vielseitig, begeistert durch abwechslungsreiche Szenen und tolle Dialoge. So kann ich nicht anders, als Seite um Seite zu verschlingen, wenn die Mädels dem Schicksal in die Suppe spucken und gegen das Böse ankämpfen. Wäre ich ein Gaukler, ich würde Trommeln und Flöten spielen lassen, um diesen einzigartigen Roman mit meiner Musik zu unterstreichen. So bleibt mir nur, mich vor dieser Erzählkunst zu verneigen und meinen Hut zu ziehen ! Fazit: absolute Leseempfehlung !

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Inhaltsangabe: Heilbronn, 1333: Eilika, Clementia und Imagina Laemmlin sind Drillingsmädchen, denen die Mitmenschen von Haus aus schon misstrauisch begegnen. Dann kommt auch noch eines Tages ein Wanderprediger, der Heilbronn ein dreifaches Unglück voraussagt. Als bald darauf ein verheerendes Hochwasser alles überflutet, wird die Schuld natürlich sofort den Drillingen angelastet und Eilika muß sich sogar der Wasserprobe unterziehen. Danach wollen sich die Bürger auch noch die anderen beiden Mädchen holen..... Meine Meinung: Die Blütentöchter ist mein erstes Buch für meine Jahresbestenliste 2018. Joel Tan schreibt so spannend und mitreißend, ich habe das Buch regelrecht durchgesuchtet. Ich war von Anfang an in der Geschichte drin und habe richtig mit den Mädchen mitgebangt. Die drei wurden bei ihrer Flucht getrennt und keine weiß, ob die anderen noch leben. Bis eines Tages immer wieder die Blüten entweder gestickt, gezeichnet oder geschnitzt auftauchen. Dies ist eine besondere Kunst, von der nur die drei und ihre Mutter wissen. Ich mochte die Drillinge von Anfang an sehr gerne, denn sie sind vom Wesen her sehr unterschiedlich sind. Auch ihre warmherzige Mutter ist mir sehr ans Herz gewachsen, im Gegensatz zum Vater, der leider überhaupt nicht zu seinen Töchtern gestanden hat. Einen richtigen Hass hatte ich auf den Wanderprediger Alardus, der über Leichen geht und dem es völlig egal ist, wenn unschuldige Menschen wegen ihm sterben müssen. Ich hätte noch ewig weiterlesen können, die Autorin hat mich mit ihrer Geschichte, die zum Teil fiktiv, teilweise aber auch wahr ist, so richtig gefangen genommen. Leider war dies mein erster Roman von Joel Tan. Leider deshalb, weil ich wirklich glaube, hier was versäumt zu haben. Ich freue mich jedenfalls sehr, dass es schon mehrere Bücher von ihr gibt und werde mir diese schnellstens besorgen. Hier würde ich am liebsten 10 Sterne vergeben, was leider nicht geht, daher möchte ich das Buch unbedingt jedem ans Herz legen.

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