Leserstimmen zu
Möge die Stunde kommen

Jeffrey Archer

Die Clifton-Saga (6)

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Zurück zu alter Stärke!

Von: EsKa (All about the books)

11.10.2019

Jeffrey Archer – Möge die Stunde kommen: Titel: Möge die Stunde kommen Autor: Jeffrey Archer Verlag: Heyne Verlag Seiten: 589 ISBN: 978-3-453-42167-7 Warum geht es? Für die Familien der Cliftons und Barringtons, deren Wege seit Jahren miteinander verflochten sind, kommen schwere Stunden. Giles steht am Scheideweg und setzt seine politische Karriere aufs Spiel, als er die undurchsichtige Karin, seine ebenso große wie gefährliche Liebe, aus Ost-Berlin in den Westen schmuggelt. Dabei ahnt er nicht, dass Karin für die Stasi gearbeitet hat und ihn nur als Mittel zum Zweck nutzte, ehe sie sich ebenfalls heillos in ihn verliebte…. Emma Clifton hingehen steht ebenfalls vor einer schweren Entscheidung, die für ihren Mann Harry alles verändern könnte. Während Harry in die USA reist, um Werbung für das Buch des inhaftierten Anatoli Barbakow zu machen, schlägt das Schicksal erbarmungslos zu…. Rezension: Nachdem der letzte Teil der Reihe (Die Wege der Macht) für meinen Geschmack ein wenig langatmig und seicht war, sollte “Möge die Stunde kommen” nun ein Wegweiser sein. Ich habe sehr gehofft, dass Jeffrey Archer an die gewohnte Stärke der Reihe rund um Harry Clifton und seine Familie anknüpfen könnte. Denn gerade Harry kam zuletzt für mein Empfinden in der Saga, die ihm gewidmet sein soll, deutlich zu kurz. Wie auch schon bei den vorherigen Teilen der Reihe, musste der Leser ein wenig warten, bis die Fortsetzung auf den Markt kam, so dass das eine oder andere Detail der Schicksale der Familien Clifton und Barrington hier und da ein wenig verblasst sein könnten. Doch wie eh und je holt Jeffrey Archer seine Leser ab und hilft ihnen an den entscheidenden Stellen auf die Sprünge, um den Faden wieder aufnehmen zu können. Mittlerweile schreibt die Geschichte das Jahr 1970 und der Leser findet sich in mitten des kalten Krieges und der diplomatischen Konflikte zwischen Ost und West wieder. Giles Barrington der als erneut aufstrebender Politiker Ost-Berlin bereist und dort die geheimnisvolle Karin kennen lernt, setzt für diese Frau nicht nur seine politische Karriere aufs Spiel. Nach allen Intrigen und Planspielen, Schicksalsschlägen und Katastrophen rund um die Firma der Barringtons rückt mit dem sechsten Band der Reihe endlich die Familie wieder in den Fokus und Jeffrey Archer besinnt sich auf das, was die Familien-Saga in meinen Augen stark gemacht hat. Zwar konzentriert sich “Möge die Stunde kommen” im Löwenanteil erneut sehr auf Giles und die Barringtons, dennoch hat es mich sehr erfreut, dass Harry endlich wieder ins Geschehen eingegriffen hat und seine Bemühungen rund um den russischen Autor Babakow einen sehr ausführlichen Platz erhalten haben. Mit der Figur der Karin, die Giles nicht nur den Kopf verdreht, sondern vor allem seine Karriere und sein bisheriges Leben aufs Spiel setzt, war es nicht leicht warm zu werden und auch heute noch bin ich gespannt, welches Puzzlestück im großen Ganzen dieser Handlungsstrang am Ende haben wird. Denn dass Archer zum Abschluss der Reihe noch einmal zu einem fulminanten Finale ausholen wird, ist hoffentlich viel mehr als eine stille Hoffnung meinerseits. Auch fasziniert es erneut wie realistisch Jeffrey Archer seine fiktive Geschichte in das tatsächliche Weltgeschehen eingefügt hat, so dass mit keiner Sekunde Zweifel aufkamen, dass Giles und Harry zu jener Zeit genau auf diese Art und Weise gehandelt und genau diese Schicksalsschläge erlitten haben mochten. Obwohl auch dieser Teil der Reihe erneut verschiedenste Handlungsstränge an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten nebeneinander laufen lässt, schafft es Jeffrey Archer zu jeder Zeit, dem Leser einen roten Faden an die Hand zu geben und ihn nicht zu verwirren. Vielmehr bin ich wie auch schon in den Bänden zuvor (Teil 5 ausgenommen, da dieser wie gesagt sehr langatmig war) nur so durch die über 600 Seiten geflogen. Ein untrügliches Zeichen, dass der Autor erneut einen großartigen Job gemacht hat. Fazit: Nach einem etwas schwachen Vorgängerband knüpft “Möge die Stunde kommen” endlich wieder an die alte Stärke der Clifton-Saga an und lässt Freunde von historischen Romanen ebenso auf ihre Kosten kommen wie Fans von Familien-Sagen und diejenigen unter uns, die es politisch-kriminell mögen. Mich persönlich hat dieser Band endlich wieder so sehr begeistert, dass ich mit einem lachenden Auge dem Abschluss der Reihe entgegenfiebere und Hoffnungen auf ein grandioses Finale habe. Gleichzeitig habe ich aber auch ein weinendes Auge, da es nunmehr an der Zeit sein wird, auf den letzten etwas mehr als 600 Seiten Abschied von Harry, Giles und Emma zu nehmen. Doch bevor es soweit ist, möchte ich für “Möge die Stunde kommen” zunächst eine Leseempfehlung aussprechen und ganze 5 von 5 Sternen verteilen. Allen, die gerne regelmäßiger Buchtipps und kurze Rezensionen lesen wollen, sei mein Instagram-Account “All_about_the_books“ ans Herz gelegt. Ich freue mich, euch als neue Follower begrüßen zu können!

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Auch der inzwischen sechste und vorletzte Band der Clifton-Saga liest sich so spannend wie ein Krimi … Nachdem der Prozess gegen Virginia Fenwick endlich überstanden ist, versucht Emma Clifton sich wieder voll und ganz auf ihre Arbeit als Vorstandsvorsitzende des Familienunternehmens zu konzentrieren. Doch in ihrem Leben gibt es schon bald einige einschneidende Veränderungen und Emma muss wichtige Entscheidungen treffen. Eine davon könnte auch das Leben von ihrem Mann Harry für immer verändern. Dieser ist nach wie vor als Schriftsteller sehr erfolgreich und auch sein furchtloser Einsatz für den in Sibirien inhaftierten Anatoli Babakow hat seine Stellung und Bekanntheit nochmal gesteigert. Giles Barrington setzt indessen seine politische Karriere für seine große Liebe aufs Spiel und auch Sebastian, der Sohn von Emma und Harry, versucht sein privates Glück zu finden. Sie alle ahnen noch nicht, dass so Manches ganz anders laufen wird, als von ihnen gedacht … Auch „Möge die Stunde kommen“ schließt wieder nahtlos an die Geschehnisse des Vorgängers an, der mit einem großen Cliffhanger endete. Hilfreich ist hier der Prolog, der die letzten Seiten des 5. Bandes nochmals zur Erinnerung wiedergibt. So ist man sofort wieder mitten in der Geschichte, die wie gewohnt schnell an Fahrt aufnimmt! Im Mittelpunkt stehen weiterhin Emma und Harry Clifton und ihr Sohn Sebastian, der inzwischen erwachsen ist und ebenfalls zu den Hauptfiguren gehört. Ein Charakter der sich immer tiefer in mein Herz schleicht und den ich wirklich gerne verfolge. Und natürlich sind auch Giles und Grace Barrington wieder mit von der Partie. Jeder von ihnen hat mit eigenen, teils dramatischen Ereignissen zu kämpfen, die für mich wie immer sehr spannend zu verfolgen waren. Freud und Leid liegen oft nah beieinander. Neue Intrigen und Verschwörungen werden gesponnen und auch viele alte Bekannte kommen wieder ins Spiel. Jeffrey Archers Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und bildgewaltig. Er kommt bei den einzelnen Abschnitten sehr schnell auf den Punkt, wird dadurch niemals langatmig und alles ist unheimlich gut miteinander verknüpft. Dennoch wartet er mit Wendungen auf, auf die ich so nie gekommen wäre. Gerade das mag ich an der Clifton-Saga sehr! Ein großes Highlight war für mich auch die Rede von Harry Clifton, als er in Vertretung für Anatoli Babakow dem Nobelpreis entgegen nahm. Grandios von Jeffrey Archer geschrieben, spiegelt sie in meinen Augen auch heute noch den Zeitgeist wieder. Der Autor schafft es auf wunderbare Art, diese Familiengeschichte vor einem historischen Gesamtbild zu erzählen, das mich als Leser wirklich fasziniert und mitnimmt.

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Spannende Geschichte

Von: Bo

20.02.2019

Ich kenne nicht alle Teile der Clifton-Saga  und muss sagen, es hat einen Moment gedauert, aber ich konnte trotz allem der Geschichte gut folgen. Es geht im Teil 6 der Clifton-Saga als Erstes um die Gerichtsverhandlungen von Emma und deren Ausgang wichtig für die Familie ist. Als weiteres ist Giles Barringtons Kariere in Gefahr, wenn er sich doch für seine Liebe entscheidet. Wie üblich auch um Gut und Böse und wer hat dieses Mal seine Finger im Spiel hat. Die Geschichte der Familienmitglieder und deren Verstrickungen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene wird immer abwechselnd erzählt und so auch die Spannung aufgebaut. Ich konnte es manchmal gar nicht abwarten zu erfahren wie es mit  dem ein oder anderen Familienmitglied weitergeht, besonders wenn man dachte jetzt könnte alles gut werden. Das Hörbuch "Möge die Stunde kommen*" hat mir gut gefallen und es hat ein spannendes, offenes Ende. Ich möchte unbedingt wissen wie es mit der Clifton-Saga weitergeht und werde mir Teil 7 holen. Die Sprecherstimme hat mir gut gefallen und so konnte ich auf angenehme Weise der Geschichte folgen.

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Dieser vorletzte Band der Familien-Saga umfasst die Jahre 1972 bis 1978. Im Mittelpunkt stehen Harry Clifton und seine Frau Emma - zu Beginn der Handlung 52 bzw. 51 Jahre alt - und ihr mittlerweile schon 32-jähriger Sohn Sebastian. Auch Emmas Bruder Giles Barrington (52) - Harrys Freund seit Kindertagen - und als Nicht-Familienmitglied Hakim Bishara, der Chairman der Farthings-Bank, spielen eine zentrale Rolle. Mit Giles Hilfe gelingt der Dolmetscherin Karin, in die sich Emmas Bruder während eines Kongresses verliebt hat, die Flucht aus Ost-Berlin. Beide sind überglücklich, sich nun endlich in England ein gemeinsames Leben aufbauen zu können. Doch ist Karin die, für die sich sich ausgibt? Besonders Harry hat daran starke Zweifel, die er gegenüber seinem Freund jedoch nicht äußert. Er bemüht sich weiter um die Freilassung des Autors Anatoli Babakow aus sibirischer Haft und die Veröffentlichung von dessen kritischem, nicht regimekonformen Buch über Stalin. Emma selbst übernimmt zusätzlich zu ihrem Beruf als Vorstandsvorsitzende der Barrington Shipping Company noch andere Aufgaben und gesellschaftliche Verantwortung. Dadurch hat sie kaum noch Zeit für die Familie. Sebastian will endlich sein privates Glück finden. Doch auch hier läuft einiges anders als geplant, und Freud und Leid liegen dicht beieinander. Resümee: Auch in diesem Teil der Clifton-Saga werden aus Geldgier, Rache und Missgunst wieder Intrigen gesponnen. So setzen Adrian Sloane und Desmond Meller alles daran, um Sebastian und der Farthings-Bank, aber auch dem Barrington Unternehmen zu schaden. Und Lady Virginia Fenwicks Einfallsreichtum und Rücksichtslosigkeit kennen keine Grenzen, wenn es darum geht, zu einem gewissen Wohlstand zu gelangen. Es gibt ein kurzes "Wiedersehen" mit Harrys Mutter Maisie - er lässt ihr Leben und seine Kindheit noch einmal Revue passieren. Auch bei diesem 6. Band führt ein Prolog als Bindeglied zu Teil 5 wieder in das laufende Geschehen ein. Wo für das Verständnis nötig, werden Informationen aus den Vorgänger-Romanen aufgegriffen, und im Anhang befinden sich die Stammbäume der Familien Clifton und Barrington.. Ich möchte abschließend eine Textstelle herausgreifen, die nicht nur einen Bezug zum Titel hat (englischer Originaltitel: Cometh the hour), sondern die Harry besonders wichtig ist, als er seine Nobelpreisrede auf Anatoli Babakow hält. Auch in der heutigen Zeit hat sie noch Gültigkeit: "Es braucht eine heroische Gestalt, um die Geschichte neu zu schreiben, damit spätere Generationen die Wahrheit kennen und die Früchte dieser Opfertat genießen können. Um es ganz einfach zu sagen, Anatoli Babakow hat die uralte Prophezeiung erfüllt: Kommet die Stunde, kommet der Mann." (Pos. 8087 E-Reader) Cometh the hour, cometh the man ist eine Redewendung, bei der nicht ganz klar ist, ob sie ihren Ursprung bei Shakespeare oder im Johannes-Evangelium hat. Eindeutig jedoch ist die Aussage: Wenn der Zeitpunkt da ist, dass in einer schwierigen oder gar aussichtslosen Situation mutiges Eingreifen gefordert ist, dann wird der Richtige kommen, um diese Herausforderung anzunehmen und eine Veränderung herbeizuführen. Fazit: Auch dieser vorletzte Band der Familien-Saga ist wieder spannend, voller Freud und Leid, Dramatik und Intrigen.

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Jandy

Von: Das Ende naht

28.04.2018

Hörbuchinformationen Für die Cliftons und Barringtons kommt die Zeit, in der sich die verschlungenen Wege der beiden Familien und Generationen zum letzten Mal kreuzen. Während Giles Barrington die finstere Wahrheit über seine Frau Karin erfährt, scheinen Harry und Emma Clifton am Gipfel ihrer Karrieren zu stehen. Doch dann melden sich alte Feinde zurück und das Spiel des Schicksals kommt zum tragischen Finale ... Ein großes Epos braucht eine große Stimme – Erich Räuker wird diesem Anspruch mehr als gerecht. Informationen Die Clifton Saga 7 Erscheinungstermin: 11. Dezember 2017 Enthält: 2 mp3-CDs Gekürzte Lesung Laufzeit: ca. 12 Stunden und 16 Minuten Gelesen von Erich Räuker Meine Meinung Niemand kommt hier zu Kurz und jedem  Teil fieberte ich freudig entgegen. Endlich habe ich mir beim anhören wieder geweint, sowie die Figuren bedauert. Ein Mitfühlender Epilog und die beste Einführung für ein packendes Finale. Mit natürlich wer wundert sich nicht, mit einem Cliffhänger. Doch bald wird es sich dem Ende neigen. Immer Traurige Momente die vor gekommen sind, als in allen vorherigen Bänden gemeinsam. Wendepunkte mit gravierender Auswirkung, doch auch Fehler werden wieder gut gemacht und kleine Happy-Ends geben wird.. UND ENDLICH endlich wird es mit dem Antagonisten zu ende geht.

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Nachdem nun mehrere Gegner aus Politik und Wirtschaft keine Gefahr mehr für das Unternehmen Barrington darstellen, rückt wieder die Familie in den Vordergrund. Sir Giles reist als Abgeordneter nach Ost-Berlin und verhilft einer jungen Frau zur Flucht. Karin kennen die Leser bereits aus Die Wege der Macht und atmen erleichtert auf, weil sie dem Regime entkommen kann. Allerdings ist die anschließende Verbindung mit ihr Grund genug, um um seinen Posten im Oberhaus zu bangen. Auch Harry hat mit dem russischen Staat Differenzen, weil diese einen befreundeten Autor in Sibirien gefangen halten. Er wäre nicht Harry Clifton, wenn er sich nicht an höchster Stelle für seinen Freund einsetzen würde. Während die Cliftons helfen, intrigieren die Fenwicks. Zumindest Lady Virginia zieht wieder alle Register und schlüpft durch sämtliche juristische Lücken, auch wenn sie noch so klein sind. Die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren vom Kalten Krieg zwischen Ost und West geprägt. In einer europäischen Familiensaga darf dieser Aspekt natürlich nicht fehlen. Jeffrey Archer verbindet die Kulisse so authentisch mit der fiktiven Familiengeschichte, dass man fast meint, sich an bestimmte Vorfälle erinnern zu können. Nahtlos schließt sich dieses Buch an seinen Vorgänger an und der Cliffhanger kann auch sofort aufgelöst werden. Gewohnt temporeich führt uns der Autor dann durch gut zehn Jahre Zeitgeschichte. Es geht erneut um Geld, Politik und freie Meinungsäußerung. Für diese Themen setzen sich Emma, Giles und Harry ein. Auch Sebastian mischt inzwischen in der Bankenwelt mit und hofft im Privatleben auf eine Annäherung an Grace. Erklärte Antiheldin ist wieder einmal Virginia. Das Biest vom Dienst läuft zwar bei den Barringtons immer wieder ins Leere, lässt aber Leser staunen, mit welchen Mitteln sie sich durchs Leben schlägt. Die Serie neigt sich mit diesem sechsten Band dem Ende zu. Nach all den Aktionen, die das Trio in diesem Teil unternimmt, kann ich es mir nicht vorstellen, dass es so bald zum Schluss kommt. Dem Autor ist es gelungen, die Handlung so vor dem weltlichen Geschehen zu positionieren, dass sie absolut glaubhaft wirkt. Die Figuren sind sorgfältig ausgewählt, dass sie mit minimalem Aufwand an allen Fäden ziehen können. Dennoch ist die Handlung so komplex, dass sie die Weltpolitik beeinflusst. Die überwiegend sympathischen Charaktere lassen Empathie zu und man wünscht ihnen einen guten Ausgang der Geschichte. Bei manchen Dingen sehen Kenner der Historie bereits die dunklen Wolken am Himmel aufsteigen, die unsere Helden natürlich zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Von daher steigt die Spannung wieder einmal bis zur letzten Seite und entlädt sich dort mit einer Explosion. Das scheint ein Markenzeichen geworden zu sein und nach nunmehr sechs Bänden sind wir daran gewohnt. Mit zweifelhaften Gefühlen habe ich nun auf den letzten Band der Familiensaga Winter eines Lebens gewartet, um mich nicht wieder wochenlang mit dem Weiterlesen nach einem markanten Punkt gedulden zu müssen. Auch wenn die Bücher alle seitenstark sind, würde ich sie wohl nochmal in einem Rutsch durchlesen. Nach über 3.000 Seiten Gesamtinhalt passt immer noch jedes noch so kleine Detail ins Gesamtbild und kann Auswirkungen auf den Verlauf eines längst in Sicherheit geglaubten Geschäfts haben. Ich kann die Serie allen Geschichtsinteressierten und sogar Krimilesern empfehlen.

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Ich habe bereits die ersten fünf Teile dieser Familiensaga gelesen. Alle haben mir bisher sehr gut gefallen. Diese Art Romane von Jeffrey Archer bereiten mir gutes Lesevergnügen. Man muss sich allerdings bei einer Saga, die über mehrere Bücher hinweg geschrieben wurde, immer wieder in die Familienkonstruktionen hineinarbeiten. Beschreibung des Buches: Der Roman „Möge die Stunde kommen“ von Jeffrey Archer ist 2017 im HEYNE-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 589 Seiten. Das Titelbild zeigt in Gelb gehalten ein Pärchen, das vor dem Brandenburger Tor in Berlin steht. Kurze Zusammenfassung: Anknüpfend an den 5. Band „Die Wege der Macht“ geht es hier um die Schicksalsjahre der Familien Clifton und Barrington vom Jahr 1970 bis 1978. Schauplätze sind u.a. Berlin und London. Mein Leseeindruck: In diesem Band geht es hauptsächlich um die Protagonisten Sebastian, Emma, Harry und Giles, aber auch die Intrigantin Virginia bekommt wieder ihren ganz eigenen Part in dieser Geschichte. Die aufeinanderfolgenden Zeitabschnitte, hier in den siebziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts, haben jeweils einen einzelnen Protagonisten im Fokus. So erlebt man hier Gerichtsverhandlungen, Flucht aus der DDR, aber auch das schwierige Liebesleben Giles, dessen Tochter und Ex-Geliebte in den USA leben. Die typischen Intrigen findet man auch in diesem Band wieder, doch gerade das macht den Reiz dieser Familiensaga aus. Die wirtschaftlichen und geschichtlichen Themen der 1970er Jahre bekommt man hier durch die besonderen Familienkonstellationen „so ganz nebenbei“ mitgeliefert und man erinnert sich an die zahlreichen Ereignisse. Nach wie vor mag ich den Schreibstil des Autors. Vielleicht liegt es auch an der gekonnten Übersetzung. Auch wenn einige Passagen manchmal sehr konstruiert wirken, so bieten sie viele Spannungsbögen, die nie ganz abfallen. Gerade das gefällt mir an dieser Familiensaga so gut. Damit man beim Lesen den Überblick über die verwandtschaftlichen Verhältnisse nicht verliert, findet man in den Innenseiten der Buchdeckel die Stammbäume. Hier kann man die einzelnen Personen besser ihrem Stand in der Familie zuordnen. Das hilft auch gerade dann, wenn man länger nicht zum Lesen kam bzw. wenn man den vorherigen Band schon vor längerer Zeit gelesen hat. Die Spannung, die Jeffrey Archer von Kapitel zu Kapitel sät, wird auch in diesem Buch mit sogenannten Cliffhangern beibehalten. So kann man diesen Roman wirklich kaum zur Seite legen. Ich habe ein Drittel dieses Buches auf einer längeren Zugfahrt (ohne Unterbrechung) gelesen, so gefesselt war ich. Fazit Mit gleichbleibend guter Qualität, bleibt diese Familiensaga mein ganz persönliches Highlight im Bereich der Mehrteiler.

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Natürlich war auch der nunmehr sechste Band der Clifton-Saga Pflichtlektüre für mich. Auch diesmal schafft es Jeffrey Archer wieder seine Leser zu fesseln, meiner Meinung nach war dieser Band wieder spannender als einige seiner Vorgänger. Was mir besonders gut gefallen hat, war der Fokus der diesmal wieder deutlich besser auf den Familien Clifton und Barrington gelegen hat. Das Cover passt perfekt in die Reihe und macht durch die Abbildung des Brandenburger Tors deutlich, in welcher Zeit wir uns befinden. Die Hauptstadt ist geteilt und genau dort spielt eine der entscheidenden Szenen des Romans. Der Klappentext ist relativ nichtssagend gehalten, was in diesem Fall gut ist, um nicht zu viel Spannung vorweg zu nehmen. Die Handlung dieses sechsten Bands ist nur für Fans der Serie in vollem Umfang nachvollziehbar. Ohne ein gewisses Vorwissen ist es sehr wahrscheinlich nicht leicht dem Autor zu folgen. Die Figuren haben sich weiterentwickelt, dies ist vor allen an Giles, Sebastian, Emma und Jessica auszumachen. Wobei Jessica definitiv meine Lieblingsfigur in diesem Band ist (warum wird natürlich nicht verraten). Aber auch Giles und Sebastian machen eine Entwicklung durch, die ihr Leben bestimmen wird, beide müssen mich Schicksalsschlägen klar kommen. Genau aus diesen Schicksalsschlägen und aus dem Fokus auf die Familien speist der Roman meiner Meinung nach seine gute Spannung. Sicherlich ist es kein Krimi, dennoch lässt sich der Roman mit einem ungeheuren Sog lesen, man möchte das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin sehr gespannt wie Jeffrey Archer die Geschichte der Cliftons und Barringtons im siebten und letzten Band zu Ende bringt. Denn dort kann er sich wieder kaum einen Cliffhanger leisten ;-) Der Schreibstil des Autors ist wie eh und je gut zu lesen. Besonders die Dialoge zwischen Sebastian und Jessica mochte ich sehr. Aber auch Harrys Redegewandtheit habe ich das eine oder andere Mal bewundert, auch wenn er diesmal nicht so sehr im Fokus des Geschehens steht. Für mich vermittelt diese Serie ein gutes Gefühl, es ist nach nun fünf Bänden wirklich so, als würde man als Leser nach Hause kommen, so sehr sind einem die Figuren ans Herz gewachsen. Man fiebert mit ihnen und leidet mit ihnen, man nimmt einfach Anteil an ihrem Schicksal. Eine klare Leseempfehlung für alle Fans der Serie. Wem vielleicht der Fokus bei den letzten Bände zu sehr auf dem geschäftlichen und kriminellen Teil der Familiengeschichte gelegt hat, punktet dieser Teil definitiv wieder dadurch, dass es in erster Linie wirklich um Familienangelegenheiten geht und nicht so sehr um die Firmen bzw. Unternehmen. Ich freue mich schon auf das große Finale und kann es gar nicht erwarten, wie nun das Ende der Familien Clifton und Barrington aussehen wird.

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