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Leserstimmen (17)

Jeffrey Archer: Möge die Stunde kommen (Die Clifton-Saga) (6)

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-42167-7

Erschienen:  11.09.2017
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Leider schon der vorletzte Band!

Von: Annette Traks Datum : 04.05.2018

www.annette-traks.com

Dieser vorletzte Band der Familien-Saga umfasst die Jahre
1972 bis 1978.
Im Mittelpunkt stehen Harry Clifton und seine Frau Emma - zu Beginn der Handlung 52 bzw. 51 Jahre alt - und ihr mittlerweile schon 32-jähriger Sohn Sebastian. Auch Emmas Bruder Giles Barrington (52) - Harrys Freund seit Kindertagen - und als Nicht-Familienmitglied Hakim Bishara, der Chairman der Farthings-Bank, spielen eine zentrale Rolle.

Mit Giles Hilfe gelingt der Dolmetscherin Karin, in die sich Emmas Bruder während eines Kongresses verliebt hat, die Flucht aus Ost-Berlin. Beide sind überglücklich, sich nun endlich in England ein gemeinsames Leben aufbauen zu können. Doch ist Karin die, für die sich sich ausgibt? Besonders Harry hat daran starke Zweifel, die er gegenüber seinem Freund jedoch nicht äußert.

Er bemüht sich weiter um die Freilassung des Autors Anatoli Babakow aus sibirischer Haft und die Veröffentlichung von dessen kritischem, nicht regimekonformen Buch über Stalin.

Emma selbst übernimmt zusätzlich zu ihrem Beruf als Vorstandsvorsitzende der Barrington Shipping Company noch andere Aufgaben und gesellschaftliche Verantwortung. Dadurch hat sie kaum noch Zeit für die Familie.

Sebastian will endlich sein privates Glück finden. Doch auch hier läuft einiges anders als geplant, und Freud und Leid liegen dicht beieinander.

Resümee:
Auch in diesem Teil der Clifton-Saga werden aus Geldgier, Rache und Missgunst wieder Intrigen gesponnen. So setzen Adrian Sloane und Desmond Meller alles daran, um Sebastian und der Farthings-Bank, aber auch dem Barrington Unternehmen zu schaden.

Und Lady Virginia Fenwicks Einfallsreichtum und Rücksichtslosigkeit kennen keine Grenzen, wenn es darum geht, zu einem gewissen Wohlstand zu gelangen.

Es gibt ein kurzes "Wiedersehen" mit Harrys Mutter Maisie - er lässt ihr Leben und seine Kindheit noch einmal Revue passieren.

Auch bei diesem 6. Band führt ein Prolog als Bindeglied zu Teil 5 wieder in das laufende Geschehen ein. Wo für das Verständnis nötig, werden Informationen aus den Vorgänger-Romanen aufgegriffen, und im Anhang befinden sich die Stammbäume der Familien Clifton und Barrington..

Ich möchte abschließend eine Textstelle herausgreifen, die nicht nur einen Bezug zum Titel hat (englischer Originaltitel: Cometh the hour), sondern die Harry besonders wichtig ist, als er seine Nobelpreisrede auf Anatoli Babakow hält. Auch in der heutigen Zeit hat sie noch Gültigkeit:
"Es braucht eine heroische Gestalt, um die Geschichte neu zu schreiben, damit spätere Generationen die Wahrheit kennen und die Früchte dieser Opfertat genießen können. Um es ganz einfach zu sagen, Anatoli Babakow hat die uralte Prophezeiung erfüllt: Kommet die Stunde, kommet der Mann." (Pos. 8087 E-Reader)
Cometh the hour, cometh the man ist eine Redewendung, bei der nicht ganz klar ist, ob sie ihren Ursprung bei Shakespeare oder im Johannes-Evangelium hat. Eindeutig jedoch ist die Aussage: Wenn der Zeitpunkt da ist, dass in einer schwierigen oder gar aussichtslosen Situation mutiges Eingreifen gefordert ist, dann wird der Richtige kommen, um diese Herausforderung anzunehmen und eine Veränderung herbeizuführen.

Fazit: Auch dieser vorletzte Band der Familien-Saga ist wieder spannend,
voller Freud und Leid, Dramatik und Intrigen.

Der kalte Krieg

Von: Frau Goethe Datum : 02.03.2018

https://fraugoetheliest.wordpress.com

Nachdem nun mehrere Gegner aus Politik und Wirtschaft keine Gefahr mehr für das Unternehmen Barrington darstellen, rückt wieder die Familie in den Vordergrund. Sir Giles reist als Abgeordneter nach Ost-Berlin und verhilft einer jungen Frau zur Flucht. Karin kennen die Leser bereits aus Die Wege der Macht und atmen erleichtert auf, weil sie dem Regime entkommen kann. Allerdings ist die anschließende Verbindung mit ihr Grund genug, um um seinen Posten im Oberhaus zu bangen. Auch Harry hat mit dem russischen Staat Differenzen, weil diese einen befreundeten Autor in Sibirien gefangen halten. Er wäre nicht Harry Clifton, wenn er sich nicht an höchster Stelle für seinen Freund einsetzen würde. Während die Cliftons helfen, intrigieren die Fenwicks. Zumindest Lady Virginia zieht wieder alle Register und schlüpft durch sämtliche juristische Lücken, auch wenn sie noch so klein sind.

Die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren vom Kalten Krieg zwischen Ost und West geprägt. In einer europäischen Familiensaga darf dieser Aspekt natürlich nicht fehlen. Jeffrey Archer verbindet die Kulisse so authentisch mit der fiktiven Familiengeschichte, dass man fast meint, sich an bestimmte Vorfälle erinnern zu können. Nahtlos schließt sich dieses Buch an seinen Vorgänger an und der Cliffhanger kann auch sofort aufgelöst werden. Gewohnt temporeich führt uns der Autor dann durch gut zehn Jahre Zeitgeschichte. Es geht erneut um Geld, Politik und freie Meinungsäußerung. Für diese Themen setzen sich Emma, Giles und Harry ein. Auch Sebastian mischt inzwischen in der Bankenwelt mit und hofft im Privatleben auf eine Annäherung an Grace. Erklärte Antiheldin ist wieder einmal Virginia. Das Biest vom Dienst läuft zwar bei den Barringtons immer wieder ins Leere, lässt aber Leser staunen, mit welchen Mitteln sie sich durchs Leben schlägt.

Die Serie neigt sich mit diesem sechsten Band dem Ende zu. Nach all den Aktionen, die das Trio in diesem Teil unternimmt, kann ich es mir nicht vorstellen, dass es so bald zum Schluss kommt. Dem Autor ist es gelungen, die Handlung so vor dem weltlichen Geschehen zu positionieren, dass sie absolut glaubhaft wirkt. Die Figuren sind sorgfältig ausgewählt, dass sie mit minimalem Aufwand an allen Fäden ziehen können. Dennoch ist die Handlung so komplex, dass sie die Weltpolitik beeinflusst. Die überwiegend sympathischen Charaktere lassen Empathie zu und man wünscht ihnen einen guten Ausgang der Geschichte. Bei manchen Dingen sehen Kenner der Historie bereits die dunklen Wolken am Himmel aufsteigen, die unsere Helden natürlich zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Von daher steigt die Spannung wieder einmal bis zur letzten Seite und entlädt sich dort mit einer Explosion. Das scheint ein Markenzeichen geworden zu sein und nach nunmehr sechs Bänden sind wir daran gewohnt.

Mit zweifelhaften Gefühlen habe ich nun auf den letzten Band der Familiensaga Winter eines Lebens gewartet, um mich nicht wieder wochenlang mit dem Weiterlesen nach einem markanten Punkt gedulden zu müssen. Auch wenn die Bücher alle seitenstark sind, würde ich sie wohl nochmal in einem Rutsch durchlesen. Nach über 3.000 Seiten Gesamtinhalt passt immer noch jedes noch so kleine Detail ins Gesamtbild und kann Auswirkungen auf den Verlauf eines längst in Sicherheit geglaubten Geschäfts haben. Ich kann die Serie allen Geschichtsinteressierten und sogar Krimilesern empfehlen.

Sechster Band der Clifton-Saga – die Familiensaga neigt sich langsam ihrem Ende zu

Von: Chrissi66 Datum : 19.02.2018

chrissisbuntelesecouch.wordpress.com

Ich habe bereits die ersten fünf Teile dieser Familiensaga gelesen. Alle haben mir bisher sehr gut gefallen. Diese Art Romane von Jeffrey Archer bereiten mir gutes Lesevergnügen.
Man muss sich allerdings bei einer Saga, die über mehrere Bücher hinweg geschrieben wurde, immer wieder in die Familienkonstruktionen hineinarbeiten.
Beschreibung des Buches:
Der Roman „Möge die Stunde kommen“ von Jeffrey Archer ist 2017 im HEYNE-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 589 Seiten.
Das Titelbild zeigt in Gelb gehalten ein Pärchen, das vor dem Brandenburger Tor in Berlin steht.
Kurze Zusammenfassung:
Anknüpfend an den 5. Band „Die Wege der Macht“ geht es hier um die Schicksalsjahre der Familien Clifton und Barrington vom Jahr 1970 bis 1978. Schauplätze sind u.a. Berlin und London.
Mein Leseeindruck:
In diesem Band geht es hauptsächlich um die Protagonisten Sebastian, Emma, Harry und Giles, aber auch die Intrigantin Virginia bekommt wieder ihren ganz eigenen Part in dieser Geschichte.

Die aufeinanderfolgenden Zeitabschnitte, hier in den siebziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts, haben jeweils einen einzelnen Protagonisten im Fokus. So erlebt man hier Gerichtsverhandlungen, Flucht aus der DDR, aber auch das schwierige Liebesleben Giles, dessen Tochter und Ex-Geliebte in den USA leben.

Die typischen Intrigen findet man auch in diesem Band wieder, doch gerade das macht den Reiz dieser Familiensaga aus.

Die wirtschaftlichen und geschichtlichen Themen der 1970er Jahre bekommt man hier durch die besonderen Familienkonstellationen „so ganz nebenbei“ mitgeliefert und man erinnert sich an die zahlreichen Ereignisse.

Nach wie vor mag ich den Schreibstil des Autors. Vielleicht liegt es auch an der gekonnten Übersetzung. Auch wenn einige Passagen manchmal sehr konstruiert wirken, so bieten sie viele Spannungsbögen, die nie ganz abfallen. Gerade das gefällt mir an dieser Familiensaga so gut.

Damit man beim Lesen den Überblick über die verwandtschaftlichen Verhältnisse nicht verliert, findet man in den Innenseiten der Buchdeckel die Stammbäume. Hier kann man die einzelnen Personen besser ihrem Stand in der Familie zuordnen. Das hilft auch gerade dann, wenn man länger nicht zum Lesen kam bzw. wenn man den vorherigen Band schon vor längerer Zeit gelesen hat.

Die Spannung, die Jeffrey Archer von Kapitel zu Kapitel sät, wird auch in diesem Buch mit sogenannten Cliffhangern beibehalten. So kann man diesen Roman wirklich kaum zur Seite legen. Ich habe ein Drittel dieses Buches auf einer längeren Zugfahrt (ohne Unterbrechung) gelesen, so gefesselt war ich.

Fazit
Mit gleichbleibend guter Qualität, bleibt diese Familiensaga mein ganz persönliches Highlight im Bereich der Mehrteiler.

Auch der sechste Teil hat mich fasziniert

Von: Nini Datum : 05.11.2017

ninis-kleine-fluchten.blogspot.com

"Möge die Stunde kommen" ist nun bereits der sechste Teil von Jeffrey Archers "Clifton-Saga" und noch immer könnte ich einfach weiter- und weiterlesen.

Sicher ist es sinnvoll, die Saga von Beginn an zu verfolgen, denn in der Zwischenzeit sind beinahe vier Jahrzehnte verstrichen. Nichts desto trotz kann man die Ereignisse dieses Bandes wohl auch separat verstehen.

Auch wenn es noch immer "Clifton-Saga" heißt, ist Harry im Verlauf der letzten Bände doch ziemlich in den Hintergrund gerückt, das ist auch hier nicht anders, wobei eine bestimmte Entwicklung ihn hin und wieder hervortreten lässt. Aber auch das Leben der anderen Familienmitglieder wird wieder abwechselnd beleuchtet und natürlich sind auch die gewohnten Intriganten mit von der Partie.

So ist auch im sechsten Band der Lesefluss sehr gut, denn Eintönigkeit ist beileibe nichts, worüber sich auch nur ein Familienmitglied beschweren könnte. Gut gefällt mir noch immer, wie Jeffrey Archer die Lebenswege der Protagonisten in das jeweilige politische und gesellschaftliche Zeitgeschehen einflechtet, wodurch die Entwicklungen immer authentisch wirken. In diesem Band beispielsweise haben wir es des öfteren mit der Gegenwart von Margaret Thatcher zu tun, die dort gerade am Anfang ihrer politischen Karriere steht.

Auch mit "Möge die Stunde kommen" hat sich nichts daran geändert, dass ich jedem Romanliebhaber mit einem Faible für Familiengeschichten diese Saga uneingeschränkt ans Herz legen möchte.

Möge die Stunde kommen

Von: Buchmomente Datum : 13.10.2017

buchmomente.blogspot.com

Nachdem mich der letzte Band ja ein wenig enttäuscht hatte, weil es kaum neue Charaktere und vor allem ständig sich wiederholende Szenarien gab, hat mich dieser Band wieder mehr fesseln und auch begeistern können.

Mittlerweile sind wir in den 70er Jahren angekommen, und diesmal geht es auch um das geteilte Deutschland. Nachdem der Cliffhanger aus dem letzten Band aufgelöst wird, wendet sich die Geschichte bald Giles Barrington zu, der diesmal nicht bei Wahlen kandidiert, sondern sich einer ehemaligen Liebe annimmt und ihr hilft, in seiner Nähe Fuß zu fassen. Aber auch Harry und Emma stehen wieder mehr im Mittelpunkt – Emma findet eine neue Aufgabe, der sie sich widmet, Harry ist immer noch mit der Freilassung Anatoli Babakows beschäftigt. Aber natürlich darf auch Lady Virginia Fenwick nicht fehlen, und ihre Intrigen haben mich diesmal wirklich zum Schmunzeln gebracht – dafür hätte ich mir etwas mehr Emotion bei Sebastian und Sam gewünscht.

Es spielen also wieder viele Figuren eine Rolle, neue sind kaum dazugekommen, dafür aber haben sich bekannte Szenarien wie Wahlen diesmal nicht wiederholt, sondern es gab neue Intrigen und Konstellationen. Die Bösen sind weiterhin die Bösen und die Guten sind außergewöhnlich gut – fast ohne Makel oder Macke; auch wenn das natürlich nicht sehr glaubwürdig ist, sind sie mir sehr ans Herz gewachsen und ich bin jetzt schon traurig, wenn die Reihe nun bald endet und ich mich von den geliebten Charakteren verabschieden muss.

Wieder wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, leider jedoch nicht – so wie ich es in Band 1 ja geliebt habe – dass ein Szenario von verschiedenen Menschen erzählt wird und es dennoch nicht langweilig wurde, weil immer wieder neue Aspekte auftauchten, sondern eher zeitlich chronologisch, wobei jede Figur in andere Themen verstrickt ist. Natürlich hat es diese Erzählweise wieder mal spannend gemacht, und der eingängige Schreibstil hat die Seiten nochmal mehr dahinfliegen lassen – ich auf jeden Fall war gepackt von der Geschichte und habe mich in ihr wieder deutlich wohler gefühlt als in den Bänden zuvor. An Band 1 kommt dieser jedoch nicht heran, trotzdem gebe ich gerne 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Dieser Band hat mir wieder besser gefallen, einfach weil es neue Themen gab und ich so wieder mehr gefesselt war. Es ist einfach schön, alte Bekannte wiederzutreffen – auch wenn man sich von einigen verabschieden muss und neue leider kaum dazugekommen sind. Viele verschiedene Erzählstränge aus verschiedenen Perspektiven machen die Geschichte spannend und kurzweilig, auch wenn Band eins weiter mein Lieblingsband bleiben wird – ich gebe daher 4 von 5 Sternen.

Beste Unterhaltung! Ein genialer Mix aus Liebe, Intrigen und Machtbedürfnissen

Von: Gina1627 aus Marienheide Datum : 11.10.2017

Die Barringtons und Cliftons kommen auch dieses Mal nicht zur Ruhe und durchleben zusammen wieder eine turbulente Zeit. Ein ständiger Kampf um das Ansehen und das weitere Bestehen von Barrington Shippings lastet auf Emmas Schultern. Besteht noch eine Möglichkeit für sie, heil aus der Verleumdungsklage rauszukommen und das Imperium zu erhalten? Wie ein Fels in der Brandung gibt ihr Mann Harry ihr Rückhalt und hat selber einige Hindernisse zu überwinden, um das Buch seines Freundes Balatow publik zu machen. Tragische Ereignisse verfolgen beide Familien und ebenso braucht ein guter Freund der Cliftons dringend Hilfe, als seine Ehre und seine Existenz auf dem Spiel stehen. Doch einer Person geht es nur ums Geld, und sie schafft es gekonnt, dies immer wieder auf intriganteste Weise zu erreichen. Aber kann ihr irgendeiner auch mal die Grenzen aufführen?
„Möge die Stunde kommen“ ist der sechste Teil der Clifton-Saga und wieder ein Meisterwerk von Jeffrey Archer. Er schafft es gekonnt und mit viel Raffinesse, glückliche und unglückliche Verstrickungen in Szene zu setzen, und man suchtet durch den schnell und einfach zu lesenden Schreibstil im Eiltempo durch das Buch. Bei seinen Kapiteln wechselt er in den spannendsten und ereignisreichsten Momenten die Schauplätze und das Geschehen um seine Protagonisten, und man ist als Leser echt gefordert, nicht schon weiter zu blättern, um mehr zu erfahren. Man ist beeindruckt von der Welt der Reichen und Schönen und gleichzeitig auch entsetzt über die Verbrechen, die manche aus Machtbedürfnis verüben, weil sie nie genug bekommen können. Ebenso freut man sich mit den Familien, die einem ans Herz gewachsen sind, über glückliche Begebenheiten und den gemeinsamen Zusammenhalt, der wichtiger als alles andere ist.

Mein Fazit:
Jeffrey Archer hat es geschafft, mich für viele schöne und spannende Lesestunden in eine aufregende andere Welt hineinzuversetzen, die ein unvergleichliches Leseerlebnis für mich war. Viele offene Handlungsstränge führen dazu, dass man das Erscheinen der Fortsetzung schwer abwarten kann. Ich kann nur jedem Leser empfehlen, sich diese Familiensaga nicht entgehen zu lassen.
Verdient vergebe ich 5 Sterne.

Archer bleibt spannend am Ball

Von: LeseBlick Datum : 30.09.2017

leseblick.blogspot.de/

Jeffrey Archer schreitet in seiner Geschichte voran. Band 6 der Clifton-Saga reiht sich in den Jahren 1970 – 1978 ein.

Nachdem der fünfte Band mit der Gerichtsverhandlung zwischen Emma Clifton und Lady Virginia Fenwick endete, war es zu erwarten, dass der sechste Band an dieser Stelle ansetzt. Der Ausgang überraschte mich nicht wirklich, war aber ein schöner Start in die Story.

Nachdem Harry im letzten Band stark im Vordergrund stand, legte der Autor in diesem Teil ein besonderes Augenmerk auf Giles Barrington. Nach seiner Reise nach Ost-Berlin und der dort gemachten Bekanntschaft Karin bekommen wir als Leser auch einen Einblick in die damalige Situation in Deutschland. Karin arbeitet in Ost-Berlin als Dolmetscherin und verdreht Giles ordentlich den Kopf. Doch um ihre Figur wird fast über die gesamte Geschichte ein Rätsel gemacht. Dieses Verwirrspiel zu welcher Seite sie gehört, hat mir gut gefallen.
Ein weiterer Punkt, der mir hinsichtlich des Charakters Giles gefallen hat, ist der, dass wir in diesem Band nicht wieder mit seiner politischen Laufbahn, das heißt mit dem Thema Wahlen konfrontiert wurden. Das hatte mir im fünften Band vollkommen ausgereicht.

Bereits in meiner letzten Rezension bin ich auf den Charakter Lady Virginia eingegangen. Als Giles erste Ex-Frau hätte ich damals nie gedacht, dass sie uns noch so lange durch die Clifton-Saga begleiten wird. Muss mir aber eingestehen, dass sie weiterhin wenige Sympathiepunkte einheimsen kann, dennoch bringt sie auch in diesem Band ordentlich Schwung in die Geschichte. Wieder hat sie einen fiesen Plan geschmiedet und ich habe mich immer sehr auf ihre Perspektive gefreut, um zu erfahren, welche Mittel sie noch alle einsetzt, um für sich einen Gewinn aus der Sache herauszuschlagen. Ich hoffe von ihr auch im kommenden, letzten Band der Reihe nochmal etwas zu lesen.

Wenn man sich zurückerinnert, dass der erste Band der Reihe im Jahre 1919 einsetzte und wir uns aktuell in den 70ern befinden, muss man auch mit Verlusten rechnen. Diese gibt es auch in Band 6 zu Genüge.
Ein Verlust ändert die Einstellung von Emma. Sie zieht sich stark aus den geschäftlichen Angelegenheiten der Barrington Schifffahrtsfirma zurück und schlägt einen vollkommen anderen Weg ein.

Und auch ihr Sohn Sebastian kämpft in diesem Teil einerseits um seine Bank, da einer seiner Kollegen in eine fiese Falle tappt und zum anderen kämpft er um die Liebe von gleich zwei weiblichen Charakteren. Kann er beide Kämpfe gewinnen?

Lesetechnisch bleibt Archer ein besonderer Autor. Sein Schreibstil passt perfekt in dieses Genre bzw. ist perfekt für diese Geschichte. Auch die häufigen Perspektivwechsel mag ich mittlerweile sehr.
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Bei solch einer mehrteiligen Reihe besteht immer die Gefahr des Vergleichens.
Ist mir im letzten Band das wiederholte Thema politische Wahlen negativ ausgefallen, so ist es in diesem Band ein ganz anderes.
Im ersten Band „Spiel der Zeit“ fanden wir uns in den Docklands von Bristol ein. Harry ist dort aufgewachsen und diese meist schwierige Zeit hat ihn zu dem werden lassen, der er heute ist. Die Familie Barrington hat Schifffahrt im Blut, aber mittlerweile entfernt sich der Autor immer mehr von dieser faszinierenden Grundidee. Dies mag absolut Geschmackssache sein, aber ich will zurück in die Docklands, zu den Ursprüngen.

Mein Fazit
Der 6. Band der Clifton Saga hat an Spannung einiges zu bieten und auch die fortlaufende Entwicklung der verschiedenen bekannten Charaktere mitzuerleben, macht Spaß. Der Autor macht etwas Großes aus der Geschichte, dennoch fehlen mir mittlerweile die kleinen ursprünglichen Dinge, die diese Geschichte zu Beginn zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.
Wer die Reihe angefangen hat und genauso ins Herz geschlossen hat, wie ich, sollte auch diesen Teil nicht verpassen!

Wie immer genial und packend!

Von: Leapunch Datum : 27.09.2017

leas-lesezauber.blogspot.de

Spannend geht es an dem Punkt weiter, an dem der letzte Teil endete und somit war ich von der ersten Seite an wieder gefesselt. Jedesmal fiebere ich auf ein neues Buch der Clifton Saga hin und nun war das schon Band 6, im Winter kommt dann der letzte Teil, von dem ich mir viel erhoffe. Das Cover ist im Stil der Reihe gehalten und man weiß sofort, dass die Bücher zusammen gehören! Mir gefällt der gelbe Hintergrund, die historische Kulisse und natürlich das Paar in enger Umarmung.

Der Schreibstil ist wie immer packend, flüssig, die Spannung wird wieder sehr gut aufgebaut und man ist sofort wieder in der Story drin. Diesmal ist die Story zwischendurch auch nicht besonders langatmig, alles wird schnell weiter gesponnen oder zum Ende geführt. Einziger Nachteil dabei ist, dass einige Nebencharaktere dadurch etwas einseitig bleiben, was bei der Fülle, der Charaktere aber nicht weiter schlimm ist. Es gibt ja genügend andere Charakter, die die Geschichte am Leben halten und vor allem entwickeln sich die Hauptcharaktere immer weiter.

Besonders freue ich mich immer auf ein Wiedersehen mit Emma, sie hat eine tolle Entwicklung durchgemacht und hat sich zu meinem Liebling entwickelt. Auch sie hat wieder mit vielen Spannungen zu kämpfen und so wird es zu keiner Zeit langweilig! Der kalte Krieg ist wieder ein wichtiger Bestandteil, wodurch es oftmals sehr düster ist und die Spannung weiter ins unermessliche treibt. Ich bin so gespannt, was der Autor sich für das Finale ausgedacht hat, ich hoffe es wird bombastisch um der Reihe gerecht zu werden.

Natürlich greift Archer auf seine altbewährte Taktik zurück und lässt den Leser mit einem gemeinen Cliffhanger sitzen. Somit ist man gezwungen das nächste Buch auch zu lesen, obwohl ich mir schlecht vorstellen kann, dass jemand bei Band 6 dann aufhört und das Finale nicht mehr liest. Meiner Meinung nach hätte er sich das sparen können aber so kennen wir ihn nun mal!


Fazit:

Ein neuer Teil der Clifton Saga, der mich wieder einmal begeistern konnte, jedesmal schafft der Autor auf neue mich voll in die Geschichte hinein zu ziehen und ich vergesse die Zeit beim Lesen. Wir durften hier alle Bekannten wieder treffen aber auch neue Charaktere kennen lernen. Ich freue mich auf das große Finale!!!

Möge die Stunde kommen

Von: Martinas Buchwelten Datum : 26.09.2017

martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

Im sechsten Band der Clifton Saga sind wir in den 70-iger Jahren angekommen. Wie bereits von den anderen Teilen gewohnt, schließt Jeffrey Archer nahtlos an den Vorgängerband an.
Zuerst steigen wir in die letzten Seiten von Band 5 ein, der wie üblich mit einem Cliffhanger aufgehört hat. Sofort ist man wieder mitten im Geschehen. Noch immer stehen sich Virginia Fenwick und Emma Clifton im Gericht gegenüber und der Ausgang der Verleumdungsklage löst sich erst einige Seiten später auf. Danach begleiten wir die Cliftons und Barringtons weiter durch ihr Leben, das von vielen politischen Machenschaften und diversen Ränkespielen begleitet wird.
Giles versucht seine geliebte Karin aus der DDR zu schleusen, Harry widmet sich weiterhin der Freilassung von Anatol Babakov, dessen Buch über Stalin von ihm aus der Sowjetunion geschmuggelt wurde, Emma nimmt sich weitere Aufgaben vor und Sebastian ist nach wie vor im Bankgeschäft tätig und träumt von einer größeren Fusion. Doch die Feinde der Cliftons/Barringtons stehen schon in ihren Startlöchern....

Auch im sechsten Band gibt es wieder jede Menge Intrigen und Verschwörungen. Man weiß als Leser aller bis jetzt veröffentlichter Bände, dass zu 99% die Bösewichte verlieren und Harry, Emma, Giles oder Sebastian als Gewinner hervorgehen. Die etwas schwarz/weiße Zeichnung der Charaktere hat sich nicht geändert und fällt mir immer mehr auf, da nicht wirklich neue Figuren hinzukommen. Einzig mit manchen Leben spielt Archer gerne....

Trotzdem hält der Autor die Spannungskurve hoch und falls einmal ein Abschnitt zu trocken wird, wird im nächsten Abschnitt wieder "Gas gegeben". Die politischen Einblicke und Lebensumstände in die damalige DDR und in die Sowjetunion werden vom Autor sehr anschaulich beschrieben.
Virginias Intrigen fand ich diesmal teilweise sehr amüsant. Hut ab vor der Dame bzw. dem Autor, was ihm hier noch alles eingefallen ist!
Zu kurz kamen mir diesmal Sebastian und Samantha. Hier stellte sich bei mir überhaupt kein Gefühl ein. Jessica fand ich, obwohl als "Wunderkind" gehandelt, einfach zu unglaubwürdig. Sie handelt zu keiner Zeit wie eine 10-jährige, sondern wie eine junge Erwachsene.

Wie schon im letzten Band habe ich dieselbe Kritik: Die neuen Intrigen sind nach denselben Mustern aufgebaut und die Figuren sind entweder Gutmenschen oder Bösewichte. Trotzdem fliegt man wieder atemlos durch die Geschichte und will einfach wissen, wie es weitergeht. Der Schreibstil ist gewohnt mitreißend. Außerdem hat man alle Figuren ins Herz geschlossen und bangt immer wieder aufs Neue um ihre Leben oder einen guten Ausgang.
Den gewohnten Cliffhanger fand ich diesmal nicht so schlimm, obwohl es dabei wiedereinmal um Leben und Tod geht ;)

Die Familiensaga erreicht zwar auch mit Band 6 nicht die Qualität des ersten Bandes, hält mich aber noch immer in Atem und ich freue mich schon sehr auf den leider schon finalen 7. Band.

Fazit:
Trotz mancher Schwächen hat mich auch der sechste Band der Reihe wieder total in den Bann gezogen. Für mich war "Möge die Stunde kommen" besser als der Vorgängerband. Wer diese Familiensaga begonnen hat, kann nicht wieder aufhören....
Leider erscheint imDezember bereits der letzte Band der Reihe und ich bin jetzt schon traurig, wenn ich von den Cliftons und Barringtions Abschied nehmen muss....

Möge die Stunde kommen

Von: Erdhaftig schmökert Datum : 26.09.2017

www.erdhaftigschmoekert.wordpress.com

Auch der sechste Band der Clifton-Saga schließt sich nahtlos an die vorherige Geschichte an. Ich habe sicherheitshalber den fünften Band noch einmal gelesen, er endete mit einem Cliffhanger. Dieses Buch ist übrigens auch noch nicht das letzte, zu viele Fäden bleiben am Ende unverknotet :-) Jeffrey Archer enttäuscht seine "Clifton-Leser" nicht. Der Roman nimmt - auch wie gewohnt - schnell die losen Fäden wieder auf, Spannungsbögen sind wohl gesetzt und es kommt niemals Langeweile auf. Nach zwei Tagen hatte ich das Buch ausgelesen und bin schon wieder gespannt auf den nächsten Band. Immerhin gibt es dieses Mal keinen derartig fiesen Hänger.

Archer wartet mit vielen Dramen auf, viel Spannung, viel Liebe und familiären Zusammenhalt - das alles auf mehreren Ebenen in zwei Erzählsträngen, die sich locker immer wieder abwechseln. Neue Intrigen und alte Bekannte tauchen auf, werden gut in die Geschichte eingeflochten. Wunderbar dicht geschrieben.

Die Saga geht weiter

Von: Harakiri Datum : 24.09.2017

harakirisleseecke.jimdo.com/

Weiter geht es im Leben der Barringtons und Cliftons. Der nunmehr 6. Band enthält die Jahre 1970 – 1978. Der Prozess zwischen Virgina und Emma, der Cliffhanger des letzten Buches, wird abgehalten. Hier hatte ich zugegebenermaßen ein wenig Probleme, weil es doch ein paar Tage her ist, dass ich davon gelesen habe. Aber der Grund wird noch einmal kurz erklärt, so dass man gleich wieder angekommen ist.
Überhaupt: ankommen! Mir sind die Familien mittlerweile sehr ans Herz gewachsen und jedes Buch ist wie nach Hause kommen. Man lebt mit den Charakteren mit, bangt mit ihnen und hofft. Wobei man weiß, dass alles gut ausgeht für sie. Denn den großen Schritt, ein Rückschlag für die Familien, traut sich Archer nicht zu. Was eigentlich auch gut ist, dennoch mit der Zeit das Bangen ein wenig zurückschraubt.
In altbekannter Weise erzählt der Autor wieder aus verschiedenen Perspektiven, die sich teilweise überschneiden, aber nicht mehr so stark wie in Band 1, in dem man das Gefühl hatte, ein und dieselbe Geschichte mehrfach zu lesen. Ein kleiner Kritikpunkt besteht für mich dennoch: anfangs überwiegt die politische Lage der Charaktere und ich hatte Schwierigkeiten, dem zu folgen. Die reine Familiengeschichte mit all ihren Intrigen und Ränken, aber auch Liebeleien, liest sich doch viel besser und flüssiger.
Der finale und letzte Band wird zum Glück noch in diesem Jahr erscheinen. Ich bin gespannt, ob die EINE Frage noch geklärt wird. Leider verrät der Klappentext schon ein wenig zu viel.

Ein großartiger Erzähler

Von: Sarahs Bücherregal Datum : 18.09.2017

https://sarahs-buecherregal.blogspot.com

Es ist Anfang der 70er Jahre und Emma Clifton steckt mitten in einem Prozess gegen Lady Virginia Fenwick um den Machterhalt bei Barrington Shipping, dem Familienunternehmen. Es scheint, als wenn nur ein Brief ihr helfen könnte, der gleichzeitig die politische Karriere ihres Bruders ruiniert, denn er soll eine Affäre mit einer jungen Frau in Ostberlin haben. Gleichzeitig kämpft ihr Mann Harry weiter um die Freilassung des Schriftstellers Anatol Babakov, dessen Buch über Stalin er aus der Sowjetunion geschmuggelt hat. Der Kalte Krieg steht bei diesem Band der Clifton-Reihe im Mittelpunkt, doch um alle Familienmitglieder und Freunde entwickeln sich weiter spannende Geschichten, auch Emmas und Harrys Sohn Sebastian rückt verstärkt in den Fokus. Die Familiensaga geht also in der nächsten Generation weiter.
Ich kann nur immer wieder betonen, wie großartig alle Romane der Clifton-Saga geschrieben sind und das schließt auch den neuesten Band „Möge die Stunde kommen“ mit ein. Jeffrey Archer ist ein Erzähler der Extraklasse, der mit unglaublicher Leichtigkeit die historischen und gesellschaftlichen Fakten der Zeit mit der Familiengeschichte der Cliftons verbindet und für den Leser so ein spannendes und mitreißendes Gesamtbild schafft. Wer alle Bände gelesen hat, begleitet Emma, Harry und Giles jetzt schon sehr lange und es ist bewundernswert, wie konstant Archer seinen Figuren beschreibt und ihnen dabei gleichzeitig viel Entwicklungsspielraum gibt. Er schafft in jedem Band spannende Einzelgeschichten, ohne den großen Rahmen aus den Augen zu verlieren, was die Reihe auch besonders auszeichnet. Die Charaktere wachsen einem ans Herz und nach jedem Band wartet man sehnsüchtig auf die Fortsetzung. Leider steht schon fest, dass im kommenden Jahr mit Band sieben der letzte Teil der Reihe erscheinen wird.

Jeffrey Archers Roman „Wem die Stunde schlägt“ ist mitreißend geschrieben und der Autor schafft es auf wunderbare Art, die Familiengeschichte der Cliftons vor einem historischen Gesamtbild zu erzählen, das einen als Leser fasziniert. Jeffrey Archer ist ein großartiger Erzähler, was er mit dem sechsten Band der Clifton-Saga wieder einmal beweist.