Leserstimmen zu
Timeless - Retter der verlorenen Zeit

Armand Baltazar

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Eine Welt, in der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart parallel zueinander existieren finde ich zutiefst beeindruckend und extrem verwirrend. Neue Naturgesetzte machen bestimmte technische Geräte, wie Tablets oder Handys, unmöglich. Dass Diego dabei ein besonderes Talent hat, sogar diese Gesetzt zu umgehen, gibt dem SciFi-Motto der Geschichte einen Fantasy-Touch. Die Mischung ist faszinierend. Sie zeigt sich auch in den unterschiedlichen Figuren, ihren Handlungen und Reaktionen. In gewisser Weise ist Timeless eine Adoleszenz-Geschichte. Nicht nur Diego, sondern auch seine Freunde, reifen unter den Anforderungen ihrer Reise und erfahren auch eine Art Ausbildung. Sie legen kindliche Verhaltensmuster ab und wachsen. Generell ist bei Timeless der Weg das Ziel. Die Handlung selbst macht Schlenker auf der Zielgeraden und schafft es so, verschiedene Probleme anzusprechen, darunter auch Rassismus und Sexismus. Gerade für jüngere Hörer – die Geschichte ist ab 12 – gelungen.

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Inhalt: Die Zeitkollision hat die Welt wie wir sie kannten für immer verändert. Es sind unsagbar viele Menschen dabei gestorben aber es haben sich auch die verschiedenen Epochen in der neuen Welt zusammengefunden, sodass die Menschen aus den verschiedenen Zeiten nun zusammen leben. Doch das Aeternum will all das rückgängig machen und nur Diego und seine Freunde können das noch verhindern ... Meinung: Bei dem Cover dachte ich sofort an Steam Punk und das ist ein Genre, was mir sehr viel Spaß macht. Und so verkehrt ist das Genre auch gar nicht. Jedenfalls hat es mich gleich angesprochen und der Titel fügt sich da perfekt ein. Was bei dem Buch einfach ins Auge fällt sind die Illustrationen. Das Buch wird damit untermalt und in Szene gesetzt. Ich weiß gar nicht wie oft ich innegehalten und mir in aller Ruhe die Bilder angesehen habe. Jedes einzelne ist ein Meisterwerk und manchmal grenzt es schon an ein Foto, gerade bei den Charakteren. Was ich besonders toll fand, war die Tatsache, das die Bilder die Geschichte erzählt haben. Deshalb war es auch sinnvoll darauf zu achten was darauf dargestellt wurde. Sie sind nicht einfach ein schönes Beiwerk sondern sie erzählen die Geschichte mit. Das hat dem Ganzen ein besonderes Flair gegeben. Tja und die Geschichte ist ein großes Abenteuer. Es gibt den Helden, der noch gar nicht weiß wozu er auserkoren ist und natürlich den Bösewichten, der alles zerstören will. Es ist aber auch ein Buch über das Erwachsen werden. Sehr einfühlsam wird die Gefühlswelt der Jugendlichen beschrieben. Gerade der Konflikt, die eigene Identität zu erkennen und zu ihr zu stehen aber auch den Erwartungen der Eltern gerecht zu werden, wird hier zentral. Es ist eine runde Geschichte. Man hat die Charaktere mit ihren alltäglichen Problemen, denen man zusehen kann wie sie daran wachsen; eine spannende Welt voller Möglichkeiten und ein gutes Tempo, sodass keine Langeweile aufkommt. Da kann man nur hoffen das ein weiterer Teil erscheint, denn genug Stoff ist vorhanden.

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Der dreizehnjährige Diego Ribera lebt in einer anderen Welt – einer Welt nach der Zeitkollision, die Zeit und Raum aufspaltete, und die Erde völlig verändert hat. Die Überlebenden stammen aus allen Zeiten, Kulturen und Epochen und versuchen friedlich nebeneinander zu leben. Doch die Zeitkollision hat nicht nur Menschen, sondern auch längst ausgestorbene Tiere zurückgeholt und längst nicht jeder ist mit der Situation zufrieden. Als Diegos Vater, ein bedeutender Erfinder entführt wird, um den Zeitbruch ungeschehen zu machen, setzt Diego alles daran, ihn zu finden und das Schicksal der Welt zu retten – gemeinsam mit seinen Freunden aus den unterschiedlichsten Epochen macht er sich auf eine abenteuerliche Reise, die voller Gefahren steckt. Dass Armand Baltazar aus der (Animations)Filmszene kommt, merkt man. Bereits die imposanten Illustrationen auf den ersten Seiten, üben eine enorme Faszination aus und sind so beeindruckend gestaltet, dass man sich oftmals fragt, wie die eigentliche Geschichte da mithalten kann. Und diese Frage ist berechtigt, denn auch wenn die Geschichte rund um Diego und seine Freunde spannend und episch beginnt, so flacht der Handlungsverlauf immer mehr ab und schafft es nicht, den Illustrationen gerecht zu werden. Tatsächlich findet Baltazar einfach nicht die richtigen Worte, seine Beschreibungen sind oft blass und plump, die Dialoge wirken hölzern und langatmig. Das Buch soll sich lesen wie ein Film, das sagt Baltazar in der Danksagung selbst, und als Film oder als Graphic Novel hätte ich mit der Geschichte wohl auch wesentlich mehr Spaß gehabt. Am Ende bleiben imposante und beeindruckende Illustrationen, eine grandiose Idee mit viel Potenzial und eine nette Geschichte. Das Buch richtet sich an Kinder und Jugendliche und bietet dafür einige positive und einige eher negative Aspekte. Einen Pluspunkt verdient die Geschichte für ihre Diversität und Vielfalt: allein die Tatsache, dass dieses Buch so viele Kulturen und Zeitepochen miteinander verbindet, ist eine tolle Idee, die größtenteils sehr gut umgesetzt ist. Baltazar zeigt die Probleme auf, die sich auch in unserer Welt abzeichnen und hebt sie auf eine allumfassende Ebene: Rassismus, Fremdenhass und Ablehnung zwischen den verschiedenen Kulturen und Zeitebenen. Auch die Protagonisten führen dieses Muster fort: Diego hat einen hispanischen Hintergrund und wird durch die Verbindung seiner Eltern als Zeitmischling beschimpft, Paige ist schwarz und ihr soziales Umfeld hat sie hart und verschlossen werden lassen. Dabei versucht Baltazar merklich, insbesondere die weiblichen Figuren stark wirken zu lassen, was hier und da aufgesetzt und weniger gut umgesetzt war. Ein wenig zu viel war mir die Darstellung von Gewalt, die zwar immer im Kontext stand, allerdings manchmal gefühlt etwas verherrlichend dargestellt war. Ein großer Schwachpunkt von „Timeless“ ist die Tatsache, dass sich die Geschichte oft unnötig zieht und man sich mehr auf die schönen Bilder als auf die Worte freut. Längere Textpassagen ohne Bild haben sich oft zu lang angefühlt und generell konnte ich mit Baltazars Schreibstil nicht allzu viel anfangen. Die Geschichte wirkte oft, wie an den Bildern entlang geschrieben und tatsächlich ist die Idee aus einem Legogebilde von Baltazars Sohn entstanden, was zwar ziemlich niedlich ist, aber eben auch recht wenig Grundlage hat. Dafür ist die Welt, die der Autor erschafft, schlichtweg beeindruckend: die Mischung aus Weltuntergangsszenario, den verschiedenen Zeiten, Menschen und Tieren, Robotern und der Genremix macht einfach Spaß und sieht noch dazu gut aus. Trotzdem: für eine überzeugende Geschichte hat es in meinen Augen leider nicht ganz gereicht. „Timeless“ ist ein nettes Kinder- und Jugendbuch für Zwischendurch, das mehr verspricht, als es halten kann und dessen wahnsinnig schöne Illustrationen mich mehr gepackt haben, als die Geschichte selbst.

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Nach einer Zeitkollision existieren Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft der Menschheit parallel nebeneinander. So gibt es auf der Erde nun ebenso Dinosaurier und Dampfschiffe, als auch Roboter. Aber auch die Menschen selbst stammen jetzt aus verschiedenen Epochen. Dampfzeitler (Menschen aus der zivilisierten Vergangenheit) leben zusammen mit den Ältesten (Menschen aus der Zukunft) und den Mittelzeitlern (die Menschen aus der Zeit dazwischen). Diese gemeinsame Existenz nebeneinander gestaltet sich allerdings als nicht ganz einfach und so herrscht momentan nur ein brüchiger Friede. Denn es gibt immer noch Menschen, die sich in ihre "alte Welt" zurück wünschen. Diego Ribera ist ein Kind dieser neuen Welt. Als eines Tages sein Vater, der Erfinder Santiago Ribera, entführt wird, macht sich sein Sohn zusammen mit seinen Freunden auf den Weg diesen zu retten. Der 13-jährige Diego verfügt wie sein Vater über die besondere Gabe, Maschinen zu verstehen und mit ihnen zu kommunizieren. Sein bester Freund Petey Kowalski ist zwar manchmal etwas unbeholfen, ist jedoch immer für Diego da, wenn dieser ihn braucht. Aber auch die dynamische Dampfzeitlerin Lucy, sowie deren kämpferische Freundin Paige helfen bei dieser Rettungsaktion. Und dann sind da natürlich noch die Piraten. Dem Autor Armand Baltazar ist es gelungen eine vielschichtige Story mit tollen Protagonisten zu erschaffen, welche nicht nur sympathisch, sondern gleichzeitig auch natürlich und authentisch erscheinen. Trotz unterschiedlicher Kultur, Lebensweise und Herkunft entsteht zwischen den vier Freunden eine enge Freundschaft. Das Faszinierende an diesem Jungendbuch ist jedoch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Epochen. So existieren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft parallel zueinander. Es finden sich hier Personen und Gegenstände das Viktorianischen Zeitalters ebenso, wie die Zukunft mit ihren Robotern und fliegenden Hoverboards. Armand Baltazar besitzt einen flüssigen Schreibstil und so schaffen es auch junge Leser problemlos dem Handlungsstrang zu folgen. Timeless bietet viele spannende Momente, eine Menge Abenteuer und reichlich Action. Dabei bleibt die Story abwechslungsreich und ist voller überraschender Wendungen. Eine rundum gelungene Kombination aus Science Fiction, Abenteuer und Steampunk. Die geniale Illustration macht dieses Jugendbuch zudem zu etwas ganz besonderem. Viele ausdrucksstarke und detailreiche Illustrationen vermitteln ein plastisches Bild und übernehmen manchmal sogar ganze Handlungsstränge. Dass der Autor lange Zeit als Art Director für Pixar und Walt Disney gearbeitet hat, merkt man deutlich. Die Bilder muten fast wie ein Storyboard an und ich bin sicher, die Verfilmung dieses Buches lässt nicht lange auf sich warten! Ein Buch, welches man daher unbedingt als gebundene, bibliophile Ausgabe holen sollte.

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Das Buch Dein Eintritt in eine neue Welt – Sei dabei, bevor die Zeit abläuft Die Zeitkollision war eine Katastrophe kosmischen Ausmaßes, die Zeit und Raum aufspaltete und die Erde auseinanderriss. Die Überlebenden kommen aus den unterschiedlichsten Kulturen und Epochen. In dieser neuen Welt lebt Diego Ribera. Doch nicht alle sind an einem friedlichen Zusammenleben in diesem neuen Zeitalter interessiert, und so wird Diegos brillanter Erfinder-Vater entführt. Er soll den Zeitbruch – und somit die letzten 15 Jahre – ungeschehen machen. Diego muss sich auf eine gefährliche Reise begeben, um seinen Vater, seine eigene Existenz und die Zukunft der Welt zu retten … Cover und Titel:  Das Cover war das erste, was mich persönlich angesprochen hat. Ich war nämlich schockverliebt. Das Bild ist absolut traumhaft und fängt den Inhalt des Buches schon ein wenig ein. Auch passt es super zum Titel, denn Timesless ist es auf jeden Fall. Schließlich sieht man Gegenstände aus verschiedenen Epochen - Roboter, Schiffe, Dinosaurier, Hoverboards.  Fazit:  Von diesem gesamte Buch war ich sehr überrascht. Ich wusste nicht, was mich erwartet und bin somit ohne Erwartungen an das Buch herangegangen. Na ja, eigentlich hatte ich gehofft, dass es noch mehr so schöne Zeichnungen wie auf dem Cover gibt. Und ich wurde belohnt. Das Buch ist voll mit diesen bombastischen Zeichnungen. Für ein Jugendbuch fand ich das ungewöhnlich, aber absolut perfekt. Die Zeichnungen unterstützen nämlich die Geschichte.  Der Einstieg in die Geschichte war etwas schwierig für mich. Ich habe mich schwer getan mit dem Gedanken, dass es in einer Stadt mehrere Zeitebenen geben könnte, die koexistieren. Auch im weiteren Verlauf waren für mich einige Sequenzen nicht ganz so gut nachvollziehbar. Dennoch ist das Buch sprachlich sehr angenehm und wird durch die vielen Bilder unterstützt. Ich hatte ein wenig das Gefühl, als würde ich mich in einem von Jules Vernes Abendteuer befinden, nur dass dieses Abendteuer deutliche stärker verzahnt ist und mehr abzweigungen nimmt. Dantasie und Realität gehen hier oft Hand in Hand miteinander. Und genau daran muss man sich gewöhnen.   Diego Ribera, der Hauptcharakter, war ein sehr sympathischer Junge. Er ist für mich ein typischer Teenager, der lacht, übermütig ist und Witze reißt. Aber auch die andeen Charaktere gefielen mir sehr gut. Sie waren, dadurch, dass sie alles aus verschiedenen Epochen kamen, sehr vielschichtig und tiefgründig. Das hat mir gut gefallen. Trotz dieser Unterschiede haben sich die Leute gefunden und halten zusammen. Sie verstehen einander und stärken sich gegenseitig.  An manchen Stellen hatte ich so meine Probleme mit der Geschichte, diese verschiedenen Zeitlinien nebeneinander waren echt viel und die Geschichte rannte einem davon. Ich hätte mir die Geschichte noch ein wenig lockerer gewünscht und nicht so Schlag auf Schlag.  Zusammenfassend war das Buch wirklich schön. Die Mischung aus Erzählungen und den dazu passenden Illustrationen war super. Wenn ich also einer Erklärung nicht sofort folgen konnte, gab es oft ein Bild, was genau das erklärt hat. Bilder sagen oft mehr als 1.000 Worte. Und in diesem Fall stimmt es sogar. Von mir gibt es für dieses Buch eine Leseempfehlung.

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Worum geht's? Seit der Zeitkollision existieren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nebeneinander - in dieser Welt gehören Dinosaurier, Dampfmaschinen und Hoverboards zum Alltag. Mittendrin lebt der 13-jährige Diego Ribera, der begeistert zu seinem Vater, dem brillantesten Erfinder seiner Zeit, aufschaut. Allerdings besteht diese neue Welt nicht ohne Konflikte: Nicht wenige wollen die Zeitkollision wieder rückgängig machen, und als sein Vater entführt wird, muss Diego sich auf ein gefährliches Abenteuer begeben, um die Welt zu retten. Meine Meinung Als ich das Buch in der Buchhandlung entdeckt habe, dachte ich "wow"! Das Cover hat mich sofort angesprochen, nicht zwangsläufig aufgrund der wunderschönen Gestaltung, sondern wegen der Sachen, die darauf abgebildet waren. Steampunk, Retro-SciFi, Dinosaurier - für mich war das die perfekte Mischung, und als ich gesehen habe, dass dieses Buch sogar illustriert ist, wusste ich, dass ich es lesen musste. Armand Baltazar, Autor und Illustrator dieses Buches, ist Art Director (gewesen) für DreamWorks, Walt Disney und Pixar - das sieht man seinem Stil, wie auch dem Inhalt seiner Illustrationen an. Gerade diese Mischung aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hat mich stark an Disneys "Der Schatzplanet" erinnert, der einer meiner liebsten Filme ist, wie auch an WarnerBros' "Der Gigant aus dem All". In einem Interview, das auf Amazon nachzulesen ist, erzählt er, wie er zu der Geschichte gekommen ist. Und da steckt eine Menge Arbeit drin - was die Illustrationen auch verraten, denn man kann sich vollkommen in dieser Welt verlieren, die alle möglichen Genres beinhaltet. Einigen mag das verwirrend vorkommen, oder so, als würde Baltazar sämtliche Genres abspeisen wollen. Diesen Eindruck hatte ich nicht - ich finde, man sollte mehr Mut zu solchen Genre-Mischungen haben, und ich kann Baltazar nur dazu gratulieren, dass er dies im Mainstream-Kinderbuch gewagt hat! Zwar ist Armand Baltazar ein hervorragender Künstler, allerdings kann er noch einiges an seinem Schreibwerk tun. Denn auch wenn die Geschichte einem spannenden roten Faden folgt, so bleibt vieles auf der Strecke. Diego, der Protagonist, ist durchdacht konzipiert - als Sohn eines Mechanikers und einer Pilotin, der nicht so recht weiß, welche Richtung er einschlagen will, zumal er mit einer Gabe gesegnet ist, mit der er nichts anfangen kann. Besonders hat mir der lateinamerikanische Hintergrund bei Diego sehr gefallen, wie auch, dass seine Mutter Irin ist. Allerdings bleibt jegliches Mitgefühl auf der Strecke. Diego ist zwar ein dreizehnjährige Junge wie jeder andere auch, aber er kann die Handlung nicht so recht tragen, weil ihm Dinge einfach passieren. Er nimmt vor allem in der ersten Hälfte des Romans eine sehr passive Rolle ein und wird von seinen Mitstreitern immer überstrahlt. Die Gestaltung der anderen Charaktere ist mir auch negativ aufgestoßen. Für mich war Lucy ein klassisches Mädchen aus dem viktorianischen Zeitalter - was sicherlich Absicht war, aber sie hat sich nicht sonderlich von ihren Vorgängerinnen, die man aus dem Jugendbuch kennt, abgehoben, weshalb mich ihr Charakter erst gelangweilt und dann genervt hat. Ähnlich geht es mir mit Paige, die für mich als "sassy female black character" ein wahnsinnig überholtes Klischee darstellt, was ich sehr schade fand. Mir kam es so vor, als wäre das die einzige Eigenschaft, die es wert war zu betonen. Generell kann man sagen, dass dem Roman Emotionen fehlen. Es passieren einfach Random Sachen, die eigentlich normal für Abenteuerromane sind, allerdings hab ich nicht den Eindruck gehabt, als würde sich sonderlich viel entwickeln. Man merkt dies vor allem an der Freundschaft zwischen den vier Hauptcharakteren (Diego, Petey, Lucy und Paige), die nur schleppend vorankommt. Es hat dann auch mehr verärgert als wirklich dazu beigetragen, weiterzulesen, wenn wieder etwas passiert, was eigentlich nur die Reise aufhält, anstatt der ganzen Geschichte mehr Inhalt und Emotion zu verleihen. Irgendwann war ich soweit, dass ich schnell gelesen bis überflogen habe, um zur nächsten Illustration zu kommen, weil diese meiner Meinung nach die Geschichte besser erzählt haben, als das Geschriebene. Man kann Kindern durchaus mehr zutrauen als platte Abenteuergeschichten. Man kann den Charakteren auch drastischere Entwicklungen verpassen, Kinder sind durchaus intelligent genug, um dies zu verstehen. Was man aber vielleicht nicht machen sollte, ist, Charaktere auf Französisch sprechen zu lassen, weil das nur verwirrt. Mir hat das Setting jedoch sehr gefallen. Ich fand die Gestaltung der Stadt Chicago super spannend und kreativ umgesetzt. Man merkt, dass Baltazar sich viele Gedanken zum Weltkonzept gemacht hat. Umso gespannter bin ich auf die Verfilmung, die für das Buch in Pre-Produktion gegangen ist. Wie Baltazar es schon selbst gesagt hat - Bild und Text sind völlig verschiedene Medien, um eine Geschichte zu erzählen, und das zeigt dieses Buch sehr deutlich. Fazit Dennoch möchte ich das Buch nicht unter dem Durchschnitt bewerten - ich finde, die Mühe und der Mut, den Armand Baltazar in das Buch gesteckt hat, sollte durchaus gewürdigt werden. Gerade illustrierte Bücher für diese Zielgruppe werden immer seltener, was sehr schade ist. Es ist nochmal eine andere Weise, in die Welt des Buchs abzutauchen. Mir hat die Welt wirklich sehr gefallen und ich habe mich gerne in ihr bewegt, allerdings bleibt der emotionale Gehalt der Geschichte auf der Strecke, und es fällt schwer, mit den Charakteren mitzufühlen. Auch wenn Diversität hier versucht und auch angegangen wird, so geht die Dreidimensionalität der Figuren in bekannten Stereotypen verloren. Ich bin jedoch gespannt auf die kommenden Buchprojekte von Baltazar, weil er durchaus die Vorstellungskraft besitzt, die sich viele Autor*innen wünschen. Timeless - Retter der verlorenen Zeit Titel: Timeless - Retter der verlorenen Zeit Autor: Armand Baltazar Verlag: cbj Seiten: 624 Seiten Preis: 19,99€ Empfohlen ab: 12 Jahren Erhältlich in jedem Format

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Meine Meinung Ja wo fange ich da nur an? Die Geschichte von Armand Baltazar hat mich mitgerissen, berührt, aufgeregt. Ich hab mitgefiebert und wollte die Helden unterstützen, wollte an ihrer Seite stehen und die Abenteuer gemeinsam erleben. Ja all das hat Baltazar geschafft. Für ein Jugendbuch ist es so vielschichtig und so mega gut geschrieben. Der Schreibstil lässt kein einziges Gefühl aus und rüttelt jeden Wach. Was das geschriebene Wort nicht erklärt wird von den vielen tollen Illustrationen erläutert. Sobald man sich fragt was es mit dieser vagen Beschreibung auf sich hat, blättert man zur nächsten Seite und erhält die Antwort von einer unglaublich schönen Zeichnung. Diese ziehen sich durch das ganze Buch. Ich hatte wirklich noch kein Buch in der Hand was so mit schön ausgearbeiteten Bildern protzt. Meistens ist es ja so das bei solchen Büchern gerade das Hauptaugenmerk auf die Bilder gelegt werden soll. Meist weil die Geschichte nicht wirklich mithalten kann, doch das ist bei Timeless absolut nicht der Fall. Und ich mag alle Hauptprotagonisten die Diego heißen. Punkt. :) Nun kommt aber der kleine aber feine Kritikpunkt. Ich habe wirklich sehr sehr lange für dieses Buch gebraucht. Warum, stellt sich nun die Frage. Leider verströmt das Buch, durch die viele Druckerschwärze einen unglaublich unangenehmen Geruch. Ich konnte meist nicht mehr als 10 Seiten lesen ohne böse Kopfschmerzen zu bekommen. So schön die Illustrationen auch sind. Man hätte vielleicht auf etwas weniger "Chemie" zurückgreifen können. (Ich nenne es Chemie weil es meiner Meinung nach extrem danach riecht, wenn es etwas anderes sein sollte tut mir die Aussage leid) Mein Fazit: Ich liebe die Geschichte um Diego und seine Gefährten. Timeless ist ein gelungenes Abenteuer für groß und klein. Ich vergebe 4 von 5 Delicious Sternchen.

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"Timeless: Retter der verlorenen Zeit" ist ein Buch, das auf den ersten Blick fasziniert ... und erst recht, wenn man es dann in die Hand nimmt. Es ist groß, richtig schwer, dazu unglaublich schön und hochwertig gestaltet. Und schon am Buchschnitt lässt sich erkennen, dass es auch innen etwas ganz Besonderes sein wird. Die Vorraussetzungen für ein tolles Leseerlebnis könnten hier nicht besser sein. Schon beim Start fällt auf, das Lesen hat hier ein gewisses Kinofeeling. Auf gefühlt fast jeder Seite wird die Geschichte von Bildern begleitet. Diese gehen manchmal über eine halbe Seite, meist aber sind sie eine komplette Buchseite/Doppelseite groß. Es kommt selten vor, dass mehrere Seiten am Stück nur Text enthalten. Jedes Bild stammt vom Autor selbst und wirkt wie eine Mischung aus Grafik und Fotografie. Ich war während des Lesens sehr beeindruckt, die Wirkung ist enorm. Manchmal, vor allem am Anfang, hat mich irritiert, dass die Bilder die Geschichte nicht nur begleiten und unterstützten, sondern stellenweise sogar ersetzen. Der jeweilige Abschnitt geht dann nicht im Text, sondern in Form des Bildes weiter, und ich hatte dann jeweils kurz das Gefühl, in der Geschichte würde eine kleine Lücke klaffen. Daran muss man sich also eventuell gewöhnen. Die Geschichte selbst ist sicherlich imposant, alleine durch die verschiedenen Zeitelemente (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft), die durch einen Vorfall komplett nebeneinander existieren. Das hat schon etwas Mächtiges und Allumfassendes. Ich muss aber auch sagen, dass mich die Geschichte nach dem ersten Buchdrittel nicht mehr stark vereinnahmt hat. Sie ist komplex, aber kindlich. Vielleicht lag es aber auch an den Charakteren, ... ... diese sind eine bunte Mischung junger Jugendlicher, die gemeinsam ein Abenteuer erleben, bzw. eine Rettungsmission starten. Ihre Gefühle blieben mir zu sehr an der Oberfläche, wurden meist durch Streit, Auseinandersetzungen und "Ich-bin-toller-als-du" dargestellt. Hiervon war ich stellenweise genervt. So ist die Spannung zwar hoch, und durch die einzigartigen Bilder verblüffend real, die Geschichte bleibt trotzdem recht flach und langwierig. Vielleicht kommt die junge Zielgruppe damit besser zurecht. Zusammengefasst: Bilder sensationell, Geschichte mittelmäßig - so würde ich "Timeless: Retter der verlorenen Zeit" kurz und bündig zusammenfassen. Zusammengenommen ergibt diese Kombination dennoch ein beeindruckendes und kinoreifes Leseerlebnis, das jedoch stark von Alter und Lesevorlieben abhängig sein wird. Die Wirkung der Geschichte hat mich mit jeder Seite aufs Neue verblüfft. Das Abenteuer von Djego und seinen Freunden ist mit diesem Band abgeschlossen, es gibt jedoch einen Epilog, der darauf hindeutet, dass es weitergeht. Es lohnt sich, das Buch auszuprobieren. Faszination ist garantiert.

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