Leserstimmen zu
Unsere verlorenen Herzen

Krystal Sutherland

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Die Geschichte versprach von Anfang an, eine besondere zu sein. Der Roman wurde aus der Sicht von Henry verfasst und war somit das erste Buch, das ich komplett aus der Sicht eines Jungen gelesen habe. Außerdem ist auch schon aus dem Klappentext erkenntlich, dass Grace kein 'normales' Mädchen ist. Somit war ich sehr gespannt, was auf mich zu kommen würde. Ich stellte allerdings relativ schnell fest, dass Henry mich etwas nervte. Ich sah in ihm keinen 17-jährigen Jungen, sondern verglich ich ihn durch seine Art direkt mit einem achtjährigen Jungen - egal wie sehr ich mich anstrengte. Außerdem nervte mich seine Unentschlossenheit: seine Gefühle waren ein Hin und Her und am Anfang konnte ich es ja noch nachvollziehen. Er war sich über das, was er fühlte nicht sicher, und das war auch okay. Allerdings nahm es nicht ab und irgendwann kam der Punkt, an dem es mich etwas genervt hat. Auch der Schreibstil hat mich nicht wirklich überzeugen können. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass die Autorin versuchte, lustige Passagen einzubauen, allerdings kam ich mit ihrem Humor nicht ganz klar. Ich fand die Witze, die meistens in Form von Kommentaren aus der Sicht von Henry auftraten, nicht wirklich witzig und es gab auch oftmals Verständnisschwierigkeiten, da ich manchmal nicht ganz so fundiertes Wissen in beispielsweise Filmen hatte, wie es die Autorin voraussetzte. Dennoch muss ich aber auch sagen, dass einiges an Spannung vorhanden war, die mich mitgerissen hat. Ich fand die Beziehung zwischen den beiden sehr schön und wollte unbedingt wissen, wie es sich entwickeln würde. Somit war auch der Inhalt ein großer Pluspunkt, da ich die Thematik sehr schön fand. Was mich hier allerdings etwas gestört hat, war, dass das Buch sehr durchschaubar war. Es sollten zwar viele Geheimnisse im Buch auftauchen und nach und nach gelöst werden, aber oftmals war ich der Geschichte einen Schritt voraus und wusste, wie diese Rätsel zu lösen waren. Daher fehlten mir auch die zahlreichen Wendungen. Was für mich das Highlight darstellte, war definitiv das Ende. Das war so wirklich die einzige Wendung, die ich nicht wirklich vorhersehen konnte, und es war endlich einmal ein Ende, das man garnicht erwartet. Die Autorin schafft in dem Buch kein typisches Liebes-Ende ganz nach verschiedenen Klischees, sondern macht ihr eigenes Ende daraus, das ich so noch bei keinem Buch gelesen. Fazit: Nicht ganz mein Stil, aber dennoch ein Versuch wert! Das Buch konnte mich leider nicht ganz überzeugen - der Schreibstil taugte mir nicht und ich konnte mich auch nicht wirklich mit dem Protagonisten identifizieren. Dennoch war das Buch ein besonderes, da es nicht nach dem Schema der typischen Liebesgeschichten aufgebaut war, sondern die Autorin schafft hier eine ganz neue Art der Liebesgeschichten.

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Eckdaten - Titel: "Unsere verlorenen Herzen" - Autorin: Krystal Sutherland - Verlag: cbt - Seiten: 377 - Erscheinungsdatum: 25. September 2017 - Preis: 14,99€ Meine Meinung Der Anfang der Geschichte war für mich etwas ungewohnt. Normalerweise lese ich Bücher, in denen die Protagonistin weiblich ist. In diesem Buch gibt es mit Henry aber einen männlichen Protagonisten. Das zu begreifen und zu verinnerlichen hat mich einige Seiten gekostet. Erschwerend kam hinzu, dass es zu Beginn keine großen Erklärungen gab. Man landet direkt in der Geschichte und wird dann so nach und nach über die Situation, die Beziehungen und die Geschehenisse aufgeklärt. So treffen Henry und Grace ziemlich früh in der Geschichte aufeinander und begegnen sich von da an dann auch häufiger. Diese Begegnungen sind für mich als Leser nur leider meist eher unangenehm. Ich hab dann immer gehofft, dass diese Szenen möglichst kurz sind, damit sie schnell wieder vorbei sind, und Henry keinen Unsinn anstellt. Mit das größte Problem, das ich mit dieser Geschichte hatte, war die Figur von Grace. Während des Lesens kamen immer mehr Details zu Grace Vergangenheit und ihrer derzeitigen Situation ans Licht und alles in allem betrachtet fand ich schon sehr früh, dass die Autorin da definitiv übertrieben hat. Ich glaube nicht, dass es dem Mädchen für den Verlauf der Geschichte unbedingt so schlecht hätte gehen müssen. Zum Aufbau muss ich sagen, dass ich mich sehr über die kurzen Kapitel gefreut habe. So ließ sich das Buch super morgens auf dem Weg zur Arbeit lesen, ohne dass ich Angst haben musste, mitten in einem Kapitel vom erreichen meiner Haltestelle unterbrochen zu werden. Was ich hingegen sehr schade fand, war, dass bis kurz vor Ende die Geschichte eher so vor sich hinplätscherte, aber sich auf den letzten Seiten mal wieder die Ereignisse überschlagen. Als hätte die Autorin versucht, möglichst viele Seiten zu füllen, und dann kurz vor Ende festgestellt, dass ihr Buch schon viel zu dick geworden ist. Bis zum Ende hab ich dafür gebetet, dass Henry und Grace ihr verdientes Happy End bekommen. Naja, so wirklich "happy" war das Ende für mich persönlich dann nicht und hat mich ziemlich fertig zurückgelassen. Kurz und knapp gesagt fand ich die Geschichte eher nur okay, dafür war der Schreibstil recht angenehm, obwohl auch anfangs etwas zäh, und vor allem die Figur von Henry fand ich sehr schön ausgearbeitet. Grace war mir, wie bereits erwähnt, etwas zu schlecht bei allem weggekommen.

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Wieso ich überhaupt auf dieses Buch gestoßen bin? Ich muss zugeben dieses Buch hat mich direkt vom Äußeren her angesprochen. Als ich dann den Klappentext gelesen habe klang es für mich nach einer potenziellen Liebesgeschichte. Anfangs war ich überrascht, dass dieses Buch aus der Sicht eines Jungens geschrieben wurde. Da diese Erzählperspektive relativ selten hat es mein Interesse noch mehr geweckt. Ebenfalls die kleinen Chats zwischen den beiden Hauptpersonen lockerten das Buch auf und haben dem Roman eine spezielle Note. Es fiel mir jedoch schwer mich mit Henry anzufreunden und seine Handlungen und Denkweisen nachvollziehen zu können. Grace auftreten war von Anfang an geheimnisvoll und ist es auch geblieben. Die Distanz die Henry bei der ersten Begegnung zu ihr hatte, hat sich leider durch das ganze Buch gezogen. Ich hatte nur die oberflächigen Informationen über sie und konnte nicht wirklich mit ihr warm werden. Die Geschichte an sich ist einer sehr schöne und einzigartige, jedoch konnte mich das Buch nicht packen, da ich keinerlei Verbindung zu den Charakteren aufbauen konnte

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Titel: Unsere verlorenen Herzen Autorin: Krystal Sutherland Verlag: cbt Genre: Jugendroman ISBN: 978-3-570-16497-6 Seite: 377 Preis: 14,99€ Inhalt: Der 17-jährige Henry war noch nie verliebt. Kein Herzklopfen, keine Schlaflosigkeit, keine großen Gefühle. Bis seine neue Mitschülerin Grace vor ihm steht: in schlabbrige Jungsklamotten gehüllt, mit einem kaputten Bein und einer kaputten Seele. Ihre Zerbrechlichkeit macht sie in Henrys Augen nur noch schöner. Aber Grace lässt Henry kaum an sich heran – bis sie ihn eines Tages völlig unvermittelt küsst. Henry wagt es, zu hoffen. Doch irgendein ungreifbares Geheimnis scheint zwischen ihnen zu stehen ... Meinung: Mir wurde das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Das Cover und der Klappentext haben mich direkt angesprochen. Die Geschichte wird jung und erfrischend geschrieben. Gerade für junge Leute sehr schön zu lesen. Auch das Cover finde ich sehr liebevoll und schön gestaltet. Ich finde dieses Buch ist ein sehr schöner Jugendroman. Eine wundervolle Liebesgeschichte! Ich hatte Angst, dass das Ende sehr kitschig wird, aber ich finde so wie es von der Autorin geschrieben wurde, war es perfekt. Ich würde das Buch besonders jungen Lesern auf jeden Fall weiter empfehlen!:) Fazit: Ein sehr schönes Jugendbuch! Auch für den ein oder anderen Erwachsenen geeignet. Ich würde dem Buch 4/5 Sternen geben.

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Kurzbeschreibung In der Westland High begegnet der 17- Jährige Henry Page in seinem Abschlussjahr der neuen Schülerin Grace Town, die so ganz anders aussieht. Sie trägt übergroße Jungs Klamotten und sieht nicht gerade gepflegt aus und humpelt auf einem Bein und hat dafür einen Stock. Ein seltsames Bild denkt Henry, aber noch viel auffälliger ist Graces Blick der gebrochen scheint. Henry ist sich sicher das Grace ein Geheimnis hat und eines Tages als sie beide zusammenarbeiten sollen, merkt Henry das Grace ihn nicht nur verzaubert sondern auch wegstößt. Nur warum. Fragen über Fragen denen Henry auf den Grund gehen will. Cover Das Cover gefällt mir nicht wirklich. Das Farben sind mir zu fad und die Herzen die gebrochen scheinen passen zwar zum Inhalt, aber es ist kein Eyecatcher der mich jetzt begeistert. Ich würde das Buch in der Buchhandlung wenn ich ehrlich bin nicht in die Hand nehmen. Schreibstil Die Autorin Krystal Sutherland hat einen gelungenen Schreibstil, der sich nicht nur flüssig liest, sondern auch bildhaft mitnimmt zu den Protagonisten in die High-School. Dabei lernt man nicht nur die Eigenarten kennen, sondern auch die Geheimnisse die manche zu verbergen versuchen. Für mich eine interessante Story die mich mit dem Ende allerdings nicht begeistern konnte. Meinung Wenn man Liebe zwar nicht sucht, aber trotzdem findet … Dann sind wir bei dem 17- Jährigen Henry Page der sich auf seine Schulische Leistung konzentriert während seine Klassenkameraden nur Mädchen im Kopf haben. Henry hatte noch nie dieses Gefühl der Liebe wie in einem Film und denkt auch nicht, das ihm so ein Gefühl mal begegnen würde. Leider hat er sich da ganz und gar geirrt. Den eines Tages steht die neue Schülerin seiner Klasse da, in Form von Grace Town, die gerade ihre Schule gewechselt hat. Henry fällt ihr heruntergekommenes Aussehen auf und den Blick der gebrochen und aus dem auch jede Menge Ärger zu sprechen scheint. Interessant wird das ganze muss ich sagen, als die beiden in der Schul- Zeitung den Posten des Chefredakteurs übernehmen sollen. Da war ich gespannt und auch wenn sich Grace zurückzieht und seltsam ist, scheint sie bei Henry aufzutauen. Ich liebe dich, wie man gewisse dunkle Dinge liebt, heimlich, zwischen Schatten und Seele. (S. 16 von “Unsere verlorenen Herzen”) Allerdings warum ist sie manches Mal daran interessiert mit Henry Zeit zu verbringen und ihn ein anderes Mal, oder in dem nächsten Moment zurückzuweisen. Weshalb ist sie so verschlossen und lässt sich einfach gehen? Genau diese Fragen haben nicht nur Henry beschäftigt sondern auch mich und ich war auf die Antworten gespannt und wurde nicht enttäuscht. Wobei ich sagen muss da wäre ich nicht darauf gekommen. Im Nachhinein passt aber alles zusammen. Fazit Eine interessante Geschichte die mich nicht zu 100% überzeugen konnte. Eine Neue Schülerin und die Fragen nach ihrem Geheimnis. 4 von 5 Sternen

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Allgemeines Titel: Unsere verlorenen Herzen Autorin: Krystal Sutherland Verlag: cbt Genre: Jugendroman ISBN: 978-3-570-16497-6 Seite: 377 Preis: 14,99€ Klappbroschur. Erschienen am 25.09.2017 Buch kaufen! Klappentext Was würdest du für deine große Liebe tun? Der 17-jährige Henry war noch nie verliebt. Kein Herzklopfen, keine Schlaflosigkeit, keine großen Gefühle. Bis seine neue Mitschülerin Grace vor ihm steht: in schlapprige Jungsklamotten gehüllt, mit einem kaputten Bein und einer kaputten Seele. Ihre Zerbrechlichkeit macht sie in Henrys Augen nur noch schöner. Aber Grace lässt Henry kaum an sich heran - bis sie ihn eines Tages völlig unvermittelt küsst. Henry wagt es, zu hoffen. Doch irgendein ungreifbares Geheimnis scheint zwischen ihnen zu stehen... Zitat "Ein Mensch ist eine Ansammlung von Atomen, die für kurze Zeiteine geordnete Struktur bilden, um dann wieder zu zerfallen. Ich finde meine eigene Unwichtigkeit tröstlich." Cover Das Cover ist so liebevoll gestaltet. Die vieln bunten Herzen, die alle nicht perfekt sind, die alle irgendwo einen kleinen Riss haben. Da es sich ja um ein Jugendbuch handelt, passt dieses leicht bunte und verspielte einfach perfekt zu der ganzen Geschichte. Schreibstil Der Schreibstil ist einfach so jung und erfrischend. Er passt perfekt zu der Geschichte und ist super für junge Leser geeignet. Das ganze ist so humorvoll und lebensfroh erzählt - es macht einfach Spaß so über die Seiten hinweg zu fliegen. Da es ja besonders jüngere Leser ansprechen soll, sind viele Sätze und Dialoge relativ einfach gehalten und doch auch gewisse Art und Weise so komplex, dass durch Leichtigkeit viele wichtige Aspekte und Gedanken vermittelt werden. Charaktere Grace und Henry. 2 Personen die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch passen sie wahrscheinlich genau deswegen so perfekt zusammen. Ich habe mir zwischendurch immer wieder gewünscht, einen Freund wie Henry zu haben. Er sprüht vor Lebensfreude, ist kreativ, witzig, zuverlässig und einfach immer da, wenn seine Freunde ihn brauchen. Er ist nicht nur der brave Nachbarsjunge von nebenan, man kann mit ihm auch abgedrehtere Sachen machen und doch bleibt er am Ende die gute Seele. Bei Grace hat es länger gedauert, bis ich einen Zugang zu ihr finden konnte. Auch sie ist ein wirklich sympathischer Charakter. Vielleicht nicht direkt zu Beginn, aber mit der Zeit taut sie immer mehr auf. Es ist so schön zu sehen, wie sie bei Henry langsam ihre Maske fallen lässt und immer mehr sie selbst sein kann. Sie hat ein Geheimnis und man will unbedingt erfahren, was genau bei ihr los ist. Die Art und Weise, wie sie es Henry langsam anvertraut ist sehr beeindruckend. Am Ende kann man sie wirklich gut verstehen und auch sie wird ein wundervoller Charakter, mit dem man lachen aber auch mitleiden kann. Meine Meinung Ein wundervoller, herzerwärmender Jugendroman, der viel tiefer geht, als es eine normale Liebesgeschichte tun würde. "Warum sind wir so schnell bereit, jene zu verletzten, die uns am meisten bedeuten?" Zu Beginn mag das ganze wie eine typische Romanze wirken, in der das Mädchen vielleicht ein bisschen schwierig ist. Die große erste Liebe. Unsicherheit, Verwirrung und Anhimmeln der Geliebten. Vielleicht war es auch so für Henry, doch schnell merkt man, dass Grace nicht das typische Highschool-Cheerleader-Girl ist. Sie hat eine Vergangenheit und sie leidet. Und sie hat allen Grund dazu. Es ist so rührend, wie Henry ihr hilft, neuen Lebensmut zu finden. Die beiden tun sich richtig gut und man hört ihren Gesprächen so gerne zu. Dass ihre Online-Gespräche wirklich als kleine Textfelder abgedruckt sind, erfrischt das Buch immer wieder und bringt etwas lockeren hinein. Es geht hier nicht um eine einfache Liebe. Es geht darum, verletzt zu werden, zu fallen, zu kämpfen und jemanden zu finden, der einen auffängt, wenn man es am nötigsten hat. Es geht um wahre Freundschaft und dass die erste Liebe manchmal nicht immer rosarot ist. Sie ist auch mal schwer und kann viele Probleme mitbringen. Am Ende sollte man nie vergessen, dass immer 2 Seiten dazu gehören, und wenn eine Seite nicht funktioniert, dann geht auch die andere kaputt, weil sie zu viel kämpfen muss. Das Ende hat einfach perfekt gepasst. Ich hatte zwischenzeitlich Angst, dass es ein zu kitschiges Ende wird, aber es war genau richtig. Ein anderes Ende hätte mich enttäuscht. Einfach ein wundervolles Buch, das so humorvoll geschrieben ist und doch so in die Tiefe geht, aber genau abgestimmt auf junge und auch auf ältere Leser abgestimmt.

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"Unsere verlorenen Herzen" ist so ein Jugendbuch, das ich schon vor dem Lesen mögen will. Unbedingt. Und es beginnt auch so, wie ich das bei Jugendbüchern schätze. Toll geschrieben, mit viel Wortwitz und Eigenheit. Trotzdem fand ich das Buch zuerst nur okay, nicht mehr. Mir fiel es schwer, die Chemie der Geschichte zu erfassen, vor allem die zwischen Henry und Grace. Doch irgendwann änderte sich das, und ich habe begriffen, dass "Unsere verlorenen Herzen" so viel mehr ist als die Thematisierung einer ersten romantischen Liebe. Die Geschichte geht tiefer. Sobald mir das klar wurde, empfand ich das Buch als einfach nur wow. Hauptprotagonist und Erzähler seiner eigenen Geschichte ist Henry, ein Junge, den man mag. Er ist leicht nerdig, aber cool und kommt mir jedem gut zurecht. Er liebt es zu schreiben, darum ist seine große Motivation, Chefredakteur der diesjährigen Schülerzeitung zu werden. Es macht ihm nichts aus, dass er noch nie verliebt war. Als dann Grace auftaucht, humpelnd und in Jungsklamotten, verguckt sich Henry ziemlich schnell in sie. Da ist eine Chemie zischen den beiden, die Henry selbst nicht recht begreift. Grace ist anders als die meisten Jugendlichen; gebrochen, irgendwie düster-traurig und verletzlich zugleich. Dennoch umgibt sie etwas Taffes, eine harte Schale. Mir (und auch Henry) gelange es lange nicht, sie richtig einzuschätzen. Sobald man in Erfahrung bringt, was wirklich mit Grace los ist, wird klar, wie dramatisch (und tragisch!) die Situation für sie ist. Trotzdem entwickelt sich eine Art Beziehung zischen ihr und Henry, richtig zusammen sind sie aber nicht. Für mich war das aber verständlich, bzw. gut nachzuvollziehen. Von nun an geht Henry durch einen Prozess, in dem bei ihm der Gedanke reift, ob er überhaupt mit Grace, diesem gebrochenen Mädchen, glücklich werden kann. In diesem Moment wurde mir klar, dass Grace Town ein zersplittertes Stück Glas war, an dem ich mich immer wieder schneiden würde, wenn ich mich auf sie einließ. Dass der Weg mit ihr immer die Spuren von Kummer, Trauer und Eifersucht tragen würde. - S. 180/181. Henry wird bei diesen Gedanken unterstützt von einem liebevollen Zuhause und echten Freunden. Er möchte mit Grace eine aufrichtige Beziehung, obwohl ihm bewusst ist, dass die Sache auch schiefgehen kann. Grace selbst ist nicht recht greifbar. Mal windet sie sich heraus und ist abwehrend, mal ist sie total anhänglich. Zum Glück redet sie irgendwann Klartext und stellt Dinge richtig. Am Ende liegt es an Henry, für (s)einen weiteren Weg eine Entscheidung zu treffen. Im Ende habe ich wirklich sehr ergriffen aufgeseufzt. Zusammengefasst: "Unsere verlorenen Herzen" ist wie das Leben - manchmal wunderschön, manchmal aber auch schmerzhaft. Es ist ein Buch über eine (erste) Liebe, die durch eine große Tragödie begleitet wird. Liebe ist nicht immer nur heiter und sonnig, sie kann auch richtig weh tun. Es ist aber auch ein Buch über Selbsterkenntnis und Reife, die nicht ohne Schwierigkeiten erlangt werden. Und dann ist das Buch noch wundervoll zu lesen; humorvoll und klug und menschlich. Eine große Empfehlung!

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Inhalt: Kann es mehr als eine große Liebe geben? Der 17-jährige Henry war noch nie verliebt. Kein Herzklopfen, keine Schlaflosigkeit, keine großen Gefühle. Bis seine neue Mitschülerin Grace vor ihm steht: in schlabbrige Jungsklamotten gehüllt, mit einem kaputten Bein und einer kaputten Seele. Ihre Zerbrechlichkeit macht sie in Henrys Augen nur noch schöner. Aber Grace lässt Henry kaum an sich heran – bis sie ihn eines Tages völlig unvermittelt küsst. Henry wagt es, zu hoffen. Doch irgendein ungreifbares Geheimnis scheint zwischen ihnen zu stehen... Meine Gedanken zum Buch: „Unsere Verlorenen Herzen“ habe ich bereits vor fast zwei Wochen beendet und noch immer fällt es mir schwer die richtigen Worte für diese Geschichte, die mich mit großem Herzschmerz zurückgelassen hat, zu finden. Trotzdem werde ich nun versuchen meine Gedanken und Gefühle zu diesem Buch für euch aufzuschreiben. Zu Beginn des Buches habe ich eine lockere und süße Liebesgeschichte erwartet, doch letztendlich habe ich eine tiefgehende sowie herzzerreißende Geschichte bekommen, mit der ich so nicht gerechnet habe. In dem Jugendroman von Krystal Sutherland begleiten wir den 17-jährigen, schlaksigen Henry, der noch nie richtig verliebt war und sich frägt was alle anderen daran so toll finden. Doch dann trifft er Grace, die neu auf der Schule ist und so ganz anders als alle anderen Mädchen ist. Sie humpelt, trägt Jugsklamotten und sieht immer ungepflegt aus. Sie scheint großes Leid mit sich herumzutragen und lässt niemanden an sich heran, jedoch kann Henry Grace einfach nicht vergessen. „Ich liebe dich, wie man gewisse dunkle Dinge liebt, heimlich, zwischen Schatten und Seele“ – S. 16 Henry war mir von der ersten bis zur letzten Seite total sympathisch und ich habe regelrecht mit ihm mitgelitten. Ein wirklich toller Protagonist – endlich mal ein komplettes Buch aus der Sicht des Jungens – der super gut ausgearbeitet wurde. Der Humor von ihm hat mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und ich habe mich dadurch sehr unterhalten gefühlt. Auch mit seinen Interessen und Gedanken konnte ich mich gut identifizieren. Grace hingegen wollte ich zwischendurch einfach nur durchschütteln und sie fragen was überhaupt mit ihr los ist. Warum sie so sprunghaft ist und sie Henry so behandelt, der ein solch herzensguter Mensch ist. Doch je näher man sie kennengelernt und über sie erfahren hat, desto mehr konnte ich sie verstehen. Denn wie verarbeitet man eine so große Trauer? Was bleibt einem danach? Auch alle Nebencharaktere hat die Autorin wahnsinnig gut ausgearbeitet, sodass man am liebsten noch mehr über jeden Einzelnen erfahren möchte. Eine top Charaktergestaltung, die mich komplett überzeugen konnte! Die Sprache in dem Buch ist einfach gehalten, hat jedoch trotzdem sehr viel Tiefgang geboten, was mich letztendlich vom Schreibstil der Autorin überzeugen konnte. Anfangs war ich der Geschichte gegenüber etwas kritisch gegenübergestanden, doch der Schreibstil sowie die Tatsache, dass das Buch aus der männlichen Sicht geschrieben ist, hat mich neugierig gemacht und mich zum Weiterlesen animiert. Und es hat sich gelohnt! Denn bei „Unsere verlorenen Herzen“ handelt es sich nicht um ein simples Jugendbuch mit einer kitschigen Liebesgeschichte, sondern hier bekommt der Leser eine unglaublich herzzerreißende Geschichte um die erste Liebe mit tiefgehenden und philosophischen Ansätzen, die mich während des Lesens immer wieder zum Nachdenken angeregt haben, geliefert. Die Gedanken des Lesers werden in Richtungen geleitet, die so viel Wahrheit und Schmerz in sich tragen und alleine deshalb sollte das Buch jeder lesen. Von diesem Buch kann meiner Meinung nach jeder etwas dazulernen. Die Geschichte der beiden hat mich so oft den Tränen nahegebracht und zum Ende hin erweicht sie wohl jeden noch so gefühlskalten Leser. „Weil mir nicht klar war, dass man sich in Menschen genauso verlieben kann wie in Songs. Auch wenn ihr Lied dir anfangs nichts sagt, verwandelt sich die unbekannte Melodie schon bald in eine Symphonie und dringt dir unter die Haut. Sie wird zu Hymne im Geflecht deiner Ader, zur Harmonie, eingestickt in das Gewebe deiner Seele.“ – S. 126 Auch die Gestaltung des Buches sowie die Titelwahl finde ich sehr gut getroffen und ist auf jeden Fall eine Erwähnung wert. Fazit: Ein sehr berührendes und tiefgehendes Buch, welches volle 5 von 5 Sterne verdient.

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