Leserstimmen zu
Ricco

Christine Feehan

Shadow (2)

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Von: Weinlachgummi

30.05.2018

Shadows Ricco ist Band 2 der Shadows Reihe, in Band 1 ging es um seinen Bruder Stefano. Ich empfehle, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Jedes Buch handelnd zwar von einem Bruder, aber gerade was die Nebencharaktere angeht, könnte man sonst durcheinander kommen bzw. sich spoilern. Ich muss gestehen, ich habe Ricco immer etwas vor mich hergeschoben. Band 1 über Stefano hat mir auf der einen Seite sehr gut gefallen, aber es gab immer wieder Längen. Diese habe ich nun auch in Band 2 befürchtet. Trotzdem war ich sehr gespannt auf Ricco, da man ihn schon als sehr dominanten Charakter kenne gelernt hat und die Sache mit der Fesselkunst, hat auch mein Interesse geweckt. Meine Angst war unbegründet, kaum habe ich zu lesen begonnen, sind die Seiten nur so dahin geflogen, so große Längen wie in Band 1 gab es nicht. Trotzdem hätte man meiner Meinung nach hier und dort etwas kürzen können und mehr Dialoge einbauen können, sodass das Ganze flüssiger wird. Die Geschichte wird aus der Sicht von Ricco und von Mariko erzählt, was mir gefallen hat. Das Thema Shibari war für mich völlig neu und ich fand diesen Aspekt in der Geschichte sehr interessant, diese Kunstform kam auch sehr stark raus im Buch bzw. hatte das Fesseln einige Szenen. Wie auch schon in Band 1, kam mir irgendwie das Schattengleiter Thema etwas zu kurz, ab ca. der Mitte rum, stand die Liebesbeziehung stark im Mittelpunkt. Fazit: Hat mir besser wie sein Vorgänger gefallen. Ricco mit seiner Leidenschaft für Shibari war sehr interessant und auch Mariko mit ihrer Vergangenheit. Hier und da hätte man ein bisschen etwas Kürzen können, doch konnte mich die Geschichte fesseln.

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Obwohl mich der erste Band der Shadows Reihe nicht wirklich überzeugen konnte, wollte ich dennoch der Fortsetzung eine Chance geben, da ich die Grundidee richtig spannend finde. Außerdem hat mich der düstere Ricco als Protagonist deutlich mehr gereizt als der besitzergreifende Stefano. Ricco gehört ebenfalls zum Ferraro-Clan und führt ein einsames Leben voller Luxus und Frauen. Sein ungezügeltes Temperament lässt sich nur durch Sex oder eine bestimmte Fesselkunst (Shibari) unter Kontrolle halten. Daher ist er auf der Suche nach einem Model, das über einen längeren Zeitraum mit ihm gemeinsam an seiner Kunst arbeiten möchte. So begegnet er Mariko. Obwohl er sich vom ersten Moment an zu ihr hingezogen fühlt, könnte die wunderschöne Fremde ihn dennoch ins Verderben stürzen. Denn Mariko verfolgt ihre ganz eigenen Pläne. Ricco ist düster, verschwiegen und in gewisser Weise auch unheimlich. Doch das machte ihn in meinen Augen nur spannender und im Verlauf der Geschichte wird auch deutlich, warum er so geworden ist. Er trägt ein großes Geheimnis mit sich herum, dass nicht nur sein Leben sondern auch das seiner Familie und das aller Schattengleiter beeinflussen kann, sollte es je ans Licht kommen. Riccos Vergangenheit fand ich erschütternd und faszinierend zugleich. Ich habe es genossen mit jeder Seite mehr über ihn zu erfahren und immer wieder neue Facetten kennen zu lernen. Mariko ist ebenfalls eine Schattengleiterin und verfolgt ihre eigenen Ziele. Sie hat eine Aufgabe zu erfüllen und versucht das einzige zu schützen, das ihr etwas bedeutet: ihr jüngerer Bruder. Doch sie hat nicht damit gerechnet, dass sich zwischen Ricco und ihr eine solch starke Verbindung zeigen wird, was ihren Ehrgeiz ins Wanken bringt. Mich hat etwas gestört, dass Mariko zunächst als graue Maus dargestellt wird, die sie eigentlich gar nicht ist. Doch auch hier kommen mit der Zeit Geschehnisse der Vergangenheit ans Licht, die sie und ihren Charakter besser beleuchten und mich ihr Verhalten besser nachvollziehen hat lassen. Die Handlung selbst war besonders im Mittelteil sehr viel Action-geladener als der erste Band, was für mich auch das Highlight des Buches darstellte. Auch das für mich doch überraschende Ende konnte mich überzeugen. Dennoch gab es auch hier wieder Längen, die mich gestört haben und Szenen, die besser gekürzt worden wären. Neben Mariko und Ricco trifft der Leser in diesem Buch auch wieder auf viele bereits bekannte Gesichter, was mir besonders gut gefallen hat. Auch im Hintergrund entwickeln sich mehrere Handlungsstränge, von denen ich erwarte, dass sie in den Folgebänden noch eine Rolle spielen werden. Der Schreibstil selbst hat mir wieder gut gefallen. Das Buch ist flüssig und angenehm zu lesen. Denn haben mich wie bereits erwähnt ein paar Längen gestört, die sich für mich teilweise auch in den Fesselszenen zeigten. Ich fand Shabari als Ausdruck der Kunst und der Erotik zwar durchaus reizvoll, aber die Szenen waren mir dann doch zu lang und langweilten mich irgendwann. Fazit: Alles in Allem hat mir der zweite Band der Shadows-Reihe deutlich besser gefallen als sein Vorgänger. Die Charaktere fand ich facettenreicher und auch die Handlung konnte mich mehr fesseln. Dennoch gab es auch hier leider wieder unnötige Längen.

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