Leserstimmen zu
Das geheime Leben des Monsieur Pick

David Foenkinos

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Inspiriert von der Brautigan Library, in der ungewollte und unveröffentlichte Manuskripte ein Zuhause finden, eröffnet ein Franzose in der Bretagne die europäische Version dieser einzigartigen Bibliothek. Dort findet dann die junge Lektorin Delphine ein literarisches Meisterwerk, das dem örtlichen Pizzabäcker zugschrieben wird. Die Familie des Pizzabäckers ist genauso überrascht, wie die meisten anderen Leute, dass ausgerechnet dieser Mann so wundervoll von Liebe, Puschkin und den letzten Stunden geschrieben hat. Stellt sich also die Frage, hat Monsieur Pick "Die letzten Stunden einer großen Liebe" wirklich selbst verfasst? Achtung, die nachfolgende Bewertung kann Spoiler enthalten! Ich lese wirklich gerne und viel, dennoch war mir bis dato die Brautigan Library nicht bekannt. Das Buch hat mir daher auch sehr gut gefallen, denn es unterhält nicht nur, sondern informiert auch fast schon nebenher prima über viele Dinge zum Thema Literatur. Die Handlung ist größtenteils recht seicht und leicht und flott zu lesen, dennoch bleibt der Unterhaltungsfaktor nicht auf der Strecke. Der Plot bietet jede Menge Möglichkeiten, um Spannung aufzubauen, was (meiner Meinung nach stellenweise) ein bisschen besser genutzt hätte werden können. Gut gefallen hat mir auch der Sarkasmus und die Ironie des Autors (z.B. "der Kundendienst für verlassene Frauen") Die Geschichte zeigt auch, wie oberflächlich wir doch auch teilweise mit unseren Liebsten zusammenleben (oder nebeneinanderher leben) und eigentlich gar nicht begreifen, was im Inneren dieser Menschen vorgeht. Dies trifft auf so ziemlich jede Konstellation in diesem Buch zu und beschränkt sich definitiv nicht nur auf den Pizzabäcker. Leichte Sommerlektüre, die ich vor allem "Viellesern" und Literaturbegeisterten nur empfehlen kann.

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In einem kleinen Ort in der Bretagne übernimmt Jean-Pierre Gourvec in seiner Bibliothek Werke von Autoren, die von Verlagen abgelehnt worden sind, die Bibliothek der unerwünschten Manuskripte. Nach Gourvecs Tod übernimmt seine einzige Angestellte, Magali Croze, die Bibliothek. Magali ist unglücklich und wird immer dicker. Als ein junger, blonder Autor sein Manuskript bei ihr abgibt und sie näher kennenlernen möchte, gibt sie nach. Sie kann sich nicht vorstellen, dass so ein junger, schöner Mann gerade sie will! Die erfolgreiche Lektorin Delphine Despero und ihr Lebensgefährte Frédéric, ein erfolgloser Schriftsteller, entdecken diese nie erschienene Manuskripte und interessieren sich für das des Pizzabäcker Henry Pick. Doch weder die Witwe des Autors, Madeleine, noch seine Tochter Joséphine können sich vorstellen, dass Henry ein Buch geschrieben haben soll. Das Buch wird verlegt und ist ein voller Erfolg. Doch der Journalist und Literaturkritiker Jean-Michel Rouche beginnt zu recherchieren und hat seine Zweifel daran, dass Monsieur Pick wirklich der Autor ist… David Foenkinos schafft es auch in diesem Roman die Leser zu fesseln. Obwohl sehr viele Personen vorkommen, werden alle sehr gut beschrieben. Auch Nebenfiguren, wie Magali, werden liebevoll gezeichnet. Man kann sich richtig das Leben der Protagonisten vorstellen und sich in sie hineinversetzen. Ich empfand Mitleid mit den Autoren, die viele Stunden an ihren Werken gearbeitet haben und niemand sollte sie lesen können! Mit Ausdrücken wie „schutzbedürftige Manuskripte“ konnte Foenkinos mein Herz berühren. Das Buch ist für jeden, der Bücher liebt, ein ganz liebenswerter Roman und ein Leseerlebnis.

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Ich muss ganz ehrlich mit euch sein, es gab eigentlich gar keinen wirklichen Grund. Für mich ging es im Juli für zwei Wochen in die Toskana, wie ihr wisst, und ich war einfach nur auf der Suche nach einer Urlaubslektüre. Das Cover und der Titel sahen nach Sommer aus. Den Inhalt und Rezensionen zu diesem Roman kannte ich damals noch gar nicht. Dank des Verlages durfte ich dann aber auch diesen Roman mein eigenen nennen und mich in der Sonne Italiens mit dem Inhalt beschäftigen. Mein Eindruck Total entspannt saß ich mit diesem Roman in der Sonne, und konnte ich mich komplett auf die Geschichte einlassen. Das war nun aber auch kein Hexenwerk, denn Foenkinos Schreibstil lässt einem nichts anderes übrig. Durch ungekünstelten Witz und Charme fühlt man sich direkt lebhaft in die Bretagne versetzt. Man darf schmunzeln, die kleinen Andeutungen versuchen zu verstehen, und sich einfach nur über einen gelungen Roman freuen. Am Schreibstil gibt es also überhaupt gar nichts auszusetzen. Besonders beeindruckend empfinde ich bei diesem Roman die Charakteristika der Romanfiguren. Jede Figur hat ganz besondere aber authentische Züge. Von Liebe, die nicht einfach ist, bis hin zu unsagbar von Erfolglosigkeit verfolgten Schriftstellern. Selbst die Nebenfiguren in diesem Roman überzeugen durch Authentizität und Tiefgang. Auch hier wieder mal eine beeindruckende Arbeit von Foenkinos. Neben des Stils und den Figuren ist aber die Handlung und das Setting das ausschlaggebende Merkmal des Romans. Foenkinos bringt uns Lesern die Literaturbetrieb näher. Durch den geheimnisvollen Monsieur Pick erfahren wir von den Schwierigkeiten gute Manuskripte zu erkennen, aber auch von geheimen Leben der Schriftsteller und Literaturliebhaber. Foenkinos erzählt uns mit Witz aber einer harten Ehrlichkeit von der Überheblichkeit der Verlage heutzutage und ihrem Fokus auf den Umsatz. Er zeigt durch diese Punkte auf, dass Literatur mehr als nur Verkaufszahlen ist, besonders für Schriftsteller und auch die Leser. Die Marketingmaßnahmen von Verlagen werden in diesem Roman auch aufgegriffen und indirekt kritisiert. Je besser die Beeinflussung des Publikums, desto leichter steigen die Verkaufszahlen. Er stellt die Szene so dar, als wäre es alles mehr Schein als Sein. In diesem Roman stimmen alle einzelnen Punkte, wie Stil, Witz, Charakter und vieles mehr, und es wird zu einem runden Ganzen. Absolute Leseempfehlung! Warum sollte man dieses Buch lesen? Wir werden in diesem Roman nicht viel lernen oder ähnliches. Jedoch sollten wir diesen Roman lesen, um zu verstehen, warum Lesen und die Zeit mit einem guten Buch so toll und wertvoll sein können! Sterne: 5/5

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Augenzwickern

Von: Rita Fischer aus Hamburg

24.08.2017

Foenkinos, David: Das geheime Leben des Monsieur Pick, DVA 2016, 329 Seiten  Während Zafón in Barcelona den düsteren "Friedhof der vergessenen Bücher" hütet, lädt Foenkinos ein ins Finistère, dem Ende der Welt, in die "Bibliothek der nichtveröffentlichten Manuskripte". Crozon, eine bretonische Kleinstadt, ist Brennpunkt dieses abenteuerlichen (Schelmen-)Romans, dessen Held, der Pizzabäcker Henri Pick, posthum Meriten als Bestsellerautor erntet. Delphine, eine ehrgeizige junge Lektorin, und Frédéric, ein erfolgloser Autor, verbindet nicht nur die Liebe zueinander, sondern auch ihre bibliophile Leidenschaft. Zufällig erfahren sie von der " Bibliothek der unveröffentlichten Manuskripte" und scheinen sich mit Begeisterung durch die verstaubten Exemplare zu lesen, bis sie auf "Die letzten Stunden einer großen Liebe" stoßen. Zielstrebig recherchieren sie, wer sich hinter dem Autor Henri Pick verbirgt. Dessen Witwe und Tochter sind überrascht von dem literarischen Werk des verstorbenen Pizzabäckers und beginnen, Ehemann und Vater mit anderen Augen zu sehen. Der Roman wird veröffentlicht und ab sofort stehen das öffentliche wie literarische Leben kopf. Der Hype um den Autor beginnt Blüten zu treiben, Nachforschungen bringen neue Erkenntnisse zutage, Skepsis erwacht. Der sensationelle Coup, ein abgelehntes Manuskript die Büchercharts erobern zu lassen, ist Drehkreuz des Romans. David Foenkinos ist bekannter Bestsellerautor in Frankreich. Er weiß, wovon er spricht. Oder: Honi soit qui mal y pense, ein Schelm, wer Böses dabei denkt... Das muss man wagen können, den Ikea- Katalog gleichzusetzen mit Literatur! Tenor: Das Was ist nicht entscheidend, eher das Wie. Foenkinos streift ein bisschen Houellebecq, Marcel Proust u Trierweiler am Rande, sucht nach dem Wahren im Fiktiven und macht den Leser glauben, auch er sei mittendrin im Literaturkarusell der Eitelkeiten. Marketingstrategien versus Genius. Fragen werden beim Leser aufgeworfen: Darf man Ferrante ausfindig machen, ihr Pseudonym knacken? Darf ein Buch posthum veröffentlicht werden? Der Autor kann sich nicht mehr äußern. Neben diesen aktuellen Zeitbezügen, der "Wahrheit", spielt Foenkinos mit den (fiktiven) Charakteren, die man schon bald gut zu kennen glaubt. Die Dessous-Boutiquebesitzerin Joséphine rührt den Leser, hat doch der Eine und der Andere schon einmal Verrat und Liebe erfahren. Magalis Suche nach dem rechten Outfit für ihr Fernsehinterview könnte Teil einer Comedy-Show sein und als der gescheiterte Literaturkritiker Rouche nächtens besoffen mit der Dessousverkäuferin Mathilde folgenschwere Kopien anfertigt, steigt die Spannung wie in einem Krimi. Foenkinos baut sein Buch dramaturgisch steigernd auf: Der Romanfund steht im Mittelpunkt und dessen Wirkung mäandert durch Crozon und die Beteiligten. In der Mitte dieses Romans ist ein - verzeihbarer- Bruch. Delphine und Frédéric treten in den Hintergrund und der allwissende Erzähler greift voller Enthusiasmus zum Mittel der Überzeichnung, wobei die Existenz vom "Tag des unveröffentlichten Autors", angeblich nach einer Idee des umtriebigen ehemaligen französischen Kulturministers Lang, überprüft werden sollte... Der Schluss erfährt im Epilog noch einen interessanten Nachschlag, der hier natürlich nicht preisgegeben wird. David Foenkinos ist ein brillanter Erzähler, seine Fantasie scheint grenzenlos. Er ist mitnichten der zitierte Romancier, der Selbstmord begehen würde, sollte sein Manuskript nicht angenommen werden. Die junge Malerin, die in Auschwitz ermordet wurde und deren Leben ( zwei Zeilen Eigenwerbung) von Polanski ( wäre Wunsch des Autors) "gerade" verfilmt wird ( auch Wunschtraum), ist "seine" Charlotte, der Foenkinos den gleichnamigen Roman gewidmet hat. Sie hat gelebt, ihr Leben ist aber nicht verfilmt worden. Wahrheit und Fiktion. Ein Roman eben. Meine Note: Eins Rita Fischer im August 2017

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In dem kleinen bretonischen Ort Crozon hatte Anfang der 90er Jahre der damalige Bibliothekar Jean-Pierre Gourvec, ganz nach dem amerikanischen Vorbild der Brautigan Library, in der Gemeindebücherei eine Abteilung geschaffen, die sich die Bücherei der abgelehnten Manuskripte nennt. Dort findet eine Junglektorin ein Manuskript in dem die letzten Stunden einer großen Liebe abwechselnd mit Puschkins Ringen mit dem Tode erzählt wird. Offensichtlich hat sie einen Schatz gefunden, der veröffentlicht werden muss.... In kurzen, dahinfliegenden Kapiteln erzählt David Foenkinos darüber, was dieses Manuskript bei der Familie des unbekannten, inzwischen verstorbenen Autors, einem ehemaligen Pizzabäcker, und anderen, vor allem auch den Bewohnern Crozons, ins Rollen bringt. Ebenso schildert er die Tätigkeiten im Verlagswesen, auch rund um die Vermarktung des Buches, was sich äußerst amüsant liest. Es geht u.a. darum, wie Legenden entstehen und dass Äußerlichkeiten in der heutigen Zeit das Eigentliche vollkommen in den Hintergrund drängen können. Aber auch die Liebe, der Geist der Vergangenheit und Verschwörungstheoretiker kommen in dieser Geschichte nicht zu kurz. Es lässt sich aber noch viel mehr in dieser witzigen, manchmal etwas grotesken Geschichte finden, denn es verhält sich ja genauso, wie der Autor im Laufe der Geschichte vermerkt: Jeder Leser ist auf der Suche nach dem, was ihn persönlich anspricht. „Das geheime Leben des Monsieur Pick“ war der erste Roman, den ich von David Foenkinos gelesen habe und sicherlich nicht der letzte. Mich hat diese charmante, amüsante und temporeiche Geschichte bestens unterhalten, manchmal auf eine falsche Fährte geführt und mich mit einem ganz unerwarteten Ende bis zum Schluss überrascht und erhält selbstverständlich meine absolute Leseempfehlung.

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Zunächst einmal vorweg: Die Buchidee hinter diesem Roman finde ich absolut originell und überzeugend. Mit der Handlung konnte ich mich sofort anfreunden und auch von der Umsetzung war ich begeistert! Aber kommen wir erst einmal überhaupt zu der etwas anderen Handlung: Der Bibliothekar Jean-Pierre Gourvec ruft “Die Bibliothek der abgelehnten/unveröffentlichten Manuskripte“ ins Leben. Zu Beginn des Romanes lernen wir die Vorgeschichte zu dieser etwas anderen Bibliothek und somit auch die Angestellte Magali kennen, die sich inzwischen um die verkümmerten Manuskripte kümmert. Als dann die Verlagsangestellte Dephine diesen Ort besucht und dabei eine wichtige Entdeckung macht, beginnt die turbulente Geschichte rund um den Roman des Verstorbenen Henri Pick ihren Lauf zu nehmen. Doch kann der unauffällige Pizzabäcker von nebenan wirklich einen heimlichen Bestseller geschrieben haben? "Die Bibliothek der abgelegten Manuskripte war sein Lebenswerk ..." Zitat S. 52 Der Schreibstil weist die Besonderheit auf, dass es mehrere Protagonisten sind, die aus ihrer Sicht beschreiben. Diese Charaktere stehen in einer direkten Verbindung zueinander und bringen oft die Geschichte, zeitlich und von der Handlung her, weiter. Überraschend war, dass ich keine großen Probleme hatte zu erkennen, wer mir jetzt etwas beschreibt. Bei mehreren Sichtweisen habe ich oft das Problem, dass ich nicht mehr weiß, welcher Charakter hinter welchem Namen steckt. Bei diesem Roman war das nicht der Fall. Zum einen sind die Figuren so verschieden, dass ich sie nicht verwechseln könnte und zum Anderen stehen sie wirklich in enger Verbindung zueinander. Meine Gesamteindruck: Die Ausdrucksweise des Autors fand ich oft amüsant und es kam, während des Lesens, kaum langweile auf. Selten gab es mal ein paar wenige Seiten, die sich in die Länge gezogen haben und somit hatte ich viele schöne Lesestunden mit dem Roman. Das Highlight des Buches war das Ende! Es war überraschend und mal etwas Neues, was ich so niemals erwartet hätte. Nichts war so, wie es schien. Mein Fazit zum Buch: Sehr von dieser Handlung angetan und voller Euphorie habe ich dieses Buch begonnen und auch beendet. Ich war mehr als nur angetan von den vielen starken und ausdrucksvollen Persönlichkeiten dieses Buches. Daher spreche ich eine klare Leseempfehlung aus.

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Klappentext: Im bretonischen Finistère, am wind- und wellenumtosten »Ende der Welt«, gibt es eine ganz besondere Bibliothek. Sie sammelt Bücher, die nie erscheinen durften. Eines Tages entdeckt dort eine junge Pariser Lektorin ein Meisterwerk, und der Roman wird zum Bestseller. Der Autor, Henri Pick, war der Pizzabäcker des Ortes. Seine Witwe beteuert, er habe zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als die Einkaufslisten – ob er ein geheimes Zweitleben führte? Diese verrückte Geschichte spornt viele Menschen an, selbst Neues zu wagen: Paare trennen sich, Liebende finden unerwartet zueinander, und so manche Gewissheit wird auf den Kopf gestellt. Ein französisch-charmanter Roman über die Liebe, verlorene Träume und den Mut, sein Leben in die Hand zu nehmen. Leicht, beschwingt und voller Witz. Meine Meinung: Ich habe schon viel von dem Autor David Foenkinos gehört und war sehr gespannt auf dieses Buch und ich habe es an zwei Tagen gelesen,denn die Seiten fliegen nur so weg. Vor allem der flüssige,teils melancholische Schreibstil hat es mir sofort angetan. Wir erleben hier neben der Leidenschaft der Thematik zu Büchern sehr ausgefallene,unterschiedliche und authentisch Charaktere aber eins haben sie gemeinsam, sie sind alle auf der Suche nach der Lieben und dem Glück ob mit oder ohne Buch :) Vor allem muss man sich auf diese etwas andere Geschichte einlassen und viel Humor mitbringen. Wir lernen unterschiedliche Lebensgeschichten kennen,die teils miteinander verbunden sind. Was hat es auf sich mit dem geheimen Leben des Monsieur Pick? Ich habe mich sehr gern auf die Suche gemacht,bin auf interessante aber erwas skurrile Szenen getroffen. Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten,an der einen oder anderen Stelle auch nachdenklich gestimmt und ich möchte auf jeden Fall noch mehr von dem Autor lesen,von mir gibt es 5 Sterne... Autor: David Foenkinos (Autor) David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller „Nathalie küsst“, der auch als Film mit Audrey Tautou das Publikum begeisterte. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt. Der vielfach ausgezeichnete Roman „Charlotte“ hat sich allein in Frankreich rund eine halbe Million Mal verkauft, wurde auch in Deutschland zum Bestseller und wird derzeit verfilmt. "Das geheime Leben des Monsieur Pick" war in Frankreich monatelang auf der Bestsellerliste. Christian Kolb (Übersetzer) Christian Kolb wurde 1970 geboren und studierte französische Literatur und Filmwissenschaft in Berlin und Paris. Neben den Romanen von David Foenkinos übersetzte er u. a. auch Nicolas Fargues „Die Rolle meines Lebens“. Er lebt in Berlin. (www.randomhouse.de)

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Die Geschichte hinter "Das geheime Leben des Monsieur Pick" klang so wunderlich, dass ich neugierig wurde: Als Anlaufstelle für durch Ablehnungen desillusionierte Autoren sammelte der Bibliothekar der kleinen bretonischen Gemeinde Finistère Manuskripte von Büchern, die kein Verlag veröffentlichen wollte. Durch Zufall entdeckt eine Lektorin unter diesen unverhofft einen "Schatz" in Form des Romans "Die letzten Stunden einer großen Liebe". Dessen Erfolg bringt nicht nur das Leben der Familie des verstorbenen Autors gehörig durcheinander. Diverse Beziehungen werden auf die Probe gestellt und auf diese Weise verschiedene Variationen der letzten Stunden einer großen Liebe gleich mehrfach durchlebt. Der Weg zur Veröffentlichung des Romans, die Beschreibung des Erfolgs und deren Folgen sowie die Nachforschungen eines skeptischen Kritikers gestalten sich spannender, als ich erwartet hatte. Noch dazu gewährt "Das geheime Leben des Monsieur Pick" Einblicke in die Verlagswelt und in die bretonische Mentalität. Der Franzose David Foenkinos kann bereits auf sehr erfolgreiche Veröffentlichungen zurückblicken (z. B. "Nathalie küsst" und "Charlotte"). Diese Erfolge geben diesem Roman sicher Rückenwind. Doch auch davon unabhängig kann "Das geheime Leben des Monsieur Pick" bestehen: Foenkinos besticht durch subtilen Witz und Spannung. Durch viele Referenzen zu Autoren und deren Werken demonstriert er Distanz zum Literaturzirkus, während er und dieser Roman sich mitten im Auge dieses Hurrikans befinden.

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