Leserstimmen zu
Sartana - noch warm und schon Sand drauf

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„Sartana – noch warm und schon Sand drauf“ hört sich direkt nach Western an, egal ob der Kultfilm bekannt ist oder nicht. Doch muss man Vorsicht walten lassen, denn hier handelt es sich nicht einfach um eine Hörfassung desselben, sondern eine Parodie der ganz eigenen Art. Bela B schöpft aus den Vollen und holt Hörspielgrößen wie Stefan Kaminski, Oliver Rohrbeck oder Rainer Brandt vors Mikro, um ein einzigartiges Werk zu erschaffen. Als Hörer ist man ganz nah dran an der Produktion. Die Sprecher treffen ein, machen sich mit dem Inhalt vertraut, wenn nicht bereits geschehen, und begeben sich an die Aufnahme. Diese wiederum spart nicht mit Klischees, die natürlich in keinem Western fehlen dürfen. Auch Sprüche, die man gefühlt bereits 1000x gehört hat, verfehlen auch beim 1001. Mal nicht ihre Wirkung. Nichtsdestotrotz sprüht die Aufnahme nur so vor Humor, der mal mehr mal weniger flach gelingt. Die Songeinlagen sind gleichsam erwähnens- wie auch hörenswert. Kurzum: Alles richtig gemacht. Nicht unterschlagen werden sollte ebenfalls das beiliegende Booklet mit wundervoll gestalteten Comiczeichnungen. Dazu gibt es die besten Sprüche auch nochmal weiß auf schwarz zum Nachlesen. Mehr bleibt zu „Sartana“ nicht zu sagen, jeder sollte sich sein eigenes Bild machen und für eine Weile abtauchen in diese kurzweilige Unterhaltung, mit trashigen Sprüchen und ganz viel Westernfeeling.

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Räusperräusperhüstel – so langsam legen sich Wüstenstaub, Feuerwerksqualm und Pulverdunst, und ich kann meine Tastatur wiedererkennen. Das Echo twangiger Gitarrenklänge hallt mir noch in den Lauschlöffelchen, da will ich doch mal ein bißchen Rezensionsblut – ähm – Tinte vergießen. Da hat sich ein illustres Ensemble zusammengefunden, um einen Spaghetti-Western in ein Hörspiel zu transformieren: Bela B., Peta Devlin und die Band Smokestack Lightnin‘ von der musikalischen Fraktion sowie Stefan Kaminski, Oliver Rohrbeck und die Synchronlegende Rainer Brandt (die deutsche Synchronstimme von Elvis, Tony Curtis, Jean Paul Belmondo…) von der schauspielerischen Fraktion. Sartana, der einsame Rächer und Scharfschütze der Kugel und des Wortes, reitet mit seinem 1-PS-Gaul Theophil durch die „staubstaubige Staubwüste“ bis in das Städtchen Indian Creek. Dort und in der näheren Umgebungswildwestnis fegt er einen großen Haufen Halunken ins Jenseits und verfügt dabei sogar über die Güte, die von ihm erledigten Schurken anständig und beblümt beerdigen zu lassen. Stets ist er seinen Widersachern mindestens eine Revolverlänge voraus, und auch sonst ist er nicht aufs Köpfchen gefallen und wirft eloquent-schnodderig mit coolen Sprüchen um sich. Er spekuliert mit sandigen, goldverdächtigen Grundstücken, legt sich gewagt mit Falschspielern an und liefert sich mit dem chinesischen Spielsalon-Boß Lee Tse Tung schlagfertige Zitatduelle. Beiläufig vernascht Sartana die attraktive Luderlady Jasemine, was jedoch auf triebhaft-berechnender Gegenseitigkeit beruht. Doch was fasel ich Ihnen von Inhalten und Figurenschablonen – der Stil ist es, der hier den Ton angibt, und die wunderbare musikalische Kulisse, für die sich Smokestack Lightnin‘, Bela B und Peta Devlin mächtig ins Zaumzeug legen. Alle Sprecher sind stimmkünstlerisch genial und professionell wortgewandt, und als Zugabe hört man ihnen auch die Spielfreude glaubhaft an. Ich weiß nicht, was mir besser gefällt, die musikalischen Ennio-Morricone-Anspielungen, die schrägen Liedchen, das Western-Klischeegeklimper, die Wortspiele oder die markigen Sprüche … Hopp, Amigos, schwingt Euch aufs Pferd und trabt mal an – klickediklack – und lest meine vollständige Rezension unter nachfolgendem Link: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/02/24/sartana-noch-warm-und-schon-sand-drauf/

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